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Nr. 7
Ausgabe Oktober 2014
Informationen aus dem Gemeinderat
«Das Thema Schule geniesst im Gemeinderat
ab sofort oberste Priorität – denn Schulentwicklung ist Gemeindeentwicklung.» So
schloss die 1. Zurzipost nach dem
Neujahrsapéro als Auftakt zur Entwicklung
unserer Schulen. Was wurde seither gemacht?
Der Verbandsvorstand der Kreisschule
Rheintal-Studenland muss als Vertretung der
11 Trägergemeinden die bildungspolitischen
Leitlinien umsetzen. Diese wurden als Bekenntnis zum Oberstufenstandort Bad Zurzach verfasst, weil sich nicht alle Gemeinden
vorbehaltlos hinter unseren Oberstufenstandort stellten. Zentral ist die Sicherung des
Schulstandortes mit allen Oberstufenzügen.
Dessen mussten sich die kommunalen Behörden erst richtig bewusst werden. Da sich die
Schullandschaft verändert, war Eile geboten.
Der Verbandsvorstand holte sich via Vernehmlassung die Erlaubnis der Gemeinderäte, Schulpflegen und Schulleitungen, ein Organisationsmodell gemeinsam mit diesen
Gremien zu entwickeln, jetzt mit klarem politischem Ja. Die Entwicklung wird nun gut 2
Jahre dauern. Dabei sieht sich das Zurzibiet
der Herausforderung gegenüber, dass die
Oberstufenstandorte von heute 4 auf 3 oder
2 längerfristig gar auf einen reduziert werden
müssen, wie kürzlich beim 3. Zurzibieter Gemeindeseminar gezeigt wurde. Trotz der
M Nächste Gemeindeversammlungen
Infoveranstaltung Finanzen
Donnerstag, 30. Oktober 2014
Ortsbürger
Mittwoch, 12. November 2014
Einwohner
Donnerstag, 13. November 2014
rückläufigen Schülerzahlen setzen wir uns
auf mehreren Ebenen entschieden für unseren Oberstufenstandort ein:
1. Der Verbandsvorstand erhöhte das Pensum der Schulleitung der Kreisschule um
30 %, vorerst für 2 Jahre, damit die operative Ebene gut handlungsfähig bleibt.
2. Die Gemeindeversammlung von Bad Zurzach stimmte der Erhöhung des Pensums
der Schulleitung für Kindergarten (Kiga) &
Primarschule um 20 % sowie dessen Sekretariat um 10 % zu. Diese Pensenerhöhungen gelten insbesondere der qualitativen Entwicklung unserer Schulen. Sowohl
Kiga & Primarschule als auch die Oberstufe
sind gemäss der diesjährigen Externen
Schulevaluation ESE auf sehr gutem Weg,
alle Ampeln stehen auf grün.
3. Eine Arbeitsgruppe (AG) beschäftigt sich
mit dem schrittweisen Ausbau der Tagesstrukturen. Sie werden mittelfristig im
Schulhaus Langwies entstehen. Es werden
nach und nach die Kindertagesstätte, Jugendarbeit, Spielgruppe und andere Angebote miteinbezogen.
4. Erste Verbesserungen in den bestehenden
Strukturen wie Mittagstisch (Mikado), Betreuungsangebote sowie Aufgabenhilfe
wurden umgesetzt. Im Mikado findet am
27. November ein Tag der offenen Tür statt.
5. Eine AG befasst sich mit der Schulraumplanung für Kiga & Primarschule. Sie ist auf
gutem Weg.
6. Kiga & Primarschule gelten als Basis für
den Oberstufenstandort. Um unsere ausländische Bevölkerung besser integrieren
zu können, soll das Mutter-Kind-(MuKi)Deutsch Pflicht werden.
7. Seit Einführung der Familiengerichte erschwerte sich die Alltagspraxis. Darunter
leidet auch die Schule. 2 bisher mit 15
Fachstellen durchgeführte Workshops sollen die Zusammenarbeit fördern.
Schule ist Gesellschaft. Schulentwicklung ist
Gemeindeentwicklung.
1
Liebe Bad Zurzacherinnen
Liebe Bad Zurzacher
Die Schule und ihr 1 x 1
Wie einfach Lernen doch
sein könnte, bräuchte es
nicht gewisse Voraussetzungen:
Gute Lehrpersonen, lernförderliche Schulgebäude
mit zeitgemässer Ausrüstung und ansprechender
Aussengestaltung, trainingsmotivierende
Sportanlagen, einladende Tagesstrukturen
und nicht zuletzt eine lernfreundliche Atmosphäre – kurz: eine rundum gute Versorgung.
Behörden, Gremien und Arbeitsgruppen befassen sich intensiv mit diesen Themen, damit
sich unsere Schulen vom Kindergarten über
die Primarschule und Oberstufe bis hin zum
KV (Wirtschaftsschule) unserer Gemeinde und
Region als würdig erweisen können – und
umgekehrt. Das «Umgekehrt» ist hierbei von
besonderer Bedeutung, denn wir brauchen
ein geschärftes Bewusstsein für die Bedeutung der zu vermittelnden Bildung. Bildung ist
nach wie vor unser wertvollster Rohstoff und
damit die beste (persönliche) Energiequelle.
Fördern wir also diese Energiequelle. Es ist
eine Quelle, die nicht versiegt, auch wenn sie
intensiv gefördert wird. Doch was sind genau
die besten Bedingungen zur Förderung dieser
Quelle? So einfach lässt es sich nicht beantworten, aber wir versuchen, das Optimum für
unsere Gemeinde und unsere Region zu finden. Dabei stehen die Schülerinnen und
Schüler im Mittelpunkt. Um beim frohen Planen und Arbeiten nicht über die Stränge zu
schlagen, frage ich mich manchmal insgeheim, was wir uns selbst und anderen vermitteln. Wie viel personale und bauliche Förderung braucht es zum frohen Lernen? Wie
machen es nur die Autodidakten? Bei dieser
Frage denke ich gerne an den Roman bzw.
Film: «Sehet die Vögel unter dem Himmel. Der
Gefangene von Alcatraz.» Ein hervorragendes
Beispiel intrinsischer Motivation. Nur, die Zelle
allein macht es auch nicht.
Peter Lude, Gemeinderat
Vorstellung neue Lernende
Ramona De Martin aus Lengnau und Claudia Termini aus Bad Zurzach haben im
August 2014 ihre dreijährige Lehre als Kauffrau begonnen. Sie schildern in den
untenstehenden Berichten ihre ersten Eindrücke und Erlebnisse aus dem
Rathaus.
Ramona De Martin
Mein Name ist Ramona De Martin, ich bin 16
Jahre alt und wohne zusammen mit meiner
Mutter seit 14 Jahren in Lengnau, wo ich
auch in die Grundschule und danach in die
Sekundarschule gegangen bin. Ich war schon
am Anfang meiner Berufswahl sicher dass ich
den Beruf Kauffrau erlernen möchte. Nach
vielen Schnupperlehren bewarb ich mich auf
der Gemeinde Bad Zurzach. Als ich die Zusage für die Lehrstelle bekam war ich überglücklich. Als ich am 11. August 2014 meine
Lehre anfing wurde ich sehr freundlich begrüsst. Seither arbeite ich auf der Abteilung
Bau, Planung, Umwelt. Die Arbeiten machen
mir sehr viel Spass, die Mitarbeiter sind sehr
humorvoll, freundlich und zuvorkommend. In
meiner Freizeit spiele ich Unihockey und unternehme gerne etwas mit meinen Freunden.
Claudia Termini
Mein Name ist Claudia Termini, ich bin 16
Jahre alt und wohne seit April 2012 mit
meiner Familie in Bad Zurzach. Meine Familie
kommt ursprünglich aus Italien, ich bin jedoch hier in der Schweiz geboren und aufgewachsen. In Bad Zurzach habe ich die Sekundarschule besucht. In meiner Freizeit lese ich
gerne und verabrede mich mit Freunden.
Während der Schnupperlehre auf der Gemeinde Bad Zurzach merkte ich, dass eine
Lehre als Kauffrau, Branche Öffentliche Verwaltung, das Richtige für mich ist. Die Gemeinde Bad Zurzach war meine Wunschlehr-
vl. Ramona De Martin und Claudia Termini
stelle. So war ich überglücklich, als ich erfuhr,
dass ich meine kaufmännische Ausbildung
auf der Gemeindeverwaltung Bad Zurzach
absolvieren kann.
Seit ich am 11. August 2014 meine Lehre
begonnen habe, macht es mir Freude zur
Arbeit zu gehen. Seither arbeite ich auf dem
Fleckenbüro. Die Arbeit gefällt mir sehr und
alle Mitarbeiter sind sehr freundlich und
hilfsbereit.
Ich freue mich, wenn ich Sie auf der Gemeinde begrüssen darf.
Neue Lehrkräfte an der Schule Bad Zurzach
(av) An der Schule Bad Zurzach (Primarschule, Kindergarten und Schulische Heilpädagogik) haben am 11. August neue Lehrpersonen ihre Tätigkeit aufgenommen.
Es sind dies: Frau Katharina Heeb-Röger als
Schulische Heilpädagogin, Frau Tamara
Steiner im Kindergarten Promenade, Frau Nicole Schmid im Kindergarten Höfli, Frau Eva
Schaefer an der 4. Kl. Tiergarten (TG) und
Herr Bernd Schauer, ebenfalls 4. Kl. im TGSchulhaus. Wir wünschen allen neuen
Lehrpersonen viel Erfolg in ihrer Tätigkeit.
Nicole Schmid
Kindergärtnerin zu
sein, war schon immer mein Traum!
Ich heisse Nicole
Schmid, bin in Möhlin
aufgewachsen und
vor gut 1,5 Jahren mit
meinem Mann und
unseren zwei Kindern
nach Kleindöttingen
gezogen. Seit August 2014 unterrichte ich
am Freitagmorgen im Kindergarten Höfli 2
und gehe jeweils mit den Kindern ins Turnen.
Meine Ausbildung zur Kindergarten- und
Unterstufenlehrkraft habe ich im Jahr 2002
am Lehrerseminar Liestal abgeschlossen und
anschliessend während 6 Jahren in Maisprach
(Kanton BL) unterrichtet. Nach weiteren
6 Jahren als Vollzeit-Mama freue ich mich
sehr, in der schönen Gemeinde Bad Zurzach
einen Wiedereinstieg gefunden zu haben.
Die Arbeit im Kindergarten hat mir gefehlt
und deshalb freue ich mich von Herzen auf
meine neue Aufgabe und den Unterricht im
Kindergarten, auf die Kindergartenkinder
und darauf, sie in ihrer Entwicklung ein Stück
begleiten und unterstützen zu können.
Bereits habe ich die gute Zusammenarbeit
mit meinen neuen Kolleginnen und Kollegen
gespürt, die mich sehr offen empfangen haben, und ich hoffe auf gute Gespräche und
Kontakte mit den Eltern. Gerne möchte ich
auch die Gemeinde Bad Zurzach ein wenig
besser kennen lernen.
Tamara Steiner
Tamara Steiner, wohnhaft in Teger­
felden,
verheiratet und Mutter
zweier Kinder. Mit
meinen Kindern möchte ich den Alltag, die
Natur, Sport und das
Leben geniessen, kreativ sein und lesen.
2
Ausbildungsgang: Kindergartenlehrperson
seit 1999 / Nachdiplome in DaZ (Deutsch als
Zweitsprache) und CAS 4–8 (Unterrichtete
DaZ und 1.–3. Klasse).
Ich freue mich sehr, hier in Bad Zurzach in
einem Teilpensum arbeiten zu dürfen.
Unsere Klasse ist kunterbunt durchmischt,
von ruhig, quirlig bis impulsiv. Eine bunte
Kinderschar, die verschiedene Wege aber
auch viele gemeinsame Stücke davon hin bis
zur Einschulung gehen wird. Über die Hürden
springen, die sich uns stellen; Schnecken,
Würmer und Blumen betrachten wir gelassen
und hoffen, auf eine spannende und interessante Kindergartenzeit. Viele Netze und positive Fäden spannen, mit und zwischen den
Kindern/Eltern und der Schulleitung, bereichern meine Aufgabe.
Nun arbeitet unser Team mit Schwung und
Elan weiter und ich grüsse Sie herzlichst aus
dem Kindergarten Promenade.
In der nächsten Ausgabe der Zurzipost stellen
sich Frau Katharina Heeb-Röger, Frau Eva
Schäfer und Herr Bernd Schauer vor.
DIE INDUSTRIESEITE
Mineralquelle Zurzach AG
Als 1955 die Zurzacher Thermalquelle zu sprudeln begann, war es naheliegend,
das mineralreiche Wasser auch als natürliches Getränk zu nutzen – damit wurde
der Grundstein für die Mineralquelle Zurzach AG gelegt.
Hanspeter Brunner, Geschäftsführung
Daran hat sich bis heute nicht viel geändert,
die guten partnerschaftlichen Beziehungen
mit der Thermalquelle sind unverändert und
das Mineralwasser sprudelt noch immer kontinuierlich aus der artesischen Quelle von über
1000 m Tiefe aus einem unberührten Wasservorkommen, dessen reines Mineralwasser
über 100 Jahre durch Erdreich und Mineralgestein gesickert ist, rein und frei von modernen
Umwelteinflüssen.
Was sich geändert hat ist die Bedeutung und
Wertigkeit beim Konsumenten gegenüber
dem Mineralwasser. Die Schweiz ist reich,
reich an qualitativ hervorragendem Mineralwasser, ob aus den Bergen oder wie beim
Original Zurzacher tief aus dem Untergrund.
Und trotzdem wird in der Schweiz bereits
über 40% des konsumierten Mineralwassers
aus Frankreich, Italien oder Deutschland importiert, Tendenz steigend. Der Preis beim
Discounter liegt bekanntlich bei Fr. 1.49 für
ein Sixpack, sprich keine 25 Rappen pro Flasche, abgefüllt in eine PET-Flasche mit Deckel
geschrumpft und transportiert an den Verkaufspunkt. Da bleibt nicht mehr viel Spielraum (Marge) für eine erfolgreiche und
nachhaltige Unternehmensentwicklung.
Auf diese Veränderung hat die Mineralquelle
Zurzach AG schon frühzeitig reagiert und füllt
heute neben dem Zurzacher Mineralwasser
und den Limonaden weit über 100 verschiedene Getränkeartikel auf vier unterschiedlichen Anlagen ab, bis zu 100 Millionen Einheiten (Flaschen oder Kartonpackungen) pro
Jahr.
Über einige Jahrzehnte wurde das Mineralwasser in Glasflaschen abgefüllt. Vor gut 15
Jahren hatte man begonnen, sich von der
Glasabfüllung zu verabschieden und sich auf
die modernere Technologie der PET-Abfüllung
auszurichten.
In den folgenden Jahren wurde der Anlagenpark kontinuierlich durch weitere GetränkeAbfülllinien (Tetra, PET-Aseptik und Elopak)
erweitert, welche es ermöglichten Eistee,
Säfte und Fruchtsaft Getränke effizient abzufüllen, ohne Zusatz von Konservierungsstoffen. Die leistungsfähigste Abfülllinie in der
Mineralquelle ist in der Lage bis zu 30‘000
Flaschen pro Stunde abzufüllen.
Mit der Erweiterung der Produktionskapazitäten musste auch der Lagerplatz für die Fertigwaren ausgebaut werden. An der Wasenstrasse wurde in zwei Etappen ein
Fertigwarenlager mit Bürotrakt gebaut, welches momentan über 14‘000 Palettenstellplätze verfügt. Über die 8 Verladerampen
werden durchschnittlich etwa 500 Paletten, in
Spitzenzeiten bis zu 1000 Paletten pro Tag
verladen.
Die Transportbrücke, welche die Verbindung
von der Produktion zum Fertigwarenlager
bildet, anfangs gewöhnungsbedürftig, ist nun
aber mittlerweile ein integrierter Bestandteil
des Bad Zurzacher Ortseingangs.
Unsere Produktevielfalt, welche sich über
Mineralwasser, Limonaden, Eistee, Schorlen,
safthaltige Vitamingetränke, Nektare, Säfte
aus Konzentrat und Direktsäfte erstreckt,
wird hauptsächlich als Eigenmarken in den
Detailhandel geliefert. Wer also Getränke in
den Filialen von Denner, Coop, Migros, Aldi,
Mineralquelle Zurzach AG mit Produktionsstätte, Transportbrücke und grosser Lagerhalle
3
Inhaber Richard Hartinger jun. (rechts) und
Geschäftsführer Hanspeter Brunner
Lidl, Valora, Manor, Otto’s usw. einkauft,
wird nicht selten ein Produkt konsumieren,
welches in Bad Zurzach abgefüllt worden ist.
Der Umsatzanteil der Zurzacher Markenprodukte beträgt aktuell weniger als 10%.
Unser erklärtes Ziel ist es, die optimale Qualität zum bestmöglichen Preis anzubieten.
Deshalb ist unsere Firma im Bereich Administration und Verkauf sehr schlank organisiert.
Über eine Marketingabteilung im klassischen
Sinn verfügen wir nicht. Wir investieren hingegen in moderne Abfülltechnologien und
effiziente Logistikprozesse. Unser Team setzt
sich aus gut ausgebildeten und motivierten
Fruchtsafttechnikern, Anlageführern, Elektrikern, Schlossern, LaborantInnen, Lagermitarbeitern, Chauffeuren und Fachkräften im
administrativen Bereich zusammen. Gerne
geben wir dieses Fachwissen auch an unsere
Lehrlinge weiter.
Qualität und Produktsicherheit ist ein absolutes Muss. Mittels modernen Laboreinrichtungen und genau definierten Qualitätskontrollen stellen dies unsere Laborantinnen und
Laboranten im internen Analytischen und
Mikrobiologischen Labor rund um die Uhr sicher.
Ebenso ist uns der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen und der Umwelt ein
Anliegen. Die Mineralquelle unterhält schon
seit vielen Jahren ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem, welches den schonenden
Umgang mit Rohstoffen und Ressourcen
(Wasser, Energie) und ein fortschrittliches
Recyclingsystem regelt.
Das Abwasser welches bei der Getränkeherstellung entsteht, wird in unserer hauseigenen
Kläranlage vorgeklärt und das dabei entstehende Biogas mittels einer Mikrogasturbine
zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. In
den letzten Jahren wurden in der Mineralquelle gegen 1 Mio Franken in Umweltprojekte und Energie-Einsparungsmassnahmen investiert.
Die Mineralquelle wurde bereits 1979 von
Herrn Richard Hartinger übernommen und
gehört seither zur riha-WeserGold Getränkegruppe, einer der grössten Fruchtsaftgetränkehersteller Europas mit über 2500 Mitarbeitenden. Die Gruppe verfügt über 5
Produktionsstandorte (Getränkeabfüllbetriebe) in Europa und einen Produktionsbetrieb in
DIE INDUSTRIESEITE
Costa Rica in dem Bananen- und AnanasProdukte (Direktsäfte, Pürees, Konzentrate
und Aromen) hergestellt werden, sowie Vertriebsgesellschaften in Frankreich und Holland.
Die Mineralquelle Zurzach AG in der Schweiz
wird als eigenständiges Unternehmen geführt. Wir sind mit unseren 90 engagierten
Mitarbeitern der kleinste Produktionsbetrieb
in der ganzen Getränkegruppe. Wir konzentrieren uns hauptsächlich auf den Schweizer
Heimmarkt, helfen aber auch gelegentlich
unseren deutschen Schwesterbetrieben aus,
um Kapazitätsengpässe insbesondere in den
Sommermonaten zu überbrücken und liefern
dann die Produkte nach Deutschland, Frankreich oder Belgien. Ein wirkliches Exportgeschäft betreiben wir aufgrund unserer Kostenstruktur, insbesondere auch wegen des
momentan starken Schweizerfrankens nicht.
In Ausnahmefällen können aber etwas exotische Projekte zu Stande kommen, wo wir
beispielsweise Getränke für Libyen oder China
produziert haben.
Bald 60 Jahre Original Zurzacher Mineralwasser und vieles mehr…
Mikrobiologische und Analytische Qualitätskontrolle.
Wir können vom grossen technischen Knowhow, den vorteilhaften Einkaufsbedingungen
und der Innovationskraft unserer zentralen
Abteilungen im Konzern profitieren. Wenn es
auch nicht immer einfach ist, die Bedürfnisse
des im Verhältnis kleinen Standortes und
Marktes in der Schweiz anzubringen und
umzusetzen.
Der fortwährende Preisdruck, der stagnierende Getränkeabsatz im Inland, der Einkaufstourismus im nahen Ausland und der
starke Schweizerfranken sind für uns Herausforderungen, deren wir uns mit laufend optimierten und möglichst fehler- und verlustfreien Herstellungsprozessen und innovativen
Ideen und Produkten engagiert annehmen.
Die AIHK und die Regionalgruppe
Zurzibiet
Lukas Weibel,
Präsident Regionalgruppe Zurzibiet
Die Aargauische Industrie- und Handelskammer (AIHK) setzt sich mit Wirtschafts- und
Arbeitgeberpolitik im weitesten Sinne auseinander. Sie nimmt gegenüber den kantonalen
Behörden, schweizerischen Spitzenverbänden
und der Öffentlichkeit zu aargauischen und
eidgenössischen Vorlagen sowie zu weiteren
aktuellen Problemen Stellung.
Die AIHK verfolgt die Entwicklung der Umwelt
der Unternehmenden und Arbeitgebenden:
Sie informiert ihre Mitgliedfirmen mit aktuellen Publikationen möglichst umfassend über
politische Vorgänge von wirtschaftlicher
Tragweite auf Bundes- und kantonaler Ebene,
über Aussenhandelsentwicklungen und
Wirtschaftsdaten, über arbeitsrechtliche und
vertragspolitische Vorgänge (Gesamtarbeitsverträge), nicht zuletzt auch über neue
Gesetze und Bestimmungen, welche die
Wirtschaft betreffen.
In reichem Masse können die Mitgliedfirmen
individuelle Dienstleistungen der AIHK in Anspruch nehmen: sie bieten Ihnen eine effiziente und kostengünstige AHV-Ausgleichskasse
und Familienausgleichskasse. Sie erhalten
Auskünfte (Rechts-, Steuerfragen, Exportfragen usw.) und werden bei der Gestaltung
rechtlicher Dokumente (vorwiegend aus dem
Arbeitsrecht) beraten. Unter www.marktplatzaihk.ch können die Mitgliedfirmen unentgeltlich Stellen, Veranstaltungen, Geschäftsimmobilien publizieren.
Die AIHK unterstützt Sie bei der Anwendung
und Auslegung gesetzlicher Bestimmungen
des Bundes und des Kantons Aargau. Sie
können mit Hilfe der AIHK vielfältige Kontakte
(z. B. zu Behörden, Amtsstellen, Unternehmen)
herstellen und vermittelnde Dienste nutzen.
Die Netzwerkanlässe, Seminare der AIHK tragen zum Austausch von Erfahrungen bei und
fördern die Lösung aktueller Probleme.
Eine besondere Dienstleistung ist das Kompetenzzentrum Technologieberatung FITT Forschung Innovation Technologietransfer, das
vor allem die kleineren und mittleren Unternehmen in der Anwendung und Einführung
der neuesten Technologien unterstützt und
diese in pragmatischen Schritten erfolgreich
zu verwirklichen hilft sowie Auskünfte zu
technischen, wirtschaftlichen und prozessorientierten Fragestellungen gibt.
Die Regionalgruppen bilden einen Teil der
föderalistischen Struktur der AIHK und sind
4
regionale Stützpunkte der Handelskammer im
Kanton Aargau. Sie legen ihre Organisation
und ihre Tätigkeit selbstständig fest.
Die neun Regionalgruppen wirken als Repräsentanten der regionalen Wirtschaft gegenüber Behörden, andern Aufgabenträgern der
Region und der Öffentlichkeit (Medien).
Die Veranstaltungen (Kurzvorträge, Podiumsgespräche, Diskussionen usw.) der Regionalgruppen führen Verantwortliche von den
Mitgliedfirmen zusammen. Sie schaffen persönliche Kontakte und Beziehungen und bieten die Gelegenheit, die Zusammenarbeit
zwischen Firmen zu entwickeln oder zu intensivieren (Netzwerk).
Regelmässig werden auch Umfragen bezüglich Lage und Entwicklung der Region, der
Branchen oder der Arbeitsbedingungen veranstaltet.
Im Vorstand der Regionalgruppe Zurzibiet
sind Werner Indermühle (Indermühle AG, Bad
Zurzach), Dr. Urs Weidmann (KKB, Beznau),
Rouwen Salpeter (NAB, Döttingen und Bad
Zurzach), Daniel Erne (Peyer Graphic AG,
Lengnau) und Thomas Brühlmeier (Birchmeier
AG, Döttingen) vertreten. Präsidiert wird die
Regionalgruppe durch Lukas Weibel (Intertime AG, Endingen).
Energietag Zurzibiet am
Samstag, 25. Oktober 2014
Kreisschule Rheintal-Studenland
Hilfsschule, Kleinklasse, Integrierte
­Heilpädagogik …
(kw) Seit einem Jahr gibt es an der Kreisschule Rheintal-Studenland keine
Kleinklasse mehr. Unterrichtet wird nach den Theorien der Integrierten Heilpä­
dagogik. Barbara Kienzler ist die zuständige Lehrperson. Sie stellt sich im Folgenden den Fragen der Zurzipost.
Barbara Kienzler, du bist ausgebildete
Schulische Heilpädagogin. Was heisst
das?
Barbara Kienzler: Mit Beginn des Schuljahres 2013/14 haben wir an der 1. und 2.
Real­schulklasse (6. und 7. Schuljahr) und gemäss den Vorgaben des Kantons auch an der
1. und 2. Sekundarklasse die «Integrative
Schulung» (IS) eingeführt. Im kommenden
Schuljahr werden das 7. und 8. Schuljahr und
ab dem Schuljahr 2015/16 alle SeReal-Stufen
(7. – 9. Schuljahr) als IS-Klassen geführt. Unser Ziel ist es, alle Jugendlichen mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten
möglichst gemeinsam in der Regelklasse des
entsprechenden Schultyps zu unterrichten. Im
Schuljahr 2014/15 werde ich mit 23 Wochenlektionen in den einzelnen Klassen unterrichten. Als Schulische Heilpädagogin arbeite ich
an den Basisfunktionen des Lernens von Jugendlichen mit Lernschwierigkeiten und unterstütze die Lehrpersonen beim Entwickeln
einer integrativen Unterrichtskultur.
Vermutlich Anfang der sechziger Jahre
hat man im Aargau, insbesondere an
den grösseren Orten, ein Angebot für
leistungsschwache Schülerinnen und
Schüler eingerichtet. Es waren die so
genannten Hilfsschulen. Später wurden
die Klassen umbenannt in Kleinklassen
und heute arbeiten die Schulen nach
dem Prinzip der Integrierten
Heilpädagogik. Was bedeutet das?
Barbara Kienzler: Die Unesco propagiert
seit 1994 für die Gestaltung von Bildungsangeboten eine eindeutige integrative und inklusive Ausrichtung. Durch die Integration
werden SchülerInnen unterschiedlicher Herkunft mit unterschiedlichen Merkmalen, Fähigkeiten und Bedürfnissen mit unterschiedlichen Zielen, Mitteln und Methoden
möglichst häufig an gemeinsamen Inhalten
und in gemeinsamen Räumen unterrichtet.
Du hast früher selber eine Kleinklasse
geführt und arbeitest jetzt seit einem
Jahr nach dem neuen Modell. Welche
Bilanz ziehst du?
Barbara Kienzler: Im Rahmen der integrativen Schulungsform werden die Jugendlichen
nicht mehr wie bisher in Kleinklassen sepa-
riert, sondern in Regelklassen, unterstützt
durch Schulische HeilpädagogInnen, inte­
griert unterrichtet. Die Jugendlichen bleiben
so in ihrem vertrauten Umfeld und erleben
das gemeinsame Lernen und den sozialen
Umgang miteinander. Sie werden gleichzeitig
entsprechend ihrem individuellen Leistungsvermögen unterrichtet und vor allem gefördert. Obwohl die Kleinklasse für einzelne
SchülerInnen nach wie vor einen geschützten
Rahmen darstellt, plädiere ich für einen gemeinsamen Unterricht. Die Arbeit in einem
Klassenteam trägt zur Öffnung des Unterrichts bei. Das Unterrichten im Team, in einer
Halbklasse oder mit einzelnen Schülern bietet
Möglichkeiten, wovon alle Beteiligten profitieren können.
Es ist ein offenes Geheimnis, dass die
Integrierte Heilpädagogik auch
bestritten und kritisiert wird. Wo liegt
das Problem?
Barbara Kienzler: Integration bedeutet
nicht, dass SchülerInnen mit unterschiedlichen Merkmalen und Behinderungen organisatorisch in einer Klasse zusammengefasst
werden. Die Rolle der Lehrpersonen verändert
sich und es bedarf eines genau definierten
und koordinierten Übergangs, eines guten
Konzeptes, um dieser Herausforderung
Rechnung zu tragen. Die vielfältige Form der
Kooperation verändert sich und die Umsetzung muss durch die jeweilige Institution und
einer Kultur des Zusammenlebens getragen
werden.
In der Folge ist vor allem die Realschule
betroffen, denn leistungsschwache
Schülerinnen und Schüler werden in der
Oberstufe natürlich dort eingestuft. Die
Realschule verkomme zur «Restschule»,
monieren Kritiker und im Grunde
genommen seien nun alle Beteiligten –
Realschülerinnnen und –schüler,
Lehrpersonen und die ehemaligen
«Kleinklässer» – überfordert und die
Schwächsten erst recht stigmatisiert.
Barbara Kienzler: Das Schlagwort «Integration» im Bereich Schule ist immer auch mit
verschiedenen Ängsten verbunden. Man befürchtet eine Benachteiligung der nicht-integrierten SchülerInnen und ein Absinken des
5
Testen Sie am nationalen energyday
vom Samstag, 25. Oktober 2014,
11.00 – 16.00 Uhr die wohl grösste Ausstellung von Elektrofahrzeugen aller Art
im Kanton rund um das Oberstufen­
zentrum in Bad Zurzach: Elektroautos,
­E-Bikes und E-Roller. Vergleichen Sie den
ökologischen Fussabdruck, der für
100 Fahrkilometer mit den verschiedenen
Fortbewegungsmitteln entsteht!
Bildungsniveaus. In den vergangenen Jahren
ist es der Wissenschaft aber gelungen aufzuzeigen, dass sich diese Befürchtungen nicht
bestätigt haben.
Im Durchschnitt bestehen unsere Realschulklassen aus weniger als 15 Schülern. Damit
sich alle SchülerInnen entsprechend ihren
Voraussetzungen entwickeln können, richten
sich Methodik, Didaktik und Lernmaterialien
an eben diesem Ziel aus. Durch die zusätzliche Förderung durch Fachpersonen profitieren alle Jugendlichen davon. Der Unterricht
wird dadurch bereichert.
Es ist wissenschaftlich hinterlegt, dass Jugendliche mit spezifischen Schwächen in
einzelnen Fächern in einem Lernumfeld mit
besseren Schülern mehr profitieren als in einer Kleinklasse. Von einer heterogenen Klasse könnten auch begabte Schüler profitieren,
weil der Unterricht entsprechend differenziert
gestaltet wird.
Welche Rolle spielen der Kanton bzw.
die Politik und die Gesellschaft im
Allgemeinen in der gesamten Thematik?
Barbara Kienzler: Integrierte Heilpädagogik
kann im Kanton Aargau seit 1993 umgesetzt
werden. Mit der Inkraftsetzung der Verordnung über die Förderung von Kindern und
Jugendlichen mit besonderen schulischen Bedürfnissen per 1. Oktober 2000 wurden verbindliche Rahmenbedingungen geschaffen.
Eine qualitativ hochwertige integrative Schulungsform bedarf der ständigen Auseinandersetzung aller Beteiligten (Kostenträger wie
Gemeinde und Kanton, Schulleitung, Eltern,
Lehrpersonen etc.) auf den unterschiedlichen
Systemebenen. Integrative Förderung funktio­
niert dann, wenn die nötigen Ressourcen und
ausgebildetes Personal zur Verfügung gestellt
wird.
Eine integrative Schulungsform kann dann
gelingen, wenn der integrative Unterricht in
das Schulentwicklungskonzept eingebaut ist.
Voraussetzung hierzu ist ein Schulteam,
welches gemeinsame Ziele verfolgt und für
eine Zusammenarbeit und eine offenere
Schulkultur grundsätzlich offen ist.
Schulische Integration muss auch Thema einer
gesellschaftlichen Diskussion zur sozialen Integration sein, eine Integration, die das Neben- und Miteinander von Menschen betrifft.
Marisa Mattenberger unterrichtet
im Job-Sharing
(kw) Welche Erfahrungen hat sie in diesem Schuljahr mit der «Integrativen Schulung» gemacht?
uns beiden. Durch die grosse Heterogenität
in der Klasse sind jedoch solche Projekte
schwierig umzusetzen, da die SchülerInnen
noch viel mehr Betreuung durch fachkundiges Lehrpersonal benötigen würden.
Marisa Mattenberger, vor einem Jahr
hast du zum ersten Mal eine 1.
Realklasse übernommen, die sich in
Bezug auf ihre Zusammensetzung wohl
deutlich von früheren Klassen abhob.
Was war anders als sonst?
Marisa Mattenberger: Als ich die Klasse im
August 2013 übernahm, fühlte ich mich trotz
meiner jahrelangen Erfahrung als Lehrerin
sehr unsicher. Wir alle hatten keine Erfahrung
mit integrativer Schulung und der daraus resultierenden Umsetzung im Schulalltag. Deshalb haben sich die involvierten Lehrpersonen
schon vor Schuljahresbeginn – im Rahmen
eines Unterrichtsteams – intensiv mit dieser
neuen Schulform auseinandergesetzt. Im
ersten Quartal haben wir in einem aufwändigen Verfahren Standortbestimmungen der
einzelnen SchülerInnen vorgenommen. Daraus wurde ersichtlich, dass auch in meiner
Klasse der Niveauunterschied massiv grösser
war als in vorherigen Klassen, was eine Anpassung der Unterrichtsformen und eine intensive Zusammenarbeit mit unserer Heilpä­
dagogin Barbara Kienzler unumgänglich
machte. Zusammen mit ihr erarbeitete ich
individuelle Fördermassnahmen für einzelne
SchülerInnen.
Integrative Schulung bedeutet, dass
gewisse Schülerinnen und Schüler
zusätzlich von einer Heilpädagogin oder
einem Heilpädagogen, in diesem Falle
von Barbara Kienzler, betreut werden.
Wie muss sich ein Aussenstehender dies
vorstellen?
Marisa Mattenberger: Da sich die Fähigkeiten, Fertigkeiten und Interessen der SchülerInnen in grossem Masse unterscheiden, arbeite ich sehr eng mit Barbara Kienzler
zusammen. Entweder unterrichten wir gemeinsam im Team-Teaching, so haben wir
mehr Kapazität, um auf einzelne SchülerInnen eingehen zu können, oder wir erarbeiten
Projekte, welche die SchülerInnen individuell
weiterbringen können. Falls nötig, erhalten
sie zusätzliche Unterstützung durch eine von
Was bedeutet dies für eine
Klassenlehrperson? Ist der
Mehraufwand bezüglich Absprachen,
Standortbestimmungen usw. überhaupt
leistbar oder gibt es Massnahmen, z.B.
von Seiten des Kantons, welche dies
abfedern und unterstützend wirken?
Marisa Mattenberger: Der zeitliche Aufwand ist durch die zusätzlichen Koordinationsaufgaben beträchtlich gestiegen. Die erforderlichen Absprachen, Fördermassnahmen
und Standortbestimmungen in Zusammenarbeit mit Heilpädagogin, SPD, der Schulleitung
oder Fachlehrern nehmen viel Zeit in Anspruch. Der Kanton kommt uns in dieser
Hinsicht in keiner Weise entgegen.
Welche Bilanz ziehst du nach einem
Jahr? Was beurteilst du als positiv, wo
siehst du Verbesserungspotential?
Marisa Mattenberger: Es ist oft schwierig
die SchülerInnen zu motivieren. Nachdem ich
folgende Äusserung von diversen SchülerInnen der Klasse gehört habe: «Das muss ich ja
eh nicht können, ich bin doch notenbefreit!»,
bin ich sehr unsicher, ob diese Integrationsform individuell lernförderlich ist, denn ich
bezweifle, dass die intrinsische Motivation
auf diese Weise gefördert wird.
Aus der Zusammenarbeit mit unserer Heil­
pädagogin Barbara Kienzler ziehe ich eine
positive Bilanz. Ich erhalte kompetente Unterstützung bei besonders unterstützungs­
bedürftigen SchülerInnen.
Für eine sachgerechte Umsetzung der Inte­
grationsidee wäre die Anwesenheit der Heilpädagogin in einem viel grösseren Masse
­erforderlich.
Es wird immer von einer Stärkung der
Realschule gesprochen. Kritische Kreise,
darunter auch der Präsident des
Reallehrervereins, warnen aber davor,
dass die Realschule noch einmal
abgewertet werde, wenn der Kanton
nicht endlich mehr Mittel zur Verfügung
stelle. Wie siehst du das?
Marisa Mattenberger: Um die oben erwähnten Projekte zu realisieren, brauchen
wir auf der Realschule unbedingt mehr Unterstützung durch die Heilpädagogin, damit
wir auch in anderen Fächern projektartig und
6
Aus dem Rathaus
Termine
16.10.2014Präsidentenkonferenz
12.11.2014Ortsbürger
Gemeindeversammlung
13.11.2014Einwohner
Gemeindeversammlung
Sprechstunden des Gemeindeammanns
• Jeden 1. Freitag im Monat im Rathaus
von 16.00 bis 18.00 Uhr,
Voranmeldung an die Gemeindekanzlei,
Telefon 056 269 71 11
Unentgeltliche Rechtsauskunft
Der nächste Termin in Bad Zurzach
• 27. November 2014
Termine in anderen Gemeinden fi
­ nden
Sie auf der Homepage
www.badzurzach.ch/Verwaltung/
Online-Schalter
Aus Freude am Leben –
Blut spenden. Leben retten.
Für die Versorgung der Patientinnen und
Patienten benötigen die Schweizer Spitäler
täglich mehr als 1200 Blutkonserven.
Donnerstag, 6. November 2014,
von 17.30 bis 20.30 Uhr
Gemeindezentrum Langwies
in Bad Zurzach
Samaritervereine Kaiserstuhl-Fisibach,
Wislikofen und Umgebung
und Help-Samariterjugend SurbtalStudenland
somit niveaugerecht unterrichten können. Ich
erlebe es als sehr schwierig, den Vorgaben
des Kantons auf eine individuelle Förderung
bei integrierter Schulung auf unserer Stufe
gerecht zu werden.
Die Aufgabe, als einzelne Lehrperson gleichzeitig mehrere Niveaugruppen zu betreuen,
Hilfestellung zu bieten und nicht zuletzt die
Arbeit der Jugendlichen zu beaufsichtigen,
erscheint mir oft als pädagogisch unbefriedigend. Ich empfinde es als grosse Herausforderung, jeder Schülerin und jedem Schüler in
dieser Konstellation gerecht zu werden, und
ich befürchte in der Tat auch eine weitere
Abwertung der Realschule.
Serie Neue Heimat Bad Zurzach (I)
Von Italien in die Schweiz
(ga) Gespräch mit Filomena und Giuseppe Marucci über ihre Anfangsjahre in der
Schweiz.
Das Ehepaar Marucci, beide seit kurzem (fast)
pensioniert, sind in Bad Zurzach bestens bekannt. Wer hat nicht schon Filomena als begeisterte und eifrige Sigristin der Verenakirche
erlebt? Oder Giuseppes Blumenpracht beim
Thermalbad bewundert, wo er seit 1977 als
Gärtner arbeitete? Die beiden sind eingebürgert und fühlen sich in Bad Zurzach sehr zuhause. Wer sie in ihrer hellen, schönen Eigentumswohnung sitzen und mit Stolz lebhaft
von ihren Enkelkindern erzählen hört, ahnt
nichts von den steinigen Anfängen hier in der
Schweiz.
Giuseppe Marucci war neunzehn Jahre alt,
als er im September 1968 nach Bad Zurzach
kam, um in der damaligen Schuhfabrik Oco
zu arbeiten. Seine Tante hatte ihm, der seit
seinem sechzehnten Lebensjahr als selbständiger Schuhmacher arbeitete, die Stelle vermittelt. Aufgewachsen ist Guiseppe wie seine
Frau Filomena in Baselice, einem im Apennin
zwischen Rom und Neapel gelegenen Dorf.
Damals wohnten dort noch etwa 4000 Leute.
Giuseppe ging nicht lange zur Schule. (Die
Scuola media holte er später als Erwachsener
am Abend in der Schweiz nach.) Schon als
Elfjähriger begann er eine Schuhmacher
Lehre. «In unserem Dorf gab es nur Barbiere,
Schreiner und Muratori, Handwerker und
Bauern eben. Wenn ich als junger Schuhmacher für einen Bauern Schuhe anfertigte,
musste ich oft auf mein Geld warten, bis
dieser eine Kuh verkauft hatte. Das brachte
mich immer wieder in finanzielle Bedrängnis.
Schliesslich musste ich doch Leder kaufen
und mein Werkzeug abzahlen.»
Giuseppe und Filomena waren Nachbarn,
sind zusammen aufgewachsen. «Schon als
Kind hat er mir gesagt, er wolle mich später
einmal heiraten», erzählt Filomena schmunzelnd. Sie selber hat bis zu ihrer Heirat als
Schneiderin gearbeitet. Direkt nach der
Hochzeit ist sie 1969, einundzwanzig Jahre
alt, zu Giuseppe nach Bad Zurzach gezogen.
Von ihren drei Geschwistern ist nur ein Bruder in Baselice geblieben.
Die Anfänge in der Schweiz waren hart. «Ich
habe in der Schuhfabrik sehr wenig verdient,
300.– Franken monatlich. Ich konnte die
Sprache noch nicht und war nicht mehr mein
eigener Chef.», erzählt Giuseppe. Die Arbeiter stammten zu einem grossen Teil aus Italien, einige aus der Türkei. Die Chefs waren
hingegen Schweizer und Deutsche.
Die Wohnverhältnisse waren prekär. Der
Chef bestimmte, wo seine Arbeiter wohnten.
Er platzierte sie, ohne Rücksicht auf die privaten Verhältnisse, ganz kurzfristig auch wieder
um. Meist waren es schäbige Zimmer ohne
anständige sanitäre Einrichtungen oder
Kochgelegenheit.
«Längere Zeit haben wir zusammen mit einer
anderen Familie in einer Vierzimmerwohnung
gelebt und uns die Küche geteilt. Das ging
eigentlich ganz gut. Aber als wir 1972 mit
den beiden Kindern erstmals eine eigene
Zweieinhalbzimmerwohnung mit Dusche und
Küche beziehen konnten, haben wir richtig
angefangen zu leben», meint Filomena.
«Natürlich wurden wir auch immer wieder als
«Tschingge» beschimpft», sagt Giuseppe
und erzählt mit einem Lachen die Anekdote,
wie sein Chef ihn wegen eines Fehlers «Tubel» genannt habe: «Ich habe ihn zuerst nur
angelächelt, weil ich das Wort nicht verstand.
Als mich dann mein Kollege über die Bedeu-
tung des Wortes aufklärte, habe ich mich
entschieden, Deutsch zu lernen! Das Wichtigste ist, dass man dort, wo man lebt, die
Landessprache versteht.»
Ja, es habe einige solche Erlebnisse gegeben,
sie hätten damals die Vorurteile und das
Misstrauen gewisser Einheimischer den Italienern gegenüber am eigenen Leib erfahren.
Dabei hätten sie beide immer hart gearbeitet
und brav Steuern bezahlt. «Aber wir haben
mehrheitlich gute Erfahrungen gemacht, immer wieder freundliche Menschen kennengelernt und Schönes erlebt.» Filomena hat zum
Beispiel die legendäre Eisenwarenhandlung
von Paul Bächli in bester Erinnerung: «Bei
Paolo Bächli habe ich immer gern eingekauft.
Er sprach sehr gut Italienisch. Einmal hat er
mir seine eigene Pfanne ausgeliehen, weil
meine, die ich bestellt hatte, noch nicht eingetroffen war»! Als sie sich dann beim Bezahlen darüber wunderte, dass der Pfannendeckel extra berechnet wurde, habe Bächli
geantwortet: «Signora, wenn Sie ein Kleid
kaufen, kriegen Sie dann den Hut gratis
dazu?»
«Wir sind sehr zufrieden hier, uns geht es
gut», sagen die beiden mit Nachdruck. Und
Filomena ergänzt: «Es ist wichtig, dass man
nicht am Rand bleibt, in Vereinen mitmacht
und am Dorfleben teilnimmt».
Kürzlich hat sich Filomena, die als Jugendliche in Italien Theater gespielt hat, einen lang
gehegten Wunsch erfüllt. Im August stand
sie als Spielerin zusammen mit ihrer Enkelin
Debora im Verenaspiel auf dem Kirchlibuck
auf der Bühne, mit schweizerdeutschem Text,
wohlgemerkt!
Öffentliche Führungen Oktober 2014
Anmeldung unter Tel. 056 269 00 60 | Preis: CHF 15.– pro Führung | Genauere Infos unter www.badzurzach.info
Datum
August
Sa 11. Oktober
Mi 15. Oktober
Sa 25. Oktober
Mi 29. Oktober
Do 30. Oktober
Uhrzeit
Führungen Treffpunkt
Anmeldung bis
17.30 –19 Uhr
14 –15.30 Uhr
14 –15.30 Uhr
14 –16.45 Uhr 14 –15 Uhr
Bezirksmuseum Höfli
Verena Münster
Fleckenführung
KKL Leibstadt
SPA
Höfli
Kirchenplatz
Kirchenplatz
Informationszentrum
Eingang SPA 10. Oktober 17 Uhr
15. Oktober 11 Uhr
24. Oktober 17 Uhr
29. Oktober 11 Uhr
ohne Anmeldung
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Anstehende Fundamentsanierung am Ref.
Schuelhüsli – Geschichtlicher Hintergrund
(av) Wer kennt es nicht, das schmucke Haus am Eingang zum Kurpark, das Reformierte Schuelhüsli?
Impressum
Die Zurzipost ist ein offizielles Informationsorgan der Gemeinde Bad Zurzach
und erscheint 8 mal jährlich in einer Auflage von 2200 Exemplaren. Verteilung per
Post in jeden Bad Zurzacher Haushalt.
Anregungen zum Inhalt und Beiträge sind
erwünscht.
Redaktionsschluss für die nächste
Ausgabe: 9. Oktober 2014
Herausgeber
Gemeinderat Bad Zurzach
Redaktion
Reto S. Fuchs (rsf),
Christoph Schweizer (csch),
Arthur Vögele (av), Kurt Wahl (kw),
Gisela Aeschbach Diener (ga),
Nadine Wenger (nw)
Kontakt / Redaktionsadresse
Nadine Wenger
Gemeindekanzlei
5330 Bad Zurzach
Telefon 056 269 71 11
nadine.wenger@badzurzach.ch
Gebaut wurde das reizvolle Gebäude im
Jahre 1820, weil die alten Räumlichkeiten im
Oberflecken den Anforderungen nicht mehr
genügten. Nachdem im Verlaufe des 19. Jh.
die konfessionelle Trennung der Schule aufgehoben wurde, kaufte ein Schreinermeister
1892 das Schuelhüsli. Er richtete darin seine
Wohnung und Werkstätte ein.
Im Zusammenhang mit der Kurparkgestaltung ging das Gebäude in Gemeindebesitz
über. Der Gemeinderat beschloss 1986, das
Haus wegen Baufälligkeit und mangelnder
Nutzungsmöglichkeit abbrechen zu lassen.
Der spontan gegründete Verein fürs Ref.
Schuelhüsli konnte anlässlich namhafter
Spenden aus allen Kreisen der Bevölkerung,
dank positiver Verhandlungen mit dem Gemeinderat und dem Entgegenkommen der
Handwerker den Abbruch verhindern und im
Mai 1988 das restaurierte Gebäude der
Öffentlichkeit vorstellen. Einen Monat später
stimmte die Gemeindeversammlung oppositionslos dem Baurechtsvertrag zu.
Und seither steht das hübsche Bijou da und
hat Einiges erlebt. Der Schulpsychologische
Dienst (SPD), die Pro Senectute waren langjährige Mieter. Seit einigen Jahren nutzt der
VJAZ (Verein Jugend-Arbeit Zurzach) die
Räumlichkeiten für den Jugendtreff, eine Institution, die sehr wertvolle Arbeit leistet.
Sanierungsmassnahmen
Das Schuelhüsli ist belebt; es zeigt äusserlich
Alterserscheinungen. So präsentieren sich die
Fassaden mit Mauerrissen. Entstanden sind
diese Risse durch unterschiedliche Fundamenttiefen zwischen Keller- und Halbkeller-
Bereich. Der Untergrund bietet unter dem
Halbkeller-Bereich keine genügende Stabilität
für das Fundament, was durch Absenkungen
zu den vertikalen und horizontalen Rissen
führte. Diese Mängel sollen behoben werden.
Projekt Stabilisierung, Verfahren,
Vorgehen und Ziel
Die Firma URETEK Schweiz AG hat die Situation vor Ort analysiert und ein Projekt zur
Stabilisierung des Fundamentuntergrundes
erarbeitet. Ziel der Massnahmen ist die Erhöhung der Tragfähigkeit des Fundamentuntergrundes.
Das Verfahren beruht auf der Injektion von
Uretek Kunstharz in den Untergrund. Die Injektionen finden in drei Tiefenstufen statt.
Das Kunstharz wird mittels in die Bohrungen
eingeführter Injektionsrohre von 12 – 26 mm
Durchmesser, die in verschiedene Tiefen unterhalb der Fundamentsohle vorgetrieben
wurden, systematisch und stufenweise in den
zu behandelnden Boden eingepresst. Das
Kunstharz verteilt sich und breitet sich dorthin aus, wo der Boden schwächer ist. Sobald
der Widerstand des Bodens grösser ist als das
Gewicht der darüber liegenden Struktur,
wird sich der Druck durch die Kunstharz-Expansion nach oben auswirken; Folge davon:
Der «abgesunkene» Gebäudeteil wird unter
ständiger Kontrolle wieder leicht gehoben!
URETEK schätzt einen Kunstharzverbrauch
von rund 1000 kg für die 15 m FundamentUntergrund. Die Risse in den Fassaden sollen
allerdings erst nach einer Wartezeit von bis
zu einem Jahr ausgebessert werden, empfiehlt URETEK.
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Internetadresse
www.badzurzach.ch
Gestaltung
CreaOcchio GmbH, Bad Zurzach
Druck
Druckerei Bürli AG, Döttingen
Referenzen der Firma URETEK für
Interessierte
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an Strassen versch. Kantone und Flugpisten
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Informationen sind abrufbar unter:
www.uretek.ch/de/referenzen
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