close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Fachschule für Hauswirtschaft

EinbettenHerunterladen
Migration ist Realität – Integration unsere Aufgabe!
Ausgabe Okt. 2014
Rotary-Tag 2015
in Augsburg
27. + 28. Februar 2015, ab 10.00 Uhr
auf dem Gelände der Universität
Migration ist Realität – Integration unsere Aufgabe
Ist es wirklich unsere Aufgabe? Müssen wir uns denn um alles kümmern?
Haben wir nicht schon genügend Programme und Projekte zu realisieren?
Die Antwort auf diese Fragen ist ganz einfach: Rotary steht für Frieden und Völkerverständigung und beweist das durch humanitäre und soziale Projekte. Bislang
– nun haben wir ein Problem der Völkerverständigung vor der Haustür, das wir
einfach nicht übersehen dürfen.
Und wer immer noch zweifelt, sollte den „Code of Conducts 2011“ heranziehen, der
International beschlossen wurde. Allein die Hälfte der acht Werte-Regeln befasst
sich direkt oder indirekt mit dem Thema der Integrationsbemühungen:
1. Die fünf Grundwerte Rotarys
(Dienstbereitschaft, Freundschaft,
Vielfalt, Integrität und Führungsqualität) in meinem Verhalten und meinem
Handeln täglich umsetzen.
2. Mich stets fair gegenüber anderen
verhalten und ihnen den Respekt entgegenbringen, den sie als Mitmenschen
verdienen.
3. Alle für die Gesellschaft nützlichen
Berufe und Beschäftigungen anerkennen und respektieren.
4.
Verbesserung von Lebensumständen
von Menschen in meinem Gemeinwesen
einsetzen.
Keine Service-Organisation könnte
also besser geeignet sein, Positives zur
Integration ausländischer Mitbürger
beizutragen. Unsere Internationalität,
unser Werte-Katalog und unsere weltweiten Projekte und Jugend-Aktivitäten
prädestinieren uns, mehr als die Allgemeinheit zu tun.
„DEUTSCHLAND WIRD BUNTER
UND INTERNATIONALER. DAS IST
CHANCE UND HERAUSFORDERUNG
ZUGLEICH. DENN ZU ZUWANDERUNG GEHÖRT INTEGRATION. DIE
FUNKTIONIERT AM BESTEN, WENN
SICH DIE MENSCHEN, DIE KOMMEN, BALD ALS SELBSTVERSTÄNDLICHER TEIL IHRER NEUEN HEIMAT
VERSTEHEN.“
Joachim Bomhard,
Augsburger Allgemeine
Grüße von
Joachim
Gauck
Bundespräsident Joachim
Gauck schätzt
die Arbeit der
Rotary Clubs für
die Verständigung
zwischen den Völkern und die humanitäre Hilfe in den vielen regionalen
und überregionalen Gruppierungen und
auf der ganzen Welt.
Seite 1
Migration ist Realität – Integration unsere Aufgabe!
Ausgabe Okt. 2014
Er begrüßt es sehr, dass wir uns auf unserem „Rotary-Tag 2015“ mit Migration
und vor allem mit Integration beschäftigen werden, zumal es auch zentrale
Themen seiner Amtszeit sind. Er hatte
dazu ein neues deutsches „Wir“ prokla-
miert und für eine breite Akzeptanz in
unserer pluralen Gesellschaft geworben.
Bundespräsident Joachim Gauck freut
sich daher sehr, dass wir bei Rotary den
von ihm gewünschten gesellschaftlichen
Diskurs vorantreiben.
Wir sind ein Einwanderungsland
Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung ist ein unabhängiger Think
scher Probleme zu erarbeiten.
FRANZISKA WOELLERT, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Mitautorin der
Studie „Neue Potenziale – Zur Lage der
Integration in Deutschland“ wird uns
als Referentin beim „Rotary-Tag 2015“
aufklären, über wen oder was wir beim
Thema Integration überhaupt reden.
Die Ergebnisse Ihrer Studie werden derzeit in allen Medien zitiert. Nimmt die
Politik sie auch genügend zur Kenntnis?
Franziska Woellert: Wer diese
Menschen sind, wie sie in Deutschland
leben und vor welchen Problemen und
Herausforderungen sie stehen – darüber war praktisch nichts bekannt. Seit
2009 hat sich in der wissenschaftlichen
Forschung wie auch in der praktischen
Integrationsarbeit viel getan. Doch viele Studien und Projekte konzentrieren
sich auf einzelne Problemfelder – eine
umfassende Analyse der Integrationssituation oder einen Bericht, der alle
Ergebnisse zusammenführt, gibt es
nicht. Insofern stößt unsere Studie, die
genau in diese Lücke zielt, noch immer
auf großes Interesse.
Noch in den 90er Jahren ging die
Politik davon aus, dass Deutschland
niemals ein Einwanderungsland werden
wird. Hat sie sich nicht grundsätzlich
geirrt?
Franziska Woellert: Die politische
Anerkennung als Einwanderungsland
hängt weniger von objektiven Zahlen
ab, sondern eher von der jeweiligen politischen Agenda. Bis etwa zum Jahrtausendwechsel wurde Zuwanderung
von der Politik als wenig positiv für
die deutsche Gesellschaft eingestuft.
Dementsprechend restriktiv waren die
sich grundlegend gewandelt.
Die OECD hat dieses Jahr festgestellt,
dass Deutschland nun vor klassischen
Einwanderungsländern wie Kanada
oder den USA zum beliebtesten Ziel von
Migration geworden ist.
Seit Jahren widersprechen Sie, wenn
Seite 2
Migration ist Realität – Integration unsere Aufgabe!
Ausgabe Okt. 2014
die Rede ist. Sie nennen es verpasste
Integration. Wann kann man denn von
einer gelungenen Integration sprechen?
Franziska Woellert: Die Integration gilt dann als gelungen, wenn der
Durchschnitt der Migrantengruppe
ähnliche oder bessere Werte in den Bereichen Bildung, Arbeitsmarkt, soziale
Sicherung und soziale Vermischung
aufweist wie der der Durchschnitt der
einheimischen deutschen Bevölkerung.
„WOLLEN WIR ZUWANDERUNG –
ODER AKZEPTIEREN WIR SIE NUR?
EINST BAUTEN DEUTSCHE ARBEITER
UND GASTARBEITER GEMEINSAM
DIE BONNER REPUBLIK AUS RUINEN
WIEDER AUF. NUN SIND IHRE KINDER
UND ENKEL UND NEUE ZUWANDERER DIE MECHATRONIKER, KRANKENPFLEGER, JOURNALISTEN, POLIZISTEN, POLITIKER UND SCHAUSPIELER,
DIE DAZU BEITRAGEN, DEUTSCHLAND
ZU EINEM LEBENS- UND LIEBENSWERTEN LAND ZU MACHEN. FREUEN SIE
SICH DARAUF!“
Timo Lochocki,
German Marstall Fund Berlin
Ihnen liegen die rotarischen Werte am Herzen
Die Governor-Crew 2007/08: Initiatoren der „Rotary-Tage“
Nach einem Governor-Jahr sollte alles vorbei sein? Sollte man keine Überzeugungsarbeit für unsere rotarischen Werte mehr leisten dürfen?
Dabei war es doch immer ihr Anliegen, Rotary als Wertegemeinschaft verstanden
zu wissen und das nicht aus den Augen zu verlieren. Grund genug für die Governor
Crew 2007/08, den jährlichen „Rotary-Tag“ ins Leben zu rufen.
Er hat sich durchgesetzt. Jährlich richtet ein anderer Distrikt aus und bemüht sich,
interessante Themen und kompetente Referenten zu Kernthemen der rotarischen
Werte aufzubieten:
2010 Mainz
2011 Bremen
2012 Köln
2013 Freiburg
2014 Kleve
2015 Augsburg
Religiöser Aspekt
Werte durch Erziehung
Wirtschaft und Werte
Nachhaltige Zukunftssicherung
Führungskräfte als Vorbild für Ethik und Moral
Migration ist Realität- Integration unsere Aufgabe
Seite 3
Document
Kategorie
Bildung
Seitenansichten
1
Dateigröße
1 948 KB
Tags
1/--Seiten
melden