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2014
das
neue
meg
Eine Institution
der Stadt Genf
www.ville-ge.ch/meg
das Musée
d’ethnographie
de Genève
Ein neuer Ort für den neugierigen
Weltbürger – wo Reichtum und Vielfalt
der Kulturen und ihrer Unterschiede
erlebbar werden, in der ganzen Breite
ihrer traditionellen und aktuellen
Ausdrucksformen.
Das M E G
bezieht einen Neubau mit viel Raum für Ausstellungen, Vermittlung und
Dokumentation, mit Platz zum Entspannen und Flanieren, und mit modernster technischer Ausstattung.
bringt seine völkerkundlichen Sammlungen mit Objekten aus fünf Kontinenten zur Geltung, in ansprechender Aufmachung, und mit mehr als
tausend herausragenden Exponaten in der Dauerausstellung.
betreibt ein anthropologisches, historisches und archäologisches Forschungsprogramm.
veranstaltet eine bunte Palette an Aktivitäten, die einem breiten Publikum
unterschiedliche Lebens-, Glaubens- und Kunstformen nahebringen und
die Lebendigkeit von Kulturen zeigen, die sich unentwegt neu gestalten.
Oben
Frauenmaske Tlingit
U.S.A. Südwestküste
Alaska, Sitka
19. Jahrhundert
Holz, Metall. H 24 cm
Schenkung Dr HippolyteJean Gosse 1889
MEG Inv. ETHAM K001651
Einweihung
am 31. Oktober 2014
3
2014: ein Museum auf
der Höhe seines Rufes, seiner
beeindruckenden Sammlungen
und seines mannigfaltigen
kulturellen Angebots.
meg
Eine Geschichte
Die Entstehung des MEG. 1901 wurden die zuvor auf mehrere andere Einrichtungen, namentlich das Archäologische
Museum und das Musée des Missions verstreuten völkerkundlichen Sammlungen in der Villa Mon Repos zusamWas das M E G
mengeführt. Es war die Geburtsstunde des MEG, das sein
zu bieten hat
Entstehen dem Engagement des grossen Anthropologen
Eugène Pittard, Gründer des Lehrstuhls für Anthropologie der Universität Genf,
verdankt.
Umzug und Erweiterung. 1941 zog das Völkerkundemuseum in eine ehemalige
Schule am Boulevard Carl-Vogt 65. Eugène Pittard, Direktor bis 1952, war unermüdlich um die Weiterentwicklung des Museums bemüht, dessen Sammlungen
sich dank Einkäufen und Schenkungen grosser Sammler erweiterten. 1976 entstand die Dependance in Conches, ein Raum für Sonderausstellungen insbesondere rund um die ethnographische Sammlung zu Alpenraum und Rhonetal
des Genfers Georges Amoudruz. Diese Dependance ist seit Ende Juni 2013
geschlossen.
Mehr Platz. Im Laufe der Jahre wurde das Museum zu klein für seine
Sammlungen, für seine Aktivitäten und seinen hohen Anspruch. Die von den
Mitarbeitenden des MEG ersehnte Erweiterung wurde von zwei Direktoren
in die Hand genommen: Jacques Hainard von 2006 bis 2008, Boris Wastiau
seit 2009. Am 26. September 2010 stimmten 67% der Genfer Wähler für das
Neubauprojekt. Die Metamorphose konnte beginnen.
Linke Seite
Blattförmige Pfeilspitze
Chokwe? Angola, Dem. Rep. Kongo
oder Sambia
Anfang 20. Jahrhundert
Holz, Eisen. H 55 cm
Schenkung des Malers und Sammlers
Emile Chambon 1981
MEG Inv. ETHAF 044837
4
M E G 2014
Was das MEG zu bieten hat
Sammlungen von internationalem Ruf
Das MEG beherbergt heute eine der grössten völkerkundlichen Sammlungen
der Schweiz, mit ungefähr 80 000 Objekten und 300 000 Büchern bzw. Bild-,
Photo-, Film- und Tondokumenten. Die umfangreichen Bestände, ein Erbe aus
mehreren Jahrhunderten Sammlertätigkeit, verteilen sich auf fünf geographische
Abteilungen (Afrika, Amerika, Asien, Europa und Ozeanien), eine hoch renommierte Abteilung für Musikethnologie sowie eine Fachbibliothek.
Die Sammlung wurde über die Jahre laufend vergrössert. Ob einfache
Alltagsgegenstände oder herausragende Kunstwerke, die Objekte sind sprechende Zeugnisse der Kulturen aus fünf Kontinenten, materielle und nichtmaterielle Manifestationen von Lebens-, Denk- und Glaubensformen. Heute liegt der
Schwerpunkt primär auf dem Erwerb zeitgenössischer Werke aus Kunst und
Kunsthandwerk, sowie auf den wissenschaftlichen Sammlungen. Dabei bieten
die von den Anthropologen am Auffindungsort dokumentierten Objektgruppen
das für Forschung und Vermittlung interessanteste Potential.
5
Was das M E G
zu bieten hat
Ein multidisziplinäres Team mit breit gefächertem Know-how und vielfältigen Kompetenzen
Das Team des MEG besteht aus rund vierzig festen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern, die den Auftrag des Museums erfüllen: Konservierung der
Sammlungen, Forschung und Wissensvermittlung. Das Zusammenwirken ihrer
Fachkenntnisse und die Offenheit für externe Kompetenzen und Talente sorgen
für die Dynamik und Kreativität, die Ausstellungskonzepte, Sonderausstellungen,
Forschungsprogramme und den Austausch zwischen Museum und Besuchern
gedeihen lassen.
Eine ganz wesentliche Rolle spielt die Forschung. In einem richtungweisenden Schritt hat das MEG 2010 ein Forschungszentrum für Anthropologie
(CRA) eingerichtet, in welchem die Kuratorinnen und Kuratoren der einzelnen
Abteilungen (Afrika, Amerika, Asien, Europa, Ozeanien und Musikethnologie)
zusammenarbeiten. Feldforschung, Lehre und die Vermittlung der wissenschaftlichen Erkenntnisse an Öffentlichkeit und Fachkreise sind in die anderen Tätigkeiten des Museums integriert. Die Arbeiten des CRA fliessen in Form
und Inhalt der Ausstellungen ein und bereichern das Feld der Anthropologie mit
Veröffentlichungen, Vorträgen und Seminaren.
Ein ehrgeiziges Projekt
Mit diesem starken Team im Rücken verfolgt das MEG sein Gesamtprojekt:
– in museografisch attraktiver Aufmachung die Kulturen der Welt erforschen –
und dadurch unser Sein, Handeln und Denken ausloten;
– durch Breite und Qualität der Vermittlungsprogramme zu einer kulturellen
Bühne werden;
– das wissenschaftliche Standbein ausbauen und die Feldforschung stärken;
– Kooperationsnetze auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene knüpfen.
Rechte Seite
Vertikale malagan-Skulptur (Ausschnitt)
Papua-Neuginea, Neuirland
Anfang 20. Jahrhundert
Holz (Alstonia scholaris), Pflanzenfasern,
Kalk, Pigmente, Kitt (Parinaium laurinum),
Schneckengehäuse (Turbo petholatus).
H 231 cm.
Erworben von Arthur Speyer
MEG Inv. ETHoC 054518
6
M E G 2014
Was das MEG zu bieten hat
7
DER NEUBAU
8
M E G 2014
Der Neubau
Unten
Das unverwechselbare
Dach des MEG-Neubaus
am Boulevard Carl-Vogt
Schimmernder Blickfang mit
Rauten – das m e g ist verwachsen mit diesem Quartier, das
sich ­gerade zu einem kulturellen
­Magneten der Stadt entwickelt.
9
– mehr als Museum:
Räume für Ausstellungen,
Bildung und Vermittlung,
Auditorium, Vortragssäle,
Kreativbereich,
Bibliothek/Mediathek,
Boutique und Café
mit Terrasse zum
Landschaftsgarten.
meg
DER NEUBAU
Eine gute Adresse:
Boulevard Carl-Vogt 65
Das MEG liegt mitten in Genf in
einem Quartier, das sich gerade zu
einem neuen kulturellen Magneten entwickelt, einen Steinwurf entfernt von
den Kunstgalerien des Quartier des
Bains, unweit des MAMCO (Museum
für zeitgenössische moderne Kunst), gegenüber dem Sitz
des Schweizer Fernsehens SRF und dem neuen Gebäude
der Universität Genf, in das 2015 das Institut Forel für
Umweltwissenschaften und Raumplanung einziehen wird.
Das Museum ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln bestens
erreichbar.
Eine einmalige Architektur
Der neue, entschlossen innovative Bau der Architekten
Graber & Pulver aus Zürich, setzt mit seinem schimmernden, von Rauten durchbrochenen Metalldach Akzente. Das
architektonische Konzept ist so markant wie diskret, da der
Grossteil des Gebäudes unterirdisch angelegt ist. Die beiden Ebenen für Dauer- und Sonderausstellungen sowie für
kulturelle Anlässe liegen unter einer Grünfläche, einem städtischen Freiraum, der Museumsbesuchern und Flaneuren
am Boulevard Carl-Vogt gleichermassen offen steht. Hier
befinden sich der von Guido Hager und Pascal Posset vom
Büro Hager in Zürich gestaltete Landschaftsgarten und ein
Kinderspielplatz.
Alle Räume entsprechen den höchsten Anforderungen im
Hinblick auf Konservierung, Sicherheit und Zugänglichkeit.
Der Neubau stellt sich in Dimension und Form harmonisch
neben den historischen Altbau. In diesem sind zukünftig die Räume für wissenschaftliche, technische und
Verwaltungsaufgaben untergebracht.
10
M E G 2014
Der Neubau
Linke Seite
Grosse Treppe
Bibliothek/Mediathek
Oben
Aussicht von der Terrasse des Cafés auf den
renovierten Altbau und die Gartenanlage
11
Viel Platz für Museum und Besucher
Das MEG in neuer Dimension. Das Museum verfügt neu über 7 200 m2 Fläche
für seine Besucher, davon 2 000 m2 für Dauer- und Sonderausstellungen, das
sind viermal mehr als früher.
Oben
Längsschnitt Neubau
In rosa: Ausstellungsräume im 2. Souterrain
Die Ausstellungsebene liegt im zweiten Souterrain. Das grosse, säulenfreie Parallelogramm bietet einen weiten Raum, der einen fliessenden
Ausstellungsverlauf zulässt und sich im hinteren Teil auf die doppelte Raumhöhe
von zehn Metern erweitert, wodurch spektakuläre Szenografien möglich werden.
Die Räume für Empfang und Vermittlungsaktivitäten befinden sich im ersten Souterrain. Rund um das grosszügige Foyer sind drei Säle angeordnet:
das Auditorium mit 250 Plätzen (Bühne, Kinoleinwand, abmontierbare Sitze
und Stufen) und zwei Säle für je fünfzig Personen. In diesen Räumen können
kulturelle und wissenschaftliche Veranstaltungen, Kurse und Begegnungen
stattfinden.
DER NEUBAU
Die Kreativwerkstatt ist ein multifunktionaler Ort für künstlerische Experimente
und Aktivitäten für Kinder, Jugendliche und Schulklassen.
Die Bibliothek/Mediathek belegt mit ihren zwei Ebenen den oberen Stock
des Neubaus, wobei zwei Mezzanine über die rautenförmigen Dachöffnungen
Tageslicht erhalten. Der Nutzer findet hier einen grossen Lesesaal, einen Salon
zum Musikhören, und mehrere Arbeitsräume. Die Mediathek ist für jedermann
zugänglich, Studenten wie Forscher, und hält Monographien, Zeitschriften
sowie eine Sammlung ethnographischer Filme und Tonaufnahmen bereit. Ein
Stichwort- und Informationsdienst hilft bei der Suche nach den frei zugänglichen Werken und bei der Nutzung der Datenbanken.
Die Bauarbeiten:
Altbau, 28. Februar 2011
Souterrains, 2. November 2011
Ausstellungsräume, 12. September 2013
Vorplatz Neubau, 29. August 2013
Der Museums- und Buchladen. Ausgerichtet an den Aktivitäten des Museums,
umfasst das Sortiment der Boutique ausgewählte Objekte (Schmuck, Textilien,
Papierwaren, Souvenirs), CDs mit Musik aus aller Welt, ethnographische Filme,
Fachliteratur, Kinderbücher und die Publikationen des MEG.
Das Café und seine einladende Terrasse stehen jedermann offen.
Alle Räume, auch der Garten, sind mit WLAN ausgestattet.
12
M E G 2014
Der Neubau
13
Die
Dauerausstellung:
mehr als
1 000 Exponate,
jedes ein Bote
der Kulturen
der Welt.
DIE
DAUERAUSSTELLUNG –
ARCHIV DER
MENSCHLICHEN
VIELFALT
Eine Ausstellung, die Massstäbe setzt
Die ethnographischen Sammlungen
des MEG begründen dessen Ruf. Als
Gemeingut sind sie der Öffentlichkeit
zugänglich zu machen und in Wert zu
setzen. In einem weiten Raum ohne trennende Wände ist die Dauerausstellung
angelegt, für die Szenografie zeichnet das Atelier Brückner
aus Stuttgart verantwortlich.
Das museografische Konzept ist das Ergebnis einer
Reihe von Anforderungen:
– in einem einführenden Teil die Geschichte der Sammlungen
erklären und das MEG als Genfer Institution erkennbar
machen;
– den enzyklopädischen Charakter der Bestände widerspiegeln und die ganze Spannbreite der 1500 Kulturen auffächern, deren Zeugnisse das MEG bewahrt;
– d ie herausragendsten Objekte und Glanzstücke der
Sammlungen des MEG ausstellen;
– den Besucher auf einen spannenden Gang durch die
Sammlung mitnehmen und ihm vielfache Zugänge zu den
Exponaten und deren Botschaft eröffnen.
Mehr als tausend herausragende Objekte
Von den 80 000 Objekten des Gesamtbestands wurden tausend für die Dauerausstellung ausgewählt. Museografische
und wissenschaftliche Überlegungen bestimmten die
Auswahl der Exponate; sie überzeugen durch ihren historischen und anthropologischen Wert, bestechen durch ihre
Schönheit oder berühren durch ihre emotionale oder psychologische Dimension. Natürlich können tausend Werke,
so schön und repräsentativ sie auch sind, nicht die ganze
Vielfalt der Weltkulturen wiedergeben, doch sie sind zweifellos deren eindrucksvolle Botschafter.
Linke Seite
Die Göttin Pa-rvati-, Gattin S´ivas
Indien, Tamil Nadu
16. Jahrhundert
Bronze. H 64 cm
Schenkung Himavati 1990
MEG Inv. ETHAS 049077
14
M E G 2014
Die Dauerausstellung – Archiv der menschlichen Vielfalt
Tabufreie Darstellung der Museumsgeschichte
Im einführenden Teil der Ausstellung wird dargestellt,
wie die Sammlungen des MEG entstanden sind. In chronologisch-thematischer Reihenfolge werden die Objekte
präsentiert und erläutert: als Kuriositäten, Raritäten,
Exotika, als Kunstgegenstände mit Marktwert, als von
Missionaren gesammelte ambivalente Objekte, als diplomatische Geschenke aus aussenpolitischen Beziehungen,
und schliesslich als Artefakte aus der wissenschaftlichen
Feldforschung, die es zu untersuchen, zu vergleichen und
zu interpretieren gilt, um sie am Ende auszustellen.
15
Dieser Blick in die Geschichte des Museums stellt
Herausforderungen, die unumgänglich, aber auch faszinierend sind. Die Sammlungen sind das Ergebnis vieler einzelner, oft abenteuerlicher Begegnungen mit nahen
und fernen Kulturen. Die Objekte sind gezeichnet durch
die Umstände, unter denen sie von ihrem ursprünglichen
Kontext in ihr neues Dasein als Artefakte des MEG überführt wurden: am Ende einer ganzen Reihe von Interaktionen
zwischen Bevölkerungsgruppen, Missionaren, Ethnologen,
Händlern und Kunstliebhabern wechselt das Objekt den
Status, indem es in die Hände des Museumskurators
gelangt. Seine Bedeutung wandelt sich und es wird zum
Gegenstand des kulturellen Erbes.
Ein ansprechender, informativer Rundgang
Der weite Raum, in dem sich der Besucher den Kulturen der
Welt nähert, ordnet die Exponate nach ihrer geographischen
Herkunft: Asien, Amerika, Europa, Afrika, Ozeanien, ausser in der übergreifenden Abteilung Musikethnologie, wo
Instrumente zu sehen und in Aufnahmen auch zu hören sind.
Jede Abteilung orientiert sich an einem eigenen Thema, das
auch die jeweilige Logik der Präsentation der wichtigsten
Objekte bestimmt.
Die präsentierten Objekte sind ein regelrechtes Archiv
der menschlichen Vielfalt, und jedes wurde zu einem
bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort angefertigt und benutzt, zu alltäglichen, rituellen oder symbolischen
Zwecken; insofern sind sie immer mit bestimmten Techniken,
Glaubensformen, mit spezifischen gesellschaftlichen oder
politischen Beziehungen verbunden.
Die Museografie arbeitet spezifische Ansätze gezielt
heraus – die Verbindungen zwischen den Kulturen in religiösen Dingen oder in der Form der Machtäusserung, für
Asien die religiöse Ikonografie, für Afrika das Verhältnis zur
Erinnerung, für Ozeanien die Beziehung zwischen Leben
und Tod…
Rechte Seite
Zoomorpher Tonkrug im Colima-Stil,
nackter Hund (Detail)
Mexiko, Nordwestküste
3.-5. Jahrhundert
Keramik. H 12 cm
Erworben 1959 von der Galerie Motte in Genf
MEG Inv. ETHAM 027805
Oben
Ansichten der Dauerausstellung.
Szenografie Atelier Brückner, Stuttgart.
16
M E G 2014
Die Dauerausstellung – Archiv der menschlichen Vielfalt
17
EINE NEUE BÜHNE
FÜR DIE KULTUR
IN DER STADT
Sammlungen und Dauerausstellung,­
Sonderausstellungen, Konzerte,
­Veranstaltungen, Begegnungen…
das m e g kann man besuchen, erforschen, benutzen.
Das Vermittlungsteam des MEG konzipiert für seine Besucher vielfältig
innovative, fantasievolle Programme,
Hilfsmittel und Rundgänge, um traditionelle und aktuelle Ausdrucksformen
verständlich zu machen, und um immer
wieder die Frage nach dem Menschsein
heute zu stellen. Ob ein Angebot eher
ästhetisch, spielerisch oder pädagogisch
orientiert ist – der Besucher bestimmt,
was er im MEG gerne erleben möchte.
Linke Seite
Anthropomorphe Skulptur
Vanuatu, Malakula
Holz, Pigmente. H 187 cm
1927-28 von Robert Lugeon vor Ort beschafft
MEG Inv. ETHoC 020939
Oben
Weibliche Statue
Papua-Neu-Guinea, Mittlerer Sepik
Holz, Pigmente, Muscheln. H 175 cm
Erworben 1922 von Arthur Speyer
MEG Inv. ETHoC 009161
18
M E G 2014
Eine neue Bühne für die Kultur in der Stadt
Das Kultur- und
Wissenschaftsprogramm: der dynamische Motor der Museums
Das MEG ist eine Plattform für
Austausch und Begegnung. Da seine
Sammlungen enzyklopädisch angelegt sind, eröffnen sich schier unbegrenzte Möglichkeiten, die Formen
und Manifestationen des Denkens
und Handelns verschiedener Kulturen
zu hinterfragen, zu verstehen und zu
relativieren.
Ein globales Angebot. Forschung,
Museologie und Vermittlung schliessen
sich zu einem globalen Kulturangebot
zusammen. Die Programmgestaltung
widerspiegelt die Komplementaritäten und
die Wechselwirkungen zwischen diesen
verschiedenen Bereichen. Die Vermittlung
knüpft Beziehungen, weist auf Inhalte
und auf alternative Möglichkeiten hin,
die in Dauer- und Sonderausstellungen
behandelten Themen anzugehen. Alle
Räumlichkeiten des Museums, vom
Garten bis zur Bibliothek, sind Orte, die
die Weitergabe von Wissen, das Erleben
von Emotionen und die Neugier des
Entdeckens fördern und begünstigen.
19
Ausstellungen, Veranstaltungen, Begegnungen – ein
globales Angebot und vielfältige Erlebnisse
Die Sonderausstellungen*: gewagte Formen der
Erforschung naher und ferner Welten. Jedes Jahr organisiert das MEG in den Räumen, die sich an den festen
Museumsrundgang anschliessen, Sonderausstellungen.
Diese konzentrieren sich auf ein Thema und stützen sich
auf die Feldforschung und die wissenschaftliche Arbeit. Sie tragen dazu bei,
die Sammlungen zur Geltung zu bringen und das erworbene Wissen weiter zu
vermitteln, vor allem über das Begleitprogramm (Veröffentlichungen, Vorträge
für Öffentlichkeit oder Fachpublikum, Lehre), sie stärken die Zusammenarbeit
mit wissenschaftlichen Einrichtungen und Museen, und mit den Völkern, deren
Kulturen und Gesellschaften präsentiert werden.
* Geplant
– D ie Könige der Mochica. – Gottheit und Macht im
alten Peru. 31. Oktober 2014 bis 3. Mai 2015
– Buddhistischer Japonismus
– In den Meeren des Südens
– D er Islam in Afrika
– Masken des Alpenbogens
– Stimmen des Geheimnisses
Das Auditorium. Ausgestattet mit Bühne, Kinoleinwand, Regieraum, Kabinen,
audiovisueller Einrichtung und Top-Akustik, bietet sich der grosse Saal für
Veranstaltungen aller Art an: Märchen- oder Tanzaufführungen, Konzerte,
Performances, Film- und Musikfestivals, Vorträge, Tagungen, usw.
Bildung und Vermittlung. Sie haben den Auftrag, das breite Publikum zu sensibilisieren, spielerisch auch Neulinge an die Welt des Museums und seine
Themen heranzuführen: Führungen, Erlebnisrundgänge, Aktivitäten mit Künstlern,
Mitmachprojekte für Jugendliche, Programme für die den ganz Kleinen ab zwei
Jahren, Schnitzeljagden, Rätsel-Rallyes, Geburtstagspakete, Workshops und
andere Ideen für die ganze Familie.
Museum für Alle: ein Anliegen mit Priorität
Über die technischen Einrichtungen und die Öffnungszeiten hinaus will das MEG
mit spezifischen Programmen ein möglichst breites Publikum ansprechen:
– Aufbau von Partnerschaften mit den Schulen allgemein, und vertieft mit
den Einrichtungen im Quartier;
– g ezielte Ansprache museumsferner Kreise, Solidaraktionen in
Zusammenarbeit mit haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern sozialer Verbände
und Institutionen, Förderung von Veranstaltungen „extra muros“. Aufbau von
Partnerschaften mit Verbänden und Vereinen und Akteuren aus anderen
Kulturen;
– B erücksichtigung unterschiedlichster Formen von Behinderung und
Konzeption innovativer Formen der Besucherbetreuung, mit Schwerpunkt
auf direkte Vermittlungsmassnahmen, die gezielt mit und für Personen mit
Behinderung gestaltet und für ein gemischtes Publikum angelegt sind.
Die interaktive Plattform des MEG
Mit eMEG wird das gesamte Angebot des Museums auf allen digitalen
Geräten, Tablets und Smartphones verfügbar. Es begleitet die Dauerausstellung
und die Sonderveranstaltungen, und gibt Zugriff auf das Wissen des Museums:
Datenbanken, Publikationen, Mediathek und Bibliothek, Vorträge als Podcast,
verschiedene Rundgänge für alle Arten von Besuchergruppen, individuell gestaltbare Museumsrundgänge.
Rechte Seite
Poupou, Paneel eines
Versammlungshauses
Whare WHakairo (Detail),
Maori, Neuseeland
um 1860
Holz, Perlmutt. H. 187 cm
Erworben 1950
durch L.J. Lemaire
in Amsterdam
MEG Inv. ETHOC 022873
20
M E G 2014
Eine neue Bühne für die Kultur in der Stadt
21
Kontakt
Vorderes Deckblatt
Bikeghe-Rächermaske
Fang, Untergruppe Betsi
Gabun, Moyen-Ogooué
Ende 19. oder Anfang
20 Jahrhundert
Holz, Pigmente, Fasern,
Federn. H 100 cm
Erworben 1931 durch
Pfarrer Fernand Grébert
MEG Inv. ETHAF 013420
Hinteres Deckblatt
Ngil (asu Ngye) oder
Ekekek-Maske
Fang, Untergruppe Betsi
Gabun, Moyen-Ogooué
19. oder Anfang
20 Jahrhundert
Holz, Pigmente, Harz.
H 50 cm
Erworben 1931 durch
Pfarrer Fernand Grébert
MEG Inv. ETHAF 013416
Links
Chincha-ica-Tongefäss in
Form eines Flötenspielers
Peru, Südküste
11.-14. Jahrhundert
Keramik. H 23 cm
Erworben 1933 durch den
Schweizer Jean-Jacques
Schazmann, der sich von
1848 bis 1870 dort aufhielt
MEG Inv. ETHAM 014152
Rechte Seite
Beleuchtbarer Globus mit
von Hand aufgezeichneter
Route der Expeditionen
Alfred Bertrands. 1920
Holz, Glas, Metall, Papier
H 86 cm ø 54 cm
Schenkung Alice Bertrand
1940
MEG Inv. ETHEU 108685
Bildnachweis
Seiten 1, 2, 4, 7, 12, 14,
17-19, 21-24:
MEG, Johnathan Watts
Seite 13:
Graber und Pulver, Zürich
Seiten 8, 10-11:
Architron, Zürich
Seite 16:
Atelier Brückner, Stuttgart
Boris Wastiau
Direktor
T +41 22 418 45 44
boris.wastiau@ville-ge.ch
Philippe Mathez
Ausstellungen (Leitung)
T +41 22 418 45 45 (direkt)
philippe.mathez@ville-ge.ch
Sylvie Clément Gonvers
Kommunikation (Leitung)
T +41 22 418 45 73 (direkt)
sylvie.clement@ville-ge.ch
Steve Bourget
Forschungszentrum für Anthropologie
T +41 22 418 45 84 (direkt)
steve.bourget@ville-ge.ch
Christine Détraz
Besucherdienst, Bildung und Vermittlung (Leitung)
T +41 22 418 45 54 (direkt)
christine.detraz@ville-ge.ch
SAMEG
Verein der Freunde des MEG
T +41 22 418 45 80 (direkt)
sameg@sameg.ch
MEG
Boulevard Carl-Vogt 65-67
1205 Genf
Tel +41 22 418 45 50
Fax+41 22 418 45 51
musee.ethno@ville-ge.ch
TPG:
Bus 1, 2, 19 and 32
Tram 15
www.ville-ge.ch/meg
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