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20. spieltag: tsv münchen von 1860

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20. SPIELTAG: TSV MÜNCHEN VON 1860 - 1. FC HEIDENHEIM SAISON 2014/15 AUSGABE 60
20. Spieltag: TSV München von 1860 - 1. FC Heidenheim
Ausgabe 60
VORWORT
Wie doch die Zeit vergeht. Es kommt einem fast wie gestern vor, als die
ersten Gedanken bezüglich eines eigenen Kurvenzines in den Köpfen verschiedener Gruppenmitglieder aufkamen. Im Laufe der Jahre sind so 59
ZuGaBe-Exemplare in den Druck gegangen, ehe wir nun zum RückrundenAuftakt im Jahre 2015 voller Stolz die SECHZIGSTE ZuGaBe feiern dürfen.
Für dieses Jubiläum haben wir uns entschlossen, die ZuGaBe erstmals in
ihrer Geschichte komplett in Farbe erscheinen zu lassen. Ein lang ersehnter Wunsch geht damit in Erfüllung, aufgrund der damit verbundenen
hohen Kosten wird’s wohl leider – zumindest in absehbarer Zukunft – eine
einmalige Besonderheit bleiben. Doch auch inhaltlich haben wir uns,
zusätzlich zu den üblichen Rubriken, einige Schmankerl einfallen lassen.
So erhaltet ihr einen seltenen Einblick in das Tagesgeschäft eines ZuGaBe-Autoren und eines ZuGaBe-Layouters, zudem beschreibt ein weiterer
langjähriger Autor den ewigen Kampf um die Motivation, auch nach der
x-ten Niederlage einen ansprechenden Text abliefern zu können. Außerdem sind wir auf Stimmenfang gegangen und haben die Menschen um
ihre Meinung gebeten, die die ZuGaBe alle zwei Wochen druckfrisch in
die Hände bekommen – die Löwenfans aus der Kurve.
Wir sind wahrlich stolz auf die Entwicklung, die die ZuGaBe im Laufe
der Jahre genommen hat. Sie ist zu einer bedeutsamen Komponente der
„Heimspiele“ und für viele Löwenfans unverzichtbar geworden. ZuGaBe
#60 – out now!
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20. Spieltag: TSV München von 1860 - 1. FC Heidenheim
Ausgabe 60
RÜCKBLICK
1. FC Kaiserslautern (H)
Zum Spiel gegen die Roten Teufel traf man sich erneut in den
Räumlichkeiten des Fanprojekts
unweit der Arena, da der allseits
beliebte Streetworkbus, der
jahrelange Treffpunkt der Szene
vor Heimspielen, durch den TÜV
gerasselt ist und somit in Zukunft wohl nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Von Seiten des
Fanprojekts prüft man derzeit
verschiedene Alternativen, man
darf gespannt sein. Nach einer
weiteren kulinarischen Meisterleistung der fleißigen Löwentreff-Crew in Form einer KäseSchwammerl-Suppe kämpfte man
sich gestärkt durch die eisige
Fröttmaninger Einöde, ehe man
das verlassene weite Arenarund
betrat. Offiziell sollen es knapp
14.000 Zuschauer gewesen sein,
abzüglich der nicht anwesenden
Jahreskartenbesitzer waren im
Endeffekt wohl keine 10.000
anwesend. Die mit Abstand
schlechteste Zuschauerzahl in
dieser Saison, aber wem will
man’s bei diesen Mannschaftsleistungen und dieser Uhrzeit
auch verdenken? Die Löwen
starteten überraschenderweise
recht ansprechend in die Partie,
ließen wie üblich zwar die ein
oder andere Gelegenheit für die
Pfälzer zu, doch gingen mit 1:0
durch Stark in die Pause. In Hälfte zwei wendete sich das Blatt,
Lautern dominierte das Spiel
zunehmend, den Löwen misslang
ein weiteres Tor und so ging man
am Ende natürlich mal wieder
nicht als Sieger vom Platz. Das
Remis war im Endeffekt vollkommen verdient, doch in unserer
Situation bringt uns ein Unentschieden auch gegen Top-Teams
eben nicht sonderlich weiter.
Nächste Woche ist Winterpause,
aus Löwensicht kommt diese ge-
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20. Spieltag: TSV München von 1860 - 1. FC Heidenheim
rade Recht. Stimmungsmäßig riss
man mit derart wenigen Leuten
– selbst die Mitte der Kurve wies
deutliche Lücken auf - natürlich
keine Bäume aus, in Anbetracht
der aktuellen Situation lässt sie
diese letztendlich wohl als einigermaßen in Ordnung beurteilen.
Ausgabe 60
Die Gäste waren zwar mit über
1.000 Fans (für diese Uhrzeit)
sehr zahlreich vertreten, doch
durchgängig am Support beteiligen sich nur die unteren Reihen,
so dass auf unserer Seite des
Stadions nicht sonderlich viel zu
Hören war.
Gegenbericht der FY
Mittwochabend 17:30 Uhr, München auswärts. Klasse Anstoßzeit!
Vor allem für all die, die einem
festen Job oder ähnlicher Beschäftigung nachgehen.
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Trotz der unsinnigen Terminierung machten wir uns mit rund
30 supportwilligen Ultras aus
den eigenen Reihen mit einem
50er Bus auf den Weg Richtung
Süden. Die Hinfahrt verlief ohne
Komplikationen und nach kurzweiliger Fahrt erreichte man
frühzeitig das Ufo an der Münchner Autobahn. Nachdem sich an
der Tageskasse noch schnell mit
Karten eingedeckt wurde, ging es
bei bescheidenem kaltem Wetter
rein die WM Arena. Vorbei an der
Heimkurve wurde der Gästeblock
20. Spieltag: TSV München von 1860 - 1. FC Heidenheim
auf der Südtribüne in Beschlag
genommen. Nach Diskussion mit
den Ordnern durften dann auch
alle Fahnen so hängen wie wir es
wollten. „Könntet ihr die Fahne
bitte ein Stückchen höher hängen, das verdeckt die Werbebande?!“ - „Ähm. Nö…!“ Dass man
sich auch wegen einer Zaunfahne
im Block so aufspielen muss,
bleibt mir unverständlich! Naja,
zu viel Macht für kleine Geister.
Hier möchten wir auch nochmal
unserem Fanprojekt danken, die
mit besänftigten Worten den
Münchner Ordnungsdienst ruhig
stellten. Zwar gab es pro Gästefan gefühlt ein Bullensechser vor
dem Stadion, aber die Insassen
haben wenigstens nicht genervt.
Nur wozu so hohe Präsenz der
Staatsmacht? Risikospiel oder
Provokation? Klar, 1860 gegen
Lautern war schon immer gefährlich…?!
Ausgabe 60
Zwar macht es deutlich mehr
Spaß im Gästeblock direkt am
Tor zu stehen, als gegen die
Roten mit Fernglas das Spiel aus
der letzten Ecke des Stadion zu
beobachten, doch ist es trotzdem
irgendwie ekelhaft die ganzen
roten Aufkleber zu sehen. Auf der
Gegenseite konnte ein kompakt
stehender Haufen mit Supportwilligen ausgemacht werden.
Sonst dürften wohl kaum mehr
als 10.000 Zuschauer im Stadion
gewesen sein. Über 60.000 freie
Plätze. Traurig! Hoffentlich sieht
man sich bald am Stadion in der
Grünwalder Straße. Woche für
Woche eine leere Event-Arena
zu besuchen kann nicht wirklich
Spaß machen, mein Beileid…
Überraschend war der Auftritt
der Löwen -Ultras. Trotz des
weiten Runds konnte man - vor
allem gegen Ende der Partie recht laut Gesänge und Schlacht-
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20. Spieltag: TSV München von 1860 - 1. FC Heidenheim
Ausgabe 60
rufe vernehmen. Im Rahmen der
Möglichkeiten war das in Bezug
auf Lautstärke auf jeden Fall in
Ordnung. Ein paar mehr Fahnen
im und vor dem Block hätten es
nach meinem Geschmack schon
sein dürfen.
machten aber mal wieder den
Sack nicht zu, weshalb am Ende
nur ein sehr unschönes Unentschieden auf der Leuchttafel
stand. Da wäre sowohl für Fans,
als auch Mannschaft mehr drin
gewesen.
Auf der eigenen Seite wäre deutlich mehr drin gewesen mit 1.200
Schlachtenbummlern aus der
Pfalz. Mitte der zweiten Halbzeit
drehten wir kurzzeitig mal richtig
auf, auch der Torjubel machte
Laune, ansonsten plätscherte der
Support, genau wie das Spiel,
eher vor sich hin. Zwar waren
die Kicker vom Betze überlegen,
Nach einer entspannten Heimfahrt erreichte man gegen 1.30
Uhr wieder heimischen Boden.
Das Vorbeifahren an einer Fahrzeugkontrolle durch den Freund
und Helfer in Grün/Blau, die
gerade die Papiere zweier Lauterer Spieler genau untersuchten,
sorgte für allgemeine Belustigung
im Bus.
RB Leipzig (Kneipenabend)
anderer Stelle ausgiebig thematisiert, sodass der Fokus dieses
Textes fortan nur auf das Alternativprogramm jenes Abends
gerichtet werden soll.
Weit vor dem Spiel bei der deutschen Red Bull Filiale in Leipzig
entschloss sich die aktive Szene
dazu, dieser Partie fernzubleiben. Die Gründe wurden an
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Von Vornhinein war klar, dass
man den Abend nicht einfach vor
den heimischen Geräte in kleiner
Runde, sondern gemeinsam mit
möglichst vielen Löwenfans verbringen wollte. Nach mehreren
Wochen der Planungsphase stand
das Rahmenprogramm fest,
das wir den vielen gespannten
Löwenfans erstmals per Trailer
20. Spieltag: TSV München von 1860 - 1. FC Heidenheim
Ausgabe 60
präsentierten. So traf man sich
spätnachmittags am traditionsreichsten Ort Münchner Fußballgeschichte, dem Grünwalder
Stadion, und gab manchem Löwenfan noch bisher unbekanntes
Infomaterial in Form der Nein zu
RB-Broschüre an die Hand. Nach
dem Verkauf der Boaznklinke,
mit der man in fünf Boazn das
Spiel zu ermäßigten Getränkepreisen verfolgen konnte, folgte
eine Ansprache zweier Mitglieder
unserer Gruppe, ehe man am
Stadion ein großes Foto mit allen
Anwesenden schoss. Daraufhin
verteilte man sich auf die verschiedenen Boazn. Manche zogen
es vor, den Abend in einer Boazn
zu verbringen, andere veranstalteten ein Boazn-Hopping und
bekamen so (nahezu) jede Lokalität zu Gesicht. Während das
Spiel mit dem Remis halbwegs
gelungen endete, kann man ein
absolut zufriedenstellendes Fazit
des Abends ziehen. Über 600
Löwen bevölkerten die Straßen
Giesings und ließen den gesamten Stadtteil im alten Glanz
München sagt
Nein zu Red Bull!
erstrahlen!
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20. Spieltag: TSV München von 1860 - 1. FC Heidenheim
Ausgabe 60
Ein typischer Zugabe Tag
Aus Sicht eines Autoren:
Für jede neue Zugabe wird zu allererst ein Plan erstellt, welche Texte
denn in der neuesten Ausgabe abgedruckt werden sollen. So müssen
Spielberichte, Randnotiz und die Artikel aus den jeweiligen Rubriken jedes mal auf‘s neue an die Schreiberlinge vergeben werden.
Da wie überall auch hier die Mühlen meist langsam mahlen, werden
Fristen festgesetzt, an welche sich jeder zu halten hat. Nachdem
dies alles geschehen ist und sich die üblichen Verdächtigen gemeldet
haben, geht‘s ab an den Schreibtisch, den PC angeworfen und darauf
warten, bis einen die Muße wieder küsst. Das ist von Spiel zu Spiel
verschieden, denn viel zu oft könnte man bei den Heimspielen einen
Standardtext verwenden, bei welchem man nur Datum, Gegner und
Ergebnis ändern müsste. Trotz alledem bricht früher oder später doch
die Schreibblockade und ehe man sich versieht, steht ein neuer Text
für die Zugabe bereit. Dieser wird dann über den Arbeitsgruppenleiter
der Zugabe mit den anderen Texten an den Layouter übertragen, der
dann die Freude hat, das ganze grafisch zu verpacken.
Aus Sicht des Layouters:
22 Uhr. Ein langer Studien- und Arbeitstag geht zu Ende. Kaum Zuhause angekommen geht‘s gleich ran an den erfreulichsten Teil des
Tages. Das Layouten der Zugabe steht an. Hierbei geht es darum, die
Texte so gut wie möglich zu platzieren, ein paar Bilder hinzuzufügen
und das ganze so anschaulich wie möglich zu gestalten. Positiver
Nebeneffekt, man ließt die super Texte unserer Autoren als einer
der ersten. Nachdem die erste Version fertig ist, geht sie direkt an
die Rechtschreibjunkies und Detailexperten unter uns. Gegen Mitternacht ist der Feinschliff dann perfekt und wird direkt an die Druckerei unseres Vertrauens übermittelt. Was auf dem Weg bis dahin alles
schiefgehen kann, lernt man recht schnell. Es kann schonmal vorkommen, dass ein Text noch verspätet eintrifft oder man am Ende merkt,
dass noch einer fehlt. Dann wird es auch manchmal deutlich später,
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20. Spieltag: TSV München von 1860 - 1. FC Heidenheim
Ausgabe 60
wenigstens wurde es aber noch rechtzeitig bemerkt. Blöd aus der
Wäsche schaut man erst, sobald die fertige Auflage aus der Druckerei
kommt und dann erst Fehler wie Leerseiten oder sonstige Missgeschicke auffallen. Wenn jedoch alles glatt gelaufen ist, stehen unsere
Verteiler pünktlich vor Spielbeginn in der Kurve und überreichen euch
das Kurvenmagazin und freuen sich natürlich auch über jede kleine
und große Spende, damit auch die nächste Zugabe wieder in den
Druck gehen kann.
Trainingslager Marbella 2015
Was waren das doch für erholsame Tage, welche ein großer
Teil der Gruppe inklusive einer
Delegation aus dem Allgäu an der
Costa del Sol verbringen durfte. Schnapsverbot, Gewahrsam,
Geldbeutel verloren, Vollsuff
– und das ganze schon vor der
Ankunft im Hostel. Was sich für
manch geneigten Pauschalurlauber wie die Hölle auf Erden
anhört und wahrscheinlich jeden
RTL-Urlaubsretter verzweifeln
lassen würde, war nur der Beginn
eines viertägigen Aufenthalts, bei
welchem man sich wie gewohnt
stets von der besten Seite präsentierte.
Die Überlegungen, ins Wintertrainingslager der Löwen zu reisen,
geisterten schon seit langem in
den Köpfen einiger Mitglieder
herum, doch am 22. Januar war
es endlich soweit und man reiste
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20. Spieltag: TSV München von 1860 - 1. FC Heidenheim
Randnotiz
Vom Leiden des jungen Schreibers
[Kommentar HsGB]
„Wieder mal ein Spiel zu Ende, die Fans sie zieh’n nach
Haus. Nur noch für ein paar Minuten, langsam haut‘s
mir den Schalter raus..“ So oder so ähnlich heißt es in
einem Lied aus den frühen 2000er Jahren. Mittwochabend, Temperaturen um den Gefrierpunkt und gefühlt 5000 versprengte Zuschauer im weiten, grauen
Rund der Arena. Die Löwenmannschaft einmal mehr
mit einer mehr als fragwürdigen Leistung und mit 0
Punkten im Gepäck. Während der geneigte Löwenfan
sich solch ein Elend am liebsten schnell aus dem Kopf
ballern möchte (und das auch meistens tut), sehen
sich die tapferen Schreiberlinge gezwungen, das
Ganze daheim in der Schreiberstube Revue passieren zu lassen. Wie man vielleicht ab und zu merkt,
tut man sich besonders bei den „Heimspielen“ in der
Hendlmörder-Arena schwer, das erlebte in Worte zu
fassen, denn viel zu oft ähneln sich die Partien draußen am Müllberg auf grauenhafte Weise. Deswegen
seht es den Schreibern bitte nach, wenn nicht jeder
Bericht eine journalistische Meisterleistung ist und
sich ab und zu der ein oder andere Rechtschreibfehler
versteckt. Nichtsdestotrotz konnte auch in dieser
Hinrunde wieder zu jedem Heimspiel eine brandneue
Ausgabe der Zugabe angeboten werden, um der Kurve
die Minuten vor und nach dem Kick zu versüßen. Umso
mehr freuen wir uns, wenn diese von uns erbrachte
Dienstleistung mit einem kleinen Obolus bedacht
wird, denn bei der Zugabe handelt es sich um kein
Erzeugnis, welches sich selbst finanziert. Lasst uns
gemeinsam dafür sorgen, dass die Kurve weiterhin unterhalten wird und sich durch die Zugabe auch weiter
bildet, sei es in vereinspolitischer oder gesamt-fußballspezifischer Hinsicht! Eure Spende für die Zugabe
ist also auch gleichzeitig eine Spende an die Kurve!
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Ausgabe 60
per Ryanair nach Málaga, von
wo aus es per Busshuttle nach
San Pedro de Alcantara gehen
sollte. Bevor man sich aber in
Memmingen an Bord begab,
wurde im Duty Free Shop noch
allerlei Proviant gekauft, um
während dem knapp dreistündigen Flug nicht auf dem Trockenen sitzen zu müssen. Nachdem
schon die ersten fragwürdigen
Blicke der anderen Fluggäste
verzeichnen konnte, machte
man sich im Foyer des Sicherheitsbereichs erstmal noch eine
Hoibe auf, ehe man vor der
Boeing 737-800 noch ein Gruppenfoto schoss.
Die mit unserer Anwesenheit
sichtlich überforderten Stewardessen fanden die Zapferei nach dem Start jedenfalls
nicht so lustig wie wir und
so wurde der hinteren Reihe
unmittelbar nach Aufheben
der Anschnallpflicht ein Alkoholverbot ausgesprochen und
die Whiskyflaschen konfisziert.
Unter Androhung spanischer Polizeikräfte in Málaga kam man
dieser Aufforderung unfreiwillig nach. Da erwies es sich als
Vorteil, dass die Reisegruppe im
Flugzeug verteilt saß und somit
das Alkoholverbot spitzbübisch
hintergangen werden konnte.
Nach einigen Runden Heine-
20. Spieltag: TSV München von 1860 - 1. FC Heidenheim
ken und Strongbow landete man
überpünktlich auf andalusischem
Boden.
Im Terminal angekommen, wurde
der Trupp sogleich von spanischen Beamten gestoppt und ein
Mitglied durchsucht. Den Grund
dafür möchten wir an dieser
Stelle nicht weiter thematisieren,
nur bleibt festzuhalten, dass das
Rollfeld eben kein abgefuckter
Autobahnrastplatz ist. Dumm
gelaufen. Nach einigem Hin und
Her konnte man sich aber aus den
Fängen der Staatsmacht entziehen und den bereitstehenden
Ausgabe 60
Shuttle besteigen.
Um aber euch, werte Leser,
nicht weiter mit uninteressanten
Urlaubsanekdoten zu langweilen,
springen wir in der Zeit vor und
kommen sogleich zum traditionellen Fanabend, zu welchem
die Mannschaft ins eigene Hotel
geladen hat. Dieser Einladung
kam man selbstverständlich gerne nach, schließlich vermutete
man nicht zu Unrecht, dass es
an jenem Abend das Bier für lau
geben sollte. Da aber die Dauer
des Freibiers nur für eine Stunde angesetzt und der Durst der
mitgereisten Löwen nicht gestillt
war, wurden noch weitere Fässer
geholt. Neben kühlem Hellen bot
sich auch die Gelegenheit, das
ein oder andere fachmännische
Gespräch mit Spielern und Trainer
zu führen, wo vor allem letzterer
sich geduldig der teils hitzigen
Diskussion hingab. Andere wiederum zogen es vor, das Mannschaftshotel auf eigene Faust zu
erkunden und manchen Spielern
zu späterer Stunde einen Besuch
abzustatten, was ein teils ge-
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20. Spieltag: TSV München von 1860 - 1. FC Heidenheim
mischtes Echo hervorrief („We respect you and you respect us!“).
Nachdem bei dem ein oder anderen die Augen schwer wurden,
entschied man sich zurück zum
Hotel zu fahren und den Abend
gemütlich ausklingen zu lassen.
Am nächsten Tag stand schon das
nächste Highlight in Form des
Testspiels gegen Dynamo Kiew auf
dem Programm, welches im naheliegenden Football Center stattfand. Da man weit vor Anpfiff
dort aufschlug konnte man sich
die besten Plätze sichern, um
dem Spiel in praller Sonne beizuwohnen. Um nicht zu verdursten,
hatte man allerlei spanisches
Dosenbier im Gepäck, woran man
sich gütlich tat. Zum Spielverlauf
sollen nicht viele Wörter verloren
werden, so ging die Partie mit 0:2
aus Löwensicht an die Ukrainer.
Wurscht. Bier und Sonne taten
ihr Übriges, um die Laune nicht
sinken zu lassen.
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Ausgabe 60
Nachdem Erinnerungsfotos mit
der Mannschaft geschossen worden, wurde noch bis tief in die
Abendstunden auf dem danebenliegenden Teerplatz aufgespielt,
und das alles ohne schwerwiegende Verletze.
Nach wirklich ereignisreichen
Tagen neigte sich der Kurzurlaub
dem Ende zu und man flog schweren Herzens wieder zurück ins
bitterkalte Deutschland.
Fazit: Ein wirklich gelungener,
geiler Trip! Nächstes Jahr gerne
wieder! Free Birds!
20. Spieltag: TSV München von 1860 - 1. FC Heidenheim
Ausgabe 60
Sechzig - Haching (GWS)
Als besonderes Schmankerl
zum Vorbereitungsende setzte
der Verein für den vergangenen Dienstag ein Testspiel gegen die SpVgg Unterhaching im
Sechzgerstadion an. Da es aber
der Winter in den Tagen zuvor
wirklich gut meinte, blieb bis
zum gleichen Tag fraglich, ob
das Spiel aufgrund des Schnees
stattfinden konnte. Überraschend lies aber der Schneefall
pünktlich zum Dienstag nach
und die neue Rasenheizung
konnte dafür sorgen, dass das
Geläuf im Grünwalder Stadion
bespielbar war.
Nicht ganz zweitausend Zuschauer kamen dann bei Tem-
peraturen unter dem Gefrierpunkt auf Giesings Höhen, um
dem Vorbereitungskick beizuwohnen. In den Rentnerblock,
welcher zum Gästesektor
umfunktioniert wurde, verlief
sich nur ein kleines Häuflein
an Vorstädtern, welche weder
optisch noch akustisch (abgesehen vom kurzen Winke-Winke nach dem obligatorischen
Kühe-Schweine-Ruf) in Erscheinung traten.
In der Stehhalle hingegen
tummelte sich der Löwenpulk,
welcher ein ums andere Mal
akustische Akzente setzen
konnte und somit dem Spiel einen gewissen Rahmen verlieh.
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20. Spieltag: TSV München von 1860 - 1. FC Heidenheim
Die Partie, welche wahrlich
nicht zu den fußballerischen
Leckerbissen gezählt werden
kann, ging nach zähem Hinund-Her mit 2:1 an die Löwen,
welche in den 90 Minuten zahlreiche Großchancen ungenutzt
ließen und stellenweise froh
sein konnten, in Unterhaching
einen gnädigen Gegner gefunden zu haben. Das Highlight
war sicherlich das sehenswerte
Freistoßtor von Korbinian Vollmann, welches das Zeug zum
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Ausgabe 60
„Tor des Monats“ hat.
Kurzum, eine nette Abwechslung für einen Dienstagabend,
welcher das Interesse auf den
Start heute gegen Heidenheim
nur steigern konnte.
Überschattet wurde die Partie
von der Nachricht, dass Meisterlöwe Manni Wagner nach
einem doppelten Herzinfarkt
nun im künstlichen Koma liegt.
An dieser Stelle sei nochmal
gesagt, Gute Besserung Manni!
20. Spieltag: TSV München von 1860 - 1. FC Heidenheim
Ausgabe 60
ZU GAST BEI FREUNDEN
GL-Cup 2015
Als Dauergewinner des Wintercups, welchen unsere
Freunde aus Kaiserslautern
jährlich veranstalten, war
man auch dieses Jahr wieder
bereit seinen Titel zu verteidigen. Mia Sechzger kenan
hoid spuin! Rund 15 Leute aus Gruppe und Umfeld
machten sich am Samstagmorgen Richtung Pfalz auf.
Nach etlichen Pinkelpausen,
manch einer hat wohl eine
schwache Blase, erreichte
man zwei Stunden vor Beginn
des Tunieres den örtlichen
Soccercourt. Dieses Jahr
stellten wir mit einem Buamund einem Umfeld-Team
insgesamt zwei Manschaften
auf. Da das Umfeld-Team
quasi ohne Chance in der
Vorrunde ausschied, befasse ich mich nun fortlaufend
lieber mit dem Buam-Team.
In einem Hin und Her in der
Vorrunde konnte man sich
als Gruppenzweiter für das
Halbfinale qualifizieren.
Dort gewann man souverän
und zog ins Finale ein. Sofort
erzielten wir im Finale zwei
schnelle Tore, wodurch jeder der rund 100 Zuschauer
dachte, der Tuniersieg möge
wie immer in Richtung München gehen. Leider ging es
dann doch etwas anders aus,
Endstand 3:6!
Trotzdem ein guter zweiter Platz hinter dem Team
von Westpfalz 1. Kleines
Trostpflaster: Da ein Spieler
aus München bei Westpfalz
1 mitmischte, konnte man
immerhin einen kleinen
Triumph mit nach Hause
nehmen. Danach verzog man
sich Richtung Altstadt, wo
man bis früh in die Morgenstunden in einer Technobar
seine gemütlichen Hoiben
zapfen konnte.
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20. Spieltag: TSV München von 1860 - 1. FC Heidenheim
Ausgabe 60
LESERKOMMENTARE
„Was ist die ZuGaBe für Euch?“
Zum sechzigsten Jubiläum sollen an dieser Stelle auch einmal die
Leser zu Wort kommen, welche Woche für Woche das Kurvenmagazin bestaunen können. Die Wortmeldung geben nicht unbedingt die
Meinung der Redaktion wieder.
„Servus Buam, erstmal herzlichen „Im Hinblick auf unsere traditiGlückwunsch zur mittlerweile
onell stets uninformierte Kurve
60. ZuGaBe! Eure Spielberichte
sehe ich die ZuGaBe natürlich
sind stets treffend und humorvoll als einen essentiellen und nicht
verfasst, die Hoppingberichte
mehr wegzudenkenden Bestandliefern nützliche Infos für eigene
teil eines jeden „Heimspiels“.
Ausflüge, eure Stellungnahmen
;) Gerade sinnbildlich steht die
zu vereinspolitischen AngelegenZuGaBe allerdings auch für das
heiten zeigen dem „normalen“
manchmal chaotische, und desFan meiner Meinung nach den
halb so liebenswürdige, Innenlerichtigen Weg auf und die Ankünben unserer Gruppe. Texte weit
digungsseite ist knapp und übernach Abgabefrist, abgelaufene
sichtlich gestaltet. Überzeugen
InDesign-Versionen, panische Ankonnten mich auch stets eure
rufe der Druckerei – alles keine
Impressionen Seite, wobei FarbSeltenheit. Da hat so manches
bilder noch besser wären, doch
Gruppenmitglied schon einen
leider wird das preislich nicht
Herzkasper bekommen. Doch
machbar sein.
gerade diese Dinge sind es, mal
Danke für eine immer noch kosabgesehen von den literarisch
tenlose, informative Kurvenzeitohnehin erstklassigen Texten,
schrift!“die die ZuGaBe zu einer solchen
- Junior (PK)
Besonderheit machen! Auf dass
die ZuGaBe eines Tages Bundesli„Eine schöne zuGagaluft schnuppert!“
Be zum tristen Arena All
- Patrick (GB)
tag, Information,Halbzeit
Beschäftigung,Klolektüre.“
- Daniel (CN)
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20. Spieltag: TSV München von 1860 - 1. FC Heidenheim
„Ich lese die Zugabe gern zum
Zeitvertreib auf dem weiten
Heimweg von der sehr weit abseits vom Schuss gelegenen Arena
am Müllberg.
- Philipp (BBF)
„Am Montag werde ich die nun
mittlerweile Sechzigste ZuGaBe
in der Hand halten. Auch wenn
es öfters mal drunter und drüber
geht in der Redaktion, macht es
mich doch jedes Heimspiel stolz sie
wieder in der Hand zu halten und
freue mich die weltklasse Berichte
in gedruckter Form zu lesen. Für
mich ist die ZuGaBe nicht mehr
wegzudenken und ist zu einem
elementaren Bestandteil bei jedem
„Heimspiel“ geworden. Dieses Heft
trägt in meinen Augen einiges dazu
bei, um dem grauen und tristen
Arena-Alltag etwas erträglicher
zu machen.Hoffentlich kann die
ZuGaBe auch in Zukunft von ein
paar traumhaften Momenten in
weiß-blau berichten, zum Beispiel
vom Testspiel in London ;)“
- Ast (GB)
„Nachdem man sich die ganze
Woche von den verschiedensten
Medien als „Unverbesserlich“,
„Verbrecher“ und „Randalierer“
bezeichnen lassen muss ist es
Ausgabe 60
immer wieder eine Wohltat die
Themen auch von der anderen
Seite aufgezeigt zu bekommen.
Für mich ist die Zugabe immer
wieder die Bestätigung, dass ich
mit meiner Meinung nicht allein
da stehe. Durch die Spielberichte
kann man nochmal die Höhepunkte der letzten Auswärtsfahrt
Revue passieren lassen und die
Kategorie „Sechzig auf Abwegen“
erlaubt auch einen interessanten
Blick über den Tellerrand und
bietet die ein oder andere Inspiration für die nächste Reise. Auf
die nächsten 60. Ausgaben!“
- Aaron (Umfeld)
„Egal wie grau und trostlos der
Heimspielalltag und die Arenatristesse auch sein mögen, einen
Lichtblick gibt‘s immer: Merce
Buam, für 60 zuGaBen!“
- Michi (Sechzig im Allgäu)
„Die zuGaBe ist auf jeden Fall
eine gute Sache. Sie verkürzt
nicht nur die Zeit vorm Spiel bzw.
die Halbzeitpause, sondern informiert auch immer wieder durch
gute Texte. Mir persönlich gefallen die Rubriken „Randnotiz“ und
„Sechzig auf Abwegen“ besonders
gut. Macht’s weiter so!“
- Sebastian (Frisinga Leoni)
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20. Spieltag: TSV München von 1860 - 1. FC Heidenheim
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ANKÜNDIGUNG
LoGBuch
Lange wurde gewartet, bald ist es soweit...
LOGBUCH – DAS FANZINE DER GIASINGA BUAM
ERSCHEINT!
Lange, und damit länger als anfangs gedacht, hat es gedauert. Wer
es genau wissen will, dem sei gesagt, dass der Name für das Fanzine schon seit Jahren steht. Es war, um ganz genau zu sein, dieselbe
feucht-fröhliche – und damit auch äußerst produktive, weil kreative – Nacht, in der wir uns auf den Namen unseres Kurveninfoblattes
ZuGaBe geeinigt haben. Wie so oft aber klafft zwischen Ideen, also
dem großen Kopfkino, und der Realität eine große Lücke. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Motivationsschwankungen, Tendenzen hin
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20. Spieltag: TSV München von 1860 - 1. FC Heidenheim
Ausgabe 60
zum Bestreben, die ZuGaBe schlicht und einfach zu erweitern, oder
auch die Tatsache, dass die Arbeit, die ein solches Projekt mit sich
bringt, weitaus größer ist als man denkt.
WARUM LOGBUCH?
Nein, wir fahren weder zur See noch haben wir dies in nächster Zeit
im Kollektiv vor. Wobei, wenn man so darüber nachdenkt, lustig
wär’s mit Sicherheit! Ein Logbuch steht seines Zeichens vielmehr
für den stetigen Kurswechsel eines Schiffes unter ständiger Berücksichtigung des Faktors Zeit. Auf unserer Reise, die mittlerweile über
sechs Jahre andauert, gibt und gab es zahlreiche Entwicklungen,
Kurswechsel, Notsituationen oder für uns natürliche Kräfte (wie der
TSV), die so einiges am eigentlichen Kurs und der Fahrt zu beeinflussen wissen. Deshalb geht mit uns auf die Reise! Geprägt von
Schabernack, Gespenstern, ausgedienten Seefahrern, jungen Nachkommen, Feinden, Feiern und vielem mehr. Wer es genau wissen
will, dem möchten wir den Inhalt unseres Werkes nun nicht mehr
vorenthalten, für eine genaue Vorstellung der folgenden Zeilen
bedarf es aber wohl ohnehin eines Blickes in das Heftinnere selbst.
Das LoGBuch ist geprägt von über sechs Jahren Gruppengeschichte,
der Aufarbeitung des seit Jahren andauernden Investorendilemmas
und unserer Rolle im modernen Fußball, der außerordentlichen
Bedeutung und Bedrohung unserer Heimat Giesing, der kuriosen,
kontroversen und chaotischen Geschichte unseres Traditionsvereins,
dem Leben in der wohl gegensätzlichsten Stadt Deutschlands mit all
ihren Eigenheiten und Schattenseiten sowie ausführlichen Gesprächen mit verschiedenen Persönlichkeiten unseres Vereins, u.a. mit
dem Meisterlöwen Manni Wagner.
Auf seinen mehr als 130 Seiten könnte das LoGBuch vielfältiger
nicht sein – wir hoffen, es gefällt!
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20. Spieltag: TSV München von 1860 - 1. FC Heidenheim
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KURZ UND KNAPP
- Die Winterpause hat ein Ende - Endlich geht‘s wieder los!
- Szeretettel üdvözöljük! - Welcome! - Servus!
- Gute Besserung Manni Wagner!
- Das ZuGaBe-Team bedankt sich für Eure Unterstützung und freut
sich auf viele weitere ZuGaBen mit Euch!
IMPRESSUM
ZuGaBe der Giasinga Buam 1860
Auflage: 1000 Stück
Herausgeber: Szene Giesing e.V.
Postfach 950273 in 81518 München
Online: www.giasinga-buam.de
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