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Latücht Nr. 5 - de

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2
Inhaltsverzei chnis:
Vorwurt
Seite 3
Windfedern
un d Pferdeköpfe
an den Giebeln
Seite 4
Sp arte "Sprache, Schr ift,
Chronik "
Seite 5
Plattdütsche Siet :
"Gewetenhaftig"
Seite 6
Weidenbäume
Seite 7
Seite 8
Termine
Seite 8
Such bild
Volkstanzabend
Seite 9
Der Wulfsener Zehnte Seite 9
Die Kirchwerder
Seite 10
Landfrauen
Das Titelbild dieser Ausgabe
zeigt Kopfweiden am Deich in
Altengamme, gezeichnet von
Rita Heinze nach einem Foto
aus den 30er Jahren.
Impressum:
H e r ausgebe r :
K ulturkr eis-Verband
Vierlande von 1987 e. V.
(KKVV)
Redaktion :
Carsten Timm, Ralf Wobbe,
Reinhard Reymers, H ermann
Timmann, Peter von Essen
Anzeige n :
Ralf Wobbe
Druck :
Bergedorfer Buchdruckerei
Bankverbindung d es KKVV:
Vierländer Volksbank e . G.
Ver eins-Konto 17000
Sonderkonto "Latücht" 17027
BLZ 201 903 01
Anschrift der Redaktion :
Ralf Wobbe
Neueng. Hinterdeich 139a
2050 Hamburg 80
Tel. 7231902
Redaktionsschluß für die
nächste Ausgabe:
1. August
Helmut Küster
Lebensmittel
Spirituosen
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Hamburg-Curslack
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Telefon 7 23 11 64
Vierländer
ZuklUlftspläne nur
mit der Natur!
Wir, die Bürger Vierlandens, würden
immer vor vollendeten Tatsachen
gestellt, konnte man jüngst an einem
Informations- Frühschoppen bei der
Initiative "Deicherde" am Kirchwerder-Mühlendamm hören, und weiter:
"Ein Senat, eine Bürgerschaft, eine
Bezirksversammlung, ein Ortsausschuß ist so schlecht, wie die Bürger
es zulassen, und so gut, wie sie es
er zwingen." Hoffentlich beherzigen
wir diese Aussagen'
Es ist einiges in Bewegung gekommen durch Bürgerinitiativen, nachdem man die Vierlande vorher jahrelang den Planem und Politikern
üb erlassen h a tte . In der Hamburger
Baubehörde wurde 1985 ein Milieu~chutzberkhL für die Vierlande erarbeitet, der auch vom Denkmalschutzamt der Kulturbehörde, mit veranlaßt wurde.
Es wurden Milieugebiete für Teilbereiche von Neuengamme, Curslack,
Kirchwerder, Kirchwerder H ausdeich und Altengammer Kirchenstegel ausgewiesen. Die Baubehörde hat
begonnen, für die einzelnen Ortskerne Entwicklungspläne aufzustellen.
Das Denkmalschutzamt verfolgt in
Zusammenhang mit der Liste der
baukulturhistorischen
Denkmäler
den Ensembleschutz.
Auf der Grundlage des Bundesnaturschutzgesetzes und des Hamburger
Naturschutzgesetzes wurde 1988 ein
Gutachten (Naturpark Vier- und
Marschlande) zum Landschafts-Rahm enplan erstellt. Vielleicht kann sich
der eine oder andere Bürger unter
diesem Wortgebilde nichts Recht es
vorstellen?
Ein Landschaftsrahmenplan macht
Aussagen zu umwelt- und landschaftlich verträglichen und verantwortbaren Planungen und bietet Lösungsansätze für Konfliktbereiche.
Außerdem liefert er eine präzise
Ubersicht über noch vorhandene,
intakt e und naturnahe Flächen und
ihren Artenreichtum (z. B. im Naturschutzgebiet Zollenspieker mit dem
Carlsbrack, dem Riepenburger Brack
und dem Kiebitzbrack). Er sichert
gesetzlich ihren Bestand und beschreibt Möglichkeiten für eine gesunde Weiterentwicklung solcher
Gebiete .
In Hamburg haben Landschaftsrahmenpläne seit der Einrichtung der
Umweltbehörde eine herausragende
Bedeutung erhalten. Nirgendwo
mehr darf in Hamburg ohne eine
streng gehandhabte Ab!;timmung mit
den Umweltexperten gebaut werden. An diesen Landschafts-Rahmenplan müssen sich als alle Betei-
ligten halten, sollte man als normaler
StaatSbürger annehmen.
Trotzdem wurde ein 2,6 Hektar umfassendes G ebiet zwischen Kirchwerder Hausdeich, Riepenburger
Schöpfwerks graben und Kirchwerder Mühlendamm als Gewerbefläche
im Bebauungsplan Kirchwerder ausgewiesen. Politiker nehmen hie r zu
positiv Stellung und wundern sich,
daß die Vier länder ihnen nicht vor
Freude um den Hals fallen . Sie
komm en gar nicht erst auf die Idee,
daß dies gegen den Willen der Bewohner des Gebiets sein könnte.
Kann man so die Interessen Vierlandens v ertreten? Muß eine so einzigartige , im L aufe der J ahrhunderte
gewachsene Kulturlandschaft wie
die Vierlande immer weiter und
bewußt zerstört werden (Sieh e unse r
Thema "Kopfweiden, ein Stück Kultur'geschichte " in dieser Ausgabe auf
Seite 7) ?
Man kann nur schüt zen, was man
kennen- und liebengelernt hat. Deshalb erklären wir uns vom Kulturkreis-Verband Vierlande solidarisch
mit der Initiative "Deicherde " Kirchwerder und hoffen auf Erfolg bei der
Normenkont rollklage der betroffenen Anlieger.
Was muß eigentlich noch alles passieren, daß "Verantwortliche " begreifen: Man muß für und nicht gegen die
Natur entscheiden. Ist es ihnen immer noch nicht kar, daß wir alle uns
noch zur Verfügung stehenden, nicht
bebauten Landschaften schützen
müssen, statt sie plattzuwalzen?
Da gilt nicht das Argument, es werden Arbeitsplätze geschnffen. Was
nützt es den Menschen, wenn sie die
Luft der Umgebung nicht mehr atm en können, -w eil diese durch den
wachsenden Autoverkehr und die
Industrie sowieso schon dermaßen
belastet ist, daß Atemwegserkrankungen und Allergien immer häufiger auftret en.
Vierlanden muß als Lunge Hamburgs
erhalten bleiben. Vor allen Dingen
muß Vierlanden sein Schicksal selbst
in die Hand nehmen und es muß
energisch Forderungen stellen. In
abgew andelter Formulierung könnte
man sagen; Ein jedes Gebiet ist nur so
schlecht, wie seine Bürger es zulassen - und nur so gut, wie sie es
erzwingen!
ht dies nicht eine Aufgabe und eine
Herausforderung für den Kulturkreis- Verband Vierlande sich für
Schutz, Förderung und Pflege von
unserer Landschaft und Natur einzusetzen?
Nur Gemeinsamkeit macht stark, um
Hamburgs letzte Idylle zu schützen.
Ralf Wobbe
Stellvertretender Vorsitzender
3
Die Pferde auf den Dächern
Immer wieder bleiben Ausflügler und Urlauber vor den alten
Bauernhäusern stehen und bewundern die Giebel. Besonders
den kunst voll geiertigiE:m Pierdeköpfen an den Giehelfirsten
gilt ihre Bewunderung. Diese
Pferdeköpfe sind kein Gruß der
alten Germanen, sind auch keine
Symbole ehemaliger Stammeszusammengehörigkeit. Sie entwickelten sich vielmehr aus einer technischen Notwendigkeit
der Windfedern, um das Stroh
und Reet an der Giebelspitze zu
halten und vor dem Winddruck,
Regen und Hagel zu schützen.
Zimmerleute hatten den Windfedern bereits im Mittelalter mit
wenigen Beilhieben an den sich
überkreuzenden Enden eine
Verzierung gegeben. Die Schutzaufgabe der Windfedern ("Winnfedder, Winnbreed) erfüllen im
unteren Giebelteil die Dachbretter (Dackbrett) für das Satteldach. An den Dachbrettern und
Windfedern sind auch Dachschächte (Dackschächt) befestigt, die die weiche Bedachung
festhalten.
klären die Forscher auch, daß es
häufig modische Erscheinungen
an den Giebeln gibt. Häufig wird
aus der Stellung der Pferdeköpfe auf den Ursprung der Familie
geschlossen. Es wird beispielsweise behauptet, nach außen
gewandte Köpfe deuteten auf
sächsischen, nach innen gewandte (einander ansehende) Köpfe
auf langobardischen Ursprung
hin. Bewiesen ist diese These
jedoch nicht, zumal in vielen
Gebieten Deutschlands die Köpfe mal nach innen, mal nach
außen zeigen. Es gibt auch die
Meinung, daß die Pferdeköpfe
einen Blitz-Schutz früher darstellen sollten.
Bis ins 18. Jahrhundert hinein
blieben die Verzierungen an den
Giebelspitzen noch recht abstrakt. Erst nach 1850 erhielten
die Windfedern naturalistische
Formen: Vogel- oder Pferdeköpfe. Wegen der Witterungseinflüsse mußten die Windbretter häufig erneuert werden. Damit er-
Mehr spricht jedoch für die
These, daß die Pferdeköpfe den
Schutz des Hauses versinnbildlichen sollen. Schon im germanischen Altertum hatten Pferdeschädel eine Bedeutung als Abwehrzauber. Man bewahrte beispielsweise die Schädel geopferter Pferde in den Häusern auf,
um böse Geister zu bannen. Auf
Pfähle aufgesteckte Pferdeschädel wiesen in die Gegend, aus der
Feinde zu erwarten waren, um
diese fernzuhalten. Dieser Aberglaube hat sich noch bis in die
Reformationszeit erhalten. Nach
altem Volksglauben haben die
Pferdeköpfe magische Kräfte:
Nach außen gekehrte Roßköpfe
sollen Unheil vom Haus abwehren, nach innen gewandte Roß-
Die Köpfe sind UI~f dem First des Hofs
Kunstvoll gefertigt die "Zügel" der
deich einander zugewandt, darullter
das offene .•.•Ultlenlock".
Pferde auf dem I'irst de.~ "Altengammer Fährhallses", das" UMen/ock" ist
durch ein Fenster geschlossen.
Kellinghusen am Neuengammer Haus-
4
häupter sollen dem Haus das
Glück zuwenden. Gemeinsam ist
ihnen eben, daß sie positives für
das Haus bewirken und negatives fernhalten sollen.
Man wollte später auf Althergebrachtes
nicht
verzichten,
brachte hölzerne Köpfe von
Pferden als den Helfern im Hof,
als Arbeits- und Kampfgefährten des Menschen, zur weithin
sichtbaren Zierde an den Häusern an. An diesem Giebelschmuck konnten sich die Tischler oder Zimmerer im Dorf ihre
künstlerische Ader beweisen. Es
gibt ansprechende Köpfe mit
Mähne und Stirnschopf, die
Stützen wurden als Zaumzeug
ausgesägt. In vielen Fällen wurde , weil die Köpfe zu schwer
herzustellen waren und weil sie
bald herunterfielen, ein Giebelpfahl (Geebelpossen) in den
First eingesetzt, um die Windfedern zu halten. Auch hieran
bewiesen die Zimmerer oder
Tischler ihre Kunstfertigkeit
durch reichliches Zierat.
Unterhalb des Firstes, zwischen
Windbrettern und Walmdach,
befand sich früher ein offenes
Loch, heute meistens ein Fenster. Dies" Uhlenlock" diente als
Abzug des Herdfeuers. Gleichzeitig fiel Licht auf den Boden
unterhalb des Strohdachs. Außerdem konnten Eulen zum
Mäusefang auf den Boden des
Hauses fliegen, daher der Name
"Uhlenlock" .
Kunstvoll gefertigt der" Geebelpossen"
auf dem First des Hofs des ehemaligen
Deich vogts Peters.
Fotos: Peter von Essen
Eine KKVV-Sparte stellt sich vor:
Sprache, Schrift, Chronik
Diese Sparte hat es sich zur Aufgabe gemacht, die
plattdeutsche Sprache der Region zu erhalten und sie als
lebendige Mundart den integrierten Mitbewohnern zu
vermitteln sowie den "eingeborenen" BeVÖlkerungsteil
zum Sprechen der urwüchsigen Mundart ihrer Heimat
anzuhalten.
Weiter gehört zu den Aufgaben, die sich die Sparte gesetzt
hat, altes Schrifttum zu sichten, zu sichern und - wenn
Räumlichkeiten vorhanden sind - zu archivieren.
Die Mitglieder wollen mit der Vermittlung der plattdeutschen Sprache stets gegenwärtig sein, um dieser einen
festen Platz in der Kommunikation zu schaffen. So wollen
sie beispielsweise mit Beitr'ägen in den Medien tätig sein,
um dieses alte Kulturgut den lwmmenden Generationen an
die Hand zu geben und zu erhalten, wollen durch Lesungen
und Vorträge die plattdeutsche Mundart pflegen und
erhalten. Die Mitglieder wollen niedergeschriebenes altes
Brauchtum sammeln und so im Wort erhalten.
Eine weitere selbstgestellte Aufgabe ist es, das Leben in
der Region von altersher in Wort und Schrift darzustellen
sowie Gepflogenheiten aufzuzeichnen.
Bücher der Vergangenheit und der Gegenwart, die mit der
Geschichte der Vier- und Marschlande verbunden sind,
sollen gesammelt und den Mitbürgern nahegebracht
werden.
Durch diese weitgreifenden Maßnahmen soll das ganze
Gebiet der Vier- ud Marschlande charakterlich dargestellt
werden, soll in die Zukunft weisende Lebensart beeinflußt
werden. Das Motto der Sparte:
"Altes erhalten und Neues gestalten!"
Deshalb benötigt die Sparte Dokumente jeder Art aus der
Vergangenheit und bittet alle Vier- und Marschländer
Bürger, vorhandenes Dokumentations-Material dem
KKVV als Spende oder Leihgabe zur Verfügung zu stellen.
Entgegengenommen wird es vom Spartenleiter
Die Autoren Reintsehe Reymers (links) und Hans-Egoll Jürgellsell
(rechts) arbeiten mit Willy Schweitzer in der KKVV-Sparte "Sprache"
Schrift, Chronik" mit.
Foto: Hermann Timmann
Hans-Egon Jürgensen, Alter Landweg 48, HH 74, Tel.
733 0789, oder
Reinhard Reymers, Durchdeich 45, HH 80, Tel. 73732 67,
Bei ihnen sind auch die Sparten-Treffen zu erfragen. Neue
aktive Mitglieder, die sich den Zielen verbunden fühlen,
sind auch in dieser KKVV-Sparte jederzeit willkommen.
Woriim heet uns Blatt "Latücht"?
Wat is öberhaupt 'ne Latücht? Je, dor mutt man
all recht'n beten in de Tied trüchut gohn. De
Düsterkeit weur för de Minschen freuer de
Tied to'n Utraun un Nixdohn, denn wenn man
nix kieken kann, denn is dat ut mit de Arbeit.
Ober in'n Huus müß man je wat kieken können.
Un dor weur toerst dat opene Füer op de Deel!
In de Dönz weur'n Kienspon an de Wand mokt,
de för'n beten Helligkeit sorgen deh. De harrn
de Maschbuern sick von de Geest mitbröcht,
denn kieniges Holt geew dat in de Masch nicht!
Ober de Kienspon harr den'n Nodeel, dat he de
Deek so swatt reukern de, dat man von Tied to
Tied den'n swatten Krom affkratzen müß. Dat
enzige Gode weur, dat de Holtbuck dor nich
rangohn deh!
Denn keumen de Tronfunzeln in Gebruk. Den'n
Tron bröchten de Grönlandfohrers mit. De
weur denn opp sone Oart Pann goten un strohlt
denn all wat heller von'n Böhn. Talglichter
weurn ok all in Gebruk. Ober denn keum de
ganz neede Tied, de Petroleumlamp leut all
den'n annern Krom vergeten. De ohle grote
Stallatücht mit'n Talglicht, wie se OPP de erste
Siet von uns Blatt affbild is, weur nu all
unmodern wordn. Wokeen nu noch wat Helle-
res as de Petroleumlamp hemmen wull, de
kunn denn ne hochmoderne Karbitlamp in de
Stuv hangen.
Ober do is dat elektrisChe jTiedÖller anfungen,
un hett sick bit hüt as Segen för de Menschheit
kunddohn! Ohne Elektrizi ät löppt hüt gomix
mehr! Dat fangt bi't Oppstohn an, un höHt bi't
Tobettgohn erst wedder opp! Wenn man
bedenkt, wat hüt all elektrisch geit, denn mutt
man doch denken, wie hett dat denn freuer
ohne Strom egentlich gohn?
Ober de Latücht is jümmer'n Sinnbild wesen,
dorför, wie de Mensch in siene Neeschierigkeit
ok noch jümmer in'n Düstern wat söcht hett!
Dn so heet uns Blatt eben "De Latücht", denn
we seukt ok jümmer wat. All wat bi uns in de
Hamburger Masch noch so'n beten in'n Düstern
liggt un an't Licht holt warm schall. Se schall
dat belüchten, wat we uns gern erholn un
wiedergeben wöt,
Dat gifft noch'n ganzen barg ohles Kulturgot;
wat dor nochso in'n Düstern liggt! Ok wöt we
uns ganze Ummwelt belüchten, ümm uns
ländliche Ursprünglichkeit un Oart to bewohrn.
Reinhard Reymers
5
<ievveterUnaftig
Von Willy F. H. Schweitzer
De Christine Surkamp vun'n Spieker kenn
jedereen in de Gegend bloots as Stine Flott.
Stine, dat weuer ja to verstohn, dat müss bi so
eenen Roopnomen jo bi rutkomen, aber
"Flott"? - Dat harr jo nu mit Surkamp upsluuts
nieks to kriegen un liekers weuer allens reeht
un inne Reeg.
Ehrn Nökelnomen "Flott" den harr Stine al
bald kregen, as se vun de Hoov no'n Spieker
heirad' harr. Dat güng loos, as de ersten Kinner
snaeken kunnen. "Loopt man flott mool eben
no'n Inholen!", sä Stine, un: "So, nu mool flott
de Hannen waschen un denn an'n Disch!".
Nahstens heet dat denn: "Loos, Kinner, flott no
Schooll" Wenn't Middageten doon weuer, sää
se: "Nu mool flott ran an de Schoolarbeiden!"
Obends heuer siek dat denn so an: "Nu is ober
Fierobend, Kinner, nu geiht dat flott no'n
Bedd!".
Kunn jo gornich utblieben, dat de Lüüd bald
bloots noch "Stine Flott" seggen deen.
De Noberslüüd keumen goot mit Stine langs. Se
sIuder nich, un wat se toseggen dee, dat hol se
ook! "Up Stine Flott kann'n siek verloten!",
sään se. "De is de lebennige Gewetenhaftigkeit!"
No Stadt keum Stine so goot as goornieh mehr.
Weuer al meist jümmer sowat as een Weltreis
wesen. Freuer weuer se denn al mOQI mit de
Maschbohn feuert, aber nu mit'n Omnibus un
denn noch mit de Es-Bohn? Nee, dat weuer
nicks für Stine. Güngs alloos mit de Drägelee
un denn noch dat enge Sitten! Kunn een jo ni eh
mol'n Stück Bodderbrood ornlich ut'n Papier
wickeln! Un-de Minsch wardjo ok nich jünger!
Berni Rothmann ut de Noberschop, müss denn
eenen Dag mit sienen Vehanhänger no Hamborg. Vör'n Tied harr Stine al moDI seggt, dat se
woll geern mool mitfeuern mÜch.
Nu harr Berni se mitnahmen un inne Mönke bargstroot afsett.
Weuer jo woll Johrende her, dat Stine tolets
inne Stadt weuer. Se harr up de Karstadt-Siet
t..~.. .a~~~.r(lKct~_
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in de Utloogen keken un wull nu ge ern mool no
de anner Strootensiet. Een Stücker Dreemol
harr se't al versöcht, aber denn weuer jümmer
grood wedder een Hupen Autos orrer een
Strotenbohn kamen. Weuer reinweg nicks to
moken.
"Na", sää no'n Tied een jungen Mann, "Sie
wolln woll rüber, nieh?"
"Tscha!" Stine nicköppt, "aber'as wird nicks!
Kummt jümmer wat antosusen."
"Kamen Se man eben mit!" De junge Mann
neum se bi'n Arm un güng mit ehr een lütt
Stück wieder langs, no een Drück-Ampel.
"Kieken Se mol", sää he denn, "hier an'n Pieler
is een Schalder. Door drücken Se eenfach up'n
Knopp!"
Stine keek em an. "Tscha, nu man ssu!", lacht
de junge Mann, un Stine drüeh den Knoop rin.
Weuer dat nu, dat länger Tied keen drückt
harr? Up jeden Fall würr de Lamp foortstens
geel un denn rood.
Stine wunner siek, as de Fahrtügen to beid
Sieden miteens anholen deen. )) Tschunge,
nee!", se sehüddel mit'n Kopp, "dat is ober mol
praktisch!" "Tseha, nu gohn Se man fix röber!"
De Mann neum Stine wedder bi'n Arm un güng
mit ehr no de anner Siet.
"Ach, nu kiek mol an!", Stine keum ut'n
Wunnern ni eh rut. "Hier is jo ok'n Knipser?" De
junge Mann leut se loos un freug: "Kummen Se
nu alleen torecht?" "Tscho, tscho", sä Stine,
"aber'n Ogenblick mool!" Se dreih siek no de
Apel üm un drüch mit'n Dumen gau noch mol
up'n Knoop.
"Wai is denn nu'?", wunner siek de junge Mann,
"wöllen Se wedder trüch?" "Nee, nee, loten Se
man." Stine keek em an, "door verstohn Se
nicks vun. Bit hüüt kann mi keen Minseh
nos eggen, dat ick nich gewetenhaftig bün, un
dat schall ok so blieben! Wat iek anknipst heff,
dat knips ick ok wedder ut!"
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Kegelbahn frei ab 16.30 Uhr oder nach Absprache
Täglich, außer Dienstag, von 16.30 Uhr geöffnet,
Sonn- und Feiertags
durchgehend ab 11 Uhr geöffnet.
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6
Kopfweiden - ein Stück Kulturgeschichte
Von Hermann Timmann
Kopfbäume sind in den Niederungsgebieten Norddeutschlands ausgesprochen kennzeichnFnrlF Gestal-'
tungsclcmcnte der Kulturlandschaft,
In der biillFrlir.hFn Selbstversorgung
lipfprtpn si e früher eine Vielzahl
nützlicher Materialien. Auch in den
Vierlanden war das der FalL So
schreibt zum Beispiel Ernst Finder:
"".Neben dem Getreideanbau ist bereits früh der Anbau von Weiden, der
,Kneien' wi cht.ig gewesen. Sie wurden besonders auf Außendeiehsländereinen , auf Wärdern und an Elbufern gezogen und fanden in der
Korbflechterei zur Herstellung von
Aalreusen, Fruchtkörben und dergleichen, auch von Bandreißern zu
Tonnenbände rn verarbeitet, vielseitige Verwendung. Kirchwerder und
Altengamme mit dem benachbarten
Geesthacht war ein Mittelpunkt des
Bandreißergewerbes, Ferner wurden auch Weiden zur Befestigung von
Deichböschungen gebraucht, auf den
Höfen fand e n sie zum Binden, zum
Zäunen und zur Herstellung von
allerlei Arbeit.sgeriit mannigfaltige
Verwendung, Auch dem Strohdachdeckel' waren sie in seinem Berufe
unentbehrlich. " An anderer Stelle
heißt es: " .. ,ein 2-3 m langer, die
Stroh- oder Reetlage niederpressender und festhaltender Weidenschacht, ,Deckelschacht' gelegt, der
durch festgedrehte Weiden, ,Deckelweeden', der Dachlatte verbunden,
,opweegt' wird. Neuerdings nimmt
man, weil die Weiden mit der Zeit
vom Holzwurm stark angegriffen
werden, auch wohl schon Drahtstangen an Stelle der Weidenschächte,
und allgemein erfolgt jetzt das
Durchbinden mit verzinktem Eisendraht, ,Wierdraht', von 5- 6 mm Stärke. "
Der Stacheldraht, Kind des Ersten
Weltkriegs, ließ die Flechtzäunc aus
Weidenruten verschwinden, Seitdem
die Baue rn keine sclbstgemachtcn
Bohnenstangen mehr benotigen , der
"Erbsenbusch" aus Masche ndraht
besteht und Stiele für Besen und
Schaufeln im Laden gekauft werden,
verfällt eine uralte Kultur, Wer
macht sich schon die Arbeit, Kopfbäume zu pIlegen'l Als Kunstprodukt
Kopfweide Auf der Böge
Drei KopfweideIl ill Neue1I/{amme all
der Dove Eibe Fotos: Karin Aye
sind sie aber auf eine Pflege a ngeWIesen. Die Weiden , vor allem die Kopfweiden erleben jetzt, was Wuchsturn
ohne Grenzen ist, Die "durchgewachsenen" Kopfweiden halten den Hel:?,eldruck der zu schwer gewordenen
Aste nicht mehr aus. Die Aste klüften
das Weichholz des Stammes. Der
Baum stirbt binnen kurzer Zeit.
Höhlenbrüter wie Bachstelze, Gartenrotschwanz und Feldsperling,
Steinkauz und Meisen verlieren mit
ihnen ebenfalls ihre Heimat in der
Feldflur.
Noch härter trifft es die zahllosen
Insektenarten, die in den oft mulmreichen, zerfurchten oder ausgehöhlten Baumrecken ihre Larvenzeit verbringen oder von ihren Blüten und
Blättern leben, Weiden zählen zu den
insektenreichsten Bäumen, So sind
allein über hundert Käferurten auf
sie angewiesen,
Um diese flatternde , krabbelnde,
singende und brummende Vielfalt zu
retten und um ein typisches Stück
Kulturlandschaft zumindest in Resten zu erhalten, pflegen heute Naturschutzgruppen die KopfbHum e.
Woher kommt es, daß Kopfweiden in
unserem Ökosystem eine so wichtige
Rolle spielen') Weiden und ihre nahen
Verwandten entwickeln im Gegensatz zu den anderen typischen Holzgewächsen kein Kernholz. So heißt
fenes innere Skelett der Bäume, das
sich dunkel vom umgebenden Splintholz abh ebt. Die dunkle F Hrbung
entsteht durch Oxidationsprodukte
von Gerbstoffen, die unter anderem
fungizid wirken, also die Bäume vor
Pilz befall schützen sollen. De n Weiden fehlen diese Wirkstoffe, Sie
bestehen nur aus Splintholz. Deshalb
sind sie fast wehrlus gegen Pilze .
Diese "Schwäche des Immunsyslems" hat F olgen , Durch die Verletzungen, die den Weiden beim Abschneiden der dicken Äste zugefügt
werden, faulen die Bäume sehr
schnell aus, und es entwickeln sich
Höhlungen und große Mengen Mulmholz, In einer Landschaft, in de r es so
gut wie kein Totholz in Form von
Reisighaufen, alten Schupp en und
Zaunpfählen, Baumruinen und Totästen mehr gibt, bieten Kopfweiden
oftmals die einzige Uberlebenschance für jene vielen Tierarte n, die auf
ausgefaulte Höhlen, Spalten und das
Tot- oder Mulmholz selbst angewiesen sind.
In manchen Landschaften Norddeutschlands stehen sie noch in langen Reihen, Oftmals gehören alle
Bäume einer solchen Reih e demsel ben Geschlecht an (We iden sind
zweigeschlechtliche Pflanzen) , Das
zeigt sich besonders auffällig zur
Blütezeit, wenn eine männliche Weidenreihe von Pollen ganz gelb überhaucht wirkt" während das weibliche
Gegenstück einen graugrünlichen
Schleier angelegt hat.
Nur wenige Baumarten ertragen es,
daß sie in r egelmäßigen Abständen
geköpft werden, Die Weiden stehen
hi er mit ihrer ungeheuren Vitalität
ziemlich alleine da, In allen Kopfweiden-Landschaften finden wir auch
Kopf-Eschen, So auch in den Vierlanden. Wie die Weiden besiedeln sie von
Natur aus die Flußauen und andere
feuc hte Standor te. Kopfesehen lassen sich immer leicht an ihren
schwarzen Winterknospen und an der
grauen und längsrissigen Rinde erkennen,
Kopfweiden beherbergen nicht nur
viele Tiere sondern auch Pflanzen,
Als "Straueh im Baum" wachsen auf
ihnen beispielsweise rela,tiv häufig
junge Holunderbüsche. "Überpflanze n" nennen einige Botaniker diesen
Aufwuchs, der die Kopfweiden nicht
als Parasit heimsucht sondern als
Gast,
Wer unter eine r alten Kopfweide im
Schatten liegt, k ann darüber spekulieren, wie die verschiedenen Uberpflanzen wohl auf den Baum gekommen sein mögen,
Neben vielen anderen sind Kopfbäume nicht zuletzt dankbare Studienobjekte für jeden Naturbeobachter.
Ein Grund mehr, daß wir ihnen auch
in Zukunft liebevolle Pflege angedeihen lassen.
Einzeln srehende Kopfweide
7
Termine im Kulturkreisverband
J UNI
5. 15 bis 20 Uhr: DTIK-I3lutspendetermin in der
Zentrnischule Kirchwerder Haudeich 341.
9.16 Uhr: Monatsschießen der Vierländer Schützengesellschaft auf dem Schießstand beim "Schützenhof" (Gerd Pahl) in Neuengamme.
10. 20 Uhr: KKVV-Vor standssitzung im "Corslaker
Landhu us".
14. 20 Uhr: Vortrag von Hans - Helmut Poppendieck
über Bauerngärten in der Gaststätte "Zur Lüttenburg", Kirchwerder Elbdeil:h 116.
14.-16. Niederwärtser Heimatfest bei der Schiefen
Br ücke.
17. 19.30 Uhr: Treffen der Sparte Bild/Ton im
"Norddeutschen H aus" (K arl-Hermann Dietrich) in
Altengamme.
22./23. Altengammer Sommerfest in der Schule und
Gemeindehaus, Kirchenstegel.
23. 10.30 Uhr: Stadtteilrundgang der Initiative zur
Erhaltung historischer Bauten ab S-Bahnhof Netteinburg, Ausgang Bergedorf-West.
30. 15 Uhr: Preisschießen zum Vierländer Schützenfest auf dem Schießstand beim "Schützenhof" (Gerd
Pahl) in Neuengamme.
J ULI
5. 19 Uhr: Ausmarsch der Vierländer Schützengesellschaft ab Gasthof "Stadt Hamburg" (Carsten
Eggers) Cur~lack über Odemanns Heck, Neuengammer Hausdelch zum Kommers im Schützenhof.
6. 13.30 Uhr: Ausmarsch der Vierländer Schützengesellschaft ab Gaststätte "Stadt Hamburg" (Günter
Timmann) Neuengamme zum Schießstand.
15 Uhr: Preisschießen zum Vierländer Schützenfest
auf dem Schießstand beim "Schützenhof".
7. 13 Uhr: Ausmarsch der Vierländer Schützengesellschaft ab Gasthof "Stadt Hamburg" (Carsten
Eggers) Curslack zum Einholen des Königs Udo
Schwabrow.
15 Uhr: Preisschieße n zum Vierländer Schützenfest
auf dem Schießstand beim "Schützenhof".
22 Uhr: Proklamation des neuen Vierländer Schützenkönigs im FestzeIt am "Schützenhof" .
Suchbild
Wer weiß etwas über dieses Haus auszusagen·? Er oder sie
wird. gebeten, sich mit Rolf Wobbe (Tel. 7231902) in
Verbmdung zu setzen. Nur soviel ist der Redaktion bisher
bekannt, daß das Bild in Curslack entstanden sein muß.
Unter dieser Rubrik veröffentlichen wir Bilder aus dem KKVV·Archiv zu
denen uns die Informationen fehlen . Hier können aber auch Vierländllr,
die Nähers über alte Bildern wissen wollen, einen Aufruf starten.
8
15. 19.30 Uhr: Treffe n der Sparte Bild/Ton im
"Nor ddeutschen Haus" (Karl-Hermann Dietrich) in
Altengamme.
21 16 Uhr: Monatsschießen der Vierländer Schützengesellschaft auf dem Schießstand beim Schützenhof " (Gerd Pahl) in Neuengamme.
"
AUGUST
11 16 Uhr: Monatsschießen der Vierländer Schützengesellschaft a u f dem Schießstand beim "Schützenhof" (Gerd P ahl) in Neuengamme.
12. 20 Uhr: KKVV- Vorstandssitzung im "Corslaker
Landhuus".
18. 10.30 Uhr: Stadtteilrundgang der Initiative zur
Erhaltung historischer Bauten ab St. Petri und Pauli
in Bergedorf.
19. 19.30 Uhr: Treffen der Sparte Bild/Ton im
"Norddeutschen Haus" (Karl-Hermann Dietrich) in
Altengamme .
25. 10 Uhr: Letzte Vorbereitungs-Besprechung der
Vereinsvertreter für die Feier, Wulfsener Zehnter"
in Wulfsen, Gasthof Otto Gräp~r.
30. 16 Uhr: Kaffeenachmittag der ReichsbundOrtsgruppe im "Schützenhof" (Gerd Pahl) in Neuengamme.
SE P TEMBER
L ab 10 Uhr: Dorffest mit Vierländer Vereinen als
Erinnerungsfeier an den "Wulfsener Zehnten"
(s. Seite 9) für den Kirchwerder Pastor in Wulfsen.
8. ab 9 Uhr: Aktionen zum Tauzieh-Wettbewerb bei
der FF Warwisch im Feuerwehrstützpunkt Fünfhausen am Durchdeich.
16 Uhr: Vierländer Liedertag im "Norddeutschen
Haus" (Karl-Hermann Dietrich) in Altengamme .
9. 20 Uhr: KKVV-Vorstandssitzung im "Corslaker
Landhuus" .
16. 19.30 Uhr: Treffen der Sparte Bild/Ton im
"Norddeutschen Haus" (Karl-Hermann Dietrich).
22. 16 Uhr: Monatsschießen der Vierländer Schüt zengesellschaft auf dem Schießstand beim Schüt zenhof" (Gerd Pahl) in Neuengamme.
"
17 Uhr: Eröffnung der Foto-Dokumentation Vierländer Jahreszeiten" durch Ortsamtsleiter H~lmut
Gutsch, musikalisch begleitet durch den Germania"-Chor Hohendeich im Gasthof Stadt Hamburg" (Carsten Eggers) in Curslack. "
~2 . - 29. Foto-Ausstellung" Vierländer Jahreszeiten"
1m Gasthof "Stadt Hamburg" (Carsten Eggers). Die
Ausstellung ist jeweils dienstag donnerstags und
freitags ab 15 Uhr geöffnet.
'
29 .. 17 ~hr: Abschluß- :Ver~ns~altung der Ausstellung
"Vlerlander JahreszeIten mIt Chor der Harmonie"
Sande und der Vierländer Trachte~gruppe im
Gasthof "Stadt Hamburg" (Carsten Eggers).
OK T OBER
2. 15 bis 20 Uhr: DRK-Blutspendetermin in der
Zentralschule Curslack-Neuengamme, Gramkowweg 5.
6. 14 Uhr: Erntedank- Umzug ab Zollenspieker
Marktp~atz über Elbdeich, Kirchenheerweg und
HausdeIch zur Kirchwerder Kirche St. Severini.
12. 20 Uhr: Herbstball der Vierländer Schützengesellschaft 1m "Schutzenhof" (Gerd Pahl) in Neuengamme.
20 Uhr: 29. Stiftungsfest der FF Warwisch.
19. Polizeikonzert bei der Reichsbund-Ortsgruppe
im "Schützenhof" (Gerd Pahl) in Neuengamme.
Ihre Termine melden die Vereine bitte bei Peter von
Essen, Tel. 72566148.
Ein gut besuchter, offener Volkstanzabend der KKVV-Sparte "Tanz und Folklore":
Alle machten mit
Zu einem volcn J:<:rfolg wurde der
zweite Anlauf eines offenen Volkstanzabends, zu dem die Sparte "Tanz
und Folklore" in Carsten ~]ggers
Gasthof "Stadt IIamburg" eingeladen hatte. Gut gefüllt war der Saal, so
daß auch alle Besucher viel Spaß
hatten. Spartenlciter Gerd Nissen
gel!mg cs in seiner ruhigen. humorvollen Art, fast alle Gäste des Abends
zum Mitmachen zu bewegen. Als
Helfer standen ihm dabei Mitglieder
der Vierländer Trachtengruppe zur
Seite, die die alten Vierländer Voll{stänze immer wieder vortanzten.
Gerd Nissen versprach am Ende der
Veranstaltung: "Nach dieser guten
Resonanz wollen wir einen Abend
dieser Art wiederholen."
Voller Spannung erwarteten die Besucher Anweisungen ihres" Volkstanzlehrers"
Gerd Nissen.
Foto: Horst Werstat
Der einstige "Wulfsener Zehnte"
vielen Fällen wurden diese Zwangsabgaben vom Bischof
bei neuen Pfarren verwendet. Das war offenbar auch so bei
den Abgaben fur Wulfsen: Um 1212 der jungen Kirchengemeinde auf dem damaligen "Remerswärder" die neuen
Lasten zu erleichtern, soll der Zehnte nach dieser Version
dem neuen Pfarrherrn zugespruchen wurden sein. Am
zweiten Montag nach Mariä Geburt mußte sich der
"Zehntherr", der Kirchwerder Pastor, die Naturalien
abholen oder zur Fährstelle in Hoopte gegenüber von
Zollenspieker fahren lassen (Kosten: ein Thaler und acht
Groschen Fuhrlohn und eine Hafergarbe für drei Pferde).
Der Inhalt des Wulfsener Zehnten hat sich im Laufe der
Jahre gewandelt. Pastor Lau berichtet in seinen Erinnerungen, daß der "Zehnte" zur Zeit seines Amtsantritts 1881
vornehmlich aus etwa hundert I-limpten (je nach Region 26
bis 34 Liter) Roggen sowie mehreren Tellern Grütze und
Roggenbroten bestand. Beim Vollhufner Kruse wurde die
Kirchwerder Delegation nach alter Tradition am offenen
Herdfeuer bewirtet. "Mit dem althergebrachten, teilweise
schon geflickten Himpten, Furde der Roggen vorgemessen
und nach dem üblichen Uberstrich gebucht und eingeheimst. Unser Kirchendiener reichte den Knechten, die
sich ihrer Aufgabe entledigt, den erwarteten und erwünschten Labetrunk", berichtet Pastor Lau in seinen
"Erinnerungen aus dem Pfarrhaus Kirch wärder".
Der "Zehnte" wurde im Herbst 1892 durch eine Schlußverhandlung im Buro dcs Königlichen Landratsamts in Winsen
aufgehoben. Nach 99 Jahren soll die Tradition in Wulfsen
am 1. September 1991 wieder aufleben. Zu einer Vorbesprechung mit Orgnnisator Geurg Wilhelm Sander, Bürgermeister Rudolf Porth, Pastor a. D. Koppelmann und
Vertretern der Vereine
Wulfsens fuhr eine Vierländer Delegation nach Wulfsen: Pastor Joachim Sach,
Gerd Nissen und Willi Rikkenberg von der Vierländer
Trachtengruppe sowie Ralf
Wobbe vom KKVV.
Das Programm sicht einen
plattdeutschen Feldgottesdienst im Wulfsener Eichhof
mit den Pastoren Koppelmann und Sach vor. Gegen
Mittag wird die "Ankunft
der Vierländer in Kutschen" nachgespielL. Naeh
dem Mittagessen ist ein
Festzug durch das Dorf ge plant. Am Nachmittag zeigen Vierländer und Wulfsener Vereine einen Querschnitt ihrer Aktivitäten,
Wollen nach 99 Jahren Ruhe den " Zehnten " wieder auj1eben lassen (v. lks.): Gerd Nissen, PasrorJoachim Sach,
darunter viele Musikeinlaüeorg Wilhelm :>allder.
Foto: Ralf Wobbe
gen.
Fast hundert Jahre ruhte eine Verbindung zwischen der
Kirchengemeinde Kirchwerder und den Höfen in Wulfsen
auf der anderen Elbseite: Der Pastor von Kirchwerder
hatte früher das Recht, in Wulfsen den "Zehnten" zu
erheben. 1892 erhob Kirchwerders Pastor Sophus Lau ein
letztes Mal in Wulfsen im Kirchspiel Patlensen den
"Zehnten".
Der Ursprung des "Zehnten" läßt sich nicht mehr ermitteln.
Zum ersten Mal wird in einer Urkunde aus dem Jahre 1575
erwähnt, daß dem Kirchwerder Pastor aus dem Dorfe
Wulfsen im Kirchspiel Pattensen 18 Säcke Roggen Lüneburger Maßes sowie ein "Schmalzehnter" von Lämmern,
Gänsen und Hühnern zuständen. Die Sage erzählt von einer
Pestzeit im Lüneburgischen, die besonders Wulfsen su
stark getroffen hätte, daß das Dorf gemieden wurde "wie
die Pest". Keiner pflegte die Kranken, niemand bestattete
die Toten. Lediglich der Pastor aus dem Kirchspiel
Kirchwärder von der anderen Elbseite half: Er reichte den
Krank~n die letzte Wegzehrung, gab den Sterbenden die
letzte Ölung, sprach den Gesunden Mut zu und bestattete
die Verstorbenen. Nach Abklingen der Seuche stifteten die
dankbaren Wulfsener der Pfarre Kirchwärder für ewige
Zeiten den Zehnten.
Andere Quellen nehmen ön, der Wulfsener Zehnte gehe auf
eine Anurdnung Karls des Großen nach der Christianisierung Niedersachsens auf das sogenannte karolinische
Zehnt~ebot zurück. Im Laufe der Zeit sind die Zehnten, die
dem BIschof zustanden, durch Schenkung, Tausch, Verkauf
oder andere Maßnahmen in andere Hände geraten. In
9
Ein Verein im KKVV stellt sich vor:
Kirchwerder Landfrauen
Der Vor.~tand des Landjrauenvereins Kirchwerder im Jllbilällmsjahr (hinten v.
lks.): närbel Rieck, lna Kühn, Marianne Neben, Margot Schmahl, Jutta
Garbers; (vorn): Anna Albers, Lotti Hars, Hildegard Bähr, lrene KalhSackewitz.
Foto: Peter von Essen
Ihr 25jähriges Jubiläum feierten
die Kirchwerder Landfrauen mit
geladenen Gästen am Ostersonnabend im Gasthof Hitscherberg (Hartwig Reimers). Die Gäste, darunter Vertreter aus den
13 Ortsvereinen des Hamburger
Verbandes, an ihrer Spitze die
neugewählte Landesvorsitzende
Hanna Wörmbke aus Curslack,
sowie Abordnungen aus den am
Erntedankfest
mitwirkenden
Vereinen, erwartete ein buntes
Programm mit unterschiedlichen Darbietungen. In ihrer
Laudatio bezeichnete Hanna
Wörmbke den etwa 360 Mitglieder starken Ortsverein als eine
wichtige Stütze: einerseits für
die Gemeinde Kirchwerder, zum
anderen für den Landfrauenverband Hamburg.
Jeweils einen gravierten Zinnteller gab es von der Vorsitzenden Marianne Neben für die vier
Gründerinnen, die noch aktiv am
Geschehen des Ortsvereins teilnehmen: Anna Albers, Hertha
Villinger, Margot Janßen und
An na Wulff.
Im Jahre 1955 wurde der Landfrauen- Verein Kirchwerder als
letzte Landfrauen-Gruppe in
10
den Vier- und Marschlanden auf
Initiative von Anna Albers und
Hertha Villinger gegründet. 33
Frauen aus Kirchwerder folgten
der Einladung der Initiatorinnen
in den Gasthof "Teufelsort" zur
Gründung der Vereinigung für
alle auf dem Lande lebenden
Frauen. Anna Albers erinnert
sich noch daran, daß sie mit dem
Rad zum Kassieren des Jahresbeitrags von fünf Mark herumfuhr. Bald bildeten sich Interessengruppen, die das Angebot von
Seminaren, Lehrfahrten und
Vorträgen erweiterten: 1970 die
Kegelgruppe, 1975 der Singkreis
unter Dr. Gerhard Baumann,
1979 der Kirchenkissen-Stick-
kreis mit Christiane Gädtgens
(später mit Hilde Krützmann) im
Fünfhausencr
Gcmcindezentrum, Anfang der 8Der Jahre die
Theatergruppe.
In diesem Jahr organisieren die
Landfrauen zum 14. Mal den
Kirchwerder
Ernte-Umzug.
Anna Albers und Margot Janßen
riefen 1978 die Mitglieder auf,
einen Erntewagen zu schmükken. Mit einem Wagen fuhren die
Landfrauen vom Gasthof Hitscherberg zur Kirchwerder Kirche St. Severini. Anna Albers:
"Wir wollten daran erinnern,
wofür eigentlich das Erntedankfest im Herbst gefeiert wird."
Im zweiten Jahr fuhr bereits ein
Wagen der "Vierländer Trachtengruppe im TSV" mit. Immer
mehr Vereine beteiligten sich.
Bald wurde der Platz beim Hitscherberg zum Aufstellen des
Festzuges zu klein. Seit zehn
.Jahren lockt der "Ernte-Umzug"
vom Zollenspieker Marktplatz
aus zur Kirchwerder Kirche tausende von Schaulustigen an den
Rand des Marschweges.
In diesem Jahr beteiligten sich
die Landfrauen wieder an der
Messe "Garten Hamburg" im
April. Der Landesverband hatte
die ideelle Trägerschaft übernommen. Zweimal starteten die
Kirchwerder Landfrauen im
vergangenen Winter eine PakeiAktion für Hamburgs sowjetische Partnerstadt Leningrad.
Außerdem gehen regelmäßig
Spenden an das bundesweite
Landfrauen-Projekt "Lesotho":
Hilfe zur Selbsthilfe für Landfrauen in der dritten Welt.
Anna Albers leitete die Kirchwerder Landfrauen von der
Gründung bis 1982. Es folgte bis
1986 Anna Wulff. Seit 1986 führt
Marianne
Neben,
HeinrichOsterath-Straße 123, den Landfrauen verein Kirchwerder.
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