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11_02_2015

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GENERAL-ANZEIGER
GA-PRINZENEMPFANG
III-IX
Mittwoch, 11. Februar 2015
21
TOLLITÄTEN IM GENERAL-ANZEIGER In der Alten Rotation des
Zeitungsverlags wechseln unzählige Orden ihre Besitzer
Schunkeln, singen und feiern
VON RICHARD BONGARTZ,
CELINA DE CUVELAND,
SARAH GERLACH
UND HORST MÜLLER (FOTOS)
E
In ihrem Element: Markus I. und
Godesia Kerstin aus Godesberg.
s sieht schon majestätisch
aus, wenn Prinzenpaare
und Dreigestirne die Freitreppe in der Alten Rotation des
General-Anzeigers hinabschreiten. Die gut gelaunten Tollitäten
aus dem gesamten Verbreitungsgebiet der Zeitung sind gestern
nach Dransdorf gekommen, um
Karneval zu feiern.
Mancher braucht vielleicht ein
Navi, wenn der Weg aus dem fernen Siebengebirge ein wenig weiter ist. Heinz III. und Birgit III.
nicht. Für die beiden Dransdorfer
liegt die Feier praktisch um die
Ecke. Aber unterwegs muss die
Prinzessin dann doch irgendwo
ihre Stimme verloren haben.
Gastgeberin Bettina Neusser
und GA-Redakteur Holger Willcke
am Mikrofon erleben so manches
Kurioses: zum Beispiel Kinderprinz Günter I. – in dieser Rolle
aufgrund seiner Größe von 1,60
Metern. Ansonsten ist die Tollität
vom 1. Beueler Häärekomitee 65
Jahre alt und 95 Kilo schwer. Neu
ist die Sambaversion von „Schön
ist das Leben“ der Jecken aus
Heisterbacherrott. Die Aegidienberger schmettern „Mer sinn immer noch joot drop“ gleich zweistimmig.
Wie es sich gehört, wechseln
zum Dreivierteltakt unzählige Orden ihre Besitzer. Wer will, bleibt
noch auf ein paar Getränke und
Brötchen und Berliner. Jürgen I.
hat festgestellt, dass sein Konterfei
auf der hinteren Tür des Prinzenbusses prangt. „Wenn die sich öffnet, wird jedes Mal mein Kopf gespalten.“ Für Nora I. ist der Faste-
lovend „eine spannende Zeit, die
mich vielleicht auch ein kleines
bisschen verändert hat“. Nur zum
Guten. Währenddessen schmiedet
Wäscherprinzessin Susanne II. ih-
1,60 Meter klein: der 65-jährige
Kinderprinz Günter I. aus Beuel.
Ihr Zug am Karnevalssonntag gehört zu den größten in Bonn: Liküra-Prinzessin Sandra I. regiert in Limperich, Küdinghoven und Ramersdorf.
Zeigt her eure Schuhe: Welcher ist
der schickste?
Ohne Gefolge geht es nicht: Wer mit so netten Mariechen – wie hier aus
Sinzig – einzieht, wird bestimmt nicht übersehen.
Mit 14 Monaten schon jeck: Karla
aus Witterschlick.
Dreimol GA Alaaf: (von links) Prinzenführer Christoph Arnold, Felix Neusser aus der GA-Verlegerfamilie, Chefredakteur Helge Matthiesen, Prinz Jürgen I., Leonie, Bonna Nora I., Geschäftsführer Thomas Regge, Gastgeberin Bettina Neusser und Redakteur Holger Willcke.
re Pläne: Sie will morgen das Beueler Rathaus erobern.
0 Mehr Bilder vom GA-Prinzenempfang auf www.kamelle.de
BÖNNSCHE IM JLÖCK
DOMOLS WIE HÖCK
J
I
ede Menge Karnevalsorden
baumeln über der Bühne in der
Alten Rotation des General-Anzeigers. Aber wie viele genau?
„275 sind es“, versichert Günter
Baltes. Denn er persönlich hat sie
für den Prinzenempfang dort angebracht. „Die Orden stammen
aus den letzten drei bis vier Jahren“, sagt er in seinem grauen Kittel. Klar, er ist Hausmeister Krause
aus der TV-Serie. Eine Plüschversion von Dackel Bodo schaut neugierig aus der Brusttasche hervor.
m Kochtopf will das Gefolge der
Wäscherprinzessin Susanne II.
zwar nicht mit ihren Zeptern rühren. Dass es Kochlöffel sind, bestreitet aber niemand. Am Stiel ist
ein weißes Tuch festgebunden,
das Zeichen für die vielen Hosen,
die früher in den Beueler Wäschereien gereinigt wurden.
M
it einem roten Strumpfband
ist der Eudenbacher Prinz
Stephan III. ausgestattet. Seine
Karnevalsgesellschaft feiert dieses
Jahr ihr 50-jähriges Bestehen, das
Bändchen bekam er von Prinz Josef II. weitergereicht. Letzterer
trug es bereits zum 25. Geburtstag
des Vereins. „Er kontrolliert immer, ob ich es wirklich anhabe“,
grinst Stephan III.
E
hrennadeln gehören zu den
Tollitäten wie das Alaaf zum
Bonner Karneval. Bunt blinkende
Anstecker trägt jedoch nur Ute
Wilms aus dem Gefolge des Heimerzheimer Dreigestirns. Ein
Kussmund und ein rotes Herzchen
flackern an ihrem Jackenaufschlag
um die Wette.
c
harakteristisch für das Hennefer Prinzenpaar ist seine
Begeisterung für den Laufsport.
Darum tragen Prinz Jörg III. und
Ute I. einen Turnschuh um den
Hals. Keinen echten, sondern einen aus Metall. „Unser Orden
musste einfach etwas mit Joggen
zu tun haben“, sagt der Prinz.
„Unser Karnevalsverein läuft sogar beim Europawochelauf mit.“
Aus dem Land der Liebe: Prinzessin Helga I. aus Wormersdorf.
Staatse Familich: Das Heimerzheimer Dreigestirn mit Jungfrau Rita, Bauer Godehard und Prinz Frank Johannes I.
Majestäten aus Rheinbach: Prinz
Dieter III. und Prinzessin Andrea II.
anz oft hat Hans Föhmer inzwischen den GA-Prinzenempfang erlebt. Der 89-Jährige hat
seit den Anfängen keine Veranstaltung versäumt. „Das Wichtigste ist, dass man im Kopf klar
ist“, sagt das Bonner Urgestein.
„Ich bin super fit.“ Seine Fliege
und sein Anstecker stammen vom
ersten Prinzenempfang. Föhmer
war damals 30 Jahre alt.
A
K
arla ist mit ihren 14 Monaten
wohl die jüngste Besucherin
des Empfanges. Die Kleine gehört
zum Gefolge der Witterschlicker
Karnevalsprinzessin Martina I.
und weiß schon jetzt, wie gefeiert
wird. Mit lauten „Alaaf“-Rufen eiert sie durch die Gegend und begeistert das Publikum.
G
Trotz Heiserkeit mit Spaß dabei: Prinzessin Martina I. aus Witterschlick mit
ihrer Schar.
Jet schunkele war mit Prinzessin Anja I., der Regentin aus Volmershoven/Heidgen, angesagt.
ls Eisprinzessin Elsa aus dem
Disneyfilm „Die Eiskönigin“
ist Leonie Schneider verkleidet.
Aufmerksam steht sie neben
Gastgeberin Bettina Neusser. „Ich
helfe ihr, die Orden zu überreichen“, sagt die Siebenjährige und
strahlt. Sie ist die Tochter des
Bonner Karnevalsprinzen aus dem
vergangenen Jahr, Simon I., und
schon bei ihm hatte sie sich als
Assistentin bewährt.
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