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2. Februar 2015 | Susanne Benda - Internationale Bachakademie

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Nummer 26 • Montag, 2. Februar 2015
Kultur
Sanftes
Schweben
„Es geht
nicht um das
Dekorative“
Hans-Christoph Rademann dirigiert
Bachs h-Moll-Messe
Von Susanne Benda
Die ersten Töne: wie Schritte im Nebel.
Tastend beginnt am Samstag im Beethovensaal Johann Sebastian Bachs h-MollMesse mit dem Kyrie. Sehr leise und bedächtig startet Hans-Christoph Rademann
mit der Besteigung des vielleicht höchsten
Gipfels der Musikgeschichte. Das Werk,
musikalische Summe aus fast 34 Lebensjahren des Komponisten, ist eines der rätselhaftesten und reichsten, und man meint
die Last zu spüren, die der künstlerische
Leiter der Internationalen Bachakademie
trägt, wenn er es heute aufführt und aus
dem live Gebotenen zudem noch seine erste
Stuttgarter CD-Produktion machen will.
Jossi Wieler über das Profil der Oper Stuttgart,
aufgeklärtes Musiktheater und Teamwork
Durchsichtig soll es sein
Aus der hier 31-köpfigen Gächinger Kantorei hat Rademann alle Älteren aussortiert, und unter tätiger Mithilfe des Freiburger Barockorchesters greifen Instrumentales und Vokales auf feinste Weise ineinander. Oft wirkt das Singen des Chors
wie eine Verlängerung des Orchesterspiels:
Die Farben sind (besonders eindrucksvoll
etwa im spannenden „Qui tollis“) fahl, pastellen; das Werk wirkt von aller Schwere
erleichtert, manchmal sogar tänzerisch.
Rademanns Ziel: größtmögliche Durchsichtigkeit. Er stellt alle Details seiner Gestaltung – Lautstärke, Kontrastsetzungen
Seit 2011 Intendant der Oper Stuttgart: Jossi Wieler
Berührende Momente: Hans-Christoph
Rademann
Foto: Schneider/IBA
oder auch (im Gloria) das Denken in instrumentalen Farben – stets in den großen Zusammenhang. Im Sanctus kann man hören,
dass seiner Mittelstimmen-Betonung, die
sehr schöne, berührende Momente zeitigt,
auch Kollateralschäden erwachsen können: Da wirkt die prägende, zackige Melodielinie des Chor-Basses dynamisch eher
unterrepräsentiert. Stattdessen regiert hier
aber ganz das sanfte Schweben: weltentrückte, wahrlich heilige Triolenseligkeit.
Für sie nimmt man den Verlust einer gewissen Kantigkeit in Kauf, die ein wenig auch
der Saalakustik geschuldet sein kann.
Jeder Ton ein Individuum
Die Stimmen der Gächinger sind wundervoll verschmolzen. Man hört einen ungetrübt hellen Sopran und einen Tenor zum
Dahinschmelzen. Die Balance der Stimmen
untereinander ist ebenso fein austariert wie
ihre Gewichtung gegenüber dem Orchester,
das auch unter Gast-Konzertmeister
Shunske Sato mit silbrigem, gelenkigem,
atmendem Streicherklang und mit exzellenten Solo-Bläsern überzeugt. Die unvermeidlichen Kiekser des Naturhorns nimmt
man in Kauf, weil dafür jeder seiner Töne
ein wunderbares Individuum sein darf.
Dazu die Solisten: Carolyn Sampsons
weicher, heller, dabei stets klarer, zielgerichteter Sopran, Anke Vondungs beweglicher, leuchtender, nirgends nur „brustiger“ Alt, der feine, agile Tenor des empathischen Daniel Johannsen und der stabile, aber nie massige Bass von Tobias
Berndt. Auch diesen Sängern geht es um
Vertiefung. Nachdem sich das abschließende „Dona nobis pacem“ vom Pianissimo zum Forte gesteigert hat, hat man
hörend eine Welt durchschritten.
Kurz berichtet
Wenders ist dankbar
Wim Wenders (69) freut sich „wie Bolle“
über den Ehrenbären für sein Lebenswerk, den ihm die Berlinale verleiht. „Zu
Hause so geehrt zu werden, in der eige-
Von Susanne Benda
Gegenposition gegen die Beliebigkeit des
internationalen Regie-Karussells formulieren und den Musiktheater-Betrieb ein wenig
entschleunigen. Ich habe da aber zu stark
vom Schauspiel aus gedacht. Dort gibt es ja
viel mehr Premieren, und die Gewichtung
von festen Regisseuren ist deshalb eine ganz
andere als bei einem Opernhaus mit nur fünf
Premieren pro Saison.
Herr Wieler, zurzeit ist das Ende Ihrer Amtszeit
auf 2018 datiert . . .
Es geht also auch darum, das allzu Einförmige
zu vermeiden?
Zurzeit ja.
Sagen wir es so: Als Andrea Breth jetzt
„Jakob Lenz“ bei uns inszenierte, hat eine
Handschrift, die von außen kam, sowohl die
künstlerische als auch die technische und
organisatorische Seite des Hauses ganz neu
gefordert. Das hält anders wach, man bleibt
auf besondere Weise kreativ, und das ist
wichtig für die Oper Stuttgart.
Am 15. Februar hat „Berenike, Königin
von Armenien (Il Vologeso)“ Premiere.
Stuttgarts Opernintendant Jossi Wieler
inszeniert gemeinsam mit seinem
Regiepartner Sergio Morabito.
. . . dann wären wir jetzt genau in der Halbzeit
Ihrer Intendanz und hätten einen guten
Anlass, zurück und auch nach vorne zu blicken.
Was wollen Sie anpacken?
Ein Thema ist sicherlich die Öffnung zu den
anderen Sparten hin. Nach dreieinhalb Jahren als Stuttgarter Opernintendant kann ich
sagen, dass wir alle – Schauspiel, Ballett und
Oper – wissen, was wir aneinander haben,
und wir das gemeinsame Potenzial kennen,
das wir sicherlich auch noch nutzen werden.
Gibt es eine konkrete Kooperationsidee mit
Schauspiel und Ballett?
Ja, nicht nur eine. Die Planungen hierfür
werden immer konkreter.
Könnten Sie sich vorstellen zu verlängern?
Vorstellen kann ich es mir, aber es ist
zunächst einmal Sache des Ministeriums,
sich dazu zu äußern.
Vermissen Sie das Inszenieren im Schauspiel?
Schon. Dass ich zurzeit ausschließlich hier
in der Oper Stuttgart inszeniere, hatte ich so
angekündigt und habe das auch eingehalten
– bis auf Wiederaufnahmen älterer Produktionen an anderen Häusern, die dann aber
vor allem Sergio Morabito betreut hat. Mit
zwei Inszenierungen im Jahr im eigenen
Haus fühle ich mich neben der Intendanz für
eine bestimmte Zeitspanne gut ausgelastet.
Wie bestimmt ist diese Zeitspanne?
Zunächst einmal geht es um die nächsten
Jahre meiner Intendanz. Ein Repertoire mit
vielen Wieler/Morabito-Inszenierungen ist
stark prägend für das Haus. Ich denke, dass
das an anderen Häusern mit inszenierenden
Intendanten ähnlich ist. Es ist die natürliche
Konsequenz eines solchen Konzepts.
Seit dieser Saison hat die Oper Stuttgart keine
Hausregisseurin mehr. Wollen Sie wieder jemanden fest ans Haus binden wie Andrea Moses
oder mit wechselnden Regisseuren arbeiten?
Wir werden pro Spielzeit drei Gastregisseure hier haben. Zu Beginn meiner Intendanz
war ich der festen Überzeugung, dass es nur
zwei starke Regie-Handschriften an der
Oper Stuttgart geben sollte. Sie sollten dem
Haus eine eigene Identität geben, eine starke
Für „Das Salz der Erde“ auch für einen
Oscar nominiert: Wenders
Foto: dpa
nen Stadt, das ist wunderbar, und da bin
ich der Berlinale und dem Dieter Kosslick sehr dankbar“, sagte der Regisseur
der „Welt am Sonntag“. Wenders ist zudem mit „Das Salz der Erde“ für den
Oscar nominiert. Auf der von Festivalchef Kosslick geleiteten 65. Berlinale (5.
bis 15. Februar) steht Wenders vielfach
im Mittelpunkt. In einer Hommage werden ältere Filme von ihm gezeigt, die er
selbst restauriert hat, darunter „Die
Angst des Tormanns beim Elfmeter“
(1972). Zudem stellt der Regisseur im
Wettbewerb sein neuestes Werk vor:
„Every Thing Will Be Fine“ von Wim
Wenders – mit James Franco und Charlotte Gainsbourg. (dpa)
Foto: Martin Sigmund
Hat es auch eine Rolle gespielt, dass Andrea
Moses’ Inszenierungen nicht so positiv aufgenommen wurden, wie Sie gehofft hatten?
Nein, zumal die Publikumsresonanz ja
durchaus positiv war. Aber, wie schon
gesagt, entscheidend war für mich die Neuausrichtung hin zu einer größeren Öffnung
bei der Vielfalt der Regie-Handschriften.
Nach welchen Kriterien wählen Sie die Regisseure aus, die Sie einladen?
Sie müssen mich künstlerisch ebenso überzeugen wie in ihrer Bereitschaft, sich einzulassen auf unser Ensemble und die besonderen Möglichkeiten der Oper Stuttgart: also
etwa auf eine intensive siebenwöchige Probenzeit und darauf, dass Dirigenten bei uns
die Neuproduktionen von Anfang an begleiten. Sie sollen unsere Idee eines Musiktheaters als kollektive Kunstform mittragen.
Man hat Ihnen vorgeworfen, zu wenige Stücke
im Repertoire zu haben – zum Beispiel im
Vergleich zur Bayerischen Staatsoper, die pro
Saison etwa 40 Stücke auf dem Spielplan hat.
In Stuttgart sind es nur etwa halb so viele.
Das lässt sich nicht vergleichen. Unser
System ist ein anderes. Und es gibt in unserem über 100 Jahre alten Haus zu viele baulich bedingte Einschränkungen, mit denen
andere Häuser dieser Größe nicht umzugehen haben.
Sie bezahlen für die Sorgfalt, die Sie auch auf
die Pflege des Repertoires verwenden, mit
einem streckenweise einförmigen Spielplan.
Das finde ich gar nicht. Eine höhere Anzahl
unterschiedlicher Vorstellungen ist aus
technischen Gründen nicht möglich. Darüber hinaus möchten wir für jede Premiere,
jede Wiederaufnahme und das Repertoire
genügend Probenzeit gewährleisten, um
unserem hohen künstlerischen Anspruch an
die Aufführungen auf allen Ebenen gerecht
werden zu können.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Stücke aus?
Das geht vom Lustprinzip bis zur Pragmatik
und ist geleitet von der Hoffnung, unser
Publikum zu begeistern. Aktuell versuchen
wir das mit einer Wiederentdeckung, Niccolò Jommellis „Berenike, Königin von Armenien (Il Vologeso)“. Auf diese Oper wäre ich
selbst nie gekommen, und ich bin Sergio
Morabito unendlich dankbar, dass er auf
diesem wundervollen Stück bestanden hat.
Warum kennt keiner „Berenike“?
Das frage ich mich auch. Das Libretto, das
um 1700 entstanden ist, wurde von sehr vielen Komponisten vertont, und es ist so stimmig und so zeitlos wie ein Stück von Corneille oder Racine. Die Musik horcht, wie oft
bei der Opera seria, sehr tief in das Innenleben der Figuren hinein, aber bei Jommelli
gibt es Rezitative, die schon einen Schritt
über Händel hinausgehen und sich dem
Zeitalter der Empfindsamkeit nähern.
entwickelt sich ein dichtes Netz von Beziehungen und Doppelbödigkeiten. Ich komme
jeden Tag beglückt aus den Proben zurück.
Also zählt Jommelli aus Ihrer Sicht nicht zu
jenen Kleinmeistern, deren Werke nur durch
gute Interpretationen lebendig werden?
Nein – auch wenn wir natürlich sehr hoffen,
dass unsere Interpretation stimmig ist! Vor
zwölf Jahren haben wir von einem Zeitgenossen Jommellis, Vicente Martín y Soler,
„Una cosa rara“ inszeniert, und da würde
ich im Nachhinein sagen: Das war ein spannendes Libretto von Lorenzo da Ponte, eine
tolle Geschichte, schöne, reiche Figuren,
aber die Musik hat das nicht immer getragen. Jetzt bei Jommelli tut sie es aber – unbedingt! Und die Sänger sind alle zusammen
eine wunderbare Crew: Ana Durlovski,
Sophie Marilley, Helene Schneiderman,
Catriona Smith, Igor Durlovski und Sebastian Kohlhepp, ein toller Künstler, der ab der
nächsten Saison fest im Ensemble sein wird.
Und die Geschichte selbst?
Die ist ausgesprochen spannend. Da herrscht
ein römischer Zweitkaiser in Ephesos, der
sich in die Königin von Armenien verliebt.
Die wiederum meint, ihr Verlobter, der König
der Parther, sei tot, der aber lebt noch, hat sich
undercover eingeschlichen, plant einen
Mordanschlag, und es ergeben sich zahlreiche
Verwicklungen. An manchen Stellen wirkt
das ein bisschen wie eine Soap Opera, aber
dieser Gattungsbegriff wäre doch zu billig.
Dann wieder fühlt man sich wie in einem Krimi ohne Leiche, und zwischen den Figuren
Zur Person
Jossi Wieler
Wofür soll die Stuttgarter Oper stehen?
Für ein aufgeklärtes Musiktheater, in dem
Künstler auf der Bühne agieren, die eigenverantwortlich eine Produktion mittragen. Das
soll zu einem Standard werden, der wahrgenommen werden möge, weil er in dieser Form
und auf diesem Niveau einzigartig ist. Die
Stuttgarter Oper soll ein Haus sein, an dem
sich Musiktheater aus dem Zusammenwirken
unterschiedlicher Kräfte definiert: Solistinnen und Solisten, Chor, Orchester, Dramaturgie, Bühnentechnik, Beleuchtung und Werkstätten. Auch unsere Assistenten suchen wir
sehr bewusst aus: Sie sollen diesen Geist an
die Orte weitertragen, an denen sie später einmal arbeiten. Das ist mein großer Wunsch:
dass von Stuttgart eine sinngebende Energie
für das Musiktheater ausgeht.
¡ 1951 geboren in Kreuzlingen/Schweiz.
Wie würde dann der Zuschauer im optimalen
Fall das Opernhaus verlassen?
¡ Regiestudium in Tel Aviv. 1980–1982 Regieassistent am Düsseldorfer Schauspielhaus. Danach Schauspielregisseur in Heidelberg, Bonn, Stuttgart, Basel, Hamburg,
Zürich und München und bei den Salzburger Festspielen. Seit 1994 Opernregie
gemeinsam mit Sergio Morabito.
Berührt und nachdenklich, im besten Falle
auch begeistert – jedenfalls mit einem
besonderen Erlebnis, das noch möglichst
lange in ihm nachschwingen und nachwirken mag. Mit Fragen an das Werk und vielleicht mit dem Wunsch, das Stück noch einmal erleben zu wollen, um sich weitere
Facetten und Details zu erschließen im Sinne
einer Vertiefung. Uns geht es nicht um das
Dekorative. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist
unsere Produktion „Ariadne auf Naxos“ von
Richard Strauss: Der Verlag hat uns großes
Vertrauen entgegengebracht, als wir darum
baten, das Vorspiel ans Ende stellen zu dürfen. Ich habe das als Privileg und als außergewöhnliches Zeichen der Anerkennung
empfunden. Den aufklärerischen Standard
und das künstlerische Niveau, die dafür die
Voraussetzung waren, sollten wir als Maßstab für uns selbst betrachten und unbedingt
bewahren.
¡ 2011 wird Wieler als Nachfolger Albrecht
Puhlmanns Opernintendant in Stuttgart.
¡ Beim „Treffpunkt Foyer“ dieser Zeitung stellt
sich Jossi Wieler am 20. Februar um 19 Uhr
im Mozartsaal der Liederhalle gemeinsam
mit seinen Intendanten-Kollegen Armin
Petras, Reid Anderson und Marc-Oliver
Hendriks den Fragen von Nicolai B. Forstbauer. Anmeldung: unter www.stn.de/
foyer oder 0 13 79 / 88 40 16 (50 Cent/Anruf
aus dem deutschen Festnetz).
Bayerische Souvenirs aus China
Der bayerische Musikrebell Hans-Jürgen Buchner war mit seiner Band zu Gast im Hegelsaal der Liederhalle
Von Thomas Morawitzky
Unmöglich, sich diesen Mann vorzustellen
ohne ein verschmitztes Grinsen. Hans-Jürgen Buchner ist Haindling, der Musikant aus
dem gleichnamigen bayrischen Dorf, ein böser und bodenständiger Kauz, der für den
Umweltschutz kämpft, allen nur das Beste
wünscht, und am Samstag im Hegelsaal von
erstklassigen Musikern begleitet wird. Die
Band wechselt Blas- und Perkussionsinstrumente im Fluge, spielt mal Alphörner, trommelt dann auf Mülltüten, packt die Tuba aus
und albert herzhaft herum.
Über drei Bahnen reflektierenden Materials im Hintergrund tanzen Farben, bunte
Muster, zerfließende Partikel. Buchner, vor
kurzem 70 geworden, trägt ein T-Shirt mit
eigenem Logo, feixt und plaudert, hat
manchmal ein Saxofon in der Hand, setzt
sich zuletzt ans Keyboard. Die ganze Halle
steht auf, wenn er es will, und tanzt, ja
schunkelt: Eigentlich hat der Botschafter
eines befreiten Freistaats dafür nichts übrig
und sagt es deutlich – aber die Ausnahme bestätigt die Regel, also hakt der Hegelsaal sich
ein und hüpft fröhlich von einem Bein aufs
andere, während droben im Scheinwerfer-
licht ein mächtiger E-Bass dasselbe tut, im
Dreivierteltakt.
„Es geht wieder auf“ nennt Hans-Jürgen
Buchner seine Tour, die in Stuttgart endet –
das gleichnamige Stück befindet sich auf dem
Album „Höhlenmalerei“ von 1987, ein spitzfindig-skurriler Bayernrap mit einer Saxofonmelodie, die nach Tanzkapelle der Wirtschaftswunderzeit klingt. „Paula“ ist Haindlings schrulliges Lied über den schnöden
Mammon, „Was wuist’n du“ ist Funk aus dem
Wirtshaus, und bei „Schwarzer Mann“
schreit der Saal wie einst auf dem Schulhof.
Aus China hat Buchner Kuchen mitge-
bracht, nun singt er fröhlich die „Ingredienzen“ vor, Geschmacksverstärker und Verdickungsmittel. Vor einem Jahr an der Donau
sang er dem bayrischen Ministerpräsidenten
ein anderes Lied und verhinderte damit, wie
er behauptet, die Kanalisierung der letzten
frei
fließenden
Donaustrecke:
Louis
Armstrongs „What A Wonderful World“ auf
Bayerisch. Horst Seehofer soll das ins Mark
getroffen haben. Buchner verabschiedet sich
mit seinem mysteriösen Hit „Rote Haar“, und
mit dem Lied, durch das so schön der Bass
hindurch rollt und das ihn 1982 bekannt
machte: „I hab di lang scho nimmer g’sehn“.
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