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Kap. 1 - Wirtschafts- und Sozialakademie der Arbeitnehmerkammer

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4
KONTAKT, INFORMATION UND BERATUNG
- Bildungsstätte der
Arbeitnehmerkammer Bremen
Zum Rosenteich 26
26160 Bad Zwischenahn
IHRE ANSPRECHPARTNERINNEN
- Gudrun Afken,
Elke Hölscher-Scharnberg
Telefon 04403·92 40,
Telefax 04403·58895
bildungsstaette@wisoak.de
GESELLSCHAFT UND POLITIK
Seminare
in Bad Zwischenahn
- Sie suchen Seminare zu Themen aus Politik und Zeitgeschichte, Wirtschaft und
Gesellschaft, Berufs- und Lebenswelt, Natur und Umwelt? Zu Themen und Fragen, die
Sie bewegen, die gesellschaftlich kontrovers diskutiert werden, für die es häufig keine
schnellen Lösungen gibt, die Wissen, Auseinandersetzung und Dialog mit Anderen
erfordern – und einen Seminar-Ort, der die Suche nach einer guten Antwort fördert? –
Dann sind Sie in der Bildungsstätte der wisoak in Bad Zwischenahn genau richtig.
Sie liegt in unmittelbarer Nähe des Zwischenahner Meeres. Hier gehören lebendiges
Lernen und eine erholsame Atmosphäre zusammen. Sie sind herzlich willkommen!
PROGRAMMVERANTWORTUNG
- Dr. Asmus Nitschke,
Historiker M.A.
Telefon 0421·44 99 - 836
a.nitschke@wisoak.de
Organisatorische Hinweise:
Ein fünftägiges Bildungsurlaubs-Seminar in Bad Zwischen-
in unserem Haus und die volle Verpflegung während des
frühen Nachmittag, ca. 14 Uhr; es umfasst 38 Unterrichts-
Seminars bereits enthalten.
INFORMATION // ANMELDUNG
stunden und ist auch in Niedersachsen und Nordrhein-West-
- Birgit Kracke,
falen als Bildungsurlaub anerkannt.
Sachbearbeiterin
Telefon 0421·44 99 - 933
b.kracke@wisoak.de
In der Teilnahmegebühr sind die Kosten für die Unterkunft
ahn beginnt montags um 10.30 Uhr und endet freitags am
Ein Wochenend-Seminar in Bad Zwischenahn beginnt freitags um 17.30 Uhr und endet sonntags am frühen Nachmittag (13.30 Uhr). Die Unterrichtszeit beträgt 18 Stunden.
KOSTEN
- Wochenendseminare: € 120,–
(mit KammerCard € 110,–)
für ein fünftägiges
Bildungsurlaubsseminar - Einzelne Angebote haben andere Preise. Diese finden Sie
beträgt € 195,–
(mit KammerCard € 170,–) direkt bei der Veranstaltung.
- Die Teilnahmegebühr
Wenn Sie ein Einzelzimmer wünschen, sagen Sie
uns telefonisch Bescheid. Für das Einzelzimmer erheben
wir einen Zuschlag von EUR 15,– pro Nacht.
Alle Bildungsveranstaltungen entsprechen den im
Bremischen Weiterbildungsgesetz in § 2.1 formulierten
Zielen. Die Bildungsurlaubs-Seminare und WochenendSeminare werden gefördert vom Senator für Bildung und
Wissenschaft.
Bildungsurlaub in Bad Zwischenahn
Raus aus dem Hamsterrad
Jahresthema:
WE RTS CHÄTZ UN G U ND WERTS CH ÖPF UN G
Wertschätzung im Arbeitsleben
Mangel an Anerkennung ruiniert auf Dauer Gesundheit,
Motivation und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter. Und es gibt einen engen, unmittelbaren
Zusammenhang zwischen Wertschätzung, Wohlergehen
und Wertschöpfung.
Wir werden in diesem Seminar an Hand von Beispielen
herausarbeiten, woraus sich ›Wertschätzungskultur‹ und
›Identifikation mit der Firma‹ speisen. Und wir werden
untersuchen, welche Wege es zu mehr Arbeitszufriedenheit
gibt.
Wege zur Bewahrung von Engagement
in Beruf und Alltag II
Dieses Seminar richtet sich vor allem an diejenigen, die bereits den Bildungsurlaub ›Arbeitsdruck und innere Erschöpfung‹ besucht haben und nun die Fragestellung reflektieren
und vertiefen möchten, welche Wege zur Bewahrung von
Engagement in Beruf und Alltag (erste) Erfolge zeitigen,
welche Hindernisse dabei zu überwinden sind (bzw. waren)
und welche Ansätze sich möglicherweise als Holzwege erweisen. Wir werden außerdem diskutieren, welche Konzepte der Burnout-Prophylaxe allgemein und auf betrieblicher Ebene aktuell favorisiert werden.
10501
09.11. – 13.11.2015
Ihre Dozentin: Angelika Kube
10780
15.06. – 19.06.2015
5
1
Ihre Dozentin: Angelika Kube
Unter Kolleg/innen
Gewinn um jeden Preis?
Wirtschaft und Ethik
Wirtschaft steht heute immer seltener für Wohlstand und
gesellschaftliches Glück. Viele bringen mit Wirtschaft eher
die Vorherrschaft des Kosten-Nutzen-Denkens in Verbindung. Bleiben in einer Zeit des Vorranges der Ökonomie
Werte wie Gerechtigkeit und Solidarität, Anerkennung und
Wertschätzung unweigerlich auf der Strecke? Wir werden
in diesem Seminar fragen, wie unternehmerisches Tun mit
gesellschaftlicher Verantwortung zu vereinbaren ist und
ob Gewinnmaximierung und ethisch orientierte Unternehmensführung zusammenpassen.
Die Atmosphäre am Arbeitsplatz hängt nicht nur von der
räumlichen Umgebung, den Inhalten und der Organisation
des Arbeitsplatzes ab. Viel wichtiger ist oft das Verhältnis zu
den Kolleg/innen und Vorgesetzten. Der Betrieb ist ein sozialer Organismus. Ein gutes Auskommen mit Kolleg/innen
und Vorgesetzten ist einer der wichtigsten Faktoren für die
eigene Lebensqualität. Wenn dicke Luft herrscht, Konflikte
vor sich her geschoben werden, Anerkennung ausbleibt,
›Kleinkriege‹ am Arbeitsplatz laufen, leidet man als ganzer
Mensch, die Lust an der Arbeit ohnehin. Findet man keine
Lösung für solcherart Betriebsstörungen, können sich Konflikte bis zum Mobbing aufschaukeln.
10300
02.02.–06.02.2015
Ihre Dozentin: Angelika Kube
10490
23.03. – 27.03.2015
Ihr Dozent: Ernst Klatte
Politik kontrovers
Arbeitsdruck und innere Erschöpfung
Wege zur Bewahrung von Engagement
in Beruf und Alltag I
Bei vielen berufstätigen Menschen machen sich Arbeitsverdichtung, Arbeitsdruck und fehlende Anerkennung zunehmend in Stressreaktionen und körperlichen Beschwerden
bemerkbar. Innere Erschöpfung und das Gefühl, ausgebrannt zu sein, treten an die Stelle von Lebendigkeit und
Freude an der Arbeit. In diesem Seminar werden Erscheinungsformen und Ursachen dieses Erschöpfungszustandes
im Zusammenhang mit persönlichen und gesellschaftlichen
Bedingungen reflektiert. Möglichkeiten des präventiven
wie konstruktiven Umgangs werden erarbeitet.
10350
16.02. – 20.02.2015
10351
23.11.–27.11.2015
Ihre Dozentin: Angelika Kube
Grundeinkommen für alle –
ohne Gegenleistung?
4-Tages-Bildungsurlaub
Wer Hartz IV oder andere ›staatliche Transferleistungen‹
erhält, muss sich erklären – gegenüber Behörden, gegenüber
der öffentlichen Meinung. Die Scham, auf staatliche
Fürsorge angewiesen zu sein, lähmt – und verhindert gesellschaftliches Engagement. Das behaupten jedenfalls Kritiker
des bestehenden Sozialsystems. Es stigmatisiere die Betroffenen, sei ineffizient und habe zu einer wuchernden Bürokratie geführt. Da außerdem ›Arbeit für alle‹ eine Illusion sei,
fordern sie: das ›bedingungslose Grundeinkommen‹.
1.000 Euro für jeden Bürger, monatlich, netto. Wer mehr
will, kann zur Arbeit gehen und dazuverdienen. Gleichzeitig sollen alle steuer- oder abgabefinanzierten Sozialleistungen wie Hartz IV, Bafög oder Kindergeld abgeschafft
werden. Aber: Ist das machbar, finanzierbar, wünschenswert? Bei diesem Thema scheiden sich die Geister ...
10800
27.04. – 30.04.2015
Ihr Dozent: Claus Mäulen
Teilnahmegebühr: €156,–
mit KammerCard €136,–
Seminare in Bad Zwischenahn
Vom Betriebsklima und seinen Störungen,
von kleinen Konflikten zum Mobbing
6
Gesellschaft · Politik
Flucht und Auswanderung
Die Bilder von Flüchtlingen, die sich auf den Weg ins gelobte Land namens EU machen, sind regelmäßig im Fernsehen zu sehen.Todesgefahr auf See, skrupellose Schlepper
und europäische Grenzpolizei können sie nicht davon abhalten. Schon immer sind Menschen ausgewandert, geflüchtet. Aber: Kann man vergangene Völkerwanderungen
mit der heutigen Migration vergleichen? Und: Wird der
Migrationsdruck anhalten? In diesem Seminar werden wir
Ursachen, Auswirkungen und notwendige politische Konsequenzen von Flucht und Auswanderung ergründen –
und die Herausforderungen für die nationalen Integrationspolitiken beleuchten.
10250
13.07. – 17.07.2015
Ihr Dozent: Dr. Jochen Schepker
Orient und Okzident
Der Islam und der Westen
Das Verhältnis zwischen christlichem Abendland und
islamisch geprägtem Morgenland ist seit den Anschlägen
auf das World Trade Center besonders belastet. Auf die
militärische und wirtschaftliche Überlegenheit des Westens
antworten die arabischen Länder, so scheint es, mit der
›Ölwaffe‹ oder mit Terroranschlägen. Im Westen werden
Immigranten aus islamischen Ländern dann schnell
unter Generalverdacht gestellt und Minarett-, Burka- und
Kopftuchverbote gefordert. In dieser politisch aufgeheizten
Atmosphäre übersieht man schnell die Beispiele für
gelungene Integration und funktionierende Kooperation
zwischen Orient und Okzident. Das Seminar ergründet
Ursachen und Lösungsansätze des Konfliktes.
10410
04.05. – 08.05.2015
Ihr Dozent: Dr. Jochen Schepker
Europa rückt nach rechts
Demokratie, Menschenrechte, Chancengleichheit, Trennung von Religion und Staat, Meinungsfreiheit – diese
Werte haben europäische Kultur geprägt. Nach Ende des
Kalten Krieges glaubten viele, diese Werte würden sich
weltweit durchsetzen. Doch weit gefehlt.
Rund um Europa, ob in Russland, China oder Nahost,
erweiter(te)n Diktatoren oder Parteien ihre Macht. Auch
innerhalb der EU, in Ungarn oder Italien unter Berlusconi,
versucht man, Presse, Kultur und Justiz ›gleichzuschalten‹.
Die Tea Party in den USA und die AKP in der Türkei möchten religiösen Werten Vorrang einräumen und die Trennung
von Staat und Religion aufgeben. Bei Europawahlen erhalten rechtsnationale und popolistische Parteien großen
Zulauf. Wohin steuern Europa und die EU?
10440
09.03. – 13.03.2015
Ihr Dozent: Dr. Jochen Schepker
Brennpunkt Naher Osten
… und der arabische Frühling
Beim Begriff ›Naher Osten‹ denkt man unwillkürlich an
eine Krisenregion: alltäglicher Krieg zwischen Israelis und
Palästinensern, Kriegselend im Libanon, im Irak, in Syrien.
Selbstmordattentate. Aber seit den Volksaufständen in
Nordafrika scheint in ›Nahost‹ etwas in Bewegung gekommen zu sein. Der ›Nahe Osten‹ im demokratischen Aufbruch? Wie wird sich die Region verändern? Um die Entwicklung besser zu verstehen, braucht es mehr Wissen über
diese Region, über die Geschichte und Kulturen der unterschiedlichen arabischen Völker, die im ›Nahen Osten‹
leben. Das Seminar vermittelt das dazugehörige Basiswissen.
10060
23.11. – 27.11.2015
Die Türkei
Ihr Dozent: Dr. Jochen Schepker
Verkehrspolitik heute
Die Türkei wird heute zur Gruppe der 20 wichtigsten
Industrieländer gezählt. Für viele (zumeist Türkeistämmige)
Deutsche ist der ›Wirtschaftsstandort Türkei‹ längst zu
einem attraktiven Auswanderungsziel geworden. Die wirtschaftsliberale Modernisierung und auch die gewachsene
außenpolitische Macht haben jedoch aus Sicht Westeuropas
zentrale Fragen unbeantwortet gelassen: Wie gehen türkische Staatsorgane und Eliten mit oppositionellen Strömungen und ethnischen, religiösen und sozialen Minderheiten
um? Welche Ziele verfolgt die Türkei außenpolitisch?
Welche Rolle spielt der (politische) Islam (künftig) in der
türkischen Politik und Gesellschaft? Das Seminar vermittelt
Basiswissen über die moderne Türkei, über die aktuellen
sozialen und politischen Auseinandersetzungen. Und es
diskutiert das Für und Wider einer EU-Mitgliedschaft.
Die mobile Gesellschaft sucht neue
Verkehrskonzepte und Fahrzeuge
Das Auto der Zukunft wird klein, leicht und elektrisch sein,
sagen die Experten. Wie sieht die Zukunft von Bahn und
Flugzeug aus? Die Mobilität der Menschen steigt stetig. Wie
verteilt sich in Zukunft der Verkehr auf öffentliche und private Verkehrsmittel? Brauchen wir nicht ganz andere Mobilitätssysteme? Verkehr ist laut, erhöht die Unwirtlichkeit der
Städte. Bürger leisten Widerstand gegen neue Verkehrsprojekte wie ›Stuttgart 21‹, den Transrapid in München oder die
Küstenautobahn A22. Wie kann das alles zusammengehen?
Das Seminar will neugierig machen auf die Entwicklung
der ›mobilen Stadtgesellschaft‹. In diesem Zusammenhang
werden wir uns auch mit car-sharing Projekten befassen.
Gespräche mit Fachleuten beleuchten Hintergründe.
10390
02.11. – 06.11.2015
Ihr Dozent: Dr. Jochen Schepker
11050
05.10. – 09.10.2015
TEILNAHMEGEBÜHREN
Bildungsurlaub: €195,– (mit KammerCard €170,– )
Ihr Dozent: Dr. Jochen Schepker
Bildungsurlaub in Bad Zwischenahn
7
Politische und gesellschaftliche Grundfragen
Bilder vom Fremden
Gleichberechtigt – alles ist möglich?
Wie wir uns und Andere sehen
Dem Fremden haftet etwas Zwiespältiges an: Einerseits ist
es bedrohlich, da es in das Eigene eindringt und unsere
scheinbare Ruhe stört. Andererseits macht es neugierig und
zieht an, da die eigene Ordnung eine Horizonterweiterung
erfährt. Was uns im Fremden scheinbar von außen gegenübertritt, kann auf eigene Wünsche und darauf, wie wir uns
sehen (wollen), untersucht werden. Denn in den Vorstellungen über die Fremden finden wir immer auch Anteile
des gesellschaftlich und individuell Unbewussten. Wir
werden das Phänomen des Fremdseins auf verschiedene
Weise betrachten: auf der historisch-politischen, auf der individuell-sozialpsychologischen und auf der gesellschaftlichen Ebene. Am Ende werden wir uns auf dem Hintergrund
der Debatte um Migration und Integration fragen: Kann
der, die oder das Fremde im Anderssein akzeptiert werden?
Herausforderungen wie die Wirtschafts- und Finanzkrise,
der Demografische Wandel oder der Wanderungsdruck
führen fast unweigerlich zur grundlegenden Frage, was die
Menschen eigentlich verbindet, was die Gesellschaft zusammenhält. Sind es Grundwerte wie Freiheit, Gerechtigkeit,
Sozialstaatlichkeit? Sind es Vaterlandsliebe oder eine Leitkultur? Wie ist es um die Solidarität zwischen Ost und West,
zwischen jung und alt, zwischen besser und schlechter Verdienenden, zwischen arm und reich bestellt? Ist die Familie
noch der soziale Kitt, ohne den eine funktionierende Gesellschaft nicht auskommt? Oder ist es das Engagement des
Einzelnen – im Sport, in Naturschutzvereinen, in den politischen Parteien? Wir werden uns in diesem Seminar auf die
Suche machen nach dem Gemeinsamen, nach Gemeinsinn
– und Eigensinn in der globalisierten Welt.
10192
Ihr Dozent: Dr. Gerhard Schäuble
10192
23.02. – 27.02.2015
Ihre Dozenten: Christoph Simon,
N.N.
Die ›entgrenzte‹ Gesellschaft
Konkurrenz, Wettbewerb und ständige Innovationen gelten
als Motor der modernen, globalisierten Arbeitsgesellschaft.
Doch Wachstum um nahezu jeden Preis hat in vielerlei Hinsicht auch gravierende Auswirkungen auf unsere gewohnten Arbeits- und Lebenszusammenhänge. Experten sprechen von ›Entgrenzung‹, von der zunehmenden Auflösung
zeitlicher, räumlicher und sachlicher Strukturen, von der
schleichenden Auflösung der Grenzen zwischen Erwerbsarbeit und Privatleben. Wir werden in diesem Seminar
herausarbeiten, was es mit dem Phänomen Entgrenzung
auf sich hat, welche Veränderungen in unserem Alltag
wirkungsmächtig und erlebbar sind. Und wir werden uns
fragen, wie gutes Leben gelingen kann, wenn übersichtliche, langfristig plan- und gestaltbare Beziehungen immer
stärker durch hochkomplexe und ergebnisoffene Entwicklungen überformt werden.
10630
31.08. – 04.09.2015
Ihr Dozent: Dr. Gerhard Schäuble
08.02. – 12.02.2016
Voll im Trend – oder abgehängt?
Von Gewinnern und Verlierern unserer Gesellschaft
›Leistung muss sich lohnen!‹ Warum? Nur so macht
›Leistungsgesellschaft‹ Sinn. Über diesen Sinn – und den
Unsinn, der möglicherweise darin steckt – wollen wir in
diesem Seminar nachdenken. Denn Leistungsgesellschaft
heißt heute: beruflich immer mehr leisten müssen in immer
härterer Konkurrenz, viel investieren in den perfekten und
attraktiven Körper, Multi-Tasking als Lebensprinzip, ›globalisierungsfit‹ schon in der KITA mit Englisch- oder Chinesisch-Unterricht – sonst droht Hartz IV. Gibt es wirklich
nur diese Alternative: entweder das Hamsterrad des
Auf-jeden-Fall-Mithaltens oder das Schicksal des ›Verlierers›?
Das Seminar zeigt, was diese Alternative aus unserer
Gesellschaft macht – und was wir dagegen tun können.
I N F O R M A T I O N // A N M E L D U N G
Mut haben und das Wort ergreifen
Wie viel Zivilcourage braucht unsere Gesellschaft?
Zivilcourage, das mutige Eintreten für ›die richtige Sache‹
auch und gerade dann, wenn andere schweigen oder wegsehen -, ist eine wesentliche Voraussetzung für das Funktionieren einer zivilen und demokratischen Gesellschaft. Aber
das ist bekanntlich leichter gesagt als getan, und es ist mit
Risiken behaftet. In diesem Seminar geht es um die Bedingungen für couragiertes Eingreifen, also darum, Nein zu
sagen und sich einzumischen, zivil zu bleiben und sich
nicht von der Aggressivität der Situation anstecken zu lassen, mit der Angst vor Autoritätspersonen umzugehen,
sachkundig die eigene Meinung zu äußern, Erkenntnis und
Mut in konkretes politisches Handeln umzusetzen.
10020
02.11. – 06.11.2015
10620
06.07. – 10.07.2015
1
Ihr Dozent: Dr. Gerhard Schäuble
Birgit Kracke - 0421· 44 99 -933
Ihre Dozentin: Monika J. Flügge
Seminare in Bad Zwischenahn
Ihr Dozent: Dr. Volker Hedemann
Was unsere Gesellschaft zusammenhält
09.02. – 13.02.2015
Männer und Frauen haben gleiche Rechte. Für eine Frau
und einen Mann ist in Deutschland jeder Lebensentwurf
denkbar. Doch die gesellschaftliche Realität sieht anders
aus: Klassische Frauenberufe werden schlecht bezahlt. Ist
das der Grund, warum nur wenig Männer z. B. in den frauendominierten Erzieherberuf drängen? Warum macht der
Großteil der vielen Einser-Abiturientinnen keine Karriere?
Ist die Mutter für die Kinder da? Muss der Mann finanziell
für seine Familie sorgen? Sind stereotype Geschlechterbilder
der Grund, weshalb sich immer weniger Paare für eigene
Kinder entscheiden – oder nach neuesten Studien, viele
junge Menschen erst gar keine Partnerschaft mehr eingehen? Was erwarten Frauen von Männern – was Männer
von Frauen? Wie sieht ein weiblicher, wie ein männlicher
Lebensweg heute aus? Was ermöglicht die Gesellschaft?
10610
10680
02.11. – 06.11.2015
Frauen und Männer in Deutschland
8
Gesellschaft · Politik
Wie viel Toleranz verträgt unsere
Gesellschaft?
Tolerieren heißt erdulden, ertragen. Toleranz zielt zunächst
darauf ab, auch ungewohnte, ›fremde‹, von der Norm abweichende Überzeugungen, Standpunkte und Gebräuche
gelten zu lassen. Demokratisches Zusammenleben ohne
Toleranz ist nicht denkbar. Aber muss folglich jede Meinung
akzeptiert und jede Haltung respektiert werden? Wo also
sind die Grenzen der Toleranz? In diesem Bildungsseminar
werden wir uns mit den Begründungszusammenhängen
und Bedingungen für Toleranz – und Intoleranz befassen,
werden überlegen, wo heute mit Blick auf unser Zusammenleben die Herausforderungen liegen und wie es um unsere
eigene Toleranz bestellt ist.
10480
Ethik und Moral
in der modernen Gesellschaft
Wirtschaftsführer, die nur an Boni und Aktiengewinne denken, Steuerhinterziehung, Bestechung, schwarze Kassen...
Ist heute der Ehrliche der Dumme, wie manche behaupten?
Soziale Unterstützung, Schutz der Schwächeren und gesellschaftliche Solidarität haben keine Konjunktur. Zerfällt
unsere Gesellschaft in Parallelgesellschaften – die einen
müssen sich einrichten in Hartz IV, die anderen füllen ihre
Konten in Liechtenstein? Wie ist dieser Trend zur Spaltung,
der auch in Bremen und Bremerhaven spürbar ist, zu stoppen? Wie können Werte, die den sozialen Zusammenhalt
fördern, mit Leben gefüllt werden?
10050
16.11. – 20.11.2015
Ihre Dozentin: Monika J. Flügge
Ihre Dozentin: Monika J. Flügge
14.12. – 18.12.2015
Der Welthandel
Globalisierung und fairer Handel
Macht und Machtspiele
Wer Macht hat, besitzt die Fähigkeit, seine Ziele auch gegen
Widerstände durchzusetzen und auf das Verhalten und
Denken anderer Menschen Einfluss zu nehmen. Macht ist
ein normaler, ja unvermeidlicher Bestandteil unseres sozialen Miteinanders. Macht kann zum Wohl, aber auch zum
Leid Anderer eingesetzt werden. Es gibt viele verschiedene
Formen von Machtausübung in Politik und Gesellschaft, es
gibt Machtmenschen und Machtspiele, Machtmissbrauch
und Machtlosigkeit. Wir werden in diesem Bildungsurlaub
untersuchen, wie Macht in unserem Staat, in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft funktioniert, wir diskutieren den
Umgang mit Macht im Berufsalltag wie im privaten Umfeld
– und wir lernen, Machtspiele zu durchschauen.
Einen ›Beipackzettel der Globalisierung‹ gibt es (noch)
nicht. Die Liste der Risiken und Nebenwirkungen wäre beachtlich. Warum profitieren Menschen in armen Regionen
der Welt nicht vom Wirtschaftswachstum? Warum sind
sie von Wirtschafts- und Finanzkrise(n), Konflikten und
Kriegen besonders bedroht? Und was hat mein Handy mit
dem Krieg am Kongo zu tun? Das Seminar stellt die Strukturen des Welthandels und die Dynamik der Globalisierung
allgemeinverständlich und in überschaubare Themenfelder
gegliedert dar. Außerdem werden wir Bedingungen für
Fairen Handel aufzeigen.
10040
26.01. – 30.01.2015
Ihr Dozent: Dr. Jochen Schepker
10041
10380
Ihre Dozentin: Monika J. Flügge
16.03. – 20.03.2015
07.12. – 11.12.2015
Gesellschaft
Strafe und Versöhnung
... als gesellschaftspolitische Herausforderung
Strafe, Versöhnung, Gerechtigkeit – diese Begriffe markieren
überaus wichtige Normen und Bezugspunkte für unser
soziales Miteinander, in der großen Politik wie in persönlichen Lebenszusammenhängen. Infolge einer Straftat oder
aber auch nach dem Ende einer Diktatur stellt sich die
Frage: Wie soll mit der Schuld der Täter umgegangen werden? Wie kann den Opfern Gerechtigkeit widerfahren?
Unter welchen Bedingungen kann es Versöhnung geben?
In diesem Seminar werden wir uns aus verschiedenen fachlichen Perspektiven diesen Fragestellungen nähern. Wir
wollen die Debatte um die Begnadigung von (Straf)-Tätern
unterschiedlichster Couleur aufnehmen und uns mit den
Sichtweisen von Opfern und Tätern auseinandersetzen.
Geplant ist außerdem ein Gefängnisbesuch in Oldenburg.
10290
20.04. – 24.04.2015
10291
30.11. – 04.12.2015
Ihre Dozentin: Monika J. Flügge
Die Moorsoldaten und der
Zirkus Konzentrazani
Ein Stück vergessene deutsche Geschichte
wird wieder lebendig
2013 erschien das Buch ›Zirkus Konzentrazani‹. Auf der
Basis realen Geschehens erzählen die Autoren eine Geschichte des Aufbegehrens gegen Entrechtung und Willkür
im ›3. Reich‹. Es geht um eine Zirkusaufführung der Häftlinge des KZ Börgermoor. Am Ende der Aufführung wird das
›Moorsoldatenlied‹ gesungen. Die Aufführung hat eine
große emotionale Wirkung, es kommt zu Annäherungen
zwischen Wachpersonal und Häftlingen. Die brutale Unterdrückungsmaschinerie des KZ bekommt erste Risse ...
Nachkommen ehemaliger KZ-Häftlinge haben der Erzählung große Einfühlsamkeit und historische Nähe bescheinigt. Einer der beiden Autoren, Volker Hedemann, wird den
Roman vorstellen und geschichtlich einordnen – und zum
Ausgangspunkt grundsätzlicher Überlegungen machen:
Welche Macht kann Kultur gegen Unfreiheit und Terror
entfalten? Mit Exkursion.
11370
13.04. – 17.04.2015
TEILNAHMEGEBÜHREN
Bildungsurlaub: €195,– (mit KammerCard €170,– )
Ihr Dozent: Dr. Volker Hedemann
Bildungsurlaub in Bad Zwischenahn
Tourismus
Wir wir wurden, was wir sind
In diesem Seminar untersuchen wir, wie Deutschland als
Nation entstanden ist, wie sich das Verhältnis zu den Nachbarn entwickelte - und welchen Stellenwert Deutschland
heute in Europa und der EU hat. Das Seminar verknüpft
Geschichte, Ethnographie und aktuelle Politik und fragt auf
dieser Grundlage nach deutscher Identität und Kultur.
11360
13.04 – 17.04.2015
Ihr Dozent: Dr. Jochen Schepker
Ehe und Familie – ein Auslaufmodell?
Immer mehr Paare in Europa werden ohne Trauschein Eltern. In Deutschland hat jedes dritte Kind bei seiner Geburt
unverheiratete Eltern, in anderen europäischen Ländern ist
dieser Anteil sogar noch höher. Gleichzeitig läuft das ›Verfallsdatum‹ von Ehen immer früher ab. Und immer mehr
Kinder wachsen mit nur einem Elternteil auf. Haben sich
also die Ehe und die klassische Familienform: Mutter, Vater,
Kind dauerhaft überlebt? Mit welchen Herausforderungen
sieht sich modernes Familienleben heute konfrontiert –
mit welchen Folgen für die Beteiligten? Und welche Rolle
spielt die staatliche Familienpolitik dabei? Es lohnt, genauer
hinzuschauen und die ideologisch häufig überhöhte Debatte um die Zukunft der Familie vom Kopf auf die Füße zu
stellen.
10160
16.11. – 20.11.2015
Ihr Dozent:
Michael Schneider-Hanke
Öl – das Schwarze Gold macht Weltpolitik
Als 1974 der Preis für ein Barrel das erste Mal hochschnellte, geriet die westliche Welt in helle Aufregung. Es
folgten Wirtschaftskrise – und autofreie Sonntage. Die gesamtgesellschaftlichen Folgen der aktuellen Preissteigerungen werden möglicherweise gravierender sein. Öl ist ein
wirtschaftlicher, politischer und globaler Machtfaktor ersten
Ranges: Wer die Ölquellen beherrscht, so heißt es, regiert
auch die Welt. Und die Erdöl-Vorräte neigen sich langsam
dem Ende zu.
10240
08.06. – 12.06.2015
Ihr Dozent: Dr. Jochen Schepker
Bremen und das Meer
Hafenarbeit und Hafenpolitik
Bremen und Bremerhaven haben eine lange Tradition
als Hafenstädte, und die Schifffahrt hat ihren frühen
Wohlstand geprägt. In der Hafenentwicklung spiegelt
sich schon früh, was heute Globalisierung genannt.
Das Seminar zeigt, wie Stadtpolitik und Schifffahrt aufeinander eingewirkt haben. Und wir werden uns mit
den Arbeitsbedingungen im Hafen beschäftigen. Welche
Entwicklung werden die bremischen Häfen nehmen?
11281
16.11. – 20.11.2015
I N F O R M A T I O N // A N M E L D U N G
Ihr Dozent: Uwe Kempf
Birgit Kracke - 0421· 44 99 -933
Sonnen- und Schattenseiten einer florierenden
Wirtschaftsbranche
›Für die Gäste nur das Beste‹ heißt es in der Tourismusbranche. Hinter den Kulissen aber geht es oft mit harten Bandagen zu: Unterbezahlte Animateure, Niedriglohn auf Luxuslinern oder Nepp bei Tagesausflügen. Der Tourismus zählt
weltweit zu den größten Wirtschaftszweigen und bedeutendsten Arbeitgebern. Tourismus soll ärmeren Regionen
Entwicklungsmöglichkeiten bieten und auch der einheimischen Bevölkerung zugute kommen. Doch meist profitieren
nur Wenige. Der Preis: zugebaute Küsten, knappes Trinkwasser, hohe Teuerungsrate. Das Seminar wird an Hand
ausgewählter Beispiele Sonnen- und Schattenseiten des
Tourismus darstellen.
10170
26.10 – 30.10.2015
Ihr Dozent: Dr. Jochen Schepker
Die Welt der Zukunft
1
Leben und Alltag im Jahr 2050
Denkt man viele aktuelle Debatten über den Zustand unseres Erdballs zu Ende, dann bleibt häufig nur eine Schlussfolgerung: die Aussichten sind trübe. Tatsächlich bedrohen
Klimakatastrophe, Bevölkerungsexplosion, Krieg und Völkermord künftiges Leben auf dem Erdball. Aber: Berechtigt
der technische Fortschritt nicht auch zu – wenn auch verhaltenem – Optimismus? Vor dem Hintergrund der großen
ökologischen, sozialen und politischen Herausforderungen
lohnt es, sich mit den einschlägigen, wissenschaftlich gestützten Zukunftsprognosen und Visionen zum menschlichen Alltag in den nächsten Jahrzehnten eingehender zu
beschäftigen – auch, um Konsequenzen, Chancen und
Risiken der wichtigsten Zukunftstechnologien abschätzen
zu können.
10210
02.03 – 06.03.2015
Ihr Dozent: Dr. Jochen Schepker
Die Augenblick-Gesellschaft
Zwischen Informationsflut und Handlungsszängen
Wer früher mehr wissen wollte, kaufte sich ein Buch oder
ging zum Schmökern in die Bücherei. Heute kann man sich
sekundenschnell in Internet-Foren und sozialen Netzwerken umsehen. Aber wo und wie entsteht eigentlich Information und wie und wo entsteht Wissen? Wir navigieren,
kommentieren, empfehlen, kritisieren und nehmen Stellung zu vielen Dingen, die uns wichtig erscheinen. Aber behalten wir den Überblick bei der Flut an Informationen?
Können wir noch angemessen urteilen? In welchem Verhältnis steht die gewachsene Lebenserfahrung zur ständigen
Aktualisierung des Wissens? Wie erhält man Wissen und
Bewusstsein für längerfristige Prozesse?
10310
09.03. – 13.03.2015
10311
07.03. – 11.03.2016
Ihr Dozent: Dr. Gerhard Schäuble
Seminare in Bad Zwischenahn
Deutschland
9
10
Gesellschaft · Politik
Bild.Macht.Zeitung
Die alternde Gesellschaft
Die ›Bild‹ ist in Deutschland ebenso bekannt wie umstritten. Immer wieder wird sie schwerwiegender Persönlichkeitsverletzungen oder zumindest grober journalistischer
Nachlässigkeiten beschuldigt. Dennoch gehört sie weltweit
zu den meistgelesenen Zeitungen. Und sie ist nach eigenen
Angaben auch die meistzitierte Tageszeitung in Deutschland. Ihre Wirkung auf die Meinungsbildung ihrer Leser ist
bei aller kritischer Distanz nicht hoch genug zu veranschlagen. Das Seminar stellt Stil, Strukturen und Macher der
›Bild‹ vor, vergleicht sie mit anderen Zeitungen, nimmt die
Berichterstattung zu aktuellen Themen genauer unter die
Lupe – und fragt, was die Attraktivität des Boulevardblattes
ausmacht.
10460
Ihre Dozentin: Monika J. Flügge
21.09. – 25.09.2015
Zum Umgang mit Alter(n) in Deutschland
Wir leben in alternden Gesellschaften. Ob in der Zukunft
die Probleme oder die Chancen der Langlebigkeit überwiegen werden, ist noch unklar. Sicher ist, die absolute und
die relative Zahl der Älteren steigt, die Gruppe der ›fitten
jungen Alten‹ und die der pflegebedürftigen und kranken
Hochaltrigen wächst. Sowohl die Krankheitskosten als auch
die Lebensqualität der älteren Menschen steigen. Viele
ältere Menschen können den schnellen Wandel der alltäglichen Anforderungen nicht mehr nachvollziehen. Vielfältige
neue Fragen verlangen zukunftsfeste Antworten, gesellschaftlich wie individuell: Welche Möglichkeiten gibt es für
den Einzelnen, sich angemessen auf das Leben im Alter vorzubereiten? Wie kann die Teilhabe älterer Menschen am gesellschaftlichen Leben ermöglicht bzw. verbessert werden?
10520
07.12. – 11.12.2015
Wohnen im Alter – Leben im Alter
Wie möchte ich leben und wohnen im Alter? Für viele
Menschen, die sich mit dieser Frage aktiv auseinandersetzen,
steht vor allem fest: auf keinen Fall im herkömmlichen
Altenheim. Im Windschatten der Debatte um den demografischen Wandel hat sich in den letzten Jahren eine
bemerkenswerte Vielfalt von (gemeinschaftlichen und
generationsübergreifenden) Wohnmöglichkeiten für Ältere
herausgebildet. Doch gleichzeitig gilt noch immer: Bei
Stadtplanern und Wohnungsbaugesellschaften werden die
Bedürfnisse älterer Menschen viel zu wenig berücksichtigt.
Welche Voraussetzungen muss die Politik für altersgerechtes Wohnen schaffen? Welche Ideen, Ansätze und
Visionen gibt es? Mit Exkursion.
10670
Ihre Dozentin: Angelika Kube
19.10. – 23.10.2015
Ihr Dozent: Dr. Gerhard Schäuble
Tod und Sterben in Deutschland
…und anderen Kulturen
Auch wenn es auf den ersten Blick als sehr private Angelegenheit erscheint: Die Rituale im Umfeld von Tod und
Sterben sind zutiefst gesellschaftlich geprägt. Dies wird spätestens mit der großen Zahl der Zuwanderer aus anderen
Kulturen und ihren oft ganz anderen Ritualen sichtbar.
Aufgrund des gesellschaftlichen Wandels haben sich in den
letzten Jahrzehnten auch in Deutschland die herkömmlichen Formen des Umgangs mit Tod und Trauer zunehmend
verändert. Das hat Konsequenzen in vielen verschiedenen
Lebensbereichen. So muss in Krankenhäusern, in Altenund Pflegeeinrichtungen, im Bau- und Bestattungswesen
mitgedacht werden, dass – bezogen auf den Umgang mit
Tod und Sterben – ganz unterschiedliche Bedürfnisse zu
berücksichtigen sind.
10570
18.01. – 22.01.2016
Gesellschaft ohne Zeit
Aus Erfahrung Zukunft gestalten
Vom Zeit verlieren, Zeit sparen, sich Zeit nehmen
Haben Sie jetzt Zeit, diesen Text zu lesen? Passt der Seminartermin in Ihren Zeitplan? Das Seminar handelt von der Zeit.
Und davon, wie wir gemeinhin mit Zeit umgehen, welche
Folgen dies für das Leben und unsere Gesellschaft hat.
Ohne Frage: Neue Techniken helfen uns, ›Zeit zu sparen‹,
beschleunigen Arbeitsprozesse. Doch führt dies wirklich
dazu, dass wir mehr Zeit für uns und Andere(s) haben?
Um über diese Problemstellung nachzudenken, wollen wir
uns eine Woche Zeit nehmen.
TEILNAHMEGEBÜHREN
Dieses Seminar wendet sich an Menschen in der zweiten
Lebenshälfte. Ziel ist es, darüber nachzudenken, wie
Entscheidungen, gesellschaftliche Lebensumstände und
andere Menschen uns zu dem gemacht haben, was
wir heute sind. Wir werden auf dem Hintergrund einer
Reflexion über gesellschaftliche Veränderungen Ideen entwickeln und Gestaltungsmöglichkeiten für das eigene
Leben herausarbeiten. Und wir werden in einem Prozess
produktiven Nachdenkens Folgerungen und Forderungen
für die nächsten Jahre und Jahrzehnte daraus ableiten.
10590
10510
20.07. – 24.07.2015
Ihr Dozent: Dr. Jochen Schepker
Ihr Dozent: Asmus Nitschke
22.06. – 26.06.2015
Bildungsurlaub: €195,– (mit KammerCard €170,– )
Ihre Dozentin: Monika J. Flügge
Bildungsurlaub in Bad Zwischenahn
Aussitzen oder Auseinandersetzen
Oder: Zur Verführbarkeit der Menschen
Vom Umgang mit Konflikten
In der Projektwoche wagt der Gymnasiallehrer ein pädagogisches Experiment. Er möchte veranschaulichen, wie autoritäre Strukturen funktionieren und totalitäre Herrschaft
entsteht. Denn seine Schüler halten es für ausgeschlossen,
dass Faschismus und Holocaust sich wiederholen können.
Der Lehrer gründet ein Bündnis, ›die Welle‹. Grundprinzipien sind unbedingter Gehorsam und uneingeschränkte
Disziplin. Immer mehr Schüler schließen sich der Bewegung
an. Es entsteht eine ›Mini-Diktatur‹ im Klassenzimmer. Andersdenkende werden ausgrenzt. Dann läuft das Experiment
aus dem Ruder … Das Seminar nimmt den Film ›Die Welle‹
als Arbeitsgrundlage, um über die Verführbarkeit des Menschen, über gesellschaftliche Ausgrenzungsmechanismen
und die Bedingungen für antidemokratische, diktatorische
Herrschaft nachzudenken.
Konflikte gehören zum Leben – am Arbeitsplatz, in der
Politik, im Freundes- und Familienkreis. Hintergrund sind
meistens unterschiedliche Bedürfnisse, Interessen und
(Wert-) Vorstellungen. In diesem Seminar werden Möglichkeiten der konstruktiven Bearbeitung von Konflikten im
beruflichen und gesellschaftlichen Kontext erarbeitet
und erprobt. Und wir werden uns Beispiele für erfolgreiche
Moderationen gesellschaftlicher Konflikte im (Bremer)
Politikbetrieb genauer ansehen.
10730
23.03. – 27.03.2015
Ihr Dozent: Jochen Killing
10731
26.10. – 30.10.2015
10650
09.03. – 13.3.2015
Ihre Dozentin: Monika J. Flügge
Allein und in Gesellschaft
10650
15.02. – 19.02.2016
Lebensqualität Gesundheit
Krankheit und Gesundheit im Spiegel der Gesellschaft
Medizin und Gesundheitsindustrie verheißen schnelle
Hilfe bei fast allen erdenklichen Leiden. Doch die Kosten
für dieses System steigen überproportional. Und viele Menschen haben die Erfahrung gemacht, dass die Wirkung der
angepriesenen Sofort-Hilfe begrenzt, zuweilen auch unberechenbar ist – vor allem langfristig betrachtet. Es hat sich
längst rumgesprochen: Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit. Dieses Seminar behandelt die Frage,
was Lebensqualität Gesundheit wirklich ausmacht: welche
persönlichen Aktivitäten und Haltungen, vor allem aber
welche gesellschaftlichen Voraussetzungen sind notwendig,
um von Lebensqualität Gesundheit sprechen zu können?
Damit liefert das Seminar auch verständliche Grundlagen
für die Auseinandersetzung mit den verschlungenen Wegen
der deutschen Gesundheitspolitik.
Neben der am weitesten verbreiten Lebensform, der Familie, hat es schon immer eine Fülle anderer Lebensformen
gegeben. Das Bildungsseminar stellt am Beispiel Bremens
Gemeinschaften von allein stehenden Frauen und Männern
vor, die sich in den vergangenen Jahrhunderten entwickelt
haben und zum Teil heute in ähnlicher Weise wieder aufgebaut werden. Von den vorwiegend religiösen Gemeinschaften der mittelalterlichen Beginen und Mönche über
die Kommune im Worpsweder Barkenhoff spannt sich ein
Bogen, der das Leben von Männern und Frauen vor dem
Hintergrund politischer und gesellschaftlicher Prozesse
beschreibt. Die Auseinandersetzung soll Anregung sein,
Wurzeln heutiger Lebensweisen aufzuspüren und ihre Bedeutung für morgen auszuloten.
10690
31.08. – 04.09.2015
Ihre Dozentin:
Christine Holzner-Rabe
10701
07.12. – 11.12.2015
Ihre Dozentin: Malou Brigitte Polz
Die Frau an seiner Seite ...
... und der Mann an ihrer Seite. Bedeutende Paare
in Geschichte und Gegenwart
Die Geschichtsschreibung liefert eine Fülle von Material
über bedeutende Männer und Frauen, die durch ihr Denken
und Handeln, ihre Leistungen oder ihre Machenschaften
Segen oder Unheil über die Menschheit gebracht haben.
Doch oftmals war dies nur mit der ›richtigen Frau an seiner
Seite‹ oder dem ›richtigen Mann an ihrer Seite‹ möglich:
Sie inspirierten und spornten sich zu neuen Leistungen und
auch Untaten an, zwangen die Partnerin oder den Partner
dabei in bestimmte Rollenmuster. Oder sie traten als gleichberechtigtes, emanzipiertes Paar auf … Das Bildungsseminar
stellt bedeutende Paare in Geschichte und Gegenwart vor,
die erfolgreiche oder aber gescheiterte Karrieren beschreiben. Manche wurden berühmt, andere dagegen erfuhren
Missachtung und wurden vergessen.
11340
09.02. – 13.02.2015
I N F O R M A T I O N // A N M E L D U N G
Ihre Dozentin:
Christine Holzner-Rabe
Birgit Kracke - 0421· 44 99 -933
Sicherheit und Risiko in der
modernen Gesellschaft
Risiken und Gefahren gehören zum Leben. Es gibt natürliche Risiken, die unser Leben und unsere Gesundheit bedrohen. Und es gibt finanzielle Risiken, den Verlust der Ehre
oder des guten Leumunds. Soziologen behaupten, unsere
moderne Gesellschaft habe sich zu einer ›Risikogesellschaft‹
entwickelt – freilich mit sehr ungleicher Verteilung der (sozialen) Risiken. Worin liegen diese Risiken begründet? Wer
ist für was verantwortlich? Wie kann man mit Risiken umgehen? Es gibt für alle, die es sich leisten können, Versicherungen gegen nahezu alle Risiken. In der Wirtschaft fordert
man dagegen mehr Risikobereitschaft, z. B. bei Investitionen oder der Arbeitplatzsuche. Junge Leute, so scheint es,
haben längst eine Antwort auf das Sicherheitsdenken der
modernen Gesellschaft gefunden: Sie suchen Gefahren, weil
sie Spaß haben wollen …
10540
14.12. – 18.12.2015
Ihr Dozent: Dr. Jochen Schepker
1
Seminare in Bad Zwischenahn
Die Welle
11
12
Gesellschaft · Politik
Der Knick im Lebenslauf oder
der Lauf des Lebens
Gesellschaftlicher Wandel und individuelle
Lebensplanung
Nicht selten versuchen Menschen ihr Leben genau zu planen – Ausbildung, Karriere, Heirat, Kinder, Alterssicherung.
Doch häufig kommt es anders. Der einmal erlernte Beruf
kann nicht mehr ausgeübt werden, Trennung vom Partner,
ein Unfall, der Verlust des Arbeitsplatzes, Konflikte mit den
Kindern, Geschwistern oder Eltern. Die äußere Sicherheit
geht dann schnell verloren, wandelt sich in eine unsichere
Perspektive – um so mehr in einer Zeit, in der bestehende
gesellschaftliche Sicherungssysteme in vielen Punkten in
Frage gestellt werden. Das Seminar wendet sich an Menschen, die vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels über biografische Veränderungen, elementare Entscheidungen zukünftiger Lebensführung und Bedingungen für
eine Neuorientierung nachdenken möchten.
10770
01.06. – 05.06.2015
Ihre Dozentin: Angelika Kube
Arbeitswelt
Schon wieder etwas Neues...
Wie flexibel und wandlungsfähig müssen
Arbeitnehmer heute sein?
Alles ändert sich – ständig: Arbeitsabläufe und Technik, unsere Lebensbedingungen, die Gesellschaft. Es leuchtet ein:
Ob es uns gefällt oder nicht, wir müssen lernen, mit Veränderungen umzugehen und Schritt zu halten. Vielen Menschen machen besonders die Veränderungen in der Arbeitswelt zu schaffen: ständig neue Aufgaben und Projekte,
Änderungen in der Organisation, neue Anforderungen,
neue Belastungen. Vom Arbeitnehmer wird erwartet: Veränderungskompetenz. Sie wird schon als Schlüsselqualifikation für den ›Arbeitnehmer der Zukunft‹ gehandelt. Doch
der Mensch ist auch ein ›Gewohnheitstier‹ … Wir werden in
diesem Seminar herausarbeiten, wie man unter den Bedingungen der modernen Arbeitswelt mit Veränderungsdruck
umgehen kann – und wo die Grenzen der Flexibilität liegen.
10530
09.11. – 13.11.2015
Ihre Dozentin: Regina Aljes
Wohlstand für alle?
Die Kluft zwischen Arm und Reich
Die Zahl der Menschen, die mit niedrigem Einkommen
auskommen müssen oder arm sind, ist in Deutschland
erheblich angestiegen. Von Armut bedroht sind besonders
Langzeitarbeitslose, Alleinerziehende, Migranten, kinderreiche Familien, alte Menschen. Und das Thema ist in der
Mitte der Gesellschaft angekommen. Gleichzeitig gibt es
immer mehr Wohlhabende und Reiche. In Bremen hat sich
die Zahl der so genannten Einkommensmillionäre in den
letzten Jahren mehr als verdoppelt. Generell gilt: Die Kluft
zwischen (privatem) Reichtum und (öffentlicher) Armut
wächst. Wo aber fängt Armut an, wo hört sie auf? Und
wann gilt jemand als reich? Anhand von Beispielen aus
unterschiedlichen Milieus werden wir einen Streifzug durch
unsere heutige Gesellschaft unternehmen.
Ihre Dozentin: Monika J. Flügge
Wie bewegt sich das Leben?
Gesetzmäßigkeiten des Lebendigen
im gesellschaftlichen Kontext
Das Leben verläuft nie gleichförmig. Am Anfang unseres
Lebens ist es unsere körperliche Entwicklung, die uns aus
der Gleichförmigkeit in einen Rhythmus – von Können
und (noch) nicht Können – führt. Im Laufe des Lebens
kommen neben diesen inneren, vermehrt auch äußere
Einflussfaktoren dazu, wie z. B. Veränderungen am Arbeitsplatz oder im Privatleben, die den Lebens-Rhythmus
verändern. Beschäftigt man sich mit der evolutionären Geschichte des Lebens, stößt man auf weitere überraschende
lebenswichtige Rhythmen.
10811
18.05. – 22.05.2015
Zum Pflegenotstand in Deutschland
Mundgerechte Zubereitung der Nahrung: 2–3 Min.; An-/
und Auskleiden: 2–3 Min.; Teilwäsche Oberkörper 8–10 Min.
Mit solchen Normen versuchen Gesetzgeber, Kranken- und
Pflegekassen, den täglichen Pflegebedarf von Patienten
und alten Menschen zu berechnen. Zeit für Gespräche und
Zuwendung ist nicht vorgesehen. Industrielle Zeitnormen
markieren den Arbeitsalltag von tausenden Pflegerinnen
und Pflegern – in der Hauspflege, in den Kliniken, in den
Pflegeheimen. Die Löhne sind niedrig, die Belastungen
hoch: Hetze, Schichtdienst, Rückenleiden, Hautkrankheiten, fehlende Anerkennung. In diesem Seminar werden
wir uns mit der Arbeitswelt Pflege beschäftigen und
erörtern, ob es Auswege aus dem Pflegenotstand gibt.
10370
10180
19.10. – 23.10.2015
Pflege im Minutentakt
Ihre Dozentin: Dr. Meral Köbrich
22.02. – 26.02.2016
Ihr Dozent: Jochen Killing
Balance halten...
...zwischen Arbeits- und Lebenswelt
Unsere Arbeitswelt befindet sich im rasanten Wandel und
mit ihr die Koordinaten täglicher Lebensführung. Die veränderten Arbeitsbedingungen führen zu steigendem Leistungsdruck, erfordern eine hohe Flexibilität vom Arbeitnehmer und verändern das Verhältnis von Arbeit, Familie
und Eigenzeiten. Die Vereinbarkeit von Beruf und Karriere
und dem Leben in der Familie, verbunden mit der Betreuung von Kindern und/oder pflegebedürftigen Personen,
bedeutet zweierlei: eine täglich immer wieder aufs Neue,
individuell zu meisternde Aufgabe und eine gesamtgesellschaftlich wie politisch dringend zu lösende Herausforderung. Wir werden uns mit diesem spannungsreichen
Verhältnis befassen, werden uns fragen, welchen Einfluss
die Arbeit auf die Gestaltung unseres Lebens ausübt.
10340
08.06. – 12.06.2015
10341
14.12. – 18.12.2015
TEILNAHMEGEBÜHREN
Bildungsurlaub: €195,– (mit KammerCard €170,– )
Ihre Dozentin: Alice Westphal
Bildungsurlaub in Bad Zwischenahn
Leben mit der Schicht
Umwelt und Politik
10360
Ihre Dozentin: Angelika Kube
Arbeiten bis 70?
Die Menschen werden immer älter. Die Regelarbeitszeit
wird Jahr für Jahr verlängert auf 67. Viele sagen, dass es sich
mit dieser Regelung eigentlich um ein Rentenkürzungsmodell handelt. So lange zu arbeiten ist für viele Berufe nicht
zumutbar. Andererseits arbeiten viele Rentnerinnen und
Rentner auch heute schon nebenbei – nicht immer aus Not,
häufig aus Freude, dass sie noch gebraucht werden. In der
Freiwilligenarbeit sind Millionen, die für ihr Alter noch eine
sinnvolle Beschäftigung suchen. Gibt es gerechte gesellschaftliche Modelle, die für die einen wohlverdienten Ruhestand und für andere eine Fortführung der Arbeit – ohne
Arbeitszwang – verbinden können?
10330
20.07. – 24.07.2015
Ihre Dozentin: Monika J. Flügge
Bei uns kommt der Strom aus
der Steckdose...
Kommunale Stromversorgung – Traum oder
realistisches Zukunftsmodell?
Deutschland hat sich entschieden, aus der Atomenergie
auszusteigen. Wie aber kann der Energiebedarf auf Dauer
möglichst Klima schonend gedeckt werden? Die großen
Energieversorger verdienen bislang ihr Geld vor allem mit
den ›alten‹ Energien – Steinkohle, Braunkohle und noch –
Atomkraft. Wie können sich Städte und Kommunen aus der
Abhängigkeit von den großen Konzernen lösen? Es gibt in
Deutschland und Europa schon Beispiele, wie eine dezentrale Energieerzeugung in kommunaler Hand zu einem
erfolgreichen Modell werden kann ... Dieses Seminar setzt
sich mit der Zukunft der Energieversorgung auseinander.
10940
19.10. – 23.10.2015
Ihre Dozentin: Markus Müller
Die Nordsee – Wirtschaftsraum,
Müllkippe, Urlaubsziel?
Sie ist eines der meist befahrenen Meere der Welt, wird als
Wirtschaftsraum genutzt, nimmt Unmengen an Abwasser
auf und ist Müllkippe für Schifffahrt und Industrie. Und sie
ist nach wie vor ein sehr beliebtes Urlaubsziel … Das Seminar setzt sich mit der Ökologie und den Belastungsfaktoren
für die Nordsee auseinander und stellt die Frage, was Politik,
Wirtschaft, Gemeinden und der Einzelne tun können und
müssen, um den Lebensraum Nordsee auf lange Sicht zu
erhalten. Es werden Experten eingeladen, und es findet eine
Exkursion zu Problembereichen der Nordsee statt.
10910
Was kommt nach der Arbeit?
29.06.–03.07.2015
Ihr Dozent: Markus Müller
Über den Abschied vom Erwerbsleben
und die Zeit danach
Wälder
Der Übergang vom Erwerbsleben in die Rente stellt sich für
viele Menschen als besonders einschneidendes Ereignis im
Lebenslauf dar. Die Frage, wie sich der Alltag verändert, was
man in der neuen Lebensphase tun möchte, ob man sich
eher ins Private zurückzieht oder im sozialen Umfeld aktiv
wird, sich ehrenamtlich in Gesellschaft und Politik engagiert – diese Frage wird auch vor dem Hintergrund einer
›alternden Gesellschaft‹ immer stärker zum Gegenstand
öffentlicher Erörterungen. Wie kann und will ich das Leben
ohne Erwerbsarbeit sinnvoll und befriedigend gestalten?
Vor dem Hintergrund eigener beruflicher und biografischer
Erfahrungen werden wir uns mit den Möglichkeiten einer
aktiven und gesellschaftlich sinnvollen Gestaltung der Zeit
nach dem Arbeitsleben befassen.
10420
02.03. – 06.03.2015
Ökologie, Nutzung, Schutz
Im Zentrum dieses Seminars steht der vermeintlich unvereinbare Gegensatz zwischen unberührten Wäldern (›Urwald‹) und von Menschen genutzten Wäldern. Nach einer
einführenden Darstellung der unterschiedlichen Waldsysteme der Erde wird ausführlich auf Ökologie und
Nutzungsgeschichte heimischer Wälder eingegangen.
Das Seminar erläutert die große Bedeutung, die Wälder sowohl für den Erhalt der Artenvielfalt wie auch für Klima
und Wasserhaushalt haben. Weitere Themen sind: Waldnutzung, der nachwachsende Rohstoff ›Holz‹ und Möglichkeiten und Chancen einer naturverträglichen Forstwirtschaft.
Mit Exkursion.
11010
Ihre Dozentin: Angelika Kube
29.06.–03.07.2015
10421
11011
21.09. – 25.09.2015
26.10.–30.10.2015
I N F O R M A T I O N // A N M E L D U N G
Birgit Kracke - 0421· 44 99 -933
1
Ihr Dozent: Dr. Peter Hünseler
Seminare in Bad Zwischenahn
Für immer weniger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
in unserem Land gilt der traditionelle Rhythmus: 8 Stunden
Arbeit, 8 Stunden ›Mensch sein‹, 8 Stunden Schlaf. Denn
nicht nur in den traditionellen Industriebetrieben, sondern
inzwischen auch in vielen Dienstleistungsbereichen wird in
Schichten gearbeitet. Das bewirkt gesundheitliche Probleme
im täglichen Kampf gegen die biologische Uhr, auch die
sozialen Kontakte sind schwerer zu organisieren.In diesem
Seminar werden wir diese Folgen analysieren, vor allem
aber konkrete Strategien für den Alltag besprechen, die die
gesundheitlichen und sozialen Beeinträchtigungen zu reduzieren versuchen.
04.05. – 08.05.2015
13
14
Gesellschaft · Politik
Mensch und Natur
Meer ohne Fische?
Seit ca. 3,5 Milliarden Jahren gibt es Leben auf der Erde, die
ersten Menschen traten vor ca. 1,8 Millionen Jahren in Erscheinung. Von Anfang an befand sich der Mensch in intensiver Auseinandersetzung mit der Natur, wurde durch sie
geprägt und hat sie selbst verändert. Dieses Seminar setzt
sich mit dem Grundverhältnis des Menschen zur Natur auseinander – und der Frage, wie sich die Haltung zur Natur
entwickelt hat, wodurch sie heute geprägt ist und welche
gesellschaftlichen Folgen sich ergeben haben.
10900
27.07.–31.07.2015
Ihre Dozentin: Kerstin Jürgens
Welterbe Natur
Überfischung gilt als wichtigste Ursache für den massiven
Rückgang der Fischbestände in den Meeres- und Küstenökosystemen. Die Bedrohung des Fischvorkommens ist aber
nicht nur eine Frage des Artenschutzes. Fisch ist weltweit
eines der wichtigsten Nahrungsmittel. Und der Handel mit
Fischprodukten ist lukrativ. Im Kampf um die Handelsware
Fisch stehen sich legaler Fischfang mit hochtechnisierten
Fangflotten und illegale Fischerei, Kleinfischer, Fischindustrie, Fischereipolitik, Umweltschützer und Verbraucher gegenüber. In diesem Seminar geht es um die wirtschaftlichen, ökologischen und kulturhistorischen Aspekte
des Fischfangs – und um die Menschen, die vom Fischfang
leben. Welche Lösungswege bietet die Politik aus der Überfischung? Die Fischereipolitik der EU wird ebenso thematisiert wie Aquazucht und nachhaltige Befischung.
11020
Naturwunder – zwischen Schutz und Nutzung
Mit der Auszeichnung Weltnaturerbe sind einzigartige
Ökosysteme vor unserer Haustür wie das Wattenmmer oder
der Buchenwald auf eine Stufe gestellt mit dem Grand
Canyon in den USA, dem Great Barrier Reef Australiens
oder der Serengeti in Tansania. Aber: Beflügelt die weltweite
Aufmerksamkeit als Weltnaturerbe nicht auch den Massentourismus und ist damit vor allem wirtschaftlich lukrativ?
Wie sehr ist die deutsche Naturlandschaft an der Nordsee
durch das Ausbaggern von Schifffahrtsrinnen, durch
Kabelverlegungen für Windparks, durch Ölförderung oder
Fischerei tatsächlich gefährdet? Oder wird Natur(erbe) am
Ende zum Ausstellungsobjekt – das gar nicht mehr betreten
werden darf?
10980
14.09.–18.09.2015
Die Zukunft des Nahrungsmittels Fisch
Ihr Dozent: Markus Müller
Das Geschäft mit dem Essen
23.02.–27.02.2015
Ihr Dozent: Markus Müller
Wochenends emina re
Jahresthema: Wer tschätzung und
Wer tschöpfung
Was sind Werte?
Wir kennen alle den Wert im ökonomischen Bereich.
Welchen Wert hat z.B. eine Uhr, was muss ich dafür bezahlen? Aber wir hören auch immer wieder die Formulierung:
In unserer Gesellschaft gibt es einen Werteverlust. Was
ist damit gemeint? Und: können wir uns überhaupt auf
gemeinsame Werte verständigen? Oder verhält es sich ganz
anders? Vielleicht ist das Gute im Gegensatz zu den Werten
schon anwesend und wir müssen es nur entdecken …
13820
Nahrungskonzerne und Agrargroßbetriebe haben Lebensmittel schon längst zu Industriegütern gemacht. Mit Nahrungsmitteln lässt sich gutes Geld verdienen. Wer hinter die
Kulissen industrieller Nahrungsmittelproduktion schaut, erhält zuweilen beklemmende Einblicke in die Mechanismen
der modernen Nahrungsmittelproduktion. Muss die Politik
nicht klare, begrenzende Regeln setzen und Mensch, Tier
und Natur schützen? Ist eine ökologische, tier- und naturschonende Landwirtschaft nur ein Nischenprodukt, das
gegen die billig produzierte Ware nie wirklich ankommt?
Dieses Seminar setzt sich mit den Bedingungen der Nahrungsmittelproduktion auseinander und diskutiert die
Möglichkeit von Alternativen. Kleine Exkursionen und
Erkundungen vor Ort stehen mit auf dem Programm.
11000
12.10.–16.10.2015
11001
25.01.–29.01.2016
Ihre Dozentin:
Jutta Draub-Ketelaar
10.04.–12.04.2015
Ihr Dozent: Dr. Volker Hedemann
Willkommen in Deutschland!?
Zu Akzeptanz und Wertschätzung von
Einwanderung und Migration
In Deutschland steht der behördliche Umgang mit Ausländern in der langen Tradition der Gefahrenabwehr. Fremde
werden zunächst als Bedrohung wahrgenommen. Doch
Deutschland hat sich nach und nach zu einem Einwanderungsland entwickelt, so beliebt wie die USA. Die deutsche
Wirtschaft ruft nach Fachkräften aus dem Ausland. Und
der demografische Wandel tut sein Übriges. Zunehmend
vehementer wird nun auch aus der Politik die Forderung
vorgetragen, Menschen aus dem Ausland doch willkommen
zu heißen, ihre Aufnahme in die Gesellschaft zu erleichtern
und ihre Potentiale zu nutzen. Doch Deutschland tut sich
insgesamt (noch) schwer mit einer ›Willkommenskultur‹.
Warum?
13630
25.09.–27.09.2015
TEILNAHMEGEBÜHREN
Bildungsurlaub: €195,– (mit KammerCard €170,– )
Ihre Dozenten:
Anni Nottebaum, Asmus Nitschke
Wochenendseminare in Bad Zwischenahn
Gewinn um jeden Preis?
Strategien gegen Mobbing
Wirtschaft und Ethik
Vertiefungsseminar
Wirtschaft steht heute immer seltener für Wohlstand und
gesellschaftliches Glück. Viele bringen mit Wirtschaft
eher die Vorherrschaft des Kosten-Nutzen-Denkens in Verbindung. Bleiben Werte wie Gerechtigkeit und Solidarität,
Anerkennung und Wertschätzung unweigerlich auf der
Strecke? Wir werden in diesem Seminar fragen, wie unternehmerisches Tun mit gesellschaftlicher Verantwortung zu
vereinbaren ist und ob Gewinnmaximierung und ethisch
orientierte Unternehmensführung zusammenpassen.
Ein schlechtes Betriebsklima ist ein wesentlicher Stressfaktor
in Büros und Betrieben. Wenn ständig ›dicke Luft‹ herrscht,
Konflikte ›ausgesessen‹ werden, fachliche und persönliche
Anerkennung ausbleiben und Einzelne ›gemobbt‹ werden,
dann haben solche ›betriebsklimatischen Tiefausläufer‹ gravierende Auswirkungen auf das Wohlbefinden, und auch
auf die Effektivität der gemeinsamen Arbeit. In diesem Vertiefungs-Seminar werden wir anhand konkreter Beispiele
aus dem Berufsalltag Hintergründe dieses Zustandes erfahrbar machen und nach Veränderungsmöglichkeiten suchen.
Dabei geht es auch darum, sich der eigenen Ressourcen im
Umgang mit konflikthaften Situationen zu vergewissern
und Möglichkeiten der Selbstsorge zu entwickeln.
13440
12.06.–14.06.2015
15
Ihr Dozent: Ernst Klatte
13540
Ihr Dozent: Jochen Killing
Was uns heilig ist
Werte in den Weltreligionen
Religionen und ihre Institutionen gelten seit jeher als Hort
und Vermittler von Werten, die für die jeweiligen Gesellschaften maßgeblich sind oder waren. Gleichzeitig stehen
Weltreligionen wie das Christentum oder der Islam aber
auch für den Ursprung und die Rechtfertigung von (staatlicher) Gewalt und Intoleranz. Welche Werte und Haltungen
lassen sich eigentlich welchen Religionen zuordnen? Wie
haben sich historisch betrachtet religiöse Werte im Wechselspiel mit Gesellschaft verändert bzw. weiterentwickelt?
Welche Bedeutung haben religiöse Werte und Normen
heute für den sozialen Zusammenhalt von Gemeinschaften
und Gesellschaften?
13490
16.10.–18.10.2015
Ihr Dozent: Helmut Langel
Arbeitswelt
Philosophie
und Gesellschaft
Wie kommt das Böse in die Welt?
Das Böse ist einem unangenehm, es fasziniert aber auch. Zu
dem Unangenehmen gehören die Bemühungen zu zeigen,
dass es das Böse gar nicht gibt. Aber alle Versuche, das Böse
loszuwerden, zu verdrängen, nützen nichts – durch die
Hintertür, unter einem andren Namen, taucht es ganz sicher wieder auf. Der Begriff des Bösen ist in der Regel in der
theologischen Diskussion verankert, wird aber auch in der
modernen Moralphilosophie thematisiert. Im Mittelpunkt
dieser Veranstaltung stehen denn auch die philosophischen
Auseinandersetzungen mit dem Bösen. Wir schlagen einen
Bogen von Augustinus über die Theodizee-Debatte (warum
lässt Gott das Böse in der Welt zu?) bis zur Diskussion des
Bösen bei Kant, Hegel, Kierkegaard und Nietzsche. Eine
Frage wird sich dabei immer wieder aufdrängen: ist das Böse
der Preis der Freiheit?
1385
13.11.–15.11.2015
Mobbing
Ihr Dozent: Dr. Volker Hedemann
Einführung, Grundlagen
Es sind zunächst nur ›Kleinigkeiten‹: eine abfällige Bemerkung, eine falsche Anschuldigung, Abwertungen. Dann
Beleidigungen, Schikanen, Ausgrenzung. – Mobbing macht
einsam, verzweifelt, krank. Aber wann spricht man eigentlich von Mobbing? Was unterscheidet Mobbing von
Konflikten bzw. anderen Formen der Konfliktaustragung?
Welche Faktoren – auf gesellschaftlicher, betrieblicher
und zwischenmenschlicher Ebene – begünstigen Mobbing,
was ist zu tun, wenn man selbst betroffen ist, wie kann man
sich schützen?
13500
05.06.–07.06.2015
Ihr Dozent: Jochen Killing
Zeit
Könnnen wir in der Zeit glücklich sein?
Inwieweit hängt das Gelingen oder Misslingen menschlichen Lebens von unserem Umgang mit der Zeit ab? Erst
kommt die Zeit und dann das, was wir mit ihr machen. –
Zunächst müssen wir uns aber die Frage vorlegen: was
ist eigentlich Zeit? Wir werden zahlreiche philosophische
Überlegungen kennenlernen, die diese Frage zu beantworten
suchen. Eigentlich wissen wir, was Zeit ist, aber wenn
man einem Fragenden die Zeit erklären will, weiß man es
eigentlich doch nicht …
1386
04.12.–06.12.2015
I N F O R M A T I O N // A N M E L D U N G
Birgit Kracke - 0421· 44 99 -933
Ihr Dozent: Dr. Volker Hedemann
1
Seminare in Bad Zwischenahn
06.11.–08.11.2015
16
Gesellschaft · Politik · Gesundheit
Arbeit und Entfremdung
Adam Smith beschrieb in einem seiner Werke, wie Stecknadeln in einer Fabrik hergestellt werden: Der eine Arbeiter
zieht den Draht, der andere streckt ihn, ein dritter schneidet ihn, ein vierter spitzt ihn zu, und so geht es weiter, in
achtzehn verschiedenen Arbeitsgängen. Wenn industrielle
Arbeit aus solchen oder ähnlichen mechanischen Tätigkeiten besteht, werden die Arbeiter dafür bezahlt, dass sie
blind Ziele verfolgen, die andere festgelegt haben, und das
mit den Mitteln zu tun, die andere für angemessen halten.
Müssen wir solche Tätigkeiten ausführen oder gibt es so
etwas wie sinnvolle Arbeit? Um diese Frage beantworten zu
können, müssen wir uns zunächst den Klassikern zuwenden, die sich mit der Arbeit auseinandergesetzt haben:
Hegel und Marx. Bis zu diesen Denkern hat sich aber bereits
das Ansehen der Arbeit stark verändert. In der griechischen
Antike gab es keinen schlimmeren Vorwurf als den, dass
man arbeitet …
13840
03.07.–05.07.2015
Ihr Dozent: Dr. Volker Hedemann
Gesellschaft und
Geschichte
Die mündige Patientin
Wochenendseminar für gesundheitlich
beeinträchtigte Frauen
Gesundheitlich beeinträchtigte und durch chronische
Krankheiten im täglichen Leben eingeschränkte Frauen –
ob berufstätig oder erwerbslos, ob Hausfrau, Rentnerin
und/oder pflegende Angehörige – müssen vielseitige Anforderungen bewältigen und vielen Belastungen standhalten.
Umso wichtiger ist es, Bescheid zu wissen, welche (neuen)
rechtlichen Ansprüche gegenüber Arbeitgebern, Behörden,
Krankenkassen, Versicherungsträgern usw. bestehen, wie
Vorsorge getroffen werden kann (z.B. Patientenverfügung),
welche Hilfs- und Beratungsangebote es gibt und wie
man sich gegenseitig stützen kann. Wir werden auf dieser
Grundlage auch überlegen, wie man sich z.B. im Gespräch
besser durchsetzen oder auch Phasen der Entspannung
gewinnen kann.
13420
12.06.–14.06.2015
Hannah Arendt und das Politische heute
Hannah Arendts Werke und Theorien werden seit einiger
Zeit wieder stark diskutiert. Im Hinblick auf aktuelle Entwicklungen kann die Lektüre von Arendts Bücher in der Tat
als Gegengift gelesen werden. Wir wollen ihren grundlegenden philosophischen Überlegungen zum Politischen folgen.
Arendts wesentliches Ziel, war es, den notwendigen Raum
für Politik, d.h. für das freie Handeln, zu schaffen und offen
zu halten. Dazu entwickelte sie eine Theorie, in der Begriffe
wir Pluralität, Macht, Handeln eine positive Bedeutung
gewinnen. Die Gegenbegriffe sind Totalitäre Herrschaft, Gewalt und Herstellen. Einen anderen zentralen Begriff, das
Böse, entwarf sie in ihrem vielleicht bekanntesten, aber
auch umstrittensten Buch: Eichmann in Jerusalem. Dazu
äußerte sich Arendt auch in einem TV-Interview, das wir
uns gemeinsam anschauen werden.
Ihre Dozentinnen: Christiane
Harms, Barbara Reuhl
Der Papst
Welche Rollen spielen Papst und Katholische Kirche in unserer aufgeklärten und säkularisierten Welt? Wie viel Autorität, wie viel politische und wirtschaftliche Macht kann,
sollte oder muss ihnen zugebilligt werden? Können Lehre
und Hierarchie der Katholischen Kirche in Einklang gebracht werden mit einer sich ständig wandelnden gesellschaftlichen Wirklichkeit?
13460
11.12.–13.12.2015
Ihr Dozent: Helmut Langel
13830
12.06.–14.06.2015
Ihr Dozent: Dr. Volker Hedemann
Stolz, ein Deutscher zu sein?
Nationale Identität früher, heute und morgen
Die Kunst, ein gutes Leben zu führen
Jahrzehntelang schien sich der Wohlstand der Bevölkerung
nur in eine Richtung zu entwickeln. Es ging ›im Fahrstuhl
nach oben‹: Jahr für Jahr wurden Löhne und Gehälter
erhöht, die Renten schienen sicher und die Handlungsspielräume groß. Aber das Blatt hat sich gewendet. Viele Menschen haben den Eindruck, die Schere zwischen arm und
reich gehe immer weiter auseinander und der Fahrstuhl des
Fortschritts fahre nur noch einen Teil der Bevölkerung,
›die Gewinner‹ (z.B. ›Arbeitsplatzbesitzer‹), nach oben. In
diesem Seminar werden die Bedingungen für gutes Leben
in unserer Arbeitsgesellschaft ausgelotet.
Worauf kann, sollte oder darf man als Deutscher eigentlich
stolz sein – und worauf eher nicht? Sind es bestimmte Eigenschaften oder Tugenden, ist es die nationale Geschichte
– oder sind es die ›Dichter und Denker‹? Bei einem spannenden Streifzug durch die jüngere deutsche Geschichte
wollen wir die Ursprünge der Nation, der ›nationalen Identität‹ und des in Deutschland nach 1871 stark ausgeprägten
Nationalismus aufspüren.
13810
20.11.–22.11.2015
13680
11.09.–13.09. 2015
TEILNAHMEGEBÜHREN
Ihr Dozent: Dr. Gerhard Schäuble
Wochenendseminar: €120,– (mit KammerCard €110,– )
Ihr Dozent:
Michael Schneider-Hanke
Gesellschaft · Politik · Gesundheit
Luther – Denker, Dichter, Revolutionär
Was er uns heute (noch) sagt
Martin Luther war nicht nur Theologe. Seine Predigten und
Schriften veränderten die von der römisch-katholischen
Kirche dominierte Gesellschaft der frühen Neuzeit nachhaltig. Sein Denken und Handeln hatte epochale Wirkung.
Ohne Frage: Umstritten bis anstößig geblieben sind seine
Einstellung zu den Bauernkriegen oder zum Judentum. Und
was er über Frauen dachte, mag man heute kaum mehr
aussprechen. Dennoch: Luther hat als Dichter und Denker
in vielerlei Hinsicht Spuren hinterlassen, über die es auch
heute noch nachzudenken lohnt. Ganz gleich, wie man
über Theologie im Allgemeinen denkt.
13760
27.02.–01.03.2015
Ihr Dozent: Helmut Langel
17
A n d e r e L ä n d e r,
andere Kulturen
Polen
Ein mitteleuropäisches Land
Mit unserem Nachbarland Polen verbinden uns über 1000
Jahre wechselvolle Geschichte voller Verflechtungen – und
eine gemeinsame Grenze. Die Partnerstädte Bremen und
Danzig sind heute ein gutes Beispiel für lebendige Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene. Was wissen wir eigentlich über unseren Nachbarn? Was zeichnet Polen aus? Neben wissenswerten Fakten über Land und Leute finden auch
kuriose und liebenswerte Details ihren Platz im Seminar.
13150
05.06.–07.06.2015
Rund 17 Mio. Menschen starben im Ersten Weltkrieg. Der
Krieg beendete das Deutsche Kaiserreich und die als glanzvoll bezeichnete Epoche der Gründerzeit, in der bis heute
bestehende Weltkonzerne entstanden und in der Deutschland zur Weltmacht aufstieg … Damals, Anfang des 20.
Jahrhunderts, ging es den beteiligten Nationen und den
Kriegstreibern um rigorose Durchsetzung eigener imperialer
Interessen – und nicht um friedliches nachbarschaftliches
Miteinander. Hat Europa aus der Geschichte gelernt?
13060
29.01.–31.01.2016
Ihr Dozent: Dr. Jochen Schepker
Griechenland
Von der Kulturnation zum Sorgenstaat Europas?
Das Land der Hellenen, das eigentlich wegen seiner antiken
Hochkultur und natürlich als Urlaubsland in Europa eine
hohe Wertschätzung genießt, hat zur Zeit keinen guten Ruf:
hoher Korruptionsindex, geschönte Bilanzen und eine
Staatsverschuldung, die die Stabilität des Euro zu gefährden
droht. Innenpolitisch hat sich die Lage im Land wegen der
anhaltende Finanzkrise ebenfalls zugespitzt. Dieses Seminar
ergründet die griechische Innen- und Außenpolitik, die
Mentalität der Menschen sowie die Situation des Landes
innerhalb Europas.
13080
16.10.–18.10.2015
Ihr Dozent: Dr. Jochen Schepker
Tschechien
Ein (nahezu) unbekannter Nachbar
Deutschland
Wie wir wurden, was wir sind
In diesem Seminar untersuchen wir, wie Deutschland als
Nation entstanden ist, wie sich das Verhältnis zu den Nachbarn entwickelte – und welchen Stellenwert Deutschland
heute in Europa und der EU hat. Das Seminar verknüpft
Geschichte, Ethnographie und aktuelle Politik und fragt
auf dieser Grundlage nach deutscher Identität und Kultur.
13.11.–15.11.2015
Vom Mittelalter bis zur Neuzeit war das heutige Tschechien
unter den Namen Böhmen und Mähren fester Bestandteil
des deutschen Reiches. Seit der Wende erlebt Tschechien
einen dynamischen Wandel.Es lohnt, sich mit unserem
Nachbarland, mit seinen Menschen und seiner Kultur vertraut zu machen.
13030
20.11.–22.11.2015
13660
Ihr Dozent: Dr. Jochen Schepker
Ihr Dozent: Dr. Jochen Schepker
Island
Von Vulkanausbrüchen und Finanzkrisen
Das Seminar beschäftigt sich mit Politik, Geschichte und
Natur Islands. Leben und Alltag der rund 300.000 Isländer
und die wichtigsten touristischen Attraktionen werden vorgestellt. Wussten Sie, dass Island Nato-Gründungsmitglied
ist, der EU aber wohl nicht beitreten wird?
13180
24.04.–26.04.2015
I N F O R M A T I O N // A N M E L D U N G
Birgit Kracke - 0421· 44 99 -933
1
Ihr Dozent: Dr. Peter Hünseler
Seminare in Bad Zwischenahn
Der 1. Weltkrieg und Europa
Ihre Dozentin: Natalia Sliwinski
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Gesellschaft · Politik · Gesundheit
Zypern
Umwelt und Politik
Zypern ist seit 1974 geteilt. Der griechisch geprägte Südteil,
die Republik Zypern, ist seit 2004 EU-Mitglied und geriet
vor allem als Steueroase und ›Finanzkasino der Russen‹
negativ in die Schlagzeilen, jüngst auch wegen Bankenschließungen, Geldabfluss und Staatspleite. Der türkische
Teil der Insel wird nur von der Türkei als Staat anerkannt.
In der Gemengelage aus historischer Erblast und aktuellen
Wirtschaftsproblemen versucht Zypern eigene Identität zu
entwickeln.
13110
22.01.–24.01.2016
Ihr Dozent: Dr. Jochen Schepker
Estland, Lettland, Litauen
Riga, alte Hansestadt und Partnerstadt Bremens, gehört mit
den beiden anderen Hauptstädten Vilnius und Tallinn zu
den aufstrebenden Metropolen in den baltischen Staaten.
Im Sozialismus führten die Länder viele Jahre ein eher kümmerliches Dasein. Nach dem Beitritt zur Europäischen
Union hoffen nun die Bürger auf bessere Zeiten. Noch gelten die drei Staaten als Billiglohnländer, attraktiv vor allem
für westeuropäische Firmen, die dort Niederlassungen gründen. Das Verhältnis zum großen Nachbarn Russland ist
nach wie vor gespannt. Trotz vielfältiger Problemlagen
zeichnet sich ab, dass die baltischen Staaten ihrer reichen
kulturellen Tradition schon bald zu altem und neuem
Glanz verhelfen können.
13320
20.02.–22.02.2015
Ihr Dozent: Dr. Jochen Schepker
Wälder
Ökologie, Nutzung, Schutz
Im Zentrum dieses Seminars steht der vermeintlich unvereinbare Gegensatz zwischen unberührten Wäldern (›Urwald‹) und von Menschen genutzten Wäldern. Das Seminar
erläutert die große Bedeutung, die Wälder sowohl für den
Erhalt der Artenvielfalt wie auch für Klima und Wasserhaushalt haben. Weitere Themen sind: Waldnutzung, der nachwachsende Rohstoff ›Holz‹ und Möglichkeiten und Chancen einer naturverträglichen Forstwirtschaft.
13640
13.11.–15.11.2015
Ihr Dozent: Dr. Peter Hünseler
Der Klimawandel
Wie sicher sind die Prognosen der Klimaforscher?
Das Wetter scheint – global betracht – in den letzten Jahren
immer häufiger Kapriolen zu schlagen: Stürme, Dürre,
Hitze, steigender Meeresspiegel, Naturkatastrophen. Die
Angst vor der Klimakatastrophe geht um. Dieses Seminar
informiert über Ursachen und die verschiedenen Erklärungen für die Veränderung des Klimas.
13070
09.10. –11.10.2015
Schottland
Das Jahr 2014 stand ganz im Zeichen des Referendums über
die Unabhängigkeit: Am Ende sprach sich eine knappe
Mehrheit der Schotten gegen die vollständige Unabhängigkeit aus. Schottland bleibt also auch in Zukunft Teil
Großbritanniens. Das Seminar stellt Politik, Wirtschaft
und Kultur dieses Landesteils Großbritanniens vor.
13130
20.03.–22.03.2015
Die Arktis
Geht eine einzigartige Naturlandschaft
im Wettkampf um Rohstoffe verloren?
Ihr Dozent: Dr. Jochen Schepker
China – die kommende Weltmacht Nr. 1?
Kaum ein Land hat im 20. Jahrhundert so umfassende Veränderungen erlebt wie die Volksrepublik China. Seit der
Jahrtausendwende nimmt China nun einen unglaublichen
wirtschaftlichen Aufschwung, der vor allem bei der westlichen Industrie die Hoffnung auf einen riesigen Absatzmarkt
weckt – und Sorgen nährt mit Blick auf die wachsende
wirtschaftliche und poltische Machtstellung. Gleichzeitig
rufen Menschenrechtsverletzungen und die Ereignisse
in Tibet weltweit Empörung hervor. Das Seminar gibt einen
Überblick über die Entwicklung des Landes und erläutert
aktuelle Problemlagen.
Die Polregionen haben schon immer die Menschen fasziniert. Die Erforschung der eisigen Gebiete hat manchen
Forschern Ruhm und Ehre, anderen den Tod gebracht. Die
erste kommerzielle Nutzung begann schon im 18. Jahrhundert mit dem Robben- und Walfang. Und die Begehrlichkeiten der Industriegesellschaft wuchsen ständig. Heute
haben sich neue Schifffahrtsrouten zwischen Pazifik und
Atlantik geöffnet, und bisher unentdeckte Rohstoffvorkommen wurden plötzlich zugänglich. In Zeiten steigender Rohstoffpreise könnten Bodenschätze die Arktis in eine BoomRegion verwandeln. Doch Naturschützer warnen:
Arktische Gewässer reagieren besonders empfindlich auf
Umweltverschmutzung.
13720
10.07.–12.07.2015
13700
13.02.–15.02.2015
TEILNAHMEGEBÜHREN
Ihr Dozent: Dr. Jochen Schepker
Ihre Dozentin:
Dr. Stephanie Kirschnick
Wochenendseminar: €120,– (mit KammerCard €110,– )
Ihr Dozent: Dr. Jochen Schepker
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