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LESESTOFF: DIE WILDE KINOVERSION EINES LEIPZIG-ROMANS | KULTUR
FreiePresse
OBERES VOGTLAND
Dienstag, 10. Februar 2015
1100 Menschen
protestieren für
Weltoffenheit
LOKALES
MARKNEUKIRC HEN
178 Musiker wollen
zum Wettbewerb
Unter dem Motto „Chemnitz ist
weltoffen: Gesicht zeigen für unsere
Stadt“ haben sich gestern Abend
Großer Andrang zum Jubiläum:
Für den 50. Internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen vom 7. bis 16. Mai haben
sich 178 Musiker aus 35 Ländern
angemeldet. Sowohl im Fach Kontrabass (97 Bewerber) als auch in
der Konkurrenz für Violine mit 81
Kandidaten sind dies Spitzen-Meldeergebnisse. Ausgetragen wird
der mit 22.000 Euro Geldpreisen
sowie Sachpräsenten dotierte
Wettbewerb in der Musikhalle
Markneukirchen und im Alten
Schloss in Erlbach. Schirmherr ist
in diesem Jahr der sächsische
Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU). (hagr) Seite 9: Bericht
1100 Menschen im Nieselregen in
der Innenstadt versammelt. Zu der
Demonstration gegen die zeitgleich
stattfindende Cegida-Kundgebung
hatte ein breites Bündnis aus Gewerkschaftern, IHK-Vertretern, Betriebsräten, Künstlern sowie Kommunal- und Landespolitikern aufgerufen. Unter den zahlreichen Rednern war auch Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD). Der Cegida, die gestern zum zweiten Mal zur
Versammlung vor dem Karl-MarxMonument mobil gemacht hatte,
schlossen sich rund 500 Menschen
an. Anders als am vergangenen
Montag marschierten sie nicht
durch die Innenstadt. Das Ordnungsamt hatte aus Mangel an Einsatzkräften keine Genehmigung dazu erteilt. Beide Demonstrationen
FOTO: UWE MANN
verliefen friedlich.
OELSNITZ
Klare Zahlen zu
Turnhalle gefordert
Nicht abgeneigt, sich stärker für
die Turnhalle Alte Reichenbacher
Straße zu engagieren, ist der Präsident des TSV Oelsnitz, Ulrich
Lupart. Die Keglerinnen des Vereins nutzen die Bahn in der Halle.
Bevor verhandelt wird, müsste die
Stadt aber alle Zahlen auf den
Tisch legen, fordert er. Unterdessen sucht die Kinder- und Jugendarbeit, die die Halle auch ständig
nutzt, ein neues, zentrumsnäheres Domizil. (hagr) Seite 9: Bericht
IN DIESER AUSGABE
Zeitgeschehen Forscher sind
Wildschweinen in der Stadt
auf der Spur
Aus aller Welt Südafrika
entwickelt neues System
zur Abwehr von Haien
Sport FC Erzgebirge Aue
kündigt für Übeltäter in der
Fankurve harte Strafen an
Einzelpreis 1,00 Euro
Polizei in Sachsen kann
Demonstrationen nicht absichern
Die Demo-Absagen stellen
die Frage nach der Personalausstattung der Polizei
und wie das Demonstrationsrecht künftig gewährleistet werden soll.
VON UWE KUHR UND TINO MORITZ
CHEMNITZ/LEIPZIG — Nach der Absa-
ge der Legida-Demonstration in
Leipzig wirken sich die Personalengpässe bei der sächsischen Polizei
nun auch auf weitere Demonstrationen aus. Die Protestbewegung in
Chemnitz, Cegida, durfte gestern
Abend zwar eine Kundgebung in der
Innenstadt abhalten. Ein anschließend geplanter Marsch wurde allerdings kurzfristig untersagt. Einer
Sprecherin zufolge habe die Bereitschaftspolizei Sachsen eine Hundertschaft für Chemnitz zugesichert. Dies habe nur zur Absicherung der Kundgebung ausgereicht.
Damit verschärfte sich gestern der
Streit darüber, inwieweit die Polizei
in Sachsen noch in der Lage ist, das
Demonstrationsrecht im Freistaat
abzusichern.
Die Stadt Leipzig hatte bereits am
Wochenende den Legida-Aufzug untersagt. Das Verbot wurde mit einer
mangelnden Anzahl an Polizisten
begründet. „Ich stelle fest, dass der
Freistaat Sachsen nicht in der Lage
ist, die nach Einschätzung der Polizeidirektion Leipzig notwendigen
Kräfte zur Sicherstellung der Versammlungsfreiheit bereitzustellen“,
heißt es wörtlich in einem Schreiben von Leipzig Oberbürgermeister
Burkhard Jung (SPD) an Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU).
Angefordert hatte der Leipziger Polizeichef Bernd Merbitz beim Innenministerium 31 Hundertschaften,
bekommen sollte er nur acht mit je
120 Beamten. Die fünf angemeldeten Kundgebungen gegen Pegida
durften allerdings stattfinden.
Das Innenministerium verwies
auf die Vielzahl der für gestern angemeldeten Demonstrationen in Sach-
sen und in anderen Bundesländern.
Für Leipzig hätten 1000 Polizisten
zur Verfügung gestanden. Die Stadt
müsse in eigener Verantwortung
festlegen, wie Versammlungen mit
den vorhandenen Polizeikräften –
beispielsweise durch Auflagen – realisiert werden können, so ein Ministeriumssprecher.
Der innenpolitische Sprecher der
SPD im Landtag, Albrecht Pallas,
kündigte gestern eine für Koalitionspartner in Sachsen eher ungewöhnliche Maßnahme an. Er werde
Ulbigs Ministerium mit einer Kleinen Anfrage zur Stellungnahme
auffordern, sagte er der „Freien Presse“. Bereits am Sonntag hatte sich
Pallas darüber beklagt, dass die Leipziger Bitte um mehr Polizei-Unterstützung von Ulbig „de facto abgewiesen“ wurde.
Für Hagen Husgen, Landeschef
der Gewerkschaft der Polizei, ist dies
„selbst gemachtes Elend“. Vieles sei
dem Personalabbau bei der Polizei
geschuldet. Versammlungen in
Sachsen abzuhalten, werde in den
nächsten Monaten nicht leichter.
„Das Verbot von Leipzig wird nicht
das letzte gewesen sein“, sagte er.
Seite 2 Bericht
„Damit wird der Rechtsstaat beschädigt“
Die Deutsche Polizeigewerkschaft
hat gestern erneut vor den möglichen
Folgen von Demonstrationsabsagen
gewarnt. Bundesvorsitzender Rainer
Wendt mahnte: „Es ist zwar richtig,
dass der Schutz der Versammlungsfreiheit Polizeikräfte nicht so massiv
binden darf, dass die Wahrnehmung
anderer, mindestens gleichwertiger,
polizeilicher Aufgaben in Frage ge-
stellt wird. Dies darf aber nicht dazu
führen, dass wir uns in Deutschland
an Demonstrationsverbote gewöhnen. Damit wird der Rechtsstaat beschädigt.“ Wenn ein vom sächsischen
Innenministerium festgestellter Mangel an Polizeikräften dazu führe, dass
Grundrechte nicht mehr wahrgenommen werden können, müsse schnellstens gegengesteuert werden. (fp)
Merkel und
Obama setzen
auf Gespräche
Ukraine: Kanzlerin lehnt
militärische Lösung ab
WASHINGTON — US-Präsident Barack
Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel hoffen im Ukraine-Konflikt auf eine diplomatische Lösung.
Nach einem Treffen mit Merkel im
Weißen Haus warf Obama gestern
Kremlchef Wladimir Putin allerdings vor, die Krise durch Unterstützung der russischen Separatisten
weiter anzuheizen. Zugleich betonte er, dass sich die USA die Möglichkeit von Waffenlieferungen in die
Ukraine offenhielten. Eine Entscheidung gebe es aber noch nicht. Merkel bekräftigte ihre Ablehnung einer militärischen Lösung. Vor dem
geplanten Vierergipfel zum Ukraine-Konflikt morgen in Minsk sagte
sie: „Wir sind jetzt aufgefordert, hier
Lösungen zu suchen. Nicht im Sinne einer Vermittlung, sondern im
Interesse der europäischen Friedensordnung.“ Beide drohten mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen
Russland, falls es in Minsk keine
konkreten Ergebnisse gibt. (dpa)
Seite 4: Thema und Leitartikel
Der Strafverteidiger
Schauspieler Moritz Bleibtreu ist
zurück im Fernsehen. Er spielt
den Strafverteidiger Friedrich
Kronberg in der neuen sechsteiligen ZDF-Krimiserie „Schuld“ freitags 21.15 Uhr. Mehr dazu heute
im Fernsehmagazin „rtv“.
WETTER VOR ORT
6 Uhr 10 Uhr 14 Uhr 18 Uhr
1°
2°
Morgen
3°
-3°
2°
0°
Übermorgen
3°
-1°
Ausführliches Wetter: Ratgeber
20007
Warnung vor dem Lauschangriff
Moderne Fernseher machen das Leben immer bequemer – aber auch ein bisschen gefährlicher
Gehören Sie zu den stolzen Besitzern eines neuen Smart-Fernsehers
von Samsung, mit dem Sie sogar reden können? Zumindest für Menschen, die ständig die Fernbedienung verlegen, ist das auch ganz
praktisch. Eine kurze Ansage – und
der Fernseher erwacht aus dem
Standby, wechselt den Sender oder
reguliert die Lautstärke. Dank
Spracherkennung wird es noch bequemer. So kann der Zuschauer über
das mit dem Internet verbundene
TV-Gerät zum Beispiel abfragen,
wann der nächste Krimi läuft.
Schöne neue Fernsehwelt! Die
Bequemlichkeit hat aber ihre Tücken. Vor denen hat der koreanische
TV-Hersteller jetzt seine Kunden so-
gar gewarnt. (Die Fernsehbauer ahnten wohl, dass sich kaum jemand
durch die Nutzungsbedingungen
Schöne neue Fernsehwelt.
quält, bevor er es sich vor dem neuen Super-Gerät bequem macht.)
Nutzer der Sprachsteuerung sollten
FOTO: SAMSUNG
sich darüber im Klaren sein, dass das
Gerät alles aufzeichnet, was im
Raum gesprochen wird. Die darauf
vor allem im Internet losgetretene
Diskussion versuchte Samsung gestern wieder einzufangen. Erst wenn
über Knopfdruck auf der Fernbedienung eine Suchanfrage über Sprachbefehl aktiviert werde, würden die
Tonaufnahmen an Drittanbieter
übertragen. Was sagt uns das? Der
Fernseher hört mit – aber nur, wenn
wir es wollen.
Udo Lindner
EINE VIDEO-ANLEITUNG
zur Sprachsteuerung können
Sie aufrufen, wenn Sie den
Code mit dem Smartphone
scannen. » www.freiepresse.de/samsung
ERMITTLUNGSVE RFAHREN
Sozialkassen um 1,13
Millionen geprellt
CHEMNITZ — In einem seit 2012 angeklagten Wirtschaftsstrafverfahren
gegen zehn Männer und Frauen aus
dem Erzgebirge ist noch immer keine Hauptverhandlung in Sicht. Das
erfuhr die „Freie Presse“ gestern am
Rande eines gesonderten Verfahrens
gegen eine „Randfigur“ des Geschehens, eine Frau aus Aue, die wegen
Betrugs verurteilt wurde. Den zehn
Beschuldigten wird vorgeworfen,
sie hätten seit 2001 über Jahre hinweg 33 Krankenkassen sowie mehrere Arbeitsagenturen um 1,13 Millionen Euro geprellt. Sie sollen dazu
ein Firmengeflecht aufgebaut haben, das überwiegend aus Briefkastenfirmen bestand und das mit
Scheinarbeitsverträgen agierte. Insgesamt sollen 29 Akteure beteiligt
Seite 3: Bericht
gewesen sein. (gt)
4 190932 801007
Die Zeitung im Internet:
www.freiepresse.de
53. Jahrgang, Nr. 34, VERLAG UND REDAKTION:
09111 Chemnitz, Brückenstraße 15, Tel. 0371 6560
SERVICE-TELEFON: 0800 80 80 123
MONTAG BIS FREITAG: 6.00–18.00 Uhr | SAMSTAG: 6.00–13.00 Uhr
Telefonische Anzeigenannahme | Abo-Service | Ticket-Service
2 Freie Presse
SACHSEN
Dienstag, 10. Februar 2015
Romantiker
in Dresden
NACHRICHTEN
OBERBÜRGERMEISTER
Vier Kandidaten
treten zur Wahl an
Mondschein und Kreidefelsen: Mit
Johann Christian Dahl (1788-1857)
und Caspar David Friedrich (17741840) treffen im Dresdner Albertinum die wichtigsten Protagonisten
der nordischen Landschaftsmalerei
der Romantik aufeinander. Die Sonderschau „Dahl und Friedrich. Romantische Landschaften“ umfasst
117 Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen der Künstler, die Anfang
des 19. Jahrhunderts fast 20 Jahre
lang im selben Haus in der Barockstadt lebten, sowie ihrer Schüler.
Neben Dahls Gemälde „Larvik bei
Mondschein“ von 1839 (Foto) ist
auch das berühmte Friedrich-Bild
„Kreidefelsen auf Rügen“ von 1818
zu sehen. Damit werde erstmals eine für die romantische Kunst tragende Freundschaft unter verschiedenen Aspekten aufgeblättert, sagte
der Generaldirektor der Staatlichen
Kunstsammlungen Dresden, HartFOTO: ARNO BURGI/DPA
wig Fischer.
ANNABERG-BUCHHOLZ — Vier Kandidaten gehen am 8. März in das Rennen um das Amt des Oberbürgermeisters von Annaberg-Buchholz.
Das sind Steffen Simon (CDU),
Frank Dahms (Die Linke), Rolf
Schmidt (Freie Wählergemeinschaft
„Wir für unsere Stadt/Alternative Liste Sport) und Michael Heinz (SPD).
Einen fünften Wahlvorschlag hat
der Gemeindewahlausschuss ablehnen müssen. Dabei handelte es sich
um einen Einzelkandidaten. Er hätte 100 Unterstützerunterschriften
vorlegen müssen bekam aber nur 39
Unterschriften. (tw)
FLÜCHTLINGE
Ausweichquartier
soll heute öffnen
GÖRLITZ — In Görlitz laufen die Vor-
bereitungen zur Entlastung der zentralen Erstaufnahme-Einrichtungen
für Asylbewerber in Chemnitz und
Schneeberg auf Hochtouren. Die ersten 100 von insgesamt 140 Flüchtlingen sollen heute in dem einst von
der Bereitschaftspolizei genutzten
Objekt am Flughafen Görlitz Quartier beziehen, wie die Landesdirektion gestern mitteilte. Weitere 36
Flüchtlinge reisen den Angaben zufolge morgen an. Wann die 250 vorübergehend in einer Sporthalle in
Schneeberg (Erzgebirgskreis) untergebrachten Flüchtlinge umquartiert
werden, stand gestern aber noch
nicht fest. (te)
STADTETAT
Waldverkauf gegen
Haushaltsmisere
PLAUEN — Mit
dem Verkauf von
Wald will die Stadt Plauen in den
nächsten Jahren mindestens eine
Million Euro einnehmen. Damit sollen Löcher im städtischen Haushalt
gestopft werden. Die Stadt tastet
erstmals dieses Vermögen an, so die
Information aus dem Rathaus. Als
eine der waldreichsten Kommunen
Sachsens verfügt Plauen über mehr
als 2300 Hektar Wald. Die Flächen
befinden sich auch abseits des Stadtgebiets. Um den angepeilten Betrag
einzunehmen, müssten etwa 130
Hektar veräußert werden. Das sind
etwa fünf Prozent des Gesamtbestandes. (tb)
BRAND
Feuerwehr
löscht Glutnester
GERINGSWALDE — Die Feuerwehr aus
dem mittelsächsischen Geringswalde kommt nicht zur Ruhe: Einsatzkräfte mussten gestern Glutnester
in dem leerstehenden Mehrfamilienhaus löschen, das in der Nacht
zum Sonntag niedergebrannt war.
Gegen Mittag war der Einsatz beendet. Währenddessen sitzt in der Bevölkerung der Schock tief. Denn in
der Nacht zu Sonntag war am Rande
des Einsatzes ein 50-jähriger Feuerwehrmann – ein zweifacher Familienvater aus dem Ort – zusammengesackt und wenig später aus bislang
unbekannter Ursache verstorben. Es
besteht zudem der Verdacht einer
Brandserie: Seit November 2013
kam es zu nun insgesamt vier Großbränden. (acr/grün)
MORDURTEIL
Frohburger
legt Revision ein
LEIPZIG — Gegen das Urteil des Land-
gerichts Leipzig zum Mord an einer
19-Jährigen in Frohburg (Landkreis
Leipzig) sind Revisionen eingelegt
worden. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch der Angeklagte wollten in Berufung gehen, sagte ein Gerichtssprecher gestern. Das Landgericht hatte einen 24-jährigen aus
Frohburg wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte zudem beantragt,
die besondere Schwere der Schuld
festzustellen. Dieser Forderung war
die Strafkammer nicht gefolgt. (dpa)
DIE SONDERAUSSTELLUNG ist noch bis
zum 3. Mai zu sehen. Das Albertinum hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt
kostet 10 Euro, ermäßigt 7,50 Euro.
Pegida-Proteste gehen weiter
Immer noch gehen in
Dresden die meisten Pegida-Demonstranten auf die
Straße. Von einem Rechtsruck will Vereinsgründer
Bachmann nichts wissen.
VON TINO MORITZ, UWE KUHR,
EVA STEGMANN UND RONNY SCHILDER
DRESDEN/CHEMNITZ/LEIPZIG — Pegi-
da-Gründer Lutz Bachmann ist wieder da: In Dresden stand er gestern
als Erster am Mikro und wurde von
Tausenden Demonstranten vor der
Frauenkirche mit tosendem Jubel
empfangen. Dabei ist es nicht mal 20
Tage her, dass er sich für seine „unüberlegten Äußerungen“ entschuldigte. Er hatte Ausländer in einem
internen Facebook-Chat als „Viehzeug“, „Dreckspack“ und „Gelumpe“
bezeichnet. Damit habe er „den Interessen unserer Bewegung geschadet“, was ihm leid tue und woraus er
mit seinem Rücktritt als Pegida-Vereinschef die Konsequenzen ziehe. So
wurde Bachmann damals in der Pegida-Pressemitteilung zitiert.
Gestern klang Bachmann ganz
anders. Er sagte, er habe da ein paar
Worte benutzt, „die jeder von uns, jeder, bin ich mir sicher, schon mal am
Stammtisch benutzt hat“. Erneut
brandete Jubel auf. Bachmann versicherte gleich noch, dass es mit Pegida weitergehe, dass man an den ursprünglichen 19 Forderungen festhalten werde und dass es „keinen
Rechtsruck oder sonst irgendwas geben“ werde. „Das ist Blödsinn.“ Aller-
dings trat als erste Gastrednerin ausgerechnet die Hamburger Ex-AfDPolitikerin Tatjana Festerling auf,
die von der SPD als „Scharia-Partei
Deutschlands“ und über „rotgelutschte Politapparatschiks“ sprach.
Mit Götz Kubitschek ergriff zudem
ein Vertreter der sogenannten Neuen Rechten das Wort, später folgte
noch eine Anastasia aus Russland.
Alle Redebeiträge wurden unterbrochen durch „Wir sind das Volk“-,
„Volksverräter“- und „Lügenpresse“Rufe, immer wieder gab es kollektive Buhrufe.
Mehrere Tausend waren gekommen. Nach Schätzungen von Beobachtern sind es zwar viel weniger als
zur letzten Kundgebung am 25. Januar gewesen, als 17.000 Menschen
dabei waren, aber auch entschieden
mehr als die von der Polizei angegebenen 2000. Zum Vergleich: 500 waren es, die am Tag zuvor an gleicher
Stelle dem Aufruf der gemäßigter
auftretenden Pegida-Abspalter um
Ex-Sprecherin Kathrin Oertel gefolgt waren.
Aus Protest blieb die Frauenkirche verdunkelt – damit sie nicht „als
Kulisse für ausländerfeindliche
Kundgebungen instrumentalisiert
wird“, wie Pfarrer Sebastian Feydt
begründete. Die Pegida-Demonstranten reagierten mit Buhrufen. Eine andere Protestaktion bekamen
sie gar nicht mehr zu Gesicht: Aktionskünstler Kurt Fleckenstein aus
Mannheim hatte am Nachmittag
den Lackmustest auf „Respekt und
Toleranz“ in der Stadt machen wollen und auf dem Neumarkt 175 Ge-
Protest gegen Pegida
Pegida bekommt in Dresden immer
neue Formen von Gegenprotest zu
spüren. Gestern kündigte die Organisation Weltoffenes Dresden (#WOD)
ein Kulturfestival für die Zeit vom 12.
bis 23. Februar an. Dazu werden sieben gelbe Container, wie sie auch als
Flüchtlingsunterkünfte verwendet
werden, auf zentrale Plätze der Stadt
gestellt. „Hier werden sie zu Räumen
der Improvisation für Kunst, Kultur
und Wissenschaft“, hieß es.
Er ist zurück: Pegida-Gründer Lutz
Bachmann spricht zu seinen Anhängern in Dresden.
FOTO: ARNO BURGI/DPA
Wissenschaftler aus Ost- und Westdeutschland rufen zu einer Anti-Pegida-Kundgebung am 28. Februar in
Dresden auf. Unter dem Motto „Aufklärung statt Ressentiments“ sammeln die Forscher derzeit im Internet
Unterschriften für einen Aufruf, der
Pegida als „gefährlich“ einstuft. (dpa)
betsteppiche ausgelegt. Er sei als „Islamschwein“ beschimpft worden,
sagte er. Ordnungsamt und Stadtreinigung hätten schließlich die Teppiche auf Lkw verladen und weggefahren. Weithin sichtbar als Protestzeichen blieben signalfarbene
Warnwesten, die die Skulpturen des
Schauspielhauses verhüllten. Vor
dem versammelten sich 600 Gegendemonstranten bei viel Musik.
In Chemnitz stellten sich gestern
im Nieselregen rund 1100 Demonstranten der Cegida entgegen. Ein
breites Bündnis aus Gewerkschaftern, Politikern, Kulturschaffenden,
Sportlern hatte unter dem Slogan
„Chemnitz ist weltoffen: Gesicht zeigen für unsere Stadt“ zu der Gegenveranstaltung aufgerufen. Fast zeitgleich versammelten sich 500 Cegida-Anhänger vor dem Karl-MarxMonument. Die Kundgebung löste
sich nach etwas mehr als einer Stunde auf. Als Gastredner trat der umstrittene Ex-AfD-Politiker Heiko Bernardy auf. Seine Partei hatte sich
kürzlich nach fremdenfeindlichen
Äußerungen von ihm distanziert.
In Leipzig versammelten sich
gestern trotz des Verbots der LegidaDemonstration einige Anhänger des
islamkritischen Bündnisses auf dem
Augustusplatz. Die Polizei löste die
Zusammenkunft unter Verweis auf
das Demo-Verbot auf und begleitete
die Teilnehmer zum Hauptbahnhof.
Vereinzelt sei es zu verbalen Auseinandersetzungen und Anfeindungen
gegen Teilnehmer einer Demonstration unter dem Motto „Willkommen in Leipzig“ gekommen, sagte
eine Polizeisprecherin. Daran nahmen schätzungsweise 200 Menschen teil. (mit dpa)
Sprayer
bekennen
sich schuldig
Leipzigern drohen in
Singapur Stockhiebe
SINGAPUR/LEIPZIG — Zwei Leipziger,
denen in Singapur wegen Vandalismus die Prügelstrafe droht, wollen
sich ihrem Anwalt zufolge vor Gericht für schuldig erklären. Nach
Verhandlungen mit der Staatsanwaltschaft sei die Zahl der Anklagepunkte schon reduziert worden, sagte gestern ihr Anwalt, Christopher
Bridges. Das würde die erwartete
Haftstrafe um einige Monate reduzieren.
Die beiden 21 und 22 Jahre alten
Männer waren am 9. November in
ein Depot mit U-Bahn-Waggons eingedrungen und hatten diese mit
Graffiti besprüht. Sie sitzen in dem
strengen südostasiatischen Stadtstaat in Untersuchungshaft. Wer in
Singapur wegen Vandalismus verurteilt wird, bekommt eine Geld- oder
Haftstrafe sowie drei bis acht Stockschläge. Diese werden mit einem
1,20 Meter langen und 1,2 Zentimeter dicken Stock aus Peddigrohr vollstreckt, den ein Vollzugsbeamter auf
den nackten Po der Verurteilten
schwingt. Die Nieren werden abgedeckt – damit kein bleibender Schaden entsteht, wenn der Beamte mal
daneben schlägt.
Diesen Qualen könnten die jungen Männer entgehen. Nach singapurischem Recht kann bei Ersttätern auf die Schläge verzichtet werden, wenn sich das von ihnen gesprühte Graffiti wieder entfernen
lässt. Das Urteil gegen die Deutschen soll am 5. März fallen. (dpa)
Leipziger kam Crystal-Grundstoff auf die Spur
Im Dienst ist er der Herr
über Mikroskope und
Analysegeräte. Privat
schwingt sich Heiner
Trauer aufs Rennrad, um
den Kopf freizubekommen.
VON GITTA KEIL
LEIPZIG — Nein, wie bei CSI oder anderen beliebten Krimiserien geht es
nicht zu bei den Toxikologen im
Leipziger Universitätsinstitut für
Rechtsmedizin. „Unsere Arbeit hat
nichts mit solchen Serien zu tun“,
sagt Dr. Heiner Trauer, der das Toxikologie-Labor leitet. Er kann nur
milde lächeln, wenn im TV ein begnadeter Pathologe alle Fälle löst, lo-
cker über die ganze Bandbreite von
drei eigenständigen Feldern der
Rechtsmedizin hinweg. Die Wirklichkeit besteht oft aus Routine. In
den beengten Laborräumen geht es
um Blutalkoholuntersuchungen, toxikologische Untersuchungen an
Leichen und vor allem Rauschgiftanalysen. „Bis zu 3000 sind es im
Jahr“, berichtet der durchtrainierte
Wissenschaftler, der Ende der
1970er-Jahre an der Universität Leipzig Chemie studierte. Von der Chemie arbeitete er sich weiter vor zur
Mikrobiologie und Virologie.
Seit 1994 arbeitet Trauer in der
Rechtsmedizin. Doch in manchen
Untersuchungen steckt durchaus
Krimi-Potenzial. „2013 bekamen wir
vier Kilo einer unbekannten Substanz auf den Tisch“, erinnert sich
Trauer. Zunächst konnten er und
sein Team den Stoff nicht zuordnen
und holten sich Hilfe im Institut für
organische Chemie der Universität
Leipzig. „Zusammen haben wir
dann herausgefunden, dass es sich
bei der unbekannten Chemikalie
Dr. Heiner
Trauer
Toxikologe
FOTO: PETER ENDIG/DPA
um reines Chlorephedrin handelt.“
Damit kann man zum Beispiel die
berüchtigte Droge Crystal herstellen. Chlorephedrin war als potenzielles Ausgangsprodukt für die Herstellung von Crystal zwar schon lange bekannt. Praktisch war dieser
Stoff jedoch bis dahin in Deutschland nicht in Erscheinung getreten.
„Daher gab es kaum analytische Erfahrungen“, erläutert Trauer. Eine
Überwachung als Grundstoff sei
ebenfalls nicht erfolgt, da bis dahin
keine Relevanz bestand. „Die Täter
haben hier – wie so oft – eine Lücke
entdeckt und ausgenutzt. Die Substanz war als legal eingestuft, da sie
bisher in Deutschland im Zusammenhang mit der Herstellung von
Rauschgift keine Rolle gespielt hat“,
sagt Trauer. 2013 habe man sie über
einen Leipziger Chemiehändler problemlos beziehen können.
Seine Erkenntnisse fasste Trauer
in einem Gutachten für die Staatsanwaltschaft zusammen und informierte das Bundeskriminalamt. Im
November 2014 beschlagnahmten
Fahnder eine so große Menge Chlorephedrin, dass man laut Bundeskriminalamt 2,3 Tonnen Crystal im
Wert von 184 Millionen Euro für
den Straßenverkauf hätte herstellen
können. 14 Verdächtige in Leipzig
und Prag wurden festgenommen,
darunter auch der Leipziger Chemikalienhändler. „Die Entdeckung von
Chlorephedrin als Drogenbasis ist
kein Einzelfall. In immer kürzeren
Abständen werden neue Drogenvarianten auf den Markt gebracht“,
sagt Trauer. Allein im letzten Jahr
wurden über 80 Substanzen neu ins
Betäubungsmittelgesetz aufgenommen – Tendenz steigend.
Privat hat sich Trauer ein Kontrastprogramm zu seiner Profession
im Labor gesucht. Er beschäftigt sich
mit Makrofotografie. „Meine Spezialität sind Insekten. Ich hatte auch
schon eine Ausstellung an der Uni“.
Außerdem fährt er übers Jahr viele
tausend Kilometer mit dem Rennrad. „Das mach ich auch, um den
Kopf frei zu bekommen.“ (dpa)
ZEITGESCHEHEN
Dienstag, 10. Februar 2015
Freie Presse
3
Eine Betrugsmasche ohnegleichen
Fünf Jahre ermittelte die
Kripo in Zwickau zu einem
Millionenbetrug an
Krankenkassen und
Arbeitsagenturen. Wahrscheinlich wurde auch die
Rentenkasse geprellt. Die
Hauptakteure sind seit
2012 angeklagt. Das
enorme Ausmaß des Falls
wurde gestern auch bei
der Verurteilung einer
„Randfigur“deutlich.
VON GABI THIEME
CHEMNITZ — Rosmarie M. ist mittlerweile gerichtserfahren. Die 57-jährige, mütterlich wirkende Frau stand
gestern das dritte Mal vor dem Kadi
– immer in derselben Sache. Die ungelernte Servicekraft aus dem Erzgebirge, die von September 2002 bis
Mai 2003 noch mit 600 bis 800 Euro
Monatsverdienst in einem Hotel
auskommen musste, unterschrieb
am 2. Juni 2003 einen Arbeitsvertrag
mit einer vermeintlichen Pflegedienstfirma im Erzgebirge. Der sicherte ihr ein Monatsgehalt von
4200 Euro brutto zu: für die Ganztagsbetreuung eines hochbetagten
Familienmitglieds des Firmenchefs.
Doch schon am 5. Juni ging Rosmarie M. zum Arzt. Sie bekam einen
Krankenschein, der mehrfach verlängert wurde. Das Krankengeld
von 6033 Euro zahlte ihre Krankenkasse. Acht Tage später wurde ihr
wegen der Krankschreibung gekündigt. Nach Ablauf des Krankengelds
bekam sie insgesamt 5618 Euro Arbeitslosengeld. Danach kassierte sie
von der Arbeitsagentur 8185 Euro
Arbeitslosenhilfe. Alles in allem erhielt Rosmarie M. knapp 20.000 Euro aus Sozialkassen, die ihr nicht zustanden, wie Ermittler Jürgen Lorenz von der Kriminalpolizeiinspektion Zwickau gestern im Zeugenstand vor dem Landgericht Chemnitz sagte. Er listet die Namen von
fünf weiteren, auf gleiche Weise
nacheinander angestellten Pflegekräften auf. Zusammen hätten sie in
vier Jahren gerade einmal 19 Tage
gearbeitet – für einen Mann mit Pflegestufe 3. Erst nach Jahren flog der
Betrug auf.
Im November 2012 stand Rosmarie M. zum ersten Mal vor Gericht.
Das Amtsgericht Chemnitz verurteilte sie zu neun Monaten Haft auf
Bewährung. Die Frau ging in Berufung. Sie wollte einen Freispruch erwirken, da sie von den netzwerkartigen Strukturen mit bundesweit einmaligem Umfang keine Kenntnis
gehabt hätte. Die Sache landete 2013
beim Landgericht Chemnitz. Das
verwarf die Berufung. 2014 entschied das Oberlandesgericht in
FOTO: RALPH KOEHLER/PROPICTURE/ARCHIV
Im Juli 2013 präsentierte Kriminalhauptkommissar Jürgen Lorenz in Zwickau die Akten zu den Ermittlungen.
Dresden, dass der Fall noch einmal
verhandelt werden müsse. Das passierte gestern. Diesmal verurteilte
das Landgericht Chemnitz die Frau
wegen Betrugs zu einer Geldstrafe
von zusammengerechnet 3600 Euro. Richter Jürgen Zöllner sprach
von einem „knallharten Scheinarbeitsverhältnis“. Auffällig sei, dass
alle Beteiligten sich kannten. Jedes
Mal wurden hohe Gehälter vereinbart, immer wurde nur wenige Tage
gearbeitet, immer erfolgte die Kündigung während des Krankseins.
Rosmarie M. habe nichts dagegen
unternommen, obwohl der Job „das
Angebot ihres Lebens“ gewesen sei.
Ihr Fall ist allerdings nur eine Art
Nebenschauplatz. Denn sie war
bloß ein kleines Rädchen in einem
großen, mit viel Raffinesse ausgetüftelten Getriebe. Das wurde zwar
letztlich außer Betrieb gesetzt. Doch
verantworten mussten sich die
Konstrukteure aus dem Erzgebirge
bis heute nicht. Dabei ist aus einem
Kreis von 29 beteiligten Frauen und
Männern der harte Kern mit zehn
Tatverdächtigen seit Sommer 2012
angeklagt. Hunderte Seiten umfasst
die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Chemnitz gegen die über Jahre agierende mutmaßliche Betrügerbande. 184 Straftaten werden ihr zur
Last gelegt. Ein Hauptbeschuldigter
– der Enkel des pflegebedürftigen
Opas – reiste gestern als Zeuge aus
Luxemburg an. Ganze zwei Minuten dauerte seine Vernehmung.
Dann machte der Mann von seinem
Aussageverweigerungsrecht
Gebrauch.
Das Wirtschaftskommissariat
der Kripo in Zwickau begann im
Herbst 2007 zu ermitteln. Die Beamten ahnten nicht, dass der Fall sie
mehr als fünf Jahre beschäftigen
würde und es um Beteiligte aus
Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gehen würde. Sie sollen seit
dem Jahr 2001 Krankenkassen und
Arbeitsämter um 1,13 Millionen Euro geprellt haben. Bei weiteren
330.000 Euro blieb es beim Versuch.
„Es war die grenzenlose Gier nach
Geld, die der Bande
zum Verhängnis
wurde.“
Jürgen Lorenz Kriminalist
Das Vorgehen war dreist und raffiniert zugleich. Ein aus drei Frauen
und sieben Männern bestehender
Kern soll ein Unternehmensgeflecht
gegründet haben, das überwiegend
aus Briefkastenfirmen bestand. Die
Akteure setzten sich zum Teil wechselseitig als Arbeitgeber und Arbeitnehmer ein – mit fingierten Monatsverdiensten von bis zu 143.000 Euro.
Das „Unternehmenskonzept“ sah
vor, dass der Arbeitnehmer unmittelbar nach Beschäftigungsbeginn
oder nach Ablauf eines Monats erkrankte. Im ersten Fall übernahm
die Krankenkasse – entsprechend einer Sonderregelung für Neueinstellungen – die Lohnfortzahlung. So,
wie auch bei Rosmarie M. Sie leistete
zugleich die Sozialabgaben.
Im zweiten Fall erklärte der jeweilige Firmeninhaber gegenüber
seiner Arbeitgeberkrankenversicherung, dass er den vereinbarten Lohn
an seinen Beschäftigten weitergezahlt habe. Diese angebliche Lohnfortzahlung erhielt er auf Antrag zurück. Eine Prüfung fand nie statt.
26 Aktenordner hat eine Buchprüferin des Landeskriminalamtes
Sachsen gefüllt. Sie hat das gesamte
Betrugsgeflecht einschließlich Kontenbewegungen dokumentiert und
bestätigt. Sie hat Beweise zusammengetragen, wonach die angeblichen Lohnfortzahlungen zumeist
nicht erfolgten. In einigen Fällen
wurde von den kranken Beschäftigten sogar „Lohnverzicht zum Wohl
der Firma“ erklärt und ein Großteil
des Lohnes offiziell an den Arbeitgeber zurückgezahlt. Das „Modell“
wurde aus Sicht der Ermittler gewählt, um die Lohnsteuer für die
Spitzenverdienste zu umgehen.
Das Geschäftsmodell sah weiter
vor, den „Arbeitnehmern“ in dem
Moment zu kündigen, wenn die
Krankengeldzahlung endete. Damit
aber war das Betrugssystem noch
immer nicht ausgeschöpft: Denn
nun beantragten die Betroffenen Arbeitslosengeld. Für dessen Berechnung wurden den Arbeitsagenturen
die falschen Verdienstbescheinigungen vorgelegt. So kam es laut Staatsanwaltschaft offenbar „zur völlig
überhöhten Berechnung von Arbeitslosengeld“.
Schließlich sollen einzelne Akteure Arbeitsvermittlungsfirmen
gegründet haben, um arbeitslose
Kumpane wieder in Beschäftigung
zu bringen. Dafür kassierten sie Vermittlungsprämien von den Arbeitsagenturen. Auch die Gründung der
Vermittlungsfirmen selbst und die
Lohnzahlungen an die angeblich
neu Eingestellten wurden seinerzeit
staatlich bezuschusst.
Wie aber flog ein so durchorganisierter Betrug auf? „Es war die grenzenlose Gier nach Geld, die der Bande zum Verhängnis wurde“, sagte im
Sommer 2013 Hauptermittler Jürgen Lorenz. Nur zwei Krankenkassen wurden stutzig, als es darum
ging, einer gerade eingestellten Frau
mit 134.000 Euro Monatsgehalt, die
sich nach wenigen Tagen krankmeldete, das Krankengeld zu zahlen.
Die Ermittlungen kamen in
Gang und offenbarten, dass wohl
33 Krankenkassen betrogen worden
sind. Kassen in ganz Deutschland,
die vermutlich auch unter dem Aspekt ausgewählt wurden: Je weiter
weg, umso besser, wie ein Ermittler
sagte. Zu den betrogenen Arbeitsagenturen, die keinen Grund für eine genauere Prüfungen sahen, ge-
hörten die in Annaberg-Buchholz,
Erfurt, Gotha und Gardelegen.
440 Konten wurden im Zuge der
Ermittlungen überprüft. Im Juli
2013 teilte ein Sprecher der Polizei
in Zwickau mit: „Das Sachgebiet
Vermögensabschöpfung der Polizeidirektion Zwickau hat auf den Konten von 18 Beschuldigten einen Betrag von rund 600.000 Euro festgestellt, der offenbar im Zusammenhang mit den Ermittlungen rechtswidrig erlangt worden ist.“
Die Erkenntnisse der Zwickauer
Wirtschaftskriminalisten
waren
auch außerhalb Deutschlands hilfreich. Denn irgendwann begannen
die Akteure ihr Firmengeflecht auf
Luxemburg auszudehnen. Sie gingen dort nach fast der gleichen Masche vor, kamen jedoch durch den
schnellen Informationsaustausch
der Ermittler nicht im geplanten
Umfang zum Zug.
Bislang liefen lediglich fünf Strafprozesse gegen „Randfiguren“ wie
Rosmarie M. Eine Anfrage beim
Landgericht Chemnitz zu den Gründen für den noch immer nicht eröffneten Prozess gegen die zehn Hauptbeschuldigten beantwortete Vizepräsident Dirk Kirst: „Für das Verfahren ist die vierte Strafkammer zuständig. Sie ist derzeit mit drei weiteren, umfangreichen Wirtschaftsstrafverfahren befasst. Über die Frage, wann die Hauptverhandlung in
einer Strafsache beginnt, entscheiden Strafkammern im eigenen
pflichtgemäßen Ermessen.“ Dabei
spiele auch der Vorrang anderer Verfahren wie etwa Haftsachen eine
Rolle. Kammervorsitzender Jürgen
Zöllner bestätigte gestern, dass es angesichts des gewaltigen Umfangs
der Anklage und der Vielzahl Beteiligter noch keinen Termin für die
Hauptverhandlung gebe.
Eine Antwort, die die Ermittler
frustriert. Mit jedem Jahr, das verstreicht, könnten sich die Beschuldigten und die 45 aufgelisteten Zeugen immer besser mit Erinnerungslücken herausreden. Außerdem
wird ein großer zeitlicher Abstand
zwischen Tat und Verurteilung fast
immer strafmildernd gewertet. Von
dem in der Europäischen Menschrechtskonvention
verankerten
Recht des Angeklagten auf eine richterliche Entscheidung in angemessener Zeit ist man in dem Verfahren
schon weit entfernt. Die ersten
Durchsuchungen gab es 2007.
Inzwischen wurde bekannt, dass
der Fall noch größere Ausmaße annehmen könnte. Denn Opfer könnten auch die Rentenkassen geworden sein. Mehrere Beschuldigte beziehen bereits Altersrente. Die Berechnung erfolgte vermutlich mit
auf der Grundlage der vorgetäuschten Einkommen. Wie die Staatsanwaltschaft bestätigte, sei dazu „ein
von Amts wegen eingeleitetes Verfahren wegen Rentenbetruges gegen
einen der Angeklagten“ als Anzeige
eingegangen. Es könnten aber noch
keine näheren Angaben zu den Ermittlungen gemacht werden.
Forscher nehmen Schwarzkittel ins Visier
Wildschweine machen
regelmäßig Großstädte
unsicher. Eine Berliner
Forscherin will mehr über
die Tiere in der Hauptstadt herausfinden.
VON GISELA GROSS
BERLIN — Im Kleingarten, auf dem
Friedhof oder anderswo? Im Regen,
bei Sturm oder Sonnenschein? Alleine oder mit Frischlingen? Zurückhaltend oder aggressiv? Markiert
oder nicht? Wer in Berlin ein Wildschwein sieht, kann online Fragen
wie diese beantworten – zugunsten
der Wissenschaft. Es sind Daten,
über die sich die Doktorandin Milena Stillfried freut. Aus verschiedens-
ten Quellen trägt sie Informationen
über Berliner Wildschweine zusammen und wertet sie aus.
Vor Jahren war es zu einer Art Invasion der Tiere in Gebiete am Rand
der Hauptstadt gekommen. In Rotten tauchten sie in Parks auf, pflügten auf Nahrungssuche Gärten um
und lösten eine Debatte darüber aus,
wie der Sache Herr zu werden sei.
Wildtiere vor der Haustür zu erforschen, neben exotischen Arten in aller Welt, diese Idee kam damals am
Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) auf, erzählt
Stillfried. Oberstes Ziel: verstehen
und wissenschaftlich untermauern,
warum Wildschweine in die Stadt
kommen.
Statt Namibia oder Kenia durchstreifen sie und ihre Kollegen nun
Strausberg und den Grunewald,
Potsdam und Pankow. Zum Beispiel,
um Wildschweine zu fangen und sie
Frischlinge mit ihrer Mutter – der sogenannten Bache.
mit GPS-Halsbändern auszustatten.
Diese übermitteln Geodaten, anhand derer die Forscher die Aufenthaltsorte der Tiere rund um die Uhr
nachverfolgen können.
Der erste Fang gelang nach sechs
Monaten, mit einer Falle: „Die Tiere
FOTO: P. PLEUL/DPA/ARCHIV
sind wahnsinnig intelligent“, sagt
Stillfried. „Und wenn man glaubt,
den Dreh herauszuhaben, läuft
beim nächsten Versuch alles anders.“ 12 Tiere – von geschätzt bis zu
4000 in Berlin – haben auf diese Weise bisher Daten beigesteuert. Zuvor
waren Forscher auf Hinweise von Jägern zu Wildwechseln und Futterstellen angewiesen.
„Die Aktionen sind eng mit zahlreichen Behörden abgestimmt“, betont der Sprecher der Berliner Forsten, Derk Ehlert. Er hält die Forschung Stillfrieds für wichtig: Die
Stadt könne daraus vieles lernen –
etwa wo Wildschweine besonders
oft Straßen überqueren. „Mit dem
Aufstellen oder Entfernen von Zäunen können wir dann reagieren.“
Doch die GPS-Daten reichen dem
Forscherteam nicht aus: Sie sammeln auch genetische Proben, um
Verwandtschaftsverhältnisse zu untersuchen. Bei gejagten Tieren wird
zudem der Mageninhalt untersucht:
Dies erlaubt Rückschlüsse auf die
Qualität der Nahrung und damit auf
die körperliche Verfassung.
Bürger-Beobachtungen aus einem relativ großen Gebiet liefern
Zusatzinformationen: „Wir als kleines Team könnten das gar nicht abdecken“, sagt Stillfried. „Natürlich
interpretieren wir die Daten mit großer Vorsicht. Nur weil aus einer Region keine Meldung kommt, dürfen
wir nicht annehmen, dass dort keine
Wildschweine sind.“
Die verschiedenen Aspekte ergeben langsam ein Bild: Die Wildschweinrotten pendeln zwischen
städtischen und ländlichen Gebieten, angeführt von der Leitbache.
„Im urbanen Raum haben sie einen
deutlich kleineren Bewegungsradius als reine Waldschweine.“ Sie seien ganz schön „abgehärtet“ bei Begegnungen mit Menschen. Gute Voraussetzungen, für Bürger-Beobachtungen via Internet. (dpa)
DAS PORTAL für die Wildschwein-Beobachtungen finden Sie im Internet unter
http://www.portal-beee.de/wildschweine.html
KOMMENTAR & HINTERGRUND
Dienstag, 10. Februar 2015
LEITARTIKEL
IM FOKUS
Kontrollierte
Nähe
Hallenser OB
freigesprochen
ALESSANDRO PEDUTO
ÜBER DAS VERHÄLTNIS
DEUTSCHLANDS ZU DEN USA
Richter sehen keine Beweise für Vorwurf
der Untreue gegen Bernd Wiegand
FOTO: HENDRIK SCHMIDT/DPA
4 Freie Presse
alessandro.peduto@freiepresse.de
A
ngela Merkel ist derzeit Europas wichtigste Krisenmanagerin. Sie ist Regierungschefin der stärksten Wirtschaftsnation des Kontinents, der gerade
durch den Euro-Schuldenstaat Griechenland in weitere Schwierigkeiten zu geraten droht. Zudem ist die
Kanzlerin im Moment wichtigste
Mittlerin im Ukraine-Konflikt, der
täglich an Brutalität und Dramatik
gewinnt.
Diese Rolle hat sich Merkel nicht
ausgesucht. Sie kann ihr aber auch
nicht entkommen. Deutschland hat
historisch einen besonderen Draht
nach Russland. Zugleich hat die
Bundesrepublik seit Jahrzehnten die
Vereinigten Staaten als engen Bündnispartner. Genau dort hat Merkel
gestern beim Treffen mit dem USPräsidenten Barack Obama nach einer Lösung im Ukraine-Konflikt gesucht.
Dass dies nicht einfach ist, war
von vornherein klar. Gewiss liegt es
primär an der unnachgiebigen Haltung Russlands. Es hat aber auch mit
Veränderungen im transatlantischen Verhältnis zu tun. Die USA haben sich in den vergangenen Jahren
als Weltpolizist zurückgezogen und
von den Europäern, besonders von
den Deutschen, mehr Engagement
verlangt. Dadurch haben die USA
Einfluss abgegeben. Dies missfällt
vor allem konservativen US-Politikern.
Das jüngste Säbelrasseln republikanischer Senatoren, die im Widerspruch zur Haltung Deutschlands
und anderer Europäer Waffenlieferungen an die Ukraine verlangen,
kann auch als Versuch angesehen
werden, den Supermachtsanspruch
der USA zu betonen – auch gegenüber Russland.
Im Verhältnis zwischen Deutschland und den USA dominiert zwar
weiterhin die Erkenntnis, als westliche Partner aufeinander angewiesen
zu sein – beim Freihandel wie bei
der Bekämpfung der Krisen im Irak,
im Nahen Osten und in der Ukraine.
Dennoch hat sich nach dem NSAAbhörskandal eine Portion Misstrauen in Merkels Wahrnehmung
der USA gemischt. Die Nähe ist zwar
da, aber nicht mehr vorbehaltlos.
Dafür haben Deutschland und
die anderen Europäer begriffen, dass
sie weltpolitisch zunehmend auf
sich selbst gestellt sind. In der Ukraine-Krise sprechen sie zwar nicht immer mit einer Stimme. Aber anders
als früher sind es auch nicht mehr
die USA, die den Ton vorgeben.
IMPRESSUM
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KARIKATUR: TOMICEK
„Wir müssen uns jetzt am Riemen reißen!“
Halles Oberbürgermeister Bernd
Wiegand (parteilos) ist in seinem
Untreue-Prozess
freigesprochen
worden. Nach Überzeugung der
Richter am Landgericht Halle konnten dem Stadtoberhaupt die Vorwürfe nicht nachgewiesen werden.
Die Anklage hatte ihm zur Last gelegt, drei engen Mitarbeitern mehr
gezahlt zu haben als im Tarifvertrag
vorgesehen. Der OB zeigte nach der
Urteilsverkündung gestern nur wenig Regung.
Wiegand habe die Einstellung
sachgerecht ausgeführt, begründete
Richter Helmut Tormöhlsen seine
Entscheidung. Der Oberbürgermeister sei als Diplomverwaltungswirt
ein ausgewiesener Fachmann. Wiegand musste damals nach eigener
Aussage schnell handeln. Denn zu
seinem Amtsantritt am 1. Dezember
2012 habe der Stadt Halle eine
Zwangsverwaltung gedroht, so der
Richter. Um den anstehenden Haushalt aufzustellen, habe er umgehend
Mitarbeiter gebraucht. Die Suche sei
allerdings schwierig gewesen, sagte
Tormöhlsen weiter. Wiegand habe
schließlich drei Mitarbeiter gefunden und ihnen die Entlohnung für
die sogenannte Erfahrungsstufe 5
zugesichert. Auch wenn dies unüblich sei, sei es kein Verstoß gewesen,
befand der Richter. Das Urteil ist
noch nicht rechtskräftig. (dpa)
DAS THEMA: GESPRÄCHE ÜBER DIE UKRAINE-KRISE
Auch Obama hofft noch auf Frieden
Angela Merkel versucht den US-Präsidenten von Waffenlieferungen an die Ukraine abzuhalten. Bei ihrem Besuch in
Washington sendet sie aber auch Warnungen an Putin. In Minsk sollen morgen neue Vierergespräche beginnen.
VON KRISTINA DUNZ UND
JOHANNES SCHMIDT-TEGGE
WASHINGTON — Barack Obamas Hoffnung in dieser Zeit der Krisen gründet sich auf die jüngste deutsche Geschichte. Der Fall der Mauer habe gezeigt, dass Kriege beendet und Spaltungen überwunden werden können, sagt er nach einem Treffen mit
Bundeskanzlerin Angela Merkel
(CDU) gestern im Weißen Haus. Es
geht gerade um den Krieg in der Ukraine und darum, ob der Friedensnobelpreisträger Obama Waffen an Kiew für den Kampf gegen die prorussischen Separatisten im Osten des
Landes liefern wird. Er lässt die Frage offen. Noch.
Merkel steht neben ihm. Sie reist
morgen mit ins weißrussische
Minsk, um mit den Präsidenten von
Frankreich, Russland und der Ukraine zu verhandeln. Wie sehr sie gegen Waffenlieferungen ist, wiederholt sie auch an dieser Stelle. Ihrer
Ansicht nach wäre die Gefahr der Eskalation der Lage in Europa groß.
Aber sie macht ganz klar: Selbst
wenn die USA die ukrainische Armee aufrüsten, wird das die
deutsch-amerikanische
Partnerschaft nicht beschädigen. „Wir vertreten die gleichen Prinzipien. (...)
Wir sind in enger Abstimmung. Das
wird auch so fortgeführt. Das ist eine
der wichtigsten Botschaften in Richtung Russland“ – stärker hätte sie
Kremlchef Wladimir Putin kaum
warnen können.
Obama betont, die USA hätten
Russland nie schwächen oder umkreisen wollen. „Wir möchten nicht,
dass Russland scheitert.“ Aber er
warnt Kremlchef Wladimir Putin:
„Wenn die Diplomatie scheitert,
werden wir sämtliche Möglichkeiten ausloten.“ Für den Präsidenten,
der zu Hause schon immer dem
Dauerfeuer der Republikaner ausgesetzt war, ist die Ukraine-Krise
längst auch ein innenpolitischer
Konflikt geworden.
Um die Krim geht
es jetzt gar nicht
mehr.
Wie schon im Streit um den Umgang mit dem syrischen Machthaber Baschar el Assad wird Obama
von seinen Gegnern als Zauderer gegeißelt, der die USA Stück für Stück
um ihren Führungsanspruch in der
Welt bringe. Seine Strategie kommt
den Falken in Washington viel zu
milde vor und entspricht ihrer Ansicht nach so gar nicht dem Verständnis von amerikanischer Stärke.
Wie groß Merkels Einfluss auf
Obama ist, kann sich bald zeigen. Solange die deutsch-französische Friedensinitiative bei Putin und dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko läuft, dürfte sich die US-Regierung zurückhalten. Selten genug,
dass Europa die Krisendiplomatie
übernimmt. Aber was ist, wenn die
Gespräche in Minsk scheitern?
Dann wird Poroschenko seine Forderung nach Waffenhilfe aus dem
Westen verstärken – mit Unterstützung vor allem von republikanischen US-Senatoren, die an Abschreckung glauben.
Das deutsch-amerikanische Verhältnis hat wegen der 2013 bekanntgewordenen massenhaften Datenüberwachung durch den US-Geheimdienst NSA bis hin zu Merkels
Handy einen Knacks bekommen.
Dieser Riss wird so schnell nicht zu
kitten sein, auch weil Washington
grundsätzlich den deutschen Datenschutz für überzogen hält. In Washington betonen Merkel und Obama ihre unterschiedlichen Auffassungen noch einmal. Aber Obama
wirbt um Vertrauen der Deutschen
in die USA. Und Merkel verweist auf
die wichtige Geheimdienstzusammenarbeit mit den USA im Kampf
gegen Terroristen.
Auch in der Griechenland-Frage
liegen die beiden Verbündeten weit
auseinander. Während Obama der
neuen Regierung von Alexis Tsipras
eher Rückendeckung beim Abwei-
chen vom strengen Sparkurs geben
möchte, pocht Merkel weiter auf Reformen. Neulich mahnte Obama:
„Sie können Länder, die sich inmitten einer Depression befinden, nicht
immer weiter ausquetschen.“ Nun
dürfte er hinter den verschlossenen
Türen des Oval Office auf einen
Kompromiss gedrängt haben. Zu
groß ist im Weißen Haus die Sorge,
dass ein Showdown mit Athen dramatische Folgen für die globale
Wirtschaft haben könnte.
In der Ukraine-Krise richten sich
nun alle Hoffnungen auf das morgige Vierertreffen. Putin ist gerade in
Ägypten und fordert in der Staatszeitung „El Ahram“ ein Ende der militärischen „Strafaktion“ im Osten der
Ukraine. Auch Kiews wirtschaftlicher Druck auf die Donbass-Region
müsse enden. Eine Aufforderung an
die Aufständischen, das Feuer einzu-
stellen, enthält das Interview nicht.
Es ist davon auszugehen, dass Putin nach Geländegewinnen der Separatisten die Demarkationslinie
weiter ziehen will, als es noch im
Minsker Abkommen im September
vereinbart wurde. Das dürfte für Poroschenko die bitterste Pille sein.
Die Kanzlerin stellte bereits klar,
dass sie sich in Grenzfragen „niemals“ einmischen werde. Demnach
wird sie ihm weder zu- noch abraten.
Aber ganz gleich, wo diese Frontlinie verlaufen wird, für Merkel wird
Putin ein Völkerrechtsbrecher bleiben. Denn die territoriale Unversehrtheit der Ukraine kann ohne die
von Moskau annektierte Krim nicht
wiederhergestellt werden. Und um
die Krim geht es jetzt gar nicht mehr.
Für Merkel eine bittere Wahrheit.
Leitartikel
(dpa)
Neues Blutvergießen
In der Ostukraine sind trotz internationaler Friedensbemühungen bei erneuten Gefechten binnen 24 Stunden
mindestens 18 Menschen getötet worden. Neun Soldaten starben der Armeeführung in Kiew zufolge bei heftigen Kämpfen mit prorussischen Separatisten. Dabei seien auch 26 Militärangehörige verletzt worden, sagte
gestern Wladislaw Selesnjow vom ukrainischen Generalstab.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und US-Präsident Barack Obama informieren die Presse über die Ergebnisse der Gespräche. FOTO: MICHAEL KAPPELER/DPA
Den Aufständischen zufolge kamen
bei Debalzewo sieben Zivilisten ums
Leben. Der Ort gilt als strategisch
wichtiger Verkehrsknotenpunkt. In
der Separatistenhochburg Donezk
starben laut Stadtverwaltung zwei Zivilisten, 22 wurden verletzt. (dpa)
Worum es beim Vierergipfel gehen soll
Morgen trifft sich Kanzlerin Merkel in Minsk mit den Staatschefs von Russland, der Ukraine und Frankreich
BERLIN — Im Ringen um eine politi-
sche Lösung der Ukraine-Krise bietet sich morgen in Minsk die vielleicht letzte Chance. Bundeskanzlerin Angela Merkel, Kremlchef Wladimir Putin, der ukrainische Präsident Petro Poroschenko und Frankreichs Staatschef François Hollande
kommen in der weißrussischen
Hauptstadt zusammen. Die „Freie
Presse“ beantwortet wichtige Fragen
zu dem Treffen.
Worüber wird verhandelt?
Ziel des Gipfels ist ein neuer Friedensplan. Zwar hatten sich die Konfliktparteien bereits im September
2014 in Minsk auf einen Aktionsplan verständigt. Dieser wurde aber
kaum umgesetzt. Nun soll er überarbeitet und wiederbelebt werden.
Zentraler Punkt ist eine verbindliche Waffenruhe, um den Konflikt in
der Ostukraine zu beenden.
Wie sind die Positionen?
Die Forderungen der einzelnen Parteien stehen sich teilweise diametral
gegenüber. In Minsk soll zwar über
Frieden verhandelt werden, gleichzeitig fordern der ukrainische Präsident Petro Poroschenko und einige
US-Politiker jedoch Waffenlieferungen an Kiew. Kremlchef Wladimir
Putin bekräftigt seine Forderung
nach einem Ende des ukrainischen
Militäreinsatzes. Zudem soll Kiew
direkt mit den Separatisten reden.
Warum Minsk als Tagungsort?
Die weißrussische Hauptstadt ist für
Russen und Ukrainer neutrales Ge-
biet. Zwar gilt Präsident Alexander
Lukaschenko als letzter Diktator Europas. Doch er hat einen guten
Draht zu seinen Amtskollegen Poroschenko und Putin.
Kann es eine für die Ukraine zufriedenstellende Lösung geben?
Experten halten es für nahezu unmöglich, dass die ukrainische Regierung die militärische Kontrolle über
die umkämpften Gebiete Donezk
und Lugansk zurückerlangt – auch,
weil Moskau dies kaum zulassen
dürfte. Die Separatisten fordern die
Unabhängigkeit der russisch geprägten Regionen.
Wie groß ist die Chance auf Frieden?
Beide Seiten beteuern, dass sie zu ei-
ner neuen Feuerpause bereit seien.
Doch die Fronten sind verhärtet.
Russlands Präsident Putin spricht
von einer Reihe unterschiedlicher
Positionen, die bis morgen angeglichen werden müssen. Beide Seiten
müssten Zugeständnisse machen.
Belastet die Krise das Verhältnis
zwischen EU und USA?
Äußerlich setzt der Westen auf Geschlossenheit. US-Vizepräsident Joe
Biden beschwor auf der Münchner
Sicherheitskonferenz die Allianz
mit Europa. Dennoch gibt es unterschiedliche Positionen. In den USA
werden Rufe nach Waffenlieferungen an Kiew lauter, Bundeskanzlerin Merkel lehnt das strikt ab. Noch
ist US-Präsident Barack Obama auf
ihrer Seite, seine Position dürfte je-
doch stark vom Ausgang der Friedensverhandlungen abhängen.
Was passiert bei einem Scheitern
der Verhandlungen?
Dann könnte sich Obama möglicherweise für Waffenlieferungen an
die Ukraine entscheiden. Auch osteuropäische Staaten wie Litauen fordern bei einem Scheitern der
deutsch-französischen Friedensinitiative militärische Unterstützung
für Kiew. Sollte es dazu kommen,
könnte Kremlchef Putin das nutzen,
um künftig offen Separatisten auszurüsten. Der Westen wirft ihm seit
langem deren Unterstützung vor.
Folge wäre dann ein sogenannter
Stellvertreterkrieg, bei dem sich der
Westen und Russland indirekt gegenüberstehen würden. (dpa)
POLITIK
Dienstag, 10. Februar 2015
NACHRICHTEN
Freie Presse
5
Jemeniten protestieren gegen Huthi-Rebellen
FLÜCHTLINGE
Asylbewerberzahl
erneut gestiegen
BERLIN — Die Zahl der Asylsuchen-
den ist im Januar stark gestiegen.
Insgesamt wurden in Deutschland
20.042 Asylanträge gestellt. Das sind
22,9 Prozent mehr als im Vormonat
und 73,1 Prozent mehr als im Januar
2014. Mit 5530 stammten die meisten Asylsuchenden aus dem Bürgerkriegsland Syrien. Der Zuwachs der
Gesamtzahl geht vor allem auf die
gestiegene Zahl der Antragsteller
aus Albanien und dem Kosovo zurück. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums stellten im Januar
3630 Menschen aus dem Kosovo einen Asylantrag; im Dezember waren es 1956. Die Zahl der Antragsteller aus Albanien stieg im gleichen
Zeitraum von 940 auf 1648. Bayern
forderte erneut, das Kosovo als „sicheres Herkunftsland“ einzustufen.
Derzeit erhalten aber ohnehin nur
1,1 Prozent der Flüchtlinge aus dem
Land tatsächlich Asyl. (dpa)
KERNENERGIE
Vattenfall darf
Atommüll bergen
KIEL — Die Atomaufsicht in Schles-
wig-Holstein hat einem Konzept zur
Bergung von teilweise verrosteten
Fässern mit schwach- bis mittelradioaktivem Abfall im Atomkraftwerk Brunsbüttel zugestimmt. Damit darf der Betreiber Vattenfall in
dem stillgelegten Kraftwerk die Behälter aus sechs unterirdischen Lagerräumen herausholen und für eine Endlagerung verpacken. Die Fässer hätten viel zu lange nahezu unbeobachtet vor sich hin gerostet,
sagte gestern Energieminister Robert Habeck (Grüne). Von 573 untersuchten Behältern wiesen 154
schwere Schäden auf. Die Bergung
soll im dritten Quartal beginnen
und etwa drei Jahre dauern. (dpa)
ISLAMISCHER STAAT
Irak plant große
Bodenoffensive
BAGDAD — Die irakische Armee plant
nach US-Angaben eine großangelegte Bodenoffensive, um die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aus dem
Land zu vertreiben. Der Angriff werde in den nächsten Wochen beginnen, sagte gestern der US-Sondergesandte zur Koordinierung des internationalen Bündnisses gegen den IS,
John Allen. Die USA täten alles, was
in ihrer Macht stehe, um die irakischen Streitkräfte zu unterstützen.
Im Irak rücken Armee und kurdische Peschmerga bereits am Boden
gegen den IS vor. So läuft ein Militäreinsatz nordwestlich der vom IS
kontrollierten Millionenstadt Mossul. Kurdischen Medien zufolge begannen IS-Kämpfer mit Evakuierungen. Auch aus Syrien, wo der IS
ebenfalls noch große Gebiete kontrolliert, kommen Hinweise, dass die
Terrormiliz zunehmend unter
Druck gerät. (dpa)
LUFTWAFFENTRANSPORTER
Erster Simulator für
A400M in Betrieb
WUNSTORF — Mit jahrelanger Verspä-
tung hat bei der Bundeswehr die
Ausbildung der künftigen Besatzungen des neuen Militärtransporters
vom Typ A400M Atlas begonnen.
Nachdem Ende 2014 die erste Maschine auf ihrem neuen Stützpunkt
Wunstorf bei Hannover gelandet ist,
wurde dort nun auch der Simulator
für den Typ in Betrieb genommen,
wie Airbus gestern mitteilte. In den
ersten drei Jahren sollen darin 60 Besatzungen für den MehrzweckTransporter geschult wurden. Für
die Premieren-Maschine begann die
mehrmonatige Einsatzprüfung. Die
Bundeswehr hat 53 A400M im Wert
von 7,1 Milliarden Euro bestellt –
13 sollen verkauft werden. (dpa)
EIN VIDEO zum ersten
A400M der Bundeswehr können Sie aufrufen, wenn Sie
den Code per Smartphone
scannen. » www.freiepresse.de/a400m
In der Stadt Taiz im Südwesten des Jemen haben gestern einige Hundert Menschen gegen
die Machtübernahme durch die Huthi-Rebellen protestiert. Die Aufständischen hatten
am Freitag den Präsidenten abgesetzt und
das Parlament aufgelöst. Statt des Präsidenten sollen ein fünfköpfiges Gremium und
anstelle des Parlaments ein provisorischer
Nationalrat die Macht übernehmen. Die
schiitischen Huthi hatten über Monate die
von westlichen Ländern gestützte sunnitisch
geführte Staatsspitze bekämpft, weil sie sich
von ihr nicht ausreichend vertreten fühlten.
Sie bekämpfen zudem im Süden des Landes
den lokalen Ableger des Terrornetzwerks El
FOTO: MOHAMED AL-SAYAGHI/REUTERS
Kaida.
Migrantenkinder pochen auf
ihren Platz in der Gesellschaft
Wer sich mit Migration,
Integration und Rassismus
befasst, landet auch
sprachlich schnell auf
vermintem Terrain. Denn
zwischen „Herkunftsdeutschen“, „Migranten“ und
„schwarzen Bayern“ ist
jedes Wort mit Bedeutung
aufgeladen.
VON ANNE-BEATRICE CLASMANN
BERLIN — Wenn von Integrationspo-
litik gesprochen wird, geht es meist
um Sprachkurse, Elternabende und
Bildungsangebote. Doch die Kinder
und Enkel der Einwanderer machen
oft die Erfahrung, dass sie im Alltag
eher über ihr „anderes Aussehen“
oder ihren „exotischen Namen“ definiert werden. Das perfekte Deutsch
und die Frage, wie sehr sie sich selbst
mit ihrem Geburtsland Deutschland identifizieren, spielen dann
eher eine untergeordnete Rolle. Sie
stellen fest: Gegen diese Gummiwand aus subtilem Rassismus anzurennen, kann ganz schön frustrierend sein.
„Ich habe meine Schauspielerkarriere beendet, weil ich nicht immer nur Drogenhändler und Dönerbuden-Besitzer spielen wollte“, sagt
ein Journalist mit dunklem Bart. Tahir Della von der Initiative Schwar-
ze Menschen in Deutschland spricht
zwar unverkennbar mit bayerischem Akzent. Doch wenn der Aktivist auf die Frage nach seiner Herkunft „aus München“ antwortet, geben sich die meisten Frager damit
nicht zufrieden. Dass er dann meist
noch gefragt wird: „Und, wo
kommst du wirklich her?“, nervt
nicht nur ihn. Über diese Form von
Ausfrageritis beschweren sich auch
viele andere Deutsche mit ausländischen Wurzeln.
Dass Rassismus nicht erst da anfängt, wo „Ausländer raus“ gegrölt
wird, hat auch der Freizeitkicker
Gökhan aus Köln erlebt. Als der
Sohn türkischer Einwanderer sein
Team telefonisch für ein Thekenmannschaften-Turnier anmelden
wollte, hieß es erst, „tut uns leid, wir
haben schon genügend Anmeldungen“. Als es der perfekt Deutsch spre-
chende Kicker noch einmal unter
dem Namen „Peter Schmitz“ versuchte, war plötzlich noch Platz auf
der Liste.
„Aber wir fühlen
uns ja gar nicht
fremd.“
Ferda Ataman
Initiative Neue deutsche Medienmacher
Zwar wissen auch die Vertreter der
Initiativen der zweiten und dritten
Generation von Einwanderern, die
sich am Wochenende in Berlin trafen, dass man mit Gesetzen nicht
wirklich gegen diese Art von Ausgrenzung im Alltag ankommt. Doch
Leila Youngs El-Amaire von der Initiative „Jung, Muslimisch, Aktiv“ spricht
gestern auf einer Pressekonferenz in Berlin.
FOTO: FELIX ZAHN/DPA
sie hoffen, dass eine stärkere Beteiligung von Zuwanderern in öffentlichen Gremien mit der Zeit dazu führen wird, dass die Fixierung auf die
Herkunft und das äußere Erscheinungsbild allmählich abnimmt.
Dieses Ziel verfolgt auch die Initiative Vielfaltfinder, eine Datenbank
für Experten mit Migrationshintergrund. Sie wirbt mit dem Slogan
„Wir sind keine Experten für Islam,
Integration und Gemüsehandel –
sondern für Deichbau, deutsche
Sprache und Mietrecht“ dafür, sich
von den Klischees aus der Zeit der
ersten Gastarbeiter zu lösen.
Oft stoßen sich Deutsche, deren
Eltern oder Großeltern eingewandert sind, auch an Begriffen, die eigentlich gut gemeint sind. „Da wird
zum Beispiel über Fremdenfeindlichkeit diskutiert, aber wir fühlen
uns ja gar nicht fremd“, sagt Ferda
Ataman von der Initiative Neue
deutsche Medienmacher. Sie hat
kürzlich eine Broschüre mit „Formulierungshilfen für die Berichterstattung im Einwanderungsland“
herausgegeben.
Darin werden alle Begriffe erklärt, die im weitesten Sinne mit Zuwanderung zu tun haben. Dass von
der Frage nach der „politisch korrekten Ausdrucksweise“ in diesem Themenfeld inzwischen auch die „Deutschen ohne Migrationshintergrund“ betroffen sind, zeigen die
verschiedenen Bezeichnungen, die
für sie in den vergangenen Jahren erfunden wurden: Von „Biodeutschen“
über „Herkunftsdeutsche“ bis hin
zum „Copyright-Deutschen“. (dpa)
Deutlich
mehr Waffen
exportiert
Rückgang bei anderen
Rüstungsgütern registriert
BERLIN — Deutschland hat im vori-
gen Jahr Kriegswaffen im Gesamtwert von 1,8 Milliarden Euro exportiert. Das waren doppelt so viel im
Jahr davor. Seit 2002 lag dieser Wert
nur einmal – im Jahr 2010 – höher.
Das geht aus einer Übersicht hervor,
die das Bundeswirtschaftsministerium auf Anfrage der Linksfraktion
im Bundestag erstellt hat.
Zu den Kriegswaffen zählen etwa
Panzer, U-Boote, Artilleriegeschütze
oder Kampfflugzeuge. Der Export
von Rüstungsgütern insgesamt, zu
denen neben Waffen unter anderem
auch Aufklärungstechnik oder militärische Software gehören, ist im
Jahresvergleich allerdings zurückgegangen. 2014 genehmigte die Bundesregierung Lieferungen im Wert
von 6,5 Milliarden Euro. Das sind
22 Prozent weniger als im Vorjahr.
Allerdings blieb der Anteil der
Exporte in sogenannte Drittländer
außerhalb von EU und Nato mit
60,5 Prozent hoch. Diese Ausfuhren
sind besonders umstritten.
Bei den Kriegswaffenexporten ist
der größte Brocken der Verkauf eines U-Boots an Israel für 600 Millionen Euro. Wegen dieses Geschäfts
war Israel mit 685 Millionen Euro
auch insgesamt der wichtigste Kunde der deutschen Rüstungsindustrie.
Saudi-Arabien liegt mit 209 Millionen Euro auf Platz sechs. Unter den
zehn wichtigsten Empfängerländern sind acht Drittstaaten, darunter auch die Vereinigten Arabischen
Emirate und Algerien. (dpa)
Skandaldrohne Euro Hawk kostet wieder Millionen
Vor 16 Monaten wurde der
unbemannte Flugkörper
eingemottet, weil die Zulassung für den deutschen
Luftraum zu teuer geworden wäre. Jetzt soll er zu
Testzwecken aus der
Garage geholt werden.
BERLIN — Die
Reaktivierung der
skandalbelasteten
BundeswehrDrohne Euro Hawk kostet den Steuerzahler einen weiteren Millionenbetrag. Seit Mitte Januar wird geprüft, ob das aus dem Verkehr gezogene unbemannte Aufklärungsflugzeug zu Testzwecken wieder fliegen
kann. Allein der 15 Wochen dauernde Wartungsprozess kostet aber 2,6
Millionen Euro, wie das Verteidigungsministerium auf Anfrage der
Grünen im Bundestag mitteilte.
Im Frühjahr 2013 hatte der damalige Verteidigungsminister Thomas
de Maizière (CDU) die Entwicklung
des Euro Hawk wegen massiver Probleme bei der Zulassung für den
deutschen Luftraum und einer drohenden Kostenexplosion gestoppt.
Ein Grund für die Zulassungsschwierigkeiten war das Fehlen eines Kollisionswarnsystems. Im September 2013 wurde die RiesenDrohne ausgemustert. Ein Jahr danach, im Oktober 2014, entschied
sich das Verteidigungsministerium,
sie für weitere Tests des in den Flugkörper integrierten Aufklärungssystems Isis wieder fliegen zu lassen.
Die Drohne selbst, die auf dem USModell Global Hawk basiert, soll als
Träger aber keine Zukunft haben.
Für eine Entwicklung des Aufklärungssystems bis zur Serienreife
würden nach Schätzung des Verteidigungsministeriums weitere 255
Millionen Euro fällig. In welchem
Flugzeug die Technik genutzt werden soll, ist aber weiter unklar. Im
Gespräch ist Triton, eine SchwesterDrohne des Euro Hawk vom US-Hersteller Northrop Grumman.
Der Grünen-Abgeordnete Tobias
Lindner kritisierte die Reaktivierung des Euro Hawk scharf. „Die
Bundeswehr stößt wieder einmal
ein Projekt an, obwohl das Kernproblem einer zulassungsfähigen Trägerplattform nach wie vor nicht ge-
Die Drohne Euro Hawk bei einem Übungsflug.
FOTO: NORTHROP GRUMMAN CORP./DPA
löst wurde“, sagte er. „Es besteht das
Risiko, dass Isis für Hunderte Millionen fertig entwickelt wird, aber
dann kein nutzbares Flugzeug dafür
zur Verfügung steht.“
Der Euro Hawk hatte den Steuerzahler bis zum Abbruch der Entwicklung bereits etwa 600 Millionen Euro gekostet, davon rund 270
Millionen für die eingebaute Aufklärungstechnik. Die Bundeswehr
benutzt derzeit mehrere Hundert
Drohnen für Aufklärungszwecke.
Sie soll künftig aber auch unbemannte Flugkörper erhalten, die
Waffen tragen können. (dpa/fp)
EIN FIRMENVIDEO vom
Erstflug der Drohne können
Sie aufrufen, wenn Sie diesen
Code per Smartphone scannen.
» www.freiepresse.de/eurohawk
6 Freie Presse
WIRTSCHAFT & BÖRSE
NACHRICHTEN
BERGBAU
Australier erkunden
im Erzgebirge
Dienstag, 10. Februar 2015
Streik: Chaos in Hamburg –
stundenlanges Warten in Stuttgart
AUE — Die australische Firma Vital
Metals Limited hat beim sächsischen Bergbauamt in Freiberg einen
Antrag auf Erkundung von Erzen im
Westerzgebirge gestellt. Auf 78 Quadratkilometern – einer Fläche fast
vier Mal so groß wie die Ostseeinsel
Hiddensee – will das Unternehmen
zwischen Lößnitz, Aue und Schwarzenberg nach dem Metall Wolfram
suchen. Tausende Tonnen könnten
unter der Erde schlummern. Das Interesse von Bergbauunternehmen
am Erzgebirge ist seit Jahren ungebrochen. Das bestätigt auch der Chef
des sächsischen Oberbergamtes,
Bernhard Cramer. „Das Erzgebirge
gilt als Deutschlands wichtigste Erzregion“, sagt er. Auch international
sei die Region als Lagerstätte von
Zinn, Wolfram und Flussspat begehrt. (juef)
Verbraucherschutz will
„unrechtmäßig“ erzielte
Gewinne einziehen lassen
VON JÜRGEN BECKER
PORSCHE-RÜCKRUF
15.000 Pkw müssen
wieder ins Werk
Lange Schlangen bildeten sich vor den Check-in-Schaltern am Flughafen in Hamburg während des Streiks der Sicherheitsmitarbeiter.
FOTO: BODO MARKS/DPA
PEKING — Der Sportwagenbauer Por-
sche muss laut Behördenangaben in
China 14.571 Fahrzeuge zurückrufen. Das berichtete die Nachrichtenagentur China News Service gestern
unter Berufung auf die chinesische
Aufsichtsbehörde. Grund für die
Rückrufaktion seien Fehler an der
Nockenwelle der Autos. Die Volkswagen-Tochter tausche die defekten
Teile kostenlos aus. Betroffen seien
zwischen April 2009 und September
2011 gebaute Modelle des Sportwagens Panamera. (dpa)
BRAUNKOHLE
Die Warnstreiks des
Sicherheitspersonals an
drei Flughäfen in Deutschland kamen zwar mit
Ansage. Tausende
Passagiere wollten am
Montag dennoch weg –
und mussten in Hamburg
und Stuttgart viel Geduld
mitbringen.
40 Kraftwerke
vor dem Aus
VON ALMUT KIPP
BERLIN — Die
HAMBURG — Warnstreiks des Sicher-
Bundesnetzagentur
geht von einem drastischen Rückgang der Stromproduktion aus
Braunkohle in den nächsten zehn
Jahren aus. Nur etwa die Hälfte der
Anlagen würden in zehn Jahren
noch in Betrieb sein, geht aus Szenarien der Behörde hervor, die gestern
vorlagen. Rund 40 Anlagen, zumeist
von RWE und Vattenfall, würden
demnach stillgelegt. Selbst das für
die Braunkohle günstigste der drei
Szenarien für den Zeitraum bis 2025
rechnet aber mit einem Aus für über
20 Kraftwerke. (rtr)
Chemnitzer
B2B-Chef
erneut
verklagt
heitsgewerbes haben die Flughäfen
in Hamburg und Stuttgart nahezu
lahmgelegt. Zehntausende Passagiere mussten umbuchen oder nahmen am Montag stundenlange Wartezeiten vor ihrem Abflug in Kauf.
In Hamburg sperrten vorübergehend sogar Polizisten die Eingänge
ab, weil das Gebäude überfüllt war.
Der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) warf der Gewerkschaft Verdi vor, erneut unschuldige Passagiere zu schädigen.
Lediglich in Hannover hatte der
Streik nach Angaben eines Flughafensprechers so gut wie keine Auswirkungen. Dort demonstrierten
Dutzende Mitarbeiter mit Trillerpfeifen, Fahnen und Transparenten.
Grund für den Ausstand sind festgefahrene Tarifverhandlungen um
mehr Lohn. Verdi fordert je nach
Bundesland und Beschäftigtengruppe 0,70 Euro bis 2,50 Euro mehr
Lohn in der Stunde.
de. Die Flughafenbetreiber bezeichneten die Warnstreiks ebenfalls als
ungerechtfertigt. Der Flughafenverband ADV sprach von einer Zumutung für die Passagiere. „Ein zwingendes Schlichtungsverfahren ist
dringend erforderlich“, verlangte
ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph
Beisel.
Verdi-Vertreter Peter Bremme
sprach in Hamburg allerdings von
einem „notwendigen Paukenschlag“
und einer „grandiosen Streikbeteiligung“. Der Druck sei notwendig,
wenn die Verhandlungen vor der Ferienzeit im März beendet werden
sollen. Betroffen sind in BadenWürttemberg rund 19.000 Beschäftigte im Bewachungsgewerbe, in
Hamburg sind es 8000 und in Niedersachsen schätzungsweise rund
7000 Mitarbeiter.
Vorwürfe an Gewerkschaft
Aus Sicht der Dienstleistungsgewerkschaft leisten „die Beschäftigten der Personen-, Fracht- und Warenkontrolle an den Flughäfen jeden Tag eine anstrengende und verantwortungsvolle Arbeit“, die besser
entlohnt werden müsse. BDSW-Verbandschef Harald Olschok warf Verdi vor, mit falschen Zahlen zu operieren. Die Arbeitgeber seien bereit,
die Stundenlöhne der Luftsicherheitskontrolleure in Niedersachsen
um 6,13 Prozent, in Hamburg um 6,4
Prozent und in Baden-Württemberg
um 3,53 Prozent zu erhöhen.
Die Fluggesellschaft Germanwings verlangte „klare Spielregeln
für den Ablauf von Arbeitskämpfen“. Streiks schadeten dem Luftverkehrsstandort, der sich in einer kritischen Wettbewerbssituation befin-
40.000 Passagiere waren dem Flughafen zufolge insgesamt von dem
Ausstand betroffen. Von den mehr
als 400 An- und Abflügen wurden
mehr als 150 gestrichen. Nach dem
Schichtwechsel am Mittag konnte
von zunächst drei Sicherheitschecks nur noch einer offen gehalten werden. Verdi hatte rund 8000
Bedienstete der Sicherheitsbranche,
darunter 900 am Flughafen, zum
Ausstand aufgerufen. Rund 900 Beschäftigte der Bodenverkehrsdienste wie Belader und Reinigungskräfte
schlossen sich an.
Wegen des Arbeitskampfes wurden am Flughafen Stuttgart 32 Starts
und Landungen gestrichen. Ursprünglich standen für diesen Montag 241 Verbindungen im Plan. Nach
Angaben einer Sprecherin waren bis
zu 12.000 Passagiere von den Einschränkungen betroffen. Bei der
Kontrolle mussten Reisende demnach Wartezeiten von gut zwei
Stunden hinnehmen, einzelne Flüge starteten erst mit etwa einer Stunde Verspätung. (dpa)
Hamburg erstmalig dicht
„Wir hatten noch nie die Situation,
dass wir Gebäude schließen mussten. Das ist das erste Mal in der 103jährigen Geschichte des Flughafens“, sagte Airport-Sprecherin Stefanie Harder. Weil sich mehr als
5000 Reisende am Morgen in den
Terminals aufhielten, wurden die
Gebäude rund zwei Stunden lang
von Polizisten abgeriegelt. Etwa
EIN VIDEO zum Hamburger
Flughafen können Sie sehen,
wenn Sie diesen Code mit
dem Smartphone scannen.
» www.freiepresse.de/hamburg
CHEMNITZ — David Jähn, der nach eigenen Angaben mit Handelsportalen wie www.melango.de oder
www.b2b-beschaffungsplattform.de
Millionen Euro umgesetzt hat,
droht neben einer Verurteilung wegen Betrugs nun auch die Beschlagnahme eines Teils seines Gewinns.
Die Verbraucherzentrale hat eine
entsprechende Klage beim Landgericht Leipzig eingereicht. Darin wird
dem Ex-Geschäftsführer der B2B
Technologies Chemnitz vorgeworfen, einen Teil seines Umsatzes
durch unlautere Methoden gemacht
zu haben. Die dadurch erzielten Gewinne sollten deshalb an die Bundeskasse abgeführt werden, heißt es
in der Klage.
Der Klage vorausgegangen war
im September 2014 eine Abmahnung, in der Jähn persönlich und seine Firma unter anderem aufgefordert worden waren, nebulöse Rabattversprechen, die Bezeichnung
als „Großhandel“ und die Werbung
mit Nettopreisen auf Facebook zu
unterlassen. Doch der 32-Jährige
und die B2B lockten bis Dezember
weiter mit bis zu 90 Prozent Preisersparnis – allerdings ohne Bezugsgröße. Auf Facebook, auf dem sich
mehrheitlich Privatleute tummeln,
machte Jähn nicht nur Reklame für
supergünstige Produkte, die es auf
seinen Seiten zu diesen Preisen aber
gar nicht gab. Hunderte Endverbraucher werfen ihm auch vor, durch
Tricks unwissentlich in eine bis zu
600 Euro teure Portalsmitgliedschaft geraten zu sein – obwohl sich
die Angebote dort ausschließlich an
Gewerbetreibende richteten. Kontrolliert worden sei das aber gar nicht
oder nur unzureichend, so die Verbraucherschützer, obwohl das für einen „Großhändler“ Pflicht sei. David
Jähn war für eine Stellungnahme
nicht erreichbar. Die B2B befindet
sich in Liquidation. Zuvor hatte Jähn
mehrfach beteuert, selbst Opfer unlauterer Endverbraucher und unseriöser Lieferanten zu sein.
BÖRSEN UND MÄRKTE
Tops und Flops
Deutscher Aktien Index (Dax)
K U R S A M 0 9.0 2 . 2 0 1 5 : 1 0.6 6 3 , 5 1 P U N K T E
Xing NA
Lanxess
Aurubis
Kontron
Wacker Chemie
Leoni
Nemetschek
Stratec Biomed
Osram Licht
Continental
11200
10800
10400
10000
09.02. Änd. %
112,30
+2,89
45,62
+2,20
51,25
+1,71
5,87
+1,38
99,97
+1,35
53,71
-6,30
98,87
-4,93
43,48
-4,45
39,94
-4,28
198,20
-4,27
9600
Ausgewählte Notierungen
9200
Dezember
200-Tage-Verlauf
Januar
Februar
38-Tage-Verlauf
Markttrend
Die 30 Dax-Werte (Xetra)
Angst vor Griechenland-Aus belastet
Dividende
Adidas NA
1,5
Allianz SE vNA°
5,3
BASF NA°
2,7
Bayer NA°
2,1
Beiersdorf
0,7
BMW St.°
2,6
Commerzbank
Continental
2,5
Daimler NA°
2,25
Dt. Bank NA°
0,72
Dt. Börse NA
2,1
Dt. Post NA°
0,8
Dt. Telekom NA°
0,5
E.ON SE°
0,6
Fresen. M. C. St.
0,77
Fresenius SE
0,42
Heidelb.Cem.
0,6
Henkel Vz.
1,22
Infineon NA
0,12
K+S NA
0,25
Lanxess
0,5
Linde
3
Lufthansa
0,45
Merck
0,95
Münch. Rück°
7,25
RWE St.°
1
SAP SE°
1
Siemens NA°
3,3
ThyssenKrupp
0,11
VW Vz.°
4,06
Die Sorge vor einem Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone hat am Montag den
deutschen Aktienmarkt belastet. Die
Fronten zwischen Athen und den Gläubigerstaaten haben sich weiter verhärtet. Ministerpräsident Alexis Tsipras hatte am
Wochenende erneut klar gemacht, den
Sparkurs beenden zu wollen - eine
Forderung, die von den Gläubigerstaaten
abgelehnt wird. Das Hilfsprogramm für das
hoch verschuldete Land läuft Ende des
Monats aus. Bereits im März dürfte das Geld
in der Kasse von Athen knapp werden. Der
DAX verlor 1,7 Prozent auf 10.664 Punkte.
Eine Herabstufung des Index auf „Neutral“
von „Overweight“ durch J.P. Morgan spielte
nur am Rande eine Rolle. Die Analysten begründeten den Schritt mit der überdurchschnittlich guten Entwicklung deutscher
Aktien in den vergangenen Monaten. Belastend wirkte aber die Herunterstufung des
europäischen Autosektors auf „Neutral“ mit
der gleichen Begründung.
Dow Jones
Angegeben sind Schlusskurse in Euro, Börsenplatz
Frankfurt (soweit nicht anders angegeben). Der Kurs
bezieht sich auf Stückaktien. ° = Euro Stoxx 50 Wert,
St = Stammaktie, Vz. = Vorzugsaktie, NA = Namensaktie.
Nikkei-Index = © Nihon Keizai Shimbun, Inc. **Zinsen =
FMH, Durchschnittswerte (Zinsen geben nur ungefähre Hinweise auf die Marktlage). Gold (1 kg) und Kurse für Reisende
sind Schalterkurse der Deutschen Bank. Tops/Flops
beziehen sich auf den HDax (Dax30, MDax und TecDax).
Alle Angaben ohne Gewähr.
Quelle vwd group
09.02.
62,41
146,90
80,27
121,60
76,33
102,50
11,14
198,20
80,64
26,87
68,35
28,13
15,56
12,86
64,37
48,14
65,93
102,30
9,79
27,86
45,62
173,70
13,46
85,74
179,35
22,74
58,81
94,12
22,91
207,50
06.02.
63,39
149,15
80,90
125,25
77,26
106,85
11,25
207,05
82,35
27,09
69,15
28,97
15,90
13,14
64,25
48,08
66,22
102,60
10,08
28,15
44,64
173,50
13,87
87,90
180,45
23,29
59,20
95,30
22,99
214,25
A. Springer SE
Aareal Bank
Airbus Group°
Aurubis
Bauer
Bechtle
Bilfinger
Brenntag NA
Carl Zeiss Med.
Celesio NA
CEWE KGaA
comdirect bank
CompuGroup
DMG Mori Seiki
Drägerwerk Vz.
Dt. Annington
Dt. EuroShop
Dt. Postbk. NA
Dürr
Evonik
Facebook
Fielmann
Fraport
G. Weber Int.
Gagfah (Umt.)
GEA Group
Gerresheimer
GfK SE
GK Software
Hann. Rück.NA
Heidelb. Druck.
HOCHTIEF
Hornbach Vz.
Hugo Boss NA
Indus Hold.
Intershop
Jenoptik
Jungheinrich
Kabel Deutschl.
Kion Group
Koenig & Bauer
Krones
Dividende 09.02. 06.02.
1,8
54,72
55,35
0,75
34,15
34,70
0,75
48,20 48,20
1,1
51,21
50,19
16,17
16,50
1,1
71,04
72,16
3
51,29
51,63
0,87 48,45
49,78
0,45
23,56
23,85
0,3
26,34
26,70
1,5
54,13
54,25
0,36
8,80
8,90
0,35
25,79
24,95
0,5
29,26
29,42
0,83
89,22
91,57
0,7
31,24
31,00
1,25
43,05
43,32
1,66 34,39 34,40
1,45
83,42 85,00
1
28,67
28,51
65,85 66,09
1,45
58,50
59,02
1,25
53,44 54,00
0,75
34,72
35,37
19,70
19,75
0,6
40,96
41,67
0,7
49,38
50,47
0,65
36,97
37,00
0,25
37,29
38,70
3
80,36
81,56
2,00
2,02
1,5
63,53 63,50
0,8
72,25
74,33
3,34 104,80 111,04
1,1
36,32
37,69
1,12
1,09
0,2
12,13
12,45
0,86 53,30 54,50
118,00 123,10
0,35
32,73 34,05
13,36
13,48
2
82,81 85,06
KUKA
Leoni
Logwin
MAN SE St.
Medisana
Metro St.
MLP
MTU Aero
Nemetschek
Norma Group
Osram Licht
Porsche SE Vz.
ProS.Sat.1
Puma SE
QIAGEN
Rational
Rheinmetall
Rhön-Klinikum
Rocket Internet
RTL Group
RWE Vz.
Sachsenmilch
Salzgitter
Schneider El.°
SGL Carbon SE
Sixt SE St.
SolarWorld
STADA vNA
Südzucker
Symrise
Talanx
Telef. Dtschl.
TUI NA
Twitter
Utd. Internet NA
Vossloh
VTG
VW St.
Wacker Chemie
WINCOR NIXD.
Xing NA
Zalando
0,3
1
3,07
0,16
1,35
1,3
0,7
2,01
1,47
0,5
6
0,4
0,25
4,5
1
0,11
0,2
1,45
1
0,66
0,5
0,7
1,2
0,37
0,15
0,4
0,5
0,42
4
0,5
1,75
4,2
62,94
53,69
1,28
94,27
2,40
29,48
3,49
80,38
98,15
45,44
39,84
77,31
39,18
174,69
19,93
306,00
40,00
22,70
53,75
84,30
17,37
4280
24,87
67,77
15,04
34,62
10,90
28,34
12,61
54,27
27,15
4,59
15,37
41,25
39,44
57,03
20,87
204,75
99,95
41,32
112,94
22,53
64,52
57,11
1,30
95,03
2,34
29,62
3,52
81,95
103,23
46,23
41,50
78,99
39,89
175,19
20,16
312,53
41,61
22,96
52,60
85,55
17,90
4280
25,06
67,90
14,78
35,61
11,68
28,29
13,08
54,72
27,42
4,80
15,51
42,41
39,50
57,00
21,74
210,66
98,58
42,05
109,43
23,19
Metalle und Rohstoffe
in Euro
09.02.
06.02.
Gold, 1-kg-Barren
35595,00 35915,00
Silber 1 kg Barren
527,00
528,00
Platin (Heraeus) je g
37,02
37,53
Gold-Lnd., $ Feinunze
1242,25 1264,00
Rohöl, brent $/barrel
59,43
58,90
Min. - Max. Max-Vtg.
El.-Kupfer (DEL)
512,13-512,13 511,23
Investments
Zinsen
2,5
Realzins
09.02.2015 0,06
Inflationsrate
Dezember 2014
1,5
0,20%
0,5
Umlaufrendite
09.02.2015 0,26
-0,5
M A M J J A S O N D J F
Realzins=Umlaufrendite-Inflationsrate
© Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2015
Marktdaten
M-Dax
Tec-Dax
Euro Stoxx 50
FTSE 100
Dow Jones *
Nasdaq *
S & P 500 *
Nikkei
Hang Seng
1 Euro in Dollar
1 Euro in Yen
1 Euro in brit. Pfund
1 Euro in Schw. Fr.
Umlaufrendite
Bund-Future
Rentenindex (REX)
09.02. Änd. %
18.726,17
-1,40
1.478,95
-1,86
3.347,75
-1,48
6.837,15
-0,24
17.747,93
-0,43
4.737,25
-0,15
2.049,83
-0,27
17.711,93
+0,36
24.516,10
-0,63
1,1275
-1,50
133,7200
-0,42
0,7415
-0,78
1,0428
-1,01
0,26
0
158,75
+0,19
140,22
+0,07
* Stand 20.05 Uhr ME(S)Z
Zinsen und Renditen
Basiszins n. § 247 (BGB)
Hauptrefi. (ab 10.09.14)
US-Leitzins Fed Funds Rate
CA-Leitzins Overnight Rate
GB-Leitzins Repo Satz
JP-Leitzins Diskontsatz
HK-Leitzins Prime Rate
Rentenindex (REX)
Tagesgeld unter Banken
Festgeld (1 Mon./ab 5TEuro)**
Festgeld (3 Mon./ab 5TEuro)**
Sparbrief (3 Jahre)**
Ratenkred. (3J./bis 10TEUR)**
Hypothek, Zins 10J. fest eff.**
Hypothek, Zins 5J. fest eff.**
-0,83
0,05
0,25
0,75
0,50
0,10
0,50
140,22
-0,13-0,05
0,15
0,21
0,62
5,50
1,51
1,16
KVG - Fondsname
Ausg. Rückn.
Aberd. A.M. DEGI EUROPA
12,81
12,20
AGI GmbH Adifonds A
110,68
105,41
AGI GmbH Adirenta A
16,72
16,23
AGI GmbH Adiverba A
136,16
129,68
AGI GmbH Biotechnologie A 164,19
156,37
AGI GmbH Bondspezial A EUR 52,17
50,65
AGI GmbH Concentra AE
107,40 102,29
AGI GmbH Eur Renten AE
67,72
66,07
AGI GmbH Eur Renten K AE
45,15
44,26
AGI GmbH Euroaktien A
55,72
53,07
AGI GmbH EuropaVision A
30,07
28,64
AGI GmbH Europazins AE
59,89
58,15
AGI GmbH Fondak A
157,35 149,86
AGI GmbH Fondirent
49,47
48,03
AGI GmbH Fondis
70,50
67,14
AGI GmbH Fondra
114,12
109,73
AGI GmbH Fonds Japan A
48,76
46,44
AGI GmbH Industria AE
109,38
104,17
AGI GmbH Interglobal A
251,32
239,35
AGI GmbH InternRent A
48,10
46,70
AGI GmbH Kapital+ AE
65,66
63,75
AGI GmbH Nebw. Deutschl.A 254,04 241,94
AGI GmbH Plusfonds
132,38 126,08
AGI GmbH Rentenfonds A
91,60
89,37
AGI GmbH SGB Geldmarkt
75,27
74,90
AGI GmbH Thesaurus AT
842,80 802,67
AGI GmbH Verm. Deutschl. A 172,20 164,00
AGI GmbH Verm. Europa A
48,83
46,50
AGI GmbH Wachstum Europa A 110,23 104,98
AGI GmbHLux Euro Bond A
71,15
69,08
Carmignac Investissement A* 1186,18 1186,18
DeAWM Basler-Aktienf DWS
65,97
62,99
DeAWM DWS Akkumula
909,74 866,42
DeAWM DWS Akt.Strat.D
316,86
301,76
DeAWM DWS EUR Bds(Long) 1779,64 1727,80
DeAWM DWS EUR Reserve
136,18 134,83
DeAWM DWS Eurol Strat R
35,93
35,05
DeAWM DWS Europ. Opp
260,30
247,90
DeAWM DWS Eurorenta
59,98
58,23
DeAWM DWS Eurovesta
121,79
115,98
DeAWM DWS G M&M Typ O
62,32
62,32
DeAWM DWS Inter-Renta LD
15,47
15,01
DeAWM DWS Investa
163,12
155,35
DeAWM Dws TelemediaTyp O 140,20 140,20
DeAWM DWS Top Div. LD
119,45
113,76
DeAWM DWS Top Europe
137,28
131,99
DeAWM DWS Top World
88,84
85,42
DeAWM DWS Vermbf.I LD
134,20
127,80
DeAWM DWSI GE LD
167,99
159,59
DeAWM grundb. europa RC
42,84
40,79
Deka Deut. AriDeka CF
71,81
68,22
Deka Deut. Deka MegaTrends CF63,87
61,56
Deka Deut. DekaFonds CF
103,47
98,30
Deka Deut. DekaRent-Intern. CF 20,92
20,31
Deka Deut. DekaSpezial CF
321,25 305,20
Deka Deut. DekaTresor
88,59
86,43
Deka Deut. RenditDeka
24,77
24,05
Deka Deut. TeleMedien TF
70,22
70,22
Deka Immob Europa
47,76
45,37
Deka Lux-Europa TF
60,98
60,98
Deka Lux-Japan CF
611,16 580,62
DJE Invest Absolut PA
291,68
277,79
DJE Invest Alpha Glob PA
210,06 201,98
DJE Invest Div&Sub P
358,03 340,98
DJE Invest Div&Sub XP
225,50 225,50
DJE Invest Renten Glob PA
157,40
154,31
Fidelity European Growth*
14,79
14,05
Frank.Temp. TEM Gr.(Eur) Aa* 17,01
16,12
HANSAINVEST HANSAinternat. A21,29
20,57
iii INTER ImmoProfil
51,47
49,02
Pioneer EuroBond Medium
54,39
52,81
Pioneer PI German Equity
196,53
187,17
Robeco N.V. A
33,74
SEB Invest ImmoInvest
34,86
33,12
Union UniDyn.Europa A*
79,53
76,47
Union UniEuroAktien*
64,48
61,41
Union UniEuropa*
1896,01 1805,72
Union UniEuroRenta*
70,59
68,53
Union UniFonds*
53,04
50,51
Union UniGar: Dtl.2019 II*
109,02
Union UniGlobal*
188,35
179,38
Union UniKapital*
114,98
112,73
Union UniRak*
116,98
113,57
Union UniRenta*
21,66
21,03
Union VR Sachsen Glbl Un*
49,48
48,51
UniRealEst UniImmo:Dt.*
96,10
91,52
* Fondspreise etc. vom Vortag oder letzt verfügbar, kursiv wenn nicht in Euro
Kurse für Reisende
Land
1 Euro in brit. Pfund
1 Euro in Dollar
1 Euro in Schw. Fr.
Dänische Kronen
Kanadische Dollar
Norwegische Kronen
Polnische Zloty
Schwedische Kronen
Tschechische Kronen
Türkische Lira
Ungarische Forint
Ankauf Verkauf
0,705
0,778
1,069
1,200
1,010
1,095
7,101
7,851
1,347
1,507
8,256
9,256
3,728
5,013
9,054
10,204
23,949 30,349
2,678
2,978
254,800 384,800
WIRTSCHAFT
Dienstag, 10. Februar 2015
Freie Presse
7
Ausfuhren steigen trotz Krisen auf Rekordniveau
NACHRICHTEN
REALLÖHNE
Höchster
Anstieg seit 2008
WIESBADEN — Die
Reallöhne der
deutschen Arbeitnehmer sind im
vergangenen Jahr so stark gestiegen
wie noch nie seit der Wirtschaftskrise 2008. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes vom Montag führte vor allem
die geringe Preissteigerung zu einer
Reallohnsteigerung von 1,6 Prozent.
Die nominalen Löhne waren mit 2,4
Prozent etwas schwächer geklettert
als im langjährigen Mittel (2,5 Prozent). Die geringe Inflation von
knapp 0,9 Prozent (Fünfjahresschnitt: 1,5 Prozent) führte aber dazu, dass überdurchschnittlich viel
übrig blieb. Im Jahr zuvor hatte es
wegen gestrichener Sonderzahlungen einen leichten Rückgang der Reallöhne von 0,1 Prozent gegeben. (dpa)
NETZVERGABE
Deutsche Bahn
legt Einspruch ein
von 1133,6 Milliarden Euro ausgeführt und
damit 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr, wie
das Statistische Bundesamt gestern mitteilte.
Die Einfuhren erreichten 916,5 Milliarden
Euro und lagen damit 2,0 Prozent höher als
2013. „Die Exporte und Importe übertrafen
im Jahr 2014 die bisherigen Höchstwerte
vom Jahr 2012. Damals wurden Waren im
Wert von 1.095,8 Milliarden Euro exportiert
und Waren im Wert von 905,9 Milliarden
Euro importiert“, berichteten die Statistiker.
Besonders stark wuchs der Außenhandel mit
Ländern aus der Europäischen Union, die
wie Großbritannien oder Polen nicht der Eurozone angehören. Die Exporte dorthin kletterten um satte 10,2 Prozent auf 243,1 Milliarden Euro, die Einfuhren um 6,6 Prozent auf
FOTO: DANIEL REINHARDT
188,5 Milliarden Euro.
NÜRNBERG — Die
STROMNETZ
Kosten für Reserve
steigen deutlich
ESSEN — Die Kosten für zusätzliche
Sicherheitskapazitäten im deutschen Stromnetz während der energieintensiven Wintermonate steigen in den nächsten Jahren voraussichtlich deutlich. „Wir laufen da in
erhebliche Kosten rein, die der Verbraucher tragen muss“, sagte der
Chef der Bundesnetzagentur, Jochen
Homann, gestern in Essen. „Das ist
traurig - ein schnellerer Netzausbau
wäre günstiger.“ Allein für die drei
vergangenen Winter seien zusammen 100 Millionen Euro für die
Winterreserve angefallen. (dpa)
TELEFONTARIFE
Telefonieren Call by Call Übersicht
über günstige Telefonanbieter (Gebühren in Cent/Min. inkl. MwSt.) aus
dem Festnetz der Deut. Telekom.
Nationale Ferngespräche
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01013
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7-19
1,28
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1,38
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Sonnabend, Sonntag, Feiertag
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Tellina
3,39
3,87
01040
01041
„Die Generation Y hat neue Werte“
Wirtschaftsprofessor Martin Klaffke sieht eine neue Arbeitswelt durch den Einstieg junger Menschen, die Job und Privates anders verbinden
BERLIN — Schnelle Aufstiegschancen, flexible Arbeitszeiten, sinnstiftende Aufgaben. Das sind nur
einige der Schlagworte, die verbunden werden mit der Generation Y. Diese strömt jetzt immer
mehr in den Arbeitsmarkt – und
wird das Arbeitsleben verändern.
Über Konsequenzen und Herausforderungen sprach Christian
Meyer mit Professor Martin Klaffke von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin.
Freie Presse: Was versteht man
eigentlich unter der Generation Y?
Martin Klaffke: Die Geburtsjahrgänge zwischen 1981 und 1995. Der
Generationenbegriff wird an Menschen festgemacht, die in einer bestimmten Zeitspanne geboren sind
und gemeinsame Erlebnisse haben,
die in der Jugend und frühen Erwachsenenphase prägend waren.
Mit der Bezeichnung Y wird alphabetisch an die vorherige Generation
X angeknüpft. Zugleich steht es für
das englische „Why“ (Warum) und
meint damit die Generation, die hinterfragt, aber auch ganz pragmatisch
im Sinne von „Warum nicht“ Entscheidungen trifft.
Was zeichnet diese Generation
aus?
Vor allem eine digitale Affinität. Sie
ist mit digitaler Technik groß geworden. Smartphones und Social Media
sind in ihrem Alltag unverzichtbar.
Zum anderen hat die Generation Y
mehr Optionen als früher und erwartet Sinnstiftung und Abwechslung im Beruf sowie eine flexible Balance zwischen Arbeit und Freizeit.
Weitere Wünsche an das Arbeitsle-
braucht es nicht unbedingt eine eigene Kita. Aber man muss wegkommen von Strukturen, bei denen alle
morgens ab sieben Uhr im Büro zu
sitzen haben.
Was wären Alternativen zu solchen Strukturen?
Eine Variante wäre Vertrauensarbeitszeiten mit der Möglichkeit,
auch außerhalb des Büros tätig zu
sein. Führung richtet sich dann auf
das Ergebnis, nicht auf die Kontrolle
des Prozesses. Ein weiterer Punkt ist
ein ständiges Feedback. Früher galt
der Grundsatz: „Nicht geschimpft ist
Lob genug“. Das wird in Zukunft
nicht mehr funktionieren. Die Generation Y ist mit Facebook groß geworden, da ist Feedback eine alltägliche Erfahrung, die man dann selbstverständlich auch im Arbeitsleben
erwartet.
Wie stark setzen sich Unternehmen derzeit mit diesem Thema
schon auseinander?
Ich beobachte, dass die etablierten
Führungskräfte verwundert auf die
junge Generation blicken. Da
herrscht oft der Anspruch, die Jungen müssen sich anpassen. Es wird
noch die eigene Erfahrung vor 20, 30
Jahren reflektiert. Wenn in der Pause
die jungen Kollegen zum Smartphone greifen, während sich die älteren unterhalten, heißt es: Die haben kein Interesse am Gespräch. Für
die Generation Y ist es aber normal,
Im Schuldendrama tickt
die Uhr. Die linke Regierung in Athen hat das
internationale
Rettungsprogramm für
beendet erklärt.
FRANKFURT (MAIN) — Schwindende
Aussichten auf ein Happy End im
griechischen Schuldenstreit haben
am Montag die europäischen Aktienbörsen belastet. Dax und EuroStoxx50 verloren bis zum frühen
Nachmittag je etwa 2,1 Prozent auf
10.614 und 3325 Zähler und büßten
damit die Gewinne der vergangenen
Woche ein. In seiner ersten großen
Parlamentsrede nach dem Wahlsieg
hatte Griechenlands neuer Ministerpräsident Alexis Tsipras das Hilfsprogramm für sein Land als gescheitert bezeichnet und eine Verlängerung abgelehnt. Für die Wall Street
signalisierten die US-Futures zur Eröffnung fallende Kurse.
„Die Chancen für einen Kompromiss mit Athen stehen eher
schlecht“, sagte Markus Huber, Analyst bei Peregrine & Black. Das Risiko einer Pleite des Landes oder eines
Austritts aus der Euro-Zone (Grexit)
in ein paar Monaten steige. In London bereitet sich die Regierung einem Sprecher zufolge bereits auf einen Grexit vor. Ohne die Auszahlung weiterer Hilfen droht den Grie-
kurz WhatsApp zu checken. Das
kann schnell in Konflikten enden.
Betriebliches Demografie-Management konzentriert sich überwiegend auf die Gesundheitserhaltung
der Belegschaft. Die meisten Unternehmen tun so gut wie nichts für
den Ausgleich der Generationen.
Dabei sind sie gefordert, eine Umgebung zu schaffen, in der sich jede Generation wohl fühlt. Das ist Voraussetzung für ein produktives Miteinander in altersgemischten Teams
und Basis für den Unternehmenserfolg.
A N ZE I G E
Martin Klaffke
Der Wissenschaftler ist seit 2013
Professor für Personalmanagement
an der Hochschule für Technik und
Wirtschaft Berlin und leitet das Hamburg Institute of
Change Management.
Zu seinen Forschungsthemen
zählen die Professionalisierung des
Personalmanagements sowie die Gestaltung von Veränderungsprozessen.
Er war als Hochschuldozent im Inund Ausland tätig und arbeitete für
internationale Unternehmensberatungen. Zum Personalmanagement
der Generation Y hat er u.a. ein Praktiker-Handbuch vorgelegt. (cmey)
' *$## $ # $' * $# #' - $# "
'/' / * ##$$!$
$'$$ #,
000 0 0 )( # *'#
---"#!#$$"%/"
3593172-10-1
Griechen dämpfen Börsen-Stimmung
VON TAKIS TSAFOS
Tarife mit Einwahlgebühr oder Abrechnung schlechter als
Minutentakt wurden nicht berücksichtigt. Bei einigen Anbietern kann es wegen Kapazitätsengpässen zu Einwahlproblemen kommen. teltarif-Hotline (Montag bis Freitag 9
bis 18 Uhr): 0900 1 330100 (1,86 Euro/Minute von T-Com).
teltarif.de bietet im Internet auch eine Abfrage der Auslandstarife an. Stand: 9. 2. 2015, 11 Uhr. Kurzfristige Änderungen möglich. Quelle: www.teltarif.de – alle Anbieter
mit Tarifansage. Alle Angaben ohne Gewähr.
ben betreffen Authentizität, Transparenz, Kollegialität sowie Selbstbestimmung, Entwicklung und Spaß
bei der Leistung im Team.
Welche Auswirkungen hat diese
Lebensweise und Erwartungshaltung für den Arbeitsmarkt?
Die alten Rezepte vieler Unternehmen sind mit dem Verständnis von
Arbeit der Generation Y kaum kompatibel. Ein wichtiger Punkt ist der
demografische Wandel. Die Generation Y wird ihre Vorstellungen stärker als je zuvor einfordern, einfach
weil sie es sich leisten kann. In einer
schrumpfenden und älter werdenden Bevölkerung kommt es um den
qualifizierten Nachwuchs als knapper werdende Ressource zu einem
Wettbewerb, den sogenannten „war
for talent“ (Kampf um Talente). Sätze wie „Nennen Sie mir drei gute
Gründe, warum ich bei Ihnen anfangen sollte?“ oder „Was bieten Sie mir,
was die Konkurrenz nicht hat?“ werden in Vorstellungsgesprächen bald
eher Regel als Ausnahme sein.
Was bedeutet das konkret für
Unternehmen, die nach jungen
Mitarbeitern suchen?
Unternehmen müssen sich fragen:
Was macht mich attraktiv? Wie mache ich auf mich aufmerksam?
Auch die Rekrutierung muss professioneller werden. Lange Wartezeiten auf die Eingangsbestätigung einer Bewerbung werden nicht akzeptiert. Sind junge Leute erst einmal an
Bord, muss ich ihre Entwicklung
und Qualifizierung regelmäßig auf
dem Schirm haben, auch als kleines
Unternehmen. Stichwort Personalführung: Man muss Möglichkeit
bieten, Beruf und Privatleben flexibel in Einklang zu bringen. Dafür
FOTO: PRIVAT
Deutsche Bahn
wehrt sich gegen die Vergabe des
Nürnberger S-Bahn-Netzes an das
britische Unternehmen National
Express Rail. Wie ein Bahn-Sprecher
gestern sagte, wurde bereits am
Donnerstag Einspruch bei der Bayerischen
Eisenbahngesellschaft
(BEG) eingelegt. „Das Angebot ist
hinterfragenswert und wir wollen
eine Neubewertung seitens der
BEG“, sagte er. Welche Punkte die
Bahn konkret kritisiert, wollte der
Sprecher nicht sagen. Die BEG hatte
vor einer Woche mitgeteilt, dass das
britische Unternehmen den Zuschlag für den Betrieb des S-BahnVerkehrs im Großraum Nürnberg
von Dezember 2018 bis Dezember
2030 erhalten soll. (dpa)
Deutschlands Exporteure sind auf Rekordkurs: Trotz der Krise in Russland und der Ukraine haben die Betriebe 2014 so viele Waren
in alle Welt (im Foto der Umschlagplatz im
Hamburger Hafen) geliefert wie noch nie zuvor. Insgesamt wurden Produkte im Wert
chen ein baldiger Bankrott. Der
Schuldenstreit wird am Mittwoch
auf einer Sondersitzung der Euro-Finanzminister sowie auf dem EUGipfel einen Tag später zentrales
Thema sein.
Alexis Tsipras
Ministerpräsident
Griechenlands
FOTO: ROLAND SCHLAGER/DPA
An der Athener Börse suchten
viele Anleger das Weite: Der Leitindex brach um sechs, der Bankenindex um 12,2 Prozent ein. Am Anleihemarkt trieben Verkäufe griechischer Staatsanleihen die Rendite der
zehnjährigen Papiere um fast einen
Prozentpunkt auf 11,40 Prozent in
die Höhe. Der Euro rutschte unter
die 1,13 Dollar-Marke. Damit rückt
das im Januar aufgestellte Elf-Jahres-Tief von rund 1,11 Dollar wieder
in greifbare Nähe. Zudem dämpfte
der weiter schwelende UkraineKonflikt und enttäuschende Konjunkturdaten aus China die Stimmung der Anleger auf dem Parkett.
In dieser Gemengelage seien - wie
von den Analysten von JPMorgan
empfohlen – Gewinnmitnahmen
gerechtfertigt, sagte ein Händler. Die
Analysten hatten ihre Kaufempfehlung für den Dax kassiert und zu einer neutralen Gewichtung geraten.
Vorige Woche hatte der Dax noch
die 11.000er Marke in Angriff genommen. (rtr)
TARIFRUNDE
Sächsische Metaller
erneut im Streik
DRESDEN/WURZEN — Zum
Auftakt
der zweiten Warnstreikwoche haben sich in Sachsen rund 650 Beschäftigte an Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie beteiligt.
Wie die Gewerkschaft IG Metall gestern mitteilte, legten unter anderem
bei den Elbe Flugzeugwerken in
Dresden rund 300 Mitarbeiter vorübergehend ihre Arbeit nieder. Bei
Bosch Rexroth in Chemnitz traten
rund 90 Beschäftigte in den kurzzeitigen Ausstand, auch in Wurzen und
in Plauen gab es Warnstreiks. Die
Gewerkschaft kündigte weitere Arbeitsniederlegungen an und fordert
bundesweit 5,5 Prozent mehr Geld
sowie Verbesserungen bei der Altersteilzeit und Anspruch auf Bildungsteilzeit. (dpa)
8 Freie Presse
NACHRICHTEN
AUS ALLER WELT
Dienstag, 10. Februar 2015
Grammy-Verleihung: Stars, Glamour und Sam Smith
BAYERN
Sieben Jahre Haft für
Chef-Drogenfahnder
KEMPTEN — Der ehemalige Chef-Dro-
genfahnder von Kempten muss für
sechseinhalb Jahre in Haft. Vor einem Jahr waren 1,8 Kilogramm Kokain in seinem Dienstschrank gefunden worden. Das Landgericht
Kempten verurteilte den hochrangigen Kriminalbeamten gestern unter
anderem wegen Drogenbesitzes, gefährlicher Körperverletzung und
Vergewaltigung seiner Ehefrau.
Nach einem Jahr und drei Monaten
in Haft soll der Verurteilte wegen
seiner Drogensucht in eine Entziehungsanstalt verlegt werden. Mit
dem Urteil hielt sich das Gericht an
eine zuvor zwischen den Verfahrensbeteiligten ausgehandelte Vereinbarung. Für den Fall eines Geständnisses war ein Strafrahmen
von sechseinhalb bis sieben Jahren
festgelegt worden. (dpa)
MARSEILLE
Schießerei kurz vor
Besuch von Premier
MARSEILLE — Während einer Polizei-
Eisbärin Flocke ist
jetzt selbst Mutter
NÜRNBERG/ANTIBES — Die im Nürnberger Tiergarten geborene Eisbärin
Flocke ist inzwischen selbst Mama
geworden. Wie der Zoo gestern mitteilte, kam Flockes Nachwuchs in
ihrem jetzigem Heimat-Zoo in Antibes (Frankreich) zur Welt. Flocke
löste vor sieben Jahren einen wahren Medien-Hype aus; sie wurde mit
der Hand aufgezogen. Nun kümmere sie sich liebevoll um ihr Junges.
Flocke wurde Ende 2007 geboren
und von u ihrer Mutter nicht versorgt. Das große Medieninteresse bescherte dem Tiergarten Nürnberg einen Besucherrekord und 2008 ging
als „Flocke-Jahr“ in die Zoogeschichte ein. 2010 kam Flocke an die französische Côte d’Azur. (dpa)
GEWONNEN?
Gewinnzahlen
Keno
Ziehung vom 9. Februar: 2, 5, 8, 9, 17,
21, 26, 28, 29, 40, 46, 51, 52, 58, 60, 61,
62, 65, 67, 69
Zusatzlotterie Plus 5: 74285
umph für einen unscheinbaren jungen
Mann aus einem britischen Dorf. Vier goldene Grammophone räumt Sam Smith („Stay
With Me“) ab (unten links). In der Königsdisziplin bestes Album gewann US-Songwriter
Beck mit seiner Platte „Morning Phase“. Je
drei Grammys nahmen Pharrel Williams
(unten rechts), Beyoncé und die Countrysängerin Rosanne Cash mit nach Hause. Madonna gab ihren Song „Living for Love“ spekatakulär zum Besten (unten Mitte). Natürlich
ließen es die Stars auch modisch krachen,
Vom goldenfarbigen Bademantel bis zum
Modell Erdbeerbaiser war alles dabei, wie
Kim Kardashian, Taylor Swift, Gwen Stefani,
Rihanna bewiesen (oben von links).
FOTOS: M. NELSON/DPA (4), IMAGO (1), L. NICHOLSON/REUTERS (2)
WEITERE BILDER VON DER
GALA sehen Sie, wenn sie den
QR-Code mit Ihrem Smartphone scannen.
» www.freiepresse.de/grammys
Elektro-Zaun soll Haie fernhalten
Obwohl die Attacken der
Raubfische selten tödlich
enden, lösen sie Ängste
bei Badegästen aus. In
Südafrika geht man bei
der Abwehr neue Wege.
VON KRISTIN PALITZA
KAPSTADT — Triefend nass steigt Na-
sief Jaffer aus den Wellen, das Surfbrett unter dem Arm. Die schwarze
Flagge mit dem weißen Umriss eines Hais ist nicht zu übersehen.
Wird sie am Strand von Muizenberg
gehisst, heißt das „Vorsicht – die Beobachtungslage ist gerade schlecht“,
Haie sind schwer zu entdecken.
Doch der 24-Jährige wird wieder ins
Wasser gehen. „Ich traue den Hai-Beobachtern“, sagt er. Schließlich weht
ja keine rote Flagge samt weißem
Raubfisch; dann nämlich heißt es
„Hai-Alarm“. Die Shark Spotters, wie
sie auf Englisch heißen, haben es
sich zur Aufgabe gemacht, Schwim-
mer und Surfer vor möglichen HaiAngriffen an einigen der beliebtesten Strände Kapstadts zu schützen.
Hierzu nutzen sie ein Warnsystem
mit verschiedenfarbigen Flaggen,
die sie je nach Lage hissen. Immerhin ist der Atlantische Ozean rund
um Kapstadt Heimat der weltweit
größten Population Weißer Haie.
In den vergangenen zehn Jahren
wurden mehr als 1700 Haie nahe
den Stränden Kapstadts entdeckt. Jedes Jahr gibt es durchschnittlich
sechs Hai-Angriffe auf Menschen,
berichtet die Forschungsorganisati-
on Sharks Board. Das klingt zwar
nicht viel, doch jeder Zwischenfall
löst Ängste aus. An der südafrikanischen Ostküste behilft man sich mit
Netzen, die verhindern sollen, dass
die Raubfische zu dicht ans Ufer gelangen. Allerdings verheddern sich
nicht nur Haie in den Maschen, wo
sie bewegungsunfähig ertrinken,
auch andere Meeresbewohner kommen in den Netzen zu Tode.
Seit drei Jahren arbeiten die Wissenschaftler vom Sharks Board an einem besseren System. Entwickelt
haben sie eine Art elektrischen Un-
Tödliche Attacke in Australien
Ein Weißer Hai vor der Küste Südafrikas. FOTO: HELMUT FOHRINGER/DPA/ARCHIV
Ein Hai hat einen Surfer vor der Ostküste Australiens angegriffen und getötet. Der Raubfisch habe dem 41Jährigen beide Beine abgerissen, berichteten örtliche Medien. Surfer hätten den Mann aus dem Wasser geholt,
er sei jedoch am Strand verblutet.
Das Unglück ereignete sich in dem
Touristenort Ballina im Bundesstaat
New South Wales. Es sei der sechste
tödliche Hai-Angriff in Australien binnen eines Jahres gewesen. (dpa)
terwasserzaun, der weder Menschen, noch Haien und anderen
Meerestieren Schaden zufügt. Dazu
wird ein 100 Meter langes Stromkabel am Meeresboden verlegt, aus
dem mehrere Antennen senkrecht
nach oben ragen, die ein elektrisches Feld erzeugen. Das soll die Haie in die Flucht schlagen. Denn die
Tiere verfügen an ihrer Schnauze
über ein Sinnesorgan, mit dem sie
selbst geringste elektrische Ströme
wahrnehmen können. Nähern die
Haie sich der elektrischen Barriere,
soll es für sie derart unangenehm
werden, dass sie abdrehen. Berührt
ein Mensch versehentlich den Zaun,
spürt er nur ein Kribbeln.
Derzeit testen die Forscher zwei
100 Meter lange Prototypen des Unterwasserzaunes am Strand von
Glencairn. Eine Kamera filmt die
Bucht, damit die Wissenschaftler sehen können, ob der Zaun die Haie erfolgreich verscheucht. Bis Ende
März hoffen die Forscher genügend
Daten gesammelt zu haben, um die
Zuverlässigkeit des Schutzes belegen zu können. Dann soll er eingesetzt und vermarktet werden. (dpa)
LEUTE HEUTE
Harald Schmidt (57), TV-Zyniker,
kehrt auf den Bildschirm zurück.
Diesmal nicht als Late-Night-Talker
und auch nicht in
Deutschland, sondern
in
der
Schweiz. Dort moderiert er zwei Ausgaben einer Kultursendung. Schmidt
übernehme
die
Schwangerschaftsvertretung für eine Kollegin, bestätigte das Schweizer Fernsehen.
Schmidt sei begeistert. (dpa)
FOTO: HENNING KAISER/DPA /ARCHIV
CÔTE D’AZUR
Die 57. Gala in Los Angeles wurde zum Tri-
Carolin Kebekus (34), Komikerin,
und vor zwei Jahren beim WDR wegen einer Kirchensatire aus dem
Programm geflogen, bekommt jetzt
eine eigene Show.
Ab 21. März werde
Kebekus
jeweils
samstags um 21.45
Uhr im WDR-Fernsehen das einstündige „Pussy-TerrorTV“ präsentieren,
teilte der Sender gestern in Köln mit.
Unterhaltungschef Siegmund Grewenig wurde mit den Worten zitiert,
gerade weil Kebekus anecke und polarisiere, passe sie zum WDR. (dpa)
FOTO: HENNING KAISER/DPA/ARCHIV
aktion in der französischen Hafenstadt Marseille haben gestern bewaffnete Unbekannte das Feuer eröffnet. Die Schießerei kurz vor einem Besuch von Regierungschef
Manuel Valls löste einen Großeinsatz von Sicherheitskräften aus. Verletzt wurde niemand. Nach Polizeiangaben wurde in dem von Bandenkriegen betroffenen Stadtteil La Castellane in die Luft geschossen, als
drei Polizeifahrzeuge vor einem Gebäude vorfuhren. Marseille ist seit
Jahren Schauplatz von Bandenkriegen und Morden auf offener Straße.
Im Stadtteil La Castellane war erst
im Januar ein 25-Jähriger erschossen
worden. Der Besuch von Valls galt
der Sicherheit in der Mittelmeerstadt. (dpa)
Auswahlwette
8, 11, 12, 13, 21, 24, Zusatzspiel: 17
Ergebniswette
2, 2, 0, 2, 1, 1, 1, 0, 1, 2, 0, 0, 0
Gewinnquoten
Lotto am Samstag
Kl. 1: unbesetzt, Kl. 2: 1.888.693,10 ¤,
Kl. 3: 17.487,80 ¤, Kl. 4: 4504,60 ¤,
Kl. 5: 249,60 ¤, Kl. 6: 51,70 ¤,
Kl. 7: 23,30 ¤, Kl. 8: 11,00 ¤, Kl. 9: 5,00 ¤
Ergebniswette
Kl. 1: unbesetzt, Kl. 2: 12.937,90 ¤,
Kl. 3: 446,10 ¤, Kl. 4: 60,70 ¤
Justiz zieht Strafbefehl gegen Notarzt zurück
Er sollte den Führerschein
abgeben – weil er bei
einem Rettungseinsatz
angeblich rücksichtlos
raste. Die Entscheidung
löste Empörung aus.
MÜNCHEN/NEUBURG/DONAU — Der
Auswahlwette
Kl. 1: unbesetzt, Kl. 2: unbesetzt,
Kl. 3: 267,90 ¤, Kl. 4: 11,30 ¤,
Kl. 5: 11,30 ¤, Kl. 6: 1,50 ¤
Alle Angaben ohne Gewähr
Strafbefehl gegen einen Notarzt wegen Gefährdung des Straßenverkehrs bei einer Einsatzfahrt ist aufgehoben. „Die nochmalige Überprüfung des Vorganges durch die Generalstaatsanwaltschaft München hat
ergeben, dass der von der Polizeiins-
pektion Neuburg a.d. Donau aufgenommene Sachverhalt eine Verurteilung wegen Straßenverkehrsgefährdung nicht erwarten lässt“, sagte der Sprecher der obersten Anklagebehörde, Georg Freutsmiedl, gestern Nachmittag. Das Verfahren
werde in Kürze eingestellt.
Der Notarzt Alexander Hatz und
sein Verteidiger nahmen die Nachricht mit Genugtuung auf. „Das ist
zweifelsfrei die richtige Entscheidung“, sagte Rechtsanwalt Florian
Englert. „Wer auf dem Weg zu einem
erstickenden Kind ist, fährt per se
nicht rücksichtslos, um seines eigenen Fortkommens willen“, so der
Verteidiger.
Der Notarzt war mit Blaulicht
und Martinshorn auf dem Weg zu
einem zweijährigen Mädchen, das
Schnellkleber verschluckt hatte und
zu ersticken drohte. Auf der Fahrt
überholte der Notarzt mehrere Autos. Nach einer Anzeige durch einen
Autofahrer und einen Zeugen bekam er dafür einen Strafbefehl über
4500 Euro sowie einen sechsmonatigen Entzug des Führerscheins wegen Verkehrsgefährdung.
Die Entscheidung habe der Generalstaatsanwalt gemeinsam mit der
Staatsanwaltschaft Ingolstadt getroffen, erläuterte Freutsmiedl. Maßgeblich sei die Schilderung der Einsatzfahrt durch den Notarzt selbst
Der Sprecher der Staatsanwaltschaft
gestern vor der Presse. FOTO: T. HASE/DPA
gewesen – und die sei erst einen Tag
nach Erlass des Strafbefehls bei Gericht eingegangen. Der Mediziner
hatte den Strafbefehl nicht akzeptieren wollen. Deshalb sollte der Vorfall demnächst vor dem Amtsgericht Neuburg verhandelt werden.
Im Internet formierte sich eine
breite Front der Unterstützung für
den Arzt. Mehr als 200.000 Menschen aus dem In- und Ausland unterzeichneten eine Online-Petition,
in der ein „Freispruch“ für den Mediziner gefordert wurde.
Freutsmiedl räumte ein, dass sich
die Generalstaatsanwaltschaft auch
aufgrund des großen Medienechos
mit dem Fall befasst habe. Die Entscheidung sei aber völlig unabhängig von den öffentlichen Protesten
gefallen. (dpa)
OBERES VOGTLAND
Freie Presse
Dienstag, 10. Februar 2015
Heute von 10 - 12 Uhr
für Sie am Telefon:
GERD MÖCKEL
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Seite 9
Bau für die
Bildung geht
in die Tiefe
MOMENT MAL
Falscher Hase
Die ersten Hasen sind gesichtet wor-
den – ganz aus Schokolade. Sie tummeln sich seit dieser Woche in den
Supermarktregalen, und irgendwie
vermehren sie sich, wenn man die
große Artenvielfalt mal betrachtet.
Als ich Kind war, vor mehr als
40 Jahren, spielten noch richtige, lebendige Hasen auf einer großen
Wiese vor unserem Haus im Mondschein Fangen. Zu Dutzenden versammelten sie sich bei ihren Revierkämpfen um die schönste Häsin. Ein
„echtes Langohr“ haben heutzutage
viele Kinder noch nie in freier Wildbahn gesehen. Die armen Hasen
kennen diese Spezies nur aus den
Supermarkt-Regalen. (rdl)
Ohne Winterpause ist bisher die
Baustelle hinter der Evangelischen
Grundschule in Oelsnitz geblieben.
Am 1. November begann der Obervogtländische Verein für Innere
Mission Marienstift (OVV) mit den
Arbeiten für den Schulanbau. Nach
den notwendigen Erd- und Aushubarbeiten für die Baugrube sind
Mitarbeiter der Lengenfelder Firma
Bittermann Bau derzeit dabei, erste
Verschalungen für die Wände anzubringen. Selbst die zur Zeit herrschenden Temperaturen, kalter
Wind und Schneeschauer halten
Polier Sebastian Gebert und seine
Mitarbeiter Björn Lange und Jörg
Pohl nicht von der Arbeit ab. Mit
der noch für dieses Jahr geplanten
Fertigstellung des Anbaus sollen
Grundschülern und Lehrern der
OVV-Einrichtung künftig weitere
Klassen- und Gruppenräume, ein
Werkraum, ein Lehrerzimmer
sowie neue Garderoben und Sanitäranlagen zu Verfügung stehen.
NACHRICHTEN
STAR-BIATHLON
Stefanie Hertel im
Duell mit Oli Pocher
OELSNITZ — Die aus Oelsnitz stammende Sängerin Stefanie Hertel
geht am Wochenende erneut beim
ARD-Star-Biathlon ins Rennen. In
der Sendung, die am Samstagabend
live aus Garmisch-Partenkirchen
übertragen wird, tritt sie unter anderem gegen Herausforderer Oliver
Pocher an. 2014 gewann die 35-Jährige mit ihrem Team Ost den Star-Biathlon. Nun geht sie als Titelverteidigerin an den Start. Die Show wartet mit verschiedenen Neuerungen
und neuen Wettbewerben auf. (fp)
FERIENPROGRAMM
Funzel-Führung
bereits ausgebucht
OELSNITZ — Die für heute Abend im
Schloss Voigtsberg vorgesehene „Expedition mit der Funzel“ ist bereits
ausgebucht. Das teilte das Museum
gestern mit. Es verweist zugleich auf
seine weiteren Ferienangebote. So
findet morgen eine Kinovorstellung
statt: Im Teppichmuseum wird ab
17 Uhr der Zeichentrickfilm „Sindbad und Alibaba“ gezeigt. Besucher
können es sich auf Kissen mitten im
Museum gemütlich machen. Der
Eintritt kostet 2,50 Euro. (us)
GELD
Schulden: Oelsnitz
rutscht unter Grenze
OELSNITZ — Die Stadt Oelsnitz wird
2015 bei der Verschuldung unter
den sächsischen Richtwert von 850
Euro pro Kopf rutschen. Laut Kämmerer Jens Günther sinkt die Schuldenlast von 878 auf 847 Euro pro
Kopf. Die Stadt hat derzeit acht Darlehen und steht mit 9,5 Millionen
Euro in der Kreide. Städte wie Adorf
und Markneukirchen haben eine
viel höhere Verschuldung. (hagr)
FOTO: HELMUT SCHNEIDER
Andrang zu Jubiläum: So viele wie
nie wollen nach Markneukirchen
97 Kontrabass-Spieler sind
für den 50. Internationalen
Instrumentalwettbewerb
im Mai angemeldet. Für
die Geige stehen Ägypter
in der Teilnehmerliste.
VON RONNY HAGER
MARKNEUKIRCHEN — Da
hilft alles
Suchen nichts: Eine ägyptische Fahne wehte noch nie in Markneukirchen – für den 50. Internationalen
Instrumentalwettbewerb vom 7. bis
16. Mai aber wird eine gebraucht.
Denn für das Jubiläum haben sich
im Fach Violine drei Ägypter angemeldet. „Da steht keine Hochschule
dahinter, aber die drei scheinen sich
zu kennen“, sagt Wettbewerbschefin Carola Schlegel. Sie erwartet mit
Spannung, ob die Exoten kommen –
und wie sie sich dann gegen die
hochkarätige Konkurrenz schlagen.
Mit der am Samstag abgelaufenen Anmeldefrist für den Wettbewerb ist Carola Schlegel ein Stein
vom Herzen gefallen: Im Fach Kontrabass gibt es mit 97 Anmeldungen
aus 28 Ländern einen Teilnehmerrekord. Die Biografien der Musiker
verraten, dass Nachwuchsstars ins
Vogtland reisen: Sie spielen unter
Prominenter Schirmherr des 50. Internationalen Instrumentalwettbewerbs
Markneukirchen ist Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (rechts),
hier beim Wettbewerbsbesuch 2012. Für Bürgermeister Andreas Jacob (links)
ist das Jubiläum die Abschiedsvorstellung – er hört auf. FOTO: HARALD SULSKI/ ARCHIV
anderem bei den Berliner Symphonikern, dem Tonhallen-Orchester
Zürich oder dem Orchestre du Paris.
Regelrecht ins Jubeln kommt die
Wettbewerbsleiterin bei der Anmeldezahl im Fach Violine: 81 junge
Musiker aus 27 Ländern haben sich
eingeschrieben. Da sind fast doppelt
so viele wie beim Violinenwettbewerb 2011. Da gab es 42 Anmeldun-
gen, aber nur zehn Musiker nahmen
das damals sehr schwere Programm
in Angriff. Diesmal sind die Anforderungen zwar erneut hoch, aber
nicht am oberen Ende der Skala –
fast mehr Juroren als Musiker würde
kein gutes Bild machen für einen
Wettbewerb, der einst aus einem
Geigerwettstreit hervorging. Zumal
dieses Jahr die Prominenz Markneu-
kirchen im Blick hat: Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich ist
Schirmherr des Wettbewerbs, weitere hochkarätiger Gäste werden gehandelt. Nur einmal, 1999, wollten
bislang mehr junge Geiger nach
Markneukirchen. Damals 94, laut
Schlegel „ein Ausreißer nach oben“.
50 Jahre Internationaler Instrumentalwettbewerb werden sich
beim Jubiläumskonzert am 8. Mai
widerspiegeln. Mit Susanna Yoko
Henkel (Violine), Wolfgang Emanuel Schmidt (Cello), Brigitte Horlitz
(Oboe) und Philipp Zeller (Fagott)
sind vier Markneukirchen-Preisträger aus den Jahren 1992 bis 2006 die
Solisten im Konzert des Sinfonieorchesters Markneukirchen. Mit der
Sinfonia concertante von Haydn
wurde ein Werk gefunden, in dem
alle vier Instrumente gut vertreten
sind. Nicht zu realisieren wäre ein
Orchester nur aus Preisträgern, sagt
Schlegel. Die meisten Anmeldungen für den Wettbewerb 2015 kommen aus Südkorea (24), Deutschland (21) und Japan (19). Zudem
sticht Polen mit 13 Kontrabassisten
heraus – wohl eine Folge des Sieges
von Jakub Fortuna in diesem Fach in
Markneukirchen 2011. Dotiert ist
der Wettbewerb mit 22.000 Euro, dazu vielen Sachpreisen – in die sich
mit Noten-Gutscheinen aus dem
Hause Friedrich Hofmeister Leipzig
erstmals ein Musikverlag einreiht.
Funken-Show
am Samstag
in Klingenthal
Feuerwerker veranstalten
„Pyro Games on Snow“
KLINGENTHAL — Wie „unter tausend
Sternen“ soll am Samstag die Vogtland-Arena Klingenthal erstrahlen:
Feuerwerk, Lasershow und Musik
sollen bei den „Pyro Games on
Snow“ dafür sorgen. Drei preisgekrönte Feuerwerker aus Sachsen,
Sachsen-Anhalt und Berlin werden
ein pyrotechnisches Spektakel kreieren und mit ihren Feuerbildern,
Vulkanen und Fontänen den Abendhimmel erhellen.
„Die Besucher können sich aber
nicht nur auf ein atemberaubendes
Feuerwerk freuen“, teilte die Vogtland-Arena-Vermarktungsgesellschaft gestern mit. Wiesner & Band
sollen für mitreißende Musik sorgen
und zwischendurch wird eine Lichtund Lasershow gezeigt. Im Vorverkauf sind Tickets für das Event ab
14 Euro erhältlich, Sitzplätze kosten
ab 22 Euro. Familientickets für zwei
Erwachsene und maximal zwei Kinder sind zu 43 Euro erhältlich. Kinder bis zwölf Jahren erhalten freien
Eintritt. Der Einlass beginnt 17 Uhr.
Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, dass es aufgrund der
Veranstaltung zu veränderten Öffnungszeiten der Arena kommt. Für
Tagesbesucher steht sie am Samstag
nur von 10 bis 16 Uhr offen. Die letzte Bergfahrt mit dem Wieli-Lift führt
15.30 Uhr zum Schanzenturm. (us)
Nutzer setzen sich für ihre Turnhalle ein
Das Haus mit der einzigen
Wettkampf-Kegelbahn von
Oelsnitz wird gebraucht,
so Vereine und Jugendzentrum – doch der Stein der
Weisen ist nicht gefunden.
VON RONNY HAGER
OELSNITZ — Einen Abriss der Turnhalle Alte Reichenbacher Straße in
Oelsnitz will derzeit niemand – obwohl genau das im neuen, erst ein
Dreivierteljahr alten Stadtentwicklungskonzept steht. Sowohl für die
Kinder- und Jugendarbeit als auch
für den TSV Oelsnitz ist klar: Die
Halle wird gebraucht, und auch für
den Oelsnitzer Oberbürgermeister
Mario Horn (CDU) wäre eine „Stilllegung die allerletzte Lösung“. Aussitzen kann die Stadt das Thema nicht:
Fördermittel für die neue Dreifeldsporthalle gab es vor 15 Jahren nur
unter der Auflage, wenn die Stadt
die dauerhafte kommunale Betreibung der Halle Alte Reichenbacher
Straße aufgibt – das weiß auch Horn.
Für die Kinder- und Jugendarbeit
der Volkssolidarität Plauen/Oelsnitz
gibt es zur Halle derzeit keine Alternative. „Eine Dauerlösung ist es
nicht. Das war auch nie so gedacht.
Irgendwann muss es mehr in Zentrumsnähe sein. Wir haben uns
schon einiges angeschaut, sind aber
noch auf der Suche“, sagt die zuständige Mitarbeiterin Cornelia Birkner.
Vorerst aber ist die Halle das Jugendhaus von Oelsnitz, und das fünf Tage
die Woche von Montag bis Freitag.
Die Kinder- und Jugendarbeit nutzt
die Halle, die angrenzenden Räume,
Toiletten sowie weiteren Platz als
Lager. „Die Turnhalle ist toll für die
Jugendlichen“, schätzt Birkner ein,
für ein Jugendzentrum indes sei das
Haus „nicht das Optimalste“. Zu den
Privatisierungs-Überlegungen der
Stadt könne sie aber nichts sagen.
Könnten die Sportvereine, die im
Haus die Kegelbahn nutzen, mit ins
Boot, was die Betreibung des Hauses
angeht? „Grundsätzlich besteht da
kein Desinteresse, wir sind nicht abgeneigt. Aber manches ist bis heute
nebulös“, so der Präsident des TSV
Oelsnitz, Ulrich Lupart. Die Frauen
des TSV spielen in der Bezirksklasse,
die Männer des SSV Oelsnitz sind in
der Kreisliga aktiv. Die Halle hat die
einzige Wettkampf-Kegelbahn in
der Stadt. Lupart bestätigt Gespräche mit den Keglern des SSV, aber
aus seiner Sicht ist erst einmal die
Stadt in der Pflicht. „Als erstes brauchen wir klare Zahlen zu den Mieteinnahmen und Ausgaben – das ist
im Einzelnen nicht klar. Es muss alles auf den Tisch“, verweist Lupart
auf Eigenleistungen, Engagement
der Stadtwerke und Hausmeisterdienste. Jugendtreff und Orthopäde
sind im Haus eingemietet.
Die Stadt hat bislang vergeblich
einen Käufer oder Träger für die Halle gesucht. Ein denkbarer Abriss bis
2018 ist mit 100.000 Euro kalkuliert,
Fördermittel wären dafür nötig. Bereits beim Bauzustand der Halle gibt
es Widersprüche im Rathaus: Horn
bezeichnet ihn als „vernünftig“, das
Stadtentwicklungskonzept stuft ihn
indes als „sanierungsbedürftig“ ein.
Die Turnhalle Alte Reichenbacher Straße in Oelsnitz: Im Rathaus wird nach
der Lösung gesucht: Übertragung, Privatisierung, Abriss? FOTO: HELMUT SCHNEIDER
10 Freie Presse
OBERES VOGTLAND
Dienstag, 10. Februar 2015
Vogtländer
zieht‘s zum
Tanz aufs Eis
RAT & HILFE
NOTRUF
Polizei 110,
Feuerwehr und Rettungsdienst 112,
Giftnotruf 0361 730730
ALLGEMEINMEDIZIN
Adorf, Bad Brambach, Bad Elster,
Markneukirchen, Klingenthal, Oelsnitz, Schöneck, Muldenhammer:
19 - 7 Uhr, Bereitschaft, 116117,
03741 457222
Dort, wo sonst die Eishockey-Wölfe
des EHV Schönheide in der Oberliga Ost auf Punktejagd gehen, im
Eisstadion Schönheide, hat am
Samstagabend DJ Sascha Ertelt heiße Platten aufgelegt und bei der Eisdisco wieder für ordentlich Stimmung gesorgt. Trotz Faschingsthema haben sich an diesem Abend die
rund 200 Besucher mit der Kostümierung dezent zurückgehalten.
Nur hier und da hat man einen Narren gesehen, der sich aufs Eis gewagt hat. Unters erzgebirgische
Volk hatten sich auch etliche Vogtländer gemischt. „Wir sind im Winter öfter in Schönheide zum Eislaufen“, sagte die 23-jährige Auerbacherin Anna Zeitler. Franziska
Ruttloff aus Falkenstein ist 17 Jahre:
„Das mit dem Fasching haben wir
leider zu spät erfahren.“ Doch auch
ohne Kostüm sind die jungen Leute
aus Auerbach, Falkenstein und Umgebung elegant auf Kufen übers Eis
gefegt. Was sie definitiv im Gepäck
hatten, war gute Laune.
AUGENARZT
Oberes Vogtland, Plauen, Auerbach:
19 - 7 Uhr, nur nach telefonischer Vereinbarung, Vladimir Velchev, Plauen,
03741 4913254, 0157 38508683
KINDERARZT
Oberes Vogtland: 19 - 22 Uhr, Sprechstunde 19 - 22 Uhr, Dr. Rainer Gebhardt, Gartenstraße 1, Plauen,
03741 301201, 0172 1043285,
03741 457222
APOTHEKEN
Klingenthal, Schöneck,
Tannenbergsthal: 8 - 8 Uhr,
Bären-Apotheke, Klingenthaler
Straße 25, Tannenbergsthal,
037465 2277
Oelsnitz und Oberland: 8 - 8 Uhr,
Markt-Apotheke, Markt 6, Oelsnitz,
037421 4750 sowie Vogtland-Apotheke, Bosestraße 10, Bad Brambach,
037438 20280
TIERARZT
Oelsnitz: Dr. Gerd Leonhardt,
037421 22047, 0170 9321804
Wohlhausen: Dr. Thomas Rahm, nur
Kleintiere, 037422 2152
Auerbach: Kleintierklinik Vogtland Dr.
Roland Zeißler, Kaiserstraße 66,
03744 212471
BLUTSPENDEN
Bad Elster: Blutspende, Alte Reuther
Straße 38, Medizinische Berufsfachschule, 8.30-12.30 Uhr
FOTO: RALF WENDLAND
Glückliche Jahre in Liebe und mit Musik
60 glückliche Jahre in
Liebe und mit Musik:
Heute feiern Gerhard und
Gertraude Stöhr aus
Markneukirchen ihre
Diamantene Hochzeit.
gen!‘ – und so ist es auch geschehen“,
sagt die Jubilarin und ihr Mann
nickt.
Beide lernten sich kennen und
ihre Zuneigung entfacht wurde von
der Musik – allerdings nicht, wie bei
so vielen anderen Jubelpaaren der
Region, auf dem Tanzboden. Bei Gertraude und Gerhard schlug der Funke in einer Tanzkapelle über.
VON ECKHARD SOMMER
BLITZTIPPS
Heute: Plauen, Liebknechtstraße, Bismarckstraße, Wettinstraße, AugustBebelstraße, Hammerstraße; Bad Elster, Bahnhofstraße Höhe Fernheizwerk Richtung Stadtmitte; Mühlhausen, Brambacher Straße Richtung Bad
Brambach; Treuen, Oststraße; Adorf,
Markneukirchner Straße.
Morgen: Plauen, Holbeinstraße, Liebknechtstraße, Oelsnitzer Straße,
Althaselbrunn: Ortsteil Jößnitz;
Wernesgrün, B 169 in Höhe Elektrostation in Richtung Aue; Rützengrün,
Hauptstraße in Richtung Rodewisch,
Rodewisch, Auerbacher Straße; Oelsnitz, Tirschendorfer Straße.
MARKNEUKIRCHEN — Wenn sich Gertraude (80) und ihr Mann Gerhard
Stöhr (88) heute an ihrem gemeinsamen Ehrentag in die Arme nehmen
und drücken, haben sie den gleichen
Gedanken: Ach, Zeit, wo bist du bloß
geblieben? Es sind genau 21.914
Tage vergangen seit jenem Donnerstag im Jahre 1955, als sich die beiden
das Ja-Wort gaben.
Der Entschluss war gereift, umgesetzt wurde er dann im Handumdrehen. „Als wir am Tag vorher
zum Standesamt kamen, fragte uns
die Beamtin, wann wir denn heiraten wollen. Und wir sagten ‚Mor-
Ach Zeit,
wo bist
Du bloß geblieben?
Gerhard Stöhr hatte 1949 die Gruppe gegründet. Jene berühmte GerdStöhr-Gruppe, die die erste der Region überhaupt war, die im Fernsehen
auftrat und bis 1976 über das Vogtland hinaus, in der ganzen DDR und
sogar in Moskau einen guten Ruf genoss. Zu den prominenten DuzFreunden gehörte der unvergessene
Heinz Quermann, der zufällig am
Tag der Hochzeit von Gerhard und
Gertraude Stöhr auch seinen Geburtstag feierte.
Beim Besuch einer Bekannten in
Markneukirchen lernte die junge
Gertraude aus Wilkau-Haßlau ihren
künftigen Ehemann, den Keyboarder Gerd kennen. Er erfuhr, dass sie
singen konnte und holte sie in seine
Gruppe – der Rest der Geschichte
führt bis zum heutigen Tag.
In einem dicken Ordner ist noch
heute die Chronik der Gerd-StöhrGruppe und also auch die musikalische Gemeinschaft des Ehepaares
festgehalten. Während bei den zahllosen Auftritten des Ensembles das
Ostschlager-Westschlager-Verhältnis mit 60:40 stets penibel eingehalten werden musste, war das Private
von Gertraude und Gerhard Stöhr
nicht geteilt: Alles gemeinsam, alles
mit Liebe – das gilt ihnen bis heute.
1954 und 1959 wurden die beiden
Söhne Wolfgang und Andreas
geboren. Heute können sich die
Diamant-Jubilare auch über drei Enkel und fünf Urenkel freuen. Das
sechste ist in Sichtweite.
60 glückliche Jahre in Liebe und mit Musik: Heute feiern Gerhard und Gertraude Stöhr aus Markneukirchen Diamantene Hochzeit. FOTO: ECKHARD SOMMER
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Bad Elster: Heidelinde Gietzel
71 Jahre,
Klingenthal: Gerhard Schädlich
77 Jahre, Anneros Meinel 72 Jahre,
Berthold Meinel 72 Jahre,
Markneukirchen: Ruth Götz
86 Jahre, Richard Günther
75 Jahre, Annelore Neuhierl
72 Jahre, Siegmaar Pauleck
76 Jahre,
Oelsnitz: Friedeburg Hüller
87 Jahre, Alice Müller 93 Jahre,
Herbert Ottiger 94 Jahre,
Karin Sünderhauf 70 Jahre,
Schöneck: Irene Schilbach 78
Jahre,
Gottesberg: Gerhard Pillgrimm
74 Jahre, Gisela Schulz 70 Jahre,
Hammerbrücke: Marianne Unglaube
77 Jahre,
Morgenröthe-Rautenkranz: Claus
Männel 74 Jahre,
Remtengrün: Annerose Schreckenbach 74 Jahre, Rosemarie
Schreckenbach 83 Jahre,
Triebel: Hilde Schaller 89 Jahre,
Johann Waidhauser 75 Jahre.
Markneukirchen: Diamantene
Hochzeit: Gertraude und Gerhard
Stöhr
Den Jubilaren die besten Wünsche!
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OBERES VOGTLAND
Dienstag, 10. Februar 2015
NACHRICHTEN
HILFSAKTION
Freie Presse
Engel-Schau unter gutem Stern
Burg Sonnenschein
wird überrascht
Bewohner
der Kinder- und Jugendwohnstätte
Burg Sonnenschein in Markneukirchen haben sich jetzt über eine besondere Überraschung gefreut: Brigitte und Evelyn Meinel aus Klingenthal strickten ihnen in ihrer Freizeit Schals und Mützen und gaben
diese in der Wohnstätte der Lebenshilfe Auerbach ab. „Stricken ist unser Hobby – und wir wollten einfach
den Kindern mal etwas Gutes tun“,
begründeten die beiden ihre Aktion.
Die Mädchen und Jungen waren begeistert. Die Leiterin des Hauses, Astrid Bocksch, sagt den beiden Frauen
ein großes Dankeschön: „Wir sind
beeindruckt von so viel Engagement.“ Die Burg Sonnenschein bietet Mädchen und Jungen ein Zuhause, deren Eltern für befristete
Zeit Hilfe bei der Erziehung der Kinder benötigen. Die Wohnstätte ist
derzeit voll belegt. (us)
BAD BRAMBACH — Es ist paradox: Feuerwehrleute leisten wichtige Dienste für die Gemeinschaft – aber die
Bereitschaft, in eine Wehr einzutreten oder das Verständnis dafür ist oft
wenig ausgeprägt. Das war ein Thema, das Wehrleiter Andreas Schrögel zur Jahreshauptversammlung
der Freiwilligen Feuerwehr Rohrbach anschnitt. Dabei ist Rohrbach
gerade in der Jugendarbeit führend:
Das Zeltlager fand 2014 zum 24. Mal
statt, beim Leistungsmarsch des Regionalbereiches Oelsnitz siegte die
Mannschaft der Altersklasse II (13
bis 18 Jahre), das Team der Altersklasse I (bis 12 Jahre) holte Bronze.
Zu 15 Einsätzen alarmiert
2014 wurde die Rohrbacher Wehr zu
15 Einsätzen alarmiert, davon sechs
technische Hilfeleistungen, drei Verkehrsunfälle und zwei Kleinbrände.
Insgesamt stehen 1932 ehrenamtliche Stunden und 37 Einsatz- und
Ausbildungsdienste in der Bilanz.
Für 25 Jahre aktiven Dienst wurde
Dietmar Mothes ausgezeichnet, für
zehn Jahre Treue Sandra Wötzel.
UNFALL
Ampel zeigt Rot:
Auto fährt auf
ADORF — Bei einem Unfall auf der
Baumschnitt: Straße
ab heute gesperrt
BURKHARDTSGRÜN — Wegen
Baumschnittarbeiten ist die Possecker
Straße heute, ab 8 Uhr zwischen Abzweig Ottengrün und Einmündung
Staatsstraße 307 (Oelsnitzer Straße)
bis voraussichtlich Freitag gesperrt.
Das teilte das beauftragte Unternehmen gestern mit. Eine Umleitung ist
ab Abzweig Ottengrün über Sachsgrün und Gassenreuth zur Staatsstraße ausgeschildert. Für Anwohner wird die Erreichbarkeit ihrer
Grundstücke unter Beachtung der
Arbeiten gewährleistet, heißt es. (us)
Passend zum Thema der aktuellen Sonderausstellung legten sich die Schüler des Oelsnitzer Gymnasiums Engelflügel an. Bei einem Rundgang auf Schloss
Voigtsberg bestaunten die Fünf- bis Siebtklässler die besonderen Stücke. Vor allem die Holzengel kamen bei den Schülern gut an.
FOTO: CHRISTIAN SCHUBERT
Die aktuelle Sonderausstellung zum Thema Engel
auf Schloss Voigtsberg ist
gut besucht. Noch knapp
zwei Wochen wird sie zu
sehen sein.
VON CHRISTIAN SCHUBERT
OELSNITZ — Die
Sonderausstellung
„Engel – himmlische Botschafter“
im altehrwürdigen Schloss Voigtsberg lockt seit November Besucher
aus nah und fern an. Noch bis zum
22. Februar gibt es besondere Stücke
zum Thema „Engel“ zu bestaunen.
Museumsleiterin Annika Weise
zieht eine erste Bilanz der Besucherzahlen: „Die Ausstellung wird gut
angenommen. Bis jetzt haben wir
allein für die Sonderausstellung
3000 Gäste gezählt, die meisten davon sind Touristen, aber auch Schulklassen waren schon hier. In den
Winterferien hoffen wir noch ein-
mal auf einen weiteren Schub“, sagt
sie. Durch ein im letzten Jahr neu
eingeführtes Auswertungssystem
können die Besucher ihre Postleitzahl freiwillig elektronisch erfassen
lassen. Somit kann festgestellt werden wie groß der Anteil der Leute
aus dem Vogtland ist, die das Schloss
und speziell die aktuelle Sonderausstellung bisher besuchten.
Im Fall der Engelausstellung zog
es neben Besuchern aus der Region
bisher auch Leute aus dem Raum
Hof, Chemnitz, Leipzig oder auch
Naumburg und Erfurt nach Oelsnitz, um die besonderen Stücke zu
betrachten. „Mit den bisher erfassten Besucherzahlen liegen wir auf
einem guten Niveau“, sagt der
Geschäftsführer der Oelsnitzer Kulturgesellschaft, Daniel Petri.
Die am besten besuchte Winterausstellung
verzeichnete
das
Schloss Voigtsberg bisher jedoch in
der Saison 2012/2013. Petri: „Unter
dem Motto 200 Jahre Grimms Märchen sind damals insgesamt 4800
Besucher gekommen. Das war die
erfolgreichste Ausstellung in einer
Wintersaison seit Wiedereröffnung
im Jahr 2010. Aber insgesamt sind
die Besucherzahlen nicht nur vom
Thema, sondern auch von anderen
Faktoren abhängig. Wenn im Winter der Schnee fehlt, bleiben auch
die Wintersportler fern, die sonst
auch mal auf einen Abstecher zu
uns kommen. Und wenn es im Sommer viel regnet, kommen die Leute
tendenziell öfter zu uns.“
» www.schloss-voigtsberg.de
Der Oelsnitzer Schlossherr: „2014 war für uns ein gutes Jahr“
Mehr als 13.200 Besucher haben die
Museen auf Schloss Voigtsberg im
vergangenen Jahr gezählt (einschließlich museumspädagogische Veranstaltungen). Rund
15.000 Gäste zogen
zudem die Großveranstaltungen an.
FOTO: HARALD SULSKI/ARCHIV
UMLEITUNG
Jugendwehr
ist großes Plus
im Kurort
Feuerwehren wünschen
sich mehr Aufmerksamkeit
MARKNEUKIRCHEN — Die
Elsterstraße in Adorf ist eine 54-jährige Autofahrerin leicht verletzt
worden. Wie die Polizei mitteilt, hatte die Frau nach rechts in die
Markneukirchener Straße einbiegen wollen. Die Ampel zeigte jedoch
Rot, so dass sie stoppte. Der 27-jährige Fahrer des dahinter kommenden
Autos bekam das zu spät mit und
fuhr auf. Die verletzte Autofahrerin
wurde nach dem Unfall am Sonntagabend in einem Krankenhaus
ambulant behandelt. (us)
11
Mit dieser Bilanz
ist Daniel Petri, Geschäftsführer der Oelsnitzer Tourismus- und Kulturgesellschaft, sehr zufrieden: „Seit 2010 steigen die Besucherzahlen – 2014 war für uns ein
gutes Jahr, nicht zuletzt durch die
Brauereiausstellung.“ Petri zufolge ist
Schloss Voigtsberg damit im Vergleich zu den anderen Mitgliedern
des „Schlösserland Sachsen“ gut
dabei: „Das Schloss Augustusburg
zum Beispiel hat im Verhältnis zu seiner Größe ähnliche Zahlen“, sagt er.
Was erwartet Besucher in diesem
Jahr? Daniel Petri gibt einen kleinen
Ausblick: „Am 28. Februar gibt es
einen Festvortrag zum 200. Geburtstag des gebürtigen Oelsnitzers und
Forschers Gottfried Wetzstein. Ende
März bieten wir eine Sonderausstellung mit Werken des Malers Werner
Tübke an. Dann feiern wir das fünfjährige Bestehen unseres Teppichmuseums. Ab Ostern gibt es dazu
eine Sonderschau mit einem besonderen Thema zu sehen.“ Worum es
dabei genau geht, will er aber noch
nicht verraten. (cbert)
Neuzugang in Bad Brambach
Die Kameraden der Freiwilligen
Feuerwehr Bad Brambach freuen
sich über Fabian Mootz – er wurde
zum Feuerwehrmann befördert und
wechselt von der Jugendfeuerwehr
zu den Erwachsenen. Zuwachs kann
die Wehr gebrauchen: Sie zählt sieben aktive Mitglieder, dazu drei in
der Alters- und Ehrenabteilung. Gedacht wurde der verstorbenen Wolfgang Landrock und Siegfried Retzar.
Ortswehrleiter Peter Wölfel konnte
16 Schulungen und Ausbildungen
resümieren. Sechs Einsätze stehen
in der Statistik, davon zwei technische Hilfeleistungen und ein Brand.
Ein Höhepunkt 2014 war der Tag
der offenen Tür der Bad Brambacher
Wehr am 3. Mai zur Eröffnung des
neuen Marktplatzes in Fleißen/Plesná – die Kontakte zur dortigen Wehr
sind eng. Die Wehr Bad Brambach
bildet mit Rohrbach den Zug 1 der
Gemeindewehr, den Zug 2 die Ortswehren Schönberg, Hohendorf und
Raun. Die Gemeindewehr zählt insgesamt aus 76 Kameraden, davon 54
Aktive. In der Jugendfeuerwehr sind
34 Mädchen und Jungen aktiv – eine
der stärksten im Kreis. (fp/hagr/ear)
A N ZE I G E
Das Vogtland will
sagenhaft werden
Touristische Entwicklung
der Region ist ein Anliegen
des Projekts „Sagenhaftes
Vogtland“ rund um
Falkenstein. Die Talsperre
der Stadt wird davon
jedoch nicht profitieren.
VON HEIKE MANN
FALKENSTEIN — Der Stadtrat Falken-
stein hat die Entwicklungsstrategie
für die Region „Sagenhaftes Vogtland“ bis 2020 gebilligt. Bürgermeister Arndt Rauchalles (CDU) hob das
Neue an dem Förderprogramm hervor: „Die Akteure entscheiden
selbst, was und in welchem Umfang
sie gefördert haben wollen. Das ist
ein mutiger Schritt, den das Land da
geht.“
Zu den strategischen Zielen der
Region gehört es, den Fachkräftebedarf langfristig zu decken, Naturerlebnisse zu schaffen und die Alltagsmobilität sicherzustellen, insbesondere für Jugendliche und Senioren.
In Arbeitsgruppen hat man dazu
Überlegungen angestellt. Beim Thema Fachkräftegewinnung soll es zukünftig eine Konzentration auf
Handwerksberufe geben. „Zwischen
Schulen und Industrie funktioniert
das schon gut“, so Rauchalles.
Auf touristische Ziele wird nach
Ansicht des Bürgermeisters nicht
sinnvoll genug hingewiesen: „Wir
hier wissen, wie wir zur Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz kommen. Besucher finden
zwischen Schild an der Autobahn
und dem nächsten im Ort keinerlei
Hinweise“, nannte er ein Beispiel.
Ebenso verhalte es sich mit Hinweisen auf Einkehrmöglichkeiten
oder mit Ausweisung von Wanderwegen, die für behinderte Menschen
geeignet sind.
Keine Fördermöglichkeit gibt es
laut Bürgermeister für die Entwicklung der Freizeitmöglichkeiten an
der Falkensteiner Talsperre. Stadtrat
Michael Lienemann (Bürger für Falkenstein) hatte danach gefragt. Die
Stadt insgesamt sei ausgeschlossen
von dieser Art Förderung, die die EU
speziell dem ländlichen Raum zukommen lassen will.
Für die Region „Sagenhaftes Vogtland“ ist aus dem sogenannten Leader-Programm bis 2020 ein Budget
von 3,5 Millionen Euro in Aussicht
gestellt. Damit verbunden ist, dass
die Stadt jährlich für das Regionalmanagement einen Anteil in Höhe
von 8800 Euro aufbringen muss.
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3581263-10-1
12 Freie Presse
VORSCHAU
WOHIN
Dienstag, 10. Februar 2015
Schöne Bilder aus harten Zeiten
Fünf Bläser
feiern ein Fest
der Musik
Der zweiten Kunst des
meistgelesenen deutschen
Schriftstellers des 20.
Jahrhunderts gilt eine neue
Ausstellung in Zwickau.
Classic Brass in der
St.-Petri zu Rodewisch
RODEWISCH — Mit Classic Brass gas-
VON TORSTEN KOHLSCHEIN
ZWICKAU — Seien es seine Gedichte
LESUNG
wie „Stufen“ oder „Im Nebel“, seien
es seine Romane wie „Das Glasperlenspiel“, „Siddhartha“, „Narziss und
Goldmund“, „Der Steppenwolf“
oder „Unterm Rad“, sei es seine Kurzprosa – mit dem Schriftsteller und
Literaturnobelpreisträger Hermann
Hesse hat irgendwann fast jeder mit
Wladimir Kaminer
in der Festhalle
Hermann
Hesse
PLAUEN — „Coole Eltern leben län-
ger“, heißt das neue Buch von Wladimir Kaminer. Es beschreibt sein
Leben als selbstbewusster Vater,.
Am Donnerstagabend liest er daraus in der Plauener Festhalle vor.
Los geht es um 20 Uhr.
Das Buch ist weder ein larmoyanter
Selbsterfahrungsbericht
noch das übliche Sammelsurium
an Tipps, wie Eltern mit pubertierenden Kindern klarkommen sollen. Es handelt sich vielmehr um
ein cooles Buch, wie der Titel bereits verrät. Coole Bücher liest man
lieber.
Wladimir Kaminer (47) ist Berliner mit Migrationshintergrund,
DJ der Russendisko, bekennender
Schrebergärtner, Vater zweier pubertierender Kinder und eben Autor. Diesmal schreibt er „Geschichten vom Erwachsenwerden“, wie
der Untertitel lautet. Alle davon
hätten so oder so ähnlich passieren
können, betont der schriftsteller
mit russisch-jüdischen Wurzeln.
„Alle Ähnlichkeiten mit real existierenden Kindern, Müttern und
Vätern sind weder beabsichtigt
noch gewollt“, sagt er. Vieles wird
Lesern, die Kinder haben, bekannt
vorkommen. (sasch)
Für die Lesung sind noch Karten zum
Preis von 18,45 Euro (freie Platzwahl) in der
Geschäftsstelle der Freien Presse erhältlich. Telefon: 03741 1511-1 oder -2.
BÜHNE
Oelsnitz: Ratssaal, Kasperle & der kleine
Rabe Socke, 16.30 Uhr
MUSIK
Bad Brambach: Sante Royale Hotel- und
Gesundheitsresort, Badstraße 45, Ich hätt’
getanzt, Konzert mit dem Trio Divertimento,
der Chursächsischen Philharmonie, 20 Uhr
Bad Elster: Kunstwandelhalle, Badstr. 6,
The Door to the Unknown Tour - Konzert mit
Stefan Johansson, 19.30 Uhr, 037437 53900
Marienquelle, Quellenzauber, Brunnenkonzert mit dem Trio Divertimento der Chursächsischen Philharmonie, 15 Uhr
Reichenbach: Gaststätte „Bergkeller“,
Moritzstraße 27, Michael Angelo Batio (Erfinder
der Doppelgitarre für Rechts- und Linkshänder), 20 Uhr, 03765 13443
PARTY
Rodewisch: Sax Clubzone, Parkstraße 7,
Donut-Sause & Ferien-Special, 22 Uhr
KINDER UND FAMILIE
Plauen: Fanprojekt Plauen, Dobenaustr. 9,
Offener Jugendtreff, 9-15 Uhr
Jugendzentrum Oase, Dr.-Karl-Gelbke-Str. 1,
Oase-Keller, offener Treff, 15-20 Uhr
Kinderklub Fünfte, Anton-Kraus-Straße 31,
Offener Treff, 13-18 Uhr
Markuskeller, Morgenbergstraße 34, Kindertreff (6-13 Jahren), 13-19 Uhr
Mehrgenerationenhaus, Am Albertplatz 12,
Gesellige Kreistänze, 9.30 Uhr; Kreativer
Kindertanz (ab 3 Jahre), 15.30 Uhr; Kreativer
Kindertanz (ab 6 Jahre), 16.30 Uhr
Treff „Quartier 30“, Bahnhofstraße 30, Keramikwerkstatt 1, 17-18.30 Uhr
Vogtlandbibliothek, Neundorfer Straße 8,
Vorlesezeit in der Kinderbibliothek, fröhliche
und spannende Geschichten, 16 Uhr
Schriftsteller
und Maler
FOTO: ARCHIV
Nah rangehen erwünscht: Hermann Hesse hat in seinen Aquarellen und Zeichnungen stets die kleine Form bevorzugt.
FOTO: RALPH KÖHLER
Die in Zwickau gezeigten Blätter stammen aus dem Nachlass von Hesses zweitem Sohn Heiner.
ein bisschen Affinität zur Literatur
seine Erlebnisse gehabt.
„Hesse – das war eine Art Revoluzzertum und absolute Bückware“,
schildert eine in Westsachsen aufgewachsene, in den 60er Jahren geborene Bücherfreundin und stellt ihn
in seiner Subversivität und seinem
damaligen Ansehen in eine Reihe
mit Charles Bukowski. Und dass er
auch ein bildender Künstler war? Sicher, auch davon haben viele schon
gehört. Seit Jahrzehnten sind etwa
immer wieder Kalender mit seinen
Aquarellen auf dem Markt. Dem malenden und zeichnenden Hesse in
seiner ganzen Schaffensphase von
1916 bis in die 30er-Jahre ist ab sofort in den Städtischen Kunstsammlungen Zwickau eine Sonderschau
gewidmet. Zwecks Bewältigung psychischer Probleme zur Malerei gekommen, blieb Hesse Feder, Pinsel
und Aquarellfarben treu – ganz wie
man sich das vorstellt: Mit dem
Rucksack voller Malutensilien such-
te er sich rund um seinen Wohnort
Montagnola im schweizerischen
Tessin die schönsten Ausblicke und
bannte sie unter freiem Himmel auf
Papier. Einen Ausflug in die Ölmalerei brach er bald ab, merkte rasch:
Das war nichts für ihn.
Zu den rund 130 ausgestellten
Bildwerken Hesses stellt die Schau
biografische Zusammenhänge her,
die belegen, dass die Malerei dem
späteren Literaturnobelpreisträger
als Kraftquell in schweren Zeiten
diente: „In den schlimmsten Phasen
seines Lebens hat er die schönsten
Aquarelle gemalt“, sagt Regina Bucher von der Fondazione Hermann
Hesse in Montagnola, die neben seinem ersten dortigen Wohnhaus ein
Museum unterhält.
DIE AUSSTELLUNG „Hermann Hesse – Mit
Feder und Farbe“ ist bis 3. Mai täglich außer
montags von 13 bis 18 Uhr in den Kunstsammlungen Zwickau, Lessingstraße 1, zu
sehen.
KONZERT Classic Brass mit „Rendezvous de
la Musique“ morgen, 19 Uhr St. Petri-Kirche
Rodewisch
SERENADENKONZERT
EXKURSION
MALZHAUS
PUPPENTHEATER
SCHAUSPIEL
Schubert trifft
Fackelwanderung
Beethoven im Kurort mit Revierförster
Wolfgang Rudloffs
Kunstbetrachtung
Schlösschen wird
zur Märchenstube
Theater Hof zeigt
„Hungerleider“
BAD ELSTER — Zwei große Wiener
Komponisten, zwei Zeitgenossen,
ein Konzert: Schubert trifft Beethoven heißt es morgen im Königlichen
Kurhaus Bad Elster. Das Konzertmeisterquartett der Chursächsischen Philharmonie unter Leitung
von Peter Kostadinov spielt unter
anderem das Streichquartett Es-Dur
von Schubert und das in F-Dur von
Beethoven. Die Serenade ist ab 19.30
Uhr zu hören. Karten: 6 Euro. (hagr)
MORGENRÖTHE-RAUTENKRANZ —
PLAUEN — „Goldenes Zeitalter“ und
RODEWISCH — Das Kasperletheater
„Kaspers Märchenstube“ aus Crimmitschau gastiert morgen im
Schlösschen Rodewisch. Ab 16.30
Uhr wird dort das Märchen „Kasper
und der kleine Rabe Socke“ aufgeführt. Der diebische Rabe entwendet
seinen Freunden wertvolle Sachen,
Kasper holt sie mit Hilfe der Kinder
zurück. Das Stück ist für Kinder ab
zwei Jahren geeignet. Der Eintritt
kostet 6 Euro. (fak)
HOF — Das Theater in Hof präsentiert
am Freitag ab 19.30 Uhr auf der Studiobühne die Uraufführung des
Schauspiels „Hungerleider“ von Roland Spranger. Der Autor erzählt
von Flucht und Vertreibung in Folge
des Zweiten Weltkriegs. Seine Geschichte spielt in den ausgehenden
1950er-Jahren, als sich die halbwüchsigen Kinder schon an den Versprechungen des Wirtschaftswunders orientieren. (lk)
Auerbach/V: Awo Jugendzentrum High
life, Eisenbahnstraße 49, Offener Treff,
15-20 Uhr
Familien- und Begegnungszentrum, A.Schubert-Straße 19, Eltern-Kind-Kreis, 9-12 Uhr
Jugendhaus City-Treff, Breitscheidstraße 33,
Klettern und Blasrohr schießen, 16 Uhr,
03744 308686
Schülerfreizeitzentrum, A.-Schubert-Str. 19,
Wir gehen ins Kino, 10-18 Uhr
Falkenstein: Tiergarten, Allee 9, 10-16 Uhr,
03745 5421
Jößnitz: Fahrbibliothek, Pflegeheim,
10-11 Uhr
Fahrbibliothek, Schule, 11.15-12.30 Uhr
Klingenthal: Café B., Auerbacher Straße 19,
Kindernachmittag, 15.30-17 Uhr
Musikschule, Amtsberg 12, Schnuppertag,
Schüler musizieren, 11-11.30, 15-15.30 Uhr;
Schnuppertag, individuelle Betreuung, Möglichkeit zum Anspielen der Instrumente, 11.30,
15.30 Uhr
Tierpark, Amtsberg 22, 10-16 Uhr,
037467 22397
Markneukirchen: Kinder- und Jugendtreff, Wernitzgrüner Straße 38, Offener Treff,
13.30-19.30 Uhr
Oelsnitz: Jugendzentrum „Halle“, Alte Reichenbacher Straße 27, Offener Treff, mit Breitensportangebot, 15.30-19 Uhr; Trampolinnachmittag, 16.30-18 Uhr
Kinderzentrum „Goldene Sonne“, RudolfBreitscheid-Platz 1, Offener Treff, 13-18 Uhr;
Clubrat, 14 Uhr
Schloss Voigtsberg, Schlossstraße 32, Ferienangebot: Expedition mit der Funzel, 17.30 Uhr
Rodewisch: Kinder- und Jugendfreizeittreff, Busbahnhof 3, Offener Treff, Darts, Billard, Computernutzung, kreatives Gestalten,
Spiele, 14-20 Uhr, 03744 48426
Adorf: Perlmuttermuseum, Freiberger Tor,
9-12, 13-17 Uhr
Auerbach: Museum, Schlossstraße 11, 10-12,
13-17 Uhr, 03744 835513
Eubabrunn: Freilichtmuseum, Waldstraße 2 A, 10-16 Uhr
Klingenthal: Musik- und Wintersportmuseum, Schloßstraße 3, 10-16 Uhr
Lengenfeld: Heimatmuseum, Hauptstr. 57,
10-16 Uhr, 037606 32178
Markneukirchen: Framus Museum,
Adorfer Straße 25, 10-17 Uhr
Historisches Sägewerk, Trobitzschen 14,
10-16 Uhr
Hüttels Musikwerkausstellung Wohlhausen, Hauptstraße 10, 9.30-16 Uhr
Musikinstrumentenmuseum, Bienengarten 2, 10-16 Uhr
Mehltheuer: Kleinstes Musikinstrumenten-Museum, Hohe Straße 9, 9-12 Uhr,
037431 4159
Morgenröthe-Rautenkranz: Raumfahrtmuseum, Bahnhofstraße 4, 10-17 Uhr,
037465 2538
Oberlauterbach: Natur- und Umweltzentrum, Treuener Straße 2, Eintritt frei,
9-15.30 Uhr, 03745 751050
Oelsnitz: Schloss Voigtsberg, Schlossstr. 32,
11-17 Uhr
Zoephelsches Haus, Grabenstr. 31, 9-16 Uhr
Reichenbach: Neuberinhaus, Weinholdstraße 7, 10-18 Uhr, 03765 12188
Rodewisch: Museum Göltzsch, Schlossinsel, 10-12, 13-16.30 Uhr
Schneckenstein: Vogtländisch-böhmisches Mineralienzentrum, Zum Schneckenstein 44, 10-17 Uhr
Töpen: Deutsch-Deutsches Museum, Mödlareuth 13, 9-17 Uhr
Zwota: Harmonikamuseum, Kirchstraße 2,
10-16 Uhr
Mundart- und Erlebnisraum, Kirchstraße 2,
10-16 Uhr
Eberhard Gütter, Feldstraße 27, Auerbacher
Modellbahnausstellung in HO, 60 Züge, 14.3018 Uhr
Ellefeld: Gaststätte Turnhalle, Turnstr. 5,
Treffen der Freunde der Mineralogie und Geologie, Jahreshauptversammlung, 19 Uhr
Klingenthal: Seniorenverein, Kirchstraße
14, Unterhaltsamer Nachmittag mit Pfarrer
Schmidt, 14 Uhr
Vogtland-Arena, Falkensteiner Straße 133,
Besichtigung, 10-17 Uhr, 037467 280860
Reichenbach: Begegnungsstätte, Nordhorner Platz 3, Begegnung/Vortrag am Dienstag:, Aktuelles zur Sicherheit vor krimineller
Energie, Weißer Ring gibt Antworten, 14 Uhr,
03765 69327
Rodewisch: Sternwarte, Rützengrüner Straße 41, Die Geschichte von der einsamen Sonne,
10.30 Uhr, 03744 32313
Schneckenstein: Schaubergwerk Grube
Tannenberg, Zum Schneckenstein 42, Führung, 10, 11.30, 13, 14.30 Uhr, 037465 41993
Syrau: Drachenhöhle, Höhlenberg 10, Einzige Schauhöhle Sachsens, in 16 m Tiefe gibt es
unterirdische Schönheiten wie Sinterschmuck,
kristallklare Seen und Lehmkegel an den Höhlenwänden, 10-16 Uhr, 037431 3735
AUSSTELLUNGEN
Plauen: Erich-Ohser-Haus - Galerie
e.o.plauen und Archiv, Nobelstraße 7,
11-17 Uhr
Vogtlandkonservatorium, Theaterplatz 4,
8-15 Uhr
Vogtlandmuseum, Nobelstr. 9 - 13, 11-17 Uhr
Zur
Winterfackelwanderung mit Revierförster Dirk Schönfelder lädt
morgen der Fremdenverkehrsverein
Morgenröthe-Rautenkranz. Start ist
17 Uhr Am Filz (Waldanfang) in
Rautenkranz. Mit dem Förster vom
Forstbezirk Eibenstock geht es über
etwa 4 Kilometer zur Schutzhütte
Jungfernsprung. Hier gibt es Lagerfeuer und Wintergrillen. (hagr)
» morgenröthe-rautenkranz.com
KINO
Plauen: Capitol Filmtheater, Bahnhofstr. 33,
03741 1469050; 96 Hours - Taken 3, ab 16 J,
20 Uhr; Annie, 14.15 Uhr;
Durchbruch der Moderne in der dänischen Malerei – mit diesem Thema beschäftigt sich morgen ein Vortrag von Wolfgang Rudloff in dessen
Reihe Kunstbetrachtung im Malzhaus. Im 19. Jahrhundert vollzog
sich in der Malerei Dänemarks ein
bemerkenswerter Entwicklungssprung, der innerhalb der europäischen Kunstszene Aufsehen erregt.
Vortragsbeginn: 18.30 Uhr. (sasch)
Baymax - Riesiges Robowabohu, ab 6 J,
14.15 Uhr; Baymax - Riesiges Robowabohu 3D,
ab 6 J, 17 Uhr; Bibi und Tina - Voll verhext,
14 Uhr; Blackhat, 16.45, 19.45 Uhr; Der kleine
Drache Kokosnuss, 14.30 Uhr; Frau Müller muss
weg!, ab 6 J, 17.15, 20.15 Uhr; Fünf Freunde 4,
14.30, 17 Uhr; Honig im Kopf, ab 6 J, 14, 16.30,
19.45 Uhr; Jupiter Ascending 3D, ab 12 J, 14, 17,
20 Uhr; Let’s be Cops - Die Partybullen, ab 12 J,
20.15 Uhr; Mortdecai - Der Teilzeitgauner, ab
6 J, 17 Uhr; Ouija - Spiel nicht mit dem Teufel, ab
16 J, 20.15 Uhr; Paddington, 14.30 Uhr; The Interview, 17, 20 Uhr; Malzhaus, Alter Teich 7 - 9,
03741 15320; The Zero Theorem, ab 12 J, 20 Uhr
Auerbach: Rekordlichtspiele, Göltzschtalstr. 35, 03744 217272; 96 Hours - Taken 3, ab
16 J, 20 Uhr; Baymax - Riesiges Robowabohu
3D, ab 6 J, 10, 17.15 Uhr; Bibi und Tina - Voll verhext, 10 Uhr; Honig im Kopf, ab 6 J, 17.15,
20.15 Uhr; Mortdecai - Der Teilzeitgauner, ab
6 J, 17.30, 20 Uhr; Paddington, 10 Uhr
Greiz: UT 99, Thomasstr. 6, 03661 629111; 96
Hours - Taken 3, ab 16 J, 20.15 Uhr; Baymax - ...
3D, ab 6 J, 14.30, 17.15 Uhr; Bibi und Tina - Voll
verhext, 14.30 Uhr; Der kleine Drache Kokosnuss, 14.45 Uhr; Frau Müller muss weg!, ab 6 J,
14.45, 17.30, 20.15 Uhr; Honig im Kopf, ab 6 J, 17,
19.45 Uhr; Mortdecai - Der Teilzeitgauner,
ab 6 J, 17.15, 20 Uhr
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Wladimir Kaminer „liest“ mit Händen und Füßen. FOTO: ECKARDT MILDNER
tiert morgen, 19 Uhr eines der besten Blechbläserensembles Europas
in der St.-Petri-Kirche Rodewisch.
Das Quintett um den Trompeter Jürgen Gröblehner spielt sein Programm „Rendezvous de la Musique“.
Classic Brass setzt seit Jahren
Maßstäbe in der Blechbläser-Kammermusik und hat für seine 6. Konzertsaison etwas Besonderes vorbereitet: Ein musikalisches Stelldichein mit unterschiedlichsten Klangschöpfungen aus 5 Jahrhunderten.
Die Konzertbesucher können sich
an einem Klangkörper erfreuen, der
die einzelnen Werke seiner Programme spielerisch homogen, mit
weichem Ton, differenzierter Dynamik und dazu mit Herz und voller
Wärme vorträgt. Dabei zeigen sich
die Musiker als eigenständige Interpreten, die sich keiner Mode und
keiner Zeitströmung unterwerfen,
die mit dem Herzen denken und mit
dem Verstand fühlen.
Der Eintritt zum Konzert ist frei.
Die Musiker leben von der freiwilligen Sammlung, aus der auch die
Kosten des Auftritts bestritten werden. In der Konzertpause werden
CDs und Getränke angeboten. (fp)
SONSTIGES
Plauen: Alaunbergwerk „Ewiges Leben“,
Reichsstraße (gegenüber Commerzbank),
Plauen unter Tage erleben, telefonische Voranmeldung: 03741 529426
Katholisches Gemeindehaus Herz Jesu,
Thomas-Mann-Straße 5, Treff der Alzheimer
Angehörigengruppe, zum literarischen Nachmittag mit Sigrid Penz, Autorin des Buches
„Leg einen Mantel um mich, er mich hält“,
15.30 Uhr
Adorf: Schützenhaus, Schützenstraße 8, Kegelnachmittag, des Bahnsozialwerks und der
Eisenbahner-Gewerkschaft, 14 Uhr
Auerbach: Begegnungszentrum Zebra,
Katzensteinstr. 1, Faschingsparty, 16-18.30 Uhr
Café Nebenan, Goethestraße 7, Tanztee,
15.30 Uhr
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WINTERSPORT
Auerbach: Loipen rund um Auerbach, Zinsbach-, Sonnen-, Grünheider Rundloipe sowie
kleine Rundloipe am Sportplatz Beerheide befahrbar, Vogtlandsee-, Röthelstein- und Eulenberg-Loipe bedingt befahrbar
Erlbach: Loipen, Loipen gespurt, Schneetel.
037422 6125 oder www.kegelberg.de; Skilifte
am Kegelberg, Schneetel. 037422 6125,
9-17 Uhr
Grünbach: Loipen, Loipen gespurt, bis
20 Uhr beleuchtet, Anschlussloipe zur Kammloipe (Einstieg Dorfplatz Muldenberg) sowie
Sonnenloipe (Einstieg an der Turnhalle) gespurt, Schneetelefon 03745 5303
Hammerbrücke: Loipen, Bergland-Rundloipe mit Anbindung an Kammloipe sowie Ortsloipe gespurt; Nachtloipe beleuchtet, Einstieg an
der Grundschule, gespurt, 17-21 Uhr
Klingenthal: Loipen, Sonnenloipe gespurt,
Schwarzbergloipe teilweise präpariert,
Schneetelefon 037467 22494; Skilift Jägerstraße, Infos unter 0176 27148167, 17-21 Uhr
Mühlleithen: Loipen, Kammloipe und Kielloipe gespurt, Schneetelefon: 037467 22494;
Skilift, B 283, Schneetelefon: 037467 22494,
10-21 Uhr
Schneckenstein: Loipe, Kammloipe gespurt, www.kammloipe.com
Schwaderbach (Bublava): Skilifte, Bleiberg, Schneetelefon 00420 352696830,
9-20 Uhr
Schöneck: Loipen, Ortsloipen und Kammloipe gespurt; Skiwelt, Hohe Reuth, Lifte,
Schneetelefon 037464 82000 oder
www.schoeneck.eu, 9-18 Uhr; Zauberteppich,
9-17 Uhr
Tannenbergsthal: Loipen, Ortsloipe
gespurt
OBERES VOGTLAND
Dienstag, 10. Februar 2015
NACHRICHTEN
AUSFLUG
Wanderung führt
nach Bärendorf
Eine geführte
Wanderung wird morgen Nachmittag in Bad Brambach angeboten. Beginn ist 14 Uhr am Therapie- und
Wohlfühlzentrum, Badstraße 47.
Unter der Leitung von Christa Neudel geht es über etwa 10 Kilometer
(zirka drei Stunden) durch das Röthenbachtal, vorbei am ehemaligen
Waldcafé und über die Sorge nach
Bärendorf. Der Rückweg führt über
Hohendorf. Die Teilnahme an der
Wanderung ist kostenfrei. (hagr)
BAD BRAMBACH
Freie Presse
Finanzmisere: Plauen tastet
erstmals seine Wälder an
Theater sucht
Statisten für
Musical Hair
Casting am 2. März in
Plauen – Premiere findet
Ende Juni in Zwickau statt
—
Mehr als eine Million Euro
will die Stadt mit den Verkäufen einnehmen.
Kritiker sehen eine Versündigung an folgenden
Generationen.
PLAUEN — Die Stadt Plauen will Teile
Tipps zur Sicherheit
im Internet
ihres riesigen Waldbesitzes zu Geld
machen, um die Haushaltslöcher
der nächsten Jahre zu stopfen. Erstmals überhaupt tastet sie damit dieses Vermögen an. Bis auf Kleinflächen für die Ergänzung von privaten Nachbargrundstücken sei in der
jüngeren Vergangenheit kein Wald
verkauft worden, informiert Kämmerin Ute Göbel auf Anfrage.
Mit Einnahmen in Höhe von
einer Million Euro plant die Kämmerin bereits zwischen den Jahren
2016 und 2019. „Es wird jedoch noch
deutlich mehr werden“, sagt Göbel
und verweist beispielsweise auf die
finanziellen Zugeständnisse ans
Theater. Sie wurden nach Entwurf
des Haushaltes gemacht. Jetzt klaffen dort wieder Löcher.
Die geplanten Einnahmen in Höhe von 250.000 Euro pro Jahr entsprechen einem Verkauf von rund
32 Hektar Wald. Zugrunde liegt dabei der Bilanzwert von 7800 Euro
pro Hektar. Über vier Jahre würde
die Stadt damit 128 Hektar veräußern – rund fünf Prozent ihres
Waldbestandes. Kaufinteressenten
haben im Rathaus bereits angeklopft. „Es waren ausschließlich
ortsansässige Privatpersonen“, sagt
Göbel. Sie verweist jedoch auf klare
Regeln. Vor dem Verkauf erfolgt eine
öffentliche Ausschreibung. Somit
hätten auch weitere Interessenten
AUERBACH — Die Verbraucherzentra-
le in Auerbach lädt für heute, 16 Uhr
zu einer Informationsveranstaltung
über Gefahren im und aus dem Internet ein. Juristin Arleen Becker
klärt über Spam-Mails, Pishing, Viren und Trojaner auf und beantwortet Fragen, wie man im Umgang mit
Computern grundsätzlich solchen
Bedrohungen vorbeugen kann. Die
Veranstaltung im Schulungsraum
der Verbraucherzentrale Auerbach,
Am Graben 12, ist kostenfrei. Mehr
Informationen unter Telefon 03744
219641. (us)
UNFALL
Chevrolet landet
im Seitengraben
MULDENBERG — Ein 61-jähriger Chev-
rolet-Fahrer ist am Sonntag, kurz
nach 5 Uhr auf der Straße von Muldenberg in Richtung Grünbach unterwegs gewesen. Etwa zwei Kilometer vor dem Ortseingang kam mit
dem Fahrzeug nach rechts von der
Straße ab und letztlich im Seitengraben zum Stehen. Zum Grund für
den Unfall machte die Polizei keine
näheren Angaben. (us)
KURZ GEMELDET
Nachtwächter sagt Tour ab
PLAUEN — Am Theater Plauen-Zwi-
VON TINO BEYER
VERBRAUCHERBERATUNG
13
Plauen gehört zu den Kommunen in Sachsen mit dem größten Waldbesitz. Doch wie lange noch?
die Möglichkeit, ein Gebot abzugeben. Mit einem Verkauf spült es jedoch nicht nur Geld in die Kasse. Die
Stadt sägt auch ein Stück an ihren
Einnahmen. Rund 200.000 Euro
bringt die Bewirtschaftung der Wälder jedes Jahr ein.
Die Pläne der Stadtverwaltung
stoßen indes auf Kritik. Drastische
Worte findet die Bürgerplattform
für demokratische Erneuerung.
„Das kommunale Eigentum wurde
uns vererbt zur Wahrung und Mehrung. Niemand ist berechtigt, sich
am Eigentum nachfolgender Generationen zu vergreifen“, heißt es in
einer Erklärung des Vorstandes. Die
Stadt solle zuerst auf der AusgabenSeite sparen, bevor sie „kommuna-
les Tafelsilber“ anrührt. Die Bürgerplattform forderte den Stadtrat auf,
den Waldverkauf zu verhindern.
Doch eine Ratsinitiative in diese
Richtung scheint angesichts des
Spardrucks unwahrscheinlich. Die
CDU-Fraktion wirkt in ihrem Haushaltspapier lediglich darauf hin,
„Verkäufe in den jeweiligen Fachausschüssen zu beraten und abzustimmen“. Einzelne Abgeordnete
wie Tobias Kämpf schwimmen gegen den Strom. „Was Generationen
vor uns aufgebaut haben, geben wir
leichtfertig weg“, kritisiert er. Er vergleicht die Stadt mit einem leckgeschlagenen Boot. „Es wird mit einem
Schwamm gestopft, nur um ein paar
Meter weiterzukommen.“ (mit nd)
FOTO: ELLEN LIEBNER
Der Plauener Wald
Als einer der größten kommunalen
Waldbesitzer Sachsens verfügt
Plauen über 2315 Hektar Wald. Davon
grenzt weniger als die Hälfte direkt
an die Stadt an: 892 Hektar. Mit 1027
Hektar befindet sich der größte Teil
im Bereich zwischen Bergen, Werda
und Grünbach. 396 Hektar liegen im
Burgsteingebiet.
Der Waldreichtum der Stadt hängt
mit ihrer Geschichte zusammen. Um
beispielsweise Anfang des 20. Jahrhundertes die Trinkwasserversorgung
der Stadt zu sichern, wurden Flächen
um die Talsperre Werda als Wassereinzugsgebiet angekauft.
ckau bringt Regisseur Stephan Brauer Ende Juni 2015 das Kultmusical
Hair auf die Freilichtbühne am
Schwanenteich in Zwickau – und
im Sommer 2016 ins Plauener Parktheater. Für die große Sommertheaterproduktion sucht das Theater
derzeit spielbegeisterte Jugendliche
aus Plauen, Zwickau und dem Vogtland.
Interessenten
sollten
Spaß
am Singen und Tanzen und nach
Möglichkeit schon ein bisschen
Schauspielerfahrung haben. Wer
beim Kultmusical mit auf der Bühne
stehen will, sollte am Montag,
2. März, 19 Uhr in den Ballettsaal des
Vogtland-Theaters Plauen zum Casting kommen. Treffpunkt ist die
Pforte. Die Arbeitsproben beginnen
am 12. Mai in Plauen, die Endproben
finden ab 12. Juni in Zwickau statt.
Die Premiere ist am 26. Juni in
Zwickau, die letzte Vorstellung dort
geht am 4. Juli über die Bühne.
Ursprünglich für eine kleine
Bühne konzipiert, eroberte „Hair“
1968 den Broadway und erlangte
durch die Verfilmung von Milos Forman Kultstatus. Heute gilt das Musical als Meilenstein der Popkultur.
Gefühlvolle Balladen und rockige
Tanznummern wie Aquarius, Let
the Sunshine in und Hare Krishna
versprühen Energie und Lebensgefühl einer ganzen Generation.
Zum Inhalt: Kurz bevor Claude
zum Wehrdienst nach Vietnam abkommandiert wird, trifft er in New
York auf eine Gruppe Hippies. Man
will neue Wege gehen, ein freies Leben führen. Doch dann erhält Claude den Einberufungsbescheid. (bju)
DAS CASTING ist am 2. März, 19 Uhr im
Vogtland-Theater Plauen.
Mit Trillerpfeife und Transparent für Tariflohn
SCHÖNECK — Der für 21. Februar ge-
plante nächste Nachtwächterrundgang in Schöneck fällt aus. Ralf Edler hat die Tour gestern aus gesundheitlichen Gründen abgesagt. Über
den nächsten Termin wird rechtzeitig informiert. (us)
Faschingsfeier für Kinder
An die 100 Mitarbeiter des
Speziallampenherstellers
Vosla haben gestern Mittag
an einem Warnstreik der
IG Metall teilgenommen.
UNTERWÜRSCHNITZ — Der Feuerwehr-
VON SABINE SCHOTT
verein Unterwürschnitz lädt für den
Samstag zu einem Kinderfasching
ins Bürgerhaus. Beginn ist 14 Uhr.
Auf die kleinen Narren warten eine
Disco und Überraschungen. (eso)
PLAUEN — Erstmals
FALSCH & RICHTIG
100 Jahre Leben ohne Locken: Die
Jubilarin Else Vogel aus Zwota hat
drei Urenkel. Wir bitten, den Fehler
zu entschuldigen.
Die Vosla-Mitarbeiter erhielten gestern beim Warnstreik Unterstützung von
FOTO: ELLEN LIEBNER
einem Teil der Belegschaft von Neoplan (links).
reichten die
Warnstreikwesten nicht aus. „Es waren offensichtlich mehr Leute da, als
wir eingeplant haben“, so Stefan Kademann von der IG Metall Zwickau.
Seine Gewerkschaft hatte die Beschäftigten der Vosla zur Kundgebung aufgerufen. Und etwa ein Drittel der Beschäftigten war gekommen, um für mehr Geld in der Lohntüte sowie bessere Bedingungen die
Bildungs- und Altersteilzeit betreffend zu demonstrieren.
Es trillerte zudem aus den Pfeifen
von rund 50 Neoplan-Mitarbeitern,
die als Unterstützer mit Transparenten vor die Werkstore an der L.-F.Schönherr-Straße gekommen waren. „Die Vosla-Leute haben im letzten Sommer mit uns gestreikt, nun
sind wir hier“, sagte Michael Enke
vom Betriebsrat des Reisebusbauers.
Seine Firma stellt sich momentan
komplett neu auf. Am abgespeckten
Standort sollen künftig Luxusliner
produziert werden. BetriebsratsChef Marcus Galle fand gestern
deutliche Worte, bevor er sich mit
seinen Kollegen zur eigenen Belegschaftssitzung verabschiedete.
„Aufgrund der Schicht-Arbeit bei
Vosla und wegen der Schulferien
sind heute vielleicht nicht ganz so
viele Streikende hier“, vermutete
Andreas Rother, Vorsitzende des Betriebsrates des Lampenherstellers.
Doch er war zufrieden und hofft wie
Kademann darauf, dass die Forderungen erfüllt werden. Zuvorderst:
5,5 Prozent mehr Lohn statt gebotener 2,2 Prozent.
Lothar Franke (75), Ex-Vosla-Mitarbeiter und ehrenamtlicher Gewerkschafter, sagt es gern und mit
Nachdruck: „Ohne die schöpferische Kraft der Werktätigen wird gar
nichts.“ Seine Kinder sind auch bei
Vosla angestellt, würden von tarifgebundenen Arbeitsplätzen profitieren. So wie – nach Gewerkschaftsangaben – mehr als 26.000 IG-MetallMitglieder im Vogtland, Erzgebirge
und in Zwickau. In Zwickau fanden
bereits Ende Januar Warnstreiks
statt.
A N ZE IG E N
Traueranzeigen
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14 Freie Presse
KURZ GEMELDET
Fahrbibliothek rollt an
Fahrbücherei
des Vogtlandkreises ist am Donnerstag wieder in der Region unterwegs.
Sie hält in Tirpersdorf, Am Anger,
von 11 bis 11.30 Uhr, an der Buswendeschleife Kottengrün von 11.45 bis
12.45 Uhr sowie in Lottengrün von
13.15 bis 13.45 Uhr. (us)
OBERES VOGTLAND
Dienstag, 10. Februar 2015
Wo die Vomag ihren Anfang nahm
Chronik über die Vomag AG
zum Standort Seminarstraße
TIRPERSDORF — Die
Vital organisiert Reise
PLAUEN — Der Verein Vital plant für
6. bis 13. September eine Fahrt an die
Ostsee. Die Unterbringung erfolgt in
einem barrierefreien Hotel. Für die
Reise steht ein rollstuhlgerechter
Reisebus zur Verfügung. Interessenten können sich ab März im Büro
des Vereins, Telefon 03741 719096,
melden. (bju)
Bundeswehr informiert
PLAUEN — Über Berufe im zivilen
und militärischen Bereich der Bundeswehr wird am Donnerstag im Berufsinformationszentrum Plauen,
Neundorfer Straße 70-72, informiert. Mehr Infos und Anmeldungen unter Ruf 0375 2714903. (us)
KALENDERBLATT
Vor 10 Jahren
MEHR GRENZVERKEHR — Im Jahr 2004
haben erstmals mehr als drei Millionen Reisende den Grenzübergang
Graslitzer Straße in Klingenthal passiert. Um dem wachsenden Verkehrsaufkommen gerecht zu werden, plant die Stadt den Ausbau der
Zufahrt von der B 283 aus zu dem
Grenzübergang.
Vor 50 Jahren
Hobbyhistoriker
Andreas Stephan hat in
einer Bauakte im Stadtarchiv interessante Einzelheiten über die Vogtländische Maschinenfabrik AG
(Vomag) entdeckt.
1881 Erwerb der Stickerei Müller &
Zweigert an der Ostenstraße | erste
Umbauten am Gebäude
1882 Anbau eines Kesselhauses mit
20 Meter hohem Schornstein | Errichtung einer Montagehalle für Stickmaschinen
1883 Errichtung neuer Arbeitssäle
mit Schmiedewerkstatt | weitere Anbauten
VON PETER ALBRECHT
1885 Neubau eines Kesselhauses
PLAUEN — Mit der Vomag bringt man
1886 Errichtung einer Wassergasanlage
heute nur noch das Riesengelände
an der Weißen Elster, vom Unteren
Bahnhof bis zum Haltepunkt Zellwolle in Verbindung. Dort hatte der
Betrieb bis zuletzt, bis zur Bombardierung im Zweiten Weltkrieg und
der Demontage danach seinen Sitz.
Dort gingen bis zu 6000 Frauen und
Männer zur Arbeit. Dort entstanden
Lastkraftwagen, Panzer und vieles
andere. Aber einen bedeutenden
Standort hat es zuvor auch schon an
anderer Stelle gegeben. Hobbyhistoriker Andreas Stephan ist darauf gestoßen, wie groß dieser Firmensitz
zwischen Trockental-, Seminar-, Osten- und Gartenstraße gewesen ist.
Zirka 1000 Beschäftigte sollen an
dem Platz, an dem sich jetzt unter
anderem eine Tankstelle befindet,
tätig gewesen sein. „In der Bauakte
ist eine Beschwerde von Anwohnern zu finden“, berichtet der Heimatforscher. Die stammt von 1911,
aus einer Zeit also, in der die Vomag
bereits an die Weiße Elster umgezogen war. Der Geschäftsmann F. W.
Dischreit, der das Gelände übernommen hat, reagiert in einem Schreiben auf den Vorwurf, dass sein Textilbetrieb zu viel Dreck verursache.
„Er bringt in diesem Zusammenhang auch das Argument, dass der
Vorgänger, also die Vomag, 1000 Ar-
1888 Neubau Lager für Bretter
1892 Neubau eines Gebäudes für
Schiffchenstickmaschinen
1893 Neubau Dampfkesselanlage
1894/95 Neubau eines viergeschossigen Fabrikgebäudes mit 35 m hohem
Schornstein und Dampfmaschine
An der Trockentalstraße, wo sich heute eine Tankstelle befindet, stand einst ein großes Vomag-Werk mit rund 1000
Beschäftigten. Hobbyhistoriker Andreas Stephan (Mitte) hat die Geschichte des Standortes erforscht. Werner Rascher
(links) nutzt mit der Firma Waagen-Rascher Reste des Betriebsgeländes. Ronald Flickinger, dessen Großvater als
Konstrukteur in der Vomag arbeitete, konnte Andreas Stephan bei seinen Recherchen unterstützen. FOTO: ELLEN LIEBNER
beiter an dieser Stätte hatte, die
durch Schmiedefeuer und Härterei
noch viel mehr Dreck verursachte
als er selbst“, so Stephan.
Auf einem aufwändig gestalteten
Briefkopf hat der Plauener ein Bild
des Gebäudekomplexes gefunden,
das deutlich macht, wie groß das
Unternehmen um die Jahrhundertwende bereits gewesen ist. Der Vorläufer der Vomag, der Betrieb J. C. &
H. Dietrich entstand 1881 noch an
der Hofer Straße. Noch im selben
Jahr erfolgte jedoch der Umzug an
die Trockentalstraße. „Hier war die
Wiege des Maschinenbaus“, sagt er.
Die Aktiengesellschaft ist 1895 ge-
gründet worden. Der Bau des neuen
Werks an der Cranach- und Holbeinstraße nahe des Unteren Bahnhofs
begann 1902. „Stück für Stück erfolgte der Umzug“, erklärt Stephan.
„Das Haus Seminarstraße 21 ist
das an diesem Standort letzte, heute
noch stehende Fabrikgebäude“,
macht er deutlich. Alle anderen Bauten von einst stehen nicht mehr. Im
vorderen Teil dieses einstigen Gevierts befindet sich heute die Tankstelle. In der noch stehenden Werkstatt im Hinterhof Seminarstraße 21
residiert heute die Firma WaagenRascher. Einige Wände und eine
Oberlicht sind noch geblieben vom
Maschinenhersteller. In den vergangenen gut 90 Jahren nach dem Auszug befand sich vor der Waagen-Firma auch eine Biergroßhandlung in
dem Haus. „Der Verkauf an die Biergroßhandlung war 1921“, hat der geschichtsinteressierte
Vogtländer
ebenfalls herausgefunden.
ANDREAS STEPHAN ist Mitglied des Vereins
für Vogtländische Textilgeschichte. Er ist als
Geschäftsführer der Maler Plauen GmbH tätig.
Sein Steckenpferd ist die Baugeschichte der
Stadt Plauen. Er hat vor einigen Jahren bereits mit einem gut besuchten Vortrag über
Plauener Villen auf sich aufmerksam gemacht.
1896 Erwerb Seminarstraße 21
(heute Waagen Rascher) und Ostenstraße 2
1901 Umbau des Hintergebäudes
Seminarstraße 21 zum „Probierraum“
1902 Bau des neuen Werkes an der
Cranach- und Holbeinstraße nahe
dem Unteren Bahnhof und schrittweise Verlegung des Produktionsstandortes
Ab 1905 beginnt der Verkauf einzelner Gebäude, der größte Gebäudeteil
wird an die Firma F.W. Dischreit verkauft, die wiederum in der Firma
Plauener Netzwerke GmbH aufgeht
und im 2. Weltkrieg zerstört wird
IM KAUFHAUS — Das
Plauener Konsument-Warenhaus
veranstaltet eine Modenschau, die
auf derart großes Interesse stößt,
dass die Gaststätte in der oberen
Etage nicht ausreicht, um alle
Schaulustigen unterzubringen. Gezeigt werden Anzüge und Kleider
für Mädchen und Jungen, die Jugendweihe haben.
Vermisste in Moritzburg gesichtet
Rocker-Boss in Revision
Vor 100 Jahren
Polizei bittet um Mithilfe: Suche nach Anja Dunger aus Schnarrtanne geht weiter
Bundesgerichtshof muss sich mit dem Fall beschäftigen
AUERBACH — Die
PLAUEN/COTTBUS — Das Strafverfahren gegen den letzten Chef des inzwischen verbotenen Plauener Motorradclubs Gremium MC geht in
die nächste Runde. Nach 61 Verhandlungstagen vor dem Landgericht Cottbus wegen versuchten
Mordes und gefährlicher Körperverletzung hatte es für den Angeklagten eine Haftstrafe von neun Jahren
gegeben. Wie das Gericht mitteilt,
haben sowohl der Angeklagte Mar-
MODENSCHAU
In
Knüpfers Gasthof in Erlbach ist am
7. Februar eine Jugendwehr gegründet worden, der auch eine Sektion
Siebenbrunn angehört. Der Bruderverein „Jung-Deutschland“ aus
Adorf war dabei zu Gast und veranstaltete in einem Waldstück nahe
des Ortes ein Kriegsspiel. Zu diesem
fanden sich hunderte Zuschauer ein.
Ein Fabrikbesitzer aus Adorf brachte
ein Hoch auf Kaiser, Reich, Herr und
Marine aus. (pa)
GEGRÜNDET
—
34-jährige Anja
Dunger aus Schnarrtanne bleibt verschwunden, die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe.
Immerhin
gibt es eine Spur:
„Nach aktuellem
Ermittlungsstand
muss sich die Frau
am Freitag in Moritzburg aufgehalten haben“, so die
FOTO: POLIZEI
JUGENDWEHR
1951 wird das Ruinengrundstück endgültig geräumt.
Polizei. Das Motiv ihres Verschwindens ist unklar. „Bekannt ist nur,
dass sie psychisch labil ist und eine
Selbstgefährdung nicht ausgeschlossen werden kann“, informiert
die Polizei jetzt.
Die Frau gilt sei Donnerstag als
verschwunden, da wurde sie gegen
15 Uhr im Bereich des Klinikums
Obergöltzsch in Rodewisch gesehen.
Sie ist mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem roten Mazda 323 mit
dem Kennzeichen „V-AN 660“ unterwegs. Sie ist 1,64 Meter groß, von
schlanker Gestalt, Brillenträgerin
und hat mittellanges, dunkelblondes Haar. Ihre Familienangehörigen
haben sie am Freitag als vermisst gemeldet. Wer hat die Frau oder den
roten Mazda gesehen oder kann
Hinweise zum Aufenthaltsort geben? Informationen an das Polizeirevier Auerbach, Ruf 03744 2550 oder
jede andere Polizeidienststelle. (bap)
kus F. als auch Staatsanwaltschaft
und Nebenklage Revisionsanträge
eingereicht. Damit muss der Bundesgerichtshof nun prüfen, ob den
Angeklagten während des Verfahrens juristische Nachteile entstanden sind. Das trifft auch auf den aus
Plauen stammenden Mitangeklagten Christian W. zu. Er war zu 8 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt
worden. Bis zur Entscheidung sind
die Urteile nicht rechtskräftig. (nkd)
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BLICK NACH BÖHMEN
Dienstag, 10. Februar 2015
Freie Presse
Wahlsieger
vom Oktober
liegen vorn
Längste Erzgebirgs-Piste misst drei Kilometer
NACHRICHTEN
BAHNVERKEHR
Skoda baut Züge für
Nürnberger Linien
Neuwahl in Kommunen
endet ohne Überraschung
PILSEN/PLZEN — Die
tschechische
Schienenfahrzeugbau-Firma Škoda
Transportation liefert nach einem
Bericht von Radio Prag für umgerechnet 360 Millionen Euro insgesamt 38 Niederflur-Triebwagenzüge
des Typs Regio-Panter an das britische Transportunternehmen National Express. Eingesetzt werden sollen die Fahrzeuge auf Regionalstrecken in Nürnberg und Umgebung.
Der Bau der Regio-Panter ist der
zweite Auftrag, den das Unternehmen mit Sitz in Pilsen/Plzeň aus
Deutschland erhalten hat. 2013 unterzeichnete man mit der Deutschen Bahn einen Vertrag über die
Lieferung von sechs Triebwagenzügen im Wert von rund 94 Millionen Euro. (rewö)
KOHLEBERGBAU
AUSSIG/ÚSTÍ NAD LABEM — Die Sozial-
partner in der Tschechischen Republik haben sich während einer ersten Beratung noch nicht über die
Form einer möglichen Aufhebung
der Förderlimits für Braunkohle in
Nordböhmen geeinigt. Das Wirtschaftsministerium hatte mehrere
denkbare Varianten vorgelegt. Keine
überzeugte. Zuerst müsse eine Studie über die sozialen, ökonomischen
und sicherheitsrelevanten Folgen
erstellt werden, hieß es im Radio.
Das Papier soll bis Ende Juni vorliegen. Danach gehen die Verhandlungen weiter, so Industrie- und Handelsminister Jan Mládek. Gewerkschafter und Vertreter der Arbeitgeberverbände plädierten für eine Aufhebung der Förderobergrenzen. Die
Regierung ist dagegen. (rewö)
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TERMINE
Bis 15. Februar: Sokolov, Museum:
Sonderschau „Zwangsarbeit für weißes Gold“ über die Porzellanherstellung im Zweiten Weltkrieg.
21. Februar: Abertamy, Rathaus:
„Lebendiges Museum“ mit Vorführungen der Handschuhherstellung,
geöffnet von 13 bis 17 Uhr.
21. Februar: Ostrov, Kulturhaus:
Country-Ball mit den Gruppen
Mara Cas und Starenky. Beginn ist
19.30 Uhr.
21./22. Februar: Plzeň, Stadtzentrum: Lichterfestival im Rahmen
„Kulturhauptstadt Europas“.
Bis 28. Februar: Ostrov, Stadtbibliothek: Ausstellung „Ostrov im Spiegel der Fotografie“.
28. Februar: Abertamy, Areal der
Technischen Dienste: 7. Historischer Ski-Staffellauf mit Programm,
von 13 bis 17.30 Uhr.
3. März: Karlovy Vary, Bürgerhaus:
„Genesis classic“ mit Ray Wilson sowie den Gästen Framus 5 und Michal Prokop. Beginn ist 20 Uhr.
Bis 17. März: Cheb, Foto-Galerie G4:
Ausstellung mit Arbeiten von
Absolventen der ITF Opava und der
Famu Prag. (tm)
Die „Jachymovska“ macht alpinen Wintersport-
lern riesigen Spaß. Die längste Skipiste auf
tschechischer Seite des Westerzgebirges misst
knapp drei Kilometer und führt von der Spitze
des 1244 Meter hohen Kleinbergs ins Tal nahe
Joachimsthal/Jáchymov. Dieser Tage wurde sie
erstmals in diesem Winter in Betrieb genommen. Den Skifahrern bietet sie einen mittleren
Schwierigkeitsgrad und einen Höhenunterschied von 490 Metern. Die Lifte laufen im Februar täglich von 9 bis 16 Uhr, die Kasse hat ab
FOTO: VLADISLAV PODRACKÝ
8.30 Uhr geöffnet.
KOMOTAU/CHOMUTOV — Die DreierKoalition aus der Wählervereinigung „Pro Chomutov“, den Kommnisten und der Partei Ano 2011 hat
auch die Neuauflage der Kommunalwahl im nordböhmischen Komotau/Chomutov gewonnen und
verfügt über 22 der 35 Sitze im Stadtrat. Sieben Mandate haben die
Sozialdemokraten, sechs die Vereinigung „Neuer Norden“. Die Bürgerdemokraten (ODS), die über Jahre
hinweg den Bürgermeister stellten,
und die Partei Top 09 sind nicht
mehr im Gremium vertreten.
Der erneute Urnengang war notwendig geworden, weil es bei der
Wahl im Oktober Fälle von Stimmenkauf gegeben hatte. Bei der Neuwahl im nordböhmischen Bilin/
Bílina konnten die Kommunisten
ihre Position stärken und stellen
nun mit neun Abgeordneten die
größte Fraktion im Rat, der 30 Mitglieder zählt. (tm)
Weltenbummler in Sachen Fußball
62 ausländische Spieler
stehen aktuell in den
Kadern von Tschechiens
16 Zweitligateams. Für
viele von ihnen ist es nur
eine Durchgangsstation.
VON THORALD MEISEL
BRÜX/MOST — Vier Tore hat Gramoz
Kurtaj in dieser Saison für Baník
Most erzielt. Damit ist der Mittelfeldspieler der erfolgreichste Torschütze des tschechischen FußballZweitligateams. Hinzu kommen
sechs Vorlagen.
Für den 23-jährigen DeutschAlbaner, der zuvor bei Holstein Kiel,
Hertha BSC II, der TSG Neustrelitz
und dem FC Carl Zeiss Jena spielte,
ist es die erste Station im Ausland.
„Ich brauchte eine klare Veränderung in meiner Karriere. Ich wollte
nicht mehr Regionalliga spielen und
endlich in den Profibereich. Ich
möchte mich weiterentwickeln und
mit Baník Most größtmöglichen Erfolg haben, damit ich dann hoffentlich bald in der ersten Liga in Tschechien spielen darf“, sagte er im Interview für die Internetseite „Transfermarkt“. Kurtaj ist einer von elf Ausländern, die Baník Most unter Vertrag hat. Noch vor zehn Jahren, als
der Verein mit Ex-Nationalspieler
Horst Siegl vorm Aufstieg in die
höchste tschechische Liga stand, waren ausländische Kicker in tschechischen Mannschaften eine Sensation, noch dazu in der Zweiten Liga.
Das hat sich geändert.
Aktuell stehen bei den 16 Zweitliga-Vereinen 62 Ausländer unter
Vertrag, allein bei Frydek-Mistek
sind es 13. In der Saison 2012/13
kickten in der Zweiten Liga sogar
100 Aktive mit anderer Nationalität.
Die meisten kommen vom Balkan,
vor allem aus Bosnien-Herzegowina
– wie übrigens auch die meisten der
registrierten Spielerberater.
Über die Antwort auf die Frage,
wie lukrativ ein Engagement in der
Zweiten Liga ist, gibt es nur Spekulationen. 2013 hatte einzig der FK
Varnsdorf die Höhe der Monatsgehälter preisgegeben – umgerechnet
zwischen 250 und 1000 Euro. Damit
stand der Verein nach eigenen Angaben am unteren Ende der Lohnskala
der Liga.
Für viele ausländische Kicker
sind tschechische Vereine wohl nur
Durchgangsstation. Die meisten
sind Weltenbummler in Sachen
Fußball – getrieben von der Hoffnung, dass einer der ganz großen
Vereine auf sie aufmerksam wird.
„Ich wollte
endlich in den
Profibereich.“
Gramoz Kurtaj Spieler bei Baník Most
Viktoria Zizkov beispielsweise hatte
2012/13 ein Dutzend Ausländer im
Kader, in dieser Saison ist es noch einer. Auch bei Baník Most herrscht
seit Jahren ein Kommen und Gehen.
Den haitianischen Nationalspieler
Kevin Lafrance findet man heute in
Miedz Legunice in der 1. Liga Polens.
Der Senegalese Noël Alexandre
Mendy, der von Most über Chesterfield (England) zum FC Hansa Rostock kam und im Sommer 2014 ausgemustert wurde, kickt jetzt beim
1. FC Saarbrücken. Regionalligist
Budissa Bautzen präsentierte vor
wenigen Tagen als Neuzugang den
Argentinier Ezequiel Horacio Rosendo, der schon bei Baník Most, MFK
Ústí nad Labem und Chmel Blsany
spielte. Außerdem war er für ein halbes Jahr an den mazedonischen Erstligisten Bregalnica Stip ausgeliehen.
Der usbekische Nationalspieler Aziz
Ibragimov, der vor zwei Jahren vom
chinesischen Erstligisten Qingdao
Jouoom nach Most kam und mit den
Siegtoren gegen Caslav (2:1) und Bohemians Prag (1:0) einen super Einstand erlebte, spielt nach den Stationen Dynamo České Budějovice und
Bohemians Prag nun wieder in seiner Heimat, beim FK Andijan.
Gramoz Kurtaj hat bei Baník
Most einen deutschen Trainer an
der Seite. Wolfgang Jerat (59) ersetzte Anfang Oktober Vit Raszyk und
war nach einem kurzen Engagement in Pristina (Kosovo) zuletzt bei
Viktoria Köln unter Vertrag. Unter
Jerat konnte Most die Talfahrt stoppen, hat die Abstiegsplätze verlassen. Kurtaj: „Wolfgang Jerat macht
einen erfahrenen Eindruck und hat
schnell die Fehler in der Vergangenheit erkannt.“ Er ist zuversichtlich,
dass das Team mit dem Abstieg
nicht zu tun haben wird.
SPIELPLAN: Am 7. März startet die Rückrunde der 2. Liga. Baník Most spielt in Trinec
und empfängt am 14. März Ústí nad Labem.
» www.fkbm.cz
Tschechiens Ex-Nationalspieler Horst Siegl hatte vor zehn Jahren das Team
aus Most an die Spitze der Zweiten Liga geschossen. Ausländische Spieler in
den Vereinen waren damals noch eine Ausnahme.
FOTO: THORALD MEISEL (ARCHIV)
Heute ist der Deutsch-Albaner Gramoz Kurtaj (Mitte) – hier bei einem Spiel
seines alten Vereins FC Carl Zeiss Jena gegen den VFC Plauen – der erfolgreichste Torschütze bei Baník Most.
FOTO: PETER POSER (ARCHIV)
Kleinod erfährt Generalüberholung
FESTIVAL MITTE EUROPA
Vorstand beruft
Pianisten an Spitze
EGER/CHEB — Der 40-jährige Konzert-
pianist Manfred Schmidt (Foto) tritt
die Nachfolge als Künstlerischer Leiter des Festivals Mitte Europa an. Die
Berufung erfolgte durch den Vorstand des Trägervereins „Mißlareuth 1990. Mitte
Europa“. Schmidt
übernimmt damit
das Amt von Kammersänger Thomas
Thomaschke, der
gemeinsam mit seiner Frau, der Prager
Kunsthistorikerin
Ivana Thomaschke-Vondráková, für
mehr als zwei Jahrzehnte das Festival Mitte Europa lenkte und leitete
und es zu einem herausragenden
deutsch-tschechischen Kulturereignis entwickelte. (tm)
FOTO: ARCHIV
Verhandlungen
vorerst ergebnislos
15
Das Museum in Karlsbad/
Karlovy Vary bleibt für
zwei Jahre zu. Vor allem
die Dauerausstellung soll
aktuellen Trends angepasst
werden.
VON VLADISLAV PODRACKÝ
KARLSBAD/KARLOVY VARY — Seit we-
nigen Tagen ist das Karlsbader Museum geschlossen. Und zwar für die
Dauer von zwei Jahren. Das Gebäude an der Straße Nová Louka erfährt
eine umfassende Renovierung.
„Die Rekonstruktion macht sich
insbesondere deshalb nötig, weil die
Ausstellung veraltet ist“, sagt Muse-
umsdirektorin Lenka Zubačová. Die
derzeitige Dauerschau besteht seit
sieben Jahren und entspricht in keiner Hinsicht aktuellen Trends. Diese
fordern vor allem Interaktivität.
„In der neuen Exposition wird alles anders gehandhabt“, so die Direktorin. Die Basis bildet weiterhin die
Geschichte des Kurorts Karlsbad
und der Region, präsentiert wird das
alles aber in einer komplett neuen
Form. Während Stadt und Umland
bisher in einer Zeitlinie dargestellt
waren, werden sie künftig getrennt
voneinander vorgestellt.
Hinzu kommen jüngere Geschichte und auf dem Gebiet der
Vergangenheit auch bisher tabuisierte Themen wie die Kristallnacht
in Karlsbad, die Nachkriegsvertreibung der Deutschen und die russische Besatzung im Jahr 1968. Zudem
sollen die Vitrinen mit dem Karlsbader Glas verschwinden, da die
Glashütte Moser inzwischen selbst
ein Museum betreibt.
Die wohl größte Neuheit ist die
Interaktivität. Das betrifft hauptsächlich das riesige Modell der Stadt
Karlsbad. Künftig können Besucher
einen bestimmten Ort wählen, den
sie dann auf zeitgenössischen Fotografien aus dem 19. und 20. Jahrhundert vorgestellt bekommen. Die
größte Attraktion soll die Visualisierung der Legenden über die Gründung von Karlsbad werden. „Details
verrate ich vorab nicht. Aber ich
denke, dass die neue Präsentation
überrascht und schön ist“, sagt Lenka Zubačová. Die Legende über die
Gründung der Stadt wird von der
Faktographie getrennt. Diese unterscheidet sich deutlich von den ro-
mantischen Fantasien. Mehr als heiße Quellen lockte die Menschen im
Mittelalter der hiesige Sinterstein
an, der den Kalkstein im Bauwesen
ersetzte. Reizvoll soll auch die Ausstellung über die umliegende Landschaft sein, zu der ein riesiges Diorama gehört, das Kaiserwald, Erzgebirge und das Braunkohlebecken von
Falkenau/Sokolov zeigt.
Einschneidende Veränderungen
gibt es auch im Gebäude selbst. Es
erhält unter anderem einen Aufzug
und einen Rollstuhlzugang. Ebenfalls geplant: neue Toiletten, neues
Buffet, eine Self-Service-Garderobe
und eine neu gestaltete Eingangshalle. Die Kosten für die Rekonstruktion belaufen sich auf 32 Millionen Kronen. Sie werden im vollen
Umfang vom Errichter des Museums, dem Karlsbader Kreis, bezahlt.
16 Freie Presse
NACHRICHTEN
LOKALSPORT
Dienstag, 10. Februar 2015
Kegel-Nachwuchs der SG Neptun holt die meisten Medaillen
KEGELN
Oelsnitz beendet
Saison auf Platz 4
Ski: Anna-Julia Storch
beeindruckt im Allgäu
OELSNITZ — Der letzte Spieltag in der
ENDSTAND: 1. KSV Plauen 12 Punkte (7911
Auswärtsholz), 2. SKV Auerbach II 12 (7716),
3. Kirchberger KV 10 (6195), 4. TSV Oelsnitz 10
(5862), 5. TSV Lichtentanne 10 (5829), 6. KSV
Johanngeorgenstadt 6. (hed)
TISC HTENNIS
CHEMNITZ — Am 12. Spieltag der
1. Bezirksliga hat der SV Muldenhammer mit dem 5:10 beim BSC Rapid Chemnitz die erste Niederlage
der Rückrundenserie hinnehmen
müssen. Wie in der Vorwoche misslang der Auftakt mit den Doppeln.
Lediglich Brosda/Raithel setzten
sich klar durch. Als daraufhin auch
die ersten beiden Einzel an Chemnitz gingen, setzten sich die Hausherren auf 4:1 ab. Erst Raithels 3:0Erfolg brachte die Vogtländer wieder näher heran. Nach zwei weiteren knappen Erfolgen von Barthold
und Esbach war zur Halbzeit wieder
alles offen, die Führung der Chemnitzer schmolz auf 5:4. Nach der Pause war Fortuna dann allerdings auf
Seiten der Gastgeber, die beide Partien des vorderen Paarkreuzes im
fünften Satz für sich entschieden
und auf 7:4 davonzogen. Im mittleren Kreuz blieben die Tannenbergsthaler ebenso glücklos. Chemnitz
machte den Deckel drauf. Schmidt
verlor danach das dritte Fünf-SatzMatch, bevor Esbach nochmal Zählbares für Muldenhammer holte.
MULDENHAMMER: Esbach (2), Raithel (1,5),
Barthold (1), Brosda (0,5), Kotek (0), Schmidt
(0). (rcr)
FUSSBALL
Team Vogtländer
siegt in Mosel
MOSEL — Die Oldie-Fußballer des
Teams Vogtländer aus Oelsnitz
haben am Wochenende in Mosel ein
Hallenturnier des SV Planitz für
über 50-Jährige gewonnen. Sie setzten sich im Finale gegen den Gastgeber im Neunmeterschießen durch.
Schon das Halbfinale hatten die
Vogtländer vom Punkt aus für sich
entschieden. Mann des Tages war
dabei Jörg Stöckel, der jeweils zwei
Neunmeter hielt. Platz 3 ging an
Zeulenroda. (pj)
KURZ GEMELDET
Zweimal Preisskat
OELSNITZ — Der Skatclub Oelsnitz
lädt am Freitag, 19 Uhr und am
Sonntag, 14 Uhr zum Preisskat in die
Altdeutsche Bierstube. Einlass ist
30 Minuten vor Beginn. Die Höhe
der Preise richtet sich nach der Teilnehmerzahl. Jeder vierte Spieler
erhält einen Preis. Gespielt werden
zwei Serien mit deutschem Blatt
nach Altenburger Skatregel. (pj)
Wandersperken auf Tour
OELSNITZ — Die Oelsnitzer Wander-
sperken sind Samstag zwischen
Adorf, Bärenloh und Bad Elster
unterwegs. Die Abfahrt mit Pkw
erfolgt 8.30 Uhr und 9 Uhr ab Schützenhaus. (ngh)
Handball: Kein Training
KLINGENTHAL — Aufgrund der Schulferien findet heute und am Dienstag, 17. Februar, kein Training für die
B-, C- und D-Jugend des HV 90 Klingenthal statt. Das teilte der Vorstand
gestern mit. (hvk)
GRASGEHREN/OBERWIESENTHAL — Anna-Julia Storch (Foto) vom Skiclub
Schöneck hat am Wochenende sage
und schreibe fünf
Siege eingefahren.
Nach Platzierungen im Mittelfeld
bei zwei Wettkämpfen des internationalen Skiverbandes im Riesengebirge und in Santa Catarina (Italien)
im Januar startete sie am Freitag bei
den Sachsenmeisterschaften im Slalom auf ihrer Heimstrecke in Schöneck. Bei Flutlicht sicherte sie sich
den ersten Sieg. Am Samstag konnte
sie sich über zwei Siege im Riesenslalom bei den Punkterennen des
Deutschen Skiverbandes in Grasgehren im Allgäu freuen. Am Sonntag legte sie nochmal mit zwei Siegen nach.
Zwei Schönecker Talente überzeugten am Wochenende auch in
Oberwiesenthal beim Kids Cross im
Riesenslalom der Altersklasse U 12.
Liese Volkmer belegte Platz 3 und 4,
Michel Seifert wurde 5. und 7. (fp)
FOTO: PRIVAT
Bezirksklasse endete für die Keglerinnen des TSV Oelsnitz mit einer
Niederlage. Sie verloren in Johanngeorgenstadt 1975:2038. Für Oelsnitz spielten Elke Maul 363 Holz,
Lea Hertel 363, Jana Krannich 403,
Kerstin Pötzsch 400 und Heike
Degen 446. Der SKV Auerbach
gewann sein letztes Heimspiel
gegen Lichtentanne 1988:1858, der
KSV Plauen verlor sein Heimspiel
gegen den Kirchberger KV. Kirchberg erzielte mit 2173 Kegeln Mannschaftsbahnrekord, Plauen kam auf
2052.
Dämpfer für den
SV Muldenhammer
Alpine-Ass
feiert gleich
fünf Siege
Mit drei Kreismeistertiteln und zwei zweiten
Plätzen waren die Nachwuchskegler der
SG Neptun Markneukirchen der erfolgreichste
Verein beim Endlauf der Kreismeisterschaften
der Jugend in Neundorf. Die fünf Starter des Vereines bestätigten damit ihre guten Ergebnisse
aus dem Vorlauf in Elsterberg. In der Altersklasse U 10 wurde Jeremy-Lee Barth als jüngster
Kegler mit 643 Punkten Kreiseinzelmeister. In
der Altersklasse U 14 sicherte sich Naomi Zückmantel mit 684 Punkten vor ihrer Mannschaftskameradin Laura Stark mit 640 den Titel. Ebenfalls siegreich war Carolin Künzel in der Altersklasse U 18. Sie überzeugte mit 951 Punkten.
Seine ersten beiden Wettkämpfe bestritt Fabian
Knüpfer in der Altersklasse U 14. Mit 468 Punkten wurde er mit dem zweiten Platz belohnt.
Alle Starter haben sich damit für den Qualifika-
tionslauf zur Bezirkseinzelmeisterschaft qualifiziert. Florian Schreckenbach vom KC Gut Holz
Adorf gewann den Titel in der U 18 der Jungen.
Im Bild alle neuen Kreismeister: von links Philipp Becker (SG Grün-Weiß Mehltheuer, U 14),
Florian Schreckenbach (KC Gut Holz Adorf,
U 18), Jeremy-Lee Barth (U 10), Carolin Künzel
(U 18) und Naomi Zückmantel (alle SG Neptun
Markneukirchen, U 14). (anem) FOTO: OLIVER ORGS
HV 90 macht es Tabellenführer zu leicht
Die obervogtländischen
Handballer sind am Wochenende leer ausgegangen. Besonders überraschend kam die Markneukirchener Niederlage bei
Oberlosa IV.
1. Bezirksklasse Männer: HSG
Freiberg III - TSV Oelsnitz 31:27
(11:13). Wieder einmal sind die
Oelsnitzer ohne einen Punktgewinn
heimgekehrt. Dabei hatten sie sich
in Freiberg zunächst gute Chancen
ausgerechnet, ihre Auswärtsschwäche abzulegen. Der Start verlief auch
furios. Der TSV bestimmte das Spiel
und lag sogar 8:2 in Führung. So
nahm die Heimmannschaft schon
nach elf Minuten ihre Auszeit, um
sich zu sammeln. Danach fanden
die Freiberger besser ins Spiel. Sie
verkürzten Tor um Tor. Doch die
Oelsnitzer schafften es noch mit
einen kleinen Vorsprung von zwei
Toren in die Pause. Nach dem Seitenwechsel lieferten sich beide
zunächst ein Spiel auf Augenhöhe.
Keine Mannschaft konnte sich
absetzen, die Führung wechselte hin
und her. Doch mit fortlaufender
Spieldauer ließ bei den Oelsnitzern
die Kraft nach. Auf Grund seines
kleinen Kaders hatte der TSV auch
keine Chance, frische Kräfte zu bringen. Dagegen konnte die Heimmannschaft auf 14 Spieler zurückgreifen. Somit war sie in der Schlussphase oft den entscheidenden
Schritt schneller und konnte einen
Heimsieg feiern. Für die Sperken
steht nach zwei verlorenen Auswärtsspielen am Sonntag wieder ein
Heimspiel an. Dort möchten sie versuchen, mit einem Sieg ihren Platz
im oberen Mittelfeld zu halten. (ixs)
richtige Einstellung. Er stand nicht
als Mannschaft auf dem Feld, sondern versuchte, mit Einzelaktionen
zum Erfolg zu kommen. Damit
machte er es dem Tabellenführer
viel zu leicht. Der nutzte die Unzulänglichkeiten konsequent aus.
Nach ausgeglichenem Start setzte
sich Weißenborn vom 4:3 (5. Minute) aufgrund einer Zeitstrafe für den
HV 90 auf 9:4 (10.) ab. Beim 14:6 (20.)
schien der HV 90 einem Debakel
entgegenzusteuern. Er konnte sich
OELSNITZ: Seidel – Grünwald (10), Heyne (3),
P. Bechler (6/3), Weidenmüller (1), Stache,
F. Bechler (6/2), Görnitz, Rauh (1). Schiedsrichter: Riedel/Krämer (Penig). Strafwürfe:
Freiberg 5/4 verwandelt, Oelsnitz 6/5. Strafzeiten: Freiberg 8 Minuten, Oelsnitz 12.
2. Bezirksklasse Männer: HV 90
Klingenthal - SV Rotation Weißenborn II 25:29 (12:19). Klingenthal musste zwar durch Verletzung
und Krankheit auf einige Akteure
verzichten, dennoch war in der Partie gegen den Tabellenführer mehr
drin. Der Gastgeber zeigte zwei
gänzlich unterschiedliche Halbzeiten. Die erste Hälfte dominierte klar
der SV Weißenborn. Dabei zeigte der
HV 90 eine schlechte Leistung und
produzierte Fehler am Fließband.
Dem Klingenthaler Spiel fehlte die
Immer wieder hatten die Klingenthaler Pech im Abschluss. Hier trifft
Lars Pöhland nur das Gebälk des
Tores.
FOTO: HARALD SULSKI
aber gegen Ende der ersten Hälfte
steigern, ohne jedoch entscheidend
heranzukommen. Nach dem Seitenwechsel und einem Appell an die
Moral der Mannschaft zeigte der
HV 90 ein gänzlich anderes Gesicht.
Er trat dem Tabellenführer mit
Kampf und Leidenschaft entgegen.
Mit druckvollem Kombinationsspiel und einer deutlich besseren
Defensivleistung kam Klingenthal
binnen zehn Minuten auf drei Treffer heran. Das spielerische Übergewicht lag nun deutlich beim Gastgeber. Allerdings machte er daraus zu
wenig und kam nicht weiter heran.
Klingenthal nutzte die zahlreichen
klaren Einwurfmöglichkeiten nicht
konsequent, scheiterte immer wieder am Pfosten oder am Gästekeeper.
So blieb es bei einer Vier-Tore-Führung der Gäste. Dennoch blieb es
spannend. Erst als Klingenthal beim
23:26 (55.) weitere klare Möglichkeiten ungenutzt ließ und das vom SV
Rotation im Gegenzug umgehend
bestraft wurde, war die Partie zugunsten des Tabellenführers entschieden. (hvk)
KLINGENTHAL: Lemoine, Glaß (3), Arndt (3),
Ludwig (6), Reißmann (4), Hammer (2), Pöhland (2), Lehmann (4), Hennig (1), Unterdörfer,
Joost. Strafwürfe: Klingenthal ohne, Weißenborn 4/keinen verwandelt. Strafzeiten: Klingenthal 4 Minuten, Weißenborn 2.
Kreisliga Vogtland: SV Oberlosa IV - SG Neptun Markneukirchen 28:17 (12:8). Eine herbe
Schlappe mussten die Markneukirchener in Plauen einstecken. Neptun büßt dadurch die Tabellenführung ein und ist nun Zweiter hinter
Mylau/Reichenbach. Die nicht in
Bestbesetzung angetretenen Obervogtländer konnten das Spiel bis
zum 4:4 (9.) offen halten. Danach
erzielten sie allerdings zehn Minuten lang keinen Treffer mehr und
fielen zurück. Neptun war im
Abschluss zu unkonzentriert oder
scheiterte am gut aufgelegten Oberlosaer Torhüter. Die Hausherren
spielten gefälliger und führten zur
Halbzeit 12:8. Nach dem Seitenwechsel gab es ein kurzes Aufbäumen der Gäste. Vor allem Krüger,
diesmal nicht als Torhüter sondern
als Feldspieler eingesetzt, konnte
einige Akzente aus dem Rückraum
setzen. Doch kam Neptun Oberlosa
nicht näher. Fehlabspiele, technische Fehler und überhastete
Abschlüsse brachten Oberlosa
schnellen Ballbesitz und leichte
Kontertore. So wuchs der Rückstand
ständig an. (jowe)
MARKNEUKIRCHEN: Riedel - Denschel (1),
Wunderlich (1), Zenker, Pöhlmann, Pilz (1),
Uebel, Lauterbach (7/1), Thiele, Müller, Krüger (7).
Meisterschafts-Enttäuschung schnell abgehakt
Richtig gut lief es für die
Nordisch Kombinierten
und Skispringer des VSC
Klingenthal beim Sachsenpokal-Wettkampf in Geyer.
16 Medaillen brachten sie
mit nach Hause.
VON PETER JANKA
GEYER/OBERWIESENTHAL — Klappte
es bei den Sachsenmeisterschaften
vor Wochenfrist in Oberwiesenthal
bei den Nachwuchssportlern des
VSC noch nicht mit dem erhofften
Titel, so war die Stimmungslage
jetzt nach den beiden Wettkampftagen in Geyer deutlich besser. Dreimal Gold, siebenmal Silber und
sechsmal Bronze lautete die Ausbeute. Neben den Altersklassen 8 bis 12
und einer offenen Klasse gab es dies-
mal auch Wettkämpfe für die jüngsten Anfänger auf einer Vier-MeterSchanze. „Jetzt folgt nur noch das
Pokalfinale in Augustusburg. Das
wird ein Vielseitigkeitswettkampf
mit Langlaufskiern auf einem alpinen Hang“, erklärt Trainer Bernd
Glaß. Der lobt natürlich Doppelsieger Nick Schönfeld, aber auch Max
Kölling. „Max ist geschwächt nach
Geyer gefahren, war unter der Woche krank und hat sich mit großer
Konzentration noch auf das Podest
gerettet.“ Glaß hofft, dass der Elfjährige bis zum Deutschen Schülercup
am 21. und 22. Februar in Johanngeorgenstadt wieder gänzlich fit ist.
ERGEBNISSE Sachsenpokal: Spezialspringen: Anfänger: 4. Finn Paschold. Schüler 8:
2. Matyas Rypl, 3. Eddi Kölling. Schüler 9:
4. Johann Unger, 5. Leandro Seifert. Schüler
10: 3. Luca Laukner, 5. Luis Laukner, 6. Robin
Wagner. Schüler 11: 1. Nick Schönfeld, 8. Ken
Alex Sicker, 9. Justin Brunner. Schüler 12:
3. Max Kölling. offene Klasse: 2. Alexandra
Seifert. Nordische Kombination: Anfänger:
3. Finn Paschold. Schüler 8: 2. Eddi Kölling,
3. Matyas Rypl. Schüler 9: 2. Johann Unger.
Schüler 10: 2. Luis Laukner, 3. Luka Laukner,
4. Robin Wagner. Schüler 11: 1. Nick Schönfeld,
4. Justin Brunner, 5. Ken Alex Sicker. Schüler
12: 2. Max Kölling. offene Klasse: 1. Alexandra
Seifert.
Sachsenmeisterschaften: Nordische Kombination: Schüler 8: 3. Eddi Kölling, 4. Matyas
Rypl. Schüler 9: 2. Johann Unger, 4. Leandro
Seifert. Schüler 10: 3. Luis Laukner, 4. Luca
Laukner, 6. Robin Wagner. Schüler 11: 2. Nick
Schönfeld, 4. Justin Brunner, 6. Ken Alex Sicker. Spezialspringen: 1. Sprunglauf: 3. Eddi
Kölling, 8. Matyas Rypl. Schüler 9: 5. Leandro
Seifert, 6. Johann Unger. Schüler 10: 3. Robin
Wagner, 6. Luis Laukner, 7. Luca Laukner.
Schüler 11: 3. Nick Schönfeld, 7. Justin Brunner, Ken Alex Sicker. 2. Sprunglauf: Schüler 8:
6. Eddi Kölling, 8. Matyas Rypl. Schüler 9:
4. Johann Unger, 7. Leandro Seifert. Schüler
10: 4. Luis Laukner, 6. Luca Laukner. Schüler
11: 4. Nick Schönfeld, 9. Ken Alex Sicker, 11. Justin Brunner.
Die beim Sachsenpokalwettkampf in Geyer erfolgreichen Klingenthaler: von
links Matyas Rypl, Justin Brunner, Finn Paschold, Luis Laukner, Max Kölling,
Nick Schönfeld, Eddi Kölling, Alexandra Seifert, Ken Alex Sicker, Luca Laukner
und Robin Wagner.
FOTO: BERND GLAß
SPORT
Dienstag, 10. Februar 2015
Freie Presse
Tischtennis-Star Ovtcharov: Bester in Europa ist nicht genug
SKI ALPIN
Weltmeisterschaft
DEL2
in Beaver Creek/USA:
Herren, Super-Kombination: 1. Hirscher
(Österreich) 2:36,10 min (Abfahrt 1:46,17
min/Slalom 49,93 s); 2. Jansrud (Norwegen)
2:36,29 (1:43,01/53,28); 3. Ligety (USA)
2:36,40 (1:46,04/50,36); 4. Baumann (Österreich) 2:36,48 (1:43,70/52,78); 5. Pinturault (Frankreich) 2:36,51 (1:45,65/50,86);
6. Janka (Schweiz) 2:36,80 (1:44,18/52,62);
7. Romar (Finnland) 2:36,93 (1:44,96/
51,97); 8. Kilde (Norwegen) 2:36,96
(1:44,53/52,43); 9. Mermillod Blondin
(Frankreich) 2:36,99 (1:44,89/52,10); 10.
Paris (Italien) 2:37,13 (1:44,75/52,38); 23.
Sander (Ennepetal) 2:39,29 (1:44,28/55,01);
25.
Ferstl
(Hammer)
2:39,55
(1:45,21/54,34).
45. Spieltag: Kassel Huskies - Rote Teufel Bad
Nauheim 2:5 (0:1, 2:2, 0:2), ESV Kaufbeuren SC Riessersee 4:5 n. V. (2:1, 1:2, 1:1), EV
Landshut - Heilbronner Falken 7:2 (3:1, 2:1,
2:0), Starbulls Rosenheim - Löwen Frankfurt
5:2 (3:1, 1:0, 1:1), Lausitzer Füchse - Ravensburg Towerstars 4:3 (1:1, 1:1, 2:1), Pinguins
Bremerhaven - Dresdner Eislöwen 6:5 n. P.
(2:1, 1:4, 2:0), Eispiraten Crimmitschau - Bietigheim Steelers 4:6 (1:2, 3:2, 0:2).
46. Spieltag: Bietigheim - Rosenheim 4:5 n. P.
(2:0, 0:4, 2:0), Landshut - Bremerhaven 6:4
(0:2, 2:1, 4:1), Riessersee - Lausitzer Füchse
3:2 (2:1, 0:0, 1:1), Bad Nauheim - Crimmitschau 6:5 n. V. (2:1, 1:2, 2:2), Frankfurt Kaufbeuren 7:2 (1:0, 3:1, 3:1), Heilbronn Kassel 1:7 (0:3, 1:3, 0:1), Ravensburg - Dresden 5:2 (2:1, 3:0, 0:1).
1. Bietigheim Steelers 46 198: 126 106
2. Kassel Huskies
46 168: 120 83
3. Ravensburg
46 164: 156 80
4. Bremerhaven
44 150: 131 78
5. Löwen Frankfurt
45 180: 134 77
6. Rosenheim
46 139: 128 74
7. EV Landshut
46 158: 150 72
8. Lausitzer Füchse
45 167: 159 71
9. SC Riessersee
46 139: 125 70
10. Bad Nauheim
46 151: 155 69
11. Dresdner Eislöwen 46 157: 167 69
12. Crimmitschau
46 161: 172 56
13. Heilbronner Falken 46 107: 202 30
14. ESV Kaufbeuren
46 108: 222 25
BASKETBALL
2. Bundesliga Pro A
Männer, 21. Spieltag: Cuxhaven BasCats - BIG
Gotha 81:80 (42:39), Science City Jena - BV
Chemnitz 94:74 (46:45), Baunach - SC Rasta
Vechta 66:48 (29:29), Kirchheim - Paderborn
Baskets 76:83 (31:43), Nürnberger BC - ETB
Baskets Essen 81:76 (29:36), Gießen - Giants
Leverkusen 79:69 (37:35), Würzburg Baskets
- USC Heidelberg 88:73 (45:32), Ehingen Hamburg Towers 73:81 (32:42).
1. Würzburg Baskets 21 1818:1512 38
2. Gießen
21 1607:1446 30
3. Nürnberger BC
21 1796:1565 30
4. BIG Gotha
21 1594:1478 26
5. USC Heidelberg
21 1641:1655 26
6. Hamburg Towers 21 1631:1658 24
7. Baskets Essen
21 1590:1545 24
8. Science City Jena 21 1751:1701 22
9. FC Baunach
21 1716:1659 18
10. SC Rasta Vechta
21 1555:1609 18
11. VfL Kirchheim
21 1732:1813 18
12. Paderborn
21 1535:1619 16
13. BV Chemnitz
21 1531:1670 16
14. Giants Leverkusen 21 1517:1610 12
15. Cuxhaven BasCats 21 1432:1738 10
16. Erdgas Ehingen
21 1461:1629 8
HOCKEY
Regionalliga Ost
Herren: Berliner SV – SSC Jena 5:4.
Der eigene Kontinent reicht Dimitrij Ovtcharov
(Foto) nicht. Der Tischtennis-Europameister bestätigte mit seinem Sieg beim Europa-Top-16Cup zwar seine Vormachtstellung. Der 26 Jahre
alte Hamelner blickte aber bereits kurz nach
dem Finale, das am Sonntagabend erst gegen 23
Uhr Ortszeit in Baku endete, über die Erdteil-
Grenzen hinaus. „Mein Ziel ist es, näher an die
Chinesen heranzurücken. Ich möchte bald auch
wieder Medaillen bei den wichtigen Turnieren
außerhalb Europas gewinnen“, erklärte der
Olympia-Dritte von 2012. Hinter ihm lag ein
„extrem anstrengender Wettkampftag mit zwei
unglaublich kräfteraubenden Spielen“, wie er
die 4:3-Siege gegen den Griechen Panagiotis
Gionis und den Portugiesen Marcos Freitas beschrieb. Die Tischtennisfans in Sachsen wird es
freuen. Denn der Europameister wird vom 6. bis
8. März in der Chemnitz-Arena zu den deutschen Meisterschaften aufschlagen.
FOTO: BARBARA WALTON/DPA
2. Regionalliga
Männer: BV Chemnitz II - Regnitztal 72:90
(34:44), Jena II - TTL Bamberg 99:67
(55:39), Würzburg II - Gotha II 77:72 (36:41),
Stauf - BC Zwickau 69:82 (30:38), Dresden Titans II - Rattelsdorf 100:81 (41:46), Leipzig
Eagles - BBC Coburg 53:117 (28:51).
1. BC Zwickau
16 1529:1156 32
2. BBC Coburg
16 1269: 899 28
3. Regnitztal
16 1174:1091 20
4. Rockets Gotha II
16 1288:1278 20
5. TG Würzburg II
16 1210:1113 18
6. City Jena II
15 1155:1065 16
7. BV Chemnitz II
16 1125:1203 14
8. SV Stauf
16 1169:1264 12
9. Dresden Titans II 16 1124:1284 10
10. TTL Bamberg
16 1047:1131 10
11. Leipzig Eagles
15 882:1244 5
12. Rattelsdorf
16 1138:1382 4
Oberliga
Männer: ATSV Freiberg - USC Leipzig II 48:83,
Plauen - BC Dresden 68:81, Lok Dresden Wurzen 68:56, BBC Ottendorf-Okrilla- Zittau
63:50, SG Adelsberg - SVA Leipzig 76:54.
Frauen: Leipzig Lakers - Chem-Cats III 87:52,
BC Zwickau - TU Dresden II 122:51, Jena II Chem-Cats II 58:69, BBV Leipzig Eagles - BC
Dresden 77:48.
Landesliga
Männer: MSV Bautzen - Leipzig Lakers 81:93,
BC Dresden III - Sörnewitz 60:52, Adelsberg II
- BC Dresden II 62:45, SSV Chemnitz - Dresden Titans III 91:57, BV Chemnitz III - HSG
Mittweida 49:65.
Frauen: ATSV Freiberg - TU Dresden III 49:53,
Zittau - Plauen Homesquad 76:20, Leipzig Lakers - Markkleeberg 26:50.
Bezirksliga
Frauen: Dittersbach - SSV Chemnitz 64:90,
ATSV Freiberg - Meerane 66:74, Limbach - BV
Lichtenstein 128:41, SSV Lichtenstein - Zwickau 67:56, Lok Chemnitz - Limbach II 87:64.
Rollstuhlbasketball
Bundesliga: Jena - RSV Lahn-Dill 25:82
(12:41), Trier - Köln 66:63 (34:41), Roll. Devils - Zwickau 62:73 (31:39), Bulls St. Vith Skywheelers 75:68 (36:38), Oettinger RSB Hamburg 75:68 (38:22).
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
RSV Lahn-Dill
Oettinger RSB
Rollis Zwickau
Hamburg
Dolphins Trier
FCK Roll. Devils
Skywheelers
Bulls St.Vith
Köln
Jena Caputs
1191: 706
1213: 822
1085: 874
1110: 949
1063: 965
941: 1032
887: 1043
930: 1182
845: 1065
593: 1220
28: 4
28: 4
24: 8
20:12
20:12
12:20
12:20
10:22
6:26
0:32
TENNIS
HANDBALL
2. Bundesliga
Männer: Dormagen - Henstedt-Ulzburg 20:19
(9:10), Baunatal - DHfK Leipzig 16:27 (7:13),
Essen - Eisenach 32:31 (18:13).
1. DHfK Leipzig
652:542 37: 7
2. TV Bittenfeld
608:517 33: 9
3. DJK Rimpar
530:490 33: 9
4. HSC Coburg
597:542 30:12
5. HSG Nordhorn-Lingen 541:504 29:13
6. ThSV Eisenach
666:583 27:17
7. TV Großwallstadt
561:520 26:16
8. ASV Hamm-Westfalen 615:590 26:16
9. VfL Bad Schwartau
548:530 23:19
10. EHV Aue
546:524 22:20
11. TV Neuhausen/Erms 552:538 19:23
12. TV Emsdetten
596:620 17:25
13. HC Empor Rostock
572:609 17:25
14. HG Saarlouis
556:610 16:26
15. TuSEM Essen
526:573 15:29
16. SV Henstedt-Ulzburg 561:613 15:29
17. Bayer Dormagen
569:633 15:29
18. Eintracht Hildesheim 524:592 13:29
19. TV Hüttenberg
506:567 8:34
20. Eintracht Baunatal
518:647 5:39
Frauen: Travemünde - Halle-Neustadt 24:34
(13:16), Zwickau - Allensbach 28:17 (16:7),
Bensheim/A. - Herrenberg 24:23 (12:10), Neckarsulm - Rödertal 24:33 (12:21), TV Nellingen - Haunstetten 32:20 (14:12), TV Beyeröhde - Mainz 34:24 (17:6), Dortmund - Rosengarten-Buchholz 27:25 (12:13).
1. Borussia Dortmund
493:402 28: 6
2. SGH Rosengarten-B. 493:419 27: 7
3. SU Neckarsulm
528:476 25:11
4. Sachsen Zwickau
447:424 24:10
5. HSG Bensheim/A.
440:424 23:11
6. TV Nellingen
471:437 22:12
7. Union Halle-Neustadt 475:462 20:14
8. SG Herrenberg
420:420 14:20
9. HC Rödertal
429:443 13:21
10. TV Beyeröhde
469:484 13:21
11. FSV Mainz
450:472 13:21
12. TSV Haunstetten
390:454 11:23
13. SV Allensbach
414:508 4:30
14. TSV Travemünde
384:478 3:33
3. Liga Ost
Frauen: Hahlen - Salzland 17:29 (11:14),
Kirchhof - Union Halle 31:23 (15:10), HSG
Hannover-West - Marienberg 30:28 (16:14),
Blomberg-Lippe II - Bad Salzuflen 25:26
(11:14), Osterode-Harz - Minden-Nord 22:26
(11:14), Fritzlar - Rohrsen 17:17 (7:9).
1. SG Kirchhof
491:393 30: 4
2. Germania Fritzlar
463:382 28: 8
3. HSV Marienberg
512:437 25:11
4. HC Salzland
450:412 23:13
5. HaSpo Bayreuth
425:411 21:13
6. SC Bad Salzuflen
430:453 18:16
7. HSG Blomberg-Lippe II 472:462 17:17
8. HC Leipzig II
445:435 15:17
9. HSG Union Halle
439:444 13:23
10. HSG Hannover-West
481:506 12:22
11. HSG Osterode-Harz
440:505 12:22
12. MTV Rohrsen
396:459 10:24
13. HSV Minden-Nord
429:477 9:25
14. TSV Hahlen
425:522 9:27
Sachsenliga
Landesmeisterschaft
Senioren in Leipzig:
AK 60, Herren: 1. Peter Kruber FCE Aue, 3.
Jürgen Kodantke (Döbeln).
Männer: Cunewalde - Weinböhla 37:28, Pirna
Dresden II - TSV Radeburg 23:32, Hoyerswerda - Kamenz 23:30, Delitzsch - LVB Leipzig II
27:23, Neudorf/Döbeln - SV Plauen-Oberlosa
29:22, Görlitz - SG Leipzig/Zwenkau 27:22.
KEGELN
1. SV Plauen-Oberlosa
428: 341 26: 4
2. TSV Radeburg
431: 401 21: 9
3. NHV Delitzsch
418: 373 20:10
4. LHV Hoyerswerda
450: 381 19:11
5. SV Koweg Görlitz
416: 406 17:13
6. SG LVB Leipzig II
415: 409 16:14
7. HVH Kamenz
423: 432 14:16
8. SG Leipzig/Zwenkau 360: 379 13:17
9. HSG Neudorf/Döbeln 379: 411 11:17
10. HV Cunewalde
372: 402 9:19
11. HSV Pirna Dresden II 390: 468 6:24
12. HSV Weinböhla
399: 478 6:24
Frauen: Sachsen Zwickau II - HC Leipzig III
34:32, SG Pirna/Heidenau - Chemie Zwickau
28:28, HSG Neudorf/Döbeln - Plauen-Oberlosa 24:18, HSV Mölkau - Riesa/Oschatz 26:30.
1. Sachsen Zwickau II
508: 348 30: 0
2. SV Plauen-Oberlosa
452: 381 23: 7
3. HSG Neudorf/Döbeln 406: 394 20:10
4. VfL Waldheim
370: 357 17:11
5. HSG Riesa/Oschatz
401: 377 17:13
6. SV Schneeberg
362: 368 14:14
7. SG Pirna/Heidenau
424: 401 14:16
8. SV Chemie Zwickau
406: 449 11:19
9. USV TU Dresden
286: 344 10:16
10. HC Leipzig III
310: 352 8:18
11. SG HV Chemnitz II
389: 457 6:22
12. HSV Mölkau
279: 365 2:26
Verbandsliga
Männer, Staffel West: HV Böhlen - Lok Leipzig-Mitte 31:20, SG Leipzig/Zwenkau II - Zwönitzer HSV 21:26, HSG Rückmarsdorf - HC
Glauchau/Meerane II 25:33, HSV Mölkau - Einheit Plauen II 38:22, Chemnitzer HC - EHV Aue
II 21:34, HC Annaberg-Buchholz - SV PlauenOberlosa II 20:34.
1. Zwönitzer HSV
481: 384 28: 2
2. Glauchau/Meerane II 461: 387 26: 4
3. EHV Aue II
497: 384 24: 6
4. SG Leipzig/Zwenkau II 393: 355 18:12
5. HSG Rückmarsdorf
432: 419 17:13
6. SV Plauen-Oberlosa II 400: 367 15:15
7. SV Lok Leipzig-Mitte 410: 435 14:16
8. Chemnitzer HC
384: 420 10:20
9. HC Einheit Plauen II
407: 496 9:21
10. HV Böhlen
394: 461 8:22
11. HSV Mölkau
406: 475 6:24
12. HC Annaberg-B.
376: 458 5:25
Staffel Ost: HSV Pulsnitz - TBSV Neugersdorf
38:21, HSG Riesa/Oschatz - Radebeuler HV
42:27, Koweg Görlitz II - SG Zabeltitz/Großenhain 23:27, HSG Freiberg II - VfL Waldheim
32:29, HF Hoyerswerda - ESV Dresden 29:33,
HC Elbflorenz II - SV Niederau 54:27.
1. HC Elbflorenz II
533: 370 30: 0
2. HSG Riesa/Oschatz
492: 420 25: 5
3. HSV Pulsnitz
448: 409 19:11
4. HSG Freiberg II
499: 486 16:14
5. Zabeltitz/Großenhain 430: 450 16:14
6. TBSV Neugersdorf
396: 415 15:15
7. SV Koweg Görlitz II
416: 427 13:17
8. ESV Dresden
434: 437 12:18
9. Radebeuler HV
395: 415 12:18
10. VfL Waldheim
407: 431 10:20
11. HF Hoyerswerda
399: 482 8:22
12. SV Niederau
395: 502 4:26
Frauen, Staffel West: TSG Schkeuditz - Leipziger SV Südwest 27:31, Turbine Leipzig - SG
Raschau-Beierfeld 17:20, DHfK Leipzig - SG
Lok Wurzen 30:17, HSG Rückmarsdorf - HC
Glauchau/Meerane 21:20, Burgstädter HC BSC Victoria Naunhof 21:16.
1. HSG Rückmarsdorf
401: 298 30: 0
2. SC DHfK Leipzig
386: 349 26: 4
3. TSG Schkeuditz
382: 334 20:10
4. Leipziger SV Südwest 380: 355 18:12
5. SC Markranstädt II
392: 366 16:12
6. SG Lok Wurzen
333: 356 14:16
7. HC Glauchau/Meerane 357: 363 12:18
8. SG Raschau-Beierfeld 319: 377 11:19
9. Burgstädter HC
295: 315 10:20
10. Turbine Leipzig
316: 347 9:21
11. BSV Limbach-O.
225: 260 7:19
12. BSC Victoria Naunhof 279: 345 3:25
Staffel Ost: TSV Dresden - Radebeul 22:11,
Klotzsche - Görlitz II 25:22, Bischofswerda Neugersdorf 32:19, Meißen - Weißenb. 28:26.
1. Radeberger SV
389: 300 25: 3
2. VfB Bischofswerda
323: 250 23: 5
3. TSV Dresden
260: 250 17: 9
4. SV Weißenborn
368: 337 15:13
5. VfL Meißen
294: 282 15:13
6. HSV Weinböhla
264: 254 14:12
7. SV Dresden Mitte
236: 242 12:14
8. SV Koweg Görlitz II
294: 330 10:18
9. SG Klotzsche
254: 297 10:18
10. TBSV Neugersdorf
257: 303 7:21
11. Radebeuler HV
207: 301 2:24
Bezirksliga
Männer: TSV Mittweida - Weißenborn 27:27,
HC Fraureuth - Glauchau/Meerane III 28:20,
Lengenfeld - Zwönitzer HSV II 30:19, Rodewisch - Chemnitz-Rottluff 29:36, EHV Aue III Schneeberg 27:34, HV Oederan - Flöha 36:27.
1. SV Schneeberg
484: 390 25: 3
2. TSV Mittweida
410: 374 19: 9
3. Zwönitzer HSV II
365: 338 18:10
4. EHV Aue III
402: 411 18:10
5. VfB Lengenfeld
437: 424 15:13
6. HC Fraureuth
365: 357 14:14
7. HV Oederan
399: 392 14:14
8. SV Weißenborn
359: 339 13:15
9. Rodewisch
453: 477 13:15
10. SSV Chemnitz-Rottluff 412: 422 11:17
11. Glauchau/Meerane III 355: 386 6:22
12. VfB Flöha
376: 507 2:26
Frauen: HC Fraureuth - USG Chemnitz 29:16,
SSV Lichtenstein - Chemie Zwickau II 29:16,
HV Chemnitz III - Zwönitzer HSV 31:22, HC
Annaberg-Buchholz - SV Plauen-Oberlosa II
34:22, SG Aue - Langenhessen/C. 31:28, HV
Oederan - Marienberg II 26:27.
1. HSV Marienberg II
466: 292 28: 0
2. SG HV Chemnitz III
414: 319 22: 6
3. SSV Lichtenstein
333: 288 19: 9
4. HC Annaberg-Buchholz 355: 329 15:13
5. HSG Langenhessen/C. 359: 358 15:13
6. SV Chemie Zwickau II 311: 332 15:13
7. HV Oederan
294: 324 13:15
8. HC Fraureuth
271: 306 13:15
9. SG Nickelhütte Aue
329: 370 9:19
10. Zwönitzer HSV
321: 367 9:19
11. SV Plauen-Oberlosa II 246: 319 7:21
12. USG Chemnitz
262: 357 3:25
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Frauen, Classic 100: Seelow - Lauterbach
2565:2618, Mickten - Auma 2565:2461, Hagenwerder - Riesa 2552:2598, Cranzahl Brand-Erbisdorf 2717:2529, Erfurt - Welzow
2541:2474.
1. SSV Brand-Erbisdorf 36.627 18:10
2. SC Riesa
35.861 18:10
3. KSV Cranzahl
37.037 16:12
4. BW Lauterbach
36.645 16:12
5. SV BW Auma
36.597 14:14
6. BSG Fiskus Erfurt 36.037 14:14
7. SV Mickten Dresden 35.880 14:14
8. Borussia Welzow
35.034 14:14
9. ISG Hagenwerder
36.072 10:18
10. KSC Seelow
34.838
6:22
Männer, 120: Staffelstein - Schwabsberg 3:5,
Amberg - Lorsch 3:5, Straubing - Bamberg
2:6, Lonsee - Zwickau 4:4, Peiting - Zerbst
1:7.
1. SKV RW Zerbst
26:2
93
2. KC Schwabsberg
22:6
71
3. Victoria Bamberg
19:9
71
4. SKC Lorsch
19:9
66
5. FEB Amberg
16:12
62
6. KC Staffelstein
15:13
61
7. Aufw. Straubing
10:18
46
8. TSV Zwickau
8:22
45
9. SKC BW Peiting
6:24
36
10. EKC Lonsee
1:27
17
2. Bundesliga N/O
Männer, 120: Leitzkau - Senftenberg 3:5,
Roßlau - Schönebeck 3:5, Rudolstadt - Mehltheuer 7:1, Freiberg - spielfrei, Elsterwerda Leipzig 6:2, Zerbst - Auma 7:1.
1. SKV RW Zerbst II
32:2 100,5
2. ATSV Freiberg
24:8
89,5
3. Lok Rudolstadt
22:12
78,0
4. SV Leipzig
18:14
67,0
5. TuS Leitzkau
18:14
63,5
6. SG GW Mehltheuer
16:16
62,0
7. Blau-Weiß Auma
13:19
56,0
8. SV Senftenberg
13:19
58,5
9. Schönebeck
12:20
51,0
10. Lok Elsterwerda
12:22
61,0
11. ESV Roßlau
0:34
33,0
Frauen, 120: Holzweißig - Schafstädt 6:2,
Sangerhausen - Schönebeck 7:1, Bennewitz Sanderdorf 7:1, Kleeblatt Berlin - Dresden
6:2, Freiberg - Bautzen 6:2.
1. SV Schafstädt
22:6
71,0
2. MSV Bautzen
20:8
68,0
3. Kleeblatt Berlin
18:10
71,0
4. VfB Sangerhausen
16:12
61,0
5. KSV Bennewitz
12:16
49,0
6. Holzweißiger SV
12:16
47,0
7. Union Sandersdorf 11:17
50,5
8. ATSV Freiberg
11:17
48,0
9. Dresdner SV
10:18
48,0
10. Schönebecker SV
8:20
46,5
Männer: HSG Freiberg III - Oelsnitz 31:27,
Werdau - Beierfeld 22:23, Burgstädt - Niederwiesa 29:29, Zschopau - SV Schneeberg II
27:19, Grubenlampe II - USG Chemnitz 27:28.
Frauen: Claußnitz - Flöha 16:17, Penig - Glauchau/Meerane II 14:20, Mittweida - RaschauB. II 23:16, VTB Chemnitz - Oberlungwitzer SV
16:22, HV Chemnitz IV - Thalheim 21:22, Niederfrohna - CPSV/Stahl Chemnitz 19:19.
FUSSBALL
NOFV-Hallencup
Frauen: Halbfinale: Union Berlin – BW Beelitz
0:1, FFV Leipzig – Turbine Potsdam II 3:1; um
Platz 3: Union Berlin – Turbine Potsdam II
0:3; Finale: BW Beelitz – FFV Leipzig 1:4.
Futsal Landesmeisterschaft
TISCHTENNIS
3. Bundesliga
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!jŽ? ÕÕ^ ² Ðo^ #8 oæu =²
æÐÉyËÕÉÕ¥ÊšÉ ÞÞÞ²~j‰‰Î?Ųaj
Bundesliga
Bezirksklasse
A N ZE I G E
KONTAKTE
EISHOCKEY
Damen: TSV Schwabhausen II - ESV Weil 6:4,
TSV Schwabhausen II - TV Hofstetten 6:1.
Regionalliga Süd
Herren: Döbelner SV - SR Hohenstein-E. 2:9.
Oberliga Mitte
Herren: SV Dresden-Mitte - Elektronik Gornsdorf 8:8, Zeulenroda - Wernigerode 3:9.
Sachsenliga
Herren: Elbe Dresden - SG Lückersdorf-Gelenau 6:9, Lok Zwickau - TTV Burgstädt 5:10, SV
Dresden-Mitte II - Lückersdorf-Gelenau 5:10,
ABS Aue - BSC Freiberg 3:12.
Damen: Elbe Dresden II - TTC Großpösna 0:8,
TTC Neukirch - TTC Großpösna 7:7, Döbelner
SV - TTV Hohndorf 6:8, TSV Falkenau - Lok
Zwickau II 7:7, TTC Neukirch - TTC Holzhausen
0:8, TSV Falkenau - TTV Hohndorf 8:5, Döbelner SV - Lok Zwickau II 8:3.
Landesliga
Herren: TTV Wurzen - TSV Penig 9:6, Leutzscher Füchse IV - TTC Annaberg 4:11, TTC
Großpösna - Brandiser TTC 7:9, TSV Pobershau - VfB Lengenfeld 5:10, Fortuna Grumbach
- SR Hohenstein-E. II 4:11, TTC Großpösna TTC Annaberg 7:9.
Damen: Rot. Süd Leipzig - SV Hirschstein 3:8,
Aufbau Chemnitz - Leutzscher Füchse III 1:8,
TSG Markkleeberg - TTV Hohndorf II 2:8, TTC
Großpösna II - SV Hirschstein 2:8, TTC Großpösna II - TTV Hohndorf II 0:8.
1. Bezirksliga
Herren/Chemnitz: TTC Lugau - SR Hohenstein-E. III 4:11, TTV Hohndorf - TTV Schwarzenberg II 7:9, Rapid Chemnitz - SV Muldenhammer 10:5. Dresden: TSV Falkenau - TTV
Dresden 7:9.
Bezirksliga Damen: Rapid Chemnitz IV Handwerk Tannenberg 3:11, SV Adorf - ESV
Eibenstock 4:10, SpVgg Heinsdorfergrund Tanne Thalheim II 4:10.
Mitteldeutsche Meisterschaft
Einzel: Damen: 1. Huomg (Leutzsch), 2. Neumann (Pirna), 3. Lasch (Rapid Chemnitz).
Herren: 1. Schreyer (Post Mühlhausen), 2.
Hoffmann (Holzhausen), 3. Engert (Bautzen).
Herren, Gr. A: Dresden Striesen – Intern. Leipzig 4:0, Gelb-Weiß Görlitz – Dresden Striesen
0:0, Intern. Leipzig – Gelb-Weiß Görlitz 2:3.
1. Dresden Striesen
2
4: 0
4
2. Gelb-Weiß Görlitz
2
3: 2
4
3. Intern. Leipzig
2
2: 7
0
Gr. B: Oberlungwitzer SV – Post Chemnitz 1:1,
SV Neuelbau – Oberlungwitzer SV 2:0, Post
Chemnitz – SV Neuelbau 0:0.
1. SV Neuelbau
2
2: 0
4
2. Post Chemnitz
2
1: 1
2
3. Oberlungwitzer SV
2
1: 3
1
Halbfinale: Dresden Striesen – Post Chemnitz
3:4, SV Neuelbau – Gelb-Weiß Görlitz 2:4; um
Platz 5: International Leipzig – Oberlungwitzer SV 4:2; Platz 3: Dresden Striesen – SV
Neuelbau 6:2; Finale: Post Chemnitz – GelbWeiß Görlitz 2:3.
Landesliga: B-Junioren: Fort. Chemnitz –
Dresden Striesen 3:2.
WASSERBALL
Bundesliga
Männer: SV Krefeld - Leimen/Mannheim
30:4, Weiden - Neustadt 11:11.
1. SC Neustadt
99: 58 14: 2
2. OSC Potsdam
118: 75 13: 3
3. SV Krefeld
122: 68 13: 5
4. SVV Plauen
101: 65 13: 5
5. SC Wedding Berlin
70: 74 6:10
6. SV Weiden
87: 95 5:13
7. Spvg. Laatzen
70: 130 4:14
8. Leimen/Mannheim
41: 143 0:16
VOLLEYBALL
2. Bundesliga Süd
Frauen: Lok Engelsdorf - TG Bad Soden 3:1,
Sonthofen - MTV Stuttgart II 3:0, Erfurt Grimma 2:3, Offenburg - Chemnitz 3:2, Holz Vilsbiburg II 0:3, Lohhof - Straubing 0:3.
1. FTSV Straubing
17
51: 8 49
2. Sonthofen
17
47:20 41
3. Vilsbiburg II
18
42:26 37
4. SV Lohhof
16
35:24 31
5. VV Grimma
17
36:32 27
6. VCO Dresden
16
31:31 24
7. SWE Erfurt
17
31:34 23
8. MTV Stuttgart II
17
28:33 23
9. TG Bad Soden
18
30:42 18
10. TV Holz
16
21:34 18
11. Lok Engelsdorf
18
24:46 16
12. VC Offenburg
17
23:43 14
13. Volleys Chemnitz
18
23:49 12
3. Liga Ost
Männer: TSV Zschopau - Mühldorf 3:2, Freising - Niederviehbach 3:1, Hammelburg Marktredwitz 3:1, Friedberg - Neumarkt 3:2,
Kempfenhausen - Gotha 1:3.
1. TV Hammelburg
13
38:12 34
2. ASV Neumarkt
13
36:18 31
3. VC Gotha
14
32:21 27
4. VGF Marktredwitz
15
34:27 27
5. TSV Niederviehbach 15
30:25 25
6. TSV Friedberg
15
31:28 25
7. MTV München
14
29:29 21
8. TSV Zschopau
15
29:33 20
9. SC Freising
14
25:30 17
10. TSV Mühldorf
14
16:40
7
11. VCO Kempfenhausen 16
9:46
3
Regionalliga Ost
Männer: SV Reudnitz - VSV Jena 0:3, VSV
Oelsnitz - Ohrdrufer SV 3:0, VC Dresden II TSG Markkleeberg 3:0, TU Dresden - L.E. Volleys II 3:0, Chemnitz-Harthau - Altenburg 1:3.
1. VC Dresden II
14 42:12 40
2. VSV Oelsnitz
14 37:16 34
3. VC Altenburg
14 31:18 29
4. USV TU Dresden
14 31:21 26
5. SV Reudnitz
14 27:24 22
6. 1. VSV Jena
14 27:26 20
7. TSG Markkleeberg
14 21:35 14
8. L.E. Volleys II
14 20:36 11
9. SV Chemnitz-Harthau 14 15:38
7
10. Ohrdrufer SV
14 13:3 8
7
Frauen: SWE Volley Team II - SSV Lichtenstein
3:2, Dresdner SC II - L.E. Volleys 0:3, Chemnitzer PSV II - SV Einheit Borna 3:0.
1. L.E. Volleys
16 48: 9 46
2. SWE Volley Team II
16 40:18 37
3. Dresdner SCII
16 33:24 30
4. Chemnitzer PSV II
15 34:23 28
5. VV Meiningen
15 32:28 25
6. HSV Weimar
15 27:26 24
7. TSV Leipzig
15 25:29 20
8. SV Einheit Borna
15 27:33 20
9. Fort. Lichtenstein
15 26:34 17
10. VC Gotha
15 21:40 11
11. Volley J. Thüringen
14 17:37 10
12. VCO Dresden II
15
3:42
5
Sachsenliga
Männer: MSV Bautzen - TU Dresden II 1:3, VC
Dresden III 3:2, SSV St. Egidien - BW Hoyerswerda 2:3, - TSV Leipzig 3:2,Bad Düben - Post
SV Dresden 3:2, - Dresdner SC 3:0.
Frauen: Dresdner SSV II - Mickten 3:1, - Limbach-Oberfrohna 3:1.
Sachsenklasse West
Männer: SV Plauen-Oberlosa - SV Schneeberg
1:3, Einheit Borna 3:1, SV Textima Süd - GSVE
Delitzsch II 3:1, - L.E. Volleys III 3:0, SV Chemnitz-Harthau II - Krostitzer SV 3:1, - Union Milkau 3:1.
Bezirksliga
Männer: SG Mauersberg - TSV Zschopau II
3:0, - SSV Lichtenstein 3:2, Hormersdorf - SV
Chemnitz-Harthau III 3:2, - BSV LimbachOberfrohna 1:3.
SPORT
Freie Presse
Dienstag, 10. Februar 2015
Hirscher furios
zum WM-Titel
NACHRICHTEN
FUSSBALL I
1860 kassiert sechste
Heimniederlage
Sein erstes WM-Gold in den USA
bescherte Marcel Hirscher neben
einem Bussi von der Freundin Anerkennung von Österreichs „Sportler
des Jahres“. „Glückwunsch“, twitterte Bayern-Star David Alaba nach
Hirschers Triumph in der Alpinen
Kombination. Gleich der erste Auftritt des 25-Jährigen bei den Titelkämpfen in Colorado endete furios:
Dank einer Aufholjagd im Slalom
fuhr Hirscher zum dritten WM-Titel seiner Karriere. Überschattet
wurde das Gold vom schweren
Sturz des Tschechen Ondrej Bank
in der Abfahrt. Hirscher war wegen
der Disqualifikation von Bank vor
dem Slalom im Ranking von Platz
31 auf 30 vorgerückt. Das bescherte
ihm im Torlauf die Möglichkeit, als
Erster auf perfekter Piste in das Rennen gehen zu dürfen. „Mit Startnummer 31 hätte ich sicher nicht
gewonnen“, befand der Sieger.
In der Alpinen Kombination der
Damen führte gestern Abend zur
Halbzeit die Slowenin Tina Maze
mit zwei Hundertstelsekunden vor
der Schweizerin Lara Gut. FOTO: DPA
MÜNCHEN — Der Heimfluch des TSV
1860 München in der 2. FußballBundesliga hält auch im neuen Jahr
an. Die „Löwen“ verloren gestern
Abend in Unterzahl gegen Aufsteiger 1. FC Heidenheim mit 1:2 (1:0)
und kassierten beim Neustart nach
der Winterpause den nächsten herben Rückschlag im Abstiegskampf.
Nach dem 13. Saisontreffer von Torjäger Rubin Okotie per Handelfmeter (29. Minute) drehten vor 15.100
Zuschauern Tim Göhlert (55.) und
Florian Niederlechner (66.) die Partie. Ilie Sanchez sah auf Münchner
Seite auch noch die Gelb-Rote Karte
(64.). 1860 schwebt nach der sechsten Heimniederlage weiter in höchster Abstiegsgefahr. (dpa)
FUSSBALL II
Sportgericht verkürzt
Sperre für Boateng
FRANKFURT/MAIN — Das Sportgericht
des DFB hat die Sperre von BayernProfi Jérome Boateng von drei auf
zwei Spiele verkürzt und damit erstmals eine neue Regelung umgesetzt.
Mit der Entscheidung folgte das
Gericht gestern in Frankfurt/Main
der Argumentation des DFB-Kontrollausschussvorsitzenden Anton
Nachreiner. Dieser hatte mit Verweis auf eine neue Rechtslage
erklärt, dass sich bei Roten Karten
nach minderschweren Foulspielen
frühere Feldverweise des Spielers
nicht mehr strafverschärfend auswirken sollen. Boateng war wegen
unsportlichen Verhaltens als Wiederholungstäter zunächst für drei
Spiele gesperrt worden. (dpa)
FUSSBALL III
20.000-Euro-Strafe
für De Bruyne
FRANKFURT/MAIN — Kevin De Bruynes Beschimpfung eines Balljungen
(„Motherfucker“) kommt den belgischen Fußball-Nationalspieler teuer
zu stehen. Der Mittelfeldspieler vom
Bundesligisten VfL Wolfsburg muss
eine Geldstrafe in Höhe von 20.000
Euro bezahlen. Dazu verurteilte ihn
das DFB-Sportgericht gestern. Verein und Spieler akzeptierten die Bestrafung, das Urteil ist damit rechtskräftig. (dpa)
HANDBALL
Marienberg fühlt
sich benachteiligt
HANNOVER — Obwohl die Handballe-
rinnen des HSV Marienberg in der
3. Liga Ost weiter auf Bronzekurs liegen, läuft es für sie im neuen Jahr
recht holprig. Beim 28:30 bei der
HSG Hannover-Badenstedt kassierten sie die dritte Niederlage im vierten Rückrundenduell. Allerdings
war die Partie „ungewinnbar“, wie
Trainer Robert Flämmich sagte. Der
Coach haderte mit zahlreichen Entscheidungen der Schiedsrichterinnen. Während aus seiner Sicht gegen den HSV mehrfach überzogene
Zeitstrafen verhängt wurden, die in
der Roten Karte für Evelina Kalasauskaite gipfelten (45.), seien viele
Stürmerfouls der Gastgeberinnen
ungeahndet geblieben. Auch eigene
Fehler seien für die Niederlage verantwortlich gewesen. (anr)
MEDAILLEN erhofft sich heute das deutsche Team – sehen
Sie die Vorschau im Video,
wenn Sie diesen Code scannen. » www.freiepresse.de/skiwm2015
FC Erzgebirge: Suche nach den
Schuldigen läuft auf Hochtouren
Nach den Nazi-Vergleichen
seiner Fans muss der Fußball-Zweitligist bis zum
16. Februar beim DFB eine
Stellungnahme abgeben.
VON OLAF MORGENSTERN
UND THOMAS TREPTOW
AUE — Nach den Vorfällen am Freitagabend im Sachsenduell gegen RB
Leipzig (2:0) – Anhänger der Gastgeber hatten während des Spiels diskriminierende Plakate und Spruchbänder ausgerollt – läuft beim Fußball-Zweitligisten FC Erzgebirge
Aue die Suche nach den Übeltätern
auf Hochtouren. „Wir werden alles
unternehmen, um diese Zwischenfälle lückenlos aufzuklären und die
dafür Schuldigen mit aller gebotenen Härte zur Verantwortung ziehen“, teilte FCE-Präsident Helge
Leonhardt gestern mit.
Der DFB-Kontrollausschuss hatte
umgehend ein Ermittlungsverfahren gegen den Traditionsverein eingeleitet. „In diesem Rahmen müssen
wir bis zum 16. Februar, 12 Uhr,
zu den Vorfällen Stellung nehmen.
Auch vor dem Hintergrund der
laufenden Ermittlungen durch den
DFB können wir jetzt keinerlei
Zwischenstände oder Einzelheiten
nennen“, erklärte Leonhardt.
Gewalt – Klassenerhalt!“ Anhänger
von RB Leipzig wandten sich derweil mit einem offenen Brief an den
FC Erzgebirge. „Das öffentliche
Zeigen von Bannern im Block der
Heimfans, wo absurde Vergleiche
mit dem menschenverachtenden
Regime des Nationalsozialismus in
Zusammenhang mit RB Leipzig
gezogen wurden, überschreitet jegliche Grenzen, und das sehen nicht
nur wir als äußerst geschmacklos
an. Darüber hinaus handelt es sich
bei diesen Handlungen um Straftaten im Sinne des Strafgesetzbuches.
Dies verachten wir zutiefst“, heißt es
in diesem Brief, der von sechs RB-
Fanclubs unterzeichnet wurde: „Besonders schade sind diese Vorfälle
auch, da es sehr viele positive Kontakte zwischen RB-Fans und FCEAnhängern im und vor dem Stadion
gab. Es wurden zahlreiche sachliche
Gespräche mit gegenseitigem Respekt geführt.“ RB Leipzig selbst gab
auch gestern keine offizielle Stellungnahme zu den Vorfällen im Erzgebirgsstadion ab. Mäzen Dietrich
Mateschitz reagierte überraschend
gelassen auf die Anfeindungen aus
Aue gegen seine Person. Auf der
Internetseite der Schweizer Zeitung
„Blick“ wird der 70-Jährige wie folgt
zitiert: „Das interessiert mich nicht.“
Was hat der FC Erzgebirge vom DFB-Sportgericht zu erwarten?
Zum weiteren Prozedere beziehungsweise zu der Bitte um ein Interview mit Rainer Koch, dem 1. DFBVizepräsidenten für Recht und Satzungsfragen, teilte die Pressestelle
des Deutschen Fußball-Bundes (DFB)
Folgendes mit: „Während eines
schwebenden Verfahrens können wir
leider keine weiteren Auskünfte erteilen. Der DFB-Kontrollausschuss ist bei
seinem Ermittlungen an keinerlei vorgegebene Zeitschienen gebunden.
Mögliche Strafen ergeben sich aus
der Rechts- und Verfahrensordnung
des DFB, die auf www.dfb.de eingesehen werden kann. Jedes Urteil des
DFB-Sportgerichts wird automatisch
im News-Bereich von www.dfb.de
vermeldet“, hieß es in der Mitteilung
an die „Freie Presse“ weiter.
Aus dem Paragrafen 9 (Diskriminierung und ähnliche Tatbestände)
der Rechts- und Verfahrensordnung
des DFB geht hervor: ... dass Vereine,
deren Anhänger die Menschenwürde
einer Person oder einer Gruppe von
Personen durch herabwürdigende,
diskriminierende oder verunglimpfende Äußerungen oder Handlungen
in Bezug auf Rasse, Hautfarbe, Sprache, Religion und Herkunft verletzen,
mit einer Geldstrafe von 18.000
bis 150.000 Euro belegt werden
können.
In schwerwiegenden Fällen, heißt
es in einem Unterpunkt des Paragrafen weiter, können zusätzliche Sanktionen, insbesondere die Austragung
eines Spiels unter Ausschluss der
Öffentlichkeit oder die Aberkennung
von Punkten ausgesprochen werden.
Dass der Fußball-Zweitligist selbst
alles unternehmen will, um die Vorfälle lückenlos aufzuklären und die
handelnden Personen zu ermitteln,
dürfte sich aber strafmildernd auswirken. Die betreffenden Personen
sind auf diversen Pressefotos recht
gut zu erkennen. Insider gehen deshalb von einer Geldstrafe im mittleren fünfstelligen Bereich aus. (fp)
Boris Becker winkt ab
Für die deutschen TennisHerren wird ein neuer
Davis-Cup-Teamchef
gesucht. Die Bosse sind
unter Zeitdruck.
RADSPORT
Burghardt bester
Deutscher in Katar
AL KHOR CORNICHE — Radprofi Mar-
cus Burghardt aus Zschopau hat gestern auf der 2. Etappe der 14. KatarRundfahrt als bester Deutscher zeitgleich mit dem Sieger Rang acht belegt. Topsprinter Marcel Kittel hatte
dagegen mit der Entscheidung
nichts zu tun. Der 26-jährige Erfurter kam weit abgeschlagen und mit
einem Rückstand von 9:18 Minuten
als 98. ins Ziel. Das Teilstück über
194 Kilometer von Al Wakra nach
Al Khor Corniche gewann Alexander Kristoff. Der Norweger übernahm die Gesamtführung. (dpa)
Das Fanlager der Veilchen ist
weiter gespalten. „Verrückte Welt in
Aue!“, schrieb der Fanclub „Sauberger Kommando“ gestern auf seiner
Facebook-Seite: „Da distanziert sich
ein angesehener Fanclub von Personen, die unserem geliebten FC Erzgebirge durch eine undurchdachte
Aktion geschadet haben, und dann
wird dieser Fanclub öffentlich angefeindet.“ Weiter heißt es: „Wir sollten jetzt ALLE mal einen Gang
zurückschalten und die Kirche im
Dorf lassen. Wir haben Wichtigeres
zu tun, als uns gegenseitig zu zerfleischen. Nur gemeinsam schaffen
WIR unser großes Ziel. Mit aller
(MAIN) — Deutschlands
Tennis-Funktionäre sind in der
Pflicht und auf der Suche nach
einem neuen Davis-Cup-Teamchef
stehen die Bosse auch unter Zeitdruck. Schon in einem Monat findet
das Erstrundenspiel der Herren gegen Frankreich in Frankfurt statt.
„Wir haben keine Hektik, aber auch
keine Zeit zum Trödeln“, sagte DTBVizepräsident Dirk Hordorff. Er ist
bei der Suche nach einem Nachfol-
FRANKFURT
Boris Becker will den Job als DavisCup-Teamchef nicht.
FOTO: IMAGO
ger für den vor einer Woche geschassten Carsten Arriens der entscheidende Mann, er führt für das
Präsidium die Gespräche mit den
potenziellen Kandidaten. Bis zum
Ende der Woche will Hordorff eine
Lösung gefunden haben.
Gestern musste der Vizepräsident bei seinen Bemühungen einen
Rückschlag hinnehmen. Wunschkandidat Boris Becker steht nicht
zur Verfügung. „Den Job als DavisCup-Teamchef kann ich mir im
Moment nicht vorstellen“, sagte
Becker dem „Tennismagazin“. Schon
bei den Australian Open hatte der
Trainer des Weltranglistenersten
Novak Djokovic gesagt, dass der Posten für ihn derzeit nicht infrage
komme. „Das kann ich mir beim
besten Willen auch zeitlich nicht
vorstellen. Ich habe einen Job, ein
Büro in London, eine Familie“, hatte
Becker Ende Januar erklärt.
Damit geht die Suche weiter. Ein
heißer Kandidat bleibt der Frankfurter Ex-Profi Alexander Waske. Auch
Michael Kohlmann käme infrage. Er
fungierte bislang als Co-Trainer von
Arriens und ist zudem für den Nachwuchs zuständig. Am Rande des
Fed-Cups in Stuttgart brachte sich
zudem Nicolas Kiefer ins Gespräch.
Der Ex-Profi dürfte aber wohl eher
nicht auf Hordorffs Zettel stehen,
genauso wenig wie Rainer Schüttler.
Die ehemalige Nummer fünf der
Welt hat als Turnierdirektor der
neuen ATP-Veranstaltung in Genf
genug zu tun. Ob er überhaupt auf
den heißen Stuhl des Kapitäns will,
ist zudem eine andere Frage. (dpa)
Gute Ausbeute
an Medaillen
für Junioren
bei Ski-WM
Skispringerin Henriette
Kraus aus Oberwiesenthal
holt Gold mit dem Team
ALMATY — Zum Abschluss der Junioren-/U-23-Weltmeisterschaften in
den nordischen Skidisziplinen im
kasachischen Almaty hat es aus
sächsischer Sicht einen wahren
Medaillenregen gegeben. In vier
Teamwettbewerben holten Sportler
des Bundesstützpunktes Oberwiesenthal eine Medaille. So siegte Skispringerin Henriette Kraus (Nickelhütte Aue) mit dem Damen-Team.
Henriette
Kraus
Skispringerin
FOTO: IMAGO
Gemeinsam mit Pauline Hensler
(Lauscha), Anna Rupprecht (Degenfeld) und Gianina Ernst (Oberstdorf)
platzierte sich die 16-jährige Oberwiesenthalerin vor Russland und Japan. Hinter dem norwegischen
Quartett kamen die Junioren-Skispringer um Martin Hamann (Aue)
ein. Gemeinsam mit Paul Winter
(Willingen), Sebastian Bradatsch
(Ruhla) und Andreas Wellinger
(Ruhpolding) wurde Österreich auf
Rang 3 verwiesen.
16 Sekunden Rückstand auf der
4-mal 5-km-Strecke auf Sieger Österreich bedeuteten die Silbermedaille
für die deutschen Kombinierer. Mit
sieben Sekunden Rückstand auf die
letztlich auf Rang 3 einkommenden
Norweger war das deutsche Team
um Terence Weber (Geyer), Philipp
Mauersberger (Ruhpolding), Paul
Hanf (letztere beide Bundesstützpunkt Klingenthal) sowie Jakob
Lange (Kiefersfelden) als Vierter gestartet und holte noch den zweiten
Platz. Für ein versöhnliches Finale
sorgten gestern auch die JuniorenSkilangläuferinnen. Nadine Herrmann (Bockau) und Katharina Hennig (Erzgebirge Oberwiesenthal)
führten gemeinsam mit Sofie Krehl
(Oberstdorf) und Victoria Carl
(Zella-Mehlis) das deutsche Team zu
Bronze. Über 4-mal 3,3 Kilometer
siegte Norwegen vor Russland und
dem DSV-Quartett. Im Skiathlon der
U-23-Langläuferinnen belegte Julia
Belger vom WSC Erzgebirge als beste Deutsche Platz 8. (tka)
KULTUR & SERVICE
Freie Presse
Dienstag, 10. Februar 2015
Seite A1
Fernsehen
Start auf Pro
Sieben für zwei
neue Serien mit
Superhelden.
Seite A3
Das zerplatzte System
NACHRICHTEN
AC /DC
Strahlkraft
in einem
Höhenflug
der Fantasie
Chris Slade
ersetzt Phil Rudd
MELBOURNE — Die
australischen
Hardrocker AC/DC haben ihren
Drummer Phil Rudd ersetzt, neuer
Mann ist der ehemalige ManfredMan- und Uriah-Heep-Schlagzeuger
Chris Slade (Foto). Der Engländer
hatte bereits 1990
auf „The Razors Edge“ Simon Wright
ersetzt. 1995 verließ er die Band, um
Rudd, dem Drummer der Bon-ScottÄra, Platz zu machen. Rudd war Ende 2014 wegen Drogenbesitz und
angeblicher Anstiftung zum Mord
in Neuseeland verhaftet worden: Er
steht dort vor Gericht und hat Hausarrest. Slade wird die kommende
„Rock Or Bust“-Tour trommeln. Dabei tritt die Band auch am 10. Mai in
Dresden auf. Karten gibt es in allen
Geschäftsstellen der „Freien Presse“.
» www.freiepresse.de/tickets
(tim)
Vor 125 Jahren wurde der
Literaturnobelpreisträger
Boris Pasternak geboren
VON ULF HEISE
FOTO: IMAGO
MOSKAU — Klaviere übten auf den ju-
„DAS SCHULGESPE NST “
Der Schriftsteller
Peter Abraham ist tot
BERLIN — Er war einer der bekanntesten Kinderbuchautoren der DDR:
Wie das „Neue Deutschland“ gestern berichtete, ist der Schriftsteller
Peter Abraham am 6. Februar verstorben. Vor allem sein Buch „Das
Schulgespenst“ gehörte zum beliebtesten Kinder-Lesestoff der DDR,
aber auch „Die windigen Brauseflaschen“, „Pianke“, „Frederic“, „Doktor
Aibolit“ oder „Der Affenstern“. In
seinen Bücher verarbeitete er auch
seine Kindheit – als Sohn eines jüdischen Vaters, der Ende des Zweiten
Weltkriegs in der Illegalität überlebte, musste er bei Pflegeeltern unterkommen. Abraham schrieb nach
der Wende einige „Schulgespenst“Fortsetzungen und verfasste Drehbücher, unter anderem für die Fernsehserie „Immer wieder Sonntag“
mit Grit Böttcher. (tim)
Merlin Rose, Marcel Heupermann und Julius Nitschkoff in einer Szene des Films „Als wir träumten“.
Andreas Dresen zeigte auf
der Berlinale seine wilde
Kino-Version von Clemens
Meyers Leipzig-Roman
„Als wir träumten“.
VON KATJA BAUER
LEIPZIG — Als Mark, der sich totgefixt
BERNSTEIN-AWARD
Ehrung für Dirigent
Krzysztof Urbanski
LÜBECK — Der mit 10.000 Euro dotierte Bernstein-Award des Schleswig-Holstein-Musikfestivals 2015
geht an den polnischen Dirigenten
Krzysztof Urbanski. Der 32-Jährige
habe mit seiner Arbeit für die Orchesterakademie gezeigt, was für
ein großes Talent er sei, so Intendant
Christian Kuhnt gestern. Der Award
wird seit 2002 an herausragende Talente vergeben, bisherige Preisträger
waren unter anderem Christopher
Park oder Lang Lang. (dpa)
hat, beerdigt ist, gehen seine Freunde in die Eckkneipe – und statt drei
Bier und drei Kurzen bestellen sie
nach einer kleinen Nachdenkpause
Getränke für vier Personen. Einer
legt eine Zigarette aufs Schnapsglas,
eine Ehrbezeugung für den Toten.
„Das macht man so“, sagt Pitbull mit
derselben Gewissheit, mit der Dani
zuvor erklärt hat, drei Hände voll Erde ins Grab zu schütten sei richtig.
Mag sein, dass man das so in Mafiafilmen macht, aber doch nicht
hier in Leipzig-Süd, Mitte der 90er.
Mark, Pitbull, Dani, Rico und Paul
basteln sich dort notgedrungen eigene Regeln. Denn als sie noch klein
waren, Jungpioniere mit roten Hals-
tüchern, verschwand von heute auf
morgen ein System – und zurück
blieben das Land und die Menschen.
Es gab nichts mehr, worauf sie zurückgreifen konnten, keine Sicherheiten, keine Autoritäten, keine Rituale – was sich ausbreitete, war
nicht Euphorie, sondern eine große
Leere. Wenn man es gut meint,
könnte man von Anarchie sprechen.
Wildes Leben
Andreas Dresen tut das. Sein neuer
Film „Als wir träumten“ hatte gestern im Wettbewerb der Berlinale
Premiere. Dresen („Halt auf freier
Strecke“, „Halbe Treppe“) hat gemeinsam mit Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase den Debütroman
des Leipziger Autors Clemens Meyer
adaptiert. Die drei Männer aus drei
unterschiedlichen Generationen erzählen von einer vierten, die in den
90ern ihre Jugend erlebt. Die Wende
selbst spielt in der Geschichte keine
Rolle – außer in Form einer Mikrowelle, die Marks Papa kauft und in
der die Jungs ausprobieren, ob die
Wellen des Geräts ein rohes Ei gar-
kriegen. Das Ei, ein geschlossenes
System, zerplatzt in tausend Stücke,
das kriegt niemand wieder heil.
„Wild, anarchisch, böse und düster“, sei die Buchvorlage, hat Dresen
in einem Interview gesagt – aber
auch „zärtlich und liebevoll“. Böse
und düster sind auch die Bilder der
Nachtgestalten, die der Kinozuschauer zu sehen bekommt. Ständig
müssen diese Jungs brüllen, saufen,
rotzen, rumproleten, etwas kaputtmachen, etwas klauen, jemanden
verdreschen oder sich verdreschen
lassen. Wir sehen sie pickelig und
graugesichtig, aber erfüllt von der
Gewissheit, unbesiegbar zu sein.
Schwere Herzen
Sie gründen einen illegalen Technoclub und wollen immer zusammenhalten, aber die Freundschaft zeigt
Risse – und am Ende zerplatzt alles.
Der eine dealt, der andere ist drogensüchtig, der dritte ist ein Bankräuber
und der vierte ein Mitläufer. Dresen
betrachtet seine Figuren trotzdem
mit einer verständnisvollen Zärtlichkeit in jeder noch so fiesen Szene. Eigenartig dabei ist, dass es ihm
FOTO: PETER HARTWIG/ROMMEL FILM/BERLINALE/DPA
nicht gelingt, eine emotionale Nähe
herzustellen. Vielleicht liegt das daran, dass er glaubt, die äußeren Umstände seien Erklärung genug für die
Wut, den Größenwahn, die Kaltblütigkeit. Es fällt schwer, die Jungs aus
der Kneipe zu mögen.
Meyers gleichnamiger Debütroman hatte im Erscheinungsjahr
2006 wegen seiner rauen, direkten
Sprache und der guten Beobachtungsgabe des Autors für Furore gesorgt und den gebürtigen Hallenser
zu einem der gefragtesten neuen Autoren gemacht. In „Als wir träumten“ finden sich zahlreiche autobiografische Motive Meyers, der im Arbeiterviertel Leipzig-Ost aufgewachsen war. Neben seinem 1989 begonnenen Literaturstudium, das von einem Gefängnisaufenthalt unterbrochen wurde, jobbte er als Bauarbeiter und Möbelpacker. (mit tim)
DEN TRAILER zum Film „Als
wir träumten“ sehen sie,
wenn sie diesen Code mit ihrem Smartphone scannen.
» www.freiepresse.de/dresentraum
Kopf und Bauch
Der Liedermacher
Jonathan Leistner hat sich
nach 15 Jahren und zwei
bemerkenswerten Alben
auf Gospelchöre verlegt.
VON DIRK TRAUTMANN
Jonathan Leistner. FOTO: DIRK TRAUTMANN
DREBACH/ZSCHOPAU — Ein Bühnenjubiläum verlangt geradezu nach einer Tour, wenigstens nach einer
ganz kleinen, aber der Jubilar gibt
sich in diesem Fall zurückhaltend:
„Es wird keine traditionelle Tour geben, einige Konzerte aber schon“,
sagt der erzgebirgische Liedermacher Jonathan Leistner: Seit 15 Jahren schreibt er Lieder und präsentiert sie auf seinen Konzerten. Lieder
über Gott und den Glauben, die tief
in das Innenleben Leistners blicken
lassen, wie „Glaube nur“, und dann
sind es ganz andere mit weltlichen
Themen, in denen er auch schon
mal dem Affen Zucker gibt. „Mein
letztes Hemd“ steht dafür oder jener
Song über ein türkisches Fastfoodgericht, durch das der Songschreiber, und das reimt sich auch noch,
„immer schöner“ wird.
Jonathan Leistner ist Religionspädagoge und Liedermacher, „beides
zu jeweils 60 Prozent“, so ein Bonmot, das schon ein paar Jahre alt ist,
aber immer noch zutrifft. Liedermacher – Lieder machen also im Sinn
von herstellen, dieser Begriff will allerdings nicht so recht passen zu den
filigranen Songs mit diesen gefühlvollen Texten, und dann wieder
schon. „Ich feile an meinen Liedern,
deshalb trifft der Begriff schon zu.
Versmaß und Rhythmus sind genau
so wichtig wie die Inhalte“, sagt der
32-jährige Zschopauer, der mit Frau
und vier Kindern in Drebach lebt.
Dort hat er ein Arbeitszimmer, das
voll ist mit Instrumenten, wie seinem Klavier, einem Schlagzeug und
einer Trompete. „Das Schlagzeug
hatte ich eigentlich für mich gekauft, aber meine große Tochter
spielt mittlerweile viel besser als
ich“, erzählt Leistner schmunzelnd.
Im Jahr 2008 hatte er seine erste CD
„Nicht mehr weniger“ veröffentlicht, und die ließ aufhorchen: Nicht
nur wegen der Percussions von Xavier-Naidoo-Drummer Ralf Gustke
überzeugte das Debüt des Erzgebirgers aus dem Stand mit national
konkurrenzfähiger Klasse. 2012
setzte Leistner dann mit „Vokabularvegetarier“ noch einen drauf, gab
sich gereifter, tiefer. Aber wann
kommt ein drittes Album?. „Da mache ich mir keinen Stress. Ich hätte
zwar genügend Lieder, aber es wird
erst einmal keinen neuen Tonträger
geben. Und wenn, dann hätte ich
verschiedene Möglichkeiten zur
Wahl. Entweder es wird ein reines
Klavieralbum oder eins mit Band“,
sagt Leistner. Immerhin hat er genug zu tun: Der Mann hat einen festen Gospelchor in Zschopau, leitet
weitere in Chemnitz-Adelsberg und
Eppendorf. Für diese Ensembles
schreibt Leistner eigene Lieder und
arrangiert Bestehendes um. „Hallelujah“ von Leonard Cohen etwa, aufgeführt im vergangenen Jahr – ein
Song, der bei Sängern und Publikum
durch und durch ging und mitten in
Herz, Kopf und Bauch traf. Und
dann ist da noch seine exzellente
Band, die ihn bei Programmen begleitet, der Percussionist Toni Müller
und Tobias Brunn am Bass. Zu hören
gibt es von dem Mann also
reichlich. » www.jonathan-leistner.de
DEN SONG „Vokabularvegetarier“ hören und sehen
Sie, wenn Sie diesen Code mit
ihrem Smartphone scannen.
» www.freiepresse.de/leistner
gendlichen Boris Pasternak eine unwiderstehliche
Anziehungskraft
aus. Freunde bezeugten, dass er mit
großem Eifer wie in Trance an diesen Instrumenten improvisierte.
Fast dachte man, er trete in die Fußtapfen seiner Mutter Rosa, die als Pianistin Aufsehen erregte. Doch
dann entschloss er sich, zunächst Jura zu studieren, sattelte jedoch bald
auf Philosophie um. Ein Auslandssemester führte ihn im Sommer 1912
an die Universität Marburg, wo er
Vorlesungen bei Nicolai Hartmann
sowie Hermann Cohen hörte und
sich anschickte, eine Doktorarbeit
zu beginnen.
Unerwartet besuchte ihn während dieser Monate in Deutschland
ein attraktives Mädchen, das er insgeheim schon seit Jahren liebte. Er
erklärte sich ihr, doch sie wies ihn
zurück. Das traumatische Ereignis
bewog ihn zu ersten lyrischen Experimenten: „Tag und Nacht, wo immer es sich ergab, schrieb ich über
das Meer, über die Dämmerung,
über den südlichen Regen.“ Als er
nach Moskau zurückkehrte, war er
zu einem Dichter gereift, der Menschen unweigerlich in Bann zog.
Isaiah Berlin erinnerte sich: „Er
sprach immer mit einer ganz besonderen Ausstrahlung, die aus einer
Mischung von Lebenskraft und dem
Höhenflug der Fantasie bestand.“
Boris Pasternak
Schriftsteller
FOTO: ARCHIV DPA
Pasternak, der heute vor 125 Jahren als Sohn eines Malers geboren
wurde, brillierte zunächst mit Versen, die den Einfluss von Futurismus
und Symbolismus verrieten, entwickelte aber bald einen eigenen, unverwechselbaren Ton, der ihn nach
der Oktoberrevolution von 1917 in
Konflikte mit den mit den neuen
Machthabern stürzte. Stalins sozialistischen Realismus als verbindliche Doktrin für alle Künstler des
Staates bedeutete für Pasternak den
ersten Schritt zur Verfemung. Er
schwieg viele Jahre als Poet, widmete sich stattdessen dem Übersetzerhandwerk. Seine Übertragungen
von Shakespeare, Goethe und Rilke
sicherten ihm nicht nur Ruhm, sondern auch eine materielle Versorgung, die es ihm erlaubte eine Datscha in der berühmten Siedlung Peredelkino zu erwerben.
Doch als die Zeitschrift „Literaturnaja Gasjeta“ ein paar seiner Strophen druckte, geriet der Individualist sofort unter Beschuss. Endgültig
in Ungnade fiel Pasternak, als er
1957 seinen Roman „Doktor Schiwago“ nach Ablehnung durch heimatliche Verlage bei Feltrinelli in
Mailand herausbrachte. Die Veröffentlichung löste einen ungeheuren
Medienhype aus – regelmäßig belagerten ihn nun ausländische Journalisten. Als Pasternak 1958 den Literaturnobelpreis erhielt, stempelten
ihn die Genossen zum Paria. Die sowjetische Presse geißelte ihn als „inneren Emigranten“ von „kleinmütiger und niederträchtiger Spießernatur“, den man entschieden bekämpfen müsse. Verzweifelt schlug Pasternak letztendlich die Auszeichnung der Stockholmer Akademie
aus. Die Aufregungen destabilisierten seine angegriffene Gesundheit.
1960 starb er an einem Karzinom.
A2 Freie Presse
ROMAN & RÄTSEL
E
r antwortete: „Wir Dich
auch“, und fügte, einer plötzlichen Eingebung folgend,
hinzu: „Jederzeit dankbar für Informationen über Béatrice-Amélie
Constant, Managerin von Graf Vexins auberge bei Saint-Philippon.“
Dann schlüpfte er in die Uniform,
die er zum Wechseln im Büroschrank aufbewahrte, und machte
sich wieder auf den Weg.
Die Eingangstür zum Roten Château wurde ihm wie beim ersten Mal
von dem schüchternen Dienstmädchen geöffnet. Sie bat ihn, einen Moment zu warten, nachdem er ihr
mitgeteilt hatte, Madame de la Gorce sprechen zu wollen. Auf dem langen dunklen Eichentisch in der Eingangshalle stand ein Tablett mit
mehreren Briefumschlägen. Zwei
davon waren an Monsieur le comte de
Vexin adressiert, zwei weitere an Lionel Foucher. Einer der Briefe an den
Grafen kam von einem Pariser Unternehmen namens Gallotin, das
Bruno irgendwie bekannt vorkam.
Er blätterte in seinem Notizheft, um
Dienstag, 10. Februar 2015
Martin Walker (aus dem Englischen von Michael Windgassen)
Femme fatale
© 2013 by Diogenes Verlag AG Zürich – Folge 102
seinem Gedächtnis auf die Sprünge
zu helfen, doch ehe er einen Hinweis fand, kehrte das Dienstmädchen zurück.
„Madame de la Gorce wird Sie
gleich empfangen und schlägt vor,
dass Sie in der Bibliothek auf sie warten.“ Das Mädchen führte ihn durch
eine Flügeltür aus dunklem Holz in
GEWINNSPIEL
einen Raum mit hohen Fenstern, die
auf die Flussauen hinausblickten.
Zwischen den Fenstern und an allen
anderen Wänden standen Regale,
die vom Boden bis zur Decke reichten und mit Lederfolianten gefüllt
waren. Auf der linken und rechten
Seite des Raumes standen je ein großer Schreibtisch und zwei Lederstühle. Bruno ging auf ein Lesepult
zu, auf dem eine große Bibel lag. Der
Buchdeckel war ungewöhnlich
schwer. Er bestand aus mit schwarzem Leder überzogenem Holz, und
beim Umschlagen der Seiten merkte
er, wie dick das Papier war. Die
Drucktypen wirkten altertümlich,
und die Kapitelüberschriften waren
mit handkolorierten Tierzeichnungen illuminiert. Das Vorsatzblatt
schmückte ein Familienstamm-
baum mit in wunderschöner Handschrift eingetragenen Namen und
Taufdaten, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreichten.
Auf einem der oberen Äste hatte
Bruno die Rote Komtesse schnell gefunden. Sie war 1926 getauft worden, ihre Schwester Héloïse zwei
Jahre später. Offenbar hatten sie verschiedene Mütter. Die der Komtesse
war kurz nach der Niederkunft gestorben, und der Vater hatte sehr
bald wieder geheiratet. Bruno notierte sich schnell die Daten und
auch die Namen der Kinder. Weil er
keine Zeit hatte, den ganzen Stammbaum abzuschreiben, holte er sein
Handy aus der Tasche und machte
Fotos.
Beide Halbschwestern hatten
1945, also gegen Kriegsende, ein
Kind bekommen, die Komtesse eine
Tochter mit Namen Françoise, die
ihrerseits 1968 eine Tochter mit Namen Athénaïs zur Welt gebracht
hatte. Gilles hatte also recht; die Tote
war tatsächlich die Enkelin der
Komtesse. Louis-Antoine, der Sohn
der jüngeren Schwester, hatte einen
Sohn gezeugt, der 1970 auf den Namen César getauft worden war. Bruno glaubte, dass dieser der Graf Vexin sein musste. Wer die Väter von
Françoise und César waren, ließ sich
dem Stammbaum nicht entnehmen.
Auf der Suche nach weiteren Informationen schlug Bruno die letzten Seiten auf, als er die Tür aufgehen hörte. Die Schwester der Roten
Komtesse betrat die Bibliothek.
„Sie wollen mich sprechen?“,
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LÖSUNGEN
Wir verlosen unter den richtigen Einsendungen
24 Uhr. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Der Rechtsweg ist
ausgeschlossen.
Wir wünschen viel Glück!
jeden Tag 25 Euro
Wenn Sie das Lösungswort herausgefunden haben, rufen Sie einfach an unter
0 13 78 / 22 27 23
Nennen Sie die Lösung und ihre Adresse. Teilnahmeschluss ist heute um
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GEWINNER VOM 06.02.2015:
C. Lein, Schneeberg
GEWINN-HOTLINE:
0 13 78 / 22 27 23 (0,50 €/Anruf aus dem deutschen Festnetz, mobil deutlich teurer)
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Südwest- dünnes
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Sudoku mittel
Welle im
Stadion
(2 Wörter)
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Trommel
Fernfühlender
TaschenHandels- klappe,
Taschengut
besatz
ein
Ganzkörpertraining
männliche
Untugend
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weltweiter
Konzern
(Kw.)
nicht
dahinter
Mixgetränk
(engl.)
Leipziger
Organist
(18981956)
Flüssigkeitsmaß
griech.
Göttin
d. Ackerbaus
Verkehrssignalanlage
2
lateinisch:
Fall
keilförmiges Stück
in Kleidungen
Schulnote,
Zensur
(ugs.)
künstl.
Baby- Gewässer
speise in
Dresden
geflammtes
Gewebe
(franz.)
Wild
pflegen
russischer
Dichter
† 1852
schott.
Dichter
(Walter)
† 1832
Zeichen
für
Arsen
dt. Automobilbauer
† 1951
Sitzplatzgruppe
in der
Bahn
Brauch im
Schleifer
Trachtengebiet
chemisches
Element,
Metall
3
Zwergenland bei
J. Swift
7
Termindruck
schädlicher
Stoff
Brauch,
Zeremoniell
Mineral,
Schmuckstein
Vorname
des Pianisten
Arrau †
9
undurchlässig
Lemur,
ital.
Halbaffe
Schenke Madagaskars
ElbeZufluss
bei
Dessau
englischer
Adelstitel
Teil des
Beines
Abk.:
Dezember
P
A
S
S
I
V
HA
inhaltslos
Moder
ugs.
kurz für
Dokumentation
Blutgefäß
vorderasiat.
Staat
griech.
Gott
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Schriftsteller
(Werner
J.)
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12
Feldbahnwagen
®
R
QUAMAR I
UF I
KLA
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RR P NE
U SEDAN
L VAR G
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KNOEDE L
RAT EN O S
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TREU
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EHE K NA
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DENTAL
G L NAD
REUT T ER
T ENNO U L
G A EMPO
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(1-12) Autoschlange
s2227.4-48
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SK I L I F T MEER
T T E O F
U BUREN
RENO A A
ER EHERN
EMER I TUS
DE SE I NE
ERL ERNEN
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5
Auflösung vom 09.02.2015:
4
ägypt.
Flussmündung
sich
täuschen
Träger
Stadt im
der Erb- Müglitzanlagen
tal
(Mz.)
volkstüml.:
Weinbrand
Wasserpflanze
obere
Erdschicht
Pflanzenfaser
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Schwierigkeit: mittel
Evangelist
ugs.:
zeitgemäß
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Pilzsorte,
Pfifferling
ind. Religionsstifter
Zirkuskünstler
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3
Mediziner
Münze in
Kroatien
Befugnis
Grenzgebiet
int.
Wettkampfserie
giftige
Waldstaude
(...stab)
Schluss
Kerbtier
Reihe,
Serie
eh. russ.
Herrscherinnentitel
Oper von
Monteverdi
† 1643
Hundeschar
zur
Hetzjagd
Skitorlauf
die
Sterne
betreffend
Lebensgemeinschaft
eine der
Großen
Sundainseln
Gewichtsfoppen messgerät
aus gebranntem Ton
Philos.:
Nichtwissen
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Die Zahlen von 1 bis 9 sind so einzutragen, dass sich jede dieser neun
Zahlen nur einmal in einem Neunerblock, nur einmal auf der Horizontalen und nur einmal auf der Vertikalen befindet.
Sieger,
Preisträger
äußerst
schöpferischer
Mensch
7
DP-MQ sudogr-31
lateinisch:
Dichter
griech.
Kunstgöttinnen
völlig,
vollständig
Platzdeckchen
(engl.)
persönl.
Fürwort,
3. Person
Singular
niederl.
Freiheitskämpfer
Staat in
Zentralafrika
7
Bewohner
einer ital.
Großstadt
Mittelloser
ganz
und gar
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Faulendes
8
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SUDOKU
„Tor zur
Sächs.
Schweiz“
kretischer
Sagenkönig
5
Bezeichnung,
Benennung
Insel der
Kykladen
(Griechenland)
Vogeldünger
Liege
ohne
Rückenlehne
frz.
weibl.
Vorname
Funktionsleiste
(EDV)
Fischfanggerät
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Hauptkirche
engl.:
Stinktier
umhertollen
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belg.
Heilbad
in d. Ardennen
blauer
Farbstoff
Blütenstand
Freistilschwimmen
erläuterndes
Nachwort
6
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6
5
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Sportgerät
der
Werfer
fruchtbare
Bodenschicht
dt. Schauspieler
(Gustav)
† 1987
starker
Wind
Teil der
Kirche
nordeurop.
Binnenmeer
Erdart
2
4
Kurzwort
für ein
Werkzeug
Wiedergabe
(Kurzw.)
6
4 9 5
4
Republik
in Ostafrika
Folge,
Serie
kurzer
Sinnspruch
7
Mastspitze
nicht
gesund
Singvogel
10
Bei diesem Rätsel befinden sich die Zahlen von 1 bis 9 jeweils einmal
auf den Horizontalen, den Vertikalen und zudem auf den Diagonalen.
Sudoku schwer
HautLuft der
falte
Lungen
am Auge
erster
Großfürst
der
Magyaren
starkes
Schmerzmittel
DIESES BUCH gibt es in allen Geschäftsstellen
und im Online-Shop der „Freien Presse“.
» www.freiepresse.de/shop
SUDOKU-CROSS
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LÖSUNGSWORT:
deutscher
Maler
(Fritz von)
† 1911
fragte sie kurz angebunden. „Bonjour, Madame. Danke, dass Sie sich
Zeit für mich nehmen. Ich habe gerade Ihre wunderschöne alte Familienbibel bewundert.“
„Bitte, berühren Sie sie nicht. Die
Seiten sind sehr spröde.“
„Verzeihung.“ Er zog eine Kopie
des Fotos in der Klarsichthülle hervor. „Würden Sie mir bitte bestätigen, dass diese Frau Ihre Nichte ist?“
Sie nahm das Foto, ging damit
ans Fenster und setzte ihre Brille auf,
die an einer Goldkette um ihren
Hals hing.
„Was für ein sonderbarer Gesichtsausdruck“, kommentierte sie.
„Ja, das ist meine Großnichte Françoise.“
„Könnte es sein, dass sie sich Athénaïs nennt?“
„Ihr vollständiger Name lautet
Françoise-Athénaïs. Warum fragen
Fortsetzung folgt
Sie?“
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Schwierigkeit: schwer
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FERNSEHEN & RADIO
Dienstag, 10. Februar 2015
IM RADIO
FEATURE
Freie Presse
Neue alte Helden
Kinder der Dresdner Nicht nur im Kino erleben
Bombennacht
Superhelden einen Boom.
A3
Hoffen auf
ein wenig
Nähe
Die Staatskapelle Berlin hat den niederländischen Dirigenten Ton Koopman eingeladen, um den großen Johann Sebastian Bach mit einem ausladenden Orchesterwerk, einem Duokonzert und einer Solokantate zu würdigen. Ergänzt wird der Abend durch
eine wirkungsvolle Sinfonia aus der
Feder von Bachs zweitjüngstem
Sohn Johann Christoph Friedrich.
Zu hören ist eine Aufzeichnung aus
dem Konzerthaus Berlin. (fp)
Zehn neue Superhelden-Filme plant der ComicVerlag DC, Heimat von Superman
und Batman, bis 2020 ins Kino zu
bringen. Nebenbei bleibt offenbar
noch Zeit, das DC-Multiversum ins
Fernsehen zu verlagern: Mit „The
Flash“ und „Gotham“ starten zwei
sehr verschiedene Superhelden-Serien. Pro Sieben sendet die Folgen
der ersten Staffeln der beiden Serien
jeweils im Doppelpack und als Fernsehpremieren – ein fantastischer
Dienstag.
Wer gut aufgepasst hat in der Superheldenserie „The Arrow“, erinnert sich vielleicht noch an Barry Allen, der dort in der zweiten Staffel einen Kurzauftritt hatte. Jetzt bekommt der junge Forensiker mit
dem Spin-off „The Flash“ seine eigene Serie. Die „Karriere“ von Barry
(Grant Gustin) beginnt superheldentypisch. Als in Central City ein
Teilchenbeschleuniger in Betrieb genommen wird, kommt es zu einem
folgenschweren Unfall. Barry wird
Flash (Grant Gustin) ist der schnellste Mensch auf Erden und nutzt seine FäFOTO: PRO SIEBEN/WARNER BROTHERS
higkeiten im Kampf gegen das Verbrechen.
von einem Blitz aus der Anlage getroffen und fällt ins Koma. Neun
Monate später erwacht er und stellt
fest, dass er eine ungewöhnliche Superkraft besitzt: Er kann schnell rennen, sehr schnell sogar. Mehrere
hundert Stundenkilometer sind für
den jungen Mann, der sich fortan
„Flash“ nennt, kein Problem.
Seine neuen Fähigkeiten setzt
Flash ein, um gegen die Verbrechen
in Central City zu kämpfen. Doch
vor allem will er herausfinden, wer
vor vielen Jahren wirklich seine
Mutter ermordet hat und endlich
seinen Vater, der dafür verantwortlich gemacht wurde, aus dem Gefängnis holen.
Auch Bruce Wayne (David Mazouz) muss ohne Eltern aufwachsen. Nach einem gemeinsamen Theaterbesuch in Gotham City werden
seine Eltern vor seinen Augen erschossen. „Gotham“ beschäftigt sich
mit der Aufklärung dieses Verbrechens.
„The Flash“ und „Gotham“ entführen in zwei Welten aus dem DCMultiversum, die unterschiedlicher
kaum sein könnten. „The Flash“ ist
buntes Superheldenkino im Serienformat. „Gotham“ hingegen ist von
Anfang bis Ende düster, stets hängen
graue Wolken über der Metropole
des Verbrechens, hier fließt Blut in
Strömen. Nicht nur der Sendeplatz
verrät es: „Gotham“ ist erwachsener,
brutaler – und ernster als „The
Flash“. Und macht leider auch nicht
ganz so viel Spaß. (tsch)
ARD
ZDF
MDR
RTL
ARTE
3 SAT
5.00 W wie Wissen 5.30 ARD-Morgenmagazin 9.05 Rote Rosen 9.55 Sturm der Liebe 10.45 Um Himmels Willen. Unterhaltungsserie 11.35 Giraffe, Erdmännchen &
Co. 12.00 Tagesschau 12.15 ARD-Buffet
13.00 ARD-Mittagsmagazin 14.00 Tagesschau 14.10 Rote Rosen 15.00 Tagesschau
15.10 Sturm der Liebe. Telenovela
5.30 ARD-Morgenmagazin 9.05 Volle Kanne – Service täglich. U.a.: Gesundheit: Was
hilft gegen den Kater – Tipps von Brigitte
Bäuerlein 10.30 Die Rosenheim-Cops
11.15 SOKO Wismar 12.00 heute 12.10
drehscheibe 13.00 ARD-Mittagsmagazin
14.00 heute – in Deutschland 14.15 Die
Küchenschlacht 15.05 Topfgeldjäger
5.20 Thüringen-Journal 5.50 Wuhladko
6.20 LexiTV – Wissen für alle 7.20 Rote Rosen 8.10 Sturm der Liebe 9.00 Brisant 9.45
Mach dich ran! 10.10 Giraffe, Erdmännchen
& Co. 11.00 MDR um elf 11.40 In aller
Freundschaft 12.30 Hochwürden drückt ein
Auge zu. Komödie, D 1971 14.00 MDR um
zwei 15.00 LexiTV – Wissen für alle
5.35 Explosiv – Das Magazin 6.00 Guten
Morgen Deutschland. Moderation: Wolfram Kons, Angela Finger-Erben 8.30 Gute
Zeiten, schlechte Zeiten 9.00 Unter uns
9.30 Betrugsfälle 10.00 Die Trovatos –
Detektive decken auf 11.00 Die Trovatos –
Detektive decken auf 12.00 Punkt 12 – Das
RTL-Mittagsjournal 14.00 Verdachtsfälle
20.20 IS – Die Wirtschaftsmacht der Gotteskrieger (VPS 21.50). Dokumentarfilm, F
2015 21.15 Gesprächsrunde (VPS 22.45). Zu
Gast: Jérôme Fritel 21.25 Eingekesselt: Der
einsame Kampf der Peschmerga (VPS
21.30) 22.20 Öcalan und die Kurden-Frage
(VPS 22.50) 23.15 Ronald Reagan – Geliebt
und gehasst. Dokumentarfilm, USA/GB 2011
0.55 Wohin ich gehe.... TV-Biografie, F 2015
16.30 KAZA – ein Megapark für Elefanten
(2/2) 17.15 Reisen in ferne Welten: Mayotte
18.00 Pirateninsel im Paradies 18.30 nano 19.00 heute 19.20 Kulturzeit 20.00
Tagesschau 20.15 Die Seele eines Mörders. TV-Kriminalfilm, D 2009 21.45 Kino
Kino 22.00 ZIB 2 22.25 Robert Altman’s
Last Radio Show. Musikkomödie, USA
2006 0.00 Berlinale-Studio 0.30 10vor10
16.00 Tagesschau
16.10 Panda, Gorilla & Co.
17.00 Tagesschau
17.15 Brisant
18.00 Quizduell
18.50 Unter Gaunern
Der große Liebe. Krimiserie
19.45 Wissen vor acht Macht Ordnung
uns zu besseren Menschen?
19.50 Wetter vor acht
19.55 Börse vor acht
16.00 heute – in Europa
16.10 SOKO Kitzbühel
Kitz-Extrem. Krimiserie
17.00 heute
17.10 hallo deutschland
17.45 Leute heute
18.05 SOKO Köln
Verfluchte Millionen. Krimiserie
19.00 heute
19.25 Die Rosenheim-Cops
Eiskalt abserviert. Krimiserie
16.00 MDR um vier Neues von hier
17.45 Aktuell
18.10 Brisant
18.54 Unser Sandmännchen Lola
Langohr: „Der Papageien-Schatz”
19.00 SachsenSpiegel
19.30 Aktuell
19.50 Einfach genial Das MDRErfindermagazin. U.a.: Aufsteigen
und Abfahren – ein Wintersportgerät
mit dem beides möglich ist
17.00 Betrugsfälle
17.30 Unter uns Daily Soap
18.00 Explosiv – Das Magazin
Moderation: Janine Steeger
18.30 Exclusiv – Das Star-Magazin
Moderation: Frauke Ludowig
18.45 RTL Aktuell
19.05 Alles was zählt Daily Soap
19.40 Gute Zeiten, schlechte Zeiten
Daily Soap. Mit Daniel Fehlow,
Janina Uhse, Wolfgang Bahro
NDR
WDR
20.00 Tagesschau
20.15 Um Himmels Willen Wettlauf mit
der Zeit. Unterhaltungsserie
21.00 In aller Freundschaft
Alles auf Anfang. Arztserie
21.45 FAKT Das MDR Magazin.
Moderation: Thomas Kausch
22.15 Tagesthemen
22.30 Ski alpin Weltmeisterschaften
Nationen-Teamwettbewerb
Übertragung aus Vail/Beaver Creek
20.15 Karnevalissimo Das Gipfeltreffen
des Humors Präsentiert von Janine
Kunze und Marc Metzger.
Mitwirkende: Ne Knallkopp, Herr
Holm, Oberkellner Karl, Der späte
Heimkehrer, Feuerwehrmann
Kresse, Die Chefhostess der Stadt
Mainz, Peter Fassbender u.a.
22.45 heute-journal
23.15 Einmal noch die große Liebe
23.45 Markus Lanz
20.15 Umschau U.a.: Diskriminierung im
Supermarkt – Warum Produkte für
Frauen oft viel teurer sind
20.45 Der Osten Entdecke wo du lebst
Wasungen im Werratal – Wo
Karneval am schönsten ist
21.15 Echt Das Magazin zum Staunen
21.45 Aktuell
22.05 Kinder des Ostens Meine Schule
22.50 Polizeiruf 110 Mit dem Anruf
kommt der Tod. TV-Krimi, D 1991
20.15 Bones – Die Knochenjägerin
Bones und Booth in einem
Bild der Zerstörung. Krimiserie
21.15 Bones – Die Knochenjägerin
Tod, komm vorbei
und tanz mit mir. Krimiserie
22.15 CSI: Miami Vor der Mauer
auf der Lauer. Krimiserie
23.10 CSI: Miami Im Schatten von Tim
Speedle. Krimiserie. Mit David
Caruso, Emily Procter u.a.
16.00 NDR//Aktuell 16.10 Mein Nachmittag 17.10 Panda, Gorilla & Co. 18.00 Niedersachsen 18.00 Uhr 18.15 NaturNah:
Mellum – Ein Sommer auf der Vogelinsel
18.45 DAS! 19.30 Hallo Niedersachsen
20.00 Tagesschau 20.15 Visite 21.15 Panorama 3 21.45 NDR//Aktuell 22.00 Polizeiruf 110. Familiensache. TV-Kriminalfilm, D 2013 23.30 Weltbilder 0.00 Altwerden und andere Kleinigkeiten. Doku
16.00 WDR aktuell 16.15 daheim + unterwegs 18.05 Hier und Heute 18.20 Servicezeit 18.50 Aktuelle Stunde 19.30 Lokalzeit
20.00 Tagesschau 20.15 Abenteuer Erde
21.00 Quarks & Caspers: Sand – 7 Dinge,
die Sie wissen sollten 21.45 WDR aktuell
22.00 Die große Odyssee – Unterwegs in
Frankreichs Bergwelt 22.30 West ART
23.15 Die Mafiosi-Braut. Krimikomödie,
USA 1988 0.50 Erlebnisreisen-Tipp
RBB
KIKA
0.20 ttt-extra: Die Berlinale
0.50 Nachtmagazin
1.10 Herr Ober! Komödie, D 1992. Mit
Gerhard Polt, Ulrike Kriener u.a.
2.50 Happy-go-Lucky: Gute Laune ist
ansteckend! Komödie, GB 2008
0.55 heute nacht
1.15 Die Perlmutterfarbe
Abenteuerfilm, D 2009. Mit Markus
Krojer u.a. Regie: M. H. Rosenmüller
2.50 SOKO Köln
3.35 Einmal noch die große Liebe
16.05 verknallt & abgedreht 16.30 verknallt & abgedreht 17.05 Giraffe, Erdmännchen & Co. 18.00 rbb um sechs – Das
Ländermagazin 18.30 zibb 19.30 Regional
20.00 Tagesschau 20.15 Geheimnisvolle
Orte 21.00 Früher war ich Filmkind 21.45
rbb aktuell 22.15 Berlinale-Studio 22.45
Richard von Weizsäcker (VPS 22.44). Für
immer Präsident. Dokumentarfilm, D
2010 0.15 Verliebt in die DDR. Doku
11.40 SimsalaGrimm 12.05 Alice im Wunderland 12.30 Garfield 12.55 Rowdy &
Zwick 13.20 Das Green Team 13.40 Die
Pfefferkörner 14.10 Schloss Einstein – Erfurt 15.00 Sadie J 15.25 Lenas Ranch
15.50 Hexe Lilli 16.20 Garfield 16.45 Marsupilami – Im Dschungel ist was los 17.10
Das Dschungelbuch 17.35 SimsalaGrimm
18.00 Ritter Rost 18.15 Q Pootle 5 18.40
Lauras Stern 18.50 Unser Sandmännchen
78 Kinder kamen in den Tagen um den 13. Februar 1945 im Krankenhaus DresdenJohannstadt zur Welt. Die meisten
Mütter überlebten die Bombennacht nicht, denn der Keller der
Frauenklinik wurde fast vollständig
zerstört, während der der Kinderklinik nahezu unversehrt blieb. So
kommt es, dass fast alle Kinder überlebten und fast alle Mütter starben.
Viele wurden erst Monate später
von Verwandten gefunden. Vor 15
Jahren machte sich Petra Roschinski, die in Hamburg aufwuchs, auf die
Suche nach den überlebenden Neugeborenen der Bombennacht. Alexa
Hennings berichtet. (fp)
MDR FIGARO 19.15 UHR
KONZERT
Ton Koopman
dirigiert Bach
DR-KULTUR 20.03 UHR
Jetzt drängen zwei von
ihnen ins Fernsehen –
in den neuen Serien „The
Flash“ und „Gotham“.
VON SVEN HAUBERG
PRO SIEBEN 20.15 UHR
0.20 Die gläserne Fackel (6/7) Die
Entscheidung. TV-Chronik, DDR
1989. Mit Alfred Müller u.a.
1.40 Fakt Das MDR Magazin
2.10 Umschau MDR-Magazin
2.40 Hart aber fair
0.00 RTL Nachtjournal
0.30 Bones – Die Knochenjägerin
1.25 CSI: Miami
2.15 CSI: Miami
3.10 RTL Nachtjournal
3.40 Exclusiv – Das Star-Magazin
„37°“-Reportage über
ungewollte Singles
ZDF 23.15 UHR — „Ich verdiene es
nicht, allein zu sein, weil ich so viel
zu geben habe“, sagt die eine. „Dass
es damit endet, dass ich die besten
Jahre meines Lebens allein verbringe, habe ich nicht geahnt“, sagt die
andere. Es sind bittere Statements –
und mit Sicherheit etwas zu frühe
Schlussbilanzen – von Frauen, die
mit geschätzt 20 Millionen Deutschen eines gemeinsam haben: Sie
führen ein Leben als Single. Ungewollt. Die neue Reportage „37°: Einmal noch die große Liebe“ aus der
einfühlsamen ZDF-Reihe, die ihre
Protagonisten ernst nimmt und nie
vorführen möchte, widmet sich einem durchaus ans Herz gehenden
Thema: jenen Menschen, die sich
binden wollen, den passenden Partner dafür aber (noch) nicht gefunden haben.
Vor allem in Großstädten sind
Singles ein Phänomen. Natürlich
bietet ein Leben allein viele Freiheiten. Der Wunsch, sich trotzdem binden zu wollen, zeugt aber von einer
Sehnsucht, die nicht zuletzt die teilweise sehr teuren Dating-Plattformen im Internet und auf Smartphones beflügelt. Immobilien-Makler zählen ebenfalls zu den Profiteuren des Trends zur neuen deutschen
Vereinsamung. (tsch)
SAT 1
PRO 7
RTL 2
BR
KABEL 1
VOX
5.30 SAT.1-Frühstücksfernsehen. Aktuelle
Information, entspannter Talk, kontroverse Diskussionen, Service, Prominente und
viel gute Laune.Talk: Heiko Ternow / Talk:
Alexander Krug 10.00 Auf Streife 11.00
Richterin Barbara Salesch 12.00 Richter
Alexander Hold 13.00 Richter Alexander
Hold 14.00 Auf Streife 15.00 Im Namen
der Gerechtigkeit – Wir kämpfen für Sie!
8.00 Mike & Molly 8.25 How I Met Your
Mother 9.50 The Big Bang Theory 10.40
The Big Bang Theory 11.10 Mike & Molly
11.35 Mike & Molly 12.00 Two and a Half
Men 12.25 Two and a Half Men 12.50 Two
and a Half Men 13.20 2 Broke Girls 13.45
New Girl 14.15 The Big Bang Theory 14.40
The Big Bang Theory 15.10 The Big Bang
Theory 15.35 The Big Bang Theory
5.10 Grip – Das Motormagazin 5.55 Die
Schnäppchenhäuser – Der Traum vom Eigenheim: Wir ziehen ein 6.45 Die Kochprofis – Einsatz am Herd 7.40 Infomercial
7.55 Die Kochprofis – Einsatz am Herd
8.55 Frauentausch 10.55 Family Stories
11.55 Köln 50667 12.55 Berlin – Tag &
Nacht 13.55 Hilf mir! Jung, pleite, verzweifelt... 15.00 Der Trödeltrupp. Doku-Soap
6.00 Rote Rosen 6.50 Sturm der Liebe
7.40 Tele-Gym 7.55 Panoramabilder /
Bergwetter 8.35 Tele-Gym 8.50 Panda,
Gorilla & Co 9.40 Abendschau 10.25 Wir
in Bayern 11.40 Dahoam is Dahoam
12.10 In aller Freundschaft 12.55 Elefant,
Tiger & Co 13.45 Frech & Frei 14.15 Finnland – Bären, Elche, Riesenmarder 15.05
Polizeiinspektion 1 15.30 Wir in Bayern
14.50 The Mentalist 16.00 Castle 17.00
Mein Lokal, Dein Lokal – Wo schmeckt’s
am besten? 18.00 Abenteuer Leben 19.00
Achtung Kontrolle! Einsatz für die Ordnungshüter 20.15 Rosins Restaurants –
Ein Sternekoch räumt auf! (1/7) 22.20 K1
Magazin 23.20 Abenteuer Leben 1.15 K1
Reportage spezial 2.50 K1 Magazin 3.40
Steven liebt Kino – Spezial: John Wick 3.55
The Unit – Eine Frage der Ehre. Actionserie
11.00 Mein himmlisches Hotel 12.00
Shopping Queen 13.00 Wer weiß es, wer
weiß es nicht? 14.00 Flirt oder Fiasko
15.00 Shopping Queen 16.00 4 Hochzeiten und eine Traumreise 17.00 Mein
himmlisches Hotel 18.00 mieten, kaufen,
wohnen 19.00 Das perfekte Dinner 20.00
Prominent! 20.15 Goodbye Deutschland! Die
Auswanderer 23.15 Die Küchenchefs 0.10
vox nachrichten 0.30 Medical Detectives
16.00 Anwälte im Einsatz
17.00 Mein dunkles Geheimnis
Auf die Katze gekommen
17.30 Schicksale – und plötzlich ist
alles anders Doku-Soap
Rechtsmedizinerin mit Herz
18.00 In Gefahr – Ein verhängnisvoller
Moment Iris – Hinter der Mauer
19.00 Navy CIS Mark 15. Krimiserie
Mit Mark Harmon, Michael
Weatherly, David McCallum
19.55 SAT.1 Nachrichten
16.05 The Big Bang Theory
Comedyserie. Das L-Wort
16.30 The Big Bang Theory
Der sicherste Ort der Welt
17.00 taff EyeContact (2)
18.00 Newstime
18.10 Die Simpsons Filmstar wider
Willen. Zeichentrickserie
18.40 Die Simpsons Everyman
begins. Zeichentrickserie
19.05 Galileo Magazin
Moderation: Aiman Abdallah
16.00 Der Trödeltrupp –
Das Geld liegt im Keller
17.00 Die Geissens!
18.00 Köln 50667
Anna hat die letzten Tage über ihre
Beziehung zu Valentin nachgedacht
und erkennt, dass sie sich so nicht
behandeln lassen will. Jan ist
morgens tierisch nervös aufgrund
seines anstehenden Werbedrehs
für die Miltenhof-Würstchen.
19.00 Berlin – Tag & Nacht
16.45 Rundschau
17.00 Frech & Frei Das Beste aus der
Närrischen Weinprobe 2014
17.30 Regional
18.00 Abendschau
18.45 Rundschau
19.00 Gesundheit! U.a.: Hepatitis-CPille – teurer als Gold! /
Kaminöfen – Belastung für Herz
und Lunge / Kalte Füße im Winter
19.45 Dahoam is Dahoam
Jugendfrei? Soap
HR
TELE 5
20.15 Resturlaub Komödie, D 2011
Mit Maximilian Brückner u.a.
Regie: Gregor Schnitzler
22.20 akte 20.15 – Reporter kämpfen
für Sie! U.a..: Kleines Kreuzchen
mit Folgen: Behörde verheiratet
Vater mit Tochter / Tolle
Versprechen, nichts dahinter?
23.15 24 Stunden
Hier wird was geboten!
Deutschland im Auktionsfieber
20.15 The Flash Blitzschlag. Actionserie
Nach neun Monaten ist Barry aus
dem Koma erwacht und stellt fest,
dass ihn der Blitzschlag verändert
hat. Er ist plötzlich in der Lage,
pfeilschnell zu laufen. Doch es gibt
auch Nebenwirkungen.
21.45 Gotham Jim Gordon. Krimiserie
23.30 TV total
Zu Gast: Dieter Nuhr (Kabarettist,
Comedian, Autor und Moderator)
20.00 RTL II News
20.15 Zuhause im Glück –
Unser Einzug in ein neues Leben
Als die kleine Leia das Licht der
Welt erblickt, scheint alles perfekt.
Doch Leias Entwicklung verläuft
ungewöhnlich, sie leidet an einem
Gendefekt und ist schwer
behindert. Das Haus der Familie
ist renovierungsbedürftig.
22.15 Die Bauretter
20.15 BürgerForum live extra
(VPS 20.14) Kultur-Schock? – Kein
neuer Konzertsaal für München
Moderation: Tilmann Schöberl
21.15 Bayern! Im Osten
Dokumentationsreihe
21.45 Rundschau-Magazin
22.00 Münchner Runde
Moderation: Sigmund Gottlieb
22.45 Friedensschlag. Das Jahr der
Entscheidung Dokufilm, D 2010
17.00 hallo hessen 17.50 hessenschau
kompakt 18.00 maintower 18.20 Brisant
18.50 service: reisen 19.15 alle wetter!
19.30 hessenschau 20.00 Tagesschau
20.15 Landleben mit Zukunft 21.00 Brauen und Brennen in Hessen 21.45 Made in
Hessen 22.30 hessenschau kompakt
22.45 Hessen lacht zur Fassenacht 1.30
Kommissar Beck – Die neuen Fälle 2.55
Lachen ohne Punkt und Komma
15.25 Stargate Universe 16.20 Stargate
Universe 17.15 Star Trek – Enterprise 18.10
Star Trek – Raumschiff Voyager 19.10 Star
Trek – Deep Space Nine 20.15 Die Nacht
der Wölfe. Horrorfilm, CDN 2010 22.00
Officer Down. Kriminalfilm, USA 2013
23.55 Black’s Game – Kaltes Land. Thriller, ISL 2012 1.50 We Need to Talk About
Kevin. Drama, GB/USA 2011 3.40 Zwischen den Fremden. Drama, CDN/I 2002
SPORT 1
EUROSPORT
8.00 Teleshopping 8.30 Sport-Quiz 11.30
Teleshopping 14.30 Teleshopping 15.00
NORMAL 15.30 Container Wars 16.00
Container Wars 16.30 Storage Wars – Geschäfte in Texas 17.00 Storage Wars – Geschäfte in Texas 17.30 Aussie Pickers – Die
Trödelexperten 18.30 Bundesliga aktuell
20.00 Fußball. Regionalliga West. 20. Spieltag: Rot-Weiß Oberhausen – SG Wattenscheid. Übertragung aus Oberhausen 22.15
Fantalk 23.15 Fußball 0.00 SPORT CLIPS
8.30 Ski alpin 9.00 Ski alpin 9.30 Ski alpin 9.45 Biathlon 10.30 Biathlon 11.15
Skispringen 12.00 Ski alpin 12.30 Ski alpin 13.00 Ski alpin 13.15 Fußball 14.15
Eurogoals 15.00 Biathlon 15.45 Biathlon
16.30 Skispringen 17.30 Fußball 18.30
Snooker 20.00 Boxen 21.15 Ski alpin
22.00 Ski alpin. Weltmeisterschaften.
Nationen-Teamwettbewerb. Übertragung aus Vail/Beaver Creek (USA) 23.45
Inside ERC 0.15 Skispringen. Weltcup
0.15 Criminal Minds Das dritte Leben
1.15 Navy CIS Krimiserie
2.05 In Gefahr Doku-Soap
Blaue Zeiten = Programmaktualisierung
0.25 Fringe – Grenzfälle des FBI Die
andere Seite (1). Mysteryserie
1.15 Fringe – Grenzfälle des FBI Die
andere Seite (2). Mysteryserie
2.05 Malcolm mittendrin
0.15 Der Trödeltrupp –
Das Geld liegt im Keller
1.10 Klick-stars
2.00 Crash! Knapper geht’s nicht
2.40 Ärger im Revier
0.30 Rundschau-Nacht
0.40 Dr. Alemán Drama, D 2008. Mit A.
Diehl u.a. Regie: Tom Schreiber
2.20 Dahoam is Dahoam
2.55 BürgerForum live extra
A4 Freie Presse
RATGEBER
Dienstag, 10. Februar 2015
Der Magen lässt grüßen
TELEFONFORUM
Morgen Expertenrat
zur Berufsbildung
MEIN GARTENTIPP
Frühes
Gemüse
Gegen Seekrankheit gibt
es diverse Medikamente –
ohne Rezept. Doch Vorsicht vor Nebenwirkungen.
Besser sind Naturmittel.
Wie verschicke ich Bewerbungen?
Welche Angebote gibt es? Diese und
andere Fragen beantworten morgen,
14 bis 16 Uhr Experten. Fragen per
E-Mail an telefonforum@redaktion-nutzwerk.de. Die Fachleute
sind erreichbar unter:
WOLFGANG FRIEBEL
ZU ANSTEHENDEN
ARBEITEN IM GARTEN
expertentipp@redaktion-nutzwerk.de
VON LEA SIBBEL
0351 48642805:
Matthias Weinhold, Berufsberater akademische
Berufe, Agentur f.
Arbeit Freiberg;
Weiß wie eine Wand und ein leichter Grünstich um die Nase – wer so
aussieht und zur Reling eilt, den hat
es voll erwischt: Die Seekrankheit
hat zugeschlagen. Martin DirksenFischer, Leiter des Hafenärztlichen
Dienstes in Hamburg, erklärt: „Man
sagt, neun von zehn haben irgendwann mal in ihrem Leben die Seekrankheit.“
Die Seekrankheit zählt zu den sogenannten Kinetosen, den Bewegungskrankheiten. Die kann Menschen auch in Bussen, Autos oder
Flugzeugen erwischen. Seekrank
wird man, weil es einen sogenannten Sensory Mismatch gibt, erklärt
Prof. Andreas Koch vom Schifffahrtmedizinischen Institut der Marine.
Das, was die Passagiere in ihrer Kabine sehen – nämlich einen starren
Raum –, passt nicht zu dem, was sie
fühlen, also den Bewegungen der
Wellen. Die Stellungsrezeptoren der
Muskulatur und Gelenke und insbesondere das Gleichgewichtsorgan
senden dann andere Signale, als es
der optische Eindruck erlaubt.
0351 48642806:
Heidi Goltzsche,
Berufsberaterin, u.
a. zu Bewerbungen, Agentur für
Arbeit Dresden;
0351 48642807:
Steffen Sommer,
Ausbildungsberater, Industrie- und
Handelskammer
Dresden;
0351 48642808:
Gudrun
Gottschalk,
Ausbildungsberaterin, Handwerkskammer Dresden;
0351 48642808:
André
Pollrich,
Ausbildungs_
berater,
Handwerkskammer Chemnitz
„Neun von zehn
haben irgendwann
mal die
Seekrankheit.“
PASSAGIERRECHT
Bei Streiks gibt es
keinen Ausgleich
Martin Dirksen-Fischer Leiter des Hafenärztlichen Dienstes in Hamburg
Eine Airline kann nicht für einen
Streik des Sicherheitspersonals am
Flughafen verantwortlich gemacht
werden. Sie hat keine Möglichkeit,
die nötigen Kontrollen mit eigenem
Personal durchzuführen. Darauf
weist die Deutsche Gesellschaft für
Reiserecht mit Verweis auf ein Urteil
des Amtsgerichts Hamburg (Aktenzeichen: 36a C 462/13) hin. Wegen
eines Warnstreiks des Sicherheitspersonals verzögerten sich gestern
an den Flughäfen in Stuttgart, Hamburg und Hannover die Flüge. Bei
Flugausfällen oder Verspätungen
wegen eines Streiks erhalten Passagiere ohnehin keine Ausgleichszahlung. Es handelt sich um einen Fall
von höherer Gewalt. (dpa)
„Wenn jemand solche Differenzen
hat, kann der Körper das nicht so gut
ab“, sagt Dirksen-Fischer. Am Anfang entsteht Unwohlsein. Aufstoßen, Druckgefühl, Blässe und Müdigkeit seien ebenfalls typische
Symptome für die erste Phase der
Seekrankheit, erklärt Christian Ottomann, Leiter der Schiffsarztbörse,
die ärztliches Personal für maritime
Einsätze vermittelt.
„Dann kommt es zur Übelkeit“,
beschreibt Ottomann, der selbst ein
Jahr als Schiffsarzt im Einsatz war.
Denn der Körper reagiere auf die unstimmigen Eindrücke mit Stress –
und schütte Stresshormone aus, er-
L
FOTO: CARSTEN REHDER/DPA
Immer schön standfest bleiben.
klärt Koch. Eins davon ist Histamin:
Ist zu viel davon im Körper, ist Übelkeit und Erbrechen die Folge. Daher
gehe man auch davon aus, dass Histamin ein Auslöser dafür ist, dass
Menschen auf See schlecht wird.
Eine Gruppe von Medikamenten,
die man gegen Seekrankheit verschreibt, sind deshalb die Antihistamine – meist als Tabletten oder Kaugummis, erläutert Koch. In schlimmeren Fällen greift der Schiffsarzt
mitunter zu einer Spritze.
Zu einer ganz anderen Gruppe
von Medikamenten zählt das Scopolamin, das unter anderem in Bilsenkraut und Stechapfel enthalten ist.
Es wirke leicht beruhigend und
hemme den Brechreiz, erklärt Koch.
Ottomann sieht es als das stärkste
und zuverlässigste Mittel gegen die
Seekrankheit an. Scopolamin gibt es
zum Beispiel als Pflaster, das man
sich hinters Ohr klebt. Aber natürlich sind beide Medikamentengruppen nicht ohne mögliche Nebenwirkungen. Antihistamine können
zum Beispiel müde machen, Scopolamin könne sogar Halluzinationen
verursachen.
Beim Thema Medikamente spielt
Seekrankheit aber auch noch in einem anderen Zusammenhang eine
Rolle: Durch das Erbrechen wirkten
viele Arzneien, die Betroffene regulär einnehmen, nicht richtig, warnt
Ottomann. Frauen müssen das berücksichtigen, wenn sie die Pille
nehmen. Außerdem kann es bei Diabetikern zu einer Verschiebung des
Blutzuckers führen, sie unterzu-
ckern womöglich. Nicht zuletzt
geht Erbrechen mit einem Flüssigkeitsverlust einher: Deshalb ist es
wichtig, viel zu trinken.
Neben den Medikamenten gibt es
auch ein natürliches Mittel, das Seekranken immer wieder empfohlen
wird: Ingwer. Es soll auf das Brechzentrum wirken, erläutert Koch.
Gut ist außerdem, sich in Richtung
der Schiffsbewegungen zu positionieren, rät Ottomann: bei der Kippbewegung also zum Bug oder Heck
des Schiffs, bei der Rollbewegung
zur Back- oder Steuerbordseite. Damit die Sinneseindrücke wieder besser zueinanderpassen, rät der ehemalige Schiffsarzt zu einer Kabine
mit Blick nach draußen auf die See
und den Horizont.
Wer eine Kabine im Schiffsinneren hat, kann auf eine spezielle Brille mit künstlichem Horizont zurückgreifen. Zwischen Doppelglas
befindet sich dort Flüssigkeit – so
werde die Schräge abgebildet, die
das Schiff eigentlich habe, der Passagier unter Deck aber meist nicht sehen könne, erklärt Koch.
Eventuell helfen auch Entspannungstechniken. Koch rät dazu, sich
hinzulegen und zu schlafen: Denn
dann sinke der Stressspiegel, und
weniger störende Sinneseindrücke
werden registriert. Ob Akupressur
bei Seekrankheit wirkt, dafür gebe
es bislang noch keine wissenschaftlichen Belege, sagt Koch. Und Dirksen-Fischer fügt hinzu: „Ein bisschen Glaube hilft da auch.“
Daneben sollten Betroffene eini-
ges vermeiden: Lesen zum Beispiel.
Das könne das Unwohlsein noch
verstärken, sagt Ottomann. Alkohol
setzt mitunter noch einen auf die
Übelkeit drauf, weil er diese selbst
verursachen kann, erklärt Koch.
Und verzichtet wird besser auch auf
histaminhaltige Nahrung wie
Thunfisch oder Salami.
Wer noch nie eine Kreuzfahrt unternommen hat und gar nicht weiß,
ob er zur Seekrankheit neigt, dem
empfiehlt Dirksen-Fischer eine Minikreuzfahrt zur Probe. Wer dann
ein leichtes Unwohlsein verspürt,
kann sich zwei Gedanken auf die
große Kreuzfahrt mitnehmen: Nach
zwei bis drei Tagen gewöhnt sich der
Körper meist daran, und die Seekrankheit hört auf, sagt Koch. Und:
Viele der modernen Kreuzer haben
heute Stabilisatoren, die die Wellenbewegungen minimieren. Für
Schiffsneulinge halten sich die Sorgen deshalb in Grenzen. (dpa)
Sieben neue Schiffe
Weltweit gibt es zirka 6500 Passagierschiffe; davon etwa 300 Kreuzfahrtschiffe.
Sieben neue Kreuzfahrtschiffe gehen 2015 auf Reisen. Doch bei den
meisten handelt es sich lediglich um
Schwesterschiffe oder um Weiterentwicklungen im Detail. Eine wichtige
Ausnahme ist die „Aida Prima“. Die
Rostocker Reederei Aida Cruises wird
für die mit großer Spannung erwartete Premiere des Jahres sorgen. (dpa)
ange wird es nicht mehr dauern, und die ersten Aussaaten
stehen an. Im Freien betrifft
das die ersten Gemüsesorten wie
Möhren, einige Salatsorten und Radieschen. In einem Gewächshaus
geht das natürlich immer noch etwas früher. Ein Beet für die Aussaat
sollte gründlich vorbereitet werden.
Nach dem Umgraben muss sich die
Erde erst einige Wochen setzen,
dann muss die Oberfläche feinkrümelig und eben sein. Die Reihen
werden markiert und je nach Tiefe
gezogen. Die Aussaat sollte nicht zu
dicht erfolgen, sonst muss später
vereinzelt werden. Das Saatgut wird
leicht angedrückt und bei den meisten Arten auch leicht mit Erde bedeckt. Bei einer Breitsaat harkt man
die Samen ein. Diese Art des Säens
ist aber nur für Rasen oder Pflanzenmischungen zur Bodenbedeckung
zu empfehlen. Meist reicht im Frühjahr die natürliche Feuchtigkeit
zum Keimen, bei Trockenperioden
muss man allerdings nachhelfen.
Viele Gemüse- und Blumenarten
dürfen meist erst nach den Eisheiligen ins Freie, und dann wäre die Kulturzeit zu kurz. Sie verlangen deshalb nach einer Vorkultur. Das trifft
auf Blumen wie Astern und Löwenmaul zu, besonders aber für Tomaten und Paprika. Allerdings muss
man dafür geeignete Möglichkeiten
haben. Vielleicht ist es aber besser,
im Mai zum Gärtner zu gehen.
Der Aussaatzeitpunkt richtet
sich nach dem Pflanztermin, der
meist Ende Mai ist. Um kräftige
Pflanzen anzuziehen, braucht man
gute Bedingungen. Es bringt nichts,
zeitig Tomaten auszusäen und diese
dann in Töpfchen auf dem Fensterbrett lang und dünn wachsen zu lassen. Wenn die Pflanzen dann ins
Freie kommen, kümmern sie. Besser
kommen kompakte, nicht so große
Pflanzen weiter. Wer für die Anzucht ein Gewächshaus hat, ist im
Vorteil. Aber auch da muss man sich
regelmäßig kümmern, damit zur
richtigen Zeit geheizt, gelüftet und
gegossen werden kann. Bei guten Bedingungen reicht für Tomaten ein
Aussaattermin Mitte März.
WOLFGANG FRIEBEL ist Gartenmeister im
Dresdner Schloss Pillnitz.
Karte: Westermann Schulbuchverlag
DAS WETTER AM DIENSTAG
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Fichtelberg
1215 Meter
Klingenthal
1
20
Wind in km/h
10.02.2015
Trüber Spätwintertag
Heute: Heute verdeckt größtenteils
eine geschlossene Wolkendecke die
Sonne. Die höheren Lagen befinden
sich auch längere Zeit im Nebel.
Doch nur selten fällt etwas Sprühregen. Dabei werden während des
Tages 3 bis 7 Grad erreicht, nachts
kühlt es dann auf 2 bis minus 7 Grad
ab. Örtlich kann es zu Glätte durch
Reif und Eis kommen. Der Wind
weht mäßig, in Böen frisch aus West.
Oslo
Aussichten: Morgen bildet sich teilweise Bodennebel. Sonst ist es aufgelockert und trocken. Die Höchstwerte betragen zumeist 4 Grad, die
Tiefsttemperaturen der kommenden
Nacht 0 Grad. Der Wind weht nur
schwach aus Süd. Danach herrscht
freundliches Spätwinterwetter.
Biowetter: Nach einem relativ erholsamen Schlaf sind die meisten
Menschen ausgeruht und haben
Elan. Arbeiten fallen ihnen im Alltag
überwiegend leicht. Auch die Leistungsfähigkeit ist gut. Wetterfühlige
neigen zu hohem Blutdruck.
Dublin
Helsinki
Stockholm
Kopenhagen
London
Berlin
Warschau
Prag
Paris
Basel
Wien
Budapest
07:31 Uhr
Sonnenaufgang:
Sonnenuntergang: 17:15 Uhr
––:–– Uhr
Mondaufgang:
Monduntergang: 09:54 Uhr
Biarritz
Lissabon
Bukarest
Madrid
Rom
Tunis
Kanarische Inseln
Istanbul
Athen
Algier
Rostock
Hamburg
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Vorschau für Chemnitz
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Höchstwerte in °C
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SchneeRegenNebel
Regen
stark
Schneeschauer
schauer
bewölkt
regenbedeckt
SprühGewitter schauer SchneeSchnee
regen
regen
Temperaturen gestern 12 Uhr:
Aue
1 Grad
Berlin
5 Grad
Carlsfeld
-2 Grad
Chemnitz
1 Grad
Dresden
3 Grad
Fichtelberg
-3 Grad
Gera
3 Grad
Görlitz
3 Grad
Leipzig
5 Grad
Plauen
1 Grad
Zinnwald
-1 Grad
-15°C
-10°C
-5°C
0°C
5°C
Wetterlage: Hoch Gabriela wird etwas schwächer, verlagert sich jedoch
leicht nach Osten. Zwischen dem Hoch und Sturmtief Patrick über dem Nordpolarmeer weht feuchte, aber relativ milde Luft nach Nord- und Mitteleuropa. Dabei ist es häufig trüb, aber größtenteils trocken.
Köln
Chemnitz
Frankfurt
Nürnberg
München
10°C
15°C
20°C
25°C
30°C
35°C
Temperaturangaben bilden die Höchst- und Tiefstwerte des 24-Stunden-Tages ab.
Reisewetter heute
6° Schneeschauer
Athen
14°
Regen
Antalya
14°
wolkig
Barcelona
5° stark bewölkt
Budapest
4°
bedeckt
Istanbul
18°
heiter
Kairo
7°
heiter
Kopenhagen
12° stark bewölkt
Lissabon
9° stark bewölkt
London
Moskau
Nizza
Palma d. M.
Paris
Prag
Rom
Stockholm
Tunis
Varna
Wien
-8°
12°
17°
9°
5°
15°
4°
16°
2°
5°
wolkig
sonnig
wolkig
wolkig
stark bewölkt
sonnig
sonnig
sonnig
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Regen
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