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STUDIE ÜBER DIE LANGFRISTIGE WIRKSAMKEIT DES PROGRAMMS
PHYSIKOPRAKTIK IM RAHMEN TYPOLOGISCHER GESUNDHEITSENTWICKLUNG
Nachdem die externe Evaluation von Raab-Steiner aus dem Jahr 2011 vor allem die kurz-und
mittelfristige Wirkung von Physikopraktik belegen konnte, bot der im Grenzbereich liegende
Wert von 40% langfristiger Wirksamkeit Anlass dazu, eine Studie konkret und detailliert über
langfristige Veränderungen in Bereichen der Gesundheit im Allgemeinen, und der
gesundheitsbezogenen Lebensqualität im Speziellen durchzuführen.
In den Jahren 2013/14 führten die Praxen Bergmann und Giesenhagen ( Oldenburg ), sowie
Giesenhagen und Partner ( Brake ) eine Studie mit 25 Klienten durch, die sich seit
mindestens 12 Monaten regelmäßig und kontinuierlich behandeln ließen. Die Teilnehmer
waren aufgefordert, vorgegebene, von uns festgelegte Kategorien auf Verbesserung,
Verschlechterung, oder Nichtverändertsein zu überprüfen und zu bewerten, bezogen auf ihre
subjektive Empfindung, da es im Rahmen der hygiagogischen Wissenschaft - also des
Forschens MIT Menschen - , sowie für gesundheitsbezogene Kriterien kein adäquateres,
empirisches Parameter gibt und geben kann.
Anm.: Für Erhebungen und Prognosen des individuellen Gesundheitszustands wird
mittlerweile auch im Rahmen evidenzbasierter Gesundheitswissenschaft - und Forschung
das subjektive Empfinden als verlässlichster Indikator angesehen ( siehe dazu Lyng, 1990
und Bischof, 2010 ).
Die Ergebnisse der Klientenbefragung haben wir in einem Balkendiagramm dargestellt.
Der ( Verbesserungs- ) Median liegt bei 60%, der Quotient bei 59,6%.
Langfris)ge+Verbesserung+in+%+
Verantwortungsbewusstsein(
Zielsetzung/(OrienEerung(
SelbstbesEmmtheit(
(Reduzierung(der)(Anfälligkeit(für(Krankheiten(
Schlafqualität(
emoEonale(Selbstwahrnehmung(
Handlungsfähigkeit(
SinnhaUigkeit((im(Leben)(
Zuversicht(
Bewusstheit/(ReflekEertheit(
LangfrisEge(Verbesserung(in(%(
Zufriedenheit(
ruhiger(Geist(
Leistungsfähigkeit(
Vitalität(
Lebensqualität(
Körpergefühl(
geisEge(Gesundheit(
leibliche(Gesundheit(
allgemeines(Wohlbefinden(
0%(
10%(
20%(
30%(
40%(
50%(
60%(
70%(
80%(
90%(
100%(
2013/2014
25(Klienten(mit(Behandlungsdauer
>(12(Monate
Im Rahmen einer kritischen Aufarbeitung kommen wir zu folgenden Schlussfolgerungen:
Wir können mittlerweile mit ( dem Programm ) Physikopraktik langfristige,
gesundheitsbezogene Verbesserungen von durchschnittlich 60%, in der Spitze und in
einigen Bereichen von bis zu 88% erzielen.
Damit befinden wir uns nach M.Wellenreuthers Variablen der empirischen Sozialforschung
( 0-40%=unwirksame Variable; 40-60% mittlere Wirksamkeit; 60-100% starke Wirksamkeit )
an der Grenze zwischen mittlerer und starker - langfristiger - Wirksamkeit, Mittelwerte
betreffend.
Hervorzuheben sind v.a. die Kategorien allgemeines Wohlbefinden, leibliche Gesundheit,
geistige Gesundheit, Körpergefühl, Lebensqualität, Vitalität und Leistungsfähigkeit, da in
diesen Bereichen eine starke, langfristige Wirksamkeit nachzuweisen ist.
Das bedeutet, daß durch regelmäßige Anwendungen nachhaltige Prozesse eingeleitet
werden, durch die Klienten in die Lage versetzt werden, Ressourcen zu erkennen und
nutzbar zu machen, sowie gesundheitsbezogene Lebensqualität aus sich heraus zu
generieren.
Diese Ergebnisse sollten nicht nur in individuellen, sondern vor allem auch in Bereichen der
betrieblichen Gesundheitsförderung Interesse wecken ( siehe Kategorien "reduzierte
Anfälligkeit für Krankheiten", "Leistungsfähigkeit", "Vitalität" etc. ).
Betrachtet man die gesellschaftlichen und gesundheitspolitischen Entwicklungen, so scheint
ein individuelles Umdenken ( in seine Gesundheit und Entwicklung investieren, anstelle auf
Krankheit und Beeinträchtigung zu reagieren, wenn diese sich einstellen ) und eine
Veränderung der Betrachtung von und der Einstellung zu uns und unserer leiblichen
Gesundheit, erforderlich.
Da wir nicht nur immer älter werden, sondern auch in steigendem Alter leistungsfähig und
"funktionstüchtig" zu sein haben ( zumindest scheinen wir das von uns zu erwarten ), tun wir
gut daran, unsere Gesundheit und gesundheitsbezogene Lebensqualität individuell und
typologisch, mit Hilfe von ausgebildeten Experten ( z.B. Diplom-Hygiagogen ), selbst zu
gestalten, auszubilden und zu entwickeln, anstelle unsere ureigenen Belange in die Hände
von Institutionen und Instanzen zu geben, deren Kompetenz in der Vermeidung und
Bekämpfung von Krankheit/Pathologie liegt ( Ärzte, Therapeuten, Medikationen,
Präventivmedizin... ) - und deren Daseinsberechtigung in keinster Weise angezweifelt werden
soll.
Zu trennen wäre aber das eine - Pathogenese, Vermeidungsziele, Rehabilitation,
Risikofaktizität etc.- , von dem anderen - Salutogenese, Erhaltungs-und Annäherungsziele
bzw. Strebevermögen, Rekuperation und Ressourcenorientierung etc.
Da diese beiden Bereiche nach gleichberechtigter Betrachtung und Aufmerksamkeit
verlangen, dürfen sie nicht in Konkurrenz zueinander stehen. Vielmehr muss von und bei
jedem Einzelnen eine Sensibilisierung dafür gefordert und gefördert werden, dass
Gesundheit sich weder im Ausbleiben von Krankheit erschöpft, noch generalisiert für jeden
mit den gleichen Inhalten und Bedeutungen versehen, bzw. auf die gleiche Weise und mit der
gleichen methodischen Herangehensweise herstellbar ist ( ...denn was dem Athleten Kraft
gibt, könnte den Musiker erschöpfen oder langweilen, und was den sechzigjährigen Mann
inspiriert, könnte die dreißigjährige Frau demotivieren etc...).
Die Vorraussetzung für jedwedes Vermögen besteht in der Bereitschaft, es zu erlangen.
Die Entscheidung für den Erwerb von Fähig-und Fertigkeiten liegt diesem zugrunde, und wird
in diesem Zusammenhang Eigenverantwortung genannt.
Bezugnehmend darauf machen wir folgendes zum Gegenstand einer (kritischen) Betrachtung
der Ergebnisse:
Legt man die o.e. Variableneinteilung Wellenreuthers zugrunde, wird deutlich, daß ein
Bereich noch langfristig unwirksam bleibt:
Die Verantwortungsübernahme der Klienten.
Dieser eher niedrige, aus dem Rahmen fallende Wert, macht deutlich, daß eine
prozessorientierte, typologische Gesundheitsentwicklung den Klienten die Verantwortung
nicht abnehmen darf, wie es alle biomedizinischen, alle klinischen und alle uns bekannten
anthropologischen Methoden und "Konzepte" tun, auch und vor allem deshalb, weil sie sich
zur leistungserbringenden Auftragsarbeit degradierte.
Vielmehr muss dem Klienten seine Eigenverantwortung ( im Sinne des oben beschriebenen )
bewusst gemacht und gelassen werden, seine Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme
und zur Selbstbestimmtheit eingeholt werden, sowie seine Handlungsfähigkeit und seine
Ermächtigung in den Fokus der Arbeit gestellt werden.
Jedwedes Anliegen, dass von etwas befreien soll ( Schmerz, Angst, Müdigkeit etc...), gehört
hinterfragt auf das jeweilige Entstehen von Ermöglichung.
Da der Mensch per Definition nicht frei von, sondern vielmehr frei zu etwas sein kann nämlich der Stellungnahme und der Werteverwirklichung ( nach Frankl ) - , sind
Handlungsbereitschaft, Ermächtigung und Reifeprozessen unterliegende Aspekte, wie die
Fähigkeit zur Selbstdistanzierung und zur Eigenverantwortlichkeit, maßgeblich an
Aufrechterhaltung, Entstehung und Entwicklung von Gesundheit beteiligt.
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