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école bernoise
7/ 2014
AZB 3001 Bern
berner schule
Arbeitsbelastung
LEBE nimmt neues Thema in den Fokus
Passepartout
Machbares vor Ideologie
LEBE-Weiterbildung
Das neue Kursprogramm ist da
Klassenlehrkräfte
Schöne Aufgabe, viel Aufwand
2
Inhaltsverzeichnis
berner schule / école bernoise 7 / 2014
berner schule / école bernoise 7 / 2014
Editorial 3
1Titelbild
Arbeitsbelastung im Fokus (shutterstock.com)
5
Ausgabe vom 4. September 2014
Impressum
berner schule
(vormals «Berner Schulblatt»)
147. Jahrgang/147e année
ISSN 1661-2582
Erscheint monatlich
Auflage / Tirage: 10 120 (WEMF/SW-beglaubigt 12-13)
Herausgeber/Editeur
Lehrerinnen und Lehrer Bern LEBE
Enseignantes et enseignants Berne LEBE
Adresse
berner schule
Lehrerinnen und Lehrer Bern LEBE
Monbijoustrasse 36
Postfach 7163
3001 Bern
Fax 031 326 47 48
E-Mail: bernerschule@lebe.ch
www.lebe.ch
Redaktion
Beat Wirz (BW)
Tel. 031 326 47 57
Layout
Fabian Kramer
Tel. 031 326 47 58
Traduction
Pierre Alain Chopard
Elisabeth Kleiner
Rolf Lüthi Übersetzungen AG
Transit TXT AG
Korrektorat
Renate Kinzl
Anzeigenmarketing
Publicitas Publimag AG
Seilerstrasse 8
Postfach
3001 Bern
Tel. 031 387 22 11
Fax 031 387 21 00
E-Mail: bern@publimag.ch
Druck
DZB Druckzentrum Bern AG
6
8
Carte blanche
Der Mensch in der Autogenese
Fokus
Als Klassenlehrerin kann ich bessere
«
Beziehungsarbeit leisten»
PHBern
Besser werden, ohne perfekt sein zu müssen
11 Erziehungsdirektion
Schulen und Unternehmen lernen sich kennen
12
In eigener Sache
13 Aktuell
Frag doch schnell per Telefon
14 Gewerkschaft
«Die Belastung von Lehrpersonen lag als Thema
auf der Hand»
16 Syndicat
«Le thème de la charge des enseignants
s’est imposé à nous»
19 LEBE-Angebot
«Ich bekomme viel mehr Leistung fürs Geld»
20 Pädagogik
Machbares vor Ideologie
22 ProFi(t)3 – BeraterInnen sind bereit
24 LEBE-Weiterbildung
Das neue Kursprogramm ist da
25 Mittelstufe
Sehr gute Arbeit, nicht mangelhafte
Beurteilungskompetenz
26 Eingangsstufe
Diskussion um Pausen-Lohnabzüge pädagogisch führen
27 LEBE-Beratung
Veränderungen betreffend befristete
und unbefristete Anstellung
Offre de conseil de LEBE
Abonnemente/Abonnements
Nichtmitglieder/Non-membres:
Fr. 65.– / Jahr plus MWSt.
28
Aufgrund einer Leistungsvereinbarung
mit der Vereinigung der Studierenden
der PHBern (VdS) wird die Zeitschrift auch
rund 1500 Studierenden zugeschickt.
31 SwissSkills Bern 2014
«Unter die zwei Besten zu kommen, wäre ein Traum»
Bestellungen und Adressänderungen
LEBE-Geschäftsstelle
Tel. 031 326 47 51
Nächste Ausgabe: 2. Oktober
Prochaine édition: 2 octobre
Redaktionsschluss: 19. September, 7.00 Uhr
Délai rédactionnel: 19 septembre, 7.00 h
33 Kurz und bündig
EDUARD – der neue Schulpreis der PHBern
34 Wettbewerb «tête-à-tête»
36
Agenda
39
Das letzte Wort
Beat Wirz ist Redaktor
der «berner schule».
Nicht immer
und nicht immer öfter
K
ürzlich habe ich mit einem Bekannten über das Problem der permanenten Erreichbarkeit geredet. Zu glauben, man müsse immer und überall verfügbar sein, führt
bei vielen Menschen zu Ermüdungserscheinungen, waren
wir uns einig. Viele selbständig Erwerbende sind permanent
erreichbar, damit ihnen kein Auftrag entgeht. Und viele
Unternehmen verlangen heute von ihren Mitarbeitenden,
dass sie ihre Mails regelmässig checken. Immer. Auch am
Wochenende, auch in den Ferien. Bis zu 70 Mails kämen bei
ihm pro Wochenende rein, hat mir kürzlich ein anderer Bekannter erzählt. Und die meisten Absender rechneten damit,
dass sie vor Montag bearbeitet werden.
Die Grundlage für diese Entwicklung liefert einerseits die
moderne Technik. Man kann während der Familienferien
in Italien nur am Smartphone hängen wie ein Junkie an
der Nadel, wenn man ein Smartphone besitzt. Und: Vor
der Erfindung des E-Mails konnte man keine 70 Mails pro
Wochenende empfangen. Erst heute werde man sich bewusst, dass man die neuen Technologien gezielt und nicht
inflationär einsetzen sollte, habe ich unlängst gelesen. Das
ist eigentlich logisch. Beispiel Mail: Wenn man glaubt, man
müsse jedes Mail sofort beantworten, wird man eine Flut von
Arbeit generieren, weil am anderen Ende auch einer sitzt,
der das denkt. Das Resultat heisst Lawineneffekt. In letzter
Konsequenz wird man zu nichts anderem mehr kommen als
dazu, Mails zu lesen und zu verfassen.
Der eine Bekannte hat auf seine Abhängigkeit vom Smartphone reagiert. Als er plötzlich ein eingebildetes Vibrieren in
der Hosentasche spürte und glaubte, das in diesem Moment
nicht vorhandene Mobile mache ihn auf ein eingehendes
Mail aufmerksam, kappte er die Umleitung von Mails auf
sein Smartphone.
Und wie sieht das unter Lehrpersonen aus? Nach den Erfolgen
bei der Pensionskasse und der Lohnentwicklung nimmt sich
LEBE der äusseren Belastungsfaktoren an, aber auch derjenigen Dynamik, die von innen kommt. Konkret: der eigenen
Haltung seinem Beruf gegenüber. Kürzlich hat uns eine Lehrperson zum Beispiel mitgeteilt, unser Mobilangebot sei ungeeignet, weil man in diesem Beruf immer und überall erreichbar
sein müsse. Abgesehen davon, dass man dies mit Sunrise längst
genauso ist wie mit anderen Anbietern: Entlastungsmassnahmen setzen auch bei solchen Erwartungen an sich selber an.
Seien Sie nicht immer erreichbar. Und auch nicht immer öfter.
Pas toujours –
et surtout pas toujours
plus souvent
Il y a peu, j’ai parlé avec une connaissance du problème de
la disponibilité permanente ; l’idée qu’on doive être accessible partout et à tout moment provoque chez bien des gens
des symptômes de fatigue : là-dessus, nous sommes tombés
d’accord. Beaucoup de travailleurs indépendants, afin de ne
manquer aucun mandat, veulent qu’on puisse toujours les
atteindre. Et nombre d’entreprises exigent de leurs collaborateurs qu’ils relèvent régulièrement leur courrier électronique : chaque jour, le week-end aussi et même durant les
vacances. Un autre copain m’a confié récemment qu’il reçoit
jusqu’à 70 courriels par week-end, avec des expéditeurs qui
comptent bien, pour la plupart, qu’on s’en occupe avant lundi.
Cette évolution est due d’abord à la technique moderne.
Pendant des vacances familiales en Italie, Untel peut être
accroché à son smartphone – s’il en possède un – comme un
junkie à sa seringue. Et encore : avant l’invention du courrier
électronique, on ne pouvait pas recevoir 70 messages en fin
de semaine. Maintenant enfin, ai-je lu récemment, on prend
conscience qu’il faudrait se servir des nouvelles technologies
de façon ciblée et non inflationniste. Voilà qui est logique.
C’est comme les courriels : si on croit devoir répondre tout
de suite à chacun, on va générer une kyrielle de tâches, parce
qu’à l’autre bout se tient quelqu’un qui pense de même devant
son écran. Le résultat, c’est l’effet d’avalanche. Et en fin de
course, on n’aboutira à rien d’autre qu’à lire des mails et à en
composer sans arrêt.
Un de mes collègues a réagi à son addiction au smartphone :
un jour, il avait subitement senti dans sa poche une vibration
imaginaire et il s’était dit : « C’est mon portable qui m’avertit
de l’arrivée d’un mail ». Or, il ne l’avait pas sur lui !… il n’a alors
pas hésité à couper la déviation de son courrier sur le smartphone. Et qu’en est-il de la profession enseignante ? Après
les succès obtenus pour la caisse de pension et la progression
salariale, LEBE aborde le thème des facteurs de surcharge
externes ainsi que celui de la dynamique qui vient de l’intérieur. Concrètement, nous parlerons de l’attitude personnelle
face au métier. Récemment, par exemple, une enseignante
nous a déclaré que notre offre de téléphonie mobile n’était
pas appropriée, car dans cette profession on nous demande
d’être accessible partout et à tout moment. Sans compter que
les choses ne sont pas différentes avec Sunrise ou d’autres
fournisseurs, les mesures d’allégement pour de telles attentes
doivent partir de nous. Ne soyons pas toujours disponible. Et
pas toujours plus souvent non plus !
Sandros Cartoon
4
berner schule / école bernoise 7 / 2014
Carte blanche
5
berner schule / école bernoise 7 / 2014 Der Mensch in der Autogenese
Von Christine Brunner
Trends moderner Arbeitswelten
prägen Erwerbstätige in ihrem Wesen. Arbeitsverdichtung, Beschleunigung, Reformen, Globalisierung,
Multitasking, ständige Erreichbarkeit, Informationsflut, Führungsmangel oder Angst um den Arbeitsplatz belasten und hinterlassen bei
Betroffenen viel Verunsicherung,
Erschöpfung und Ernüchterung.
Es zeigen sich in Laufbahnen von
Erwerbstätigen vermehrt Wendepunkte und Brüche. Instabilität ist
ein Dauerzustand. Vermehrte Belastungen während Arbeitsphasen
sind unvermeidbar. Berufs- und
Tätigkeitsprofile wandeln sich stetig. Im Zuge dieser Entwicklung
einer modernen Gesellschaft wird
das Individuum herausgefordert,
seinen beruflichen Weg selbst zu
modellieren. Eigeninitiative wird
zu einer unverzichtbaren Schlüsselkompetenz, um die «Self-Employability» zu erhalten. Solche Veränderungen im Berufsumfeld fordern
auf, über die Arbeit nachzudenken.
Das war schon immer so. Neu sind
die Umstände, Einflüsse und Kontexte, in denen sich Erwerbstätige
und Arbeitswelt begegnen.
Wie geht die Institution Schule
mit diesen Tatsachen moderner
Arbeitswelten um? Schulleitungen sind oft überfordert, in ihrem
komplexen Alltagsgeschehen ein
aktives Personalmanagement, Karrierecoaching oder Outplacement
zu betreiben. Noch lenken Beratungsstellen ihren Fokus auf krankgeschriebene, ausgepowerte Lehrpersonen und vernachlässigen,
gesunden, begeisterten Lehrkräften Perspektiven und Entwicklung
zu eröffnen. Nach wie vor bestehen
für ambitionierte Lehrkräfte keine
Gefässe zu Laufbahnplanung,
Personalentwicklung oder Talentförderung. Dabei wären Perspektiven im beruflichen Tun zentrale
Faktoren für Arbeitszufriedenheit.
Die Hochschule ist beauftragt,
die besten Lehrpersonen zu re­
krutieren und auszubilden, und der
Arbeitgeber ist aufgefordert, eine
höhere Bindung fähiger Lehrpersonen zu erreichen. Wie kann mehr
Resonanz in Form von Freude
und Zugehörigkeit erzielt werden?
Wie geschieht weniger Entfremdung und Trennung? Was muss
sich ändern, damit Arbeit begeisternd, sinnreich und schöpferisch
erfahren werden kann? Dies alles
verlangt in der Bildungslandschaft
einen radikalen Paradigmawechsel.
Elitäres Denken und narzisstisches
Handeln muss egalitärer Denkarbeit und objektivem Tun Platz
machen. Kluge Unternehmen befähigen ratsuchende Erwerbstätige
zu ganzheitlicher Orientierung und
beruflichen Perspektiven.
Was kann man persönlich tun,
damit die Laufbahn nicht aus dem
Beruf herausführt? Treiber zu beruflicher Zufriedenheit sind Selbsterkenntnis und Reflexion über das
eigene Berufsverständnis. Vielfältige Fragestellungen können Ratsuchende im Prozess beruflicher Ausrichtung unterstützen: Wo stehe
ich? Was biete ich? Was will ich?
Wohin will ich? Was brauche ich?
Wie können Sinn und Erfüllung
durch berufliche Arbeit erlebt werden? Welche Bedingungen führen
zu beglückendem Leben? Muss ich
mich beruflich verändern, weil sich
die Arbeitsbedingungen geändert
haben? Oder erhellen veränderte
Sichtweisen über meine Arbeit die
wunderbaren, einzigartigen Seiten
beruflichen Tuns?
Ich selber arbeite selbständig im
Bereich Laufbahnberatung und
Personalentwicklung. In meiner
langjährigen Arbeit begleite ich
Menschen, die bereit sind, beruflichen und persönlichen Wandel
eigenständig und kreativ zu gestalten. Da ich auch immer wieder
am Unterrichten und Führen bin,
kenne ich die täglichen Chancen
und Risiken sowie die positiven und
belastenden Situationen im Schulalltag. Während der gesamten Beratung ist der Blick immer auf die
ganze Lebensspanne gerichtet.
Es geht darum, eine gelingende
Beziehung zwischen dem eigenen
Leben und der Arbeit zu gestalten.
Verschütteten Träumen soll eine
Richtung gegeben werden. Dem
Aufspüren von persönlichen Lebensthemen, von Lebensmotiven
und Visionen wird Raum gewährt.
Interessen, Potenzial und Talent
werden aufgedeckt. Fähigkeiten, eigene Werte und Kompetenzen sowie Erfahrungen und erworbenes
Wissen sollen festgehalten werden.
Auf diese Weise können Schwierigkeiten überwunden und kann
Selbsterkenntnis geschult werden.
Auch positive Seiten der Arbeit
können über das Erkannte neu fokussiert werden. Diese vertiefte
Betrachtung über die Suchprozesse
der Seele kann neue Ressourcen
erschliessen und berufliche Ausblicke eröffnen. Lehrpersonen sind
aufgefordert, sich intensiv mit dem
zu beschäftigen, was ihnen in ihrem Innern wichtig ist. Das braucht
Mut, Geduld und Ehrlichkeit. Als
Ertrag zeigt sich die Chance, Arbeit
als etwas Bedeutsames zu erleben
und etwas zu tun, das beglückt und
verbindet. Ob die Laufbahn dabei
aus dem Beruf herausführt oder
sich tiefer mit dem Beruf verbindet, ist ein Produkt aus prägenden
Umweltfaktoren und dem Ergebnis eines Prozesses, auf den man
selbst Einfluss nehmen kann. Ich
appelliere an alle Fachpersonen der
Bildung, sich aus dem Jammertal
und Opferdasein zu befreien und
proaktiv einen erfüllenden Arbeitsund Lebensstil zu gestalten. Der
Entschluss zu eigenverantworteter
Lebens- und Selbstgestaltung ist
ein möglicher konstruktiver Weg
im Umgang mit Arbeitsbelastung.
Christine Brunner ist Coach und Organisationsberaterin mit eigener Praxis
in Belp (www.arte-misia.ch).
Bild: zvg
Fokus
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berner schule / école bernoise 7 / 2014
Fokus
«Als Klassenlehrerin kann ich bessere
Beziehungsarbeit leisten»
KLASSENLEHRKRÄFTE Wer Klassenlehrperson ist, hat viel Aufwand. Mit einer Wochenlektion­
wird die Aufgabe in der Regel abgegolten. Zu wenig, sind sich die meisten Klassen­lehrpersonen
und LEBE einig. Trotzdem nehmen viele diese Rolle gerne wahr – denn sie bringt ­auch Vorteile­
mit sich. Die «berner schule» redet mit einigen Klassenlehrpersonen über die s­ chönen und
­belastenden Seiten dieses Amts. In dieser Ausgabe kommt Alessandra­Mühlemann zu Wort.­
Sie unterrichtet eine 8. Realklasse an der Oberstufenschule Strättligen in Thun.
Was heisst fordernde Zusammensetzung an Kindern?
Es sind sehr liebe Kinder, die einem
nichts Böses wollen. Aber die Rucksäcke, die sie tragen, sind teilweise
sehr gross.
Was möchten Sie diesen Jugendlichen mitgeben?
Ich möchte eine Konstante sein für
sie. Eine Person, die verlässlich ist,
deren Regeln sie kennen, bei der sie
wissen, womit sie rechnen können
und müssen. Sie sollen spüren, dass
ich sie mag. Das ist für mich die Voraussetzung für meine Arbeit mit
ihnen. Ich möchte sie als Menschen
fördern und ihnen nicht nur Stoff
vermitteln, sondern ihnen auch das
Gefühl geben, dass sie etwas wert
sind.
Interview: Beat Wirz
Alessandra Mühlemann, Sie sind
seit einem Jahr Klassenlehrerin.
Ihre Bilanz in wenigen Worten?
Es ist kein Tag wie der andere, es
ist mir noch nie langweilig geworden. Klassenlehrerin zu sein ist sehr
spannend und vielseitig – aber auch
sehr ermüdend.
Welche Verpflichtungen und Aufgaben gehören zur Funktion der
Klassenlehrerin?
Den grössten Teil machen die Elternzusammenarbeit, Anmeldungen auf der Erziehungsberatung,
Gespräche mit den Fachlehrkräften,
dem Heilpädagogen, der Schulsozialarbeiterin aus. Als Klassenlehrerin
bildet man eine Art Zentrum, um
welches herum sich alles dreht.
Sie können aufgrund Ihres Alters
wohl nicht gross mit früher vergleichen. Trotzdem: Der Administrationsaufwand im Beruf
werde immer grösser, heisst es.
Ich weiss nicht, ob er grösser wird,
aber er ist wirklich enorm. Wenn
ich aufs letzte Jahr zurückblicke,
muss ich sagen: Ich bin sehr vielem
hinterhergerannt.
Welche Vorteile bietet Ihnen das
Amt, und wo fordert es Sie besonders?
Es gilt als erwiesen, dass Lernen
mit der Beziehung steht und fällt.
Als Klassenlehrerin unterrichtet
man mehr Fächer an der Klasse, was
auch eine bessere Beziehungsarbeit
ermöglicht. Wenn man sich nicht
auf eine Beziehung einlassen will,
dann muss man auch nicht Klassenlehrerin sein. Aber eigentlich
habe ich das Gefühl, dann ist man
im Lehrerberuf grundsätzlich nicht
am richtigen Ort. Ein weiterer interessanter Punkt ist die Elternarbeit.
Es ist sehr spannend, mit Eltern zusammenzuarbeiten – aber ebenfalls
sehr anspruchsvoll.
Was absorbiert besonders viel
Energie?
Ich habe einen hohen Anspruch an
mich selber punkto Elternzusammenarbeit, daran, wie und wie oft
ich sie informiere. Ich gebe alle vier
bis sechs Wochen mit einem Schreiben Rückmeldung, wie es läuft in
der Schule. Weil ich eine fordernde
Zusammensetzung an Kindern an
meiner Klasse habe, nimmt die Zusammenarbeit mit der Erziehungsdirektion, der Schulsozialarbeit
und der Heilpädagogik ausserdem
viel Zeit in Anspruch.
Wie viel Zeit wenden Sie für die
Klassenlehrerinnenfunktion auf?
Das kann ich nicht in Stunden ausdrücken. Ich merke einfach, dass
der Aufwand enorm gross ist. Im
letzten Jahr bin ich manchmal fast
nicht mehr zum Präpen gekommen.
Es gibt Dinge, die ich nun zu delegieren beginne, aber vieles kann
man an niemanden abgeben. Wenn
ein Schüler eine Abklärung auf der
Erziehungsberatung braucht, dann
muss man sich die Zeit einfach nehmen, das Anmeldeformular auszufüllen.
Alessandra Mühlemann ist seit einem Jahr Klassenlehrerin. Das Amt sei mit
grossem Aufwand verbunden, resümiert sie.
Bild: BW
7
berner schule / école bernoise 7 / 2014 Kommentar
Von Beat Wirz
Was fordert Sie, abgesehen vom
zeitlichen Aufwand, am meisten?
Die emotionale Belastung. Ich
hänge mich sehr rein und habe
manchmal Mühe, mich abzugrenzen. Es ist nicht immer einfach,
Vorkommnisse nicht persönlich
zu nehmen. Ich mache viel für die
Kinder, erwarte aber, dass sie sich
im Gegenzug an minimale Regeln
halten. Die Kinder zu mögen, sich
auf sie einzulassen, ist zweischneidig. Einerseits ermöglicht es eine
bessere Zusammenarbeit. Auf der
anderen Seite wird man selber verletzlicher.
Und was sagen Sie zur Entlöhnung??
Die Entlöhung von einer Lektion
pro Woche entschädigt nicht im
Geringsten für den Aufwand, den
die verantwortungsvolle und zentrale Funktion der Klassenlehrperson mit sich bringt.
Aus welchen Gründen würden
Sie anderen an- oder abraten,
Klassenlehrerin zu werden?
Ich glaube, gerade Neueinsteiger
haben oft Angst vor diesem Amt.
Für mich persönlich gehört es zum
Schönsten, was man in diesem Beruf machen kann. Kriegt man es
hin, eine Vertrauensbeziehung aufzubauen, dann klopft einem zwar
niemand auf die Schulter und sagt
danke, aber trotzdem erhält man
regelmässig positive Rückmeldungen. Wenn ein Schüler kommt und
sagt, dass er die Schulreise wunderschön gefunden habe, wenn
ein anderer seine Freude über eine
gute Schulnote äussert oder wenn
Eltern sich für den Einsatz für ihr
Kind bedanken, dann tut das einem
gut. Diese kleinen Dinge machen
Freude.
Für LEBE liegt auf der Hand: Eine Lektion pro
Woche reicht nicht aus, um die Aufgaben zu bewältigen, welche die Klassenlehrerfunktion mit sich
bringt. Ebenso unbestritten ist, dass die Aufgaben
und die Herausforderungen von Klassenlehrpersonen je nach Klasse und Unterrichtstufe variieren.
Fraglich ist aber, ob zum Beispiel Reallehrpersonen
auf Sekundarstufe I grundsätzlich höher belastet
sind als andere. Deshalb ist für den Verband auch
klar: Eine zweite Lektion für die Klassenlehrerfunktion von Reallehrpersonen kann Thema sein –
schlussendlich müssen diesbezüglich aber alle Stufen beleuchtet werden.
Zum Hintergrund: Die besonderen Herausforderungen von Reallehrpersonen auf Sekundarstufe I
war bereits im Jahr 2013 Thema. Damals ging es
darum, diese bei ausgewiesener Weiterbildung um
eine Lektion zu entlasten. Der Regierungsrat beschloss damals zwar, dass geeignete Massnahmen
zur Verbesserung der Situation von Reallehrerinnen und Reallehrern zu treffen seien. Das Postulat,
dass Reallehrer bei nachgewiesener Weiterbildung
eine Lektion weniger unterrichten müssen als Sekundarlehrer gleicher Stufe, wurde aber abgelehnt.
Bereits damals erinnerte LEBE daran, dass verbesserte Rahmenbedingungen für Reallehrpersonen
Teilaspekt einer Funktionsüberprüfung über alle
Stufen hinweg seien. Es gehe nicht darum, sich einer einzelnen Kategorie von Lehrpersonen anzunehmen, sondern den Korrekturbedarf gesamthaft
anzugehen. Diese Haltung vertritt der Verband
nach wie vor.
PHBern
8
berner schule / école bernoise 7 / 2014
Besser werden, ohne
perfekt sein zu müssen
BERUFSEINSTIEG In der Planungs- und Orientierungswoche 2014 der PHBern haben
sich Anfang Juli über 270 junge Lehrerinnen und Lehrer – so viele wie noch nie –
gemeinsam auf das neue Schuljahr vorbereitet. Auch Regierungsrat und Erziehungsdirektor Bernhard Pulver war bei dieser besonderen Weiterbildung dabei.
Von Cla Martin Caflisch
Regierungsrat und Erziehungsdirektor Bernhard Pulver motiviert die jungen Lehrpersonen.
Während der Semesterferien geht
es im neuen vonRoll-Areal, welches
sich PHBern und Universität Bern
teilen, ruhig zu und her. Eine Ausnahme bildet die sogenannte «Planungs- und Orientierungswoche»
des Instituts für Weiterbildung
der PHBern. An dieser nahmen
in diesem Jahr so viele Berufseinsteigende, Lehrpersonen mit bis
zu drei Jahren Berufserfahrung
und Wiedereinsteigende teil wie
nie zuvor. Zahlreiche Interessierte
mussten sogar abgewiesen werden.
Insgesamt investierten über 270
junge Lehrerinnen und Lehrer die
erste Woche der Sommerferien,
um mit Kolleginnen und Kollegen
ihren Unterricht zu planen, das
Schuljahr als Ganzes vorzubereiten oder den ersten Schultag zu
«präpen». Sie nutzten diese Zeit
auch, um Erfahrungen auszutauschen oder sich beraten zu lassen.
Am Montagmorgen besuchte
Regierungsrat und Erziehungsdirektor Bernhard Pulver die Planungs- und Orientierungswoche.
Er erzählte von seinem Berufseinstieg als Erziehungsdirektor – einem Beruf übrigens, den man nicht
studieren oder vorbereiten könne.
Er empfahl einen achtsamen Umgang mit den eigenen Ressourcen
und rief die Anwesenden auf, sich
in schwierigen Situationen unterstützen zu lassen. Insbesondere
motivierte er sie, sich etwas zuzutrauen und ihren eigenen Weg,
ihren eigenen Stil in der Schule zu
finden: «Jeder Mensch ist anders.
Deshalb gibt es auch in der Schule
nicht eine einzige richtige Lösung,
die für alle stimmt.»
Bild: Yves Tscherry
Gute Ideen? Ein Geben
und ein Nehmen
Aufmerksam hörte an diesem Morgen Janneke Schürch zu, Klassenlehrerin in Wabern an einer 5./6.
Klasse. Ihr hat Bernhard Pulver
einen sympathischen Eindruck gemacht. Besonders gut gefallen hat
ihr, wie er Bezug auf die konkreten
Herausforderungen im Lehrerberuf nahm. Obwohl Janneke
Schürch erst seit vier Jahren unterrichtet, gehört sie in der Planungsund Orientierungswoche zu den
Erfahrensten. Sie ist in diesem Jahr
als Junior Coach im Einsatz und
erinnert sich noch sehr gut an ihre
erste Teilnahme: «Damals habe ich
gemerkt, dass ich nicht allein bin
und dass ich nicht die einzige bin,
die an diesem Punkt steht.» Diese
Erkenntnis habe ihr Sicherheit gegeben. Genauso wie der intensive
Austausch mit den anderen, von denen sie jetzt auch als Junior Coach
profitiert. Deshalb sei der Nutzen
beidseitig. Für sie haben nämlich
alle gute Ideen, auch die Berufseinsteigenden. Ihnen rät sie, sich Ziele
zu stecken, die realistisch sind.
Schule zu geben, ohne Fehler zu
machen, gehe nicht. Es sei wichtig,
eine gute Fehlerkultur gegenüber
sich selber, aber auch gegenüber den
Schülerinnen und Schülern zu entwickeln. Oder anders gesagt: «Ich
habe den Anspruch, gut zu sein,
besser zu werden, aber nicht perfekt
sein zu müssen.» Im Lehrerberuf,
in dem man dauernd Feedbacks
erhalte von Kindern, Eltern oder
anderen Lehrpersonen, könne man
wachsen, wenn man aufmerksam
sei. Dies hat bei Janneke Schürch
dazu geführt, dass sie heute flexibler und mutiger unterrichtet als
zu Beginn ihrer Laufbahn. Sie hat
sich ein Grundvertrauen angeeignet und muss nicht mehr alles bis
ins letzte Detail geplant haben.
So dürfen ihre Schülerinnen und
Schüler auch einmal etwas länger
über ein Thema reden, welches
sie stark interessiert. Zum Beispiel
über die Schwangerschaft von Janneke Schürch, zu der die frischgebackene Mutter am ersten Schultag
nach ihrem Urlaub voraussichtlich
viele Fragen beantworten darf.
Andere Lehrpersonen
sind Ressourcen
Wie Janneke Schürch findet auch
Mélissa Dogan die Planungs- und
Orientierungswoche eine «sinnvolle Sache», die viel bringt. Sie entschied sich, obwohl sie erst gerade
ihr Studium an der PHBern abgeschlossen hatte, an der Planungsund Orientierungswoche teilzunehmen. Auf persönliche Empfehlung
PHBern
9
berner schule / école bernoise 7 / 2014 von anderen Lehrpersonen hin, wie
sie sagt. Und weil ihre zukünftige
Stufenkollegin an der Primarschule
in Nidau auch dabei war. Ihr Plan:
Während einer ganzen Woche gemeinsam arbeiten, sich gegenseitig
helfen und absprechen, wer welches
Thema wann behandelt. Dieser
Plan sei perfekt aufgegangen, sie
fühle sich gut vorbereitet und freue
sich auf den ersten Schultag. An
diesem organisiert sie eine Schnitzeljagd, welche die Schülerinnen
und Schüler an die Aare führt. Dort
schiesst sie dann Porträtfotos zum
Aufhängen im Schulhaus. Alles
solle spielerisch sein, damit sie und
die Klasse sich ungezwungen kennenlernen können. Für Stephan
Hasler-Dul, Fachbereichsverantwortlicher Berufseinstieg am Institut für Weiterbildung, bestätigen
diese Aussagen das Konzept einer
fokussierten Planungs- und Orientierungswoche, in der viel möglich
sein soll. Gerade die Möglichkeit,
sich spontan und niederschwellig
mit anderen auszutauschen, werde
von vielen sehr geschätzt: «Indem
wir dieses Umfeld für Kooperationen schaffen, können sich Lehrpersonen gegenseitig anzapfen und
ein Netzwerk aufbauen.» Dies sei
nicht möglich, wenn sich Lehrpersonen allein zu Hause auf das neue
Schuljahr vorbereiten oder in ihrem Kollegium besprechen. Genau
diese Erfahrung hat auch Stéphanie
Spring gemacht, die in diesem Jahr
– nach einem Unterbruch 2013 –
zum zweiten Mal dabei war. Für
sie macht es einen grossen Unterschied, ob sie das Schuljahr allein
oder in der Planungs- und Orientierungswoche vorbereitet: «Nach
der Planungs- und Orientierungswoche habe ich ein viel besseres
Gefühl. Vieles ist aufgegleist. Das
führt dazu, dass ich sicherer und
motivierter bin.» Stéphanie Spring
schätzt es, dass sie nicht allein ist,
sondern zusammen mit ganz vielen Kolleginnen und Kollegen. Oft
reiche eine kurze Bemerkung, ein
Hinweis von aussen, und schon sei
man einen grossen Schritt weiter.
Selbstverantwortung macht
den Unterschied
Wenn Stéphanie Spring ihre beiden Teilnahmen vergleicht, fällt
ihr vor allem eines auf: Während
sie sich beim ersten Mal darauf
konzentrierte, sich möglichst viele
Inputs zu holen, und alles aufsaugte, was in den Foren thematisiert wurde, nahm sie sich beim
zweiten Mal bewusst mehr Zeit.
Mehr Zeit, um ihre beiden Ziele –
im NMM und Französisch das
nötige Material zu recherchieren
und zusammenzustellen – individuell zu verfolgen. Weil sie bereits
wusste, was sie erwartet, konnte sie
zielgerichteter vorgehen. Damit
diese Individualisierung, welche
die Anliegen der Teilnehmenden
ins Zentrum stellt, in der Planungs- und Orientierungswoche
funktioniert, setzt Stephan Hasler-Dul auf Selbstverantwortung.
Wie er beobachtet, kommen die
jungen Lehrpersonen sehr gut
damit zurecht. Er stellt den Teilnehmenden ein gutes Zeugnis aus:
«Sie sind gut vorbereitet und können gut zu sich schauen.» Aber es
sei auch klar: Viel Neues komme
auf einmal, und das Neue brauche
mehr Zeit. Die jungen Lehrpersonen wählen während der Planungsund Orientierungswoche aus einem freiwilligen Programm aus
und kooperieren bei Bedarf. Insgesamt stehen ihnen fünf Stufenleitungen, elf Junior Coaches und
temporär auch Fach-Dozierende
mit ihrer Erfahrung zur Seite.
Diese bieten zum Beispiel täglich
Foren mit anschliessenden Diskussionen an, die sich mit zentralen Themen wie «Organisation»,
«Erster Schultag», «Zusammenarbeit mit Eltern» oder «Klassenmanagement» auseinandersetzen.
Wer zusätzliche Unterstützung
oder ein persönliches Gespräch
brauche, hole sich dies bewusst, erklärt Stephan Hasler-Dul. Genau
so, wie es Erziehungsdirektor Pulver am Montagmorgen bei seinem
Besuch empfohlen hatte.
Weitere Angebote der PHBern
für Berufseinsteigende
Zahlreiche Studien belegen, wie wichtig ein geglückter Berufseinstieg für
Lehrpersonen ist. Am Institut für Weiterbildung können Berufseinsteigende nebst
der Planungs- und Organisationswoche folgende Angebote besuchen:
• Boxenstopp für Berufseinsteigende I,
6.–8.10.2014: Planungstage,
www.phbern.ch/15.221.001.01
• Boxenstopp für Berufseinsteigende II,
1.11.2014: Beurteilung,
www.phbern.ch/15.221.002.01
• Boxenstopp für Berufseinsteigende III,
22.11.2014: Zusammenarbeit mit Eltern,
www.phbern.ch/15.221.003.01
• Boxenstopp für Berufseinsteigende IV,
30.1.2015: Beziehung und
Klassenmanagement,
www.phbern.ch/15.221.004.01
• Boxenstopp für Berufseinsteigende V,
16.–17.4.2015: Planungstage,
www.phbern.ch/15.221.005.01
• Boxenstopp für Berufseinsteigende VI,
29.4.2015: Standortbestimmung im zweiten
Berufsjahr, www.phbern.ch/15.221.006.01
• Praxisbegleitgruppe für Berufseinsteigende,
ab 27.8.2014 (18 Stunden),
www.phbern.ch/15.221.009.01
• Einzelcoaching für Berufseinsteigende,
(1–6 Stunden, nach Vereinbarung),
www.phbern.ch/15.221.012
• Schulinterne Begleitung (Mentorat)
von Berufs- und Wiedereinsteigenden,
ab 19.5.2015 (18 Stunden),
www.phbern.ch/15.221.011.01
• Online-Beratung auf dem Forum
für Lehrpersonen,
www.lehrperson-bern.ch
Mehr unter www.phbern.ch/weiterbildung/
berufseinstieg
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berner schule / école bernoise 7 / 2014
HfH-Tagung
Erziehungsdirektion
Schulen und Unternehmen
lernen sich kennen
Demotivierte Lernende –
Was können wir tun?
PROJEKT MINT Sind Sie daran interessiert, Schülerinnen und Schüler ausserhalb
des Klassenzimmers für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern? Im Rahmen einer Partnerschaft zwischen Ihrer Schule und einem Unternehmen haben Sie
die Chance, Einblick in die Arbeitswelt von MINT-Unternehmen zu erhalten.
15. November 2014, 9.30 - 17.00 Uhr
Welche Möglichkeiten haben Lehrpersonen
und Fachpersonen der Schulischen
Heilpädagogik, die Misserfolgsspirale zu
durchbrechen und Lernende aus einer
Null-Bock-Einstellung herauszubringen?
Von Thomas Leiser
MINT steht für Mathematik, Informatik,
Naturwissenschaften
und Technik. Möchten Sie mit
Ihrer Klasse die Attraktivität der
MINT-Inhalte und die Vielfalt an
MINT-Berufen entdecken? Wollen
Sie zudem beim Berufswahlprozess
unterstützt werden? Mit dem von
der Erziehungs- und der Volkswirtschaftsdirektion lancierten Projekt
Bildung und Technik will der Kanton Bern mit verschiedenen Massnahmen bei Kindern und Jugendlichen sowie bei Lehrpersonen und
Eltern verstärkt Interesse für mathematisch-naturwissenschaftliche
und technische Inhalte und Berufe
wecken. Damit soll auch ein Beitrag
zur Entschärfung des MINT-Fachkräftemangels geleistet werden.
Programm und Anmeldung
www.hfh/tagungen, wfd@hfh.ch
Förderung von Partnerschaften
Filmklappe auf!
Schnupperlehrfilm Projekt
SpotMyJob.ch – das Schulprojekt, das
Medienbildung und Berufswahlunterricht
einzigartig verbindet.
Alle Infos zum kostenlosen Lehrmittel
und zum aktuellen Wettbewerb unter
www.spotmyjob.ch.
Eine Initiative von:
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berner schule / école bernoise 7 / 2014 Mit der Unterstützung von Lehrpersonen- und Wirtschaftsverbänden fördert der Kanton Bern Partnerschaften zwischen Schulen und
Unternehmen. Mit Schulen sind
alle Stufen der Volksschule gemeint
(Kindergarten bis 9. Klasse). Dank
dieser freiwilligen Partnerschaften
sollen in regionaler Nähe langfristige, für beide Seiten gewinnbringende Kontakte zwischen Bildung
und Arbeitswelt entstehen. Gemeinsam mit dem Unternehmen
bestimmen Sie, welche Ziele Sie
erreichen wollen und wie die Partnerschaft möglichst praxisnah, auf
Ihre Stufe zugeschnitten und für
Mädchen und Knaben interessant,
ausgestaltet werden kann. Beim
Entscheid, wie viele und welche
Klassen bei der Partnerschaft mitmachen, ist jede Schule frei und
kann ihre Freiräume nutzen. Im
Leitfaden auf der Projektwebsite
(www.erz.be.ch/mint) wird zu Ihrer
Unterstützung auf mögliche Ziele,
Handlungsbeispiele und bestehende Projekte hingewiesen.
So könnte die
Zusammenarbeit aussehen
Es gibt viele Möglichkeiten, wie
Partnerschaften ausgestaltet werden können. Im Zentrum sollte
das Anliegen stehen, allen Schülerinnen und Schülern emotionale,
kognitiv anregende und nachhaltige Erlebnisse zu bieten. Konkret
könnte eine Partnerschaft folgendermassen aussehen: Zu Beginn
lernt man sich bei gegenseitigen
Besichtigungen kennen. Später
können Schülerinnen und Schüler
Mitarbeitende und Lernende begleiten und befragen und gemeinsam etwas herstellen. Auf diese
Weise lernen sie den betrieblichen
Alltag kennen, erproben verschiedene Berufsfelder und sammeln
Erfahrungen in konkreten Arbeitsprozessen. Ausbildnerinnen
und Ausbildner informieren in der
Schule über Berufe und die entsprechenden Anforderungen oder
begleiten Bewerbungstrainings.
Eltern und Lehrpersonen erhalten
die Gelegenheit, während einer
bestimmten Zeit im Unternehmen
zu schnuppern. Auch das Unternehmen erhält Einblicke in die
Schule und aktuelle Kenntnisse
über Anforderungen der Schule.
Dem Unternehmen bietet sich die
Möglichkeit, Kinder und Jugendliche bei deren Kompetenzentwicklung zu unterstützen und sie auf
den Übergang in eine Berufsausbildung vorzubereiten.
Im Leitfaden auf der Projektwebsite
finden Sie einen Überblick bereits
bestehender Projekte zur MINTFörderung. Zusammen mit dem
Unternehmen können auch Sie
sich für die Durchführung eines
solchen Projekts entscheiden. Wie
wäre es mit dem Programmieren
von LEGO-Robotern? Lernende
aus dem Unternehmen könnten die
Schülerinnen und Schüler bei den
Experimenten aus der bewährten
Forscherkiste von LEBE unterstützen. Auch Explore-it-Materialkisten
bieten die Chance, daraus einen gemeinsamen Anlass zu organisieren.
Jetzt mitmachen
Um Ihnen die Suche nach Unternehmen zu erleichtern, finden Sie
auf der Projektwebsite eine nach
Regionen geordnete Liste von Unternehmen, die an einer Partnerschaft mit einer Schule interessiert
sind. Jede Woche kommen weitere
Unternehmen dazu. Nehmen Sie
mit einem interessierten Unternehmen in Ihrer Region Kontakt auf
und klären Sie gemeinsam, ob Sie
eine Partnerschaft eingehen wollen. Teilen Sie uns bitte mit, wenn
eine neue Partnerschaft mit einem
Unternehmen zustande kommt
oder bereits eine besteht (mint@
erz.be.ch). Die Erziehungs- und
die Volkswirtschaftsdirektion sowie die Lehrpersonen- und Wirtschaftsverbände freuen sich auf
zahlreiche neue Partnerschaften
zwischen Schulen und Unternehmen.
Kontakt: thomas.leiser@erz.be.ch,
031 633 85 19
Projektwebsite: www.erz.be.ch/mint
In eigener Sache
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berner schule / école bernoise 7 / 2014
Akuell 13
berner schule / école bernoise 7 / 2014
Frag doch schnell per Telefon
NEUE LEBE-BERATUNGSHOTLINE Wer einen Job neu beginnt, hat viele Fragen. Und manchmal treten auch Probleme auf, die man gerne mit einer unabhängigen, kompetenten Person besprechen möchte. Für alle, die als Lehrerin, als Lehrer neu oder nach längerer Zeit wieder einsteigen, hat LEBE deshalb ein praxisnahes Beratungsangebot geschaffen.
Von Beat Wirz
Chère lectrice, cher lecteur,
Liebe Leserin, lieber Leser
Vor gut zwei Monaten habe ich Ihnen an dieser Stelle
einen schönen und erholsamen Juli gewünscht. Und ich
habe Ihnen angekündigt, dass wir Sie künftig ganz direkt
in Ihrem Arbeitsalltag unterstützen möchten – indem
wir uns für möglichst optimale Rahmenbedingungen
einsetzen und Ihnen Instrumente in die Hand geben,
sich selbst gut zu organisieren und auszubalancieren.
Ich hoffe, Sie konnten neue Energien tanken während
der vergangenen Wochen und sind gut ins neue Schuljahr gestartet. Und ich freue mich, dass meinen Worten betreffend Arbeitsbelastung bereits Taten folgen.
Bereits in dieser «berner schule» finden Sie erste Beiträge
rund um Belastung und Entlastung bei der Arbeit. Von
nun an werden wir regelmässig unterschiedlichste Aspekte
aus diesem Themenkreis beleuchten und konkrete Hilfestellungen anbieten. Die Grafik oben auf dieser Seite
erleichtert es Ihnen, entsprechende Beiträge jeweils sofort
zu erkennen. Ich wünsche Ihnen eine gute Lektüre.
Herzliche Grüsse
Regula A. Bircher, Geschäftsführerin LEBE
Un peu plus de deux mois ont passé depuis que je vous ai
souhaité dans cette même tribune un beau mois de juillet
reposant. Et je vous avais annoncé que nous souhaitons,
de notre côté, vous soutenir tout particulièrement dans
la gestion de votre travail quotidien en nous engageant
pour les conditions-cadres les meilleures possible et en
vous donnant des instruments propres à organiser et à
équilibrer votre activité. J’espère que vous avez pu faire
le plein d’énergies nouvelles au cours des semaines passées et que vous avez pris un bon départ dans la nouvelle année scolaire. Et je suis heureuse que mes propos sur la charge de travail soient déjà suivis d’actes.
Le présent numéro de l’école bernoise vous propose les
premiers textes traitant de la charge de travail et de
l’allégement des tâches. Cette thématique nous occupera désormais : nous en éclairerons les aspects les plus
divers et nous offrirons des aides concrètes. Le graphisme adopté ci-dessus sur cette page vous permettra
de reconnaître immédiatement les contributions à cette
problématique. Je vous souhaite une bonne lecture.
Cordiales salutations,
Regula A. Bircher, administratrice de LEBE
Die rechtliche Beratung und Begleitung für Mitglieder ist bei LEBE seit Jahren eine zentrale und
deshalb gefragte Dienstleistung. Im Alltag von
Lehrpersonen gibt es aber immer wieder Situationen, die zwar nicht einer Rechtsberatung bedürfen, trotzdem aber Fragen aufwerfen, die man sich
selber nicht beantworten kann, die ratlos, vielleicht
hilflos machen. Stellensuche, anstellungsrechtliche Fragen, Arbeitszeit, Rechte und Pflichten,
Zusammenarbeit oder besondere Anlässe können
Themenfelder sein. Was tun, wenn Differenzen
mit der Schulleitung bestehen? Wie regelt man
bei unterschiedlicher Auffassung die Zuständig-
keiten zwischen Klassen-, Fach- und Speziallehrkräften? Wie soll man sich in einer schwierigen
Situation gegenüber Eltern verhalten? Gerade Berufseinsteigende, die sich in einem neuen Umfeld
und mit vielen noch wenig bekannten Aufgaben
durchschlagen müssen, haben oft solche Fragen –
und nicht immer kann jemand aus dem Kollegium
oder dem direkten Umfeld Antworten liefern.
Für genau diese Lehrpersonen ist die neue Beratungshotline da. Sie richtet sich explizit und
ausschliesslich an Neu- und Wiedereinsteigende. Unter dem Motto «Aus der Praxis – für
die Praxis» stehen zwei Beratungspersonen
Mit LEBE an die Didacta
Die Didacta Schweiz Basel
zeigt Trends im Bildungsbereich
auf und präsentiert moderne
Lehrmittel und Methoden.
Auch in diesem Jahr organisiert
die Geschäftsstelle von LEBE
für Mitglieder am 31. Oktober
2014 eine gemeinsame
Fahrt an die Didacta. Sichern
Sie sich jetzt Ihren Platz.
Die Didacta Schweiz Basel ist der
Treffpunkt für Bildungsexperten
und ein Marktplatz für
Anbieter von Lehrmitteln
und Dienstleistungen rund
um den Unterricht. An der
Bildungsmesse kann man sich in
kurzer Zeit eine Marktübersicht
verschaffen, Kontakte zu
Herstellern knüpfen und sich
für den Unterricht inspirieren
lassen. Wer am Freitag, 31.
Oktober 2014, mit LEBE an die
Didacta fährt, hat noch mehr
vom Besuch der Messe:
• Reservierter SBB-Wagen
• Gemeinsamer Transfer in Basel
• Gratiseintritt an die
Didacta Basel (inkl.
Eintritt in die Worlddidac
International Lounge)
• Persönlicher Empfang mit
Kaffee und Gipfeli durch
Beat Jost, Geschäftsführer
Worlddidac Association
• Gratis Lunch-Bag
Der Zug fährt um 8.04 Uhr in
Bern ab. Der Kauf des Zugtickets
ist Sache der Teilnehmenden.
Messebesuch und Rückreise
erfolgen individuell.
Jetzt anmelden
Sie möchten dabei sein?
Dann zögern Sie nicht,
sich anzumelden unter
Tel. 031 326 47 43 oder
theres.schnegg@lebe.ch
(Betreff: Didacta).
LEBE-Mitgliedern zur Seite. Die Hotline ist
einmal pro Woche offen – und zwar jeweils am
Donnerstagnachmittag von 15 bis 17 Uhr. Fragen können jederzeit auch per E-Mail gestellt
werden, und bei Bedarf ist auch ein Treffen (mit
Voranmeldung) auf der LEBE-Geschäftsstelle
möglich.
Wer und wann:
Anne Studer, Tel. 031 326 47 36
Christoph Schenk, Tel. 031 326 47 49
Beratungen jeweils am Donnerstagnachmittag
von 15 bis 17 Uhr
Avec LEBE à l’exposition
Didacta
L’exposition Didacta Schweiz
Basel dégage les tendances
dans le secteur de l’éducation et
de la formation et présente des
outils et méthodes pédagogiques
modernes. Cette année aussi, le
secrétariat de LEBE organise pour
ses membres un déplacement
en commun à la Didacta : ce sera
le 31 octobre 2014. Réservez
dès maintenant votre place !
La Didacta Schweiz Basel est le
rendez-vous des spécialistes de
l’éducation et de la formation, et
un marché pour les fournisseurs
de matériels pédagogiques et
de services dans le domaine
de l’enseignement. A ce salon
de l’éducation, on peut se faire,
en peu de temps, un aperçu
du marché, nouer des contacts
personnels avec des fabricants et
trouver une source d’inspiration
dont l’enseignement profitera.
Les visiteurs qui viendront à la
Didacta avec LEBE retireront
un profit accru de leur visite :
• wagon CFF réservé,
• transport en commun à Bâle,
• entrée gratuite à l’exposition
Didacta Bâle (y compris
l’accès à la « Worlddidac
International Lounge »),
• accueil personnalisé de
M. Beat Jost, manager de la
« Worlddidac Association »,
avec café et croissants,
• cornet repas gratuit.
Le train part de Berne à 8 h 04.
Chaque personne participant à
l’excursion s’occupe d’acheter
son billet de train. La visite de
la foire et le voyage de retour
se font individuellement.
S’inscrire maintenant !
Vous aimeriez venir avec nous ?
Alors n’hésitez pas à vous
inscrire en appelant le numéro
031 326 47 43 ou en écrivant
un mail à theres.schnegg@
lebe.ch (concerne: Didacta).
Gewerkschaft
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berner schule / école bernoise 7 / 2014
«Die Belastung von Lehrpersonen
lag als Thema auf der Hand»
anderen Berufsfeldern. Hingegen hat Überlastung in diesem Beruf relativ schnell Auswirkungen auf diejenigen, die wir immer im Fokus
haben müssen – die Schülerinnen und Schüler.
Lehrpersonen haben die gesellschaftlich herausfordernde und schöne Aufgabe, Menschen
nicht nur mit Wissen und Kompetenzen aufzubauen, sondern sie auch zu begleiten – in einer
überbelasteten Situation ist dies heikel.
ARBEITSBELASTUNG Verschiedene Faktoren führen zu grosser, teils zu grosser Belastung von
Lehrpersonen und Schulleitungen. Deshalb richtet LEBE im Bereich der Anstellungsbedingungen­
den Fokus künftig auf die Themen Belastung und Entlastung. Gewerkschaftsleiter Christoph Michel­
erläutert im Gespräch mit der «berner schule» Hintergründe und geplante Massnahmen.
Beat Wirz: Christoph, nach langem und beharrlichem Einsatz konnte LEBE Erfolge bei
der Lohnentwicklung und dem Pensions­
kassengesetz verbuchen. Wie geht es dir damit
und wo bündelst du nun deine Kräfte?
Christoph Michel: Wenn man jahrelang gezielt
auf etwas hingewirkt hat und dann Erfolge erzielt, fällt man zuerst schon ein bisschen in ein
Loch. Bei der Lohnentwicklung steht aber die
gesamte Funktionsüberprüfung noch an. Weiter müssen wir schauen, wie sich die Teuerung
entwickelt. Parallel habe ich mich aber bereits
länger damit befasst, welches Thema punkto
Anstellungsbedingungen künftig im Vordergrund stehen müsste. Die Belastung und Entlastung von Lehrpersonen lag als solches schnell
auf der Hand. Dieses Thema wollen wir nun
konsequent bearbeiten.
Du hast thematisch also nicht weit
suchen müssen …
Nein, das hat sich sofort aufgedrängt. Die
Situation ist aus Untersuchungen, Rückmeldungen, Studienergebnissen und Umfragen
bekannt. Grundsätzlich haben wir das Thema
bereits früher in unserer Arbeit mitberücksichtigt. Doch jetzt können wir uns voll darauf
konzentrieren.
Ich denke beim Vergleich mit anderen Berufen primär daran, dass die Kommunikation
des Themas gegen aussen Fingerspitzengefühl
braucht. Dem ebenfalls überlasteten Dach­
decker muss man erst einmal klarmachen,
warum die Überlastung von Lehrpersonen ein
Problem ist. Umgekehrt ist es ja nicht so,
dass man sich in seinem Feld nicht für bessere
Bedingungen einsetzen soll, nur weil es
bei den anderen auch schwierig ist.
Das hat sich bereits bei der Pensionskasse und
der Lohnentwicklung gezeigt: Vergleiche mit
anderen Berufsgattungen greifen relativ schnell
zu kurz. Es geht einem nicht besser, nur weil es
anderen auch nicht gut geht. Darum wollen wir
uns als Verband für unsere Mitglieder stark­
machen im Wissen, dass es in vielen anderen
Berufsfeldern ähnliche Probleme gibt.
Du hast dich ja bereits intensiv ins Thema
eingearbeitet. Wo und bei wem ist die Belastung am grössten und wie äussert sie sich?
Natürlich könnte ich nun sagen, was ich aufgrund von Literatur, Studienerkenntnissen,
Umfrageergebnissen und so weiter bereits weiss
– aber ich möchte zuerst direkt von der Basis hören, was die Leute vor allem belastet.
Ich habe den Eindruck, dass diese Überlastungsgeschichte sehr viele Lehrpersonen beschäftigt. Die Frage ist aber: Was genau ist es,
was zu Überlastung führt? Gemäss einer Studie kommt Belastung zu 70 Prozent von innen, nicht von aussen. Wenn das stimmt,
dann ist es nicht nur die Arbeit an sich, die
belastet, sondern die Art, wie man an diese
herangeht. Wie kann man nun äussere Belastungsfaktoren von inneren abgrenzen und
daraus ableiten, wo bei den Rahmenbedingungen Handlungsbedarf besteht und wo wir
unsere Mitglieder darin unterstützen können, sich in der bestehenden Situation bestmöglich zu organisieren?
Wir reden hier ja von Belastung und Entlastung,
nicht von Überlastung. Belastung an sich ist ja
nicht zwingend nur negativ zu verstehen. Ich
selber erlebe Belastung in dem Sinn positiv, als
Gewerkschaftsleiter Christoph Michel und «berner schule»-Redaktor Beat Wirz blicken gemeinsam auf
die gewerkschaftliche Zukunft von LEBE.
Bild: FK
Gewerkschaft 15
berner schule / école bernoise 7 / 2014
dass sie mir etwas Druck aufsetzt und mich dazu
bringt, mich zu bewegen. Auch die zeitliche Belastung ist nicht ein alleiniges Kriterium. Wenn
ich überdurchschnittlich viel arbeite für eine Sache, die mir Freude bereitet, wenn ich vom Sinn
meiner Tätigkeit überzeugt bin, dann bin zwar
auch belastet, aber nicht überbelastet im negativen Sinn.
Nun bringt aber jeder Beruf auch Aufgaben
mit sich, die nicht zum Kerngeschäft gehören
und wenig Freude bereiten … wie viel davon
ist zu viel?
Da geht es Lehrpersonen und anderen Berufsleuten tatsächlich gleich. Wenn sich diese Dinge
häufen, wird man unzufrieden. Und wenn man
unzufrieden ist, dann gibt es zwei Möglichkeiten: resignieren und Dienst nach Vorschrift
machen oder schauen, was man verändern kann.
Dazu gehört unter Umständen auch, sich zu fragen, ob man an sich selber etwas ändern muss
oder ob man noch am richtigen Ort ist.
Du hast zwar gesagt, du möchtest dir noch
nicht zu tief in die Karten blicken lassen.
Trotzdem: Kannst du ein paar weitere Beispiele von äusseren und inneren Faktoren geben, an denen man den Hebel ansetzen
könnte?
Das Unterrichtspensum kann durchaus ein
äusserer Belastungsfaktor sein, der Administrationsaufwand, die Infrastruktur, die Enge
im Schulzimmer, der Lärmpegel. Bei der individuellen Belastungsgeschichte spielt etwa eine
Rolle, wie ich an eine Aufgabe herangehe, ob ich
mich positiv abgrenzen kann, wo es mir den Ärmel zu schnell hineinnimmt …
Das Thema ist also sehr individuell geprägt
und spielt sich auf verschiedenen Ebenen ab.
Wie kann LEBE umfassende Verbesserungen
bewirken?
Auf strukturelle Belastungen müssen wir als
Berufsverband mit geeigneten Forderungen
reagieren. Wir möchten unsere Aktivitäten
aber nicht auf diese Ebene beschränken nach
dem Motto: Der Kanton muss nun etwas tun,
sondern wir wollen auch der Frage nachgehen, was man in der bestehenden Situation als
Individuum tun kann, damit es einem besser
geht. Wir werden Angebote entwickeln, die
sofort etwas bewirken können. Wir möchten
aufbauend wirken und aufzeigen, was jede und
jeder Einzelne, was das Kollegium, die Schulbehörde vor Ort, der Kanton machen kann und
muss.
Wir haben es bereits gesagt: Zunehmende Belastung ist in vielen Berufen ein Problem.
Sind Lehrpersonen besonders betroffen?
Ich denke, das ist eine generelle Entwicklung.
Ich warne auch davor zu sagen, die Lehrpersonen oder die Schulleiterinnen und Schulleiter
seien einzigartig belastet im Vergleich zu allen
Trotz Handlungsbedarf auf vielen Ebenen:
Was macht aus deiner Sicht den Lehrerberuf
nach wie vor zu einem schönen Beruf?
Die Herausforderung an sich ist attraktiv.
Man hat einen Freiraum, um mit Schülerinnen und Schülern Lernbeziehungen aufzubauen und zu pflegen – und man kann eine
Entwicklung feststellen und an dieser Anteil
nehmen. Das finde ich spannend, und das vermisse ich manchmal ein wenig, seit ich nicht
mehr unterrichte.
Wie müsste die Situation von Lehrpersonen
aussehen, damit du als Gewerkschafter sagen
könntest: Jetzt ist alles erreicht, jetzt gibt es
nichts mehr zu tun für mich?
Wenn die Lohnentwicklung so ausfällt, wie sie
nun beschlossen worden ist, inklusive Teuerungsausgleich, wenn die Penionskasse stimmt,
Entlastungsmassnahmen wirklich greifen in
Zukunft, wenn ausserdem Veränderungen,
Reformen, Neuerungen ohne unproduktiven
Mehraufwand eingebettet werden, dann braucht
es den Gewerkschafter nicht mehr.
Da liegt noch ein gutes Stück Weg vor uns.
Davon gehe ich auch aus. Da müssen wir nun
einfach beharrlich dranbleiben.
AUS DER DELEGIERTENVERSAMMLUNG
Arbeitsbelastung reduzieren
Nach den positiven Entscheidungen zur künftigen Lohnentwicklung und über die Zukunft der bernischen Pensions­
kassen­hat die Delegiertenversammlung von LEBE am 18.
Juni 2014 beschlossen, die Arbeitsbelastung der Lehrerinnen,­
Lehrer,­Schulleiterinnen und Schulleiter ins Zentrum der
­Bemühungen um attraktivere Arbeitsbedingungen zu stellen.
Von Christoph Michel
LEBE zieht bezüglich der vorgesehenen verlässlicheren Lohnentwicklung und der künftigen Ausrichtung der Pensionskasse eine positive Zwischenbilanz. Als ebenfalls wichtiger
Faktor der Anstellungsbedingungen gilt die
Arbeitsbelastung. Unbestritten ist diese in den
letzten zwanzig Jahren angesichts der vielen
erweiterten gesellschaftlichen Ansprüche gewachsen, ohne dass ihr genügend Beachtung
geschenkt wurde. Studien belegen die geleisteten Überstunden. Hinzu kommen die vielen
belastenden Situationen im Umgang mit Schülerinnen, Schülern und Eltern, oder die eigenen
und fremden hohen Ansprüche an die Arbeit.
LEBE wird sich intensiv mit diesem Thema
auseinandersetzen und entsprechende Anforderungen an die Lehrpersonen, Schulleitungen
und an die Politik entwickeln.
Weitere Infos aus der DV
Die ausgeglichene Jahresrechnung zeigt, dass
LEBE seine Ausgaben im Griff hat. Die anrollende Pensionierungswelle wird ohne Gegensteuer jedoch Auswirkungen auf die Mitgliederzahl haben. Umso wichtiger, dass LEBE
seine bisher erreichten Erfolge gegenüber
jenen Lehrpersonen und Schulleitungen, die
noch nicht Mitglied beim Berufsverband sind,
besser kommuniziert und attraktive Angebote
bereithält.
Syndicat
16
berner schule / école bernoise 7 / 2014
«Le thème de la charge des
enseignants s’est imposé à nous»
CHARGE DE TRAVAIL Divers facteurs viennent accroître la charge de travail des enseignants et des
directions, parfois excessivement. C’est pourquoi LEBE, au chapitre des conditions d’emploi, centrera
désormais son effort sur la thématique de la charge de travail et de l’allégement. Le responsable syndical Christoph Michel s’entretient avec l’école bernoise sur le contexte et les mesures prévues.
Christoph Michel et Beat Wirz : regard commun du délégué syndical et du rédacteur de l’école bernoise
vers l’avenir de l’association LEBE.
Photo: FK
Beat Wirz : Christoph, l’engagement soutenu
et tenace de LEBE a valu des succès pour la
progression des traitements et la loi sur les
caisses de pension. Comment gères-tu cela et à
quoi concentres-tu tes forces maintenant ?
Christoph Michel : Quand on a œuvré durant des
années dans un but bien précis et qu’on remporte
un succès, on tombe d’abord dans une sorte de
trou. S’agissant de la progression salariale, l’ensemble de l’analyse des fonctions est encore en
suspens. Ensuite, il s’agira d’observer comment
le renchérissement évolue. Parallèlement, je me
suis demandé depuis un moment sur quel thème
jeter notre dévolu pour les conditions d’emploi
des personnes enseignantes. Cela a vite été clair:
«la charge de travail et son allègement» aurait la
vedette. C’est ce thème que nous voulons traiter
à fond.
Tu n’as donc pas dû aller loin pour trouver
la thématique…
Non, le sujet s’est imposé d’emblée. La situation
nous est connue par divers canaux : enquêtes,
réactions, résultats d’études, sondages. En fait,
nous en avons déjà tenu compte dans notre activité antérieure. Mais maintenant, nous allons y
concentrer toute notre attention.
Tu es déjà bien au courant de la thématique.
Où et chez qui la charge stress est-elle la plus
grande et comment se manifeste-t-elle ?
Je pourrais répondre en répétant ce que je sais
déjà pour l’avoir lu dans la littérature, les résultats d’études ou d’enquêtes etc. – mais je souhaite
d’abord entendre directement dans le terrain
quelles sont les charges principales.
J’ai l’impression que cette affaire de surcharge
occupe un très grand nombre d’enseignants.
Mais la question est de savoir ce qui exactement est à l’origine de la surcharge. Selon
une étude récente, la charge est intrinsèque à
70%, elle vient du sujet, non de l’extérieur.
Si cela est vrai, cela signifierait que ce n’est
pas le travail en soi qui stresse, mais la
manière dont on s’y attaque. Comment est-il
possible de faire le départ entre les facteurs
de stress externes et les facteurs internes,
afin de déduire où sont les nécessités
d’agir en général et dans quels cas nous
pouvons aider nos membres à s’organiser
au mieux dans leur situation ?
Nous parlons ici de charge et d’allégement, non
de surcharge. La notion de charge n’est pas
nécessairement négative. Personnellement, je
ressens la charge comme une réalité positive qui
met une certaine pression et m’incite à bouger.
La durée d’occupation non plus n’est pas un critère unique. Si je consacre un temps au-dessus de
la moyenne à une activité que je prends plaisir à
faire, si je suis convaincu du sens de mon travail,
j’éprouve une charge, certes, mais pas un stress
au sens négatif du terme.
Oui, il se trouve que chaque métier comporte
des tâches qui ne font pas partie des activités
de base et qu’on n’aime pas trop… quand
atteint-on la limite du tolérable ?
Les personnes enseignantes et d’autres professionnels vivent la même chose. Si ces tâches annexes s’amoncellent, on est contrarié. Et quand
on est irrité, il y a deux scénarios : se résigner et
assurer le service minimum ou alors étudier ce
qu’il est possible de changer. Et cette question
peut forcer parfois à se demander s’il ne faut pas
changer quelque chose en soi-même ou si on est
encore à sa place.
Tu as dit vouloir encore cacher ton jeu.
Je te pose quand même la question :
peux-tu citer quelques autres exemples de
facteurs internes et externes sur lesquels
il y aurait une marge de progression ?
Le programme d’enseignement peut tout à
fait constituer un facteur de stress, et aussi les
contraintes administratives, l’infrastructure, le
manque d’espace dans la salle de classe, le niveau
sonore. L’histoire de mon stress va dépendre
aussi de la manière dont j’aborde une tâche, de
ma capacité à prendre de la distance, des cas où
je m’enflamme trop tôt…
Syndicat 17
berner schule / école bernoise 7 / 2014
Le thème est donc saisi de manière très
différente selon les individus et se déroule
à divers niveaux. Comment LEBE peut-il
apporter des corrections importantes ?
Pour les facteurs de stress objectifs, nous devons,
en notre qualité d’association professionnelle,
réagir en formulant des exigences appropriées.
Mais nous ne souhaitons pas limiter nos activités
sur ce plan en suivant la devise « Le canton doit
faire quelque chose ». Nous entendons aussi explorer la piste des ressources de l’individu pour
améliorer la situation. Nous allons développer
des offres susceptibles d’avoir des effets immédiats, afin de donner de l’énergie et montrer les
possibilités et les devoirs de l’individu, du collège, de l’autorité scolaire locale et du canton.
Nous l’avons dit : la charge de travail croissante est un problème dans beaucoup de
professions. Les personnes enseignantes y
sont-elles particulièrement exposées ?
C’est, je crois, une évolution générale. Gardonsnous pourtant de dire que les enseignants ou les
directeurs d’école y seraient plus exposés que les
autres domaines professionnels, un cas exceptionnel en somme. Par contre, dans ce métier,
un surcroît de travail a des répercussions relativement rapides sur les personnes qui doivent
toujours rester au centre de nos préoccupations :
les élèves. La tâche des personnes enseignantes,
belle et exigeante, consiste non seulement à doter les élèves de savoirs et de savoir-faire, mais
aussi à les accompagner dans leurs démarches.
Cette mission devient difficile à remplir dans
une situation de stress.
En pensant à d’autres professions pour
­comparer, je me dis surtout que la communication sur ce thème demande du doigté
quand on change d’interlocuteur. Si on parle
à un couvreur tout aussi surchargé, il
faut d’abord lui expliquer pourquoi le surcroît
de travail des enseignants fait problème.
Réciproquement, on ne va pas cesser de s’engager pour de meilleures conditions dans une
profession sous prétexte que dans les autres
métiers ce n’est pas facile non plus.
On a pu le constater déjà avec la caisse de pension et la progression des traitements : les comparaisons avec d’autres domaines professionnels
font rarement mouche. Pierre et Paul ne vont pas
mieux s’ils savent que Jean ne va pas bien. C’est
pourquoi nous voulons soutenir nos membres en
sachant que des problèmes comparables existent
dans d’autres professions.
Malgré la nécessité d’intervention à plu­sieurs niveaux, pourquoi, à ton avis,
l’enseignement reste-t-il un beau métier ?
C’est le défi en soi qui le rend attrayant. Tu disposes d’un espace de liberté pour instaurer et
entretenir des relations d’apprentissage avec les
élèves, tu peux assister à une progression en y
prenant part. Je trouve que c’est passionnant, et
cela me manque un peu depuis que je n’enseigne
plus.
A quoi devrait ressembler la situation des
personnes enseignantes pour que le syndicaliste que tu es puisse dire: « maintenant
tous les objectifs ont été atteints, il n’y a
plus rien à faire pour moi » ?
Si la progression des traitements se concrétise
selon la décision prise, y compris la compensation du renchérissement, si la caisse de pension
est saine, si tantôt des mesures d’allégement
bien efficaces sont en place, et si en plus on cesse
d’implémenter des changements de réformes ou
d’innovations entraînant des frais supplémentaires improductifs… alors ce jour-là, on n’aura
plus besoin du syndicat !
Il y a encore du pain sur la planche.
C’est aussi mon avis. Nous devons persévérer, et
maintenir le cap sans broncher.
NOUVELLES DE L’ASSEMBLÉE DES DÉLÉGUÉS
Réduire la charge de travail
Dans le sillage des décisions favorables concernant la future
progression des traitements et l’avenir des caisses de pension bernoises, l’Assemblée des délégués de LEBE a décidé le 18 juin 2014 de centrer ses efforts pour des conditions de travail plus attractives sur la charge de travail des
personnes enseignantes et des directions d’école.
Par Christoph Michel
LEBE dresse un bilan intermédiaire positif sur
le dossier de la progression des traitements plus
équitable prévue et sur la réorganisation de la
caisse de pension. Un autre facteur important
des conditions d’emploi est la charge de travail. Celle-ci, c’est incontestable, a augmenté
considérablement au cours des vingt dernières
années en raison des nombreuses attentes toujours croissantes de la société sans qu’on y ait
prêté assez d’attention. Des études attestent les
heures supplémentaires accomplies, auxquelles
s’ajoutent de nombreuses situations pénibles
avec les élèves et leurs parents ou, dans le travail, des attentes extérieures ou des buts personnels élevés. LEBE étudiera cette thématique de
façon approfondie pour dégager des exigences
en la matière à l’intention des personnes enseignantes, des directions d’école et du monde
politique.
Autres informations de l’AD
Les comptes annuels équilibrés témoignent
du fait que LEBE maîtrise bien ses dépenses.
Pourtant, la vague de départs en retraite aura
des répercussions sur l’effectif des membres si
rien n’est entrepris. Il est donc d’autant plus important que LEBE, rappelant les succès obtenus
jusqu’à présent, améliore sa communication à
l’adresse des personnes enseignantes et des directions d’école qui ne sont pas encore membres
de l’association professionnelle et leur présente
des offres attractives.
LEBE-Angebot
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berner schule / école bernoise 7 / 2014
LEBE-Angebot 19
berner schule / école bernoise 7 / 2014
«Ich bekomme viel mehr
Leistung fürs Geld»
Rund 300 LEBE-Mitglieder haben bislang vom exklusiven Mobilangebot ihres Berufsverbands profitiert. Einer davon ist Patrick Lachat aus Bern. Das Flatrate-Abo für 35 Franken habe ihm einen Entwicklungsschritt
ermöglicht, auf welchen er nicht mehr verzichten möchte, erzählt er im Gespräch mit der «berner schule».
Interview: Beat Wirz
LEBE
LEBE-Aktivmitglieder
telefonieren
dembisMobile bis
LEBE-Mitglieder
telefonieren
mit demmit
Mobile
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Was war für Sie ausschlaggebend
für den Wechsel?
Das Verhältnis von Preis und Leistung ist unschlagbar. Zwar hat mein früheres Abo etwa
gleich viel gekostet. Aber ich habe viel weniger
Leistung bekommen dafür. Ein grosser Vorteil
ist auch, dass alles klar geregelt ist: Man hat einen Monatspreis ohne komplizierte Abrechnungen – eine einfache Lösung, wie ich sie mir für
die Schule viel öfter wünschen würde. Das hat
mich angesprochen. Weil ich die Website der
Schule betreue, war das unlimitierte Surfen für
mich ein wichtiges Argument. Programmiere
und ändere ich etwas, kann ich es mit dem
Smartphone sofort testen. Schalte ich zum Beispiel etwas zum Sporttag oder Bilder von Ausstellungen auf, schaue ich auf dem Mobile, ob
alles wunschgemäss funktioniert. Das ist wichtig, denn über 30 Prozent der Nutzer gehen via
Smartphone auf unsere Schulwebsite. Es wird
sich alles in diese Richtung entwickeln. Wir
werden als Lehrpersonen immer mehr Informationen online abrufen. Warum soll ich immer
einen Ordner mittragen, wenn ich alles in einem
kleinen Gerät mit dabeihaben kann?
Herr Lachat, das Schulhaus Eisengasse
hat in der Pilotphase des LEBE-Mobilangebots mitgemacht. Sie sind also ein Mann
der ersten Stunde. Wozu brauchen Sie Ihr
Mobile vor allem?
Mein Nutzerprofil hat sich mit dem neuen Abo
verändert. Ich brauche mein Mobile nun viel
mehr als Smartphone, also als Informationsgerät. Früher habe ich vor dem Surfen immer erst
geschaut, wo ich ein kostenloses WLAN finde.
Jetzt kann ich unlimitiert surfen. Beispielsweise
kann ich jederzeit den Stundenplan, die Adressliste der Lehrpersonen oder den SBB-Fahrplan
abrufen. Ich kann als Zeichnungslehrer Bilder
von Ausstellungen herumschicken, ohne mir
Gedanken über Kosten zu machen. Das ist
schon ein Entwicklungsschritt.
Wie hat sich Ihr Verhalten beim Telefonieren
verändert?
Ich telefoniere etwa gleich viel wie vorher. Aber
ich muss nicht mehr an den Tarif denken und
telefoniere jetzt auch schneller auf ein Festnetz,
weil Anrufe auf alle Netze ja auch inbegriffen
sind. Das ist sehr praktisch.
Sie haben es bereits angetönt: Das Mobile
ist für Sie auch beruflich wichtig. Welche Bedeutung hat es?
Im Skilager ist es zum Beispiel wichtig, dass
man sich mit den Schülerinnen und Schülern
in Verbindung setzen kann – etwa, wenn es auf
der Piste einen Notfall gibt. Auch auf Schulreisen hat mir das Mobile schon wertvolle Dienste
geleistet. Einmal haben Schüler sich zum Beispiel verspätet, weil sie den Bus verpasst haben.
Ein kurzer Anruf, ich war im Bild. Sie dürfen
in solchen Fällen meine Nummer wählen, und
ich rufe sofort zurück. Auch Reservationsbestätigungen fürs Zugabteil bekomme ich bequem
aufs Mobile. Man ist einfach flexibler so. Puristen sagen nun vielleicht, es sei früher auch gegangen. Klar ist es auch gegangen. Aber wieso
sollte ich die Möglichkeiten nicht nutzen?
Patrick Lachat unterrichtet an der Oberstufe im
Bolliger Schulhaus Eisengasse Zeichnen, gestalterische Fächer und Informatik. Er nutzt seit der
ersten Stunde das LEBE-Mobilangebot und kann
seinen BerufskollegInnen nur empfehlen, es ihm
gleichzutun.
Bild: FK
Haben Sie gegenüber Ihrem früheren
Anbieter Unterschiede in Sachen Empfang
feststellen können?
Der Empfang ist gleichwertig, wenn nicht sogar
besser. Bei mir zu Hause habe ich nun besseren
Empfang. Ich bin ausserdem schon an vielen Orten gewesen mit dem neuen Abo. In Basel etwa,
auf dem Lac Léman, im Jura, in Schwarzsee,
oben auf der Grimsel … ich habe immer Empfang gehabt. Und dort, wo ich einmal keinen
hatte, ging es den Kollegen mit anderen Anbietern nicht besser. Es ist noch nie vorgekommen,
dass andere Empfang hatten und ich nicht.
Aus welchen Gründen würden Sie Kolleg­
Innen das Sunrise-Angebot empfehlen?
Man bezahlt einen klaren Monatsbetrag, den
man einplanen kann. Und das Flatrate-Abo ermöglicht es einem, das Smartphone als Informationsgerät wirklich zu brauchen.
Pädagogik
20
berner schule / école bernoise 7 / 2014
Pädagogik 21
berner schule / école bernoise 7 / 2014
Machbares vor Ideologie
PASSEPARTOUT Für Erwin Sommer, Leiter des Amts für Kindergarten, Volksschule und Beratung, ist
das Projekt Passepartout eine gute Vorbereitung auf den Lehrplan 21. Kritische Stimmen nimmt er wahr,
aber auch begeisterte. Er plädiert für Geduld, Gelassenheit und Vertrauen. Das Projekt stehe am Anfang.
Interview: Franziska Schwab
Herr Sommer, Passepartout heisst in etwa
«überall hindurchgehen». Die Frühfremdsprachenreform geht aber nicht überall
einfach hindurch. Ist der Name falsch?
Passepartout heisst auch «etwas, das überall
passt». Es passt jetzt für sechs Kantone. Ich bin
stolz darauf, dass eine solche Zusammenarbeit
möglich ist.
Grosse Unsicherheit besteht bei den Lehr­
personen bezüglich Selektion. Sie fühlen sich
­alleingelassen. Wie soll Selektion mit der
neuen Beurteilung funktionieren?
Ich traue den Lehrpersonen zu, professionell
zu selektionieren. Die Selektion ist und bleibt
eine grosse Herausforderung. Bei Passepartout nehmen wir praktisch die kompetenzorientierte Beurteilung des Lehrplans 21 vorweg.
Dafür stellen wir auf unserer Internetseite Instrumente zur Verfügung. Ich bin natürlich ein
wenig in Sorge und frage mich, ob wir zu viel
wollen und die Lehrpersonen überfordern. Die
Beurteilung muss umsetzbar sein, Sinn machen
und juristisch nicht angefochten werden können. Sie muss transparent und nachvollziehbar
sein. Die Lehrpersonen sind sich ja gewöhnt, zu
selektionieren.
Gegenwind nehmen Sie aber auch wahr?
Klar. Wir hören die kritischen Stimmen und
passen das Projekt immer wieder an. Aber wir
hören auch sehr viel Begeisterung. Von Kindern
zum Beispiel.
Nennen Sie drei Gründe, weshalb Sie
an den Erfolg der Reform glauben.
Die Mehrheit der Kinder ist sehr motiviert.
Wir haben einen Schulverlag, der sich der Kritik stellt, in die Schulen geht, zuhört und Änderungen vornimmt. Französisch vor Englisch ist
die einfachere Reihenfolge. Weiter stimmt mich
die Zusammenarbeit mit den anderen Kantonen
optimistisch. Wir sind nicht allein.
Mischklassen werden für den Fremdsprachenunterricht häufig wieder in Jahrgangsgruppen umgewandelt, weil das Lehrmittel nicht
mehrjahrgangsklassenkompatibel ist. Ein pädagogischer Rückschritt.
Das ist effektiv so. Aber: Wieso soll man die
Schüler in den Sprachfächern nicht wieder
jahrgangsweise zusammenziehen, wenn es den
Lehrpersonen hilft? Man muss doch nicht stur
sein. Es gibt genügend andere Fächer, die in altersgemischten Gruppen unterrichtet werden
können. Nicht für jedes Kind ist jede Unterrichtsform gleich gut. Es gilt: Machbares vor
Ideologie.
Unter- und Mittelstufenlehrpersonen sagen
uns, dass im Französisch zu viel Stoff in zu
wenig Zeit durchgenommen werden muss.
Bis eine Lehrperson ein Lehrmittel kennt,
ist für sie der Aufwand gross. Stünde weniger
Stoff zur Verfügung, würde bestimmt nach
mehr verlangt. Unterrichtende brauchen Geduld, Gelassenheit und Erfahrung, bis sie wissen, wo wie viel Zeit eingesetzt werden muss.
Es ist übrigens ein Vorteil, dass wir vor der
Einführung der anderen neuen Lehrmittel im
Zusammenhang mit dem Lehrplan 21 Französisch und Englisch neu aufgegleist haben. Das
entlastet. Wir sind auf dem langen Weg am
Anfang, nicht am Ziel.
Klar höre er die kritischen Stimmen, aber auch viel
Begeisterung, sagt Erwin Sommer.
Bild: FK
Lehrpersonen haben grossen Respekt vor dem
Aufwand, welche Beobachtungen und
schriftliches Festhalten generieren. Vor allem
auch in grösser werdenden Klassen.
Ich hoffe nicht, dass kommuniziert wird, man
müsse dauernd beobachten. Das ist unmöglich.
Ein Kompetenzrasterblick ist zu vermeiden. Da
kann man sich auch selber Stress machen und
zu viel wollen. Es braucht eine gewisse Gelassenheit und das Vertrauen, die richtige Form
zu finden. Im Konflikt sollte man einen Schritt
zurückgehen, die Kontrollprüfung vorschlagen
und den Konflikt sachlich lösen.
Wie wird die verkürzte Weiterbildung für die
Sek I begründet? Es handelt sich ja um
eine didaktische Weiterbildung und nicht
um eine im Bereich Sprachkompetenz.
Wir sind aufgrund massiver Kritik – nicht zuletzt von LEBE – auf die Verkürzung eingegangen. Die Lehrpersonen der Oberstufe sind
unterschiedlich unterwegs, sie sind zum Teil
perfekt zweisprachig. Wir wollten das Obligatorische reduzieren und mehr an die Freiwilligkeit
appellieren. Wir gehen davon aus, dass die Lehrerinnen und Lehrer wissen, wo sie noch Knowhow holen müssen. Dank der Verkürzung schaffen wir auch Gefässe für Praxis-Treffpunkte, für
den Austausch. Es bringt nichts, dass die Lehrpersonen Stunden absitzen.
So könnten die Unter- und Mittelstufen­
lehrpersonen auch argumentieren
und weniger Weiterbildung fordern.
Ja. Auf der Primarstufe ist diese Weiterbildung
oft eine Weiterentwicklung. Einige Primarlehrpersonen haben noch nie Fremdsprachen unterrichtet, sie empfinden die Aufgabe als etwas
Neues, das sie gerne anpacken wollen. Auf der
Oberstufe gibt es Lehrpersonen, die seit Langem
Sprachen unterrichten. Sie brauchen aber auch
ein Grundwissen zur neuen Didaktik. Mit der
PH zusammen haben wir versucht, die Weiterbildung zu optimieren. Aber eben: Unzufriedene
gibt es immer, welche Lösung man auch anbietet.
Die LEBE-Stufenkonferenz Sek I fordert,
dass keine Lehrkraft wegen der Weiterbildung
in die eigene Tasche greifen und ihre Stell­
vertretungskosten selber bezahlen muss
resp. dass die Weiterbildung nicht über IPBAbbau beglichen werden darf.
Das verstehe ich und würde mich auch aufregen,
wenn es so wäre. Das IWB hat uns versprochen,
dass es möglich ist, Weiterbildung ohne IPBAbbau zu machen. Die Idee ist, die Hälfte der
Weiterbildungsstunden in der unterrichtsfreien
Zeit zu absolvieren, die Hälfte soll bezahlt sein.
Zeigt sich die ERZ flexibel? Wird meine
Stellvertretung bezahlt, wenn ich die Module
nicht wie vorgesehen besuchen kann?
Es können ja auch Module von verschiedenen
Kursen besucht werden. Grundsätzlich sagen
wir: Das ist das Angebot, versucht, euch zu arrangieren. Die Schulleitenden sind gefordert,
zusammen mit ihren Leuten verantwortungsvoll zu schauen, dass keine Ungerechtigkeiten
entstehen. 100 Prozent optimale Lösungen gibt
es nicht. Ich appelliere ans Verständnis und an
die Flexibilität. Aber bevor jemand die Faust im
Sack macht, soll er oder sie das Gespräch suchen
mit dem IWB oder der Schulaufsicht.
Viele Eltern und Lehrpersonen sind entsetzt
wegen des grossen Materialverschleisses.
Ein Schüler wirft in sieben Schuljahren zahlreiche Hefte, Bücher und CDs weg. Wann
gibt es ökologischeres Frühfranzösisch?
Früher hatte man Kopierorgien. Vielleicht ist
das Papier jetzt einfach in Büchern und Heften
gesammelt. Bei einem Buch, das man weitergibt,
muss man kopieren. Die Blätter müssen geord-
net werden. Wir haben uns für dieses Lehrmittel
entschieden. Ich bin eigentlich enttäuscht, wenn
die Kinder die Magazines wegwerfen. Die sind
sehr schön. Dank dem Einwegkonzept können
Verbesserungen und Aktualisierungen künftig
im Jahresrhythmus vorgenommen werden und
die Kinder können direkt in die Magazines hineinschreiben
Eine Expertise aus Schaffhausen kommt zum
Schluss, dass Frühstarter im Vergleich zu
Spätstartern keine entscheidenden Vorteile
haben und dass der wichtigste Faktor für
das Beherrschen einer Fremdsprache die Leistung in der Erstsprache ist. Würde man im
Kanton Bern nicht gescheiter in die Erstsprache investieren, statt so viel Geld für Frühfremdsprachen auszugeben?
Hüst und hott. Zu jeder Studie gibt es eine Gegenstudie. Ich behaupte, wir sind in der 3. Klasse
zu spät mit Frühfranzösisch. Ich finde: Das eine
tun und das andere nicht lassen. Die Erstsprache ist ganz wichtig. Auch bei fremdsprachigen Kindern. Wenn man Frühfremdsprachen
streicht, nimmt man vielen Kindern etwas weg.
Eher müssen wir differenziert hinschauen, wo es
Schwierigkeiten gibt, und Entlastungsmöglichkeiten suchen. Unsere Welt ist nicht schwarzweiss. Dass man in Erstsprache investieren
muss, ist selbstverständlich wichtig.
Im Zusammenhang mit den Frühfremdsprachen kennt man den Begriff «Sprachbad».
Dass Kinder in zwei Wochenlektionen nicht
in ein solches eintauchen, ist offensichtlich.
Sprachen lernen braucht Zeit.
Vielleicht tauchen sie in ein Sprachfussbädli.
Wir sind uns dessen bewusst und wollen mehr
Lehrpersonen für Austauschprojekte motivieren. Das können auch kleine Projekte sein:
Brieffreundschaften oder skypen zum Beispiel.
Es gibt Möglichkeiten, die nichts kosten und
keinen grossen Organisationsaufwand bescheren. Kinder sollen realisieren, dass es spannend
ist, sich mit Anderssprachigen auszutauschen.
Diese Weiterbildung
wollen wir
Die Sprachlehrpersonen der LEBESekstufe I erwarten von der PassepartoutWeiterbildung, dass das strenge Semester
nicht zusätzlich belastet wird, die Ausbildung
qualitativ hochstehend und praxisorientiert
ist und ihr Sprachunterricht besser wird.
Sie stellen folgende Forderungen.
1.Keine Lehrkraft muss ihre
Stellvertretungen selbst bezahlen.
2.Blockkurs in der ersten
Sommerferienwoche im Juli 2015.
3.Mehr Samstage als Kurstage anbieten.
4.Die Formulierung bezüglich Bezahlung
von Stellvertretungen muss kulanter sein,
d. h., man müsste die Anzahl bezahlte
Lektionen begrenzen, nicht die Tage.
5.Mehr Daten, mehr Blockzeiten
während der unterrichtsfreien Zeit.
6.Der Freitagnachmittag ist für einige
Lehrpersonen kein freier Nachmittag.
7. In jedem begründeten Fall
muss die Erziehungsdirektion
kulant und unbürokratisch helfen
(Stellvertretungslösungen, Ersatzdaten
finden), z. B. mit einem vorgedruckten
Gesuch via Schulleitung.
Integraler Forderungskatalog:
www.lebe.ch/downloads
Pädagogik
22
berner schule / école bernoise 7 / 2014
ProFi(t)3 – BeraterInnen sind bereit
Aus der Sicht des Kindes 23
berner schule / école bernoise 7 / 2014
«Ich freue mich auf die Schule»
So funktioniert das LEBE-Projekt ProFi(t)3: Schulleitungen und Lehrpersonen im
­Ruhestand bringen ihr Erfahrungswissen in die Schule zurück, indem sie unterrichtende KollegInnen beraten. Individuell, unkompliziert. Zwei Männer und eine Frau ­stellen
sich zurzeit für unverbindliche Beratungen zur Verfügung. Profitieren Sie jetzt.
Einmal im Jahr im Juni findet in Wangen an der Aare der «Wellentag» statt – wie an vielen anderen Schulen auch. Kindergärteler, Schülerinnen und Schüler besuchen an diesem Schnupper­
morgen Mitte Juni ihre nächstfolgende Schulstufe und lernen dabei ihre künftigen Lernräume
und Lehrpersonen kennen. Während an diesem Morgen Joshua Bitterli zeichnet, nutze ich als
­seine zukünftige Lehrerin die Gelegenheit, den aufgeweckten Kindergärteler zu interviewen.
Von Franziska Schwab
Stossen Sie an Grenzen bei der Betreuung verhaltensauffälliger Schülerinnen und Schüler?
Möchten Sie Schülerinnen und Schüler vermehrt in die Unterrichtsplanung miteinbeziehen? Wissen Sie nicht so recht, wie Sie die Eltern für positive Mitarbeit gewinnen könnten?
Haben Sie Fragen zur Leitung von Schulen,
zur Professionalität allgemein? Interessiert Sie
Planarbeit oder wie ein Schultheaterprojekt am
besten angepackt wird? Oder haben Sie ganz
andere Anliegen, die Sie mit einer erfahrenen
Lehrperson, die sich Zeit für Sie – und nur für
Sie – nimmt, besprechen möchten?
Mit dem Senioren-Beratungsprojekt ProFi(t)3
bietet LEBE Ihnen eine unbürokratische Möglichkeit, sich beraten zu lassen. Die Idee des Projekts stammt von Hanspeter Egli, einem pensionierten Sekundarlehrer und Schulleiter. Er
hat bereits einige Beratungsgespräche geführt.
Mit Erfolg. Neben Hanspeter Egli stellen sich
zwei weitere pensionierte Lehrpersonen für Beratungen zur Verfügung: Hans Abplanalp und
Helen Balsiger. Ihr Profil, ihre Stärken, ihre beruflichen Erfahrungshintergründe können auf
unserer Internetseite, Rubrik «Für die Praxis»,
eingesehen werden. Sie alle verfügen über ein
grosses Erfahrungswissen und zeitliche Kapazität. Gerade Zeit fehlt im schulischen Umfeld
oft. Schulleitungen und KollegInnen sind meist
mit eigenen Themen und Aufgaben so belastet,
dass sie zu wenig zeitliche Ressourcen haben,
um angespannte Situationen lösen zu helfen.
Die BeraterInnen geben ihr Wissen und umsetzbare Ratschläge weiter, ohne den Anspruch
zu haben, dass diese allein selig machend sind.
Sie sind spontan und flexibel einsetzbar, können unverbindlich auch nur einmal um Rat
gefragt werden, arbeiten ehrenamtlich und haben folglich eine sehr hohe Eigenmotivation.
Sie unterzeichnen einen von LEBE ausgearbeiteten Verhaltenskodex. Die Beratung zielt
auf KollegInnenhilfe und nicht auf das System
Schule ab. Ausserdem kann sie jederzeit ohne
Folgen abgebrochen werden. Das Projekt soll
andere Beratungsangebote nicht konkurrenzieren, sondern ergänzen. Es heisst ProFi(t)3,
weil mindestens drei Gruppen von Beteiligten davon profitieren. Die Lehrpersonen, die
Kinder und schliesslich die Seniorinnen und
Senioren.
Lassen Sie sich beraten
Lehrpersonen, die sich unverbindlich
beraten lassen möchten,
melden sich direkt bei einer
der Beratungspersonen.
http://www.lebe.ch/fuer-die-praxis/
profit3-seniorencoaching. Mehr
Informationen bei Franziska Schwab,
Leiterin Pädagogik LEBE,
Tel. 031 326 47 45,
franziska.schwab@lebe.ch
Interview: Franca Portmann
Was wirst du in der ersten Klasse
alles lernen?
Ich glaube, Französisch. Ich lerne lesen und
­schreiben und ganz sicher rechnen. Wir gehen
auch turnen und manchmal zeichnen wir. Ich
lerne still sein, weisst du, nicht laut tun.
Joshua, was packst du am ersten Schultag in
deinen neuen Schulsack ein?
Ich nehme unbedingt ein Znüni mit; vielleicht
am ersten Schultag ausnahmsweise ein Schöggeli. Natürlich packe ich auch mein neues Etui
in den Schulsack.
Wie sollte deine Lehrerin sein, damit du
gerne zur Schule gehst?
Sie muss lieb, freundlich und manchmal auch
lustig sein. Weisst du, einfach nicht streng.
Worauf freust du dich in der Schule
am meisten?
Ich wünsche mir bereits am ersten Schultag
Hausaufgaben. Am besten gleich schreiben und
rechnen.
Joshua Bitterli
Bild: zvg
Joshua, wirst du wohl aufgeregt sein
am ersten Schultag?
Ich freue mich auf die Schule, aber ich bin wohl
etwas aufgeregt.
Was denkst du, ist auch die Lehrerin
am ersten Schultag aufgeregt?
Ja, ich glaube schon ein wenig.
Worin bist du bereits heute gut?
Ich kann schon Buchstaben lesen und ich kann
sehr gut zeichnen. Ich kann auch tauchen und
schwimmen.
Tatsächlich waren wir beide am ersten Schultag
am 11. August etwas aufgeregt. Gemeinsam mit
der ganzen Klasse haben wir unterdessen die
Schule glücklich gestartet.
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LEBE-Weiterbildung
24
berner schule / école bernoise 7 / 2014
Das neue Kursprogramm ist da
Das Leporello mit den aktuellen Weiterbildungsangeboten enthält, neben den regulären Kursen mit teilweise
bereits bekannten LEBE-Kursleitenden, viele Neuerungen. Zum Beispiel die OvO-Kurse (Organisiert vor Ort),
die einerseits pädagogische Inputs liefern und andererseits teambildend eingesetzt werden können. Mit den
OvO-Kursen kommen wir gerne in Ihre Region, in Ihr Kollegium und passen uns Ihren Bedürfnissen an.
Von Stefan Wittwer
LEBE auf Kurs – das neue Weiterbildungsangebot, in Form eines Leporellos, liegt dieser
«berner schule» bei. Im Rahmen der regulären Kurse bieten wir selbstverständlich nach
wie vor beliebte LEBE-Weiterbildungsperlen
an. Treue NutzerInnen des LEBE-Weiterbildungsangebots werden aber einige Neuerungen erkennen. Unser Ziel ist es, aktuelle pädagogische Schwerpunkte des Verbands wie die
Fokussierung auf Lösungen (vgl. schulpraxis
3/13), das Image der Lehrpersonen (vgl. schulpraxis 2/14) oder den Lehrplan 21 vermehrt
im Weiterbildungsprogramm aufzunehmen.
Deshalb geht es in den neuen Kursen um Themen wie «Stärkenorientierung», «Kompetenzziele», «Pflege der Wertschätzung» oder
«Konflikte klären».
Interessante Angebote für Schulleitungen
Auch das Angebot für Schulleitungen wollen
wir weiter ausbauen. Schon im jetzigen Programm finden Sie als SchulleiterIn hochinteressante Ausschreibungen. Wir sind stolz, den
langjährigen Staatsschreiber unseres Kantons,
Kurt Nuspliger, als Leitenden von zwei Kursen
gewonnen zu haben. Wer könnte besser erläutern, worauf beim Führen im Spannungsfeld
von Politik und Verwaltung geachtet werden
muss? Drei andere Kurse wie «Coaching durch
die Schulleitung» stehen Ihnen zur Auswahl.
Mittelstufe 25
berner schule / école bernoise 7 / 2014
Sehr gute Arbeit, nicht mangelhafte
Beurteilungskompetenz
ÜBERTRITTSVERFAHREN Um Lehrpersonen vom Einigungsgespräch zu entlasten, wurde im März
2014 erstmals eine Kontrollprüfung durchgeführt. Die Übertrittsquote fiel nicht wie erwartet ­
tiefer aus, sondern höher – 123 Kinder schafften den Sek-Übertritt entgegen den Empfehlungen ihrer
Lehrperson. Die Zeitung «Der Bund» berichtete am 31. Mai 2014 darüber. Der Artikel erwecke­
den Eindruck, die Beurteilungskompetenz der Lehrpersonen sei zweifelhaft, hält die Mittelstufen­
konferenz fest. Als Reaktion hat sie einen Brief an den im Beitrag zitierten Erwin Sommer,
­Vorsteher des Kantonalen Amts für Kindergarten, Volksschule und Beratung, geschrieben.
Von Beat Wirz
Das neue Kursprogramm nimmt aktuelle pädagogische Themen des Verbands auf.
Falls Sie gerade am Planen eines ganzen Weiterbildungstages für Ihr Kollegium sind, beachten
Sie unsere OvO-Angebote.
Mit den OvO-Kursen einen Kollegiumstag
gestalten
Gute Schule entwickelt sich an und mit der
Basis. LEBE will vermehrt Weiterbildung in
Ihrer Region, direkt an Ihrer Schule anbieten. Sie finden im Leporello deshalb neu auch
sogenannte OvO-Angebote (Organisiert vor
Ort). Diese werden in Zusammenarbeit mit
Ihnen, den Lehrpersonen und Schulleitungen,
vor Ort organisiert. Einige OvO-Kurse liefern
hauptsächlich pädagogische Inputs – bei ande-
Bild: FK
ren stehen das Soziale und die Teambildung im
Vordergrund. Damit wollen wir einen Beitrag
zu einer guten Schulhauskultur leisten.
Buchen Sie beispielsweise als Teil I eines Weiterbildungsnachmittags den Kurs «Der einzige
Weg hinaus führt hindurch – Konflikte klären
in der Schule» von Klärungshelfer, Mediator
und Sek-I-Lehrer Amir Vitis und als Teil II
den Sensorik-Workshop mit dem DoppelkochWeltmeister und Coolinariker Urs Messerli.
Alle OvO-Kurse lassen sich an Ihre Bedürfnisse
anpassen – lassen Sie sich vom Angebot inspirieren und nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir
helfen gerne weiter.
Kontakt: stefan.wittwer@lebe.ch
Voranzeige
Mittelstufenversammlung 2014
«Die Baustelle» – ein interaktives Konzert von und mit Georg
Wiesmann. Im Aschluss an die statutarischen Geschäfte.
Wann: Mittwoch, 5. November 2014, 15.30 Uhr
Wo: Aula Rebacker Münsingen
Einladung folgt.
Die Mittelstufenkonferenz befürchtet, dass als
Folge des Artikels die Beurteilungskomptenz
der Sechstklasslehrpersonen öffentlich in Frage
gestellt werden könnte. Gleichzeitig bemängelt
sie die Kontrollprüfung. Man sei sich bewusst,
dass Aussagen in Zeitungsberichten mit Vorsicht
zu geniessen seien, hält sie in ihrem S
­ chreiben
an Erwin Sommer fest. Doch gehe man davon
aus, dass die Fakten korrekt wiedergegeben
seien. Also hätten von 326 Schülerinnen und
Schülern, die gemäss der Beurteilung der MittelstufenlehrerInnen zum Zeitpunkt des Selektionsentscheids die Voraussetzungen für die Sekundarschule nicht erbracht haben, 113 Kinder
an der Kontrollprüfung trotzdem das höhere
Niveau erreicht.
Damit entstehe in der Öffentlichkeit der Eindruck, dass die Beurteilungskompetenz der
Sechstklasslehrpersonen im Übertrittsverfahren
zweifelhaft sei – es sei eingetroffen, was man
befürchtet habe: Die gut gemeinte Entlastung
habe für zahlreiche Lehrpersonen das Gegenteil gebracht. 33 Prozent der Eltern hätten die
Bestätigung erhalten, dass die Beurteilung der
Lehrperson falsch war.
Die Aussage, man habe keine Abweisungsprü­
fung, sondern eine faire Situation schaffen wollen, habe zu Verärgerung und Verunsicherung
geführt.
Es gehe um Fairness sowohl gegenüber den
Schülerinnen und Schülern wie auch gegenüber
den Lehrpersonen. Die Berner Lehrerinnen
und Lehrer würden ihre Entscheidungen im
Übertrittsverfahren nicht leichtfertig treffen.
Die Konferenz der Mittelstufe ist überzeugt,
dass in Anbetracht der gesellschaftlichen Anforderungen schon heute wohlwollend und
grosszügig beurteilt werde. Fazit: Dass eine so
grosse Anzahl von Kolleginnen und Kollegen
mit ihrem Fachurteil falsch liege, werde bestritten, auch ohne die einzelnen Situationen zu
kennen.
Die Antwort von Erwin Sommer
Die Kontrollprüfung sei von der Erziehungsdirektion auf Wunsch der Lehrpersonen eingeführt worden mit dem Ziel, diese vom Einigungsgespräch zu entlasten. Das Verfahren
bleibe mit einem Unterschied gleich: Eine standardisierte Prüfung solle anstelle der belastenden Elterngespräche zur Verfügung stehen.
Diese im März 2014 erstmals durchgeführte
Kontrollprüfung sei seines Erachtens gut verlaufen. Lediglich 4 Prozent der rund 8740
Schülerinnen und Schüler des 6. Schuljahrs
hätten sich zur Kontrollprüfung angemeldet.
Das heisse, dass sich Lehrpersonen und Eltern
in 96 Prozent der Fälle betreffend Zuweisung
hätten einigen können. Von den Kindern, welche die Kontrollprüfung absolviert hätten, habe
circa ein Drittel reüssiert, was 1 Prozent aller
Sechstklässler entspreche. Das sei insgesamt
eine grosse Leistung der Lehrpersonen des 6.
Schuljahres, das Ziel sei erreicht.
Tatsächlich könne der Bund-Artikel den Eindruck erwecken, die Beurteilungskompetenz
der Sechstklasslehrpersonen im Übertrittsverfahren sei zweifelhaft. Die Erziehungsdirektion
decke diesen Eindruck in keiner Art und Weise.
Im Gegenteil fühle sie sich aufgrund des Resultats darin bestätigt, dass die Sechstklasslehrpersonen in Anwendung des Beurteilungsmosaiks
sehr gute Arbeit leisteten.
Die beiden Briefe sowie den Bund-Artikel finden
Sie unter www.lebe.ch/downloads
Kommentar
Von Beat Wirz
Wie macht man aus einer Geschichte eine
ganz andere? Beispiele, wie dieser Kunstgriff in den Medien vorgenommen werden
kann, gibt es zuhauf. Oft reicht es, einen bestimmten Sachverhalt ein wenig einseitig zu
beleuchten, das eine oder andere Detail wegzulassen und einen anderen Teilaspekt etwas
in den Vordergrund zu schieben. Wenn bei 1
Prozent aller SechstklässlerInnen im Kanton
nach der Kontrollprüfung ein Sek-Übertritt
resultiert, obwohl ihre Lehrpersonen die
Real empfohlen hätten, dann heisst das gesamthaft: 99 Prozent Übereinstimmung.
Gute Arbeit, Kompliment an die Mittelstufenlehrpersonen. Aber dass sich Eltern und
Mittelstufenlehrpersonen punkto Zuteilung
der Kinder zu fast 100 Prozent einig waren,
ist scheinbar keine extrem spannende Geschichte. Dass 4 Prozent aller Kinder, also
genau 326, zur Prüfung antraben mussten,
auch noch nicht. Dass bei 123 entgegen den
Einschätzungen der Mittelstufenlehrperson
ein Übertritt in die Sekundarschule resultierte, also bei gerade einmal einem Prozent
von 9000 Kindern, ist eigentlich ein Erfolg
und damit der Todesstoss der Story, die zu
lesen war. Erst wenn man die 326 und die
123 in Relation bringt, kommt man auf 33
Prozent Abweichung, auf das Drittel Kinder,
das entgegen der Empfehlung ihrer Lehrperson nun in die Sek darf – und damit auf die
Geschichte der Beurteilungskompetenz, die,
genau betrachtet, so keine ist.
Eingangsstufe
26
berner schule / école bernoise 7 / 2014
LEBE-Beratung 27
berner schule / école bernoise 7 / 2014
Diskussion um Pausen-Lohnabzüge
pädagogisch führen
Veränderungen betreffend befristete
und unbefristete Anstellung
Die KG/U-Stufenversammlung vom 11. Juni 2014 überraschte mit zwei Darbietungen: Die Kinder­
der Thuner Kindergärten Wattenwilweg I von Ruth Amstutz und Feldstrasse II von Brigitta­
Anliker führten ein «Mugigelied» sowie einen Tanz aus ihrem Theaterstück «Dornröschen» auf.
Die Überraschungen waren nicht zuletzt als Dank an Erziehungsdirektor Bernhard Pulver­
gedacht für seinen Einsatz für die Sache des Kindergartens und der Unterstufe.
FRAGE: Ich habe gehört, dass seit dem 1. August 2014 befristete Anstellungen­
­nur noch beschränkt möglich sind. Stimmt das?
Von Higi Heilinger
Nun, die Kinder kamen, sangen und tanzten –
sehr zur Freude des Publikums, aber in Abwesenheit des Erziehungsdirektors, der länger als
geplant im Rathaus den politischen Geschäften
nachgehen musste.
Mit seinen Ausführungen zum «Offenen Unterricht» holte Pascal Zaugg die anwesenden KG/ULehrpersonen in den schulischen Alltag zurück.
Eine moderne Gesellschaft könne sich althergebrachte Dressur-Methoden nicht mehr leisten,
führte der Referent aus und beschrieb anschaulich
die Erweiterten Lehr- und Lernformen ELF, die
er in seinem Unterricht mit Erfolg anwendet.
LEBE-Gewerkschafter Christoph Michel
kam in seinem Referat auf die durchaus erfreuliche Lohnentwicklung zu sprechen.
Damit war das Stichwort gegeben für die engagiert geführte Diskussion betreffend Pausenregelung im Kindergarten, in der auch
LEBE-Geschäftsführerin Regula Bircher das
Wort ergriff. Diskutiert wurden in erster Linie die Pausen-Lohnabzüge an Kindergärten,
die in Schulen integriert sind.
Die Situation am Kindergarten könne nicht mit
derjenigen an den oberen Stufen verglichen wer-
Barfuss, mit dem Kochlöffel in der Hand: Die Kinder
des Thuner Kindergartens Feldstrasse II führen ihr
Theaterstück «Dornröschens tanzende Köche» auf.
Bild: HH
den, wo die Lehrpersonen wirklich Pause machen und sich ins Lehrerzimmer zurückziehen
könnten, wurde argumentiert. Eine Kindergartenlehrperson könne kaum jemals eine Pause
machen und alle Kinder zum gleichen Zeitpunkt
unbetreut in die Pause schicken. In Ruhe einen
Pausenkaffee zu trinken, sei schlicht unmöglich.
Einige Kinder bräuchten gerade in der Pause be-
sondere Betreuung, anderen müsse beim Anziehen geholfen werden, wieder andere fürchteten
sich, gemeinsam mit den grösseren Kindern und
Jugendlichen auf den Pausenplatz zu gehen. Für
dieses Engagement mit Lohnabzügen bestraft zu
werden, sei schlicht unfair und untragbar.
Christoph Michel und Regula Bircher zeigten
Verständnis für die vorgebrachten Argumente,
warnten jedoch davor, die Anliegen mit der
Lohnfrage zu verknüpfen. Man müsse im Gespräch mit der Schulleitung pädagogische Argumente vorbringen, alles andere sei zum jetzigen
Zeitpunkt kontraproduktiv. Diese Empfehlungen wurden im Publikum nicht ohne Widerspruch aufgenommen. Aus den verschiedenen
Voten war herauszuhören, dass bei zahlreichen
Lehrerinnen wenig Vertrauen in ihre Schulleitungen besteht, dass diese sich in dieser brisanten Frage tatsächlich für eine faire Lösung
einsetzen würden. Affaire à suivre.
Mit ihren Anliegen und Fragen können sich
Kindergarten- und Unterstufenlehrpersonen
an die Stufenkonferenz, die übrigens neu Eingangsstufe heisst, wenden. Im Herbst ist eine
Veranstaltung zum Thema geplant.
Schule für alle – am Beispiel der Sprachförderung
In Zusammenarbeit mit den Vereinen Dyslexie
Bern und Lesen und Schreiben Bern
Jahr für Jahr verlassen Jugendliche die Volksschule, die nicht genügend
lesen und schreiben gelernt haben. Auch Kinder mit einer Lese-Rechtschreibstörung werden oft nicht ihren Fähigkeiten entsprechend gefördert, bleiben auf der Strecke, werden manchmal beschämt und entmutigt. Die Volksschule im Kanton Bern sondert diesbezüglich noch immer
Kinder aus. Das ist zwar schon lange bekannt, findet aber nach wie vor
statt. Wie kann es einer Volksschule gelingen, allen Schülerinnen und
Schülern die nötigen Kenntnisse in Lesen und Schreiben zu vermitteln, damit sie am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben teilhaben und
ihre Fähigkeiten entfalten können?
Kurs-Nr. 1500144
am Samstag, 25. Oktober von 9.00 bis 13.15 Uhr
im Foyer Stadttheater Bern, Kornhausplatz 20, Bern
Kosten: CHF 50.– (inkl. Stehlunch)
Anmeldung ab sofort per Mail an: iris.diem(at)vhsbe.ch
Tagungsprogramm:
http://www.vhsbe.ch/Schule-fuer-alle.234.0.html
Von Roland Amstutz, Fürsprecher
fügt, so dass die Anstellungsvoraussetzungen
nicht erfüllt sind. In der Regel wird in diesen
Fällen eine befristete Anstellung mit detaillierten Auflagen bezüglich Erwerb des erforderlichen Diploms verfügt sowie eine angemessene
Frist zur Erlangung des Diploms eingeräumt.
War eine Lehrperson in dieser Situation bisher
befristet angestellt, wird sie neu «unbefristet
mit Auflagen» angestellt.
Achtung: Werden die Auflagen innert der verfügten Frist nicht erfüllt, kann dies zur Auflösung der Anstellung führen. Es empfiehlt sich
deshalb, sich frühzeitig mit der Anstellungsbehörde in Verbindung zu setzen, wenn erkennbar
wird, dass die angesetzte Frist nicht eingehalten
werden kann.
Haben Sie noch Fragen? Unser Beratungsteam
steht Ihnen gerne zur Verfügung.
Es trifft zu, dass per 1. August 2014, nebst verschiedenen anderen Bestimmungen, in der Verordnung über die Anstellung der Lehrkräfte
LAV auch die Bestimmungen über die befristete beziehungsweise unbefristete Anstellung
angepasst worden sind (insbesondere Art. 5 und
6 LAV). Gemäss diesen neuen Bestimmungen
gilt Folgendes:
Befristete Anstellung
Lehrpersonen dürfen nur noch befristet angestellt werden, wenn explizite Gründe für eine
Befristung vorliegen. Es kommen dabei nur noch
zwei Gründe in Frage: Einerseits kann geltend
gemacht werden, dass das Ende der Anstellung
mit grosser Wahrscheinlichkeit feststeht, andererseits werden Stellvertretungen, Fachreferentinnen oder Klassenhilfen befristet angestellt.
Eine weitere Möglichkeit einer Befristung ist,
anders als im alten Recht, nicht mehr vorgesehen.
Neu ist ausserdem, dass es keine sogenannten
Kettenbefristungen mehr gibt. Das heisst, dass
aneinandergereihte befristete Anstellungen
bei der gleichen Anstellungsbehörde nach fünf
Jahren automatisch in eine unbefristete Anstellung übergehen. Aber: Befristete Anstellungen
vor dem 1. August 2014 werden bei dieser Frist
nicht angerechnet. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass der Übergang zu einer unbefristeten Anstellung nicht automatisch auch die
Aufhebung von allfälligen Vorstufenabzügen
beim Gehalt beinhaltet. Diese Abzüge richten
sich weiterhin nach den für die jeweilige Stelle
vorgeschriebenen Anstellungsvoraussetzungen.
Unbefristete Anstellung
Eine unbefristete Anstellung ist die Regel und
erfolgt einerseits grundsätzlich dann, wenn die
Lehrperson über ein gesamtschweizerisch oder
Wir sind für Sie da
Roland Amstutz, Fürsprecher
Bild: FK
vom Kanton Bern anerkanntes Lehrdiplom
für die entsprechende Stufe und die entsprechenden Fächer verfügt und damit die Anstellungsvoraussetzungen erfüllt. Wichtig: Erfüllt
eine Lehrperson die stufengerechte Lehr- und
Fachkompetenz gemäss altem Recht, dürfen ihr
bei einer neuen Anstellung auf derselben Stufe
keine Auflagen gemacht werden.
Eine unbefristete Anstellung mit Auflagen erfolgt in denjenigen Fällen, in welchen die Lehrperson nicht über ein gesamtschweizerisch oder
vom Kanton Bern anerkanntes Lehrdiplom für
die Stufe und die entsprechenden Fächer ver-
Einführung in die Transaktionsanalyse
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Anne Studer, Beraterin
Tel. 031 326 47 36
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Roland Amstutz, Fürsprecher
Tel. 031 326 47 40
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Unsere Beratungszeiten
Mo, 9.00–12.00 / 14.00–17.30 Uhr
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Offre de conseil de LEBE
28
berner schule / école bernoise 7 / 2014
Modifications touchant à l’engagement à durée déterminée et à l’engagement à durée indéterminée
QUESTION : J’ai entendu dire que depuis le 1er août 2014, les engagements à durée déterminée ne sont plus possibles que dans un nombre restreint de cas. Est-ce vrai ?
Par Roland Amstutz, avocat
C’est effectivement le cas : à partir du 1.8.2014,
outre divers changements touchant d’autres dispositions, celles de l’Ordonnance sur le statut du
corps enseignant OSE qui concernent les engagements à durée déterminée resp. indéterminée
ont été modifiées (en particulier les art. 5 et 6
OSE). Selon ces nouvelles dispositions, le nouveau droit est le suivant :
Nous sommes là pour vous
Anne Studer, conseillère
Tel. 031 326 47 36
anne.studer@lebe.ch
Roland Amstutz, avocat
Tel. 031 326 47 40
roland.amstutz@lebe.ch
Engagement à durée déterminée
Les membres du corps enseignant ne peuvent
plus faire l’objet d’un tel engagement que si des
raisons explicites existent pour une durée déterminée. Deux seuls cas sont prévus : d’une part, il
est possible de faire valoir que l’échéance de l’engagement est fixée avec une grande probabilité,
d’autre part il s’agit d’une personne engagée en
tant qu’intervenant ou intervenante externe, pour
des remplacements ou comme auxiliaire de classe.
Aucune autre situation pour un engagement à durée déterminée n’est plus prévue, contrairement à
ce qui prévalait dans l’ancien droit.
Une autre innovation est la suppression des durées déterminées qui s’enchaînent. En d’autres
termes, une suite d’engagements à durée déterminée auprès de la même autorité d’engagement
devient automatiquement, après cinq ans, un
engagement à durée indéterminée. Cependant :
un engagement à durée déterminée antérieur
au 1.8.2014 n’est pas pris en compte dans cette
durée. Dans ce cadre, il faut souligner que le
passage à un engagement à durée indéterminée
n’implique pas, pour le traitement, une suppression automatique de la déduction d’échelons
préliminaires éventuels. Ces réductions au traitement de base se fondent, comme par le passé,
sur les conditions d’engagement prescrites à
l’autorité concernée.
Engagement à durée indéterminée
Un tel engagement est la règle et il intervient en
principe quand la personne enseignante dispose
des diplômes reconnus au niveau suisse ou par le
canton de Berne pour le degré d’enseignement
considéré et les disciplines concernées, remplissant ainsi les conditions d’engagement. Un
point important : si une personne enseignante,
selon l’ancien droit, disposait des compétences
d’enseignement et des compétences spécialisées
Heures de conseil LEBE
Lundi,
9.00–12.00 / 14.00–17.30 h
Mardi, 9.00–12.00 h
Mercredi, 9.00–12.00 / 14.00–17.30 h
Jeudi,
9.00–12.00 h
Vendredi, 9.00–12.00 / 14.00–16.15 h
Roland Amstutz, avocat
Photo: FK
requises pour le degré d’enseignement considéré
et qu’elle est réengagée au même degré d’enseignement, elle ne peut voir son engagement assorti de conditions.
Un engagement à durée indéterminée assorti de
conditions intervient dans les cas où l’enseignant
ne dispose pas des diplômes reconnus au niveau
suisse ou par le canton de Berne pour le degré
d’enseignement considéré et les disciplines
concernées, ce qui signifie qu’elle ne satisfait
pas aux exigences. Dans un tel cas, une décision
d’un engagement à durée déterminée est rendue, conditionné à l’obtention du diplôme requis
dans un délai raisonnable. Si une personne enseignante dans cette situation était engagée pour
une durée déterminée selon l’ancien droit, son
engagement devra, selon le nouveau droit, être
transformé en engagement à « durée indéterminée assorti de conditions ».
Attention : Si les conditions ne sont pas satisfaites dans les délais, cela peut conduire à la
résiliation de l’engagement. On prendra donc
contact assez tôt avec l’autorité d’engagement
dès qu’il est évident que le délai fixé ne pourra
pas être tenu.
Encore des questions ? Notre équipe de conseillers vous répondra volontiers.
29
berner schule / école bernoise 7 / 2014
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Bern Nord
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Gewerkschaft
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Christoph Schenk
christoph.schenk@lebe.ch 031 326 47 49
Pädagogik
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franziska.schwab@lebe.ch 031 326 47 45
Stefan Wittwer
stefan.wittwer@lebe.ch 031 326 47 46
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saskia.habich@lebe.ch 031 326 47 41
Beratung
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roland.amstutz@lebe.ch
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031 326 47 36
Sekretariat
Britta Läderach
britta.laederach@lebe.ch 031 326 47 42
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iris.kinfe@lebe.ch 031 326 47 42
Theres Schnegg
theres.schnegg@lebe.ch 031 326 47 43
Florian Megert (Lernender)
florian.megert@lebe.ch 031 326 47 59
Mitgliederverwaltung
Susann Gehrig
susann.gehrig@lebe.ch 031 326 47 51
Buchhaltung
Verena Schlüchter (LEBE Solidaritätsstiftung)
verena.schluechter@lebe.ch 031 326 47 52
Angelika Schneeberger
angelika.schneeberger@lebe.ch 031 326 47 50
Präsidium
Martin Gatti (Präsident)
Hohlestrasse 28
3123 Belp
martin.gatti@lebe.ch
031 819 22 52
Bruno Rupp (Vizepräsident)
Parkstrasse 7
3014 Bern
bruno.rupp@lebe.ch
079 340 90 65
30
berner schule / école bernoise 7 / 2014
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SwissSkills Bern 2014
31
berner schule / école bernoise 7 / 2014 «Unter die zwei Besten zu kommen,
wäre ein Traum»
Am 17. September starten die SwissSkills Bern 2014 – die 1. Schweizer Berufsmeisterschaften (siehe Kasten). Thomas Reber aus Trub ist einer von 1000 Wettkämpferinnen und Wettkämpfern, die sich dafür qualifiziert haben. Der junge Schreiner bereitet sich intensiv vor.
Interview und Bild: Rolf Marti
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Trainiert hart – auch in der Freizeit: Thomas Reber wird an den SwissSkills Bern 2014 um den Schweizer-Meister-Titel als Schreiner kämpfen.
Noch zehn Tage bis zu den
SwissSkills Bern 2014:
Sind Sie schon nervös?
Ich denke ständig an die SwissSkills – aber so richtig nervös werde
ich wohl erst ein oder zwei Tage
vor Beginn. Ich kenne das Gefühl
der Nervosität von den verschiedenen Vorausscheidungen. Doch die
SwissSkills sind noch einmal eine
andere Schuhnummer …
Worin besteht der Kick, sich für
einen solchen Wettbewerb anzumelden?
Es macht einfach Spass, sich mit
anderen zu messen. Das ist wie im
Sport. Zudem lernt man andere
Nachwuchstalente kennen. In der
Nationalmannschaft der Schreiner,
zu der ich gehöre, treffe ich auf Kollegen aus unterschiedlichen Kantonen. Sie bringen entsprechend unterschiedliche Arbeitsweisen mit.
Das ist spannend und lehrreich.
Wie haben Sie sich für die SwissSkills qualifiziert?
Im dritten Lehrjahr wurde an der
Berufsfachschule ein Infoblatt verteilt. Ich habe mich für die erste
Vorausscheidung – die Sektionsmeisterschaft – angemeldet, ohne
zu realisieren, wie weit dieser Weg
führen kann. Ich dachte einfach,
das sei eine gute Vorbereitung auf
die Zwischenprüfung. Da ich unter
die ersten drei kam, qualifizierte
ich mich für eine der drei regionalen Schreinermeisterschaften der
Schweiz. Nun bin ich unter den
neun Finalisten, die in Bern den
Schweizer-Meister-Titel unter sich
ausmachen werden. Die beiden
Bestplatzierten werden nächstes
Jahr an die WorldSkills 2015 nach
Brasilien reisen – einer in der Disziplin Möbelschreiner, einer in der
Disziplin Massivschreiner.
Meisterschaft: Das klingt nach
Schweiss und hartem Training.
Wie bereiten Sie sich vor?
Der Verband Schweizerischer
Schreinermeister und Möbelfabrikanten organisiert seit Mai rund
alle zwei Wochen ein zweitägiges
Training. Hinzu kommen drei
zweitägige Events, an denen wir
unter
Wettkampfbedingungen
arbeiten, und ein dreitägiges Abschlusstraining. Daneben übe ich
individuell und nach Möglichkeit
in der Freizeit. Die Vorbereitung
ist intensiv, ich wende rund 20
Prozent meiner Zeit dafür auf.
Zum Glück unterstützt mich mein
Lehrbetrieb mit Zeit und Material. Ansonsten wäre das kaum
möglich.
Wie wird die Meisterschaft an
den SwissSkills ablaufen?
Sie dauert vier Tage, zwei gehören
der Disziplin Möbelschreiner, zwei
der Disziplin Massivschreiner. An
SwissSkills Bern 2014
32
jedem Tag gibt es zusätzlich ein
sogenanntes Powerfragment: Wir
erhalten 45 Minuten Zeit, um eine
kleine, aber anspruchsvolle Aufgabe zu lösen – zum Beispiel eine
komplexe Verbindung von Holz­
teilen.
Und inhaltlich? Wissen Sie, welche Aufgaben auf Sie warten?
Drei der vier Powerfragmente
sind bekannt. Diese üben wir in
den Trainings, zusätzlich übe ich
sie in der Werkstatt. Die Hauptaufgaben kennen wir aber nicht.
In einer Vorausscheidung haben
wir zum Beispiel in der Disziplin
Möbelschreiner einen Beistelltisch mit Schubladen gefertigt,
in der Disziplin Massivholz eine
anspruchsvolle Rundholzaufgabe
gelöst.
An Sportanlässen machen die
Fans zuweilen den Unterschied
aus. Werden Sie Freunde,
­Bekannte und Verwandte mobilisieren, die Sie in Bern unter­
stützen?
Natürlich freue ich mich, wenn
viele Leute an die SwissSkills reisen
und uns bei der Arbeit zuschauen.
Ich denke aber nicht, dass uns die
Leute anfeuern werden. Das wäre
auch nicht sinnvoll, weil wir uns
ganz auf die Arbeit konzentrieren
müssen. Wir müssen alles um uns
herum vergessen. Das üben wir in
den Trainings.
Konzentration ist also wichtig.
Worauf kommt es während des
Wettkampfs sonst noch an?
Man muss die Zeit im Auge behalten und sie taktisch geschickt einteilen. Nicht jeder Arbeitsschritt
gibt gleich viele Punkte. Es ist also
wichtig, dass man Prioritäten setzt
und denjenigen Arbeiten, die viele
Punkte geben, mehr Zeit und Beachtung schenkt.
Welche Ambitionen haben Sie? Ist
nur die Goldmedaille gut genug?
An die Platzierung denke ich nicht.
Ich werde mein Bestes geben und
schauen, wie weit es reicht. Aber
klar: Unter die zwei Besten zu kommen, wäre ein Traum – auch wegen
Brasilien.
Was versprechen Sie sich von den
SwissSkills für Ihre berufliche
Entwicklung?
Wenn man sich bewirbt und sagen
kann, ich war am Finale der nationalen Berufsmeisterschaften dabei,
ist das bestimmt kein Nachteil …
(lacht).
Thomas Reber ist 19 Jahre alt und ist
im vierten Lehrjahr. Er lernt bei der
Schreinerei Roth AG in Trubschachen.
Fan-Page: www.ssb14.ch/184
berner schule / école bernoise 7 / 2014
Auf zum Klasse(n)
event
Besuch online
vorbereiten
Die SwissSkills Bern 2014 sind die
weltweit grösste Leistungsschau
der Berufsbildung. 1000 junge
Talente kämpfen in 70 Berufen
um den Schweizer-Meister-Titel,
60 weitere Berufe stellen sich
in Form von Livedemonstration
und mit Informationsständen
vor. Hinzu kommen die beiden
Sonderschauen «Höhere
Berufsbildung und Weiterbildung»
und «Kleinstberufe».
Die SwissSkills Bern 2014 sind für
SchülerInnen der Sekundarstufen
I + II ein Muss: Nirgendwo
sonst erhalten sie so kompakt
und realitätsnah Einblick in die
Vielfalt der Berufswelt. Für
Schulklassen ist der Eintritt
kostenlos, die Veranstalter
helfen bei der Organisation, den
Lehrpersonen wird der Besuch
als Weiterbildung angerechnet.
Schulklasse anmelden:
www.swissskillsbern2014.ch >
Schulen > Anmeldung
Damit die SchülerInnen ein
Optimum für ihre Berufswahl
oder ihre Laufbahnplanung mit
nach Hause nehmen, sollten sie
den Besuch der SwissSkills Bern
2014 im Unterricht vorbereiten.
Die Veranstalter haben dafür
ein Onlinevorbereitungstool
eingerichtet, das jede Schülerin
und jeder Schüler individuell
nutzen kann. Das Tool stellt
alle Berufsfelder, Berufe und
WettkämpferInnen vor und zeigt,
was wann und wo über die
Bühne geht. Mit einem einfachen
Check finden die SchülerInnen
diejenigen Berufe, die ihren
Interessen entsprechen. Sie
können sich über diese Berufe
informieren und sie markieren.
Mit dem entsprechenden Klick
verbindet das Tool die markierten
Berufe auf einem Übersichtsplan
zu einer individuellen Route,
der die SchülerInnen an den
SwissSkills folgen können.
www.swissskillsbern2014.ch >
Schulen > Vorbereitungstool
Willkommen am Treffpunkt Formation
Die Lounge «Treffpunkt Formation» ist ein exklusiver Ort für
geruhsame Pausen zwischen den Meisterschaften der SwissSkills Bern 2014. Sie bietet nicht nur Möglichkeiten für Gespräche und Erfahrungsaustausch unter Lehrpersonen, Bildungsverantwortlichen und Akteuren der Berufsbildung, sondern mit
ihrem Standort auf der Empore in Halle 4 auch einen attraktiven
Blick auf das Wettkampfgeschehen. Kurze Referate zu aktuellen Themen runden das Angebot ab. Lehrpersonen können sich
am von LEBE mit getragenen Treffpunkt zudem den Besuch
der Meisterschaften als Weiterbildung bestätigen lassen.
Kurz und bündig
33
berner schule / école bernoise 7 / 2014 EDUARD – der neue Schulpreis
der PHBern
Anlässlich ihres 10-jährigen Bestehens lanciert die PHBern auf das
Jahr 2015 den Schulpreis EDUARD. Kern des Preises bildet
der Austausch – sowohl zwischen
Schulen als auch zwischen Schulen
und ausserschulischen Institutionen und Lernorten. Mit der Verleihung von EDUARD verfolgt die
PHBern das Ziel, herausragende
Projekte an Berner Schulen zu würdigen, die in Form eines Perspekti-
venwechsels und Wissenstransfers
einen Blick nach aussen wagen und
im Gegenzug einen Blick nach innen ermöglichen.
Im Fokus der ersten Preisvergabe
2015 steht der Austausch zwischen
Schule und Politik. Die Ausschreibung richtet sich an Schulleitungen,
Lehrpersonen sowie PHBern-Studierende, die ein entsprechendes
Austauschprojekt an einer Schule,
mit einer Schulklasse oder im Kol-
legium realisiert haben. Gesucht
sind Projekte auf allen Stufen, von
Kindergarten bis Mittelschule.
Mit einem zweijährlich wechselnden thematischen Fokus greift der
Preis unterschiedliche Aspekte von
Austausch auf und berücksichtigt
dabei aktuelle Themen im Umfeld
der Schulen.
Zum ersten Mal verliehen wird
EDUARD im Rahmen von PH­
Bern Perspektiven am 18. Februar
2015 in Bern. Der Preis ist mit total
CHF 3000 dotiert. Die Jury setzt
sich aus Vertreterinnen und Vertretern aus Bildung, Politik und
Wirtschaft zusammen und wird
von einem Schulratsmitglied der
PHBern präsidiert.
Alle weiteren Informationen zum
neuen Schulpreis der PHBern sind
zu finden auf www.phbern.ch/
eduard. Die Bewerbungsfrist läuft
bis 15. November 2014.
Leichtfüssig durch den Schulalltag
Welche Lehrperson wünscht sich
nicht mehr Leichtigkeit im Schulalltag? Termine im Griff haben,
Stundenplan, Klassen- und Notenlisten unter Dach und Fach,
gleichzeitig aber das eigene Wohlergehen im Auge behalten: gute
Ernährung, befreiende Bewegung,
wohltuende Entspannung. Jetzt
gibt es Hilfe in Form einer Agenda
für die Work-Life-Balance. «Simpul Teacher» heisst sie und wurde
von der Ernährungsberaterin
Nadia Schwestermann und von
Leichtathletik-Trainer
Michael
Pfanner entwickelt. Mit einfachen
Tipps und Übungen lässt sich die
eigene Gesundheit bestens in den
Berufsalltag integrieren. Das neue
Schuljahr mit Schwung beginnen?
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Format A4, CHF 48.–, Bestellungen unter www.simpul.ch
SCHLOSS SPIEZ
ICT macht Schule
Im Rahmen einer Bachelorarbeit an
der PHBern ist die Website www.
mehict.ch entstanden. Diese richtet
sich an Kindergarten- und Primarlehrpersonen im Kanton Bern und
bietet interessante Möglichkeiten,
den Medienerziehungs- und ICTUnterricht sinnvoll in die verschiedenen Schulfächer einzubinden.
Neben einer Palette an Unterrichtsmaterialien finden sich weiterführende Informationen und
Angebote auf der Website, wodurch
ein spannender und handlungsorientierter Medienerziehungs- und
ICT-Unterricht ermöglicht wird.
Die Website basiert auf der Idee,
Anregungen und Produkte von
Studierenden und Lehrpersonen
zu vernetzen und für die aktive
Umsetzung im Unterricht nutzbar zu machen. Aus diesem Grund
sollen die Inhalte der Seite weiter
wachsen, und Sie können dabei eine
aktive Rolle spielen.
Haben Sie kreative Ideen oder ein
ansprechendes Produkt im Bereich Medienerziehung und ICT,
welches Sie auf der Website www.
mehict.ch veröffentlichen möchten?
Dann nehmen Sie Kontakt auf
unter folgender E-Mail: info@
mehict.ch
Angebote für Mittelstufe
Geschichte am Originalschauplatz erleben
• Mittelalter Workshop (begleitet oder unbegleitet)
• Didaktische Materialien (Mittelalter und Neuzeit)
Infos und Anmeldung: Schloss Spiez, Schlossstrasse 16, 3700 Spiez,
Tel. 033 654 15 06, admin@schloss-spiez.ch; Saisonende: 12. Oktober 2014
www.schloss-spiez.ch
Kurz und bündig
34
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berner schule / école bernoise 7 / 2014
Wettbewerb
«tête-à-tête»
Rund 10 herausragende Kulturprojekte werden für die
Realisation ausgewählt und
erhalten Projektbeiträge bis
maximal 69 000 Franken.
Das Programm Bildung und Kultur der Erziehungsdirektion des Kantons Bern schreibt zum
dritten Mal den Wettbewerb tête-à-tête für Kulturprojekte mit Schulen aus. Der Wettbewerb
soll Kulturschaffende und Schulen anregen,
gemeinsam neuartige Vermittlungsprojekte in
allen Kunstsparten zu erarbeiten, die im Schuljahr 2015/16 umgesetzt werden. Erwünscht sind
Formen lang andauernder Kooperationen und
Projekte mit modellhaftem Charakter, die dazu
beitragen, dass die Schule als Kulturort wahrgenommen wird. Mit dem Wettbewerb ergänzt
das Programm Bildung und Kultur seine Fördermassnahmen zur Stärkung der kulturellen Bildung an Schulen im Kanton Bern.
Einmalig für diesen Wettbewerb wird ein Sonderpreis für zweisprachige Projekte vergeben.
Der Verein BERNbilingue unterstützt mit einem namhaften Beitrag Projekte, die explizit den
Dialog zwischen den beiden Sprachgemeinschaften im Kanton Bern fördern und zweisprachig
(Deutsch und Französisch) umgesetzt werden.
Teilnahmeberechtigt sind professionelle Kulturschaffende und Kultureinrichtungen aller
Sparten sowie Schulen der Primarstufe (inkl.
Kindergarten), der Sekundarstufe I und der Berufsfachschulen des Kantons Bern. bs
Ablauf und Termine
Ausschreibung: 29. August 2014
Eingabefrist: 20. November 2014
Bekanntgabe Entscheid bis Ende Februar 2015
Umsetzung der Projekte: Schuljahr 2015/16
Projekteingaben von Kulturschaffenden
und Bewerbungen von Schulen können
bis spätestens 20. November 2014
elektronisch eingegeben werden.
Die Bewerbung der Schulen kann für
die Zusammenarbeit mit einem oder
einer bestimmten Kulturschaffenden
oder unabhängig davon erfolgen.
Detaillierte Informationen zum Wettbewerb
finden Sie unter www.erz.be.ch/tete-a-tete
Kurz und bündig
35
berner schule / école bernoise 7 / 2014 Zwei Veranstaltungen des Freien Pädagogischen
Arbeitskreises
Am 13. September 2014 führt
der Freie Pädagogische Arbeitskreis eine erste Veranstaltung aus
der Reihe «Blick über den Zaun»
durch: Ein Besuch der Gesamtschule Schüpberg zeigt, wie Heterogenität als Chance und Herausforderung genutzt werden kann.
Am 4. September wird im Lichtspiel in Bern ausserdem der Film
«Human Freedom – die Freiheit
des Menschen» gezeigt.
Altersgemischte Gemeinschaften
zeichnen sich durch eine Vielfalt von Anregungen sowohl im
sozialen wie auch im kognitiven
Bereich aus. Auf eine natürliche
Art und Weise erfahren die Kinder ihre Unterschiedlichkeit im
Zusammenleben. Im Verlauf der
Jahre erleben sie sich in verschiedenen Rollen, und ihre soziale
Stellung wird immer wieder neu
definiert. Sie lernen, sich in eine
Gruppe zu integrieren und sich
unterzuordnen, aber auch, Führung und Verantwortung zu übernehmen. Die Schüpbergschule ist
eine gewachsene Mehrklassenschule. Vom ersten bis zum neunten Schuljahr besuchen die Kinder
zusammen dieselbe Klasse. Mit
einem integrativen Konzept und
individualisiertem Unterricht hat
die kleine Landschule ihre traditionelle Form weiterentwickelt und
zukunftsfähig gemacht. Seit 2011
ist die Schüpbergschule ein profilierter Teil der Schule Schüpfen.
Wann und wo: 13. September 2014
von 10 bis 16 Uhr in der Gesamtschule Schüpberg, Schüpfen
Preis: CHF 210.–
Der Film «Human Freedom – die
Freiheit des Menschen» porträtiert
den Schweizer Pädagogen und Philosophen Marcel Müller-Wieland.
Er erhielt am Monaco Interna­
tional Film Festival 2012 mehrere
Auszeichnungen. Um Möglichkeit
und Zeit für Gespräche und Erfahrungsaustausch zu geben, wird
das Publikum entscheiden können,
welche Sequenzen gezeigt werden.
Wann und wo: Donnerstag, 4.
Sep­tember 2014, 20.00 Uhr (Bar ab
19 Uhr) im Lichtspiel Bern, Sand­
rainstrasse 3, Bern
Preis: Kollekte (Richtpreis CHF
10.– bis 15.–)
Anmeldung für die Veranstaltungen: Tel. 041 710 09 49 oder
info@arbeitskreis.ch
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Agenda
36
berner schule / école bernoise 7 / 2014
Im Feuer der Propaganda
PHBern, Institut für Weiterbildung
Weltistrasse 40, CH-3006 Bern
Tel. 031 309 27 11
info-iwb@phbern.ch, www.phbern.ch
AUSSTELLUNG Vor hundert Jahren wurde Europa vom Ersten Weltkrieg erfasst und zerrissen. Das Museum für Kommunikation bietet Lehrpersonen der Sekundarstufe I und II didaktische Materialien für den selbständigen Besuch.
Das Museum für Kommunikation
unterstützt Lehrpersonen bei der
Planung eines Museumsbesuchs –
mit Führungen, Workshops und
didaktischen Materialien. Auch zur
genannten Ausstellung, die bis 9.
November dauert, stellt es für die
Sekundarstufe I und II didaktische
Materialien für den selbständigen Besuch und für die Vor- und
Nachbereitung zur Verfügung. Das
Dossier enthält den Vorschlag für
den Ausstellungsbesuch mit einer
Schulklasse. Es nimmt total 13 Themen (Ausstellungsstationen) auf.
Für die Ausstellung «Im Feuer der Propaganda – die Schweiz und der erste Weltkrieg» stellt das Museum für Kommunikation didaktische Materialien zur Verfügung.
Bild: zvg
Obwohl in der Schweiz keine
Schüsse fielen, war auch sie im
Kriegszustand. Während ein grosser Teil der Deutschschweiz stark
mit Deutschland und Österreich-
Ungarn sympathisierte, schlug das
Herz der Westschweiz mehrheitlich
für Frankreich und seine Verbündeten. Auf diese innere Zerrissenheit
reagierten ausländische Kriegs-
mächte mit massiver Propaganda.
Diese ist Thema einer gemeinsamen
Ausstellung der Schweizerischen
Nationalbibliothek und des Museums für Kommunikation.
Das Dossier finden Sie in der Rubrik
zur Ausstellung unter www.mfk.ch.
Weitere Informationen
Museum für Kommunikation
Helvetiastrasse 16, Postfach
3005 Bern
031 357 55 55
communication@mfk.ch
Bildungskongress
Innehalten, seinen Beruf mit Abstand betrachten, seine Rolle reflektieren. Den Blick nach vorn richten und Neues lernen. Fort- und Weiterbildungen eröffnen diese Chance, damit Lehrerinnen und Lehrer den Anforderungen der schulischen Gegenwart und Zukunft gewachsen sind.
Vom 14. bis 16. November findet
das BeltzForum «Baustelle Zukunft» in Bad Wörishofen statt:
ein breit gefächertes Angebot zur
Lehrerfortbildung. Experten aus
der Lernforschung und Unterrichtspraxis stellen neue Ansätze
der Methodik und Didaktik vor
und laden zum Austausch ein.
Daneben bietet das Kongressangebot aber auch Weiterbildungsmodule, die sich ganz nah an den unterrichtspraktischen Bedürfnissen
der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bewegen. Über 30 Referentinnen und Referenten tragen in beinahe 50 verschiedenen Workshops
und Vorträgen ihre Methoden, Erfahrungen und Impulse vor.
In Barcamps finden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausserdem
einen «offenen Raum» für den Gedanken- und Erfahrungsaustausch
und können ihre eigenen Fragestellungen und Konzepte mit den Kolleginnen und Kollegen diskutieren.
Agenda
Das BeltzForum ist als Fortbildungsveranstaltung
anerkannt.
Im Veranstaltungsangebot finden
sich auch einige Seminare, die
sich speziell an Schulleiterinnen
und Schulleiter richten bzw. an
Lehrerinnen und Lehrer, die sich
auf die Aufgabe der Schulleitung
vorbereiten.
Nähere Informationen und Anmeldung unter www.beltzforum.de
WICHTIGE
TERMINE
17. September 2014
Klasse(n)event der Berufsbildung
31. Oktober 2014
Mit LEBE an die Didacta
Schweiz Basel
3. Juni 2015
LEBE-Tag 2015, unter dem
Motto «Potenziale»
37
berner schule / école bernoise 7 / 2014 Passepartout: Methodisch-didaktische
Weiterbildung 3./4. Klasse
Der Kurs vermittelt Ansätze der kompetenzorientierten Französischdidaktik und bietet Gelegenheit,
die Didaktik der Mehrsprachigkeit kennen zu lernen.
Zudem unterstützt er die Lehrpersonen darin, den
Kompetenzaufbau im Unterricht förderorientiert zu
entwickeln und zu implementieren. Start Begleitnachmittage Mittwoch, 22. Oktober 2014, 13.30–
17.00 Uhr, Bern.
Mehr: www.phbern.ch/15.321.020
Beziehungsgestaltung
Wie wirken Beziehungsgestaltung, Klassenklima
und Lernen zusammen? Dieser Frage geht der Kurs
auf den Grund und bietet darüber hinaus Gelegenheit, Bausteine für den Aufbau des Klassenklimas
kennen zu lernen sowie Elemente zur Förderung
der Selbstkompetenz zu erarbeiten. Mittwoch, 29.
Oktober und 19. November 2014, 14.00–17.30 Uhr,
Bern.
Mehr: www.phbern.ch/15.656.003
Starke Lehrkräfte
Die eigenen Führungsqualitäten weiterentwickeln
und aus einer Position der Stärke unterrichten: dies
steht im Zentrum dieses Kurses. Die Teilnehmenden haben Gelegenheit, nach einem geleiteten Einstiegstag mit dem Handbuch «Starke Lehrkräfte»
selbständig in Gruppen zu arbeiten und dabei die
persönliche Motivation und Vision für den Lehrerberuf zu erschliessen. Start Donnerstag, 23. Oktober
2014, 17.30–21.00 Uhr, Spiez.
Mehr: www.phbern.ch/15.232.001
UnterrichtsbesuchPlus
Der Kurs gibt Einblick in das Unterrichten an einer
Mehrjahrgangsklasse: Von der Vorbereitung über
den Unterrichtsbesuch bis zur Auswertung der Unterrichtsbeobachtung erhalten die Teilnehmenden
an verschiedenen Schulorten und auf unterschiedlichen Schulstufen Impulse für die eigene Umsetzung. Start Mittwoch, 22. Oktober 2014, 14.00–
17.30 Uhr, Bern.
Mehr: www.phbern.ch/15.649.003
Imageförderung – professionelle
Öffentlichkeits- und Medienarbeit in der Schule
Wie können Schulleitungen und Tagesschulleitende
wirkungsvoll an die Öffentlichkeit gelangen? Anhand
einer Situationsanalyse der eigenen Öffentlichkeitsarbeit sowie unter Einbezug von Medienexperten
aus der Praxis wird diese Frage diskutiert. Dabei stehen die Grundsätze der Öffentlichkeitsarbeit sowie
die unterschiedlichen Kommunikationsinstrumente
im Vordergrund. Gilt als Wahlangebot für den MAS
Bildungsmanagement. Start Donnerstag, 16. Oktober 2014, 9.00–17.00 Uhr, Bern.
Mehr: www.phbern.ch/15.454.003
Informationsveranstaltung
Weiterbildungslehrgänge
Lehrpersonen und Schulleitende erhalten Einblick in
sämtliche Weiterbildungslehrgänge, welche an der
PHBern angeboten werden: verschiedene Zertifikatslehrgänge (CAS) und Diplomabschlüsse (DAS)
sowie der Master (MAS) in Bildungsmanagement.
Dienstag, 5. November 2014, 17.15–19.30 Uhr, Bern.
Mehr: www.phbern.ch/15.551.001
lernwerk bern, Weiterbildung
für Gestaltungslehrpersonen
Industriestrasse 37, 3178 Bösingen
Telefon 031 740 97 83, www.lernwerkbern.ch
14.112 Bildbetrachtung aktiv
Wie den Jugendlichen Gemälde aus verschiedenen
Kunstepochen näherbringen? Um ihnen den Zugang
dazu zu erleichtern, brauchen wir in diesem Kurs moderne Geräte wie Digitalkamera und Computer.
Riggisberg, 8.11.2014
Kursleitung: Pia Baschung
Materialgeld: Fr. 25.–, Kursgeld: für bernische Lehrpersonen kostenlos (Nichtmitglieder bezahlen Administrationsgebühr)
Anmeldeschluss: 18.9.2014
14.212 Marken und Labels – Do it yourself!
Leiden deine Schülerinnen und Schüler auch unter
Markenzwang? Wir befassen uns mit den Ursprüngen und Hintergründen von Marken und Labels und
entwickeln eigene textile Einnäher.
Münsingen, ab 17.10.2014
Kursleitung: Katharina Bader
Materialgeld: Fr. 18.–, Kursgeld: für bernische Lehrpersonen kostenlos (Nichtmitglieder bezahlen Administrationsgebühr)
Anmeldeschluss: 17.9.2014
14.514 Papierschmuck: tragbare Objekte
aus Alltagspapieren
Wenn du Papier als Werkstoff gerne verarbeitest,
lass dich zu schmucken Ideen verführen. Zur Anwendung kommen gängige und unkonventionelle
Papierverarbeitungstechniken.
Bern, 18.10.2014
Kursleitung: Barbara Baumann
Kursgeld für Mitglieder: Fr. 150.–, Kursgeld für Nichtmitglieder: Fr. 180.–, Materialgeld: Fr. 35.–
Anmeldeschluss: 18.9.2014
14.407 Bewegtes Malen
Die Musik ist die Farbe, die Bewegung der Pinsel
und die Bühne die Leinwand. Lasse so dein persönliches Bild entstehen! Du erhältst viele Anregungen
für die Schulpraxis.
Langenthal, 25.10.2014
Kursleitung: Marietta Meier-Battig
Kursgeld für Mitglieder: Fr. 222.–, Kursgeld für Nichtmitglieder: Fr. 252.–, Materialgeld: Fr. 45.–
Anmeldeschluss: 19.9.2014
14.414 Grosszügig malen für Neugierige
Mit Acrylfarben arbeiten wir auf diversen Untergründen wie Stoff, Folie, Papier, mal nass in nass, mal in
Schichten, mal deckend, mal lasierend.
Biel, 22.10.2014
Kursleitung: Regula Monnet
Kursgeld für Mitglieder: Fr. 45.–, Kursgeld für Nichtmitglieder: Fr. 60.–, Materialgeld: Fr. 8.–
Anmeldeschluss: 19.9.2014
14.505 Tierisch textil
Hunde, Bären, Affen oder eigene Tiere gestalten aus
Socken und Handschuhen. Wir erlernen die einfache
Grundtechnik der Schnittentwicklung, nähen nach
Anleitung und entwickeln eigene Tierformen.
Bern, ab 1.11.2014
Kursleitung: Doris Berner
Kursgeld für Mitglieder: Fr. 223.–, Kursgeld für
Nichtmitglieder: Fr. 283.–, Materialgeld: Fr. 60.–
Anmeldeschluss: 26.9.2014
PHBern, Institut für
Medienbildung
Helvetiaplatz 2, 3005 Bern
Telefon 031 309 28 11,
www.phbern.ch/medienbildung
Ideenset 1. Weltkrieg zum Kriegsausbruch
vor 100 Jahren
Vom 28. Juli bis zum 4. August 1914 begaben sich
die Länder Österreich-Ungarn, Serbien, das Deutsche Kaiserreich, das Russische Kaiserreich, Frankreich, Grossbritannien und etliche Verbündete in
kriegerische Aktivitäten. Zum hundertjährigen
Gedenken an den Ausbruch des 1. Weltkrieges,
dessen Verlauf für viele Kriegsinvolvierte eine völlig neue Form der Kriegsführung darstellte, hat die
Fachgruppe Geschichte in Zusammenarbeit mit
dem Ressort Medien Online des Instituts für Medienbildung, verschiedene Unterrichtsmaterialien
und auch beispielhafte Unterrichtseinheiten für die
Sekundarstufe I erstellt oder gesammelt. Exklusiv
enthalten sind Teile von privaten Postkartensammlungen aus dieser Zeit.
www.phbern.ch/ideenset-weltkrieg
Hereinspaziert im September 2014
Informations- und Beratungsnachmittage
Jeden Mittwoch, 14.00–17.30 Uhr
Ort: PHBern, Institut für Medienbildung
Besuchen Sie unsere Wechselausstellungen und
nehmen Sie an Inputs und Beratungen teil.
Es ist keine Anmeldung erforderlich.
MBR-Medientag «Ich»
Identität und Identitätsbildung im Unterricht
Mittwoch, 22. Oktober 2014, 14.00–20.00 Uhr
Ort: PHBern, Institut für Medienbildung
Info und Anmeldung: Bis 19. September 2014 unter
Tel. 031 309 28 22 oder mbr-imb@phbern.ch
Bezugsquellen
38
Bezugsquellen
34
Basteln / Handarbeiten
tel
041 710 81 81
fax
041 710 03 43
www.knobel-zug.ch
info@knobel-zug.ch
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www.filzwolle.ch
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Die zeitgemässe Software für Lehrpersonen
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Tel. 031 971 75 32 // 079 222 66 37
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Erlebnisunterricht
Schulmuseum Bern in Köniz
Muhlernstr. 9, Haberhuus, Schloss Köniz, 3098 Köniz
Museum 031 971 04 07 | Kontakt K. Hofer 031 971 20 40
• Historisches Schulzimmer um 1940 mit Audioguide
• Sonderausstellung 14.08.2014 bis 23.12.2015: Daheim im Schloss
• Historische Schreib- und Mathematiklektionen, Führungen
• Ausleihe: historische Lehrmittel, altes Schulmobiliar usw.
• Öffnungszeiten: Mi und Sa 14-17 Uhr / So 13-16 Uhr, Eintritt 5.-
www.schulmuseumbern.ch
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Planung und Einrichtung von Schulraum
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Es war an einem Geburtstagsapéro, ein
Freund feierte den Fünfzigsten, und weil es
draussen wieder mal in Strömen schiffte,
drängte sich die grosse geladene Gästeschar
ins dunkle Säli des Restaurants. Ich landete
mit einem Glas Weisswein an einem Stehtisch
neben einer mir bislang unbekannten Sabine,
Susanne oder Sandra – jedenfalls etwas mit S –,
und wir begannen höflich zu plaudern: woher
man komme, was einen mit dem Jubilar verbinde und natürlich auch, was man beruflich
so mache. Sie sei Lehrerin, sagte Sabine; ich sei
Radiojournalist, sagte ich. Aha, sagte Sabine,
das sei bestimmt spannend – allerdings höre
sie nie Radio, sie lese auch keine Zeitung, und
einen Fernseher habe sie übrigens auch nicht.
«Dann informierst du dich ausschliesslich im
Internet übers Weltgeschehen?», fragte ich, worauf Sabine antwortete: Nein, sie informiere sich
überhaupt nicht, seit fast dreissig Jahren schon,
weder über das Geschehen auf der Welt noch
über jenes in der Schweiz, das bringe eh nichts.
Ich überlegte zwei Sekunden, ob ich unter
einem Vorwand den Tisch wechseln oder mit
Sabine zu streiten beginnen sollte – und entschied mich für Letzteres. «Dann weisst du
also nichts vom Konflikt in der Ukraine?»,
fragte ich spitz. «Nein», sagte Sabine. «Und
vom Krieg in Gaza?» – «Nein.» – «Und von
den andauernden Kämpfen in Syrien? Oder
in Zentralafrika?» – «Bloss von den Schlagzeilen am Kiosk», sagte Sabine, «aber um zu
wissen, dass der Mensch des Menschen Wolf
ist, brauche ich keine Zeitung zu lesen.»
Meine Entrüstung wuchs: «Aber du musst
dich doch damit auseinandersetzen, dass weltweit fünfzig Millionen Menschen auf der Flucht
sind und die wohlhabende Schweiz die paar
tausend, die es überhaupt bis hierher schaffen,
zunehmend behandelt, als
wären es allesamt Kriminelle! Es muss dich doch
interessieren, dass derzeit
zwischen Argentinien und China gut 170 neue
Atomreaktoren geplant sind, obwohl die radioaktiven Abfälle unsere Nachkommen noch
in zehntausend Jahren beschäftigen werden!
Du musst doch wissen, dass die Bienen sterben, dass hüben und drüben wieder die Na­
tionalisten aus den modrigen Löchern kriechen
und dass deine T-Shirts in Bangladesh genäht
werden, von Frauen, die sechzehn Stunden
pro Tag in baufälligen Fabriken schuften,
für knapp 50 Franken Lohn pro Monat!»
«Warum muss ich das wissen?», fragte
Sabine. «Weil, wer die Welt im Blick hat
und sich als Teil von ihr versteht, anders
abstimmt, anders wählt, anders konsumiert, anders lebt», sprach ich pathetisch.
Ja, ich hatte mich in Rage geredet, Sabine
lange bloss zugehört. Dann sagte sie: «Es ist
mir nicht egal, wie es den Menschen geht.
Aber diese tagtägliche Flut von Elends- und
Schreckensnachrichten blockiert mich, besetzt mich, nimmt mich gefangen. Entrüstung
lähmt, Traurigkeit auch, Liebe nicht. Darum
versuche ich zu lieben: bescheiden zu leben,
grosszügig zu spenden, dankbar zu bleiben und
verletzlich. Und mich betend und meditierend
in Verbindung zu setzen mit den Menschen
dieser Welt. So bin ich Teil des Ganzen.»
Ich starrte sie an, nahm einen grossen
Schluck Weisswein und dachte: Entweder ist das ein durchgeknalltes esoterisches
Huhn oder eine wahrhaftig weise Frau …
Martin Lehmann
Martin Lehmann ist Redaktor bei Radio SRF 2
Kultur und Vater dreier Töchter.
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