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26.03.2015 Störfallvorsorge Aargau AVS, Chemiesicherheit

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Berufs ][ Bildung
eNewsletter 5 | 2013
Berufs ][ Bildung
ETTER
NEWSL IEREN:
ABONN
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Seite 2
>> Deutsch-Französische Azubigruppe
besucht die IHK Siegen
Seite 5
>> Berufskraftfahrer: Neuerungen
in der Fahrerlaubnisverordnung
Seite 8
>> Azubi-Intensivtraining zu BusinessFranzösisch und Unternehmenskultur
Seite 3
>> Burkhard Kringe verabschiedet
>> Buchungsportal zu Berufsfelderkundungstagen am Start
>> Ausweisung des DQR-Niveaus auf
IHK-Prüfungszeugnissen
>> Einladung zur Verleihung des
„VDI-IHK Oberstufenpreises 2013“
Seite 6
>> Fünf Landesbeste in Lemgo geehrt
Seite 4
>> Erstmals „Ausbilder mit
Zusatzqualifikation“ zertifiziert
>> Karrieremöglichkeiten mit Ausund Fortbildung
Seite 9
>> Zum guten Schluss
Die Sache mit dem Elefanten
>> Initiative Inklusion
Seite 7
>> Ausbildungs-Forum 2013
>> PAL-Infos
Liebe Leserin, lieber Leser,
Klaus Gräbener
erneut neigt sich ein Jahr dem Ende
entgegen. Gewöhnlich sind Jahreswechsel die Zeitpunkte, an denen
Bilanz gezogen und sich neu für die
zukünftigen Aufgaben „aufgestellt“
wird. Wo also steht die regionale
Berufsbildung am Ende des Jahres
2013?
Der Lehrstellenmarkt gab im laufenden Jahr leicht nach. Wir werden am Ende mit 2.270 oder 2.280
eingetragenen Verträgen immer
noch verhältnismäßig gut dastehen.
Dennoch sind die ersten Warnsignale bereits deutlich zu vernehmen.
Da ist zunächst die weit über Bedarf
ausgerichtete Ausbildungsleistung
der letzten Jahre. Hiervon haben
sich zumindest in der Industrie einige Unternehmen verabschiedet. Sie
senkten die Zahl der Einstellungen.
Angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten fühlt man sich in diesen
Betrieben offenbar besser beraten,
Industrie- und Handelskammer
Siegen
beim Rekrutieren von zukünftigen
Facharbeitern wieder etwas auf die
Bremse zu treten. Hinzu kommt die
immer sichtbarer werdende Tendenz zur Akademisierung von jungen Menschen. Der „doppelte Abiturjahrgang“ ging nahezu komplett
am regionalen Lehrstellenmarkt
vorbei. Überspitzt formuliert: „Gut
ist ausschließlich, was sich an den
Hochschulen abspielt.“
Diese beiden Tendenzen müssen
in der Tat Besorgnis auslösen. Professor Nida-Rümelin von der LMU
München wies in einem bemerkenswerten Aufsatz im Herbst in
der FAZ darauf hin, dass die deutschen Hochschulen nicht die ideale
Stätte der Berufsausbildung seien
und es auch durch ein bildungspolitisches Diktat nicht würden.
Wörtlich hieß es dort: „Die Zahl der
Studienanfänger hat sich in den
letzten 15 Jahren knapp verdop-
pelt. Wir sind auf dem besten Wege
nach Amerika. Die eine Hälfte will
studieren, die andere Hälfte nicht,
rund 20 % schaffen keinen Abschluss und sind in hohem Maße
von Arbeitslosigkeit bedroht. Das
muss zwangsläufig das so viel gelobte duale System zerstören. Denn
mit 30 % eines Jahrgangs lässt
sich die ganze Vielfalt von nichtakademischen Fachkräften nicht
mehr ausbilden.“
Man kann es auch anders formulieren: Je stärker junge Menschen
das hochschulische Studium der
betrieblichen Erstausbildung vorziehen, desto weniger junge Leute
werden dann nach Inhalten ausgebildet, die betriebliche Praktiker
definieren. Oder noch anders formuliert: Die Gefahr, dass in einem
solchen Fall am betrieblichen Bedarf vorbei qualifiziert wird, steigt
automatisch.
Berufsbild
Berufs ][ Bildung
eNewsletter 5 | 2013
Den Sachverhalt festzustellen,
reicht jedoch nicht. Es gilt, die
betriebliche Erstausbildung für die
jungen Menschen so attraktiv zu
gestalten, dass die in ihr liegenden
Chancen noch breiter wahrgenommen werden. Hierfür können unterschiedlichste Instrumente eingesetzt werden – Lob, attraktive
berufliche Perspektiven, leistungsgerechte Entgelte, Auslandsaufenthalte, Fachlehrgänge, betrieblicher
Stützunterricht, interessante in-
haltliche Projekte zwischen Betrieben und Berufskollegs, mit universitären Abschnitten verzahnte
betriebliche Berufsausbildungen
in Form dualer Studiengänge etc..
Jedes Unternehmen wird hier seinen eigenen Weg finden müssen.
Sollten Sie unseren Rat hierbei
benötigen, lassen Sie uns dies bitte
wissen. Gerne sind wir als IHK bereit, im neuen Jahr gemeinsam mit
Ihnen entsprechende Modelle zu
entwickeln.
Zuvor jedoch dürfen wir Ihnen eine
gesegnete Weihnachtszeit, einige
besinnliche Tage „zwischen den
Jahren“ sowie – privat wie beruflich – einen guten Start in das Jahr
2014 wünschen.
Freundliche Grüße
Klaus Gräbener
„Bienvenue à la Chambre de Commerce et d´Industrie“
Deutsch-Französische Azubigruppe besucht die IHK Siegen
als Praktikumsphase in heimischen
Ausbildungsbetrieben statt. Statt
Crème Brûlée zu kreieren können
sich die jungen Franzosen in dieser
Zeit beispielsweise in der Zubereitung eines typischen Siegerländer
Krüstchens üben oder tatkräftig im
Service unterstützen.
Das erfolgreiche
Projekt des Berufskollegs AHS, das
über das DeutschFranzösische Sekretariat finanziell
gefördert wird, geht
nun bereits in die
fünfte Runde.
Bereits zum wiederholten Mal
konnte Jutta Rathmann, Mobilitätsberaterin der Industrie- und
Handelskammer Siegen, Besuch
aus dem nordfranzösischen Amiens
in der IHK begrüßen. Die 10 jungen
Franzosen sind Schülerinnen und
Schüler der dortigen Hotelfachschule, des „Lycée la Hotoie“. Sie
verbringen insgesamt drei Wochen
in unserer Region im Rahmen eines
Austauschprogramms des Berufskollegs AHS des Kreises SiegenWittgenstein. Der Gegenbesuch
einer deutschen Auszubildendengruppe aus dem Gastgewerbe wird
im Frühjahr 2014 stattfinden. Das
erfolgreiche Projekt, das über das
Deutsch-Französische Sekretariat finanziell gefördert wird, geht
nun bereits in die 5. Runde. Der
Empfang der Schülergruppe in der
IHK war nur ein Teil des umfangreichen Programms, welches die
Gäste und ihre deutschen Partner
in der ersten Aufenthaltswoche
hier in Deutschland absolvierten.
Ausflüge in die nähere Umgebung
und nach Köln sowie ein Besuch
des Kreishauses und der Unimensa
waren weitere Programmpunkte.
Besonders viel Zeit war allerdings
für den Sprachkurs vorgesehen,
bei dem die jungen Franzosen und
Deutschen sich unter Anleitung
professioneller Sprachtrainer gegenseitig halfen, ihre Kenntnisse in
der jeweils anderen Sprache zu verbessern. Die zweite und dritte Woche des Austauschprogramms fand
Auf deutscher Seite beteiligten sich
folgende Betriebe durch die Entsendung und Aufnahme von Auszubildenden am diesjährigen Austauschprogramm: Cucina Service
Catering GmbH, St. Marienkrankenhaus, Best Western Park Hotel,
Restaurant Pfeffermühle, Internationaler Bund, Studentenwerk Siegen (alle Siegen), Fischrestaurant
Hans Kogge (Attendorn), Landhotel
Laarmann (Lennestadt) sowie Hotel
Schwermer (Kirchhundem).
Ansprechpartnerin
Jutta Rathmann
0271 / 3302-357
jutta.rathmann@siegen.ihk.de
Industrie- und Handelskammer
Siegen
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Berufsbild
Berufs ][ Bildung
eNewsletter 5 | 2013
Burkhard Kringe verabschiedet
In der Berufsbildungsabteilung der
IHK wird er auch heute noch überwiegend „Der Meister“ genannt.
Über Jahrzehnte hinweg verantwortete er schließlich die Industriemeisterprüfungen im IHK-
Bezirk. Und nun geht der Meister
von Bord. Burkhard Kringe wird
nach über 28jähriger Tätigkeit seinen Dienst zum Jahresende beenden. Grund genug, ihm auch an
dieser Stelle für seine engagierte, stets an der Sache orientierte
und tüchtige Mitarbeit von Herzen
Dank zu sagen. Nie machte er viel
Aufhebens um die Arbeit, die er
verrichtete. Er machte sie einfach.
Gründlich, verlässlich, stets mit offenem Ohr für die betrieblichen Belange. Vor allem aber auch planvoll.
Man konnte sich auf ihn verlassen.
Nicht nur aus diesem Grund wird er
uns fehlen. Für die hoffentlich noch
zahlreichen Jahre, die nun vor ihm
und seiner Ehefrau liegen, wünschen wir alles erdenklich Gute.
Damit auch zukünftig nicht nur bei
den Meistern die Weichen im Prüfungswesen richtig gestellt werden,
haben wir uns personell verstärkt.
Zugleich wurden die Aufgabenzuschnitte innerhalb des Geschäftsbereichs geändert. Die geänderte
Organisationsstruktur ist in der
nachfolgenden Übersicht zusammengefasst.
Organisationsstruktur
Ansprechpartner
Andreas Kurth
0271 / 3302-210
andreas.kurth@siegen.ihk.de
Einladung zur Verleihung des
„VDI-IHK Oberstufenpreises 2013“
Der VDI Siegener Bezirksverein und
die IHK Siegen verleihen in diesem
Jahr erstmals gemeinsam einen
„Oberstufenpreis für herausgehobene naturwissenschaftliche Problemlösungskompetenz“. Als Preisträger kommen Schülerinnen und
Schüler aller Gymnasien, Gesamtschulen und Berufskollegs in den
Kreisen Siegen-Wittgenstein und
Olpe in Betracht, die hervorragende
Facharbeiten / Projektarbeiten in
den Fächern Biologie, Physik, Chemie, Informatik, Mathematik oder
im berufsbezogenen Lernbereich
erstellt haben. Mit einem Preisgeld
in Höhe von 9.000 € werden fünf
Arbeiten in besonderer Weise ausgezeichnet.
Die Preisträger werden im Rahmen
einer Feierstunde am 17. Dezember
2013 um 17:00 Uhr im BernhardWeiss-Saal der IHK Siegen geehrt.
Das Rahmenprogramm gestaltet
die Science Show AG des Gymnasiums Stift Keppel aus Hilchenbach.
Die Schülerinnen und Schüler der
Arbeitsgruppe entführen Sie in die
faszinierende Welt der Naturwissenschaften und erklären Ihnen
die Experimente mit ihren eigenen
Worten. Lassen Sie sich überraschen!
Zu der Feierstunde mit anschließendem Stehempfang und Imbiss
laden wir Sie herzlich ein.
Ansprechpartner
Helmut Henrich
0271 / 3302-221
helmut.henrich@siegen.ihk.de
Industrie- und Handelskammer
Siegen
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Berufsbild
Berufs ][ Bildung
eNewsletter 5 | 2013
Erstmals „Ausbilder mit Zusatzqualifikation“ zertifiziert
mit der Akademie berufsbildungspolitisches Neuland betreten haben“, betonte Gräbener bei der
Aushändigung der Urkunden.
Das Foto zeigt
Klaus Gräbener,
Mario Weichhold,
Helmut Zacharias
und Karl-Otto Frank
(von links nach
rechts)
Helmut Zacharias vom Bad Berleburger Bildungszentrum Wittgenstein und Mario Weichhold von der
Egon Großhaus GmbH & Co. KG aus
Lennestadt sind die ersten „Ausbilder mit Zusatzqualifikation“, die
von der „Ausbilder-Akademie“ der
IHK Siegen zertifiziert wurden.
Karl-Otto Frank, der Vorsitzende
des Anerkennungsgremiums, überreichte gemeinsam mit IHK-Geschäftsführer Klaus Gräbener den
beiden Ausbildern jetzt ihre Urkunden. 13 weitere Ausbilder befinden
sich im Zertifizierungsverfahren.
Einige von ihnen bekommen die
Zertifikate ebenfalls in den nächsten Tagen ausgestellt. „Unsere
„Ausbilder-Akademie“ nimmt Fahrt
auf. 15 Antragsverfahren waren
unser Ziel im ersten Jahr. Das haben
wir erreicht. Wir sind mit diesem
Ergebnis sehr zufrieden, zumal wir
Die aus drei Stufen bestehende
Fortbildung schult die Ausbilderinnen und Ausbilder in den Bereichen
„Fachliche Qualifizierung“, „Kommunikation und Führung“ sowie
„Methoden der Ausbildung“ und
„Projektmanagement“ in einem
Gesamtumfang von insgesamt 400
Stunden. Helmut Zacharias bringt
die Vorteile des Konzepts auf den
Punkt: „Die „Ausbilder-Akademie“
gibt lediglich die Themengebiete vor,
nicht aber die konkreten Seminare.
Ich kann also genau die Fortbildungen besuchen, die ich für meine
tägliche Arbeit auch tatsächlich
benötige. Das Konzept ist ebenso
flexibel wie individuell“. Ausbildungsleiter Mario Weichhold nennt
einen weiteren Vorteil: „Stetige
Fortbildung ist in unserem Unternehmen selbstverständlich. Durch
die „Ausbilder-Akademie“ wird mir
jetzt erstmals die Möglichkeit gegeben, meine erworbenen Kompetenzen nachvollziehbar durch ein
IHK-Testat bescheinigen zu lassen“.
Im kommenden Jahr werden sich
weitere interessierte Ausbilderinnen und Ausbilder der Initiative
anschließen, sind sich die Verantwortlichen in der IHK Siegen sicher.
Die betriebliche Ausbildungsarbeit werde in den nächsten Jahren
deutlich an Stellenwert gewinnen.
Gut ausgebildeter Nachwuchs setze
hervorragend qualifizierte Ausbilder
voraus. Hierzu könne die Akademie
einen wichtigen Beitrag leisten.
Klaus Gräbener: „Wir setzen zudem
darauf, dass durch die zusätzliche
Nachfrage von der regionalen Bildungsbranche neue Angebotsformate entwickelt werden. Gelingt
dies, wird sich die Region auch
inhaltlich fortentwickeln, zumal die
Zertifizierung unabhängig von einzelnen Anbietern funktioniert.“
Nähere Informationen zur „Ausbilder-Akademie“ erhalten Sie unter
nachfolgendem Link:
ihk-ausbilder-akademie.com
Ansprechpartner
Andreas Kurth
0271 / 3302-210
andreas.kurth@siegen.ihk.de
Initiative Inklusion
Um die Arbeitslosigkeit von über
fünfzigjährigen (schwer-)behinderten Menschen weiter zu reduzieren,
können Unternehmen besondere
Fördermöglichkeiten aus der sog.
„Initiative Inklusion“ der Bundesregierung in Anspruch nehmen.
Neben der Förderung der Beschäftigung kann aus diesem Programm
auch die Schaffung von neuen
zusätzlichen Ausbildungsstellen für
schwerbehinderte Auszubildende
gefördert werden. Bei der Einstellung eines über fünfzigjährigen
(schwer-)behinderten Menschen
können aus der „Initiative Inklusion“
Einstellungsprämien zwischen
5.000 € und 10.000 € gezahlt werden. Die Höhe richtet sich nach
der Dauer der Befristung des Ver-
Industrie- und Handelskammer
Siegen
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Berufsbild
Berufs ][ Bildung
eNewsletter 5 | 2013
trages und dem Grad der Erfüllung
der Ausgleichsabgabe. Damit soll
neben den ggf. möglichen Eingliederungszuschüssen durch die
Arbeitsagentur und weitere Rehabilitationsträger ein zusätzlicher
Anreiz geschaffen werden, um diesen Personenkreis besonders zu
fördern. Weiterhin wird die Schaf-
fung neuer Ausbildungsplätze oder
deren erstmalige Besetzung mit
einem schwerbehinderten Auszubildenden mit bis zu 10.000 € aus
der „Initiative Inklusion“ gefördert.
Beratung zum Förderprogramm und
Unterstützung bei der Beantragung
erhalten Sie beim örtlichen Inte-
grationsfachdienst für die Kreise
Siegen–Wittgenstein und Olpe.
Ansprechpartner
Ralph Peya
0271 / 703252-61
r.peya@ifd-siegen-olpe.de
Berufskraftfahrer: Neuerungen bei Fahrerlaubnisverordnung
Das Mindestalter für den Erwerb
der Fahrerlaubnis der Klasse C, CE
wurde von 18 auf 21 Jahre angehoben. Auszubildende zum/zur
Berufskraftfahrer/in können die
Fahrerlaubnis der Klasse C, CE aber
weiterhin bereits mit 18 Jahren er-
werben, müssen jedoch ihre körperliche und geistige Eignung durch
ein medizinisch-psychologisches
Gutachten nachweisen. Zudem ist
bis zum Erreichen des Mindestalters
von 21 Jahren die Fahrerlaubnis mit
der Auflage versehen, dass von ihr
nur bei Fahrten im Inland und im
Rahmen des Ausbildungsverhältnisses Gebrauch gemacht werden
darf. Diese Auflage entfällt mit Erreichen des Mindestalters oder mit
Abschluss der Berufsausbildung.
Vor dem Hintergrund der mittlerweile gefestigten Rechtsprechung
zur Übernahme der Führerschein-
kosten bei den Berufskraftfahrer/
innen als Ausbildungskosten durch
den Ausbildungsbetrieb ist davon
auszugehen, dass auch die Kosten
der nunmehr notwendigerweise
durchzuführenden medizinischpsychologischen Untersuchung
durch den Ausbildungsbetrieb zu
tragen sind.
Ansprechpartner
Edgar Leber
0271 / 3302-203
edgar.leber@siegen.ihk.de
Buchungsportal zu Berufsfelderkundungstagen am Start
Im Rahmen des Landesvorhabens
„Kein Abschluss ohne Anschluss –
Übergang Schule-Beruf in NRW“
sollen alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 „Betriebsluft“ schnuppern, indem sie an 3
Tagen 3 verschiedene Berufsfelder
exemplarisch kennenlernen. Um
den organisatorischen Aufwand
für die beteiligten Unternehmen
und Schulen möglichst gering zu
halten, wurde ein online gestütztes
Buchungsportal eingerichtet. Ab
sofort können Sie als interessiertes
Unternehmen unter
bfe.karriere-sw.de/login.php
direkt Ihre Registrierung im Portal
vornehmen und Ihre Berufsfelderkundungsplätze zur Verfügung
stellen. Die Schulen können sich
hier ebenfalls registrieren und für
ihre Schülerinnen und Schüler die
passenden Plätze suchen und buchen. Über die Startseite des Portals
www.karriere-suedwestfalen.de
erhalten Sie weitere Hintergrundinformationen zum Thema Berufsfelderkundung.
Ansprechpartnerin
Hanni Leepile
0271 / 33314-60
h.leepile@siegen-wittgenstein.de
Ansprechpartnerin
Svenja Stahl
0271 / 33314-72
s.stahl@siegen-wittgenstein.de
Industrie- und Handelskammer
Siegen
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Berufsbild
Berufs ][ Bildung
eNewsletter 5 | 2013
Fünf Landesbeste in Lemgo geehrt
Eine junge Dame und vier junge
Herren aus Siegen-Wittgenstein
und Olpe gehören zu den erfolgreichsten Teilnehmern des diesjährigen IHK-Landesbestenwettbewerbs in der beruflichen Bildung.
Ernst-Michael Hasse, Präsident
der IHK Detmold, zeichnete die
fünf Nachwuchskräfte für die in
den Abschlussprüfungen gezeigten
Leistungen aus und überreichte
ihnen ihre Ehrenurkunden sowie
eigens zu diesem Zweck erstellte
Glastrophäen. In einer landesweit
durchgeführten Feierstunde in der
Lipperlandhalle in Lemgo betonte
er in seiner Laudatio vor rund 900
Gästen die besondere Leistungskraft der geehrten jungen Leute. Im
Jahre 2013 seien landesweit lediglich 250 von rund 77.000 Prüfungsteilnehmern der IHK-Abschlussprüfungen als Preisträger ausgewählt
worden. Hasse: „Nur 0,3 Prozent
aller Prüflinge in Nordrhein-Westfalen erhalten diese Auszeichnung.
Dies weist eindrucksvoll nach,
welche Leistungskraft Sie am Ende
Ihrer Lehrzeit entfaltet haben. Ich
zolle Ihnen meinen Respekt für Ihre
herausragenden Leistungen.“
Ansprechpartner
Klaus Gräbener
0271 / 3302-200
klaus.graebener@siegen.ihk.de
Die Veranstaltung in Lemgo verfolgten neben den erfolgreichen
Nachwuchskräften und deren Familien auch die Vertreter der jeweiligen Ausbildungsbetriebe und
Berufskollegs. Die Ehrungen waren
in ein umfangreiches Show-Programm eingebettet, das den Tag für
die Landesbesten zu einem unvergesslichen Erlebnis werden ließ.
Aus der Region wurden folgende
Nachwuchskräfte ausgezeichnet:
Ramona Weitz
Automobilkauffrau (97 Punkte), Hoppmann Autohaus GmbH, Siegen
Jörg-Martin Osthaus
Gießereimechaniker (95 Punkte), Gontermann-Peipers GmbH, Siegen
Daniel Gräb
Gießereiwerker (95 Punkte), Walzen Irle GmbH, Netphen
Marco Bender
Gießereiwerker (100 Punkte), Walzen Irle GmbH, Netphen
Fabian Burggraf
Verkaufshilfe (95 Punkte), Jugenddorf Olpe
Karrieremöglichkeiten mit Aus- und Fortbildung
Ein wesentlicher Pfeiler für den
unternehmerischen Erfolg ist eine
ausreichende Zahl qualifizierter
Fachkräfte, die einen aktuellen
Wissensstand haben und in der
Lage sind, dieses Wissen in die
komplexen Prozesse des Unternehmens einzubringen. Um diese notwendigen Fachkräfte zu gewinnen,
setzen Betriebe zunächst auf die
eigene Ausbildung. Die passgenau ausgebildete Fachkraft ist und
bleibt die Basis aller Qualifizierungsbemühungen eines Unterneh-
mens. Darüber hinaus ist auch die
Weiterbildung der Mitarbeiter von
Bedeutung, denn nur mit Hilfe einer strategischen Personalplanung
bzw. -entwicklung kann die Zukunftssicherung des Unternehmens
dauerhaft gewährleistet werden.
Die neue Broschüre „Karrieremöglichkeiten“ informiert über
die vielfältigen Ausbildungs- und
Aufstiegswege. Dargestellt werden exemplarische Karrierepfade
in ausgewählten Branchen. Unter
nachfolgendem Link können Sie
die Broschüre kostenfrei herunterladen:
Broschüre
Karrieremöglichkeiten
Ansprechpartner
Heiko Schilk
0271 / 3302-211
heiko.schilk@siegen.ihk.de
Industrie- und Handelskammer
Siegen
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Berufsbild
Berufs ][ Bildung
eNewsletter 5 | 2013
Ausbildungs-Forum 2013
Volles Haus beim
zweiten IHK-Ausbildungsforum in
der Siegerlandhalle.
Nach Vorträgen im
Plenum erörterten
250 Personal- und
Ausbildungsverantwortliche in
fünf Workshops
Themengebiete der
aktuellen Ausbildungssituation.
Über 250 Personal- und Ausbildungsverantwortliche aus SiegenWittgenstein und Olpe besuchten am 8. Oktober 2013 das 2.
Ausbildungs-Forum der IHK Siegen.
Gute Hinweise auf Möglichkeiten,
junge Leute zu erreichen, gab der
Impulsredner des Forums, Frank
Menzel, der sich mit den Vor- und
Nachteilen sozialer Netzwerke aus
Unternehmenssicht beschäftigte.
Er verdeutlichte zunächst, wie sehr
sich die heutige Generation der
Schüler und Auszubildenden von
der Generation der Ausbilder unterscheide: „Es gibt wenig Gemeinsamkeiten in der Mediennutzung
und in der kulturellen Ausrichtung.
Kinder und Jugendliche nutzen soziale Medien in einem Ausmaß, das
sich Personal- und Ausbildungs-
verantwortliche in den Unternehmen heute vielfach nicht vorstellen
können.“ Die Jugendlichen hätten
alle Zugriff auf einen Computer,
fast alle besäßen ein Handy oder
Smartphone, aber nur noch die
Hälfte der 12- bis 19-jährigen läse
regelmäßig die Tageszeitung. Dies
wirke sich grundlegend auch auf
das Marketing für die Ausbildungsstellen aus. In den Plattformen
im Internet würden mittlerweile
innerbetriebliche Angelegenheiten
bis hin zur Beurteilung des Betriebsklimas oder der Führungskultur öffentlich beurteilt. Dem könne
sich niemand mehr entziehen. Als
Unternehmen zu glauben, es beträfe einen nicht, wenn man nicht in
Internet-Foren unterwegs wäre, sei
ein gefährlicher Trugschluss. Wer
nicht Gefahr laufen wolle, unfair
bewertet zu werden, müsse sich im
Netz klar positionieren. Frank Menzel: „Sie müssen wissen, was läuft,
um es beeinflussen zu können.
Ein einfacher, kostengünstiger und
effektiver Weg besteht darin, die
eigenen Auszubildenden einzubinden und zu befragen.“ Diese seien
näher am Puls der Zeit. Die Unternehmen seien gut beraten, die
mit Facebook, Twitter und anderen
neuen sozialen Medien verbundenen Chancen nüchtern zu prüfen.
In fünf Workshops erörterten die
250 Personal- und Ausbildungsverantwortlichen dann, wie mit
schwierigen Auszubildenden umgegangen, auf welche Weise zusätzliche Motivation bei den Lehrlingen
geschaffen, wie neue Zielgruppen
für die betriebliche Ausbildung
erschlossen, durch welche Instrumente die Potentiale der jungen
Bewerber sinnvoll erkannt und auf
welchem Wege Streitigkeiten in
schwierigen Ausbildungssituationen geschlichtet werden können.
Die vollständigen Veranstaltungsunterlagen finden Sie unter nachfolgendem Link zum kostenfreien
Download.
Veranstaltungsunterlagen
Ansprechpartner
Andreas Kurth
0271 / 3302-210
andreas.kurth@siegen.ihk.de
PAL-Infos
Die Prüfungsaufgaben- und Lehrmittelentwicklungsstelle (PAL)
veröffentlicht in unregelmäßigen
Abständen für ausgewählte Ausbildungsberufe die sogenannten
„Informationen für die Praxis“. Diese berichten in kurzer Form über
wesentliche Neuigkeiten und Veränderungen in einzelnen Ausbil-
dungsordnungen und erläutern die
Prüfungsstrukturen und –inhalte.
Über nachstehenden Link können
Sie die neuesten „Informationen
für die Praxis“ kostenfrei herunterladen.
Ansprechpartnerin
Silvia Otto
0271 / 3302-220
silvia.otto@siegen.ihk.de
PAL-Infos Mechatroniker
Industrie- und Handelskammer
Siegen
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Berufsbild
Berufs ][ Bildung
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Parlez-vous français?
Azubi-Intensivtraining zu Business-Französisch
und Unternehmenskultur
Die Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer in Paris
bietet im nächsten Herbst ein Intensivtraining für kaufmännische
Auszubildende an. Das Programm
ist vom 12. Oktober bis zum 1.
November 2014 geplant. Ziel der
Fortbildung ist neben einer Vertiefung der Sprachkenntnisse die
Vermittlung eines fundierten Wissens über die französische Unternehmenskultur, Wirtschaft und
Gesellschaft. Durch Rollenspiele,
Verkaufsgespräche und Exkursionen erweitern die Teilnehmenden
ihre interkulturellen Kompetenzen
und üben, im Alltag und geschäftlich schriftlich und mündlich pro-
fessionell zu kommunizieren. Die
Unterrichtssprache ist Französisch;
für eine erfolgreiche Teilnahme
sind gute Französischkenntnisse
(Niveau B1 des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen) erforderlich. Die Kursgebühr für den
Intensivkurs, die Exkursionen und
Kursmaterialien beträgt 1100 Euro.
Auf Wunsch kann die Unterkunft
in einer französischen Gastfamilie vermittelt werden (Kosten: ca.
750 bis 850 Euro). Im Rahmen des
Kurses erfolgt eine Prüfung für
den Erwerb des Weiterbildungszertifikats „Wirtschafts- und Unternehmenskultur in Frankreich“.
Eine Förderung der Reise- und Auf-
enthaltskosten über das Leonardo
da Vinci-Programm Transdual der
Sequa gGmbH ist möglich. Für ein
ähnliches Programm (allerdings
ohne Zertifikatserwerb) im Frühling (6. April bis 26. April 2014)
sind ebenfalls noch einige Plätze
verfügbar. Bei Interesse wenden
Sie sich bitte an die Mobilitätsberatung der IHK Siegen.
Ansprechpartnerin
Jutta Rathmann
0271 / 3302-357
jutta.rathmann@siegen.ihk.de
Ausweisung des DQR-Niveaus auf
IHK-Prüfungszeugnissen
Im Mai 2013 unterzeichneten Bund
und Länder den gemeinsamen Beschluss zur Einführung des Deutschen Qualifikationsrahmens für
lebenslanges Lernen (DQR). Ziel
des DQR ist es, als bildungsbereichsübergreifender Referenzrahmen die Gleichwertigkeiten und
Unterschiede von Qualifikationen
transparenter zu machen. Dadurch
soll die innereuropäische Mobilität
von Lernenden und Beschäftigten gefördert und die Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Bildungsbereichen verbessert
werden. Der Hauptausschuss des
Bundesinstituts für Berufsbildung
hat inzwischen eine Empfehlung
zur Formulierung des Hinweises
zur Ausweisung des DQR-Niveaus
auf Zeugnissen nach BBiG/HwO
herausgegeben. Damit wird ab dem
01.01.2014 auf Zeugnissen der beruflichen Erstausbildung, die vom
DQR erfasst sind, das DQR-Niveau
angegeben.
Bestätigung erhalten, auf welchem
DQR-/EQR-Niveau ihr Abschluss
nunmehr verortet ist.
Ein Informationsblatt zum Deutschen Qualifikationsrahmen für
lebenslanges Lernen (DQR) finden
Sie unter nachfolgendem Link:
Informationsblatt DQR
Für die bundeseinheitlichen Fortbildungsprüfungen ist die Einführung für den 01.03.2014 vorgesehen. Prüfungsteilnehmer, die ihren
Abschluss bereits vor Inkrafttreten
des DQR am 01.05.2013 erworben
haben, können keine nachträgliche
Ansprechpartner
Jürgen Halbe
0271 / 3302-218
juergen.halbe@siegen.ihk.de
Industrie- und Handelskammer
Siegen
8
Berufsbild
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Zum guten Schluss
Die Sache mit dem Elefanten
Im Frühjahr 2011 erkannte die
Landesregierung das Fachkräfteproblem. Schließlich stieg die Beschäftigung, während sich die Arbeitslosenquoten auf Niedrigstwerte zu bewegten und perspektivisch
die Zahl der Schulabgänger nichts
Gutes ahnen ließ. Öffentlichkeitswirksam legte Arbeitsminister
Guntram Schneider im Sommer
2011 daher ein 50 Mio. € schweres
Programm auf. Ein großer Wurf
wurde angekündigt, der Größe des
Problems angemessen und überwiegend finanziert aus EU-Töpfen.
Die Regionen im Lande sollten zu
kreativen Ideen motiviert werden,
wie man fachlich versiertes Personal ausbilden, qualifizieren und
auch in den Unternehmen halten
kann. 50 Millionen € in drei Jahren – eine stattliche Summe, deren
Verausgabung der Minister an zwei
Bedingungen band.
Zunächst wurden die Regionen verpflichtet, gemeinschaftlich eine
Fachkräftestrategie zu entwickeln.
Aus dieser Strategie sollten dann
konkrete Projektideen abgeleitet,
ausformuliert und umgesetzt werden. Man nannte es auf Landesebene „dezentrale Arbeitsmarktpolitik“,
obwohl es von Anbeginn an bereits
ein wenig an den berühmten „goldenen Zügel“ erinnerte.
Doch störte das die Akteure in Siegen-Wittgenstein und Olpe nicht.
Sie legten bereits im Herbst 2011
ihre „Regionale Fachkräftestrategie
2012ff“ vor – zwischen allen Institutionen abgestimmt, mit politischen Leitlinien versehen und mit
27 Projektvorschlägen bestückt. Die
Vertreter des Landes zeigten sich
beeindruckt. Öffentlich bekundeten
sie, die „Fachkräftestrategie“ sei
ebenso schnell wie gründlich erarbeitet worden, einfach beispielhaft.
Kein Wunder, dass die Region sofort
dazu aufgefordert wurde, ihre Projektvorschläge rasch zu konkretisieren und einzureichen, damit man
Anfang 2012 loslegen könne. Das
taten in Siegen-Wittgenstein und
Olpe denn auch viele. Mit bemerkenswertem Ergebnis.
Nach knapp zweijähriger Projektförderung sind von den 50 Mio. €
genau 25.000 € in Siegen-Wittgenstein und Olpe angekommen –
0.05 % der ausgelobten Mittel also.
Ein einziges Projektvorhaben kam
durch. Alle anderen entwickelten
Ideen verloren sich im Dickicht der
Arnsberger, der Düsseldorfer und
der Brüsseler Bürokratie. Da waren
die Projektentwickler im Ruhrgebiet
offenbar wesentlich kreativer als die
konzeptionell angeblich so pfiffigen
Südwestfalen. Aber so ist das wohl
mit der Förderpolitik des Landes. Im
Schwerpunkt werden die Mittel in
den Ballungsräumen gebunden. Zukünftig dann auch noch finanziert
aus der so genannten Abundanzumlage, mit der sparsame Kommunen in der Fläche die defizitären
Haushalte im Ruhrgebiet unterstützen dürfen, liebevoll mittlerweile
auch „Kommunal-Soli“ genannt.
Man ist fast geneigt, aus SiegenWittgenstein oder Olpe heraus eine
projektbezogene Abundanzumlage
oder einen „Projekt-Soli“ zu fordern.
Dann hätten die notleidenden Revierstädte von ihren fetten Projekteinnahmen zumindest Teile in die
diesbezüglich darbenden Regionen
Südwestfalens zu transferieren.
Doch sollte man sich durch solch
sarkastische Vorschläge nicht von
der eigentlichen Botschaft ablenken
lassen. Beim Fachkräfteprogramm
kreißte das Land wie ein Elefant –
und gebar in unserer Region noch
nicht einmal ein Mäuschen.
Klaus Gräbener
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Bildung
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