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21.03.2015 Partenkirchen (PDF, 0.32 MB)

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Die Zeitung des Hessischen Rundfunks
Nr. 06 November/Dezember 2014
• 25 Jahre Mauerfall
Holger Weinert erinnert sich. Und:
Alle Sendungen zum 9. November • Mission Siebenschön
hr-Filmemacher erzählt vom nicht
ganz ungefährlichen Märchendreh
in der Rhön GRATIS
• Perfekter Kehlkopfschnitt „ Tatort“-Maskenbildnerin Irene Rossi
im Porträt
Antreten zum
„Quizmixer“!
Ruth Moschner erwartet
Jörg Bombach, Sven Lorig
und Roberto Cappelluti
zum Rate-Duell
2
06 | NOVEMBER/DEZEMBER | 2014
inhalt
EDITORIAL
hr-fernsehen
Antreten zum „Quizmixer“
4
Ruth Moschner empfängt drei hr-Quizmaster als
Kandidaten in einer Show
Liebe Leserin,
lieber Leser,
hr2-kultur/hr1
Die Schatzinsel6
„Tatort“-Kommissar Udo Wachtveitl über seine Rolle
in dem hr2-Hörspiel „Die Schatzinsel“
ard-Themenwoche
Toleranz – eine schwierige Tugend 7
Das Motto der ARDThemenwoche:
„Anders als Du denkst“
Foto: pa/dpa
highlights
Das Beste aus TV, Radio und Event
8
live dabei
Veranstaltungen November / Dezember9
hr-iNFO
Von Äpfeln in Nachbars Garten
12
Im November startet das Funkkolleg Philosophie
hr-iNFO
„Unser Angebot trifft einen Nerv“
13
Programmchefin Katja Marx über das Informationsradio
festtage
Schöne Bescherung!14
Die Programm-Highlights der Weihnachtszeit
das erste
Mission Siebenschön15
erinnern Sie sich noch an
den 9. November 1989,
den Tag des Mauerfalls?
Am späten Nachmittag
wurde bei einer internationalen Pressekonferenz
die neue Reiseregelung bekannt gegeben. „DDR öffnet Grenze“, vermeldeten
die Agenturen von 19.05 Uhr an. Holger Weinert
moderierte an dem Tag die „Hessenschau“, er erzählt davon im hr-Journal-Interview. Ich selbst war
damals gerade als Korrespondent im ZDF-Studio in
Washington. Die Redaktionen zuhause hatten
plötzlich kaum noch Anfragen an uns: „Hier ist die
Einheit ausgebrochen, wir brauchen nichts aus
Amerika.“ Kein Wunder: In Deutschland wurde
Geschichte geschrieben.
25 Jahre ist das her. Bei unserem jungen Radiosender YOU FM arbeiten Kollegen, die die Mauer
nur aus Schulbüchern kennen. Wie dieser Tag
wohl heute verlaufen wäre, in Zeiten von Facebook,
Twitter und Co., haben sie überlegt. Am 7. November können Sie dieses „Erlebnisexperiment Mauerfall 2014“ bei YOU FM verfolgen. Auch unsere anderen Radioprogramme und das hr-fernsehen bieten
spannende Einblicke: Wie war das damals, als weite
Teile Hessens sogenanntes Zonenrandgebiet waren?
Was hat sich verändert? Einen Überblick über alle
Sendungen finden Sie in diesem Heft.
Ich wünsche Ihnen unterhaltsame Stunden mit
unseren Programmen und eine gute Weihnachtszeit.
Ihr
Ein aufregender Märchendreh in der Rhön
ratgeber
Blackbox Krankenhaus
16
Dr. Helmut Reitze
Intendant des Hessischen Rundfunks
17
Offen für Visionen
Der „Klinik-Check“. Und: Hundeerziehung, HbbTV
sowie das Rezept von hr4-Moderator Ingo Lücke
aktuell
25 Jahre Mauerfall
„Hessenschau“-Moderator
Holger Weinert über den
9. November 1989. Und die
Sendungen zum Thema
Mauerfall im Überblick
Foto: hr
menschen im hr
„Zombie-Filme guck’ ich nicht“ 18
hr-Maskenbildnerin Irene Rossi
pop & party
Poptalk mit Lidia Antonini 19
Gewinnspiel
Frequenzen, Adressen
Impressum
11,15, 18
18
10
Ihr hr-Journal GRATIS bei Lotto
Mit ihrem eruptiven Geigenspiel erobert die aus Moldawien stammende junge Geigerin Patricia Kopatchinskaja derzeit wie ein Naturereignis die Konzertbühnen der
Welt. In dieser Saison ist sie
außerdem die „Artist in Residence“ des hr-Sinfonieorchesters. „Ich habe so viele glückliche Erinnerungen an das
Orchester. Da freue ich mich
sehr auf die Wiederbegegnung“, sagt sie. „Bei einer Residenz kann man eine viel breitere Palette zeigen als in einem
einzelnen Konzert. Es ist nicht
meine Art, allzu feste Erwartungen zu haben. Das behindert nur die Spontaneität und
Offenheit. Meine Einstellung
ist eher: Packe die Sachen an
und schau, was passiert. Das
ist viel spannender. Unsere
Geschenktipps für Weihnachten
D
VDs für Überflieger und echte Hessen: „Hessen
von oben“, die HD-Produktion des hr-fernsehens,
erzählt in brillanten Bildern hessische Flussgeschichten aus der Vogelperspektive (als DVD und
Blu-ray). Die Heinz-Schenk-DVD-Box „Das Beste
aus ‚Zum Blauen Bock‘“ ist von Mitte November an
im Handel erhältlich.
onzertkarten für Grenzgänger: Beim „Music DisK
covery Project“ am 27. und 28. Februar 2015 in der
Frankfurter Jahrhunderthalle ist das Kasseler PopFolk-Duo Milky Chance zu Gast beim hr-Sinfonieorchester (www.hr-ticketcenter.de, Tel. 069/155 20 00).
C
D für lange Winterabende: „A Little Drop of
Poison“ heißt die CD, auf der die norwegische Sängerin Rebekka Bakken mit Tom Waits-Songs zu
hören ist, begleitet von der hr-Bigband – macht
glücklich! Erhältlich im Handel.
Einstimmen aufs Fest
Alle Jahre wieder sind die „Swinging Christmas“-Konzerte viel zu früh ausverkauft. In diesem Jahr gibt es
Hoffnung: Erstmals bringt die hr-Bigband bei einem
zusätzlichen Konzert in Bad Nauheim den Tannenbaum zum Schwingen, und Werner Reinke liest weihnachtliche Schmunzelgeschichten.
Bei den hr4-Weihnachtskonzerten sind in diesem
Jahr unter anderem der Tenor Volker Bengl, die Sängerin Maria Levin, die Brass Band Hessen sowie der Chor
Camerata Vocale Dutenhofen zu Gast. Für alle, die
nicht kommen können: hr4 sendet einen Mitschnitt
am Mi, 24. Dez., von 20 Uhr an. n
• „Swinging Christmas“, So, 21. Dez., 18 Uhr, Bad
Nauheim, Dolce Hotel, Elvis-Presley-Platz 1, Karten
(24,- Euro) beim hr-Ticketcenter, Tel. 069/155 20 00
• hr4-Weihnachtskonzerte, Do, 11., bis So, 14. Dez.,
Frankfurt, hr-Sendesaal, Bertramstr. 8, Karten (22,/28,-/35,- Euro), hr-Ticketcenter, Tel. 069/155 20 00
Herzen und Köpfe sollten offen für Visionen sein.“
Patricia Kopatchinskaja wird als „Artist in Residence“ vier
Konzertprogramme spielen:
das Beethoven-Konzert („Das
größte Violinkonzert, das je geschrieben wurde“, 30./31. Okt.
und 2. Nov.), das Konzert von
Ligeti („Das ist nach Beethoven
wirklich das beste Violinkonzert.“, 7. Nov.), Strawinskys Violinkonzert („Das hat enorme
Power und Kraft“, 11./12. Dez.)
sowie ein Kammermusikprogramm (9. Nov.). n
Konzerte mit Patricia Kopatchinskaja, Informationen:
www.hr-sinfonieorchester.
de, Karten: www.hr-Ticketcenter.de, Tel. 069/155 2000
Patricia Kopatchinskaja
Foto: hr/ Marco Borggreve
06 | NOVEMBER/DEZEMBER | 2014
3
wir in hessen
Virtuell nach Darmstadt
Sieben Jahre war es geschlossen, fünf Jahre wurde es
saniert. Inzwischen ist das Hessische Landesmuseum
Darmstadt offiziell wiedereröffnet und kann sich sehen
lassen, auch virtuell: Das umfangreiche Internet-Special der hr-online-Redaktion stellt das Museum vor und
zeigt einige der Ausstellungsräume in 360°-Rundgängen.
Darüber hinaus sind die Fernseh- und Radiobeiträge der
hr-Reporter online zu finden.
Das Hessische Landesmuseum wurde vor mehr als
hundert Jahren eröffnet. Das Universalmuseum zeigt
Kunstkabinette und zoologische Sammlungen, Fossilien
und Jugendstilmobiliar, insgesamt 100.000 Exponate, aus
der Zeit vom Quartär bis heute. Eine ganze Welt gibt es da
unter einem Dach zu entdecken. n
www.landesmuseum.hr-online.de
Ungewöhnlich übernachten
Früher war das Kasseler Motel „Wolf 53“ ein Bordell,
heute werden „Kultur- statt Lotterbetten“ geboten. Die
Herberge im Kloster Lippoldsberg ist dagegen einfach
und schlicht. In Grebenhain heißt die Frauenferienpension ausschließlich weibliche Gäste willkommen. Beim
Lindenwirt in der Rüdesheimer Drosselgasse übernachtet man in alten Weinfässern, in Mönchberg in Baumhäusern, in Eichsfeld im Klausenhof auf mittelalterliche Art. Das hr-fernsehen geht auf Entdeckungstour
zu außergewöhnlichen Hotels und Herbergen jenseits
steriler und standardisierter Hotelzimmer. n
„Zwischen Rotlicht und Riesling“, hr-fernsehen, Di, 11.
Nov., 20.15 Uhr
+++ kurz & gut +++
+++ Wer das „hr3 Ganz nah“-Konzert mit Jan
Josef Liefers und seiner Band Radio Doria im September verpasst hat: hr3 sendet am So, 9. Nov., einen
Mitschnitt. +++ Zum 90. Geburtstag von Heinz
Schenk wiederholt hr2-kultur am Do, 11. Dez.,
12.05 Uhr (Wh. 23.05 Uhr) die „Doppelkopf“-Folge
mit dem im Mai verstorbenen Kultmoderator +++
„Holgers Hessen“ heißt der Zweiteiler, den das hrfernsehen am So, 23. und 30. Dez., jeweils um 20.15
Uhr sendet. Im ersten Teil erzählt Holger Weinert
unter anderem von der Grenzöffnung in Treffurt.
+++ Prinzessinnen und Fürsten: Am Di, 9. Dez.,
zeigt das hr-fernsehen um 20.15 Uhr das „Hessische
Adels-ABC“. +++
Hin und weg mit hr3
„Wohin dein Herz dich fliegt“ heißt das Motto im Dezember bei hr3: Barcelona, Rom, Stockholm, Johannesburg,
Miami, New York, Singapur, Montreal, Sao Paulo, …. – na,
Reiselust geweckt? Ist das Traumziel dabei? Vielleicht
wäre es auch toll, im neuen Jahr Freunde oder Familie in
der Ferne wiederzusehen? Die schönsten, überzeugendsten Begründungen schaffen es in die Morgenshow „hr3Pop und Weck“, und dann ist alles möglich …
Bei der Aktion „hr3 hin und weg“ können hr3-Hörer
Flüge mit der Fluggesellschaft „Swiss International Air
Lines“ gewinnen. Alle zur Auswahl stehenden Ziele werden im Internet unter www.hr3.de zu finden sein. n
„hr3 hin und weg – Wohin dein Herz dich fliegt“, hr3,
Mo, 1., bis Sa, 20. Dez., www.hr3.de
Arbeitsplatz im Grünen: Moderator Roland Boros im virtuellen Studio
Foto: hr/Ben Knabe
In Puschen ans Pult
Modernste Technik im virtuellen Fernsehstudio: Seit September wird „Hessenschau kompakt“ aus dem umgebauten Studio 5 im Frankfurter Funkhaus gesendet. Für die Zuschauer
sieht alles aus wie immer. Das täuscht.
seit September aus dem Studio, und es gab überhaupt
Die Puschen sind neu. Seit die Nachrichtensendung
keine Orientierungsprobleme. Unser Studio ist aller„Hessenschau kompakt“ aus dem virtuellen Studio sendings auch nicht komplett grün gestrichen. Die helldet, müssen Roland Boros und seine Moderationskollegrauen Wände hinter den Kameras und dem Produkginnen und -kollegen wie bei einer Schlossführung rietionspult sorgen für ein
sige Filzlatschen überziehen,
anderes Raumgefühl“, sagt er.
bevor sie den Studioboden
„Ferngesteuerte Kameras? –
„Vor der Umstellung wurde
betreten. „Das ist ein bisschen
Mittlerweile weiß ich, dass auch auf
mit allen Beteiligten geprobt.
skurril aber ganz gemütlich“,
diese neuen ‚Kollegen‘ Verlass ist“
Das war eine tolle Zusamsagt er und grinst. Die Pantofmenarbeit“, erzählt Roland
feln sollen verhindern, dass
Boros. „Und während der Live-Sendung vergisst man
der Fußboden beschädigt oder fleckig wird, denn das
als Moderator dann ohnehin sehr schnell das Drumkönnte das virtuelle Bild stören. Die Zuschauer bekomherum.“
men sie allerdings gar nicht zu Gesicht, weil die ModeraNeben der flexiblen Studiodekoration und dem briltoren hinter einem Pult stehen.
lanteren Fernsehbild bietet das neue Studio auch techAuch der grasgrüne Untergrund und die grünen Stunische Vorteile: Es gibt drei Kameras, die sich auf
diowände sind für die Fernsehzuschauer unsichtbar.
Knopfdruck bewegen. Die Positionen lassen sich vorab
Stattdessen sehen sie wie gewohnt Jalousien, Glasim Computer einprogrammieren. Der Kameramann
wände und die Texttafeln. Doch die sind nur noch
sitzt am Schaltpult und bedient von dort aus alle drei
scheinbar da. Denn auf alles, was grün ist, projiziert der
Kameras per Touchscreeen oder mit einem „ControlComputer ein virtuelles 3-D-Hintergrundbild, in dieler“. „Das erste Zusammentreffen mit den ferngesteusem Fall die „Hessenschau kompakt“-Kulisse. Die Filmerten Kameras war gewöhnungsbedürftig, aber mittlerund Fernsehtechnik des virtuellen Studios ist eine
weile weiß ich, dass auch auf diese ‚neuen Kollegen‘
erweiterte Form der „Greenbox“. Sie hat den Vorteil,
Verlass ist“, sagt Roland Boros. Die neuen Kamerastadass man nicht ständig das Studio umräumen muss,
tive haben Sensoren, mit denen die Technik erkennt,
um die passende Dekoration für die jeweilige Sendung
wie sich die Kameras im Raum bewegen. Mit Hilfe diebereit zu stellen. Roland Boros sollte allerdings auf keiser Daten kann der virtuelle Hintergrund perspektinen Fall ein grünes Halstuch tragen – es sähe sonst so
visch korrekt nachgerechnet werden und Kamerabeaus, als hätte der Moderator keinen Hals und sein Kopf
wegungen sehen „natürlich“ aus.
würde über dem Oberkörper schweben.
Das Studio 5 ist das erste TV-Studio, das im HesAls „grüne Hölle“ wurden die virtuellen Studios mit
sischen Rundfunk auf Virtualität umgebaut und
Endloshintergrund bei anderen Fernsehanstalten
modernisiert wurde. Geplant ist, dass auch Sendungen
gerne bezeichnet, weil sich die Moderatoren in nahezu
wie „Hessenschau“, „Maintower“, „Defacto“ und „Hauptleeren Räumen bewegen müssen, und sie die virtuelle
sache Kultur“ zukünftig in virtuellen Studios produDekoration um sie herum nur auf Bildschirmen sehen.
ziert werden, fast ohne Auf- und Abbauten. [sr] n
Andreas Feige, Projektleiter in der Fernsehproduktion,
„Hessenschau kompakt“, hr-fernsehen, Mo bis Fr,
war sich vorher nicht so ganz sicher, wie die Umstel11, 14,16.45, 17.50, 22.30 Uhr
lung für die hr-Kollegen sein würde. „Wir senden jetzt
4
06 | NOVEMBER/DEZEMBER | 2014
hr-fernsehen
Antreten zum
„Quizmixer“!
Das gab es noch nie: drei hr-Quizmaster als Kandidaten in einer Show. Gastgeberin Ruth Moschner dreht
beim „Quizmixer“ am 14. Dezember im hr-fernsehen
den Spieß um und fühlt Jörg Bombach, Sven Lorig und
Roberto Cappelluti auf den Zahn. Wie schlagen sich die
drei wohl in ihrer neuen Rolle? Wir haben alle Beteiligten getrennt voneinander befragt.
Ruth Moschner: „Männer sind
grundsätzlich unterhaltsam“
Sie sind beim „Quizmixer“ die Chefin.
Was erwartet die Zuschauer?
Das Tolle am „Quizmixer“ ist, dass
man auch auf dem Sofa vor dem Fernseher mitraten kann. Wenn man sich
in Hessen auskennt, natürlich umso
besser. Die anderen haben die einmalige
Chance, einiges dazuzulernen. Dazu kommt,
dass drei bestbekannte Herren hier endlich mal
selbst die Hosen runterlassen müssen. Sonst quälen
sie ja immer ihre Gäste, machen ein Pokerface und verraten rein gar nichts. Ich weiß das aus eigener Erfahrung als Rateteam-Mitglied bei „Dings vom Dach“. Jetzt
sind sie endlich an der Reihe zu zeigen, was sie drauf
haben. Das wird sicher sehr lustig!
ant M
„Quizmixer“, hr-fernsehen, So, 14. Dez., 22.15 Uhr,
quizmixer.hr.de
Foto:
Am
Was wird für Sie die größte Herausforderung an
dem Abend?
Gerade bei Wettbewerben ist es wichtig, dass es für alle
unterhaltsam, verständlich und spannend bleibt. Die
Herausforderung ist also, die richtige Balance zwischen lustigem Herumalbern und ernstgemeintem Wettkampf zu finden. Immerhin geht es ja um eine richtig
gute Sache, nämlich Geld für den Verein der „HessenJoker“. Da erwarte ich schon vollen Einsatz! Aber den
werden die drei hr-Schnuckelchen schon bringen. Da
bin ich mir sicher! n
aitres
se
Womit rechnen Sie – alleine mit drei „Rampensäuen“?
Mit allem! Männer sind ja grundsätzlich für eine Überraschung gut und sehr unterhaltsam! Und bei den
Dreien bin ich wirklich auf alles gefasst. Jeder für sich
wird seine ganz eigene Charme-Offensive starten und
versuchen, sich einen Vorteil zu erflirten. Da lasse ich
sie doch gerne in dem Glauben, dass das bei mir zieht.
Gegen eine Jahresration Pralinen, ein paar Kisten
Champagner und eine Garderobe voller Blumen hat
doch keine Frau etwas einzuwenden. Wird ihnen
natürlich rein gar nichts bringen. Das sag ich denen
aber erst hinterher, wenn wir mit dem gesamten Team
alles aufgefuttert haben!
5
06 | NOVEMBER/DEZEMBER | 2014
„Hessen-Joker“ gesucht!
für ein tolles
Besonderes? Fehlt das nötige Geld
in Hessen? Ist Ihr Verein etwas ganz
Quizmixer
beim
mit
Sie
len
Sind Sie Mitglied in einem Verein
Spie
!
helfen: Werden Sie Hessen-Joker
zu
in
Vere
Ihrem
ce,
Chan
die
Sie
Projekt? Dann haben
i Geld für Ihren Verein. Gefragt sind
, Sven Lorig und Roberto Cappellut
bach
Bom
Jörg
mit
am
eins
gem
Sie
und gewinnen
30. November auf quizmixer.hr.de
Einsatzbereitschaft. Bewerben bis
Hessenkenntnis, Schlagfertigkeit und
12. Dez., 18.20 Uhr
Fr,
bis
r?“, hr-fernsehen, Mi, 10.,
• „Quizmixer: wer wird Hessen-Joke
, 22.15 Uhr
Dez.
14.
• „Quizmixer“, hr-fernsehen, So,
„Hessenquiz“-Moderator Jörg Bombach:
„Einer muss ja gewinnen“
Sind Sie ein guter Verlierer?
Ja. Ich habe in meinem Leben derartig viel Glück
gehabt und habe es immer noch, das reicht für
zwei. Wenn man ab und zu mal einen auf die Nase
kriegt, ist das in Ordnung. Und wenn es
in spielerischer Form geschieht,
hat es hoffentlich zumindest
Unterhaltungswert.
Skat oder Scrabble?
Ich spiele alle 14 Tage
mit zwei ehemaligen
Referendar-Kollegen
der Staatsanwaltschaft
Darmstadt Skat. Ich verliere fast jedes Mal. Aber
wir haben Mörderspaß.
Was ist aus Ihrer Erfahrung als
Quizmaster ein guter Kandidat?
Einer, der dagegen hält, der frech ist, kreativ und möglichst wenig Hemmungen hat. Was vermutlich nicht
so einfach ist, wenn man das erste Mal unter 500.000
Watt Licht vor laufenden Kameras steht.
Manche Kandidaten beim „Hessenquiz“ büffeln vor
der Sendung Flussnamen – bereiten Sie sich auch
auf Ihre Kandidatenrolle beim „Quizmixer“ vor?
Wie ich die Kollegen, die sich das ausgedacht haben,
einschätze, werden sie uns mit derartig hinterlistigen
und fiesen Spielideen konfrontieren, da hilft sowieso
keine Vorbereitung.
Sondern? Was braucht man, um zu gewinnen?
Zuversicht. Mehr nicht.
Ein großer Sieg in Ihrem Leben?
Die Erkenntnis, dass ich mich auch als Moderator zu
mir selbst bekennen darf. Am Anfang habe ich mich im
Fernsehen bemüht, stets der nette Herr Kaiser von der
Versicherung zu sein. Das war auch ganz okay, aber so
richtig Spaß macht es, seitdem ich damit aufgehört
habe. Und die Leute mögen, glaube ich, den echten
Bombach aus Offenbach noch mehr.
Wer wird beim „Quizmixer“ gewinnen?
Ich schätze meine beiden netten Mitstreiter zwar
außerordentlich. Aber einer muss ja gewinnen … n
„Das große Hessenquiz“, hr-fernsehen, sonntags,
22.15 Uhr
„Dings vom Dach“Moderator Sven
Lorig: „Ich roll
das Feld von
hinten auf!“
Mensch-ärgere-dichnicht, Schach oder
Montagsmaler – was
für ein Spieltyp sind Sie?
Für Schach bin ich zu ungeduldig. Beim Mensch-ärgeredich-nicht-Spielen habe ich früher mit einem
Fingerschnick Brett und Figuren durch die Luft
fliegen lassen, wenn meine kleine Schwester
mich mal wieder abgezockt hatte. Also eindeutig Montagsmaler! Wuselige Kreativität,
das liegt mir.
Ruth Moschner wird Sie in verschiedenen Disziplinen testen. Wie spontan sind Sie?
Ich lebe mit fünf Frauen zusammen, inklusive unserem
Hund. Wenn man noch nicht spontan ist, lernt man es
unter diesen Umständen.
Roberto Cappelluti konfrontiert die Kandidaten seiner Show „Strassen stars“ mit ungewöhnlichen
Mutproben. Würden Sie eine Vogelspinne auf die
Hand nehmen oder sich ein Ei auf dem Kopf zerschlagen lassen?
Bei Spinnen bin ich relativ unerschrocken, wir wohnen in einem Fachwerkhaus mit wildem Wein und
unfassbar vielen Spinnen. Natürlich möchten weder
meine Frau noch unsere drei Töchter die im Haus
haben. Da schlägt meine Stunde! Und wenn es um
einen guten Zweck geht, wie beim „Quizmixer“, ist
meine Schmerzgrenze sehr niedrig.
Was macht Ihnen bei Ihrer Sendung „Dings vom
Dach“ am meisten Spaß?
Wenn die Redaktion mich vor der Sendung die „Dingse“
raten lässt. Das macht irre Spaß und ist zugleich
unglaublich schwer, sich aus dem Nichts etwas einfallen zu lassen. Und dann, wenn ich die Lösungen weiß,
dabei zuzusehen, wie das Rateteam die verrücktesten
Einfälle hat!
„Strassen stars“-Moderator Roberto
Cappelluti: „Heroisch Letzter werden
ist eine Alternative“
Diesmal sind nicht Sie der Chef. Überlassen Sie Ruth
Moschner gerne diese Rolle?
Ja natürlich. Bei „Strassen stars“
oder „Comedy Tower“ muss
ich den Ablauf im Kopf
haben und schon mal
drängeln, während
die anderen großen
Spaß haben. Das
kann ich jetzt andersrum machen.
Sie treten gemeinsam
mit Ihrem „HessenJoker“ an. Sind Sie ein
guter Teamplayer?
Na klar, schließlich wollen wir das
Beste für den Verein rausholen. Auf Frotzeleien gegen
Bombach und Lorig will ich aber nicht verzichten. Wir
werden uns wohl etwas piesacken.
Was macht einen guten Teamplayer aus?
Dass man sich auch mal zurücknehmen kann. Der HessenJoker kennt sich in seiner Gegend wahrscheinlich besser
aus als ich. Im Idealfall spielt jeder seine Stärken aus.
Und was sind Ihre Stärken?
So lange zu reden, bis keiner mehr weiß, worum es ging.
Sven Lorig hat als Kind beim Mensch-ärgere-dichnicht-Spiel schon mal die Steine vom Brett gefegt.
Sie auch?
Nein, weil mich meine Mitspieler vorsichtshalber
gewinnen ließen. Das habe ich allerdings erst Jahre später erfahren. Natürlich habe ich mich weiterentwickelt.
Singen, Malen, Erdkunde – bei welcher Disziplin
könnten Sie sich richtig blamieren?
Beim Malen. Ich kann auch nicht singen, tue es aber
trotzdem. Da kann man ja notfalls mit dem Auftritt
etwas rausreißen, das ist beim Malen schwierig.
Wer wird beim „Quizmixer“ gewinnen – wie schätzen Sie Ihre Chancen ein?
Bombach und Cappelluti haben als Hessen natürlich
einen Standortvorteil. Aber ich werde mir den gewieftesten „Hessen-Joker“ schnappen und das Feld von hinten aufrollen! n
Gewinnen Sie an diesem Abend?
Mit dieser Einstellung sollte jede Bundesligamannschaft
am ersten Spieltag antreten, das mache ich auch. Heroisch Letzter zu werden, dafür ganz großen Spaß zu
haben und meine „Hessen-Jokerin“ danach zu heiraten,
ist auch eine Alternative! [alle Interviews: Jeanette Sallwey] n
„Dings vom Dach“, hr-fernsehen, sonntags, 23 Uhr
„Strassen stars“, hr-fernsehen, sonntags, 23.45 Uhr
6
06 | NOVEMBER/DEZEMBER | 2014
hr2-kultur / hr1
Die Schatzinsel
Holzbeine, Hinterlist und Windstärke 12: Das hochkarätig besetzte hr2-Hörspiel „Die Schatzinsel“ erzählt den Piraten-Klassiker auf neue
Weise. In der Kombüse: ein „Tatort“-Kommissar. Udo Wachtveitl über seine Rolle als Schiffskoch Long John Silver und Feigheit vorm Leben.
Foto: ARD
hr-Journal: Herr
Wachtveitl, sind
Sie ein guter
Pirat?
Udo Wachtveitl:
Ich hoffe es, ich
gebe mir große
Mühe.
immer gedacht, was ihr lest, das erlebe
ich lieber. Nun, das hat sich nicht ganz
bewahrheitet, denn in der Dichte, in der
man durch Literatur etwas erfahren
kann, da muss man schon sehr viel aufsaugen und erleben. Bis man zum Beispiel das, was im Zauberberg drin steckt,
alles durchdacht und selbst erlebt hat, da
reichen wahrscheinlich zehn Jahre nicht.
Insofern – das Motto war eigentlich schon
richtig, aber ja, ich les mehr als früher.
Sind Sie ein guter Kneipier?
Nein, ich hatte noch nie eine Kneipe.
Aber ich bin ein Kneipengänger, gehe
immer schon gern in Kneipen. Ich leb in
einer Stadt, wo man das auch ganz gut
kann. In der Schatzinsel ist es die spannendste Rolle, finde ich, weil sie die
zwielichtigste ist, die psychologisch
interessanteste. Und ich bin sehr froh,
dass man mich da eingeladen hat.
Würden Sie ein ganz kleines bisschen
einen Vorgeschmack geben, wie das
klingt?
Mit rauchiger, heiserer, dunkler Stimme: Ja,
der redet schon manchmal so, er hat ja
auch ein schweres Leben hinter sich.
Sie schreiben selbst Drehbücher. Wie
gefällt Ihnen das, was Sie jetzt spielen?
Das ist eine saftige Geschichte, die ist
toll. Die ist nicht umzubringen. Und singen darf ich auch noch. Was will man
mehr?! [Interview: Daniella Baumeister] n
Das ungekürzte Interview aus der
sonntäglichen Sendung „hr2-Kulturfrühstück“ ist nachzuhören unter
www.hr2-kultur.de
Meuterei zu Weihnachten: Der junge Erzähler Jim Hawkins in den Händen der Piraten
Als „Radio-Kind“ – konnten Sie überhaupt etwas anderes werden als
Schauspieler?
Ja, freilich.
mit dem man nur in den seltensten Fällen Geld verdient. Ich hätte mir vieles
für mich vorstellen können. Ich interessiere mich auch ziemlich für Architektur. Ich war in der Schule in Sprachen
nicht schlecht, ich war bei Naturwissenschaften nicht schlecht, ich war überall
ganz gut. Das hat die Berufswahl nicht
leichter gemacht. Durch einen biografischen Zufall bin ich in dieses Geschäft
reingerutscht und habe es tatsächlich
erst mal auch als Geschäft betrachtet,
gar nicht so als künstlerischen Lebensweg. Andere Schulkameraden haben
Zeitungen ausgetragen oder in ’ner Frittenbude ausgeholfen. Ich hab halt Hörspiele gemacht und Jugendfunksendungen gesprochen, auch kleine Arbeiten vor der Kamera, und viel synchronisiert. Das war wesentlich besser bezahlt.
Ich hatte deswegen auch das beste
Moped, das man mit 16 haben konnte.
Mit 16, 17, 18, 19 bekam ich auch mal
anspruchsvollere Aufgaben, und es
kamen immer wieder Anfragen. So gab
es einen ganz leichten Drift dahin. Das
hat sich wirklich ergeben. Man kann
überspitzt formulieren, dass der Beruf
sich mich ausgesucht hat und nicht
umgekehrt.
Sie haben auch Philosophie studiert …
… und sogar fertig.
Das muss ja nicht das Schlechteste sein.
Nee, es hat gepasst.
Ja, ich weiß. Man kann nur wenig
über Sie nachlesen, aber dass Sie Philosophie studiert haben, das schon.
Ah, ist das inzwischen doch irgendwo
geschrieben? Philosoph ist ein Beruf,
Kommen Sie eigentlich zum Lesen?
Ja, schon, mehr als früher. Früher ist man
jeden Abend weggerannt. In der Schulzeit war für mich Lesen so ein bisschen
Feigheit vor dem Leben. Ich hab mir
Ich hatte „Die Schatzinsel“ als Kinderplatte, und ich hatte immer Angst vor
dem Holzbein. Haben Sie auch so eine
Beziehung zu dieser Geschichte?
Nein. Ich kannte die Schatzinsel, da
gibt’s ja viele Verfilmungen. Aber nee,
ich hatte nicht so richtig Angst davor.
Bei Tom Sawyer und Huckleberry Finn
gibt’s ja auch einen Bösen, vor dem hatte
ich ein bisschen mehr Angst.
Was reizt Sie am Hörspiel?
Ich komme vom Radio. Ich war schon als
Kind im Radio, war als Sprecher beim
Jugendfunk, hab aber auch immer schon
viel Fiktionales gesprochen. Das Hörspiel
ist eine köstliche Kunstform, finde ich. Es
gefällt mir einfach, ich kann’s nicht
anders sagen. Es ist eine schöne Atmosphäre. Und es fährt einem keiner mit
irgendeinem Pinsel oder nassem Ding in
der Früh um sieben im Gesicht rum, wie
mir das beim „Tatort“ immer passiert.
Das finde ich einen großen Vorteil.
Foto: pa/dpa
Die Handlung: Jim Hawkins, jugendlicher Erzähler der Geschichte, findet in einer
Seemannskiste eine Schatzkarte. Dr. Livesey organisiert die Suche, Jim darf als
Schiffsjunge mit. Auf hoher See wird er Ohrenzeuge einer Verschwörung, die vom
gefürchteten Schiffskoch John Silver angeführt wird …
Das Hörspiel: „Es gibt dutzende Verfilmungen und Hörspiele. Unser Hörspiel ist
anders“, sagt Leonhard Koppelmann, Regisseur des hochkarätig besetzten Vierteilers. Ein vaterloser Junge, ein aufregendes Abenteuer, zwei sehr unterschiedliche
Ersatzväter, der eine moralisch und rational, der andere ein arglistiger Freibeuter
mit sympathischen Seiten – die Geschichte hat viele Facetten. Als Autor Robert
Louis Stevenson sie 1881 für seinen Stiefsohn Lloyd erfindet, sitzen die beiden
gerade in den schottischen Highlands fest. Es regnet, und Stevenson ist erkältet, so
dass sie nicht weiterwandern können. Aus Langeweile zeichnet Lloyd eine Karte.
Die wird zum Ausgangspunkt für den Piraten-Roman.
„An Abenteuer-, Piraten-, Cowboygeschichten entzündet sich die Fantasie“,
sagt Leonhard Koppelmann. „Als Kind hat man sich mit ihnen aus dem Alltag
fortgeträumt. Als Erwachsener erkennt man die Typen. Sie sind zwar in kräftigen
Farben gemalt, behalten aber die Doppelbödigkeit. Das macht diese GenreStücke auch für Erwachsene spannend.“ Dass parallel zur Handlung die Entstehungsgeschichte des Romans erzählt wird, das unterscheidet dieses Hörspiel von
allen früheren Bearbeitungen.
„Ich wollte beide Geschichten erzählen“, erklärt hr-Hörfunkdirektor Heinz
Sommer, der den neu übersetzen Klassiker zum Hörspiel umgearbeitet hat. „Die
Hörer können beide Perspektiven einnehmen: Sie können mit Jim Hawkins auf
Schatzsuche gehen. Und sie können sich darüber freuen, gerade wie Stevensons
Stiefsohn einen Schatz in Form einer literarischen Geschichte geschenkt zu
bekommen. Beide Erzählstränge sind miteinander verzahnt und entwickeln ihre
eigenen ‚cliff hanger‘.“
„Eine Kaminfeuer-Geschichte für die ganze Familie muss spannend sein und
gleichzeitig Anregungen zum Nachdenken anbieten“, sagen Koppelmann und Sommer und sind sich einig: „Sie muss aber vor allem Spaß machen!“ An Weihnachten
kann man das selbst erleben.
„Die Schatzinsel“, 4 Teile, hr2-kultur, Do, 25., bis So, 28. Dez., jeweils
14.05 bis 15 Uhr, Wiederholung aller 4 Teile in hr1, Do, 1. Jan., 19 bis 24 Uhr
„Die Schatzinsel“, 4 CDs, Hörverlag, 19,99 Euro (unverb. Preisempf.)
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06 | NOVEMBER/DEZEMBER | 2014
ard-themenwoche
Toleranz – eine schwierige Tugend
Bis hierhin und noch weiter! Unter dem Motto „Anders als Du denkst“ geht es bei der ARD-Themenwoche vom 15. bis zum 21. November
um Toleranz und was sie im Alltag bedeutet. Ein Thema, das immer spannender wird, je länger man darüber nachdenkt.
ARD-Themenwoche
„Toleranz“ im hr (Auswahl)
Fernsehen
• „Was weiß ich über Juden?“, Hessenreporter, hr-fernsehen, So, 16. Nov.,
18.30 Uhr
•
„Toleranz ist Ansichtssache“, Reihe
in der Hessenschau, Sa, 15., bis Fr,
21. Nov., 19.30 Uhr
• „Der Tanz um die Toleranz. Was müssen wir uns gefallen lassen – was
nicht?“, Horizonte, hr-fernsehen, Sa,
15. Nov., 16.30 Uhr (Wh. So, 16. Nov.,
10.15 Uhr)
Voll integriert: Schafe haben mit dem Anderssein keine Probleme
Kopftücher und Schleier, MohammedKarikaturen und Papstwitze, heiratende
Homosexuelle, aufsässige Jugendliche,
demonstrierende Rechtsradikale, lärmende Kinder – wen oder was soll ich tolerieren, und wo sind die Grenzen der
Toleranz? Und was ist überhaupt Toleranz? Ein gnädig-freundliches Entgegenkommen, die Tugend des aufgeklärten,
liberalen Staatsbürgers schlechthin oder
nur die Scheu vor Konflikten, gemischt
mit Gleichgültigkeit?
Über Toleranz lässt sich streiten und
wird gestritten. Dabei müsste sie im bürgerlichen Rechtsstaat ganz selbstverständlich sein. Denn was sind Gewissensfreiheit, Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit anderes als Gesetz gewordene Toleranz? Aber so leicht ist es nicht: Toleranz
enthält immer eine Zumutung. Wir sollen etwas dulden, das wir eigentlich
ablehnen. Rainer Forst, Professor für Philosophie und Politische Theorie an der
Goethe-Universität Frankfurt, nennt
diese Ablehnung eines Verhaltens die
erste von drei Komponenten der Toleranz. Die zweite Komponente: Ich beschließe, das abgelehnte Verhalten oder
die missliebige Meinung einer Person
oder Gruppe zu tolerieren, um des lieben
Friedens willen oder weil ich einer Person
oder einer Gruppe zugestehe, in diesem
Fall anders zu denken und zu handeln als
ich. Allerdings nicht in jedem Fall: Die
dritte Komponente der Toleranz ist ihre
Grenze. Irgendwann ist Schluss.
An diese Grenze kommen wir selten
bei Kinderlärm, eher schon bei grundsätzlichen kulturellen und religiösen
Unterschieden: Die Burka ist eben für
viele keine bloße Tracht, sondern eine
Provokation für eine offene Gesellschaft
durch ein rückständiges Religionsverständnis. Hier ist Toleranz doch keine
Tugend, sondern Feigheit gegenüber
einer Bedrohung, oder? So dachten umgekehrt auch manche Muslime, als sie aufgefordert wurden, Karikaturen ihres Propheten Mohammed tolerant zu sehen.
Die Toleranz ist eine pragmatische
und philosophische Antwort auf eine
Geschichte der Intoleranz: Das Christentum verbündete sich, sobald es Staatsreligion im Römischen Reich war, mit der
staatlichen Macht, um Abtrünnige und
Ketzer zu verfolgen. Das blieb im
Wesentlichen so bis zu den Konfessionskriegen in der Reformationszeit. Die zerstörerische Gewalt ließ viele umdenken.
Herrscher erließen Toleranzedikte, um
den Bürgerkrieg zu beenden.
Philosophen und Theologen stellten
die Gewissensfreiheit des einzelnen
Christen über die Dogmen. In der Aufklärung löste sich das Gewissen von der
Religion: Nun ging es grundsätzlich um
Menschenrechte und Toleranz für
Andersdenkende. Der Staat wurde säkular, das heißt: Er hütete nicht mehr den
Glauben, sondern garantierte nur noch
Glaubensfreiheit und andere Freiheiten.
Die Menschenrechte kamen in die bürgerlichen Verfassungen.
Aber die Toleranz hatte damit nicht
gesiegt. Die totalitären Herrschaftssysteme des 20. Jahrhunderts sind eine starke
Gegenbewegung. Nach zwei großen und
vielen kleineren Kriegen sind wir sensi-
Foto: pa/dpa
bel für die Grenzen der Toleranz: Rassisten zum Beispiel dürfen sie nicht
erhoffen. Viele Menschen sind inzwischen toleranzmüde. Sie vermuten in
Antidiskriminierungsgesetzen weniger
einen Triumph der Menschenrechte als
überzogene politische Korrektheit.
Philosophen weisen dagegen darauf
hin, dass sich die Grenzen der Toleranz
historisch verschieben. Bisher höchstens geduldete Minderheiten äußern
Ansprüche auf Geltung und Anerkennung, die wir mit Gründen nicht verweigern können. Rainer Forst nennt die
Toleranz eine „Tugend der Gerechtigkeit
und eine Forderung der Vernunft“. Die
Gerechtigkeit erfordert es, dass wir die
Lebensweise und die Ansichten von
Mitbürgern nicht unterdrücken, nur
weil sie von unseren abweichen. Wenn
wir aber tatsächlich die Grenzen überschritten sehen, müssen wir das mit
nachvollziehbaren Argumenten klar
machen können. Das klassische Leitkultur-Argument „Das wird hier (schon
immer) so gemacht“ reicht nicht aus.
In einer offenen Gesellschaft häufen
sich die Fälle, in denen die Grenzen der
Toleranz verhandelt werden müssen.
Ich kann die Burka in der Öffentlichkeit
akzeptieren – wenn ich zum Beispiel
sage, „niemandem darf seine Kleidung
vorgeschrieben werden“. Ich muss es
aber nicht, wenn ich zu Recht vermute,
dass sie nicht freiwillig getragen wird –
und wenn ich sie als Affront gegen
unsere gemeinsame Vorstellung von
Öffentlichkeit sehe. Da ist die Vollverschleierung sicher ebenso an der Grenze
Radio
• „Die Gläubigen und die Ungläubigen:
Wie tolerant ist der Islam?“, hr2-Der
Tag, hr2-kultur, Mo, 17. Nov., 18.05 Uhr,
Podcast unter www.hr2-kultur.de
• „Die Kunst als Kampfzone der Toleranz“, hr2-Der Tag, hr2-kultur, Fr,
21. Nov., 18.05 Uhr, als Podcast unter
www.hr2-kultur.de
• „hr2-Doppelkopf – Am Tisch mit …
Andreas Zick, Gewaltforscher (Mo) /
Rainer Forst, Philosoph (Mi) / Friedrich Wilhelm Graf, Theologe (Fr), hr2kultur, Mo, 17., Mi, 19., Fr, 21. Nov.,
12.05 Uhr (Wh. 23.05 Uhr)
• „Kruzifix, Kopftuch, Karikaturen – wie
tolerant müssen wir sein?“, hr-iNFO,
Mo, 17. Nov., 20.35 Uhr (Wh. Fr, 21.
Nov., 11.35 Uhr, So, 22. Nov., 8.35 und
20.35 Uhr), www.inforadio.de
• „Toleranz in der Partnerschaft“ mit
dem Psychotherapeuten Mathias
Jung, hr4, So, 16. Nov., 11.05 Uhr
• „Wie tolerant sind wir?“ Ungewohnte
Lebensrealitäten und was wir darüber denken, Gespräche mit einem
Zoophilen, einem Ex-Häftling, einer
Prostituierten, einem Free-Fighter
und einer BDSM-Fetischistin, YOU FM,
Mo, 17., bis Fr, 21. Nov., auch unter
www.YOU-FM.de
des Zumutbaren wie die völlige Nacktheit auf der anderen Seite. Die Philosophie der Toleranz macht uns immer wieder klar: Die Verhandlungen zwischen
Freien und Gleichen sind schwieriger
als die zwischen Duldern und Geduldeten. Rainer Forst sagt: „Deshalb ist die
Toleranz da, wo es weh tut, so eine
schwere Tugend. Sie fordert nämlich, die
Lebensformen von Mehrheiten heraus.
Die das, was lange galt, plötzlich als ein
Privileg einsehen und dann abgeben
müssen. Deswegen bleiben diese Konflikte so schwierig, so tiefgehend, aber
auch unvermeidbar.“ [Rainer Dachselt] n
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06 | NOVEMBER/DEZEMBER | 2014
highlights
HÖR-TIPP für die ganze Familie
HÖRSPIEL-TIPP für die letzte Party
Blub blub blub …
Silvester auf dem Kiez
Radio einschalten, Luft anhalten und rein ins Wasser: Die ARD-Radionacht für Kinder taucht ab.
Die Geschichte zum Jahresende: Die ersten Böller knallen
schon, nur Oskar Wrobel gammelt noch im Bett. Düster
räsoniert er über sein vermurkstes Leben und formuliert
in Gedanken schon mal den Text für seinen Grabstein:
„Hier liegt Oskar Wrobel, 23. Er hat’s versucht.“
Strenggenommen ist Wrobel Pleitier. Der Hamburger
Musikclub, den er ins Leben gerufen hat, ist total abgerockt und zum Abriss freigegeben. Und Mathilda, seine
große Liebe, hat ihn schon vor geraumer Zeit verlassen
– und ihren Irrtum immer noch nicht eingesehen. Dann
stürmt auch noch der berüchtigte Bordellbesitzer Kiezkalle seine Wohnung … Zum Glück bleibt Oskar kaum
Zeit, sich in weinerlichen Selbstbetrachtungen zu verlieren. Schließlich will er es bei seinem Untergang krachen
lassen mit einer letzten schrillen Club-Party!
Autor Tino Hanekamp weiß offenbar, worüber er
schreibt, schließlich hat er einst selbst „aus Versehen“ in
Hamburg einen Musikclub gegründet, der später abgerissen wurde. Inzwischen ist er erfolgreich – mit neuem
Club und seinem preisgekrönten Debütroman. n
„So was von da“, YOU FM, Di, 30. Dez., 23.04 Uhr/ hr2kultur, Mi, 31. Dez., 14.05 Uhr
„Quirliges Quallengequassel klingt
klangvoller als qualliges Quasselgequirl“ – und jetzt bitte fünf Mal ganz
schnell hintereinander sagen! Wenn
die Kinderredaktionen der ARD im
November zu einer langen Radionacht einladen, sind Sprachspiele,
Rätsel, Reportagen, Interviews und
Hörspiele mit an Bord. Zum Beispiel
gibt es eine aufregende WalrettungsMission, deren Ende von den jungen
Hörern mitbestimmt werden kann.
Mitmachen ist überhaupt das Stichwort: Per Telefon oder im Chat, mit
Postkarten, Fotos und Mails können
Kinder vorab und live bei dem Tiefseeabenteuer dabei sein. Zur Einstimmung gibt es jetzt schon ein KaraokeVideo. Oder eben Gurgelwörter und
Zungenbrecher. Noch einer gefällig?
„Wenn hinter Fischen Fische fischen,
fischen Fische Fischen nach.“
Wer an dem Abend nicht gerne
alleine abtauchen möchte, lädt sich
Freunde ein oder feiert in der Schule
eine Wachbleibparty. Ideen, wie sich
Klassen- oder Kinderzimmer in ein
U-Boot oder eine Unterwasser-Station verwandeln lassen, sowie Lesetipps, Spielideen und kurz vor der
Sendung das endgültige Programm
gibt’s auf kinderradionacht.de. Auch
die achte ARD-Radionacht für Kinder
endet erst weit nach Mitternacht –
Illustration: WDR/Sonja Bougaeva
wie schön, dass am Samstag alle ausschlafen können. Wer bei dem
Ganz ohne nasse Füße. n
Tauchgang irgendwann einschlummert oder das Beste
• „Flossen hoch!“, hr2-kultur , Fr, 28. Nov., 20.05 bis
der fünf Unterwasser-Stunden noch einmal hören
1 Uhr. Infos u. Broschüre: www.kinderradionacht.de
möchte, der kann am nächsten Tag auf der „Lauschin• „Lauschinsel“, hr2-kultur, Sa, 29. Nov., 14.05 Uhr
sel“ wieder den Schnorchel aufsetzen und abtauchen.
Von wegen Winterblues: Wenn Roberto Cappelluti
zum Comedy-Gipfel bittet, wird das garantiert höchst
vergnüglich. Im November und Dezember zeigt das hrfernsehen zu mitternächtlicher Stunde vier neue Folgen „Comedy Tower“, aufgezeichnet in Europas höchstem Fernsehstudio. Mit dabei: die Comedians Bernhard
Hoëcker, Lisa Feller, Martin Sierp und el mago masin
(28.11.), Bodo Bach, Sascha Korf, Gesa Dreckmann und
Jochen Falck (5.12.), Mundstuhl, Ingmar Stadelmann,
Bembers und Enissa Amani (12.12.), sowie Kristian
Kokol, Götz Frittrang, Jacqueline Feldmann und The
Fuck Hornisschen Orchestra (19.12.). n
„Comedy Tower“, hr-fernsehen, Fr, 28. Nov., sowie 5.,
12. u. 19. Dez., jeweils 24 Uhr, www.comedy-tower.hr.de
TV-TIPP für Zwei
KONZERT-TIPP für Jazzer
Ihr letzter Film
Da lacht die Nacht!
Let’s swing!
Susanne Lothar und Ulrich Mühe waren ein Paar – im
Leben und in „Nemesis“. Beide Schauspieler sind mittlerweile verstorben. Das Erste zeigt jetzt ihren letzten
gemeinsamen Film: die Geschichte einer aufwühlenden Beziehung.
Claire (Susanne Lothar) und Robert (Ulrich Mühe)
Susanne Lothar und Ulrich Mühe in „Nemesis“.
TV-TIPP für Comedy-Gucker
Foto: hr
sind dabei, ihr Haus in Italien zu verkaufen und das,
was sich in zehn Jahren Ehe darin angesammelt hat,
aufzuteilen. Ein tragisches Ereignis hat der ohnehin
schon angeschlagenen Beziehung endgültig den Rest
gegeben: Claires Schwester ist vor einem Jahr in eben
diesem Haus tot aufgefunden worden – ermordet. Wie
besessen versucht Claire, den Mörder ihrer Schwester
zu finden. Sie ist überzeugt: Sobald sie weiß, wer der
Täter ist, wird sie endlich ihren Frieden finden. Außerdem hofft sie, dass sie damit auch ihr Gedächtnis
wiederfindet, das sie mit dem Tod ihrer Schwester verloren hat. Auf einmal bemerkt sie Auffälligkeiten an
Roberts Verhalten. Hat er etwas mit dem Tod ihrer
Schwester zu tun?
Der psychologische Thriller, eine hr-Koproduktion,
wurde 2006 in Italien gedreht, 2010 feierte er Premiere
bei den Hofer Filmtagen. Nach dem Tod von Susanne
Lothar und Ulrich Mühe wurde „Nemesis“ zum
gemeinsamen Vermächtnis zweier großer Schauspieler: „Ein Paar in seiner Paraderolle“, titelte die FAZ. n
„Nemesis“, Das Erste, So, 23. Nov., 0.20 Uhr
Die hr-Bigband feiert die goldene Ära des Jazz mit
unvergesslichen Songs aus den Zehner-, Zwanzigerund Dreißigerjahren des vergangenen Jahrhunderts.
Von W. C. Handys „St. Louis Blues“, der vor hundert Jahren geschrieben wurde, bis zu Gershwins „Our Love is
Here to Stay“ reicht das Repertoire dieses Konzerts. Der
Jazz nahm in jener Zeitspanne seinen Weg von den
Freudenhäusern in New Orleans über die Speakeasies
von Chicago bis in die noblen Ballrooms von New York.
Louis Armstrong trieb den New-Orleans-Jazz zur künstlerischen Blüte und öffnete ihn für neue Ideen. Duke
Ellington erfand seinen Jungle-Sound und entwickelte
jenen Orchesterstil, der in den Dreißigerjahren Jazz
und populäre Musik zu Synonymen werden ließ.
Zusammen mit China Moses, der Tochter von Dee Dee
Bridgewater, und dem britisch-nigerianischen Jazzund Soulbariton Ola Onabulé zelebriert die hr-Bigband
die glamourösen Zeiten. n
„Die goldene Ära des Jazz“, hr-Sendesaal, Bertramstr. 8, Frankfurt, Fr, 28. und Sa, 29. Nov., 20 Uhr,
Karten: 19 Euro, hr-Ticketcenter, Tel. 069/155 2000
hr-live dabei
live dabei
9. - 21. NOVEMBER
Sonntag, 9.11., 15 Uhr > Großenlüder, Drum & Pipe Band Targe of Gordonhr4
hr4 - Mein Verein | hr4-Wettbewerb „Verein des Jahres 2013/14“LIVE
Livesendung mit Wettkampfcharakter; mit der Drum & Pipe Band „Targe of Gordon“; Mod.: Britta Wiegand;
Eintritt frei; nähere Informationen zum Veranstaltungsort unter www.hr4.de oder beim Hörertelefon,
Tel. 069/155 5100
Sonntag, 9.11., 17 Uhr, Erbach, Dt. Elfenbeinmuseum
Kammerkonzert in Hessen | Klavierkonzert & Streichtrio
hr-Sinfonieorchester
Werke von Gustav Mahler, Ernst von Dohnányi, Richard Strauss; mit Artur Podlesnity (Violine), Dirk Niewöhner
(Viola), Valentin Scharff (Cello), Elena Kolesnitschenko (Klavier);
Eintritt: € 24,- / ermäßigt 12,-,; Karten: Tel. 06062/64 58 oder 06062/91 99 90
www.hr-online.de
Gemeinsam Fernsehen erleben
VERANSTALTUNGEN
NOVEMBER/DEZEMBER
hr-live dabei
1. - 9. NOVEMBER
Bis Sonntag, 30.11. > Bad Vilbel, Kurhaus, Niddastr. 1
„Legalisierter Raub“ | Ausstellung
hr
Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933-1945; eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts
und des Hessischen Rundfunks; Eintritt: frei; Gruppenführungen nach Anmeldung unter:
E-Mail: legalisierter-raub@bad-vilbel.de oder Tel. 06101/ 559314; Kosten: € 50,- / ermäßigt € 25,-
Samstag, 1.11., 15.30, 17.30 und 19.30 Uhr > Kassel, hr Studio
Dings vom Dach | Die Rateshow um geheimnisvolle Gegenstände
hr-fernsehen
Freitag, 10.10.
Rateshow; Mod.: Sven Lorig; Wilhelmshöher Allee 347;
Eintritt frei;
Karten: zuschauer-dings@hr.de oder Dings-Zuschauertelefon: 069/155-6682
Samstag, 1.11., 20.05 Uhr > Bensheim, Bensheimer Bücherstube
hr2-kultur
Literatur im Kreuzverhör | Mit Peter HärtlingLIVE
Eine literarische Schnitzeljagd zum Mitmachen und Mitraten; Thema: Jazz; mit Irene Ruttmann,
Peter Kemper, Uwe Wittstock und Reinhold Schmidt; Sprecher: Helmut Winkelmann; Bahnhofstr. 7;
Eintritt frei; kostenlose Einlasskarten: Bensheimer Bücherstube Deichmann, Tel. 06251/ 3 97 16
Sonntag, 2.11., 15 Uhr > Edermünde, Förderverein Ernst-Reuter-Schule
hr4
hr4 - Mein Verein | hr4-Wettbewerb „Verein des Jahres 2013/14“LIVE
Livesendung mit Wettkampfcharakter; mit dem „Förderverein Ernst-Reuter-Schule Edermünde e.V.“;
Mod.: Carsten Gohlke; Eintritt frei; nähere Informationen zum Veranstaltungsort unter www.hr4.de
oder beim Hörertelefon, Tel. 069/155 5100
Sonntag, 2.11., 15.30, 17.30 und 19.30 Uhr > Kassel, hr Studio
Dings vom Dach | Die Rateshow um geheimnisvolle Gegenstände
hr-fernsehen
Rateshow; Mod.: Sven Lorig; Wilhelmshöher Allee 347;
Eintritt frei;
Karten: zuschauer-dings@hr.de oder Dings-Zuschauertelefon: 069/155-6682
Montag, 3.11., 16.30 und 18.30 Uhr > Kassel, hr Studio
Dings vom Dach | Die Rateshow um geheimnisvolle Gegenstände
Fotos: hr
hr-fernsehen
Sonntag, 9.11., 18 Uhr > Frankfurt, hr, Sendesaalhr2-kultur, hr-Sinfonieorchester
Kammerkonzert im hr-Sendesaal | Schlagzeug trifft Saxofon
Werke von Paquito d‘Rivera, Eckhard Kopetzki, Astor Piazzolla, Nicolaus A. Huber, Enjott Schneider, Viola Falb,
Andy Scott, Johann Sebastian Bach, Barry Cockroft und Paul Desmond; mit „duoka“:Lars Rapp (Schlagzeug)/
Christian Segmehl (Saxofon); Eintritt: € 18,-/ erm. halber Preis; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000
Rateshow; Mod.: Sven Lorig; Wilhelmshöher Allee 347;
Eintritt frei;
Karten: zuschauer-dings@hr.de oder Dings-Zuschauertelefon: 069/155-6682
Montag, 3.11., 21 Uhr > Frankfurt, hr-Funkhaus, Bertramstr. 8
Heimspiel! | Geschichten, Gesichter, Gespräche
Ob mit Freunden, mit der Firma oder
dem Kegel-Club – auch als Weihnachtsfeier sind die TV-Aufzeichnungen der hr-Ratesendungen ein
besonderes Erlebnis. „Dings vom
Dach“, „Strassen stars“ und „Hessenquiz“ werden im November und
Dezember neu aufgezeichnet. Pro Tag
gibt es mehrere Termine. Immer gleich
sind die Aufregung, bevor es los geht,
die kleinen Versprecher, die Witze am
Rande und die gut gelaunten Moderatoren in Bestform. Fernsehen live ist
unterhaltsam. Als Bonus kann man
„seine“ Sendung später noch mal im
hr-fernsehen wiedersehen.
Übrigens: Wer die drei hr-Quizmaster einmal in der Rolle der Kandidaten
erleben möchte, sollte am Sonntag, 14.
Dezember, im hr-fernsehen „Quizmixer“ einschalten (s. S. 4/5). n
Aufzeichungen von
• „Dings vom Dach“ mit Sven Lorig
im Studio Kassel, Sa, 1. Nov., bis
Mo, 3. Nov.
• „Strassen stars“ mit Roberto
Cappelluti im Studio Kassel, Fr,
21. Nov., bis So, 23. Nov.
• „Hessenquiz“ mit Jörg Bombach
im Frankfurter Funkhaus, Sa,
29. Nov., bis Mi, 3. Dez.
hr-fernsehen
Montag, 10.11., 21 Uhr > Frankfurt, hr-Funkhaus, Bertramstr. 8
Heimspiel! | Geschichten, Gesichter, Gespräche
hr-fernsehen
Reportagen, Berichte und Talk rund ums hessische Sportgeschehen;
Eintritt frei;
Reservierung: Tel. 069/155-6829, E-Mail: heimspiel@hr.de
Reportagen, Berichte und Talk rund ums hessische Sportgeschehen;
Eintritt frei;
Reservierung: Tel. 069/155-6829, E-Mail: heimspiel@hr.de
Mittwoch, 5.11., 20.30 Uhr > Frankfurt, Orange Peelhr-Sinfonieorchester
Kammerflimmern im Orange Peel | Schlagzeug trifft Saxofon
Samstag, 15.11., 15.30 Uhr > Frankfurt, hr
hr2-kultur, hr-Sinfonieorchester
hr2-Kinderkonzert mit dem hr-Sinfonieorchester
Werke von Paquito d‘Rivera, Eckhard Kopetzki, Astor Piazzolla, Nicolaus A. Huber, Andy Scott, Johann Sebastian Bach, Barry Cockroft und Paul Desmond; mit „duoka“: Lars Rapp (Schlagzeug) und Christian Segmehl
(Saxofon); Kaiserstr. 39; Eintritt: € 10,-; Karten an der Abendkasse
Benjamin Britten: The Young Person‘s Guide To The Orchestra; Ausschnitte aus Werken von Haydn, Mendelssohn, Tschaikowsky und Wagner; mit dem hr-Sinfonieorchester; Ltg.: Dominik Beykirch; Mod.: Niels Kaiser/
Elke Ottenschläger; Eintritt: € 7,50 (Kinder)/ € 11,- (Erwachsene), Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000
Freitag, 7.11., 20 Uhr > Frankfurt, hr, Sendesaal hr2-kultur, hr-Sinfonieorchester
Forum Neue Musik mit dem hr-Sinfonieorchester | Artist in Residence
Sonntag, 16.11., 15.30 Uhr > Frankfurt, hr hr2-kultur, hr-Sinfonieorchester
hr2-Kinderkonzert mit dem hr-Sinfonieorchester
Werke von Iannis Xenakis, György Ligeti, Gerhard Stäbler und Wolfgang Rihm; um 19 Uhr Konzerteinführung;
mit Patricia Kopatchinskaja (Violine) und dem hr-Sinfonieorchester; Dirigent: Roland Kluttig; Eintritt: € 18,-/
erm. halber Preis; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000; Sdg.: 18.11., 20.05 Uhr, hr2-kultur
Benjamin Britten: The Young Person‘s Guide To The Orchestra; Ausschnitte aus Werken von Haydn, Mendelssohn, Tschaikowsky und Wagner; mit dem hr-Sinfonieorchester; Ltg.: Dominik Beykirch; Mod.: Niels Kaiser/
Elke Ottenschläger; Eintritt: € 7,50 (Kinder)/ € 11,- (Erwachsene), Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000
Samstag, 8.11., 20 Uhr > Frankfurt, Depot 1899, Textorstr. 33hr1
hr1 Dancefloor
Montag, 17.11., 21 Uhr > Frankfurt, hr-Funkhaus, Bertramstr. 8
Heimspiel! | Geschichten, Gesichter, Gespräche
Hits der 70er, 80er und 90er Jahre;
mit DJ Thorsten Mathieu;
Eintritt: € 7,- vor Ort
Sonntag, 9.11., 11 Uhr > Frankfurt, hr, Sendesaal, Bertramstr. 8
hr2-Kulturlunch: „Artist in Residence and friends“
hr2-kultur
Werke von Mozart, Biber, Beethoven, Cage und Crumb; Buffet: „Bunter Herbst“; mit Patricia Kopatschinskaja/
Pekka Kuusisto (Violine), Lilli Majala (Viola), Pieter Wispelwey (Violoncello); Eintritt: € 52,- inkl. Lunch/ € 18,nur Konzert; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000; Sdg.: 4.12., 20.05 Uhr, hr2-kultur
hr-fernsehen
Reportagen, Berichte und Talk rund ums hessische Sportgeschehen;
Eintritt frei;
Reservierung: Tel. 069/155-6829, E-Mail: heimspiel@hr.de
Freitag, 21.11., 16.50 Uhr, 18 Uhr und 19 Uhr > hr-Studio Kassel
Strassen Stars | Das Comedy-Quiz mit Roberto Cappelluti
hr-fernsehen
Comedy-Quiz rund um Menschenkenntnis, zum Mitraten; mit Bodo Bach, Susanne Fröhlich, Henni Nachtsheim, Anja Reschke, Jörg Thadeusz, Bettina Tietjen u.a.; Mod.: Roberto Cappelluti; Wilhelmshöher Allee 347;
Eintritt frei; kostenlose Karten unter www.strassenstars.de und unter Tel. 069/155-4639
hr-live dabei
21. - 29. NOVEMBER
hr-live dabei
29. NOVEMBER - 6. DEZEMBER
Freitag, 21.11., 20 Uhr > Frankfurt, hr, Sendesaal hr2-kultur, hr-Sinfonieorchester
Debüt-Konzert mit dem hr-Sinfonieorchester
LIVE
Samstag, 29.11., 15.30 Uhr, 18 Uhr und 19.30 Uhr > Frankfurt, hrhr-fernsehen
„Das große Hessenquiz“
Werke von Prokofjew und Sibelius; mit Michael Barenboim (Violine) und dem hr-Sinfonieorchester;
Dirigentin: Kristiina Poska; Eintritt: € 23,-/ € 21,-/ € 18,50/ erm. halber Preis;
Restkarten
Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000; Sendungen.: 21.11. und 2.12., jeweils 20.05 Uhr, hr2-kultur
Aufzeichnungen im hr-Studio 1; vier hessische Kandidaten müssen sich in unterschiedlichen Fragekategorien
beweisen; Mod.: Jörg Bombach; Bertramstr. 8; Eintritt: Einzelkarte: € 8,50/ VIP-Einzelkarte: € 13,50/ Kombikarte: € 12,50/ VIP-Kombikarte: € 17,50; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000
Samstag, 22.11., 16.20 Uhr, 17 30 Uhr u. 18.30 Uhr > hr-Studio Kasselhr-fernsehen
Strassen Stars | Das Comedy-Quiz mit Roberto Cappelluti
Samstag, 29.11., 20 Uhr > Frankfurt, hr, Sendesaal, Bertramstr. 8
hr-Bigband: „Die goldene Ära des Jazz“
Comedy-Quiz rund um Menschenkenntnis, zum Mitraten; mit Bodo Bach, Susanne Fröhlich, Henni Nachtsheim,
Anja Reschke, Jörg Thadeusz, Bettina Tietjen u.a.; Mod.: Roberto Cappelluti; Wilhelmshöher Allee 347;
Eintritt frei; kostenlose Karten unter www.strassenstars.de und unter Tel. 069/155-4639
Unvergessliche Songs aus den Zehner-, Zwanziger- und Dreißigerjahren des vergangenen Jahrhunderts zu
swingenden Bigband-Sounds; mit der hr-Bigband; China Moses, Gesang; Ola Onabulé, Gesang; Ed Partyka,
Leitung; Eintritt: € 19,-; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000 (auch 28.11.)
Samstag, 22.11., 19.30 Uhr, Korbach, Bürgerhaus
Kammerkonzert in Hessen
Samstag, 29.11., 20:05 Uhr > Frankfurt, Hedderichstr. 32
hr2-kultur
Literatur im Kreuzverhör | Mit Peter HärtlingLIVE
hr-Sinfonieorchester
hr-Bigband
Werke von Benjamin Britten, Henry Purcell, Wolfgang Amadeus Mozart, ; mit Nicolas Cock-Vassiliou (Oboe),
Charys Schuler (Violine), Nadine Blumenstein (Violine), Dirk Niewöhner (Viola), Valentin Scharff (Cello);
Eintritt: € 23,- (VVK 18,60) / ermäßigt € 16,- (VVK 12,-), Karten: Tel. 05631/53-332
Eine literarische Schnitzeljagd zum Mitmachen und Mitraten; mit Irene Ruttmann, Ulrich Karthaus,
Uwe Wittstock; Sprecher: Jochen Nix; Bibliothekszentrum Sachsenhausen; Eintritt frei;
kostenlose Einlasskarten: Bibliothekszentrum Sachsenhausen, Tel. 069/ 212-399 83
Sonntag, 23.11., 14.20 Uhr, 15 30 Uhr u. 16.30 Uhr > hr-Studio Kasselhr-fernsehen
Strassen Stars | Das Comedy-Quiz mit Roberto Cappelluti
Sonntag, 30.11., 15.30 Uhr, 18 Uhr und 19.30 Uhr > Frankfurt, hr
„Das große Hessenquiz“
Comedy-Quiz rund um Menschenkenntnis, zum Mitraten; mit Bodo Bach, Susanne Fröhlich, Henni Nachtsheim, Anja Reschke, Jörg Thadeusz, Bettina Tietjen u.a.; Mod.: Roberto Cappelluti; Wilhelmshöher Allee 347;
Eintritt frei; kostenlose Karten unter www.strassenstars.de und unter Tel. 069/155-4639
Aufzeichnungen im hr-Studio 1; vier hessische Kandidaten müssen sich in unterschiedlichen Fragekategorien
beweisen; Mod.: Jörg Bombach; Bertramstr. 8; Eintritt: Einzelkarte: € 8,50/ VIP-Einzelkarte: € 13,50/ Kombikarte: € 12,50/ VIP-Kombikarte: € 17,50; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000
Montag, 24.11., 21 Uhr > Frankfurt, hr-Funkhaus, Bertramstr. 8 hr-fernsehen
Heimspiel! | Geschichten, Gesichter, Gespräche
So, 30.11., 18 Uhr > Frankfurt, hr, Sendesaal hr2-kultur, hr-Sinfonieorchester
Kammerkonzert im hr-Sendesaal | Oboe und Streicher
Werke von Britten, Purcell und Mozart; mit Nicolas Cock-Vassiliou (Oboe),
Charys Schuler und Nadine Blumenstein (Violine), Dirk Niewöhner (Viola) sowie
Valentin Scharff (Violoncello); Eintritt: € 18,-/ermäßigt halber Preis;
Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000
Reportagen, Berichte und Talk rund ums hessische Sportgeschehen;
Eintritt frei; Reservierung: Tel. 069/155-6829,
E-Mail: heimspiel@hr.de
Geschichten, Gesichter, Gespräche – die Sendung „Heimspiel!“ bringt mehr als bloße Sportberichterstattung.
Moderiert wird sie unter anderem von Ralf Scholt (Foto).
Wer möchte, kann live im Studio 1 dabei sein.
Foto: hr/Anne Meuer
Foto: hr/Ben Knabe
hr-fernsehen
Kompositionen aus England sowie Werke für Oboe und Streicher
präsentieren Solo-Oboist Nicolas Cock-Vassiliou und seine Streicher-Kollegen des hr-Sinfonieorchesters bei diesem Kammerkonzert am ersten Adventssonntag
Mittwoch, 26.11., 19 Uhr > Frankfurt, Alte Oper hr2-kultur, hr-Sinfonieorchester
Junges Konzert
Montag, 1.12., 15.30 Uhr, 18 Uhr und 19.30 Uhr > Frankfurt, hr
„Das große Hessenquiz“
Anton Bruckner: 9. Sinfonie; mit dem hr-Sinfonieorchester; Dirigent: Stanisław Skrowaczewski;
Mod.: Peter Zelienka; Eintritt: € 14,50 (Schüler/ Studierende/ Auszubildende); Erwachsene nur in Begleitung
eines Kindes/Jugendlichen; Karten: Jugendamt Frankfurt, Tel: 069/212-38 517
Aufzeichnungen im hr-Studio 1; vier hessische Kandidaten müssen sich in unterschiedlichen Fragekategorien
beweisen; Mod.: Jörg Bombach; Bertramstr. 8; Eintritt: Einzelkarte: € 8,50/ VIP-Einzelkarte: € 13,50/ Kombikarte: € 12,50/ VIP-Kombikarte: € 17,50; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000
Donnerstag, 27.11., 19 Uhr > Frankfurt, Freies Deutsches Hochstift
Handschriften der Romantik, neu gelesen von Patrick Roth
Montag, 1.12., 21 Uhr > Frankfurt, hr-Funkhaus, Bertramstr. 8
Heimspiel! | Geschichten, Gesichter, Gespräche
hr2-kultur
Ein Abend für Novalis; hr2-kultur auf romantischer Spurensuche; mit Patrick Roth; Mod.: Leonie Berger;
Frankfurter Goethe-Haus, Großer Hirschgraben 23-25; Eintritt: € 6,-/ Mitglieder des Freien Deutschen
Hochstifts: € 3,-; Karten: Freies Deutsches Hochstift, Tel. 069/ 13 880-259 und an der Abendkasse
Reportagen, Berichte und Talk rund ums hessische Sportgeschehen;
Eintritt frei;
Reservierung: Tel. 069/155-6829, E-Mail: heimspiel@hr.de
Donnerstag, 27.11., 19.30 Uhr > Frankenberg, Ederberglandhalle
hr4 Party
Dienstag, 2.12., 15.30 Uhr, 18 Uhr und 19.30 Uhr > Frankfurt, hr
„Das große Hessenquiz“
hr4, hr-Club
hr-fernsehen
hr-fernsehen
hr-fernsehen
Mod.: Heinz Günter Heygen;
Eintritt: € 10,-;
Karten: Bürgerbüro im Rathaus, Tel. 06451/505-144
Aufzeichnungen im hr-Studio 1; vier hessische Kandidaten müssen sich in unterschiedlichen Fragekategorien
beweisen; Mod.: Jörg Bombach; Bertramstr. 8; Eintritt: Einzelkarte: € 8,50/ VIP-Einzelkarte: € 13,50/ Kombikarte: € 12,50/ VIP-Kombikarte: € 17,50; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000
Donnerstag, 27.11., 20 Uhr > Frankfurt, Alte Operhr2-kultur, hr-Sinfonieorchester
hr-SinfoniekonzertLIVE
Mittwoch, 3.12., 15.30 Uhr, 18 Uhr und 19.30 Uhr > Frankfurt, hr
„Das große Hessenquiz“
Werke von Stanisław Skrowaczewski und Anton Bruckner; um 19 Uhr Konzerteinführung; mit dem hr-Sinfonieorchester; Dirigent: Stanisław Skrowaczewski; Eintritt: € 52,- /42,50/ 34,-/ 25,-/ 17,-/ermäßigt halber Preis;
Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000; live in hr2-kultur, Wiederholung am 9.12., 20.05 Uhr
Aufzeichnungen im hr-Studio 1; vier hessische Kandidaten müssen sich in unterschiedlichen Fragekategorien
beweisen; Mod.: Jörg Bombach; Bertramstr. 8; Eintritt: Einzelkarte: € 8,50/ VIP-Einzelkarte: € 13,50/ Kombikarte: € 12,50/ VIP-Kombikarte: € 17,50; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000
Freitag, 28.11., 19.30 Uhr > Literaturhaus Frankfurt
60. Streitfall – Autoren in der Kontroverse
Mittwoch, 3.12.
Podiumsdiskussion „Wohnraummangel in Frankfurt“
hr2-kultur
hr-fernsehen
hr-iNFO
Diskussion; die neuen Bücher von Stefan Aust, Thomas Ammann, Heinz Bude und Byung-Chul Han;
Mod.: Peter Kemper; mit Stefan Aust, Ulrike Ackermann, Jochen Hörisch und Martin Lüdke; Schöne Aussicht 2;
Eintritt: € 5,-/€ 3,-; Karten: Literaturhaus Frankfurt, Tel. 069/ 40 76 62 58 0
Diskussion mit Peter Feldmann, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt;
Mod.: Dirk Emig;
nähere Informationen von Mitte Nov. an unter: www.hr-inforadio.de
Freitag, 28.11., 20 Uhr > Frankfurt, hr, Sendesaal, Bertramstr. 8
hr-Bigband: „Die goldene Ära des Jazz“
Freitag, 5.12. u. Sa, 6.12., 20 Uhr > Frankfurt, hr hr2-kultur, hr-Sinfonieorchester
Barock+-KonzertLIVE
hr-Bigband
Unvergessliche Songs aus den Zehner-, Zwanziger- und Dreißigerjahren des vergangenen Jahrhunderts zu
swingenden Bigband-Sounds; mit der hr-Bigband; China Moses, Gesang; Ola Onabulé, Gesang; Ed Partyka,
Leitung; Eintritt: € 19,-; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000 (auch 29.11.)
Freitag, 28.11., 20 Uhr > Bad Homburg, Casino-Lounge, Kisseleffstr. 35
hr1 Dancefloor
hr1
Hits der 70er, 80er und 90er Jahre;
mit DJ Thorsten Mathieu;
Eintritt: € 7,- vor Ort
Werke von Stanisław Skrowaczewski und Anton Bruckner; um 19 Uhr Konzerteinführung;
mit dem hr-Sinfonieorchester; Dirigent: Stanisław Skrowaczewski; Eintritt: € 52,- /42,50/ 34,-/ 25,-/ 17,-/
ermäßigt halber Preis; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000
Hits der 70er, 80er und 90er Jahre; mit DJ Thorsten Mathieu;
Lounge des Sparda-Bank-Hessen-Stadions, Waldemar-Klein-Platz 1;
Eintritt: € 7,- vor Ort
IMPRESSUM
hr-Journal
Freitag, 28.11., 20 Uhr > Frankfurt, Alte Oper hr2-kultur, hr-Sinfonieorchester
hr-SinfoniekonzertLIVE
Samstag, 29.11., 20 Uhr > Offenbach, Bieberer Berg
hr1 Dancefloor
Werke von Haydn und Schubert; um 19 Uhr Konzerteinführung; mit Solisten des hr-Sinfonieorchesters;
Dirigent: Ton Koopman; Eintritt: € 28,- /22,50/ 18,50/ ermäßigt halber Preis;
Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000; live in hr2-kultur am 5.12. (Wh. am 16.12., 20.05 Uhr)
hr1
Herausgeber: Hessischer Rundfunk, Pressestelle, Bertramstraße 8, 60320 Frankfurt am Main,
Tel.: 069/155-2163, Fax: 069/155-2126, www.hr-journal.hr-online.de, E-Mail: hr-Journal@hr.de
Verantwortlich: Christoph Hammerschmidt
Redaktion: Sabine Renken (sr), Jeanette Sallwey (js), Bettina Kübler (kü)
live dabei: Angelika Bieck, sr
Anzeigen: hr werbung gmbh, Barbara Simon, Tel.: 069/1509-263
Layout und Lithografie: Hessischer Rundfunk Grafik-Design/Martin Brandt
Druck: Druckzentrum Rhein Main GmbH & Co. KG, Alexander-Fleming-Ring 2, 65428 Rüsselsheim
Erscheinungsweise: zweimonatlich gratis bei den Lotto-Verkaufsstellen.
Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Herausgebers
Titelmotiv: Ruth Moschner, TV-Moderatorin
Titelfoto: Amant Maitresse
hr-live dabei
6. - 13. DEZEMBER
Samstag, 6.11., 20 Uhr > Frankfurt, Depot 1899, Textorstr. 33
hr1 Dancefloor
hr1
Hits der 70er, 80er und 90er Jahre;
mit DJ Thorsten Mathieu;
Eintritt: € 7,- vor Ort
14. - 31. DEZEMBER
Sonntag, 14.12., 14.30 Uhr > Frankfurt, hr, Sendesaal, Bertramstr. 8
Das große hr4-Weihnachtskonzert
Konzert mit weihnachtlicher Musik und Texten;
Erzähler: Helge Heynold; Mod.: Dieter Voss;
Eintritt: € 22,- bis € 35,-; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000
Sonntag, 7.12., 11 Uhr > Frankfurt, hr, Sendesaal, Bertramstr. 8
hr2-Kulturlunch: „Violinissimo”
hr2-kultur
Montag, 15.12., 21 Uhr > Frankfurt, hr-Funkhaus, Bertramstr. 8
Heimspiel! | Geschichten, Gesichter, Gespräche
Werke von Sergej Prokofjew und Béla Bartók; Buffet: „Weihnachtsmarkt“; mit Victoria Mullova und
Tedi Papavrami (Violine); Eintritt: € 52,- inkl. Lunch/ € 18,- nur Konzert;
Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000; Sendung.: 8.1., 20.05 Uhr, hr2-kultur
Reportagen, Berichte und Talk rund ums hessische Sportgeschehen;
Eintritt frei;
Reservierung: Tel. 069/155-6829, E-Mail: heimspiel@hr.de
Montag, 8.12., 21 Uhr > Frankfurt, hr-Funkhaus, Bertramstr. 8
Heimspiel! | Geschichten, Gesichter, Gespräche
Donnerstag, 18.12. bis Sa, 20.12., 20 Uhr > Frankfurt, Südbahnhof
hr-Bigband | Swinging Christmas
hr-fernsehen
Reportagen, Berichte und Talk rund ums hessische Sportgeschehen;
Eintritt frei;
Reservierung: Tel. 069/155-6829, E-Mail: heimspiel@hr.de
Donnerstag, 11.12., 19.30 Uhr > Frankfurt, hr, Sendesaal, Bertramstr. 8
Das große hr4-Weihnachtskonzert
hr4
Konzert mit weihnachtlicher Musik und Texten; mit Volker Bengl, Maria Levin, Camerata Vocale Dutenhofen, Brass Band Hessen; Leitung: Hans-Reiner Schmidt u.a. Erzähler: Helge Heynold; Mod.: Dieter Voss;
Eintritt: € 22,- bis € 35,-; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000; Sendung: 21.12., 15.05, hr4
Das hr-Journal verlost für das hr4-Weihnachtskonzert
Weihnachtliche Schmunzelgeschichten und Gesang; mit der hr-Bigband, „Les Brünettes“ (Gesang) und
Werner Reinke (Sprecher); Ltg.: Jörg Achim Keller; Theater, Elvis-Presley-Platz 1; Eintritt: € 24,-;
Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000, AD ticket GmbH, Tel. 069/407 66 20
Mittwoch, 31.12., 19 Uhr > Fulda, Maritim Hotel am Schlossgarten
hr4-Club Präsentation | Silvestergala
Foto: hr/N. Klöppel
Mod.: Roland Boros; Königsteiner Str. 88;
Eintritt: € 99,Karten: Tel. 06196/200-0
Donnerstag, 11.12., 20 Uhr > Frankfurt, hr, Bertramstr. 8
hr-Bigband | „Fresh Sound - New Talent“
hr-Bigband
Mit dieser neuen Reihe schafft die hr-Bigband ein Forum, auf dem junge Komponisten ihre jazzorchestralen
Arbeiten vorstellen können; mit der hr-Bigband; Leitung: Julia Maier und Emiliano Sampaio; Hörfunkstudio II;
Eintritt: € 13,-; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000 (auch 12.12.)
Donnerstag, 11.12., 20 Uhr > Frankfurt, Alte Oper hr2-kultur, hr-Sinfonieorchester
hr-Sinfoniekonzert | Artist in Residence
Werke von C. Debussy, I. Strawinsky und H. Berlioz; um 19 Uhr Konzerteinführung; mit Patricia Kopatchinskaja (Violine) und dem hr-Sinfonieorchester; Ltg.: Andrés Orozco-Estrada; Eintritt: € 52,-/42,50/ 34,-/ 25,-/
17,-/ erm. halber Preis; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000
Freitag, 12.12., 19.30 Uhr > Frankfurt, hr, Sendesaal, Bertramstr. 8
Das große hr4-Weihnachtskonzert
hr4
Konzert mit weihnachtlicher Musik und Texten; mit Volker Bengl, Maria Levin, Camerata Vocale Dutenhofen,
Brass Band Hessen; Leitung: Hans-Reiner Schmidt u.a. Erzähler: Helge Heynold; Mod.: Dieter Voss;
Eintritt: € 22,- bis € 35,-; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000
hr-Bigband
Foto: hr/Jan Balaz
Mit dieser neuen Reihe schafft die hr-Bigband ein Forum, auf dem junge
Komponisten ihre jazzorchestralen Arbeiten vorstellen können; mit der
hr-Bigband; Leitung: Julia Maier und Emiliano Sampaio; Hörfunkstudio II;
Eintritt: € 13,-; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000
Die Förderung von jungen jazzmusikalischen Talenten ist der
hr-Bigband ein Herzensanliegen: Am 11. und 12. Dez. startet
die neue Reihe mit Julia Maier (Foto) und Emiliano Sampaio.
hr2-kultur, hr-Sinfonieorchester
Werke von C. Debussy, I. Strawinsky und H. Berlioz; um 19 Uhr Konzerteinführung; mit Patricia Kopatchinskaja (Violine) und dem hr-Sinfonieorchester; Ltg.: Andrés Orozco-Estrada; Eintritt: € 52,-/42,50/ 34,-/ 25,-/
17,-/ erm. halber Preis; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000; live in hr2-kultur, Wh.: 23.12., 20.05 Uhr
Samstag, 13.12., 14.30 Uhr > Frankfurt, hr, Sendesaal, Bertramstr. 8
Das große hr4-Weihnachtskonzert
hr4
Konzert mit weihnachtlicher Musik und Texten; mit Volker Bengl, Maria Levin, Camerata Vocale Dutenhofen,
Brass Band Hessen; Leitung: Hans-Reiner Schmidt u.a. Erzähler: Helge Heynold; Mod.: Dieter Voss;
Eintritt: € 22,- bis € 35,-; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000
Restkarten
Samstag, 13.12., 19.30 Uhr > Frankfurt, hr, Sendesaal, Bertramstr. 8
Das große hr4-Weihnachtskonzert
hr4
Konzert mit weihnachtlicher Musik und Texten; mit Volker Bengl, Maria Levin, Camerata Vocale Dutenhofen,
Brass Band Hessen; Leitung: Hans-Reiner Schmidt u.a. Erzähler: Helge Heynold; Mod.: Dieter Voss;
Eintritt: € 22,- bis € 35,-; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000; Sendung: 24.12., 20.05, hr4
Hits der 70er, 80er und 90er Jahre;
mit DJ Thorsten Mathieu;
Eintritt: € 7,- vor Ort
hr-Bigband
So, 21.12., 18 Uhr > Bad Nauheim, Dolce Hotel & Conference Centrehr-Bigband
hr-Bigband | Swinging Christmas
Mittwoch, 31.12., 20 Uhr > Bad Soden, Ramada Hotel
hr4-Club Präsentation | Silvestergala
Samstag, 13.12., 20 Uhr > Kassel, Gleis 1, Bahnhofsplatz 1
hr1 Dancefloor
hr-fernsehen
hr4, hr-Club
Mod.: Heinz Günter Heygen; Festsaal der Orangerie, Pauluspromenade 2;
Eintritt: € 139,Karten: Tel. 0661/282-0
3 x 2 Karten für den 11. Dezember
Freitag, 12.12., 20 Uhr > Frankfurt, Alte Oper
hr-Sinfoniekonzert | Artist in Residence
Restkarten
Weihnachtliche Schmunzelgeschichten und Gesang; mit der hr-Bigband, „Les Brünettes“ (Gesang) und
Werner Reinke (Sprecher); Ltg.: Jörg Achim Keller; Südbahnhof-Musiklokal, Diesterwegplatz 1;
Restkarten
Eintritt: € 24,-; Karten: hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000
GEWINNZONE
Freitag, 12.12., 20 Uhr > Frankfurt, hr, Bertramstr. 8
hr-Bigband | „Fresh Sound - New Talent“
hr4
hr1
hr-Ticketcenter
Bertramstraße 8, Frankfurt
Hotline: 069/155-2000; Mo-Fr, 9 bis 19 Uhr
Ticketverkauf: Mo-Fr, 11.30-19 Uhr
www.hr-ticketcenter.de
hr4, hr-Club
12
06 | NOVEMBER/DEZEMBER | 2014
kultur
KULTURTIPPS
Hilfe, die Herdmanns kommen
Der Kinderbuchklassiker als preisgekröntes Hörspiel in hr2-kultur:
Besser kann man sich am Mi, 24.
Dez., von 14.05 Uhr an, die Zeit bis
zur Bescherung kaum vertreiben.
Die sechs Herdmann-Kinder Ralf,
Eugenia, Leopold, Klaus, Olli und
Hedwig sind die schlimmsten Kinder aller Zeiten, da ist sich der ganze
Stadtteil einig. Nun haben sie auch
noch alle Hauptrollen im Krippenspiel besetzt, das zum Fest der Liebe
feierlich in der Kirche aufgeführt
werden soll …
Von Äpfeln in Nachbars Garten …
Philosophie ist wieder in Mode: Philosophen ziehen durch die Talkshows, Tausende pilgern zum
„Philosophiefestival“ in Köln, ein junges „Philosophie Magazin“ findet mehr und mehr Leser. „Was
können wir wissen, was sollen wir tun?“ fragt jetzt das neue Funkkolleg „Philosophie“ in hr-iNFO.
Die Bibel als Hörspiel
„Am Anfang war das Wort“: Das
Buch der Bücher – die Bibel – liefert
Stoff für 21 Hörspiele, die hr2-kultur
bei 21 namhaften Autoren in Auftrag gegeben hat. Sie interpretieren
Erzählungen oder Verse des Alten
oder Neuen Testaments. An jedes
Hörspiel schließt sich ein Essay an,
das Struktur, Entstehungs- und
Rezeptionsgeschichte der Bibel
erfahrbar macht. Die ambitionierte
Reihe wird noch bis 2016 gehen. Im
November sind sonntags, 14.05 Uhr,
in hr2-kultur diese vier Folgen zu
hören: „Hadassa, das ist Esther“ (2.
Nov.), „Judith“ (9. Nov.), „Pfingstwunder“ (16. Nov.), „Paulus“ (23. Nov.).
Infos: www.hr2-kultur.de.
Feinde wie wir
Nicht friedlich, aber wichtig, sich zu
erinnern: Das Feature von Helmut
Kopetzky „Feinde wie wir“ erzählt,
wie im Sommer 1914 die kriegsberauschte Jugend singt, davon marschiert und sich auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs totschießen lässt, vor Langemark in Belgien,
bei Gallipoli in der Türkei, in der
Schlacht bei Tannenberg, an der
Drina. Die meisten sind kaum den
Konfirmandenanzügen entwachsen,
sie glauben an die versprochenen
Blitzsiege und bezahlen dafür mit Tod
oder Verstümmelung. hr2-kultur sendet das Feature am So, 7. Dez., von
18.05 Uhr an.
Neue Heimat Salafismus
Plötzlich trägt sie Kopftuch, muss
nicht mehr selbst über ihre Zukunft
entscheiden. Auch die jungen Männer finden, was ihnen ansonsten in
Deutschland fehlt: ein festes Ziel.
Der Salafismus entwickelt sich in
Deutschland zur neuen Jugenddroge.
Die Verfassungsschützer rechnen im
Sommer 2014 mit 6.000 Salafisten in
Deutschland. Wie gelingt es den Salafisten, immer mehr junge Menschen
zu überzeugen? Das „ARD-Radiofeature“ ist am So, 30. Nov., von
18.05 Uhr an in hr2-kultur zu hören.
Pflücken oder nicht pflücken – das ist hier die Frage
„In Zeiten der Krisen und des Wandels
wollen sich die Menschen neu orientieren“, erklärt die fürs Funkkolleg zuständige Redakteurin Regina Oehler. „Es
geht darum, über mich selbst und mein
Leben in der Gesellschaft nachzudenken“, sagt sie weiter und versucht sich
an einer Art Definition: „Im Grunde sind
doch alle Fragen, auf die es keine eindeutige Antwort gibt, philosophische Fragen. Und die meisten fangen mit Staunen oder Stolpern an.“
Wir sitzen in ihrem kleinen, aber
hellen und freundlichen Büro im zweiten Stock des hr-Hörfunkgebäudes. Die
Wissenschaftsredakteurin nimmt sich
einen der Apfelschnitze, die sie in
einem kleinen Glasschälchen für uns
auf den Tisch gestellt hat. „Philosophische Fragen sind oft auch Gewissensfragen“, überlegt sie laut und
erzählt eine kleine Geschichte. „Unsere
Nachbarn haben uns angeboten, während ihres Urlaubs die Äpfel in ihrem
Garten aufzulesen. Letztes Wochenende – die Nachbarn waren aus ihren
Ferien zurück, aber gerade nicht zu
Hause – wollte ich spontan einen Apfelkuchen backen, hatte aber keine Äpfel.
Und habe überlegt, ob ich jetzt eigentlich in Nachbars Garten gehen und mir
welche holen darf.“ Immanuel Kant
hätte im Rahmen seines kategorischen
Imperativs vielleicht gefragt: „Ist es
grundsätzlich in Ordnung, aus dem
Garten abwesender Nachbarn Obst zu
holen?“ Denn eigentlich galt das Angebot nur für die Urlaubszeit. Und Regina
Oehler entschied, das Backen zu verschieben.
Innehalten und nachdenken
Philosophie ist mehr, als die komplizierten Schriften von Sokrates, Hegel,
Nietzsche & Co. zu studieren. Philosophie wohnt nicht im Elfenbeinturm.
Der zeitgenössische Philosoph Wilhelm
Schmid sieht in der Philosophie
zunächst nichts anderes als ein Innehalten und Nachdenken – ob es um Lüge
oder Wahrheit, Demokratieverständnis,
Massentierhaltung – oder eben Nachbars Äpfel geht. Er verbindet Philosophie mit Lebenskunst, die uns einen
Weg durch das Labyrinth des Alltags
weist. Und deshalb stellt das Funkkolleg
Fragen zum Leben und zum Sterben, zu
Freundschaft und Gerechtigkeit, zu
Sprache und zu Zeitgefühl. Aber es
behandelt auch wichtige politische und
gesellschaftliche Themen wie Regierungsformen, Umweltschutz oder religiöse Toleranz.
„Die Philosophie, also auch das, was
andere einmal gedacht haben, kann mir
beim Nachdenken helfen“, sagt Regina
Foto: pa/dpa
Oehler. Das fängt mit präzisen Begriffsbestimmungen an. „Was meine ich
eigentlich damit, wenn ich beispielsweise von Leihmüttern spreche?“, fragt
sie. Darauf antwortete Petra Gehring,
Philosophieprofessorin an der TU Darmstadt, in einem Funkkolleg-Interview so:
„Ich würde vorschlagen, nicht von Leihmutterschaft zu sprechen, sondern von
Schwangerschaftskauf.“ Der Begriff
bezeichnet den gleichen Sachverhalt –
und transportiert doch eine ganz andere
Haltung. Eine zutiefst philosophische
Frage: Was meine ich genau mit dem,
was ich sage? Und was der andere? Wer
sich einmal mit jemandem gestritten hat
– also jeder von uns – kann von dieser
Problematik ein Lied singen.
Die Eigenschaft, zuallererst Begrifflichkeiten zu klären, verbindet die Philosophie mit den Naturwissenschaften;
mögliche Handlungsanleitungen zu bieten, mit Ethik und Religion. In jedem
Falle geht es um ein bewusstes Leben,
das wir selbst gestalten – und nicht
gestalten lassen. [kü] n
Funkkolleg Philosophie, hr-iNFO,
vom 3. Nov. an, immer Mo, 20.30 Uhr
(Wh. Sa, 11.30 Uhr, So, 8.30 und
20.30 Uhr). Alle 24 Themen im Überblick und die Sendungen als Podcast
unter www.hr-inforadio.de und
www.funkkolleg-philosophie.de
06 | NOVEMBER/DEZEMBER | 2014
hr-live dabei
13
hr-iNFO
„Unser Angebot trifft einen Nerv“
Kulturreporter
Vor zehn Jahren hat der Hessische Rundfunk hr-iNFO aus der Taufe gehoben. Programmchefin Katja
Marx über ein in Hessen einzigartiges Angebot.
hr-Journal: Wäre hr-iNFO eine Person,
wie würden Sie sie beschreiben?
Katja Marx: hr-iNFO wäre auf jeden Fall
eine Person, die mich neugierig macht.
Ein Mensch mit positiver Ausstrahlung.
Jemand, der gut erzählen kann, der aber
auch Fragen stellt und anderen zuhört.
Er wäre emphatisch, gepflegt und geerdet. Jemand mit Energie und Humor, mit
dem ich diskutieren kann. Oder der meinen Blick auf Dinge richtet, die mir bis
dahin nicht präsent waren, sei es ein
gutes Buch, eine aktuelle politische Diskussion oder das Leben in einem mir
fremden Land. Die Person hr-iNFO wäre
genauso facettenreich wie unser Radioprogramm.
Was bedeutet „Information“ für Sie,
und wie setzen Sie das um?
Information heißt ja schildern oder darstellen. Genau darum geht es uns auch:
Wir wollen wertfrei das darstellen, was
in der Welt und vor unserer Haustür passiert. Wir wollen unsere Hörerinnen
und Hörer mit Fakten und Hintergründen versorgen, damit sie sich eine Meinung bilden können beziehungsweise
an der Meinungsbildung in unserer
Demokratie teilhaben können. Außerdem wollen wir ihnen alles das liefern,
was sie interessiert. Dafür fragen wir
nach, sind hartnäckig, decken auf und
fügen zusammen.
Wie behauptet sich ein Sender wie hriNFO mit Blick auf konkurrierende
Medien wie das Fernsehen oder Nachrichtenportale im Internet?
Hörfunk ist ein klassisches NebenbeiMedium. Das heißt: Man kann ohne Probleme Radio hören und nebenbei einer
anderen Tätigkeit nachgehen. Ich kann
morgens im Bad Radio hören, beim Autofahren oder auch beim Joggen im Park.
Das macht hr-iNFO als Informationsmedium einzigartig bei uns in Hessen. Denn
nur bei hr-iNFO können Sie sich ganz
ohne Anstrengung, schnell und umfassend informieren, um mitreden zu können. Sie müssen nicht klicken oder scrollen, mit einer Zeitung im Zug hantieren
oder auf einen Bildschirm schauen. Sie
können hr-iNFO einfach nebenbei hören
und sich im Zwanzig-Minuten-Takt auf
den neuesten Stand bringen lassen.
hr-iNFO hat mit dem Schwerpunkt
Wirtschaft und Finanzen begonnen.
Heute bietet es die gesamte Themenpalette aus Wirtschaft, Politik, Kultur
und Gesellschaft. Welches waren die
Meilensteine in dieser Entwicklung?
Diese Entwicklung hat sich parallel zur
Ausweitung unseres Sendegebiets voll-
„Ich bin gerne hr-iNFOReporter, weil ich
die interessantesten und kreativsten
Köpfe Hessens kennenlernen und jeden
Tag ein kleines Abenteuer erleben kann. Schwerpunktmäßig
berichte ich über die reiche Kulturlandschaft Hessens, und weil hier die Welt zu
Hause ist, brauche ich auch nicht weit zu
reisen. Meist reicht die U-Bahn in Richtung Hauptwache. Manchmal nehme ich
auch das Flugzeug, wie jetzt zum Beispiel
– wenn ich kurzfristig meinen Kollegen
in Rabat vertreten muss.“ [Jan Tussing] n
Auslandsreporterin
Katja Marx begann ihre hr-Laufbahn vor mehr
als 15 Jahren. Zunächst Nachrichtenchefin,
wurde sie 2006 Hörfunk-Chefredakteurin und
übernahm 2009 die Leitung von hr-iNFO.
Zuvor hatte die studierte Politikwissenschaftlerin und Slavistin die Münchener Journalistenschule absolviert und lange für „Die Zeit“
geschrieben. Berufliche Stationen in der ARD
waren der SWR in Stuttgart und Berlin sowie
das ARD-Studio Moskau.
zogen. hr-iNFO war in seinen Anfangsjahren leider nicht in ganz Hessen zu
empfangen. Die mit Abstand meisten
Hörerinnen und Hörer hatten wir
damals im Rhein-Main-Gebiet, in einer
der wichtigsten Finanzregionen Europas. Entsprechend ausgeprägt war
innerhalb unserer Hörerschaft das Interesse an Wirtschafts- und Finanzthemen. Mittlerweile ist unser Sendegebiet
größer und unser Publikum facettenreicher – deshalb ist nun auch unser Programm breiter aufgestellt.
Was fasziniert Sie an Ihrer Arbeit?
Meine Arbeit ist sehr vielschichtig und
abwechslungsreich. Kein Tag ähnelt
dem anderen. Ich freue mich, wenn ich
Rückmeldungen von unserem Publikum bekomme. Nicht zu vergessen ist
aber auch mein Team: Alle wollen
unsere Hörerinnen und Hörer bestmöglich informieren, jeden Tag aufs Neue.
Foto: hr/Nicole Kohlhepp
Die Ergebnisse dieser Teamarbeit sind
häufig faszinierend und spornen an.
Besonders in der letzten Zeit steigen
die Zuhörerzahlen. Worin liegt Ihr
Erfolgsgeheimnis?
Ich glaube, unser Angebot trifft einen
Nerv. Ich habe vorhin kurz dargestellt,
was unser Radioprogramm einzigartig
macht in Hessen – die Hörbarkeit nebenbei und die überschaubare Zeitspanne,
in der ich mich auf den neuesten Stand
bringen kann. Unser Signal ist klar: Fakten, Hintergründe und Meinungen müssen nicht zwangsläufig trocken dargeboten werden. Bei uns darf auch durchaus
mal gelächelt werden, wenn es passt.
Unsere Moderatorinnen und Moderatoren sind Menschen auf Augenhöhe,
keine belehrenden Besserwisser. Das
merken unsere Hörerinnen und Hörer.
[Interview: Bettina Kübler] n
www.hr-inforadio.de
„Abenteuer über Abenteuer: So fühlt sich
das Leben als hriNFO-Korrspondentin in Brüssel an.
Vom Amtsantritt der
neuen EU-Kommission
und der Reportage über Jugendarbeitslosigkeit in Europa bis hin zu
Fahrten ins Berichtsgebiet Belgien, Niederlande oder Luxemburg – der Hörer
ist mit dabei und erfährt, was ihn direkt
betrifft. Aber auch so einiges über das
Korrespondentenleben. Zum Beispiel
wie es ist, versehentlich im Europaparlament eingeschlossen zu werden oder
beim G20-Treffen in Cairns, Australien
(da wurde ich gerade hingeschickt), ein
echtes Krokodil anzufassen. Nicht im
Fluss, sondern im Pressezentrum. Und
immer geht es mir darum, das Interessante, Wichtige und Neue für unsere
Hörer herauszukitzeln.“ [Bettina Meier] n
Moderator
„Eben noch eine Reportage aus den
USA, jetzt schon
ein Interview mit
unserem Korrespondenten in Kiew und
danach Fragen zu einer
aktuellen Debatte an einen hessischen Politiker. Es ist diese Vielfalt, die
ich als Moderator an hr-iNFO schätze.
Und dabei unseren Hörern Orientierung
und Verlässlichkeit im Dschungel der
täglichen Informationsflut zu bieten.
Dabei erfahre ich selbst beinahe jeden
Tag etwas Neues. Genau diese Neugier
versuche ich auch als Moderator zu vermitteln: zu den Themen einen persönlichen Zugang zu finden, und dabei dennoch das Thema immer in den Mittelpunkt zu stellen.“ [Dirk Wagner] n
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festtage
Schöne Bescherung!
Was da wohl drin ist? Unsere Radio- und Fernsehmacher haben viele feine Päckchen geschnürt für
einen schönen Advent, entspannte Festtage und eine prickelnde Silvesternacht.
Eine kleine Auswahl:
Advent, Advent … jeden Tag ein Geschenk! Von Mo, 1. Dez., an
warten in „Hallo Hessen“, montags bis freitags zwischen 16 und
17.50 Uhr, tolle Preise auf die Zuschauer – wenn sie eine Adventsrätselfrage richtig beantworten. Auch hr-iNFO öffnet vom 1. bis
24. Dez., montags bis freitags, exklusive Adventskalendertüren:
zu Redaktionen, zu Programmmachern, Moderatoren und Reportern. Infos von Mitte Nov. an auf www.hr-inforadio.de.
Die Liebe, die Liebe … : Die Webserie „Mann/Frau“ erzählt
in dreiminütigen Folgen aus dem Leben zweier Großstadtsingles. Die Videos gibt es auf you-fm.de. Um die Themen
der Serie – Liebe und die Suche danach – geht es auch im Programm von YOU FM zwischen Weihnachten und Neujahr.
Euroradio-Weihnachtstag: Am vierten Advent,
So, 21. Dez., übertragen europäische Rundfunksender und auch hr2-kultur von 10 Uhr bis Mitternacht alte und neue weihnachtliche Musik
aus den großen Metropolen und den entlegenen
Winkeln des europäischen Kontinents.
Musik zur Bescherung: hr4 verschönert den Weihnachtsabend
und hessische Glockenklänge sorgen für festliche Atmosphäre am
Mi, 24. Dez., von 17 bis 20 Uhr.
Chorfest der Weihnachtslieder: Chöre aus ganz Hessen
lassen die schönsten und beliebtesten Weihnachtslieder
erklingen. Sopranistin Eva Lind und Musiker Marc Marshall
führen durch das Programm und sorgen für weitere gesangliche Höhepunkte am Mi, 24. Dez., von 20.15 Uhr an.
Gottesdienste im Radio: Am Do,
25. Dez., überträgt hr4 von 10.05
Uhr an den Gottesdienst aus der
Stadtpfarrkirche St. Blasius in
Fulda und am Fr, 26. Dez., von
10.05 Uhr an aus der Evangelischen Kirche in Ober-Ramstadt.
Die Rätselbar am Silvesterabend: Mit diesem
anregenden Cocktail aus guter Musik und
Literatur sowie akustischen Rätseln mit
attraktiven Gewinnen vergeht die Zeit wie
im Flug, am Mi, 31. Dez., von 20.05 Uhr an.
Fotos: pa/dpa (2), colourbox.de (1), Montage:hr
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fernsehen
Die Schauspieler Barbara Meier, Franz Dinda, Xenia Assenza, Carsten Strauch und Esther Schweins bei den Dreharbeiten (v. l.)
Foto: pa/dpa
Mission Siebenschön
Was macht die Prinzessin in den Drehpausen? Und wer richtet die plattgetrampelten Grashalme für die nächste Szene wieder auf? Was
wirklich bei den Dreharbeiten zum neuen hr-Märchenfilm „Siebenschön“ passierte, wollte hr-Filmemacher Alexander Stenzel für sein
„Making-of“ festhalten. Nach zwei Tagen im Dickicht war klar: Er muss strategisch vorgehen und im richtigen Moment zuschlagen!
Es regnet in Strömen, ich habe am matschigen Feldrand
geparkt, bin mit Kamera und Stativ durch den Wald
gestolpert. Einen Film zu drehen ist immer ein Abenteuer, sagt Regisseur Carsten Fiebeler, aber vermutlich
hat er das anders gemeint. Jetzt schreit er wie ein Feldherr „Cut!“ – Bewegung kommt in die Landschaft. Menschen und Fahrzeuge formieren sich neu, es wird diskutiert, die nächste Einstellung wird eingerichtet. Der Hessische Rundfunk dreht ein Märchen fürs Weihnachtsprogramm im Ersten: die Geschichte von „Siebenschön“.
Einem Mädchen, das so schön ist, dass es sein Gesicht
lieber unter einem Schleier versteckt. Es wird gespielt
von Xenia Assenza, und meist sehe ich nur ihre Augen.
Ich mache mich möglichst klein – aber die Kollegen
haben mich längst entdeckt. Sie befinden sich in einem
besonderen Zustand – als würden sie eine heilige Messe
zelebrieren. Ein aufwendiger Spielfilm ist immer etwas
Außergewöhnliches. Die einen – mit Kopfhörer – pegeln
sorgfältig Töne nach. Andere bewachen Wege, damit
kein Traktor ins Bild fährt. Zwei tragen einen riesigen
Schirm durch die Landschaft, um die Sonne, die plötzlich rauskommt, abzuhalten. Und dann – wie ein Generalstab – mindestens fünf Leute rund um die Kamera.
Aber ein Mensch, der filmt, wie andere einen Film
machen, ist so ziemlich das Letzte, was die Kollegen am
Filmset in der Rhön brauchen. Also halte ich mich im
Dickicht auf. Zwei Tage lang drehe ich Wackelbilder
von Komparsen im Halbschlaf, die im Wald auf den
großen Einsatz warten. Dann ist mir klar: Ich muss es
machen wie ein Kriegsreporter! Im richtigen Moment
komme ich blitzartig aus der Deckung, die laufende
Kamera im Anschlag. Ran an die Leute – Bilder schießen und sofort wieder verschwinden!
Mit der Zeit werde ich leichtsinnig. Mal halte ich dem
Regisseur meine Kamera vor die Nase, mal spreche ich
beim Szenenumbau mit Franz Dinda, der den Prinzen
Arthur spielt. Ständig bewege ich mich auf vermintem
Gelände: Hier liegen Kabel, da kreuzt mein Weg den des
Tonmannes mit seiner Angel. Und drüben steht die
zweite Kamera ... Schließlich laufe ich einen halben
Schritt zu weit und gerate ins Schussfeld – zum Glück
muss die Einstellung sowieso wiederholt werden. Normalerweise wird man für so etwas auf der Stelle erschossen. Unser Regisseur bleibt völlig gelassen. Auch dann
noch, als er am nächsten Tag fast stürzt, weil er rückwärts
läuft und über mein Stativ stolpert. Einmal renne ich hinter Kameramann Dominik Schunk her, neben dem
großen Hochzeitszug mit der vierspännigen Kutsche.
Und trete in dieses tückische Loch. Die ganze Mannschaft
sieht mich stöhnend zusammensacken und will sofort
helfend herbeieilen. Der Hochzeitszug droht sich aufzulösen und Xenia springt vor Mitleid fast vom Kutscherbock. Leider bekomme ich den Fuß viel zu schnell wieder
aus dem Loch, und gebrochen ist er auch nicht.
Esther Schweins hilft mit Akupressur
Beim „Making-of“ will jeder wissen, ob Schauspieler
auch in der Garderobe sympathisch sind, ob der Regisseur etwas Schlaues sagt oder wie sich der Kameramann
eigentlich vorbereitet. Also eins kann ich verraten:
Esther Schweins – perfekt in der Rolle der Nonne Genoveva – raucht heimlich und hilft Kollegen im Notfall mit
Akupressur. Und ist eine echte Märchen-Spezialistin.
Mindestens genauso interessant aber finde ich Kollegen, die im Abspann ziemlich weit hinten stehen: die, die
bei einer Brandszene in Pfannen dicken Rauch produzieren. Oder blitzschnell den Kamerakran aufbauen. Beim
Ton gibt es eine Frau, die immer lacht. Jemand richtet
immer das Gras auf, damit die Wiese nicht so plattgetrampelt ist. Und dann die Leute von Garderobe und Maske: Zu
nachtschlafender Zeit machen sie aus müden Komparsen
einen königlichen Hofstaat. Am nächsten Tag eine
Gruppe Bauern mit dreckigen Fingernägeln. Und ein paar
Tage später eine bunte Hochzeitsgesellschaft.
Bei „Siebenschön“ geht es um innere Schönheit. Sie
beeindruckt den Prinzen mehr als ein perfektes Äußeres. Geht von einem Filmteam, das zusammenarbeitet
wie eine eingespielte Zirkustruppe, innere Schönheit
aus? Vielleicht. Das Ergebnis jedenfalls glänzt vor lauter Schönheit: Verdammt gut sieht er aus, der fertige
Film! [Alexander C. Stenzel] n
• „Siebenschön“, Das Erste, Do, 25. Dez., 14.15 Uhr
• „Siebenschön - Das Making-of. Von Schönheit,
Teamgeist und Illusion“, hr-fernsehen, im Weihnachtsprogramm, genaue Sendezeit ab Mitte
November unter www.hr-fernsehen.de
GEWINNZONE
Das hr-Journal verlost 5 x 2 Karten
für die exklusive Preview von „Siebenschön“ am
16. Dezember in Seligenstadt im „Riesen“.
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ratgeber
DAS LIEBLINGSREZEPT von …
hr4-Moderator Ingo Lücke
Blackbox Krankenhaus
Klinik-Check: Wie sieht es in „meinem“ Krankenhaus aus? Gibt es medizinische Schwerpunkte? Das
Team von „Service: Gesundheit“ hat fünf große hessische Kliniken auf den Prüfstand gestellt.
Sauerbraten
Foto:hr/Stefanie Küster
Kochen ist mein liebstes Hobby.
Und Sauerbraten ein wunderbares,
festliches Winteressen. Ich lege ihn
allerdings immer selbst ein, denn
die gekauften sind für meinen Geschmack zu sauer.
Zutaten
Ca. 1 kg Rinderschmorbraten (am
besten vom Bug), 1/2 l trockenen Rotwein (z.B. Dornfelder), 150 ml milder
Obst- oder Balsamessig, 1 Zwiebel,
1 Möhre, 1/2 Sellerie, glatte Petersilie,
1 Zweig Rosmarin, 5 Wacholderbeeren, 1-2 Lorbeerblätter, Salz, Pfeffer,
edelsüßes Paprikapulver, Butterschmalz, 1 Apfel, 1 Glas Rinderfond,
4 cl Calvados, 100 g Honig- oder Lebkuchen pur (ohne Zuckerkruste)
Zubereitung
Gemüse klein schneiden, Rotwein
mit Essig mischen. Das zerkleinerte
Gemüse, Petersilienblätter, Wacholderbeeren, Pfefferkörner und Lorbeerblätter dazu geben. Rinderbraten darin einlegen, Rosmarinzweig darauf
und zugedeckt drei bis vier Tage im
Kühlschrank marinieren. Das Fleisch
muss bedeckt sein. Wenn die Flüssigkeit nicht ausreicht, lieber noch etwas
Rotwein als Essig hinzufügen.
Fleisch aus der Marinade nehmen,
trocken tupfen und mit Salz, Pfeffer
und etwas edelsüßem Paprika würzen.
In einer Kasserolle Butterschmalz heiß
werden lassen. Das Fleisch von allen
Seiten anbraten. Apfel schälern, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Die Marinade, den Rinderfond
und die Apfelstücke zum Braten geben
und bei milder Hitze mindestens zwei
Stunden schmoren. Fleisch aus dem
Sud nehmen, in Alufolie wickeln und
im Backofen warm halten.
Kräuter und Gewürze aus dem
Sud fischen. Den Sud bei starker
Hitze etwas einkochen lassen und
mit dem Pürierstab sämig aufschlagen. Zum Andicken den zerbröselten
Honigkuchen in die Soße geben und
mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Dazu passen böhmische Hefeknödel und gemischte Blattsalate mit
einem Dressing mit Orangensaft. n
„Für den Patienten ist ein
Krankenhausaufenthalt
immer eine beängstigende
Situation. Mehr über die
Zusammenhänge und Hintergründe zu wissen, kann
den Blick erweitern und
Angst nehmen“, sagt Moderatorin
Anne
Brüning.
„Unser Ziel war es, die ‚Blackbox Klinik‘ auszuleuchten.“
Was ist beispielsweise eine
Zentralsterilisation?
Wie
sieht es in der Krankenhausküche aus? Wie sind die
Arbeitsbedingungen
des
Pflegepersonals? Was genau
sind Krankenhauskeime?
Fünf Kliniken hat das
Team von „Service: GesundFilmaufnahmen im OP: Moderatorin Anne Brüning und das Filmteam mit Kameramann, Beleuchheit“ auf den Prüfstand geter, Tonmann und Aufnahmeleiterin
Foto: Barbara Falkenmeier
stellt: die Kliniken in Kassel,
dadurch, ob in der gewählten Klinik
Fulda und Darmstadt sowie die UnikliniGesetzgeber da nicht für Transparenz?“
erfahrene Ärzte tätig sind. Wenn man
ken Gießen/Marburg und Frankfurt. Sie
sagt Brüning. Trotzdem ließe sich beurweiß, worauf man achten sollte, hilft die
wollten wissen, wie die Qualität der Zimteilen, ob sich eine Klinik in Punkto
‚Weiße Liste‘ bei der Suche nach dem
mer beispielsweise ist und die des Essens.
Hygiene stärker als gesetzlich vorgerichtigen Krankenhaus oder Arzt, und
Außerdem ging es neben der Infrastrukschrieben engagiere.
zwar in ganz Deutschland.“
tur um die Kriterien Pflege und Hygiene.
Welche Klinik ist die beste? „Das kann
Überrascht hätte sie bei den DreharMan spüre sehr deutlich, wie sehr die
man so nicht sagen“, erklärt Redakteur
beiten, dass sich der erste Eindruck oft
Kliniken unter Druck stehen, erzählt
Martin Böttner, „weil eine Klinik immer
fortgesetzt habe, erzählt Anne Brüning.
Anne Brüning. „Es war schwierig, an die
aus vielen Abteilungen besteht.“ Das KliHerrschte gleich am Empfang eine
Informationen heranzukommen, wie
nikum Fulda beispielsweise habe einen
freundliche Atmosphäre, begegnete
viele Patienten sich wund liegen oder
guten Ruf bei der Behandlung von Harnihnen überall Hilfsbereitschaft. „Man
stürzen.“ Auch Hygiene ist ein heikles
wegserkrankungen und Herzbeschwerkann und sollte sich bei der Suche nach
Thema. Wie viele Patienten infizieren
den. „Wir stellen die medizinischen
dem richtigen Krankenhaus ruhig auch
sich mit multiresistenten Keimen? Diese
Schwerpunkte der fünf Kliniken vor. Wir
auf sein Bauchgefühl verlassen.“ [sr] n
Zahlen müssen den Gesundheitsämtern
zeigen unseren Zuschauern aber auch die
„Klinik-Check“, hr-fernsehen, Mi, 19.
gemeldet werden. Die dürfen sie aber
so genannte Weiße Liste. Sie listet beiNov., 21.45 Uhr.
nicht herausgeben. „Warum sorgt der
spielsweise Fallzahlen auf und zeigt
Sitz!
Der rote Knopf
Der Hund liegt auf dem Bett, er bellt,
wenn Besuch kommt, oder zieht an der
Leine, so dass jeder Spaziergang zum
Albtraum wird – in Punkto Hundeerziehung wird vieles falsch gemacht. Welche Hürden gibt es und welche Methoden funktionieren, darum geht es bei
„Service: Zuhause“ im November.
Braaav!
„Wer seinem Hund das Kommando
„Sitz“ beibringen will, sollte eine Hand
mit vier Lekerlis ohne ein gesprochenes
Kommando über den Kopf des Hundes
führen“, erklärt „Service: Zuhause“Expertin Christiane Engisch von der
Hundeschule Kelsterbach. Die Hand
bleibt etwa 40 cm über dem Kopf,
solange bis der Hund sitzt. Sitzt
Foto: colourbox.de
er, wird das erste Leckerli gegeben, zwei Sekunden warten und
das zweite Leckerli geben, nochmal zwei Sekunden warten,
dann das dritte und vierte. Dabei
noch kein Kommando sagen!
Wichtig ist: Erst muss der Hund
die Handlung Hinsetzen gelernt
haben, bevor sie mit dem Hörzeichen ,Sitz‘ unterlegt wird.“ n
„Service: Zuhause“, hr-fernsehen, Mo, 18.50 Uhr, Thema
Hundeerziehung am 17. Nov.
Einmal die rote Taste der Fernbedienung
drücken genügt: Von den Kanälen hrfernsehen und hr-fernsehen HD gelangt
man so zur HbbTV-Mediathek. Aktuelle
Sendungen des hr-fernsehens wie „Hessenschau“, „Maintower“ und „Alle Wetter!“ sind mit HbbTV-Technik rund um
die Uhr sieben Tage lang abrufbar. Andere
hr-Produktionen wie „Hallo Hessen“,
„Defacto“, „Herkules“, „Hessentipp“, die
Service-Sendungen oder die „Geschichten aus Hessen“ können bis zu einem Jahr
nach der Ausstrahlung noch einmal angesehen werden. Man kann in der
HbbTV-Mediathek seine Lieblingssendungen auf eine Merkliste setzen oder
über eine Stichwortsuche finden. Die
HbbTV-Mediathek des hr-fernsehens
kann auf allen Flachbildfernsehern oder
Receivern aufgerufen werden, die mit
dem Internet verbunden sind. n
HbbTV, Infos: hr-online.de („der hr“)
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aktuell
Wahnsinn!
25 Jahre Mauerfall
(Auswahl)
Fünfundzwanzig Jahre Mauerfall: Holger Weinert über den 9. November 1989, eine schnelle
„Hessenschau“-Assistentin und den Krimi, der dann folgte.
hr-Journal: 25 Jahre – erinnern Sie sich
noch an den 9. November 1989?
Holger Weinert: Natürlich, den Tag vergisst man nie. Ich saß schon in der
Maske, als unsere Redaktionsassistentin
Renate Kafitz quer über das Gelände
gelaufen kam, in den Raum stürzte und
sagte: „Hier ist eine ganz wichtige Meldung. Ganz verstehe ich sie nicht, aber
ich glaub, die Mauer könnte aufgehen.“
Ich hab den Zettel mit in die Sendung
genommen, die „Hessenschau“ ging los,
ich hab ihn vorgelesen und dann gesagt:
„Ich glaub, die Mauer geht auf.“ Wir
waren im Übrigen dank unserer schnellen Assistentin die erste Sendung, die
das gemeldet hat. Damals zählte beim
Fernsehen noch mehr der physische Einsatz. Unvergesslich.
punkt“ live aus dem Notaufnahmelager
Gießen berichtet, das schon seit den
Grenzöffnungen in Ungarn restlos überfüllt war, und hab abschließend gesagt:
„Und dann zurück zum Sender Freies Berlin“. Das ging durch die Presse und wurde
gelobt. Damals war niemand besonders
distanziert. Da steckte jeder mit drin. Speziell in Hessen. Es wird ja unterschätzt,
dass Hessen eine sehr lange Grenze zur
DDR hatte, knapp 270 Kilometer lang.
Was hat Sie damals am meisten beeindruckt?
Die Leute. Wir konnten sehr bald rüberfahren, auch mit dem Übertragungswagen. Und die kannten uns alle, weil sie
West-Fernsehen und vor allem hessisches Fernsehen geguckt haben. Das
Offene Grenzen: hr-Reporter am Grenzübergang Herleshausen
Und dann?
Ich hab die ganze Nacht vorm Fernseher
gesessen. Erst verkündest du so etwas,
dann siehst du die Folgen. Es kamen
einem schon die Tränen, und du wusstest genau: Das sind ein historischer Tag
und eine historische Nacht. Am nächsten Tag ging sofort ein Krimi los, der uns
bis zum Tag der deutschen Einheit ein
knappes Jahr später beschäftigt hat. Wir
sind alle ausgeflogen zu den Grenzpunkten in Hessen. Ich kann mich beispielsweise noch an Wanfried erinnern, wo
die Grenze die Ortsteile Altenburschla
und Großburschla getrennt hatte. Die
Verwandten aus Großburschla, das all
die Jahre hinterm Vorhang lag, waren
rübergekommen, und der Chor sang
„Wo im grünen Tal die Werra fließt“. Das
war schon sehr emotional.
War es nicht schwer, noch objektiv zu
berichten?
Da hat keiner mehr besonders objektiv
berichtet. Ich hab für den „ARD-Brenn-
Foto: hr
war völlig absurd. Du steigst da aus zwischen irgendwelchen Kohledreckhaufen. Es wurde ja Winter. Du tappst durch
zerfallene Städte, und dann triffst du auf
Leute, die furchtbar nett sind und sagen
„Hallo, Herr Weinert!“ Toll war das. Oder
als wir das erste Mal nach Erfurt reingefahren sind – diese alten Villen, die standen da alle völlig unversehrt. RuntergeIm Westen viel Neues: Go, Trabi, go!
Foto: hr
Holger Weinert 1989
Foto: hr
kommen, aber unversehrt. Die Bürgersteige, die so aussahen wie in meiner
Kindheit in Berlin, das war, als hättest
du die Zeit zurück gedreht.
Stichwort „Wahnsinn“
Das Wort hörte man damals ständig.
Wenn du an so einem offenen Grenzübergang stehst, denkst du, das kann
nicht sein. Die Bilder geben das ja noch
ein bisschen wieder. Alle standen neben
sich, das war alles so hochtourig, dass du
manchmal Probleme hattest, die Menschen noch als authentisch zu empfinden. Keiner wusste, wie man sich überhaupt so freuen kann. Es war total
schrill.
Was ist geblieben?
Im Osten triffst du immer noch Leute,
die weit klassenloser funktionieren als
hier im Westen. Beim Bürgermeister
steht sofort ‘ne Ladung Kuchen auf dem
Tisch, und die Leute sprechen ganz
unmittelbar mit dir. Das genieße ich
sehr. Vieles ist immer noch sehr viel einfacher, diese West-Gegensätze zwischen
schweinereich und dem einfachen Volk,
das hast du im Osten nicht so krass.
Gibt’s die Mauer in den Köpfen noch?
Die gab’s sehr lange. Jetzt eigentlich
nicht mehr. Es ist immer noch nicht ein
Land. Es sind zwei sehr unterschiedliche
Länder. Aber auch die olle schmalbrüstige Bundesrepublik hat sich verändert,
glücklicherweise. [Interview: sr] n
hr-fernsehen
• Ein Land wird eins. Live-Sendung an
der Grenze, So, 9. Nov., 20.15 Uhr (in
Das Erste um 17 Uhr)
• Entlang der Grenze, 6-teilige Serie,
Hessenschau, Mo, 3., bis Sa, 8. Nov.,
19.30 Uhr
• „Grenzenlos“, Di, 4. Nov., 21 Uhr
• „Zonenrandgebiet – Schicksale an
der Grenze“, Sa, 8. Nov., 18.30 Uhr
• „Das Wunder von Großburschla“, Sa,
8. Nov., 16.30 Uhr
• Themennacht zur Maueröffnung,
Nacht von Sa, 8., auf So, 9. Nov., von
2.35 Uhr an (u.a. „Die Grenze ist auf“,
Meine DDR – 4-teilige Reihe)
• Generation Wende. Plötzlich waren
wir Bundesbürger, 2 Teile, Di, 4. und
11. Nov., 22.45 Uhr
•H
essisch-thüringische
Grenzgeschichten, Di, 18. Nov., 21 Uhr
• Angeklagt: der Maueröffner, So, 9. Nov., 7.05 Uhr
Hörfunk
• hr1-Talk mit Pfarrerssohn Christian
Koch, aufgewachsen in Eisenach,
hr1, So, 9. Nov., 10 Uhr
• hr2-Doppelkopf mit Christian Führer, Revolutionspfarrer / Joachim
Gauck, Widerstandspfarrer, hr2kultur, Mo, 3., bzw. Fr, 7. Nov., 12.05
Uhr (Wh. 23.05 Uhr)
• „Wir sind das Volk“, Feature, hr2kultur, So, 9. Nov., 18.05 Uhr
• Lebensgeschichte des Fluchthelfers
M. Gartenschläger, Feature, hr2kultur, So, 2. Nov., 18.05 Uhr
• „Stein für Stein“, Kaisers Klänge,
hr2-kultur, Mi, 5. Nov., 20.05 Uhr
(Wh. So, 9. Nov., 17.05 Uhr)
• „Die Mauer durch unser Dorf – Großburschla“, Camino, hr2-kultur, So,
9. Nov., 11.30 Uhr
• hr3-Thementag mit Musik und
O-Tönen, So, 9. Nov.
• hr3-Bärbel Schäfer live mit Jan
Josef Liefers, hr3, So, 9. Nov., 10 Uhr
• hr-iNFO-Thementag zum Mauerfall,
So, 9. Nov. (u.a. „Der 9. November
und Alltag in der DDR“, 7.35 Uhr
(Wh. 15.35 Uhr) / „Meilensteine der
Popmusik – die Mauer in der Musik“,
20.15 Uhr)
• „Deutsch-Deutsche Partnerschaften“, hr-iNFO, Mo, 3., bis Fr, 7. Nov.
• „Das Erlebnisexperiment: Der Mauerfall im Jahr 2014 – in Zeiten von
Facebook & Co., YOU FM, Fr, 7. Nov.
Online
• „Wie? Es gab eine Grenze?“, Texte,
Audios, Videos, historische O-Töne,
aktuelle Beiträge, www.wissen.hronline.de
• „Besuch in Altenburschla“, Multimedia-Reportage, www.hr-online.
de, ab 6. November
18
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menschen im hr
SCHNITZELJAGD …
„Zombie-Filme guck’ ich nicht“
… für Rätselfans.
Zu gewinnen:
Schöne Prinzessinnen und schauerliche Fleischwunden: Als Maskenbildnerin beherrscht Irene Rossi
die ganze Palette.
10 x „Hessen
von oben“
Alle vier Folgen, 5 x als DVD
und 5 x als Blu-ray
Gewinner September/Oktober
Box „Die Geschichte des Hessischen
Rundfunks“: M. Doleschal, Bad Orb /
W. Hasenpusch, Hanau / G. RuppertLemmer, Amöneburg
Buch „Gesund leben. Gesund bleiben.“:
C. Andreas, Frankfurt / I. Möller, Hessisch
Lichtenau / S. Gosse, Kassel / J. Proebsting,
Wiesbaden / N. Sachs, Oberursel / T. Emde,
Hofgeismar
„Mein Traum war es schon
immer, beim Film zu arbeiten“,
sagt Irene Rossi. Schon als
Jugendliche wollte sie einen
kreativen Beruf ergreifen, bei
dem man mit Menschen zu tun
hat und „in der Welt herumkommt“. So kam die gebürtige
Rheinländerin nach Stationen
bei Theatern, unter anderem in
Hamburg und Berlin, vor gut
drei Jahren als Maskenbildnerin zum hr. An sechs großen
Spielfilmen hat sie hier bis
jetzt mitgearbeitet, vom „Tatort“ bis hin zum Märchenfilm
„Siebenschön“, der an Weihnachten zu sehen ist (S. 15).
Wie ein Opfer im „Tatort“
zu seiner Verletzung kam, das
weiß Irene Rossi schon lange
Wenn sie nicht gerade kunstvolle Kehlkopfschnitte fabriziert, verschönert Irene Rossi in der „aktuellen
vor Drehbeginn: Da sie für
Maske“ Moderatoren und deren Gäste. Foto: hr/Ben Knabe
einen bestimmten Schauspiegroße Bauchwunde fabriziert werden, die
ler zuständig ist, liest sie vorab das Drehunserer Maskenwerkstatt modellieren wir
erst vor der Kamera anfangen durfte zu
buch und erstellt daraus ein chronolodie Wunden. Davon erstellen wir dann
bluten. „Gerade mit dem Blut habe ich
gisches „Anschluss-Buch“, das nur die
Negative, die entweder mit Silikon oder
vorher viel ausprobiert und es dazu in
Szenen enthält, in denen „ihr“ Darsteller
dem Spezialkleber Bondo ausgegossen
Eiswürfeltütchen gefüllt. Die wurden
zum Einsatz kommt. „Beim Drehen wird
werden“, erklärt Rossi. „Diese sogenanndann im künstlichen Bauch versteckt
nicht chronologisch gearbeitet. In
ten Transferwunden können wir noch
und durch das Messer aufgeschnitten,
meinem Buch kann ich nachschauen,
am Set beim Schauspieler anbringen,
sodass es herausfließen konnte.“
was vorher mit
wenn es schnell
„Ich hole mir gerne Anregungen gehen muss.“ Da„Auch wenn sich das jetzt bestimmt
der Figur passiert
eklig
anhört: Ich hole mir gerne Anreist und die abgebei
kann
es
voraus Medizinbüchern“
gungen, zum Beispiel aus Medizinbüdrehte Szene abkommen, dass sie
chern“, sagt sie lachend. „Da kann ich
haken.“ Allerdings erst, nachdem sie die
von einer Wunde auch mal acht bis
mich richtig hinein vertiefen.“ Aber sie
Wunde fotografiert und das Bild an die
zehn Exemplare anfertigen muss, für
gibt zu: „Zombie-Filme kann ich mir
entsprechende Stelle im Anschlussmehrere Wiederholungen einer Szene.
nicht anschauen.“ Stattdessen erholt sie
Buch geheftet hat. „Je ordentlicher wir
An ihre schwierigste Transferwunde
sich in ihrer Freizeit am liebsten im TauMaskenbildner dokumentieren, desto
kann sie sich noch gut erinnern: „Das
nus: „Wenn ich nach einem Spielfilmbesser“, sagt Rossi. „Eine Verletzung verwar beim ‚Tatort: Die Spur des Bösen‘.
dreh den Schlaf nachgeholt habe, gehe
ändert sich ja mit der Zeit. Das muss
Da gab es einen Serienmörder, der zahlich gern wandern. Da ich in Oberursel
auch für den Zuschauer erkennbar sein.“
reiche Prostituierte umgebracht hat –
wohne, bin ich ganz schnell auf dem
Speziell das Anfertigen von Blessuren
meist mit einem Kehlkopfschnitt.“ Bei
Feldberg.“ [Isabel Schad] n
braucht Zeit und Fingerspitzengefühl. „In
einer Darstellerin musste zusätzlich eine
FREQUENZEN UND SERVICE
hr1 | UKW
Südhessen
94,4/90,6/88,1/98,3
Mittelhessen
94,4/91,0/104,8
Nord-/Osthessen 99,0/91,0/104,8/
94,3/88,9
hr2-kultur | UKW
Südhessen
96,7/97,4/87,9/93,1
Mittelhessen
96,7/95,5/100,8
Nord-/Osthessen 95,5/93,7/106,6
hr3 | UKW
Südhessen
89,3/92,7/89,7/91,1
Mittelhessen 89,3/87,6/106,2/105,6
Nord-/Osthessen 89,5/101,2/87,6/
106,2/88,5/88,9/102,9/105,7
hr4 | UKW
Südhessen
101,6/102,5/103,8
hr-Studio Darmstadt
Mittelhessen 104,3/102,8/
90,5/97,1/97,9
hr-Studio Gießen
Digitalradio (DABplus)
DVB-T
Südhessen95,3/90,2/90,4/91,0/92,3/
94,0/96,2/99,4/99,7/104,3
Mittelhessen 97,7/102,3/90,7/93,9/
97,9/103,4/105,5
Nord-/Osthessen 97,7/88,2/91,1/
91,6/93,6/100,1/106,6
Radio und Fernsehen digital
Internet
hr-iNFO | UKW
Frequenzen, auf denen die Programme von Unity-Media eingespeist
werden, unter Tel. 01805/63 31 00
(14 Ct./Min. aus d. dt. Festnetz)
Nord-/Osthessen 91,9/101,7/103,2/
107,3/103,9
hr-Studio Fulda
YOU FM | UKW
Südhessen88,2/88,9/89,8/91,2/92,1/
97,2/103,9/107,0
Mittelhessen
99,6/95,0/92,9/
93,2/98,5/99,2
Nord-/Osthessen 95,0/89,7/90,8/91,5/
96,8/102,6/104,0/106,6/
106,9/107,5
Rhein-Main-Gebiet, Rimberg,
Habichtswald, Kanal 7B
Infos unter: www.digitalradio.de
Infos: www.ueberallfernsehen.de
Infotelefon: 069/66 777 88 55
hr-text: ab Seite 390
hr-fernsehen und alle hr-Hörfunkprogramme im digitalen ARDAngebot über Satellit (DVB-S).
Infos unter www.hr-online.de
www.hr-online.de. Aktuelle HessenNews sowie Informationen zum hr
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erhältlich oder gratis anzufordern
bei hrtechnik@hr.de
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(Änderungen vorbehalten)
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06 | NOVEMBER/DEZEMBER | 2014
pop & party
POPTALK mit Lidia Antonini
Ein Sänger, der von seinem Opa lernt, eine Band, die zum „Music Discovery
Project“ des hr-Sinfonieorchesters kommt, und ein charmanter Finne – hr3Musikexpertin Lidia Antonini traf Clueso, Milky Chance und Samu Haber.
Clueso: Große Gefühle und Zeit mit dem Opa
„Wie viele Songs hast du geschrieben?“, fragte Udo Lindenberg in seiner unnachahmlichen Art Clueso, als sie sich kennen lernten. Sie sind gute Freunde
geworden, und Udo macht auf dem neuen Album „Stadtrandlichter“ von
Clueso mit. Die Songs auf „Stadtrandlichter“ klingen wie aus einem Guss:
Orchester und Elektronik treffen aufeinander, und die ganz großen Gefühle
sind in Pop, Funk und ein bisschen Jazz verpackt.
Bevor es so weit war, hat Clueso zwei fast komplette Alben verworfen. Erst
als er das Album von seinem Opa, der wie Johnny Cash singt, produziert hat,
löste sich der letzte Knoten. „Mein Opa ist 84, er nimmt sich Zeit und fühlt erst
einmal den Tag. Wir waren Angeln, haben viel geredet, und ich hatte Zeit, um
alles zu sortieren“, sagt er. Clueso hat mit „Stadtrandlichter“ sein erstes Nr. 1-Album gelandet. „Ich habe lange gebraucht um zu verstehen, wofür Charts gut
sind. Für mich ist das eher wie ein Tor für die Mannschaft. Ich hätte es genau
so toll gefunden, wenn das Album Platz 2 erreicht hätte oder weniger, ich
setze meine Erwartungen nicht so hoch, da wird man nicht enttäuscht. Mir ist
es wichtig Alben zu produzieren, die in sich funktionieren.“
VERANSTALTUNGEN
November (Auswahl)
07.11. hr3 präsentiert Lenny Kravitz,
Frankfurt, Festhalle
11.11. hr3 präsentiert Michael Bublé,
Frankfurt, Festhalle
13.11. hr1 präsentiert Billy Idol,
Frankfurt, Jahrhunderthalle
17.11. hr3 präsentiert Maxim, Wiesbaden, Schlachthof
18.11. hr3 präsentiert Ed Sheeran,
Frankfurt, Jahrhunderthalle
19.11. hr3 präsentiert Mando Diao,
Frankfurt, Jahrhunderthalle
25.11. hr3 präsentiert Clueso, Frankfurt,
Jahrhunderthalle
26.11. hr1 präsentiert Chris Rea, Frankfurt, Festhalle
26.11. YOU FM präsentiert Marteria,
Frankfurt, Jahrhunderthalle
27.11. hr3 präseniert Night of the Proms,
Frankfurt, Festhalle
Dezember (Auswahl)
03.12. hr1 präsentiert Bryan Ferry,
Frankfurt, Alte Oper
06.12. hr3 präsentiert Ennio Morricone,
Frankfurt, Festhalle
06.12. YOU FM präsentiert Stromae,
Frankfurt, Festhalle
12.12. hr1 präsentiert Voca People, Frankfurt, Jahrhunderthalle
14.12. hr1 präsentiert Voca People, Kassel, Stadthalle
18.12. YOU FM präsentiert Die Orsons,
Frankfurt, Batschkapp
Tickets für alle hr-Präsentationen:
www.hr-Ticketcenter.de,
Tel. 069/155-2000
Fotos: hr3/Sven-Oliver Schibat
• Infos „hr3 Party“: Tel. 069/155 3494
• Infos „YOU FM PARTY“: www.YOU-FM.de
Samu Haber: Erfolg und Liebe
Milky Chance: Kassel und die Welt
„Ich bin der Finne Samu Haber!“ Samu Haber ist selbstbewusst,
bodenständig, witzig und sehr charmant. Seit 22 Jahren ist Samu
mit „Sunrise Avenue“ (bis 2002 als „Sunrise“) zusammen und
dennoch hat er nie davon geträumt, auf Platz 1 der Charts zu stehen. Wichtig ist „dass die Maschine läuft“, sagt er. Nachdem er
als Juror bei „The Voice of Germany“ alle Sympathien auf seiner
Seite hatte, nach dem Erfolgsalbum „Unholy Ground“ und nach
einer erfolgreichen Tour, dachte er an eine längere Pause. „Ich
muss das Leben wieder schmecken und riechen lernen ... ich
habe es mangels Zeit verlernt ...“ Aber er hat doch zugestimmt,
noch einmal bei „The Voice of Germany“ mitzumachen.
Das Best Of Album von Sunrise Avenue ging sofort auf Platz
1 der Album-Charts. Drei neue Songs sind darauf, darunter auch
„You Can Never Be Ready“, ein Song über unvorhergesehene
Dinge im Leben, und „Nothing Is Over“, eine wunderbare Liebesballade über Beziehungen, für die man kaum Zeit hat. „Das ist
der beste Text, denn ich je geschrieben habe“, sagt Samu.
Samus bester Moment in der langen Karriere? Als er nach
„The Voice of Germany“ 2013 in die neue Wohnung kam, kaum
Möbel hatte, niemand da war und all der Druck von seiner
Schulter fiel. Er weinte stundenlang aber fühlte sich frei, weil er
anhalten konnte, um all die wunderschönen Dinge um ihn
herum wahrzunehmen. Noch mehr Erfolg? Noch mehr Geld?
Erfolg, Ruhm und Geld machen das Leben nicht aus, nicht so
wie es Samu versteht. Auch dieses Jahr wird er zwei Wochen vor
Weihnachten nach Hause kommen und abschalten. Inzwischen
hat er genug Möbel und seit längerer Zeit eine coole Freundin.
Sie sind gekommen um zu bleiben: Milky Chance
sind Clemens Rehbein (Foto) und Philipp Dausch
aus Kassel, die mit ihrem Song „Stolen Dance“ einen
großen Hit gelandet haben. Sie wurden dieses Jahr
für die MTV Europe Music Awards nominiert. „Stolen Dance“ hat auch in Amerika für großes Interesse
gesorgt: 500 000 Mal wurde der Song verkauft und
gestreamt, und so wurde das Milky Chance-Album
„Sadnecessary“ auch in Amerika veröffentlicht. Als
wir uns trafen, plante Clemens gerade ihre Amerika-Reise. Der ganz besonderer Gesang von Clemens und die sparsame Instrumentierung sind das
Klang-Markenzeichen von Milky Chance.
Im nächsten Jahr ist Milky Chance Special Guest
beim „Music Discovery Project“ des hr-Sinfonieorchesters: „Philipp und ich waren im Musikleistungskurs, so haben wir schon Bezug zur Orchestermusik. Im Unterricht haben wir viel Klassik gehört,
und wir haben schon unsere Vorstellung, wie
unsere Musik mit einem Orchester klingen wird.“
Philipp und Clemens werden Kassel nicht so
schnell verlassen. Clemens sagt: „Ich bin hier geboren, und wir lieben unsere Heimatstadt. Hier sind
die Freunde. Der Erfolg verlangt, dass man jeden
Tag woanders ist, aber wir freuen uns immer, nach
Hause zu kommen und Ruhe zu finden.“
Night Voyage
Foto: hr
Elektronischer Chillout am Sonntag
Abend: Seit September präsentiert
Moderator DJ Franksen alias Frank
Eckert am letzten Tag der Woche in der
Sendung „Night Voyage“ jeweils um
23.05 Uhr ausgewählte Sounds mit
Chill-Out-Effekt. „Night Voyage“ taucht
musikalisch in die nächtliche Stimmung ab und lädt zum Entschleunigen
ein. Mit Musik zwischen Deephouse,
Downbeats und Dub ist „Night Voyage“
der perfekte Soundtrack für eine entspannte Sonntagnacht, in der man Kraft
für die neue Woche sammeln kann. n
„YOU FM Night Voyage“, YOU FM und
hr2-kultur, So, 23.05 Uhr
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