close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

21.-29.03.2015

EinbettenHerunterladen
Gesundheitsreport 2014
Arbeitsunfähigkeiten in Sachsen
Routineteil
Kontakt/Impressum:
Landesgeschäftsstelle Sachsen
Pressestelle
Claudia Szymula
Mail: sachsen-presse@barmer-gek.de
Telefon: 0800 33 20 60 23 38 02
www.barmer-gek.de
Allgemeines zum Gesundheitsreport 2012
Autoren
Zusammenarbeit mit dem AQUA - Institut für angewandte
Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen GmbH,
Datengrundlage
Bundesweit erfasste pseudonymisierte Daten aus dem Jahr
2013, von bundesweit 3,6 Mio. Erwerbspersonen.
Rund 12,2 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen
Beschäftigten in Deutschland
Bundesweite Ergebnisse 2014
2013 wurden deutlich mehr Arbeitsunfähigkeitsfälle als 2012
registriert.
Für den Anstieg im Jahr 2013 waren vorrangig Krankschreibungen aufgrund von Erkältungskrankheiten/ Grippe verantwortlich .
Diese dauerten im Mittel jedoch kürzer als im Vorjahr, mit Ausnahme der psychischen Erkrankungen. Hier sind die längsten
Fehlzeiten registriert worden.
Krankenstand 2013:
4,72 Prozent
Krankenstand 2012:
4,66 Prozent
Krankenstand 2011:
4,59 Prozent
Vier Krankheitsarten sind für mehr als die Hälfte aller Ausfalltage
verantwortlich.
Erkrankungen des Muskelskelett-Systems
•
21,9 Prozent aller gemeldeten Fehlzeiten
Psychische Erkrankungen
•
17,4 Prozent aller gemeldeten Fehlzeiten
•
30 Prozent der Erwerbspersonen waren innerhalb eines
Jahres von psychischen Erkrankungen betroffen
•
Die Dauer der Fehlzeiten mit diesen Diagnosen ist
maßgeblich verantwortlich für den hohen Anteil an den
Fehlzeiten insgesamt
•
Depressionen zählen mit rund 11 Prozent zu den häufigsten psychischen Leiden
Ausfalltage 2013:
Psychische Erkrankungen
Verursachten durchschnittlich erstmals
geringere Fehlzeiten als 2012.
Jedoch führten psychische Erkrankungen
durchschnittlich zu 52 Ausfalltagen,
Depressionen zu mehr als 70 Tagen.
Erkrankungen des Atmungssystems:
25 Prozent mehr Fehltage als 2012
Erwerbsperson fehlte durchschnittlich 0,5
Tage länger
Erkrankungen des Atmungssystems
•
15,6 Prozent aller gemeldeten Fehlzeiten
Verletzungen
•
11,5 Prozent aller gemeldeten Fehlzeiten
2
Arbeitsunfähigkeiten (AU) in Sachsen
Datengrundlage
Die Daten von 148 Tausend (4,1%) Erwerbspersonen in Sachsen
wurden analysiert.
Berücksichtigt wurden somit rund 10 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Sachsen
Ergebnisse in Sachsen 2014
Die Fehlzeiten von Erwerbstätigen sind in Sachsen weiter angestiegen.
Sachsen überschreitet die bundesweit ermittelten Fehlzeiten um
rund 7,2 Prozent.
Für den Anstieg der Fehlzeiten von 2012/2013 sind auch in Sachsen die Erkrankungen der Atmungsorgane verantwortlich.
Krankenstand 2013
5,08 Prozent
Krankenstand 2012
4,99 Prozent
Krankenstand 2011
4,92 Prozent
Vier Krankheitsarten sind in Sachsen für rund 66 Prozent aller
Ausfalltage verantwortlich. Das entspricht knapp zwei Drittel aller
Fehlzeiten.
Erkrankungen des Muskelskelett-Systems
•
rund 20,9 Prozent aller gemeldeten Fehlzeiten
Fehlzeiten 2013
Erkrankungen des Atmungssystems
•
rund 17,5 Prozent aller gemeldeten Fehlzeiten
Psychische Erkrankungen
•
fast 15,2 Prozent aller gemeldeten Fehlzeiten
•
28,1 Prozent der Erwerbspersonen waren innerhalb eines
Jahres von psychischen Erkrankungen betroffen
•
6,4 Prozent davon wurden arbeitsunfähig und 0,88 Prozent
stationär behandelt
•
Pro Erwerbsperson wurden durchschnittlich 15,3 Tagesdosen an Psychopharmaka verordnet, darunter 13 Tagesdosen Antidepressiva
Verletzungen
•
rund 11,9 Prozent aller gemeldeten Fehlzeiten
Anstieg um rund 0,22 Tage je Person
1.845 Ausfalltage
137 Arbeitsunfähigkeitfälle
(je 100 Versicherungsjahre)
rund 18,5 Fehltage pro Versicherten
Fehlzeiten 2012
Anstieg um rund 0,3 Tage je Person
1.824 Ausfalltage
129 Arbeitsunfähigkeitfälle
(je 100 Versicherungsjahre)
rund 18,2 Fehltage pro Versicherten
Fehlzeiten 2011
1.796 Ausfalltage
128 Arbeitsunfähigkeitfälle
(je 100 Versicherungsjahre)
rund 17,9 Fehltage pro Versicherten
3
Arbeitsunfähigkeiten (AU) in Sachsen
Bundesweite Ergebnisse 2014
AU (Arbeitsunfähigkeitstage) nach Bundesländern
Entwicklung der AU - Fallzahlen und Fehlzeiten im
Bundesvergleich 2012/2013
Im Vergleich zum Vorjahr wurden
deutlich mehr Arbeitsunfähigkeitsfälle als 2012 registriert.
Die Fehlzeiten sind 2013 bundesweit
nur leicht gestiegen.
Bund
Bundesweit waren Erwerbspersonen
durchschnittlich 17,2 Tage krankgeschrieben.
Sachsen
In Sachsen waren Erwerbspersonen
durchschnittlich 18,5 Tage krankgeschrieben.
4
Arbeitsunfähigkeiten (AU) in Sachsen
Ergebnisse in Sachsen 2014
Vergleich der Anzahl der Arbeitsunfähigkeitsfälle und – tage
2012/2013 in den Kreisen
Anzahl der Arbeitsunfähigkeitfälle und Dauer der Fehlzeiten
Kreis bzw.
kreisfreie Stadt
AU-Fälle
AU-Tage (Fehlzeiten)
Krankenstand
2012
2013
2012
2013
2012
2013
Bautzen
139
151
1.937
2.022
5,31%
5,54%
Chemnitz
132
142
1.836
1.867
5,03%
5,10%
Dresden
129
137
1.671
1.632
4,58%
4,47%
Erzgebirgskreis
132
129
1.768
1.835
4,84%
5,03%
Görlitz
128
134
1.985
2.031
5,44%
5,56%
Leipzig/Land
135
144
1.877
1.859
5,14%
5,09%
Leipzig/Stadt
129
137
1.804
1.793
4,94%
4,91%
Meißen
129
141
1.804
1.805
4,94%
4,95%
Mittelsachsen
131
139
1.785
1.788
4,89%
4,90%
Nordsachsen
135
147
1.884
1.928
5,16%
5,28%
Sächs. SchweizOsterzgebirge
131
143
1.755
1.743
4,81%
4,78%
Vogtlandkreis
122
128
1.729
1.764
4,74%
4,83%
Zwickau
126
133
1.865
1.919
5,11%
5,62%
Sachsen (Ø)
129
137
1.824
1.845
4,99%
5,08%
bundesweit (Ø)
118
126
1.702
1.721
4,66%
4,72%
Quelle: BARMER GEK Gesundheitreporte 2013/2014,Tab. 6 (S. 19)
Dauer der Krankschreibungen
In Sachsen liegen die AU - Fallzahlen und auch die Fehlzeiten in
den beiden letzten Vergleichsjahren deutlich über den bundesweiten Werten.
Die höchsten Fehlzeiten sind 2013 in den östlichen Kreisen
Bautzen und Görlitz erfasst worden, die geringsten dagegen in
Dresden. Hier liegt der Krankenstand sogar deutlich unter dem
Bundesdurchschnittswert.
Rund 63 Prozent aller AU - Fälle
dauerten maximal eine Woche.
Sie waren für weniger als ein Viertel
aller Fehlzeiten verantwortlich.
16,6 Prozent aller AU - Fälle dauerten mehr als zwei Wochen. Sie waren damit für knapp zwei Drittel aller
Fehlzeiten verantwortlich
5
Arbeitsunfähigkeiten (AU) in Sachsen
Bundesweite Ergebnisse 2014
AU (Arbeitsunfähigkeitstage) und AU Fälle nach Berufsfeldern
Frauen weisen auch bei übereinstimmender Berufszuordnung durchschnittlich höhere Krankenstände als
Männer auf.
Geringere Fehlzeiten finden sich für
einige Branchen, bei denen Beschäftigte nur wenigen körperlichen Belastungen ausgesetzt sind.
Die Fehlzeiten variieren sehr deutlich in Abhängigkeit von der
Branche und der ausgeübten Tätigkeit der Beschäftigten.
6
Arbeitsunfähigkeiten (AU) in Sachsen
Ergebnisse in Sachsen 2014
Vergleich der Fehlzeiten nach Krankheitsarten für die Jahre
2012/2013
Fehlzeiten in Kreisen und kreisfreien Städten nach Krankheitsarten 2012/2013
AU Tage je 100 Versicherungsjahre
Kreis bzw.
kreisfreie Stadt
Psyche
Atemwege
Muskel-Skelett
Verletzungen
2012
2013
2012
2013
2012
2013
2012
2013
Bautzen
332
314
375
355
466
447
236
237
Chemnitz
331
273
273
362
381
392
232
210
Dresden
336
299
378
308
323
277
190
195
Erzgebirgskreis
287
266
212
298
400
405
248
228
Görlitz
267
311
399
336
544
481
279
243
Leipzig/Land
309
274
365
316
435
389
240
232
Leipzig/Stadt
349
306
399
349
396
352
189
180
Meißen
314
234
347
320
429
398
267
242
Mittelsachsen
252
240
406
305
257
382
257
238
Nordsachsen
221
262
360
318
489
405
-31
254
Sächs. SchweizOsterzgebirge
284
260
345
313
442
372
231
247
Vogtlandkreis
262
264
348
284
387
335
237
216
Zwickau
298
292
359
311
411
414
234
200
Sachsen (Ø)
296
277
351
321
412
389
216
225
bundesweit (Ø)
320
300
215
269
394
377
203
197
Quelle: BARMER GEK Gesundheitsreport 2013/2014 Sachsen, Tab. 9 (S. 63)
Arbeitsunfähigkeiten mit Erkrankungen des Muskel-SkelettSystems, oft Rückenbeschwerden, führten 2013 besonders in
Bautzen und Görlitz zu überdurchschnittlichen Fehlzeiten.
Muskel-Skelett-System
.
7
Arbeitsunfähigkeiten (AU) in Sachsen
Ergebnisse in Sachsen 2014
Vergleich der Fehlzeiten nach Krankheitsarten für die Jahre
2012/2013
Arbeitsunfähigkeiten mit Erkrankungen der Atemwege,
erfahrungsgemäß oftmals Erkältungen, führten 2013 in allen Kreisen zu überdurchschnittlich hohen Fehlzeiten.
Spitzenreiter waren in Sachsen Chemnitz und Bautzen.
Die Fehlzeiten durch psychische Störungen lagen in den meisten
Regionen Sachsens 2013 unter dem Bundesdurchschnitt, in
Bautzen, Görlitz und Leipzig allerdings darüber.
Die Fehlzeiten sind insgesamt im Bundes-, als auch im Sachsendurchschnitt leicht zurückgegangen. AU-Fälle aus diesem Erkrankungsbereich dauern jedoch nach wie vor mit Abstand am
längsten. Im Mittel werden bei den Krankschreibungen rund 50
Tage erfasst, bei Depressionen mehr als 70 Tage.
Krankheiten des Atmungssystems
.Psychische Störungen
.Verletzungen
Die Fehlzeiten durch Verletzungen liegen in Sachsens erheblich
über den Bundesdurchschnittswerten. Ausnahmen bilden die
Städte Dresden und Leipzig. Eine Erklärung dafür könnte sein,
dass Personen mit Wohnort in ländlichen Bereichen einer
höheren Unfallgefährdung ausgesetzt sind.
Einen möglichen Rückschluss auf höhere Gefährdung im Straßenverkehr lässt die Datenlagen jedoch nicht zu.
.
8
Document
Kategorie
Gesundheitswesen
Seitenansichten
7
Dateigröße
148 KB
Tags
1/--Seiten
melden