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Ausgabe 1 Feb - Lukasgemeinde Lampertheim

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lokales
Gemeindebrief der
Samstag, 14. Februar 2015
Vorstellung von Pfarrer Stefan Geil
Evangelischen
Lukasgemeinde
Viele kennen mich ja schon von
der wunderbaren Ordinationsfeier. Aber trotzdem möchte ich die
Gelegenheit nutzen mich noch
einmal im Gemeindebrief vor zu
stellen. Mein Name ist Stefan Geil
und ich bin in den nächsten vier
Jahren Pfarrvikar in der Lukasgemeinde in Lampertheim. Ich bin
33 Jahre alt und habe in Marburg
und Heidelberg studiert. Gemeinsam mit meiner Lebensgefährtin,
die ebenfalls Pfarrerin ist und unserem Bernersennenhund Heidi,
wohnen wir in Fischbachtal/ Niedernhausen – etwa 45 Minuten von
Lampertheim entfernt.
Ich liebe gutes Essen und koche
selbst sehr gerne. Außerdem bin
ich wohl das, was man eine Leseratte nennt. Habe ich nicht mindestens zehn Bücher zur Auswahl,
dann fühle ich mich unvollständig.
Ebenso verhält sich das bei mir
mit Filmen. Seit ich ein kleiner
Junge war und gelernt habe wie
man einen Videorekorder programmiert, war es um mich geschehen.
Es gibt da für mich kein Genre,
dass ich nicht mag. Das Medium
Film ist für mich etwas ganz Tolles: Es bringt mich zum lachen,
zum weinen und zum nachdenken. Das werden sie früher oder
später auch in meinen Predigten
bemerken, denn dort hat schon so
manche großartige Filmszene einen Platz gefunden. Diese Leidenschaft ist es, die mich in der Lukasgemeinde eine halbe Stelle bekleiden lässt. In der anderen Hälfte
der Zeit versuche ich meine Doktorarbeit über das „Böse im Film“
fort zu führen.
Ich komme gerade aus einem sogenannten Spezialvikariat, dass in
der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau alle Vikarinnen
und Vikare absolvieren müssen.
In diesem halben Jahr war ich in
der Gefängnisseelsorge und bei
der Frankfurter Polizei tätig und
habe dort vieles gesehen, gehört
und gelernt.
Ich gehe in den nächsten vier
Jahren mit Ihnen gemeinsam auf
die Reise. Und bin gespannt. Denn
eine Reise – egal wohin oder mit
wem – ist auch immer ein Abenteuer. Und so ein Unterfangen ist ris-
kant. Denn man riskiert, dass man
selbst auf der Reise jemand anderes wird. Aber das ist das Schöne
daran: Man weiß nicht was passieren wird. Ich denke auf dieser Reise wird es saftige grüne Wiesen,
aber auch finstere Täler geben.
Auch wenn das komisch klingt,
ich freue mich auf beides, denn
dadurch werde ich die Menschen
in der Lukasgemeinde kennen lernen und Ihre Geschichten werden
zu meinen Geschichten werden.
Ich freue mich auf Sie!
Ihr Stefan Geil, Pfarrvikar
Pfarrerteam wieder komplett
Monatsspruch Februar
Ich schäme mich des Evangeliums nicht: Es ist eine Kraft
Gottes, die jeden rettet, der glaubt.
Die „Schamgrenzen“ sind in
unserer Gesellschaft in den letzten Jahren rapide gesunken. Was
Menschen heute in Talkshows,
Dokusoaps oder im Internet in
Wort und Bild von sich preisgeben, war vor zwanzig Jahren noch
undenkbar.
Allzu oft schaden sich die Betroffenen durch ihre Freizügigkeit selbst. Nur für einen Bereich
gilt diese Offenherzigkeit nicht –
für den Glauben und die Religion.
Im Gegenteil. Die Tendenzen, alles Religiöse aus der öffentlichen
Wahrnehmung zu verdrängen,
nehmen beständig zu. Mit Folgen bis ins Private. Am Arbeitsplatz oder im Freundeskreis den
Glauben an das Evangelium zu bekennen, fällt vielen heute schwer.
Die Gründe dafür sind vielfältig:
Die Scheu, sich zu etwas zu bekennen, das nicht beweisbar ist –
in der heutigen Zeit eine verständ-
(Römer 1,16)
liche, aber unnötige Scheu. Oder
wird der Glaube im eigenen Leben
nicht als Kraft erfahren, die rettet
– das wäre schade.
Denn ich kann mich zum Evangelium bekennen, auch mit meinen Fragen und Zweifeln. Vielleicht nicht so plakativ wie der
Graffitisprayer in dem Cartoon, Das Bild zeigt Pfarrerin Sabine Sauerwein Vorsitzende des KV, Pfardoch das muss auch nicht sein. rer Stefan Geil, Hermann Schneibel stellvertr. Vorsitzender des KV.
Mein Bekenntnis darf leiser sein,
zurückhaltender, vielleicht gewinnt es gerade dadurch die Kraft,
andere zu überzeugen. Nur schämen darf ich mich meines Glaubens nicht; empfinde ich Scham
muss ich mich ernsthaft fragen,
warum. Und ich brauche mich
auch nicht zu schämen, mich gehalten und geborgen zu wissen,
geliebt und angenommen zu sein.
Im Gegenteil: Ich darf mich freuen, gerettet zu sein, und diese
Freude darf ich zeigen, darf ansteckend sein.
Der Kirchenvorstand der Lukasgemeinde freut sich, dass mit
dem Kommen von Pfarrer Stefan
Geil das Pfarrerteam wieder komplett ist.
Damit ist nach dem Weggang
von Pfarrer Mario Hesse-Keil eine
monatelange Vakanz zu Ende gegangen. Durch die Pröpstin von
Starkenburg, Pfarrerin Karin Held,
wurde Stefan Geil in einem Festgottesdienst ordiniert und feierlich in sein Amt als Gemeindepfarrer eingeführt. Beiträge der Dekanatskantorei Ried bereicherten den
Gottesdienst und machten ihn zu
einem festlichen Erlebnis. Auf einer gemeinsamen Rüstzeit werden
Pfarrerschaft und die Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher eine Bilanz der bisherigen Gemeindearbeit ziehen, Bedarfe und
Ziele definieren und zu gemeinsamen Absprachen kommen, wer
für welchen Arbeitsbereich in Zukunft zuständig sein wird.
Gemeindeversammlung der Lukasgemeinde
Glockenspende der
Gymnastikdamen
Zwanzig Kandidatinnen und Kandidaten der Kirchenvorstandswahl
Am Sonntag, den 26. April 2015,
findet im gesamten Kirchengebiet
der EKHN die Wahl der Kirchenvorstände statt. Die Amtsperiode
des Alten Kirchenvorstandes endet
mit der Amtseinführung des neugewählten Kirchenvorstandes am
Sonntag, den 06. September 2015.
Die Kirchenvorsteherinnen und
Kirchenvorsteher sind auf sechs
Jahre gewählt.
Zur Vorbereitung der Wahl beEs ist schon gute Tradition geworden und dennoch nicht selbstverständ- stimmt der Kirchenvorstand eilich. Zu Beginn des Jahres 2015 überreichte Frau Elke Bauer im Namen nen sog. Benennungsausschuss,
der Gymnastikdamen eine Glockenspende in Höhe von € 580,- €. Vie- dessen Aufgabe darin besteht, gelen herzlichen Dank für die großherzige Spende.
eignete Kandidatinnen und Kan-
didaten zu finden, die ihre Bereitschaft zur Wahl erklären und gerne im wichtigsten Leitungsorgan
der Kirchengemeinde mitarbeiten
wollen. Der Vorsitzende des Benennungsausschusses ist Herbert
Eichenauer, der dieses Amt schon
einige Male in seiner gewohnten
souveränen Art ausübte.
In der Gemeindeversammlung
am Sonntag, den 1. Februar, präsentierte Herbert Eichenauer den
zahlreich erschienen Gemeindegliedern den Wahlvorschlag, der
zwanzig Namen enthielt. Die Kandidatinnen und Kandidaten hat-
ten dann Gelegenheit sich der Gemeinde persönlich vorzustellen.
Die Gemeindeversammlung verzichtete auf das Recht weitere Kandidaten zu benennen.
Die Vorsitzende des KV, Pfarrerin Sabine Sauerwein, benutzte die
Gelegenheit vor der Gemeindeversammlung für weitere engagierte
Gemeindeglieder für die Flüchtlingsarbeit zu werben.
Wer ein wenig Zeit erübrigen
kann, der kann sich gerne in der
Lukasgemeinde für diese Aufgabe
melden, Telefonnummer 062062091
Film-Tipp
Lars und die
Frauen
Lars (Ryan Gosling) hat Probleme, das sieht man ihm deutlich an. Sein Bruder versucht
Lars jeden Abend zum Essen in
sein Haus ein zu laden, doch er
zieht es vor alleine in der Garage zu bleiben. Seine süße Kollegin möchte gerne mit ihm ausgehen, aber er beginnt sich zu
winden, als hätte er Schmerzen, wenn sie ihm zu nahe auf
die Pelle rückt. Lars hat Probleme mit der Nähe anderer Menschen.
Aber wie groß diese Probleme sind, dass merkt sein Umfeld erst, als er ihnen seine neue
Freundin vorstellt. Bianca ist
kein Mensch, sondern eine anatomisch korrekte Gummipuppe:
Ein Sexspielzeug. Aber das stört
Lars nicht, denn er behandelt sie
wie einen richtigen Menschen.
Was sich jetzt wie ein zotige
Klamotte anhört, ist ein zu Beginn brüllend komischer Film,
dessen leise Töne immer mehr
die Überhand gewinnen. Für
Lars ist Bianca keine Puppe,
sondern ein Mensch. Und das
ist trotz der absurden Komik
todernst. Die smarte Hausärztin
erkennt in dieser Wahnvorstellung Lars’ Versuch ein Trauma
zu bearbeiten. Und sie schlägt
der Familie und den Freunden
etwas Verblüffendes vor: Spielt
das Spiel mit!
Es ist schon zum Schreien komisch, wenn Lars mit Bianca interagiert. Aber es wird noch viel
besser, wenn die Dorfgemeinschaft - inklusive Dorfpfarrer geheime Treffen abhält und darüber diskutiert, wie sie alles dafür tun kann, Lars’ Freundin
wie einen richtigen Menschen
zu behandeln.
Plötzlich hat Bianca einen
Job als Model in der Boutique,
leistet den Kranken im Krankenhaus Gesellschaft und wird
zum Kirchenvorstandsmitglied
gewählt. Und dieses Verhalten
funktioniert. Lars beginnt auf
andere Menschen zu zu gehen.
Doch dann beginnt es zwischen
Lars und Bianca zu kriseln...
Dem Regisseur Greg Gillespie ist ein Geniestreich gelungen. Er nimmt uns mit hinein
in eine rührend schöne Tragikomödie in der eine Dorfgemeinschaft dargestellt wird, die unbedingt liebenswert ist. Die
Dorfbewohner gehen mit Lars
und seiner „Freundin“ so normal und liebevoll um, dass es einem warm ums Herz wird. Dabei geben die übrigen Dorfbewohner Lars’ Vorstellungen einen Platz in ihrer Lebenswelt.
Sie nehmen ihn als Menschen
ernst und üben Toleranz: An
ihm und dem, was ihm etwas
bedeutet.
Überhaupt kann man von
Lars und die Frauen eine ganze Menge lernen. Zum Beispiel
darüber wie man mit Menschen
umgeht, deren Vorstellungen
konträr zu den eigenen stehen.
In der Art und Weise wie die
Dorf bewohner mit Lars und
seiner Krankheit umgehen,
lässt sich der Vergleich zu Jesus Christus ziehen. Jesus hat
auch die Wahnsinnigen nicht
zum Teufel gejagt, sondern sie
wie richtige Menschen behandelt, wo andere sie mit ihrem
Hohn und ihrem Spott schon
zu leblosen Puppen gemacht
hatten.
Lars und die Frauen aus dem
Jahre 2007 ist ohne Altersbeschränkung freigeben.
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