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aktuelle Ausgabe 03/2015

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Ausgabe 3 | 12. Februar 2015
Inhalt
Ein Jahr Emir: Das Leiden geht weiter
2
Unsicherheit bleibt bestehen / Esma will Reportinganforderungen
verschärfen und ausweiten
Genau heute vor einem Jahr ist die Emir-Reportingpflicht in Kraft getreten.
Damals sorgte der „Big Bang“ für viel Missmut in Treasury-Abteilungen.
Inzwischen hat sich der Meldeprozess in den meisten großen und mittelgroßen Unternehmen zwar eingespielt. Der Weg zum automatisierten
Reporting war für viele Unternehmen jedoch zeitraubend und teuer. Und
es wird nicht besser: Die Esma hat gerade Vorschläge zu einer Ausweitung
und Verschärfung des Reportings vorgelegt.
4
6
Die DZ Bank will im Mittelstand wachsen
Firmenkundenchef Stefan Zeidler spricht über
die Zukunftspläne des genossenschaftlichen
Spitzeninstituts.
Neues FX-Hedging-Instrument
BNP Paribas und Berenberg kooperieren beim FX
Overlay Management. Besonders für Exporteure
könnte das Instrument interessant sein.
Aufmacher
Risiko Management
2
6
Ein Jahr Emir: Das Leiden geht weiter
Cash Management
3
Digitalisierung verändert
Zahlungsverkehr
Treasury-Berater: Konzerne könnten
Zahlungsverkehr komplett an Bank auslagern
Finanzen & Bilanzen
4
DZ Bank will im Mittelstand wachsen
5Top-Finanzierung
Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig schließt
Orderbuch für neuen Mini-Bond vorzeitig
5
Neuer LMA-Standard für Private
Placements
LMA entwickelt Standardformulare für
Privatplatzierungen nach englischem Recht
VNG verlängert Konsortialkredit
Alexander Fröhlich über die Refinanzierung
Software
8
Hanse Orga: Lösung für das Working
Capital Management
Asset Management
9
VNG verlängert Konsortialkredit
Alexander Fröhlich, Leiter Finanzen bei VNG,
über die Refinanzierung und Ausweitung des
syndizierten Kredits der Leipziger.
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Neues FX-Hedging-Instrument für
Treasurer
BNP Paribas und Berenberg kooperieren
beim FX Overlay Management
Personen & Positionen
7
7
Anleiherenditen unter Druck
Erste Unternehmensanleihe mit negativer
Rendite gehandelt
Erfahrungsaustausch für die
Finanzabteilung
Weitere Informationen und
Anmeldung unter
www.dertreasurer.de/events
24. März 2015, Frankfurt am Main
Veranstalter
Mitveranstalter
Aufmacher 2
a_Taiga/iStock/Thinkstock/Getty Images
Ausgabe 3 | 12. Februar 2015
Verloren im Datenwust: Bislang produziert das Emir-Reporting vor allem jede Menge unauswertbare Daten und viel Arbeit für Treasurer.
Ein Jahr Emir: Das Leiden geht weiter
Unsicherheit bleibt bestehen / Esma will Reportinganforderungen verschärfen und ausweiten
G
enau heute vor einem Jahr ist die EmirReportingpflicht in Kraft getreten. Damals
sorgte der Big Bang für viel Missmut in den
Treasury-Abteilungen. Inzwischen hat sich der Meldeprozess in den meisten Firmen zwar eingespielt
– auch deshalb, weil TMS-Anbieter ihre Systeme im
vergangenen Jahr angepasst haben. Der Weg zum
automatisierten Reporting war für viele Unternehmen allerdings zeitraubend und teuer. So hat die
Treasury-Abteilung eines MDax-Unternehmens
etwa 10 Prozent ihres Jahresbudgets in das EmirProjekt gesteckt: „Da kommt man gegenüber
dem CFO schnell unter Rechtfertigungsdruck“,
sagt ein Treasury-Mitarbeiter des Unternehmens,
der lieber anonym bleiben möchte.
Trotz hoher Investitionen kann von Routine
in Sachen Emir aber keine Rede sein. So gibt es
weiterhin einige Felder, bei denen Unternehmen
nicht wissen, wie sie korrekt zu befüllen sind, oder
für die die notwendigen Informationen fehlen. Ein
solches Problemfeld ist etwa der Unique Trade
Identifier (UTI): „Wer seine Trades nicht über elektronische Handelsplattformen abschließt, der ist in
der Regel darauf angewiesen, dass die Bank den
UTI rechtzeitig übermittelt“, sagt Christian Debus,
Treasury-Berater bei KPMG. Tut sie das nicht, kann
das Unternehmen entweder die Reporting-Deadline T+1 nicht einhalten – oder es muss zunächst
falsch melden und die Meldung zu einem späteren Zeitpunkt zurückziehen und eine korrekte
Meldung abschicken. Auch die Time-Stamp-Felder,
die angeben, wann der Trade abgeschlossen und
bestätigt wurde, bereiten Treasurern Kopfzerbrechen: „Wir greifen bei langfristigen FX-Sicherungen auf den Telefonhandel zurück, weil elektronische Plattformen nicht liquide genug sind“, erklärt
der Treasury-Mitarbeiter des MDax-Konzerns. Hier
lasse sich kaum eine sinnvolle, mit der Gegenpartei
abgestimmte Time Stamp ermitteln.
Treasury-Abteilungen melden Geschäfte daher häufig nach bestem Wissen und hoffen, dass
die Meldung bei den Transaktionsregistern ohne
Beanstandung durchgeht. In vielen Fällen sind
sie damit auch erfolgreich und dürften die derzeit
»»Die Komplexität des Emir-­
Reportings dürfte zunehmen.«
laufende Compliance-Prüfung der Wirtschaftsprüfer gut überstehen (vgl. DerTreasurer 24/2014). In
einem Unternehmen soll der Treasurer allerdings
schon vor den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates zitiert worden sein, um sich für einen aufgetretenen Mangel zu rechtfertigen.
Die Komplexität des Emir-Reportings dürfte
eher zu- als abnehmen: Die europäische Wertpapierregulierungsbehörde Esma hat gerade
Vorschläge zu einer Ausweitung des Reportings
vorgelegt. Sie will die Qualität der Meldungen
erhöhen, um den gesammelten Datenwust aus-
wertbar zu machen. Derzeit soll die sogenannte
Mismatch-Quote – also der Anteil der Meldungen, die sich der Meldung des jeweiligen Kontrahenten nicht zuordnen lassen – dem Vernehmen
nach hoch sein. Die beiden führenden Transaktionsregister DTCC und RegisTR ließen Nachfragen
zu ihren Quoten jedoch unbeantwortet.
Anders als die Esma sieht das Deutsche Aktieninstitut (DAI) den Schlüssel zur Erhöhung
der Matchingquote in der Reduktion statt in der
Ausweitung der Meldepflicht: „Der Detailgrad ist
viel zu hoch“, kritisiert Norbert Kuhn vom DAI.
„Der Regulator sollte sich fragen, welche Informationen er überhaupt benötigt.“ In einem noch
unveröffentlichten Statement, das DerTreasurer
vorliegt, schlägt das DAI vor, Felder zu streichen,
die keine relevanten Informationen enthalten.
Außerdem solle nur ein Kontrahent das Geschäft melden. Bislang können Unternehmen das
Emir-Reporting zwar an die Bank delegieren. Sie
müssen dennoch prüfen, ob diese die Transaktion
korrekt gemeldet hat. „Das sorgt bei vielen Unternehmen für Unsicherheit“, sagt Treasury-Berater
Debus. „Wir empfehlen, regelmäßig Informationen
von der Bank einzuholen und mit den eigenen
Daten abzugleichen, und dies auch in den Delegationsverträgen zu vereinbaren.“ Außerdem fordert das DAI, das Reporting von konzerninternen
Derivategeschäften abzuschaffen. „Bislang sehen
wir jedoch nicht den Willen, das Emir-Reporting
zu entschlacken“, sagt DAI-Experte Kuhn. Auf
Trea­surer könnte weitere Arbeit zukommen.deb
Cash Management 3
Ausgabe 3 | 12. Februar 2015
News
Digitalisierung verändert Zahlungsverkehr
Unternehmen nutzen
weniger Banken
Treasury-Berater: Konzerne könnten Zahlungsverkehr komplett an Bank auslagern
Swift baut Stamm­
datenplattform aus
Swift erweitert seine globale
Stammdatenplattform um die
zentrale Sammlung sowie das
Management nationaler und
regionaler Stammdaten. So
soll die Einhaltung regulatorischer Reporting-Vorschriften
erleichtert werden. 5.500
Finanzinstitute und 500 Corporates greifen nach Angaben
von Swift darauf zu.
B
BVA-Chef Francisco Gonzalez hat
eine düstere Prognose: Mehr als die
Hälfte der Banken weltweit werde wegen der digitalen Transformation vom
Markt verschwinden, sagte Gonzalez
vergangene Woche. Der Strategieberatung Bain zufolge gehören die Banken
zu den Branchen, denen in den kommenden zehn Jahren die größten Veränderungen durch die Digitalisierung
bevor stehen. Im Branchenvergleich
attestiert KPMG den Geldhäusern in
einer aktuellen Studie zwar einen guten Digitalisierungsfortschritt. In den
Kategorien digitale Geschäftsprozesse
und Innovationsfähigkeit schneiden
sie jedoch schlecht ab.
Im Zahlungsverkehr ist der Umbruch zurzeit am größten. Neue Anbieter wie die Start-Ups Traxpay und
Taulia, aber auch etablierte Player wie
American Express wollen Banken im
Firmenkundengeschäft den Rang ablaufen: Sie werben damit, Zahlungen
rund um die Uhr in Echtzeit gutschreiben zu können, und helfen so bei der
Working-Capital-Optimierung. Damit
treffen sie den Nerv der Treasurer,
meint Axel Goedecke von der Beratung Horváth & Partner bei FINANCETV: „Schon beim Kauf ist die Zahlung
garantiert, so dass direkt die Lieferung
angestoßen werden kann. Die Liqui-
Violetkaipa/iStock/Thinkstock/Getty Images
Europas Firmen haben die
Zahl ihrer Bankbeziehungen
reduziert. Das geht aus einer
Umfrage der US-Beratung
Greenwich unter rund 3.000
CFOs und Treasurern hervor.
Demnach nutzte das typische
Unternehmen ab 500 Mio.
Euro Umsatz 2005 noch
zwölf Banken (zwei bis drei
Kernbanken). 2014 lag die
Zahl nur noch bei zehn Banken und zwei Kernbanken.
Der digitale Wandel schafft neue Möglichkeiten.
dität steht sofort zur Verfügung, und
der gesamte Prozess kann vollautomatisiert ablaufen.“ Noch sind Treasurer
aber zurückhaltend gegenüber den
neuen Anbietern – aus Sicherheitsbedenken oder Veränderungsaversion.
Matthew Leavenworth, Innovationsspezialist für Payments bei der
Bank of America Merill Lynch, warnt
vor den Risiken: „Oft sieht es nur so
aus, als würden Echtzeitzahlungen
durchgeführt. Tatsächlich kann die
dahinter liegende Infrastruktur das gar
nicht darstellen.“ Nur wenn sowohl der
Zahlende als auch der Empfänger ein
Konto bei demselben Anbieter hätten,
sei eine Echtzeitüberweisung möglich.
„Das Unternehmen muss also darauf
vertrauen, dass die Zahlungsgarantie
des Anbieters standhält. Damit entsteht ein Kreditrisiko.“ Auch Leavenworth sieht die Banken in der Pflicht,
neue digitale Lösungen zu präsentieren: „Wir dürfen uns nicht auf die
Profite der Vergangenheit verlassen.“
Diese Message scheint angekommen zu sein: Die Commerzbank hat sich
an Traxpay beteiligt, die BBVA an Taulia,
um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Banken entwickeln auch eigene Ideen:
„Es gibt Planspiele, den Zahlungsverkehr für Konzerne komplett zu übernehmen“, sagt Berater Goedecke. Dabei gehe es um den gesamten Prozess
nach der Rechnungsfreigabe. „Bald
werden wir erste Tests sehen.“deb
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Finanzen & Bilanzen 4
Ausgabe 3 | 12. Februar 2015
News
DZ Bank will im großen Mittelstand wachsen
Wir Finanzierer ändern
Anleihebedingungen
Stefan Zeidler über die Zukunftspläne des genossenschaftlichen Spitzeninstituts
D
ie DZ Bank will den Anteil des Firmenkundengeschäfts jedes Jahr
um etwa einen Prozentpunkt steigern.
Das verriet Firmenkundenchef Stefan
Zeidler in einem Gespräch gegenüber
FINANCE, einer Schwesterpublikation
von DerTreasurer.
Gelingen soll das durch die Netzwerke der Eigentümer des Geldhauses,
die Volks- und Raiffeisenbanken. „Die
DZ Bank ist bei den Dax-Unternehmen
wegen ihres guten Ratings immer
stark gewesen. Bei diesen Multinationals können wir aber ehrlicherweise
nicht mit den globalen Investmentbanken mithalten“, sagt Zeidler. Die Bank
will deswegen die Wachstumsambitionen noch stärker als bisher auf den
deutschen Mittelstand im Bereich
zwischen 50 und 500 Millionen Euro
konzentrieren. Die Volks- und Raiffeisenbanken seien dort bereits jetzt
schon sehr erfolgreich.
Im Vergleich zu anderen Banken
sieht sich Zeidler aufgrund der Finanzkrise im Vorteil, da sich das Denken
insbesondere von Familienunterneh-
men verändert habe. „Heute steht die
Frage im Vordergrund, welche Bank
dauerhaft zu ihrer Strategie steht
und wer das garantiert“, erklärt der
51-Jährige. Produktseitig will sich die
DZ Bank
Die Wir Finanzierer Gruppe
senkt die Hürden für Teilnehmer der neuartigen KMUAnleihe. Diese neue Anleihe
soll kleinen Mittelständlern
gebündelt den Weg zum
Kapitalmarkt ermöglichen.
Mehr über das neue Finanzierungskonzept für Mittelständler finden Sie in der Ausgabe
8/2014 von DerTreasurer.
Um den Zugang für weitere
Unternehmen zu ermöglichen,
werden jetzt die Anforderungen bezüglich der möglichen
Sicherheitenstellung während
der Laufzeit der Anleihen
gesenkt. Dadurch soll das
Projekt auch für Leasing- und
Factoring-Unternehmen
erleichtert werden, die sich
über den KMU-Markt refinanzieren wollen. Nachdem die
Transaktion bereits für 2014
angekündigt war, soll die
KMU-Anleihen im Laufe dieses Jahres platziert werden.
DZ-Firmenkundenvorstand Stefan Zeidler
DZ Bank insbesondere mit den Themen
Zahlungsverkehr, Devisengeschäft und
Kreditvergabe positionieren. Daneben
sieht sie ihre Chance bei Spezialfinanzierungen wie Schuldscheinplatzierungen und der Verbriefung von
Handelsforderungen („Asset-Backed
Securities“).
Um sich Mittelständler zu sichern,
hat das Geldhaus bereits 2011 eine
Mittelstandsoffensive ausgerufen. Mit
den dadurch gewonnen Neukunden
erzielt die DZ Bank bereits 20 Prozent
der Erlöse. Geschäftskunden nähmen
laut Zeidler nicht nur Kredite bei der
Bank auf, sondern auch weitere Produkte in Anspruch. „Kunden sehen
uns nicht als taktische, sondern als
strategische Ergänzung“, sagt er. Dadurch sieht Zeidler sich und die DZ
Bank gegenüber anderen deutschen
Banken im Vorteil. Er fürchtet jedoch
zukünftige Gegenspieler aus dem Ausland. „Am meisten sorgen mich perspektivisch die chinesischen Banken,
die man bislang kaum sieht. Das wird
sich aber ändern, wenn die Sprachbarrieren fallen.“
Kontern will er neben fachlichen
auch mit zwischenmenschlichen Werten: „Ich glaube, dass das Firmenkundengeschäft viel mit Emotion und
Empathie zu tun hat. Wir bauen unsere Strategie nicht auf Produkte auf,
sondern auf Menschen.“baf/jae
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Finanzen & Bilanzen 5
Ausgabe 3 | 12. Februar 2015
News
Top-Finanzierung
Neue Gelder für
Mittelstand in Bayern
NZWL schließt Orderbuch für neuen Mini-Bond vorzeitig
Swisshippo/iStock/Thinkstock/Getty Images
Apple will Frankenmarkt anzapfen
Frankenanleihen wieder begehrt
Medienberichten zufolge
plant der US-Konzern Apple
eine neue Anleihe, die auf
Franken lauten soll. Der
Smartphone-Hersteller soll
Goldman Sachs und Credit
Suisse mit der Emission
beauftragt haben. Über
Laufzeit und Verzinsung sind
keine Details bekannt. Im derzeitgen Marktumfeld in der
Schweiz dürften die Kupons
extrem niedrig ausfallen.
Ferratum schafft den
IPO
Der Spezialist für Mikrokredite Ferratum Oyj hat den
Börsengang geschafft. Den
Ausgabepreis der Aktien für
die Erstnotierung hatte das
Unternehmen auf 17 Euro
festgesetzt. Die Preisspanne
lag zwischen 15 und 18 Euro.
Das finnische Unternehmen
ist die Muttergesellschaft des
deutschen Anleiheemittenten
Ferratum Capital Germany.
Die Aktie startete bei 17,50
Euro und stieg am Eröffnungstag auf über 18 Euro.
D
ie Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig
hat eine neue Anleihe über 25 Millionen Euro begeben. Der sechsjährige
Bond mit einem Kupon von 7,5 Prozent konnte bei den Investoren großes Interesse wecken. Nach nur einer
Stunde am ersten Zeichnungstag hat
der Getriebehersteller das Orderbuch
wegen deutlicher Überzeichnung bereits wieder geschlossen. Damit setzt
der Getriebehersteller ein positives
Zeichen am Mini-Bondmarkt, der in
der letzten Zeit unter schlechten Nachrichten gelitten hat. Die Einbeziehung
der Anleihen in den Freiverkehr der
Deutschen Börse war für den 17. Februar geplant, fand aber aufgrund der
schnellen Platzierung bereits einen Tag
nach dem vorzeitigen Ende der Zeichnungsfrist statt.
Bereits im Februar des vergangenen Jahres konnte NZWL eine Mittelstandsanleihe über 25 Millionen Euro
innerhalb einer Stunde platzieren.
Schon damals wurde die Emission
von Diacama als Financial Advisor und
Steubing als Sole Global Coordinator
und Bookrunner begleitet. Sogar der
Kupon der vorherigen Anleihe war der
gleiche, obwohl sich das Rating der
NZWL
Die LfA Bayern und der
Europäische Investitionsfonds
arbeiten enger zusammen,
um die Förderung des Mittelstands und von Start-Ups zu
verbessern. Die LfA Bayern
legt insgesamt 75 Mio. Euro
in einen Dachfonds des EIF.
Dieser Fonds soll mit EU-Mitteln und privaten Fonds etwa
375 Mio. Euro für Gründungen im Hightech-Bereich in
Bayern zur Verfügung stellen.
Weiterhin baut die LfA eine
Ausfallgarantie des EIF in ihre
Förderkredite ein, was die
Kreditvergabe an Mittelständler ohne große Rücklagen
erleichtern soll.
Die Neue ZWL setzt ein Zeichen für Mini-Bonds.
Leipziger verschlechtert hat. Im Januar
hat Creditreform das Unternehmensrating von BB- auf B+ herabgestuft.
Ein Grund ist die Verschlechterung
der Finanzkennzahlen durch die Aufnahme von neuen Schulden. Außerdem hat die Herabstufung auch damit
zu tun, wie die NZWL die neuen Mittel
verwenden will.
Rund 40 Prozent des Emissionserlöses wollen die Leipziger als Darlehen an das Schwesterunternehmen
NZWL International in China weiterreichen. Damit soll der dortige neue
Produktionsstandort erweitert und
das Working Capital einer Tochtergesellschaft finanziert werden. Nach
Einschätzungen von Creditreform entstehen dadurch neue Risiken für die
NZWL in ihrer Finanzierungsfunktion.
Weitere 45 Prozent des Erlöses will die
Gesellschaft für Investitionen an europäischen Standorten verwenden. Der
Getriebehersteller hält sich darüber 15
Prozent für anorganisches Wachstum
vor. Die Investitionen gehen in diesem Jahr also weiter. Ab 2016 sollen
erste Erträge daraus fließen, sagte
CEO Hubertus Bartsch im TV-Interview
gegenüber der Schwesterpublikation
FINANCE.ako
Neuer LMA-Standard für Private Placements
LMA entwickelt Standardformulare für Privatplatzierungen nach englischem Recht
D
ie Loan Market Association (LMA)
wagt sich an ein neues Feld.
Nachdem der Verband bereits einen
europäischen Standard für syndizierte
Kredite geschaffen hat, will er jetzt
auch die Privatplatzierung mit einem
ersten Schritt weiter erleichtern und
vereinheitlichen. „Wir wurden von
unseren Mitgliedern auf die Idee gebracht“, erläutert Amelia Slocombe,
die das Projekt für LMA geleitet hat.
„Die Marktteilnehmer haben ein großes Interesse an weiterer Standardisierung.“ Die International Capital
Market Association und der britische
Treasurer-Verband ACT haben das Vorhaben unterstützt. Außerdem gibt es
ein großes politisches Interesse, den
europäischen Markt für Privatplatzier­
ungen weiter auszubauen. Basierend
auf bereits bestehenden Kreditformularen, hat die LMA Vorlagen für ein
Private Placement nach englischem
Recht geschaffen. Die Dokumente
gehen von einer unbesicherten Transaktion eines Unternehmens mit quasi
Investmentgrade aus, lassen sich
aber laut LMA leicht adaptieren. Es
existiert eine Version für eine kredit-
ähnliche Transaktion ebenso wie für
die Emission von Wertpapieren. „Die
Dokumente sind leicht an die jeweiligen Bedürfnisse der Schuldner und
Investoren anzupassen. Wir haben
diese Form gewählt, weil sie am einfachsten zu replizieren ist“, sagt Slocombe. Sie hält die neuen Dokumente
auch für deutsche Treasurer für inter­
essant. „Auch wenn in Deutschland
der Schuldscheinmarkt sehr stark ist,
können auch deutsche Unternehmen
diese Möglichkeit nutzen, um sich eine
größere Investorenbasis zu erschließen.“ Gerade internationale Investoren könnten ein standardisiertes LMA-
Format bevorzugen, da sie mit dem
Aufbau der Formulare bereits vertraut
sind. Für deutsche Treasurer gibt es
die Möglichkeit, ein Private Placement
nach englischem Recht abzuschließen
oder aber auch die Dokumente auf
deutsches Recht von einer Anwaltskanzlei übertragen zu lassen. „Wir
sind sehr gespannt zu sehen, wie der
Markt die Dokumente letztlich nutzen
wird“, sagt Slocombe. Wenn ein großes Interesse besteht, kann sie sich
auch vorstellen, dass die LMA selbst
die Dokumente auf andere Jurisdiktionen überträgt, wie es bei den Kreditformularen bereits geschehen ist.ako
Finanzierungsticker
+++ RAG-Stiftung, Großaktionär von Evonik, platziert Umtauschanleihe über
500 Mio. Euro +++ Grand City Properties erhält von Moody’s das langfristige
Emittenten-Rating Baa2, Ausblick stabil +++ HelloFresh sammelt 100 Mio. Euro
von Investor Rocket Internet ein +++ Moody‘s verbessert Ausblick von Daimlers
A3-Rating zu positiv +++ Scope senkt Karlie-Rating von BB- auf B+ +++ CA
Immobilien Anlagen begibt Anleihe über 175 Mio. Euro +++ KfW und polnische
Förderbank BGK schließen Globaldarlehensvertrag über 100 Mio. Euro +++
Risiko Management 6
Ausgabe 3 | 12. Februar 2015
News
Neues FX-Hedging-Instrument für Treasurer
Venezuela gibt die
Währung frei
BNP Paribas und Berenberg kooperieren beim FX Overlay Management
Länderrisiken steigen
Die politischen Risiken werden sich in einigen Teilen der
Welt in diesem Jahr weiter
verschärfen. Das erwartet der
Industrieversicherungsmakler
Marsh. Als Gründe führt
Marsh neben den zahlreichen
geopolitischen Konflikten
auch die sinkenden Ölpreise
an. Neben der Ukraine und
Russland müssten Unternehmen auch Mexiko und
die Türkei verstärkt auf dem
Radar haben.
D
ass Wechselkursschwankungen
abgesichert werden sollten, ist
unstrittig. Doch wie können Treasurer
das Dilemma lösen, Risiken zwar abzusichern, gleichzeitig aber Chancen auf
Kursgewinne zu wahren? Die BNP Paribas und die Berenberg Bank bringen
dafür jetzt das sogenannte Currency
Overlay Management auf den Markt.
Das haben Vertreter der Banken exklusiv gegenüber DerTreasurer erklärt.
Das Instrument kombiniere die Vorteile von Optionen mit denen eines Termingeschäfts, erklärt Volker Anhäuser,
Leiter Zins- und FX-Derivate bei BNP
Paribas in Deutschland: „Exporteure
sollen die gesamte Chance einer weiteren Euro-Abwertung behalten, ohne
dafür eine Prämie zahlen zu müssen.“
Architekt des Tools ist die Berenberg
Bank, die anhand von fünf Modellen
die Trends an den Währungsmärkten
prognostiziert und Handlungsempfehlungen ableitet: Erkennt der Algorithmus einen steigenden US-Dollar,
sinkt der Sicherungsgrad, und Termingeschäfte werden aufgelöst. Beginnt
der Dollar an Wert zu verlieren, steigt
die Absicherungsquote, neue Kontrakte
werden abgeschlossen. An Berenberg
müssen Firmen dafür eine Management
Fee zahlen, die performanceorientiert
sein kann. BNP Paribas verdient an den
Mars58/iStock/Thinkstock/Getty Images
Kurswechsel in Venezuela:
Finanzminister Marco Torres
und Zentralbankchef Nelson
Merentes haben eine Lockerung des rigiden Devisenkontrollsystems angekündigt.
Noch diese Woche wollen sie
den Wechselkurs der Landeswährung Bolivar teilweise
freigeben. Der Bolivar dürfte
deutlich abwerten.
Treasurer müssen FX-Risiken gut managen.
Abschlüssen der Termingeschäfte.
„Insbesondere für Unternehmen,
die ihr FX-Risiko für mindestens zwölf
Monate im Voraus absichern und bei
denen Translationsrisiken in der Bilanz
eine wichtige Rolle spielen, kann diese
Strategie eine sinnvolle Ergänzung
des Währungsmanagements sein“,
sagt Tindaro Siragusano, Leiter Asset
Management bei Berenberg. Ein ähnliches Angebot stellen auch andere
Banken ihren Firmenkunden bereit.
Berenberg bietet diese Strategie
schon seit vielen Jahren für institutionelle Investoren an. Nun stößt sie laut
Siragusano auch vermehrt bei Corporates auf Interesse. Weil Berenberg jedoch die Größe im Kreditbereich fehlt,
um eine entsprechende Linie für den
Kontrahenten zu hinterlegen, hat die
Bank nun die Kooperation mit BNP
Paribas gesucht. „Wir haben die Expertise hinsichtlich der Modelle und
des Managements, BNP hat den Zugang zu den am Währungs-Overlay
interessierten Firmenkunden und tritt
als Kontrahent der Geschäfte auf“,
sagt Siragusano. BNP-Banker Anhäuser sieht noch einen zweiten Vorteil
dieser Arbeitsteilung: „Sie verhindert
Interessenskonflikte.“ Er vergleicht die
Rollen mit denen eines Arztes und eines Apothekers: „Berenberg stellt die
Diagnose, dass eine FX-Sicherung notwendig ist, und BNP Paribas stellt das
Devisentermingeschäft bereit.“ deb
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Personen & Positionen 7
Ausgabe 3 | 12. Februar 2015
News
Alexander Fröhlich, Leiter Finanzen bei VNG, über die Refinanzierung des Kredits
Alexander Fröhlich
ist seit 2006 für VNG
tätig. Er startete seine
Karriere als Vorstands­
assistent im kaufmännischen Ressort. Seit
Oktober 2014 ist er
Leiter Finanzen.
Uzin-Utz
Uzin-Utz-Finanzchef Thomas
Müllerschön
soll ab Januar
2016 der
neuer CEO
des Herstellers von
Bodenverlegesystemen
werden. Der 46-Jährige wird
bei dem Unternehmen die
Ressorts Unternehmensstrategie, Finanzen & Controlling,
Personal, IT & Recht, Organisation und Einkauf
übernehmen.
Joachim Fels wird zum
neuen Managing Director
und Global Economic Advisor
von Pimco. Er arbeitet künftig
im kalifornischen Newport
Beach und berichtet an den
Group Chief Investment
Officer Daniel Ivascyn. Zuletzt
war Fels Managing Director
und Chefökonom bei Morgan
Stanley in London.
Hamburg Trust
Aldert Lobik ist der neue
Leiter Finanzen der
Immobilienagentur
Hamburg
Trust. Der
42-jährige Niederländer
wechselt vom Emissionshaus
MPC Capital, wo er insgesamt 12 Jahre tätig war.
Unter anderem übernimmt er
die Bereiche Finanzen und
Controlling und wird als
Prokurist direkt an die Geschäftsführung berichten.
VNG
SMA Solar
Lydia Sommer, noch CFO
der SMA
Solar, scheidet Ende
Februar aus
dem Vorstand
der Niestetaler aus. CEO Pierre-Pascal
Urbon übernimmt ihre Aufgaben in den Bereichen Finanzen, Recht und Compliance.
SMA steht unter Druck: Der
Wechselrichterhersteller
produziert Verlust. Im Januar
war bekanntgeworden, dass
auch ein Kreditversicherer an
SMA zweifelt (siehe DerTreasurer 1/2015).
VNG verlängert Konsortialkredit
D
ie VNG – Verbundnetz Gas hat
ihren vor zwei Jahren über 1 Milliarde Euro begebenen Konsortialkredit knapp ein Jahr vor Laufzeitenende
refinanziert. Insgesamt beträgt der
Wert nun 1,3 Milliarden Euro. „Das
Gesamtkreditvolumen ist konstant
geblieben“, sagt Alexander Fröhlich,
seit Oktober 2014 Leiter Finanzen bei
der VNG. „Mit dieser Refinanzierung
ist es uns gelungen, unser gesamtes
bilaterales Finanzvolumen im Konsortialkredit unterzubringen. Jetzt haben
wir das gesamte Kreditliniengeschäft
gebündelt“, erklärt er weiter. Zusätzlich finanziert sich das Unternehmen
aus Schuldscheinen in Höhe von derzeit rund 275 Millionen Euro.
Für den Erdgasspezialisten aus
Leipzig war der 2013 begangene
Schritt zum Konsortialkredit Neuland
und hatte einen Großteil der bis zu
jenem Zeitpunkt genutzten bilatera-
len Kreditlinien abgelöst. Ein Grund,
warum das Unternehmen seine Finanzierung neu strukturierte, war das für
Energieunternehmen damals schwierige wirtschaftliche Umfeld. „Manch
ein Bankpartner wollte bei den Prolongationen von bilateralen Kreditlinien keinen zeitlichen Nachrang mehr
akzeptieren“, sagte Nico Klingler, Vorgänger Fröhlichs als Leiter Finanzen
und heutiger Bereichsleiter Finanzen/
Controlling, seinerzeit.
Die Erfahrungen mit dem für die
VNG neuen Instrument waren sehr
positiv. Mit der Refinanzierung untermauert das Unternehmen den Schritt,
den Konsortialkredit als Fundament
zur Finanzierung zu nutzen. „Der Konsortialvertrag ist für uns keine einfache
Back-up-Linie wie bei anderen Unternehmen. Wir nutzen den Kredit aktiv“,
erklärt Fröhlich. Daher habe sich VNG
auch dazu entschieden, die Refinan-
zierung frühzeitig zu sichern, was ihr
ein Jahr vor dem Ende der eigentlichen
Laufzeit auch gelungen ist.
Die Konditionen beschreibt das
Unternehmen als attraktiv. Details
möchte Fröhlich jedoch nicht nennen.
Er verrät nur, dass alle Margen bilateral mit den teilnehmenden Banken
verhandelt wurden und die Kondi­
tionen insgesamt günstiger waren als
2013. Federführend koordiniert wurde
die Transaktion von der Commerzbank
und der Deutschen Bank. Insgesamt
gehören dem Bankenkonsortium 14
Banken an, zwei mehr als noch vor
zwei Jahren. Ein Großteil der damaligen Partner war auch dieses Mal wieder dabei. Im Vorfeld der Transaktion
ging das VNG-Team auf jede Bank
einzeln zu. „Uns war es wichtig, die
genaue Position der Geldhäuser zu
erfahren. Daher haben wir zunächst
unverbindliche Angebote eingeholt“,
sagt Bereichsleiter Klingler. Dadurch
habe man auch besser sehen können,
wie die Partner das Unternehmen
einschätzen. „Wir konnten uns sehr
genau überlegen, mit wem wir kooperieren möchten.“
Der neue Kredit läuft nun über
fünf Jahre. Das Geld soll verwendet
werden, um sowohl Investitionen
als auch das operative Geschäft zu
finanzieren. Fröhlich ist vom Konsortialkredit überzeugt: „Wir haben die
Strukturen des Konsortialkredits in
den vergangenen zwei Jahren schätzen und lieben g­ elernt.“jae
AKTUELLE STELLENANGEBOTE
Mitarbeiter/in Trade-Finance/Treasury
Arbeitgeber:
SWARCO AG
Arbeitsstandort:Wattens
Jobkategorie: Banking und Finance Professionals
Bewerberlevel: Senior bevorzugt
Arbeitgeberinfo: SWARCO ist eine wachsende internationale Firmengruppe, die das komplette Programm an Produkten,
Systemen und Services für Verkehrssicherheit und Verkehrsmanagement in 70 Ländern weltweit liefert. Zum Stellenangebot
Bitte kontaktieren Sie sales@dertreasurer.de, um Stellenanzeigen zu schalten.
weitere Stellenangebote
Airbus Group: sucht Finance Manager (m/w) Treasury/
Working Capital in Bremen
Logwin: sucht Mitarbeiter Group Treasury (m/w) in
Luxemburg
Plath: sucht Controller/Treasurer (m/w) in Hamburg
BMW Group: sucht Spezialist Treasury (m/w) in München
Getreide: sucht Treasurer (m/w) in Hamburg
Software 8
Ausgabe 3 | 12. Februar 2015
Reval schließt mit
starkem vierten Quartal
Deutlich stärker als im
vergleichbaren Vorjahreszeitraum präsentierte sich das
vierte Quartal von Reval im
Geschäftsjahr 2014 . Nach
eigenen Angaben nutzen 63
Prozent mehr Unternehmen
die „all-in-one platform“ des
TMS-Anbieters. Reval hatte
sich im vergangenen November durch eine Privatplatzierung in Höhe von 20 Mio.
US-Dollar gestärkt.
DBANS werden in SAP
unterstützt
Ab jetzt bietet die Ementexx
eine direkte Unterstützung
von DBANs (Dynamic Bank
Account Number) in SAP an.
Während durch den Einsatz
des „DBAN Pay AddOn for
SAP“ der Prozess für ausgehende Zahlungen optimiert
wird, werden durch den „SAP
Connector“ forderungsbezogene DBANs unterstützt.
Hanse Orga: Lösung für das
Working Capital Management
Neues Modul FinanceSuite Working Capital Management
W
orking Capital Management nen auf der Basis aktueller Beleg- und
spielt für viele Unternehmen Transaktionsdaten tiefergehende Anaeine wichtige Rolle – besonders seit lysen erstellt werden, die insbesondere
den Erfahrungen der Finanzkrise. Seit im Debitoren- und Kreditorenmanageneuestem bietet Hanse Orga hierfür ment Verbesserungspotentiale aufdeein Modul an,
cken. Sie sollen
das
Analysen
Vergleiche zwierleichtern soll:
schen Unternehdie FinanceSuite
menseinheiten,
Working Capital
Branchen sowie
Management.
Produktgruppen
Nach Angaben
ermöglichen.
des Hamburger
Das
neue
Softwarehauses
Modul ist Teil
können Unterder sogenannnehmen damit Wie lange sind die Waren im Lager?
ten FinanceSuite,
erstmals
umdie in den SAPfassendere Kennzahlen automatisch Standard integriert ist. Dazu gehöauswerten und regelmäßige Analysen ren außerdem Cash- and Liquiditydurchführen, die über die bisher üb- Management, Payment- und Treasury
lichen reinen Stichtagsbetrachtungen Management, die je nach Bedarf mitvon Days Sales Outstanding (DSO) einander kombiniert werden können.
und Days Payable Outstanding (DPO) Neben den Lösungen für SAP haben
hinausgehen. Mit der FinanceSuite die Hamburger Non-ERP-Lösungen in
Working Capital Management kön- der Tochter Cogon gebündelt.red
Getty Images/Thinkstock/iStock
News
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Herausgeber: Boris Karkowski
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treasury executives 53° gmbh
Partner: Barclays Bank PLC, Litreca AG,
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FRANKFURT BUSINESS MEDIA GmbH, 2015.
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Asset Management 9
Ausgabe 3 | 12. Februar 2015
News
Anleiherenditen unter Druck
Neuer High-Yield-Laufzeitfonds
Erste Unternehmensanleihe mit negativer Rendite gehandelt
RMB-Anleihen als
Anlagealternative
Der Vermögensverwalter
Fidelity Worldwide Investment
sieht Renminbi-Anleihen bei
Investoren im Aufschwung.
Durch die Internationalisierung des Renminbi sieht
der Kapitalmarktstratege
Carsten Roemheld OffshoreRenminbi-Anleihen als
attraktive Alternative im
Fixed-Income-Bereich.
N
ach der Einführung der sogenannten Strafzinsen können Anleger
dem negativen Vorzeichen bei der
Geldanlage immer häufiger nicht entkommen. Der schweizerische Konzern
Nestlé hat mit einer Unternehmensanleihe für Schlagzeilen gesorgt, die mit
negativer Rendite gehandelt wurde.
Anleger sind inzwischen gezwungen­
ermaßen bereit, für ihre Geldanlage
draufzuzahlen. Könnte sich das Phänomen bald auch auf deutsche Emittenten ausweiten? „Es ist nicht auszuschließen, dass es auch in Deutschland
Unternehmensanleihen von Emittenten guter Bonität mit geringer Restlaufzeit geben wird, die eine negative
Rendite erbringen“, sagt Peter Welling
von Metzler Asset Management. „Das
wird aber eine Ausnahme bleiben“,
glaubt der Anleiheexperte. Eine Platzierung mit einer negativen Rendite
am Primärmarkt sei derzeit aber nicht
vorstellbar.
Das Zinsniveau wird aber auch
weiterhin unter starkem Druck stehen.
Der 1-Monats-Euribor war am Mon-
tag in den negativen Bereich gefallen,
möglicherweise könnten auch die anderen Sätze des Euribors nachgeben.
Das hätte vor allem Folgen für erstklassige variabel verzinste Anleihen,
deren Renditen ins Negative rutschen
chrispixe/iStock/Thinkstock/Getty Images
Der französische Vermögensverwalter Oddo hat einen
neuen Rentenlaufzeitfonds
auf den deutschen Markt
gebracht. Er soll im Dezember
2018 zurückgezahlt werden.
Der Fonds investiert in HighYield-Bonds, die maximal
sechs Monate nach dem
Rückzahlungstermin fällig
werden dürfen. Mindestens
die Hälfte der Papiere soll
europäisch sein.
Politik der EZB setzt den Bondmarkt unter Druck.
könnten. Auch der Libor notiert negativ. Die Politik der EZB setzt den Anlegern ebenfalls weiter zu. Mit dem
Beginn des QE-Programms werden die
Zinsen von Staatsanleihen noch stärker unter Druck geraten. „Durch diese
Maßnahme könnten auch die Renditen von Unternehmensanleihen weiter
fallen, da ihr Risikoaufschlag sich auf
das Zinsniveau der sicheren Staatsan-
leihen bezieht“, sagt Metzler-Experte
Welling. Dennoch ist der Anlagedruck
so groß, dass keine Abkehr der Investoren vom Bondmarkt zu erwarten ist.
Nach Angaben der Deka Investment
liegt das Volumen von Staatsanleihen
mit negativer Rendite in der Euro-Zone
bereits bei 1,4 Billionen Euro. Das bedeutet, dass auch viele in diesem Segment aktive Investoren sich im Markt
für Unternehmensanleihen nach Alternativen umsehen werden, da diese
im Vergleich immer noch eine höhere
Rendite bringen. Wer mit der Rendite
aus relativ risikolosen Investments in
Bonds von Top-Adressen nicht mehr
zufrieden ist, dem bleiben noch Papiere von weniger bonitätsstarken
Unternehmen. Versicherer und Pensionskassen, die diesen Schritt aufgrund
ihrer Anlagerichtlinien nicht gehen
können, klagen immer lauter über
den schleichenden Vermögensverlust.
Nach Informationen von DerTreasurer
weiten Treasurer ihre Anlagerisiken
aus und akzeptieren gezwungenermaßen ein höheres Risiko.ako
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3. CAS H
MANAGEMENT
CAMPU S
Austausch auf Augenhöhe
6. MAI 2015 – WOLKENBURG, KÖLN
Der Jahrestreff für Treasurer & Cash Manager
geht in die 3. Runde!
intensiver und interaktiver Austausch
inspirierende und praxisorientierte Vorträge
VERANSTALTER
spannende Diskussionen
Die Impulsthemen 2015:
PARTNER
China öffnet sich: die Renminbi-Liberalisierung nutzen
Niedrigzinsen: Wie Firmen ihr Cash jetzt anlegen können
Standardisierung im Zahlungsverkehr: der Siegeszug von ISO20022 XML
Geopolitische Risiken: Cash Management in schwierigen Märkten
 Programmauszug
Weitere Informationen und Anmeldung auf:
www.cash-management-campus.de
FÖRDERER
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