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Grundlagenanalyse zur AusBildung bis 18

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Institute for Advanced Studies
Institut für Höhere Studien
Grundlagenanalyse zur AusBildung bis 18
Größe, Struktur und Ursprung der Zielgruppe
Mario Steiner
Institut für Höhere Studien
Institute for Advanced Studies
Institut für Höhere Studien
Themenstellungen
1) Warum ist „AusBildung bis 18“ wichtig?
2) Wie viele sind von „AusBildung bis 18“ betroffen?
3) Wo und wann wird abgebrochen?
4) Wer sind die AbbrecherInnen?
5) Worin liegen die Ursachen für den Abbruch?
6) Was kostet der Abbruch?
7) Was wird dagegen getan?
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1) Warum ist „AusBildung bis 18“ wichtig?
 19,5% PISA-RiskoschülerInnen (2012)
 13% Frühe AbbrecherInnen
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 Arbeitsmarktrisiken früher AbbrecherInnen
 Arbeitslosigkeits-Risiko: doppelt
 Hilfsarbeit: vierfach
 Inaktivität: siebenfach
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2) Wie viele sind von „AB-18“ betroffen?
AB-18-Zielgruppengröße nach Bundesländern
(Quelle: Statistik Austria, AMS, SMS, BMUKK / Berechnungen: IHS)
5.000
14,0%
4.500
12,0%
4.000
10,0%
3.500
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3.000
8,0%
2.500
6,0%
2.000
1.500
4,0%
1.000
2,0%
500
0
0,0%
Anzahl 15-17J
Anteil 15-17J.
Ö-gesamt:
•15.919
unter 1517Jährigen
bzw.
•5.306 pro
Jahrgang
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2) Wie viele sind von „AB-18“ betroffen?
aufsuchend,
aktivierend,
niederschwellig
Orientierung
und
Unterstützung
Coaching
Duale
Qualifikation &
Remuneration
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3) Wo und wann wird abgebrochen?
Zeitpunkt/Quelle des Abbruchs der
Bildungslaufbahn in Schulausbildungen
innerhalb der BMS
25,0%
(Quelle: Schulstatistik 2012/13)
25%
20,0%
20%
15,0%
15%
10,0%
10%
5,0%
0,0%
5%
0%
nach PS
aus BHS
aus AHS
aus BMS-gesamt
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3) Wo und wann wird abgebrochen?
Anteil früher AusbildungsabbrecherInnen
aus betrieblicher Lehre
(Quelle: WKÖ - QML, Berechnungen: IHS)
14%
12%
Institut für Höhere Studien
10%
8%
6%
4%
2%
0%
Anteil AbbrecherInnen
Anteil ohne (erfolgreiche) LAP
Anmerkungen:
 Definitionen
o Abgebrochen und
binnen 12
Monaten keine
neue Lehre
begonnen oder
o abgeschlossen
aber binnen 12
Monaten keine
positive LAP
abgelegt.
 Erstmalig Verlaufsdaten für die Lehre.
 Wechsel ins Vollzeitschulsystem kann
nicht nachvollzogen
werden.
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4) Wer sind die AbbrecherInnen?
Soziale Ungleichverteilung des Risikos von frühem Bildungsabbruch
(Quelle: Statistik Austria – LFS 2012; Berechnungen: Regression – IHS)
Eltern
beschäftigt
Eltern arbeitslos
ohne Migrationshintergrund
geboren in
Drittstaat
Eltern hohe
Bildung
Eltern niedrige
Bildung
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5) Was sind die Ursachen für Abbruch?
Angst vor Noten,
LehrerInnen, MitschülerInnen
Selektionserfahrungen
Selbstvertrauen
untergraben
Schulverweigerung
Vorzeitiger
Bildungsabbruch
Orientierungslosigkeit
Demotivation
Leistungsdefizite
Mangelnde Berufsinformation &
Potentialkenntnis
Erwartete Chancenlosigkeit
am Arbeitsmarkt/Lehre
Finanzieller & kultureller
Ressourcenmangel
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6) Was kostet der Abbruch?
 Sehr stark definitions-/methodenabhängig
 US-Amerikanische Schätzungen
 ca. $ 450.000 / High-School-Dropout (gesamte Lebensspanne)
Institut für Höhere Studien
 Geringeres Steueraufkommen
 Erhöhte Transferleistungen
 Erhöhte Gesundheitskosten, etc.
 Fehlende Daten in EU/Österreich
 Erste vergleichende Schätzungen in Europa für NEETs
 AT: 3,1 Milliarden € p.A. (EUROFUND 2010)
 EU21: 101,3 Milliarden € p.A.
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6) Was kostet der Abbruch?
Conclusio:
 Interventionsmaßnahmen können gar nicht so
teuer sein, dass sie sich im Vergleich zu den
Kosten bei Inaktivität nicht rechnen würden!
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7a) Was wird getan – international?
NIEDERLANDE:
Präventionsansatz über
Systemsteuerung
IRLAND:
Interventionsansatz
FRANKREICH –
Kompensationsansatz
 Verträge zwischen Bildungsministerium und Regionen über
Reduktionsziele.
 RegionalmanagerInnen für Umsetzung & Erfolgskontrolle.
 ESL-Monitoringsystem bis runter auf die Schulebene.
 Identifikation und verstärkte Unterstützung von besonders
benachteiligten Schulen mit hohen Dropout-Quoten.
 Aktive Einbindung von Eltern.
 Namenslisten „herausgefallener“ Jugendlicher zur
gezielten Ansprache.
 Flächendeckend regional koordiniertes Angebot zur
Kompensation von Versäumtem (z.B. Microlycées).
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7b) Was wird getan – Österreich?
 Traditionell kompensatorischer Ansatz:
 Problemursache liegen in individuellen Defiziten, die kompensiert
werden müssen, wofür Nachschulungen das probateste Mittel
darstellen.
Institut für Höhere Studien
 Viele verschiedene, parallele und kaum koordinierte
Kompensationsmaßnahmen
 Relevante Veränderungen:
 Jugendcoaching: Großdimensionierte Maßnahme im Interventionsbereich (vor dem Abbruch!).
 Entwicklung einer LLL & ESL-Strategie:
 Ambitionierte Zielsetzung von 6% frühen AbbrecherInnen bis 2020
 Bewusstseinsarbeit
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7c) Conclusio zur „AusBildung bis 18“
 Bisherige Anstrengungen müssen verstärkt werden
 …denn rein quantitativ fehlt ein Angebot in Relation zur
Größe der Zielgruppe.
 …denn inhaltlich decken sie hauptsächlich den Kompensationsbereich ab, dringen langsam in den Interventionsbereich vor, aber lassen den Präventionsbereich weitgehend
unberücksichtigt.
 „AusBildung bis 18“ bietet eine Chance
 …auf stärker strategisches Vorgehen,
 …kooperative Zusammenarbeit und Abstimmung der
Maßnahmen aller relevanten Akteure,
 …Berücksichtigung des Präventionsbereichs durch
Systemreform/-steuerung und Governance-Maßnahmen.
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für Ihre Aufmerksamkeit!
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