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WIRTSCHAFT
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Mittwoch, 29. Oktober 2014
11
Schutz vor Falschberatung
Solarworld
erholt sich
Was bringt das Beschwerderegister? 16 039 Privatanleger meldeten sich bisher in diesem Jahr
Unternehmen meldet
wieder schwarze Zahlen
Von Friederike Marx
FRANKFURT/MAIN. „Zahnloser
Tiger“, „verfassungswidrige Vorratsdatenspeicherung“, „bürokratischer Aufwand“ – das Beraterund Beschwerderegister hat sich
seit seiner Einführung vor zwei
Jahren wenig Freunde gemacht.
Das Ziel: Mehr Schutz der Anleger
vor Falschberatung. Verbraucherschützer sind jedoch skeptisch, die
Finanzbranche beklagt Bürokratie
und die Gewerkschaft Verdi Datensammelwut.
Seit dem 1. November 2012
sammelt die Finanzaufsicht Bafin
die Daten von Anlageberatern in
Deutschland und registriert Beschwerden von Kunden. Geldhäuser sollen nachweisen, dass sie
in den Bereichen, in denen es um
Anlageberatung und den Vertrieb
von Finanzprodukten geht, nur
ausreichend qualifiziertes Personal einsetzen. 164 801 Berater wa-
Seit 2012 registriert die Finanzaufsicht Bafin Beschwerden von
Kunden.
FOTO: DPA
ren Ende September in dem Register erfasst. Bis zum Ende des
dritten Quartals 2014 gingen ins-
gesamt 16 039 Beschwerden von
Privatanlegern bei der Bafin ein –
bei etwa 70 Millionen Anlageberatungen jährlich. 6982 Beschwerden betrafen der Aufsicht
zufolge Privat- und Auslandsbanken, 5165 Sparkassen, 3683 Genossenschaftsbanken und 209 Finanzdienstleistungsinstitute. Die
Institute müssen jede Beschwerde
bei der Bafin melden – unabhängig davon, ob sie begründet oder
unbegründet ist, oder sich später
als Missverständnis erweist.
Häufen sich die Beschwerden
über einen bestimmten Berater,
sucht die Bafin das Gespräch mit
ihm und dem Finanzhaus. In den
ersten neun Monaten dieses Jahres besuchte die Aufsicht 214 Institute. Dabei führte sie Gespräche
mit 1079 Mitarbeitern. Dabei wurde zum Beispiel geprüft, ob der
Berater ein empfohlenes Produkt
und dessen Risiken verständlich
erklären kann oder die Geldanlage
für den beratenen Kunden geeig-
net ist. Die Aufsicht kann im Extremfall Sanktionen von Bußgeldern bis hin zum Berufsverbot
verhängen – das ist bisher allerdings noch nicht vorgekommen.
Ein Institut und sechs Vertriebsbeauftragte wurden aber verwarnt. Die Aufsicht befürchtete,
dass die Vertriebsvorgaben Kundeninteressen
beeinträchtigen
könnten. Namen darf die Aufsicht
allerdings nicht nennen. Aus Sicht
von Verbraucherschützern ist dies
eine entscheidende Schwäche.
Grundsätzlich sei das Register
eine gute Idee, „weil es die Finanzberatung unter Aufsicht
stellt“, sagt Nils Nauhauser, Finanzexperte bei der Verbraucherzentrale
Baden-Württemberg.
„Solange die Öffentlichkeit aber
nicht erfährt, welche Fehler entdeckt wurden und bei welchem
Institut sie sich häufen, bleibt das
Beschwerderegister ein zahnloser
Tiger“. Härter als Bußgelder treffe
Geldhäuser ein möglicher Repu-
tationsverlust. Die Grünen-Abgeordnete Bärbel Höhn formulierte
es kürzlich so: „Außer frommen
Gesprächen zwischen Aufsichtsbehörden und Vertriebsverantwortlichen in den Banken gibt es
scheinbar keinen Effekt“.
Banken und Sparkassen weisen
darauf hin, dass es schon vor dem
Register umfassende Vorschriften
zur Anlageberatung gab, deren
Einhaltung die Bafin regelmäßig
überprüfe. Sie befürchten, dass die
Bankmitarbeiter unter Generalverdacht gestellt werden, argumentiert die Deutsche Kreditwirtschaft. Aus Sicht der Gewerkschaft Verdi handelt es sich bei der
Speicherung von Daten von Anlageberatern und Vertriebsbeauftragten wie Name, Geburtstag und
berufliche Funktion um verfassungswidrige Vorratsdatenspeicherung. Eine Klage vor dem Verwaltungsgericht Frankfurt blieb
allerdings erfolglos. Verdi hat Berufung beantragt.
dpa
BONN. Der angeschlagene Solarmodulhersteller Solarworld sieht
sich vor allem dank eines besseren
Auslandsgeschäfts auf Erholungskurs. Nach dem Schuldenschnitt
vom Frühjahr und Beginn des
Konzernumbaus meldeten die
Bonner am Dienstag wieder
schwarze Zahlen im laufenden
Geschäft für die ersten neun Monate des Jahres. Der Gewinn vor
Zinsen und Steuern (Ebit) lag
demnach bei 77 Millionen Euro –
im Vorjahreszeitraum hatte das
Unternehmen einen operativen
Verlust von 95 Millionen Euro verbucht.
Angaben zum Nettoergebnis
machte Solarworld bei der Vorlage
vorläufiger Zahlen nicht. In
Deutschland kämpfen viele Betriebe aus der Solarbranche weiter
mit der gesenkten staatlichen Förderung und der Billigkonkurrenz
aus Asien.
dpa
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Geschafft: Zweieinhalb Jahre haben die Absolventen des MBA-Fernstudienprogramms
FOTO: H. W. LAMBERZ
neben ihrem Berufsalltag studiert.
Abschluss und Neustart im
MBA-Fernstudienprogramm
Bewerbungsphase für neue Interessenten startet
Allen Grund zu feiern hatten die Absolventen des MBA-Fernstudienprogramms, die
am 29. September in festlichem Rahmen
geehrt wurden: Zweieinhalb Jahre haben
sie neben ihrem Berufsalltag studiert und
den international anerkannten Titel „Master of Business Administration (MBA)“ erworben. Traditionell in Hut und Robe nahmen sie ihre Ehrung entgegen.
Die vier Jahrgangsbesten wurden besonders ausgezeichnet, darunter Verena Pfeiffer, die die Vertiefungsrichtung Leadership
gewählt hatte: „Nach meinem Erststudium,
das ich auch am RheinAhrCampus absolviert habe, fehlten mir Kenntnisse, um eine
höhere Position mit Personalverantwortung ausführen zu können“. Leadership
bildete für sie die passende Ergänzung.
„Kommunikation und der Zusammenhang
zu den Neurowissenschaften waren
Schlüsselerlebnisse, die ich im Bereich der
Personalführung direkt in der täglichen Berufspraxis umsetzen konnte“, so Pfeiffer.
Doch kaum sind die Absolventen verabschiedet, laufen die Vorbereitungen für
neue Interessenten am RheinAhrCampus
auf Hochtouren: Am Freitag, 21. November, findet eine Informationsveranstaltung
zum Fernstudium statt. Das MBA-Team
präsentiert das Fernstudienprogramm und
ehemalige Studierende berichten über ihre
Erfahrungen. Interessenten können sich individuell beraten lassen und Einsicht in die
Studienmaterialien nehmen. Das MBAFernstudienprogramm erstreckt sich über
zweieinhalb Jahre. Während der ersten beiden Semester bauen die Studierenden ihr
betriebswirtschaftliches Know-how aus
und erwerben Managementkompetenzen.
Im dritten und vierten Semester erweitern
sie ihre Kompetenzen in einer von acht
wählbaren Vertiefungsrichtungen: Gesundheits- und Sozialwirtschaft, Leadership, Logistikmanagement, Marketingmanagement,
Produktionsmanagement,
Sportmanagement, Tourismusmanagement
oder
Unternehmensführung/Finanzmanagement. Das fünfte Semester dient der
Erstellung der Master-Thesis.
Ein akkreditierter MBA-Abschluss gilt
weltweit als anerkannte Weiterbildung für
Fach- und Führungskräfte. Ein Fernstudium bietet eine ideale Möglichkeit, sich neben dem Job weiterzuqualifizieren und die
Karriere anzukurbeln. Es lässt sich flexibel
gestalten und kann an individuelle Bedürfnisse angepasst werden. So finden die freiwilligen Präsenzveranstaltungen ausschließlich an Samstagen statt. Außerdem
haben die Fernstudierenden die Möglichkeit Urlaubssemester einzulegen und Prüfungen zu verschieben, sollte beispielsweise die Arbeitsbelastung einmal höher sein.
l www.mba-fernstudienprogramm.de
www.zfh.de
Rufen Sie uns an:
0228/6688-360
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