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Presseartikel in der MAZ am 09.02.2015
Von Regine Greiner
"Rock in Caputh" schnallt den Gürtel enger
Das traditionelle Caputher Rockfestival muss mit weniger Geld auskommen. Wie der Verein
Cooltour, der das Event seit 2001 organisiert, mitteilte, will man daher künftig vor allem mit
Bands aus der Region stärker zusammenarbeiten. Herausgekommen ist ein tolles Line-up
und es gibt es auch etwas ganz Neues.
Caputh. Seit 2001 hat Rock in Caputh unzählige Fans angezogen. Nicht anders soll es in
diesem Jahr sein, wenn der Verein Cooltour am 8. und 9. Mai in Caputh auf der
Festivalwiese an der Michendorfer Chaussee 15 Bands präsentiert und für super PartyStimmung sorgen will. Und das, obwohl dem Verein für die Ausrichtung weniger Geld zur
Verfügung steht, wie der Vereinsvorsitzende René Christ auf Anfrage der MAZ bestätigt. Der
Verein muss und will künftig den Gürtel enger schnallen und mehr Bands aus der Region
einladen.
„Wir sind mit der Vorbereitung im Verzug, aber das wird noch“, sagt Christ. „Hinzu kommt,
dass wichtige Mitglieder aus familiären und beruflichen Gründen nicht mehr mitwirken
können, eine Lücke entstanden ist, die schwer zu stopfen ist.“ Mehr als 2000 Besucher
täglich waren in Spitzenzeiten des Festivals zu unterhalten. „Das ist ein enormer
logistischer Aufwand. Denn bevor wir am Festival-Wochenende das Gelände betreten, ist da
nichts weiter als eine Wiese und ein Stromkasten. Innerhalb von knapp zwei Tagen einsteht
ein kleines Dorf mit Schlafplätzen, Sanitäranlagen, Bühne, Zaun und Versorgungsständen.“
An einem Tag nach den Konzerten müsse aber alles wieder weg sein. Der Verein kam an
seine Grenzen. Und wenn es dann, wie so oft, ein verregnetes Rockfestival in Caputh ist,
sinkt laut Christ die Motivation am Sonntag beim Abbau auf den Tiefpunkt. „Da müssen wir
gegensteuern und das Festival auch für die angenehmer gestalten, die es ausrichten. Der
Besucher soll das aber nicht spüren“, sagt Christ.
Der Verein hat nun seinen Etat mit annähernd 45.000 Euro um ein Drittel im Vergleich zu
den Vorjahren gekürzt. „So können wir das Festival weiter günstig anbieten, und der
Besucher wird es erleben, wie er es gewohnt ist“, sagt Christ. „Wir werden zu Rock in Caputh
2015 vielleicht nicht ganz so viele Besucher aus Berlin oder außerhalb Brandenburgs
erwarten wie sonst, doch für die Potsdamer wird es unter anderen durch die Band
,Stadtruhe’ ein Hochgenuss heimischer Musik sein.“ Und wer aus der Ferne den Weg zum
Festival findet, wird sich an dem Wochenende überzeugen können, wie wichtig die
Kulturlandschaft Potsdam auch für Caputh ist.
Ganz neu wird es beim Festival 2015 eine DJ-Ecke geben. Potsdamer DJs werden vom
Nachmittag an elektronische Musik auflegen. „Ob mit Bierchen oder Cocktail in der Hand.
Da wird sich wohl mehr bewegen als nur ein Zucken im Bein oder leichtes
Hüftenschwingen“, sagt Christ. „Viele fragen mich, ob das zu einem Rockfestival passt. Wir
finden ja.“ Die jungen Menschen seien keineswegs engstirnig. Sie seien offen für Neues und
Anderes. Und so passe Elektro und Rock genau so zu Rock in Caputh wie Ska, Metall und
Punk. Und wer es nicht mag, könne sich ja aussuchen, wo er hingeht. Bühne 1, Bühne 2 oder
Technoecke.
Bei der diesjährigen Party wünscht sich der Verein noch mehr Besucher aus der Gemeinde
Schwielowsee. Im vergangenen Jahr bot er erstmals ein Schwielowseeticket für die
Caputher an. „Dies werden wir auch diesmal tun. Die Caputher akzeptieren Rock in Caputh.
Nun wollen wir sie auch auf dem Festival begrüßen“, sagt Christ. Zum Konzert wird auch der
Gewinner des Bandausscheids im April im Nil-Studentinnenkeller in Potsdam erwartet.
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