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Deutsche und türkische Stereotype im Vergleich

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Deutsch-Türkisches Jahr der Forschung,
Bildung und Innovation 2014
Ideenwettbewerb
Titel
Deutsche und türkische Stereotype im Vergleich
Deutsche Partner
Prof. Dr. Dr. h.c. Rupprecht S. Baur
(Universität Duisburg-Essen)
Prof. Dr. Hacı Halil Uslucan
(Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung)
Türkische Partner
Dr. habil. Leyla Coşan
(Marmara-Üniversitesi Istanbul)
Prof. Dr. Süheyla Schroeder
(Bahçeşehir-Universität Berlin/Istanbul)
Projektadministrator
Stefan Ossenberg M.A.
(Universität Duisburg-Essen)
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Kurzbeschreibung:
In dem Forschungsprojekt "Deutsche und Türkische Stereotype im Vergleich" werden
erstmalig statistisch valide und aussagekräftige Aussagen zu „Völkerbildern“ erhoben, die im
deutsch-türkischen Kontext in beiden Ländern existieren und im interkulturellen und transkulturellen Kontakt eine Rolle spielen.
Das Projekt wird im Rahmen des deutsch-türkischen Wissenschaftsjahres vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.
In einer Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache der Universität Duisburg-Essen, dem Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung in Essen, der Marmara-Universität Istanbul und der Bahçeşehir-Universität
Berlin sowie weiteren türkischen Hochschulen werden zum einen die aktuell existierenden
Stereotype in Deutschland und in der Türkei erhoben und analysiert und zum anderen die
Stereotype im Rahmen der Sprach- und Literaturwissenschaften sowohl in zeitgenössischen
als auch in historischen Texten untersucht.
Bekanntlich gibt es zwischen Selbstbildern und Fremdbildern bei den Völkern enorme Widersprüche. Vor allem mit Blick auf Türken und deren Wahrnehmung in den westlichen Kulturen kann auf eine lange Geschichte der Konstruktion von verzerrten Bildern (zum Teil tradiert aus den Befreiungskriegen der Balkanvölker gegen die Osmanen sowie in Deutschland
in neuerer Zeit durch die Arbeitsmigration aus den ländlichen Gebieten der Türkei in die
deutschen Industriezentren) zurück gegriffen werden.
Man könnte annehmen, dass sich in Deutschland in den letzten fünfzig Jahren, also seit der
Zuwanderung der Türken zu Beginn der 60er Jahre nach Deutschland, die wechselseitige
Wahrnehmung durch alltägliche Kontakte normalisiert und zum Positiven verändert hat.
Doch, wie die Bilder „der Deutschen“ über „die Türken“ und die Bilder „der Türken“ über „die
Deutschen“ nach 50 Jahren vielfältiger Kontakte tatsächlich sind, bzw. welche Bilder voneinander bei welchen Bevölkerungsgruppen dominant sind, ist bisher nicht gründlich untersucht worden.
Basierend auf den ‚klassischen’ Arbeiten zu Stereotypen seit 1922 werden in dem Projekt
Erhebungen in Deutschland und der Türkei durchgeführt. Es werden mindestens 2000 Personen in jedem der beiden Länder befragt.
Erhoben werden dabei anhand einer 140 Merkmale umfassenden Merkmalliste, welche Eigenschaften die Deutschen den Türken zuschreiben und welche Eigenschaften Türken mit
Deutschen verbinden.
Erste Ergebnisse liegen bereits vor und werden auf einer Projekt-Tagung im Oktober 2015
vorgestellt und diskutiert.
Internetseite: https://side.uni-due.de
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