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Editorial

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Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
Volker Geyer,
Bundesvorsitzender
bei der Deutschen Post AG befinden wir uns vor der
schwierigsten Tarifrunde seit 20 Jahren. Die Zeichen
stehen auf Sturm. Der Arbeitgeber fordert seit Monaten öffentlich, dass die Gewerkschaften mit ihm
über ein neues Entgeltsystem verhandeln sollen.
Dabei will er schlechtere Einkommensbedingungen
für neu eingestellte Mitarbeiter durchsetzen. Darüber hinaus fordert er, dass der Besitzstand zukünftig nicht mehr an Entgelterhöhungen gekoppelt ist,
sondern von Jahr zu Jahr abgeschmolzen wird, bis
er ganz aufgezehrt ist.
Bevor überhaupt die Tarifverhandlungen begonnen haben, der bestehende Entgelt­
tarifvertrag läuft Ende Mai aus und andere Tarifverträge wie zum Beispiel zum
­Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen oder zum Schutz vor weiterer Fremdvergabe enden erst zum Jahresende 2015, hat der Vorstand der Deutschen
Post AG bereits Fakten geschaffen.
So gründete er Ende vergangenen Jahres 49 regionale Gesellschaften unter dem
­Namen DHL Delivery GmbH. Das einzige Ziel dieser neuen GmbHs ist es, die Haustarifverträge zu unterlaufen. Denn in den GmbHs wird nur noch der jeweils regional
geltende Tarifvertrag des Speditions- und Logistikgewerbes angewandt. Im Klartext
heißt das für die Kolleginnen und Kollegen, die dort eingestellt werden: weniger Lohn,
weniger Urlaub und weniger Schutz.
Ab Februar werden Neueinstellungen in der Paketzustellung nur noch über die jeweilige GmbH erfolgen. Bis zum Ende des Jahres sollen bereits 5 000 Arbeitnehmer in den
neuen GmbHs arbeiten.
Alle diese skandalösen und schäbigen Maßnahmen begründet der Arbeitgeber mit
der aus seiner Sicht schlechten wirtschaftlichen Situation des Unternehmens und
dem angeblich zu hohen Lohnkostenabstand zu den Wettbewerbern. Wer in den
­Geschäftsbericht der Post schaut, kann diese Begründung nur kopfschüttelnd zur
Kenntnis nehmen. Das Unternehmen macht seit Jahrzehnten nur Gewinn. Allein im
Geschäftsjahr 2013 waren es fast drei Milliarden Euro. Das Argument mit den im
­Vergleich zur Konkurrenz angeblich zu hohen Löhnen zählt ebenfalls nicht. So zahlt
UPS seinen Paketzustellern beispielsweise 17,76 Euro als Endlohn. Auch vor diesem
Hintergrund und angesichts der Tatsache, dass bei der Deutschen Post produktiver
als bei anderen Unternehmen der Branche gearbeitet wird, läuft die Begründung des
Arbeitgebers für die Lohndrückerei im eigenen Unternehmen ins Leere.
Eines steht jedoch fest: Wir werden uns gegen eine Absenkung des Lohnes und der
Besitzstände wehren, notfalls mit tagelangen Streiks. Der Arbeitgeber muss offenbar
spüren, dass sich die Beschäftigten nicht alles gefallen lassen. „Wehret den Anfängen“ lautet das Gebot der Stunde!
Ihr Volker Geyer
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Herausgeber: Kommunikationsgewerkschaft (DPVKOM), Schaumburg-Lippe-Str. 5, 53113 Bonn. Telefon: 0228.91140-0, Telefax: 0228.91140-98.
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Zellstoff.
ISSN 1438-0633
Post
Deutsche Post
verschärft Konfrontationskurs – Streiks
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24
Intern
26–34
<< dbb
fokus
Gesellschaft im Wertewandel –
Gewalt gegen Staatsdiener Beteiligungsrechte verbessern spezial
Geglaubt ist nicht gewusst Unterschiedliche Anerkennung
bei Rente und Pension 35
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> DPVKOM Magazin | Januar/Februar 2015
3
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