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BAYERN-TIMES
Infoservice des Landesbezirksfachbereichsvorstandes Telekommunikation/DV/IT ver.di Bayern
13. Oktober 2014 Nr. 27
Gerechtigkeit und Ungleichheit
Die Frankfurter Rundschau hat die größten börsennotierten deutschen Unternehmen zum Thema Gerechtigkeit und Ungleichheit befragt und
nur wenige Antworten erhalten. Bemerkenswert
ist, dass sich der Chef der Deutschen Telekom
AG dieser Frage gestellt hat und auch die Antwort
unerwartet überrascht.
Telekom Chef Timotheus Höttges kritisiert die zunehmende Ungleichheit in Deutschland.
„Wenn einige wenige riesige Vermögen anhäufen,
die nicht mehr in die Realwirtschaft fließen, führt diese Ungleichheit zu Ungerechtigkeit“, sagte Höttges
der Frankfurter Rundschau. Er bemängelt, dass die
Schwere zwischen arm und reich weiter auseinander
gegangen ist.
In Deutschland befindet sich ein Drittel des Vermögens im Besitz von einem Prozent der Bevölkerung,
die obersten zehn Prozent der Bevölkerung verfügen
über die Hälfte des Gesamtvermögens.
Höttges findet es ungerecht, wenn Menschen von
ihrer Arbeit nicht leben können. Für einen Manager,
der einmal im Zusammenhang mit einer Tarifrunde
gesagt haben soll, dass auch aus einer ausgepressten Zitrone noch Saft kommt, eine interessante
Wandlung.
Die Einkommen bei der Telekom sind gut, allerdings
bisher nicht von einem verantwortlich denkenden
Management gemacht, sondern meist von den ver.di
Mitgliedern in den Tarifrunden mit Streiks durchgesetzt. Trotzdem gibt es sogar im Telekom Konzern
noch unterschiedliche Arbeits- und Einkommensbedingungen. Es gibt also auch noch vor der eigenen
Haustür einiges zu kehren.
Die Erkenntnis, dass Vermögen gerecht verteilt werden müssen, nicht nur die wenigen Reichen immer
reicher werden sollen, sondern die Reallöhne steigen
müssen, ist wichtig und richtig. Prima, wenn sich der
Telekom Chef scheinbar dieser Verantwortung stellt
und sich als einer der wenigen Manager dazu öffentlich äußert.
Das sind unsere Inhalte:
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Gerechtigkeit und Ungleichheit
„Wir wollen mehr vom Leben“
Erfolgreiche Mitgliederwerbung
„Wir wollen mehr vom Leben“
Junge ver.di Mitglieder, die sich aktiv in ver.di
engagieren sind erfrischend hoffnungsvoll und
kreativ. Die Augen sind noch nicht trüb, sondern
haben noch den ganz besonderen jugendlichen
Glanz der Neugierde, Freude und Zuversicht.
Ver.di braucht junge, frische Menschen und daher ist
es mehr als erfreulich, dass seit einigen Jahren die
Jugendwerbung so erfolgreich läuft. Diesen Erfolg
verdanken wir in erster Linie unserer Fachbereichsjugend, die sich am vergangenen Wochenende zur
Landesfachbereichsjugendkonferenz getroffen hat.
Darüber hinaus hat unsere Fachbereichsjugend
maßgeblich dafür gekämpft, dass die unterschiedliche Bezahlung von kaufmännischen und technischen
Berufen wieder angeglichen wird. Im weiteren Fokus
die Weiterführung der Ausbildungsquote und die
Übernahme der Nachwuchskräfte.
Wichtig auch die Bildungspolitik, um beispielsweise
mit Grundlagenseminaren die Kompetenz der
Auszubildendenvertretungen auszubauen.
Der „designierte“ Vorsitzende des neuen Landesfachbereichsvorstandes, Willi Geiger, hat sich gemeinsam mit der Landesfachbereichsleiterin, Susanne Becker, einer Fragerunde mit den Delegierten der
Jugendkonferenz gestellt.
Im Verlauf der Diskussion wurde mehr Unterstützung
bei der Mitgliederwerbung eingefordert statt mit bürokratischen ver.di Schreiben die jungen Menschen zu
verschrecken.
Interessant auch die Antragsberatung. Die Konferenz
hat mit der Annahme eines Antrages die Durchsetzung einer einheitlichen Bildungsstruktur in ver.di
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beschlossen. Ein anderer Antrag befasst sich mit der
unbefristeten Übernahme von Auszubildenden im
gängigen Arbeitszeitmodell des jeweiligen Betriebes.
Sehr interessant auch die Referenten. Zum einen
Karl-Heinz Brandl, Leiter IKT Projekt, mit dem spannenden Thema „Digitalisierung der Arbeitswelt“. Die
neue Arbeitswelt wird die Zukunft der Jugend sein
und es ist wichtig zu wissen, welche gewerkschaftlichen Handlungsmöglichkeiten es gibt, um die zukünftigen Herausforderungen zu meistern.
Engagiert und leidenschaftlich vom DGB Bundesvorstand Berlin, Abteilungsleiter Jugend, Florian Haggenmiller. Er beleuchtete die Situation junger Menschen in Europa, die gar nicht so rosig ausschaut,
wie es uns von Politikern oder Medien vorgegaukelt
wird. Außerdem war unser „Flo“ ganz froh, dass er
endlich wieder einmal in seiner bayerischen Heimat
sein und frische Bergluft schnuppern konnte.
Am Abend spielte der „Entertainer“, Charly Brandl zu
Arbeiterliedern auf. Die kennen ja meist nur noch die
„Alten“. Trotzdem haben die jungen Kolleginnen und
Kollegen tüchtig mitgesungen und am Ende festgestellt, dass die Texte auch heute noch inhaltlich aktuell sind. „Die größte Macht ist deine Phantasie. Wirf
die Ketten weg und schmeiß sie gegen die, die mit
ihrer Macht deine Kräfte brechen wollen – unter dem
Pflaster liegt der Strand.“
Zwischendurch gab es auch traurige Momente, weil
die bisherige Geschäftsführung des Jugendfachkreises zu „alt“ geworden ist. Abschied nehmen von unserer Laura Grieshammer und Thomas Wiedemann
(Wiede). Ähnlich wie der erste Schultag ist es ein
weiterer Lebensabschnitt, wenn die Jugendarbeit
vorbei ist. Nun übernehmen Jüngere den Stab. Als
neuer Vorsitzender wurde Thim Albrecht gewählt.
Theresa Solleder, Olivia Neckermann und Florian
Mader zu Stellvertreter/innen. Wir gratulieren Euch
herzlich und auf gute Zusammenarbeit. Wir „Alten“
sind für Euch da und unterstützen Euch gerne.
Bildungsarbeit, Alternativen zum Kapitalismus, gute
Ausbildung, Jugendtarifarbeit und für ein Europa der
starken Gewerkschaften, so die Themen diverser
Arbeitsgruppen. Nicht zu vergessen der Kampf gegen
geplante Verschlechterung des Jugendarbeitsschutzgesetzes.
Die Jugend gönnte sich auch ein wenig Freizeit und
hat am Abend natürlich nur „Limo“ getrunken 
„Wir wollen mehr vom Leben“ so lautet eine Textzeile
in einem der Arbeiterlieder. Das war früher so und hat
sich auch jetzt nicht geändert.
Unsere tolle ver.di Jugend hat es verdient, mehr vom
Leben zu bekommen und dafür kämpfen wir gemeinsam.
Erfolgreiche Mitgliederwerbung
Am 9. Oktober 2014 hat unser ver.di Werbeausschuss des Landesfachbereichs unseren alljährlichen bayerischen Werbe-Tag durchgeführt. Die
frohe Botschaft: Unsere Mitgliederwerbung läuft
sehr erfolgreich und wir haben noch viele neue
kreative Ideen.
400 neue ver.di Mitglieder wollten wir in diesem Jahr
werben. Mit Stand September 2014 haben wir dieses
Ziel mit 555 neuen Mitgliedern schon weit überschritten und bis zum Jahresende wird sich die Zahl noch
weiter nach oben bewegen, denn aktuell werden insbesondere die neuen Auszubildenden für ver.di begeistert. Neben der Jugendwerbung werben wir die
meisten ver.di Mitglieder in unseren Tarifrunden und
in ver.di Aktionswochen im Betrieb. Die Tarifergebnisse dokumentieren deutlich, mehr Mitglieder, mehr
Macht, bessere Tarifabschlüsse. Ver.di rechnet sich!
Oft werden wir mit der Frage konfrontiert, warum
ver.di nicht öfter im Fernsehen oder Tageszeitungen
Werbung für die Gewerkschaft macht. Leider ist es
so, dass Werbeminuten im Fernsehen oder Zeitungen (halbe Seite Frankfurter Rundschau zum Beispiel
500.000 Euro) viel zu teuer sind. Was nützt ein kurzer
Werbespot zwischen Spülmitteln und Schokoriegeln,
wenn wir das Geld für den Arbeitskampf viel wirkungsvoller einsetzen können. Alternativ könnten wir
aber unser ver.di TV, YouTube oder regionale Medien viel intensiver nutzen.
Der ver.di Bezirksfachbereich Augsburg hat seine
Aktivitäten zur Mitgliederwerbung vorgetragen. In
Augsburg werden auch Nichtmitglieder zu ver.di Veranstaltungen (Weinfest, Sommerfest) eingeladen und
werden dort oft durch die persönliche Ansprache
geworben. Es gibt auch Wettbewerbe, so nach dem
Motto, wer das erste Mitglied wirbt, bekommt eine
besondere Belohnung. Außerdem werden erfolgreiche Werber/innen gewürdigt.
Es gibt einen Tag der offenen Tür beim Betriebsrat.
Hier werden die neuen Mitglieder mitgenommen, um
ihren ver.di Betriebsrat kennenzulernen. Ein ver.di
Stand auf Betriebsversammlungen fehlt im Wirkungsbereich der Augsburger auch niemals.
An dieser Stelle sei allen Werber/innen im Fachbereich TK/IT ver.di Bayern herzlich gedankt. Es ist
maßgeblich Verdienst unserer ehrenamtlichen Mitstreiter/innen, dass ver.di im Betrieb stark bleibt oder
wird.
Herausgeber:
Internet:
Twitter:
Landesbezirksfachbereich 9
ver.di Bayern, Susanne Becker
susanne.becker@verdi.de
http:/tk-it.bayern.verdi.de
www.twitter.com/bayerntimes
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Seele and Geist
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