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Leseprobe zum Titel: Süddeutsche Zeitung (12.02.2015)

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Impf-Lücken: Die Rückkehr der Masern
Thema des Tages
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HF1
(SZ) Einer der kürzesten und schlüssigsten Predigtwitze geht so: Der neue Kaplan
will vom Pfarrer wissen, worüber er predigen dürfe und wovon er besser die Finger
lasse. Darauf der alte, in tausend Gottesdiensten gestählte Geistliche: „Du darfst
über alles predigen, bloß nicht über fünf
Minuten.“ Wenn es einen Witz dieser Sorte
auch in Argentinien gibt, dürfte Papst Franziskus ihn gekannt haben – wie anders hätte er ihn in sein Apostolisches Schreiben
„Evangelii Gaudium“ einschmuggeln können. Natürlich wird der Witz dort nicht explizit erzählt, aber sein Kern findet sich in
Paragraf 138, der davor warnt, Predigten
zu Vorlesungen auszuwalzen. Im Hinblick
auf das Wesentliche, auf die eucharistische
Gemeinschaft, sei es geboten, „dass das
Wort des Predigers nicht einen übertriebenen Raum einnimmt, damit der Herr mehr
erstrahlt als der Diener.“
Nun wurde in Rom ein „Direttorio omiletico“ vorgestellt, ein Leitfaden, der das Predigtwesen auf Vordermann bringen soll.
Von der Presse wurde die Wegweisung mit
der aus Sicht der Laien sehr verständlichen
Freude aufgenommen, dass jetzt die Zeit
der langweiligen Predigten vorbei und das
Reich Gottes wieder ein Stück näher gerückt sei. Man will ja kein Spaßverderber
sein, aber da die Handreichung gegen die
homiletische Ödnis ihrerseits 150 Seiten
lang ist, sollte man dem endzeitlichen Jubel vorderhand die Zügel anlegen. Was geschieht bei der Predigt? Hören wir Kurienkardinal Robert Sarah, der die Präsentation des Papiers leitete: Die Predigt sei dazu
da, das Brot des göttlichen Wortes zu brechen, „per spezzare il Pane della parola divina“. Schöner kann man es nicht sagen,
doch liegt genau hier der Hund begraben,
weil viele Pfarrer kein Geschick haben, das
Brot in handliche, bekömmliche Stücke zu
brechen. Sie zerbröseln das Wort Gottes,
mit der fatalen Folge, dass das oft sehr lange dauert und dass die Brösel im Wind verwehen. Woher dieser Wind kommt, muss
man ja wohl nicht extra erklären.
Es wäre nun ein grober Irrtum zu glauben, dass Predigten nichts als kurzweilig
sein müssten, um ihr Ziel zu erreichen. Wesen einer Predigt ist die, um es theologisch
zu formulieren, den Menschen einfordernde Anrede Gottes zwecks Zurüstung der
sichtbaren Heilsgemeinschaft auf die Parusie . . . – doch halt, unsere fünf Minuten
sind gleich vorbei. Deshalb nur noch dies
aus der Praxis. Wenn sich früher die Mitglieder der Marianischen Männerkongregation in Altötting zum Hauptfest trafen,
legten sie größten Wert darauf, die Predigt
ihres Präses zu hören, des Kapuziners Willehald Schlarnhaufer. Das war ein Mann
vom Schlag Abraham a Santa Claras, wortmächtig in jeder Hinsicht, und die Männer
wären beleidigt gewesen, wenn er weniger
als eine halbe Stunde gedonnert hätte.
„Heut hat er’s uns wieder gebn“, sagten sie
beim Hinausgehen und hatten ihr Evangelii Gaudium für den ganzen Tag.
HEUTE
MÜNCHEN, DONNERSTAG, 12. FEBRUAR 2015
71. JAHRGANG / 7. WOCHE / NR. 35 / 2,40 EURO
Fremde Federn Die Mardi Gras Indians
bringen Adrenalin in den Karneval von
New Orleans.
Seite 33
Weg vom Rummel Das Haslital in der
Schweiz ist einer der leisen Urlaubsorte
der Alpen.
Seite 34
Mensch gegen Maschine Persönliche
Urlaubsberatung ist wieder gefragt. Ein
Besuch im Reisebüro.
Seite 35
Athen bleibt
Antwort schuldig
Finanzminister Varoufakis legt
keinen Plan für Schuldenabbau vor
Abschied
Richard von Weizsäcker, der verstorbene frühere Bundespräsident, ist in Berlin verabschiedet worden. Zum Staatsakt versammelte
sich die gesamte politische Führung: Bundespräsident Joachim Gauck, die Kanzlerin mit den Spitzen der Verfassungsorgane sowie
viele weitere Politiker. Alle Redner würdigten Weizsäcker, der am 31. Januar gestorben ist. „Die deutsche Geschichte hat ihn geprägt.
Seite 6
Und er hat selber tiefe Spuren in der Geschichte unseres Landes hinterlassen“, sagte Gauck. FOTO: REGINA SCHMEKEN
Freie Hand für verdeckte Ermittler
Das Bundesverfassungsgericht erlaubt die Verurteilung von Straftätern auch dann,
wenn sie von der Polizei angestiftet wurden. Die Justiz muss aber Strafrabatt gewähren
von wolfgang janisch
Karlsruhe – Straftäter können auch dann
verurteilt werden, wenn sie von verdeckten Ermittlern rechtsstaatswidrig zu illegalen Taten angestiftet worden sind. Das Bundesverfassungsgericht hat die mehrjährigen Haftstrafen gegen einen Drogenhändler und seine beiden Helfer gebilligt. Über
einen Zeitraum von mehr als anderthalb
Jahren war das Trio von einem V-Mann der
Polizei und einem verdeckt ermittelnden
Beamten zum Verkauf von fast hundert Kilo Kokain getrieben worden – „mit erheblichen Verlockungen und Druck“, wie es in
dem Beschluss heißt. Der V-Mann, dem
die Polizei unter anderem eine „Erfolgsprämie“ zugesagt hatte, drängte den Haupttäter immer wieder, einen Deal einzufädeln,
und zwar selbst dann noch, als sich nach
neun Monaten der anfängliche Verdacht,
er sei ein Dealer, immer noch nicht bestätigt hatte.
Die Karlsruher Richter – entschieden
hat eine Dreierkammer des Zweiten Senats – gestand den Verurteilten zwar zu,
dass damit der Grundsatz des fairen Verfahrens verletzt worden sei. Die Einwirkungen des V-Manns auf den Haupttäter machten deutlich, „dass die Kontrolle der Polizei
durch die Staatsanwaltschaft als Herrin
des Ermittlungsverfahrens versagt hat“. Allerdings sei die „rechtsstaatswidrige Tatprovokation“ durch entsprechend milde
Strafen hinreichend ausgeglichen worden:
Das Landgericht Berlin hatte beispielsweise den Haupttäter nur zu vier Jahren und
fünf Monaten Haft verurteilt, obwohl es eigentlich zehn Jahre für angemessen gehalten hatte. (Az 2 BvR 209/14 ua)
Dass rechtswidrige Tatprovokationen
durch einen „Strafrabatt“ kompensiert
werden, entspricht seit anderthalb Jahrzehnten der deutschen Rechtsprechung.
Ob dieses System ausreicht, um gravierende Verstöße gegen rechtsstaatliche Grundsätze im Ermittlungsverfahren auszugleichen, war aber seit einiger Zeit fraglich geworden: Der Europäische Gerichtshof für
Menschenrechte in Straßburg dringt hier
darauf, rechtswidrige Ermittlungsmethoden noch schärfer zu sanktionieren – entweder durch eine Sperre für die dadurch gewonnen Beweise oder durch ein Verbot, solcherart überführte Täter überhaupt vor Gericht zu bringen. Im Oktober beanstandete
der Gerichtshof ein deutsches Urteil gegen
einen anfangs gänzlich unverdächtigen
Mann, der von einem verdeckten Ermittler
zu Drogengeschäften animiert worden war
– obwohl er mehrmals gesagt hatte, er wolle mit Rauschgifthandel nichts zu tun haben.
Das Bundesverfassungsgericht gestand
dem Straßburger Gerichtshof zu, dass
menschenrechtswidrige Tatprovokationen in „extremen Ausnahmefällen“ zu einem Verfahrenshindernis oder zu einem
Beweisverbot führen könnten. „Dem Gerichtshof ist darin beizupflichten, dass der
Staat unbescholtene Bürger nicht zu Straftaten verleiten darf; die Ermittlungsbehörden sollen Straftaten verfolgen, nicht sie
verursachen.“ Im Grundsatz aber bleibe es
dabei, dass die deutschen Gerichte Rechtsverstöße der Ermittler durch milde Strafen
kompensieren könnten. Im konkreten Fall
komme hinzu, dass der Haupttäter – anders als im Straßburger Fall – von Anfang
an als Verdächtiger galt.
Seite 4
Die Seite Drei
Wie der US-Komiker Jon Stewart mit
seiner „Daily Show“ den Blick auf
die Politik verändert hat
3
Meinung
Der Balkan ist kein Kriegsgebiet
mehr, trotzdem gibt es
jede Menge Fluchtgründe
4
Panorama
Die Akten im Fall des Rocker-Chefs
Hanebuth geben Einblick in die
Struktur der Hells Angels
8
Feuilleton
Der Klaps im Kapitalismus – der Film
„Fifty Shades of Grey“ hat
Premiere auf der Berlinale
10
Wirtschaft
Wegen des Mindestlohns ist das
Taxi-Geschäft in den meisten
Städten nicht mehr lukrativ
Medien, TV-/ Radioprogramm
Forum & Leserbriefe
München · Bayern
Rätsel
Familienanzeigen
Servus, Sydney!
Australien darf am Eurovision Song Contest in Wien teilnehmen
mit Untertiteln für heimwehkranke Immigranten zeigte. Nun soll das Spektakel
nicht nur zeitgleich auf SBS laufen, sondern die Australier sollen auch mitstimmen – bei ihnen wäre dann schon Sonntagmorgen. Die Teilnahme ist nach den
Regeln der European Broadcasting Union
(EBU) nur als Ausnahme möglich. Deren
Senderaum ist nämlich nach Längenund Breitengraden definiert, die auch große Teile Russlands, Nordafrikas und des
Nahen Ostens einschließen, hinzu kommen die Mitglieder des Europarats. Beides trifft bekanntlich nicht zu auf den
Kontinent auf der Südhalbkugel.
Beim ORF, der den Contest in diesem
Jahr ausrichtet, ist man begeistert von
der Ausweitung ins Globale, damit werde
der ESC auf „ein neues Level gehoben“,
sagt Generaldirektor Alexander Wrabetz.
Schließlich, ist in Wien zu hören, wolle
man ja nach dem furiosen Sieg der reizenden Dragqueen Conchita Wurst diesmal
noch eins draufsetzen in Sachen Internationalität, Diversität, Glamour. Eine weitere Auffrischung, noch mehr Moderne.
Dean Vuletic kennt sich, politisch und
popmusikalisch, auf beiden Seiten des
Globus aus. Der Historiker ist gebürtiger
Australier und forscht in Wien über die politische Geschichte des Contests. Er nennt
die Begeisterung seiner Landsleute für
den ESC „Kult“ – und ahnt doch zugleich,
dass Australia in Austria eine heiße politische Debatte verschärfen wird, die weit
über den Symbolcharakter des Auftritts
in drei Monaten hinausreicht: „Es geht“,
sagt der Australier Vuletic, „um unsere
Identität.“ Seit Langem werde die kulturelle und ökonomische Ausrichtung des Landes heftig diskutiert, was auch eine Wertedebatte mit sich bringe: Wie europäisch
sind wir wirklich – nur weil viele Immigranten europäische Wurzeln haben und
die Queen das Staatsoberhaupt ist? Oder
müssen wir uns mehr nach Asien orientieren, wie es ökonomisch ja längst geschieht? Das sei das Spannende am musikalisch nicht sehr innovativen Eurovision
Song Contest, sagt der Forscher: Nicht die
Kandidaten oder die Lieder seien politisch aufgeladen, auch Conchita Wurst sei
ja vor allem als ökonomisch erfolgreiches
Kunstprodukt entworfen worden. „Wesentlich ist, was eine Gesellschaft später
daraus macht.“ Bis Mitte März muss der
australische Kandidat feststehen. Vielleicht wird es ja ein Sänger mit asiatischen Wurzeln.
cathrin kahlweit
15
Kämpfe und Drohungen zum Auftakt des Minsker Gipfels
31,32
13
25-26
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Kurz vor Beginn des Treffens sterben mehrere Dutzend Menschen bei Gefechten im Osten der Ukraine
Süddeutsche Zeitung GmbH,
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44 119900665555 880022440044
Kylie Minogue vielleicht, der Superstar?
Oder besser AC/DC, die Rockband, die
schon seit 40 Jahren tourt? Olivia NewtonJohn, mit 66 Jahren immer noch jung und
blond, oder Reggae mit Men at Work aus
den Achtzigern? In Australien überschlagen sich die sozialen Netzwerke mit ernsten und unernsten Vorschlägen für Sängerin oder Band, die am 23. Mai nach Österreich fliegen soll. Seit überraschend bekanntgegeben wurde, dass erstmals auch
ein Teilnehmer der Südhalbkugel zum
60. Eurovision Song Contest in Wien antreten darf, kennt die riesige Fangemeinde in Down under kein Halten mehr. Im
Online-Voting gibt es schon einen Favoriten: die Gruppe TISM, deren größter Hit
sich um die Klage dreht, dass „alle anderen mehr Sex hatten als ich“. Die müsste
sich allerdings erst wiedervereinigen.
Seit 1983 wird das Popmusik-Fest in
Australien vom Sender SBS ausgestrahlt,
der vor allem Fernsehen aus aller Welt
Minsk – Unter denkbar schwierigen Bedingungen sollten am Mittwochabend in
Minsk auf höchster Ebene Verhandlungen
über eine Entschärfung der Ukraine-Krise
beginnen. Nach stundenlangen Vorgesprächen ihrer Unterhändler hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs
Staatspräsident François Hollande erst
kurz vor Abflug entschieden, die Reise in
die weißrussische Hauptstadt zu wagen.
Merkels Regierungssprecher sagte, dass
das Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin und dem ukrainischen Staatschef Petro Poroschenko stattfinde, sei „ein
Hoffnungsschimmer, mehr aber auch
nicht“. Kurz zuvor hatten auch Putin und
Poroschenko ihr Kommen bestätigt.
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Jegliche
In den Stunden vor Beginn der Gespräche hatten neue Kampfhandlungen in der
Ostukraine die Atmosphäre für die Gespräche weiter verschlechtert. Allein am Mittwoch waren in den umkämpften Gebieten
zwei Dutzend Menschen getötet und zahlreiche verletzt worden. Außerdem hatten
die Konfliktparteien scharfe Drohungen
ausgesprochen, sollte die Gegenseite nicht
zu Kompromissen bereit sein. So hatte die
Führung in Kiew angekündigt, in der gesamten Ukraine das Kriegsrecht zu verhängen, sollte die Lage weiter eskalieren und
es nicht zu einer Waffenruhe kommen.
Der deutsche Außenminister FrankWalter Steinmeier warnte deshalb noch
einmal eindringlich davor, die Bemühun-
gen durch gewollte Eskalationen in letzter
Minute zu gefährden. Dahinter steckt die
Befürchtung Berlins, dass radikale Kräfte
auf beiden Seiten ein Interesse daran haben könnten, Erfolge bei den Friedensgesprächen schon im Keim zu ersticken.
Nach Einschätzung von Diplomaten kann
das für die prorussischen Separatisten genauso gelten wie für radikale Kräfte auf
ukrainischer Seite, die durch die Debatte
über mögliche Waffenlieferungen neue
Hoffnung schöpfen, sie könnten den Konflikt doch noch militärisch gewinnen – eine Einschätzung, die viele Diplomaten in
Berlin und Paris für eine Illusion halten.
Schon an diesem Donnerstag wird die
Europäische Union über den Ausgang des
Treffens von Minsk beraten. Die 28 Staatsund Regierungschefs kommen in Brüssel
zu einem ohnehin geplanten informellen
Gipfeltreffen zusammen. Merkel, Hollande und auch Poroschenko werden sie über
den Verlauf der Gespräche unterrichten.
Sollte in Minsk nicht das erhoffte Ergebnis
erzielt werden, komme die Frage weiterer
Sanktionen mit Sicherheit auf den Tisch,
kündigte ein EU-Diplomat am Mittwoch
an. Nicht zu rechnen ist allerdings damit,
dass die Staats- und Regierungschefs sofort neue Wirtschaftssanktionen beschließen. Stattdessen aber könnten sie die EUKommission und den Auswärtigen Dienst
der EU mit der Ausarbeitung neuer Strafmaßnahmen beauftragen. sz Seite 5
Brüssel – Anders als angekündigt, hat der
griechische Finanzminister Yanis Varoufakis seinen Kollegen aus den 18 Euro-Ländern auf einem Sondertreffen keinen Plan
vorgelegt, wie Athen seine Finanzen in Ordnung bringen will. Die Ressortchefs hatten
sich am Mittwochabend in Brüssel klare
Aussagen des Griechen erwartet, um Verhandlungen über weitere Finanzhilfen
und Reformverpflichtungen überhaupt in
Gang zu bringen. Griechenland braucht
bis Sommer dringend finanzielle Hilfe, um
Kredite zu bedienen. Die neue Regierung
in Athen fordert eine „neue Brückenfinanzierung“. Die Euro-Partner indes bestehen
auf den bisherigen Regeln. gam Seite7
Piloten bestreiken
Germanwings
Frankfurt – Bei der Lufthansa-Billigtochter Germanwings fallen wegen des Pilotenstreiks am Donnerstag und Freitag zahlreiche Flüge aus. An den beiden Tagen zusammen werden knapp 40 Prozent der geplanten 900 Flüge annulliert, wie Germanwings mitteilte. Auch mithilfe von gecharterten Maschinen anderer Airlines soll ein
Teil der Flüge abgedeckt werden. Bei dem
Streik geht es um die Altersversorgung der
Piloten. sz
Wirtschaft
„Massive Auswanderung“
aus Kosovo
München – Das Bundesinnenministerium
will Asylanträge von Kosovaren deutlich
schneller bearbeiten. Hintergrund ist die
stark steigende Zahl von Asylbewerbern
aus dem Land. Die „massive Auswanderung“ aus Kosovo lasse die Möglichkeiten
zur Unterbringung in Deutschland an ihre
Grenzen stoßen, sagte ein Ministeriumssprecher. Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) begrüßte die Ankündigung. sz
Seiten 4 und 6
Münchner Justiz gibt
Bücherschatz zurück
München – Die Münchner Justiz gibt an
diesem Freitag 543 wertvolle historische
Bücher an Italien zurück. Mehr als 1000 bedeutende Werke, darunter Originalausgaben von Galileo Galilei, Nikolaus Kopernikus und Johannes Kepler, waren 2012 aus
der Biblioteca dei Girolamini in Neapel von
dessen Direktor gestohlen und weiterverkauft worden. Einen großen Teil stellte die
Polizei in einem Münchner Auktionshaus
sicher. chro
Lokales
Dax ▶
Dow ▼
Euro ▼
Xetra 17 Uhr
10756 Punkte
N.Y. 17 Uhr
17809 Punkte
17 Uhr
1,1293 US-$
- 0,03%
- 0,33%
- 0,0026
DAS WETTER
▲
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10°/ -3°
▼
NACHTS
Vor allem im Westen, über den Mittelgebirgen, im Südwesten und an den Alpen setzt
sich im Tagesverlauf die Sonne durch. Im
Norden und Nordosten sowie in Ostbayern
ist es überwiegend neblig-trüb. Vier bis
zehn Grad.
Seite 13
Die SZ gibt es als App für Tablet
und Smartphone: sz.de/app
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