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Begegnung mit Albie Sachs - FernUniversität in Hagen

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General-Anzeiger vom 13.02.2015
Autor:
Seite:
Ressort:
ISABELLE KREUER
19
Vorgebirge Süd
Ausgabe:
Gattung:
Auflage:
Rubrik:
Vorgebirge Süd
Reichweite:
General-Anzeiger - Rhein-Sieg-Zeitung
Tageszeitung
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Begegnung mit Albie Sachs
Die Swisttaler Studentin Isabelle Kreuer betreut bei der Berlinale Filmemacher aus Südafrika
VON ISABELLE KREUER
Mehr als 400 Filme, 300 000 verkaufte
Eintrittskarten, Besucher aus der ganzen Welt - und ich mittendrin. Keine
Frage, die Berlinale, oder wie es ganz
offiziell heißt, die Internationalen Filmfestspiele Berlin, sind nicht nur eines
der größten Filmfestivals der Welt, sondern waren für mich ein echtes Erlebnis.
Scherzhaft als "Executive Stand Managers" bezeichnet, betreuten eine Freundin und ich zusammen im Marriott
Hotel am Potsdamer Platz den Stand der
South African Indies, sprich der südafrikanischen Filmemacher, beim "European Film Market" (EFM). Neben dem
Wettbewerb ist der EFM wohl der
größte Teil der Berlinale. Er ist eines der
wichtigsten Treffen der Filmindustrie,
Handelsplatz und Geschäftskontaktbörse für gut 8400 Produzenten, Verleiher, Ein- und Verkäufer, Finanziers
sowie Vertreter von TV, Home Entertainment und Neuen Medien aus 107
Ländern. Präsentiert werden dort fast
800 Filme.
Zentrum des EFM ist der Martin-Gropius-Bau. Hinzu kommen die EFMMarriott Offices und Stands als Ausstellungsflächen im Marriott Hotel, wo wir
uns um "unsere" Produzenten und interWörter:
© 2015 PMG Presse-Monitor GmbH
460
essierte Filmemacher, etwa aus Finnland, Italien oder China, kümmerten.
Diese überreichten uns ihre Visitenkarten, damit wir für sie Termine mit den
Produzenten arrangierten. Dazu gehörten beispielsweise Vertreter des Internationalen Filmfestivals Shanghai und des
Hongkong Filmfestivals.
Darüber hinaus informierten wir "Location Scouts", die im Auftrag einer Filmproduktion bestimmte Drehorte suchen,
über die vielfältigen Möglichkeiten, die
Südafrika zu bieten hat. Südafrika kann
dabei mit seinen Drehbedingungen und
günstigen Produktionskosten punkten.
Allem voran sind die vielen Klimazonen zu nennen, die von der Wüste bis zu
den Tropen reichen. So wurden in
Johannesburg Szenen für "Avengers 2:
Age of Ultron" sowie in Kapstadt und
im Umland Szenen für "Homeland"
gedreht, die in der US-Serie in der Türkei, Afghanistan und Pakistan spielen.
Der Höhepunkt der Berlinale aus meiner Sicht war aber zweifelsohne der
Empfang für den Anti-Apartheid-Aktivisten und Weggefährten Nelson Mandelas, Albie Sachs, in der südafrikanischen Botschaft an der Tiergartenstraße.
Dort zeigte er seine Dokumentation
"Soft Vengeance: Albie Sachs and the
New South Africa", in der sein Kampf
für die Gleichberechtigung aller Südafrikaner beschrieben wird. Es war einfach
toll, diese beeindruckende Persönlichkeit kennenzulernen. Trotz Isolationshaft, Jahren des Londoner Exils und
eines Bombenattentats durch die südafrikanische Sicherheitspolizei im Jahr
1988, nach dem ein Arm oberhalb des
Ellenbogens amputiert werden musste
und Albie Sachs auf einem Auge erblindete, ist er ein durch und durch lebensfroher Mensch geblieben.
Als Politik-Studentin war es für mich
besonders schön zu sehen, dass er stets
an die Demokratie in Südafrika geglaubt
hat und sich auf dem Weg dorthin allen
Widrigkeiten zum Trotz nicht hat beirren lassen. Natürlich sieht Albie Sachs
nach wie vor Probleme in dem Land,
vor allem die Korruption, doch er lebt
für seine Idee einer besseren Welt.
0 Die Autorin: Isabelle Kreuer (23)
stammt aus Swisttal-Dünstekoven. Zurzeit lebt sie in Madrid und studiert an
der Fernuniversität Hagen Politikwissenschaft, Verwaltungswissenschaft und
Soziologie.
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