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Liebe Allgäuer Sportfreunde,
FUSSBALL
die fünfte Allgäuer (Sport-) Jahreszeit in angebrochen. Seit einigen Wochen fliegen wieder die
Bälle durch die Hallen und die Pucks schlittern
über das Eis. Die Wintersportler scharren mit den
Hufen und lassen den Schweiß fließen, denn eine
alte Weisheit hat immer noch Gültigkeit: Erfolge
im Winter werden im Sommer und Herbst vorbereitet.
Einen ganz besonders guten Start in die aktuelle Saison haben die
Volleyball-Damen des Allgäu Team Sonthofen in der 2. Bundesliga Süd
hingelegt. Die Herren der Landesliga-Handballer des TV Immenstadt
6
wollten da nicht zurückstehen und erkämpften sich mit ihrem neuen Landesliga Südwest
Trainer Kotschmar überraschend einen Platz in der Bel Etage der Hand- Interview mit dem neuen Stürmer des TSV
ball-Landesliga. Mit einigen Höhen und Tiefen startete dagegen Ober- Kottern: Gökhan Celik
liga-Aufsteiger ERC Sonthofen in die Eishockeysaison und muss zuTURNEN
dem nun mit einigen verletzten Schlüsselspielern zurecht kommen.
Natürlich wird auch auf allen Fußballplätzen hart gekämpft, wobei der
VfB Durach ebenso wenig aus dem "kleinen Loch" kommt wie der FC
Memmingen. Dafür agiert der TSV Kottern in der Landesliga Südwest
genauso überzeugend wie der FC Sonthofen in der Bayernliga Süd
eine mehr als überzeugende Saison hinlegt.
Ein genauer Blick auf das hiesige Sportgeschehen ist also angebracht,
denn der Sport ist hier im Allgäu ebenso Zuhause wie die traumhaften
Berge.
Viel Freude beim Lesen
TG Allgäu
Dieter Greif
Mit dem Schweizer Nicola Graber gelang
der TG Allgäu ein fulminanter Start
18
REITSPORT
Der ERC Sonthofen verlor im Heimspiel gegen die Tölzer Löwen mit einem
5:1.
Ron Newhook
Foto: Christoph Specht
Interview
19
Große Erfolge im Sattel: die 25-jährige
Allgäuerin Janina Dinauer
Eishockey-Oberliga
9
Der ERC Sonthofen muss einige schwerwiegende Ausfälle kompensieren
Die nächste ASR Ausgabe erscheint am 20. November 2014
ASR allgäu
3
FUSSBALL/REGIONALLIGA
Der 23-Jährige will "längerfristig" für den FCM an seine Grenzen gehen
Von Marion Bässler
Kevin Ruiz-Castellanos will "wieder Emotionen leben"
Quasi in letzter Sekunde vor Transferschluss
konnte der FC Memmingen noch einen hochkarätigen Neuzugang vermelden: Kevin RuizCastellanos, der ehemalige Profi des VfR
Aalen, läuft künftig wieder für die Maustädter auf. Während er in der Rückrunde der vorletzten Saison lediglich ausgeliehen war um in der Regionalliga
Spielpraxis zu sammeln, plant der 23-Jährige diesmal längerfristig beim Allgäuer
Regionalligisten zu bleiben. "Ich habe
für ein Jahr unterschrieben,
aber ich spiele nicht mit
dem Gedanken wegzugehen", kontert
der sympathische
Deutsch-Spanier
den Befürchtungen, Memmingen
könnte wieder nur
eine Zwischenstation für ihn sein. 2013
sorgte er, wie der
Club in seiner Pressemeldung noch einmal
unterstrich, maßgeblich mit dafür, dass die
Memminger nach verkorkster Vorrunde die
vierte Liga hielten (16 Spiele, acht Tore). Genau an diese Leistungen von damals möchte er schnellst möglich anknüpfen, um seinem neuen, alten Team
zu helfen. Denn schon bei seinem halbjährigen Gastspiel
beim Allgäuer Regionalligisten empfand er "alles
voll positiv". Nicht nur
die familiäre Atmosphäre führte dazu,
dass er sich so schnell
heimisch fühlte sondern auch der besondere Teamgeist in der Mannschaft, in der "die
Spieler gleich Kumpel geworden sind".
noch tief steckt, spricht Kevin Ruiz-Castellanos
aber offen und ehrlich über seine Zeit in Aalen. Dinge zu beschönigen, um selber im besseren Licht dazustehen, mag zwar
die Art von einigen anderen Profis
sein, der sympathische Deutsch-Spanier hat das nicht nötig.
"Natürlich wäre es für mich leichter
gewesen, wenn ich wenigstens ein
paar Mal gespielt hätte", bejaht er die entsprechende Frage. So hat er ein Jahr
lang fast ausschließlich trainiert
und gehörte lediglich drei
Mal zum Zweitliga-Kader.
Obwohl er die rund drei
Jahre als Profi als "eine
super Zeit" beschreibt
und glaubhaft erzählt, wie wohl
er sich im Team des VfR Aalen
und im familiären Umfeld des
Clubs gefühlt hat, spürt man seine Wehmut. Sein Fazit fällt aber
trotz der Enttäuschung positiv
aus: "ich hab Erfahrung gesammelt und viel dazu gelernt. Gerade was das Spielverständnis
angeht. Jetzt nehme ich den
Ball mit dem ersten Kontakt
mit, während ich ihn früher meist noch einmal
angenommen
habe", erklärt
der 23- Jährige. Sehr viel
hat er sich dabei von Jürgen Mössmer
abgeschaut.
Der 25-Jährige, der
von Aalen
zum 1. FC
Nürnberg wechselte, war
für Kevin Ruiz-Castellanos "immer ein
Vorbild".
Wieder Spaß am Fußball
Erfahrung gesammelt
"Mit Selbstbewusstsein" kehrte er daher im
Sommer 2013 wieder nach Aalen zurück. Dort
widerfuhr ihm aber so ziemlich das Bitterste,
was einem Fußballer passieren kann: er bekam nie die Chance, sich in der zweiten Bundesliga zu beweisen. Die Tatsache, dass seine
Einsatz-Statistik keine einzige Zweitliga-Spielminute aufweist, ist für einen jungen, talentierten und ehrgeizigen Kicker sicher schwer
zu verkraften. Da hilft selbst das Wissen, dass
auf seiner Stammposition,
der 6, in Aalen eine
"Mega-Konkurrenz" aus
"gestandenen ZweitligaProfis und einigen erfahrenen Drittliga-Spielern"
herrschte, nicht allzu viel.
Obwohl der Stachel im
Fußballerherz bestimmt
4 ASR
Sein Aalener Trainer bestätigte ihm immer wieder was für ein super Kicker er sei und gab
ihm noch beim Abschied den Rat mit auf den
Weg, dass er unbedingt in die dritte Liga müsse. Das versuchte der 23-Jährige zunächst
auch, "aber nach einem Jahr ohne richtige
Spielpraxis ist das schwierig." Mit der Hoffnung, ein besseres Sprungbrett zu finden,
wechselte er dann zum FC Nöttingen. "Mir wurde gesagt, dass dort viel mehr gescoutet wird
und ich wollte noch mal den Versuch machen
nach oben zu kommen", legt Kevin
Ruiz-Castellanos seine Beweggründe dar. Doch auch hier lief es nicht
rund. Nach der Auswechslung im ersten Punktspiel kam der gebürtige
Ulmer nie über Kurzeinsätze hinaus.
Da er in Nöttingen "unglücklich" war
und seine Leistungen nicht abrufen
konnte, wurde der Vertrag in bei-
derseitigem Einvernehmen aufgelöst. "Dann
war mir klar, dass ich nach Memmingen will",
erzählt Kevin Ruiz-Castellanos und erinnert sich
daran, wie schnell alles gehen musste. "So viel
telefoniert habe ich noch nie", lacht er rückblickend und betont, wie sehr er sich darüber
freut, dass der Wechsel in die Maustadt geklappt hat. "Die familiäre Atmosphäre und der
Teamgeist hier haben mir in Nöttingen gefehlt",
gibt er zu. In Memmingen will er sich nicht nur
"weiterentwickeln" und "Erfahrung sammeln", sondern vor
allem "an meine Grenzen gehen", um mit dem FC in der Tabelle wieder weiter nach oben
zu kommen. Dafür plant er "etwas langjähriges" in der Maustadt und ist dabei, wieder Vollzeit in seinen
alten Beruf als Industriemechaniker einzusteigen. Selbst in der Profizeit ist Kevin RuizCastellanos nämlich so bodenständig und weitsichtig geblieben, dass er seinen Job nie ganz
an den Nagel gehängt, sondern ihn lediglich
auf eine 400-Euro-Basis zurückgeschraubt hat.
"An meinen freien Tagen bin ich zur Arbeit
gegangen", erzählt der 23-Jährige und fügt
ganz offen hinzu: "sonst wüsste ich jetzt nicht,
was ich machen soll." Denn selbst als langjähriger Drittliga-Spieler hätte man fürs Alter nicht
ausgesorgt. Obwohl er sich darauf einstellt,
länger in Memmingen zu bleiben, will er "nie
nie sagen". "Falls ein Zweitligist anklopfen sollte", wäre die Versuchung vermutlich zu groß.
Denn eines gibt Kevin Ruiz-Castellanos auf die
Frage, ob er seinen Profitraum begraben hat
zu: "den Traum werde ich wohl nie begraben".
Allerdings gibt er zu Bedenken: "Man muss
sich die Frage stellen, was man mit 33 macht".
Die Frage nach seinen sportlichen Zielen hat
er schnell und ohne dass er überlegen müsste
beantwortet. Und man vermag dabei selbst
durchs Telefon ein Leuchten in seinen Augen
zu sehen wenn er sagt: "ich will wieder Spaß
am Fußball haben, mitfiebern und auf dem Platz
Emotionen leben."
FUSSBALL/BAYERNLIGA
Mit der nötigen Fitness will der 20-Jährige zu alter Stärke finden
Von Marion Bässler
Florian Makoru: in Sonthofen "wieder ran kämpfen"
Mit seiner Regionalliga-Erfahrung, die er trotz
seinen jungen Jahren vorweisen kann, ist Florian Makoru mit Sicherheit eine schlagkräftige
Verstärkung für den 1. FC Sonthofen. Bevor er
dem Bayernliga-Team von Esad
Kahric allerdings Impulse geben
kann, muss der 20-Jährige erst noch
zu alter Stärke finden. Auf Grund eines zweimonatigen Auslandsaufenthalts verpasste er bei seinem neuen
Club nämlich die gesamte Vorbereitung und
zog sich anschließend auch noch eine Schulterverletzung zu. Diese Umstände führten
dazu, dass er erst seit Mitte September voll
mittrainieren kann. Nach diesem "unglücklichen Start" will sich der Student aber dennoch
möglichst schnell "wieder ran kämpfen" und
absolviert dafür sogar zusätzliche Laufeinheiten. Denn obwohl Esad Kahric schon beim
FC Memmingen keinen Hehl draus machte,
welch große Stücke er auf den jungen
Immenstädter hält, weiß Florian Makoru, dass
es nur einen Weg zum Stammplatz gibt: "man
muss mit Leistung überzeugen".
schen Belastung des Abiturs führte es dazu,
dass er mehr in der zweiten als in der ersten
Memminger Mannschaft zum Einsatz kam. Und
das, obwohl er in der Saison 2012/2013 im
Alter von 19 Jahren eigentlich schon
den Durchbruch in der Regionalliga geschafft hatte. "Stimmt - da waren es 28
Einsätze und vier oder fünf Tore", erinnert sich Florian Makoru und fügt hinzu: "ich war in der Mannschaft drin und
da lief es richtig gut."
Hoffnung auf verletzungsfreie Saison
Trotzdem entschied sich Florian Makoru dafür, den Allgäuer Regionalligisten in Richtung
Sonthofen zu verlassen. Dafür gibt es mehrere Beweggründe: nach dem langen Auslandsaufenthalt wäre es in Memmingen "fast unmöglich" gewesen, sich wieder an die erste
Geboren: 25.11.1993 in Sonthofen
Wohnort: Immenstadt
Beruf: Student
Vereine: FC Immenstadt, 1. FC Sonthofen,
FC Memmingen
Position: Sturm, Mittelfeld
Größter sportlicher Erfolg:
Ausgleichstreffer zum 1:1 beim 2:1 Sieg
des FC Memmingen gegen den FC Bayern
München II
Hobbys: Tennis, Snowboarden, Schwimmen
Durchbruch beim FCM geschafft
Von seinem Vater mit dem Fußball-Virus infiziert, begann Florian Makoru bei den Bambini
des FC Immenstadt mit dem Kicken. Bereits in
der B-Jugend streifte er das erste Mal das
Trikot der Kreisstädter über, bevor er im zweiten A-Jugend-Jahr zum FC Memmingen wechselte. "Damals war der Unterschied zwischen
Memmingen und Sonthofen noch groß", erinnert er sich. Trotzdem wurde er bereits nach
einem halben Jahr von Esad Kahric hochgezogen und durfte bald sein Regionalliga-Debüt
geben. Dieses halbe Jahr in der starken Regionalliga Süd war für den jungen Kicker mit
vielen Highlights gespickt. Seinen ersten Einsatz in der Startformation erhielt er beispielweise gegen Eintracht Frankfurt II und auch
die Partien gegen die anderen namhaften
Traditionsclubs hat er noch allzu gut in Erinnerung. Gerade anfangs hatte es Florian Makoru
nicht leicht. Schon alleine die Umstellung auf
die Trainingsintensität im Seniorenbereich war
"nicht einfach". Da er davor lange Jahre
unterklassig spielte, verlangte ihm der Wechsel in den Seniorenbereich nicht nur konditionell sondern auch spielerisch sehr viel ab. Hinzu kam, dass der damalige Gymnasiast durch
die Einsätze in der ersten Mannschaft und bei
den A-Junioren eine Doppelbelastung stemmen musste. "Das war schon heftig", gibt er zu. Missen möchte er
mit Sicherheit trotzdem keine einzige Spielminute denn dafür nimmt
das Spiel mit dem runden Leder
eine viel zu große Rolle in seinem
Leben ein. Was seine Laufbahn leider ebenfalls, man mag fast sagen prägt, sind
Verletzungen. Schon in der Juniorenzeit verdonnerte ihn eine Hüft-Verletzung zu einer
halbjährigen Zwangspause und in der vergangenen Spielzeit musste er immer wieder
verletzungs- und krankheitsbedingte Rückschläge verkraften. Gepaart mit der schuli-
Durch eine Rotsperre kann Florian Makoru (rechts) zur Zeit nicht auf Torejagd für den Bayernligisten
1. FC Sonthofen gehen
Mannschaft heranzuarbeiten. Zudem hat der
junge Stürmer im Oktober mit dem Studium
begonnen. Ein "großer Faktor, dass ich nach
Sonthofen gekommen bin", war aber die Tatsache, dass Esad Kahric das Team der Kreisstädter coacht. "Zu ihm hab
ich ein super Verhältnis", erzählt der 20-Jährige strahlend. Außerdem "passt in
Sonthofen alles", wie er betont. "Die Mannschaft ist richtig stark - genau die richtige Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern", meint Makoru. Dass macht es zwar alles
andere als leichter, sich einen Stammplatz zu
sichern, aber der Immenstädter fühlt sich in
der Kreisstadt wohl und hofft mit dem Bayernligisten längerfristig vorne mitspielen zu können. Mit der Fitness soll seine "Leichtfüßig-
keit" möglichst bald zurückkommen, damit er
seine Schnelligkeit und Torgefährlichkeit bald
wieder unter Beweis stellen kann. Um diese
Stärken seiner Neuverpflichtung weiß auch
Esad Kahric. Zudem schätzt er die Vielseitigkeit des 20-Jährigen: "er kann Stoßstürmer
spielen, Angreifer, auf jeden Fall offensiv. Aber
er ist auch im Mittelfeld auf den Außenbahnen
einsetzbar", beschreibt der Coach seinen
"schnellen" Mann, dem er zudem "keine schlechte Technik" attestiert. Allerdings betont Kahric,
dass gerade sehr junge Spieler wie Makoru
"eine gute Fitness als Grundlage für die Bayernliga brauchen". Kein Wunder also, dass Florian
Makoru sich im Hinblick auf seine sportlichen
Ziele in erster Linie wünscht eine verletzungsfreie Saison spielen zu können. "Dann kommen
die Tore von selber", verspricht der 20-Jährige lachend.
ASR 5
FUSSBALL/LANDESLIGA
Ein Rückschritt hat den 21-Jährigen Stürmer nach vorne gebracht
Von Marion Bässler
Gökhan Celik: vom Abstauber zum Torjäger entwickelt
Fußball gegeben, erzählt Gökhan Celik. Der
junge Türke selbst hat bei den Bambini des FC
Kempten mit dem Kicken begonnen und dort
fast seine gesamte Jugendzeit verbracht.
Obwohl er beim FCK mit der schwäbischen
Meisterschaft der B-Junioren und dem Landesliga-Aufstieg in Reihen der A-Junioren seine
bislang größten Erfolge feiern konnte,
schwärmt er von seiner zweiten A-Jugend-Saison, die er beim TSV Kottern verbrachte: "das
war eines meiner besten Jahre", betont Celik.
In der A-Junioren-Kreisliga legte er seinen
Teamkollegen nicht nur 20 Tore auf sondern
erzielte zudem über 30 Treffer selbst.
Dennoch war das Jahr in Kottern nur ein
"Zwischenschritt" für ihn. Durch Krankheit,
Verletzung und vor allem den Beginn seiner Lehre entschloss er sich, den Wechsel
in den Herrenbereich bei Türksport
Kempten zu machen. "Ich wollte nicht weg,
aber ich musste den Schritt zurück machen",
erzählt Gökhan Celik. Denn bei all den Träumen vom höherklassigen Fußball hat der junge Türke den Blick für die Realität nicht verloren: "der Schritt von der A-Junioren Kreisliga
in die Bayernliga wäre zu hoch gewesen", weiß
er. Vor allem weil er durch seine Lehre nicht
regelmäßig trainieren konnte. So wurde seine Fußball-Leidenschaft kurzzeitig nur noch
"Ich denke an die Bayernliga"
Seine ganze Familie ist fußballbegeistert und zum "Hobby". In der vergangen Spielzeit griff
vor allem sein Vater hat sein Leben für den er beim türkischen Kreisklassisten aber wie-
"Fußball ist schon immer mein Traum gewesen", erzählt Gökhan Celik und führt weiter
aus, dass das Spiel mit dem runden Leder für
ihn "etwas mit Leidenschaft - etwas Geiles"
ist. Daher verfolgt der 21-jährige Neuzugang
des TSV Kottern auch konsequent das Ziel,
diesen Traum möglichst hochklassig leben zu
können. Trainer Kevin Siegfanz bescheinigt
dem Stürmer, der zu Saisonbeginn von
Türksport Kempten gekommen ist "das Potential sich durchzubeißen" und sogar noch
mehr: der 21-Jährige sei nicht nur "lernfreudig" sondern beweist seinem Coach in
jedem Training, wie "eiskalt" er vorm
Tor ist. "Gökhan ist definitiv ein guter Mann. Ihm gehört die Zukunft",
so Siegfanz. Dass es bis dorthin noch
ein paar Schritte sind, ist dem jungen Stürmer durchaus klar. Nachdem er in der laufenden Saison schon vier
Wochen verletzt war, will er vor allem konditionell noch zulegen. Auch ans LandesligaNiveau müsse er sich vor allem taktisch noch
anpassen, um mehr Einsatzzeiten zu bekommen, sagt er. Das würde sich seiner Ansicht
nach aber mit zunehmender Spielpraxis von
selber ergeben.
Geboren: 27.06.1993 in Kempten
Wohnort: Kempten
Beruf: Fahrzeuglackierer
Vereine: FC Kempten, TSV Kottern,
Türksport Kempten
Position: Stürmer
Größter sportlicher Erfolg: schwäbischer
Meister mit den B-Junioren und Landesliga-Aufstieg mit den A-Junioren des
FC Kempten
Hobbys: Fußball, Fahrradfahren
der richtig an und konnte mit seinen 27 Treffern maßgeblich zum Kreisliga-Aufstieg beitragen. Rückwirkend betrachtet war der vermeintliche sportliche Rückschritt für die fußballerische Entwicklung von Gökhan Celik ein
Schritt nach vorne. Während er ganz offen
zugibt, dass ihm früher das Selbstvertrauen
gefehlt hat, hat ihm sein zweijähriges Gastspiel bei Türksport Kempten "brutales Selbstvertrauen gegeben". Obwohl er dort zu den
Jüngsten zählte, hat der Trainer auf ihn gebaut, wodurch der Kemptener "einen großen
Schritt gemacht" hat. Während er früher
schnell den Ball abspielte, traut er sich jetzt
zu, mehr alleine zu versuchen. "Ich bin schneller und besser am Ball geworden und gehe
auch mehr ins Eins-zu-Eins", führt er aus und
fügt lachend hinzu: "ich bin vom Abstauber
zum Torjäger geworden". Wenn Gökhan Celik
so von seinen Stärken spricht, zu denen neben der Kaltschnäuzigkeit vorm Tor auch noch
Schnelligkeit, ein sehr guter Umgang mit dem
Ball und ein gutes Eins-zu-Eins-Spiel gehören,
sprüht er nur so vor Selbstvertrauen. Dennoch
wirkt der junge Türke dabei keineswegs überheblich. Selbst wenn er laut darüber nachdenkt, "höherklassiger spielen" zu können,
müssen sich die Kotterner Fans keine großen
Sorgen machen. So wie der 21-Jährige von
dem "Familienverein" schwärmt und immer
wieder betont, wie wohl er sich fühlt und dass
er "hier richtig" ist, will er dieses Ziel sicher
nicht durch einen Wechsel erreichen. "Ich selber denke an den Aufstieg", räumt er ein und
begründet: "die Mannschaft, die wir haben,
würde die Bayernliga packen". Zu diesem Ziel
möchte er "so viele Tore wie möglich" beitragen - "mindestens zehn". Den Anfang hat er
bereits mit dem wichtigen Siegtor gegen TSV
Ottobeuren gemacht. In dem "richtig schweren Spiel" kam er in der 77. Minute für Robin
Volland und "stand einfach richtig". "Nach der
Verletzung war es für mich besonders wichtig,
mit einem Tor zurückzukommen", sagt der junge Stürmer, der sich auch beim 5:1 KanterDer von Türksport Kempten gekommene Torjäger Gökhan Celik (rechts) ist beim Landesliga-Spitzen- sieg gegen SF Dinkelsbühl in die Torschützenteam TSV Kottern angekommen
liste einreihte.
6 ASR
FUSSBALL/LANDESLIGA
Nach der Rückkehr aus München gibt der 22-Jährige wieder alles für den VfB
Von Marion Bässler
Thomas Echteler: emotionaler Teamplayer mit Ehrgeiz
"Durach ist mein Verein", betont Thomas
Echteler und erzählt dabei, wie "viele Freunde" er hier hat und wie schön es ist, "mit den
Jungs zu spielen und zusammen zu hocken".
Diese Heimatverbundenheit zieht sich wie ein
roter Faden durch die Aussagen des gebürtigen Durachers, dessen Vater schon für den
VfB aktiv war. Der 22-Jährige selbst begann
bei den Bambini der Flugpätzler mit dem Kikken und hielt seinem VfB seither weitestgehend die Treue. Lediglich
vom zweiten B-Jugend- bis
zur Winterpause des zweiten A-Jugend-Jahrs suchte
er mit einem kurzen Abstecher zum FC Kempten eine
"neue sportliche Herausforderung", weil er "höherklassig spielen wollte". Zunächst lief es auch richtig gut: mit den
B-Junioren aus der Allgäu-Metropole durfte
er den Landesliga-Aufstieg feiern und in Reihen der Kemptener A-Junioren LandesligaErfahrung sammelt. Danach musste er auf
Grund einer Herzmuskelentzündung und eines Mittelfußbruchs allerdings eine knapp
halbjährige Verletzungspause überbrücken.
Dass er sich im Anschluss wieder zurück auf
den Rasen gekämpft hat, sollte sich schon bald
bezahlt machen. Denn nach seiner Rückkehr
zum VfB durfte der fußballverrückte Duracher
nicht nur mit den Senioren mittrainieren, sondern erlebte den Landesliga-Aufstieg des
Teams von Peter Christl mit. "Das ist richtig
cool für einen Jungen mit seinem Heimatverein den Landesliga-Aufstieg zu schaffen", erzählt er und erinnert sich an die
überschwänglichen Feierlichkeiten auf dem
Rathaus-Balkon.
Teamplayer Thomas Echteler fühlt sich beim Landesligisten VfB Durach sauwohl
Überall alles geben
"Ich bin kein Bulle", scherzt er und führt grinDurch sein Studium, das er zunächst in Mün- send aus, dass er im Hinblick auf die "Hünen",
chen begann, musste er fußballerisch kürzer die einem in der Landesliga entgegenkomtreten, da er nicht mehr regelmäßig trainieren konnte. Aber gerade "das Kicken hat mir
in München gefehlt", räumt er ein. Jetzt ist er
wieder zurück in Kempten und will "einfach
nur kicken" - am liebsten natürlich im Landesliga-Team seines Clubs. Zu ungeduldig ist er
im Hinblick auf den von jedem Kicker angeGeboren: 11.06.1992 in Kempten
strebten Stammplatz in der ersten allerdings
Wohnort: Kempten
nicht, denn jemandem, der schon nach kurzer
Beruf: Student
Zeit wieder aufgibt, "fehlt in meinen Augen
die Weitsicht", meint Thomas Echteler. Sich als
Vereine: VfB Durach, FC Kempten
junger Spieler durchzusetzen "ist ein
Position: offensives Mittelfeld
Entwicklungsprozess, den jeder durchmachen
Größter sportlicher Erfolg:
muss". Schließlich herrscht im Seniorenbereich
Landesliga-Aufstieg mit dem VfB Durach
"eine ganz andere Gangart", bei der sich
Hobbys: Fußball, was mit Freunden
Echteler auch erstmal ans höhere Tempo und
unternehmen, Berge, Reisen
die körperliche Robustheit gewöhnen musste.
men, "noch an Kampfmasse zulegen muss".
Zudem will er versuchen mehr Ruhe in sein eigenes Spiel zu bringen. Thomas Echteler ist
zwar ein "sehr emotionaler" Spieler, der "andere mitreißen kann", sich als "absoluter
Teamplayer" gerne in Diensten der Mannschaft
stellt und nie aufgibt, "manchmal
will ich aber zu
viel", gibt er
selbstkritisch zu.
Daher liegt sein
Hauptaugenmerk darauf, sich weiterzuentwikkeln, verletzungsfrei zu bleiben und natürlich
ein paar Landesliga-Einsätze zu bekommen.
Den nötigen Ehrgeiz dafür hat der 22-Jährige.
Und er ist auch gewillt "überall alles zu geben" - sei es in der Landesliga oder in der
Kreisliga. Schließlich ist Fußball für ihn "eine
Sportart in der man aufgeht".
ASR 7
EISHOCKEY/OBERLIGA
Nach seinen Eishockey-Stationen in Ober- und
Niederbayern sowie in Nordrhein-Westfalen
schnürt der 26-jährige Stürmer Stephan
Stiebinger nun erstmals im Allgäu seine Schlittschuhe. Seit fast zwei Monaten geht der gelernte Metzger für Oberliga-Aufsteiger ERC
Sonthofen auf Torjagd.
Der erfahrene Stiebinger überzeugte dabei bisher mit seinem
großen Können auch dem Eis und der unbändigen Willenskraft.
Im Gespräch mit dem Allgäuer Sportreport
beschreibt der sympathische Oberbayer seinen Weg zum ERC und spricht über die Möglichkeiten des Teams.
unbedingt noch einmal Oberliga spielen und
so hat sich mein Spielervermittler umgeschaut.
Mit ihm arbeite ich bereits seit einiger Zeit
zusammen. Er hat dann den Kontakt zum ERC
Sonthofen hergestellt und nachdem ich Dave
Rich bereits kannte, ging das ganz schnell und
seit Mitte August bin ich nun im Allgäu. Mein
Vertrag läuft hier zunächst einmal ein Jahr lang.
Allgäuer Sportreport: Wie wurdest Du hier aufgenommen und wo bist Du untergekommen?
Stephan Stiebinger: Ich wurde vom gesamten
Team und dem Umfeld sehr positiv aufgenommen. Zudem kannte ich neben Trainer Dave
Rich auch Janne Kujala aus unserer gemeinsamen Oberliga-Zeit beim SB Rosenheim von
Eishockey - Oberliga: ERC Sonthofen
Wenn wir Vollgas geben, ist alles möglich
Interview mit Stürmer Stephan Stiebinger - Neuzugang vom TEV Miesbach
Der Oberbayer Stephan
Stiebinger (l.) geht auf dem
Eis ab wie eine Rakete
Allgäuer Sportreport: Wie sah Dein Weg zum
ERC Sonthofen aus und wie kam der Wechsel
zustande?
Stephan Stiebinger: Da muss ich ein wenig ausholen. Vor etwa zweieinhalb Jahren wurde bei
mir chronisches Rheuma festgestellt und ich
war anschließend länger in Behandlung. Damals hatte ich noch unter Trainer Dave Rich bei
den Passau Black Hawks in der Oberliga gespielt. Nachdem das Rheuma mit der Zeit auch
ohne Medikamente beherrschbar war, spielte
ich dann noch eine Saison bei den Deggendorf Fire und wollte anschließend eigentlich
eine Pause einlegen. Doch häufig kommt es
anders als man denkt und in der vergangenen
Saison lief ich für den TEV Miesbach auf. Der
dortige Trainer hat mich dann auch sehr eingesetzt und ich hatte viel Zeit auf dem Eis.
Nach der vergangenen Saison wollte ich dann
8 ASR
2006 bis 2008. Nun teile ich mir sogar eine
Wohnung mit Janne in Bad Hindelang. Allerdings spiele ich auf dem Eis nicht mit Janne in
einer Reihe, meine Partner in der zweiten
Sturmreihe sind aktuell Ron Newhook und
Markus Vaitl.
Allgäuer Sportreport: Wie sah Dein Weg von
den ersten Anfängen auf den Kufen bis heute
aus?
Stephan Stiebinger: Bereits mit drei Jahren
bin ich erstmals in die Laufschule des SB Rosenheim gegangen. Nachdem ich wohl nicht
gerade der Schlechteste war durchlief ich in
den Jahren danach alle Jugendmannschaften
des Vereins. Am Ende spielte ich bis 2006 in
der DNL (Deutsche Nachwuchsliga). Von drt
ging es direkt zu den Rosenheimer Senioren,
wo ich bis 2009 aktiv war. Dann ging es zu-
Geboren: 9.1.1988 in Rosenheim
Wohnort: Bad Hindelang
Familienstand: ledig
Beruf: Metzger
Hobbys: Fußball, (Hallen-) Hockey, Tennis,
Schwimmen
Bisherige Vereine: Starbulls Rosenheim.
EHC Dortmund, Passau Black Hawks,
Deggendorf Fire, TEV Miesbach
Größter sportlicher Erfolg:
Deutsche Vizemeisterschaft in der DNL
mit dem SB Rosenheim
nächst zum EHC Dortmund in die Oberliga. Von
dort wechselte ich dann für zwei Jahre zu den
EHF Passau Black Hawks, anschließend zum
Deggendorfer SC und dem TEV Miesbach und
nun bin ich hier beim ERC.
Allgäuer Sportreport: Wie sieht Deine Bilanz
nach den ersten Spielen in der noch jungen
Saison aus und was traust Du dem Team in dieser Spielzeit zu?
Stephan Stiebinger: Nach dem Start in die
Saison mussten wir erst einmal zusammenwachsen. Das geht in der Regel nicht von heute auf
morgen und so zwei bis drei Wochen braucht
es schon, um richtig eingespielt zu sein Vor
allem ist es wichtig, dass alle immer Vollgas
geben. Wir dürfen uns auch durch Rückschläge oder verletzungsbedingte Ausfälle nicht
aus dem Takt bringen lassen und müssen immer unser Bestes geben. Ich denke, dass wir
ganz gut aufgestellt sind und außerdem werden ja einige junge Spieler wie Sabautzki oder
Berger an das Oberliga-Team herangeführt
werden, die sich dann beweisen können. Unser Blick muss auf jeden Fall Richtung Playoffs
gehen und ich denke, das ist allemal realisierbar.
EISHOCKEY/OBERLIGA
Nachdem das erste Wochenende in der Oberliga Süd für den Aufsteiger aus Sonthofen mit
zwei Niederlagen völlig in die Hose ging, zeigten die Allgäuer an den beiden folgenden
Spieltagen, was in ihnen steckt. Zunächst wurden die aten Rivalen aus der Bayernliga, die
Blue Devils Weiden, auswärts mit 7:3 aus der
Halle geschossen, bevor der EHC Klostersee
in Sonthofen mit 5:3 souverän nach Hause
geschickt wurde. Doch dann schlug das Pech
zu. Zunächst hatte sich Torfrau Jenny Harß am
Miniskus verletzt, wurde
Anfang Oktober operiert
und fällt noch mindestens vier Wochen aus.
Nachdem der Riesserseer Leih-Goalie
Korbinian Sertl für die Sonthofer wegen der
Einsätze für seinen Heimatverein nicht immer
einsetzbar ist, kam der erst 18-jährige Fabian
Schütze nun zu unerwartet vielen Einsätzen.
Als zweiter Torhüter saß der junge Jonas Henkel auf der Bank. In den letzten Minuten der
Begegnung gegen den EHC Klostersee erhielt
zudem Abwehr-Stratege Florian Bindl einen
Schlag auf den Fuß, musste vom Eis und trug
eine schwere Verletzung davon. Er hatte im
Verteidigungs-System der Oberallgäuer eine
sehr wichtige Rolle eingenommen und fällt nun
auch noch zwei bis drei Wochen aus. Aktuell
beobachten die Verantwortlichen des ERC den
Markt sehr genau, um eventuell kurzfristig Ersatz für die Verletzten zu organisieren.
Die Auswirkungen dieser Ausfälle auf die
Spielweise machten sich in den Begegnungen
gegen die Tölzer Löwen und beim
Deggendorfer SC bemerkbar. Coach Rich
musste die Reihen umstellen und neu organisieren. Gegen die routinierten Oberbayern
setzte es dann auch eine satte 1:5-Niederlage, obwohl hier auch das zumeist äußerst des-
orientierte Schiedsrichterteam seinen Beitrag
leistete. Ganz anders traten die "Bulls" dann
beim Auswärtsspiel in Deggendorf (DSC) auf.
Die Niederbayern trafen auf einen sehr unbequemen Gegner aus dem Allgäu und hatten
große Mühe. Bis zehn Minuten vor dem Abpfiff stand es 2:2 und nur ein Lapsus von
Nachwuchskeeper Fabian Schütze brachte den
DSC auf die Siegesstraße. Am Ende hieß es
2:4 aus Sonthofer Sicht, allerdings ärgerte sich
Dave Rich über das "billige Tor", sprach seinen
jungen Goalie aber frei von jeder Schuld. "In
dieser Oberliga brauchst du einen starken
Torwart, sonst hast du auf Dauer keine Chance", stellte er nüchtern fest und hofft für die
nächsten Spiele wieder auf die Abstellung von
Korbinian Sertl aus Riessersee. Zum Trost für
alle Allgäuer Eishockey-Fans kann nach den
ersten Spielen allerdings resümiert werden,
dass der ERC aktuell die beste Oberliga-Mannschaft der Region ist. Der EV Füssen hat nach
wie vor die rote Laterne inne, konnte bisher
kein Spiel gewinnen und steht weit hinter den
Sonthofern. Dies dürfte zwar nur ein schwacher Trost sein und die "Bulls" konzentrieren
sich nun auf die kommenden Aufgaben, wo es
einerseits zum Allgäu-Derby mit Füssen kommt
und die Reise zu den Erding Gladiators ansteht, die aktuell den vorletzten Tabellenplatz
einnehmen.
ERC Sonthofen
"Bulls" von Pech und Verletzungen verfolgt
Nur zwei Siege und vier Niederlagen in den ersten sechs Spielen
Korbinian Sertl (21, rechts) ist Inhaber einer Förderlizenz des SC Riessersee und lieferte bereits bei
zwei Spielen des ERC sehr überzeugende Leistungen zwischen den Pfosten ab
Die nächsten Spiele des ERC
Der 22-jährige Pascal Kröber kam von den
Icefighters Leipzig ins Allgäu und entwickelte sich
schnell zu einem Aktivposten in der Verteidigung
24.10. - 20.00 Uhr
ERC Sonthfoen - EC Peiting
26.10. - 18.00 Uhr
Erding Gladiators - ERC Sonthofen
31.10. - 20.00 Uhr
ERC Sonthofen - EV Füssen
2.11. - 18.00 Uhr
EHC Freiburg - ERC Sonthofen
14.11. - 19.30 Uhr
Tölzer Löwen - ERC Sonthofen
16.11. - 18.00 Uhr
ERC Sonthofen - Deggendorfer SC
21.11. - 20.00 Uhr
ERC Sonthofen - Blue Devils Weiden
23.11. - 17.30 Uhr
EHC Klostersee - ERC Sonthofen
ASR 9
EISHOCKEY/LANDESLIGA
Eishockey: Eisbären Oberstdorf - Landesliga Südwest
Wir wollen in Oberstdorf nachhaltiges Eishockey aufbauen
Nachgefragt bei Christian Sauer, Stürmer/Eishockey-Obmann und Trainer Peter Waibel
Die Eisbären Oberstdorf sind zwei
Jahre nach dem gelungenen Neustart
mit einem 9:4-Auswärtssieg gegen
den SC Riessersee 1b in die aktuelle
Landesliga-Saison gestartet. Dabei
können die Kufenjäger einerseits mit
großem Zuspruch bei den Zuschauern und einer sehr guten Resonanz
bei ihren Sponsoren punkten. Die Zuschauerzahl konnte seit 2013
versechsfacht (!!!) werden. In diesem
Jahr gelangen Trainer Peter Waibel
und (EC Oberstdorf-) Eishockey-Obmann Christian Sauer zudem personell einige echte Coups. So konnten
Peter Waibel
Christian Sauer
gleich drei Wunschspieler von LigaKonkuerrent ESC Kempten in die südlichste
Gemeinde Deutschlands gelockt werden. Zu- zu erbringen. Zudem konnten wir große Teile
dem stießen von Oberliga-Aufsteiger ERC des letztjährigen Kaders halten.
Sonthofen Christian und Stefan Tarrach zu Pe- Trainer Peter Waibel: Im Hinblick auf die aktuter Waibels Team und schon wurden die er- elle Saison wollen wir realistisch bleiben und
sten Stimmen laut, die dem Team die Favori- ich sage einfach mal, dass wir uns in der obetenrolle in der Liga zusprachen. Davon lassen ren Hälfte festbeißen wollen. Ich denke, wir
sich weder Trainer Waibel noch Sauer im ASR- sind in der Breite und in der Spitze gut aufgeGespräch aus der Ruhe bringen. Sie bleiben stellt. Natürlich wünscht man sich hier und da
noch eine personelle Aufstockung oder Verauf dem Boden und geben sich realistisch.
nicht wichtig und wir sehen das auch nicht so.
Leider weiß ich nicht ganz genau, wie sich
unsere 13 Gegner jeweils verstärkt haben und
wo ihre Stärken und Schwächen liegen. Das
wird man erst im Laufe der Saison erfahren. Es
wird auf jeden Fall fünf oder sechs Teams geben, die ganz oben mitspielen können. Für
uns ist es jedoch zunächst wichtig, gut in die
Saison zu starten und gleich zu Beginn möglichst weiter vorne zu stehen.
asr: Nach der Neuaufstellung des Oberstdorfer Eishockeys im Jahr 2013 konntet Ihr einiges bewegen - wie sieht die Bilanz im Hinblick auf Sponsoren und Zuschauer aus?
Christian Sauer: Kurz gesagt: das entwickelt
sich alles sehr positiv. Wir konnten die Zuschauerzahl innerhalb eines Jahres versechsfachen.
Kamen bis Anfang 2013 zu unseren Heimspielen im Schnitt um die fünfzig Besucher, so zählen wir nun etwa 300 Zuschauer pro Spiel. Auch
im Hinblick auf die Sponsoren haben wir viel
Zeit und Arbeit investiert und konnten viele
Förderer für uns gewinnen. Im Vergleich zu
2013 konnten wir in diesem Jahr fast alle Budgets verdoppeln und zudem fünf neue Sponsoren dazu gewinnen. Dazu gehören auch zwei
neue Hauptsponsoren: DUOCOMP IT-Lösungen
und die IGEL Thin Clients. Außerdem neue
Premiumsponsoren wie das Allgäu Outlet
(Helm) oder EDEKA Ebner (Trikot). Damit ergeben sich für uns natürlich auch ganz neue
Möglichkeiten in Richtung Marketing und Promotion. So konnten wir die Eintrittskarten neu
gestalten oder hochwertigere Fyler drucken.
Mit diesem Kader wollen die Eisbären Oberstdorf in der Landesliga Süd-West ganz oben mitspielen
Meiner Meinung nach sollte das Verhältnis
Allgäuer Sportreport: Welche Neuzugänge
habt Ihr zu verbuchen und mit welchen Erwartungen geht Ihr in die gerade angepfiffene
Landesliga-Saison?
besserung, aber mit dem aktuellen Kader können wir einiges erreichen. Aktuell können wir
mit vier Sturm- und drei Abwehrreihen spielen. Für mich ist es dabei wichtig, dass einzelne Spieler oder Reihen auf den Eis keine
Christian Sauer: Bei unseren Zugängen hatten "Doppelschichten" fahren. Es sollen alle die
wir einerseits ein wenig Glück und anderer- gleichen Eiszeiten bekommen und bei einem
seits konnten wir einige WunschEinsatz eine maximale Eiszeit von
spieler an uns binden. Vom ESC
etwa vierzig Sekunden pro Einsatz
Kempten kamen Ver teidiger
erhalten. Nach den Erfahrungen in
Benjamin Waibel (28) sowie die
den Vorbereitungsspielen ist das
beiden Stürmer Dennis Adebahr
auch realistisch.
(22) und Christian Engler (29).
Sehr viel Glück hatten wir mit den
ASR: Im Hinblick auf die Neubeiden Brüdern Christian (27, Verteidigung) verpflichtungen und den Leistungen in den
und Stefan Tarrach (23, Sturm), die beide vo Vorbereitungsspielen reden viele schon von
Oberliga-Aufsteiger ERC Sonthofen zu uns der Favoritenrolle in der Landesliga Süd-West
stießen. Für beide war es aus beruflichen Grün- - wie geht Ihr damit um?
den nicht mehr möglich, den hohen Zeitaufwand in der dritten deutschen Eishockey-Liga Peter Waibel: Ehrlich gesagt ist das für uns
10 A S R
Neuzugang Dennis Adebahr gehört zu den Aktivposten im Sturm
ASR/NEWS
NEWS
Eishockey Bayernliga
Paukenschlag
beim
ECDC
Memmingen: Jogi Koch tritt zurück
Stefan Fackler (32) soll mit seinen beiden Torhüter-Kollegen Maximilian Hornik und Alexander Stöhr
möglichst wenig Pucks in den Kasten lassen
zwischen Verein und Sponsoren ein Geben
und Nehmen sein. Beide Seiten müssen damit
zufrieden sein und das gelingt uns sehr gut.
Beide Seiten erschließen sich damit neue
Quellen und ich denke, dass die Sponsoren
mit uns sehr zufrieden sind.
Peter Waibel: Meiner Meinung nach haben wir
uns auch sportlich enorm weiter entwickelt.
Einerseits hat sich das bereits in den Vorbereitungsspielen auf dem Eis gezeigt und
andererseits lässt sich das auch durch die Halbierung der Strafzeiten dokumentieren.
asr: Sollte der Aufstieg in die Bayernliga wirklich ein Thema werden, wäre das wünschenswert und machbar?
Christian Sauer: Das war ein Thema, mit dem
wir uns schon befasst haben, aber erst einmal
muss die Saison gespielt und ein vorderer Platz
erobert werden - das wird schwer genug. Zudem sind wir erst im zweiten Jahr nach der
Neuaufstellung des Eishockeys in Oberstdorf.
Unser Ziel ist es, in Oberstdorf und der Region
wieder nachhaltiges Eishockey aufzubauen
bzw. zu bieten - schneller Erfolg sieht zwar
immer gut aus, aber zahlt sich auf Dauer nicht
aus. Wir möchten langsam wieder einen Nachwuchs aufbauen, leider ist das in den letzten
Jahren einfach nicht mehr akribisch genug fokussiert worden, hier haben wir viel an Boden
verloren und konnten dieses Jahr deshalb keine Spielgemeinschaft im Nachwuchsbereich
mit dem ERC Sonthofen vereinbaren. Hier muss
ein kompletter Neuaufbau her, ich hoffe, dass
wir in Oberstdorf wieder Nachwuchs fürs Eishockey begeistern können. Es ist schwierig
für einen Ort wie Oberstdorf, einen kompletten Nachwuchs zu stellen, aber ich denke wir
können das ein oder andere Kind fürs Eishokkey begeistern und hoffentlich das ein oder
andere Talent fördern.
Der ECDC Memmingen hatte vor der Saison
kräftig aufgerüstet, war mit zwei Siegen gegen Germering und Landsberg in die Saison
gestartet und dann das! Bei
der Pressekonferenz direkt
nach dem Sieg gegen Landsberg am Hühnerberg erklärte
Erfolgscoach Jogi Koch seinen sofortigen Rücktritt. Grund dafür waren wohl Differenzen mit
der Vereinsführung über die künftige sportliche Ausrichtung. Schockstarre vor allem nach der Pressekonferenz im Memminger
Eisstadion. Nach dem offiziellen Teil hatte Koch das Mikro noch einmal an sich genommen und den Rücktritt mitgeteilt. Zwischen Koch und dem Verein wurde
Stillschweigen zu den Gründen für die Trennung vereinbart. Bei Redaktionsschluss lag
noch keine offizielle Stellungnahme des Vorstandes vor. Das Training hat zwischenzeitlich
Co-Trainer Doug Karchavich kommissarisch
übernommen. Wie es in der Maustadt konkret
weitergeht, wird sich wohl erst in den nächsten Wochen herauskristallisieren
Nebelhorn Trophy in Oberstdorf
Nelli Zhiganshina und Alexander
Gazsi tanzen auf Platz 3
Vom 26.9. bis 28.9. fand in Oberstdorf der
internationale Eiskunstlauf-Wettbewerb "Nebelhorn-Trophy" statt. Nelli Zhiganshina und
Alexander Gaszi vom EC Oberstdorf konnten
im Eistanzen der Meisterklasse überzeugen.
Mit zwei wunderschönen und auch wie immer
eigenwilligen neuen Programmen gelang ihnen ein Platz auf dem Treppchen. Der deutsche Vize-Juniorenmeister des Vorjahres,
Alexander Bjelde (ECO) erreichte in der Meisterklasse der Herren Platz 13.
Die nächsten Spiele der Eisbären Oberstdorf in der Landesliga Südwest:
am 24.10. bei der EA Schongau, am 26.10.
Verteidiger Benjamin Waibel soll es den gegneri- bei der ESC Kempten , am 02.11. bei der ESC
schen Stürmern schwer machen vor das Gehäuse Geretsried und am 9.11. in Oberstdorf gegen
zu kommen
den EHC Bad Aibling
Die Brüder Christian (l.) und Stefan Tarrach stießen vom ERC Sonthofen zu den Eisbären und bringen
ebenso wie Stürmer Christian Engler (r.) sehr viele Erfahrungen aus höheren Spielklassen mit
A S R 11
ASR/HANDBALL
Handball: TV Immenstadt - Landesliga Süd
Sensationeller Start in die Spielzeit 2014/15
Kroatischer Neuzugang Ivan Skaramuca ein absoluter Glücksfall
Wer hätte das gedacht: Nachdem
der TV Immenstadt noch vor einigen Monaten mit großen
Personalproblemen zu kämpfen
hatte, startete nun das Team furios in die Saison und hält Kontakt
zur Spitze. Zwar missglückte der
Einstand am 16. September beim
TSV Weilheim (14:16), doch danach ging es nur noch bergauf.
Neutrainer Gunther Kotschmar
hatte in der Vorbereitung nicht viel
Zeit, aus dem Stamm des letzten
Jahres und den drei hochkarätigen
Neuzugängen ein schlagkräftiges
Team zu formen. Doch die Mannschaft um Kapitän Matthias Tillig
wuchs in Rekordzeit sehr gut zusammen. Vor allem die drei kroatischen Neuzugänge Dino Zubac
(Tor), der auf Rechtsaußen spielenden Linkshänder Marko Puskaric
und der erst 21-jährige kroatische
Jugendnationalspieler Ivan
Skaramuca sorgten für den nötigen Schub im Team.
Nach der Niederlage im Auftaktspiel ging ein Ruck durch das Team
und in den nächsten Spielen spielte das Team sein ganzes Können
auch wenn das Spiel zeitweise
sehr fahrig war. Erst gegen Ende
der Spielzeit spielten die
Immenstädter ihre größere Routine aus und behielten den kühleren Kopf.
Rechtsaußen Stefan Ostenrieder (30) hämmert mit voller Wucht in Richtung gegnerisches Tor und Mannschaftskollege Mathias Tillig (l.) staunt nicht schlecht
aus. Zwischenzeitlich durften drei (27:27) und Liga-Neuling HSG
Siege, ein Remis, nur eine
Dietmannsried/Altusried
Niederlage und der vierte
(23:21) sehr erfolgreich gePlatz in der Tabelle verstaltet werden. Vor allem
bucht werden. Dabei konndieses Spiel in der Sporthalten die beiden bisherigen
le Dietmannsried ließ das
Derbys gegen Bayernliganeue Selbstvertrauen der
Absteiger TSV Ottobeuren Städtler deutlich zu tage treten,
Als ein wahres Juwel hatte sich in
diesen ersten Spielen der erst 21jährige Ivan Skaramuca erwiesen.
Nachdem er beim Auftaktspiel
noch nicht spielberechtig war,
drehte er in den nächsten Spielen
richtig auf und schoss in drei Spielen 33 Tore. Auch wenn er wie im
Spiel in Dietmannsried "nur" drei
Treffer erzielen konnte, waren
andere zur Stelle, die für die Treffer sorgten. Gegen die HSG war
dies der 29-jährige Linksaußen
Markus Steurer, der sieben Treffer zum verdienten 32:21-Sieg
beisteuerte.
Mit diesen Ergebnissen und einer
sehr zielgerichteten, konzentrierten Leistung geht das Konzept von
Trainer Gunter Kotschmar bisher
in allen Belangen auf. Damit rückt
auch der Wunsch von Christian
Trainer Gunther Kotschmar scheint
Becker,
dem ehemaligen Trainer
die richtige Strategie gefunden zu Die drei hocheffektiven Neuzugänge der Städtler: Marko Puskaric, Ivan
und
heutigen
sportlichen Leiter
haben
Skaramuca und Goalie Dino Zubac (v.l.)
des TVI immer mehr in Reichweite.
Bereits vor der Saison hatte er auf
die Frage nach den Saisonzielen
geantwortet: "Wir wollen uns möglichst schnell im Mittelfeld festbeißen und damit nichts mehr mit
dem Abstieg zu tun haben." Bisher scheint dieser Wunsch in Erfüllung zu gehen, allerdings warten auf Kotschmars Herren noch
über zwanzig Spiele bis zum Saisonende, doch mit den bisher gezeigten Leistungen muss weder
dem Verein noch den Fans bange
sein.
12 A S R
ASR/SPORTMIX
NEWS
SpoSpiTo - bringt Kinder in Bewegung
Große und spannende
Kinderaktionstage im Allgäu
Kinder wollen, sollen und müssen sich bewegen. Mit der Veranstaltung "SpoSpiTo - bringt
Kinder in Bewegung!" werden wieder große
Kinderaktionstage in Kempten, Sonthofen,
Memmingen und Kaufbeuren unter dem Motto "Kinder tollen, toben, spielen,…" durchgeführt.
Frühzeitiges, regelmäßiges und vielfältiges Bewegen, hat
einen positiven Einfluss auf den Umgang mit
Emotionen, auf die motorische Entwicklung und
die geistigen Fähigkeiten des Kindes. Für Kinder im Alter von 4-10 Jahren wird ein
600 Zuschauer fanden den Weg zum Allgäu-Derby zwischen dem TSV Ottobeuren und dem TV Bewegungs- und Spieleparcours mit den unImmenstadt und wurden nicht enttäuscht: In einem zeitweise hochdramatischen Match trennten terschiedlichsten Großgeräten der Sporthalsich die beiden Teams 27:27 (12:10)
le aufgebaut, so dass eine attraktive
Abenteuerlandschaft entsteht. "Da muss einfach jedes Kind dabei sein!" sind sich die Verantwortlichen der Sportvereine einig. Den Kindern werden Bewegungsmöglichkeiten aller
Art, wie Klettern, Springen, Schaukeln, Schwingen, Rollen, Balancieren, etc., angeboten und
somit können die Kinder ihrem natürlichen
Bewegungsdrang freien Lauf lassen. "Wir möchten, dass alle Kinder Spaß an der Bewegung
haben und auf spielerische Weise für sportliche Aktivitäten begeistert werden," so die Initiatoren Reinhard und Thomas Gansert vom
SpoSpiTo-Team.
Der junge Kroate Ivan Skaramuca (Nr. 5) konnte 12 Treffer zum Punktgewinn der Städtler beim TSV
Ottobeuren beisteuern und stellte damit seinen magischen Drang zum Tor wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis
Die Termine im Oberallgäu:
Kempten:
Samstag, 25.10.2014, Sporthalle Berufliches
Schulzentrum, Wiesstraße 30, 87435 Kempten
Sonthofen:
Sonntag, 02.11.2014, Allgäu-Sporthalle,
Schillerstraße 11, 87527 Sonthofen
TSV Sonthofen - Handball: Die Mannen von Trainer Sven Heidt kommen nicht aus dem TabellenKeller der Handball-Bezirksoberliga heraus. Zuletzt gab es eine schmerzliche 26:30-Niederlage
gegen den TSV Landsberg. Damit steht das Team immer noch ohne Punktgewinn da und damit hat
bereits in dieser frühen Phase der Saison der Abstiegskampf begonnen
A S R 13
ASR/RADSPORT
Das RSV-Team beim MTB-Marathon in Oberstdorf
Das Team des RSV Allgäu Outlet bei der Präsentation in Sonthofen mit Stefanie Kindlmann (r., Allgäu
Outlet) und dem 1. Vorstand Richie Wolf (kniend vorne links)
Tolle Saison der
Oberallgäuer
Rad-Spezialisten
Im ersten Jahr nach dem Einstieg des neuen
Hauptsponsors Allgäu Outlet konnten die Fahrer des RSV Sonthofen fast in allen Bereichen
überzeugen. Insgesamt starteten die Oberallgäuer Vorzeige-Sportler (-innen) in verschiedenen Besetzungen bei 19 Wettbewerben.
Dabei gingen sie in allen Altersklassen auf
Rennrädern und
Mountainbikes
in Deutschland und im angrenzenden Ausland
an den Start. Der Startschuss fiel im schwäbischen Backnang, wo Teamchef Richard "Richie"
Wolf gleich den vierten Platz feiern durfte. Direkt im Anschluss fuhr das gesamte Team ins
Trainingslager nach Istrien, wo mit der Teilnahme am "Gran Fondo Porec" auch Rennluft geschnuppert werden konnte. Nach der Vorstellung des Teams 2014 im Allgäu Outlet in Sonthofen ging es richtig in die Saison. Eines der
ersten Highlights war Ende April der zweite
Platz von Kapitän Wolf beim City Kriterium in
Konstanz. Auch die fast schon traditionelle
Teilnahme am 8. Allgäu Outlet Stöckle Rennen, dem MTB in Pfornten, dem 21. Duracher
Straßenpreis oder dem Altstädter Radlauf
konnte das Team sehr erfolgreich gestalten.
Fast überall waren die drei Topfahrer "Richie",
Herbert Wagner und Matthias Badauf auf das
Treppchen gefahren.
Die letzten beiden Highlights des Jahres stellten für das Oberallgäuer Top-Team die Teilnahme am Oberstdorfer MTB-Marathon Ende
September dar. Dort wurde ein hervorragender dritter Patz in der Teamwertung gefeiert
und nur einige Tage später stand die Teilnahme an der legendären Grüntenstafette im Terminkalender. Dort kam es zu einer Premiere,
denn erstmals starteten die beiden Mannschaften des Allgäu Outlets Sonthofen in einem
14 A S R
RSV Allgäu Outlet Sonthofen:
Vorstand Richie Wolf und seine Damen und Herren überzeugen im In- und Ausland
Thomas Gippinger (M.) siegte beim Dürrenberg
MTB-Sprint in seiner Altersklasse
Team: die Laufspor t-Spezialisten des
Raceteams um Kapitän Peter Pulfer sowie die
Biker des RSV Sonthofen. Das gemischte Team
aus Radfahrern und Läufern durfte gleich bei
der Premiere einen sehr guten dritten Platz in
der Gesamtwertung verbuchen.
"Wir sind mit den Ergebnissen in diesem
Jahr eigentlich sehr
zufrieden. Natürlich könnte es immer besser
laufen, aber die Podestplätze sind schon sehr
erfreulich und auch die tolle Zusammenarbeit
mit dem Allgäu Outlet hat nicht nur sehr viel
Spaß gemacht, sondern zeigt auch erste Früchte," resümiert Team-Kapitän und 1. Vorstand
Oliver Keppeler (l.) sprintete in Niederwangen
Richard Wolf.
souverän auf den zweiten Platz
Beim 21. Duracher Straßenpreis sprintete Vorstand Richie Wolf (vorne) in einem sehr stark besetzten Feld auf den vierten Platz
ASR/RADSPORT
RSC Auto Brosch Kempten: Rückblick auf eine überragende Saison des besten Allgäuer Rennstalls
Rennteam und Mountainbiker werden zu Titel-Sammlern
Florentine Strigl und Christopher Schmieg ragen aus einem exzellenten Team heraus
Der Staub der letzten Rennen ist noch nicht
von den Rädern gewischt, da lohnt sich bereits ein Rückblick auf eine Saison, die es in
sich hatte. Bei insgesamt 46 Wettbewerben
waren die Aktiven des RSC Auto Brosch
Kempten auf dem Rennrad und dem
Mountainbike an den Start gegangen.
Dabei ging die Reise für die Allgäuer
Sportlerinnen und Sportler in fast alle
Regionen Deutschlands und dem angrenzenden Ausland. Dabei gelang
RSC-Neuzugang Christopher Schmieg (25,
Lightweight Testteam) beim 27. Grand Prix de
Allerdings stachen einige Athleten mit ihren
Siegen aus diesem Team heraus. So waren es
vor allem die Damen, die einen unstillbaren
Hunger nach Siegen entwickelt hatten. Hier
muss zunächst Mountainbikerin Florentine Strigel genannt werden, die allein acht Siege für
sich verbuchen konnte. Zudem belegte sie bei der deutschen Marathon Meisterschaft in St. Ingbert
(Saarland) einen hervorragenden
sechsten Platz. Bei dem zur UCI
World Series zählenden top-besetzten Val die
Fassa Bike-Marathon am 14.09.2014 in Moena/
rische Meisterin im MTB-Marathon.
Bei den Herren stach vor allem RSC-Neuzugang Christopher Schmieg (Lizenzfahrer, Klasse A - Elite) aus einem hervorragend agierenden Rennteam heraus. Der 25-jährige Schwabe von den Ostfildern bei Stuttgart war der
Trophäen-Sammler des Teams und am Ende
standen sieben Siege auf seiner Liste. Dabei
startete er auch für das Lightweight Testteam
des RSC. Ihm knapp auf den Versen war sein
Teamkollege Andreas Mayr mit fünf Siegen.
Für ein zusätzliches Highlight sorgte einer der
Senioren im Team, der 61-jährige Ferdinand
Martin Kiechle (l.) wurde 2014 schwäbischer Kriteriumsmeister, Ferdinand Ganser Deuter Bergmeister der Senioren IV (2.v.l.), Florentine Striegl siegte
beim Bike Marathon in Bad Wildbad (2.v.r.) und Christopher Schmieg (r.) wurde 2014 zum echten Titelsammler
Die Athleten des RSV Auto Brosch Kempten gingen bei 46 Wettbewerben an den Start und fuhren fast überall auf das Podest
Wintershouse in Frankreich, einem international
besetzten Straßenrennen
über
124km,
am
23.03.2014 gleich beim
ersten Rennen der erste Sieg. Ihm sollten unzählige Siege und Podestplätze folgen. So
durfte das Team insgesamt über 40 Siege in
den Kategorien Mountainbike und Rennrad
feiern. Dabei war über die gesamte Saison
sowohl die mannschaftliche Geschlossenheit
ebenso einzigartig wie die hohe Leistungsdichte in den Teams der Mountainbiker (-innen) und Rennradsportler (-innen).
Italien qualifizierte sie sich zudem
mit einem 9. Platz
bei den Damen
für die MTB-Weltmeisterschaft 2015. Ihre Teamkollegin Paulina
Wörz sammelte in diesem Jahr sieben Titel,
wobei die Bronzemedaille bei der UEC
Masters Europameisterschaft im Rahmen der
Salzkammergut Trophy wohl zu den ihren
schönsten Erfolgen gezählt werden darf. Neben diesen beiden Damen konnte sich auch
Mirjam Horn über vier Siege freuen. Sie wurde
zudem im fränkischen Schneckenlohe Baye-
Ganser. Bei der deutschen Bergmeisterschaft
der Straßenfahrer in Berchtesgaden sicherte
sich der Wahlallgäuer in der
Kategorie Senioren IV in
48:54 Minuten überlegen den Deutschen
Meistertitel.
Insgesamt zeigte
sich das RSC Auto Brosch Biketeam sowohl im
MTB wie im Rennsport exzellent aufgestellt
und ist eindeutig die beste Mannschaft des
Allgäus. Die Einzelerfolge stehen dabei exemplarisch für die große Leistungsdichte sowohl an der Spitze wie in der Breite.
A S R 15
ASR/GOLF
NEWS
Allgäuer Golf und Landclub
Ottobeuren
Burgberger Ernst Recla
schafft ein Hole in One
GC Oberstdorf
Martinsgans - die Holzgans bleibt verschollen
Am Martinsgansturnier gab es das
erste Highlight bereits lange vor
Turnierstart. Wer einen Blick in die
Küche der Gebrgoibe warf, sah
einen hochkonzentrierten Koch,
der mit viel Liebe und
Geschick frische Enten
stopfte, Äpfel mit Blaukraut füllte und grandiose Knödel zubereitete. Mit der
Gewissheit, das alles einige Stunden später unabhängig vom Spielergebnis auf dem Teller zu haben,
ließ es sich ganz locker abschlagen. Petrus schloss rechtzeitig
seine Pforten, genau zum
Kanonenstart um 14 Uhr und vier
Flights starteten mit nur drei Schlä-
Der Herrennachmittag des AGLC
Anfang September hatte es in
sich. Zunächst feierte
der Burgberger Ernst
Recla sein erstes
Hole in One in
Ottobeuren. Dem
Gastspieler vom Golfpark
Schlossgut Lenzfried gelang das
Meisterstück an Loch 7. Für den
16-jährigen Ludwig Babel (Bild)
war der Herrennachmittg das erste
Golfturnier überhaut - und
was für eines.
Gestartet mit
einem Hcp
54 gewann er
im Laufe seines Spieles 67 Nettounkte und
konnte sein Hcp um über 25 Punkgern bewaffnet querfeldein. Doch
te auf 29,5 hochschrauben.
leises Fluchen gab's dann beispielsweise schon an Tee 1, welches an diesem Tag auf die Wiese
der Driving-Range verlegt war,
GC Auf der Gsteig
wenn die geöffnete Tür der RanAdrian Hack sichert sich ge nicht getroffen wurde. Durch
diese sollte nämlich zu Grün 1 geneuen Platzrekord
Anfang September spielte Adri- spielt werden und vom Herrenaban Hack (28) im Rahmen des "Preis schlag 7 musste über den Zaun
des Präsidenten" einen neuen auf's 6er-Grün gespielt werden.
Platzrekord mit 67 Vom alten Damenturnier-Abschlag
Schlägen und verbes- auf der 2 schlug man ab zum daserte damit den bis- zugehörigen Grün.
herigen Platzrekord
um einen Schlag. Der
in der Landesliga Süd für den EV
Pfronten
Falcons
aktive
Eishockeyspieler konnte damit
die Bestleistung des langjährigen
Rekordhalters Othmar Osenstätter
um einen Schlag verbessern.
Osenstätter
hatte bereits Bei der abendlichen Siegerehrung
2004 mit 70 gab es neben wunderbarem EsSchlägen den sen auch eine witzige Siegerehersten Platz- rung. Nachdem der Wanderpokal,
rekord aufge- die alte Holzgans, leider nicht
stellt.
mehr auffindbar war, gewann HansVier Jahre später gelang ihm beim jörg Jacoby als bester EinzelVW Masters sogar eine 68er-Run- spieler des Tages ersatzweise
de. In diesem Jahr hat er das deut- eine große tiefgekühlte Gans.
sche Finale des VW Masters ge- Beim besten Teamergebnis war
wonnen und ist im Weltfinale in auch nochmal Hansjörg Jacoby
Südafrika Dritter geworden. Sei- dabei, der den ersten Platz zusamnes Wissens spielte er diese Re- men mit Maxi Schwab belegte.
korde noch auf der damaligen 18. Im abendlichen Rahmen wurden
Bahn. Doch nun ist der Langzeit- auch die Pokale an die beiden
rekord vorerst geknackt und nun Gewinner des Season-Matchplay
wird der Rekord von Adrian Hack 2014 überreicht. Bereits über die
(Bild) gejagt.
komplette Saison hatten sich Bar16 A S R
Riesenspaß hatten die Teilnehmer beim Martindganzturnier in der
Gebrgoibe in Oberstdorf
Der Sieger des diesjährigen Season-Matchplay steht fest! In einem spannenden Finale setzte sich der 23-jährige Ken Gibson (Spielvorgabe: 4)
gegen seine RivalinBarbara Lacher (Spielvorgabe: 20) durch.
bara Lacher und Ken Gibson gegen ihre zahlreichen Gegner
durchgesetzt. Die beiden lieferten sich im Finale ein spannendes
Spiel und kämpften ehrgeizig, je-
doch mit viel Spaß und sportlicher
Fairness, um den Sieg. Trotz großer Gegenwehr von seiner Konkurrentin Barbara konnte sich Ken
schließlich den Sieg holen.
ASR/GOLF
Wiggensbach-Lenzfried
NEWS
Lenzfrieder Sieg beim "Ryder Cup"
Mit fast 600 Millionen TV-Zuschauern pro Tag ist der Ryder Cup das
drittgrößte Sportereignis der Welt
- nach Olympia und
der Fußball-WM. Für
jeden Golfer ist der
Vergleich zwischen
den besten Spielern
Europas und den USA der absolute Höhepunkt der Saison. Faszinierend ist, dass die millionenschweren Akteure dieses Turnier
lediglich des Prestiges wegen bestreiten. Ganz ohne Preisgeld. Um
jede Menge Prestige ging es ne-
fred Schmid. Los ging es mit der
offiziellen Präsentation der Teams
und der Übergabe der einheitlichen Teamkleidungen. Lenzfried
in Orange, Wiggensbach in Blau.
Danach standen am ersten Tag vormittags die Vierball-Lochspiele,
nachmittags die Vierer an, beides
Wettspiele im Team. Gespielt wurde zunächst in Lenzfried. Am zweiten Tag traten die 20 Spieler dann
in den Einzeln in Wiggensbach an.
Die zehn Vierball-Paarungen verliefen zunächst noch recht ausgeglichen: Fünf Duelle entschieden
club Waldegg-Wiggensbach beinahe noch die Wende gelungen.
Denn aus den ersten zehn Paarungen gingen 9,5 Punkte an die Wiggensbacher, die damit zwischenzeitlich
auf
16:14 verkürzten.
Doch letztlich ließen sich die
Lenzfrieder den Sieg nicht mehr
nehmen und retteten den Vorsprung ins Clubhaus. Am Ende
stand es 23:17. Gefeiert wurde wie bei den Weltbesten - danach
gemeinsam.
Die Teilnehmer des "Ryder Cup 2014" stellten sich in Wiggensbach bester Laune dem asr-Fotografen
ben Spaß und Geselligkeit vor
Kurzem auch im Allgäu. Denn Ralf
Schwarz und Alexander Stohr, Manager und Trainer des Golfclubs
Waldegg-Wiggensbach und des
Golfparks Schloßgut Lenzfried,
ließen ihre Klubs beim Ryder Cup
im kleinen Rahmen gegeneinander antreten. Und der Vergleich
endete mit einem überraschenden
23:17-Sieg für den Außenseiter
aus Lenzfried.
Zwei Tage lang waren jeweils 20
Spieler für die beiden Golfclubs
unterwegs - unter der Spielleitung
der beiden Captains und von Al-
Andy MacDonald wieder
Meister der Golflehrer
Titelverteidigung geglückt: PGAGolflehrer Andy MacDonald vom
Golfresort Sonnenalp verteidigte
bei den deutschen Titelkämpfen im brandenburgischen Bad
Saarow seinen Titel
knapp vor dem Schotten Ralph McLean. Bei
den Herren über 50 Jahren bleibt
der sympathische Wahl-Allgäuer
das Maß aller Dinge. Der 53-Jährige setzte sich am Ende mit 1 über
Par (72,74,71) mit einem Schlag
Vorsprung durch. Für den PGA-Pro
sind diese jährlich stattfindenden
Deutschen Meisterschaften sehr
wichtig. "Ich bereite mich darauf
sehr akribisch vor und natürlich
freut es mich sehr, dass ich meinen Titel auch in diesem Jahr wieder verteidigen konnte," resümierte der sympathische Engländer.
Er hatte allen Grund zum Strahlen:
Andy MacDonald vom Golfresort
Sonnenalp - Oberallgäu
die Lenzfrieder für sich, drei Begegnungen endeten unentschieden und zwei Mal setzten sich die
Wiggensbacher durch. Der Nachmittag mit den Vierern verlief aus
Wiggensbacher Sicht katastrophal. Lediglich Claus Geyer und
Rudolf Münster sammelten einen
weiteren Punkt für die Gesamtwertung. In den verbleibenden
neun Paarungen zogen die
Lenzfrieder auf und davon. Nach
dem ersten Tag stand es damit
15,5:4,5 für die Außenseiter.
Im entscheidenden Durchgang mit
den 20 Einzeln wäre dem Golf-
A S R 17
ASR/MIXSPORT
NEWS
Trampolinspringen
Immenstädter Pfleiderer bei
der DM auf Rang zwei und drei
Die Reise nach Dessau (Sachsen-Anhalt) hatte
sich für die keine Trampolin-Truppe des TV
1860 Immenstadt
mehr als gelohnt. In
seinem ersten Jahr
bei den Senioren
zeigte AusnahmeMatthias
athlet
Pfleiderer (Bild) dabei
die ganze Bandbreite seines Könnens
und wurde erfolgreichster Turner des
gesamten Turniers. Im Doppel sichere er sich
mit seinem neuen Münchner Partner Rick
Nadler wie 2013 den Titel.
Spannend wurde es dann sogar im Einzelfinale,
für das sich der Immenstädter Schüler als
Viertplatzierter der Vorkämpfe qualifizieren
konnte. Im Finale zeigte er dann einen fehlerDer Schweizer Nationalturner Nicola Graber aus dem Kanton St. Gallen (hier im Trikot seines
freien Wettkampf und durfte sich am Ende über
Heimatvereins STV Kriessern) ist der aktuelle Top Turner der TG Allgäu
Rang drei freuen. Seinen ersten Podiumsplatz
erkämpfte sich zudem sein Vereinskollege
Elias Sinz, der in der Jugendklasse ebenfalls
Turnen - TG Allgäu:
auf den Bronzeplatz sprang.
Die Allgäuer starten
mit Aufstiegsambitionen
in die Saison
Der Start in die 3. Bundesliga Süd lief bisher
perfekt! Die mit großen Aufstiegsambitionen
gestartete Turngemeinschaft Allgäu e.V. setzte gleich in den ersten drei Wettkämpfen
deutliche Duftmarken. Mit drei in keiner Phase gefährdeten Siegen turnte sich das Team
um TG-Vorstand Florian Schreiber an die Tabellenspitze. Gleich die erste Begegnung
gegen Kieselbronn/Iffezheim
war eine mehr als einseitige
Angelegenheit. Mit 103:7
wurden die Herren aus Baden
in der Wiggensbacher
Panoramarena regelrecht
deklassiert. Bis zum Reck stand es sogar noch
zu Null, bis durch einige Patzer der Allgäuer
noch sieben Ehrenpunkte abgegeben wurden.
Auch der zweite Wettbewerb beim KTV
Hohenlohe wurde mit 57:20 gewonnen, auch
wenn sich die Mannen um TG-Präsident Uli
Benker über weite Strecken sehr schwer taten. Am dritten Spieltag kam es dann zum ersten Allgäu-Derby gegen die TG WangenEisenharz und die TGA ging als klarer Favorit
in diesen Wettkampf. Am Ende leuchtete dann
das klare Ergebnis von 76:9 auf der Anzeigetafel und in der Tabelle wurde dadurch die
Spitzenposition gefestigt. Für die Allgäuer
waren neun Turner am Boden, dem Pferd, an
den Ringen, im Sprung, an Barren und Reck am
Start. Ganz besonders hervorzuheben war
dabei die Leistung des Schweizers in Reihen
der TGA, Nicola Graber. Der eidgenössische
Nationalturner stellte auch gegen die
18 A S R
Sensationeller Start in
die 3. Bundesliga Süd
Alias in seinem Element
Florian Schreiber ist nicht nur an den Ringen ein
absoluter Könner und Punktegarant
Kitesurfen
Wangener sein Können eindrucksvoll unter
Beweis und wurde mit 22 Punkten zum
Topscorer des Teams. Für die TGA-Aktiven wird
es nun allerdings ernst, denn jetzt steht die
Begegnung gegen die zweite Top-Mannschaft
der 3. Liga, den VfL Kirchheim unter Teck an.
Nach dieser Begegnung gegen den schwäbischen Tabellenzweiten in Wiggensbach wird
sich zeigen, wo die TGA steht und wie weit
man auf dem Weg zum Aufstieg in die 2 Bundesliga bereits gekommen ist.
Er ist gerade einmal 15 Jahre alt und in der
Kitesurf-Szene schon ein ganz Großer: der
Allgäuer Elias Quahmid. Erst vor einigen Wochen sicherte sich der Ausnahmesportler bei
den Deutschen Juniorenmeisterschaften der
U19 den Titel. Der Sohn eines marokkanischen
Surfers entdeckte sein Talent bei einem Urlaub in der nordafrikanischen Heimat seines
Vaters. Zurück im Allgäu trainierte er zunächst
nur an Land und nahm ab 2013 regelmäßig an
Wettkämpfen teil. Gleich im ersten Jahr wurde er auf Anhieb deutscher Vizemeister. Zudem wurde er in diesem Jahr erstmals deutscher Meister im Kite-Race auf Sylt,
marrokanischer Freesstyle-Meister und belegte bei der WM immerhin einen hervorragenden neunten. Sein großes Ziel sind nun die
Weltmeisterschaften 2015.
Kemptener Elias Quahmid in
der Weltspitze angekommen
ASR/REITSPORT
Reitsport: Interview mit Janina Dinauer
Es ist ein tolles Gefühl, vor großer Kulisse starten zu dürfen
Sie ist nicht erst seit 2014 die wohl erfolgreichste Allgäuer Springreiterin: Janina Dinauer aus Waltenhofen. Nachdem sie von ihrem Opa im
zarten Alter von acht Jahren einen Gutschein für eine Reitstunde geschenkt bekommen hatte, war es um sie geschehen. Nun sorgt die
inzwischen 25-jährige für Furore im Sattel und startet fast jedes Wochenende europaweit bei Turnieren. Aktuell ist die gebürtige Berlinerin in
der Leistungsklasse 2 angekommen und reist regelmäßig zu S* Springen. Zuletzt sorgte sie beim hochdotierten CHI In Donaueschingen für
Aufsehen, als sie im Finale des European Youngster Cup in einem S**Springen sogar den dritten Platz erreichte. Im Gespräch mit dem Allgäuer
Sportreport beschreibt sie ihren Aufstieg in die Springreiter-Elite.
asr: Bei welchen großen Springevents bist Du
2014 gestartet und wie sieht in der Rückschau
Die Allgäuerin Janina Dinauer ist seit
Deine Bilanz aus?
einigen Jahren Stammgast bei vielen
Janina Dinauer: Da ich fast jedes Wochenende
internationalen Turnieren in ganz Euauf Turnieren bin, waren die für mich größten
ropa und überzeugt dort nicht nur
die Experten
Events in diesem Jahr das Weltranglistenspringen in Samorin, Pferd International in
München sowie die Toskana Tour in Arezzo
und San Giovanni. Auch die Qualifikationsturniere für den EyCup (European Youngster
Cup) in Kirchstockach auf Gut Ising und zuletzt das große internationale Turnier das CHI
in Donaueschingen waren super Events. Ich war
in fast allen Springen platziert und habe beim
CHI in Donaueschingen im Finale des EYCup,
einem S** Springen, sogar den 3 Platz erreicht
und mich somit für das Finale des EYCup 2014,
das im Rahmen des Pappas Amadeus Horse
Indoors in Salzburg stattfindet, qualifiziert. Das
wäre dann noch ein schöner Abschluss einer
für mich sehr erfolgreichen Saison mit vielen
S* Platzierungen, die ich vor allem meiner 10 Janina Dinauer: Wie oben kurz erwähnt habe
jährigem Stute "Contenda" zu verdanken habe. ich beim Reitverein in Kempten mit dem Reiten begonnen. Vor 15 Jahren bin ich dann nach
asr: Wie bist Du zum Reiten gekommen und Buchenberg auf Gut Buchenhof gekommen.
Bereits zuvor hatte ich die Betreiberfamilie
wie hat sich das weiter entwickelt?
Janina Dinauer: Mein Opa hatte mir als ich acht Dassler kennen gelernt und nachdem dort die
Jahre war eine Reitstunde geschenkt. Ich habe Bedingungen für Pferd und Reiter sehr gut sind,
sie dann damals beim Reitclub in Kempten ein- bin ich damals dort hin gegangen.
gelöst und wurde vom Virus befallen. Ich bin
bis heute dabei geblieben. Mein erster Start asr: Hast Du eigene Pferde und wer trainiert
bei einem Turnier war mit neun Jahren in ei- Dich?
Janina Dinauer: Ich habe aktuell fünf eigene
nem Dressurreiterwettbewerb.
Pferde und alle stehen auf der Reitanlage Gut
asr: Was ist Dein Heimatverein, wie bist Du auf Buchenhof in Buchenberg. Meine Eltern und
die Reitanlage Gut Buchenhof nach Buchen- Großeltern unterstützen mich in meinem Sport
sehr. Trainiert werde ich von Daniel Dassler und
berg gekommen?
ihm habe ich auch sehr viel zu verdanken. Daniel Dassler betreibt das Gut Buchenhof und
war selbst ein sehr erfolgreicher Springreiter,
der u.a. auch für Ludger Beerbaum gearbeitet
hatte und auf unzählige bayerische und schwäbische Meisterschaften sowie hervorragende
Platzierungen bei Deutschen Meisterschaften
zurückblicken kann.
Geburtstag: 01.10.1989
Geburtsort: Berlin
Wohnort: Waltenhofen
Familie: Eltern Gabi und Stefan Dinauer,
Schwestern Tamara, Stella und Sarah
Beruf: gelernte Speditionskauffrau
Hobbys: Reiten
Reitverein: Reitverein Nesselwang
Lebensmotto: Lebe jeden Tag als wäre es
Dein letzter.
Größter sportlicher Erfolg: 10. Platz beim
Grand Prix von Samorin - Weltranglistenspringen
dem in einem spannenden Flutlichtspringen
sogar im Finale den 3. Platz zu erreichen. Das
hat mich sehr gefreut
asr: Du startest auch im European Youngster
Cup (EyCup) - welche Leistungen muss man
dafür erbringen?
Janina Dinauer: Den EyCup U25 gibt es schon
lange. Man darf nicht älter als 25 Jahre sein.
Er wurde speziell für junge talentierte Reiter
und Reiterrinnen bis zum 25. Lebensjahr gegründet und jedes Jahr finden ca. 20
Qualifikationsturniere in mehreren Ländern
statt. Die jeweils siegreichen Teilnehmer eines Qualifikationsturniers sind direkt qualifiziert und zusätzlich noch die 10 Punktbesten
der gesamten Tour. Infos dazu unter
www.eycup.eu
asr: Wie sieht Dein Trainingsprogramm konkret aus?
Janina Dinauer: Während der Woche wird meistens Dressur geritten und je nach Turnierplan
ist ca. einmal wöchentlich Springtraining. Meine Pferde gehen täglich eine Stunde in die
asr: Wie wählst Du die Turniere aus und in wel- Führanlage und kommen je nach Wetter auf
cher Leistungsklasse reitest Du aktuell?
das Paddock oder die Koppel.
Janina Dinauer: Die Turniere wähle ich zusammen mit Daniel Dassler vor der Saison aus. Ich asr: Wie sieht Dein Training im Winter während
starte derzeit in der Leistungsklasse 2
der Turnier-Pause aus und welche Pläne hast
Du für 2015?
asr: Beim S**-Springen in Donaueschingen bist Janina Dinauer: Im Winter wird in der Halle
Du ganz nach vorne gesprungen - welche Ein- trainiert und die Pferde werden auf die Saison
drücke hast Du von dort mitgenommen?
vorbereitet. Die Saison für mich beginnt meiJanina Dinauer: Es macht mir einfach sehr viel stens jeweils im Februar. Dazu gibt es auch
Spaß und es ist schön zu sehen, dass man bei viele Lehrgänge auf der Reitanlage Gut
so großen Turnieren gut mithalten kann. Es war Buchenhof. Ich möchte weiterhin viel Spaß
einfach ein tolles Erlebnis vor der großen Ku- haben und ganz wichtig ist, dass meine Pferlisse an den Start gehen zu können und zu- de gesund bleiben.
A S R 19
ASR/MIXSPORT
Volleyball - 2. Bundesliga Frauen Süd
Allgäu Team Sonthofen verliert das Bayerische Pokalfinale
Die Sonthofer BundesligaVolleyballerinnen konnten im Turnier um den Bayerischen Pokal nur
bedingt überzeugen und verloren
im Finale gegen den Ligakonkurrenten NawaRo Straubing
mit 1:3 (25:21/14:25/16:25/
20:25). Gegen den SV Hahnbach
konnte das Allgäu Team Sonthofen im Halbfinale zunächst einen
Sieg landen. Mit 2:0 (25:14/
25:14) schlugen sie den Regionalligisten und zogen ins Finalspiel
gegen Straubing ein, die ihrerseits
den Regionalligisten VC Katzwang
mit ebenfalls 2:0 bezwangen
(25:9,25:9).
Und im Final-Duell der beiden
Zweitligisten hatte Sonthofen einen grandiosen Start. Mit 6:1 und
10:4 zogen die Schützlinge von
Martin Peiske davon. Im Laufe des
Satzes kamen die Niederbayern
zwar etwas besser in Schuss, dennoch konnte das Allgäu Team Sonthofen den Satz mit 25:21 für sich
entscheiden. In Satz Zwei konnten Kapitänin Lina Hummel und Ihr
Team zwar noch bis zur Mitte des
Satzes mithalten (13:14), doch
dann zündeten die NawaRo-Damen
Die Sonthoferinnen konnten sich im Bayerischen Pokalfinale gegen den
Liga-Konkurrenten NawaRo Straubing nicht durchsetzen
ihren Turbo. Unterstützt von zahl- Zwar wehrte sich das Allgäu Team
reichen Fans aus dem nur 20 km Sonthofen mit allen Mitteln, denentfernten Straubing
noch waren die Straubinger
legten die Damen von
an diesem Tag einfach die
Trainer
Andreas
Besseren. 16:25 und
Urmann mit einem sat20:25 endeten die beiden
ten 14:25 den Grundweiteren Sätze und so
stein für den Match-Sieg.
werden die Niederbayern am
5.11. den aktuellen Deutschen
Meister Dresdner SC in eigener
Halle zum DVV-Achtelfinale empfangen.
"Wir werden aus dem heutigen
Spiel lernen und in der kommenden Woche an den Fehlern arbeiten. Und am Samstag sind die Karten vor eigenem Publikum dann
neu gemischt und wir werden uns
hoffentlich entsprechend revanchieren können." so Sonthofens
Trainer Martin Peiske nach dem
Spiel. Er und sein Team stehen nun
vor großen Aufgaben in der 2.
Liga. Immerhin kommen mit dem
NawaRo Straubing und den Roten
Roben Vilsbiburg II zwei Spitzenteams in die Sonthofer Allgäu
Sporthalle. Zudem geht es noch
zum Aufsteiger SV Lok Engelsdorf
nach Sachsen und zu den Damen
des Allianz MTV Stuttgart II. Nach
diesen Spielen wird auch die Tabelle in der 2. Liga Süd wieder aussagekräftiger sein. Immerhin hatten die Sonthoferinnen bis Mitte
Oktober nur zwei Ligaspiele absolviert, andere Mannschaften dagegen bereits vier Matches hinter
sich.
American Football
Allgäu Comets II versäumen Aufstieg
Das GFL1-Team der Allgäu Comets
hatte die Saison gerade auf Platz
fünf in der höchsten deutschen
Spielklasse beendet, da wollte
die zweie Mannschaft nicht hinten
anstehen. Die Truppe von
Headcoach Matthias Schütz
hatte sich in der Landesliga
bis ins Finale vorgekämpft,
doch dort war dann Endstation und am Ende reichte es nicht
für die Meisterschaft in der
Landesliga. Die Würzburg Panthers
gewannen das Finale mit 13:28
und sicherten sich somit den Aufstieg in die Bayernliga. Von Anfang an zeigten die Gäste im Illerstadion, dass sie nicht zum Spass
hier waren. Das Laufspiel konnte
von der Comets Defense nur
schwer gestoppt werden und auch
im Angriff wollte es bei den
Kemptenern nicht klappen. Ehe
man sich versah lag man 0:14 hinten und es sollte noch nicht besser werden. Quarterback Dario
Kagermeier war es dann selbst, der
die ersten Punkte durch einen
beherzten Lauf für die Gastgeber
verbuchen konnte. Doch die Antwort der Gäste ließ nicht lange
auf sich warten und es stand zur
20 A S R
Halbzeit 7:21.
Nach der Halbzeit dann fast das
gleiche Bild, wobei sich der Würzburger Angriff nun schwerer tat.
Die Comets Defense konnte die
Läufe immer wieder stoppen, jedoch konnte die Offense
kein Kapital aus dem Ballbesitz schlagen. So wechselte das Angriffsrecht einige Male hin und her. Erst im letzten Viertel gelang den Allgäuern
durch einen schönen Pass von
Kagermeier auf Max Biesalski der
13:28 Endstand. Auch wenn das
Finale verloren ging, muss man sich
mit der Vize-Meisterschaft in der
Landesliga keineswegs verstekken. Die Allgäu Comets freuen sich
schon auf die Saison 2015, wo der
Aufstieg wieder ins Visier genommen werden soll.
Die Comets II versäumten knapp den
Aufstieg in die Bayernliga
ASR/GESUNDHEIT
Es klingt zwar etwas abgedroschen, aber Sieger werden im Winter gemacht. Wer ambitionierte Ziele verfolgt, darf zu Beginn der
Trainingsphase also nicht auf der faulen Haut
liegen. Es ist schon klar, dass man über Winter
keine großen Radumfänge absolvieren kann,
aber je nach Trainingsziel (Kurz- oder Langdistanz) ist es sinnvoll, bereits früh damit zu
beginnen, neue Grundlagen für die Saison zu
schaffen. Dafür sollte man auch in der ersten
Vorbereitungsphase regelmäßig aufs Rad. Für
Berufstätige ist das in der kalten Jahreszeit
allerdings eine Herausforderung. Es wird zunehmend früher dunkel und das Wetter spielt
häufig nicht mit. Längere Radausfahrten sind
nur noch am Wochenende möglich.
Spinning oder Rollentraining?
Unter der Woche steigt kaum ein Triathlet in
der kalten Jahreszeit auf sein Rennrad. Rollen-
Triathlon: Rollentraining oder Spinning im Winter?
Der Herbst ist da. Die Tage werden kürzer und das Wetter schlechter. Damit endet für viele langsam Triathleten die Radsaison.
Damit Du über Winter aber nicht ganz aus dem Tritt kommst, solltest Du zumindest ein- bis zweimal wöchentlich auf ein Indoor-Bike
training und Spinning heißen die Alternativen,
mit denen Du zumindest an Deiner Radform
arbeiten kannst. Doch viele Triathleten fragen
sich, was besser für ihr Training geeignet sei.
Es gibt einige Unterschiede zwischen Spinning
und dem Rollentraining, die wir uns mal genauer ansehen wollen. Der erste Unterschied
ist das Bike: Geometrie und Sitzposition sind
bei einem Spinningbike anders als auf Deinem eigenen Rennrad oder Triathlon-Bike.
Meist sind auch die Einstellmöglichkeiten beim Spinning
weniger flexibel. Die Sitzhöhe
rastet beispielsweise in vorgegebene Löcher
ein. Hier können bereits wenige Millimeter
einen Unterschied machen. Lenker und Nachsitz sind ebenfalls nicht exakt wie das eigene
Rennrad einstellbar. Ergo, man sitzt anders auf
dem Spinning-Bike. Das ist nicht ideal, aber
sicher auch kein Drama.
Der größte Unterschied ist aber das Schwungrad beim Spinning-Bike, welches einmal in Bewegung gesetzt, eine gewisse Eigendynamik
entwickelt. Das kann dabei helfen, sich an höhere Trittfrequenzen heranzuarbeiten, verändert aber definitiv die Belastung beim Treten.
Trainingssteuerung
Beim Rollentraining sitzt man dagegen auf dem
eigenen Bike, welches idealerweise von einem Fitting-Experten angepasst wurde. Unterschiedliche Sitzpositionen wirken sich auf die
Leistung aus, von daher ist es sinnvoll, möglichst in idealer Position zu trainieren. In Kombination mit einem Wattmesser kann man auf
der Rolle sehr exakt nach vorgegebenen Programmen trainieren und zielgereichtet an der
eigenen Radform arbeiten.
Beim Spinning kann man lediglich nach Gefühl
oder Herzfrequenz trainieren. Bei ambitionierten Sportlern ist das
suboptimal, für Breitensportler ist es vielleicht nicht
ganz so schlimm. Hast Du dagegen keinen
Leistungsmesser an Deinem Rad, musst Du Dich
ebenfalls auf Pulsmesser und Gefühl verlassen.
Ein weiterer Vorteil des Rollentrainings: Du
kannst auf der Rolle auch mit dem Zeitrad trainieren und Deinen Körper früh in der Saison
an die Aeroposition gewöhnen. Außerdem
wird man beim Rollentraining nicht so abgelenkt und kann sich auf sein eigenes Trainingsprogramm konzentrieren.
Spinning findet ja meist in Kursen statt. Diese
sind selten auf die Trainingsziele von
Triathleten und Rennradfahrern ausgelegt. Das
Training ist also unspezifisch. Dafür entwickelt
sich schnell eine gewisse Gruppendynamik,
die motivieren kann, während man sich auf der
Rolle alleine antreiben muss.
ASR- Fazit: Es ist beides besser, als gar kein
Radtraining im Winter zu machen. Verfolge ich
ambitionierte Ziele, fahre ich auf der Rolle sicher besser, weil sich dort eigene Trainingsprogramme zielorientiert umsetzen lassen.
Geht es mir eher darum, mit Spaß in Form zu
kommen, dann ist das Spinning-Bike eine echte Alternative für kalte und dunkle Tage.
Vielleicht lautet die Frage aber auch gar nicht
„entweder oder“, sondern Du nutzt die Vorteile beider Alternativen und machst an einem Tag Spinning für den Kopf und ziehst an
einem anderen Dein eigenes Programm auf
der Rolle durch.
A S R 21
ASR/GESUNDHEIT
NEWS
Kurs "Aktiv abnehmen!"
Öfter Gewichte stemmen
Mit Krafttraining den Blutdruck senken
Schlechte Ernährung, wenig Bewegung und zu viel Stress sorgen dafür, dass immer
mehr Menschen unter einem zu hohen Blutdruck leiden. Wer davon betroffen ist,
Keine Lust auf Kalorienzählen? Das AOK-Kursprogramm "Aktiv abnehmen!" zeigt, wie das sollte öfter Krafttraining machen. Denn allem Anschein nach kann man so seinen Bluteigene Wohlfühlgewicht Schritt für Schritt er- druck senken
Bewusst essen, mehr bewegen
reicht und langfristig gehalten wird. Die Entdeckung einer bunten, gesunden
Ernährung,
Bewegungseinheiten und
praktische Tipps und Ideen,
um das Gelernte auch zu
Hause, im Beruf und in der Familie umzusetzen. Ein neuer Abendkurs beginnt am 23. Oktober in Kempten.
Praxisseminar
Altes Wintergemüse neu entdeckt
Einheimische Gemüsesorten wie Rote Bete,
Pastinake, Topinambur, Kohl oder Wirsing sind
im Herbst und Winter hervorragende Lieferanten von Mineralstoffen, Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen. Sie sind auf dem
heimischen Markt erhältlich, preisgünstig und
lassen sich auf vielseitige, traditionelle und
moderne Art zubereiten.
Ein Praxisseminar dazu bietet die AOK am
Dienstag, den 28. Oktober abends in Sonthofen an.
Kurs "RelaxKids"
Für Kinder von 8-10 Jahren
Schon Grundschüler haben ein volles Programm und sind schnell überfordert. Mit
RelaxKids gehen die Kinder wie Detektive auf
Spurensuche nach ihrem ganz persönlichen
Stress und lernen spielerisch, ihn besser zu
bewältigen. Auch Eltern erfahren mehr über
den Hintergrund von Stressfaktoren und über
Möglichkeiten, die Kinder verständnisvoll zu
unterstützen.
Ein neuer Kurs findet in den Herbstferien am
27. und 30. Oktober in Kempten statt. Nähere
Infos und Anmeldungen zu den Kursen bei der
AOK unter Tel.: 0831 2537-146 oder
www.aok-kempten.de.
22 A S R
Ein zu hoher Blutdruck ist die Ursache für viele Gefäßkrankheiten wie Herzinfarkt oder einen Schlaganfall. Das Problem dabei ist, dass
man ihn nicht bemerkt, außer man misst regelmäßig nach. Um seinem Blutdruck etwas
Gutes zu tun, sollte man regelmäßig Sport treiben. Schon in der Vergangenheit haben verschiedene Studien gezeigt, dass Ausdauersport ein probates Mittel gegen Hypertonie
ist, wie der Bluthochdruck medizinisch genannt
wird. Wie eine aktuelle Studie an der Hochschule Rhein-Waal ergeben hat, hilft auch Krafttraining dabei, um den Blutdruck zu senken.
Vor der Studie wurden
die Teilnehmer zunächst einem kurzen Gesundheitstest
unterzogen. Dabei wurde nicht nur der Blutdruck gemessen, sondern auch der BMI, die
Blutfettwerte und der Körperfettanteil bzw.
die Muskelmasse. Anschließend wurden die
Teilnehmer in zwei Gruppen unterteilt. Eine
unterzog sich einem achtwöchigen Fitness-
programm, bei der die Teilnehmer zweimal
pro Woche ein Krafttraining nur mit dem eigenen Körpergewicht, die andere diente als
Kontrollgruppe. Während der zwei Monaten
wurden die Werte bei den Probanden dann
regelmäßig gemessen und kontrolliert.
Bei der Auswertung zeigte sich laut Studienleiterin Heike Holtappel deutlich einen positiven Effekt auf den Blutdruck. Zudem stellten
die Forscher die zu erwarten Verbesserungen
bei der Muskelmasse fest. Auch die Beweglichkeit der Teilnehmer nahm zu. „Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Forschung auf
diesem Gebiet sinnvoll und vielversprechend
ist und neben einer möglichen Senkung des
Blutdrucks zusätzliche positive Effekte durch
ein angepasstes Krafttraining erreicht werden
können“, erklärt Heike Holtappel.
Das Schöne an der Studie ist, dass
die Probanden nur mit dem eigenen Körpergewicht trainierten. Insofern muss man
weder ins Fitnessstudie gehen,
noch sich Gewichte zulegen, auch
wenn der positive Effekt von Krafttraining mit Gewichten bestimmt auch festgestellt werden könnte. Leider machten die Autoren der Studie keine Angaben, mit wie vielen Probanden sie das Krafttraining absolviert
haben. Insofern bleibt die Studie wohl nur ein
Hinweis auf den positiven Effekt und Basis für
weitere Untersuchungen auf diesem Gebiet.
ASR/GESUNDHEIT
Proteinbedarf wird überschätzt
Kohlenhydrate liefern Energie und machen fit
Leistung steigern beim Sport
Ob Marathon, Handballturnier,
Krafttraining oder nur eine gemütliche Joggingrunde durch den Park
- für sportliche Leistungen muss
der Körper mit ausreichend Energie versorgt sein. Diese wird in
den Muskeln vor allem aus Kohlenhydraten gewonnen und in Form
von Glykogen, einem Mehrfachzucker, gespeichert. Sind die Speicher vor und beim Sport gut gefüllt, kann man mehr Leistung erbringen, sich besser konzentrieren und länger durchhalten. Auch
für engagierte Freizeitsportler
kann deshalb die richtige Ernährung wichtig sein, um Erfolgserlebnisse zu haben. Wie man seine
Energiespeicher richtig auffüllt,
welche Lebensmittel dafür geeignet sind und viele weitere Fragen
zum Thema Sport und Ernährung
haben vier Experten im Chat unter
w w w. e x p e r t e n - i m - c h a t . d e /
leistung-steigern beantwortet.
Power tanken vor dem Start
Allgemein betonen die Fachleute
dabei die Bedeutung der Kohlenhydrate für die Sportlerernährung.
Denn bei anstrengendem Training
oder Wettkämpfen sind die Speicher schnell erschöpft. "Als Faustregel kann gelten, dass bei klassischen Ausdauerbelastungen (Laufen) der Kohlenhydrattank für
höchstens zwei Stunden reicht",
erklärt Dr. Jürgen Siebenhünen,
Sportwissenschaftler
und
Ernährungsberater. "Liegt die Intensität höher (zum Beispiel bei
Mannschaftssportarten), hält der
Effekt nicht so lange an, nämlich
nur ein bis anderthalb Stunden.
Bei niedrigeren Belastungsintensitäten (zum Beispiel Nordic
Walking) kann der Speicher auch
einen halben Tag lang reichen."
Deshalb empfiehlt die DGEErnährungsberaterin
Birgit
Leuchtmann-Wagner: "Unmittelbar
vor dem Training sollten Sie leicht
verdauliche Kohlenhydrate essen.
Empfehlenswert ist eine Banane
oder ein Zwieback. Damit haben
Sie keinen vollen Magen und trotzdem Ihren Körper mit schneller
Energie versorgt."
Trinken kann man beides kombinieren. Dafür ist nach Aussage von
Leuchtmann-Wagner
eine
Fruchtsaftschorle mit 50 Prozent
Saft und 50 Prozent Wasser eine
gute Wahl. Oder auch spezielle
Sportgetränke, so der Sportwissenschaftler und zweifache
Ironman-Europameister Timo
Bracht: "Wichtig ist ein Sportgetränk, das eine Kombination aus
verschiedenen Kohlenhydraten
(Zuckern) enthält." Als Snack für
zwischendurch rät Siebenhünen zu
Bananen, "weil sie neben reichlich
Kohlenhydraten auch viele
Mineralstoffe und Spurenelemente enthalten. Diese sorgen dafür,
dass der enthaltene Zucker gleichmäßig und über längere Zeit aufgenommen wird. Man erhöht also
längerfristig seine Leistungsfähigkeit, bei guter Verträglichkeit für
den Magen." Auch Süßes wie etwa
ein Schokoriegel oder ein Stückchen Kuchen sind Bestandteile
einer ausgewogenen Ernährung.
"Alle Lebensmittel haben in der
Ernährung ihren Platz, so gibt es
auch keine "gesunden" und "ungesunden" Lebensmittel. Entscheidend ist eine ausgewogene
und vielseitige Ernährungsweise"
erklärt dazu die DiplomÖkotrophologin Sarah Wingensiefen.
Timo Bracht, Triathlet, studierter
Spor twissenschaftler, deutscher
Meister und zweifacher TriathlonEuropameister in der Ironman-Distanz
die Energiespeicher wieder aufgetankt werden. "Wenn Sie viel
Energie verbraucht haben, dann
füllen Sie sie relativ rasch (in den
ersten 30 Minuten) nach der Belastung wieder auf - zum Beispiel
durch Fruchtsäfte, Rosinen, Salzstangen, leichtes Gebäck oder
Marmeladenbrötchen", rät Bracht.
"Diese Kohlenhydratzufuhr ist
auch deshalb günstig, weil Ihr
Blutglukosespiegel direkt nach
der Belastung darauf gut reagiert."
Das gilt übrigens auch, wenn man
abends nach Feierabend Sport
getrieben hat: "Kohlenhydrate
sind nicht verboten nach 18 Uhr",
Die Speicher wieder auffüllen betont Ernährungsfachfrau
Nach dem Training müssen dann Leuchtmann-Wagner.
Der Proteinbedarf im Freizeitsport
wird dagegen nach Ansicht der
Experten meist überschätzt. "Der
Durchschnitt der Gesamtbevölkerung in Deutschland nimmt die für
den Muskelaufbau nötige Proteinmenge sowieso auf", meint dazu
Siebenhünen. Der Muskelaufbau
werde auch nicht durch den Verzehr von Kohlenhydraten behindert, so der Experte weiter: "Hier
ist das Gegenteil richtig. Ein gewisses Maß an Kohlenhydrataufnahme ist wichtig zur
Verstoffwechselung der Proteine.
Sie sollten also, auch wenn Muskelaufbau Ihr vorrangiges Ziel ist, auf
eine ausreichende Versorgung mit
Kohlenhydraten achten“. Das bestätigt auch Triathlet Bracht:
"Eiweißreich sollte die Ernährung
nur nach sehr harten und anstrengenden Belastungen sein. Ansonsten probieren Sie, in der normalen Ernährung tierische und
pflanzliche Eiweiße zu mischen,
um die Verfügbarkeit zu erhöhen,
etwa Kartoffeln mit Kräuterquark."
Mit der richtigen Nahrungszusammenstellung stehen dann
jederzeit genug Energie zur Verfügung, um die eigene Leistungskraft bestmöglich auszunutzen.
Flüssigkeit und Snacks für Zwischendurch
Bei langandauernden Belastungen
wie einem Marathon oder einem
Turniertag müssen natürlich auch Bei klassischen Ausdauersportarten wie Jogging sind die Energiespeicher in den Muskeln nach spätestens zwei
zwischendurch Flüssigkeit und En- Stunden erschöpft. Vor dem Training sollte man deshalb leichtverdauliche Kohlenhydrate wie eine Banane oder
ergie nachgeliefert werden. Beim einen Zwieback essen.
A S R 23
Handball-Bayernliga
HSG Dietmannsried/Altusried - Damen überzeugen
Die Power-Girls der SpielDietmannsried/
gemeinschaft
Altusried hatten in der vergangenen
Landesliga-Saison ihre Gegnerinnen
schwindlich gespielt und waren
hochverdient in die Bayernliga aufgestiegen. Nun setzen die HandballDamen von Trainer Christian Hutner
diese Erfolgsgeschichte in der höchsten bayerischen Spielklasse fort.
Nachdem sie mit sehr gutem Abwehrverhalten und schnellem Angriffsspiel die ersten beiden Spiele
gegen den ESV 27 Regensburg II
(41:29) und den 1. FC Nürnberg/
Handball (39:23) klar für sich entscheiden konnten, stand zwischenzeitlich sogar Tabellenplatz eins an
der Tafel. Erst die Reise zum SV-DJK
Taufkirchen bei München führte zu
einem eher ungewohnten Ereignis:
mit 22:24 setzte es nach einer "gefühlten Ewigkeit" wieder einmal die
erste Niederlage. Trotzdem belegt
die HSG noch einen hervorragen-
den vierten Platz in der Bayernliga-Tabelle und der Pfeil zeigt unverändert
nach oben.
Sie sind sehr erfolgreich in der Bayernliga: die Power-Girls der HSG
Dietmansried/Altusried mit ihrem Trainer Christian Hutner
Skispingen und Curling
Althaus und Ernst springen an die Spitze
Curler starten in Prag erfolgreich
Skispringen
Doppelerfolg für die Schöllangerin
Katharina Ernst und ihre Mannschaftskollegin Gianina Ernst vom SC
Oberstdorf. Die beiden Allgäuerinnen waren bei den Deutschen Meisterschaften
in
Hinterzarten
(Schwarzwald) nicht zu schlagen.
Althaus räumte dabei zwei Titel ab,
Ernst landete zwei Mal auf dem Silber-Platz. Die beiden konnten sogar Olympiasiegerin Carina Vogt auf
den dritten Rang verweisen. Für die
18-jährige Katharina und die 15-jährige Gianina standen dabei Sprünge
von der Normalschanze sowie von
der HS-77-Schanze auf dem Programm. Die beiden Springerinnen
vom SC Oberstdorf belegten die
beiden vordersten Plätze sowohl in
der Frauen-Wertung wie bei den Juniorinnen. Auf der Normalschanze
reichten Althaus 100,5 und 102,5
Meter für den Sieg, Ernst flog auf 97
und 99 Meter.
Curling
Fliegende Damen im Glück: Gianina
Ernst, "Katha" Althaus und die
Drittplatzierte Olympiasiegerin
Carina Vogt (v.l.)
24 A S R
Beim ersten internationalen Turnier
des Oberstdorfer Teams Kämpf in
Prag erreichte die Mannschaft das
Viertelfinale und scheiterte dort
knapp an der tschechischen Nationalmannschaft um den Skip Snitil.
Bedingt durch eine Verletzung
sprang der neue Bundestrainer Thomas Lips beim Team ein. Erfreulich
Die Reise nach Prag hatte sich gelohnt: Skip Konstantin Kämpf, Alexander Kämpf, Daniel Neuer und der
neue Curling-Bundestrainer Thomas
Lips (v.l.)
ist die Tatsache, dass das Team Kämpf
in der Vorrunde die tschechische
sowie die lettische Nationalmannschaft schlug. Der neue Bundestrainer äußerte sich sehr anerkennend
über die gezeigten Leistungen des
Teams. Auf dem Terminkalneder
steht nun die Teilnahme am Weltcup
in Basel.
Motorsport - ADAC Formel Masters
Ein Abgang nach Maß - Maxi Günther nach Super-Wochenende Vizemeister
Maximilian Günther verabschiedet sich nach zwei
Jahren gebührend aus dem ADAC Formel Masters.
Beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring sicherte sich der Förderpilot der Deutsche Post
Speed Academy vorzeitig die Vize-Meisterschaft.
Damit wiederholte der 17-Jährige den Erfolg aus
dem Vorjahr, als er seine Rookie-Saison ebenfalls auf dem zweiten Gesamtrang beendete.
Zum Abschluss setzte Maxi in Hockenheim weitere Highlights seiner Karriere. Zunächst sicherte er sich die Doppel-Pole im Qualifying. Mit
Podestplatz zwei im Auftaktrennen gelang dem
Rettenberger anschließend ein historischer Erfolg: Mit insgesamt 21 Podiumsplatzierungen
führt er die ewige Bestenliste des ADAC Formel
Masters in dieser Kategorie an. Im zweiten Rennen verpasste Maximilian als Vierter nur knapp
eine weitere Top-Drei-Platzierung.
"Angesichts unserer Situation war das ein Riesen-Erfolg," resümmierte Maxi nach den Rennen.
Mit deutlichem Vorsprung machte der Allgäuer
in Hockenheim den Gewinn des Vize-Titels perfekt. In der Gesamtwertung ordnete er sich direkt zwischen den beiden Piloten des MeisterTeams ein. Nach seiner überragenden RookieSaison 2013 war die Meisterschaft Maximilians
erklärtes Ziel gewesen. Das Gesamtpaket seines
Titelkontrahenten war am Ende jedoch überlegen. "Sie waren insgesamt einfach besser aufgestellt, aber immerhin konnte ich sie einige Male
ärgern und wir haben stets das Maximum herausgeholt", sagt Maxi. In Zahlen ausgedrückt: Sechs
Pole Positions, vier Siege, zehn Podiums und
vier schnellste Rennrunden. In jeder dieser Kategorien war Maximilian der zweiterfolgreichste
Fahrer der Saison 2014.
Fakt ist: In der siebenjährigen Geschichte des
ADAC Formel Masters ist Maximilian der mit Abstand erfolgreichste Qualifying-Pilot. 14 Pole
Positions sind ein deutlicher Beleg für seinen
Speed im Rennauto. In Hockenheim war der
ADAC Stiftung Sport-Förderpilot mehr als zwei
Zehntelsekunden
schneller
als
der
Zweitplatzierte. "Das war unheimlich motivierend", erklärt Maximilian und ergänzt: "Hockenheim hat gezeigt: Wenn alles perfekt läuft, kannst
du immer ganz vorne stehen. Im Mittelfeld lernt
man Rad an Rad zu kämpfen. Das wird mir in
Zukunft sehr zugute kommen."
Die Saison ist nach insgesamt acht Rennwochenenden beendet, doch für Maximilian geht
es rasant weiter. Nächstes Ziel: 'Deutschlands
Motorsport-Talent des Jahres' werden. Maxi führt
die Gesamtwertung der Deutsche Post Speed
Academy - Deutschlands erfolgreichstem Motorsport-Förderprogramm - seit Beginn des Jahres
an. Nach Siegen in zwei von drei Wertungszeiträumen stehen die Chancen gut, dass Maximilian den Gesamtsieg holt. Damit würde er in
die Fußstapfen erfolgreicher Vorgänger wie den
Formel-1-Stars Nico Hülkenberg und Adrian Sutil
treten.
Maxi Günther feiert mit seinem Mechaniker Oli Rödig und Ingenieur Micha Häntzschel den Vize-Titel (l.), hat allen Grund zum Strahlen (M.) und zeigte
sich von einem ganz speziellen Gruß seiner Mechaniker auf dem Auto sehr gerührt (r.)
Wintersport
Oberstdorfer Baldauf zum Präsidenten des Bayerischen Skiverbandes gewählt
Am 10. Oktober wurde der langjährige
Oberstdorfer Sportfunktionär Manfred Baldauf zum neuen Präsidenten des Bayerischen
Skiverbandes (BSV) gewählt. Der 58-jährige
Diplom-Finanzwirt war bisher Vize-Präsident
und in dieser Funktion für die Finanzen des
Verbandes zuständig. Einen Tag vor den Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des
BSV in den Münchner Eisbachstudios war Baldauf bei einer Verbandssitzung zum neuen Vorsitzenden gewählt worden. Er übernimmt damit das Zepter von Miriam Vogt, die den Verband zwölf Jahre lang geleitet hatte. Damit ist
der BSV fast ganz in Allgäuer Hand, zumal
Herbert John zu seinem ersten Stellvertreter
gewählt wurde. John war bis
2013 Vorsitzender des Allgäuer Skiverbandes. Die beiden
zeichnen nun für die Geschikke von 1300 Vereinen und
über 280.000 Mitglieder verantwortlich.
Der ASV-Vorsitzende Peter Bösl
(r.) gratuliert dem neuen BSVPräsidenten Manfred Baldauf
(M.) und seinem Stellvertreter
Herbert John zur Wahl
A S R 25
Pferdesport
Familie Rietzler räumt bei Kutschen-Kreismeisterschaft ab
Beim großen Turnier des Reit- und
Fahrvereins Rettenberg Ende September auf der Anlage in
Untermaiselstein gehört der erste
Wettkampftag den Kutschen. Am
Vormittag des ersten Tages fanden
die Dressurprüfungen der Ein- und
Zweispänner statt. Anschließend
fand am Nachmittag das kombinierte Hindernisfahren für die Ein- und
Zweispänner statt. Vor allem diese
selektive Prüfung verlangte von den
Startern alles ab, zumal in möglichst
kurzer Zeit ein Geschicklichkeitsparcour zu durchfahren war. In beiden Wettbewerben konnten die Lokalmatadoren der Familie Rietzler
glänzen. Während im Einspänner
Esther Rietzler den Sieg einfahren
konnte, durfte sich Richard Rietzler
über einen ersten Platz bei den Zweispännern freuen. Beide wurden da- Er war und ist auf seiner Kutsche nicht nur bei heimatlichen Turnieren das
Maß aller Dinge: der Rettenberger Richard Rietzler
mit auch Kreismeister.
Jahn-Neunkampf
Sonthofer Turner Tokat kämpft sich bei DM auf Platz drei
Der Sonthofer Turner Timur Tokat
konnte
bei den deutschen
Mehrkampfmeisterschaften im JahnNeunkampf in Einbeck (Niedersachsen) einen sehr überzeugenden dritten Platz in seiner Altersklasse 30+
erkämpfen. Der Jahn-Neunkampf ist
ein sportlicher Wettkampf, der drei
turnerische, drei leichtathletische
und drei schwimmerische Disziplinen umfasst. Dazu gehören jeweils
eine Boden-, eine Sprung- und eine
Barren-Übung. Aus dem Bereich der
Leichtathletik werden 100 Meter
gelaufen, weit gesprungen und ein
Kugelstoß gefordert. Dazu kommen
im Wasser das Kunstspringen, 25Meter-Tauchen und 100-MeterSchwimmen. Nachdem der Allgäuer
vor allem in den Leichtathletik-Disziplinen unter seiner Form blieb,
durfte er am Ende mit drei guten
Leistungen im Schwimmbecken den
Bronzeplatz feiern.
Ausdauersport
Grüntenstafette lockt 79 Teams an den "Wächter des Allgäus"
Die Veranstaltung ist etwas ganz
besonderes. Jedes Team tritt bei
der Grünten-Stafette mit sechs
Sportlern oder Sportlerinnen an.
Dabei startet ein Crossläufer, der
an einen Straßenradfahrer übergibt, anschließend übernimmt ein
Bergläufer, bevor der Alpinlauf auf
dem Programm stand. Zuletzt ging
dann ein Mountainbiker auf die
selektive Strecke, bevor ein
Straßenläufer die Staffel zu Ende
lief. Im Ziel war das Team "Sport
Haschko" aus Isny in 1:55:28 Stunden am Schnellsten. Den zweiten
Platz erkämpfte sich das
Kemptener Team "Laufspor t
Saukel B-Faster" vor den Ober-
26 A S R
Das Team "Sport Haschko" aus Isny war am schnellsten
allgäuer Lokalmatadoren vom "Allgäu Outlet Raceteam". Für großes
Erstaunen sorgte bei den Rennen das Damenteam "Oide Feela" von
Teamsport Schindele aus Ronsberg. Die sechs Damen schafften es, mit
15-Minuten Vorsprung vor den Zweitplatzierten ins Ziel.
Segeln
Weegen-Sisters verpassen in Starnberg knapp den Sieg
Bei der großen Oktoberfest-Regatta der 28er-Skiffseglerinnen auf dem
Starnberger See stellten die beiden
Immenstädter Schwestern Laura und
Annabel Weegen zum wiederholten
Mal ihre tolle Form unter Beweis.
Die beiden Seglerinnen vom Segelclub Alpsee Immenstadt fuhren
bereits in den ersten sechs Wettfahrten bei allerbestem Wetter und
Wind zwischen sieben und 14 Beaufort auf den ersten Platz. Nachdem
es in den folgenden Fahrten nicht
mehr ganz nach oben reichte stand
am Ende Platz 2 auf der Anzeigetafel. Nach ihren Siegen bei den Landesmeisterschaften Bayerns und Baden Württembergs fügten sie nun
eine weitere Top-Platzierung hinzu.
Landesjugendmeister
Laura (l.) und Annabell Weegen waren bei der großen Oktoberfest-Regatta erfolgreich und erreichten eine Top-Platzierung
Der Bodensee hat dem Blaichacher
Nachwuchssegler Julian Hoffmann
Glück gebracht. Bei den badenwürttembergischen
Landesjugendmeisterschaften fuhr der für
den Segelclub Alpsee Immenstadt
(SCAI) startende Allgäuer in der Klasse Laser 4,7 als jüngster Teilnehmer
ganz nach oben auf das Treppchen.
In den fünf Wettfahrten glänzte er in
allen Bereichen, konnte zwei Mal
gewinnen und wurde drei Mal Zweiter. Auch seine Schwester zeigte auf
dem "schwäbischen Meer" eine tolle Leistung und landete in der Endabrechnung punktgleich mit dem
Viert- platzierten auf dem fünften
Platz im Laser 4,7.
Berglauf
Skispringen: SC Oberstdorf
Lorenz gewinnt "Schneller Hirsch"
Anna Berktold feiert Doppelsieg
Von der Immenstadter Talstation
der Mittag-Bahn ging es für einige Dutzend Bergläufer auf die drei
Kilometer lange Strecke in Richtung Ziel an der Bergstation. Insgesamt hatten die Athleten dabei
auch 700 Höhenmeter zu bewältigen und der für den Kemptener
Laufstall "Laufsport Saukel B-faster" startende Florian Lorenz (Bild)
rannte ganz oben auf dass Treppchen. Mit seinen 26:42 Minuten
verwies er Frank Kauer und Kilian
Hage klar auf die Plätze. Bereits
gegen Ende des Berglaufes hatten sich diese drei vom Feld ab-
Im Rahmen des diesjährigen MilkaSchülercups (S 14 und S 15) fanden
Ende September in Isny die ersten
Wettbewerbe statt. Dabei konnten
vor allem die jungen Springerinnen
des SC Oberstdorf überzeugen.
Gleich einen Doppelsieg durfte die
15-jährige Anna Berktold (Bild) verbuchen. An beiden Wettkampftagen
machte sie von der HS-60-Schanze
die weitesten Sätze und verwies an
beiden Tagen ihre Teamkollegin Magdalena Lingenhöl auf den zweiten
Platz. Bei den Schülern landeten die
beiden Oberstdorfer Tobias König
in der Kategorie Schüler 14 und Andreas Schmieger (Schüler 15) jeweils auf dem zweiten Rang.
gesetzt, bevor der 24-jährige Lorenz seine Widersacher "stehen
ließ". Die Damen-Wertung konnte
Anne Baumgarten aus Neu
Isenburg für sich entscheiden.
Laufsport
Karate
Illermarathon 2015 erstmals als Nachtlauf Kids feiern bei Bayerischer Meisterschaft
Wenn am 6. Juni 2015 abends um
20.00 Uhr in Immenstadt der
Startschuss zum
25. Illermarathon
fällt, dürfte eine
eher ungewohnte
Stimmung herrschen. Erstmals
wird der legendäre Marathon als
Nachtlauf ausgetragen. Veranstalter
Joachim Saukel ist davon überzeugt,
mit dieser Idee ein "völlig neues
Lauf-Erlebnis schaffen zu können."
Neben dem klassischen Marathon
über 42,195 Kilometer von
Immenstadt nach Kempten werden
auch wieder die kürzere Strecke über 25,5
Kilometer sowie ein
Staffellauf über die
Marathondistanz angeboten. Um in der Dunkelheit nicht die Orientierung zu
verlieren, sind eine Stirnlampe sowie eine Leuchtweste Pflicht - beides ist im Startgeld enthalten. Weitere Informationen unter: www.illermarathon.de
Fünf Nachwuchs-Karatekas des 1.
Kemptener Karate Dojo waren kurz
nach dem Ende der Sommerferien
zu den Bayerischen Meisterschaften
der Kinder ins oberbayerische
Waldkraiburg gefahren. Dort suchten die Jahrgänge 2004 und jünger
ihre Champions. Für die Kemptener
traten im Kata-Team (Scheinkampf)
die drei Küken Kim Fischer (10), Kim
Hübner (10) und Katahrina Kreß (9)
an. Nachdem sie im ersten Kampf
noch dem späteren Zweiten unterlagen, mussten sie in die Trostrunde.
Dort setzten sie sich souverän gegen zwei Teams des Gastgebers
Waldkraiburg durch. Damit sicherten sich die Allgäuer Karata-Zwerge
die verdiente Bronzemedaille.
A S R 27
ASR/MOTORSPORT
NEWS
Den Stichtag nutzen
Zwei Millionen Autofahrer werden wieder den
Versicherer wechseln
Am 30. November läuft für viele Autobesitzer die
Frist ab, ihre Kfz-Versicherung zu kündigen. Eine
spezielle Begründung ist dafür nicht erforderlich.
Auch in diesem Jahr werden schätzungsweise wieder rund zwei Millionen Bundesbürger den Stichtag nutzen und den Versicherer wechseln. "Bei einer Beitragserhöhung kann man sogar noch innerhalb eines Monats nach Erhalt der Beitragsrechnung
kündigen", erklärt Oliver Schönfeld vom
Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de.
Der Preis ist längst nicht alles
Dabei wissen die deutschen Autofahrer inzwischen,
dass der Preis bei einer Kfz-Versicherung nicht alles ist, sondern dass es auch auf die Leistungen
eines Tarifs und den Kundenservice ankommt. Die
Kfz-Haftpflicht der DEVK beispielsweise zahlt im
Komfort- und Premium-Schutz auch für sogenannte Eigenschäden. Das "klassische" Beispiel für einen Eigenschaden ist
der Fall, dass man beim
Rangieren mit dem Auto
ein anderes eigenes
Fahrzeug, die Einfahrt
oder Garage beschädigt. Allein die Reparatur eines defekten
Garagentors beläuft
sich schnell auf mehrere Tausend Euro. "In unseren Tarifen würde für
den Autobesitzer eine Selbstbeteiligung von 500
Euro fällig werden, den Rest des Schadens übernehmen wir bis zu einem Höchstbetrag von
150.000 Euro pro Jahr", erläutert Peter Boecker,
Leiter der Abteilung Kraftfahrtschaden der DEVK.
Zusätzlich würden auch kleine Parkschäden am Auto
wie Lackkratzer oder Dellen im Komfort- und
Premium-Schutz von der Teilkaskoversicherung
übernommen, so Boecker - also ohne Rückstufung.
Fairster Kfz-Versicherer
Der Kölner Versicherer wurde von der Zeitschrift
"Focus Money" (Heft 18/2014) mit dem Kundenurteil "sehr gut" gemeinsam mit sechs weiteren
Anbietern zum "fairsten Kfz-Versicherer" Deutschlands gekürt. Besonders fair werden beispielsweise umweltbewusste Autofahrer behandelt: So gibt
es Vergünstigungen für Inhaber einer Jahreskarte
Bus und Bahn, eines JobTickets oder einer BahnCard
sowie für Besitzer umweltfreundlicher Autos mit
bis zu 120 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer.
Unter www.devk.de gibt es alle weiteren Infos.
28 A S R
ASR/MOTORSPORT
Audi gewinnt DTM-Krimi in Zandvoort
Mattias Ekström holt ersten Saisonsieg für Audi
Edoardo Mortara nach Aufholjagd auf Platz vier
Ende September war es soweit:
Im wohl aufregendsten Rennen
des Jahres hat Mattias Ekström einen kühlen Kopf bewahrt und Audi
in Zandvoort den ersten Saisonsieg in der DTM beschert. Für den
Schweden war es bereits der vierte Triumph in Zandvoort,
für Audi der siebte Erfolg bei elf Starts auf der
anspruchsvollen Strecke
in den niederländischen
Dünen. Ekström startete im Red
Bull Audi RS 5 DTM von Position
acht auf Standardreifen und hatte
für den turbulenten Rennverlauf
mit insgesamt vier Safety-Car-Phasen die perfekte Strategie. Nach
seinem Wechsel auf Optionsreifen
konnte sich der Schwede innerhalb von nur neun Runden von Platz
15 an die Spitze nach vorn kämpfen, den BMW von Marco Wittmann
überholen und schließlich mit einem Vorsprung von 7,414 Sekunden die Ziellinie als souveräner
Sieger überqueren.
Für Audi war es der insgesamt 66.
Sieg bei einem DTM-Rennen, für
Ekström und das Audi Sport Team
Abt Sportsline der erste seit Valencia im Oktober 2011. "Ein Sieg
ist immer etwas ganz Besonderes", erklärte Mattias Ekström.
"Aber dieser Sieg ist
auch deshalb ein ganz
besonderer, weil der
letzte schon so lange
her war - für mich, aber
auch für das Audi Sport Team Abt
Sportsline. Wir hatten in den letzten Monaten viel Pech, heute hatten wir das nötige Glück. Wichtig
war, dass ich am Anfang auf den
Standardreifen nicht zu viel Zeit
verloren habe. Anschließend
spielten uns die Safety-Cars in die
Hände - und mein Auto war heute
sehr schnell."
Rennen wegen eines Regelverstoßes im Qualifying vom Ende
der Startaufstellung aus in Angriff
nehmen, kämpfte sich am Anfang
auf Optionsreifen Platz um Platz
nach vorn und verteidigte am Ende
erfolgreich seine Position.
Mit Timo Scheider im AUTO TEST
Audi RS 5 DTM des Audi Sport Team
Phoenix auf Platz zehn kam ein
weiterer Audi-Pilot in die Punkteränge. Sein Teamkollege Mike
Rockenfeller war im Schaeffler
Audi RS 5 DTM des Audi Sport Team
Phoenix dagegen der tragische
Held des Rennens: Der Trainingsschnellste fuhr lange auf Siegkurs,
wurde durch die Safety-Cars jedoch um alle Chancen gebracht
und am Ende nur 16.
Großes Pech hatte auch Youngster
Nico Müller im Audi Financial Ser-
vices Audi RS 5 DTM des Audi Sport
Team Rosberg, der zeitweise hinter Rockenfeller auf Platz zwei
lag, in Runde 26 aber von
Mercedes-Pilot Christian Vietoris
von der Strecke gedrängt wurde.
Teamkollege Jamie Green verlor
im Hoffmann Group Audi RS 5 DTM
kurz vor Rennende mögliche Punkte durch einen Treffer von BMWPilot Bruno Spengler. Miguel
Molina (Audi Sport Audi RS 5 DTM)
und Adrien Tambay (Playboy Audi
RS 5 DTM) mussten nach Ausrutschern aufgeben.
"Natürlich sind wir froh, dass wir
endlich den ersten Saisonsieg
geschafft haben", sagte Dieter
Gass, Leiter DTM bei Audi Sport.
"Wir hatten in diesem Jahr schon
so oft die Möglichkeit, aber immer ist etwas dazwischengekommen. Auch heute mussten wir lange zittern. Aber Mattias (Ekström)
hatte für diesen verrückten Rennverlauf die richtige Strategie und
ist am Ende mit den Optionsreifen
extrem stark unterwegs gewesen.
Edoardo Mortara komplettierte
mit Rang vier im Audi Sport Audi
RS 5 DTM den erfolgreichen Tag
für Audi. Der Italiener musste das
Strahlender Sieger in Zandvoort: Mattias Eckström (Mitte) fuhr für Audi
den ersten Saisonsieg nach Hause
Edoardo Mortara kam
nach einer großen Aufholjagd auf Platz vier
A S R 29
ASR/MOTORSPORT
Ausfall und Rang 13 für Abt bei GP2-Lauf in Sotschi
Glücklose Russland-Premiere für Daniel Abt
Vorfreude: Ende Oktober IndyCar-Test in den USA
Premiere mit Pech: Beim ersten GP2-Auftritt
in Russland erlebte Daniel Abt ein durchwachsenes Wochenende. Der Pilot des Teams
Hilmer Motorsport musste im Hauptrennen am
Samstag vorzeitig aufgeben. Das Sprintrennen
am Sonntag beendete er als 13. Von Startposition 13 ins Rennen gegangen, lag Abt im
Hauptrennen am Samstag nach guter Anfangsphase aussichtsreich auf Position sechs, als er
von einem Konkurrenten getroffen und umgedreht wurde - Aufgabe in der Box. Nach
dem Ausfall und der daraus resultierenden
Startposition 23 war auch im Sprintrennen am
Sonntag eine Punktelandung in weite Ferne
gerückt. Zwar zeigte Abt einmal mehr eine
seiner starken Aufholjagden, blieb aber mit
Rang 13 unbelohnt.
Nach seiner Rennpremiere in Russland bleibt
Abt wenig Zeit, um durchzuatmen: Beim DTMSaisonfinale in Hockenheim am 18./19. Oktober (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet) pilotiert er erneut das 460 PS starke DTMRenntaxi von Audi. Danach geht es in die USA,
wo er am 27. Oktober einen IndyCar-Test für
das Team Andretti Autosport absolviert. Bereits das Saisonfinale der US-amerikanischen
Monoposto-Serie im kalifornischen Fontana
verfolgte Abt vor Ort.
Daniel Abt mit einem durchwachsenden
Wochenende beim ersten GP2-Rennen
in Russland
30 A S R
Kundenbarometer: Volvo-Besitzer sind am glücklichsten
Audi und BMW landeten auf Platz zwei und drei
Der Sieger kommt aus Schweden. Erstmals seit
Einführung der Kundenbefragung durch den
ADAC landete keine deutsche Marke auf dem
ersten Rang, sondern eine skandinavische:
Volvo. Seine Besitzer sind offensichtlich am
glücklichsten. Auf Rang zwei und drei folgen
Audi und BMW. Seit 2012 ermittelt die OnlineBefragung des Kundenbarometers die Zufriedenheit von über 20.000 Autokäufern, die ihr
Fahrzeug maximal 3,5 Jahre zuvor erstmals zugelassen haben. Der Fragenkatalog untersucht
dabei die unterschiedlichsten Bereiche, von
der Kauf-Abwicklung des Fahrzeugs über die
alltägliche Nutzung bis hin zum Service, der
Pannenhilfe sowie die „gefühlte Sicherheit“.
Die Top Ten der Bewertung des ADAC Kundenbarometers insgesamt: Volvo hatte die Blechnase vorn, gefolgt von Audi und BMW auf Platz
zwei und drei. Toyota und Honda landeten
punktgleich auf Platz vier, Mazda auf dem sechsten Rang, gefolgt von Mercedes, Mini, Smart
und VW – in dieser Reihenfolge.
Aufgeteilt in Fahrzeugklassen kämpfte sich bei
den Kleinstwagen der Opel Adam auf das höchste Treppchen. Bei den Kleinwagen setzte sich
dieses Jahr der Audi A1 gegen den Vorjahressieger Mini New Mini durch. In der unteren
Mittelkasse zog der Mazda 3 vom vorigen Platz
acht auf den diesjährigen Platz eins. In der
Mittelklasse errang zum dritten Mal der Audi
A5 die Siegermedaille. Der „große Bruder“
Audi A6 siegte in der oberen Mittelklasse. Bei
den Vans setzte sich der VW T5 durch. Und bei
den SUVs errang Volvo XC60 den ersten Platz
– so wie in der Gesamtbewertung.
A S R 29
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