close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Berliner Morgenpost

EinbettenHerunterladen
*
Morgenpost
F R E I TA G , 6 . F E B R U A R 2 0 1 5
Redaktionsschluss: 0.05 Uhr | H | Nr. 36 / 6. W.
Preis 1,10 Euro
CITY-PRESS GBR/JAN-PHILIPP BURMANN
Berliner
Pal Dardai: Der Rekordspieler ist jetzt Herthas Trainer
Nach der Entlassung von Jos Luhukay soll der Ungar den Abstieg verhindern. Es ist der zehnte Trainer in der Ära Preetz. Seiten 2 und 21
morgenpost.de
Nachrichten rund um die Uhr
OLYMPIABEWERBUNG
Leserforum mit dem
Regierenden Bürgermeister
Am Dienstag, 10. Februar, veranstaltet
die Berliner Morgenpost ein Leserforum
zur Olympiabewerbung Berlins. Unter
dem Motto „Wollen wir die Spiele?“
diskutieren der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD), MorgenpostAutor Hajo Schumacher, Hockey-Legende Natascha Keller, die GrünenAbgeordnete Anja Schillhaneck, Landessportbund-Direktor Heiner Brandi und
Morgenpost-Sportchef Raik Hannemann. Die Veranstaltung beginnt um
19 Uhr in der Lounge der Max-Schmeling-Halle, Prenzlauer Berg. Diskutieren
Sie mit.
Seite 13
Und los geht’s! Am Donnerstag ist die Berlinale
gestartet – mit Schauspielerin Juliette Binoche und
ihrem Film „Nobody wants the Night“. Seiten 18–20
Edathys Anwalt:
Oppermann
hat es rumerzählt
BERLIN – Der Anwalt Sebastian Edathys
hat SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann schwer belastet. Edathy habe nach
und nach erfahren, dass Oppermann
mehrere Leute in die KinderpornografieErmittlungen gegen den damaligen SPDAbgeordneten eingeweiht habe, sagte
Christian Noll am Donnerstag im Edathy-Untersuchungsausschuss des Bundestags. So habe Oppermann auch seinen Büroleiter informiert. Edathy habe
daher die Befürchtung gehabt, dass sich
die Information nun noch weiterverbreite. „Es wussten schon wahnsinnig viele
Leute Bescheid“, berichtete der Anwalt.
Die SPD-Spitze wird dem EdathyAusschuss nach Angaben der GrünenObfrau Irene Mihalic ihre Kommunikationsdaten von und über Sebastian
Edathy in schriftlicher Form aushändigen. Es reiche aus, dies in Papierform
und einem engen Rahmen zu tun. „Es
wird nicht erwartet, dass Handys ausgelesen werden.“
Seite 2
Berlin und Athen
finden keinen
gemeinsamen Nenner
Masernwelle in Berlin –
117 Menschen im Krankenhaus
Zahl der Erkrankungen rapide angestiegen. Senat plant zentrale Impfstelle für Flüchtlinge
T VON LAURA RÉTHY
BERLIN – Die Zahl der Masernerkrankungen in Berlin steigt weiter. Bis
Mittwoch haben sich 291 Menschen
mit der meldepflichtigen Viruserkrankung angesteckt, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales
am Donnerstag mit. 117 von ihnen
mussten in einem Krankenhaus behandelt werden. Ende Januar lag die
Zahl der Erkrankten noch bei 254. Zum
Vergleich: Im gesamten letzten Jahr
waren 133 Menschen in Berlin neu an
Masern erkrankt.
„Letztlich können wir nur an Erwachsene ohne Impfschutz appellieren, sich impfen zu lassen“, sagte Constance Frey, Sprecherin der Senatsgesundheitsverwaltung. Auch niedergelassene Ärzte sollten auf das Thema
bei ihren Patienten ein besonderes
Augenmerk legen. Unter den Erkrankten, die befragt wurden, hätten knapp
90 Prozent keinen Impfschutz gehabt.
Der Ausbruch der hoch ansteckenden Krankheit in Berlin begann bereits
im Oktober 2014 unter Asylbewer-
wird zurzeit an einem Konzept zur
Einrichtung einer zentralen Impfstelle für Flüchtlinge gearbeitet. „Im Landesamt für Gesundheit und Soziales
hat sich dazu in Absprache mit den Bezirken eine Arbeitsgruppe gebildet“,
erklärte Sprecherin Frey.
bern. Mittlerweile sind 63 Prozent der
Erkrankten Berliner – es könnten aber
noch mehr sein. Nicht bei allen Patienten sind der Wohnort oder das
Herkunftsland erfasst.
Als ein Grund für den Krankheitsausbruch unter den Asylbewerbern
gilt, dass während des Balkankonflikts
in den 90er-Jahren nicht mehr regelmäßig geimpft werden konnte. Bislang
können sich Flüchtlinge, wie jeder
Berliner, impfen lassen, wenn sie es
möchten. Für die Umsetzung sind die
Bezirke zuständig. Wie die Senatsgesundheitsverwaltung weiter mitteilte,
Meldepflicht bei Erkrankung
Masern sind eine meldepflichtige Erkrankung. Ärzte oder Einrichtungen
wie Schulen und Kitas müssen auftretende Fälle dem zuständigen Gesundheitsamt mitteilen. Bis zum Ende der
Ansteckungsfähigkeit dürfen die Erkrankten die Einrichtungen nicht
mehr betreten. Bereits vor den Berliner Winterferien fiel an einzelnen
Schulen jedoch der Unterricht ganz
aus, weil Schüler oder Lehrer an Masern erkrankt waren. So zum Beispiel
an der Kladower Grundschule am Ritterfeld oder am Leibniz-Gymnasium
in Kreuzberg.
Die Winterferien enden am kommenden Montag. Der Vorsitzende des
Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte in Berlin, Klemens Senger,
„Letztlich können
wir nur an Erwachsene
ohne Impfschutz
appellieren, sich
impfen zu lassen“
Constance Frey,
Sprecherin der Senatsverwaltung
Gesundheit und Soziales
BERLIN – Deutschland und Griechen-
land kommen bei der Strategie zur Abwendung eines Staatsbankrotts des südosteuropäischen Euro-Lands noch nicht
voran. Bundesfinanzminister Wolfgang
Schäuble (CDU) sagte am Donnerstag
auf einer Pressekonferenz mit seinem
griechischen Kollegen Janis Varoufakis
in Berlin, sie stimmten darin überein,
dass sie nicht übereinstimmten. Eine
Abschreibung griechischer Schulden sei
derzeit kein Thema, erklärte Schäuble
weiter. Genau das will die neue griechische Regierung jedoch erreichen.
Schäuble bot erneut Hilfe an, Athen bei
der Stärkung seines Fiskus zu helfen.
Einige Schritte der linken Regierung gingen in die richtige Richtung, etwa die
Reichen zur Zahlung ihrer Steuerschulden zu veranlassen und die Korruption
zu bekämpfen. Andere Maßnahmen
gingen dagegen nicht in die richtige
Richtung, so Schäuble.
Seite 3
Rentner raus – Familien rein?
Gewerkschaft fordert Prämie fürs Ausziehen aus großen Wohnungen
BERLIN – Es ist kalt draußen, ab und
an schneit es, im Fernsehen tragen die
Fußballspieler Trikots mit langen Ärmeln, es kann also gar nicht Sommerloch sein. Das denkt man nämlich als
Erstes, wenn man morgens in der
„Bild“-Zeitung das hier liest: Ein Gewerkschafter fordert, dass alte Menschen aus ihren großen Wohnungen
ausziehen sollen – damit junge Familien dort einziehen können.
Robert Feiger, Chef der Gewerkschaft IG Bau, schlägt eine Umzugsprämie für Senioren vor, um sie zu ei-
INHALT
BELGIEN € 1,90 / DÄNEMARK DKK 14,50 / GRIECHENLAND
€ 1,90 / ITALIEN € 1,90 / ÖSTERREICH € 1,90 / POLEN
PLZ 8,00 / SCHWEIZ CHF 2,40 / SPANIEN € 1,90 /
SLOWAKEI € 1,90 / TÜRKEI TL 4,60 / UNGARN FT 570
Börse
Seite 6
Wissen
7
Berlin
9–13
Brandenburg
14
Kultur
18–19
Leute
20
Sport
21–22
Leserbriefe
23
Rätsel/Horoskop 23
TV-Programm 24
Und dafür gibt es gute Gründe. Eine
solches Umzugsprogramm wäre bürokratisch. Mit einer Prämie von
5000 Euro wäre es zudem nicht getan – eine neue Wohnung muss ja
nicht billiger sein, viele Senioren haben alte, günstige Mietverträge.
Und: Solche Vorschläge können
Senioren beleidigen, die gern in ihrem
Kiez wohnen bleiben wollen. Die Idee
von Feiger ist also sicher nicht dafür
geeignet, die Wohnungsnot in Großstädten zu lindern. Aber gut, dass wir
mal wieder drüber geredet haben. ak
nem Wechsel in kleinere Wohnungen
zu motivieren. „Viele Senioren sitzen
im Alter in ihren großen Wohnungen
fest, viele Familien müssen dagegen in
viel zu kleinen Wohnungen wohnen“,
sagte Feiger. „Diesen Missstand müssen wir beheben.“ Der Gewerkschafter
kann sich vorstellen, umzugswilligen
Senioren für Umzugshelfer, Maklerkosten und Renovierung der alten
Wohnung bis zu 5000 Euro staatliche
Prämie zu zahlen. Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) hält
nichts von der Idee.
BÖRSE Dax und Euro
WETTER Freundlich
KONTAKT
Der Dax stagniert bei
10905,41 Punkten.
Heute zeigt sich ab
und zu die Sonne,
aber es wird kalt:
Die Temperaturen
erreichen nur 1 Grad.
Seite 8
Anschrift: Kurfürstendamm 21-22, 10874 Berlin
E-Mail: redaktion@morgenpost.de
Redaktion: 030-25 91 736 36
Anzeigen: 030-58 58 88
Aboservice: 030-58 58 58
Der Euro sinkt um 0,31 Prozent auf 1,1410 US-Dollar.
+
forderte den Senat auf, nicht nur Kinder, sondern auch Jugendliche in Praxen einzuladen, um sie zu informieren
und impfen zu lassen. „Gerade diese
schwierig zu erreichende Gruppe
müssen wir ansprechen“, sagte der
Kinderarzt der Berliner Morgenpost.
Außerdem forderte er, dass auch Kinderärzte die Eltern impfen dürfen. Bislang lehnt die Kassenärztliche Vereinigung dies ab, weil die Impfung von Erwachsenen fachfremd sei, so Senger.
„Das ist mehr als ärgerlich, wenn wir
die Impflücke schließen sollen.“ Die
gibt es laut Robert-Koch-Institut vor
allem bei Männern und Frauen, die
nach 1970 geboren wurden.
Die Impfquoten von Berliner Schulkindern sind dagegen gut. 95 Prozent
von ihnen sind einmal geimpft, 91 Prozent zweimal. „Es ist zwar immer
noch Luft nach oben, aber die Quoten
sind schon sehr gut“, sagte Constance
Frey. Das Robert-Koch-Institut weist
jedoch darauf hin, dass eine Ausrottung der Krankheit nur bei einer Quote von 95 Prozent bei beiden Impfungen möglich sei.
Seite 7
DPA/TIM BRAKEMEIER
Das fängt ja schön an
LIEBE LESERINNEN UND LESER,
wegen der Berlinale erscheint die Berliner Morgenpost in den kommenden
Tagen mit einer veränderten Seitenstruktur. Das Wetter finden Sie heute
auf Seite 8, das Fernsehprogramm auf
der letzten Seite.
ANZEIGE
SUPER FRISCH.
SUPER PREIS.
NUR
FREITAG +
SAMSTAG
FRISCHE-
TYPISCH ALDI!
FRISCHEANGEBOTE
IM INNENTEIL
Kasupke sagt...
...wie es ist
Nu hat’s also den Luhukay erwischt.
Naja, Trainer rausschmeißen is ja imma
beliebt, wenn’s nich läuft. Aba wat ick
da am Mittwoch im Olympiastadion
mitanjesehn habe, war nur noch traurich. Ick gloobe, der Kader is eenfach zu
schlecht, die könn’ ja noch nich ma n’
Ball annehm. Und wenn ick da noch an
det Spiel jejen Hoffenheim denke, ohjeh! Aus der Jurkentruppe könnte
selbst Udo Lattek, Jott hab in seelich,
keen Siejateam machen. Ick wünsche
dem Dardai viel Jlück, er wird’s broochen. Aba wer weeß, villeicht jeschieht
ja noch det blau-weiße Fußball-Wunda
von Berlin. Man soll die Hoffnung nie
uffjeben – selbst bei Hertha nich …
Kasupke@morgenpost.de
Autor
Document
Kategorie
Uncategorized
Seitenansichten
2
Dateigröße
503 KB
Tags
1/--Seiten
melden