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Gemeindebrief - Martinsgemeinde Angermünde

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Gemeindebrief
Februar 2015
Evangelisch-Lutherische Martinsgemeinde Angermünde
Mehr
als Honig
dem Gaumen
schmeckt,
schmeckt mir,
Herr, deine Rede.
Psalm 119,103
Am Sonntag Sexagesimä (8. Februar) geht es um die Wirkung von Gottes Wort.
Leben Grund und Halt,
Ziel und Richtung gibt.
Mehr als Honig
Dann schmeckt es vieldem Gaumen schmeckt,
leicht erst einmal so wie
Schwarzbrot. Weil eben
schmeckt mir, Herr,
ganz wesentliche Fragen
deine Rede.
geklärt werden: Wie sieht
mein
Leben vor Gott aus?
Psalm 119,103
Manches wird von der
Rede Gottes auch unverständlich bleiben, weil
eben auch der unverfügbare Gott mit
Liebe Freunde und Glieder
mir spricht. Mein Lebens- und Erder Martinsgemeinde Angermünde!
fahrungshorizont wird den unLiebe Leserin, lieber Leser!
fassbaren Gott nicht fassen können.
Das sind sie die kleinen Leckereien: Um so wichtiger, schöner, süßer,
Gummibärchen weich und süß und basaler ist es, dass dieses Wort
bunt. Herrlich anzuschauen und Fleisch geworden, Mensch genoch leckerer zu essen. Und noch worden ist in Jesus Christus. Und
viel lieber und süßer und ein- dieser Jesus bringt uns die ganze
schmeichelnder ist dem Psalmbeter Liebe des Vaters. Und er lässt nichts
die Rede unseres Gottes. Eigentlich aus. Gott ist der himmlische Vater,
wollen wir ihm ja recht geben. der Ausschau hält nach seinen
Gottes Wort ist spannend und schön verlorenen Kindern. Und er lädt sie
und hält und trägt durch Zeit und ein zur Feier des Lebens.
Ewigkeit. Gegen eine Süßigkeit ist Wie ist das nun aber mit den Durstaber auch nichts einzuwenden.
strecken? Wie ist das, wenn ich nicht
Das faszinierende an den Psalmen ist
ja, dass wir uns dort wiederfinden
mit unseren auch negativen Gefühlen wie Hass oder Rache, und
ebenso mit Trost und Vertrauen, Lob
und Dank. Indem Gottes Wort mich
anspricht, erfahre ich etwas von mir
selbst. Durch den Kenner meines
Lebens, meinen Schöpfer und Erhalter, erfahre ich, was meinem
mehr kann? Was soll dann an der
Rede Gottes so süß und lecker sein?
.Nachdem Jesus 40 Tage in der
Wüste gefastet hatte, hat er Hunger.
Und der Versucher rät ihm: „Bist du
Gottes Sohn, so sprich, dass diese
Steine Brot werden.“ Dieses Wunder
würde das Hungerproblem lösen.
Ein zutiefst menschliches Bedürfnis
wäre befriedigt. Doch Jesus lässt
sich nicht darauf ein, sondern antwortet: „Der Mensch lebt nicht vom
Brot allein, sondern von einem jeden
Wort, das aus dem Mund Gottes
geht“ (Matthäusevangelium Kapitel
4, Vers 4). Wir Menschen wissen: Es
reicht nicht, satt zu sein. Und von zuviel Süßigkeiten bekommt man
Bauchschmerzen und schlechte Zähne. Der Körper will versorgt werden.
Und er braucht hin und wieder auch
den Genuss, das Fest, das Gummibärchen, das den Alltag versüßt.
Doch noch viel wichtiger, existenzieller, lebensnotwendiger ist das
Wort unseres Gottes. Denn dieses
Wort, dieser Christus reißt uns heraus aus Not und Gefahr, aus Krankheit und Tod, und schenkt uns das
ewige Leben. Vor dem Abendmahl
kann man beten: „Sprich nur ein
Wort, so wird meine Seele gesund.“
Gottes Wort schafft eine andere, eine
neue, eine heilende Wirklichkeit.
Durch Gottes Wort beginnt unser
Leben zu blühen. Denn dieses Wort
reißt uns heraus aus der Not, aus dem
Versagen, aus der Hoffnungslosigkeit. Es spricht uns zu: „Dir sind
deine Sünden vergeben.“
Wir sind und bleiben heute herausgefordert, auf die Not, die Menschen
getroffen hat, angemessen, mitmenschlich, liebevoll zu reagieren.
Es bleibt die kirchliche und gesellschaftliche Aufgabe, Menschen in
Not zu helfen, sie nicht hungern zu
lassen, ihnen Zuflucht und Obdach
zu gewähren. Und ebenso wollen wir
das gute Wort, süße Wort unseres
Gottes nicht verschweigen. Dieser
Gott ist selbst Mensch geworden. Er
weiß, was Hunger und Durst, Flucht
und Vertreibung, Folter und Tod
heißt. Christus hat es durchlitten,
und er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen.
Ich wünsche uns, dass wir weiterhin
Menschen das Nötigste an Nahrung
und Herberge geben und ebenso das
schmackhafte, das süße Wort des Lebens sagen, das etwas von menschlicher Nähe und göttlicher Liebe
durchscheinen lässt.
Herzlich grüßt
Ihr /Euer Pastor
Kirsten Burghard Schröter
•••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••
Termine Angermünde
So 01. 02.
Mo 02. 02.
Sa 07. 02.
So 08. 02.
Do 12. 02.
Sa 14. 02.
So 15. 02.
Do 19. 02.
So 22. 02.
Do 26. 02.
So 01. 03.
So 08. 03.
So 15. 03.
So 22. 03.
Septuagesimä
AN 10.00: Gottesdienst mit Lektor
Ferien-Anfang
Ferien-Ende
Sexagesimä
FR 10.00: Gottesdienst mit Beichte und Abendmahl
(Pastor Krieser)
BI 14.00: Gottesdienst mit Beichte und Abendmahl
(Pastor Schröter)
AN 19.00: Kirchenvorstandssitzung Wasserstr. 7
BI 10.00: Unterricht Bahnhofstr. 145
Estomihi
AN 10.00: Gottesdienst mit Abendmahl (Pastor Schröter)
anschl. Gemeindeversammlung
FR 19.30: Bibelstunde Dorfstr. 39
Invokavit
BI 14.00: Gottesdienst mit Beichte und Abendmahl
(Pastor Krieser)
FR 15.00: Gottesdienst mit Beichte und Abendmahl
(Pastor Schröter)
AN 16.00: Seniorenkreis Wasserstr. 7
Reminiszere
AN 10.00: Gottesdienst mit Beichte und Abendmahl
(Pastor Schröter)
Okuli
FR 10.00: Gottesdienst mit Beichte und Abendmahl
(Pastor Krieser) Kollekte: Luth. Theologische Hochschule
BI 14.00: Gottesdienst mit Beichte und Abendmahl
(Pastor Schröter)
Lätare
AN 10.00: Gottesdienst mit Lektor
Judika
BI 14.00: Gottesdienst mit Beichte und Abendmahl
(Pastor Krieser)
FR 15.00: Gottesdienst mit Beichte und Abendmahl
(Pastor Schröter)
AN = Angermünde, Berliner Str. 45 / Johanniter (wo nicht anders angegeben)
BI = Biesenthal, Evang. Gemeindehaus, Schulstr. (wo nicht anders angegeben)
FR = Fredersdorf, Evang.-Luth. Kirche, Dorfstr. (wo nicht anders angegeben)
Übergemeindliche Termine
Fr 20. 02.
Fr 06. 03.
So 22. 03.
Do 26. 03.
Fr 27. 03.
bis 22. 02.: Luth. Jugendkongress auf der Burg Ludwigstein
bis 07. 03.: Orgel-Schnupper-Wochenende in Berlin
50. Kirchweihjubiläum Berlin-Neukölln
bis 27. 03.: Bezirkspfarrkonvent in Berlin-Zehlendorf
bis 28. 03.: Bezirkssynode in Berlin-Wedding
Aus dem Kirchenvorstand
Am Samstag, den 10. Januar, traf
sich der Kirchenvorstand im Pfarrhaus in Bernau. Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war die Vorbereitung
der Gemeindeversammlung: Hiermit beruft der Kirchenvorstand die
Jahreshauptgemeindeversamlung
für Sonntag, den 15. Februar 2015
im Anschluss an den Gottesdienst
gegen 11.10 Uhr ein. Tagungsort ist
die Kontakt- und Begegnungsstätte
der Johanniter in der Berliner Str. 45
in Angermünde. Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:
1. Protokoll und Anwesenheit
2. Bericht des Pastors
3. Kassenbericht 2014
4. Kassenprüfbericht
5. Entlastung der Rendantin
6. Haushaltsplan 2015
7. Kassenprüferwahl
(Ines Krachel bleibt, Monika
Breger scheidet aus)
8. Wahl der Synodalen für die
Kirchenbezirkssynode
9. Kirchenvorsteherwahl
(Die Amtszeit von Egbert Schorling ist abgelaufen, Wiederwahl
ist möglich)
10. Verschiedenes
Alle Gemeindeglieder ab 16 Jahren
sind stimmberechtigt. Ab 21 Jahren
können sie zum Kirchenvorstand gewählt werden.
Herzliche Einladung an alle Gemeindeglieder!
Herzlichen
Glückwunsch
zum Geburtstag!
03. 02.
14. 02.
15. 02.
16. 02.
17. 02.
19. 02.
20. 02.
22. 02.
Anita Petzold
Gudrun Sixtus
Manfred Graff
Hans-Jürgen Moll
Volker Mett
Heike Mett
Edith Neubauer
Juliane Zellmer
Alles vergeben?
Mitte Januar erschütterte ein grausames Verbrechen Europa: Mitten in
Paris überfielen Terroristen die Redaktion des Satire-Magazins „Charlie Hebdo“ und töteten die leitenden
Redakteure. Ihr Motiv: Sie wollten
den Propheten Mohammed dafür
rächen, dass das Magazin ihn mehrfach mit respektlosen Karikaturen
dargestellt hatte. Es folgte eine
überraschend große Welle der Solidarität mit den trauernden Überlebenden: Millionen von Menschen
bis hin zu Staatsoberhäuptern zeigten sich mit Zetteln, auf denen weiß
auf schwarz stand: „Je suis Charlie“
(„Ich bin Charlie“), was wohl als
Zeichen des Mitgefühls verstanden
werden muss.
Weniger verständlich war die Aussage einiger Politiker, dass diese Tat
nichts mit dem Islam und nichts mit
Religion zu tun habe. Es ist zwar
richtig, dass die große Mehrheit der
Muslime sich von diesem Verbrechen distanziert und es ebenso
empört verurteilt wie Nicht-Muslime (wenigstens in Europa). Aber es
lässt sich nicht leugnen, dass die Täter mit Berufung auf Allah gehandelt
haben. Welches Motiv sollten sie
gehabt haben wenn nicht ein religiöses? Und was ist mit den vielen
anderen Gräueltaten in der Welt, die
von Islamisten begangen werden?
Man kann doch kaum bestreiten,
dass es sich dabei um eine bestimmte
Richtung des Islam handelt und somit um das Ausleben eines fanatischen Glaubens. Religion ist grundsätzlich nicht nur eine persönliche
weltanschauliche Überzeugung. Jeder, der es mit seinem Glauben ernst
meint, wird in seinem gesamten Verhalten von ihm geprägt sein. Ein
Rechtsstaat kommt daher nicht darum herum zu prüfen, wann religiös
motiviertes Verhalten durch die Religionsfreiheit gedeckt ist und wann
damit Grundrechte verletzt werden.
vergeben sie dem Islam, weil sie sich
vorstellen, dass auch Mohammed
selbst mit ihnen solidarisch ist? Oder
Weniger verständlich ist es auch, wird ihm, Mohammed, die Verdass viele Politiker und Medien- gebung in den Mund gelegt? Wollen
vertreter einerseits den Islam als Be- die Redakteure die muslimische
standteil der modernen westlichen Welt glauben machen, dass MoGesellschaft ansehen, andererseits je- hammed ihnen allen Spott vergibt?
doch seine Glaubensüberzeugungen Oder vergibt Mohammed den Atnicht wirklich respektieren. Für fast tentätern? Oder muss man, weil es
sich um ein
jeden
Muslim
Satire-Magazin
stellen MohamLobe
handelt, den Satz
med-Karikaturen
den Herrn,
ironisch versteeine Beleidigung
meine Seele, ...
hen? Vergibt da
ihrer
Religion
der dir alle deine Sünde
also am Ende
dar. Warum will
vergibt.
eigentlich
nieman dann die
Psalm 103,1.3
mand
niemanPressefreiheit
dem
etwas,
und
ausgerechnet dadie
Tränen
des
Propheten
sind
nur
mit demonstrieren, dass man jetzt
erst recht solche Spottbilder ver- Krokodilstränen? Ich hätte eine
öffentlicht? Wollte man den fried- klarere Botschaft erwartet.
lichen Muslimen wirklich mit Respekt begegnen, hätte man sich lieber die Freiheit nehmen sollen, auf
solche Karikaturen zu verzichten.
Völlig unverständlich bleibt mir die
Titelseite der Sonderausgabe von
„Charlie Hebdo“, die in der Woche
nach dem Attentat erschien. Ein
karikierter weinender Mohammed
hält ein „Je suis Charlie“-Blatt in der
Hand; darüber steht in großen Buchstaben: „Tout est pardonné“ („Alles
ist vergeben“). Wer vergibt denn da
wem? Vergeben die überlebenden
Redakteure den Attentätern? Oder
Um so froher bin ich, dass es echte
und ernst gemeinte Vergebung wirklich gibt – nicht nur unter Menschen,
sondern vor allem zwischen Mensch
und Gott. „Alles ist vergeben“, so lautet Gottes klare Botschaft, das Evangelium von Jesus Christus. Durch
ihn bietet Gott allen Menschen
Vergebung an – ohne Gegenleistung,
ohne Wenn und Aber. Er vergibt die
kleinen alltäglichen Sünden, die wir
oft selbst nicht merken, und er vergibt auch schwerste Verbrechen.
Allen will er alles vergeben, denn er
hat alle lieb.
Matthias Krieser
Wenn unzustellbar, zurück!
Bei Umzug mit neuer Anschrift zurück!
MONATSSPRUCH FEBRUAR 2015:
Ich schäme mich des Evangeliums nicht:
Es ist eine Kraft Gottes, die jeden rettet, der glaubt.
Römer 1,16
Evangelisch-Lutherische Martinsgemeinde Angermünde
in der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK)
Pfarrer: Kirsten Burghard Schröter
Pfarramt: Börnicker Chaussee 98, 16321 Bernau bei Berlin
Telefon: 03338 / 709 49 61, Mobil: 0179 / 69 77 681
E-Mail: angermuende@selk.de
Internetpräsenz: www.martinsgemeinde.de
Bankverbindung: Sparkasse Uckermark,
IBAN: DE73 17056060 3624007717, BIC: WELADED 1 UMP
Vorsteher: D. Lenz (Tel. 03337/450040), E. Schorling (Tel. 039861/63665),
G. Sixtus (Tel. 03331/252401), M.-L. Wollenberg (Tel. 03331/23736),
S. Zellmer (Tel. 03331/252333); Kasse: U. Lamprecht (Tel. 03337/41837).
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