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Hygiene Schwein

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04.02.2015
Hygiene Schwein
Wie ist Tiergesundheit mit
der Entwicklung der
Schweineproduktion
korreliert ?
1
04.02.2015
Tiergesundheit organisieren
Epidemiologische
Zusammenhänge im
Tiergesundheitsmanagement
Risikofaktoren
• Zunahme der Bestandsgrößen
 Tierdichte
 Menge und Qualifikation des Personals
 Ökonomie vs. Kontinuität (absolute / relative Kosten
• Geringe Bestandsgrößen vs. große Ferkelpartien
 Mischen unterschiedlicher Herkünfte
 Erhöhte Ausbreitungstendenz von Erregern
• Geschlossene Systeme
 Aufschaukeln bestandsspezifischer Probleme
• Eingliederung von Jungsauen, insb. bei hohen
Remontierungsraten
2
04.02.2015
Einfluss der Produktions-/Bestandsgröße auf die
Krankheitshäufigkeit bei Absetzferkeln
USA
<2000 2000-9999
EU
>10.000
<2000
App
5,2
11,6
13,4
1,8
Haemophilus parasuis
3,7
22,5
38,4
17,9*
M. hyo.
14,6
41,5
52,7
2,0
Schweineinfluenza
4,9
15,9
36,9
5,4
PRRS
13,4
33,8
58,0
17,9*
Salmonella spp.
5,5
12,2
8,4
4,2
Dysenterie
2,8
5,3
1,9
12,7*
E. Coli Diarrhoe
22,1
32,1
40,7
27,1
PCV 2 assoz.
4,4
64,9
76,7
38,2*
Streptococcus suis
24,0
64,9
76,7
36,2*
I NAHMS report March 2002 USDA;
zit. n. OHLINGER, 2003
EU:
höhere Impfdichte
*meist ungünstige Produktionsstrukturen
(Mischen, mehrere Herkünfte)
Probleme in der Tiergesundheit
Epidemische Krankheiten
Endemische Krankheiten
Aujeszky, ESP, TGE Influenza
zeitlich begrenzt
monokausal
Koch's Postulate
Streptokokken, Staphylokokken,
H. parasuis, Salmonellen, PMWS
räumlich begrenzt
multifaktoriell
Evans Postulate
Erregervirulenz
Empfänglichkeit des Tieres
Immunantwort
Infektionsdosis
Impfstoffe
Unterbrechen von
Infektionsketten
3
04.02.2015
Produktionssysteme in der EU
Land
Produktionssystem
Spanien
80 % integrierte Betriebe
Dänemark /
Frankreich
meist geschlossene Systeme
Belgien
Ferkelproduktion im Familienbetrieb
Mast durch große Integratoren
Deutschland
geringer Grad der Integration
Aufzucht bzw. Mast häufig mehrere
Herkünfte
Einige physiologische Daten des Schweins
Körpertemperatur
Ferkel (14 Tage)
Schwein (12-16 Wochen)
Muttersau
39,50C
39,00C
38,90C
Atemfrequenz
Ferkel (6-8 Wochen)
Mastschwein (6-7 Monate)
Sau (1 Jahr alt)
31/Min.
18/Min.
17/Min.
Herzfrequenz
Ferkel (1 Tag)
Ferkel (10 Tage)
Ferkel (7-8 Wochen)
Schwein (50-80 kg)
Sau (nichttragend bzw. niedertragend)
Sau (Hochtragend)
Sau (nach Absetzen)
248/ Min.
150/ Min.
119/ Min.
77/ Min.
67/ Min.
86/ Min.
75/ Min.
Volle Zuchtreife (w)
(m)
7–10 Monate bei 80–110 kg
7–10 Monate
Brunstzyklus
ca. 21 Tage (16–24 Tage)
Brunstdauer
40–65 Std. (Jungsauen etwas kürzer)
Belegen
36–48 Std. nach Brunstbeginn
Trächtigkeitsdauer
115 Tage (98–128 Tage)
Einsetzen der Brunst nach Absetzen
80 % innerhalb von 10 Tage
75 % innerhalb von 5 Tagen
Jungsauen ca, 1 Tag später als Altsauen
Ejakulatmenge
ca. 300 ml
Spermien
ca. 2–5% des Ejakulatvolumens
Spermienkonzentration
ca. 0,1–0,3 Mio./ ml
Mastdauer in Tagen
89,5 – 98,9
Endmastgewicht
90 – 110 kg
Schlachtausbeute
ca. 80 %
Muskelfleischanteil
40 – 60 %
Fleisch-Fett-Verhältnis
1 : 0,25 – 0,42
Futterverwertung
1 : 3,89 – 4,13
4
04.02.2015
Anforderungen an die Ferkelproduktion
- Kontinuität in der Produktion über große Zeitspannen
im Hinblick einer guten Planbarkeit und Stabilität,
- Sicherung einer hohen Reproduktionsleistung in den
Sauenherden bezüglich einer guten Wirtschaftlichkeit
- Gewährleistung einer hohen Qualität der Ferkel, die
sowohl genetische, physiologische und gesundheitliche
Aspekte betrifft.
Gewichtsentwicklung von männlichen und weiblichen Ferkeln bis
zum 35.Lebenstag in Abhängigkeit von der Haltungsform der Sau
während ihrer Trächtigkeit
Sau aus Gruppenhaltung
männlich
x
s2
weiblich
x
s2
insgesamt
x
s2
Sau aus Einzelhaltung
männlich
x
s2
weiblich
x
s2
insgesamt
x
s2
Mittleres Ferkelgewicht (kg)
Geburt
21.Tag
35.Tag
(n = 48)
(n = 43)
(n = 43)
1,71
6,48
9,20
0,29
2,25
3,17
1,46
6,00
8,44
0,09
1,66
1,82
1,56
6,20
8,76
0,18
1,91
2,38
(n = 91)
(n = 65)
(n = 65)
1,20
5,52
8,47
0,07
1,44
3,09
1,18
6,03
9,19
0,06
1,33
3,64
1,18
5,71
8,74
0,06
2,11
3,40
5
04.02.2015
Haltungssystem sollte dem artspezifischen
Verhalten entgegenkommen
Schwein:
• Buchten mit Einstreu
• Erkundungs-, Spiel- und Wühltrieb
• Liegefläche sollte tiefer als Kotplatz liefen
„….Liegen im Nest“ – Sitzen auf dem Thron“
• Kotplatz außerhalb des Abferkelbereiches (Hospitalismus)
Krankheiten
Nichtinfektiöse Krankheiten
•haltungsbedingte Erkrankungen
•ernährungsbedingte Erkrankung.
•sonstige Erkrankungen (u.a.
Fremdkörper)
infektiöse Krankheiten
Primärinfektiöse
Erkrankungen
•Parasiten
•Infektionen
Sekundärinfektiöse
Erkrankungen
•Faktorenkrankheiten
Infektion:
Vorgang der Übertragung und des Eindringens eines pathogenen Erregers in den
Wirtsorganismus und die Vermehrung in ihm
6
04.02.2015
Krankheitsgeschehen in den deutschen
Ferkelerzeugerbetrieben
Erkrankung
Häufigkeit (%)
Fundamentschäden
Geburtsproblematik (MMA - Komplex)
Fruchtbarkeitsstörungen
Erhöhte Sauensterblichkeit
Aborte
Magen- und Darmstörungen
Atemwegserkrankungen
Herz- Kreislauferkrankungen
46
44
34
14
12
7
6
5
Forum Spitzenbetriebe Ferkelproduktion, Fulda 2003
Primärinfektiöse Erkrankung:
Spontane Vermehrung der Keime an der Eintrittspforte in den
Wirtsorganismus und Erregervermehrung in nahezu allen Körperteilen
Invasivität
direkte pathogene Wirkung
Sekundärinfektiöse Erkrankung:
Erreger werden durch äußerer Faktoren pathogen!
indirekte pathogene Wirkung
Prädisponierende Faktoren: u.a. Stress / Belastungen
Klima
schlechte Allgemeinhygiene
Ernährung
andere Erkrankung
7
04.02.2015
Lokalisation von Hautwunden und Verletzungen bei
Muttersauen in einstreulosen modernen Haltungssystemen
Die häufigsten technischen Mängel in der Sauenhaltung (nach Mitteilungen des
Schweinegesundheitsdienstes in der BRD)
Beanstandungen
Prozentualer Anteil der betreuten
Betriebe
Zu weite Spalten, scharfe Kanten
Boden nass, rutschig, kalt
Gurte zu eng
Kein Ferkelnest
Stall insgesamt zu kalt
zu hoher NH3-Gehalt
zu hoher NH3-Gehalt bei strohloser
Haltung mangelhafte Reinigung und
Desinfektion
40-50%
10-15%
5-10%
20-30%
20-30%
20-30%
50-60%
30-40%
* Mit Ausnahme von NRW
8
04.02.2015
Einfluss der Haltung auf Verletzungen der Haut
Fixierung
Kastenstand
Brustgurt
Halsrahmen
Halsband
Tierzahl
Hautschäden (in %)
1724
9,24
2167
9,36
883
10,03
254
14,31
Zum Einfluss der Bodenart in Abferkelbuchten auf die Verletzung von Gliedmassen und Gesäuge
bei Sauen
Häufigkeit und Schwere der
Schäden
Anzahl Sauen
Bei Geburt:
% ohne Beinschäden
% ohne Zitzenschäden
Beim Absetzen:
% ohne Beinschäden
% ohne Zitzenschäden
% mit ernsthaften
Beinschäden
Festboden
Vollspaltenboden
Lochb.
Drahtg.
Teilspaltenboden
Lochb.
Drahtg.
121
68
56
69
69
96
98
53
76
12
62
81
80
26
61
99
95
62
62
4
54
77
59
30
62
0
0
16
1
9
Der Prozentsatz Sauen, die beim Absetzen Schäden aufwiesen:
Hintergliedmasse:
Oberschenkel
Sprunggelenk
Unterschenkel
Fuß
Vordergliedmasse:
Oberarm
Karpalgelenk
Unterarm
Fuß
0
0
0
0
0
3
0
25
5
9
11
86
0
0
3
22
0
0
7
67
0
1
1
0
7
15
0
4
21
59
0
13
1
3
0
0
1
3
0
0
Stallklima
Faktoren
Temperatur der Luft, Feuchtigkeit der Luft, Geschwindigkeit der Luft,
Schadgaskonzentration (NH3, H2S, CO2), Oberflächentemperatur des
Baukörpers, Temperaturdifferenz zwischen einströmender Frischluft und Stallluft
 Im Winter Schadgaskonzentrationen senken
 Im Sommer Wärme abführen
 Schwerkraftlüftung: nach Schwerkraftprinzip warme Luft nach oben, Frischluft von
den Seiten herein
Offenstall quer zur Hauptwindrichtung gg. Zugluft Windschutznetze
 Zwangslüftung alles mit Ventilatoren
 Überdruck-, Gleichdruck- und Unterdruckverfahren
 Verdrängungslüftungen häufiger als Strahllüftungen
9
04.02.2015
Stallklimanormen
Temperatur( Teilspalte
0C)
n
Festboden
Einstreu
Max.
Luftgeschw
indigkeit
(m/sec.)
Vertretbar Vertretbare
e Menge Menge NH3
CO2 (Vol. (ppm)
%)
Abferkelstall
1. Woche
Folgende Wochen
Ferkelnest
18
18-15
32-22
20
20-17
32-22
0,15
0,15
0,15
0,15-0,20
0,15-0,20
0,15-0,20
10
10
10
Abgesetzte Ferkel
8-12 kg
12-22 kg
19
17
22
20
0,15
0,15
0,15-0,20
0,15-0,20
10
10
Tragende Sauen
Gruppenhaltung
Einzelhaltung
15
17
16
18
0,20
0,20
0,15-0,20
0,15-0,20
10
10
Eber u. Güstsauen
Einzelhaltung
15
16
Mastschweine
16-22
0,20
0,15-0,20
10
0,20
0,15-0,20
10
Mindestabstand zwischen Schweineställen
und Wohnbebauung (nach: Erste Allgemeine
Verwaltungsvorschrift zum BIMSchG, TA Luft)
Mindestabstand
(m)
500
400
300
1 Sauenplatz =3 Mastschweineplätze
200
100
0
40
500
80 120
1000
160
1500
2000
Sauenplätze
10
04.02.2015
Haltungsmängel als Gesundheitsrisiko für die Sau
Deckzentrum
( Leere Sauen)
Wartestall
(Niedertragende Sauen)
Abferkelstall
(säugende Sauen)
Luftkubus pro Sau > 10 m3
schlecht gedämmte Liegeflächen
Abkoten im Liegebereich
einstreulose Haltung
kein Auslauf
fehlender Einzelfreßplatz
fehlender Hör- und Geruchkontakt mit Eber
keine Gruppenhaltung
zu große Gruppen
knappe Liegeflächen
zu große Gruppen
knappe Liegeflächen
große Tag/Nacht-Schwankungen in der Stall-Temperatur
Abkoten und Füttern in der Abferkelbucht
Anbindehaltung, insbesondere mit Halsrahmen und Halsband
Gülleeinlagerung unter dem Stall bzw. fehlende
Unterflurentlüftung bei strohlosen Verfahren
Erkrankungen der prim. Geschlechtsorgane
Brunstlosigkeit
Umrauschen
Schwergeburt
Gebärmutterentzündung
Gebärmuttervorfall
„Nicht tragend“
Verferkeln/ Totgeburten
Ungleiche und kleine Würfe
Erkrankungen der Milchdrüse
Milchmangel
Strahlenpilz
Erkrankungen der Gliedmassen und der Muskulatur
Gliedmassen und Klauen
Bananenkrankheit
Verletzungen
Sonstiges
Kreislaufversagen
Verschiedene Infektionskrankheiten
Ferkelfressen
( 58 %)
10 %
10 %
3%
3%
1%
10 %
6%
15 %
Spannweite *
2 – 16
3 – 13
2– 4
1– 3
0– 3
2 – 19
5– 7
5 – 25
( 10 %)
3%
7%
1–5
1–9
( 12 %)
9%
1%
2%
2 – 15
1– 2
1– 4
Tierabgänge
Allgemeine Risiken
( 7 %)
4%
2%
1%
2– 6
1– 3
1– 2
* Spannweite zwischen den Mittelwerten der 3 Stichproben
Die häufigsten Erkrankungen in Zuchtsauenbeständen (nach Mitteilung der Schweinegesundheitsdienste in der BRD *)
Erkrankung
Anteil der betreuenden Bestände
MMA – Komplex
Verschiedene Fruchtbarkeitsstörungen
Harnwegsinfektionen
Räude
Beinschwächesyndrom
Influenza
SMEDI
Bananenkrankheit
20 – 50 %
30 – 50 %
15 – 20 %
20 – 60 %
15 – 20 %
10 – 30 %
10 – 15 %
5 – 10 %
* ohne NRW
PRRS
11
04.02.2015
Epiphysiolysis: links: unmittelbar nach der Sektion, rechts: nach der Präparation
a…der losgelöste Kopf des Oberschenkelknochens, b….der übrige
Oberschenekelknochen, c Teil des Beckens mit Hüftgelenkpfanne
Primärinfektiöse Erkrankung:
Spontane Vermehrung der Keime an der Eintrittspforte in den
Wirtsorganismus und Erregervermehrung in nahezu allen Körperteilen
Invasivität
direkte pathogene Wirkung
Sekundärinfektiöse Erkrankung:
Erreger werden durch äußerer Faktoren pathogen!
indirekte pathogene Wirkung
Prädisponierende Faktoren: u.a. Stress / Belastungen
Klima
schlechte Allgemeinhygiene
Ernährung
andere Erkrankung
12
04.02.2015
Primärinfektiöse Erkrankungen
Infektionen sind bei Sauen bedeutungsvoller als beim Rind
- große Bestände
- intensive Haltungsbedingungen
- kurze Produktionsphasen
Gesäugestrahlenpilz (Aktinomykose)
13
04.02.2015
Erreger: Bakterium Actinomyces suis
Eindringen durch Hautverletzungen (Einstreu, Bisswunden)
Auftreten nur bei geschwächtem Immunsystem (Faktorenerkrankung) durch
andere Erkrankungen.
Strahlenpilz fördernde Faktorren:
MMA Problematik mit geringer Milchleistung als Folge
- Übergang von der Einzel- auf die Gruppenhaltung
-Zögerlicher Einsatz des Zähneschleifens
-insbesondere bei großen Würfen
- Schlecht gepflegte Klauen (Eigenverletzung)
- Zu hartes Stroh (Weizen, Triticale, Roggen)
- Zu intensive Fütterung zum Absetztermin
Kreislauf des Schweine-Lungenwurm
14
04.02.2015
EPG = Einzahl pro Gramm Kot
Decken
Geburt
Absetzen
3000
2000
1000
0
30
60
90
120
150
180
Tage
Einzahlung von Oesophagostomum
Einzahlen von H. rubidus
Einfluss von Trächtigkeit und Laktation auf die Anzahl der ausgeschiedenen Parasiteneier
Endoparasitosen der Sau
Parasit
Symptome
Diagnose
Ansteckung
Knötchenwurm
Ösophagostomum spp.
8 – 15 mm (im Blind- und
Grimmdarm)
Wachstumsstörungen
(Kümmern), Verstopfung
und Durchfall bei starkem
Befall, Abmagerung,
Ausbleiben der Rausche
Eier im Kot, Darm-knötchen
und Würmer im Blind- und
Grimmdarm
Bach, Streu, verschmutzte
Artgenossen
Roter Magenwurm
Hyostrongylus rubidus
5 – 11 mm (im Magen)
Starke Abmagerung, v.a.
nach dem Abferkeln Appetitund Milchmangel,
Ausbleiben
der Rausche, schlechte
Entwicklung der Ferkel,
Anämie, Durchfall
Larvenzüchtung, Würmer im
Magen
s.o.
Peitschenwurm
Trichuris suis 50 mm
Durchfall, Anämie,
Abmagerung
Eier im Kot, Würmer in DickUnd Blinddarm
s.o.
Zwergfadenwurm
Strongyloides ransomi
3–5 mm (im Dünndarm)
Durchfälle, Anämie,
Ekzeme, Pneumonie,
evtl. Todesfälle
Eier im Kot, Würmer im
Dünndarm
Aktives, perkutanes
Eindringen oder Aufnahme
m.d. Biestmilch
Spulwurm
Ascaris suum
Bis 300 mm (Dünndarm,
Lunge, Leber)
Blasse Schleimhäute,
Durchfälle und Kolik bei
Ferkeln ab der 2. Woche
Abmagerung, Husten,
Fieber
Eier im Kot, Würmer im
Dünndarm, weiße Flecken in
der Leber
Infektion oral im Stall;
Ausscheidung der Eier durch
Sauen und Absetzen;
Infektion beim Saugen
Lungenwurm
Metastrongylus spp.
15 – 45 mm (in der Lunge)
Husten, Atemnot, geringe
Abmagerung
Larven im Kot, Würmer in den
Bronchien
Ansteckung auf der Weide
oder feuchter Auslauf über
infizierte Regenwürmer
15
04.02.2015
Entwicklungszyklus des Spulwurms
Fenbendazol (Wirkstoff)
Panacur aquasol
Entwurmung mit dem Trinkwasser
16
04.02.2015
Spulwürmer im Darm eines Schweines eines
Schweines (Schlachtbefund): Derart
befallene Tiere können ihr
Leistungsvermögen nicht mehr ausschöpfen
Typische Wurmleber: Auf ihrer
Wanderung durch die Leber
verursachen die Spulwurmlarven
die sog. Milkspots (Milchflecken)
Maßnahmen gegen
Spulwürmer
17
04.02.2015
Entwurmung von Sauenbeständen
Untersuchung von frischem Kot
Verabreichung eines Wurmmittels aufgrund der Kotuntersuchung
Nach 4 Tagen Umbuchten der Tiere
Buchten ausmisten, reinigen, abflammen, Holzwände kalken
Wiederholung der Wurmkur nach
3 Tagen bei Zwergfadenwurmbefall
1 Woche bei Magenwurmbefall
2 Wochen bei Spulwurmbefall
2-3 Wochen bei Peitschenwurmbefall
2-4 Wochen bei Knötchenwurmbefall
oder Langzeitbehandlung.
Endgültige Aufstallung in gereinigter Bucht. Sauen mit warmer Seifenlauge
abwaschen und Klauen reinigen und noch haftende Eier entfernen, bevor sie
in den
Abferkelstall kommen.
Grundregeln der Wurmkur
1.
Mittel wirk am sichersten nur bei adulten Parasiten.
Das erfordert eine Wiederholung nach 1-4 Wochen.
2.
Mittel töten Parasiten nur zum Teil. Nach der
Mittelverabreichung existieren noch ansteckungsfähige
Larven.
⇒ Tiere nur in sauberen Stall einstallen!
3.
Kontrolle der Wirkung der Mittel durch zeitgleiche
Kotuntersuchung!
18
04.02.2015
Schweineläuse
Ektoparasiten
Mastschwein mit Räude
19
04.02.2015
Ferkelruß
Auch „Pechräude – nässendes
seborrhoisches Ekzem –
pockenartiger Ausschlag“
Bei Ferkel ab 1. Lebenswoche
Betr. ganze Körperoberfläche
Nach Abtrocknen Bildung rötl.
Krusten..bröckeln mit Staub ab.
…….Ruß!
Behandlung mit Antibiotika!
Zeitige Behandlung sonst
Verluste!
Oft Beginn für Kannibalismus!
20
04.02.2015
Räude
Desinfektion - Grundregeln
1.
Reinigen der Stallungen mit Dampfstrahler oder Hochdruckreiniger
(1 min. je m2 mit Heißwasser- Dampfgemisch);
Flächen abtrocknen (1-2 Tage)
2.
Erste Desinfektion (Grunddesinfektion gegen Viren, Bakterien, Pilze)
3.
Zweite Desinfektion, die auch parasitären Dauerstadien erfasst;
Einsatz von Chlorkresolen oder H2S-haltigen Mitteln!
5.
Waschen der Sauen zwischen den Entwurmungen bzw. vor dem
Einstallen in die Abferkelbucht Waschen aller einzustallenden Tiere
(Zukauf, Abteilwechsel)
21
04.02.2015
Chronische Pest, Läufer,
langhaarig, Kümmerer,
Ohren blaurot
Zerlegungsbefund:
zahlreiche punktförmige
Blutungen auf der
Nierenoberfläche
Europäische Schweinepest
Chronische Pest,
kleinfleckige Blutungen
in der Haut, der Ohren,
Hautblässe
Läufer mit Dysenterie
Schokoladenbrauner Kot
von einem DysenterieSchwein
(Farbe rührt vom Blut her!)
22
04.02.2015
Absetzferkel mit TGE
Kot bei TGE
dünnflüssig bis wässrig,
graugrünlich, stinkender
Durchfall
Verschiedengradig mit
Ferkelgrippe befallene
Saugferkel eines Wurfes
Links: grippeinfiziertes Ferkel
(Lidbindehautentzündung,
eingefallene Flanken,
Zurückbleiben im Wachstum)
Rechts gleichaltriges Ferkel gesund.
23
04.02.2015
Aujeszkysche
Krankheit (AK)
Saugferkel mit
verschiedenen
Lähmungserscheinungen
Schweinepocken
24
04.02.2015
Rhinitis atrophicans
(Schnüffelkrankheit)
Erreger: Pasteurella multocida
a
c
b
d
Bewertungsschema der Conchenatrophie
Bild a: keine Veränderung
Bild b: leichtgradige Conchenatrophie zum knöchernen
Nasenring leicht vergrößert
e
Bild c: Atrophie deutlich sichtbar
Bild d: Conchen stark atrophiert, z.T. nur noch Rudimente
sichtbar
Bild e: vollständige Rückbildung sämmtlicher Conchen
25
04.02.2015
26
04.02.2015
Tier
Biotische
Faktoren
Trophische
Faktoren
Abiotische
Faktoren
Umwelt
Fruchtbarkeit als Resultat
der ausgewogenen
Wechselbeziehung
zwischen dem tierischen
Organismus, den
trophischen, abiotischen
und biotischen
Umweltfaktoren
Sekundarinfektiöse
Erkrankungen
sog.
Faktorenerkrankungen
27
04.02.2015
Risiken, die zum Entstehen der häufigsten
Sekundärinfektiösen Erkrankungen bei der Zuchtsau führen
Obligate Risikofaktoren
Fakultative Risikofaktoren
Allgemein
Einschleppen pathogener Keime durch
Zukauf fremder Tiere (fremdbürtige
Krankheitskeime)
Vermehrung pathogener Keime durch
schlechte Haltungsbedingungen (eigenbürtige
Krankheitskeime)
MMA-Komplex
Kein Entfernen des Kotes in den ersten 3
Tagen p.p. bei Kasten- bzw. Anbindehaltung.
Infektion mit pathogenen Bakterien von Blase
und Gebärmutter
Enzootische Pneumonie
Hoher NH3-Gehalt der Luft
Infektionen mit virulenten Mycoplasmen
Zukauf von
Jungsauen
1. Woche
2. Woche
Geringe Bewegungsmöglichkeit
Einstreulose Haltung
Güllelagerung unter der Liegefläche
fehlendes all-in all-out Überbelegung
Mastige Fütterung
Anbinde- und Kastenhaltung
Kalte, verschmutzte Liegeflächen
Staubige, trockene Stallluft
Feuchte, kalte Ställe
Geringer Luftkubus
3. Woche
ab 4. Woche
oder ab 7. Woche
Eingewöhnungsstall
Kontakte zum
Bestand
Impfungen,
Immunisierung
Ruhephase;
kein Kontakt
zum Bestand
Kot u. weitere
Produkte von
jüngeren
Bestandssauen aus den
Ställen für
tragende und
abferkelnde
Sauen
Zustallung
von ca. 6
Wochen alten
Läufern (gute
Keimausscheider für
PRRS etc.)
Impfung der Jungsauen:
Parvo, Rotlauf, Aujeszky
Besamungsstall
Einschleusung in
den Bestand.
Gezielter
Eberkontakt; Kontakt
mit Altsauen
Trächtigkeit
Wartestall
Säugezeit
Abferkelstall
Kontakt mit Altsauen
Basisimmunisierung:
Coli, Klostridien
Prophylaxe:
Entwurmung;
Räudebehandlung
Gezielte Antigenanpassung der Jungsauen
- isoliert vom Bestand (leer, gereinigt, desinfiziert)
Haltung im Eingewöhnungsstall
Flächenanspruch:
2,0 qm/Tier
Temperaturanspruch: 21 oC (ohne Einstreu)
18 oC (mit Einstreu)
Tier-/Freßplatz-Verh.: 1 : 1
Fütterung:
mind. 35 MJ ME / Tier und Tag
28
04.02.2015
LTZ: 550 - 600 g
tägl. Zun.: 600 - 700 g
SSD: 11 - 13 mm
SSD: 13 - 17 mm
Konditionierungsphase
mindestens 6 Wochen
Kontrollen für Körper- und Zuchtkondition bei Jungsauen
Colienterotoxämie
Die Colienterotoxämie, die als Diarrhoe-, Oedemund Schockform
auftreten kann, ist unmittelbare Folge des
Absetzstresses. Sie wird
durch die explosionsartige Vermehrung pathogener
Colikeime im Dickdarm, ihr Eindringen in den
Dünndarm und ihr Anheften an die
Darmschleimhaut ausgelöst. Die freigesetzten Toxine
(Entero-, Endound Neurotoxin) führen zu den genannten
Verlaufsformen.
Colienterotoxämie ist oft mit hoher Mortalität
verbunden.
29
04.02.2015
Schema der Pathogenese von E.Coli-bedingten Darmerkrankungen und Septimämien
Orale Infektion mit „pathogenem E.Coli-Stamm
Adhäsion und Vermehrung
Dünndarm
Nasen-Rachen-Raum
Toxinbildung
Hämatogene Aussaat
Toxinwirkung
Endotoxin
hitzelabil
(LT)
hitzestabil
(ST)
Diarrhoe
Schock
Schwer
leicht
Septikaemie
Quelle: Rolle und Mayr: Medizinische Mikrobiologie, Infektions- und Seuchenlehre. Enke Verlag, Stuttgart 1984
Verschwellungen der
Augenlider bei ColiEnterotoxämie
(Ödemkrankheit)
Bewegungsstörungen bei Coli-Enterotoxämie
30
04.02.2015
Ursachen der Colienterototoxroyämie
•
Exzessives Fressen der abgesetzten Ferkel nach verhaltener Futteraufnahme,
insbesondere bei frohwüchsigen gehäuft beobachtet,
•
Ungenügende Durchsäuerung des Nahrungsbreis,
•
•
Unerwünschte Magenfermentierungen,
Verstopfungen,
•
Abrupter Futterwechsel,
•
Wenig ausgeprägte Aktivität der Verdauungsenzyme (fehlendes Enzymtraining),
•
Zu hoher Magen-pH-Wert (geringe Magensalzsäureproduktion, fehlende
Laktose, hohe Säurebindung),
•
Unzureichender Rohfasergehalt,
•
Ungenügende Wasseraufnahme.
Coli-Bakterien im Kot
31
04.02.2015
Influenza beim Schwein
Video vom IDT
Durchfall - Ferkelkokzidiose
32
04.02.2015
10-Tage-Durchfall (Saugferkelkokzidiose)
• Erreger
einzelliger Dündarmparasit Isospora suis
Dauerstadium: Oozysten (hoch infektiös)
• Übertragung
Aufnahme der Dauerstadien vom Boden,
Verbreitung oft durch Verschleppung (Mensch, Stiefel),
Vermehrung in Zellen der Darmschleimhaut
Erkrankung meist schon in erster Lebenswoche
Ausscheidung von Oozysten ca. 7 Tage n. Infektion für mehrere Tage
Inkubationszeit ca. 5 Tage
Geringe Anzahl an Parasiten: meist keine Klinik, aber Ausscheidung
von Oozysten
Große Anzahl an Parasiten: großflächige Zerstörung der Darmgewebe
• Klinik
Saugferkelkokzidiose
• Symptome
treten nur bei Saugferkel auf, gelblich, zementfarbiger, meist
cremiger, dünnflüssiger Durchfall bei Erhalt der Sauglust
Austrocknung der Ferkel, Kümmerung
Nach Erkrankung beim Saugferkel Immunität gegen Kokzidien
Unterschiedlicher Grad der Schädigung der Ferkel
Auseinanderwachsen der Wurfgeschwister
• Prophylaxe Reinigung und Desinfektion
33
04.02.2015
Impfzeitpunkt
gegen
Mycoplasmen
hyopneumoniae
Beim Absetzen!
Der
immunologisch
optimale
Impfzeitpunkt
gegen M.
hyo. Liegt
beim
Absetzen
34
04.02.2015
Gelblicher dünnflüssiger Durchfall
in der zweiten Lebenswoche ist
typisch für Kokzidien-Infektionen.
Der Erregernachweis ist oft
schwierig.
Video Kokzidiose Schwein
35
04.02.2015
Ablauf des Infektionsgeschehens bei der Ferkelkozidiose
Ferkel infizieren sich
praktisch mit der
Geburt mit den auf
dem Buchtenboden
haftenden Oozysten.
36
04.02.2015
Liste der nach Untersuchungen der DVG gegen Kokzidien wirksamen
Desinfektionsmittel zum Einsatz in der Tierhaltung
*Lt. EU-Richtlinie ist Lomasept L 20 nicht mehr für den Einsatz erlaubt.
Probenentnahme muss zum richtigen Zeitpunkt stattfinden!
37
04.02.2015
Die beste
Vorbeuge
gegen
Kokzidien ist
eine gründliche
Reinigung und
Desinfektion
der Buchten mit
einem gegen
die Oozysten
wirksamen
Mittel:
- Kresole
-Phenylverbindungen
-Schwefelkohlenstoff
-Chloroform
Desinfektion hält Kokzidien in Grenzen
38
04.02.2015
PCV2 oder (Ileiti ) ?
Virusübertragung durch die Luft
39
04.02.2015
Parvovirusinfektion
S ….tillbirth
M….umification
E….mbryonic
D….eath
I….nfertility
Schema zur Verdeutlichung der klinischen
Auswirkungen nach PPV-Infektion in Abhängigkeit
vom Infektionszeitpunkt
40
04.02.2015
Antikörpervorkommen im Bestand
Vakzinierungsvariante
Niedrig
(<40% d.Sauen
seropositiv)
Mittel
(40-80% d.Sauen
seropositiv)
Hoch
(>80% d. Sauen
seropositiv)
Alle Sauen
199 ± 6
195 ± 3
188 ± 5
Nur Jungsauen
352 ± 90
317 ± 51
181 ± 78
keine
390 ± 111
347 ± 63
179 ± 96
Kosten für serologische Untersuchungen nicht einbezogen (150 $)
Abb.: Zu erwartende Impfkosten und zu erwartende Verluste durch PPV-Infektion für verschiedene
Vakzinierungsvarianten (in U.S. $)(nach GARDNER, I.A. et al. (1996), JAVMA, 208, S. 863-869)
Berechnungsgrundlagen für Abb.: Bestand: 300 Sauen
Kosten fuer serologische Untersuchung
je Tier: 5 $
Impfkosten je Dosis: 0.30 $
Impfsicherheit: 95%
Gewinn je Ferkel: 10.85 $
Vergleich von Immunisierungsmöglichkeiten
natürliche Durchseuchung durch
Kontakt zu Altsauen oder
Methode
Immunprophylaxe
Verfütterung von Feten
Hohe Antikörpertiter mit
langer Persistenz
Blinde Durchseuchung,
schlecht kontrollierbar
(Welche Sau scheidet
gerade Virus aus? Wie
hoch ist die
Antigenaufnahme bei der
Verfütterung des infizierten
Materials?
Vorteil
Nachteil
Gleichmäßig ausgebildete
Bestandsimmunität über
einen Mindestzeitraum
Niedrigere Antikörpertiter
mit kürzerer Persistenz
(Wiederholungsimpfung
des gesamten Bestandes
notwendig!)
41
04.02.2015
Grundsätze der Immunprophylaxe
•
Zweimalige Applikation zur Grundimmunisierung zum
Ausschalten der maternalen Antikörper
•
Wiederholungsimpfung im gesamte Bestand um Gleichmäßig
hohe Immunität im Bestand zu erhalten
1.
Impfung
180. LT
3 Woche Später
2.
Impfung
201. LT
Auswirkungen von Noxen, die auf den Sauenbestand
einwirken
42
04.02.2015
P…orcine
R…eproductive and
R…espiratory
S…yndrom
Seuchenhafter Spätabort
In NL: „Abortus blue“
Erreger mit Sperma übertragbar!!!
PRRS
•
•
•
•
•
Fruchtbarkeitsstörungen
Keine staatliche Bekämpfung
für Mensch nicht gefährlich
Antibiotika sind unwirksam
Impfung mit Lebendvakzine (nur zugelassen für Mastschweine 3. –
18. Woche)
• JS: Impfung nach Aufstallung
• AS: Impfung nach Abferkelung
• Tragende Sauen und Eber dürfen nicht geimpft werden! Nach
PRRS-Impfung und Wiederbelegung müssen 4 Wochen vergehen.
43
04.02.2015
Häufig ist PRRS Wegbereiter für Sekundärinfektionen, z.B. Streptokokken
typische Symptome: schiefe Kopfhaltung, unkoordinierter Gang
Bindehautentzündung
bei PRRS
44
04.02.2015
Klinische Unterschiede PPV/PRRS
(Latent verseuchte Bestände)
Tierkat.
Sauen/
Jungtiere
PPV
PPRS
Keine klin.
Auswirkungen/Virusauscheidung
Eber
Fieber, Gefäßschädigung,
dto
Spermadefekte
Keine klein. Auswirkungen
Atemwegserkrankungen,
Kümmern
Anstieg der sek. Infektionen
Trag.Sauen:
vor Implant
Regelmäßige Umrauschen
nach Implant
Unregelmäß. Umrauschen
Persist. Gelbkörper
nach
Skletettbildung
Nach
Immunkompetenz
Nur experimentelle
Ergebnisse bekannt
Virusvermehrung im Ovar und
Eileiter
Mumifikation
selten
Antikörperbildung, Retardierung
der Früchte oder gesunde Tiere
selten Antikörperbildung,
Infektion meist tödlich
Nabelschnurdefekte
Checkliste bei
Atemwegserkrankungen
45
04.02.2015
Diagnostische Verfahren PARVO/PRRS
Serologische Verfahren
Sauen
Feten/Abortmat., Fekel ohne Kolostrum
Parvoinfektion
HAH
eingeschränkte Aussage zur
Bestandssituation
Sauen mit Titern<640 gelten als
ungeschützt hohe, wenig schwankende
Titer epimemiologisch günstig keine
Bewertung ohne klinische Einschätzung
Titer bei immunkompetenten Ferkeln
sprechen für eine Infektion
PRRS
IPMA (Titerangabe) ELISA
Titer>1280 sprechen für akute PRRS
Infektion Serumprofil für Jungsauen
erstellen, um bestansspez.
Infektionszeitraum zu erkennen
Selten positive Befunde, da Infektion
tödlich
Virologische Verfahren
Parvo
Anzüchtung
IFT
IEM
PRRS
Anzüchtung
IFT
PCR
Sauen
Feten/Abortmat.Ferkel (tot,
lebensschwach)
Nicht erfolgversprechend
Positiv Ergebnis beweisend Mumien mit
hoher Nachweisrate
Vollblut von fiebernden Tieren
Sehr aufwendig Organmat z.B. Lunge
teuer, aber gute Aussage
Vollblut von fiebernden Tieren
So beeinflussen Management und PRRS-Impfung das Verlustgeschehen*
Management
(% der Betriebe)
PRRSV-Impfung Sauen und Ferkel (% der
Betriebe)
Tierverluste
Ferkelerzeuger (N=20)
Gut (N=8)
Niedrig < 14,5 %
Mittel
16,5%
Hoch
>20%
22
60
18
Schlecht (N=12)
6
21
73
Ja (N=4)
46
50
4
Nein (N=6)
9
21
70
Systemferkel-Aufzuchtbetriebe (N=4)
Gut (N=1)
Niedrig <13%
Mittel 14%
Hoch >16%
22
34
44
Schlecht (N=3)
9
11
80
Ja (N=3)
42
44
14
Nein (N=1)
4
15
81
Mäster (N=8)
Gut (N=6)
Niedrig <2,5%
Mittel
3%
Hoch >3,5%
15
46
39
Schlecht (N=2)
4
15
80
Ja (N=4)
28
66
6
Nein (N=4)
3
20
77
46
04.02.2015
Eisenreserven beim Ferkel
40%
40%
20%
Fe-Aufnahme
Fe-Reserve
Fe-Defizit
Orale Aufnahme von Eisen
Fe
enterale
Resorption
Apoferritin
Ferritin
Transferrin
enterale
Resorption
Funktions-Eisen
Depot-Eisen
Ferritin
Fe-Enzyme
Cytochrome
Erythropoese
Hämosiderin
Erythrozyten
Hämoglobin
MILZ-RES
Abb.: Komponenten des Eisenstoffwechsels
47
04.02.2015
Schematische
Darstellung der
Eisenabsorption
Ursoferran 200
Die Regulation der Eisenaufnahme wird von
folgenden Punkten beeinflusst:
•
Verfügbarkeit des Apotransferrins:
Das ist das Protein, welches Eisen im Blut bindet und hauptsächlich vom Darm zur
Leber transportiert.
•
Die Verfügbarkeit der Eisenreserve (Ferritin, Hämosiderin):
Dies sind Speicherproteine, die Eisen in Leber und Milz als Reserve einlagern. Sind
die Speicher gefüllt, wird weniger aus dem Darm aufgenommen.
•
Zustand der Magen-Darm-Schleimhaut:
Ist die Magen-Darm-Schleimhaut durch Entzündungen (z.B. Durchfallgeschehen)
geschädigt, können kaum noch aktive Absorptionsvorgänge ablaufen.
•
Vorhandensein von Kupfer, Folsäure und Vitamin B12:
Diese Stoffe werden zur Bindung des Eisens im Blut sowie zur Blutzellbildung
benötigt. Sie sind somit indirekt am Eisenspiegel des Blutes beteiligt.
48
04.02.2015
Impfmaßnahmen im JSVermehrungsbetrieb
Um die Immunitätsausbildung bei den Jungsauen nicht zu
gefährden, sollte die Parvoviroseimpfung nicht vor dem 180. LT
durchgeführt werden.
Impfmaßnahmen im Empfängerbetrieb
Werden die Jungsauen vor dem 170. LT angeliefert, erfolgt die
Parvogrundimmunisierung im Empfängerbetrieb!
49
04.02.2015
Impfmaßnahmen
in der Sauenherde
In der
Bestandsimpfung
steht alle 4 bis 6
Wochen eine
Impfung an.
Immunprophylaxe
Klassische
Tierseuchen
Virulenz
Immunität
Faktorenkrankheiten
50
04.02.2015
Gesundheitsstatus der
eigenen Herde
Gesundheitsstatus der
Herkunftherde
Gesundheitscheck
Standardimpfprogramme gegen:
-Parvovirose
Gegebenenfalls zusätzlich
erforderliche Impfungen gegen:
- Rotlauf
- Rhinitis atrophicans
- APP
- Mykoplasmen (?)
- PRRs
- Influenza
- Salmonellen
- bestandsspezifische Erreger
Behandlung gegen Räude
Immunologische Maßnahmen bei der Eingliederung zugekaufter
Jungsauen in die Sauenherde
Angewandte prophylaktische Maßnahmen in den
untersuchten Anlagen
(Külewind und Mewes, 2001)
Angegebener Anwendungsumfang in % der Betriebe
Maßnahme
Sauen
Sauferkel
Läuferaufzucht
Mastschweine
%
%
%
%
23,1
25,0
4,2
15,4
4,2
66,7
46,2
0
46,2
8,3
23,1
0
15,4
50,0
38,5
45,8
Immunisierungen:
Rotlauf
79,2
Parvovirose
83,3
PRRS
25,0
Influenza
20,8
Mykoplasmen
4,2
-EP/R.a. (Pasteurellen/ Bordetellen
58,3
- A.pp.
4,2
E. Coli-Infektionen
83,3
Clostridien
58,3
Parasitenprophylaxe
87,5
Einstallungsprophylaxe
8,3
51
04.02.2015
Antibiogramm
Diagnose
eindeutiger
Rückschluss
Stichprobe
gezielte Therapie mit
schmalem Spektrum
Nur bei bakteriellen
Infektionen
Schwerer Verlauf
Rückschluss auf
Erreger
In der Regel
In jedem Fall
Breitspektrum Antibiotika was erfahrungsgemäß
in diesen Fällen wirksam ist
Kastration der Ferkel
Operative Entfernung der Hoden des männlichen
Schweines. Sie dient der Sicherung der
Genusstauglichkeit des Fleisches und ist eine der
wichtigsten zootechnischen Maßnahmen im
Ferkelerzeugerbetrieb.
Die Kastration der Ferkel ist bis zum 7. Tag ohne
Betäubung erlaubt (Frühkastration).
52
04.02.2015
Hochheben des männlichen Ferkels an den Vorderbeinen und
Überprüfung auf einen Bruch
Fixation des Ferkels mit
der linken Hand. Der
Mittelfinger liegt im
Bereich des Übergangs
Rückenwirbel –
Lendenwirbel; der Kopf
nach untern (bodenwärts)
53
04.02.2015
Linke Hinterbein muss unter dem linken Daumen liegen.
Mit dem linken Daumen die Hoden leicht nach kranial mit leichtem Zug
verlagern (kopfwärts)
54
04.02.2015
Reinigung und Desinfektion des Op-gebietes (Jodersatz,
Wattebausch)
Erfassen des Skalpels mit der rechten Hand (aus Desinfektionslösung)
55
04.02.2015
Das nach untern
gespannte Skrotum
durch jeweils einen
nach in Richtung
kaudal geführten
„Ritzschnitt“ mit der
rückseitigen
Klingenspitze
durchtrennen (keinen
„Querschnitt“ für beide
Hoden). Bei der
unbedeckten
Kastration tritt der
Hoden und der
Nebenhoden aufgrund
des vorhandenen
Daumendruckes aus
dem eröffneten
Scheidenhautsack vor.
Erfassen der vorgelagerten Teile mit dem Daumen der rechten Hand
und der Klinge des Skalpels
56
04.02.2015
Abtrennen des Samenstranges und der Gefäße mit der Klinge über dem
Daumen der rechten Hand
Erfassen des Ferkels am Hinterbein und lokale Antibiose durch
Auftragen eines Wundpuders/-Sprays
57
04.02.2015
Normale Entwicklung:
Die Hoden gelangen kurz vor der Geburt
durch den Leistenring und den Hodenkanal
in den Hodensack
Hodenbruch:
Der Leistenring und der Hodenkanal sind zu
weit, Darmschlingen können in den
Hodensack dringen
Binneber:
Ist der Leistenkanal zu eng oder der
Samenstrang zu kurz, kann ein Hoden (selten
zwei) nicht in den Hodensack austreten.
Auflagen und Bestimmungen zur Schweinehaltungsverordnung
“Tierschutz”/EG-Richtlinie 91/630 “Mindestanforderungen für den Schutz
von Schweinen
•
Verbot des routinemäßigen Stutzens der Schwänze und des Abkneifens der
Zähne
•
Verbot des Kastrierens von Ferkeln ohne Betäubung im Alter über 4 Wochen
•
Anbindeverbot für Sauen (ab 1996 in Neubauten)
•
Mindestgröße einer Eberbucht von 6 qm
•
Spaltenweite und Balkenbreite bei Betonspaltenböden
•
Verbot der Neueinrichtung vollperforierter Böden für Zuchtschwein
•
„Freilauf“-Gebot für insgesamt 4 Wochen für Sauen nach dem Absetzen der
Ferkel
•
Gebot des täglichen „Freilaufs“ für Sauen bei Kastenstandhaltung
•
Mindesttemperatur für Saugferkel
•
Zweimalige Tierkontrolle täglich
•
Strafbestimmungen
58
04.02.2015
Narkosewagen für
Ferkelkastration
Kolostrometer
59
04.02.2015
60
04.02.2015
61
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62
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