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Bericht - Aspis - Universität Klagenfurt

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Aspis Jahresbericht 2014
Herausgegeben von Maria Lind
Mit Beiträgen von Marcel Leuschner, Klaus Ottomeyer, Siegfried Stupnig
Klagenfurt, Februar 2015
Aspis
Hilfestellung bei der Integration traumatisierter Flüchtlingen in Kärnten - 1 -
Aktueller Hinweis auf Publikationen von Aspis Mitarbeitern in der Zeitschrift „Psychosozial“, Nr. 138/2014/Heft 4.
Gerald Lackner: „Eure Zelte wärmen nicht wie das Kuscheln meiner Mutter“ Psychotherapie mit Barzan aus Syrien.
Klaus Ottomeyer: Psychotherapie mit traumatisierten Flüchtlingen unter den Bedingungen von Diskriminierung und Verfolgung.
Inhaltsverzeichnis
Seite
Vorwort
1. Kurzbeschreibung des Traumatherapieprojekts,
Darstellung des Bedarfs und der Projektziele ..........................................................4
2. Beschreibung des Projektverlaufs ............................................................................5
3. Eingesetzte Methoden zur Zielerreichung .............................................................. 10
4. Bei der Durchführung des Projektes
aufgetretene Probleme und ergriffene Schritte ....................................................... 13
5. Aspis Sommerschule ............................................................................................. 13
6. Integrationsprojekt Mellon ...................................................................................... 29
7. Aspis MitarbeiterInnen 2015 .................................................................................. 39
Das ASPIS Therapieprojekt wird durch den EFF und das Bundesministerium für Inneres kofinanziert
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Vorwort
„Die Zeit ist aus den Fugen“. Dieser Satz aus „Hamlet“ mag einem in den Sinn kommen,
wenn man an die kriegerischen Ereignisse und Fluchtbewegungen des Jahres 2014 und an
die anwachsende Zahl von Menschen denkt, die nichts anderes wollen, als ihr Leben und
das ihrer Angehörigen zu retten. Die Empathie der Menschen im sicheren Europa ist begrenzt und lässt sich, wenn die Verfolgten sich der eigenen Haustüre nähern, offensichtlich
auch ausschalten oder herunterdimmen. Der Mensch ist an sich zum Mitleiden fähig und
wenn wir die Bilder vom Grauen, von den Ermordeten und Verletzten, von Kindern in Not auf
unserem Bildschirm oder in den Medien sehen, geht uns das seelisch und körperlich zu Herzen. Wir wissen vom unsäglichen Leid der Opfer und spüren einen Widerhall davon in uns.
Aber wir schützen uns auch davor, indem wir auf einen anderen Kanal umschalten oder das
Thema wechseln. Und bevor die Vertriebenen und Verfolgten in unserer Nachbarschaft angekommen sind, vollzieht sich dank der öffentlichen Berichterstattung und der Rhetorik bestimmter Politiker an Ihnen eine eigenartige Verwandlung. Sie beginnt auf bereits auf hoher
See, auf der gefährlichen Fahrt über das Mittelmeer. Es gilt vor allem, Kriminelle in Gestalt
der Schlepper unter Kontrolle zu bringen, ihnen das Handwerk zu legen. Es wird eine Sprache verwendet, bei der die Opferempathie zugunsten einer Polizeisprache und eines allgemeinen Bedrohungsszenarios in den Hintergrund tritt. Neuerdings ist von riesigen „Geisterschiffen“ die Rede, die auf Europa zusteuern. An der Grenze geht es dann um die Anzahl
erfolgreicher „Aufgriffe“ und Rückschiebungen. Die Flüchtlinge werden zu „Illegalen“, die
keine ordentlichen Papiere besitzen und zu Lohndumping-Konkurrenten. Im allgemeinen
Bedrohungsbild werden sie zu einer Gefahr für das Abendland („Abendland in Christenhand!“) und mit den Islamisten und Gewalttätern gleichgesetzt, vor deren Grausamkeit sie
aus ihrer Heimat flüchten muste. Es ist bewundernswert, wenn verantwortliche PolitikerInnenen, KirchenvetreterInnen, Journalistinnen und NGO-AktivistInnen diesem Sog in Richtung Fremdenfeindlichkeit nicht nachgeben, sondern sich um Inklusion der Neuankömmlinge
und um einen Dialog (bzw. Trialog) mit den skeptischen Alteingesessenen bemühen. In
Kärnten hat eine solche politische Kultur während der letzten Jahre erstaunlicherweise an
Einfluss gewonnen. Die politischen und klimatischen Rahmenbedingungen für die Arbeit von
Aspis in Kärnten haben sich damit verbessert und wir hoffen, dass diese günstigen Bedingungen gegen die sich andeutende neue Welle von Fremdenfeindlichkeit verteidigt werden
können. Verbesserungswürdig wäre allerdings nach wie vor die Finanzierung unserer Arbeit.
Wir würden die Warteliste für die PatientInnen gerne verkürzen. Aber in Kärnten sind aus
allgemein bekannten Gründen die Kassen leer.
Die Arbeit der MitarbeiterInnen von Aspis im Jahr 2014 – der PsychotherapeutInnen, der
psychosozialen ProjektarbeiterInnen, der SprachkurslehrerInnen, der Dolmetscherinnen, der
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Büro-Expertinnen, der PraktikantInnen – ging angesichts der von außen kommenden Dramatik des Flüchtlingsthemas und der angestiegenen Aufgaben erstaunlich ruhig und routinemäßig weiter. Jedes Flüchtlingsschicksal ist aufregend und ergreifend. Aber der einzelne Mitarbeiter oder die einzelne Mitarbeiterin ist damit nicht allein und wir wissen recht genau, von
welchen Leuten innerhalb der Einrichtung oder außerhalb der Einrichtung wir uns rasch Hilfe
holen können. Im Verlauf des Jahres 2014 ging, ausgehend vom Teilprojekt Mellon, ein Kurs
an der Universität Klagenfurt für einen zertifizierten „Inklusionsbegleiter“ in Planung, an dem
interessierte inländische Studierende, aber auch Flüchtlinge zu Experten in Sachen Integration/Inklusion von Migranten und Flüchtlingen ausgebildet werden. Der Kurs wird im März
2015 beginnen. Parallel dazu wurde ein psychosoziales Betreuungsprojekt für Flüchtlingsfamilien geplant, in welchen Familienmitglieder radikalisierungsgefährdet sind. Auch dieses
Projekt konnte (mit einer Grundfinanzierung aus Bundesmitteln) zu Beginn des Jahres 2015
starten.
Ich möchte an dieser Stelle einmal den „einfachen Mitgliedern“ unseres Vereins danken, die
uns über viele Jahre moralisch und finanziell unterstützt haben. Manchmal gibt es großzügige SpenderInnen und UnterstützerInnen, die – so als hätte es einen Wink des Himmels gegeben – sich gerade zu einem passenden Zeitpunkt melden, so dass wir eine aktuell aufgekommene Notlage bei einer betreuten Person oder in einer Flüchtlingsfamilie lindern können.
Die SpenderInnen wollen zumeist ungenannt bleiben. Aber sie dürfen sich an dieser Stelle
wiedererkennen, wenn ich mich ganz herzlich bedanke. Wir machen auf jeden Fall weiter.
Klagenfurt/Celovec im Januar 2015
Klaus Ottomeyer, Obmann von Aspis
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1. Kurzbeschreibung des Therapieprojekts, Darstellung des Bedarfs und der
Projektziele
Zweck des Projekts ist die dolmetschunterstützte interkulturelle Traumatherapie mit dem Ziel
der Behandlung von traumatisierten Asylwerberinnen und Flüchtlingen in Kärnten. Zusätzlich
werden Psychotherapeutische Begleitmaßnahmen durchgeführt, mit dem Ziel die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit der KlientInnen wiederherzustellen und zu festigen. Die Therapiearbeit wird von in die TherapeutInnenliste gemäß §17 eingetragenen PsychotherapeutInnen
durchgeführt. Die Sozialversicherungsträger sind in das Projekt eingebunden.
Insgesamt sollen 115 KlientInnen in insg. 1058 Therapiestunden behandelt werden, das
ergibt eine durchschnittliche Therapiedauer von 9,2 Stunden Behandlungsdauer pro betreutem Klienten.
Haupttraumagründe sind: Folter, Zeugenschaft von Folter, Flucht ohne unmittelbare Gewalterfahrung, Flucht infolge organisierter Gewalt,
Sehen und Stolpern über Leichen, Ver-
gewaltigung, familiäre Gewalt.
Der Bedarf an dolmetschunterstützter Traumatherapie ist groß: die meisten unserer Klientinnen kommen aus Tschetschenien, Afghanistan, Bosnien, Georgien, und in den letzten
Monaten kamen auch einige arabisch sprechende Asylwerberinnen. Wir müssen viele Menschen abweisen oder auf einen späteren Zeitpunkt vertrösten.
Die Hauptzuweiser an Aspis sind: die FlüchtlingsbetreuerInnen des Landes Kärnten (Amt
der Kärntner Landesregierung, Abteilung I), die KABEG (Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie am LKH Klagenfurt, die Abteilung Neuropsychiatrie des Kindes- und Jugendalters des LKH Klagenfurt), niedergelassene Fachärzte und Praktische Ärzte. Viele Menschen kommen auch durch Mundpropaganda unter den Flüchtlingen und AsylwerberInnen
zu uns.
Die Zusammenarbeit mit anderen NGO’s und Flüchtlingseinrichtungen in Kärnten und in Österreich (ÖIF, NIPE, UNHCR, Piva, Vobis, Caritas, Diakonie u.a.) funktioniert gut.
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2. Beschreibung des Projektverlaufs
Psychotherapeutische Arbeit und Psychotherapeutische Begleitmaßnahmen
Ziele des Projektes: „Traumatherapie – Psychotherapie für traumatisierte Flüchtlinge in Kärnten“ im hier besprochenen Projektzeitraum waren wie in den Jahren zuvor:
Dolmetschunterstützte Psychotherapie im Einzel – und im Gruppensetting,
psychothera-
peutische Begleitmaßnahmen (Familienbetreuung, Lernbetreuung) für Flüchtlinge und MigrantInnen in Kärnten, welche an den Symptomen einer Posttraumatischen Belastungsstörung leiden. Ziel ist es die Arbeitsfähigkeit und die Fähigkeit für die lebenswichtigen persönlichen Bedürfnisse zu sorgen, wiederherzustellen. Die Behandlung wird von in die Psychotherapeutenliste gemäß § 17 Psychotherapiegesetz eingetragenen Personen durchgeführt.
Das Projekt findet unter Einbeziehung der Sozialversicherungsträger statt.
Weiters geht es bei unserer Arbeit immer auch um die Sensibilisierung der Bevölkerung für
die Situation von traumatisierten Flüchtlingen durch Öffentlichkeitsarbeit.
Nach einem Erstgespräch mit dem/der KlientIn suchen wir aus unserem spezialisierten und
geschulten TherapeutInnenteam individuell passend eine/n PsychotherapeutIn und eine/n
DolmetscherIn aus. Wenn notwendig wird auch überlegt, welche weiteren ressourcenstärkenden Maßnahmen diese/r KlientIn braucht (Familienbetreuung, Deutschunterricht) und wir
organisieren diese bzw. führen sie selbst durch.
Wir haben unsere Arbeit prinzipiell wie in den vorangegangenen Projektjahren fortgesetzt.
Im gesamten Projektzeitzeitraum von 1.1.2014 - 31.12.2014 war die Betreuung von 115
Personen in 1058 Therapiestunden
mit einer durchschnittlichen Gesamtbehand-
lungsdauer pro betreuter Person von 9,2 Stunden geplant.
Tatsächlich wurden 150 Menschen betreut bzw. behandelt: 83 Männer und 67 Frauen; 39
waren minderjährig, 111 erwachsen.
107 Menschen hatten Einzel – oder Gruppenpsychotherapie,
43 Personen hatten Psycho-
soziale Betreuung. Mit 99 Personen wurde ein Erstgespräch geführt. Einige dieser Personen wurden in unser Betreuungsprogramm aufgenommen, andere stehen auf unsere Therapiewarteliste, andere - bei nicht vorliegender PTBS – wurden abgewiesen
Herkunftsländer der behandelten und betreuten Personen (Erstgespräche nicht berücksichtigt): Tschetschenien (66), Afghanistan (17), Bosnien (13), Inguschetien (4), Armenien (5),
Georgien (11), Dagestan (7), Kirgisien, Iran Kasachstan, Ukraine (je 3); Syrien und Russland (je 2),
Kosovo, Moldawien, Marokko, Aserbaidjan, Libyen, Albanien, Mongolei, Nige-
rien, Pakistan, Kroatien und staatenlos (je 1).
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Arbeitsstunden: 1140 Stunden Psychotherapie für 97 Menschen ergibt eine durchschnittliche Therapiedauer pro Person von 11,75 Stunden.
Zusätzlich wurden 1706 Stunden Psychotherapeutische Begleitmaßnahmen für
43
Personen geleistet, dies ergibt eine durchschnittliche Betreuungsdauer pro Person von 39,67
Stunden. Alle Psychotherapeutische Begleitmaßnahmen werden unentgeltlich durchgeführt.
Die Hauptzuweiser an ASPIS sind die psychiatrischen Abteilungen der KABEG Kärnten
und das Flüchtlingsreferat des Landes Kärnten,
weiters jene Einrichtungen in Kärnten
die gleichfalls mit Flüchtlingen arbeiten (ÖIF, Caritas, Diakonie, Piva; Vobis etc.)
Es ist von den Ressourcen her nach wie vor unmöglich flächendeckend über ganz Kärnten
für alle traumatisierten Menschen zuständig zu sein.
Die Organisation und Durchführung von dolmetschunterstützter Psychotherapie für Traumatisierte ist u.a. deswegen problematisch, weil es gilt folgendes gleichzeitig zu bedenken
und zu organisieren:
 DolmetscherIn in der entsprechenden Sprache
 Örtlichkeit (räumlich sind wir sehr eingeschränkt und wir müssen nun für einen der beiden kleinen Aspis Räume eine Miete an die Universität Klagenfurt bezahlen)
 TherapeutIn (hat nur bestimmte Zeiten zur Verfügung)
 Psychosoziale Betreuung (PraktikantInnen und ehrenamtliche MitarbeiterInnen haben
auch nur bestimmte Zeiten zur Verfügung)
 Zeitpunkt (Menschen aus Radenthein oder St. Urban brauchen einen Termin um die Mittagszeit, weil vorher können sie nicht hier sein, später haben sie keine Rückfahrmöglichkeit mehr)
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Traumatische Ereignisse setzen bisher bewährte Anpassungsstrategien und Ressourcen
eines Menschen außer Kraft. Da weder Flucht noch Kampf möglich sind, verliert der Mensch
die Kontrolle, woraus intensive Angst-, Ohnmachts- und Hilflosigkeitsgefühle entstehen. Das
Urvertrauen in die Welt und in die Menschheit und bis dahin gültige Wertvorstellungen werden zutiefst erschüttert. Ein Hauptsymptom - v.a. unserer gefolterten Patienten - ist das extreme Misstrauen.
Heilungschancen von Traumapatienten nach „men made desaster“ hängen sehr stark davon
ab, ob Menschen nach dem erlittenen Trauma einen Menschen haben, der ihnen zuhört und
das Schreckliche und Unfassbare glaubt.
Unsere KlientInnen mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTSD, DSM-IV) leiden
v.a. an Intrusionen (Albträume, Flashbacks), Konstriktionen (Vermeidung von bestimmten
Orten, Tätigkeiten, sozialer Rückzug, Depression) und Hyperarousal.
(Schlafstörungen,
Übererregtheit). Zusätzlich leiden sie häufig an dissoziativen Zuständen und sehr häufig an
psychosomatischen Beschwerden.
Den Menschen aus nicht westlichen Kulturen ist Psychotherapie fremd. Wir haben in dieser
Hinsicht in den letzten Jahren bei unseren KlientInnen viel Aufklärungsarbeit geleistet, Misstrauen und Skepsis abgebaut.
Die Mehrzahl unserer KlientInnen kommt aus dem Kaukasusgebiet und aus Afghanistan.
Das Ausmaß der Traumatisierung dieser Menschen ist groß. Neben familiären Verlusten die
sie erlitten haben, wurden viele gefoltert, nicht wenige Frauen wurden vergewaltigt. Dazu
kommt, dass bei einigen der betroffenen KlientInnen Angehörige vermisst werden.
Die meisten unserer KlientInnen werden im einzeltherapeutischen dolmetschunterstützten Setting behandelt.
Alle Aspis PsychotherapeutInnen haben
traumaspezifische Aus – bzw. Fortbildungen
(EMDR, Debriefing, Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie)
gemacht und sie bil-
den sich ständig weiter. Sie nehmen außerdem regelmäßig an den
Intervisionen (Fallbe-
sprechugnen) teil.
Unsere Dolmetscherinnen
fungieren als Sprachrohr zwischen unseren KlientInnen und
den TherapeutInnen.
Eine Möglichkeit mehr Frauen ins Projekt aufzunehmen ist eine 2013 wieder installierte russisch sprechenden Frauentherapiegruppe. Diese Therapiegruppe ist keine geschlossene
sondern eine mehr oder weniger offene Gruppe: d.h. neue Frauen können jederzeit in die
Gruppe dazugekommen. Dadurch wird die Gruppe auf Dauer gesehen nicht insgesamt grö-
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ßer, weil immer wieder Frauen wegen Geburten, Krankheit oder Wohnortswechsel aus der
Gruppe ausscheiden. Schwerpunkt der therapeutischen Arbeit ist die Ressourcen-und Stabilisierungsarbeit der psychisch sehr belasteten Frauen.
Durchschnittlich nehmen 6 Frauen an den Gruppensitzungen teil. Die Leiterin der Gruppe ist
wieder Mag. Maria Lind. Voraussichtliches Ende der Gruppenarbeit ist nicht absehbar, was
mit der Beschaffenheit der Gruppe als ständig fortlaufende offene Gruppe zusammenhängt.
Weiterhin besteht unsere „Aspis Filiale“ in Oberkärnten die wegen
häufiger Anfragen von
Ärzten und von pro mente Kärnten betreffend Menschen aus Bosnien in der Gegend Spittal
an der Drau eingerichtet wurde. Seit Juni 2007 werden dort bosnisch und albanisch sprechende Menschen von Frau Mag. Gerda Rieser psychotherapeutisch behandelt.
Die psychotherapeutische „Ambulanz“ ist wöchentlich Anlaufstelle für Flüchtlinge in
akuter psychischer Not. Hier erfolgt eine Art Notversorgung für Menschen, die wir aus finanziellen Gründen nicht sofort in unser Projekt aufnehmen können: Kriseninterventionen, Organisation von Arztterminen, allgemeine Hilfestellungen bei Behördenwegen usw. Die Erstgespräche mit Männern macht Mag. Siegfried Stupnig, jene mit Frauen Mag. Maria Lind.
Diese „Ambulanz“ bewährt sich noch immer sehr, auch wenn sie aus therapeutischer Sicht
nur eine „Erstversorgung“ darstellt.
Psychotherapeutische Begleitmaßnahmen
Psychotherapeutische Begleitmaßnahmen sind in der Arbeit mit traumatisierten Menschen
unbedingt notwendig, da Psychotherapie alleine nicht ausreicht, schwerst belastete Menschen zu stabilisieren. So sind psychosoziale Aktivitäten aus dem Aspis Konzept nach wie
vor nicht wegzudenken (s. dazu auch Aspis Jahresbericht 2013 unter www.aspis.at).
Die Unsicherheit des Aufenthaltes und nicht abgeschlossene Asylverfahren verstärken bei
den Menschen das Gefühl der Unsicherheit und der Heimatlosigkeit. Dazu kommen Alltagsschwierigkeiten wie: nicht arbeiten dürfen, schlechte Unterkünfte, Unwissenheit über die
Rechte und Gesetze in Österreich. Die Menschen brauchen dringend ressourcenstärkende
psychosoziale Betreuung, um sich in dieser Situation einigermaßen zurechtzufinden.
Die psychosoziale Arbeit wird ausschließlich von PraktikantInnen (PsychologiestudentInnen
im 2. Studienabschnitt) und ehrenamtlichen HelferInnen begleitend zur Psychotherapie oder
als Vor –bzw. Nachbetreuung geleistet.
Einzel - und Familienbetreuungen und gemeinsame Freizeitgestaltung sind u.a. essentielle ressourcenstärkende Maßnahmen.
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Die Organisation von Begleitungen kranker KlientInnen in die Krankenhäuser
zählt ebenfalls weiterhin zu unseren Aufgaben.
Seit 2012 wird unter dem Dach von Aspis das Integrationsprojekt „Mellon“ durchgeführt: u.a. findet im Rahmen dieses Projektes in Zusammenarbeit mit der Universität Klagenfurt und dem ÖSD jeden Sonntag ein 4-stündiger Intensivkurs statt, der von den TeilnehmerInnen mit der A1, A2 und B1 Prüfung abgeschlossen werden kann (Näheres zum
Projekt Mellon auf S. 33).
Wir veranstalten weiterhin regelmäßig Bücherflohmärkte. Dabei werden von Universitätsangestellten und Bekannten zur Verfügung gestellte Bücher sehr günstig abgegeben.
Beim Büchertransport, sowie beim Auf- und Abbau des Flohmarktes helfen tschetschenische
Männer. Leider können wir sie für die Arbeit nicht bezahlen.
Ein Schwerpunkt unserer psychosozialen Arbeit ist die Lernbetreuung von Kindern
und Jugendlichen in den Familien mit dem Ziel die schulische Integration besser und
rascher zu bewerkstelligen.
Das Ziel des Projektes ist die gezielte Behandlung von psychischen Krankheiten, an welchen
die behandelten Personen in Folge des Erlebten leiden (PTBS). Die Behandlung erfolgt von
in die Psychotherapeutenliste gem. § 17 Psychotherapiegesetz eingetragene Personen unter
Einbindung der Sozialversicherungsträger. Durch die dolmetschunterstützte kulturspezifische
psychotherapeutische Behandlung soll die Gesundheit, die Arbeitsfähigkeit und die Fähigkeit
für die lebenswichtigen persönlichen Bedürfnisse zu sorgen wiederhergestellt und gefestigt
werden.
Dieses Ziel haben wir mit jenen KlientInnen erreicht, welche die Therapie im Berichtszeitraum beenden und deren Traumasymptome durch die Behandlung effizient reduziert werden konnten. Auch mit den in Therapie befindlichen KlientInnen sind wir aufgrund unserer
Erfahrung und hohen Qualifikation als TraumatherapeutInnen auf einem guten Weg.
Die Evaluation der laufenden Arbeit wird mit dem BSI und dem VEV durchgeführt.
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3. Darstellung der eingesetzten Methoden zur Zielerreichung
Das Ziel von ASPIS ist die Qualitätssicherung und Verbesserung der psychotherapeutischen
und psychosozialen Arbeit durch folgende Maßnahmen die über den gesamten Projektzeitraum weiter laufen werden:
 Fallbesprechung (Intervision) (Dr. Barbara Preitler)
 1x im Monat Teamsitzung (Mag.Maria Lind)
 Supervision (Univ.Prof. Dr. Klaus Ottomeyer) und regelmäßige Arbeitsbesprechungen
(Mag. Siegfried Stupnig) mit den PraktikantInnen
 Vernetzung mit NIPE „Netzwerk Interkulturelle Psychotherapie nach Extremtraumatisierung“
 Vernetzung mit der Asylkoordination und dem UNHCR
 Vernetzung und Kooperation mit dem ÖIF
 Wissenschaftliche Vernetzung mit der Universität Klagenfurt, Abteilung für Psychologie
 Zusammenarbeit mit den medizinischen und sozialen (Vobis, Projektgruppe Frauen,
Piva, Diakonie und Caritas) Facheinrichtungen des Landes Kärnten
 Wissenschaftliche Diskussion und Publikationen über Stand und Ergebnisse der Arbeit
mit traumatisierten Flüchtlingen in Österreich (Betreuung der Diplomarbeiten Univ. Prof.
Dr. Klaus Ottomeyer)
 Integration der Praxis in die internationale Fachdiskussion zu Psychotrauma und Menschenrechten durch Kongressteilnahme und Öffentlichkeitsarbeit
 Zusammenarbeit mit dem Aktionskomitee „Toleranz und Menschlichkeit in Kärnten“:
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Veranstaltungen:
16. Jänner 2014: ASPIS Präsentation im Klinikum Klagenfurt: „Von der Traumaheilung zur
Staatsbürgerschaft“ an der Psychiatrischen Abteilung (Dr. Herwig Oberlerchner), Vortragende: Maria Lind, Marcel Leuschner und Sigi Stupnig, 40 TeilnehmerInnen.
5. März 2014: Radio Agora Interview mit Sigi Stupnig zu den Aktivitäten des Vereines ASPIS.
26. April 2014: Wörtherseeschifffahrt im Rahmen der ASPIS Familieninitiative 2014 mit
Familien aus dem Nordkaukasus, 80 TeilnehmerInnen, Organisation: Anshela Berkovskaja
und Sigi Stupnig.
30. April 2014: Workshop „Die Lebensrealität von Flüchtlingsfamilien in Kärnten“ in der
Volksschule Auen in Villach im Rahmen des ASPIS Informationsangebotes, Leitung: Sigi
Stupnig und Martin Häusl (Österreichischer Integrationsfonds), 20 TeilnehmerInnen.
5. und 6. Mai 2014: Bücherbasar zugunsten von Flüchtlingsfamilien in Kärnten an der Alpen Adria Universität Klagenfurt, Organisation: Sigi Stupnig und Anshela Berkovskaja.
27. Juni 2014: Radio Agora Interview mit Sigi Stupnig zu dem Informationsprojekt „TschetschenInnen, Menschen wie wir“ und dem Integrationsprojekt „Familieninitiative 2014“,
Sendungstermin am 29. Juni, Leitung: Asja Hercegovac.
2. Juli 2014: Pressebericht in der Kärntner Woche über die Situation von Asylwerberfamilien
in Kärnten, für ASPIS: Sigi Stupnig und Maria Lind.
12. Juli 2014: Ausflug zum Affenberg mit Flüchtlingsfamilien verschiedenster Nationen. Diese Veranstaltung war auch das Eröffnungsevent der ÖIF/ASPIS Sommerschule. Leitung: Sigi
Stupnig und Anshela Berkovskaja, 60 TeilnehmerInnen.
21. Juli 2014: Vernetzungstreffen mit Frau Prof. Aydin vom Institut für Sozialpsychologie der
AAU Klagenfurt.
18. August bis 5. September 2014: ÖIF/ASPIS Sommerschule mit Flüchtlingskindern an der
Alpen Adria Universität Klagenfurt, Leitung: Anshela Berkvoskaja und Sigi Stupnig, Mitarbeit:
Laura Zacharias, Hannah Ladewig und Regina.
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September 2014: Interviews mit Sigi Stupnig zum Thema „Tschetschenen in Österreich“
(ZIB 24 (2.9.), Kurier, SOS Mitmensch und Radio Agora.
18. September 2014: Podiumsdiskussion „Zukunft Diversität. Mehrwert durch Vielfalt“.
Eine Veranstaltung des ÖIF, für ASPIS mit dabei: Maria Lind, Ina Riegler und Anshela Berkovskaja.
3. Oktober 2014: ASPIS Klausur zu aktuellen Themen und bestehenden und geplanten Projekten.
12. November 2014: Impulsreferat Flucht und Migration, Wie kann der Kinder- und Jugendpsychiater eingebunden werden? ASPIS Workshop für die Fachgruppe Kinder- und
Jugendpsychiatrie, Landgasthaus Tiwald, Klagenfurt. Für Aspis/Mellon: Maria Lind, Veronika
Oelkrug und Sigi Stupnig.
18. November 2014: Podiumsdiskussion zum Thema Identität im Concordia Haus Klagenfurt. Eine Veranstaltung des Integrationsfonds Österreich, für ASPIS am Podium: Klaus
Ottomeyer, Anshela Berkovskaja und Sigi Stupnig.
22. November 2014: Podiumsdiskussion in der Lehrveranstaltung Flucht und Migration von
MMag. Daniel Wutti zum Themenkomplex Flüchtlinge in Kärnten. Für ASPIS/Mellon am Podium: Marcel Leuschner, Veronika Oelkrug und Sigi Stupnig.
September bis Dezember: „Integrationsinitiative Familie 2014“, Pilotprojekt zur Begleitung
von Flüchtlingsfamilien aus dem Nordkaukasus in Villach, Leitung: Sigi Stupnig und Anshela
Berkovskaja.
1. bis 3. Dezember 2014: ASPIS Tagung „Kein Ende des Schreckens? Transgenerationale Traumatisierung- Perspektiven der Opfer, Perspektiven der Täter an der Alpen-Adria Universität Klagenfurt, Organisation: Maria Lind, Klaus Ottomeyer und Daniel Wutti/ Verein ASPIS
9. Dezember 2014: ASPIS Vorstandsitzung und Generalversammlung
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4. Bei der Durchführung des Projekts aufgetretene Probleme und ergriffene
Maßnahmen
Bei der inhaltlichen Durchführung des Traumatherapieprojektes samt Psychotherapeutische Begleitmaßnahmen sind keine Probleme aufgetreten.
Problematisch ist, dass wir aufgrund der uns gewährten geringen Gelder viele Menschen
vertrösten müssen die dringend eine Therapie brauchen. Dennoch haben wir seit Beginn
des Projektzeitraumes neue Therapien begonnen und insgesamt mehr Menschen betreut
als vorgesehen. Neue Menschen ins Projekt aufzunehmen war nur deshalb möglich, weil
wir andere Therapien vorzeitig beendet haben bzw. einige unserer KlientInnen Kärnten verlassen haben (meist nach Wien verzogen).
Schwer belasteten und kranken Menschen sagen zu müssen, dass sie monatelang auf einen
Therapieplatz warten müssen ist für uns Therapeuten schwer, für die betroffenen Menschen
ist es katastrophal. Die Wartezeit auf einen Therapieplatz beträgt derzeit 3 Monate.
Schritte dagegen zu ergreifen ist schwierig, weil Aspis die einzige Institution in Kärnten ist
welche dolmetschunterstützte Traumatherapie anbietet.
Dolmetschersupervision und Dolmetschertraining
konnten aus finanziellen Gründen nicht
stattfinden.
Trotz finanzieller Einschränkungen bemühen wir uns nach Kräften die Qualitätsstandards für
unsere schwierige Arbeit so gut es geht zu erfüllen.
5. ASPIS Sommerschule 2014 in Kooperation mit dem ÖIF
Hannah Ladewig / Siegfried Stupnig
Am 12. Juli 2014 fand mit dem Besuch des Affenberges in Landskron die vorgezogene Eröffnung unsere Sommerschule statt. Den größeren Teil der Kosten (Busmiete) konnten wir
durch Einnahmen eines Benefizflohmarktes abdecken den wir zu diesem Zweck veranstaltet
hatten. Teilgenommen haben Familien aus Tschetschenien, Dagestan, Kasachstan, Österreich, Armenien, Osetien und der Ukraine. Insgesamt waren 60 Personen mit dabei. Uns war
es wichtig, dass bei dieser Unternehmung zumindest ein Elternteil die Kinder begleitet hat.
Sowohl die Busfahrt von Klagenfurt zum Zielort in Landskron (mit Zwischenstopp in Villach,
wo zwei Familien zugestiegen sind) als auch der Spielplatz vor Ort bereiteten den Kindern
sehr viel Spaß. Höhepunkt war klarerweise die Führung und die hautnahe Begegnung mit
den zahlreichen Affen im Wald. Wir hatten auch das Glück eine ganze Reihe von Affenbabys
zu sehen. Diese waren ganz besonders im Visier von glücklichen Kinderaugen. Ein tschetDas ASPIS Therapieprojekt wird durch den EFF und das Bundesministerium für Inneres kofinanziert
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schenischer Familienvater erlebte eine kleine Schrecksekunde als ihn ein Affenvater direkt
vor die Füße gesprungen war. Magomed (der Vater) befreite sich mit einer akrobatischen
Bewegung aus der „Gefahrenzone“. Der kurz vorbeischauende Integrationsbeauftragte der
ÖVP Villach, Murat Selimagic, meinte mit Bewunderung, dass er glücklich darüber sei so
viele Menschen verschiedenster Nationen in friedlicher und glücklicher Stimmung bei einer
gemeinsamen Unternehmung zu sehen.
Eröffnungsevent der ÖIF/ASPIS Sommerschule
Am Samstag den 12. Juli 2014 fand im Rahmen unserer Familieninitiative 2014 ein Ausflug
zum Affenberg Landskron statt. In Kärnten lebende Flüchtlingsfamilien nehmen daran teil
und lernen somit auch die attraktivsten Ausflugsziele und Möglichkeiten unseres Bundeslandes kennen. Mit dieser Aktion wollen wir auch ein Zeichen gegen sozialen und gesellschaftlichen Rückzug setzen. Außerdem war unsere restlos „ausverkaufte“ Busreise auch schon
eine vorgezogene Eröffnung unserer heurigen Sommerschule.
Infos: siegfriedstupnig@hotmail.com
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Eine ASPIS Initiative geleitet von Mag. Siegfried Stupnig und Anshela Berkovskaja (Pädagogin aus Dagestan). Unter Mitarbeit von Hannah Ladewig (Deutsch und Rechnen, Protokoll),
Regina Menzinger (Deutsch und Rechnen) und Laura Zacharias (weitere Gegenstände und
individuelle
Betreuung).
Mit zusätzlichen Workshops von Ina Riegler (1. September, Kreativ) und Laura Zacharias
(Theater)
Erster Tag
Am 18. August, dem ersten Tag der Sommerschule fanden sich 12 Kinder an der Universität
Klagenfurt zusammen. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurde mit dem Schreiben einer
Geschichte begonnen. Die Kinder waren aufgefordert ihr Leben als Märchen zu beschreiben
oder zu zeichnen. Neben Prinzessinnen, Feen und Fußballspielern waren die Kinder selber
Held/innen der Geschichten. Kerim berichtete etwa von seinem Leben in vier Etappen: „1) Es
war einmal ein Junge, der hieß...Kerim, er weinte sehr oft und konnte erst aufhören, wenn er
seinen Schnuller kriegt. Er geht auch zum Judo und BSS, es sind Kampfsportarten, die sehr
leicht zu verstehen sind. 2) Jetzt ist er acht Jahre alt, sein erstes Tunier ist angekommen. Er
war sehr aufgeregt und gewann den ersten Kampf, aber die anderen zwei verliert er. 3. Platz
wurde er. 3) Jetzt ist er 10 und geht jetzt fast jeden Tag zum Judo. Ein Kampftunier steht
bevor. Er weint auch nicht mehr und geht in die vierte Klasse. 4) Jetzt ist er 11 und es sind
Sommerferien. Wir sind glücklich, viele Medallien und Pokale wurden gewonnen.“ Nach einer
Pause ging es an die ersten Schulaufgaben. Die Kinder knobelten eine Weile über verschiedenen Matheaufgaben und waren sehr aufmerksam und konzentriert dabei. Den Abschluss
des Tages bildete ein gemeinsames Pantomimenspiel. Die Kinder stellten in zwei altersgleiche Gruppen aufgeteilt Tiere und Personen dar und versuchten sich, mit sichtlicher Freude,
in Rateschnelligkeit zu überbieten. Somit ein gelungener Tagesausklang und eine gute Basis
für die Erarbeitung eines gemeinsamen Theaterstücks, die für die kommenden Wochen geplant ist.
Besonderen Wert legen wir bei unseren Bemühungen auf die Vermittlung der deutschen
Sprache. An jedem Tag gibt es zumindest eine Unterrichtseinheit in diesem Gegenstand.
Insgesamt wollen wir mit der Sommerschule auch einen Beitrag dazu leisten den hohen
Frustrationsgrad vieler Menschen aus Flüchtlingsfamilien etwas zu kanalisieren in dem wir
ein konkretes Integrationsangebot liefern können. Es gibt immer wieder Anfragen und auch
Klagen darüber, dass es in Kärnten nichts Entsprechendes gäbe. Tatsächlich haben wir uns
auch in den letzten Jahren bemüht zumindest einzelnen Familien in Fragen der Schule und
der Integration im Allgemeinen zu helfen. Aufgrund fehlender Fördergeber konnten wir aber
bei weitem nicht alle Anfragen und Wünsche entsprechend bearbeiten.
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Zweiter Tag
Am zweiten Sommerschultag, dem 19.August startete der „Unterricht“ mit einigen Aufgaben
zum Leseverständnis und deutscher Grammatik. Während die Jüngeren Bilder zu selbstgelesenen Sätzen zeichneten, beantworteten die Älteren Fragen zu anspruchsvolleren Texten
und wiederholten grammatische Grundregeln, wie die verschiedenen Vergangenheitsformen
und das Konjugieren von Verben. Besonders im Verständnis komplizierter Texte zeigten
sich einige Defizite, die in den kommenden Wochen weiter angegangen werden können. Die
intensive Lernphase wurde, nach einer Pause, durch eine Bastelübung abgelöst. Mit Knete
und Zahnstochern ausgerüstet entstanden diverse Tiere, Bauwerke und Lebensmittel. Auch
das Basteln von Schmuck und „Körperprothesen“ schien den Kindern große Freude zu bereiten, sodass auf einmal die Hälfte der Jungen mit Zahnstocherklauen ausgestattet war. Nach
dieser ausgelassenen Unterbrechung, wurde der Tag mit einer weiteren Lernphase beendet.
Sehr konzentriert arbeiteten die Kinder an Rechenaufgaben verschiedener Schwierigkeitsstufen. Stolz bat etwa der Zweitklässler Daniel am Ende darum, die drei gelösten Aufgaben
nach Hause mitnehmen zu dürfen, um sie seiner Mutter präsentieren zu können. Entsprechend positiv gestimmt konnte auch der zweite Tag beschlossen werden.
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Dritter Tag
Nachdem am vorherigen Tag einige Schwierigkeiten im Textverständnis festgestellt wurden,
begann der dritte Sommerschultag, der 20.08, mit einer Einheit zum Lesen. Nach Altersgruppen aufteilt, lasen die Kinder, jeweils begleitet durch eine Betreuungsperson, verschiedene Geschichten und Fabeln. Während einige sowohl beim eigenen Lesen, als auch beim
Zuhören ein gutes sinnerschließendes Textverständnis zeigten, wurde dennoch insgesamt
erneut deutlich, dass das Sprachverstehen grundlegend in die weitere Planung einbezogen
werden muss. Daher wurde beschlossen Lesen als festes Element in die Schultage zu integrieren und zu diesem Zweck Bücher auszuleihen, die in Fortsetzung gelesen werden könnnen. Nach einer Pause schloßen wir diesmal die Bearbeitung mathematischer Aufgaben an,
der die Kinder ausdauernd nachkamen und sich diesmal auch an Textaufgaben herantasteten. Im Anschluss konnten sich alle über ein Referat von einem der älteren Schüler freuen,
dass er am Vortag vorbereitet hatte. Charmant erklärte Magomed (der Schüler) den restlichen Kindern (und Lehrer/innen), welche physikalischen Eigenschaften einen guten Papierflieger zum Fliegen bringen und welche eher hinderlich sind. Den theoretischen Erläuterungen folgte eine praktische Einführung in das Basteln des perfekten Papierfliegers und ein
ausgelassener Papierflugwettbewerb, der auch nach der offiziellen Siegerverkündung ausdauernd fortgesetzt wurde. Den endgültigen Abschluss fand der Tag in einer weiteren Theatervorübung. Die Kinder übten sich bei einer Runde „stille Post“ im aufmerksamen Zuhören.
Von Vorfreude auf die morgige Verteilung der Theaterrollen begleitet, wurde der dritte Tag
beendet.
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Vierter Tag
Der vierte Tag der Sommerschule, der 21.08., begann erneut mit einer Leseübung für die
Älteren, während die jüngeren Schüler/innen sich in ersten Schreibversuchen übten. Wie am
Vortag gewünscht, wurden Gruselgeschichten gelesen und versucht den Texten sinnerschließend zu folgen. Aufgrund der großen Altersspanne, die zwischen den Teilnehmer/innen liegt, folgte eine für die Altersgruppen getrennte Tagesgestaltung. Die jüngsten
hatten sich nach draußen für einige Spiel- und Lernübungen zurückgezogen, sodass für die
etwas Älteren im Klassenraum eine intensivere Lernphase mit Rechen- und Deutschaufgaben angegangen werden konnte. Vertieft wurde mit einzelnen Schülern das Sprachverständnis trainiert oder sich sogar schon an Aufgaben für das kommende Schuljahr herangewagt.
Die Ältesten hatten währenddessen erneut ein Referat vorbereitet und führten die Kinder und
„Lehrer/innen“ in die Geschichte und Anwendungsweise von Konsolen ein. Ein Thema bei
dem Magomed, Rachman und Kerim auch abseits ihrer Internetrecherche so bewandert waren, dass sie kompetent auf alle Fragen aus dem Publikum antworten konnten.
Schließlich konnte die langsam aufkommende Unruhe des vierten Schultags durch die Vorbereitung auf das Theater aufgefangen werden. Im Kreisgespräch einigten sich die Kinder
auf Rollen und Handlungsorte und übernahmen Aufgaben als Bühnenausstatter/innen, Kostümbildner/innen und Schauspieler/innen. Es darf gespannt erwartet werden, was 2 Dornröschen, ein Hund und ein Zauberer, sowie ein böser Zwerg, ein Magier und seine „linke Hand“
für Abenteuer im Wald und auf dem Schloss erleben werden. Zunächst aber steht die Vorfreude für den am nächsten Tag geplanten Ausflug in die Minmundus an.
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Fünfter Tag
Am fünften Tag der Sommerschule, dem 22. August, stand endlich der schon spätestens seit
Wochenbeginn ersehnte Ausflug in die „Minimundus“ an. Dennoch lerneifrig erbaten Erwin
und sein Bruder Murat zunächst Aufgaben bearbeiten zu dürfen. Auf Montag vertröstet, brachen alle, doch nicht all zu traurig, gemeinsam auf. In der Minimundus angekommen durften
die Kinder auf Kleingruppen verteilt die Gebäude der Welt auf eigene Faust erkunden. Staunend zeigten sie sich gegenseitig die maßstabsgetreuen Nachbauten. Während einige dem
Rundgang folgten, machten sich andere, mit Karten ausgestattet, auf die gezielte Suche.
Daniel, der aus der Ukraine kommt, erkundigte sich etwa danach, ob in der verkleinerten
Welt auch ukrainische Gebäude zufinden seien. Tatsächlich entdeckten wir auf dem Übersichtsplan die kiewer Sophienkathedrale und ein weiteres Bauwerk, die Daniel und sein
Freund Zorik nach ernsthaftem und intensivem Kartenstudium tatsächlich entdeckten. Selbst
die Kinder, die schon im letzten Mal die Miniaturwelt erkunden durften, entdeckten an diesem
Tag Neues. Sicher auch wegen der stetigen Erweiterung des Modellparks. Abschließend
verfolgten alle gemeinsam den Start des Spaceshuttles und ließen schließlich den Ausflug
auf dem Spielplatz ausklingen.
Mit einem gelungen Ausflug endete somit die erste Woche und wir verabschiedeten zufrieden lächelnde Kinder in das wohlverdiente Wochenende.
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Sechster Tag
Am 25.August begann die zweite Woche der Sommerschule. Mittlerweile sogar noch zahlreicher als in der Vorwoche, fanden sich 18 frisch erholte Kinder zusammen. Diese Kräfte ausnutzend begann der Lerntag mit einer intensiven Mathelernphase. Die Jüngeren übten sich
im Zusammenzählen, während die Älteren sich an geometrische Aufgaben heranwagten.
Schön war zu beobachten, dass es den unterschiedlichen Altersgruppen gelang sich wechselseitig zu unterstützen. So schaffte es Rachman, seinem jüngeren Bruder Islam eine Umrechenaufgabe zu eklären, während Isabela ihre Freundin Amalia in die Verwendung des
„größer“ und „kleiner“-Zeichens einführte. Nach dieser Lernphase folgte für alle Altersgruppen eine kreative Pause. Während die Vorschulkinder erneut das gute Wetter nutzen und
unter Anleitung auf dem Universitätsvorplatz lernten und spielten, widmeten sich die anderen
der Theatervorbereitung. Nachdem in der letzten Woche bereits die Rollen und Spielorte
festgelegt worden waren, ging es nun an die Handlung. Eine spontane Ideensammlung an
der Tafel ergab schließlich, dass wir uns auf ein aufreibendes Eifersuchtsdrama, mit komplexen Wendungen und Wandlungen, sowie drei mutigen Tieren und einem Happy End freuen
dürfen. Somit war alles für die intensivere Planung des Stücks vorbereitet, sodass der Tag
mit der schon bekannten Leseübung abgeschlossen werden konnte. Nach Altersgruppen
verteilt wurden mit Astrid Lindgren, Janosch und Paul Maar einige Klassiker der Kinderliteratur erschlossen und besprochen. Nach einem abwechslungsreichen Tag, sorgte abschließend eine Runde „stille Post“ für die notwendige Ruhe für den Heimweg.
Siebter Tag
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Am siebten Tag der Sommerschule, dem 26. August, stand erneut ein Ausflug an. Mit Proviant gewappnet machte sich die Gruppe Kinder vergnügt auf den Weg in den Europapark. Die
Vielfalt an verschiedenen Angeboten vom Sandkasten bis zum Kletternetz sorgte dafür, dass
alle Kinder sich problemlos über mehrere Stunden beschäftigen konnten. Mit sichtlicher
Freude an der Bewegung sprangen, hüpften, rannten und flogen sie mit und über die verschiedenen Spielgeräte. So schnell, dass es kaum möglich war sie auf einem Foto einzufangen. Ersichtlich war, dass gerade für die Kinder, die sonst viel Zeit im Haus verbringen, ein
Ausgleich durch Bewegung an der frischen Luft einen großen Gewinn darstellt. Glücklicherweise spielte auch das Wetter mit und die anfangs drohenden dunklen Wolken verzogen sich
im Laufe des Vormittags. Unter leichtem Protest ging es schließlich wieder nach Hause. Aber
selbst diejenigen, die wie Ismail angaben noch bis in die Nacht hinein auf dem Spielplatz
bleiben zu wollen, schienen doch erleichtert sich bevor der Bus kam eine Weile ins Gras
setzen zu können. Somit konnten wir eine Gruppe müder und zufriedener Kinder nach Hause entlassen.
Achter Tag
Der achte Tag der Sommerschule stand ganz im Zeichen des anstehenden Theaterstücks.
An diesem 27. August begann der Tag mit dem Erstellen des Bühnenbilds und der Masken.
Gut ausgestattet mit Wassermalfarben, Pappe und Kleber entstanden ein düsterer Wald, ein
märchenhaftes Schloß, ein Meer an Blumen und einige düstere Requisiten, wie Schwerter
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und Ritterhelme. Die Brüder Ismail und Abubakar arbeiteten mit höchster Konzentration an
ihren Masken als Fuchs und Wolf, während Magomed, der die Rolle des Hundes übernommen hatte, sich unschlüssig zeigte, ob er nicht lieber Batman darstellen würde. Nach konzentrierter Arbeit mit einem fast kompletten Bühnenbild als Ergebnis ging es in die Pause.
Dieser wurde eine erneute Lernphase angeschlossen, bei der sich vor allem auf die sprachliche Kompetenz konzentriert wurde. Individuelle Leseübung und das Schreiben von Bildgeschichten erwiesen sich als hilfreich um auf individuelle Stärken und Schwächen aufmerksam zu werden. Viele der Kinder versuchen die Regeln der Grammatik ihrer Muttersprache
auf das Deutsche zu übertragen und haben gerade in den Bereichen Schwierigkeiten, in
denen dies nicht gelingt. Etwa die Satzstellung und die Verwendung des korrekten Artikels
sind daher Bereiche, die weiter vertieft und besprochen wurden. Wichtig ist hierbei ein sensibler Umgang mit den Kindern, die zum Teil schnell beschämt sind, wenn sie nicht alles
korrekt beantworten können. So ärgerte sich etwa Daniel sehr darüber, dass er ein Arbeitsblatt nicht perfekt gelöst hatte. Nach einem kurzen Gespräch gelang es jedoch ihn ein wenig
mehr davon zu überzeugen, dass Fehler zum Lernprozess gehören.
Einen Abschluss fand der Tag schließlich mit gemeinsamer Bewegung an der frischen Luft,
die allen Kindern sichtlich gut tat.
Neunter Tag
Am neunten Tag der Sommerschule, dem 28.August, wurde zur Freude der Kinder erneut
ein Ausflug unternommen. Bei strahlend blauen Himmel ging es mit dem Bus nach Viktring.
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Schon der Weg zum ersten Etappenziel, dem ehemaligen Stift Viktring bereitete den Kindern
große Freude. Begeistert machten sie sich auf die Suche nach vierblättrigen Kleeblättern
und bestaunten ineinanderfließende Bäche. Am Stift angekommen bot ein vollbeladener Apfelbaum den Anlass für die erste Jause. Nach einer neugierigen Besichtigung der Kirche ging
es schließlich weiter in den Wald hinein. Auch hier gab es reichlich Neues zu entdecken.
Abseits vom regulären Unterricht konnte auch hier Einiges gelernt werden, etwa, dass Bucheckern essbar sind, unbekannte Pilze aber lieber den Tieren überlassen werden sollten. Der
10-jährige Albert stellte fest, dass wenigstens nachts die Tiere den Wald für sich hätten und
alle bemühten sich darum, nette Besucher/innen zu sein. Bei diesen Gedanken bemerkte
man, wie schon beim Ausflug in den Europapark, dass einige Kinder wenig Freizeit in der
Natur verbringen und daher gerade auch von den Ausflügen profitieren. Nachdem gemeinsam der See umwandert wurde gelangten wir schließlich zu einem Spielplatz auf dem der
schnell vergangene Ausflugstag seinen gelungenen Abschluß fand.
Zehnter Tag
Der zehnte Tag der Sommerschule, der 29.August war ein arbeitsreicher Abschluss der ersten Woche. So begann der Tag mit einer intensiven Beschäftigung mit Themen aus dem
Deutschunterricht. Die Älteren übten sich an regionalen Sagen im sinnerfassenden Lesen,
während bei den jüngeren Schüler/innen Themen aufgegriffen wurden, bei denen in den vergangen Wochen Übungsbedarf festgestellt worden war. Besonders die Zuordnung der richtigen Artikel und das Steigern von Adjektiven wurden geübt. In Einzelbetreuung wurde zudem
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erneut das laute Vorlesen trainiert. Einige, wie etwa Ismail, waren so vertieft in ihre Aufgaben, dass sie sich nur widerwillig zu einer Pause überreden ließen.
Nachdem sich schließlich doch alle gestärkt und in der der Sonne ausgetobt hatten, schloßen wir eine erneute Lernphase mit mathematischem Schwerpunkt an. Die Ältesten tüftelten
heute an komplizierten mehrschrittigen Rechenaufgaben, deren Korrektur sie gemeinsam
übernehmen konnten.
Nach diesem lernintensiven Tag beendeten wir die zweite Woche mit einem gemeinsamen
Spiel an der frischen Luft. Bei dem Spiel „Ente, Ente, Gans“ jagten die Kinder fröhlich im
Kreis und konnten somit müde und zufrieden in´s Wochenende entlassen werden.
Elfter Tag
Auch zu Beginn der dritten Sommerschulwoche, am 01. September, fanden wir uns wieder in
der Universität zusammen. Nach ersten Ermüdungserscheinungen in der letzten Woche, lag
uns daran ein möglichst abwechslungsreiches Wochenprogramm zu gestalten. So begann
der Schultag zwar wie gewohnt mit der Bearbeitung verschiedener Aufgaben, besonders im
grammatischen Bereich, wurde aber mit einem aktiveren Programm fortgesetzt. Im Anschluss an die Pause in der Aula, lernten die Kinder auch den Rest der Universität kennen.
Die kleine „Führung“ durch die Universitätsräume begann im größten Hörsaal, der von den
Kindern einhellig als Kinosaal identifiziert wurde. Auch auf dem weiteren Rundgang waren
sich wohl alle über den spannensten Besichtigungspunkt einig- einen Tischfußballtisch. Nach
zwei nervenaufreibenden Partien ging es schließlich wieder zurück in den Klassenraum. Hier
wurde der Tag mit den letzten Vorbereitungen für das Theaterstück abgeschlossen. In Gemeinschaftsarbeit enstanden weitere Kronen, Blumen, Waffen und Drachenmasken. Besonders Rachmann tat sich durch solch ein Gestaltungstalent hervor, dass manch anderer lieber
seine Sachen ruhen ließ, um ihm eine Weile zuzusehen. Schon eingeübt für den am folgenden Tag anstehenden Kreativworkshop machten sich die Kinder auf den Nachhauseweg.
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Zwölfter Tag
Der 02. September, der zwölfte Tag der Sommerschule widmete sich der Kreativität. Wie
bereits am Vortag wurden die klassischen Aufgaben der vergangenen Wochen vermieden,
um die Kinder vor Schulbeginn nicht zu ermüden, aber dennoch mit Spielen und gemeinsamen Aktivitäten zu lernen. Den ersten Teil der Tagesgestaltung übernahm die Pädagogin Ina
Riegler, die für einen Kreativworkshop angereist war. Mit Farbe und Pinsel ausgestattet durften die Kinder sich auf einer Leinwand austoben. Neben Selbstporträts und Handabdrücken
schmückten am Ende die Nationalfarben Tschetscheniens, der Ukraine und Österreichs die
bunte Leinwand. Nach einer Pause ging es ebenfalls kreativ mit dem Basteln verschiedener
geometrischer Origamifiguren weiter. Durch verschiedene Schwierigkeitsstufen und ein gutes Betreungsverhältnis war es möglich hierbei Kinder aller Altersstufen einzubinden. Wieder
fiel auf, dass auch die einfache Begleitung auf Deutsch bereits hilfreich ist, um die Sprachpraxis der Kinder zu erweitern. Die fünfjährige Milana etwa, die in den ersten Tagen sehr
zurückhaltend gewesen war, bat nun aktiv um Hilfe und wandte vorsichtig neu erlernte Worte
an. Schließlich endete der Tag mit einer Runde Kartoffellaufen. In zwei Mannschaften aufgeteilt feuerten sich die Kinder an und bemerkten schnell, dass nicht nur Schnelligkeit, sondern
auch eine ruhige Hand erforderlich ist umd die Kartoffel auf dem Löffel zu behalten. Ausgestattet mit Origamiwürfeln und –pyramiden, endete auch dieser Sommerschultag für die Kinder.
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Dreizehnter Tag
Am 03.September 2014, dem vorletzten Sommerschultag, nutzten wir den regenfreien Vormittag um an die frische Luft zu gehen. Gemeinsam ging es am Lendkanal entlang an eine
den Kindern eher unbekanntere Ecke des Wörthersees. Mit viel Interesse wurde auf dem
Weg darüber diskutiert, welche gefährlichen Tierarten den Wörthersee und den Wald bewohnten. Glücklicherweise konnte ein Informationsschild über die Harmlosigkeit der heimischen Schlangen die Sorgen zerstreuen, auch wenn Ismail trotzdem lieber keiner begegnen
wollte. Die gegenteilige Hoffnung seines Bruders Abubakar wurde trotz intensiver Suche
nicht erfüllt, dennoch boten Seerosen und Fische genug Bestaunenswertes für alle. Magomed wagte, bewundert von den anderen Kindern, als einziger sogar ein Fußbad im Wörthersee. Dem Ausflug wurde- zur Freude der Kinder- ein gemeinsames Eisessen angeschlossen. Erfrischt und gestärkt ging es zurück in den Klassenraum, in dem die Generalprobe für
das Theaterstück anstand. Nach gelungener Aufführung und dem ersten Applaus, war für
den morgigen Tag selbst die abschließende Verbeugung geübt. Somit endete der vorletzte
Tag in Vorfreude auf die morgige Aufführung und mit leichter Wehmut bezüglich des anstehenden Abschlusses der Sommerschule.
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Vierzehnter Tag
Der vierzehnte Tag der Sommerschule, der 04. September, bildete den vorläufigen Abschluss des Projektes. Schon vor neun Uhr fanden sich alle Beteiligten ein, um die letzten
Vorbereitungen für das Theaterstück zu treffen. Schnell wurde das Bühnenbild errichtet und
die Kostüme angezogen, denn es warteten schon die ersten Zuschauer/innen. Zur Freude
aller hatten es einige Eltern und Claudia Ressi vom Integrationsfonds Österreich geschafft
zur Vorführung zur erscheinen.
Wenig später begann das Theaterstück. Begleitet von der erzählenden „Regisseurin“ Laura
spielten die Kinder mit großer Freude und höchster Konzentration. Die von den Kindern
selbst erdachte Geschichte handelte von einem bösen Mann und einem Ritter, die die gemeinsame Leidenschaft für Dornröschen teilten. Als ihnen jedoch Drachen, Zauberer und
schließlich die Heiratsunwilligkeit der Prinzessinnen in den Weg kamen, mussten sie die
Hürden gemeinsam meistern und wurden schließlich zu Freunden. Nebenbei fanden als drei
lange getrennte Brüder auch der König, der Zauberer und der von einem Zauberbann erlöste
Drache wieder zusammen. Somit endeten sowohl das Theaterstück, als auch die Sommerschule in großer Harmonie. Begeisterte Eltern und stolze Kinder teilten sich, die von Regina
mitgebrachten, Küchlein und ließen so gemeinsam die vergangenen Wochen ausklingen.
Auch wenn Abubakar, Daniel und Adam sich bereits nach einer Wiederholung der Sommerschule im nächsten Jahr erkundigten, konnten sich alle zunächst auf den zeitlich näher liegenden gemeinsamen Ausflug freuen. Dieser wird in einer der kommenden Wochen stattfinden und auf Wunsch der Kinder wahrscheinlich in den Wildpark gehen. Vorerst bildete aber
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auch dieser letzte reguläre Tag einen sehr gelungen Abschluss und hoffentlich einen guten
Ausgangspunkt für den tatsächlichen Schulstart am kommenden Montag.
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6. Integrationsprojekt MELLON – „Kultur, Integration, Gemeinschaft“
Projektleitung: Veronika Oelkrug & Marcel Leuschner
MELLON ist eine langfristig angelegte, ehrenamtliche Initiative, deren Kernkompetenz in
einem integrativen Kursangebot, der Begleitung & Unterstützung, sowie der psychosozialen
Betreuung liegt. Zielgruppe sind Flüchtlinge, im speziellen Asylwerber*innen. Die Betreuer*innen rekrutieren sich vornehmlich aus der Studentenschaft der AAU. Zu den Anfängen
des Projektes MELLON lesen Sie bitten den Beitrag1 zum ASPIS-Jahresbericht 2011. Eine
quantitative Aufstellung zu dem was wir in 2011-2014 geleistet entnehmen Sie bitte dem
Bericht „MELLON in Zahlen“ (nach Veröffentlichung).
Unser Team bestand im Jahr 2014 aus 28 Mitgliedern. Durchschnittlich aktiv waren davon
zuletzt 22 ehrenamtliche Betreuer*innen, weitere 6 absolvierten ihr Praktikum. Drei Betreuer*innen haben dieses im Laufe des Jahres abgeschlossen.
Praktikumsangebote gibt es für die Psychologie (Bachelor, Master, Diplom, Propädeutikum),
die Erziehungs- und Bildungswissenschaften (Bachelor, Master) und im Rahmen des ULG
DaZ/DaF (HUP) in der Germanistik bzw. durch die Anrechnung von Praxisstunden.
Foto: Hauptkurs AAU Klagenfurt (Q4, ‘14)
1
Im Zuge der Selbstverpflichtung zu Offenheit und Transparenz erfolgten alle hier gemachten Angaben von MELLON nach
besten Wissen und Gewissen und in dem Versuch den Menschen in diesem Projekt gerecht zu werden. Eine rein emphatische Darstellung von Resultaten kann nachhaltig einem realistischen Selbst-/Fremdbild unserer Arbeit schaden.
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Von den insgesamt 210 Menschen auf unserer Projektliste mit alle aktiven sowie ruhenden
Klient*innen, haben derzeit circa 98 Personen die Möglichkeit auf eine Betreuung (Begleitung & Unterstützung und psychosoziale Betreuung) oder nehmen diese bereits wahr. Mitte
des Jahres nahmen mit dem bisherigen Höchststand circa 110 Menschen aus zwanzig verschiedenen Nationen regelmäßig an unserem integrativen Kursangebot teil.
Eine hinreichende Subvention für Deutschunterricht von staatlicher Seite wird von uns als
nicht gewährleistet angesehen, noch besteht in den Ausschreibungen für Flüchtlingsunterkünfte eine Verpflichtung zur Abhaltung. Gemeinnützige Vereine versuchen hier die Lücken
zu schließen, jedoch ist eine flächendeckende Unterstützung und damit eine faire Chance
unsere Sprache zu erlernen im Moment noch utopisch.
Hauptkurs
Im Jahr 2014 musste unser Kursangebot an der AAU Klagenfurt im Monat Feber aus budgetären Gründen pausieren. Generell wären die dortigen lateinischen Alphabetisierungs-,
Grund-, A1-, A2-, A2(+) –Kurse, ohne die Zusammenarbeit mit der AAU Klagenfurt gar nicht
möglich. Zuletzt besuchten circa 65 Menschen unseren wöchentlich stattfindenden, dreistündigen Unterricht. Die Wartezeit für eine Aufnahme in unser Kursangebot hängt neben der
Aufenthaltsdauer in Österreich (Hauptkriterium) auch von einigen anderen Nebenkriterien
(z.B. Geschlecht, Minderjährigkeit, etc.) ab.
Externes Kursangebot
In Absprache mit einem Quartiergeber aus Eberstein starteten wir einen Deutschkurs (2
h/wchtl.) für die circa 20 Asylwerber*innen der dortigen Unterkunft. Parallel unterrichteten wir
in einer Flüchtlingsunterkunft in Wieting circa 10 Asylwerber*innen. In Kooperation mit dem
Landesjugendheim Rosental lief im Sommer ein drittes, externes Kursangebot (2 h/wchtl.)
mit zwei Betreuer*innen für circa 30 UMFs.
Zertifikatsprüfung
In Kooperation mit dem ÖSD fanden 2014 zehn reguläre Prüfungstermine statt. Nicht unerwähnt sollte hierbei bleiben, dass zertifizierte Deutschkenntnisse als bedeutsamer Bestandteil der Integration im Laufe des Asylverfahrens (AsylG) angesehen werden. Ähnliches gilt
bei dem Ansuchen um einen Niederlassungstitel (NAG), für welchen letztlich sogar Deutschkenntnisse bis zur Niveaustufe B1 (Modul II) verlangt werden.
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Lernbetreuung
Mit unserem Angebot erreichten wir insgesamt 11 Menschen, welche im vhs-Projekt „Pflichtschulabschluss nachholen“ (8) oder Studium (3) inskribiert waren. Von einem wöchentlich
fixen Termin zur begleitenden Nachhilfe bis zur Einzelbetreuung ist alles je nach Bedarf geboten worden.
Begleitung & Unterstützung
Begleitung und Unterstützung bedeutet bei MELLON vor allem Hilfestellung bei der Arbeitssuche, sowie im Asyl- bzw. Niederlassungsverfahren und integrativen Belangen aller Art
(Ausbildung, Schule, Studium, Vereine, Polizei, Wohnung, u.v.m.). Dieser Programmpunkt
entstand aus der miterlebten Hilflosigkeit unserer Betreuten und eines daraus konsequent
abgeleiteten Auftrags für die notwendigste Unterstützung, im Rahmen der eigenen Möglichkeiten.
Eine Einzelbetreuung in diesem Bereich ist oft eine langfristige und enge Begleitung eines
Menschen und kennt daher auch Berührungspunkte mit der psychosozialen Betreuung. Zu
kurzfristigen Auskünften und Betreuungen, welche weitaus zahlreicher als die hier numerisch
angeführten Punkte stattfanden, führte das Projekt keine Statistiken. Eine Rekonstruktion
anhand geführter Stundenlisten und Mitschriften ist jedoch für den Bericht „MELLON in Zahlen“ (nach Veröffentlichung) vorgesehen.
Ohne den unermüdlichen Einsatz unserer Multiplikatoren (Dolmetscher), welche sich fast alle
selbst noch im laufenden Asylverfahren befinden, wäre ein großer Teil der Verständigung
und damit eigentlich die gesamte Arbeit nicht möglich.
Asyl-/Niederlassungsverfahren
Mindestens 62 Menschen (21*BFA, 41*BVwG) sind mit ihrem jeweiligen Verfahrensstand
2014 im Rahmen einer Einzelbetreuung individuell begleitet worden bzw. befinden sich noch
in Betreuung. Hierzu zählte konkrete die Begleitung (6*BFA, 6*BVwG) zu und Vermittlung
zwischen allen aufenthaltsrechtlich relevanten Parteien (BVwG, VfGH, VwGH, EGMR, Anwälte, Rechtsberatungsstellen, Flüchtlingsreferat, Pass- und Fremdenrechtsreferate (NAG),
Polizeidienststellen, etc.).
Bei der Hilfestellung im Asyl-/Niederlassungsverfahren wird kurzfristige Hilfe meist nur durch
das Einholen einer Drittmeinung bei oder die Anfertigung einer Stellungnahme zum integrativen Bemühen durch MELLON in Anspruch genommen – langfristige Begleitungen bilden die
Ausnahme.
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Insgesamt ist dieser Bereich sehr fordernd und engagierte Betreuer*innen können auch
schon einmal über den ursprünglich intendierten Grad der Einbringung gefordert werden.
Nicht jede/r kann, möchte und soll diese Arbeit machen, aber wir versuchen mittels Multiplikationseffekten und einer schrittweisen Einführung in die Thematik einen möglichst leichten
Zugang anzubieten.
Weitere integrative Belange
Als erster und wichtigster Punkt zählt hier 2013 die individuelle Unterstützung von insgesamt
11 Menschen (siehe integratives Kursangebot - Lernbetreuung). Da Betreute mit Schulbesuch oder im Studium mit Masse eine gewisse psychische Stabilität aufweisen und bereits
relativ sicher im Umgang mit der deutschen Sprache sind, lag unser Schwerpunkt hier vor
allem auf dem gemeinsamen Bewältigen von Formalhindernissen.
Des Weiteren betreut MELLON im Rahmen seiner Möglichkeiten bei nicht aufenthaltsrechtlich relevantem Kontakt mit Polizeidienststellen, Anwälten oder Gerichten z.B. in zivilrechtlichen Prozessen.
Auch eher alltägliche Angelegenheit, wie Bankgeschäfte, der Abschluss von Mobilfunkverträgen, etc. oder allgemeiner Schriftverkehr kann und wird in Form von kurzfristigen Betreuungen übernommen.
Psychosoziale Betreuung2
Psychosoziale Betreuung meint bei MELLON vor allem die gemeinschaftliche Freizeitgestaltung auch außerhalb unseres Kursangebotes. Hinzu kommt die Organisation und Distribution
von Sachspenden, nach Möglichkeit Präsenz- und Besuchstermine bei den Asylunterkünften, sowie die Begleitung zu Arzt- und Psychotherapieterminen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit Menschen, welche zu uns / zu welchen wir eine Beziehung aufbauen konnten, bei
Bedarf ein Erstgespräch für eine psychotherapeutische Intervention bei ASPIS zu vermitteln
oder anzubieten.
Auch in diesem Bereich gibt es Einzelbetreuungen und auch hier bestehen Verbindungen
zur Integrationsarbeit.
Mellon in Theatre
Beitrag von Wenke Heiland
Mellon in Theatre, ist ein "Projekt im Projekt" für Student*innen, Asylwerber*innen und
Flüchtlinge, die Spaß daran haben gemeinsam in verschiedensten Improvisationsspielen ihr
schauspielerisches Können zu zeigen und zu verbessern. Die Stammgruppe, die sich schon
kurz nachdem Mellon in Theatre ins Leben gerufen wurde, gebildet hatte, blieb weiterhin
2
Aufgrund des zumeist nicht-formalen Charakters dieses Programmpunktes existieren hierzu keine Projekt Statistiken.
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Hilfestellung bei der Integration traumatisierter Flüchtlingen in Kärnten - 33 -
erhalten. Sie besteht aus circa 5-7 Leuten, darunter zwei Asylwerber. Die "Kerngruppe" began schnell auch Sachen mit zu organisieren. Leider konnten wir nur eine neue Teilnehmerin
dieses Jahr gewinnen. Die richtigen Werbekanäle zu finden und neue Leute in der Gruppe
zu halten gestaltete sich als schwierig. Um alleine die Leitung des Projekts erfolgreich weiterzuführen bedarf es der Unterstützung durch die Kerngruppe. Die Gruppe ist im letzten
Semester eng aneinander gerückt und es haben sich viele Freundschaften gebildet. Wenn
es gelingen würde, noch zwei bis drei Leute mehr für Mellon in Theatre zu begeistern, hätten
wir eine gute Anzahl an Mitgliedern.
MELLON – Kalender:
Unser Jahr in Stichpunkten. Vieles von dem was neben unserer Kerntätigkeit sonst noch so
passiert ist.

Startschuss Konzeption - zertifizierte Ausbildung "Inklusionsbegleiter*in" (09.01)
Mit Anfang Jänner begannen wir die mehr als einjährige Vorbereitungsphase zu unserem Lehrgang „Inklusionsbegleiter*in“. Ziel soll die Vermittlung von interkultureller Kompetenz, dem Umgang mit traumatisierten
Menschen und fremdenrechtlichen Bestimmungen, insbesondere im Hinblick auf eine anschließende Beratungs- und Betreuungstätigkeit für Flüchtlinge sein.
Die Ausbildung ist eine Initiative der ÖH Klagenfurt/Celovec und des Vereins ASPIS - Integrationsprojekt
MELLON, unterstützt durch die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.

Fortbildung: Workshop „Fremdenrecht f. Einsteiger*innen“ (23.02)
Im Rahmen der internen Weiterbildung widmeten wir uns im Feber dem österreichischen Fremdenrecht, insb.
Grundlagen des Systems und Änderungen 2014, mittels Vortrags zum Thema.

Fortbildung: Workshop „UPDATE ASYL“ (03.03)
Die Asylkoordination Österreich lud zu einem ganztägigen Workshop für Berater*innen, Betreuer*innen und
Interessierte zum Thema Fremdenrecht 2014. Dank gilt den Organisator*innen, sowie dem Vortragenden
Herrn RA Dr. Neugschwendtner.

Fortbildung: Prüfer*innenschulung ÖSD (10.-13.03)
In Kooperation mit dem ÖSD konnte ein Teil unserer Betreuer*innen die Prüfer*innenschulung für die GER
Niveaustufen A1-C1 durchlaufen.

Externes Kursangebot: Flüchtlingsunterkünfte Eberstein & Wieting (17.03)
In Absprache mit den Quartiergebern vor Ort nahmen wir unseren Deutschkurs (2 h/wchtl.) für die ca. 30
Asylwerber*innen der dortigen Unterkünfte wieder auf. Unser Angebot umfasst lief bis einschließlich 21.07
und umfasste die lateinische Alphabetisierung, einen Grundkurs und die jeweils benötigte Niveaustufe nach
dem GER.
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Hilfestellung bei der Integration traumatisierter Flüchtlingen in Kärnten - 34 -
Fortbildung: Workshop Methodik der Öffentlichkeitsarbeit (18.03)
Im Rahmen der internen Weiterbildung widmeten wir uns im März den möglichen Methoden um z. B. einen
Schulbesuch interaktiv und abwechslungsreich zu gestalten , mittels Vortrags zum Thema. Dank gilt der Vora
tragenden Frau Mag. Facciani-Rizzo.
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Spendenaktion: ASPIS-Bücherflohmarkt (07.-08.05)
Mit Buchspenden und –einkäufen in der Aula der AAU konnte über vier Tage lang die Flüchtlingsarbeit des
Vereines ASPIS in Kärnten unterstützt werden. Dank gilt allen Beteiligten, sowie insbesondere dem Organisator Herrn Mag. Siegfried Stupnig.
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Externes Kursangebot: Landesjugendheim Rosental (07.06)
In Absprache mit Herrn MMag. Wutti und seinen Schützlingen vor Ort starteten wir einen Deutschkurs (2
h/wchtl.) für die ca. 30 UMFs der dortigen Unterkunft. Unser Angebot lief bis einschließlich 26.07 und umfasste möglichst individuellen Unterricht bis zu den benötigten GER Kompetenzstufen und eine ZertifikatsPrüfung, gemeinsam mit dem ÖSD am 08. Juli.
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Weltflüchtlingstag Infostand & Aktion „Mein Leben in Österreich“ (20.06)
Pünktlich zum internationalen Tag des Flüchtlings informierten wir in der Aula der AAU gemeinsam über
Missstände im Bereich von Flucht und Asyl. Zstl. kamen circa 25 Flüchtlinge und 8 Europäer*innen, sowie
der Abg.z.NR Herr Matthias Köchl, um ihre Gedanken und Aussagen zu dem Thema „Mein Leben in Österreich“ in einer gemeinsamen Collage festzuhalten.
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Aktionstag der DaZ-Lehrer*innen (26.06)
Gemeinsam mit vielen anderen Initiativen aus dem Bereich der Sprachförderung nahmen wir an einer Messe
am Neuen Platz in der Klagenfurter Innenstadt zu dem Thema SPRACHE (er) LEBEN: netzwerken interkultua
in
rell teil. Dank gilt allen Beteiligten, sowie insbesondere der Organisatorin Frau Mag. Dr. Sematon
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Expert*innen-Interview „Migrationfamilien“ (01.07)
Für ein FWF-Projekt, das zu Migrationsfamilien in marginalisierten Stadtteilen forscht gaben wir der wissenin
schaftliche Mitarbeiterin Frau Dipl.-Päd. Hill Auskunft zur Situation von Migrant*innen, insb. Flüchtlingen, in
Kärnten.
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VOBIS – Auftaktveranstaltung Summer School 2014 (05.07)
Gemeinsam mit vielen anderen Initiativen aus dem Bereich Integration nahmen mit einem Infostand an der
Eröffnungsveranstaltung am Landhaushof in der Klagenfurter Innenstadt teil. Für Stimmung sorgte neben Live-Musik auch ein rießiger Balanka Tisch. Dank gilt allen Beteiligten, sowie insbesondere der Organisatorin
a
Frau Mag. Eva Wobik.
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Spendenaktion: Flohmarkt IKEA (20.07)
In Kooperation mit IKEA konnten wir entgeltlos an deren IKEA Family Flohmarkt teilnehmen. Dank gilt allen
Sach-Spender*innen, der Hilfestellung durch den iiiK und eine befreundete Viktringer Gärtnerei, sowie insbea
sondere dem Team des IKEA Klagenfurt, allen voran Herrn Husic und Frau Mag. Foller.
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ÖIF Veranstaltung „Netzwerk: Erfolgreich in Österreich“ (18.09)
Der ÖIF, das Land Kärnten und die Wirtschaftskammer Kärnten luden zu einer abendlichen Podiumsdiskussion mit dem Thema „Zukunft Diversität - Mehrwert durch Vielfalt“ ein. Dank gilt den Organisator*innen, insbesondere dem Team des IZ Kärnten.
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Hilfestellung bei der Integration traumatisierter Flüchtlingen in Kärnten - 35 -
BFA Villach 1. Jour Fix (16.10)
Im gemeinsamen Bestreben des gegenseitigen Austausches lud uns das BFA Kärnten, gemeinsam mit Vertreter*innen ähnlicher Initiativen zum Gespräch. Dank gilt allen Anwesenden, insbesondere dem Direktor der
Regionaldirektion Kärnten Herrn Dr. Krainz in seiner Funktion als Gastgeber.
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LV Kooperation: PS Sozialpsychologie - Minderheit, Migration, Asyl (ab 22.10)
In der Lehrveranstaltung von Herrn MMag. Wutti wurde mithilfe sozialpsychologischer Theorie zu Vorurteilen,
Ausgrenzung und der Psychotraumatologie u. a. das Flüchtlings- und Asylwesen in Kärnten sowie die damit
verbundenen psychosozialen Tätigkeiten beleuchtet. Wir beteiligten uns im Rahmen eines eingeladenen
Gastvortrags (22.10), der Teilnahme an Besprechungen zur Feldforschung und der Teilnahme an der abschließenden Podiumsdiskussion am 22.11. Dank gilt allen Teilnehmer*innen, sowie insbesondere dem LVLeiter Herrn MMag. Wutti.
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FH Kärnten – Feldkirchen, Praxismesse Soziale Arbeit (24.10)
Das Praxisbüro der FH Kärnten, Standort Feldkirchen, Studiengang Soziale Arbeit lud im Oktober zu einer
Messe für Kärntner, Osttiroler und Steirische Praktikumsträger*innen – wir nahmen mit einem Infostand teil.
Dank gilt allen Beteiligten, insbesondere den Organisator*innen der FH Kärnten Herrn Ing. Mag. (FH) Bokaa
in
lič und Frau MMag. Dr. Grillitsch.
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Externes Kursangebot: St. Kanzian - Kooperationsgespräch (04.11)
Im November konnten wir, Dank des großzügigen Entgegenkommens der Gemeinde St. Kanzian am Klopeiner See, einen dortigen Seminarraum im Veranstaltungszentrum K3 für ein ab 2015 zweiwöchentlich stattfindendes Kursangebot gewinnen. Dank gilt allen Beteiligten, insbesondere dem Bürgermeister Herrn Thomas
Krainz.
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Infoveranstaltung zum Projekt (05.11)
Nach mehrwöchiger Werbung an der Universität Klagenfurt luden wir zu einem zweistündigen Infoabend
über MELLON und die Situation von Flüchtlingen in Kärnten ein.
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bfi Integrationsdrehscheibe – Workshopkooperation (ab 17.11; 4 Termine)
In Kooperation mit der bfi Integrationsdrehscheibe konnten wir Vorträge und Workshops an insgesamt vier
Tagen verwirklichen. Am 17.11 einen Workshop „Fremdenrecht“ für Flüchtlinge aus dem persischsprachigen
Kulturraum, am 20.11 einen Workshop „Fremdenrecht“ für Mitarbeiter*innen Kärntner NGOs, am 24.11 je einen Workshop „Fremdenrecht“ für Flüchtlinge aus dem persisch- und russischsprachigen Kulturraum und am
28.11 einen Sensibilisierungsworkshop für Oberstufenschüler*innen der HAK Klagenfurt.
Dank gilt allen Beteiligten, insbesondere dem Team der bfi Integrationsdrehscheibe Kärnten, allen voran der
a
Leiterin Mag. Alexandra Lugger.
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ÖIF Veranstaltung „Netzwerk: Erfolgreich in Österreich“ (18.11)
Der ÖIF und die Caritas Kärnten luden zu einer abendlichen Podiumsdiskussion mit dem Thema „Identität“
ein. Dank gilt den Organisator*innen, insbesondere dem Team des IZ Kärnten.
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Soirée Internationale – Fest der Kulturen 2014 (22.11)
Zu der Frage „Migration – Auftrag und Bereicherung: Welchen Herausforderungen müssen wir uns stellen
und welche Bedeutung hat die wachsende Bevölkerungssituation für Wirtschaft, Bildung und für das alltägliche Leben?“ informierten und diskutierten wir gemeinsam im Rahmen der „Soirée Internationale“ im Europahaus Klagenfurt. Im Zuge des Abends wurde ebenfalls Spendengelder in Höhe von 1000,- € für die niederschwellige Rechtsberatung des Integrationsprojektes MELLON lukriert.
Dank gilt allen Beteiligten, insbesondere den Organisator*innen Herrn Dr. Mohsenzada und Herrn Pfarrer
Mag. Premur.
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Hilfestellung bei der Integration traumatisierter Flüchtlingen in Kärnten - 36 -
Fortbildung: Tagung "Kein Ende des Schreckens? Transgenerationale Traumatisierung - Perspektiven der Opfer, Perspektiven der Täter" (01.-03.12)
ASPIS organisiert gemeinsam mit der Abteilung für Sozialpsychologie im Dezember eine internationale Tagung zur transgenerationalen Traumatisierung an der auch Besucher*innen von MELLON teilnahmen.
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Fortbildung: SOZIALE RECHTE – Menschenrechtsarbeit mit der GrundrechteCharta der EU (11.12)
Zwei Vortragende des Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte und des Klagsverbands luden in den
Räumlichkeiten der KHG Klagenfurt zu einem ganztägigen Workshop für Berater*innen, Betreuer*innen und
Interessierte zum Thema GRC. Schwerpunktmäßig wurde dabei vor allem auf die in der Charta verbrieften
sozialen Grundrechte und Prinzipien eingegangen. Dank gilt den Organisator*innen, sowie den Vortragenden
a
a
Frau MMag. Wladasch und Frau Mag. Ludwig.

Kursabschlussfest im Winter (14.12)
Der letzte Termin unseres integrativen Kursprogramms in diesem Jahr wurde „traditionell“ durch eine Weihnachtsfeier mit Weihnachtsunterricht, Geschenken, Spielen und gemeinsamem, gemütlichen Ausklang begangen.
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Fortbildung: bfi Fachvortrag zum Thema „Asyl- und Fremdenrecht“ (18.12)
Die bfi Integrationsdrehscheibe Kärnten lud zu einem ganztägigen Workshop für Berater*innen, Betreuer*innen und Interessierte zum Thema Asyl- und Fremdenrecht. Dank gilt den Organisator*innen, sowie dem
Vortragenden Herrn MMag. Dr. Bruckner.
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Kostenlose Rechtsberatung (Kontigent) – Kooperationsgespräch (18.12)
Gemeinsam mit dem Direktor der Caritas Kärnten Herrn Msgr. Kons. Rat Dr. Marketz,, dem Präsidenten der
Kärntner Anwaltskammer Herrn Dr. Murko und dem Pfarrer Herrn Mag. Premur diskutierten wir über die Möglichkeit eines Freikontingentes zur Rechtsberatung von in Kärnten lebenden Flüchtlingen und Menschen in
Not.
Kooperationspartner & Danksagungen
Für das bisher Geleistete danken wir vor allem unserem Schirmherrn ASPIS, dem Obmann
O.Univ.-Prof.i.R. Mag. Dr. Klaus Ottomeyer, dem verdienten Projektleiter Mag. Siegfried
Stupnig, sowie allen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, den Dolmetscher*innen
und weiteren Mitarbeiter*innen. Besonders bedanken möchten wir uns bei der Geschäftsführerin Mag.a Maria Lind, die immer ein offenes Ohr für uns hat und uns tatkräftig und vertrauensvoll unterstützt.
Des Weiteren gilt unser Dank allen Kooperationspartnern, ohne deren Unterstützung und
Zusammenarbeit unsere Tätigkeit nicht möglich wäre! Diese sind im Einzelnen:
Das gesamten Team des österreichischen Sprachdiplom Deutsch (ÖSD), vor allem die Obfrau Mag.a Dr.in Manuela Glaboniat, der kaufmännische Leiter Cornelis Jan
Punter und die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Dr.in Helga Lorenz-Andreasch,
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Hilfestellung bei der Integration traumatisierter Flüchtlingen in Kärnten - 37 -
Mag.a Dr.in Jennifer Kresitschnig und Mag.a Waltraud Hassler, sowie Mag.a Svetlana
Jernej und alle weiteren Mitarbeiter*innen.
Die Universität Klagenfurt, stellvertretend durch den Rektor Univ.-Prof. Mag. Dr.
Oliver Vitouch, sowie durch die Vizerektor*innen. Das Institut für Psychologie, im
Speziellen der gesamten Abteilung für Sozialpsychologie, Ethnopsychoanalyse und
Psychotraumatologie. Prof.in i.R. Mag.a Dr.in Helga Rabenstein-Moser in ihrer Funktion als Leiterin des Sozialfonds. Hermine Schauer in ihrer Funktion als weltbeste Hörsaalbewirtschafterin und den stets freundlichen und hilfsbereiten Sekretärinnen, sowie dem Portier, bzw. dem Sicherheitspersonal.
Das gesamte Team der ÖH Klagenfurt/Celovec, stellvertretend und ganz besonders
durch den (ehem.) Vorsitzenden Moritz Maerkel, sowie die Vorsitzende Gabriele
Kern, Bakk., die uns halfen viele unserer Ideen spontan und mit Begeisterung umzusetzen, sowie den stellvertretenden Vorsitzenden.
Das gesamte Team von VOBIS, stellvertretend durch die Obfrau Mag.a Eva Wobik
B.A., insbesondere für das Erkennen und Freisetzen von gemeinsamem Potential,
sowie der stets offenen, uneigennützigen und schönen Zusammenarbeit!
Das gesamte Team von Deutsch in Österreich (DiÖ/DiA), allen voran der Geschäftsführerin Andrea Pirker und Mitarbeiterin Monika Rader.
Das gesamte Team der katholischen Frauenbewegung Kärnten (kfb), allen voran
der Vorsitzenden Ilona M. Wulff-Lübbert und der pädagogischen Mitarbeiterin Mag.a
Anja Schneider.
Auch für die geleistete Unterstützung von öffentlicher, sowie gewerblicher und gemeinnütziger Seite sei hiermit herzlich gedankt. Allen voran dem MigrantInnenverein St. Marx (RA
Dr. Lennart Binder, Hedwig Binder, Jakob Binder, Nahida Safi und weiteren Mitarbeiter*innen), dem Flüchtlingsdienst der Diakonie (Susanne Jelenik, Mag. Christian Pobaschnig), der vhs Kärnten (MMag.a Katharina Zimmerberger, Mag.a Tanja Mokina), IKEA Klagenfurt (Enis Husic, Mag.a Foller), dem Verein iiik (Kevin Kawalirek, Torben Gallob), katholischen Hochschulgemeinde in Klagenfurt (Uni-Pfarrer Hans-Peter Premur, Theologin Annamaria Kapeller, Zivildiener Andreas Kelz) sowie der bfi Integrationsdrehscheibe Kärnten (Mag.a Alexandra Lugger, (ehem.) Barbara Eigner und weiteren Mitarbeiter*innen).
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Abschließend möchten wir allen privaten Unterstützer*innen, für die finanzielle Unterstützung, sowie für geleistete Sach- und Dienstleistungen Dank sagen.
Ganz besonders hervorzuheben ist natürlich auch das Team aus unermüdlich und vielseitig
engagierten, ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuern ohne die es schlichtweg kein Projekt in dieser Form gäbe
Ajla Alispahić, Alexander Kleinberger, Mag. Alexander Leitner, Mag.a Andrea Krainer,
MELS, Mag.a Claudia Facciani-Rizzo, Anna Conci, Christine Salat, Christine Schöffmann, Dominika Denkowski, Elisabeth Poms, Elsbeth Schönpflug, Hilde Schmidt,
Mag.a Ingrid Widmann, Jasmin Bäck, Lara Wick, Lena Zachmann, Magdalena Sperl,
Mark Schneider, Mira Kemmer, Nele Klostermann, Norbert Remus, Sanela Mićić,
Stefanie Matzer, Stephan Trautner, Susanne Oberkoffler, Verena Gabriel, Verena
Hahn und Wenke Heiland
sowie den verdienten Multiplikatoren
Hadi Mohammadi, Aminullah Mandozai, Ali Abdul Omed und Abdullah Safi
und allen die 2014 für MELLON aktiv waren, sich informiert haben uns besuchten oder auf
andere Art mithalfen.
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7. Aspis Mitarbeiterinnen und ihre Funktionen
Vorstand:
Univ.Prof. Dr. Klaus Ottomeyer
Obmann
Univ.Prof. Dr. Judith Glück
Vorstand
Univ.Prof. Dr. Hannes Krall
Vorstand
MMag. Gerald Lackner
Vorstand
Mag. Elisabeth Scheucher
Finanzreferentin
Cornelia Seidl-Gevers
Vorstand
Johannes Wadl
Vorstand
Univ. Prof. Dr. Mirko Wakounig
Vorstand
MMag. Daniel Wutti
Schriftführer
Geschäftsführung und Therapie Projektleitung:
Mag. Maria Lind
Projektleitung Psychotherapeutische Begleitmaßnahmen :
Mag. Siegfried Stupnig
Projektleitung Mellon:
Marcel Leuschner
Veronika Oelkrug
Evaluation:
Marcel Leuschner
Sekretärin:
Mag.Helena Pranjic
Christina Pranjic (seit Dez. 2015)
Steuerberatung:
Mag. Brigitta Prochazka
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Hilfestellung bei der Integration traumatisierter Flüchtlingen in Kärnten - 40 -
PsychotherapeutInnen (alphabetisch):
MMag. Gerald Lackner
Mag. Maria Lind
Mag. Kathrin Noisternig
Univ.Prof. Dr. Klaus Ottomeyer
Mag. Gerda Rieser
Cornelia Seidl-Gevers
Dr. Franz Scheßl
Mag. Elisabeth Scheucher
Johannes Wadl (in Ausbildung unter Supervision)
Dr. Michael Wieser
DolmetscherInnen (alphabetisch):
Malak Korenjak (arabisch)
Hadi Mohammadi (farsi, dari)
Dr. Ghulam Moshenzada (farsi, dari, paschtu)
Halyna Mykytyn (russisch)
Mag. Manuela Pak (bosnisch)
Mag. Natalia Russinova (russisch)
Zeinab (farsi, dari)
PraktikantInnen im Psychologie Studium oder im Propädeutikum
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Forschungs – und Beratungszentrum für Opfer von Gewalt
Research – and counselling center for victims of violence
Universität Klagenfurt
Universitätsstraße 70
A – 9020 Klagenfurt
Bürozeiten: Mo und Mi: 9.00-12.00 Uhr
Telefon: 0463/2700 – 1673
0664/1049221
Email: aspis@aau.at
www.aspis.at
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