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Ausgabe vom 03.02.2015

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Dienstag, 3. Februar 2015
AZ 8355 Aadorf
Nr. 14 / 42. Jahrgang
/
Amtliches Publikationsorgan für die Gemeinden Elgg, Hagenbuch und Hofstetten – Lokalzeitung für die Gemeinde Aadorf
Redaktion: 052 511 27 27 / 29, Fax 052 511 27 28, Mail: redaktion@elgger-zeitung.ch – Inserate 052 511 27 19, Mail: verkauf@elgger-zeitung.ch oder Verlag 052 511 27 25, Fax 052 366 12 84, Mail: info@elgger-zeitung.ch
HEUTE AKTUELL
Vielfältigkeit
GUNTERSHAUSEN – Der Männerchor
Guntershausen hatte spannende Haupttraktanden an der GV. SEITE 2
Abschied
Führungswechsel
Impressionen
Idylle
AADORF – 30 Jahre hat Karl Peter hinter der Fleischtheke beim Coop Aadorf
verbracht. Noch in diesem Jahr gibt er
seinen Abschied als Chefmetzger.
ELGG – Im Mittelpunkt der 122. Generalversammlung des Turnvereins Elgg
standen die Wahlen, das Jahresprogramm und die zahlreichen Ehrungen.
HUGGENBERG – Auf dem «Bödeli»
waren die Bedingungen während der vergangenen Woche sowohl für Skater wie
für Parallelgänger meist sehr gut.
AADORF – Der Hirte Fitze aus Teufen
harrte mit den ihm anvertrauten Wittenwiler Schafen in der Einsamkeit des
Tänikoner Feldes.
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Andrea Pazeller zum Gedenken
Würdigung seiner
Verdienste um die Elgger/
Aadorfer Zeitung.
Andrea Pazeller ist am Donnerstag, 29.
Januar im Spital Winterthur, an den Folgen einer schweren Gehirnblutung, unerwartet verstorben. Mit ihm gehört ein
grosser Teil der Geschichte der Elgger
Zeitung und der heutigen Elgger/Aadorfer Zeitung der Vergangenheit an.
Andrea Pazeller siedelte im Jahre 1972
mit seiner Familie von Herisau nach Elgg
über, wo er die verwaiste Stelle der Zivilgemeindeverwaltung übernahm. Dieses
Amt übte er bis im Januar 1980 aus. In
dieser Zeit knüpfte er engere Beziehungen zu Verleger Willy Büchi, der seit 1974
die Elgger Zeitung als Nachfolgerin des
«Winterthurer Volksblattes» herausgab.
Die Lokalzeitung erschien als Kopfblatt
des Tössthalers, welcher in der Buchdruckerei Turbenthal herausgegeben wurde.
Willy Büchi war gegen Ende der 1970erJahre auf der Suche nach einer geeigneten Nachfolge für «seine» Elgger
Zeitung, um deren Fortbestand für die
Bevölkerung und die Gemeinden Elgg,
Elsau, Hofstetten, Hagenbuch und Bertschikon als offizielles Publikationsorgan
zu sichern.
Nach verschiedenen Verhandlungen
einigte man sich darauf, eine Aktiengesellschaft zu gründen, deren Aktienmehrheit in Elgg verbleiben sollte. Auf
den 1. Januar 1981 wurde die Elgger Zeitungs AG aus der Taufe gehoben. Als
Verwaltungsratspräsident amtete Ulrich
Aeschlimann, während Andrea Pazeller
die Geschäftsleitung innehatte. Als dritte im Bunde gehörte die Buchdruckerei Turbenthal dazu, die für den Druck
der Partnerzeitung zum Tössthaler verantwortlich war. Von Beginn an setzte
sich Andrea Pazeller mit vollem Engagement für die Elgger Zeitung ein. Zu
diesem Einsatz gehörten auch während
Jahren das Entwickeln und Belichten
der Schwarz-weiss-Bilder in der häuslich
eingerichteten Dunkelkammer sowie die
unzähligen Autofahrten mit Druckunterlagen nach Turbenthal.
Als gebürtiger Engadiner konnte und
wollte er seine Herkunft nie verleugnen.
Oft eckte er bei Behörden und Geschäftspartnern mit seinem Vorgehen an, doch
war er nie nachtragend und sein Einsatz
für «seine» Zeitung unbestritten.
Zwangsläufig hielt auch bei der Elgger
nun möglich, sowohl Inserat- wie Textseiten farbig zu gestalten.
Nachdem die Elgger Zeitung in der Gemeinde Aadorf recht gut Fuss gefasst
hatte, entschloss sich Verleger Andrea
Pazeller, den Namen zu wechseln. Der
Wettbewerb unter der Leserschaft nach
einem neuen Namen brachte nicht den
gewünschten Erfolg, und so wurde der
Doppelnamen Elgger/Aadorfer Zeitung
gewählt. Unter diesem Titel wird das Lokalblatt seit dem 1. Januar 2012 geführt.
Grosses kulturelles Engagement
Nebst seinem Engagement als Verleger
und Geschäftsführer hat Andrea Pazeller
seit der Gründung der Elgger Zeitung AG
sich auch immer wieder in deren Namen
im kulturellen Bereich stark engagiert.
Gerne erinnern sich die ehemaligen Teilnehmenden an seine mustergültig organisierten Wanderwochen in der Schweiz,
im nahen Ausland, so auch in der Elgger
Partnergemeinde Wenigzell in der Oststeiermark. Unvergessen bleiben aber
auch seine Einsätze in der Gemeinde,
sei dies mit den Konzerten mit bekannten Chören aus dem In- und Ausland im
Werkgebäude oder der vielfachen Unterstützung der Dorfvereine für ihre Anlässe durch grosszügiges Sponsoring oder
Rabatte auf den Inseraten.
Gesundheitliche Probleme zwangen
Andrea Pazeller in den letzten Monaten
etwas kürzer zu treten, was aber seinem
Einsatz für «seine» Zeitung keinen Abbruch tat. Mit Herzblut und grossem
persönlichem Engagement setzte er sich
für die Erhaltung der Lokalzeitung ein,
obwohl der Medienmarkt immer härter
wurde.
Zeitung die Modernisierung Einzug, und
so erfolgten Text- und Bildbearbeitung
elektronisch, was jedoch beachtliche Mittel erforderte. Doch alle Hürden konnten
erfolgreich gemeistert werden.
Ende Juni 2002 erfolgte ein weiterer
wichtiger Schritt, indem man vom vierauf das fünfspaltige Layout umstellte.
In der Folge rief der rauer gewordene
Medienwettbewerb nach einer Neuausrichtung. Am 17. Juli 2007 wagte Andrea Pazeller mit der Elgger Zeitung den
Schritt über die Kantonsgrenze hinweg
nach Aadorf. Am 1. Januar 2009 wurde
die Elgger Zeitung offizielles Publikati-
onsorgan der Gemeinde Aadorf. Auf dieses Datum hin trennte sich die «Elgger
Zeitung» auch vom langjährigen Partner,
der Buchdruckerei Turbenthal, und Andrea Pazeller, der in der Zwischenzeit auch
das Verwaltungsratspräsidium übernommen hatte, fand in der Firma E. Kalberer
AG in Bazenheid einen neuen Druckpartner. Die Elgger Zeitung erscheint
seither weiterhin dreimal in der Woche
für die Gemeinden Aadorf, Elgg, Elsau,
Hagenbuch, Hofstetten, und bis zur Fusion von Bertschikon mit Wiesendangen
am 1. Januar 2014, auch für Bertschikon.
Mit dem Wechsel der Druckerei war es
Beim letzten Zusammentreffen von Verlag und Redaktion mit den ständigen
freien Mitarbeitern vor zwei Wochen
kündigte er an, dass er die Führung des
Verlags zu seiner Entlastung neu ausrichten wolle. Durch sein plötzliches Ableben hat dieser Wunsch nun eine nicht
erwartete schnelle Aktualität erreicht.
Andrea Pazeller wird uns allen als eine
besondere, grosszügige, aber oft auch eigenwillige Person in Erinnerung bleiben.
Er ruhe in Frieden.
FÜR DAS REDAKTIONSTEAM: RENÉ LUTZ
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