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SWR2 Tandem
Programm November 2014
Montag bis Freitag von 10.05 Uhr bis 10.30 Uhr
und von 19.20 Uhr bis 20.00 Uhr
Kontakt:
Südwestrundfunk
SWR2 Tandem
76522 Baden-Baden
E-mail: Tandem@swr.de
Homepage: www.swr2.de/tandem
Wöchentlich aktuelle Informationen aus der Redaktion erhalten Sie über unseren Newsletter,
den Sie über unsere Homepage www.swr2.de/tandem kostenlos abonnieren können.
Sende-Mitschnitte können Sie bei SWR Media GmbH, 76522 Baden-Baden bestellen.
Liebe Hörerinnen und Hörer,
vom 15.- 21. November findet die ARD Themenwoche Toleranz statt, ihr Motto: „Anders als
du denkst“. In unserem Tandem-Programm beleuchten wir unterschiedliche Aspekte und
Formen von Toleranz, aber ebenso setzen wir uns mit ihrem Gegenteil, der Intoleranz,
auseinander. Es kommen Menschen zu Wort, die Toleranz leben; andere engagieren sich
gegen autoritäre, undemokratische Ereignisse und Strukturen, sie kämpfen für mehr
gesellschaftliche Gerechtigkeit und Toleranz.
Um Toleranz als Herausforderung in der Familie geht es am Donnerstag, den 20.11. Ina
Jackson und Kristine Kretschmer berichten um 10.05 Uhr über eine große PatchworkFamilie, wo die unterschiedlichsten Interessen, Ansprüche und Bedürfnisse unter einen Hut
gebracht werden müssen, damit das familiäre Zusammenleben gelingt. Abends um 19.20h
führen wir dieses Thema in Hörer Live fort. Am 21. November um 10.05h erzählt Rupert
Neudeck, Gründer der Hilfsorganisationen Cap Anamur und Grünhelme, von seinem
Lebensprojekt, der humanitären Hilfe für Menschen in Not. In seinem zum 75. Geburtstag
erschienenen Buch „Radikal leben“ äußert sich Neudeck auch voller Bewunderung über
Papst Franziskus, dessen erste Reise als Papst ihn auf die süditalienische Insel Lampedusa
führte, wo seit vielen Jahren Flüchtlinge aus Afrika ankommen. Papst Franziskus war es
auch, der im Juni in Kalabrien ein Machtwort sprach, ein klares Nein zur Herrschaft der
Ndrangheta. Er verurteilte die Mafiaorganisation und erklärte ihre Mitglieder für
exkommuniziert – ein bislang ungehörtes Verdikt eines Papstes. Im Feature „Im Fadenkreuz“
(17.11., 19.20h und 18.11., 10.05h) erzählen Opfer der Ndrangheta von ihrem Leben
zwischen Stacheldraht und Personenschutz. Sie und immer mehr Kalabreser kämpfen für
unveräußerliche demokratische Grundrechte, für eine tolerante Gesellschaft.
Auch am 19.11. um 10.05 geht es um ein Nein. Natalie Putsche berichtet vom Kampf der 14jährigen Lucia Grün gegen den Bau eines riesigen Schlachthofs.
Und in unserer Klappstuhllesung „Der Junge in der silbernen Jeans“ am 18.11. um 19.20h
wird es darum gehen, was passiert, wenn menschliche und soziale Werte wie Toleranz und
Empathie verloren gehen.
Gleich nach der Themenwoche Toleranz haben wir am Montag, den 24. November zwei
Feature im Programm, die von Frauenleben in patriarchalisch geprägten Gesellschaften
erzählen: um 10.05h geht es um Frauen in Albanien, um 19.20h um Frauen in Kirgisistan –
sie leben in ihren Gesellschaften „anders als du denkst“.
Inspirierende und erkenntnisreiche Radiozeiten wünscht
Karin Hutzler
Montag, 3. November 2014 um 10.05 Uhr
Zweifel im Gerichtssaal
Der NSU-Prozeß in München ist immer noch gut besucht, doch Zuschauer haben
viele Fragen
Von Thomas Moser
Seit Mai 2013 wird gegen die Komplizin der verstorbenen Haupttäter Beate Zschäpe
und vier weitere Komplizen vor dem Oberlandesgericht in München verhandelt. Der
Prozeß ist bis heute gut besucht. Auf der Zuschauertribüne haben 100 Personen
Platz, 50 Journalisten und 50 Bürger. Ein Rentner aus München stellt sich jeden
Morgen an und hat fast keinen Sitzungstag versäumt. Die Beauftragte der
Bundesregierung für die Opferfamilien, Barbara John, kommt immer wieder zur
Hauptverhandlung. Und eine Studentin hat mehrere Wochen am Stück dieses
historische Verfahren beobachtet. Jenseits der journalistischen Nachrichtenlage
machen sie ihre eigenen Wahrnehmungen, haben ihre eigenen Fragen und ziehen
ihre eigenen Schlüsse.
(Autor für SWR 2014 / Red.: Rudolf Linßen)
Montag, 3. November 2014 um 19.20 Uhr
Eine ganz unzulässige Geringschätzung der eigenen Person
Bestattungen heute
Von Michael Lissek
Regie: der Autor
Der Begriff der Event-Bestattung geistert seit einigen Jahren durch die Medien.
Angeblich gehe der Trend zum personalisierten Begräbnis, da würde mit
Champagner am Grab angestoßen, Rockmusik erklinge und die Särge seien
individuell gestaltet. Die Zahlen der großen städtischen Bestattungsunternehmer
sprechen eine andere Sprache: Die meisten Menschen ließen sich post mortem
verbrennen, 40% bevorzugten eine anonyme Bestattung auf Streufeldern, Wäldern
oder im Meer - mit Minimalfeier, ohne Grabstein: Gone with the wind. Warum?
Benötigt der moderne, virtuelle, flexible Mensch keine bleibende Grabstätte mehr?
Aber wo wird dann getrauert?
(SWR 2012 / Red.: Karin Hutzler)
Dienstag, 4. November 2014 um 10.05 Uhr
Eine ganz unzulässige Geringschätzung der eigenen Person
Bestattungen heute
Von Michael Lissek
Wiederholung vom Montag, 19.20 Uhr
Dienstag, 4. November 2014 um 19.20 Uhr
Schrille Post
Hörspiel von Dunja Arnaszus
Regie: Dunja Arnaszus
"A Song for a Flight" heißt der Wettbewerb, bei dem Jugendliche ein Ticket nach
New York gewinnen können. Die Bedingung: Sie müssen einen Song schreiben und
in mindestens fünf Sprachen performen. Sechs Hamburger Jugendliche machen mit.
Sie kommen aus allen Ecken des Lebens und der Welt und sprechen Türkisch, Dari,
Farsi, Urdu, Serbisch, Wolof und noch ein paar andere Sprachen. Sie wollen einfach
nur Respekt oder nicht dauernd auf den kleinen Bruder aufpassen oder genauso
einzigartig sein wie alle anderen. Bis aus vielen Rhythmen ein einziges Lied wird,
trudelt die unwahrscheinliche Gemeinschaft durch Missverständnisse und wilde
Hoffnungen.
(SWR 2012 / Red.: Katrin Zipse)
Mittwoch, 5. November 2014 um 10.05 Uhr
Zwei Rettungswagen für Syrien
Vom hürdenreichen Weg eines Hilfstransports
Von Marie von Kuck
Der Berliner Arzt Moustafa Mahjoub ist 70 Jahre alt und in Damaskus aufgewachsen,
- der schönsten Stadt der Welt, wie er sagt. Seit Krieg ist in Syrien, kann er kaum
noch schlafen. Die Sorge um alle und alles, was ihm dort lieb ist, lässt ihn beinahe
verzweifeln. Er beginnt Kleidung zu sammeln, Decken, Rollstühle, Krankentragen
und ersteigert schließlich sogar zwei Rettungswagen. Die nach Syrien zu bringen ist
jedoch gar nicht so einfach. Das Feature taucht ein in Informationschaos und
Interessenpoker und lauscht den Erinnerungen an ein Land, das es nicht mehr gibt.
(Autorin für SWR 2014 / Red.: Petra Mallwitz)
Mittwoch, 5. November 2014 um 19.20 Uhr
Rakete (Aufzeichnung)
Junge Leute im Gespräch
Moderation: Rebecca Rodrian
Redaktion: Ellinor Krogmann
Donnerstag, 6. November 2014 um 10.05 Uhr
Für mich bist Du gestorben!
Kontaktabbruch in der Familie. Eine Tochter erzählt.
Von Petra Palmer
Der Kontaktabbruch in der Familie scheint eines der letzten Tabuthemen unserer
Gesellschaft zu sein. Zahlen gibt es keine, doch die starke Zunahme in
Selbsthilfegruppen lässt darauf schließen, dass immer mehr Kinder den Kontakt zu
Vater, Mutter oder beiden radikal abbrechen. Petra Palmer, seit zwei Jahrzehnten
ohne Kontakt zu den Eltern, erzählt von den Schattenseiten eines Lebens in
„Funkstille“, dem inneren Ringen nach Klarheit, der Sehnsucht nach Versöhnung –
und wagt die Annäherung.
(SWR 2014 / Red.: Petra Mallwitz)
Donnerstag, 6. November 2014 um 19.20 Uhr
Hörer live
Moderation: Ellinor Krogmann
Redaktion: Petra Mallwitz
Freitag, 7. November 2014 um 10.05 Uhr
Wie schreibt man Bananä?
Analphabeten und ihre Strategien, das Leben zu meistern
Von Anja Kempe
Die meisten der 7,5 Millionen funktionalen Analphabeten in Deutschland leben nicht
von Hartz-IV, sondern sind berufstätig. Viele haben einen Schulabschluss und eine
abgeschlossene Lehre. Dieses Ergebnis brachte eine Studie der Universität
Hamburg. Es gibt Tricks und Strategien, mit denen man überall durchkommt,
erklären Betroffene. „Nicht mal meine Frau hat gemerkt, dass ich nicht lesen und
schreiben kann“, berichtet ein Handwerker, der in Koblenz einen AlphabetisierungsKurs besucht.
(Autorin für SWR 2014 / Red.: Ellinor Krogmann)
Freitag, 7. November 2014 um 19.20 Uhr
Musik
Unerhörtes aus Pop, Jazz und Weltmusik
Moderation: Bettina Stender
Montag, 10. November 2014 um 10.05 Uhr
Selbstverständlich ginge er lieber mit
Elly Heuss-Knapp und Theodor Heuss im Ersten Weltkrieg
Von Knut Weinrich
Lange bevor er Bundespräsident wurde und sie das deutsche Müttergenesungswerk
gründete, lebte das Paar in Straßburg. Zu Beginn des Krieges war Theodor
Chefredakteur der Neckar Zeitung, einer kleinen Tageszeitung in Heilbronn, in
dessen Verlauf schuf Elly einen Rahmen für Heimarbeit für Frauen, die auf diese
Weise Geld verdienen und zugleich zuhause bei ihren Kindern sein konnten. Schon
nach wenigen Wochen beschäftigte Elly Heuss-Knapp vierhundertfünfzig Frauen und
half ihnen, ihren Lebensunterhalt zu sichern. Eine Spurensuche von Knut Weinrich.
(SWR 2014 / Red.: Rudolf Linßen)
Montag, 10. November 2014 um 19.20 Uhr
Im Wald geboren
Eine Geschichte vom Sesshaftwerden
Von Andreas Boueke
Regie: Maria Ohmer
Alice Nyamihanda stammt aus dem Volk der Batwa. Jahrtausende lang haben ihre
Vorfahren im Grenzgebiet von Uganda, Ruanda und dem Kongo als Sammler und
Jäger in Wäldern gelebt. Alice ist 1988 noch im Wald geboren, kurz bevor die
ugandische Regierung ihr Volk vertrieb, um einen Nationalpark einzurichten.
Entschädigt wurden die Batwa nie. Auf einmal mussten sie sesshaft werden, aber die
Landwirtschaft war ihnen genau so fremd wie städtisches Leben. Heute leben die
meisten Batwa in bitterer Armut am Rande der Gesellschaft. Alice ist es gelungen,
große Hindernisse zu überwinden. Als Erste ihres Volkes hat sie einen
Universitätsabschluss geschafft.
(SWR 2014 / Red.: Karin Hutzler)
Dienstag, 11. November 2014 um 10.05 Uhr
Im Wald geboren
Eine Geschichte vom Sesshaftwerden
Von Andreas Boueke
Wiederholung vom Montag, 19.20 Uhr
Dienstag, 11. November 2014 um 19.20 Uhr
Der Schneekugelmacher
Hörspiel von Claudia Weber
Regie: Claudia Weber
Er ist Schneekugelmacher. In Anführungszeichen, denn seine Schneekugeln dienen
nur zur Tarnung. In Wahrheit kann er die Zeit zurückdrehen und die Menschen zu
dem einen perfekten Moment ihres Lebens zurückbringen: so, als wäre keine
Sekunde seitdem vergangen. Das verspricht zumindest der Text auf seinem
Werbeplakat, und eine potentielle Kundin sitzt schon in seiner Werkstatt. Aber was,
wann und wo war der eine perfekte Moment ihres Lebens? Das wird, je greifbarer
dieser Moment werden sollte, immer unklarer. Viel klarer dagegen wird, dass der
Schneekugelmacher wohl eher in Metaphern spricht.
„Der Schneekugelmacher“ ist ein abenteuerlicher Versuch, der eigenen
Vergangenheit zu entkommen. Nicht nur metaphorisch.
(Autorenproduktion 2014 / Red.: Katrin Zipse)
Mittwoch, 12. November 2014 um 10.05 Uhr
Ich Tarzan, Du Jane - im Internet-Dschungel
Online Dating im Selbstversuch
Von Martin Hecht
Viele spielen mit dem Gedanken und viele spielen das Spiel für kurze Zeit, nämlich
machen einen aufrechten Versuch, in einer geeigneten Partnervermittlungsbörse
einen Partner oder eine Partnerin kennenzulernen. Autor Martin Hecht tat es aufrecht
und traf Menschen, die es ebenso ernst meinten. Darüber ehrlich Mitteilung zu
geben, wie es schließlich gelaufen ist, ist heikel und liegt in der Natur der Sache,
denn es geht um viel intimeres, als um Sex, nämlich darum, wer man vor dem
anderen, dem noch Fremden wirklich ist.
(Autorenproduktion 2014 / Red.: Rudolf Linßen)
Mittwoch, 12. November 2014 um 19.20 Uhr
Rakete (Aufzeichnung)
Junge Leute im Gespräch
Moderation: Patrick Batarilo
Redaktion: Ellinor Krogmann
Donnerstag, 13. November 2014 um 10.05 Uhr
Wenn es gefährlich wird
- Eine Exkursion in Grenzbereiche Von Regina Burbach
Ralf Bongartz war 20 Jahre lang Kriminalhauptkommissar bei der Polizei. Er klärte
Gewaltverbrechen auf. Heute, als Trainer für Konfliktmanagement und
Körpersprache, gibt er seine Erfahrungen weiter, um Gewalt zu verhindern. – So
erklärt er zum Beispiel, warum wir einem Opfer nicht helfen und vor Angst erstarren,
aber auch, wie wir diese Angst nutzen und was wir tun können, ohne Muskelkraft.
Um zu vermeiden, dass durch unser Einmischen eine Sache noch eskaliert, kann es
wichtig sein, Verhaltensmuster zu kennen, sowohl die des Angreifers als auch die
eigenen.
(Autor für SWR 2014 / Red.: Nadja Odeh)
Donnerstag, 13. November 2014 um 19.20 Uhr
Hörer live
Moderation: Patrick Batarilo
Redaktion: Ralf Kröner
Freitag, 14. November 2014 um 10.05 Uhr
Jedes Wort wirkt
Almut Engelien spricht mit der Sprachforscherin Mechthild von Scheurl-Defersdorf
„Ich mach das mal schnell“ - wer von uns sagt so etwas nicht täglich? Der ständige
Gebrauch des Wortes "schnell" verbreite nur Hektik und setze den Sprechenden
selbst unnötig unter Druck, sagt Mechthild von Scheurl-Defersdorf . Sie hat in den
1990er Jahren das Institut "Lingua Eterna" in Erlangen gegründet. Dort können sich
Menschen in Fortbildungen und Einzelberatungen ihrer Sprache bewusst werden. Im
Gespräch mit Almut Engelien erzählt die Sprachwissenschaftlerin, wie eigene
existentielle Erfahrungen sie auf diesen Weg brachten, und wie eine neue
Ausdrucksweise das ganze Leben verändern kann.
(SWR 2014 / Red.: Petra Mallwitz)
Freitag, 14. November 2014 um 19.20 Uhr
Musik
Unerhörtes aus Pop, Jazz und Weltmusik
Moderation: Patrick Batarilo
Montag, 17. November 2014 um 10.05 Uhr
Pflege in der Ferne
Deutsche Senioren in polnischen Heimen
Von Ernst-Ludwig von Aster und Anja Schrum
Jeden Monat steigt Marita B. ins Flugzeug. Sie fliegt von Dortmund nach Katowice in
Polen, um dort ihren dementen Vater im Altersheim zu besuchen. Seit über einem
Jahr lebt der 85-Jährige in der „Seniorenresidenz an der Oder“, einem neugebauten
Heim nur für deutsche Rentner: Deutschsprachiges Personal, guter
Betreuungsschlüssel, medizinische Rundumversorgung – das Angebot des
Betreibers hat Marita B. überzeugt. „Natürlich spielen auch die Kosten eine Rolle“,
sagt die 60-Jährige. Sie sind rund halb so hoch wie in vergleichbaren Einrichtungen
in Deutschland. „Zuhause muss ich mich oft rechtfertigen“, sagt Marita B.. „Du hast
ihn abgeschoben“ lautet der Vorwurf, den sie immer wieder zu hören bekommt.
(SWR 2014 / Red.: Nadja Odeh)
Montag, 17. November 2014 um 19.20 Uhr
Im Fadenkreuz
Kalabrien und die Ndrangheta
Von Aureliana Sorrento
Regie: Nicole Paulsen
Als der Priester Giacomo Panizza nach Kalabrien zog, gründete er ein Sozialprojekt
für Menschen mit Behinderungen. Er wollte sich für Bürgerrechte und soziale
Gerechtigkeit einsetzen. Aber in Kalabrien regiert die Ndrangheta, und die diktiert
ihre eigenen Gesetze. Seitdem eine seiner Kooperativen das konfiszierte Haus eines
Clans bezogen hat, steht Don Giacomo im Visier der kalabrischen Mafia. Um sein
Leben bangen muss auch der Unternehmer Gaetano Saffioti. Er hat die Bosse
angezeigt, die ihn jahrzehntelang erpressten; nun lebt er isoliert, von Kameras und
Leibwächtern bewacht. Der Geschäftsmann Bentivoglio hat die Schüsse eines
Mordkommandos knapp überlebt, doch er ist wirtschaftlich ruiniert. Aber es regt sich
Widerstand, immer mehr Menschen sagen nein zur Herrschaft der Ndrangheta.
(SWR 2014 / Red.: Karin Hutzler)
Dienstag, 18. November 2014 um 10.05 Uhr
Im Fadenkreuz
Kalabrien und die Ndrangheta
Von Aureliana Sorrento
Wiederholung vom Montag, 19.20 Uhr
Dienstag, 18. November 2014 um 19.20 Uhr
Klappstuhllesung
Der Junge in der silbernen Jeans
Von Johanna Hemkentokrax
Regie: Ulrich Lampen
Die Wiesen sind matschig, das Gras riecht nach feuchter Erde und Moder. Zwischen
den Bäumen tauen die Reste des ersten Schnees. Es ist kälter als der Kapitän
gedacht hat. Vielleicht wäre er besser ins Nachtasyl gegangen. In seinem Schlafsack
rutscht er näher ans Feuer, trinkt Schnaps und phantasiert sich in eine wärmere
Welt. In einem Kinderzimmer mit Aquarium sitzen fünf Jugendliche und betrinken
sich mit Wodka-Cola aus Limonadengläsern. Dann ziehen sie los. Leute anpöbeln,
Schaufenster einwerfen, ein bisschen Randale machen. Irgendwann im Lauf des
Abends treffen sie auf den Kapitän. Das Schreckliche passiert. Und es gibt
niemanden, der interveniert.
(SWR 2014 / Red.: Katrin Zipse)
Mittwoch, 19. November 2014 um 10.05 Uhr
Protokoll einer Verhinderung
Wie eine 14-jährige gegen den Bau eines Schlachthofes kämpft
Von Natalie Putsche
Sie sprechen von Hunderten neuen Arbeitsplätzen und wollen Millionen investieren:
Für den Bau eines Megaschlachthofes im beschaulichen Bernburg, in SachsenAnhalt. Aber der italienische Fleischgigant hat nicht damit gerechnet, dass sich ihm
eine fest entschlossene Teenagerin in den Weg stellt. Lucia Grün will nicht
hinnehmen, dass in ihrer Nachbarschaft täglich 15 000 Schweine getötet werden. Im
Internet fordert sie deutschlandweit auf, mit ihr zusammen den Schlachthof zu
verhindern. Und die Zeit läuft. Auch Autorin Natalie Putsche hat Lucias Protest
erreicht.
(Autorin für SWR 2014 / Red.: Petra Mallwitz)
Mittwoch, 19. November 2014 um 19.20 Uhr
Rakete (Aufzeichnung)
Junge Leute im Gespräch
Moderation: Fabian Elsäßer
Redaktion: Ralf Kröner
Donnerstag, 20. November 2014 um 10.05 Uhr
Die Patchworker
Toleranz als Herausforderung in der Familie
Von Ina Jackson und Kristine Kretschmer
Vater, Mutter, Kind? Darüber kann Katharina nur lachen. Familie bedeutet bei ihr: der
Ex und die gemeinsamen Kinder, der Neue und die gemeinsamen Kinder, seine
Kinder aus erster Ehe, seine frühere Frau, deren neuer Partner und dazu natürlich
noch diverse Verwandte. Wer in so einem Beziehungsgeflecht lebt, braucht einmal
mehr die Fähigkeit, sein Ego zurück zu nehmen und nicht alles auf die Goldwaage zu
legen. Katharina jedenfalls fühlt sich immer dann, wenn sie die unterschiedlichsten
Ansprüche, Interessen und Familienkulturen unter einen Hut bringen soll, an den
Ursprung des Wortes Toleranz erinnert: Erdulden.
(SWR 2014 / Red.: Petra Mallwitz)
Donnerstag, 20. November 2014 um 19.20 Uhr
Hörer live
Moderation: Fabian Elsäßer
Redaktion: Nadja Odeh
Freitag, 21. November 2014 um 10.05 Uhr
Radikal leben
Nadja Odeh im Gespräch mit Rupert Neudeck
Das Flüchtlingsschiff Cap Anamur, Notärzte e. V., die Grünhelme - Rupert Neudecks
Lebensprojekt ist die humanitäre Hilfe, sein geistiger Mentor der französische
Schriftsteller und Philosoph Albert Camus. In dessen Roman „Die Pest“ sagt der Art
Rieux jenseits allen Kalküls: „Im Moment gibt es die Kranken, und die müssen wir
heilen.“ Die momentane politische Weltlage lässt viele Menschen verzweifeln, nicht
aber Rupert Neudeck. „Jede große humanitäre Aktion ist hineingehalten in die
Vergeblichkeit“, schreibt er in seiner jüngst erschienenen Streitschrift, „Radikal
leben“. Rupert Neudeck ist in diesem Jahr 75 geworden und gibt seinen
humanitären Kampf nicht auf.
(SWR 2014 / Red.: Petra Mallwitz)
Freitag, 21. November 2014 um 19.20 Uhr
Mit geballter Energie zu spiritueller Kraft
Tina Turner wird 75
Von Christiane Rebmann
„Ich verfüge über eine sehr starke Kraft und Ausdauer und die Fähigkeit zu lernen.
Ich habe gelernt, die richtigen Entscheidungen zu treffen.“ Das ist wohl das
Geheimnis des Erfolges der US Künstlerin Annie Mae Bullock, die unter dem Namen
Tina Turner bekannt wurde und den Aufstieg von der 17jährigen
Backgroundsängerin im Kaff Nutbush zu einer der erfolgreichsten Popsängerinnen
der Welt schaffte. Christiane Rebmann hat Tina Turner mehrfach getroffen und
portraitiert sie anlässlich ihres 75ten Geburtstages am 26. November. Die
Wahlzürcherin Turner erzählt nicht nur aus ihrer Karriere, sondern auch, warum sie
sich zuletzt fast ausschließlich spirituellen Themen zugewandt hat.
(SWR 2014, Redaktion Bettina Stender)
Montag, 24. November 2014 um 10.05 Uhr
Wer, wenn nicht wir!
Drei Frauen in Albanien
Von Eggert Blum
Aleksandra, 33, schlägt sich als Zeitungsredakteurin mit der Korruption herum. Keti,
36, hat eine große Textilfabrik aufgebaut. Gjystina, 48, lebt in einem verarmten
Bergdorf und hilft ihrer Familie durch den Verkauf von Heilkräutern. Drei Frauen ohne
Ehemann und Kinder – sie zahlen einen Preis für ihre Selbständigkeit. Durch ihre
Arbeit wollen sie aus dem patriarchalisch geprägten Albanien ein besseres Land
machen.
(Autor für SWR / Red.: Rudolf Linßen)
Montag, 24. November 2014 um 19.20 Uhr
Wenn wir nichts tun, wer dann?
Frauenleben in Kirgisistan
Von Mirjam Leuze
Regie: Maria Ohmer
Barskoon, ein Dorf in den Bergen Kirgisistans: Dort leben Erkingül, Sakisch und Asel.
Sie haben die Umweltorganisation Karek gegründet und Jahre lang gegen eine
Goldmine demonstriert. Erkingül wurde wegen ihrer politischen Arbeit massiv unter
Druck gesetzt, heute ist sie Parlamentsabgeordnete und setzt sich weiter für den
Umweltschutz ein. Asel ist alleinerziehend, weil sie den Mut hatte, sich nach dem in
Kirgisistan üblichen Brautraub von ihrem Entführer zu trennen. Sakisch fuhr als erste
Frau im Dorf ein Auto. Karek ist nicht nur eine politische Interessengruppe, sondern
auch eine Gemeinschaft unabhängiger Frauen, die ihr Leben selbst in die Hand
nehmen.
(SWR 2014 / Red.: Karin Hutzler)
Dienstag, 25. November 2014 um 10.05 Uhr
Wenn wir nichts tun, wer dann?
Frauenleben in Kirgisistan
Von Mirjam Leuze
Wiederholung vom Montag, 19.20 Uhr
Dienstag, 25. November 2014 um 19.20 Uhr
Tatort Dallas
Fünf Variationen über einen Todesfall
Von Michel Decar, Konstantin Küspert, Jakob Nolte, Lissy Pernthaler und Marie
Rathscheck
Projektleitung und Regie: Regine Ahrem
Der Mord an John F. Kennedy bleibt ein großes Mysterium der jüngeren
Zeitgeschichte. Bis heute ist nicht restlos geklärt, ob Lee Harvey Oswald der
Alleintäter war oder Kennedy das Opfer einer Verschwörung wurde. In fünf
unterschiedlichen Szenarien haben sich Studenten des Studiengangs Szenisches
Schreiben der Universität der Künste Berlin diesem Thema genähert. Dabei ging es
ihnen weniger um den kriminalistischen als um den psychologischen Aspekt des
Tatgeschehens. Ihr Fokus liegt auf den Minuten, ja Sekunden, bevor und nachdem
die Schüsse fielen.
(RBB 2013 / Red.: Katrin Zipse)
Mittwoch, 26. November 2014 um 10.05 Uhr
Mensch, halt den Mund!
Schreibabys, die Hilflosigkeit und die Therapie
Von Dieter Jandt
Das Baby liegt auf der Spieldecke. Es schreit seit drei Stunden. Oft stimmt die
Zwillingsschwester daneben mit ein. Die Eltern sind verzweifelt. Der Kinderarzt hat
keine körperlichen Schäden feststellen können. Eltern wissen oft nicht, dass es
Behandlungsmöglichkeiten für Schreibabys gibt. Sie sind ratlos, suchen die Schuld
bei sich, und Außenstehende verstehen nicht, wieso die Mutter nicht in der Lage ist,
das Kind zu beruhigen. Erst, als diese eine Therapeutin für genau dieses Problem
findet, bessert sich die Situation. Nun will die Familie für drei Wochen nach Amerika.
Was ist, wenn die Kinder im Flugzeug anfangen zu schreien?
(SWR 2014 / Red.: Nadja Odeh)
Mittwoch, 26. November 2014 um 19.20 Uhr
Rakete (Live)
Junge Leute im Gespräch
Moderation: Rebecca Rodrian
Redaktion: Fabian Elsäßer
Donnerstag, 27. November 2014 um 10.05 Uhr
Klänge der Heimat - Klänge der Ferne
Eine akustische Spurensuche in vier Stationen
Von Studierenden der Hochschule Darmstadt, Fachbereich Media
Wie klingt Heimat? Und was bedeutet es für das Ohr, in der Fremde zu leben? Die
Stimmen, die Maschinenlaute, die Naturgeräusche, mit denen man aufgewachsen
ist, vermitteln Vertrautheit, Geborgenheit und Orientierung. Doch den meisten
Menschen wird das erst bewusst, wenn sie in der Fremde leben, weil sie dann die
akustische Umgebung ihrer Heimat schmerzlich vermissen. 22 Studierende des
Fachbereichs Media der Hochschule Darmstadt haben dem Phänomen, Heimat und
Fremde über das Ohr wahrzunehmen, im Rahmen einer Semesterarbeit
nachgespürt. Angeleitet wurden sie dabei von ihren Professorinnen Sabine
Breitsameter und Angelika Groterath
(SWR 2014 / Red.: Ralf Kröner)
Donnerstag, 27. November 2014 um 19.20 Uhr
Hörer live
Moderation: Fabian Elsäßer
Redaktion: Ralf Kröner
Freitag, 28. November 2014 um 10.05 Uhr
Wie eine Sklavin
Edwige Lauers Erfahrungen in einem Diplomatenhaushalt
Von Beate Hinrichs
Schuften von sechs Uhr morgens bis acht Uhr abends, 365 Tage im Jahr - so lebte
Edwige Lauer als Haushälterin eines Diplomaten in Bonn. Die junge Frau, aus
Kamerun wie ihr Chef, musste für sechs Personen kochen, waschen und putzen, sie
schlief im Zimmer des jüngsten Sohnes und durfte das Haus kaum verlassen. Ihr
Lohn: umgerechnet 50 Euro im Monat. Belangt worden ist ihr Chef für diese
Ausbeutung nie. Denn Diplomaten genießen Immunität - sie unterliegen nicht der
deutschen Gerichtsbarkeit. Darum möchte Edwige Lauer öffentlich machen, "dass
manche Diplomaten moderne Sklaverei praktizieren".
(SWR 2014 / Red.: Nadja Odeh)
Freitag, 28. November 2014 um 19.20 Uhr
Musik
Unerhörtes aus Pop, Jazz und Weltmusik
Moderation: Bernd Lechler
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