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Hoffnung für die Ukraine - news am abend

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DONNERSTAG, 12.2.15 · NR. 29
STAND 14 UHR
Titelseite
NEWS AM ABEND
eNews für Entscheider
Hoffnung für die Ukraine
Heute mit
SPEZIAL
TECHNIK
Wenn Querschnittsgelähmte laufen
Esa testet erfolgreich
neue Technik
SEITE 4
DAX
Donnerstag, 12.2.2015
11000
10 919,85 Pkt.
10800
10600
9:00
12:45
HEUTE
Ausgaben für Sozialhilfe
steigen deutlich
In Deutschland gibt es immer mehr bedürftige Menschen. „Die Sozialhilfeausgaben je Einwohner stiegen deutschlandweit zwischen 2006 und 2013 um
mehr als vier Prozent jährlich“, teilte das Ifo-Institut
Dresden mit. Diese Entwicklung sei im Wesentlichen auf eine steigende
Zahl von Leistungsempfängern zurückzuführen, da
die Ausgaben pro Person
seit Jahren stagnierten.
Laut Ifo-Institut stieg die
Zahl im besagten Zeitraum
von 2,1 auf 2,7 Millionen Sozialhilfeempfänger.
Ärzte ohne Grenzen:
Grenzpolitik ist Grund für
Tod der Flüchtlinge
Die Organisation Ärzte ohne Grenzen hat nach der
jüngsten Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer einen Kurswechsel in der EUMigrationspolitik gefordert.
„Die restriktive Grenzpolitik
lässt verzweifelten Flüchtlingen keine andere Wahl,
als die gefährliche Route
über das Meer“, erklärte
die Hilfsorganisation.
Heute in Minsk: Alexander Lukaschenko (v. li), Wladimir Putin, Angela Merkel, Francois Hollande und Petro Poroschenko.
Handelsblatt | Quelle: Bloomberg
Vortag: 10 752,11 Punkte
Gut 17 Stunden dauerten
die Verhandlungen. Ab
Sonntag sollen die Waffen
schweigen. Bis dahin wird
noch erbittert gekämpft.
HB I Minsk Ein Funken Hoffnung nach
dem Verhandlungsmarathon: Beim
Ukraine-Krisengipfel in Minsk haben die
Beteiligten heute eine Einigung über eine
Waffenruhe für das Kriegsgebiet Donbass
erzielt. Sie soll nach Angaben von
Kremlchef Wladimir Putin ab Sonntag
0.00 Uhr gelten, hieß es nach den Verhandlungen in der weißrussischen
Hauptstadt Minsk. Der Internationale
Währungsfonds (IWF) schnürte ein Milliarden-Hilfspaket für die Ukraine. Das auf
vier Jahre angelegte Hilfspaket über
17,5 Milliarden Dollar muss allerdings
noch von den Entscheidungsgremien des
IWF abgesegnet werden. Von der EU und
anderen Geldgebern sollen weitere
22,5 Milliarden Dollar kommen. Putin betonte, Teil der Vereinbarungen sei „eine
Verfassungsreform, in der die Rechte der
Menschen im Donezk-Gebiet gewahrt
werden müssen“. Es gelte nun einen Maßnahmenkatalog zur Verifizierung der getroffenen Vereinbarungen zu erarbeiten.
Putin sagte: „Wir rufen beide Seiten dazu
auf, sich zu mäßigen und überflüssiges
Blutvergießen zu vermeiden.“
Merkel erklärte nach den Verhandlungen, zu denen sie mit Hollande vor einer
Woche den Anstoß gegeben hatte: „Ich
habe keine Illusion: Es ist noch sehr, sehr
viel Arbeit notwendig. Es gibt aber eine
reale Chance, die Dinge zum Besseren zu
wenden.“ Es gebe nun „eine ganz ernsthafte Hoffnung für die Ukraine und damit
auch für Europa“.
Die Ukraine, Russland, Deutschland
und Frankreich wollen ein Aufsichtsgremium einsetzen, um die Umsetzung des
Minsker Waffenstillstandsabkommens
für die Ostukraine vom September zu
kontrollieren. „Die Staats- und Regie-
Deutsche Polizisten
an serbischer Grenze
dpa I Belgrad Deutsche und
österreichische Polizisten
werden gegen den Massenansturm albanischer Flüchtlinge aus dem Kosovo an der
serbisch-ungarischen Grenze
eingesetzt. Die ersten 20
deutschen Polizisten würden
noch in dieser Woche mit
Fahrzeugen samt Wärmebildkameras erwartet, zitierten die Zeitungen heute in
Belgrad übereinstimmen
den serbischen Polizeidirektor Milorad Veljovic. Österreichische Kollegen sollten fol-
gen. Bisher hätten allein an
dieser Stelle 23 000 KosovoAlbaner die Grenze illegal
überquert, hatte die ungarische Polizei mitgeteilt.
Der anschwellende Zustrom albanischer Flüchtlinge wird für deutsche Kommunen immer mehr zum
Problem. Erst gestern hatten
sie die Bundesregierung dazu aufgefordert, das Kosovo
als „sicheres Herkunftsland“
zu deklarieren. Dies würde
das Asylverfahren wesentlich
beschleunigen.
ap
rungschefs fühlen sich der Umsetzung
der Minsker Vereinbarungen weiter verpflichtet. Zu diesem Zweck vereinbaren
sie die Schaffung eines Aufsichtsmechanismus im Normandie-Format, der in regelmäßigen Abständen zusammentreten
wird, und zwar in der Regel auf der Ebene
hoher Beamter der Außenministerien“,
heißt es in einer gemeinsamen Erklärung
der Staats- und Regierungschefs der vier
Länder. Allerdings hält der Zustrom
schwerer Waffen für die Separatisten offenbar unvermindert an. In der Nacht seien rund 50 Panzer, 40 Raketensysteme
und 40 gepanzerte Fahrzeuge in die Region Luhansk gebracht worden, sagt ein
Armeesprecher in Kiew
Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko sagte, innerhalb von 19 Tagen
sollten sämtliche Gefangene freigelassen
werden. Putin sagte, einer der Hauptgründe für die verzögerten Gespräche sei
die Weigerung Poroschenkos gewesen, direkt mit den Separatisten zu sprechen.
SEITE 2
19. Handelsblatt Jahrestagung
Stahlmarkt 2015
26. und 27. Februar 2015, Düsseldorf
Weitere Informationen erhalten Sie
telefonisch unter: 02 11.96 86 – 35 96
Wirtschaft & Politik
2 WIRTSCHAFT & POLITIK
Prozess: Journalisten in
Ägypten kommen frei
Im umstrittenen Verfahren
gegen Journalisten des TVSenders Al-Dschasira in
Ägypten kommen alle Angeklagten frei. Das entschied
ein Gericht in Kairo heute zu
Beginn des Berufungsprozesses. Einer der drei angeklagten Reporter, der Australier Peter Greste, war bereits
vor mehr als einer Woche
freigekommen und aus
Ägypten abgeschoben worden. Die Beschuldigten waren mehr als ein Jahr im Gefängnis.
Showdown bei
umstrittener Öl-Pipeline
Im mehr als fünf Jahre dauernden Streit um die umstrittene Öl-Pipeline Keystone XL
kommt es zum Showdown
zwischen dem US-Kongress
und Präsident Barack Obama. Das Abgeordnetenhaus
genehmigte den Bau der
rund 1900 Kilometer langen
Leitung von Kanada nach Texas. Obama hat erklärt, sein
Veto einzulegen, falls das
Gesetz seinen Schreibtisch
erreicht. Die im Kongress
notwendige Zweidrittelmehrheit, um dieses Veto zu übergehen, scheint in Sicht.
Uno will Embargo gegen IS
Mit einem Handelsembargo
für Antiquitäten und einem
Verbot von Lösegeld wollen
die Vereinten Nationen der
Terrormiliz Islamischer Staat
(IS) die Finanzierung erschweren. Die Resolution beruht auf Vorschlägen Russlands, eine Mehrheit gilt als
sicher.
Unicef: Zehntausende
Kinder werden als
Soldaten missbraucht
Jedes Jahr werden Zehntausende Kinder trotz eines
weltweiten Verbots neu als
Soldaten rekrutiert und zum
Kämpfen gezwungen. Auch
die Terrormiliz Islamischer
Staat missbrauche Minderjährige in Syrien und Irak als
Kindersoldaten – manche
von ihnen seien erst acht
Jahre alt, müssten Hinrichtungen mitansehen oder sie
vornehmen. Das berichtete
das Uno-Kinderhilfswerk
Unicef in Köln heute. Schätzungen gehen von insgesamt
rund 250 000 betroffenen
Jungen und Mädchen aus.
NEWS AM ABEND
DONNERSTAG, 12. FEBRUAR 2015
Eklat in der Euro-Gruppe
Finanzminister Varoufakis nimmt Zusagen zurück – und düpiert seine Kollegen
R. Berschens/J. Hildebrand
Handelsblatt
Brüssel Vor Mitternacht war die Welt für
Wolfgang Schäuble noch in Ordnung. Als
der Bundesfinanzminister gegen 23.15
Uhr in Brüssel aufbrach, glaubte er, eine
erste Vereinbarung mit dem griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis sicher in der Tasche zu haben. Doch
als Schäuble knapp zwei Stunden später
in Berlin landete, war alles ganz anders:
In der Zwischenzeit hatte Varoufakis seine Zustimmung zu seiner ersten gemeinsamen Erklärung mit der Euro-Gruppe
wieder zurückgezogen.
Darüber war nicht nur der deutsche
Finanzminister sauer. „Die Stimmung in
der ganzen Runde war am Ende sehr
pessimistisch“, sagte ein EU-Diplomat
und fügte hinzu: „Vielleicht verstehen die
Griechen einfach nicht, wie Verhandlungen in der Euro-Gruppe geführt werden.“
Genau den Eindruck erweckte Griechenlands neuer Kassenwart Varoufakis
von Beginn an in seiner ersten EuroGruppen-Sitzung. Die dringend erwarteten konkreten, mit Zahlen untermauerten schriftlichen Unterlagen hatte er
nicht dabei. Stattdessen wiederholte der
Grieche seine zuvor schon oft genug öffentlich geäußerte Kritik am laufenden
Hilfsprogramm für sein Land und präsentierte einige allgemeine Forderungen. „Das war kein wirtschaftspolitischer
Plan, sondern eine Wahlkampfrede“, berichtet ein Teilnehmer.
Nach dem griechischen Vortrag waren
die Vertreter der Euro-Zone an der Reihe. Griechenland müsse sich an die Konditionen des von der Vorgänger-Regierung unterschriebenen Kreditvertrages
halten. Die Minister der Slowakei und
der baltischen Staaten machten unmissverständlich klar, dass sie auf keinen Fall
höhere Mindestlöhne und Renten in
Griechenland finanzieren würden – zumal ihr eigenes Sozialsystem viel
schlechter ausgestattet sei als das griechische.
So erteilte die Euro-Zone Varoufakis
eine geballte politische Lektion – und die
schien auch Wirkung zu zeigen. Der Grieche zeigte sich zunächst offen für eine
erste gemeinsame Erklärung. Stundenlang verhandelte man über einzelne Formulierungen in dem kurzen Text. Am
Ende hieß es darin: „Die griechische Re-
gierung bekräftigt unwiderruflich, dass
sie ihre finanziellen Pflichten gegenüber
ihren Geldgebern erfüllt.“ Die Regierung
in Athen sei zudem bereit, „alle Möglichkeit für eine Verlängerung und einen erfolgreichen Abschluss“ des laufenden
Hilfsprogramms auszuloten, heißt es in
dem Erklärungsentwurf, der dem Handelsblatt vorliegt.
Das Statement hätte ein Anfang sein
können für substanziellere Verhandlungen, hieß es in Brüssel. Doch plötzlich sei
Varoufakis eingefallen, dass er ohne die
Zustimmung seines Regierungschefs gar
nichts unterschreiben könne. Der Minister habe dann rund eine halbe Stunde
lang mit Premier Alexis Tsipras telefoniert. Anschließend teilte er knapp mit,
dass Griechenland diese Erklärung leider doch nicht mittragen könne. Bereits
am Montag kommen die Euro-Finanzminister erneut zu einer Sitzung in Brüssel
zusammen. Für Griechenland ist es die
letzte Chance, eine Verlängerung des
Hilfsprogramms zu beantragen. Kommt
der Antrag am Montag nicht, dann läuft
das Programm Ende Februar aus – und
Hellas steht ohne finanzielle Unterstützung der europäischen Partner da.
Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis (stehend) beim Gipfel der Eurogruppen-Finanzminister.
Kommentar: Ein erster Schritt
W
as Angela Merkel, Wladimir Putin,
Francois Holland und Petro Poroschenko nach siebzehnstündigen
Verhandlungen beschlossen haben, ist ein
neuer Anfang – mehr nicht. Waffenruhe ab
Sonntag, Abzug der schweren Waffen, Einrichtung eines Sicherheitskorridors, eine größere Autonomie der von den Separatisten
besetzten Gebiete – so soll dem sinnlosen
Töten im Donbass ein Ende bereitet werden.
Die Frage ist jetzt, ob sich auch alle Parteien
an die Abmachungen halten und wie die
Kontrolle über die Einhaltung der Vereinbarungen aussieht. Es ist ein Minimalkonsens,
aber immerhin.
Nicht auszudenken, wären die Verhandlungen in Minsk gescheitert. Die USA hätten ver-
mutlich bald Waffen an die Ukraine geliefert,
die EU die Sanktionen gegenüber Russland
schon in der kommenden Woche verschärft.
Der Krieg im Donbass wäre noch blutiger
und die Welt noch unsicherer geworden. Allein das alles zu verhindern, ist ein Erfolg. ,
wenn auch erst einmal nur ein kleiner. Auch
wenn das neue Abkommen von Minsk indirekt den von Russland initiierten Völkerrechtsbruch legitimiert, ist dieses Stillhalten –
nicht Weggucken – in der jetzigen Situation
der einzige richtige Weg, um den ersten
Schritt zu einer Friedenslösung zu tätigen.
Der Westen wird die Annexion der Krim
durch Russland nicht akzeptieren, aber jetzt
darüber zu diskutieren, ist kontraproduktiv.
Helmut Steuer
ap
Impressum
Handelsblatt News am Abend
Verlag: Handelsblatt GmbH
Geschäftsführung:
Gabor Steingart (Vorsitzender),
Frank Dopheide,
Claudia Michalski, Ingo Rieper
Redaktion:
Hans-Jürgen Jakobs (verantw.)
Peter Pfister (Redaktionsltg.)
Sabine Haupt, Karen Wientgen
Heide Braasch (Producing)
Corporate Editions:
Andrea Bartusch
Tel.: 0211–887–1097
E-Mail: a.bartusch@vhb.de
Anschrift:
Kasernenstr. 67
40213 Düsseldorf
Tel. +49 (0) 211–887–1550
E-Mail: content@vhb.de
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02131/14-747676
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Verantwortlich für
Verantwortlich
fürden
denInhalt
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3M.
24.–-13.
28.Februar
November
2014
9.
2015
Technik
4SPEZIAL
SPEZIAL
TECHNIK
NEWS AM ABEND
DONNERSTAG, 12. FEBRUAR 2015
Wenn Querschnittsgelähmte laufen
Exoskelette greifen elektrische Signale des Gehirns auf. Und setzen damit einen Gehroboter in Bewegung.
Susanne Kutter
Wirtschaftswoche
Düsseldorf Vorsichtig hebt Juliano Pinto sein Bein – und
kickt den Ball mehrere Meter
weit. Was für gesunde Menschen eine Kleinigkeit ist, war
für den 29-jährigen querschnittsgelähmten Brasilianer bei der Eröffnung der
Fußball-WM 2014 der Moment seines Lebens. Monatelang hatte Pinto mit einem sogenannten Exoskelett trainiert. Immer wieder musste
er üben, mit den elektrischen
Signalen seines Gehirns den
am Körper getragenen Roboter zu steuern.
„Magisch“ fand diesen Moment auch Gordon Cheng.
Der in München lehrende Informatik-Professor ist einer
der führenden Köpfe hinter
dem Projekt, das Pinto ein
paar Schritte und einen
Schuss schenkte. Über vier
Jahre arbeitete er mit seinem
Team von der Technischen
Universität München an dem
Exoskelett, um das vermeintlich Unmögliche möglich zu
machen: Ein Lahmer geht.
Derartige Roboter lassen
nicht nur Querschnittsgelähmte gehen, sondern helfen auch Unfallopfern und
Schlaganfallpatienten, ihre
körperlichen Fähigkeiten wieder zu trainieren. In Südkorea
unterstützen zudem Exoskelette Arbeiter des Schiffbauers Daewoo in ersten Tests dabei , schwere Lasten zu tragen. Natürlich ist auch das Militär an solcher Ganzkörperrüstung interessiert, die Soldaten besser schützt, leistungsfähiger macht – und wie
ihre Bewegungen haben.
Wenn sie sehr früh mit dem
Exoskelett üben, so hofft
Cheng, lernen sie, sich und
ihre Bewegungen besser
wahrzunehmen und zu koordinieren. Vielleicht schaffen
sie es so, ihre eigenen Muskeln zu steuern.
Sensible Industrieroboter
Der Träger eines Exoskeletts kickt einen Fußball. Die speziellen Roboter helfen Schlaganfallpatienten, ihre körperlichen Fähigkeiten zu trainieren – und Arbeitern, Lasten zu tragen.
dpa
der Filmfigur „Iron Man“ ungeahnte Fähigkeiten verleiht.
Der 46-jährige Forscher
Cheng, der Mann hinter Pintos Exoskelett, ist derzeit einer der weltweit wichtigsten
Wegbereiter von Maschinen,
die Menschen nicht nur ein
besseres Leben ermöglichen,
sondern ihnen auch übernatürliche Kräfte verleihen können. Der Informatiker leitet
an der TU München das Institut für Kognitive Systeme.
Vibrationen auf dem Arm
Beim Exoskelett erfasst eine
elektroden-gespickte Kopfhaube die elektrischen Signale der Nervenzellen in ihrem Gehirn. Der Gelähmte
muss daher intensiv ans Gehen denken. Ein Computer
wertet diese Impulse aus,
nachdem er zuvor erst mühsam hat lernen müssen, das
Signalmuster zu verstehen –
bei jedem Menschen neu.
Der Rechner steuert dann
die Motoren im Exoskelett
an. Der Patient wiederum
muss innerhalb einer Viertelsekunde spüren, ob der Fuß
noch Bodenkontakt hat oder
schon abgehoben ist. Sonst
schafft er es nicht, die Bewegungen zu koordinieren. Dazu wandelt der Computer die
Signale der sensiblen Kunsthaut so um, dass der Maschinen-Läufer sie auch fühlen
kann: Der trägt am Oberarm,
den er noch spürt, eine Manschette mit einem Feld kleiner Stempel, die vibrieren
können. So entsteht ein exaktes Abbild des Sohlendrucks
– als Vibrationsmuster auf
dem Oberarm.
All das schien lange ein
Ding der Unmöglichkeit zu
sein, wollte nie richtig funktionieren, berichtet Cheng.
Doch den Wissenschaftler
reizen genau solche Aufgaben: „Ich liebe es, Lösungen
für scheinbar unlösbare Probleme zu finden.“ Und so tüftelte er vier Jahre lang an der
Haut des Exoskeletts herum.
Auch andere Forscher auf
der Welt arbeiten an solchen
gefühlvollen Roboterüberzügen – etwa für klassische
Hand- oder Fußprothesen.
Als das System endlich das
tat, was es tun sollte, passierte etwas Verblüffendes: „Das
Exoskelett wird zu einem
Teil von uns selbst, wir bedienen es bald so selbstverständlich wie Messer und Gabel – oder wie ein Auto“, erzählt Cheng. Die Menschen
verschmelzen – gefühlt – mit
der Maschine.
Je früher trainiert wird,
desto einfacher lasse sich die
Bedienung lernen, sagt der
Forscher. Bei einem gerade
anlaufenden Projekt wird er
daher mit Kindern arbeiten,
die von Geburt an Lähmungen und kaum Kontrolle über
Eine der spannendsten Neuentwicklungen von Cheng ist
„Tomm“, ein Industrieroboter, der verkleidet ist mit einer künstlichen Haut. Das Besondere: Der aus daumennagelgroßen Kunststoff-Sechsecken aufgebaute Überzug
verleiht tumben Maschinen
die Fähigkeit zu empfinden.
In jedem Sechseck haben
Chengs Forscher drei Drucksensoren, eine Art Thermometer und einen Abstandsmesser eingebaut. Ohne diese
sensible Hülle hätte der Brasilianer Pinto niemals gehen
können: „Nur wenn die Gelähmten Rückmeldung über
die Bewegungen des Exoskeletts erhalten, können sie lernen, sich damit zu bewegen,
und das Gerät steuern, ohne
hinzufallen“, erzählt Cheng.
Die elektronische Haut will
sein Team bald vermarkten,
es gründet dafür gerade ein
Start-up. Auch Industrieroboter, die oft eine Gefahr für
Menschen darstellen, könnten sie tragen, sagt Cheng:
„Bisher müssen sie hinter
Absperrungen arbeiten,
denn sie spüren es einfach
nicht, wenn sie jemandem einen Schlag auf den Kopf verpassen oder ihn über den
Haufen fahren.“
Esa testet erfolgreich neue Raumfahrt-Technik
HB I Kourou Europa hat erfolgreich einen speziellen
Raumgleiter eingesetzt, der
den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre samt einer anschließenden weichen Landung erprobte. Auf dem europäischen Weltraumbahnhof
in Kourou in FranzösischGuayana startete gestern eine
Vega-Trägerrakete mit dem
Raumfahrzeug IXV (Intermediate experimental Vehicle).
100 Minuten später landete
es im Pazifik. Es war der erste
Start eines europäischen Lastenträgers im Jahr 2015.
Die Europäische Weltraumorganisation (Esa) wollte mit
diesem Flug bestimmte Systeme und Technologien testen,
die für eine Rückkehr von
Raumschiffen auf die Erde
wichtig sind. Es ging bei dem
Demonstrationsflug darum,
Techniken für sehr genau gesteuerte und manövrierte Präzisionslandungen zu prüfen.
Europa sucht damit Eigenständigkeit im Weltraum auch
bei der Rückkehr zur Erde.
Sollte eine solche Technologie schließlich anwendungsfähig sein, „eröffnen
sich für die Esa völlig neue
Perspektiven, denn sie ist eine Grundvoraussetzung für
wiederverwendbare Raketenstufen, die Rückführung
von Bodenproben von anderen Planeten und den Rückflug von Astronauten zur Er-
de“, teilte die Esa mit. Auch
bei künftigen europäischen
Missionen der Erdbeobachtung und zur weiteren Erforschung der Schwerelosigkeit
könnten solche neue Technologien wichtig sein.
Das fünf Meter lange IXV
hatte sich nach knapp 20 Minuten von der Rakete gelöst.
Nach der gelungenen Trennung in einer Höhe von etwa
340 Kilometer über der Erde
stieg das zwei Tonnen schwe-
re Raumfahrzeug noch bis auf
etwa 450 Kilometer auf. Beim
Sinkflug sollte IXV dann eine
Fülle von Daten sammeln.
Das Raumfahrzeug kam
mit einem mehrstufigen Fallschirm und schützenden
Schwimmballons im Südpazifik auf. Die gesammelten
Flugdaten sollen vor allem
dem Zukunftsvorhaben der
Europäer dienen, ein wiederverwendbares Raumfahrzeug (Pride) zu entwickeln.
Wirtschaft & Politik
5 WIRTSCHAFT & POLITIK
Lucke vor Hamburg-Wahl:
Niedergang von
Pegida schadet AfD nicht
Der AfD-Vorsitzende Bernd
Lucke rechnet trotz mäßiger
Umfragewerte mit einem guten Abschneiden seiner Partei bei der Hamburger Bürgerschaftswahl. Auch die Ergebnisse bei den Landtagswahlen in den östlichen Bundesländern 2014 seien für die
AfD deutlich besser ausgefallen als die Umfragewerte
vorher. Der Zerfall der Pegida-Bewegung in Dresden
schade der AfD nicht, sagte
Lucke: „Insgesamt fühle ich
mich durch den Niedergang
in meiner Haltung bestätigt,
Distanz zu Pegida zu wahren.“ Jüngste Umfragen sehen die AfD in Hamburg bei
etwa 5,5 Prozent.
Rund 630 000 Flüchtlinge
leben in Deutschland
Die Zahl der in Deutschland
lebenden Flüchtlinge ist vergangenes Jahr um 130 000
auf rund 629 000 geklettert.
Dies hat die Bundesregierung auf eine Anfrage der
Linksfraktion im Bundestag
mitgeteilt.
Privatinsolvenzen
gehen erneut zurück
Die Zahl der Privatinsolvenzen in Deutschland ist zum
vierten Mal hintereinander
zurückgegangen. Im vergangenen Jahr mussten 115 269
Bundesbürger den Gang zum
Insolvenzrichter antreten,
das sind fünf Prozent weniger als im Jahr zuvor, teilte
die Wirtschaftsauskunftei
Bürgel mit.
NEWS AM ABEND
DONNERSTAG, 12. FEBRUAR 2015
Preise sinken schneller
Das billige Öl hat
die Inflationsrate
unerwartet
deutlich ins Minus
gedrückt.
dpa I Wiesbaden Die Verbraucherpreise in Deutschland
sind wegen rapide sinkender
Energiekosten erstmals seit
September 2009 wieder gesunken. Das Minus zu Jahresbeginn fiel sogar noch etwas
stärker aus als bisher bekannt. Wie das Statistische
Bundesamt heute in Wiesbaden mitteilte, sank die Inflationsrate im Januar auf minus
0,4 Prozent. Gut für Verbraucher: Sie können deutlich
günstiger tanken und heizen
als vor einem Jahr.
In einer ersten Schätzung
Ende Januar hatten die Statistiker für den Jahresauftakt
noch eine Rate von minus 0,3
Prozent ermittelt. Von Dezember auf Januar fielen die
Der Preisverfall beim Erdöl sorgt für eine negative Inflation.
Den Verbrauchern bleibt somit mehr für den Konsum.
Preise deutlich um 1,1 Prozent. Bei anhaltend fallenden
Preisen spricht man von Deflation, die ebenso wie sehr
hohe Inflation als gefährlich
gilt.
Der Preisrückgang im Januar ist der stärkste seit Juli
2009, als die Preise im Vergleich mit dem Vorjahresmonat um 0,5 Prozent zurück-
gingen. Damals war die deutsche Wirtschaft allerdings
eingebrochen, während sie
aktuell recht gut dasteht –
und zwar auch wegen der
günstigen Energie. Für Commerzbank-Ökonom Christoph Weil ist der Einbruch
der Ölpreise gar ein Segen
für die Konjunktur: „Die Verbraucher müssen weniger
V-Leute bleiben bei einigen Delikten straffrei
dpa I Berlin Das Bundesinnenministerium will gesetzlich regeln, dass V-Leute und verdeckte Mitarbeiter des Verfassungsschutzes nach bestimmten Straftaten unter Umständen straffrei ausgehen. Das
geht aus einem Gesetzentwurf von Innenminister Thomas de Maizière (CDU) hervor, der noch mit den Ländern abgestimmt wird.
Die Staatsanwaltschaft
kann laut „WAZ“ künftig von
einer Verfolgung absehen,
wenn die Gesetzesbrüche von
V-Leuten zur Gewinnung und
Sicherung von Informationen
„unumgänglich“ seien und dazu beitrügen, Straftaten wie
Mord, Totschlag, Geiselnahme oder Volksverhetzung aufzuklären. Die Regelung gelte
aber nicht, wenn die zu er-
Gefahr für Journalisten steigt
dpa I Berlin Bewaffnete Konflikte und verstärkte staatliche Repression behindern
weltweit zunehmend die Arbeit unabhängiger Journalisten. Nach dem neuen veröffentlichten Bericht der Organisation „Reporter ohne
Grenzen“ (ROG) werden die
Medien mit gezielter Unterdrückung oder Manipulation
vor allem in Konfliktregionen
wie Ukraine, Syrien, Irak und
den Palästinensergebieten
beeinträchtigt. In der „Rangliste der Pressefreiheit“ findet
sich Deutschland im Bewertungszeitraum zwischen Mitte Oktober 2013 und Mitte Ok-
dpa
für Energie ausgeben und haben mehr Geld für andere
Dinge.“
Insgesamt schwächte sich
die jährliche Teuerungsrate
den dritten Monat in Folge
ab, wie die Statistiker sagten.
Im Dezember waren die Verbraucherpreise noch leicht
um 0,2 Prozent gestiegen, im
November um 0,6 Prozent
und im Oktober um 0,8 Prozent.
Experten gehen davon
aus, dass die Inflation noch
einige Monate negativ bleiben wird. Ökonom Ulf Krauss
von der Landesbank HessenThüringen (Helaba) ist aber
überzeugt: „Sobald sich der
Ölpreis erholt, wird die Inflationsrate spätestens im zweiten Halbjahr den negativen
Bereich verlassen.“ Für
Deutschland erwartet die
Helaba im Gesamtjahr eine
Inflation von nur 0,5 Prozent,
die DZ Bank rechnet sogar
nur mit einer Rate von 0,4
Prozent.
tober 2014 auf Platz 12 nach
Platz 14 im Vorjahreszeitraum
wieder.
In Europa haben sich laut
ROG jedoch in einigen Ländern die Bedingungen deutlich verschlechtert. Zum Beispiel in Italien, das um 24 Plätze auf Rang 73 abstürzte, seien viele Journalisten durch
Mafia-Drohungen, Anschläge
und unbegründete Verleumdungsklagen unter Druck geraten. Auf den letzten vier
Plätzen, die Syrien, Turkmenistan, Nordkorea und Eritrea
belegen, veränderte sich
nichts. Oft diene die Erhaltung der „nationalen Sicher-
heit“ als Vorwand für Repressionen. Russland (152, –4) habe zum Beispiel unter dem
Eindruck des Krieges in der
Ukraine weitere repressive
Gesetze verabschiedet, darunter eine Verschärfung des
Verbots, öffentlich zur Verletzung der territorialen Integrität aufzurufen – „wodurch jede Kritik etwa an der Annexion der Krim kriminalisiert
wird“, wie es im ROG-Bericht
heißt.
Auch die USA (49, –3) fielen
weiter zurück, weil beispielsweise bei den Unruhen in der
Kleinstadt Ferguson Reporter
festgenommen worden seien.
wartende Strafe höher als ein
Jahr ist und wenn sie nicht zur
Bewährung ausgesetzt werden kann.
Es geht vor allem um sogenannte szenetypische Straftaten, also Delikte, die Personen
nach Geheimdienstauffassung begehen müssen, um in
ihrem Umfeld nicht aufzufallen – zum Beispiel das Zeigen
verbotener Symbole oder das
Geldsammeln für verbotene
Organisationen. Laut „Mitteldeutscher Zeitung“ soll als
V-Mann künftig nur arbeiten
können, wer nicht zu einer
Haftstrafe ohne Bewährung
verurteilt worden ist und
nicht finanziell von der V-Leute-Tätigkeit abhängt. Auch
sollen V-Leute auf die Gruppe,
die sie bespitzeln, keinen
steuernden Einfluss nehmen.
Weltwirtschaftsklima
hellt sich etwas auf
rtr I Berlin Die globale Konjunktur zieht zum Jahresanfang nach Einschätzung des
Ifo-Instituts wieder leicht an.
Das Barometer für das Weltwirtschaftsklima im ersten
Quartal stieg minimal um 0,9
auf 95,9 Punkte, wie die
Münchner Forscher heute
mitteilten. Ende 2014 hatte
es noch einen spürbaren
Rückgang auf den tiefsten
Stand seit Mitte 2013 gegeben. Während die rund 1000
vom Ifo befragten Ökonomen ihre Erwartungen für
die Konjunktur nach oben
schraubten, schätzten sie die
Lage unverändert ein. „Die
Weltkonjunktur als Ganzes
zeigt wenig Dynamik“, erklärte Ifo-Präsident Hans-Werner
Sinn. „Regional betrachtet
gibt es allerdings erhebliche
Unterschiede.“ Das wirtschaftliche Umfeld verbesserte sich demnach in Nordamerika und in Europa. „In
allen anderen Regionen setzte sich die Verschlechterung
des Wirtschaftsklimas fort.“
In Asien sei der Indikator
leicht unter seinen langfristigen Durchschnitt gefallen.
Unternehmen & Märkte
6 UNTERNEHMEN & WIRTSCHAFT
NEWS AM ABEND
DONNERSTAG, 12. FEBRUAR 2015
Die bombastischen Ziele des Elon Musk
Tesla soll 2025 so viel wert sein wie heute Apple – Die Zahlen des Elektroauto-Pioniers enttäuschen aber
E
lon Musk ist bekannt für
seine weit ausholenden
Visionen. Der Tesla-Chef, der
mit dem Internet-Bezahldienst Paypal reich wurde,
verkündete gestern ein ehrgeiziges Geschäftsziel: Der
Elektroauto-Pionier solle in
zehn Jahren mit 700 Milliarden Dollar so viel wert sein
wie derzeit Apple. Musk verwies auf das geplante rasante
Umsatzwachstum, das eine
solche Bewertung rechtfertige. Zunächst aber musste der
Optimist einräumen, dass
Tesla sein Absatz-Ziel verfehlt und den Verlust ausgeweitet hat. So sollen sich Teslas Erlöse in diesem Jahr auf
sechs Milliarden Dollar nahezu verdoppeln und bis 2025
jährlich um mindestens weitere 50 Prozent zulegen.
Die Anleger konnte Musk
diesmal nicht überzeugen.
Die Aktie verlor nachbörslich
fast vier Prozent. Damit ist
Tesla rund 25 Milliarden Dol-
Will den kleinen Elektroauto-Bauer zum Auto-Riesen katapultieren: Tesla-Chef Elon Musk.
lar wert, gerade mal ein 28tel
des angestrebten Wertes.
Erst jüngst hatte er erklärt,
die Produktion solle binnen
zehn Jahren bei „mindestens
einigen Millionen“ Fahrzeugen pro Jahr liegen. Damit
würde er aus dem kleinen
Autoanbieter einen zweiten
BMW-Konzern erschaffen.
Aber Musk sorgt sich nicht
nur um den Erfolg von Tesla,
sondern um die langsame
Verbreitung von Elektroautos. Jedes Jahr würden 100
Millionen Fahrzeuge hergestellt, davon nur 100 000
elektrisch. „Das sind super
wenig“, klagt Musk. Daher
gab er 2014 die Patente frei,
damit andere Hersteller das
Auto kopieren können – die
tun das aber bislang nicht.
Auch Tesla produzierte
ap
2014 nur 35 000 Autos, und
konnte wegen Problemen im
Vertrieb jedes zehnte davon
nicht ausliefern. Für das laufende Jahr plant das Unternehmen ein Absatz-Plus von
knapp 75 Prozent auf 55 000
Autos. Da Tesla viel Geld in
den Ausbau eines HändlerNetzes investiert, stieg der
Verlust im Schluss-Quartal
2014 im Vergleich zum Vor-
jahr von 16 auf 107 Millionen
Dollar an. Der Umsatz allerdings kletterte um 55 Prozent auf 956 Millionen Dollar.
Für eine Großfabrik zum Bau
von Batterien im US-Bundesstaat Nevada nimmt das Unternehmen derzeit rund fünf
Milliarden Dollar in die
Hand. Das Projekt solle mit
der Produktion 2016 beginnen, sagte Musk, der Tesla
2003 mit gegründet hatte.
Musk hat der Autobranche
vorgemacht, dass Elektroautos nicht klein und nur für
kurze Strecken geeignet sein
müssen. Im Sportwagen-Design kann Teslas Model S bis
zu 480 Kilometer weit fahren. Aber im Oktober hatte
Tesla Daimler und Toyota als
Anteilseigner verloren. Bei
manchen Herstellern ist die
Elektroauto-Euphorie schon
abgeflaut. Zudem spielt der
Ölpreisrutsch den Anbietern
alternativer Antriebe nicht in
die Hände.
HB/rtr
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7 UNTERNEHMEN & MÄRKTE
Bilfinger will sich nach
Krisenjahr wieder fangen
Der kriselnde Bau- und
Dienstleistungskonzern Bilfinger rechnet nach dem Verlustjahr 2014 noch nicht mit
einer durchgreifenden Besserung. Der Umsatz werde von
7,7 Milliarden Euro im vergangenen Jahr voraussichtlich auf 7,5 Milliarden Euro
schrumpfen, kündigte Bilfinger an. Beim bereinigten
operativen Gewinn erwarten
die Mannheimer nach dem
Einbruch um gut ein Drittel
einen leichten Anstieg.
Neue Triebwerke
verleihen MTU Schub
Der Steigflug des Turbinenbauers MTU hält an: Mit einem Umsatzplus von zehn
und einem Gewinnanstieg
von sechs Prozent im vergangenen Jahr übertraf das
Münchener Unternehmen die
Erwartungen der Analysten.
Der Umsatz soll 2015 auf 4,4
(2014: 3,9) Milliarden Euro
zulegen, der vergleichbare
Gewinn 285 (253,3) Millionen
Euro erreichen.
Kions Gabelstabler
sind gefragt
Der Gabelstaplerhersteller
Kion hat 2014 mit Rekordzahlen bei Umsatz und Gewinn abgeschlossen. Der
Konzern steigerte seinen
Umsatz um vier Prozent auf
knapp 4,7 Milliarden Euro
und bekam Aufträge für 4,9
Milliarden Euro. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn
vor Zinsen und Steuern kletterte um sechs Prozent auf
knapp 443 Millionen Euro.
NEWS AM ABEND
DONNERSTAG, 12. FEBRUAR 2015
Zalando macht erstmals Gewinn
Gutes Weihnachtsgeschäft
beendet Durststrecke – Aktie des Online-Modehändlers schießt in die Höhe
rtr I Düsseldorf Zeitenwende beim
Online-Modehändler Zalando :
Sechs Jahre nach seiner Firmengründung hat der Börsenneuling
erstmals schwarze Zahlen geschrieben. „Wir haben damit bewiesen, dass wir mit unserem
Geschäftsmodell Geld verdienen können“, sagte Vorstand Rubin Ritter heute in einer Telefonkonferenz. Er
betonte aber, dass nicht die Steigerung
der Rendite in den kommenden Jahren
im Fokus stünden, sondern die weitere
Expansion. „Wir wollen in Technologien
und Produkte investieren, um neue Kunden zu gewinnen“, erläuterte der Manager. Daher werde die Marge im Geschäftsjahr 2015 voraussichtlich sinken.
Gemäß dem Werbeslogan „Schrei vor
Glück“, mit dem die Firma seinerzeit als
Schuh-Onlinehändler bekannt wurde, jubilierten auch die Anleger. Die im SDax
notierten Aktien schnellten in der Spitze
um 15 Prozent auf 26,10 Euro. Damit wird
das Berliner Jungunternehmen mit 5,5
Milliarden Euro bewertet. „Die Zahlen ha-
Der Online-Modehändler Zalando erwirtschaftet mit seinen Päckchen ein Plus.
ben die Erwartungen in jeder Hinsicht
übertroffen. Das dürfte den Kritikern des
Geschäftsmodells den Wind aus den Segeln nehmen“, kommentierte ein Händler. In der Vergangenheit hatte es immer
wieder Zweifel gegeben, dass der Onlinehändler mit seinen kostenlosen Lieferungen und Rücksendungen die Ertragswende schafft. Vor allem die 50-prozentige
Retourenquote gilt als Renditekiller.
Die große Nachfrage im Weihnachtsgeschäft bescherte Zalando sowohl opera-
tiv als auch netto einen Gewinn. Im vierten Quartal verfünffachte das Unternehmen den bereinigten Betriebsgewinn
(Ebit) auf 66 Millionen Euro. Der Konzernumsatz stieg um 21 Prozent auf 666
Millionen Euro. Im Gesamtjahr legte der
Umsatz um mehr als ein Viertel auf 2,2
Milliarden Euro zu, das bereinigte Ebit erreichte 82 Millionen Euro nach einem Minus von 109 Millionen Euro im Jahr zuvor.
Für 2015 geht Ritter weiter davon aus, den
Umsatz um 20 bis 25 Prozent zu erhöhen.
Renault verdient dank Dacia mehr
rtr I Paris Renault hat dank
neuer Modelle und Kostensenkungen im vergangenen
Jahr einen Gewinnsprung erzielt. Der Überschuss verdreifachte sich 2014 auf 1,89 Milliarden Euro, wie der Auto-Hersteller heute mitteilte. In diesem Jahr strebt der Volkswagen-Rivale weitere Verbesse-
rungen beim Absatz und Ergebnis an.
An der Börse in Paris verteuerten sich Renault-Aktien
daraufhin um mehr als neun
Prozent und kletterten auf
den höchsten Stand seit zehn
Monaten. Renault habe vergangenes Jahr 844 Millionen
Euro eingespart. Dadurch ar-
Piloten von Germanwings streiken
dpa I Köln/Frankfurt Passagiere der Fluggesellschaft
Germanwings müssen wegen
eines Pilotenstreiks zwei Tage lang mit Problemen rechnen. Die Vereinigung Cockpit
rief ihre Mitglieder für heute
und morgen zum Ausstand
auf. Nach Angaben der Airline sollen dennoch mehr als
60 Prozent aller Flüge stattfinden. „80 Prozent der Passagiere erreichen ihr Ziel“,
sagte ein Sprecher des Unternehmens heute.
Für beide Streiktage waren insgesamt rund 900 Flüge geplant. Nun sollen an jedem Tag mehr als 160 Flüge
dpa
ausfallen. Der Ausstand trifft
vor allem die Flughäfen Berlin, Köln, Düsseldorf, Hamburg und Stuttgart. Der Sprecher der Airline riet Reisenden, im Internet zu prüfen,
ob ihre Verbindung ausfällt.
Betroffene könnten ihren
Flug kostenlos stornieren
oder umbuchen. Mit Hilfe
der Bahn und Umbuchungen
auf andere Fluggesellschaften sollen rund 80 Prozent
der mehr als 70 000 Gäste
ihre Ziele erreichen.
Die Piloten der LufthansaTochter Germanwings wollen die Arbeit wegen eines
Tarifstreits niederlegen. Ge-
stritten wird unter anderem
über die Übergangsversorgung der Piloten vor dem
Renteneintritt. Es gibt aber
auch grundlegende Meinungsverschiedenheiten
über den künftigen Kurs
der Lufthansa.
Die Vereinigung Cockpit
hatte im vergangenen Jahr
bei den Gesellschaften Lufthansa, Lufthansa Cargo und
Germanwings bereits zu elf
Streiks aufgerufen, nur einmal sagte sie den Arbeitskampf kurzfristig ab. Das Unternehmen bezifferte den
Schaden auf rund 200 Millionen Euro.
beite der Konzern jetzt rentabler, sagte Finanzchef Dominique Thormann.
Gut kamen der kleine Geländewagen Captur, der neue
Clio mini sowie die Billig-Marke Dacia an. Insgesamt erhöhte sich der weltweite Absatz
um 3,2 Prozent auf 2,71 Millionen Wagen – trotz Problemen
in Brasilien und vor allem in
Russland. Das Wachstum
komme in erster Linie von Dacia, während die Marke Renault schrumpfe, sagte
NordLB-Analyst Frank Schwope. „Die Jahreszahlen sind mit
Blick auf die deutsche und die
japanische Konkurrenz enttäuschend.“
Ein Jahr Haft für Tochter
von Korean-Air-Chef
dpa I Seoul Mit ihrem Wutanfall an Bord eines südkoreanischen Flugzeugs sorgte sie
für einen Eklat: Jetzt hat ein
Gericht in Seoul die Tochter
des Chefs der Gesellschaft
Korean Air, Cho Hyun Ha, zu
einem Jahr Haft verurteilt. Im
Prozess um die sogenannte
Nussaffäre befand das Gericht die 40-Jährige heute
unter anderem für schuldig, gegen das Gesetz zur
Luftfahrtsicherheit verstoßen zu haben. Cho habe die
Piloten veranlasst, die Flugroute zu ändern.
Auslöser des Vorfalls, der
in dem Land hohe Wellen
schlug, waren MacademiaNüsse. Cho war in einer Passagiermaschine von Korean
Air in Rage geraten, als ihr eine Flugbegleiterin die Nüsse in einer Tüte und nicht in
einer Schale reichte. Als Folge des nachfolgenden heftigen Streits wurde das Flugzeug mit Ziel Seoul von der
Startbahn in New York wieder zum Gate gezogen. Cho
hatte dafür gesorgt, dass der
Chefsteward die Maschine
kurz vor Start wieder verließ.
8 UNTERNEHMEN & MÄRKTE
Villeroy & Boch trotzt
der Russlandkrise
Der Geschirr- und Badausstattungshersteller Villeroy &
Boch hat dank boomender
Geschäfte im krisengeschüttelten Russland und Kostensenkungen seine Gewinnziele
getoppt. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) ist voriges Jahr um
sechs Prozent auf 38,4 Millionen Euro gestiegen, wie das
saarländische Traditionsunternehmen mitteilte. Überraschend gut laufe weiterhin
das Russland-Geschäft, sagte
Vorstandschef Frank Göring.
Twitter kauft Vermarkter
von Online-Stars
Das Online-Netzwerk Twitter
hat ein Unternehmen gekauft, das auf die Vermarktung von Social-Media-Stars
spezialisiert ist. Die Firma Niche bringt Menschen mit
großer Fangemeinde im Netz
mit Unternehmen zusammen. Die Firmen bezahlen
dann dafür, dass die jungen
Blogger und Fotografinnen
ihre Produkte bewerben.
Niedriger Ölpreis zehrt
an Total-Gewinn
Der gefallene Ölpreis setzt
auch dem französischen
Konzern Total zu. Das Unternehmen teilte mit, der Nettogewinn sei im vierten Quartal
um 17 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar gefallen. Negativ
wirkten sich Abschreibungen
in Höhe von 6,5 Milliarden
Dollar aus, unter anderem für
Öl- und Gasprojekte in Kanada und den USA. Der Umsatz
brach um 19 Prozent auf
52,51 Milliarden Dollar ein.
NEWS AM ABEND
DONNERSTAG, 12. FEBRUAR 2015
Internetzensur schadet Firmen
China kontrolliert
das Netz immer
mehr. Das schränkt
Geschäfte ein.
dpa I Peking Europäische
Unternehmen in China sehen ihre Geschäfte durch immer stärkere Internetblockaden geschädigt. Die Beschränkungen des Internetzugriffs in China kapselten
das Land vom Rest der Welt
ab, kritisierte die Europäische Handelskammer in China heute. . In einer Umfrage
hätten 86 Prozent der europäischen Firmen in China
angegeben, von den Internetblockaden bei ihren Geschäften eingeschränkt zu
werden. Das waren 15 Prozent mehr als im Juni 2014.
Kammerpräsident Jörg
Wuttke sagte: „Diese beunruhigenden Trends zeigen, wie
sehr eine umfassende Kontrolle des Internets das Unternehmenswachstum abwürgt und Investitionen in
Technologie und Forschung
lähmt.“ Internationale Fachkräfte würden davon abgeschreckt, nach China zu
kommen. Die Auswirkungen
der Kontrollen seien nicht
mehr nur lästig für Privatleute. „Sie bedeuten steigende
Kosten für Geschäfte in China“, sagte Wuttke. Einer
wachsenden Zahl von Unternehmen falle es schwerer,
diese Kosten zu tragen.
Außerdem beträfen die
Probleme nicht nur ausländische Unternehmen, sondern
China blockiert jetzt
auch die sogenannten Tunneldienste,
mit denen Unternehmen zur US-Suchmaschine Google gelangen.
Bloomberg
Apple stoppt Schikane von Zulieferern
Arbeiter von Apple-Zulieferbetrieben haben überhöhte
Gebühren erstattet bekommen, die lokale Agenturen für
die Vermittlung eines Jobs bei Zulieferern des iPhone-Herstellers verlangt hatten. „Insgesamt wurden vier Millionen
Dollar an Beschäftigte in Drittfirmen zurückgezahlt, denen
Arbeitsvermittlungsfirmen diese maßlosen Gebühren abgenommen hatten“, sagte Jeff Williams, der bei Apple als
Senior Vice President für die Produktion verantwortlich ist.
Weltweit wurden vergangenes Jahr 633 Zulieferbetriebe
überprüft. In manchen Firmen habe man festgestellt, dass
Beschäftigte unbezahlte Überstunden in erheblichen Umfang leisten mussten. Auch hier habe man die Mängel abstellen lassen, und die Zulieferer mussten den Betroffenen
900 000 Dollar Entschädigung zahlen. Zudem wurden
dem Bericht zufolge von Prüfern zwölf zu junge (unter 15
Jahren alte) Arbeiter entdeckt. In 73 Betrieben hätten Beschäftigte im Alter unter 18 Jahren entgegen Apples Vorgaben Überstunden oder Nachtschichten arbeiten müssen.
auch chinesische Firmen
würden in ihren Geschäften
behindert. „Viele inländische
Firmen sind genauso frustriert wie unsere Mitglieder“,
sagte Wuttke. Dabei sollten
gerade auf den Weltmarkt gerichtete Unternehmen das
Wachstum in den kommenden Jahren in China tragen.
Im Januar hatten viele Internetnutzer in China beklagt, dass Tunneldienste,
sogenannte Virtual Private
Network-Dienste (VPN), massiv gestört würden, mit de-
nen sich bislang die Sperren
umgehen ließen. Die Behinderungen treffen auch internationale Unternehmen, deren Mitarbeiter über Tunnelverbindungen mit Rechnern
in der Heimat verbunden
sind.
China hatte die Störungen
hingegen verteidigt. „Das
Land braucht neue Methoden, um neue Probleme zu
bewältigen“, sagte Wen Ku,
Direktor für Telekommunikation im Ministerium für Industrie und Information (MIIT). Seine Behörde müsse
„neue Wege benutzen, um
die Sicherheit im Internet zu
wahren“, sagte der Direktor,
ohne technische Details zu
nennen. Nach Angaben von
Marktforschern benutzen
Millionen chinesische Internetnutzer VPN-Dienste, um
sonst gesperrte Webseiten
und Online-Netzwerke wie
Facebook, Twitter, die Videoplattform Youtube oder auch
Google nutzen zu können.
Infineon-Aktionäre besorgt
Schnelle Leitungen treiben
über Kaufpreis für US-Rivalen den Gewinn von Cisco
dpa I München Der Chiphersteller Infineon hat sich nach der milliardenschweren Übernahme des US-Rivalen International Rectifier gegen Kritik am Kaufpreis verteidigt. Bei der
Hauptversammlung am Donnerstag
in München beklagten mehrere Aktionäre, der Preis für International
Rectifier könne mit drei Milliarden
Dollar (2,5 Mrd Euro) überzogen gewesen sein. „Das war jetzt nicht unbedingt ein Schnäppchen; es war relativ teuer“, sagte Daniela Bergdolt
von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. Durch
den Zukauf erhofft sich Deutsch-
lands größter Halbleiter-Hersteller
unter anderem einen besseren Zugang zum US-Markt und nach Asien.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr
hatte Infineon Umsatz und Gewinn
vor allem dank des guten Geschäfts
mit Halbleitern für Smartphones und
Tablets kräftig gesteigert. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 18
Cent pro Aktie erhalten. „Wir können
als Aktionäre sehr zufrieden sein mit
Infineon“, sagte Aktionärsvertreterin
Bergdolt. Besonders erfreut zeigte
sie sich über die Rückkehr des ehemaligen Konzernchefs Peter Bauer
als neuer Aufsichtsrat.
dpa I San Jose Der Netzwerk-Ausrüster Cisco hat im vergangenen Quartal
einen satten Gewinnsprung verbucht
und die Erwartungen der Börse übertroffen. Der US-Konzern verdiente im
vergangenen Quartal 2,4 Milliarden
Dollar. Damit stieg der Gewinn im
Jahresvergleich um gut zwei Drittel.
Der Umsatz wuchs in dem am 24. Januar abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal um sieben Prozent auf
11,9 Milliarden Dollar, wie Cisco nach
US-Börsenschluss gestern Abend
mitteilte. Die Aktie legte nachbörslich um fast sieben Prozent zu.
Die Ausrüstung von Cisco kommt
in vielen Netzen und Rechenzentren
zum Einsatz, die den weltweiten Datenverkehr umschlagen. Der Konzern profitiert vom fortlaufenden
Ausbau dieser Infrastruktur, da immer mehr Daten übermittelt werden
müssen. Zugleich lässt Konzernchef
John Chambers Cisco immer stärker
als Dienste-Anbieter agieren. Der
Konzern betreibt eine weltweite
Cloud-Infrastruktur und bietet Software-Dienste sowie Sicherheits-Services an. Bei solchen Angeboten sind
die Margen zum Teil deutlich höher
als bei Hardware. Zudem greift der
angekündigte Abbau von 6000 Jobs.
Finanzzeitung
9
FINANZZEITUNG
Gewinn steigt, Aktie sinkt
MÄRKTE HEUTE
Donnerstag, 12.2.2015
Eurokurs
Commerzbank-Gewinn legt um 40 Prozent zu – Teurer Vergleich in den USA droht
Vortag: 1,1336 US-Dollar
1,1344 US$
1,140
1,135
1,130
13:00
0:00
Tops & Flops
Veränderung z. Vortagesschluss
HDax
+13,83 %
LPKF Laser
Bilfinger
+9,20 %
Stada
+7,71 %
MTU Aero
-2,54 %
Aixtron
-2,03 %
SMA Solar
-1,98 %
Indizes & Kennzahlen
Aktuell
FTSE 100
Nikkei
Vortag
6 831,74 Pkt. 6 818,17
17 979,72 Pkt. 17 652,68
E-Stoxx 50 3 417,73 Pkt. 3 374,14
Umlaufrendite 0,28 %
Brentöl
Gold
Handelsblatt
54,65 US$
NEWS AM ABEND
DONNERSTAG, 12. FEBRUAR 2015
0,28
54,23
1 223,65 US$ 1 219,02
Quelle: Bloomberg
BÖRSE AKTUELL
Die Einigung auf eine Waffenruhe in der Ukraine und
nicht abebbende Hoffnungen
auf eine kommende Lösung
für Griechenland haben den
deutschen Aktienmarkt beflügelt. Der Leitindex Dax lag
am späten Mittag gut 1,5 Prozent höher bei 10 917 Punkten. Vor allem bei Unternehmen mit starkem RusslandEngagement griffen Anleger
beherzt zu. So stieg der
MDax-Wert Stada um mehr
als sieben Prozent. Der Nebenwerte-Index erreichte –
ebenso wie der TecDax – ein
Rekordhoch.
„Der Dax erhält frischen
Rückenwind aus Minsk“, bestätigte Marktanalyst Gregor
Kuhn vom Wertpapierhändler IG. Beim Ukraine-Krisengipfel in der weißrussischen
Hauptstadt ist nach Angaben
von Kremlchef Wladimir Putin als auch der Bundesregierung eine Einigung über eine
Waffenruhe für das Kriegsgebiet Donbass erzielt worden. Zudem hat der Internationale Währungsfonds
(IWF) ein Milliarden-Hilfspaket für die Ukraine geschnürt.
dpa/rtr I Frankfurt Die Commerzbank
hat im vergangenen Jahr den Gewinn
deutlich gesteigert. Dank einer sehr viel
niedrigeren Vorsorge für mögliche Kreditausfälle stieg der operative Gewinn
um 40 Prozent auf 1,02 Milliarden Euro.
Der Überschuss kletterte auf 602 (Vorjahr: 81) Millionen Euro. Die Kernkapitalquote erhöhte sich auf 9,5 (9,0) Prozent. Trotz der Erfolge müssen die Commerzbank-Aktionäre weiter auf die erste Dividende seit der Finanzkrise warten. Den Überschuss stellt die Bank vollständig in die Gewinnrücklage ein, um
Kapitalpuffer zu stärken.
Der Aktienkurs der Commerzbank
sank trotz des Gewinnsprungs am Vormittag um gut ein Prozent, am späten
Mittag lag die Aktie trotz eines Dax-Plus
noch im Minus. Die Stimmung der Anleger dürfte vor allem trüben, dass der
Commerzbank ein sehr teurer Vergleich mit den US-Behörden wegen
mutmaßlicher Sanktionsverstöße und
Geldwäsche droht. Kurz vor Weihnachten war aus Finanzkreisen verlautet,
dass sich die Rechnung auf über eine
Milliarde Dollar belaufen könnte. Die
Commerzbank erhöhte bereits ihre
Rücklagen für Rechtsstreitigkeiten auf
1,4 Milliarden Euro – und das reicht
nach Einschätzung des Vorstands aller
Voraussicht nach nicht aus. Weitere
Rückstellungen könnten die abschließende Jahresbilanz 2014 belasten.
Die Commerzbank zahlt für 2014 keine
Dividende. Mit dem Überschuss soll der
Kapitalpuffer vergrößert werden.
dpa
Insgesamt zeigte sich Konzernchef
Martin Blessing heute bei der Vorlage
der vorläufigen Zahlen dennoch kämpferisch. Das Umfeld sei schwierig und
bliebe es auch. Gleichwohl sei die Commerzbank 2014 ein gutes Stück vorangekommen, ihre für Ende 2016 gesteckten Ziele etwa bei Profitabilität und
Kundenwachstum zu erreichen. Seit
dem Start der Offensive im Privatkundengeschäft Ende 2012 – unter anderem mit Investitionen in neue Filialen –
gewann die Bank in dem Segment unter dem Strich 532 000 Kunden. Bis Ende 2016 sollen es eine Million zusätzliche Kunden sein. Aktuell hat die Commerzbank inklusive ihrer Online-Tochter Comdirect in Deutschland rund 11,5
Millionen Privatkunden.
Etwa 94 000 Kunden haben sich
bis Jahresende mit der Forderung
nach Rückzahlung von Gebühren für
Kreditverträge bei der Bank gemeldet. Der Bundesgerichtshof (BGH)
hatte Ende Oktober entschieden, dass
Kunden auch nach Jahren noch unzulässige Gebühren zurückfordern können. Die Commerzbank betonte, sie
habe die Gebühren bereits 2012 geändert. Für die nun anhängigen Altfälle
wurden 75 Millionen Euro zurückgestellt.
Mit neuen digitalen Angeboten und
mehr Standorten für die Vermögensverwaltung will das Institut Boden gutmachen. „Wir planen, die Anzahl der
Wealth-Management-Standorte in einem ersten Schritt um über 50 Prozent
auf künftig 65 zu erhöhen“, sagte Privatkundenchef Martin Zielke. Zudem werde das Thema Digitalisierung vorangetrieben: „Unser Ziel ist die papierlose Filiale.“ Derzeit werde die digitale Unterschrift getestet.
Kommentar: Zwei Schritte vor, anderthalb zurück
C
ommerzbank-Chef Martin Blessing kommt voran – ein Stück
weit zumindest. Der Überschuss stieg 2014 von 81 Millionen auf
602 Millionen Euro. Dabei half, dass
die Commerzbank weniger Geld für
faule Kredite zur Seite legen musste,
außerdem macht sich der Umbau im
Privatkundengeschäft bezahlt und der
Abbau der Altlasten kommt voran.
Das sind Erfolge, keine Frage.
Doch die interne Mittelfristplanung
Blessings sah nach Informationen des
Handelsblatts für 2014 eigentlich einen
Konzernüberschuss von 1,3 Milliarden
Euro vor, mehr als doppelt so viel wie
das jetzt präsentierte Ergebnis. Die Lücke zeigt, dass die Ertragsschwäche
nach wie vor ein drängendes Problem
für die Bank ist. Dafür gibt es mehrere
Gründe: Die Niedrigzinsen treffen das
Geldhaus mit seinem traditionellen Geschäftsmodell hart. Hinzu kommt: Die
Mittelstandsbank hängt an der flauen
europäischen Konjunktur. Und in
Deutschland, wo die Wirtschaft noch
rund läuft, sitzen viele Mittelständler
auf so viel Geld, dass sie kaum Kredite
nachfragen.
Fünf Jahre nach der Teilverstaatlichung ist noch immer nicht klar, ob das
Geschäftsmodell der Commerzbank auf
Dauer tragfähig genug ist, um die Eigenständigkeit zu sichern, oder ob das
Geldhaus nicht doch zu einem Übernahmeziel wird.
Michael Maisch
Credit Suisse kündigt Kosteneinsparungen ein
rtr I Zürich Die massive Franken-Aufwertung und Strafzinsen der Notenbank zwingen
die Schweizer Großbank Credit Suisse zu Kosteneinsparungen. Mit einem Bündel
von Maßnahmen wie etwa
der Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland will Konzernchef Brady Dougan das
nach der UBS zweitgrößte
Schweizer Bankhaus auf Kurs
halten. Zudem stutzt er das
riskante Investmentbanking
weiter zurecht, um absehbare
schärfere Vorschriften der Regulatoren vorweg zu nehmen.
Das vergangene Jahr
schloss das Bankhaus besser
als von Experten erwartet ab.
Im vierten Quartal lag der
Reingewinn bei 921 Millionen
Franken (rund 878 Millionen
Euro). Credit Suisse schlug
sich im Investmentbanking
besser als die US-Rivalen. Im
Aktien- und Anleihenhandel
verbuchten die Schweizer
Einnahmen von über zwei
Milliarden Franken. Im
Schlussquartal 2013 hatten
Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Hypothekenpapieren zu einem Verlust von 476
Millionen Franken geführt.
Dougan zufolge würde der
starke Franken – ohne geeignete Gegenmaßnahmen –
Credit Suisse rund 300 Millionen Franken Vorsteuergewinn kosten. Mit Einsparungen von 275 Millionen Franken will er nun gegensteuern.
Unter anderem sollen weitere Arbeitsplätze in Niedriglohnländer verschoben werden.
Auszeit
10
AUSZEIT
Deutsches Trinkwasser
fast immer einwandfrei
Trinkwasser aus deutschen
Wasserwerken hat erneut die
Note „sehr gut“ bekommen.
Fast immer sei das Wasser
einwandfrei, teilte das Umweltbundesamt (UBA) heute
mit. Aus dem Bericht zur
Trinkwasserqualität geht hervor, dass 2011 bis 2013 nur in
Einzelfällen Grenzwerte
überschritten worden seien.
Til Schweiger versucht
sich als Modedesigner
Erfolgsregisseur Til Schweiger macht jetzt auch in Mode. Für eine Ebay-Kollektion
entwarf der Filmstar gemeinsam mit Model Eva Padberg
und Designerin Katja Will unter dem Namen Ce’Til Sommerlooks für Männer. Für die
Arbeit habe er seinen
Schrank ausgeräumt und bei
etwa 1000 Pullis und T-Shirts
geschaut, ob er sie gut finde,
teilte Schweiger mit.
Der einstige Golfstar
nimmt wegen seines
Formtiefs eine
unbegrenzte Auszeit.
dpa I Washington US-Golfprofi Tiger
Woods zieht sich wegen einer Formkrise
auf unbestimmte Zeit aus dem Turniergeschäft zurück. Diese Entscheidung gab
Woods, einst die Nummer Eins der GolfWelt, heute auf seiner Homepage bekannt. Woods leidet unter andauernden
Rückenbeschwerden.
Er hatte Anfang vergangener
Woche seine Lebenspartnerin
Lindsey Vonn zum Auftakt der alpinen Ski-WM in Beaver Creek als
Zuschauer unterstützt. Auch die RekordWeltcupsiegerin verfehlt bei der WM im
US-Bundesstaat Colorado bisher ihre gesteckten Gold-Ziele klar. Der 39-jährige
Woods und die 30-jährige Vonn hatten
2013 ihre Beziehung öffentlich gemacht.
Woods zieht die Konsequenz aus einer
Serie schlechter Ergebnisse. „Mein
Spiel, meine Ergebnisse sind für Turnier-Golf nicht akzeptabel“, begründete
er die Entscheidung. Er werde die Pause
nutzen, an seinem Spiel zu arbeiten.
Der Kalifornier hatte im Januar bei den
Phoenix Open mit 11 über Par die schlechteste Runde seiner Profi-Karriere gespielt.
Am vergangenen Donnerstag hatte er wegen Rückenschmerzen die erste Runde in
San Diego abgebrochen. Mit seinen Ergebnisse war Woods zuletzt aus den Top
60 der Golf-Weltrangliste gerutscht. „Ich
muss jetzt viel an meinem Spiel arbeiten“,
hieß es in der Erklärung weiter. „Mein
Spiel, meine Ergebnisse sind für TurnierGolf nicht hinnehmbar.“
Der 39-Jährige ließ den Zeitpunkt
für ein Comeback offen. Er werde
zurückkommen, „wenn ich denke,
dass ich bereit da-
für bin.“ Woods hat 79 PGA-Turniere sowie 14 Majors, die wichtigsten Turniere
der Profi-Tour, gewonnen. In der Weltrangliste ist er jedoch auf Position 62 abgerutscht. So schlecht war Woods zuletzt
1996 platziert.
Woods schrieb, er werde nun Zeit „mit
den Menschen verbringen, die wichtig für
mich sind“. Er fügte hinzu: „Ich hoffe sehr,
bald wieder spielen zu können.“
Tiger Woods: Die frühere Nummer eins der
Golf-Welt zählt mittlerweile nicht einmal
mehr zu den Top 60 der Weltrangliste. dpa
Stiftung Warentest muss E-Mail-Test korrigieren
dpa I Berlin Die Stiftung Warentest hat in einem Test von
E-Mail-Anbietern Fehler gemacht und den Verkauf des
Test-Heftes vorübergehend
eingestellt. Inzwischen haben die Tester eine korrigierte Version ihres Berichts veröffentlicht. Wer jetzt das Heft
vom Februar kauft oder bestellt, bekommt die Korrek-
tur beigelegt, sagte eine
Sprecherin heute. Auch die
digitalen Versionen in der
App und auf der WarentestWebseite seien berichtigt
worden.
Die Tester hatten Anbieter
von E-Mail-Diensten überprüft. Dabei hatten sie die
Möglichkeiten zum Verschlüsseln der Nachrichten
3 9
5
4
2
6 8
7 1
6 2
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3 4
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6
1
7
5
3
2
4
5 7 6
3
8 9
6
3
falsch dargestellt. „Wir haben
bei einem Anbieter eine etwas ungenaue Formulierung
gewählt, wie diese Verschlüsselung funktioniert“, sagte
die Sprecherin. Das erweckte
den Eindruck, dass E-Mails
bei dem Anbieter Mailbox.org automatisch besonders geschützt gespeichert
würden. Dabei müssen Nut-
zer noch einmal selbst aktiv
werden, um das Verschlüsselungsverfahren einzurichten.
Insbesondere der Mailanbieter Posteo hatte sich über
die Fehler der Tester beklagt.
Im Test sei die Anmeldung
in zwei Schritten beim Einloggen falsch beschrieben
worden, bemängelte die Firma aus Berlin.
JUST A MINUTE
Zahlenspiel für Kreuz- und Querdenker
Schwer
Mittel
SUDOKU
Tiger Woods gibt auf
8
2 3
5 7
1
2
Testen Sie Ihr Englisch!
„All right, I ___ up: I forgot to send you an e-mail
about the meeting.“
2
4
Anleitung: Füllen Sie die Matrix mit Zahlen von 1 bis 9. Jede Ziffer darf nur einmal in
jeder Spalte, Reihe und den 3x3-Feldern vorkommen. Doppelungen sind nicht erlaubt.
Die Lösungen zum Sudoku finden Sie in der nächsten Ausgabe des Handelsblatts.
a) make
b) hold
c) own
Antwort c): own up – etw. gestehen
Pilic wird Berater des
Davis-Cup-Teams
In Niki Pilic als Berater und
Michael Kohlmann als Teamchef hat der Deutsche Tennis
Bund eine neue Spitze für
das Davis-Cup-Team gefunden. Das bestätigte der VizePräsident des DTB , Dirk Hordorff, heute. „„Niki Pilic ist für
jedes Davis-Cup-Team der
Welt eine Bereicherung“, sagte Hordorff. Kohlmann wird
Nachfolger von Carsten Arriens, von dem sich der DTB
vor zehn Tagen auch wegen
des Streits um Spitzenspieler
Philipp Kohlschreiber getrennt hatte. Kohlmann fungierte bislang als Co-Trainer.
NEWS AM ABEND
DONNERSTAG, 12. FEBRUAR 2015
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www.business-spotlight.de/hb © Business Spotlight, Spotlight Verlag
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