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Nov. 2014, Ausgabe 1
Bericht aus dem Büro der Deutschen Exekutivdirektorin bei der Weltbank
Neues aus der Weltbank
November 2014
Schlaglichter
+++ Landwirtschaft und Ernährungssicherung
Deutschland unterstützt im Rahmen der Initiative „Eine Welt ohne Hunger“
Landwirtschaft und Ernährungssicherung bi- und multilateral, auch in der Weltbank.
Die Weltbankgruppe sagt für den Sektor jährlich rund 8 Milliarden USD zu. Die
zuständige Weltbank-Fachabteilung wird von einem Deutschen, Dr. Jürgen Voegele,
geleitet. Mit einer neuen Ernährungssicherungsstrategie (Arbeitstitel: „Food for the
Future“), legt die Bank derzeit die Grundlagen für die Arbeit der nächsten Jahre –
post 2015.
PStS Silberhorn mit Präsident Kim
während der Weltbank-Jahrestagung
2014 in Washington
Auf Initiative von Bundesminister Müller und Weltbank-Präsident Kim wurde das
„African Land Governance Center of Excellence“ als Kooperationsvorhaben beider
Institutionen gegründet. Das Zentrum wird Wissen und Kapazitätsaufbau im Bereich
Landrechte fördern. Die Vorbereitungen sind weit vorangeschritten. Eine
öffentlichkeitswirksame Bekanntmachung des Zentrums bietet sich während der
Weltbank-Frühjahrstagung 2015 in Washington an.
+++ Ebola
Die Ebola-Krise hat bislang über 4.900 Tote gefordert. Laut Schätzungen der
Weltbank und IWF kann die Pandemie in Westafrika einen Verlust an regionalem
Bruttoinlandsprodukt von bis zu 32,6 Milliarden USD verursachen. Die Weltbank hat
unmittelbar reagiert, damit die humanitäre Katastrophe und der wirtschaftliche
Schaden nicht zu einer „verlorenen Generation“ ohne Entwicklungsperspektive
führen.
Am 16. September 2014 bewilligte das Direktorium den ersten Teil eines 518
Millionen USD starken Gesamtpakets für Sofortmaßnahmen im Gesundheits- und
Ernährungsbereich sowie zur Aufrechterhaltung öffentlicher Dienstleistungen. Die
Mittel stammen zum Großteil (420 Mio. USD) aus dem Krisenreaktionsfenster
(CRW) der IDA, dem konzessionären Arm der Weltbank. Die Einrichtung dieses
Fensters geht maßgeblich auf eine Forderung Deutschlands zurück.
IFC, der private Arm der Weltbank, stellte zusätzlich am 28. Oktober 2014 eine
Kreditfazilität in Höhe von 75 Millionen USD zur Abfederung des massiven
Deviseneinbruchs in den betroffenen Ländern zur Verfügung. Die Mittel
ermöglichen die Aufrechterhaltung der Grundversorgung mit importierten
Lebensmitteln und Treibstoff.
Sowohl IFC als auch Weltbank planen weitere Maßnahmen: die Weltbank hat einen
Treuhandfonds für die nächsten sieben Jahre aufgelegt, IFC hat ein 450 Millionen
USD starkes Investitionsprogramm zur Stärkung des Privatsektors nach
Stabilisierung der Situation initiiert.
UPDATE: Am 19.11. erklärte Francisco Ferreira Chief Economist der Weltbank für die Region Afrika, dass erste
Erfolge bei der Eindämmung der Epidemie eine niedrigere Schadenserwartung – zwischen 3 und 4 Milliarden
US-Dollar- rechtfertigen würden.
Ebola
Flagship-Veranstaltung
mit
Lagarde (IWF) und Kim (WB), WeltbankJahrestagung 2014
Kurz gemeldet:
Serbien Fluthilfe-Projekt
Als Reaktion auf die schwere Flut
im Mai 2014 verabschiedete das
Direktorium am 3. Oktober 2014
ein Projekt i.H.v. 227,48 Mio.
EUR zum Wiederaufbau und zur
künftigen
Resilienz
gegen
Naturkatastrophen in Serbien.
Dritter Deutscher im TopManagement
Am 12. November 2014 ernannte
Präsident Kim den Deutschen
bislang
Hartmut
Schäfer,
Länder-direktor für Ägypten,
zum
Vize-Präsident
der
Weltbank für das operative
Geschäft. Damit sind nun zwei
Deutsche im Top-Management
der Bank vertreten.
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Nov. 2014, Ausgabe 1
Bericht aus dem Büro der Deutschen Exekutivdirektorin bei der Weltbank
+++ Energie und Klimaschutz
Die Weltbank unterstützt die internationalen Klimaverhandlungen für ein neues
Abkommen (Paris 2015). Sie setzt Akzente mit Studien und Initiativen
beispielsweise zum Abbau von Subventionen für fossile Energieträger und zur
Bepreisung von CO2. Präsident Kim nahm am UN-Klimagipfel in New York im
September 2014 teil und lud im Rahmen der WBG-Jahrestagung im Oktober 2014
zu einem „Climate Ministerial“ ein. Präsident Kim ist zudem Ko-Vorsitzender des
Advisory Boards der Initiative „Sustainable Energy for All“ (SE4All), in dem auch
Bundesminister Müller Mitglied ist.
Deutschland arbeitet eng mit der Weltbank bei den Themen Energiezugang,
Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel zusammen. Deutschland hat im
Rahmen der IDA 17-Wiederauffüllung erfolgreich die Einführung einer KlimarisikoPrüfung von IDA-Vorhaben und die Erarbeitung von multisektoralen
Aktionsplänen für Klima- und Katastrophenschutz in 25 Ländern verhandelt. Um
die Beiträge der Weltbank zu SE4All und zur Klimaagenda zu konkretisieren, setzt
sich Deutschland dafür ein, dass die von Präsident Kim 2013 angekündigte
„Klimastrategie der Weltbank“ zügig entwickelt wird.
Besuche
10.-12. Oktober 2014
PSts Thomas Silberhorn, BMZ
10.-12. Oktober 2014
Dagmar Wöhrl, MdB, Vorsitzende, Ausschuss für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung
10.-12. Oktober 2014
Dr. Bärbel Kofler, MdB, Ausschuss für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung
12. Oktober 2014
Dr. Werner Hoyer, Präsident, EIB
12. Oktober 2014
Bruno Wenn, Sprecher der Geschäftsführung, DEG
13. Oktober 2014
Stephan Opitz, Bereichsleiter für Grundsätze/ Lateinamerika, KfW
3. November 2014
UAL Joachim Heidorn, Sonderbeauftragter für Syrien, AA
6. November 2014
Wolfgang Reuss, Abteilungsleiter MENA, KfW
6. November 2014
Prof. Ursula Männle, Vorsitzende, Hanns-Seidel-Stiftung
12.-16. November 2014
Günter Nooke, Persönlicher Afrikabeauftragter der Bundeskanzlerin
18.-19. November 2014
Cornelia Richter, Vorstandsmitglied, GIZ
Neue Weltbank-Strategie
Westjordanland und Gaza
Am 30. Oktober 2014 stimmte
das Weltbank-Direktorium der
neuen „Assistance Strategy“ für
das Westjordanland und Gaza
für die Fiskaljahre 2015 - 2016
zu. Gemeinsam mit der neuen
Strategie wurden vier Projekte
u.a. in den Bereichen Wasserund
und
Stromversorgung
kommunalen Dienstleistungen
gebilligt. Angesichts der hohen
Wiederaufbau-Bedarfe in Gaza
bat der kuwaitische Direktor im
Board
um
eine
weitere
Aufstockung des WeltbankTreuhandfonds
für
das
Westjordanland und Gaza. Das
Management
prüft,
ob
Möglichkeiten hierzu bestehen
und den Governeuren ein
Vorschlag zur Aufstockung des
Treuhandfonds vorgelegt wird.
Kontakt:
Ursula Müller
Deutsche Exekutivdirektorin bei der Weltbank
E-Mail: umueller@worlbank.org
1818 H Street NW – MC 11-1109
Washington DC 20433, USA
Weitere Hintergrundinformationen zur Weltbank im Jahresbericht des deutschen Aufsichtsratsbüros 2014:
http://siteresources.worldbank.org/INTEDS05/Resources/Jahresbericht2014.pdf
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