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Faktenpapier_Infraschall (PDF 97KB)

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 Faktencheck Windenergie und Infraschall Hintergrund und Motivation: Für das Land Hessen ist der weitere Ausbau der Erneuerbaren Energien und damit auch der Ausbau der Windenergie ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz und zur Umset‐
zung der Energiewende. Die Nennung potenzieller Windenergiestandorte im Rahmen der Erstellung der Teilregionalpläne Energie führte zu öffentlichen Diskussionen in den betroffenen Kommunen. Bürgerinnen und Bürger haben eine Reihe von Fragen, u.a. ob der von Windenergieanlagen erzeugte Infraschall eine Gefahr für ihre Gesundheit darstellt. Gegner und Befürworter der Windenergie zitie‐
ren in den Diskussionen zahlreiche, sich widersprechende Studien und Veröffentlichungen über mög‐
liche durch Infraschall bedingte gesundheitliche Auswirkungen. Das Bürgerforum Energieland Hessen nimmt daher den aktuellen Informationsbedarf in der Öffentlichkeit zum Anlass, einen landesweiten Faktencheck zum Thema Infraschall durchzuführen. In einem Experten‐Hearing am 16. Dezember 2014 in Wiesbaden beantworteten führende deutsche Expertinnen und Experten zahlreiche Fragen zum Thema Infraschall. Das Hearing befasste sich mit den technischen und akustischen Grundlagen von Infraschall, der Messtechnik und den Messergeb‐
nissen, der gesundheitlichen Relevanz von Infraschall, den einschlägigen Gesetzen, Verordnungen sowie der Genehmigungspraxis. Die Ergebnisse des Hearings bilden die Grundlage für ein derzeit in Arbeit befindliches Faktenpapier, das den aktuellen Stand des Wissens zum Thema Windenergie und Infraschall zusammenfassend und prägnant darstellen wird. Was ist Infraschall? Infraschall ist Schall unterhalb des menschlichen Hörbereichs mit einer Frequenz zwischen 1 und 20 Hz. Es handelt sich somit um extrem tiefe Töne, die das menschliche Ohr nicht hören kann. In der Natur wird Infraschall durch schwere, bewegte Massen wie Luft und Wasser, Tur‐
bulenzen oder Resonanzphänomene erzeugt. Natürliche Quellen sind Föhnwinde, Gewitter, die Küs‐
tenbrandung, Erdbeben oder Vulkanausbrüche. Der Mensch hat zusätzlich zahlreiche technische Infraschallquellen in seiner Umwelt geschaffen wie z.B. Klima‐ und Lüftungsanlagen, Baumaschinen, Umspannwerke, Kraftfahrzeuge, Schiffe, Bahnen, Kompressoren, Pumpen, Lautsprechersysteme und Anlagen zur Energieerzeugung. Windenergieanlagen stellen somit eine von vielen Quellen für Infra‐
schall dar. Rechtslage: Aufgrund der bestehenden Gesetze und Richtlinien hat Infraschall bisher bei Gerichtsver‐
fahren zur Genehmigungen von Anlagen keine Rolle gespielt. Sobald der Betreiber die gesetzlichen Vorgaben einhält, müssen die Anlagen genehmigt werden. Bei der Festlegung der entsprechenden Grenzwerte hat der Gesetzgeber auch Fragen zur Gesundheitsvorsorge berücksichtigt und bisher bezüglich Infraschall keine Anhaltspunkte gesehen, die geltenden Grenzwerte zu verändern. Auswirkungen: Unbestritten ist derzeit, dass Infraschall, sobald er bestimmte Schallpegel überschrei‐
tet, gesundheitliche Effekte beim Menschen verursacht. Ob diese Pegel auch beim Betrieb von Wind‐
energieanlagen erreicht werden, ob auch niedrigere Pegel gesundheitliche Auswirkungen haben können und ob es überhaupt belegbare gesundheitliche Effekte durch Infraschall von Windenergie‐
anlagen beim Menschen gibt, war Gegenstand des Faktenchecks Infraschall. Dessen Ergebnisse wer‐
den derzeit mit den Expertinnen und Experten final ausgearbeitet und voraussichtlich im Februar 2015 auf www.energieland.hessen.de/faktencheck_infraschall veröffentlicht. 1 
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