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Innovation ist unser Schlüssel zum Wohlstand

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REGIONAL
Deutsche Handwerks Zeitung
„Innovation ist unser
Schlüssel zum Wohlstand“
Ansprechpartner
in Neumarkt
Neuer Betriebsberater
Kontaktdaten: Mario Göhring,
­Handwerkskammer in Neumarkt,
­Kerschensteinerstraße 5, 92318 Neumarkt, Tel. 09181/2699-102,
Fax 09181/2699-287102,
E-Mail mario.goehring@hwkno.de
Das Thema 3-D-Druck gewinnt auch im
Handwerk an Bedeutung. Auf der IHM 2015
gibt es dazu eine Fachtagung.
Seite 9
Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz
Ausg. 3 | 6. Februar 2015 | 67. Jahrgang
„Hilfe in allen betrieblichen Lebenslagen“ – das ist es, was Mario
Göhring
den
Handwerksbetrieben in Stadt
und Landkreis
Neumarkt bietet. Der 32-jährige
DiplomKaufmann ist
seit Anfang Januar in der Mario Göhring.
Foto: Hailer
Handwerkskammer
in
Neumarkt neuer Ansprechpartner
für alle Existenzgründer im Handwerk und Handwerksbetriebe. Mit
der Einstellung Göhrings verstärkt die Kammer ihre Präsenz vor
Ort und so den Service für ihre
­Mitglieder.
Gerade bei Arbeitslosenquoten
von rund zwei Prozent sei das Motto
„Fachkräfte finden und binden“ für
die Handwerksbetriebe ein ganz
­zentrales Thema, weiß Göhring. Aber
auch bei alltäglichen Herausforderungen im Betriebsgeschehen könne
er die Betriebe unterstützen. „Ob es
um die Finanzierung einer Betriebserweiterung geht, die Kalkulation
von
Stundenverrechnungssätzen
oder die Neugestaltung des Marktauftritts – ich freue mich darauf, für
die Neumarkter Betriebe da sein zu
können.“ Des Weiteren ist er Ansprechpartner für die Wirtschaftsnetzwerke in der Region, in denen er
das Handwerk vertritt.
„Als Betriebsberater ist es meine
Aufgabe, unsere Kunden sprichwörtlich bei der Hand zu nehmen und bei
der Bewältigung von Problemen oder
Vorhaben zu unterstützen“, sagt Mario Göhring. Eine ganze Reihe an
Themen könne er als „Generalist“
selbst mit dem Betrieb besprechen.
Sollte in einem Fall spezielles Knowhow gefordert sein, greife er auf weitere Experten der Kammer oder eine
bestehendes Beratungsnetzwerk zurück. „Für Existenzgründer im Handwerk und unsere Mitgliedsbetriebe
sind diese Beratungsleistungen kostenfrei. Wir verstehen uns als neutraler Partner unserer Mitglieder“, so
der Berater.
Der erfahrene Diplom-Kaufmann
hatte in seinem bisherigen Aufgabengebiet in einer Nürnberger Steuerkanzlei bereits mit kleinen und
mittelständischen Betrieben zu tun.
Sein strategisches Denken, seine Disziplin und Beharrlichkeit habe er
aber auch seiner sportlichen Laufbahn zu verdanken. Parallel zu seiner
Karriere als Profi-Basketballer in der
ersten und zweiten Liga absolvierte
er ein BWL-Studium an der Friedrich-Alexander Universität in Nürnberg. ks
Bayern
28.12.2009 14:40:47 Uhr
Impressum
Ditthornstraße 10, 93055 Regensburg
Telefon 0941/7965-102
Telefax 0941/7965-281-102
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Verantwortlich: Hauptgeschäftsführer
Toni Hinterdobler
AGU-Programm
2015
Besichtigungen, Vorträge
Siemens-Vorstandsvorsitzender Joe Kaeser zu Gast beim Jahresempfang
Von Alexander Brandl
U
nternehmer müssen in Deutschland mehr
Anerkennung für das bekommen, was sie für
die Gesellschaft leisten. Das forderte der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG, Joe Kaeser,
beim Jahresempfang der Jungen Unternehmer
Niederbayern-Oberpfalz e.V. (JUNO). Mehr als 400
Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft waren der Einladung des Handwerkervereins in das
Haus der Generationen in Mallersdorf-Pfaffenberg
gefolgt. Kaeser stellte seine Visionen von einem
werteorientierten Wandel vor. Er veranschaulichte
in einem etwa 45-minütigen Vortrag, welche
Grundsätze des Wirtschaftens für Industrie und
Handwerk gelten sollten und warum für beide
­Erfolg und Zukunftsfähigkeit mehr denn je von
den richtigen politischen Weichenstellungen abhängen.
Die Trümpfe des Handwerks ausspielen
Zunächst richtete Kammerpräsident Dr. Georg
Haber das Wort an die Gäste des Empfangs und
wünschte allen Anwesenden ein gutes und ereignisreiches Jahr 2015.
Haber sagte, es gebe allen Grund, positiv nach
vorne zu schauen. Das Handwerk habe alle Werkzeuge in der Hand, im Herzen und im Kopf, um
die anstehenden Herausforderungen anzupacken.
Angesichts des zunehmenden „Akademisierungswahns“ müsse das Werben für Handwerksberufe
eine der Hauptdevisen im neuen Jahr werden. Vielen Jugendlichen werde heute suggeriert, dass sie
gescheitert seien, wenn sie nicht die Hochschulreife anstrebten und studierten. „In vielen Familien scheint es inzwischen ein Statusverlust zu sein,
wenn das Kind den Übertritt ans Gymnasium
nicht schafft. Ein herber Schlag für die Eltern, aber
auch eine große Enttäuschung für die Kinder, die
die hohen Erwartungen nicht erfüllen können“, so
der Präsident.
Diesen Fehlentwicklungen müsse das Handwerk etwas entgegensetzen und aufzeigen, dass es
auch andere Wege zu einem erfüllten Berufsleben
gebe. Das Handwerk biete hier unschlagbare Vorzüge. Haber nannte die Verdienst- und Karrieremöglichkeiten, die hier hervorragend seien. Handwerk sei persönlich, setze auf gemischte Teams
aus Jung und Alt und folge dem Leitbild des ehrbaren Kaufmanns. „Das Handwerk hat hohe integrative Kraft und gibt auch schwachen Schülern
und Migranten eine Chance. Es unterstützt und
fördert junge Frauen während ihrer Familienphase mit Teilzeitausbildung und flexiblen Arbeitszeiten“, hob der Präsident der Handwerkskammer
hervor.
Die Weichen richtig stellen
Als Gastredner ihres Empfangs konnten die Jungen Unternehmer den Vorsitzenden des SiemensVorstandes, Joe Kaeser, gewinnen. Der im niederbayerischen Arnbruck geborene Wirtschaftsmana-
Siemens-Chef Joe Kaeser (2. v.re.) erntete viel Zuspruch für seine Ausführungen: Für seinen Besuch beim ostbayerischen Handwerk dankten ihm Kammerpräsident Dr. Georg Haber (1. v.li.), JUNO-Ortsvorsitzender Bernhard
Foto: Bosl
Heß (2. v.li.) und der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, Toni Hinterdobler (1. v.re.).
ger sprach über Perspektiven deutscher Unternehmen in einer globalisierten Welt. Die von Familienunternehmen geprägte Handwerksstruktur sorge für eine lebendige und starke Wirtschaft in
Deutschland. Industrie sei ohne das Handwerk
nicht denkbar, Werte und Tugenden, die im
Handwerk Erfolgsgaranten seien, strebe auch ein
Unternehmen wie Siemens an. Neben der Begeisterung für Leistung und eine überdurchschnittliche Motivation hob der Referent vor allem den
Ideenreichtum von Mitarbeitern hervor. „Unsere
Stärke ist die Innovationskraft. Und die Innovation
ist unser Schlüssel zum Wohlstand. Darauf müssen
wir uns besinnen, wenn wir Deutschland wirtschaftlich stark halten wollen“, betonte ­Kaeser. Die
Bundesrepublik müsse als Wirtschaftsmacht vorangehen und es sei wichtig und richtig, andere auf
diesem Weg mitzunehmen.
Europa sieht Kaeser in der Verpflichtung, die
aktuellen wirtschaftlichen und politischen Krisen
zu lösen, um seine Stärke im globalen Ranking
der großen Wirtschaftsmächte nicht zu verlieren.
Kaeser rechnet mit signifikanten Verschiebungen
der kontinentalen Wirtschaftsstärke. „In etwa 15
Jahren wird uns China überholt haben und auch
die Amerikaner werden sich wirtschaftlich entscheidend weiterentwickeln und ihren Wohlstand
schnell steigern können“, so die Einschätzung des
Managers. Kaeser betonte, dass die Schlüsselrolle
um die Zukunftsfähigkeit Europas bei der Bildung
liege und hier vor allem bei der Ausbildung junger
Menschen. Die Ausbildungsleistung deutscher Betriebe verlange deshalb auch die besondere Anerkennung der Gesellschaft, sagte Kaeser. Der Orts-
vorsitzende des JUNO-Regionalbereichs Straubing
Bernhard Heß, dankte Kaeser für die Einblicke,
wie sich ein global agierendes Unternehmen auf
die Zukunft vorbereitet. Aus der Sicht von jungen
Unternehmern belaste vor allem die ausufernde
Bürokratie die Handwerksbetriebe. Der aus Brüssel und Berlin angekündigte Bürokratieabbau sei
nicht zu sehen. Druckermeister Heß beklagte, dass
für die eigentlichen Aufgaben, nämlich das Erstellen von Produkten und Dienstleistungen, immer
weniger Zeit bleibe. „Es ist die Menge und Vielfalt
aller möglichen Forderungen und Nachweispflichten, die einen als Handwerker täglich fordern und
manchmal sogar überfordern“, sagte der Bereichsvorsitzende und mahnte an, den Abbau von Bürokratie endlich voranzubringen.
Bernhard Heß bedauerte die zunehmende Akademisierung der Berufe und die damit verbundene Abkehr vom dualen System der beruflichen
Ausbildung. „In Europa bewundert man zwar das
deutsche Erfolgsmodell, der Akademisierungswahn, gepusht von der jährlichen OECD-Studie
und unseren Medien, geht jedoch ungebremst
weiter“, resümierte Heß. Auch er rief seine Handwerkskollegen dazu auf, diesen Entwicklungen
entgegenzutreten und für die Vorzüge des Handwerks zu werben.
Den Neujahrsempfang organisierte der JUNO-­
Regionalbereich Straubing in Zusammenarbeit mit
der Handwerkskammer. Informationen zu den
„Jungen Unternehmern“ finden Sie im Internet unter
www.hwkno.de/juno. Dort gibt es alles Wissenswerte
zu den Vereinszielen, Veranstaltungen und der Mitgliedschaft
Bayerns beste Bäcker
Staatsehrenpreise an 20 Bäckereien im Freistaat verliehen
200x50_HWD_PKWKleber.indd 1
7
20 Bäckereien aus ganz Bayern hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner im Dezember
letzten Jahres mit dem Staatsehrenpreis für das
bayerische Bäckerhandwerk ausgezeichnet. Unter
den Geehrten sind auch zwei Ostbayern. Ludwig
Hermann aus Waldkirchen sowie der Schwandorfer Christian Glaab erhielten beim Festakt in der
Münchner Residenz die begehrten Medaillen und
Urkunden aus den Händen des Ministers.
Insgesamt haben sich 137 Betriebe aus 55 Innungen für den Staats­
ehrenpreis qualifiziert.
Grundlage für die Auszeichnung, die bereits zum
14. Mal vergeben wurde, sind die E
­ rgebnisse der
Bäcker bei den jähr­lichen Brotprüfungen. Die Bewerber müssen über die vergangenen fünf Jahre
hinweg jährlich mindestens fünf verschiedene
Brote zur Prüfung eingereicht haben, darunter
drei gleichbleibende Brotsorten.
Staatsminister Helmut Brunner (1.v.li.) sowie der Landesinnungsmeister des Bayerischen Bäckerhandwerks
Karl-Heinz Hoffmann (1.v.re.) übergaben Ludwig (2.v.li.)
und Stefanie Hermann (2.v.re.) die Urkunde samt Medaille.
Christian (2.v.li.) und Marion Glaab (2.v.re.) freuten
sich über die Auszeichnung. Es gratulierten Staatsminister Helmut Brunner (1.v.li.) und Landesinnungsmeister Karl-Heinz Hoffmann (1.v.re.).
Fotos: Baumgart/StMELF
Auch in diesem Jahr bietet die Arbeitsgemeinschaft für Unternehmensführung im Handwerk e. V.
(AGU) wieder ein interessantes Programm an. Höhepunkte sind unter
anderem:
ein Vortrag zum Thema „Akademisierungswahn – Folgen für das ostbayerische Handwerk“ mit Prof.
Dr. Julian Nida-Rümelin
eine Betriebsbesichtigung der Haber & Brandner GmbH, Metallrestaurierung und Kirchenbedarf in
Regensburg
ein weiterer Vortrag zum Thema
„Rechtliche Fallstricke im Internet“
mit dem Rechtsanwalt und freien
Journalisten Marc Sturm
ein Besuch der Agnes-BernauerFestspiele in Straubing
eine Unternehmerreise nach Graz
Die diesjährige Mitgliederversammlung findet im Drahthammer Schlößl
in Amberg statt. Gerne lädt die AGU
alle Handwerker als Gäste zu ihren
Veranstaltungen ein. Interessenten
können sich jederzeit an das AGUSekretariat wenden: Tel. 0941/7965212, E-Mail nicole.hoecherl@hwkno.
ks
de. Weitere Informationen zur AGU
finden Sie rund um die Uhr im Internet
unter www.hwkno.de/agu
Arbeitssicherheit
im Handwerk
Betriebsführung aktuell
Arbeitsschutz ist ein Thema, das essentiell wichtig für Betriebe ist.
Schon ein Unfall kann einem Betrieb
schweren Schaden zufügen – vom
persönlichen Schicksal des betroffenen Mitarbeiters ganz zu schweigen.
Neben den Sorgen um den Mitarbeiter und den Auswirkungen auf das
Betriebsklima hat ein Arbeitsunfall
aber auch ganz harte wirtschaftliche
Folgen.
Bei der diesjährigen Veranstaltungsreihe „Betriebsführung aktuell“
mit dem Thema „Arbeitssicherheit
im Handwerk – wie schütze ich meinen Betrieb und meine Mitarbeiter?“
geben die Berater der Kammer sowie
Vertreter von Berufsgenossenschaften konkrete Tipps und Hilfestellungen zu diesem wichtigen Thema.
Eingeladen hierzu sind alle selbstständigen Handwerker aus ganz Ostbayern. ks
Weitere Infos sowie die Anmeldung
erhalten Sie im Internet unter
www.hwkno.de/betriebsfuehrung
Termine
Montag, 9. Februar 2015, Handwerkskammer in Regensburg
Donnerstag, 19. Februar 2015,
Stadthalle Pfarrkirchen
Montag, 23. Februar 2015, Handwerkskammer in Neumarkt
Donnerstag, 26. Februar 2015, Hotel Asam in Straubing
Montag, 2. März 2015, Amberger
Congress Centrum
Donnerstag, 5. März 2015, Sparkassenakademie in Landshut
Montag, 9. März 2015, Landratsamt
Regen
Donnerstag, 12. März 2015, Handwerkskammer in Cham
Die kostenlosen Vorträge beginnen jeweils um 19 Uhr.
8
Deutsche Handwerks Zeitung
Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz
Ausg. 3 | 6. Februar 2015 | 67. Jahrgang
Handwerk bilanziert
ein positives Konjunkturjahr 2014
„Für Führungsaufgaben im
Handwerk bestens gerüstet“
Neue Betriebswirte (HWK) für das Handwerk
Verhaltener Ausblick auf kommende Monate bei ostbayerischen Betrieben
Von Kathrin Steidl
konstant. Jahreszeitlich bedingt melden die Betriebe im Bauhauptge­
werbe sinkende Umsätze. Die Entwicklung der Verkaufspreise im
Handwerk ist m
­ oderat – lediglich
acht Prozent der Betriebe meldeten
steigende Verkaufspreise. Der Beschäftigtensaldo war saisonbedingt
leicht rückläufig, vor allem im Bauhauptgewerbe.
T
Daumen hoch für so eine Leistung: Kammerpräsident Dr. Georg Haber (li.) und
Prüfungsausschussvorsitzender Armin Maier (re.) gratulierten dem Besten des Regensburger Teilzeitkurses, Michael Humbs (Mitte).
Foto: Graggo
„Mit dem Betriebswirt (HWK) haben
Sie einen Abschluss erreicht, der Ihnen die Schlüsselqualifikationen für
Führungsaufgaben im Handwerk
und Ihren weiteren beruflichen Aufstieg an die Hand gibt.“ Mit diesen
Worten übergab der Präsident der
Handwerkskammer Dr. Georg Haber
an die Absolventen des Kurses zum
Betriebswirt (HWK) die Zeugnisse.
Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sei das Handwerk auf hochqualifizierte Unternehmer und Führungskräfte dringend
angewiesen. „Wir sind stolz auf Sie,
Sie sind ein Aushängeschild für das
gesamte Handwerk“, sagte Haber bei
der Abschlussfeier im Bildungszentrum der Handwerkskammer in Regensburg. Die neuen Betriebswirte
(HWK) eigneten sich ihr umfangreiches Wissen in den Bereichen Betriebs- und Volkswirtschaft, Recht
sowie Personalmanagement in insgesamt 500 Unterrichtsstunden entweder in einem Vollzeitkurs im Bildungszentrum Deggendorf oder in
einem Teilzeitkurs im Regensburger
Bildungszentrum an. Grundvoraussetzung für die Teilnahme war der
Meistertitel oder eine vergleichbare
Qualifikation.
Auszeichnung für die Besten
Das beste Resultat im Vollzeitkurs erzielte Daniel Köppl aus Hagelstadt
im Landkreis Regensburg. Kursbester
im Teilzeitkurs wurde Michael
Humbs aus Reichenbach im Landkreis Cham.
Zusammen mit Martin Geier aus
Leiblfing, Matthias Pfeiffer aus Eging
am See, Kristina Weber aus Maxhütte-Haidhof, Sergej Lindenau aus
Lam, Reinhard Reis aus Pfreimd sowie Karina Walser aus Stulln erhielten die beiden Kursbesten außerdem
den Meisterpreis der Bayerischen
Staatsregierung. Denn die acht Betriebswirte (HWK) gehören zu den
besten 20 Prozent der Absolventen
dieser Fortbildungsprüfung.
Ab diesem Jahr bietet die Handwerkskammer allen Interessenten
die Möglichkeit, sich zum neuen,
bundesweit einheitlich gestalteten,
„Geprüften Betriebswirt nach HwO“
weiterzubilden.
Der nächste Vollzeitkurs findet
vom 24. August 2015 bis zum 24. Februar 2016 in Deggendorf statt. In
Teilzeit kann der Kurs vom 25. August 2015 bis zum 19. Dezember 2016
in Regensburg absolviert werden. ks
Glasatlas Niederbayern
Neue Plattform für die Glasbranche
Glas prägte über Jahrhunderte die
Kultur Niederbayerns und gehört
heute zu den Alleinstellungsmerkmalen der Region. Die Glasbranche
mit ihren vielen Facetten ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, deren
Leistungen und Angebote nicht selten Weltruf genießen. Hinter all den
Ausprägungen der Glasbranche stehen Institutionen, Unternehmen
oder Einzelpersonen, die in der Gesamtschau ein großes Potenzial für
die Identität und Standortqualität
Niederbayerns sowie für die Förderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit in der Region entfalten.
Deshalb ergriffen das NiederbayernForum e. V. und die Kommunikationsagentur Atelier & Friends zusammen mit der Industrie- und Handelskammer Niederbayern, der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, der Glasfachschule Zwiesel
und dem Technologie Anwender
Zentrum Spiegelau die Initiative für
ein Gemeinschaftsprojekt, das die
Kompetenzträger der Branche erstmals auf einer gemeinsamen Plattform präsentiert und angemessen
zur Geltung kommen lässt. Ein rund
100-seitiges Kompendium bietet
Fachbeiträge, die das Thema Glas
von allen Seiten beleuchten und für
das Interesse einer breiteren Leserschaft sorgen. Ein facettenreiches
Kaleidoskop bildet gleichzeitig auch
das Titelmotiv des Magazins, das in
einer Auflage von 5.000 Stück überregional verbreitet wird. Geplant ist zusätzlich eine Online-Ausgabe. In
100-seitiges Kompendium mit Fachbeiträgen zum Thema Glas.
Form von Anzeigen und Firmeneinträgen haben Industrieunternehmen
und Manufakturen, Kunst- und Gewerbetreibende, Zulieferer und Weiterverarbeiter sowie Bildungs-, Forschungs- und Kultureinrichtungen
Gelegenheit, sich in seinem jeweiligen Fachgebiet zu präsentieren. Erscheinungstermin wird voraussichtlich Juni 2015, Redaktionsschluss für
Fachbeiträge, Anzeigen und Firmeneinträge Ende Februar 2015 sein. ks
Interessenten melden sich bitte per
E-Mail bei michael.kliebenstein@niederbayern.de oder horst.reimann@atelierundfriends.de. Für Rückfragen steht
­Ihnen Horst Reimann, Tel. 08552/
965312 gerne zur Verfügung
rotz eines aktuellen Rückgangs
beim Geschäftsklima-Index von
35 Prozentpunkten auf 19 Prozentpunkte blickt das ostbayerische
Handwerk auf ein positives Gesamtjahr 2014 zurück. „Die Handwerksbetriebe berichteten im Jahresverlauf
von einer guten Geschäftslage. Mit
einem Jahresdurchschnittswert von
32 Prozentpunkten erreichte der Geschäftsklima-Index dasselbe Niveau
wie in den Erfolgsjahren 2011 und
2012“, kommentiert Toni Hinterdobler, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, den aktuellen Konjunkturbericht des ostbayerischen
Handwerks zum vierten Quartal
2014. „Gerade das Ausbaugewerbe
und die Handwerke für den gewerblichen Bedarf bestätigen ein erfolgreiches Geschäftsjahr.“
Vorsichtige Erwartungen
Nach wie vor gute Auslastung
Die Auftragseingänge entwickelten
sich im vergangenen Quartal unterschiedlich: während 18 Prozent aller
Betriebe von gestiegenen Auftragseingängen berichteten, verzeichneten hingegen 32 Prozent gesunkene
Auftragseingänge. Jeder fünfte Betrieb im Ausbaugewerbe und knapp
jeder Dritte im Lebensmittelgewerbe
konnten gegenüber dem Vorquartal
steigende Auftragseingänge verzeichnen. 91 Prozent der Betriebe melden
nach wie vor eine gute oder sehr gute
Auslastung. Im saisonal gestützten
Lebensmittelgewerbe hat sich der
Anteil der Betriebe mit einer sehr
guten Auslastung auf 31 Prozent
­
Die ostbayerischen Bäcker profitierten vom Weihnachtsgeschäft: Fast jeder
dritte Betrieb im Lebensmittelgewerbe registrierte gegenüber dem Vorquartal steigende Auftragseingänge.
Foto: contrastwerkstatt – Fotolia.com
g­egenüber dem Vorquartal vergrößert.
Umsätze blieben konstant
Mit 76 Prozent hat ein Großteil des
Handwerks im abgelaufenen Quartal
Aus dem Innungsleben
Regensburg. Die Arbeitsunfälle auf deutschen Baustellen sind 2013 weiter zurückgegangen. Die aktuellen Zahlen der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft weisen bundesweit 4.000 Unfälle weniger aus
als 2012. Insgesamt ist die Zahl der Arbeitsunfälle in den vergangenen zehn Jahren um ca. 50.000 auf aktuell 105.248
Arbeitsunfälle gesunken, wie die Bauinnung Regensburg verlauten ließ.
„Dies bedeutet einen Rückgang um fast
ein Drittel. Diese erfreulichen Zahlen sind
auf das nochmals gestiegene Bewusstsein
der mittelständischen baugewerblichen
Unternehmen für den Arbeitsschutz zurückzuführen“, so der Kommentar von Johann Seidenschwand, Obermeister der
Bauinnung Regensburg. „Unsere inhaberund familiengeführten Unternehmen beschäftigen mehr als drei Viertel der bundesweit 760.000 Beschäftigten auf dem
Bau. Sie legen Wert darauf, die Arbeitsfähigkeit und Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu
erhalten. Diese Entwicklung ist auch vor
dem Hintergrund der Diskussion über den
Fachkräftemangel wichtig. Damit wird unsere Branche als Arbeitgeber auch für junge Leute nicht nur wegen der hervorragenden Verdienstmöglichkeiten interessanter.“
Der Innungsgeschäftsführer Christian Huber ergänzte: „Nach den Feststellungen
der Berufsgenossenschaft sind die meisten Arbeitsunfälle dadurch zustande gekommen, dass Beschäftigte über herumliegende Gegenstände stolperten oder die
Kontrolle über Werkzeuge verloren haben.
Die meisten Absturzunfälle sind bei der Arbeit mit Leitern, Trittleitern oder Gerüsten
geschehen. Die Anzahl der tödlichen Unfälle hat sich bundesweit von 163 im Jahr
2003 auf 83 im Jahr 2013 fast halbiert.“
Die Verbesserung von Arbeitssicherheit
und Arbeitsschutz steht auch 2015 am
Bau auf der Tagesordnung. Es gilt, das
Unfallgeschehen weiter einzudämmen.
Hierzu hat man beschlossen, die Präventionsanreize der Berufsgenossenschaft im
Jahr 2015 nochmals auszuweiten. Zudem
werden die erfolgreiche Präventionskampagne „Absichern statt Abstürzen“ oder
die Schulungen zur Arbeitssicherheit in
den Bauinnungen fortgeführt. Dass nicht
nur der angebotene und möglichst billige
Preis, sondern auch die Arbeitssicherheit
als Vergabekriterium mit in die Entscheidung über die Auftragsvergabe einfließen,
das wäre unser Wunsch für 2015 als Bauinnung Regensburg“, so Obermeister Seidenschwand abschließend. ks
Dingolfing. Prinzipiell zufrieden zeigte
sich das Kfz-Gewerbe mit dem Autojahr 2014. Das Neuwagengeschäft wuchs
im Vergleich zum Vorjahr. Gebraucht­
wagenhandel und Werkstattauslastung
blieben nur knapp unter den Werten
von 2013. Diese Entwicklung ging laut
der Kfz-Innung Niederbayern allerdings einher mit einer gesamtwirtschaftlichen Si­
tuation, die nach schwungvollem Jahres­
beginn zunehmend schwächer wurde. Das
Kfz-Gewerbe rechnet im Jahr 2015 mit
­etwa 2,95 Millionen Neuzulassungen und
rund sieben Millionen Besitzumschrei­
bungen. Das Werkstattgeschäft wird sich
auf dem Niveau des Jahres 2014 stabilisieren.
In der Kfz-Innung Niederbayern wurden
zum neuen Ausbildungsjahr rund 400 Ausbildungsverträge im technischen und kaufmännischen Bereich unterschrieben. Insgesamt lernen damit in den hiesigen Autohäusern und Werkstätten rund 1.400 junge Menschen einen der gefragten Auto­
berufe, die beispielhafte Perspektiven
­bieten.
Auch die Autofahrer zeigen sich in der Regel zufrieden mit der Leistung ihrer KfzWerkstätten. Das bestätigte der „Kundenmonitor Deutschland 2014“. Befragt wurden nahezu 32.000 deutsche Verbraucher. Sie vergaben die Note 1,91 („vollkommen zufrieden“) für die Kfz-Betriebe.
Das brachte Platz drei in der Gesamtwertung. „Dieses Ergebnis spricht für ausgeprägte Kundenorientierung, zuverlässigen
Service und die hohe Qualitätsleistung unserer Betriebe“, so Obermeister Michael
Krammer.
Eine zunehmende Herausforderung sieht
das Kfz-Gewerbe durch verändertes Kaufverhalten der Kunden. So werden Ersatzteile und Zubehör zunehmend über das Internet geordert. „Dabei haben wir es oftmals mit Teilen unklarer Herkunft zu tun,
die in erster Linie wegen des niedrigen
Preises gekauft werden“, so Michael
Krammer. Wenn diese Teile dann auf
Wunsch des Kunden in der Werkstatt eingebaut werden sollen, kommen der Kunde
und der Kfz-Meister dadurch nicht selten in
eine schwierige Situation. Die Autofahrer
sollten daher laut Obermeister Krammer
auch beim Ersatzteilkauf auf den Meisterbetrieb ihres Vertrauens setzen. „Dort erhalten sie Ersatzteile von höchster Qualität, die zwar gegebenenfalls teurer sind
als Billigteile im Internet, aber am Ende
preiswerter.“ ks
weiterhin gleichbleibende oder steigende Umsätze verzeichnet. Der
­Anteil der Betriebe, der von gesun­
kenen Umsätzen berichtete, stieg
um drei Prozent gegenüber dem Vorquartal. Damit bleibt die Umsatz­
entwicklung im Handwerk nahezu
Jeder zweite Handwerksbetrieb erwartet einen Anstieg der Einkaufspreise in den nächsten drei Monaten.
Einhergehend mit der sich verlangsamenden Gesamtkonjunktur sowie
dem einsetzenden Winter beurteilte
das Handwerk seine zukünftige Geschäftslage deshalb etwas zurückhaltender. „Die Erwartungen der Handwerksbetriebe fielen, natürlich auch
jahreszeitlich beeinflusst, verhaltener aus, bleiben aber auf solidem Niveau“, sagt Hauptgeschäftsführer
Toni Hinterdobler. Zur Stabilisierung
der Gesamtlage seien jetzt Impulse in
den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen für das Handwerk und
den Mittelstand nötig. „Das Handwerk erwartet unter anderem rasch
Klarheit bei der anstehenden Neuregelung der Erbschaftssteuer und bei
der künftigen Verteilung der Kostenlasten durch die Energiewende“, erklärt Hinterdobler.
Der aktuelle Konjunkturbericht
der Handwerkskammer zum vierten
Quartal 2014 steht im Internet unter
www.hwkno.de, Rubrik Handwerk
­regional/Konjunkturberichte zum
­kostenlosen Download bereit
Neue Potenziale erschließen
Praktikumsplätze für Asylbewerber und Flüchtlinge
Praktikumsplätze gesucht: Jugendliche Asylbewerber sind für eine handwerkliche
Foto: amh-online.de
Ausbildung sehr aufgeschlossen.
Eines steht fest: Die eigene Ausbildung von Lehrlingen ist eines der
besten Rezepte, dem drohenden
Fachkräftemangel zu begegnen und
sich fit für die Zukunft zu machen.
Jedoch wird die Suche nach geeigneten Lehrlingen zunehmend schwieriger. Eine bisweilen übersehene, aber
durchaus interessante Möglichkeit
ist es, Asylbewerbern und Flüchtlingen den Einstieg in das handwerkliche Berufsleben zu ermöglichen. Für
viele Betriebe könnte dies eine Chance sein, ihren Bedarf an jungem
Fachkräftenachwuchs zu bedienen.
Auf Ausbildung vorbereitet
Derzeit werden jugendliche unbegleitete Asylbewerber und Flüchtlinge in speziell eingerichteten zweijährigen Berufsschulklassen auf eine Berufsausbildung vorbereitet. Im ersten
Schuljahr steht das Erlernen der
deutschen Sprache im Vordergrund.
Im zweiten Schuljahr werden die
Sprachkenntnisse vertieft und im
Rahmen der Berufsorientierung die
Vielfalt der Berufe bekanntgemacht.
In gemeinsamen Projekten mit der
Handwerkskammer und den Berufsschulen zeigte sich bereits, dass
überwiegend hochmotivierte junge
Menschen anzutreffen sind, die insbesondere für eine handwerkliche
Ausbildung sehr aufgeschlossen sind.
Derzeit suchen diese gut vorbereiteten Jugendlichen eine Praktikumsoder Ausbildungsstelle.
Wenn Betriebsinhaber jungen
Asylbewerbern und Flüchtlingen eine Chance auf einen Praktikumsplatz
geben wollen, dann hilft die Handwerkskammer gerne. Sie bringt diese
Jugendlichen in der Region mit den
interessierten Betrieben zusammen.
Vielleicht findet man so auch gleich
den neuen Auszubildenden? Betriebsinhaber erhalten von der
Handwerkskammer außerdem die
Broschüre „Willkommenspaket – für
die Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer“ sowie ein Merkblatt zu
den rechtlichen Bestimmungen, die
für Asylbewerber und Flüchtlinge
gelten. Natürlich steht das Beraterteam der Kammer jederzeit unterstützend mit Rat und Tat zur Seite. ks
Ihr Ansprechpartner: Ausbildungsberater Michael Knauer, Tel. 0961/
48123-33, Fax: 0961/48123-28633,
E-Mail: michael.knauer@hwkno.de,
Handwerkskammer in Weiden, Bernhard-Suttner-Straße 5, 92637 Weiden
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