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Hiscox
Kunstpreis
zweitausendvierzehn
Hiscox Kunstpreis 2014
Zum siebten Mal verleiht der Spezialversicherer Hiscox in Kooperation
mit der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK) den Hiscox
Kunstpreis in Höhe von 7.500 Euro im Kunsthaus Hamburg.
Für die Vorauswahl wurden von den HFBK-ProfessorInnen der Bereiche
Malerei/Zeichnen, Bildhauerei und Zeitbezogene Medien herausragende
Studierende vorgeschlagen, die ihre Arbeiten in einer Ausstellung im
Kunsthaus präsentieren und sich am Tag der Eröffnung einer hochkarätig besetzten Fachjury stellen.
Der internationale Spezialversicherer Hiscox fördert seit langem weltweit junge KünstlerInnen, was sich unter anderem der Kunstbegeisterung von Robert Hiscox verdankt. Durch die Kooperation mit der HFBK
Hamburg und die Verleihung eines Kunstpreises verstetigt Hiscox sein
Engagement für Nachwuchs­künstlerInnen. Die bisher sieben Ausstellungen mit über 70 angehenden jungen KünstlerInnen geben einen spannenden Ausblick auf die künstlerische Produktion von morgen.
Eröffnung: Donnerstag, 20. November 2014 um 19 Uhr
Ausstellung: 21. – 23. November 2014, 11 – 18 Uhr
Finissage am 23. November, 15 Uhr – Künstlergespräch mit dem/der
Preisträger/in sowie Performances von André Mulzer und Alice Peragine,
zu Gast im Kunsthaus Hamburg
www.hiscox.de
www.hfbk-hamburg.de
www.kunsthaushamburg.de
Jury 2014
Ellen Blumenstein, Chefkuratorin der Kunst-Werke Berlin
Ellen Blumenstein (*1976) studierte Journalismus in Hamburg und arbeitete anschließend im Pressebüro der Documenta X in Kassel. Von 1998
bis 2005 war sie unter Klaus Biesenbach als Kuratorin am KW Institute
for Contemporary Art in Berlin tätig. Von 2005 bis 2012 verantwortete
Blumenstein als freie Kuratorin Ausstellungen unter anderem im ZKM in
Karlsruhe, am Centro Galego de Arte Contemporánea in Santiago
de Compostela, dem Kunstverein Bielefeld und dem isländischen Pavillon auf der 54. Biennale in Venedig. Seit 2013 ist Ellen Blumenstein
kuratorische Leiterin am KW Institute for Contemporary Art in Berlin.
Andrea von Goetz und Schwanenfliess, VG & S Art Development
Die Hamburger Sammlerin und Kuratorin Andrea von Goetz und Schwanenfliess hat ihre Leidenschaft für die zeitgenössische Kunst zum Beruf
gemacht. Insbesondere die Förderung junger Künstlerinnen und Künstler liegt ihr am Herzen. Sie baut Brücken zwischen Künstlern, Sammlern
und Unternehmen und möchte die Künstler in ihrem Vorankommen
unterstützen. Mit der Gründung der Kunstresidenz in Bad Gastein, einem
Artist in Residence Programm für internationale Künstler, hat sie eine
Plattform geschaffen, die innerhalb von drei Jahren zu einem relevanten
Ort für zeitgenössische Kunst geworden ist. Zusätzlich unterstützt sie
Ausstellungsprojekte oder wie zuletzt den Verein Dunkelziffer e. V., für
den sie zum 20-jährigen Bestehen eine Benefizauktion organisiert hat.
Helga Maria Klosterfelde, Galeristin und Verlegerin von Editionen
Helga Maria Klosterfelde ist seit 1990 Herausgeberin von Editionen;
seitdem verantwortet sie die Produktion von zahlreichen Drucken und
Objekten etablierter und junger KünstlerInnen in verschiedenen Medien,
besonders aus dem Bereich der Konzeptkunst, wie Lawrence Weiner,
Hanne Darboven, Werner Büttner, Joseph Kosuth, Rosemarie Trockel,
Rirkrit Tiravanija, Christian Jankowski, John Bock, Jorinde Voigt und
vielen anderen. Außerdem leitet sie eine Galerie mit laufendem Ausstellungsbetrieb in Berlin.
Bernhard Prinz, Künstler
Der Künstler Bernhard Prinz lebt und arbeitet in Hamburg und Kassel.
Seit 2004 ist er Professor für Experimentelle Fotografie an der Kunsthochschule Kassel. Nach seinem Studium an der Akademie der bilden-
den Künste Nürnberg (1976 – 81) wurde Bernhard Prinz in den 1980er
Jahren mit großformatigen, allegorischen Porträtfotos bekannt. Prinz
wurde mit zahlreichen Stipendien und Preisen ausgezeichnet (KarlSchmidt-Rottluff-Stipendium, Stipendium der Villa Massimo in Rom).
Seine Werke sind in wichtigen Sammlungen (u.a. Slg. Falckenberg) und
internationalen Gruppen- und Einzelausstellungen (documenta 8, 1987;
Guggenheim Museum New York, 1993) vertreten.
Robert Read, Hiscox
Robert Read joined Hiscox in 1992 initially writing the Fine Art book
and is now the Head of Art and Private Clients for the group. Robert is a
Hiscox Partner and has a Philosophy degree from University College,
London.
Dr. Lisa Zeitz, ZEIT Kunstverlag
Lisa Zeitz, geboren 1970, studierte Kunstgeschichte in Freiburg, München und Venedig und promovierte über Tizian. Sie hat u. a. für das New
Yorker Büro der Villa Grisebach gearbeitet und war viele Jahre als Korrespondentin für die FAZ tätig. Seit 2012 ist sie Chefredakteurin der
Zeitschrift „Weltkunst“. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin.
Nominierte 2014
Marion Fink
Sakura Hada
Anna Mieves
André Mulzer
Alice Peragine
Jeppe Rohde
Stella Rossié
Vladimir Schneider
Wiebke Schwarzhans
Lennert Wendt
Lea von Wintzingerode
Margot Zweers
Marion Fink
Sakura Hada
Ausstellungen
2014—Soliloquy, NAU Gallery, Stockholm (Solo) (SE); (UN-) SACHLICH,
Galerie Bodenseekreis, Meersburg; Realismus Ultra Gang, Pudel Club,
Hamburg; 70 år Jubileum, Gerlesborgsskolan, Stockholm (SE)
2013—Sommarsalong, NP33, Kunsthalle Norrköping (SE); Jahresausstellung, HFBK Hamburg
2012—Sweet inner Bastard, NAU Gallery Stockholm (Solo) (SE); Vårsalong, Liljevalchs Kunsthalle, Stockholm (SE); Young Swedish Contemporaries, Vaasa Kunsthalle (FI); (UN-) DING!, Galerie Bodenseekreis, Meersburg; Exam Show, Gerlesborg School of Fine Art, Stockholm (SE)
2011—A Matter of Choice, Våga Se Gallery, Stockholm (Solo) (SE); Young
Art c/o Ateljeprojektet, Young Art Gallery, Stockholm (SE)
Ausstellungen
2014—Einzelausstellung HFBK Galerie, Hamburg
2013—Jahresausstellung, HFBK Hamburg; Anonyme Zeichner 2013,
Kunstverein Tiergarten Berlin und Delikatessenhaus, Leipzig
2012—Jahresausstellung, HFBK Hamburg; Zeitgeist, Fabrik der Künste,
Hamburg; Ideen von Landschaft, Jenisch Haus, Hamburg
2009—Absolventen Ausstellung, Neue Nationalgalerie Tokyo (JP)
geboren 1987 in Lindenberg im Allgäu
2009 – 2012 Gerlesborg School of Fine Art, Stockholm
seit 2012 Studium an der HFBK Hamburg bei
Prof. Andreas Slominski
Ich arbeite mit dem Körper – er ist mein Werkzeug, Instrument und
Kommunikationsmittel. Mit ihm versuche ich menschliche Emotionen,
Zustände und Situationen auszudrücken. Die Beziehung zu sich selbst
und zur eigenen Umwelt werden zum Gegenstand meiner Ölmalereien.
Dabei interessiert mich vor allem das Verborgene im Menschen – die
Spannung zwischen Triebhaftem und Konventionen. Für meine Bilder
inszeniere ich mich selbst oder Menschen aus meiner unmittelbaren
Umgebung.
geboren 1987 in Odawara, Japan
2004 – 2009 Studium an der Tokyo University of the Arts
seit 2012 Studium an der HFBK Hamburg
bei Prof. Andreas Slominski
Sakura Hadas zentrales Medium ist der Farbholzschnitt, den sie zu Installationen erweitert. Als Grundlage ihrer Druckgrafik dienen in täglicher Arbeit entstehende Zeichnungen, Monotypien und Collagen. Die
wie Malerei anmutenden Holzschnitte verbinden künstlerische Genres
und überwinden die Grenzen des Einzelbildes. So besteht Hadas raumgreifendes Projekt “Der schlafende Mann und die wache Frau, der Tod
ist nicht schwarzweiß, sondern bunt“ aus 80 Drucken auf Leinwand, die
sie in immer wieder neuen Kombinationen zu einem wandelbaren Ganzen zusammenfügt. Hadas geisterhafte Figuren scheinen tief aus ihrem
Inneren zu kommen und zugleich aus genauer Beobachtung der Außenwelt zu resultieren. „Meine Bilder“, so die Künstlerin,“wandern zwischen
Angst und Traum und reflektieren den Geist einer unsteten, gegenwärtigen Zeit.“ Julia Mummenhoff
Anna Mieves
André Mulzer
Ausstellungen
2014—Stein in my mind, CALL Gruppenausstellung, M.1 Hohenlockstedt;
Absolventenausstellung, HFBK Hamburg
2013—Atlas 2013, KunststudentInnen stellen aus, Bundeskunsthalle Bonn;
Goldsmiths, University of London, Gruppenausstellung (GB); Eins Zwei
Drei/ Brynjar Helgasson, Gloí Ivar Gunnarson und Anna Mieves, Reykjavik
(IS)
2012—Filmic Affairs, SCALA Programmkino, Halle für Kunst Lüneburg,
Lüneburg
2011—MachineRaum, Festival for video art and digital culture (DK); Nachbarschaft, Gruppenausstellung, UdN Hamburg
2008—Ostrale ’08, 2. Internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste,
Dresden
Ausstellungen/Performances
2014—Shizo Tempel, Klasse Raether, HFBK Hamburg; CRACK BELLY
CRYSTAL DEATH PERFORMANCE, im Studio von Johannes Paul Raether,
Berlin; C.B.C.D. ABSOLUTKEINEPERFORMACE, als Gast der Ausstellung
Be Water My Friend, Westwerk Hamburg; Akhara, Klasse Raether, HFBK
Hamburg
2013—CRACK BELLY CRYSTAL DEATH PERFORMANCE, Golem Hamburg, Problems of Space, Klasse Melián, HFBK Hamburg
2012—The Ambun Suris Performance, als Gast der Ausstellung Gost Log
von Matti Braun im Arnolfini, Bristol (GB); Doctor Happy Feel Good,
Gruppenausstellung im Golden Pudel Club, Hamburg
2011—Andrew and the Mediaterrors Performance, als Gast der Ausstellung Mental Archaeology von Matti Braun, Credac, Paris (F)
2010—Andrew and the Mediaterrors Performance, als Gast der Ausstellung Salo von Matti Braun, Kunstverein Braunschweig
geboren 1982 in Hamburg
seit 2009 Studium an der HFBK bei Prof. Matti Braun,
Prof. Michaela Melián und Prof. Raimund Bauer
Volume 4 In der kargen Landschaft Islands, in der kaum etwas wächst, liegen große,
geradwüchsige Baumstämme an der Küste. Sie kommen aus der sibirischen Forstwirtschaft, wo sie zu Transportzwecken in Flüsse geworfen
werden. Ein nicht geringfügiger Teil geht dabei verloren und treibt ins
offene Meer. Nach geschätzten zehn Jahren, die sie mit dem Packeis über
den Nordpol treiben, landen sie an Islands Küste wie ein aus Russland
gesandter Imperativ: baut!
Die gezeigte Arbeit ist aus einem solchen Stamm gefertigt, 3. Umbau,
Volume 4
Anna Mieves zerlegt, baut und sortiert in ihrer bildhauerischen Arbeit. Sie
geht dabei von einem Anfangsgegenstand aus, den sie herstellt oder findet. Der hier gezeigte Baumstamm entspricht in seiner Masse noch immer
dem Ausgangszustand. Die ursprüngliche Form wandelt sich, während die
einzelnen Teile und Anordnungen einer ergonomischen Ordnung folgen,
die den technischen Möglichkeiten vor Ort und dem körperlichen Maßstab
entsprechen. Gemeinsamer Nenner der verwendeten Objekte ist eine
ihnen innewohnende Handlungsanweisung, die zum Umbau auffordert. Es
gibt nicht die eine absolute Form, sondern nur Formen und Variationen,
die ausschließlich an einem Ort kurzzeitige Gültigkeit haben.
geboren 1983 in Hamburg
seit 2007 Studium an der HFBK Hamburg bei Prof. Matti Braun,
Prof. Michaela Melián und Prof. Johannes Paul Raether
WHATS AT STAKE?
Ich mache Performances. Sie sind ein Zusammenschluss aus performten
Songs, gegenständlichen Objekten und ihren Geschichten, die auf mehr
oder weniger abstrakte Weise in Bezug zueinander stehen. Meine Arbeiten innerhalb der Performance haben die Gemeinsamkeit, dass sie aus
Gefühlen gegenüber Personen, Situationen, Orten oder Gegenständen
entstehen.
Es geht um Verlust, Gewinn, Leidenschaft, Glück, Trauer, Witz, Melancholie, Euphorie, Zärtlichkeit, Grobheit, Verletzlichkeit, Stärke, Liebe,
Hass, Einsamkeit, Geselligkeit, Traum, Realität, Verlorenheit, Geborgenheit, Popkultur, Subkultur, Radikalität, Stillstand, Bewegung und Hoffnung.
Ich möchte auch entertainen, das Publikum zum Lachen bringen und
zum Nachdenken anregen.
Die Performances sind immer unterschiedlich und einzigartig, da jeder
Raum unterschiedlich ist. Ich versuche mich auf den Raum und das Publikum einzulassen. Wenn das gelingt, war es eine gute Performance.
Alice Peragine
geboren 1986 in München
seit 2010 Studium an der HFBK bei Prof. Michaela Melián
Ausstellungen
2014—Sidewalks to Superimpose, Raum 53, Hildesheim; Harry Partch‘s
The Wayward, Carnegie Hall, New York (USA); Kunst trifft Wissenschaft,
Galerie der HFBK Hamburg; Sidewalks, Projekthaus Hamburg
2013—it goes with the territory, CENTRE, Golem Hamburg; Atlas 2013,
KunststudentInnen stellen aus, Bundeskunsthalle Bonn; Open Studios,
Art School Alliance, HFBK Hamburg
2012—Filmic Affairs, SCALA Programmkino, Halle für Kunst Lüneburg;
Salon #4, Marc Oliver Rühle Salon, Dresden; Top 10, Goldsmiths College
London (GB); Singular Identity, Performance mit Ida Lennartsson und
Claire Macé, Kiosk der Akademie der Bildenden Künste Wien (AT) und
Galerie der HFBK Hamburg; Look At Me, Performance Festival Klasse
Melián, HFBK Hamburg; Jahresausstellung, HFBK Hamburg; Ein Raum
und der hätte keine Richtung, Echoraum Bundeskunsthalle Bonn
2011—Young Fresh And Relevant, Journal, Lesung und Publikation mit
Chloe Stead und Pola Fendel, Friends and Lovers in Underground, Hamburg; Gestalten statt verwalten, Art School Alliance, HFBK Hamburg
Die Videos und performativen Installationen von Alice Peragine bilden
Rahmenbedingungen für Situationen. Die Arbeiten beschäftigen sich
mit der Erscheinung von Bildern und dem Sichtbarmachen von sich
darin befindenden Körpern. Dabei verschränken sich das Flache und das
Mehrdimensionale, das geplant Kontrollierte und das Flüchtige. Entschleunigung und Dauer, das aufmerksame Beobachten werden dabei
zur Strategie: Die Orte werden sichtbar, wenn sie betreten, markiert und
demarkiert werden. Die Dinge hinterlassen ihre Spuren; sie werden
durch bewegte Bilder und bewegte Körper untersucht, die mal als
Akteure und mal als Betrachter agieren. Sie erscheinen dort, wo sie
etwas anderes werden: Bewegung, Abbild, Rhythmus, Funktion, Modell.
Jeppe Rohde
geboren 1989 in Aarhus, Dänemark
seit 2011 Studium an der HFBK bei Prof. Thomas Demand,
Prof. Pia Stadtbäumer, Prof. Thomas Scheibitz
Ausstellungen
2013—Bevegelsesstudier/Studies of Movement, Kunstforeningen Verdens
Ende (NO); Jahresausstellung, HFBK Hamburg; Jahresausstellung, Klasse
Michael O´Donnell, Oslo National Academy of the arts, Oslo (NO)
2012—Raum Links Rechts, Hamburg
Ausgangspunkt meiner Arbeit sind zumeist triviale Gegenstände, wie
zum Beispiel Gummistiefel, ein Tisch, ein Vorhang oder ein Eimer. Sie
alle bestimmt eine gewisse Einfachheit und Klarheit. Ich lasse ein
Objekt Objekt sein. Die Vorstellung vom Archetyp, die sich im kollektiven und individuellen Bewusstsein festgelegt hat, bildet in meinen
Arbeiten das Grundgerüst. Dabei erschöpfen sich die vertrauten
Objekte nicht in formaler Selbstrepräsentation, sondern werden durch
minimale, oft unmerkliche Eingriffe verfremdet. So gewinnen sie ein
poetisches Eigenleben, das die Wahrnehmung der Betrachter herausfordert. Ein Gummistiefel zum Beispiel wird zum Performer – auf der
Bühne seines gewöhnlichen Standortes, dem Boden.
Stella Rossié
geboren 1989 in Bochum
seit 2011 Studium an der HFBK Hamburg bei Prof. Andreas Slominski
Ausstellungen/Auswahl
2014—Kurzfilmfestival Bamberg; Video Folkwang, Die nächste Generation, Museum Folkwang, Essen
2013—Emerging Artist, Hamburg; Screening Supbar, Salon Dortmund
2012—Jenisch Haus, Hamburg
2011—Schoene Aussicht, Dortmunder „U“; Galerie Jos Art, Amsterdam (NL)
2010—Léconomie e(s)lart, Quimper (F); ID Factory Dortmund
Wir lernten uns in Dortmund kennen, wo wir malten, Musicaldarsteller
aus schwitzigen Klamotten schälten und mit Camcordern Videos aufnahmen. Als ich nach Hamburg zog, besuchtest du mich. Es war viel
unter Null und weder du noch ich hatten Schuhe, die uns das nicht spüren ließen. Ich hatte nicht viel da, aber jede Menge Rinderbrühe. Darum
saßen wir an dem Tisch in der kleinen Küche, tranken Suppe aus Tassen
und waren plötzlich grundlos vergnügt. Weil es irgendwie gut klang,
eine Bar zu eröffnen, in der zu Unzeiten Suppe verkauft wird, in der
jeder Gast sein Geschirr selbst in die Spülmaschine räumt und in der
man nicht sehr viel zu fragen hat. Den Wasserkocher hatten wir schließlich da. Die Leute würden Schlange stehen. Gut, wir haben uns nicht
getraut. Die Leute standen aber trotzdem Schlange und die Bar ist auch
richtig prächtig zugrunde gegangen. Später konnten wir es nicht erwarten, einen Club zu gründen. Er sollte so zeitgemäß sein, dass er auch
2016 noch extrem modern ist. Also sind wir direkt in das Jahr 2016
gesprungen und haben den engagiertesten Partyfotografen entdeckt
und sogar einen zweiten, der noch engagierter ist. Zwei, die sich vor
dem perfekten Foto nicht zufrieden geben. Deren Kamerablitz die Tanzfläche erhellt und deren Knipsen die Musik ersetzt. Diesen Sommer hat
uns der Niedergang einer sehr großen Autofabrik wieder ins Ruhrgebiet
gelockt. Nach seiner Kündigung haben wir Regi beim Aufbau seines
Autohandels geholfen (diesmal auf Englisch). Das Geschäft lief gut an.
Wir hoffen auf Erfolg.
Die Filme Suppar (2013), Komet (2013) und this is Not (2014) sind in
Zusammenarbeit mit Nicola Gördes entstanden.
Nicola Gördes, geboren 1987 in Lennestadt, studiert bei Arnoud Mick an
der Kunstakademie Münster und Düsseldorf
Vladimir Schneider
geboren 1989 in Nowokusnezk, Russland
seit 2009 Studium an der HFBK Hamburg bei Prof. Anselm Reyle
2014 Abschluss zum Bachelor of Fine Arts
Ausstellungen
2014—Antonym, Atelierhof Kreuzberg, Berlin
2013—Under the Influence of Anselm Reyle, Ingeborg Wiensowski, Berlin
2012—Die Bionale zwischen Ackerbau und Hochkultur, Galerie der HFBK
Hamburg; Zeitgeist, Fabrik der Künste, Hamburg; Variationen, Stilwerk,
Hamburg
2011—Heute, Kunsthaus Speckstraße, Hamburg; Platte Machen, Leipzig
Grünau; Radikale Positionen im Gesicht, Galerie der HFBK Hamburg
2010—Experiment 010, Kunstverein, Schloss Plön; Hamburger Stadtteile,
Fabrik der Künste, Hamburg; Zeitgenössischer Mythos, Kunsthaus Speckstraße
2009—Schaufenster, Fabrik der Künste, Hamburg; CARTEL 21, Gängeviertel, Hamburg
Vladimir Schneider setzt sich in seiner Malerei mit der europäischen
Kunstgeschichte und Motiven der christlichen Ikonographie und der
Mythologie auseinander. Ausgehend von der figurativen Malerei bricht
er durch einen unkonventionellen Umgang oder ein Überführen in die
Abstraktion mit den klassischen Formen des Genres. Dabei fühlt er sich
der Tradition der Historienmalerei durchaus verpflichtet. Julia Mummenhoff
Wiebke Schwarzhans
geboren 1985 in Münster
2006 – 2012 Studium der Psychologie an der Universität Hamburg
(­Diplom 2012)
seit 2008 Studium an der HFBK bei Prof. Jeanne Faust,
Prof. Dr. Hanne Loreck und Prof. Heike Mutter
Ausstellungen/Auswahl
2014—sequenzen. Studierende der Klasse Jeanne Faust, Galerie 52, Folkwang Universität, Essen; Beitrag zur Publikation „Fragility“, Kunsthalle
Wien (AT); Papergirl Linz, Kunstuniversität Linz (AT); Rundgang, Akademie der bildenden Künste, Wien (AT)
2013—Open Studios, Art School Alliance, HFBK Hamburg; Publikationsrelease und Beitrag „Opulente Figuren“, Golem, Hamburg; Jahresausstellung, HFBK Hamburg
Die Skalpell-Zeichnungen sind als serielle Untersuchung von Magazinseiten angelegt. Mit minimal-invasiven Eingriffen werden die Oberflächen und visuellen Strategien von Modemagazinen analysiert, unterwandert und „überzeichnet“. Durch das „Wegnehmen-Hinzufügen“
entstehen Momente zwischen Befremden und Affirmation.
Wiebke Schwarzhans über die Cahiers. Die Hände erfüllt mit Skalpellen.
Den zarten Gloss in mancherlei Splittern versetzt. Es herrscht so eine
Achtsamkeit um das Feminine da. Deja.
Und im Subtilsten das alles: Ein Hinzufügen/Hinwegnehmen im kleinsten Detail. Die Barrieren zuinnerst in den Editorials vielleicht, also die
Subjekte zu spleißen, dahin. Die Leerheiten, die auslaufenden Leiber,
die gnadenlosen Blicke einander in alberne Löcher versetzt.
Das ist ein Eingriff auf leisesten Sohlen. Und unmerkbar beinah die Positive zu einer Art Umsprungbilder gekippt: Betonung/Dekor/Witz/Verletzung. Und Wiebke Schwarzhans in dieser stillen Arbeit der Lichtzeichnung einigen Streich gemacht. In schwereloser Gestik fast, so dass
wir bekommen jetzt immer mehr Nachbilder in den Geistern, den Sinnen
davon, also die Gedanken verlaufen jetzt immer mehr fasern.* S. Hoy
* Oder fortan stiller Zeugen Skalpell-Gespenster (ubique)
Lennert Wendt
geboren 1989 in Hamburg
seit 2009 Studium an der HFBK bei Prof. Andrea Tippel, Prof. Matt
­Mullican und Belinda Grace Gardner
In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit zwei einander stark überlappenden Bereichen, der Konstruktion von Objekten und der Entwicklung
von Systemen. Wichtige Themen sind Konfrontation, Interaktion und
Kommunikation.
Meine Objekte sind in der Regel abstrakt und grundsätzlich nicht allein
für eine visuelle sondern auch für eine haptische Betrachtung vorgesehen. Formen von Funktionalität sind häufig vorhanden, zum Beispiel
die Möglichkeit ein Objekt zu füllen, damit Geräusche zu erzeugen oder
es in der Form zu verändern. Hauptarbeitsmaterialien sind Silikon und
verschiedene Textilien, allerdings werden oft auch völlig andere Materialien integriert. Die Systeme waren zunächst hauptsächlich Schrift- und
Zahlensysteme verschiedenster Art. Von diesen und ähnlichen sehr
durchgeplanten und damit statischen Systemen ausgehend, begann im
Laufe der Zeit eine bis heute andauernde Entwicklung hin zu offeneren
und flexibleren Systemen.
Eine Synthese dieser beiden Bereiche, also von Objekten und Systemen,
war mir von Beginn an wichtig und hat sich unter anderem in der systematischen Kategorisierung bestimmter Objekte, der objekthaften Abbildung von Systemen und der systemorientierten Konstruktion von
Objekten manifestiert.
Momentan arbeite ich besonders an Objekten und Objektgruppen
die durch ihr Erscheinungsbild und ihren Kontext Systeme implizieren.
Lea von Wintzingerode
Margot Zweers
Ausstellungen, Auswahl
2014—Marianne-Delft-Malerei-Stipendium, Kunstverein – Albrecht-DürerGesellschaft; Two, Galerie der HFBK Hamburg
2013—Herr Frans – A still life activated, Brandshofer Deich, Hamburg;
Lea von Wintzingerode, Secondo Stile by Paolo Chiasera, Berlin (Solo);
Gufler/von Wintzingerode, Moonlight Lounge by Christian Falsnaes,
Anna Frost, Berlin
2012—Interference, Akron Molecules Centre for Research, Wien (AT);
Superfrontal, Friday Exit, Wien (AT); Add One, Betonrot, Brüssel (BE);
Camouflage, Restaurant Quick Box, Wien (AT); Wallpainting-ReaderWall, Installation für Alexander Wolff, Galerie Mezzanin, Wien (AT)
2011—Elixir, Performance und Musik für Christian Falsnaes, PSM Galerie,
Berlin; Turn On/Off, Studio Lisa Ruyter, Wien (AT)
Ausstellungen/Auswahl
2014—Hermine van Bers Beeldende Kunstprijs, Meelfabriek Leiden (NL);
Zee/Meer – Absolventenausstellung, HFBK Hamburg; Instead of Chess,
Galerie der HFBK Hamburg; Be Water, my friend, Westwerk Hamburg;
Journeys are made by the people you travel with – Goldsmiths, University of London (GB)
2013—Folgendes, Doppelpyramide, HFBK Hamburg; Point de Vue –
­Stedelijk museum Den Bosch (NL)
2012—Zomer in Gemak, Gemak Den Haag (NL); Het ontstaan uit het niks,
is er niet bij, Pictura Dordrecht (NL); Apart: Margot Zweers, Lokaal 01
Breda (NL); Breaking the Wall, De Fabriek Eindhoven (NL)
geboren 1990 in Bayreuth
seit 2010 Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien
seit 2012 Studium an der HFBK Hamburg bei Prof. Jutta Koether
Lea von Wintzingerode arbeitet mit figurativer Malerei, Literatur, Musik
und Performance. Die Figuren, die sich in unwirklichen, zeitlosen
­Räumen aufhalten, reagieren auf von ihr entwickelte Arbeiten und
Räume und betrachten oder performen Situationen. Eine narrative
Struktur, die jenseits der Komposition eine inhaltliche Auseinandersetzung vorgibt und sich als literarisches Element versteht, verwebt thematische Parallelen mit den von ihr verwendeten Medien. Dadurch wird
für sie das Hauptthema Malerei als Erfahrung, Absorption und Verwandlung signifikant. Die Überlegung, etwas in einer Malerei darzustellen,
das im Bild und zugleich während der Betrachtung passiert, ist Schwerpunkt in ihren Arbeiten. So versucht sie, Malereien zu entwickeln, in
denen Handlungen und Assoziationen, die bereits auf die Figuren im
Bild wirken, den Betrachter erneut involvieren und somit eine Ausdehnung der jeweiligen Szenen herbeiführen.
geboren 1989 in Den Haag, Niederlande
2012 – 2014 Masterstudium an der HFBK Hamburg
bei Prof. Pia Stadtbäumer
Ich arbeite mit Form und Materialien um skulpturale Momente, die ich in
meiner Umgebung erfahre, zu teilen.
Diese Umgebung besteht aus Konstruktionen, die als selbstverständlich
erscheinen. Beim genauen Hinschauen ändert sich der erste Eindruck
und die Dinge werden auf eine andere Weise sichtbar: Was normal war,
zeigt sich fremd.
Diese Fremdheit entsteht durch ein plötzliches Bewusstsein des Raumes, es ist ein kurzer Moment, in dem Wahrnehmung sich intensiviert.
Dieses Bewusstsein entflieht mir immer wieder, bevor ich es verstehen
kann. Während des Materialisierungsprozesses untersuche ich diese
Momente und versuche sie präziser zu formulieren.
HISCOX Preisträger/innen und
Jurymitglieder
von 2008 bis 2013
2013: Anna Grath
Jury: Melanie von Bismarck, freie Journalistin; Thorsten Brinkamnn,
Künstler; Andrea von Goetz und Schwanenfließ, VG&S Art Development;
Dr. Brigitte Kölle, Kuratorin Galerie der Gegenwart/Kunsthalle Hamburg;
Robert Read, Group Fine Art Underwriter, Hiscox London
2012: Katja Lell; lobende Erwähnungen für Lydia Balke und Franziska
Kabisch
Jury: Till Briegleb, freier Journalist; Ann Demeester, De Appel, Amsterdam; Angelika Nollert, Neues Museum, Nürnberg; Robert Read, Group
Fine Art Underwriter, Hiscox London; Eva Schmidt, Museum für Gegenwartskunst, Siegen
2011: Aleen Solari
Jury: Jens Asthoff, freier Autor und Kritiker; Karin Guenther, Galeristin;
Martin Köttering, Präsident der HFBK Hamburg; Rosa Loy, Künstlerin;
Claus Mewes, Direktor Kunsthaus Hamburg; Robert Read, Group Fine
Art Underwriter, Hiscox London
2010: Philindo Ambun-Suri und Lars Hinrichs
Jury: Martin Köttering, Präsident der HFBK Hamburg; Dr. Dirk Luckow,
Intendant der Deichtorhallen, Hamburg; Claus Mewes, Direktor, Kunsthaus Hamburg; Robert Read, Group Fine Art Underwriter, Hiscox London; Ralf Schlüter, Stellvertretender Chefredakteur Kunstmagazin art
2009: Ina Arzensek und Christin Kaiser
Jury: Martin Köttering, Präsident der HFBK Hamburg; Elliot McDonald,
Kurator der Hiscox-Kunstsammlung; Claus Mewes, Direktor Kunsthaus
Hamburg; Ralf Schlüter, stellvertretender Chefredakteur Kunstmagazin
art
2008: Valérie Rallière
Jury: Dr. Petra Kipphoff von Huene, Journalistin, DIE ZEIT; Martin Köttering, Präsident der HFBK Hamburg; Elliot McDonald, Kurator der Hiscox-
Kunstsammlung; Claus Mewes, Direktor Kunsthaus Hamburg; Ralf
­Schlüter, Stellvertretender Chefredakteur Kunstmagazin art
Soweit nicht anders gekennzeichnet, liegen die Rechte der Texte bei
den KünstlerInnen.
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Künste
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