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Investment Monthly

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Februar 2015
Investment
Monthly
Investment Strategy & Research
Private Banking & Wealth Management
Ausgabe Europa
Globale Anlagestrategie
Ausblick für High-Yield-Anleihen
sowie europäische und
japanische Aktien positiv
Seite 10
Anlagestrategie Europa
Wirtschaft
Sonderthema
EZB erhöht Marktpotenzial
in Europa
Verstärkte geldpolitische
Divergenz unterm Strich
positiv
Wie tief können Renditen
von Staatsanleihen sinken?
Erfahrungen aus der
Schweiz
Seite 3
Seite 9
Seite 12
Dieser Bericht bildet die Ansicht des CS Investment Strategy Departments ab und wurde nicht gemäss den rechtlichen Vorgaben erstellt, die die Unabhängigkeit der Investment-Analyse fördern sollen. Er ist kein Produkt des Credit Suisse Research Departments, auch wenn er veröffentlichte ResearchEmpfehlungen enthält. Die CS verfügt über Weisungen zum Umgang mit Interessenkonflikten einschliesslich solcher, die den Handel vor der Veröffentlichung von Investment-Analysedaten betreffen. Diese Weisungen finden auf die in diesem Bericht enthaltenen Ansichten der Anlagestrategen keine Anwendung.
2
28.01.2015
Editorial
Credit Suisse - Investment Monthly Europe
In dieser Ausgabe
Michael Strobaek
Global Chief Investment Officer
Anlagestrategie Europa
michael.strobaek@credit-suisse.com,
+41 44 333 19 17
Hintergrund Europa
EZB erhöht Marktpotenzial in Europa
EZB kauft nun doch Staatsanleihen
 Seite 3
 Seite 5
Top-Anlageideen Europa
Europa und Rendite im Fokus
Giles Keating
Head of Research and Deputy Global CIO
giles.keating@credit-suisse.com,
+41 44 332 22 33
 Seite 6
Umsetzung Mandate EUR
Renditeschwache Anleihen nach EZB- und
SNB-Entscheidungen reduziert  Seite 8
Wirtschaft
Verstärkte geldpolitische Divergenz unterm Strich
positiv  Seite 9
Die kurze Zeit seit Beginn des Jahres 2015 war von grösseren
geldpolitischen Überraschungen geprägt. Die Europäische Zentralbank (EZB) kündigte eine quantitative Lockerung an, die hinsichtlich ihres Umfangs überraschte und folglich überzeugender als erwartet ausfiel. Im Gegensatz dazu rückte die Schweizerische Nationalbank (SNB) von ihrer geldpolitischen Expansion ab, indem sie
die Anbindung des CHF an den EUR (Mindestkurs) vorbeugend
aufhob. Die Bank of England zeigte ihrerseits eine nachlassende
Neigung zu einer Straffung, wechselten doch ihre beiden geldpolitischen «Falken» ins Lager der «Tauben». Derweil bleiben die Ölpreise schwach. Dies unterstützt die Konjunkturerholung in den meisten Industrieländern sowie in den grossen Energie importierenden
Ländern wie Indien und der Türkei (und dämpft die Inflation, sodass Letztere nun ihre Geldpolitik lockern können). Negativ sind
die Folgen dagegen für Ölproduzenten wie Brasilien, Russland
und Malaysia (von denen einige ihre Geldpolitik straffen müssen,
um ihre Währung zu stützen). Angesichts dieser rasanten geldpolitischen Veränderungen entwickelten sich die Märkte jüngst volatil.
Die Aktienmärkte gaben zu Jahresbeginn nach und erholten sich
dann wieder. Bei Redaktionsschluss lagen mit Ausnahme der
Schweiz alle wichtigen Börsenplätze im Januar in der Gewinnzone.
Die Eurozone zeigte dank eines stärkeren USD, eines schwächeren EUR und niedrigerer Anleihenrenditen eine Outperformance.
Wir sehen dies als Vorlage für das Gesamtjahr 2015 – mit Ausnahme der EUR-Renditen, die steigen könnten, falls die quantitative Lockerung die Wirtschaft anzukurbeln vermag. Insbesondere
mit Blick auf globale Aktien erwarten wir einen Aufwärtstrend. Allerdings rechnen wir auch mit weiteren, wenn auch nur vorübergehenden Rückschlägen, die vor allem infolge geldpolitischer Überraschungen in ihrem Ausmass über jene der Jahre 2013–2014 hinausgehen könnten. Die grösste Überraschung könnte der Beginn
eines Leitzinserhöhungszyklus durch die US-Notenbank Fed gegen Jahresmitte sein: Die Märkte eskomptieren dies nicht, obwohl
die Fed entsprechende Signale gesendet hat. Die Vergangenheit
lehrt, dass US-Aktien in der Zeit vor und nach der ersten Leitzinserhöhung in der Regel um rund 10% abwärts korrigieren und sich
dann in den folgenden Monaten auf höhere Niveaus erholen. Obwohl sich die Geschichte nie exakt wiederholt, könnte dies bei anhaltendem Fokus auf die Geldpolitik als plausibler Leitfaden für
die Entwicklung der Aktienmärkte im weiteren Jahresverlauf dienen.
Globale Anlagestrategie
Ausblick für High-Yield-Anleihen sowie europäische und
japanische Aktien positiv  Seite 10
Forecast Summary
 Seite 11
Sonderthema
Wie tief können Renditen von Staatsanleihen sinken?
Erfahrungen aus der Schweiz  Seite 12
Fixed Income
Kreditrisiko in USA/Europa erhöhen; Schwellenmärkte für
Zinsexposure bevorzugt  Seite 14
Aktien
Anlagechancen trotz volatilem Start ins Jahr 2015
 Seite 16
Alternative Investments
Bei alternativen Investments sind nur moderate Renditen zu
erwarten  Seite 18
Währungen
An den Währungsmärkten dürfte die Volatilität hoch bleiben
 Seite 19
Glossar
Glossar
 Seite 20
Redaktionsschluss: 28. Januar 2015
Die vorliegende deutsche Übersetzung des Investment Monthly wurde zum Nutzen
unserer Leser erstellt. Die Richtigkeit der Übersetzung wird weder garantiert noch impliziert. Offizieller Text ist das englische Original.
3
Anlagestrategie Europa
Anlagestrategie Europa
EZB erhöht
Marktpotenzial in
Europa
28.01.2015
Credit Suisse - Investment Monthly Europe
Frühindikatoren wie die Einkaufsmanagerindizes (PMIs) deuten auf eine anhaltende, wenn auch recht langsame Erholung in
der Eurozone hin. Auch das Verbrauchervertrauen verbessert sich
aufgrund der niedrigen Ölpreise. Was das politische Risiko betrifft,
hat das radikale Linksbündnis Syriza wie erwartet die Wahlen in
Griechenland gewonnen. Da die absolute Mehrheit verfehlt wurde,
sucht das Bündnis zum Redaktionszeitpunkt nach einem Koalitionspartner. Ein Ausstieg Griechenlands aus dem Euro ist weder
von Syriza erwünscht, noch liegt er im Interesse ihrer Unterstützer.
Dennoch erwarten wir nach wie vor langwierige Verhandlungen
mit der Troika über eine Senkung der Schuldenlast für Griechenland. Zur Debatte dürften dabei eine Verlängerung der Kreditlaufzeiten oder eine Senkung der Zinsen stehen.
Bilanz der globalen Zentralbanken
Fed, BoE, EZB, BoJ.
Umbasierter Index
600
500
400
Die europäischen Wirtschaftsdaten verbessern sich weiter geringfügig, doch die Inflation ist in negatives Terrain gerutscht. Die EZB
hat nun in dem Versuch, das Wachstum zu
stützen und die Inflation anzutreiben, ein umfangreiches Anleihenkaufprogramm aufgelegt.
Anleihen der Peripherieländer (Italien, Spanien) scheinen gut unterstützt; deutsche Bundesanleihen sind nach einem starken Renditerückgang dagegen korrekturanfälliger. Bei
Aktien bevorzugen wir weiterhin den DAX und
rechnen nun auch mit einer Outperformance
von Italien.
Anja Hochberg
CIO – Europe & CH
anja.hochberg@credit-suisse.com, +41 44 333 52 06
Das Jahr hat mit einem Paukenschlag der Europäischen Zentralbank (EZB) begonnen. Angesichts der gedämpften Wachstumsaussichten und einer negativen Inflationsrate hat die EZB ein umfangreiches Anleihenkaufprogramm aufgelegt. Von März 2015 bis
September 2016 wird die Zentralbank jeden Monat Staatsanleihen im Umfang von EUR 60 Mrd. aufkaufen. Dies entspricht einer
Bilanzausweitung um rund EUR 1’140 Mrd., was weit über den
Markterwartungen liegt. In unserem «Fokus»-Artikel beschäftigen
wir uns mit den Details der quantitativen Lockerung durch die
EZB und erläutern die wirtschaftlichen Mechanismen, die dahinter
stehen. Kurz zusammengefasst rechnen wir damit, dass diese Bilanzausweitung die wirtschaftliche Erholung in Europa über die
Kreditvergabe (mehr Bankkredite) und den Devisenmarkt (weitere
deutliche EUR-Abwertung) vorantreiben wird.
300
200
100
0
Jan 07
Jan 09
EZB
Jan 11
Fed
BoE
Jan 13
Jan 15
BOJ
Quelle: Datastream, Credit Suisse/IDC
Anlagestrategie Europa
Auf den Finanzmärkten könnte dies für erneute Volatilität sorgen.
Die Unterstützung der EZB für die Eurozone, die derzeit ein sehr
wichtiger Antriebsfaktor für die Märkte ist, hängt jedoch nicht vom
Ausgang der Wahlen in Griechenland ab. Aktien schätzen wir insgesamt und weltweit nach wie vor positiv ein. Schliesslich ist die
globale Wirtschaftslage günstig, die meisten Zentralbanken gehen
massvoll oder expansiv vor und Aktien sind noch nicht überzogen,
sondern im Vergleich zu Anleihen attraktiv bewertet. Da es derzeit
an Anlegerinteresse und starken charttechnischen Kräften mangelt, halten wir an unserer neutralen Einschätzung von Aktien fest.
Bei einem Anlegerprofil mit mittlerer Risikobereitschaft entspricht
dies einer Aktienquote von rund 42%. Im Gesamtjahr 2015 werden Aktien unseres Erachtens jedoch die Favoriten unter den Anlagekategorien sein.
Auf regionaler Basis bevorzugen wir weiterhin vor allem Europa (vgl. auch Top-Anlageideen), Japan und Australien. Wie bereits
erläutert, dürfte Europa von einem Margenzuwachs profitieren, der
im Allgemeinen zyklischer ist als z.B. in den USA. Dazu wird der
schwächere Euro sehr deutlich beitragen. Innerhalb Europas favorisieren wir weiterhin den DAX. Eine leicht überdurchschnittliche
Performance dürfte aber auch der italienische Aktienmarkt erzielen. Dafür sprechen insbesondere seine Sektorausrichtung (Finanzwesen) und die verbesserten Nachrichten aus der Politik. Das
Finanzwesen dürfte von der umfangreichen quantitativen Lockerung am meisten profitieren.
Was Fixed Income anbelangt, rechnen wir grundsätzlich damit,
dass die Zinsen tief bleiben werden. Zwar könnten die Anleihenrenditen mit der Zeit leicht steigen, doch der aktuelle Coupon ist
vor allem bei deutschen oder französischen Staatsanleihen einfach
zu niedrig, um eine interessante Anlagechance zu bieten. Insbesondere deutschen Bundesanleihen könnte sogar eine Korrektur
4
Anlagestrategie Europa
drohen, sollte es der EZB gelingen, die Inflationserwartungen wieder anzutreiben. Angesichts der starken Unterstützung durch die
EZB dürften sich Anleihen der Peripherieländer weiter erfreulich
entwickeln. Italienische Anleihen werden unseres Erachtens aufgrund der günstigen Bewertung einen leichten Vorteil gegenüber
spanischen Papieren haben. Das allgemeine Tiefzinsumfeld bleibt
schwierig. Selektiv lassen sich jedoch im Hochzinssegment (vor allem in den USA, da europäische Hochzinsanleihen bereits eine beachtliche Rally hingelegt haben) und bei Schwellenmarktanleihen
in Lokalwährung einige Anlagegelegenheiten finden.
28.01.2015
Credit Suisse - Investment Monthly Europe
Unsere Top-Anlageideen sind ein wichtiger Bestandteil unserer Anlagestrategie. In unserer Dezember-Ausgabe lancierten wir
die Top-Anlageideen für 2015. Ihr Status wird auf den Sitzungen
unseres Anlagekomitees regelmässig überprüft. Unseres Erachtens sind alle Anlageideen noch immer von hoher Relevanz. EURAnlegern empfehlen wir als Anlagegelegenheiten derzeit Dividendentitel und europäische Aktien, zumal die weitreichende Entscheidung der EZB, in grossem Umfang Staatsanleihen aufzukaufen,
die Jagd nach Rendite noch verstärkt.
(26.01.2015)
5
Hintergrund Europa
Hintergrund Europa
EZB kauft nun
doch
Staatsanleihen
Der überraschend grosse Umfang der Käufe und das potenziell offene Ende des Programms sind positive Anzeichen dafür, dass
die EZB fest entschlossen ist, ihr Inflationsziel
zu erreichen.
Die Aussichten für das Wachstum und die
Inflation in der Eurozone haben sich verbessert, es wird jedoch geraume Zeit dauern, bis
beide spürbar anziehen.
Björn Eberhardt
Head of Global Macro Research
bjoern.eberhardt@credit-suisse.com, +41 44 333 57 43
Eurozone betritt mit ihrer Geldpolitik unbekanntes Gebiet
Bei der Sitzung der Europäischen Zentralbank am 22. Januar
konnte EZB-Präsident Mario Draghi schliesslich das Staatsanleihenkaufprogramm für die Eurozone verkünden, auf das die Märkte gewartet hatten und für das er selbst über längere Zeit den
Weg geebnet hatte. Nachdem die EZB praktisch alle anderen
geldpolitischen Instrumente eingesetzt hatte, war die Ergänzung
des Programms zur quantitativen Lockerung (QE) um Staatsanleihenkäufe eine der letzten verfügbaren Optionen. Da die EZB so
28.01.2015
Credit Suisse - Investment Monthly Europe
lange gezögert hatte, musste das Programm zudem die Märkte beeindrucken, wenn es nicht schon vor dem Start zum Scheitern verurteilt sein sollte.
Markt reagiert positiv auf die Ankündigung der QE
Der ersten Reaktion des Marktes nach zu urteilen, wusste Mario
Draghi durchaus zu beeindrucken. Wir glauben, dass vor allem
zwei Punkte der Ankündigung dafür verantwortlich waren: Erstens
sollen Wertpapiere für EUR 60 Mrd. pro Monat gekauft werden –
mehr als erwartet. Das deutet auf Staatsanleihenkäufe im Umfang
von wenigstens EUR 40 Mrd. pro Monat (vermutlich sogar mehr)
hin. Doch vor allem hat das Programm keinen festen Endtermin.
Vielmehr ist das Ende des Programms an die Entwicklung der Inflation geknüpft und wird nur dann erfolgen, wenn die Inflation mit
hinreichender Wahrscheinlichkeit wieder in Richtung des 2%-Ziels
steigt. Dieser Teil des Programms unterstreicht daher, dass die
EZB entschlossen ist, ihr Inflationsmandat zu erfüllen.
Risikoaufteilung kein grösseres Hindernis
Das Programm weist noch weitere bemerkenswerte Elemente auf
– besonders die Lösung des schwierigen Problems der Risikoaufteilung. Das Risiko potenzieller Verluste durch staatliche Zahlungsausfälle bei Anleihenpositionen muss zum grössten Teil (80%) von
den nationalen Zentralbanken getragen werden, der Rest wird auf
Ebene der Eurozone aufgeteilt. Hierfür gab es einen offensichtlichen politischen Beweggrund, erschien diese Lösung doch notwendig, um sich für QE genügend Unterstützung von deutscher
Seite zu sichern. Letztlich glauben wir, dass dieser Punkt in der
Praxis kaum Relevanz haben dürfte, da die Eurozone viele Massnahmen ergreifen würde, bevor sie den Zahlungsausfall eines Landes zulässt. Die meisten davon sind selbst Instrumente zur Risikoaufteilung, etwa der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM)
oder das OMT-Programm (Outright Monetary Transactions) der
EZB, um extreme Anstiege der kurzfristigen Anleihenrenditen zu
verhindern.
Bis die Wirtschaft anspricht, wird es dauern
Die Antwort auf die wichtigste Frage – nämlich wie wirksam die
QE in der Eurozone sein wird – werden die nächsten Monate und
Quartale liefern. Neben den geldpolitischen Impulsen profitiert die
Eurozone auch von den niedrigeren Ölpreisen und dem schwächeren Euro. Die Aussichten für das Wachstum in der Eurozone im
Jahr 2015 haben sich daher markant verbessert. Einer der grössten Nutzniesser dürfte die exportorientierte deutsche Wirtschaft
sein, doch auch andere grosse Volkswirtschaften wie Frankreich,
Italien und Spanien werden profitieren. Die EZB hat den Grossteil
ihres geldpolitischen Arsenals bereits verschossen. Wichtig wird
daher sein, dass die Regierungen der Eurozone diese zusätzliche
«Luft zum Atmen» in den nächsten Quartalen nutzen und Strukturreformen vorantreiben.
(23.01.2015)
6
Top-Anlageideen Europa
Top-Anlageideen Europa
Europa und
Rendite im Fokus
Die Erholung der Konjunktur, die anhaltend
niedrigen Renditen und der Anstieg des USD
machen europäische Aktien attraktiv.
Das Niedrigzinsumfeld zwingt die Anleger,
bei Unternehmensanleihen niedrigerer Bonität
und in anderen Anlageklassen nach Möglichkeiten Ausschau zu halten.
Olivier P. Müller
Investment Strategy CIO Office Europe/Switzerland
olivier.p.mueller@credit-suisse.com, +41 44 333 01 46
28.01.2015
Credit Suisse - Investment Monthly Europe
Wertschöpfungspotenzial in Europa
Innerhalb unseres Themas «Aktien aus Industrieländern im Rampenlicht» bevorzugen wir europäische Aktien. Mit ihrer Geldpolitik
bietet die Europäische Zentralbank (EZB) Unterstützung und verfügt dank der nach wie vor gedämpften Inflation über noch mehr
Flexibilität, um ihre geldpolitischen Stimulierungsmassnahmen auszuweiten. In den letzten Monaten sind mehrere unterstützende
Faktoren zu Tage getreten. (1) Der niedrigere Rohölpreis regt die
Konsumnachfrage an und lässt die Faktorkosten für Unternehmen
sinken. (2) Der schwächere Euro ist positiv für exportorientierte
Unternehmen. (3) Der Kreditschöpfungsprozess bessert sich sukzessive, und die Banken lockern ihre Kreditvergabestandards allmählich. (4) Strukturreformen werden langsam in Gang gebracht,
z. B. die Arbeitsmarktreform in Italien. Angesichts der anhaltend
tiefen Zinssätze und des Umstands, dass die Gewinne die Talsohle erreicht haben, bieten die Bewertungen weiter Unterstützung.
Ausserdem haben sich die Wachstumsperspektiven für europäische Unternehmen zwar aufgehellt, doch die aktuellen Aktienkurse widerspiegeln eine zu pessimistische Einschätzung, notieren
doch viele Titel deutlich unter den Vorkrisenniveaus. Das alles
lässt eine weiterhin überdurchschnittliche Entwicklung europäischer Aktien erwarten.
Generierung von Rendite: Konzentration auf Unternehmensanleihen und Dividenden
Die Geldpolitik driftet zwar auseinander, da die US-Notenbank in
diesem Jahr mit einer Straffung beginnen dürfte, während die Zentralbanken in Europa, der Schweiz und Japan die Geldpolitik weiter lockern. Doch die Renditen bewegen sich weiter auf Rekordtiefs. Zu den Alternativen im festverzinslichen Bereich zählen ausgewählte Schwellenmarktanleihen in Lokal- und Hartwährung,
nachrangige Unternehmens- und Finanzanleihen in Europa sowie
ausgewählte Hochzinsanleihen solider Emittenten. Im Aktienbereich stellen dividendenstarke Aktien von Unternehmen mit guter
Dividendendeckung ebenfalls eine Alternative dar. Im Bereich der
Alternative Investments gibt es Strategien, die eine geringe Korrelation mit anderen Anlageklassen aufweisen und Potenzial für höhere Ausschüttungen und/oder Kapitalmehrungspotenzial bieten,
zum Beispiel unser aktueller Favorit Equity Long/Short.
(26.01.2015)
7
Top-Anlageideen Europa
28.01.2015
Credit Suisse - Investment Monthly Europe
Top-Anlageideen 2015
Thema
Status
Kommentar
US-Börsenschwergewichte

US-Börsenschwergewichte zeigen im aktuellen Umfeld weiterhin eine ansprechende Wertentwicklung, und wir rechnen damit,
dass sie den Small Caps ihre Rolle als Performance-Spitzenreiter abnehmen werden.
M&A-Nutzniesser

Aufgrund der erhöhten Cash-Bestände der Unternehmen und der expansiven Geldpolitik, durch welche die Finanzierung günstig
bleibt, erwarten wir eine weiterhin rege M&A-Aktivität.
Wertschöpfungspotenzial in Europa

Wir bevorzugen europäische Exporteure und Banken, da sie die grössten Nutzniesser der quantitativen Lockerung der EZB und
des schwächeren Euro sind.
Ausgewählte Unternehmens- und EM-Bonds in Lokal- und Hartwährung

Wir bevorzugen weiterhin nachrangige Wertpapiere (Unternehmens- und Finanzanleihen) sowie sorgfältig ausgewählte Schwellenmarktanleihen (in Lokal- und Hartwährung).
Aktien mit hoher Dividende

Angesichts des vorherrschenden Niedrigzinsumfelds erwarten wir, dass Aktien mit hoher Dividende eine gute Renditequelle bleiben werden.
Marktneutrale und Long-short-Strategien

Die herrschende Volatilität und die Korrelationen mit den Aktienmärkten dürften unsere Pair-Trading- und Hedge-Fonds-Strategien weiter unterstützen.
Aktien aus Industrieländern im Rampenlicht
Generierung von Rendite: Konzentration auf
Unternehmensanleihen und Dividenden
Die Gewinner tieferer Rohstoffpreise
USA – Konsumgüter- und energieintensive Industrie- 
unternehmen
Unternehmen im US-Nicht-Basiskonsumgütersektor dürften von einer kräftigeren Nachfrage profitieren; ausgewählten Industrieunternehmen dürften die niedrigeren energiebezogenen Kosten zugute kommen.
Asiatische und reformorientierte EM-Ölimporteure
Fertigungsunternehmen und Sektoren mit Bezug zum Konsum sowie reformorientierte asiatische Ölimportländer betrachten wir
als Gewinner der niedrigeren Ölpreise.

Steigende Wertschöpfung im IT-Sektor
Technologieunternehmen, die vom Anstieg der Nach- 
frage profitieren, Branchenriesen und Innovatoren.
Wir bevorzugen Engagements in Nutzniessern der Investitionsausgaben für Technologie, etablierte Branchenriesen und Innovatoren, denen Themen wie das Internet der Dinge, die Verarbeitung grosser Datenmengen («Big Data» ), Sicherheit und Software
als Dienstleistung zugute kommen.
Schlüssel zu den Symbolen: Grün = attraktive Anlagegelegenheiten – weiterhin in dieses Thema investieren; Gelb = bestehende Positionen beibehalten, aber nicht weiter ausbauen; Rot = bestehende Positionen reduzieren oder
abstossen. Ideen eröffnet am 26. November 2014
Quelle: Credit Suisse/IDC
8
Umsetzung Mandate EUR
Umsetzung Mandate EUR
Renditeschwache
Anleihen nach
EZB- und SNB-Entscheidungen reduziert
28.01.2015
Credit Suisse - Investment Monthly Europe
fen. Die Erlöse haben wir in Rohstoffe angelegt, zumal wir mit einer kontinuierlichen Erhöhung unseres Engagements in dieser Anlageklasse begonnen haben.
(28.01.2015)
Aktuelle und neutrale Allokation im Vergleich
Dies ist eine indikative Kapitalallokation, die sich mit der Zeit ändern kann. Die Umsetzung in Verwaltungsmandaten kann je nach
den Benchmarks und Währungspositionen und aus anderen Überlegungen leicht abweichen.TAA = Taktische Asset Allocation.
Fixed Income
Benchmark
20
(BM)
5
BM
TAA
Cash
Fixed Income
Equity
Alternative
5%
75%
0%
20%
75
Income
Wir haben unsere Zielgewichtung in den
Portfolios wieder hergestellt.
Wir haben das Engagement in Hochzinsund Schwellenländeranleihen in Lokalwährungen erhöht.
José Antonio Blanco
Head of Global MACS
jose.a.blanco@credit-suisse.com, +41 44 332 59 66
Benchmark
20
(BM)
5
BM
TAA
52
23
5%
52%
23%
20%
Balanced
Benchmark
20
(BM)
5
BM
TAA
32
Nach der Ankündigung des quantitativen Lockerungsprogramms
durch die Europäische Zentralbank (EZB) halten wir an unserem
Basisszenario eines positiven globalen Wirtschaftswachstums, einer geldpolitischen Entkoppelung zwischen den Regionen und eines folglich stärkeren USD fest. Obwohl das Risiko-Ertrags-Profil
weiterhin für eine Bevorzugung von Aktien gegenüber Anleihen
mit hoher Boniät spricht, halten wir an unserer neutralen Gewichtung in Aktien fest, weil wir mit einer anhaltend volatilen Entwicklung globaler Aktien rechnen und deren absolute Bewertungen als
eher weniger attraktiv erachten. Europa und Japan bleiben unsere
favorisierten Aktienmärkte, weil sie positive Gewinntrends aufweisen und auf geldpolitische Unterstützung zählen können. Derweil
beurteilen wir Aktien aus Schwellenländern weiterhin mit Vorsicht,
weil viele der zugrunde liegenden Volkswirtschaften mit substanziellem Gegenwind kämpfen. Nach den jüngst extremen Bewegungen des CHF und des Schweizer Aktienmarktes haben wir unsere
Portfolios neu ausgerichtet und innerhalb der Schweizer Aktien gewisse Umschichtungen hin zu Titeln mit hoher Dividendenrendite
vorgenommen.
Die Zinsen werden unseres Erachtens auf kurze Sicht niedrig
bleiben. Wir haben daher damit begonnen, ein Übergewicht in
US-Hochzinsanleihen und nicht abgesicherten Lokalwährungsanleihen aus Schwellenländern aufzubauen. Diese Märkte bieten
trotz höherer Risiken eine willkommene Renditequelle.
Mit Blick auf alternative Anlagen bleiben wir neutral und bevorzugen weiterhin Hedge-Fonds. Wir haben die jüngste Outperformance von Gold genutzt, um unsere gesamte Position zu verkau-
Cash
Fixed Income
Equity
Alternative
Cash
Fixed Income
Equity
Alternative
5%
32%
43%
20%
43
Capital Gain
5
Benchmark
20
(BM)
BM
12
TAA
Cash
Fixed Income
Equity
Alternative
5%
12%
63%
20%
63
Equities
Benchmark
(BM)
8
5
TAA
87
Quelle: Credit Suisse
BM
Cash
Fixed Income
Equity
Alternative
5%
0%
87%
8%
9
Wirtschaft
Wirtschaft
Verstärkte
geldpolitische
Divergenz unterm
Strich positiv
Das Ende der Anbindung des Schweizer
Frankens an den Euro ist ein weiteres Zeichen des geldpolitischen Auseinanderdriftens
von schwächeren und stärkeren Volkswirtschaften. Die Staatsanleihenkäufe der EZB
sollten jetzt die dringend benötigte Unterstützung für die Eurozone bringen.
Die Aussichten der US-Wirtschaft hellen
sich weiter auf. Der tiefere Ölpreis und gesunkene Zinsen überwiegen bei Weitem gegenüber dem Negativeffekt eines stärkeren Dollars.
Björn Eberhardt
Head of Global Macro Research
bjoern.eberhardt@credit-suisse.com, +41 44 333 57 43
Mit der Entscheidung der EZB, ihr Wertpapierkaufprogramm um
Staatsanleihen zu ergänzen, hat nun auch die zweiteinflussreichste Zentralbank den Weg einer gross angelegten quantitativen Lockerung (QE) eingeschlagen. Die Bank of Japan wird ihre Bilanz
in absehbarer Zeit ebenfalls weiter ausweiten. Es ist zu erwarten,
dass die lockerere Geldpolitik und der Rückgang der Ölpreise das
globale Wachstum ankurbeln werden. In den kommenden Monaten wird sich der Fokus auf die US-Notenbank Fed verlagern. Wir
gehen nach wie vor davon aus, dass die Fed etwa Mitte dieses
Jahres ihre erste Leitzinserhöhung bekannt geben, bei der Straffung ihrer Geldpolitik aber Vorsicht walten lassen wird.
28.01.2015
Credit Suisse - Investment Monthly Europe
Tiefere Anleihenrenditen und Ölpreise stärken US-Binnennachfrage
Die Konjunkturdynamik in den USA ist weiter auffallend stärker
als in den meisten anderen Industrienationen und sogar den
Schwellenländern. Neben den gesunkenen Energiepreisen erhält
die US-Wirtschaft derzeit auch positive Impulse durch den deutlichen Rückgang der Zinsen am langen Ende. Die Bauaktivitäten,
die sich seit Mitte 2013 verhalten präsentieren, dürften dadurch
wieder an Fahrt gewinnen. Derweil zeugen die stabilen Beschäftigungszuwächse und eine rasch sinkende Arbeitslosenquote vom
robusten Aufschwung am Arbeitsmarkt. Der stärkere US-Dollar
und der erwartete Investitionsrückgang in der Öl- und Gasbranche
dürften dem amerikanischen BIP-Wachstum im laufenden Jahr daher kaum grossen Schaden zufügen.
EZB-Massnahme dürfte den zögerlichen Aufschwung in der
Eurozone ankurbeln
Auch die Eurozone profitiert von den niedrigeren Ölpreisen und
markant sinkenden Zinsen, leidet aber immer noch unter einer
recht schwachen konjunkturellen Dynamik. Die Abwertung des Euros gegenüber anderen wichtigen Währungen sollte indes den Exporten einen grossen Schub verleihen. Dies gilt umso mehr, wenn
sich das Wachstum in China wie von uns erwartet 2015 stabilisiert. Das quantitative Lockerungsprogramm der EZB wird die Kreditvergabe, den Konsum und die Investitionen stützen. Gesamtund Kerninflation dürften dabei noch etwas weiter sinken. Die Sorge vor einer Deflationsspirale halten wir allerdings für unberechtigt, zumal jetzt, da die EZB ihre QE gestartet hat.
In der Schweiz hat die Entscheidung der Nationalbank, die
Kursuntergrenze für den Euro aufzuheben, zu einer sprunghaften
Verteuerung des Frankens geführt. Trotz der graduellen Erholung,
welche die wichtigsten Handelspartner in der Eurozone gerade verzeichnen, wird dies die Schweizer Wirtschaft erheblich belasten.
Wir haben daher unsere Prognose für das BIP-Wachstum 2015
auf 0.8% zum Vorjahr gesenkt und erwarten, dass die durchschnittliche Gesamtinflation in diesem Jahr auf –1.3% YoY fallen
wird.
Schwellenländern steht weiteres schwieriges Jahr bevor
Das Wachstum in China dürfte sich unseres Erachtens in der ersten Jahreshälfte 2015 festigen und danach in eine Erholungsphase eintreten, insbesondere weil die chinesische Notenbank weitere Liquiditätsmassnahmen ergriffen hat und sich die Lage am Immobilienmarkt zu stabilisieren scheint. Die Wachstumsaussichten
Brasiliens bleiben dagegen aufgrund der dortigen Leitzinserhöhungen und fiskalischen Straffung kurzfristig weiterhin schwach. Da
die Haushaltseinsparungen die Gefahr einer späteren Schuldenkrise verringern, tragen sie jedoch zu einer Verbesserung der längerfristigen Perspektiven des Landes bei. Die Wachstumsprognosen
für das russische Bruttoinlandprodukt 2015 schliesslich wurden
seit Anfang Dezember infolge des Absturzes von Rubel und Ölpreisen sowie der drastischen Leitzinserhöhung deutlich nach unten
korrigiert. Sie liegen nun zwischen –3% und –6% im Vergleich
zum Vorjahr und damit tief im Rezessionsbereich.
(23.01.2015)
10
Globale Anlagestrategie
Globale Anlagestrategie
Ausblick für HighYield-Anleihen sowie europäische
und japanische Aktien positiv
Wir favorisieren australische und kanadische Staatspapiere sowie High-Yield- und
Emerging-Market-Lokalwährungsanleihen.
Europäische und japanische Aktien sind die
Hauptnutzniesser der Reflationspolitik der
EZB und der BoJ.
Nannette Hechler-Fayd'herbe
Head of Investment Strategy
nannette.hechler-fayd'herbe@credit-suisse.com, +41 44 333 17 06
Finanzmärkte dürften von Wachstumsbefürchtungen auf Reflationsfokus übergehen
Der deutliche Preiseinbruch bei Öl und anderen Rohstoffen gegen
Ende 2014 veranlasste die Finanzmärkte dazu, ein schwächeres
Weltwirtschaftswachstum und höhere Deflationsrisiken zu eskomptieren. Die Anleihenrenditen in Kernmärkten gaben markant nach,
während Aktien an Ort und Stelle traten. Die Unsicherheit hinsichtlich der Wachstumsperspektiven wird unseres Erachtens noch einige Zeit anhalten. Wir bleiben daher vorerst bei unserer neutralen
Einschätzung von Fixed-Income-Anlagen und Aktien. Wir glauben
allerdings auch, dass die Finanzmärkte die «Reflationsvorteile» der
tieferen Ölpreise und der quantitativen Lockerung durch die Europäische Zentralbank (EZB) letztlich einpreisen werden. Wenn es
soweit ist, dürften Aktien klarer als Gewinner unter den Anlagekategorien hervortreten. Als ersten Schritt hin zu einer wieder etwas
risikofreudigeren Positionierung haben wir uns zur Erhöhung des
Risikoexposure innerhalb unserer Fixed-Income-Strategie entschlossen.
High-Yield-Anleihen, Lokalwährungsverbindlichkeiten aus
Schwellenländern und australische Staatspapiere
Vor einer quantitativen Lockerung gehen die Renditen tendenziell
stark zurück, weshalb wir Anleihen aus der Eurozone bevorzugen.
Wenn die quantitative Lockerung allerdings erst einmal lanciert ist
und die reflationären Massnahmen der Zentralbanken an Glaubwürdigkeit gewinnen, ziehen die Renditen am langen Ende tendenziell wieder an. Derart reagierten zumindest die US-Treasurys an-
28.01.2015
Credit Suisse - Investment Monthly Europe
lässlich der drei Runden quantitativer Lockerung durch die US-Notenbank Fed. Wir rechnen für europäische Staatsanleihen aus
Kernländern mit einem ähnlichen Muster, insbesondere wenn sich
die Rohstoffpreise – wie von uns erwartet – stabilisieren. Wir raten
zur Reduktion des Exposure gegenüber deutschen Bundesanleihen und stattdessen zu einem Fokus auf australische und kanadische Staatspapiere, die höhere Renditen abwerfen. Positiver beurteilen wir zudem nun High-Yield-Bonds und Lokalwährungsanleihen aus Schwellenmärkten. Die Verkaufswelle bei Ersteren hat unserer Meinung nach deren Risiko-Ertrags-Profil verbessert, während Letztere von einer geldpolitischen Lockerung profitieren sollten, zumal die Inflation in den Schwellenländern zurzeit ihren Zenit
überschreitet.
Europäische und japanische Aktien weiterhin im Fokus
Mit Blick auf die globale Reflationspolitik hat nun klar eine Stabübergabe von der Fed an die EZB stattgefunden, die sich im Reflationslager zur Bank of Japan (BoJ) gesellt. Europäische und japanische Aktien dürften die Hauptnutzniesser dieser Konstellation
sein. Ein schwächerer EUR und sich aufhellende Wachstumsperspektiven für die Eurozone werden voraussichtlich einen Anstieg
der Gewinnerwartungen bewirken. Der relativ zyklische europäische Aktienmarkt sollte in der Folge eine Outperformance zeigen.
Japanische Aktien profitieren derweil nicht nur von einem schwächeren JPY, sondern auch von kräftiger Unterstützung durch heimische Investoren, nimmt der staatliche japanische Pensionsfonds
doch zurzeit eine Umschichtung aus Anleihen in in- und ausländische Aktien vor. Schweizer Aktien sollten sich von ihrem markanten Rückschlag, der durch die Aufhebung des EUR/CHF-Mindestkurses ausgelöst wurde, trotz wahrscheinlicher Abwärtsrevisionen
der Gewinnprognosen wieder erholen, zumal die Dividendenrenditen im Vergleich zu den Anleihenrenditen immer noch höchst attraktiv scheinen. Allerdings legen die hartnäckige Überbewertung
des CHF und die defensive Natur der Schweizer Aktien den
Schluss nahe, dass diese keine Outperformance erzielen werden.
Schwächerer EUR, stärkerer USD; SNB dürfte CHF-Stärke
Gegensteuer geben
Das quantitative Lockerungsprogramm der EZB wird den EUR voraussichtlich auf seinem Abwertungspfad halten – dies insbesondere gegenüber dem USD, der zudem von einem weiteren Anstieg
der Zinsen am kurzen Ende profitieren dürfte. Angesichts des
schwachen EUR sollte der Aufwärtsdruck auf den CHF fortdauern. Allerdings rechnen wir damit, dass die SNB der CHF-Stärke
mit zeitweiligen Devisenmarktinterventionen und bei Bedarf auch
mit noch negativeren kurzfristigen Zinsen die Spitze nehmen wird.
Rohstoffe zurzeit durch hohe Costs of Carry gebremst,
aber Anpassungen haben eingesetzt
Der Angebotsüberhang an den Rohstoffmärkten hat die Lagerhaltungskosten nach oben schnellen lassen, sodass sich für Rohstoffanleger hohe Costs of Carry ergeben. Dies wird eine schnelle Erholung der Preise verhindern. Indessen wird die Produktion von
Schieferöl in den USA nun rasch zurückgefahren. Zudem lassen
eine Wachstumsbeschleunigung in den USA und Europa sowie eine Stabilisierung in China ebenfalls eine künftige Erholung erwarten. Unsere 12-Monats-Prognose für Rohöl der Sorte WTI lautet
USD 75.
(26.01.2015)
11
Globale Anlagestrategie
28.01.2015
Forecast Summary
Unternehmensanleihen: Ausgewählte Indizes
Rendite (%)
Spread
(Bp)
Duration
(Jahre)
3M-Prognose
12M-Prognose
BC IG Corporate
EUR
1.0
85
4.9
0.0%
-0.9%
BC IG Corporate
USD
2.9
135
7.4
0.4%
-1.5%
BC IG Financials
USD
2.6
121
5.9
0.4%
-0.9%
CS LSI ex Govt
CHF
0.2
67
5.6
0.0%
-1.3%
BC High Yield
Corp USD
6.5
500
4.3
1.4%
4.5%
12M
BC High Yield Pan 4.4
EUR
367
4.0
0.9%
3.1%
JPM EM Hard
Curr USD
6.1
423
7.9
0.7%
3.0%
JPM EM Local
Curr, abgesichert
in USD
6.0
n.a.
5.0
1.8%
4.9%
Weitere Informationen zu den Prognosen und Schätzungen sind
auf Anfrage erhältlich. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit
ist kein Indikator für die künftige Entwicklung. Die Wertentwicklung kann von Provisionen, Gebühren oder anderen Kosten sowie
von Wechselkursschwankungen beeinflusst werden.
(28.01.2015)
Kurzfristzinsen 3-Monats-Libor / 10-jährige Staatsanleihen
3M-Libor
Credit Suisse - Investment Monthly Europe
10J
in %
Kassa
3M
12M
Kassa
3M
CHF
-0.84
-0.8 bis -0.6
-0.8 bis -0.6
-0.08 -0.1 bis 0.1
0.2-0.4
EUR*
0.06
0.0-0.2
0.0-0.2
0.38
0.5-0.7
0.9-1.1
USD
0.25
0.2-0.4
1.0-1.2
1.82
2.0-2.2
2.6-2.8
GBP
0.56
0.5-0.7
1.3-1.5
1.48
1.6-1.8
2.2-2.4
AUD
2.65
2.6-2.8
2.8-3.0
2.57
2.6-2.8
3.0-3.2
JPY
0.10
0.0-0.2
0.0-0.2
0.26
0.3-0.5
0.7-0.9
BC = Barclays Capital, IG= Investment Grade, CS = Credit Suisse, JPM = JP Morgan (EMBI+ und GBI Gl.
Div). Indexdaten vom 27.01.2015.
Quelle: Bloomberg, Credit Suisse
Spotkurse sind Schlusskurse vom 27.01.2015. Prognosedatum: 22.01.2015. *3M-Euribor, **3M-Bank-BillSätze.
Quelle: Bloomberg, Credit Suisse
Währungen
Aktien
Index
Kassa
KGV
Div.-r.
(%)
3M*
12M*
Spot
3M
12M
EUR/USD
1.14
1.06-1.10
1.03-1.07
USD/CHF
0.90
0.91-0.95
0.98-1.02
EUR/CHF
1.03
0.98-1.02
1.03-1.07
USD/JPY
118
122-126
122-126
MSCI AC World**
876
15.0
2.8
885
965
USA S&P 500
2'030
16.4
2.3
2'060
2'180
EUR/JPY
134
132-136
128-132
Eurostoxx 50
3'373
13.5
4.2
3'400
3'700
EUR/GBP
0.75
0.69-0.73
0.67-0.71
UK FTSE 100
6'812
14.1
4.1
6'800
7'300
GBP/USD
1.52
1.50-1.54
1.50-1.54
Japan Topix
1'426
13.9
1.7
1'450
1'550
AUD/USD
0.79
0.77-0.81
0.73-0.77
Australien S&P/ASX
200
5'547
14.6
4.5
5'600
6'000
USD/CAD
1.24
1.22-1.26
1.22-1.26
Kanada S&P/TSX
Comp
EUR/SEK
9.31
9.38-9.42
9.38-9.42
14'834
EUR/NOK
8.79
8.48-8.52
8.38-8.42
Schweiz SMI
8'403
15.5
3.2
8'100
8'700
EUR/PLN
4.24
4.28-4.32
4.28-4.32
MSCI Emerging Markets**
100'588
11.1
2.8
99'200
107'000
USD/CNY
6.24
6.20-6.24
6.20-6.24
USD/SGD
1.34
1.31-1.35
1.31-1.35
USD/KRW
1'080
1'120-1'140
1'160-1'180
USD/INR
61.4
63-65
63-65
USD/BRL
2.57
2.75-2.85
2.85-2.95
USD/MXN
14.6
14.6-14.8
13.8-14.0
15.8
3.0
14'800
15'800
Kurse vom 27.01.2015; *Prognose; **Nettorenditen (inkl. Dividenden).
Quelle: Datastream, Credit Suisse
Rohstoffe
Spotkurse: Schlusskurse London, 27.01.2015.
Kassa
3M*
12M*
Gold (USD/Unze)
1'292.34
1'250
1'200
Silber (USD/Unze)
18.07
17
15
Platin (USD/Unze)
1'264.25
1'250
1'350
Palladium (USD/Unze)
781.50
800
850
Kupfer (USD/Tonne)
5'421.00
5'700
5'600
WTI-Rohöl (USD/Barrel)
46.23
45
70
Credit Suisse Commodity Benchmark
3'973.27
4'100
4'400
Spotkurse: Schlusskurse New York, 27.01.2015; *Prognose.
Quelle: Bloomberg, Credit Suisse
Quelle: Bloomberg, Credit Suisse
Reales BIP-Wachstum und Inflation
BIP-Wachstum
Inflation
in %
2014E
2015E
2016E
2014E
2015E
2016E
CH
1.8
0.8
1.2
0.0
-1.3
0.0
EWU
0.8
1.0
1.5
0.4
0.0
1.0
USA
2.3
3.5
2.8
1.6
0.0
2.1
UK
2.6
3.0
2.3
1.5
0.8
2.0
Australien
2.8
2.6
2.9
2.5
2.2
2.5
Japan
0.2
0.9
1.1
2.7
1.3
1.2
China
7.4
6.9
7.0
2.1
1.8
2.1
Prognosen vom: 22.01.2015.
Quelle: Credit Suisse
12
Sonderthema
Sonderthema
Wie tief können
Renditen von
Staatsanleihen
sinken?
Erfahrungen aus
der Schweiz
Das gegenwärtige Umfeld scheint für Anleihen kurzfristig günstig zu sein. Die geldpolitische Lockerung ist jedoch bereits zu einem
grossen Teil eskomptiert.
Eine zusätzliche Lockerung der SNB könnte die Geldmarktzinsen noch weiter in den negativen Bereich sinken lassen. Die Gesamtrenditen von CHF-Anleihen mit langer Laufzeit werden während der nächsten zwölf Monate wahrscheinlich negativ bleiben, weshalb
diese Papiere unattraktiv sind.
Nannette Hechler-Fayd'herbe
Head of Investment Strategy
nannette.hechler-fayd'herbe@credit-suisse.com, +41 44 333 17 06
Sylvie Golay Markovich
Head Fixed Income Analysis
sylvie.golay@credit-suisse.com, +41 44 334 54 37
Die Anleihenrenditen in Kernländern befinden sich wieder auf oder
unter den historischen Tiefstwerten, die während der globalen
Finanzkrise verzeichnet wurden. Nirgendwo in der Welt sind sie jedoch so stark gesunken wie in der Schweiz. Am 23. Januar erreichte die zehnjährige Rendite Schweizer Staatsanleihen einen
Stand von –0.26%. Können die Renditen in der Schweiz noch
stärker in den negativen Bereich absinken? Worüber sollten sich
Anleger bei Anleihenanlagen in einem solchen Umfeld bewusst
sein und wie sollten sie sich verhalten?
28.01.2015
Credit Suisse - Investment Monthly Europe
Zwei bedeutende Renditeimpulse
Wie weit Schweizer Staatsanleihenrenditen in den negativen Bereich sinken können, hängt von zwei Faktoren ab: Erstens von
den Geldmarktsätzen (3-Monats-Libor), die eine Verankerung der
restlichen Zinskurve bilden, und zweitens von der Steigung der
Zinskurve, d.h. der Differenz zwischen lang- und kurzfristigen Anleihenrenditen.
Das neue Zielband der SNB für den 3-Monats-Libor beträgt
–0.25% bis –1.25%. Obwohl die SNB in der Regel die Mitte dieses Zielbands anstrebt, brachte das quantitative Lockerungsprogramm der EZB den CHF unter einen beträchtlichen Aufwertungsdruck. Der 3-Monats-Libor könnte daher noch weiter in Richtung
der Untergrenze des SNB-Zielbands gedrückt werden, während
die SNB auf den Aufwertungsdruck reagiert. Der Libor ist gegenwärtig eher ein Richtsatz und spiegelt nicht unbedingt das Interbankengeschäft wider, weil die inländischen Banken bevorzugt den
Tagesgeldsatz der SNB zu 0% verwenden, als Ausleihungen zu
negativen Zinsen zu gewähren. Die Swapsätze sind jedoch mit
den Libor-Sätzen verbunden. Besonders die kurzfristigen Swaprenditen dürften daher in der Nähe der negativen Libor-Fixings bleiben. Selbst wenn die SNB also ihr Zielband unverändert beibehalten sollte, könnten die kurzfristigen Swapsätze weitere 20–40 Basispunkte in den negativen Bereich absinken und sich dem Stand
von –1.25% noch stärker nähern.
Negative kurzfristige Renditen ermöglichen steilere Renditekurve
Bei längeren Laufzeiten ist der Spielraum für stärker negative Renditen weniger ausgeprägt. Er ergibt sich aus der erwarteten Steigung der Renditekurve. Diese wiederum spiegelt überwiegend die
gesamtwirtschaftlichen Erwartungen einerseits und das Zinsniveau
andererseits wider. In der Schweiz gab es hierbei in den vergangenen 20 Jahren vor allem zwei Szenarien (vgl. Abbildung). Vor der
Finanzkrise, d.h. vor dem Jahr 2008, wiesen die Renditen in der
Schweiz noch einen normaleren Stand auf (durchschnittlich
2%–3%). Der Zinsunterschied zwischen langen und kurzfristigen
Laufzeiten stieg in diesem Zeitraum typischerweise, sobald das
BIP-Wachstum unter das Potenzial fiel, d.h. sobald sich eine negative Produktionslücke abzeichnete. Dies war dann mit einer steileren Renditekurve verbunden. Nach 2008, also ab dem Beginn
des niedrigen Renditeumfelds (mit durchschnittlichen Renditen
Schweizer Staatsanleihen von 1%–2%), änderte sich dieses Verhältnis zwischen der Renditekurve und der Produktionslücke.
Schlechtere Wirtschaftsaussichten und negative Produktionslücken gingen mit flacheren Renditekurven einher (engere Zinsdifferenzen zwischen lang- und kurzfristigen Anleihen), da das kurze
Ende der Zinskurve die Untergrenze von 0% aufwies und das lange Ende nach unten gedrückt wurde. Da die SNB nun in den negativen Bereich ausweicht, wurde die kurzfristige Zinsgrenze von
0% aufgehoben. Daher rechnen wir damit, dass negative Produktionslücken wieder mit steileren Renditekurven einhergehen werden.
Sonderthema
28.01.2015
Änderung der Beziehung von Schweizer Produktionslücke gegenüber Steigung der Renditekurve
Schweizer Produktionslücke (Differenz zwischen tatsächlichem
und potenziellem BIP) gegenüber Steigung der CHF-Kurve.
7.0
-1.5
Pre 2008 regime:
widening negative output
gap => steeper curve
6.0
Post 2008 regime:
widening neg.output
gap => flatter curve
5.0
Neg. rate
regime:
widening neg.
output gap =>
steeper curve
-1.0
-0.5
4.0
0.0
3.0
0.5
2.0
1.0
1.0
1.5
0.0
Yield curve steepnes (inverted)
<- Output gap ->
<= Growth below potential - Growth above potential =>
13
Credit Suisse - Investment Monthly Europe
stark die Schweizer Anleihenrenditen beeinflussen. Falls unser Basisszenario negativer Gesamtrenditen von Schweizer Staatsanleihen eintreffen sollte, würden wir eine rückläufige Nachfrage der inländischen Schweizer Institute erwarten. Aufgrund der vorteilhaften Währungsswaps wiesen auch ausländische Anleger bisher
Gründe auf, Schweizer Staatsanleihen zu kaufen. Unter Nutzung
der gegenwärtig negativen Basisswaps konnten ausländische Anleger Schweizer Eidgenossen zu negative Renditen kaufen und sie
mit einem positiven Zinsunterschied beispielsweise in USD-LiborAnlagen übertragen. Die Basisswaps werden sich im Laufe der
Zeit wahrscheinlich anpassen und wir erwarten, dass die Nachfrage nach negativ verzinsten CHF-Anleihen in diesem Fall allmählich
nachgibt, sodass sich die Renditen stabilisieren können.
2.0
-1.0
2.5
-2.0
3.0
-3.0
-4.0
1990Q1
3.5
1992Q3
1995Q1
1997Q3
2000Q1
2002Q3
2005Q1
2007Q3
2010Q1
2012Q3
2015Q1
Own outputgap model (using OECD 2014Q4-2016Q4 GDP, consumption and income growth forecasts only) in %
Yield curve steepness (10Y Eidgenossen - 3M Libor CHF) in % - RHS inverted
Quelle: Credit Suisse, Datastream
Wie stark negativ können die Schweizer Renditen werden?
Wegen unserer neuen Prognose für das Schweizer BIP von 0.8%
im laufenden Jahr erwarten wir eine negative Produktionslücke
und eine steile Renditekurve. Die Renditedifferenz zwischen den
zehnjährigen Schweizer Staatsanleihen und dem 3-Monats-Libor
weitete sich von 30 Basispunkten vor dem SNB-Entscheid erheblich auf über 70 Basispunkte zum Redaktionsschluss aus. Wenn
man davon ausgeht, dass sich der 3-Monats-Libor auf rund
–0.75% stabilisiert und die Renditekurve eine Steigung von
50–70 Basispunkten aufweist, würde die Rendite zehnjähriger
Schweizer Staatsanleihen in einem Bereich von –0.25% bis
–0.05% schwanken. Wenn der 3-Monats-Libor weiter in Richtung
–1.25% nachgeben sollte, könnten die Renditen der zehnjährigen
Schweizer Staatsanleihen in den Bereich von –0.55% bis –0.35%
nachgeben, und die Renditekurve wäre dann steiler.
Wer kauft Anleihen mit negativer Rendite?
Während negative Renditen die meisten inländischen Schweizer
Privatanleger wahrscheinlich abschrecken und die Nachfrage daher verhalten ausfallen dürfte, sind institutionelle Anleger oft gezwungen, einen bestimmten Betrag ihres Portfolios in inländische
Staatsanleihen zu investieren. Ihre Nachfrage wird daher sehr
Implikationen für die Anleger
Während das gegenwärtige Umfeld für Anlagen in sehr kurzfristige Anleihen angesichts der jüngsten Zentralbankmassnahmen
recht günstig erscheint, ist ein Grossteil dieser Lockerung bereits
in den gegenwärtigen Kursen berücksichtigt. Die Anlageklasse
schätzen wir daher neutral ein. Sobald die Zentralbanken in ihrem
Kampf gegen die Deflation erste Erfolge erzielen, würden wir erwarten, dass viele Anleihensegmente zunehmend unattraktiv erscheinen werden. Unseres Erachtens gibt es zwar im Falle eines
fortgesetzt starken CHF-Aufwertungsdrucks das Risiko, dass die
kurzfristigen Renditen Schweizer Anleihen weiter in den negativen
Bereich fallen, die Auswirkung auf die längerfristigen Laufzeiten
wird aber wahrscheinlich stärker begrenzt sein. In unserem Basisszenario erwarten wir über die meisten Laufzeiten hinweg negative
Gesamtrenditen. Solange die negativen Schweizer Leitzinsen nicht
auf die Konten der Privatanleger weitergereicht werden, erscheinen Barmittelbestände attraktiver als CHF-Anleihen mit negativen
Renditen. Wir würden damit beginnen, bei bestehenden CHF-Anleihebeständen Gewinne mitzunehmen und keine neuen CHF-Anleihenpositionen einzugehen. Falls die Leitzinsen noch stärker in
den negativen Bereich nachgeben und womöglich sogar auf die
CHF-Konten der Privatanleger weitergereicht werden, sind selbst
Barmittelbestände im CHF nicht mehr attraktiv. Eine Diversifikation in USD-Barmittel wäre insbesondere für Anleger mit CHF-Basiswährung ratsam, da wir mit einem Anstieg der USD-Geldmarktsätze und einer Aufwertung des USD gegenüber dem CHF rechnen. Falls Anleger mit ausländischer Basiswährung ein Engagement in CHF-Vermögenswerte eingehen möchten, würden wir keine CHF-Anleihen sondern vielmehr Schweizer Aktien als eine attraktivere Möglichkeit betrachten.
(26.01.2015)
14
Fixed Income
Fixed Income
Kreditrisiko in
USA/Europa
erhöhen;
Schwellenmärkte
für Zinsexposure
bevorzugt
28.01.2015
Credit Suisse - Investment Monthly Europe
zwar nicht auszuschliessen, jedoch sollte sich dies primär auf die
kurzfristigen Renditen auswirken, und die langen Laufzeiten bleiben unattraktiv.
Zinserwartungen an Zentralbanken haben erneut abgenommen
Kumulative Zinserwartungen für die nächsten 12 Monate abgeleitet aus OIS.
in Basispunkten
60
40
20
0
-20
-40
-60
Fed
EZB
BoE
SNB
BOJ
Kumulative Zinserwartungen für die nächsten 12 Monate
Bei EUR-Staatsanleihen besteht das Risiko
einer Neubewertung. Im risikoreicheren Segment favorisieren wir Schwellenmarktanleihen
in Lokalwährung.
Bei US-Hochzinsanleihen sehen wir mehr
und bei den europäischen Pendants weniger
Aufwärtspotenzial.
Sylvie Golay Markovich
Head Fixed Income Analysis
sylvie.golay@credit-suisse.com, +41 44 334 54 37
Niedrige Inflation dürfte Aufwärtsdruck auf Renditen globaler Staatsanleihen begrenzen
Wir bleiben für Fixed-Income-Anlagen neutral eingestellt, da wir
bei globalen Staatsanleihen weiterhin mit einem geringen Renditeanstieg rechnen. Regional erwarten wir, dass sich die 2014 verzeichnete Outperformance von EUR-Anleihen gegenüber USDBonds in den kommenden Monaten rückläufig entwickeln dürfte.
Im EUR-Staatsanleihensegment erachten wir das Risiko einer
Neubewertung bei deutschen Bundesanleihen als höher, da sie
stark überbewertet sind. Zudem dürfte die Ankündigung eines
breit angelegten Staatsanleihenkaufprogramms der EZB den disinflationären Druck in der Eurozone begrenzen. Mit Blick auf USDAnleihen erachten wir die Wahrscheinlichkeit einer graduellen Zinserhöhung ab Mitte Jahr als gering, solange die Inflation auf dem
niedrigen Niveau verharrt. Unter den Industrieländern weisen
USD-Papiere derzeit die attraktivsten Bewertungen auf; zusammen mit einer weiterhin positiven Einschätzung für den USD könnte dies zu einer stärkeren Nachfrage nach USD-Anleihen als nach
EUR-Bonds führen. Angesichts dessen favorisieren wir Anleihen
aus der europäischen Peripherie nicht mehr, obwohl das Risiko negativer Renditen aufgrund ihres Zinsvorteils begrenzt ist. Im CHFBereich halten wir an unserer negativen Einschätzung für Staatsanleihen fest. Weitere Lockerungsmassnahmen der SNB sind
BOC
RBA
Vor 7 Tagen
RBNZ
Vor 1 Monat
Quelle: Bloomberg, Credit Suisse / IDC
Unter den Industrieländern bevorzugen wir australische und kanadische Anleihen. Die Wirtschaft dieser beiden Energieexporteure
wurde vom Ölpreisrückgang besonders hart getroffen, was ihren
Zentralbanken weiteren Zinssenkungsspielraum verleiht. Im Gegensatz zu den hohen Bewertungen der wichtigsten Staatsanleihenmärkte sind Schwellenmarktpapiere in Lokalwährung – mit
Renditen von etwa 6% – attraktiv bewertet; auch hier dürfte die
niedrigere Inflation weitere Lockerungsschritte der Zentralbanken
zulassen. Indien, Indonesien, Südafrika, die Türkei, Peru und Mexiko sind unsere Favoriten.
Ausweitung der Kreditspreads dürfte ein Ende finden
Unter der Voraussetzung, dass die US-Konjunktur weiter stark verläuft und die vergleichsweise immer noch lockeren Kreditkonditionen Bestand haben, dürften die jüngsten massiven Verkäufe von
Hochzinsanleihen, insbesondere in den US-Sektoren Energie sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, gestoppt werden, worauf die
aktuellen Mittelflüsse in High-Yield-Fonds hindeuten. Die Bewertungen sind zwar in Anbetracht der Verschlechterung der fundamentalen Bonitätsfaktoren in den Jahren 2012 und 2013 nicht
als günstig zu bezeichnen. Allerdings haben die Spreads in einem
nicht von einer Rezession geprägten Umfeld nur selten derart hohe Niveaus erreicht. Zudem wurde der jüngste Trend zur erneuten
Fremdkapitalaufnahme gestoppt, und die meisten Unternehmen
weisen weiterhin eine geringe Zinslast auf, was einen abrupten Anstieg der Zahlungsausfälle verhindert. Trotz ihrer grösseren
Spreads würden wir Emittenten im Ratingbereich CCC weiterhin
meiden. Regional sehen wir für die USA, gefolgt von Europa, weiteres Aufwärtspotenzial. Im EUR-Segment erscheinen Hochzinsanleihen gegenüber nachrangigen Finanzanleihen – und in geringerem Mass auch gegenüber Hybridpapieren im Investment-GradeBereich – besonders attraktiv bewertet. Demgegenüber könnte
sich die jüngste Ausweitung bei asiatischen und chinesischen
Emittenten fortsetzen, wobei das Investment Grade- und vor allem
das BBB-Segment ebenfalls gefährdet sind.
(27.01.2015)
15
Fixed Income
28.01.2015
Credit Suisse - Investment Monthly Europe
Research-Anleihenempfehlungen
ISIN
Währ. Emittent
Rating (1)
Coupon
(2)
Mind.stck./zus.
Vol.
(in 1'000) (Mio.)
Fälligkeit
Nächster Call
Kurs
(3)
YTM
(%)
YTC
(%)
Bench.Spread
(4)
USG5002FAA42
USD
JAGUAR LAND ROVER AUTOMO
BB / Ba2
4.125 (S)
200 / 1
USG5002FAC08
USD
JAGUAR LAND ROVER AUTOMO
BB / Ba2
4.250 (S)
200 / 1
700
12.18
-
102.3
3.5
-
241
500
11.19
-
102.8
3.6
-
US46625HKA76
USD
JPMORGAN CHASE & CO
A / A3e
2.250 (S)
231
2/1
2'500
01.20
12.19
100.8
2.1
2.1
US61747YDW21
USD
MORGAN STANLEY
A- / Baa2e
74
2.650 (S)
1/1
2'500
01.20
-
101.9
2.2
-
US68389XBA28
USD
ORACLE CORP
89
A+ / A1
2.800 (S)
2/1
1'500
07.21
-
103.7
2.2
-
US37045XAQ97
USD
62
GENERAL MOTORS FINL CO
BBB- / Ba1
4.375 (S)
2/1
1'250
09.21
-
105.6
3.4
-
184
US92343VCN29
USD
VERIZON COMMUNICATIONS
BBB+ / Baa1
3.000 (S)
2/1
1'500
11.21
09.21
101.4
2.8
2.8
120
XS1121198094
EUR
GENERAL MOTORS FINANCIAL
BBB- / Ba1
1.875 (A)
100 / 1
500
10.19
-
103.2
1.2
-
120
XS1115208107
EUR
MORGAN STANLEY
A- / Baa2
1.875 (A)
100 / 1
1'250
03.23
-
103.1
1.5
-
128
XS1176079843
EUR
ENEL FINANCE INTL NV
BBB / Baa2
1.966 (A)
100 / 1
1'463
01.25
-
104.6
1.5
-
109
XS1173792059
EUR
CITIGROUP INC
A- / Baa2e
1.750 (A)
100 / 1
1'250
01.25
-
101.3
1.6
-
123
XS1169595854
GBP
PRUDENTIAL PLC
A+ / A2
1.375 (A)
100 / 1
300
01.18
-
100.2
1.3
-
63
XS1064797126
GBP
RCI BANQUE SA
BBB / Baa3
3.000 (A)
1/1
250
05.19
-
104.5
1.9
-
96
XS1136679153
GBP
FCE BANK PLC
BBB / Baa3
2.759 (A)
100 / 1
400
11.19
-
103.2
2.0
-
103
AU3CB0223501
AUD
UBS AG AUSTRALIA
A / A2
4.000 (S)
1/1
400
08.19
-
102.4
3.4
-
123
XS1130303305
AUD
NESTLE HOLDINGS INC
NR / Aa2
3.625 (A)
2/2
175
11.20
-
102.9
3.1
-
82
XS1115524016
AUD
MORGAN STANLEY
A- / NR
5.000 (S)
1/1
650
09.21
-
106.3
3.9
-
162
AU3CB0225662
AUD
TOTAL CAPITAL INTL SA
AA- / Aa1
4.250 (S)
2/2
350
11.21
-
103.5
3.7
-
130
US013817AV33
USD
ALCOA INC
BBB- / Ba1
5.400 (S)
2/1
1'250
04.21
01.21
110.4
3.5
3.4
196
USN77608AG79
USD
SCHAEFFLER FINANCE BV
BB- / Ba2
4.250 (S)
200 / 1
700
05.21
05.17
98.6
4.5
5.8
297
XS0995102778
USD
ING BANK NV
BBB / Baa2
4.125 (S)
200 / 1
2'058
11.23
11.18
100.4
4.1
4.0
295
US251525AM33
USD
DEUTSCHE BANK AG
BBB- / Ba1
4.296 (S)
200 / 1
1'500
05.28
05.23
101.1
4.0
4.1
242
USF2893TAF33
USD
ELECTRICITE DE FRANCE SA
BBB+ / A3
5.250 (S)
100 / 1
3'000
unbegr.
01.23
105.0
5.2
4.5
280
XS1114452060
EUR
CNH INDUSTRIAL FIN EUR S
BB+ / Ba2
2.875 ()
100 / 1
700
09.21
-
102.7
2.4
-
235
XS1126486239
EUR
SCHAEFFLER HLDG FIN BV
B / B1
5.750 (S)
100 / 1
350
11.21
11.17
108.0
4.4
3.7
387
XS1049037200
EUR
ROYAL BK SCOTLND GRP PLC
BB / Ba3
3.625 (A)
100 / 1
1'000
03.24
03.19
102.9
2.9
2.9
295
FR0011942226
EUR
GDF SUEZ
BBB+ / A3
3.000 (A)
100 / 100
1'000
unbegr.
06.19
104.8
2.5
1.8
189
XS1115490523
EUR
ORANGE SA
BBB- / Baa3
4.000 (A)
100 / 1
1'000
unbegr.
10.21
108.0
3.4
2.7
258
XS1139494493
EUR
GAS NATURAL FENOSA FINAN
BB+ / Ba1
4.125 (A)
100 / 100
1'000
unbegr.
11.22
105.9
3.7
3.3
309
XS1140860534
EUR
GENERALI FINANCE BV
BBB- / Ba1
4.596 (A)
100 / 1
1'500
unbegr.
11.25
105.8
4.3
3.9
351
XS1025866119
GBP
JAGUAR LAND ROVER AUTOMO
BB / Ba2
5.000 (S)
100 / 1
400
02.22
-
107.4
3.8
-
256
XS1115502988
GBP
ORANGE SA
BBB- / Baa3
5.750 (A)
100 / 1
600
unbegr.
04.23
108.4
4.6
4.5
310
USD
EUR
Sonstige
EM/Unter
IG/Nachr. Anleihen*
Die Tabelle zeigt eine Auswahl von Anleihenempfehlungen mit BUY-Rating. Wir konzentrieren uns auf Anleihen, die gegenwärtig eine angemessene Liquidität bieten, und/oder Titel, die gemessen an den jeweiligen emittentenspezifischen Risiken eine ansprechende Rendite bzw. einen attraktiven Spread offerieren. *Emerging Markets/Sub-Investment Grade/Nachrangige Anleihen; 1) S&P, Moody's, e = Erwartetes Rating, NR = kein Rating; 2) A =
Jährlicher Coupon, S = Halbjährlicher Coupon, Q = Vierteljährlicher Coupon 3) Kurse vom 27. Januar 2015, rein indikativ und vorbehaltlich einer normalen Marktvolatilität. 4) Bench.-Spread bezieht sich auf die Renditedifferenz
zwischen YTM bzw. YTC und der relevanten Benchmark-Staatsanleihe. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für die künftige Entwicklung. Die Wertentwicklung kann von Provisionen, Gebühren oder anderen Kosten sowie von Wechselkursschwankungen beeinflusst werden. Weitere Informationen zu den Prognosen und Schätzungen sind auf Anfrage erhältlich.
Quelle: Bloomberg, Credit Suisse
16
Aktien
Aktien
Anlagechancen
trotz volatilem
Start ins Jahr 2015
Die Aktienmärkte sind seit Jahresanfang volatil. Öl, Währungen und Zentralbanken haben zu einer erhöhten Unsicherheit gegenüber dieser Anlagekategorie beigetragen.
Jedoch dürfte das allgemeine Umfeld in diesem Jahr günstig für Aktien bleiben.
Gérald Moser
Head of Equity Analysis
gerald.moser@credit-suisse.com, +41 44 332 79 49
28.01.2015
Credit Suisse - Investment Monthly Europe
Anhaltende Bevorzugung der Eurozone und Japans
Obgleich sich die monetären Bedingungen in diesem Jahr in den
USA und womöglich auch in Grossbritannien straffen könnten,
nehmen Zentralbanken in anderen Teilen der Welt eine weitere Lockerung ihrer Geldpolitik vor. Letzte Woche legte die EZB ihr eigenes Anleihenkaufprogramm auf. Dies dürfte zu einer Ankurbelung
der Wirtschaftsaktivität in der Eurozone und zu einer weiteren Abwertung des Euros beitragen. Dadurch dürfte es wiederum den europäischen Unternehmen endlich gelingen, ihre Gewinne wieder
zu steigern. Schliesslich befindet sich die Differenz zwischen den
Unternehmensgewinnen in den USA und Europa auf einem
Höchststand. Auch in Japan hält die Zentralbank an ihrem expansiven Kurs fest. Angesichts der günstigen monetären Bedingungen,
der attraktiven Bewertungen, der hohen Gewinndynamik und der
politischen Reformen, die auf den Weg gebracht wurden, bieten japanische Aktien unseres Erachtens ebenfalls attraktive Aussichten. Trotz selektiver Anlagegelegenheiten bleiben die Schwellenländer insgesamt eine Region, die unter strukturellen Problemen
und einem enttäuschenden Wachstum leidet.
Wachstum des Gewinns pro Aktie in Europa relativ zu
den USA und EUR/USD
Schwächerer Euro verändert Gewinndynamik in Europa.
YoY, in %
YoY, in %
40
30
20
10
0
-10
-20
-30
-40
-50
Jan 96
-30
-20
-10
0
10
20
30
Jan 00
Jan 04
Jan 08
Jan 12
MSCI Europe ex Financials 12M-Gewinnschätzungen ggü. USA
EUR/USD (rechts, invertiert)
Volatiles Umfeld; höhere US-Zinsen stellen jedoch keine
Gefahr dar
Unsicherheiten rund um die Zentralbankmassnahmen, anhaltende
Turbulenzen am Ölmarkt und die starke Aufwertung des Schweizer Frankens haben allesamt an den Aktienmärkten zu einem holperigen Jahresstart beigetragen. Ein wichtiges Ereignis, das wir
für Juni 2015 erwarten, ist der Beginn einer neuen Zinserhöhungsrunde der Fed. Aus historischer Sicht hat ein solcher Schritt
immer nur kurz für einen Volatilitätsanstieg gesorgt. Zwar erlitten
globale Aktien unmittelbar nach der ersten US-Zinserhöhung tendenziell Kursverluste, doch in deren Vorfeld hatten sich die Märkte
in der Regel erfreulich entwickelt. Im Allgemeinen nahmen sie ihren Aufwärtstrend zwei bis drei Monate nach dem geldpolitischen
Kurswechsel der Fed wieder auf. Das Anlagekomitee der Credit
Suisse hat diese historische Entwicklung gegen das aktuelle volatile Umfeld abgewogen und nimmt daher gegenüber Aktien eine
neutrale Haltung ein.
Quelle: Datastream, Credit Suisse/IDC
Berichtssaison in den USA in vollem Gange und in Europa
gerade eingeläutet
Die Unternehmen melden auf beiden Seiten des Atlantiks ihre Ergebnisse für das 4. Quartal 2014. Daher achten Anleger auch genau auf die Unternehmenszahlen und die jeweilige Branchendynamik. Wir sind weiterhin der Ansicht, dass Nicht-Basiskonsumgüter
von den niedrigeren Ölpreisen in den USA und den tieferen Zinsen in Europa und Japan profitieren werden. Wir halten den Sektor auch für günstig bewertet. Das Gleiche gilt für die IT-Branche,
die wir ebenfalls positiv einschätzen. Zwar haben die US-Banken
bislang mit ihren Ergebnissen enttäuscht, doch das europäische
Anleihenkaufprogramm dürfte das Finanzwesen auf breiter Front
unterstützen. Daher behalten wir unseren positiven Ausblick für
den Sektor bei.
(23.01.2015)
17
Aktien
28.01.2015
Credit Suisse - Investment Monthly Europe
Globale Aktiensektorstrategie und Top Picks von Research (3–6 Monate)
Sektor-Einschätzung
Industrie-Einschätzung
Europa (O) / UK
(N)
Energie (N)
Energie (N)
Royal Dutch Shell
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (U)
Chemikalien (N)
Croda International+
Schweiz (N)
USA (N)
Schwellenmärkte
(U)
Japan (O) / Australien
(O) / Sonstige
Schlumberger
Clariant, Syngenta+
Shin-Etsu Chemical+
Baustoffe (U)
Metalle und Bergbau (U)
Rio Tinto Ltd
JFE Hldgs+
Zellstoff und Papier (U)
Industrie (N)
Investitionsgüter (N)
Siemens
Emerson Electric+
Gewerbliche Dienste und Betriebsstoffe
(N)
Transportwesen, inkl. Logistikdienste (N)
Nicht-Basiskonsumgü- Automobile und Komponenten (O)
ter (O)
Hutchison Whampoa, Daikin+, Mitsubishi Heavy Industries+
Tyco International
International Consolidated Airlines+
Continental, Daimler
Delphi Automotive,
Borgwarner+
Gebrauchsgüter, Bekleidung, Textilien
und Luxusgüter (O)
Bridgestone, Toyota Motor
Nike
Hotels, Restaurants und Freizeit (O)
Medien (N)
Mediaset+
Einzelhandel (N)
Basiskonsumgüter
(N)
Home Depot
Matahari+
Lebensmittel- und Basisartikeleinzelhandel (N)
Getränke (O)
Heineken, AnheuserBusch InBev
Nahrungsmittel (U)
Nestlé
Tabak (U)
Haushaltsartikel und Körperpflegeproduk- Reckitt Benckiser
te (N)
Gesundheitswesen
(N)
Gesundheitswesen: Ausstattung und
Dienste (N)
Fresenius SE+
Biotechnologie (N)
Finanzwesen (O)
Pharmazeutika (N)
Stada, Ipsen+
Banken (O)
Intesa Sanpaolo, ING
Groep
Medtronic
Basilea+
Gilead Sciences
Novartis, Roche
AbbVie
Overseas Chinese Banking
Corporation Ltd, Sumitomo
Mitsu+
Diversifizierte Finanzdienste (O)
Versicherungen (O)
JPMorgan Chase &
Co
AXA
Immobilien (N)
IT (O)
Swiss Prime Site+
Hongkong Land, Sun Hung
Kai Property, CDL Hospitality Trusts, UOL Group, Daito
Trust+
Software und Dienste (O)
SAP
Facebook
Tencent Hldgs+
Hardware und Ausrüstung (N)
Alcatel Lucent
Apple
Nidec+, Samsung Electronics+
Halbleiter und Geräte zur Halbleiterproduktion (O)
Telekommunikationsdienste (U)
Swiss Life+
Diversifizierte Telekommunikationsdienste
(U)
Micron Technology+
Deutsche Telekom,
KPN, Vodafone+
Drahtlose Telekommunikationsdienste (U)
Versorgungsbetriebe
(N)
Versorgungsbetriebe (N)
Longyuan Power
Die vorliegende, von der Division Private Banking & Wealth Management der Credit Suisse empfohlene Sektorstrategie und Liste von Top Picks datiert vom 27. Januar 2015. Unsere Sektor-/Industriestrategie zeigt unsere Präferenzen innerhalb der verschiedenen Sektoren/Industrien, die Empfehlungen gelten im Vergleich zu den regionalen Benchmarks: Global (MSCI World in USD), Europa (MSCI Europe in EUR), Schweiz (Swiss Market Index in
CHF), USA (S&P 500 in USD), Asien-Pazifik (MSCI AC Asia/Pacific in USD). Die Einschätzungen «Outperform» und «Underperform» sind Empfehlungen, mehr respektive weniger zu investieren, als es einer neutralen Positionierung im nach Marktkapitalisierung gewichteten Benchmark entspricht. Die Sektor-/Industriegewichtungen und neutralen Positionen in Zahlen sind auf Anfrage erhältlich, bitte kontaktieren Sie dazu Ihren Relationship Manager.
Die Top Picks stellen eine Auswahl unserer favorisierten Aktien innerhalb unseres Research-Universums dar. Die Auswahl widerspiegelt unsere sektor- und industriespezifischen sowie unsere regionalen Präferenzen. Reguläre,
umfassende Aktualisierungen werden in unseren Publikationen Investment Monthly und Investment Weekly sowie in unseren Equity Research Reports publiziert. Darüber hinaus werden Zu- und Abgänge im Investment Daily kommuniziert. Legende: (O) = Outperform, (N) = Neutral, (U) = Underperform. Änderungen sind folgendermassen markiert: (+) = Neuzugänge bei den Top Picks, (#) = Änderungen der Sektor-, Industrie- oder Ländergewichtungen.
Weitere Informationen wie Offenlegungen im Zusammenhang mit anderen Emittenten erhalten Sie online auf der Seite «Global Research Disclosure» der Credit Suisse unter folgender Adresse: http://www.creditsuisse.com/research/disclaimer. Bitte beachten Sie, dass einzelne Titel möglicherweise nur begrenzt handelbar sind.
Quelle: Credit Suisse
18
Alternative Investments
Alternative Investments
Bei alternativen
Investments sind
nur moderate
Renditen zu
erwarten
Marktbedingungen für alternative Investments sind nicht optimal.
Rohstoffe und Immobilien sind für Anstiege
der Anleihenrenditen anfällig; Hedge-Fonds
sind etwas besser positioniert.
Tobias Merath
Head of Cross Asset and AI analysis
tobias.merath@credit-suisse.com, +41 44 333 13 62
Alternativen Investments steht ein uneinheitliches Jahr bevor
Das vergangene Jahr war für alternative Investments schwierig.
Während börsennotierte Immobilienanlagen deutliche Zuwächse
verbuchen konnten, entwickelten sich Hedge-Fonds eher
schwach, und bei Rohstoffen war der stärkste Ausverkauf seit der
Finanzkrise zu beobachten. Unseres Erachtens dürften die Marktbedingungen in den kommenden Monaten schwierig bleiben.
Hohe Carry-Kosten belasten Rohstoffe
2014 schnitten Rohstoffe von allen Anlageklassen am schlechtesten ab. Einige Märkte, wie der Ölmarkt, brachen um knapp 50%
ein. Auf den derzeitigen Niveaus scheinen Rohstoffe unterbewertet zu sein. Sobald das Wachstum stärker anzieht, könnten sich
die Spotpreise erholen. Bislang ist unser Ausblick jedoch weiterhin
neutral. Die meisten Märkte sind nach wie vor überversorgt, und
die Lagerbestände vergrössern sich weiter. Dies hat hohe CarryKosten zur Folge, die bei Rohstoffindizes die Gesamtrendite begrenzen. Davon ist insbesondere Öl betroffen, da die Carry-Kos-
28.01.2015
Credit Suisse - Investment Monthly Europe
ten hier knapp 20% betragen. Gold dürfte seitwärts tendieren. Angesichts der niedrigen Realzinsen erscheint der Markt unterbewertet. Die niedrige Inflation und der starke USD dürften jedoch das
Aufwärtspotenzial begrenzen.
Hedge-Fonds: Mässiges Renditepotenzial für 2015
Der Credit Suisse Hedge Fund Index erzielte im Gesamtjahr 2014
einen Zuwachs von 4.1% und lag damit weit unter den historischen Durchschnittswerten. Gemessen am Hedge-Fonds-Barometer der Credit Suisse haben sich die Marktbedingungen für
Hedge-Fonds angesichts des Anstiegs der Volatilität in letzter Zeit
weiter verschlechtert. Daher gehen wir davon aus, dass die Renditen von Hedge-Fonds für das Gesamtjahr 2015 zwischen 4% und
6% verharren dürften. Auf Ebene der Hedge-Fonds werden sich
wohl direktionale, Event-Driven- und taktische Handelsstrategien
am besten entwickeln. Insbesondere taktische Handelsstrategien
dürften sich positiv abheben, da sie flexibler sind und in einem von
stärkerer Unsicherheit geprägten Umfeld tendenziell eine Outperformance erzielen.
Risiko höherer Anleihenrenditen begrenzt Attraktivität börsennotierter Immobilienanlagen
Der Gesamtausblick für Real Estate Investment Trusts (REITs)
und andere Immobilienpapiere hat sich kürzlich verbessert, da die
Renditen der meisten wichtigen Benchmark-Staatsanleihen beträchtlich nachgaben. Die durchschnittliche globale Dividendenrendite für Immobilientitel beträgt nach wie vor 3.5%, und der Abstand zu den Benchmark-Renditen nimmt weiter zu. Dies dürfte
REITs trotz des Risikos höherer Renditen künftig vor Abwärtsrisiken schützen. Unser Gesamtausblick für REITs ist neutral. Unseres Erachtens werden Schweizer Immobilienfonds zurückbleiben,
während britische REITs vor dem Hintergrund robuster direkter Immobilien-Fundamentaldaten eine Outperformance erzielen dürften.
(23.01.2015)
Hedge-Fonds-Barometer zeigt verschlechterte Bedingungen
Dangerous
Subprime
crisis
Russian
crisis
Dot-com
bubble
Index
6
Credit
crisis
5
Eurozone
crisis
9/11
4
3
2
Favorable
96
97
98
99
00
01 02 03 04 05 06
Hedge Fund Barometer Level
07
conditions
08 09 10 11 12
13 14
13W moving average
Quelle: Bloomberg, Datastream, Credit Suisse/IDC
1
Währungen
Abweichung vom Fair Value (FV) in % ggü. CHF
Abweichung in %
20
Überbewertung ggü.
10
0
-10
-20
-30
-40
Unterbewertung ggü. CHF
21-Jan-15
SNB könnte durch Märkte getestet werden
Es ist möglich, dass der Markt die Fähigkeit der SNB testen möchte, den CHF-Wert im Einklang mit ihrem Inflationsziel zu halten.
Hierzu stehen der Zentralbank entweder Währungsinterventionen
Quelle: Bloomberg, Datastream, Credit Suisse/IDC
NZD
AUD
-50
EUR
Zentralbankentscheide lösen Währungsvolatilität aus
Die Volatilität an den Währungsmärkten ist in den letzten Wochen
beträchtlich gestiegen, da sich die Märkte zunehmend auf Zentralbankentscheide konzentrierten. Die EZB beschloss die Verabschiedung neuer Impulse, welche die Markterwartungen übertrafen. Hieraus entsteht insbesondere gegenüber dem USD ein weiterer Druck auf den EUR. Am 15. Januar entschloss sich die
SNB überraschend, den EUR/CHF-Mindestkurs von 1.20 künftig
nicht mehr zu verteidigen. Der CHF schoss gegenüber den meisten Währungen unmittelbar nach der Meldung nach oben, sodass
die CHF-Kurse nun gegenüber den meisten anderen Hauptwährungen und insbesondere gegenüber dem EUR beträchtlich überbewertet sind.
USD
Luca Bindelli
Head of Foreign Exchange Analysis
luca.bindelli@credit-suisse.com, +41 44 333 05 23
GBP
Schwellenländerwährungen verzeichneten
bisher nur begrenzte Verluste. Wir bleiben jedoch vorsichtig, da sich ihr Wachstumsvorteil
gegenüber den USA weiter verringert.
CAD
Wir halten an unserer Vorliebe für USDLong-Positionen fest. Der Entschluss der
EZB, ein quantitatives Lockerungsprogramm
aufzulegen, wird die EUR-Kurse weiter senken und den Druck auf EUR/CHF aufrechterhalten.
Volatilität betrifft Schwellenländerwährungen weniger
Trotz der höheren Finanzmarktvolatilität erlebten Schwellenländerwährungen gegenüber dem USD nur geringfügige Verluste. Nachgebende Zinsen der Industrieländer und die leichte Verbesserung
der Konjunkturzahlen aus den Schwellenländern im Vergleich zu
den Erwartungen trugen wahrscheinlich dazu bei, die negative Auswirkung der höheren Volatilität abzufedern. Trotzdem schätzen wir
Schwellenländerwährungen im weiteren Jahresverlauf 2015 gegenüber dem USD nach wie vor vorsichtig ein. Die nachgebenden
Wachstumsvorteile im Vergleich zu den Vereinigten Staaten und
die rückläufige Inflation in den meisten Schwellenländern werden
die Zinsen unter Druck setzen und den Renditeunterschied gegenüber den USA verringern. Bei einigen Schwellenländerwährungen
könnten sich weitere Möglichkeiten gegenüber dem EUR wegen
unseres negativen Ausblicks ergeben. Der Besitz von Schwellenländerwährungen mit ausreichenden Zinsvorteilen, die unter Umständen auch von besseren Terms of Trade (durch niedrigere Ölpreise) profitieren, könnte sich gegenüber dem EUR als attraktiv
herausstellen. In diesem Zusammenhang sollte die INR erwähnt
werden. Innerhalb der Schwellenländer beurteilen wir den MYR
und die IDR weiterhin negativ. Beide Währungen leiden unter
nachgebenden Rohstoffpreisen und der Verschlechterung ihrer
Leistungsbilanzdynamik. Hierdurch steigt das Risiko eines Haushaltsdefizits zusätzlich.
(23.01.2015)
SEK
An den
Währungsmärkten
dürfte die
Volatilität hoch
bleiben
Credit Suisse - Investment Monthly Europe
oder niedrigere Zinsen zur Verfügung. Kurzfristig ist es daher möglich, dass der CHF noch stärker über sein Ziel hinausschiesst. Insgesamt sind wir aber der Meinung, dass auf dem gegenwärtigen
Niveau eine neutrale EUR/CHF-Haltung angemessen ist. Aufgrund einer moderateren Haltung der britischen Zentralbank
schwächten sich die GBP-Kurse etwas ab. Nach wie vor rechnen
wir mit einer Outperformance des GBP gegenüber dem EUR. Im
Vergleich zum USD schätzen wir das Pfund aber neutral ein. Die
Bank of Canada wiederum überraschte die Märkte durch eine
Zinssenkung um 25 Basispunkte. Sie betrachtet diesen Schritt als
Schutzmassnahme vor der negativen Auswirkung niedrigerer Ölpreise. Trotz der zuletzt erfolgten CAD-Abwertung halten wir eine
neutrale CAD-Haltung gegenwärtig für angemessen. Wir erwarten
einen erneuten Druck auf den AUD aufgrund des schwachen Rohstoffzyklus und eines gestiegenen Risikos niedrigerer Zinserwartungen.
NOK
Währungen
28.01.2015
JPY
19
20
Glossar
28.01.2015
Credit Suisse - Investment Monthly Europe
Glossar
Risikohinweise
Marktrisiko
Die Finanzmärkte steigen und fallen und werden dabei von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, der Inflation, dem Weltgeschehen sowie von unternehmensspezifischen Meldungen beeinflusst. Trends lassen sich im Zeitablauf identifizieren, dennoch kann es schwierig sein, die Richtung des Gesamtmarktes und einzelner Aktien vorherzusagen. Diese Variabilität setzt Aktienanlagen dem Risiko eines Wertverlustes aus.
Anleihenrisiko
Anleger sind Zins-, Währungs-, Liquiditäts-, Kreditmarkt- und Bonitätsschwankungen ausgesetzt, die den Preis einer Anleihe beeinflussen können.
Schwellenländer
Schwellenländer (Emerging Markets) sind Länder, die durch mindestens einen der folgenden Faktoren gekennzeichnet sind: ein gewisses Mass an politischer Instabilität, relativ unvorhersehbare Entwicklungstendenzen der Finanzmärkte und des Wachstums, ein Finanzmarkt, der sich noch in der Entwicklung
befindet, oder eine schwache Wirtschaft. Investitionen in Schwellenländern sind in der Regel mit höheren Risiken verbunden. Dazu zählen politische und wirtschaftliche Risiken sowie Risiken in Bezug auf Bonität, Wechselkurse, Marktliquidität, Rechtsvorschriften, Abwicklung (Settlement), Märkte, Aktionäre und
Gläubiger.
Hedge-Fonds
Hedge-Fonds sind – unabhängig von ihrer Struktur – an keine bestimmte Anlagedisziplin oder Handelsstrategie gebunden und versuchen, in allen Marktphasen positive Renditen zu erwirtschaften. Dazu setzen sie Fremdkapital, derivative Finanzinstrumente und spekulative Anlagestrategien ein, die das Risiko eines Anlageverlustes erhöhen können.
Anlagen in Rohstoffe
Rohstofftransaktionen bergen ein hohes Risiko und eignen sich daher unter Umständen nur für wenige Privatanleger. Die Bewegungen an diesen Märkten
können zu erheblichen Verlusten oder sogar zum Totalverlust des investierten Kapitals führen.
Immobilien
Immobilienanleger sind neben dem Liquiditäts- und Währungsrisiko einer Reihe weiterer Risiken ausgesetzt, darunter dem zyklischen Risiko, dem Miet- und
Lokalmarktrisiko, dem Umweltrisiko sowie Risiken im Zusammenhang mit einer veränderten Rechtslage.
Währungsrisiko
Bei Anlagen in Fremdwährung besteht zusätzlich das Risiko, dass die Fremdwährung gegenüber der Referenzwährung des Anlegers an Wert verliert.
Quelle: Credit Suisse
Erläuterung der in Berichten häufig erwähnten Indizes
Index
Kommentar
MSCI World
Der MSCI World ist ein von Morgan Stanley Capital International entwickelter und berechneter Index, der die Entwicklung der globalen Aktienmärkte widerspiegelt. Die Berechnungen basieren auf Schlusskursen mit Wiederanlage der Dividenden.
USA S&P 500
Der Standard & Poor's 500 ist ein kapitalisierungsgewichteter Aktienindex, der alle wichtigen US-Branchen repräsentiert und die binnenwirtschaftliche Entwicklung anhand der Veränderung des aggregierten Marktwertes misst.
Eurostoxx 50
Der Eurostoxx 50 ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex für 50 führende Blue-Chip-Unternehmen der Eurozone.
UK FTSE 100
Der FTSE 100 ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex. Er repräsentiert die 100 grössten Unternehmen, die an der London Stock Exchange kotiert sind. Die Aktien fliessen mit einer Investierbarkeitsgewichtung in die Indexberechnung ein.
Japan Topix
Der TOPIX (Tokyo Stock Price Index) bildet alle japanischen Blue Chips ab, die im «ersten Börsensegment» gelistet sind. Von der Indexberechnung ausgeschlossen sind temporäre Emissionen und Vorzugsaktien.
Australien S&P/ASX 200
Der S&P/ASX 200 ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter und um Streubesitz bereinigter australischer Aktienindex, der von Standard & Poor's berechnet wird.
Kanada S&P/TSX Comp
Der S&P/TSX Composite Index ist das kanadische Pendant zum S&P 500 in den USA. Er enthält die grössten Werte, die an der Toronto Stock Exchange
gehandelt werden.
Schweiz SMI
Der Swiss Market Index setzt sich aus den 20 grössten Titeln des SPI (Swiss Performance Index)-Universums zusammen, die zusammen 85% der Streubesitzkapitalisierung des Schweizer Aktienmarktes repräsentieren. Als Kursindex ist der SMI nicht um Dividenden bereinigt.
MSCI Emerging Markets
Der MSCI Emerging Markets ist ein nach Streubesitz gewichteter Index, der die Aktienmarkt-Performance in den globalen Schwellenländern misst. Der Index wird von Morgan Stanley Capital International entwickelt und berechnet.
BC IG Corporate EUR
Der Euro Corporate Index bildet den Markt für festverzinsliche, auf Euro lautende Unternehmensanleihen mit Investment Grade ab. Der Index enthält Titel,
die bestimmte Anforderungen bezüglich Restlaufzeit, Liquidität und Qualität erfüllen. Er wird von Barclays berechnet.
BC IG Corporate USD
Der US Corporate Index bildet den Markt für festverzinsliche, auf US-Dollar lautende Unternehmensanleihen mit Investment Grade ab. Der Index enthält
US- und Nicht-US-Titel, die bestimmte Anforderungen bezüglich Restlaufzeit, Liquidität und Qualität erfüllen. Er wird von Barclays berechnet.
BC IG Financials USD
Der IG Financials Index bildet den Markt für festverzinsliche, auf US-Dollar lautende Finanzanleihen mit Investment Grade ab. Der Index enthält US- und
Nicht-US-Titel, die bestimmte Anforderungen bezüglich Restlaufzeit, Liquidität und Qualität erfüllen. Er wird von Barclays berechnet.
CS LSI ex Govt CHF
Der Liquid Swiss Index ex Govt CHF ist ein marktkapitalisierter Rentenindex, der den liquidesten und umsatzstärksten Teil des Schweizer Obligationenmarktes repräsentiert und dabei Schweizer Staatsanleihen ausschliesst. Der Index wird von der Credit Suisse berechnet.
BC High Yield Corp USD
Der US Corporate High Yield Index misst die Wertentwicklung von auf USD lautenden, festverzinslichen und steuerpflichtigen Unternehmensanleihen ohne
Investment-Grade-Rating. Der Index wird von Barclays berechnet.
BC High Yield Pan EUR
Der Pan European High Yield Index misst die Wertentwicklung des Marktes für nicht erstklassige, festverzinsliche Unternehmensanleihen, die auf Euro,
Pfund Sterling, Norwegische Krone, Schwedische Krone oder Schweizer Franken lauten. Der Index wird von Barclays berechnet.
JPM EM Hard Curr. USD
Der Emerging Market Bond Index Plus bildet die Gesamtrendite von Hartwährungs-Staatsanleihen der liquidesten Schwellenmärkte ab. Der Index umfasst
Brady Bonds (in US-Dollar denominierte und von lateinamerikanischen Ländern ausgegebene Anleihen), Kredite und Eurobonds.
JPM EM Local Curr., abgesichert
in USD
Der JPMorgan Government Bond Index bildet die Wertentwicklung von Anleihen in Lokalwährung ab, die von Schwellenländerregierungen in den für internationale Anleger am leichtesten zugänglichen Märkten ausgegeben wurden.
CS Hedge Fund Index
Der Credit Suisse Hedge Fund Index wird von Credit Suisse Hedge Index LLC zusammengestellt. Es ist ein anlagegewichteter Hedge-Fonds-Index, der nur
Fonds (im Gegensatz zu Einzelmandaten) enthält. Er spiegelt die Wertentwicklung nach Abzug der Performancegebühren und Kosten aller Indexkomponenten wider.
DXY
Der US Dollar Index ist eine Kennzahl, die den Wert des US-Dollar mittels eines Währungskorbs vergleicht, der den Grossteil der wichtigsten Handelspartnerwährungen umfasst. Er ist vergleichbar mit anderen handelsgewichteten Indizes, für welche die Wechselkurse derselben Hauptwährungen verwendet
werden.
Quelle: verschiedene Indexanbieter, Credit Suisse
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Glossar
28.01.2015
Credit Suisse - Investment Monthly Europe
In Berichten häufig verwendete Abkürzungen
Abk.
Beschreibung
Abk.
Beschreibung
Abk.
Beschreibung
Bp
Basispunkt
EPS
Earnings per Share
KGV
Kurs-Gewinn-Verhältnis
CAGR
Compound Annual Growth Rate
EV
Enterprise Value
PEG
KGV geteilt durch EPS-Wachstum
CFO
Cash from Operations
FCF
Free Cash Flow
r. S.
rechte Skala (in Abbildungen)
CFROI
Cash Flow Return on Investment
FFO
Funds from Operations
ROE
Return on Equity
DCF
Discounted Cash Flow
IBD
Interest-Bearing Debt
ROIC
Return on Invested Capital
EBITDA
Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization
KBV
Kurs-Buchwert-Verhältnis
YoY
Year-on-Year
Quelle: Credit Suisse
In Berichten häufig verwendete Währungscodes
Code
Währung
Code
Währung
Code
Währung
ARS
Argentinischer Peso
HKD
Hongkong-Dollar
PEN
Peruanischer Neuer Sol
AUD
Australischer Dollar
HUF
Ungarischer Forint
PHP
Philippinischer Peso
BRL
Brasilianischer Real
IDR
Indonesische Rupiah
PLN
Polnischer Zloty
CAD
Kanadischer Dollar
ILS
Israelischer Neuer Schekel
RUB
Russischer Rubel
CHF
Schweizer Franken
INR
Indische Rupie
SEK
Schwedische Krone
CLP
Chilenischer Peso
JPY
Japanischer Yen
SGD
Singapur-Dollar
CNY
Chinesischer Yuan
KRW
Südkoreanischer Won
THB
Thailändischer Baht
COP
Kolumbianischer Peso
MXN
Mexikanischer Peso
TRY
Türkische Lira
CZK
Tschechische Krone
MYR
Malaysischer Ringgit
TWD
Neuer Taiwan-Dollar
EUR
Euro
NOK
Norwegische Krone
USD
US-Dollar
GBP
Pfund Sterling
NZD
Neuseeland-Dollar
ZAR
Südafrikanischer Rand
Quelle: Credit Suisse
Wichtige Informationen zu Derivaten
Preisangaben
Die genannten Optionsprämien und Kurse sind lediglich indikativer Natur. Optionsprämien und Kurse können sehr schnellen Veränderungen unterliegen:
Die angegebenen Kurse und Prämien beziehen sich auf den im Text angegebenen Zeitpunkt und haben sich unter Umständen in der Zwischenzeit stark geändert.
Risiken
Derivate sind komplexe Instrumente und daher nur zum Verkauf an Anleger bestimmt, die alle damit verbundenen Risiken verstehen und akzeptieren. Anleger müssen sich bewusst sein, dass die Ergänzung eines bestehenden Portfolios durch Optionspositionen die Eigenschaften und das Verhalten dieses Portfolios verändern kann. Die Sensitivität eines Portfolios gegenüber gewissen Marktbewegungen kann durch die Hebelwirkung von Optionen substanziell beeinflusst werden.
Call-Optionen kaufen
Anleger, die Call-Optionen kaufen, riskieren den Verlust der gesamten bezahlten Optionsprämie, wenn der Basiswert bei Verfall unter dem Ausübungspreis
notiert.
Put-Optionen kaufen
Anleger, die Put-Optionen kaufen, riskieren den Verlust der gesamten bezahlten Optionsprämie, wenn der Basiswert bei Verfall über dem Ausübungspreis
notiert.
Call-Optionen verkaufen
Anleger, die Call-Optionen verkaufen, verpflichten sich zum Verkauf des Basiswerts zum Ausübungspreis, und zwar selbst dann, wenn der Marktkurs des
Basiswerts mittlerweile deutlich darüber liegt. Anleger, die Covered Calls verkaufen (d.h. die den Basiswert besitzen und einen Call veräussern) riskieren, ihr
Aufwärtspotenzial auf den Ausübungspreis zuzüglich der vorab erhaltenen Optionsprämie zu beschränken, und könnten zum Verkauf ihrer Wertpapiers gezwungen sein, wenn dessen Kurs über dem im verkauften Call festgelegten Ausübungspreis notiert. Darüber hinaus sind Anleger etwaigen Kursverlusten
vollumfänglich ausgesetzt, die durch die vorab erhaltene Prämie nur teilweise kompensiert werden. Wenn Anleger zum Verkauf des Basiswerts gezwungen
sind, könnten sie zudem steuerpflichtig werden. Anleger, die ungedeckte Call-Optionen verkaufen (d.h. Calls veräussern, ohne den Basiswert zu besitzen),
setzen sich dem Risiko unbeschränkter Kursverluste des Basiswerts abzüglich des Ausübungspreises aus.
Put-Optionen verkaufen
Anleger, die Put-Optionen verkaufen, verpflichten sich zum Kauf des Basiswerts zum Ausübungspreis, wenn dessen Kurs unter den Ausübungspreis fällt.
Der Maximalverlust beläuft sich auf den gesamten Ausübungspreis abzüglich der für den Verkauf des Puts erhaltenen Prämie.
Call-Spreads kaufen
Anleger, die Call-Spreads kaufen (d.h. einen Call kaufen und einen Call mit höherem Ausübungspreis verkaufen), riskieren den Verlust der gesamten gezahlten Prämie, wenn der Basiswert bei Verfall unter dem tieferen Ausübungspreis notiert. Der Maximalgewinn beim Kauf von Call-Spreads beläuft sich auf die
Differenz zwischen den beiden Ausübungspreisen abzüglich der vorab bezahlten Prämie.
Ungedeckte Call-Spreads verkaufen
Verkauf von ungedeckten Call-Spreads (d.h. Verkauf eines Calls und Kauf eines weiter aus dem Geld liegenden Calls, ohne den Basiswert zu besitzen): Die
Anleger riskieren einen Maximalverlust in Höhe der Differenz zwischen den Ausübungspreisen des gekauften und des verkauften Calls, abzüglich der vorab
erhaltenen Prämie, wenn der Basiswert bei Verfall über dem Ausübungspreis des gekauften Calls notiert. Der Maximalgewinn beläuft sich auf die vorab erhaltene Prämie, wenn der Basiswert bei Verfall unter dem Ausübungspreis des verkauften Calls notiert.
22
Glossar
28.01.2015
Credit Suisse - Investment Monthly Europe
Put-Spreads kaufen
Anleger, die Put-Spreads kaufen (d.h. einen Put kaufen und einen Put mit tieferem Ausübungspreis verkaufen) sind ebenfalls dem Risiko eines Maximalverlusts in Höhe der vorab bezahlten Prämie ausgesetzt. Der Maximalgewinn beim Kauf von Put-Spreads beläuft sich auf die Differenz zwischen den beiden
Ausübungspreisen abzüglich der vorab bezahlten Prämie.
Strangles kaufen
Kauf von Strangles (d.h. Kauf eines Puts und Kauf eines Calls): Der Maximalverlust entspricht den für die beiden Optionen bezahlten Prämien, wenn der Basiswert bei Verfall zwischen dem Ausübungspreis des Puts und dem des Calls notiert.
Strangles oder Straddles verkaufen
Anleger, die ein Wertpapier besitzen und einen Strangle oder einen Straddle verkaufen, riskieren, ihr Kursgewinnpotenzial aus dem betreffenden Wertpapier
auf den Ausübungspreis des verkauften Calls zuzüglich der vorab erhaltenen Prämie zu beschränken. Wenn das Wertpapier unter dem Ausübungspreis des
verkauften Puts notiert, riskieren Anleger zudem den Verlust der Differenz zwischen dem Ausübungspreis des verkauften Puts und dem Kurs des Wertpapiers (abzüglich der vorab erhaltenen Prämie) und werden ausserdem Verluste aus ihren Wertpapierposition hinnehmen müssen, wenn sie die Titel tatsächlich besitzen. Der potenzielle Maximalverlust entspricht dem gesamten Ausübungspreis (abzüglich der vorab erhaltenen Prämie) zuzüglich der Verluste aus
der Long-Positionierung im betreffenden Wertpapier. Anleger, die einen ungedeckten Strangle oder Straddle verkaufen, setzen sich unbegrenzten potenziellen Verlusten aus, da sie, wenn das Wertpapier über dem Ausübungspreis des Calls notiert, den Verlust der Differenz zwischen dem Ausübungspreis des
verkaufen Calls und dem Kurs des Wertpapiers (abzüglich der vorab erhaltenen Prämie) riskieren. Zudem sind sie dazu verpflichtet, den Basiswert zum Ausübungspreis des Puts (abzüglich der vorab erhaltenen Prämie) zu erwerben, wenn der Basiswert bei Verfall unter dem Ausübungspreis des Puts notiert.
Quelle: Credit Suisse
Haftungsausschluss
Soweit dieses Dokument im Vereinigten Königreich («UK») weitergegeben wird oder Auswirkungen im Vereinigten Königreich haben kann, stellt es eine von der Credit Suisse (UK) Limited genehmigte Finanzwerbung dar. Die Credit Suisse (UK) Limited ist von der Prudential Regulation Authority für das Anlagegeschäft im Vereinigten Königreich zugelassen und steht unter deren Aufsicht sowie unter der Aufsicht der Financial Conduct Authority. Der eingetragene Geschäftssitz der Credit Suisse (UK) Limited lautet Five Cabot Square, London, E14 4QR. Bitte beachten Sie,
dass die Vorschriften des britischen Financial Services and Markets Act 2000 bezüglich des Schutzes privater Kunden nicht für Sie gelten und Sie auch keinen Anspruch auf Entschädigung haben, wie sie gemäss dem britischen Financial Services Compensation Scheme an «Anspruchsberechtigte» geleistet werden kann. Die steuerliche Behandlung hängt von den persönlichen Verhältnissen jedes Kunden ab und kann sich in Zukunft ändern.
Quelle: Credit Suisse
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Risikowarnung
Jede Anlage ist mit Risiken verbunden, insbesondere in Bezug auf Wertund Renditeschwankungen. Sind Anlagen in einer anderen Währung als Ihrer Basiswährung denominiert, können Wechselkursschwankungen den
Wert, den Kurs oder die Rendite nachteilig beeinflussen.
Informationen zu den mit Anlagen in die hierin behandelten Wertpapiere
verbundenen Risiken finden Sie unter folgender Adresse:
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Dieser Bericht kann Informationen über Anlagen, die mit besonderen Risiken verbunden sind, enthalten. Bevor Sie eine Anlageentscheidung auf
der Grundlage dieses Berichts treffen, sollten Sie sich durch Ihren unabhängigen Anlageberater bezüglich notwendiger Erläuterungen zum Inhalt
dieses Berichts beraten lassen. Zusätzliche Informationen erhalten Sie ausserdem in der Broschüre «Besondere Risiken im Effektenhandel», die Sie
bei der Schweizerischen Bankiervereinigung erhalten.
Vergangene Wertentwicklung ist kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Die Wertentwicklung kann durch Provisionen, Gebühren oder andere Kosten sowie durch Wechselkursschwankungen beeinflusst werden.
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kann der Kurs, zu dem die Anlagen an diesem Markt gehandelt werden,
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Schwellenmärkte
In Fällen, in denen sich dieser Bericht auf Schwellenmärkte bezieht, weisen wir Sie darauf hin, dass mit Anlagen und Transaktionen in verschiedenen Anlagekategorien von oder in Zusammenhang oder Verbindung mit
Emittenten und Schuldnern, die in Schwellenländern gegründet, stationiert
oder hauptsächlich geschäftlich tätig sind, Unsicherheiten und Risiken verbunden sind. Anlagen im Zusammenhang mit Schwellenländern können
als spekulativ betrachtet werden; ihre Kurse neigen zu einer weit höheren
Volatilität als die der stärker entwickelten Länder der Welt. Anlagen in
Schwellenmärkten sollten nur von versierten Anlegern oder von erfahrenen
Fachleuten getätigt werden, die über eigenständiges Wissen über die betreffenden Märkte sowie die Kompetenz verfügen, die verschiedenen Risiken, die solche Anlagen bergen, zu berücksichtigen und abzuwägen und
ausreichende finanzielle Ressourcen zur Verfügung haben, um die erheblichen Risiken des Ausfalls solcher Anlagen zu tragen. Es liegt in Ihrer Verantwortung, die Risiken, die sich aus Anlagen in Schwellenmärkten ergeben, und Ihre Portfolio-Strukturierung zu steuern. Bezüglich der unterschiedlichen Risiken und Faktoren, die es bei Anlagen in Schwellenmärkten zu berücksichtigen gilt, sollten Sie sich von Ihren eigenen Beratern beraten lassen.
Alternative Anlagen
Hedge-Fonds unterliegen nicht den zahlreichen Bestimmungen zum
Schutz von Anlegern, die für regulierte und zugelassene gemeinsame Anlagen gelten; Hedge-Fonds-Manager sind weitgehend unreguliert. HedgeFonds sind nicht auf eine bestimmte Zurückhaltung bei Anlagen oder Handelsstrategie beschränkt und versuchen, in den unterschiedlichsten Märkten Gewinne zu erzielen, indem sie auf Fremdfinanzierung, Derivate und
komplexe, spekulative Anlagestrategien setzen, die das Risiko eines Anlageausfalls erhöhen können.
Rohstofftransaktionen bergen ein hohes Mass an Risiko und sind für viele
Privatanleger möglicherweise ungeeignet. Marktbewegungen können zu erheblichen Verlusten oder sogar zu einem Totalverlust führen.
Anleger in Immobilien sind Liquiditäts-, Fremdwährungs- und anderen Risiken ausgesetzt, einschliesslich konjunktureller Risiken, Vermietungsrisiken
und solcher, die sich aus den Gegebenheiten des lokalen Marktes, der
Umwelt und Änderungen der Gesetzeslage ergeben.
Credit Suisse - Investment Monthly Europe
Zins- und Ausfallrisiken
Die Werthaltigkeit einer Anleihe hängt von der Bonität des Emittenten
bzw. des Garanten ab. Sie kann sich während der Laufzeit der Anleihe ändern. Bei Insolvenz des Emittenten und/oder Garanten der Anleihe ist die
Anleihe oder der aus der Anleihe resultierende Ertrag nicht garantiert und
Sie erhalten die ursprüngliche Anlage möglicherweise nicht oder nur teilweise zurück.
Investment Strategy Department
Im Mandats- und Beratungsgeschäft der CS sind Anlagestrategen für die
Formulierung von Multi-Asset-Strategien und deren anschliessende Umsetzung verantwortlich. Sofern Musterportfolios gezeigt werden, dienen sie
ausschließlich zur Erläuterung. Ihre eigene Anlageverteilung, Portfoliogewichtung und Wertentwicklung können nach Ihrer persönlichen Situation
und Risikotoleranz erheblich davon abweichen. Meinungen und Ansichten
der Anlagestrategen können sich von denen anderer CS-Departments unterscheiden. Ansichten der Anlagestrategen können sich jederzeit ohne Ankündigung oder Verpflichtung zur Aktualisierung andern. Die CS ist nicht
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Gelegentlich beziehen sich Anlagestrategen auf zuvor veröffentlichte
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Informationen zu rechtlichen Hinweisen und Offenlegungen bezüglich der
von Credit Suisse Investment Banking beurteilten Unternehmen, die in diesem Bericht erwähnt wurden, finden Sie auf der Seite «Disclosure» der Investment Banking Division unter folgender Adresse:
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Weitere Informationen einschliesslich Angaben zu weiteren Themen erhalten Sie auf der Global Research Disclosure Website der Credit Suisse unter:
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keine Gewähr, noch macht sie Zusicherungen zur Wertentwicklung der in
diesem Bericht erwähnten Finanzprodukte. Bahrain: Dieser Bericht wird
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verfügt und von dieser reguliert wird. Dubai: Diese Informationen werden von der Credit Suisse AG, Dubai Branch, verteilt, die über eine ordnungsgemässe Lizenz der Dubai Financial Services Authority (DFSA) verfügt und unter deren Aufsicht steht. Finanzprodukte oder Finanzdienstleistungen in diesem Zusammenhang richten sich ausschliesslich an Grosskunden mit liquiden Mitteln von über USD 1 Mio., die über ausreichend Erfahrung in Finanzfragen verfügen, um sich im Sinne eines Grosskundengeschäfts in Finanzmärkten engagieren zu können, und die regulatorischen
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Credit Suisse - Investment Monthly Europe
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mit der Anschrift Helvetia Court, Les Echelons, South Esplanade, St Peter
Port, Guernsey, eingetragen ist. Die Credit Suisse (Channel Islands) Limited ist zu 100% im Besitz der Credit Suisse AG. Sie wird von der Guernsey Financial Services Commission überwacht. Der jeweils aktuelle testierte Jahresabschluss ist auf Anfrage erhältlich. Indien: Der Vertrieb des
vorliegenden Berichts erfolgt durch die Credit Suisse Securities (India) Private
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Suisse
India»,
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U67120MH1996PTC104392), die vom Securities and Exchange Board
of India (SEBI) unter den SEBI-Registrierungsnummern INB230970637,
INF230970637, INB010970631, INF010970631 und INP000002478
sowie der folgenden Geschäftsadresse: 9th Floor, Ceejay House, Plot F,
Shivsagar Estate, Dr. Annie Besant Road, Worli, Mumbai 400 018, Indien, Tel. +91-22 6777 3777. Für Details zu den Geschäftsaktivitäten der
Credit Suisse India und den vom SEBI gegen sie verhängten Disziplinarmassnahmen verweisen wir auf Section III und Section IV des Disclosure
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Bank mit Lizenz zur Erbringung von Bank- und Finanzdienstleistungen in
Italien, verteilt. Jersey: Der Vertrieb des vorliegenden Berichts erfolgt
durch die (Channel Islands) Limited, Jersey Branch, die von der Jersey Financial Services Commission beaufsichtigt wird. Die Geschäftsadresse der
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TradeWind House, 22 Esplanade, St Helier, Jersey JE2 3QA. Luxemburg: Dieser Bericht wird von der Credit Suisse (Luxembourg) S.A. verteilt. Diese ist eine luxemburgische Bank, die über eine Zulassung der
Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF) verfügt und von
dieser reguliert wird. Katar:
Diese Information wird von der Credit
Suisse Financial Services (Qatar) L.L.C verteilt, die über eine Bewilligung
der Aufsichtsbehörde für den Finanzplatz Katar (QFCRA) verfügt und von
dieser reguliert wird (QFC Nr. 00005). Alle Finanzprodukte oder Finanzdienstleistungen im Zusammenhang mit diesem Bericht sind nur für Geschäftskunden oder Vertragspartner (gemäss Definition der Aufsichtsbehörde für den Finanzplatz Katar (QFCRA)) zugänglich. Zu dieser Kategorie
gehören auch Personen mit einem liquiden Vermögen von über USD 1
Mio., die eine Einstufung als Geschäftskunden wünschen und die über genügend Kenntnisse, Erfahrung und Verständnis des Finanzwesens verfügen, um sich an solchen Produkten und/oder Dienstleistungen zu beteiligen. Spanien: Dieser Bericht wird in Spanien von der Credit Suisse AG,
Sucursal en España, verteilt.Diese ist ein durch die Banco de España autorisiertes Unternehmen (Registernummer 1460). Vereinigtes Königreich: Dieser Bericht wurde von der Credit Suisse (UK) Limited und der
Credit Suisse Securities (Europe) Limited herausgegeben. Die Credit
Suisse Securities (Europe) Limited und die Credit Suisse (UK) Limited verfügen beide über eine Zulassung der Prudential Regulation Authority und
stehen unter der Aufsicht der Financial Conduct Authority und Prudential
Regulation Authority. Sie sind der Credit Suisse zugehörige, aber rechtlich
unabhängige Gesellschaften. Der Schutz privater Kunden durch die Financial Conduct Authority und/oder Prudential Regulation Authority gilt nicht
für Investments oder Dienstleistungen, die durch eine Person ausserhalb
des Vereinigten Königreichs angeboten werden. Das Financial Services
Compensation Scheme gilt nicht, wenn der Emittent seine Verpflichtungen
nicht erfüllt.
USA: WEDER DIESER BERICHT NOCH KOPIEN DAVON DÜRFEN IN
DIE VEREINIGTEN STAATEN VERSANDT, DORTHIN MITGENOMMEN ODER AN US-PERSONEN ABGEGEBEN WERDEN.
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28.01.2015
Credit Suisse - Investment Monthly Europe
Impressum
Das vorliegende Dokument darf ohne schriftliche Genehmigung der Credit
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Credit Suisse - Investment Monthly Europe
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