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100.000neue Biotonnen fürHamburg

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7. FEBRUAR 2015
NR. 109
Bezirk untersucht
Rattenplage
in Bramfeld
Fünf Monate
Bauarbeiten am
Hauptbahnhof
::
Bahnreisende
müssen sich von Februar bis Juli auf starke Verkehrsbehinderungen rund um den Hamburger Hauptbahnhof einstellen.
Weil die Bahn Gleise und Weichen erneuert, sei die Kapazität
des Hauptbahnhofs sowie einiger Brücken und Streckenabschnitte stark eingeschränkt,
teilte die Deutsche Bahn mit.
Los geht es am 13. Februar.
Zahlreiche Fernzüge werden
umgeleitet und können nur in
Harburg bestiegen werden. Für
die IC-Züge Richtung Rostock
wird ein Ersatzhalt in Bergedorf eingerichtet. Die Regionalzüge nach Norden fahren zeitweise nur ab Altona. (dpa)
HAMBUR G
DIE WOCHE
Die kostenlose Zeitung zum Wochenende
100.000 neue
Biotonnen
für Hamburg
::
Im Bereich
des Bramfelder Dorfplatzes gibt
es offenbar eine Rattenplage.
Laut Angaben der CDU-Bezirksfraktion klagen Anwohner
und der Bürgerverein seit Wochen über eine Vielzahl von
Ratten in diesem Bereich, besonders in den Grünanlagen,
am Denkmal und an den am
Rand aufgestellten Müllcontainern. Ein Antrag der Christdemokraten, in dem die Wandsbeker Verwaltung aufgefordert
wird, den Sachverhalt zu überprüfen, wurde einstimmig beschlossen. Wie das Bezirksamt
Wandsbek dem Abendblatt bestätigte, laufen derzeit die Untersuchungen durch die Fachbehörden. (cia)
BRAMFELD
ALSTERTAL & WALDDÖRFER
15.02.2015
Stadtreinigung startet Offensive.
Bislang gibt es in der Hansestadt
nur 150.000 entsprechende Tonnen
EDGAR S. HASSE
::
Wer Küchenund Gartenabfälle in Biotonnen
sammelt, schont die Umwelt.
Niemand weiß das besser als
Anke Boisch, Abteilungsleiterin
Ressourcenwirtschaft
und
Technik bei der Hamburger
Stadtreinigung. Die promovierte Biologin und Bodenkundlerin geht in Gummistiefeln
durch das Biogas- und Kompostwerk Bützberg im Kreis
Stormarn, wo aus dem Inhalt
von Biotonnen Methangas und
Humus entsteht. „Eine 550 Liter große Biotonne hat immerhin das Potenzial für zehn Vollbäder und kann Strom für
48 Vollwaschgänge erzeugen.“
Der Inhalt von allen rund
150.000 Hamburger Biotonnen
landet in diesem Werk. Jährlich
sind das ungefähr 60.000 Tonnen Bioabfall. Doch es könnte
noch mehr sein. Denn gerade
die Hälfte aller Hamburger
Haushalte verfügt über Behälter, in denen Kartoffelschalen
HAMBUR G
Telefon: 040 - 33 39 11 12 (täglich 6 - 20 Uhr)
ebenso gesammelt werden wie
Obstreste und Gartenabfälle.
Nach Ansicht von Reinhard
Fiedler, Sprecher der Stadtreinigung, zeigen vor allem die
Vermieter von größeren Wohnanlagen noch immer ein Desinteresse, Biotonnen auf den
Grundstücken
aufzustellen.
„Wir sehen erheblichen Aufklärungsbedarf und wollen in den
nächsten Jahren rund 100.000
weitere Haushalte gewinnen.“
Schließlich sei das ein Beitrag
zur klimagerechten Energiegewinnung. Ziel der Stadtreinigung ist es, die Anschlussquote
in den Haushalten von derzeit
50 auf 65 Prozent zu erhöhen.
Seit dem 1. Januar 2015
schreibt das Kreislaufwirtschaftsgesetz vor, flächendeckend in Deutschland Biotonnen aufzustellen. Sie sind in
Hamburg zum Preis von ab
1,72 Euro im Monat zu haben.
Weil Hamburg Biotonnen bereits seit 1994 anbietet und seit
2011 eine regionale Wertstoffverordnung gilt, ändert sich für
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H A M B U RG
die Hansestadt durch die neue
nationale Verpflichtung zunächst nichts.
Nach Ansicht des Hamburger Grundeigentümerverbandes ist das Aufstellen von Biotonnen in Innenräumen, zum
Beispiel in Kellern, nicht möglich. „Bei einer dichten Bebauung lassen sich vielfach nicht
einmal Restmülltonnen, geschweige denn Biotonnen aufstellen“, sagt Heinrich Stüven,
Vorsitzender des Verbandes.
Zudem sei es vielen Mietern
„völlig egal“, in welcher Tonne
sie den Müll entsorgen. Für verbesserungsbedürftig halten die
Grundeigentümer das derzeitige Müllsammeln. „Es wäre sowohl für den Verbraucher als
auch für die Stadtreinigung
sehr viel sinnvoller und preiswerter, den Müll in einer Tonne
abzuholen und ihn dann zu sortieren, statt den Bürger mit Erziehungsprogrammen
eine
Trennung vornehmen zu lassen, die dann vielfach ohnehin
nicht erfolgt“, sagt Stüven.
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Olympische Spiele –
wie viel kosten sie?
:: Olympia in Hamburg wür-
de ein teures Vergnügen. Investition in die Zukunft oder Verschwendung von Steuergeld?
>> >> Seite 12
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DIE WOCHE
SEITE 2
Nachrichten aus der Nachbarschaft
ST. PAU L I
BA H R E N F E L D
WINTERHUDE
WILHELMSBURG
BLANKENESE
Barkasse gesunken
:: Ein Polizeihubschrauber
Stau im Elbtunnel
:: Ein Sattelschlepper hat auf
Forsthaus gerettet
:: Der Stadtpark Verein atmet
Lebensgefahr
:: Bei einem Unfall in Wil-
Cannabis entdeckt
:: In einer Villa in Blankenese
kreist über der Unglücksstelle,
die Feuerwehr ist seit 4.36 Uhr
an den Landungsbrücken im
Einsatz: Trotzdem ist die Barkasse nicht mehr zu retten. Das
ehemalige Polizeischiff „WS 29“
versinkt vor den Augen der 20
Einsatzkräfte im Hafen. Warum
das Schiff sinkt, ist unklar. Die
Wasserschutzpolizei hat inzwischen die Ermittlungen übernommen. (HA)
ST. G EO RG
Von S-Bahn überrollt
:: Ein 29-Jähriger ist im
Bahnhof Berliner Tor von einer
S-Bahn überrollt worden. Er
wurde schwer an Kopf, Händen
und Füßen verletzt. Die Ermittler der Bundespolizei gehen von
einem tragischen Unfall aus.
Der Mann war unmittelbar vor
eine S-Bahn der Linie S 21 auf
die Gleise gefallen. Der Lokführer, 47, konnte nicht rechtzeitig
halten. Der Verletzte lebt in
Niedersachsen. (dfe)
der Autobahn 7 beim Elbtunnel
zwei Räder verloren und sich
quergestellt. Alle drei Fahrspuren in Richtung Norden in Höhe der Auffahrt Bahrenfeld
mussten am Dienstag vorübergehend gesperrt werden. Der
Fahrer wurde leicht verletzt.
Der Verkehr staute sich durch
den Elbtunnel auf einer Länge
von zwölf Kilometern. Aus dem
Tank des Lastwagens lief eine
größere Menge Dieselkraftstoff
aus, sagte eine Polizeisprecherin.
(HA)
auf. Die Bürgerschaft hat angekündigt, die Sanierung des
denkmalgeschützten Forsthauses an der Otto-Wels-Straße
mit 21.200 Euro zu finanzieren.
Das 130 Jahre alte Häuschen ist
Sitz des Stadtpark Vereins, der
es aus eigenen Mitteln nicht
hätte sanieren können. Vor allem die Grundmauern müssen
trockengelegt und die Fassade
des Gebäudes in Ordnung gebracht werden. (fru)
H A M B U RG
ST. PAULI
Preis für Markthalle
:: Die Rindermarkthalle – im
Septemer 2014 wiedereröffnet
– ist mit dem Europäischen Innovationspreis des German
Council of Shopping Centers
(GCSC), einem Zusammenschluss von Einkaufszentren,
als „vorbildliche, innerstädtische Handelsimmobilie“ ausgezeichnet worden. (ug)
Literaturpreis 2015
:: Die Hamburger Autorin
Karen Köhler, 40, erhält für ihren Debüterzählband „Wir haben Raketen geangelt“ (Hanser
2014) den mit 8000 Euro dotierten Rauriser Literaturpreis
2015 des Landes Salzburg. „In
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urteilt die Jury. (lno)
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Mann stirbt bei Brand
:: Bei einem Wohnungsbrand
am Rübenkamp (Ohlsdorf ) ist
in der Nacht zum vergangenen
Sonnabend ein 51 Jahre alter
Mann ums Leben gekommen.
Feuerwehrleute entdeckten die
Leiche im Schlafzimmer. Ursache und Schadenshöhe des
Brandes waren zunächst noch
unklar. (lno)
WA N DS B E K
Gegen Fahrradstraße
:: In der Debatte um den ge-
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helmsburg wurde ein Fußgänger lebensgefährlich verletzt.
Der Unfall ereignete auf der Georg-Wilhelm-Straße. Ein 20jähriger Pizzalieferant war mit
seinem Firmenwagen in Richtung Vogelhüttendeich unterwegs, als der Mann unvermittelt auf die Fahrbahn trat. Trotz
Vollbremsung wurde der 33Jährige von dem Pkw erfasst. Er
erlitt lebensgefährliche Kopfverletzungen. (HA)
planten Wandsbeker Fahrradschnellweg zwischen Friedrichsberg und Farmsen hat die
SPD Wandsbek klargestellt,
dass der Friedrich-EbertDamm keine Fahrradstraße
werden wird. Es könne allenfalls darum gehen, Nebenstraßen so zu verändern, dass die
Radler Vorfahrt haben und Autofahrer ihr Tempo den Erfordernissen des Radverkehrs unterordnen müssen. (axö)
hat die Polizei eine professionelle Drogenplantage ausgehoben. Das Haus mit 240 Quadratmeter Wohnfläche sei durchsucht worden, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Die Beamten hätten 1038 Cannabispflanzen abtransportiert. Auch
Natriumdampf- und Quecksilberjodidlampen sowie weitere
Gerätschaften zur Aufzucht der
Drogenpflanzen seien gefunden
worden. Das gesamte Gebäude
vom Keller bis zum Obergeschoss sei für den Anbau genutzt worden. Im Fokus der Ermittlungen der Polizei stehe
nun der 36 Jahre alte Mieter der
Villa. (dpa)
BERGEDORF
Neuer Energie-Campus
:: Die Hochschule für Ange-
wandte Wissenschaften Hamburghat am Dienstag ihren neuen Energie-Campus in Bergedorf eröffnet. Rund 20 Wissenschaftler und 60 Studenten des
Technologiezentrums
sollen
sich dort mit Fragen der Windenergie, der Speichertechnologie und der intelligenten Netze
befassen. Auf dem angrenzenden Gewerbegebiet können sich
Firmen ansiedeln, die in diesen
Bereichen Forschungsbedarf
haben. Auch fünf Windanlagen
sind geplant. Bürgermeister
Olaf Scholz (SPD) sagte bei der
Eröffnung: „Hier in Bergedorf
liegt jetzt das Silicon Valley der
erneuerbaren Energien, wo Innovationen entwickelt und für
die Wirtschaft nutzbar gemacht
werden.“ (dpa)
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SEITE 3
Saseler nehmen Lampedusa-Flüchtling auf
Friday aus Nigeria wohnt bei Ehepaar Petersen. 130 Männer leben in privaten Quartieren. Erstmals gewähren Unterstützer Einblick
HANNA-LOTTE MIKUTEIT
SASEL ::
Der Zeitplan am
Morgen hat sich inzwischen
eingespielt. Peter Petersen
steht als erster auf, dann ist Friday dran. „Die Männer sind
nacheinander im Bad, ich mache das Frühstück“, sagt Waltraud Petersen. Danach gehen
die beiden aus dem Haus. Unspektakulär klingt das, nach
ganz normalem Alltag. Doch
seit die Petersens Friday vor
acht Monaten bei sich aufgenommen haben, ist ihr kleines
Einfamilienhaus in Sasel ein
Fluchtpunkt. Der 32-Jährige
kommt aus Nigeria und gehört
zur Gruppe der LampedusaFlüchtlinge. Nach Auffassung
der Stadt Hamburg sollte er gar
nicht hier sein. Die Petersens
sehen das anders.
Erstmals gewähren private
Quartiergeber für Flüchtlinge
Einblick. „Eigentlich hatten wir
uns gerade auf das Alter eingestellt“, sagt Waltraud Petersen.
Die 63-Jährige mit dem akkuraten Pagenschnitt sitzt im
Wohnzimmer. Erst vor Kurzem
war der Sohn der Petersens
samt Flügel ausgezogen. Doch
statt mehr Raum für sich zu haben, ist das Ehepaar noch einmal zusammengerückt. „Das
passt schon“, sagt Peter Petersen, der bei der Grone-Schule
arbeitet und aktiver Gewerkschafter ist. Gesellschaftliches
Engagement ist beiden nicht
fremd. Waltraud Petersen ist
bei Amnesty International und
Pro Asyl aktiv.
Das Notquartier in ihrem
Haus in Sasel ist auch ein Protest gegen die Flüchtlingspolitik des Hamburger Senats. Fridays Blick wird ernst, wenn er
das hört. Er versteht ziemlich
gut Deutsch, aber gesprochen
wird bei den Petersens meistens Englisch. Es ist kurz vor
19 Uhr und er ist gerade nach
Hause gekommen. „Ich bin sehr
froh, dass ich hier sein kann“,
sagt der junge Afrikaner. Wie
fast jeden Tag war er in der
Stadt unterwegs, hat Freunde
getroffen und seinen privaten
Deutschkursus
besucht.
Manchmal wird er zu Diskussionen eingeladen. Er ist vor
mehr als einem Jahr nach Hamburg geflüchtet, aber wirklich
angekommen ist er bis heute
nicht. „Ich möchte eine Perspektive in Deutschland, mir
ein Leben aufbauen“, sagt der
gelernte Automechaniker.
Seit fast zwei Jahren sind
die Flüchtlinge der Lampedusa-Gruppe in Hamburg und
Waltraud und Peter Petersen haben Friday bei sich aufgenommen:
„Wir haben jetzt zwei Söhne“, sagen sie Foto: Bertold Fabricius
kämpfen darum, bleiben zu
können. Es gab harte Auseinandersetzungen, inzwischen ist es
ruhiger geworden. Etwa 130 der
Männer haben nach Angaben
des privaten Zusammenschlusses „Solidarisch Wohnen“ Obdach bei Hamburgern gefunden. Fast alle bieten schon seit
mehr als einem Jahr Schlafplätze für Flüchtlinge an, finanzieren sie teilweise auch mit Spenden. „Es funktioniert bei den
meisten gut, auch wenn der
Zeitraum viel länger ist als geplant“, sagt Annette P., die in
einem Wohnprojekt mit Gäste-
wohnung lebt. „Das Netzwerk
entwickelt sich weiter“, sagt
Unterstützer Axel Gösling. „Das
Fatale ist aber, dass die Integration der Flüchtlinge gestoppt
ist. Sie brauchen Arbeit.“ Die
Gruppe wendet sich deshalb vor
der Bürgerschaftswahl mit
einem Appell an die Politik,
eine Lösung für alle Lampedusa-Flüchtlinge zu finden.
Friday war aus seiner Heimatstadt im Norden Nigerias
geflohen, nachdem die islamistischen Kräfte dort immer
stärker wurden. In Libyen fand
er Arbeit, floh während des Bür-
gerkriegs aber nach Italien. Er
strandete auf Lampedusa. Im
Sommer 2013 setzte er sich in
ein Flugzeug und landete auf
dem Flughafen Lübeck. „Ich
wollte nach Hamburg“, sagte
Friday. Anfangs lebte er eine
Zeit lang auf der Straße, kam zu
der Gruppe „Lampedusa in
Hamburg“.
Am Infostand am Hauptbahnhof lernte der Flüchtling
aus Nigeria die Petersens aus
Sasel kennen, als sie Lebensmittel und Decken brachten.
„Ich habe gemerkt, dass sie sich
wirklich für mich interessieren“, sagt Friday. Waltraud und
Peter Petersen luden ihn zum
Essen ein, halfen ihm etwa bei
Arztbesuchen. Als er im Sommer wieder auf der Straße
stand, boten sie ihm eine Unterkunft an. Friday zog in das Einfamilienhaus.
Seine Sache haben die Petersens zu ihrer gemacht.
Schreiben Briefe, streiten mit
Politikern und reichen Petitionen bei den Behörden ein. „Ich
habe jetzt zwei Söhne“, sagt
Waltraud Petersen. Wie es weitergeht, ist unklar. Waltraud Petersen sagt: „Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass es eine Lösung für die LampedusaFlüchtlinge gibt.“
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DIE WOCHE
SEITE 4
Asklepios hat Krebskranke falsch behandelt
Bestrahlung war falsch dosiert, räumt das Krankenhaus in St. Georg ein – wegen eines Computerfehlers
FRIEDERIKE ULRICH
H A N N A- L O T T E M I KU T E I T
:: Nach dem Bekanntwerden von Fehlern bei
der Behandlung von Krebspatienten des Asklepios Klinikums St. Georg hat der Krankenhauskonzern nun eingeräumt, dass es zehn Fälle von
sogenannter Unterbestrahlung
gegeben hat. Der Behandlungszeitraum lag demnach zwischen 2010 und 2013.
Die „Hamburger Morgenpost“ hatte berichtet, dass am
AK St. Georg Krebspatienten
bei der sogenannten Brachytherapie mit einer falsch berechneten Dosis therapiert
worden seien. Diese Behandlung wird bei Gebärmutter- und
Prostatakrebs sowie Tumoren
in Hals- und Brustbereich angewendet. Laut „Mopo“ habe diese nur einen Bruchteil der erforderlichen Dosis betragen.
Acht der zehn betroffenen Patienten seien innerhalb weniger
Monate gestorben. Ob sie bei einer anderen Therapie länger
gelebt hätten, sei ungeklärt.
„Alle Patienten litten an weit
fortgeschrittenen oder wieder
HAMBURG
aufgetretenen
Krebserkrankungen. Die Unterdosierungen
wurden im März 2013 von der
Klinik selbst entdeckt und die
Patienten sowie die Aufsichtsbehörde informiert“, sagte Asklepios-Sprecher Mathias Eberenz dem Abendblatt. „Die Unterbestrahlung ist auf ein unsicheres Kalkulationsprogramm
eines Bestrahlungsgeräts zurückzuführen.“
Die Gesundheitsbehörde,
die seit März 2013 über den Fall
informiert sei, erklärte, dass
auch menschliches Versagen
für die falsche Strahlendosierung verantwortlich sei. Durch
die manuelle Eingabe sei „systembedingt“ die Bestrahlungsdauer ungewollt verringert
worden, sodass es zu der Unterdosierung kam. Mittlerweile
habe der Hersteller die Software überarbeitet.
Das AK St. Georg hatte laut
Asklepios-Sprecher Eberenz
ein Maßnahmenpaket aufgesetzt, um ein erneutes Auftreten des Problems auszuschließen. Dazu zählten auch erneute
Mitarbeiterschulungen.
Die Bürgerschaftsfraktionen von Grünen und Linken ha-
In der Asklepios Klinik St. Georg gab es zwischen 2010 und 2013
Probleme bei einer speziellen Strahlentherapie Foto: Klaus Bodig
ben noch am Montagvormittag
Kleine schriftliche Anfragen an
den Senat gestellt. „Es stellt
sich vor allem die Frage, warum
seitens der Behörden nicht früher gehandelt wurde“, sagte Katharina Fegebank, Sozialexpertin der Grünen. Die gesundheitspolitische Sprecherin der
Linken-Bürgerschaftsfraktion,
Kersten Artus, fordert zudem,
dass der Prüfbericht der Ärztekammer veröffentlicht wird.
Unabhängig von den Unterdosierungen hatte eine Rou-
tine-Überprüfung von 129 Patientenakten aus den Jahren
2004 bis 2013 nach „Mopo“Angaben weitere Fehler ans
Licht gebracht. Sie seien in einem 14- seitigen Bericht dokumentiert, der dem AK St. Georg und der Gesundheitsbehörde seit Mitte November
2014 vorliege. Demnach habe
bei 21 Patienten keine Indikation für eine Bestrahlung bestanden, drei Betroffene seien
zu hoch dosiert worden. Außerdem sollen die Kontrolleu-
re der Abteilung chaotische Aktenführung, mangelnde oder
falsche Patientenaufklärung
sowie fehlende oder nachträglich manipulierte Dokumentation vorgeworfen haben. Diese
Vorwürfe weist der AsklepiosSprecher zurück.
Die Gesundheitsbehörde
bestätigt dagegen, dass der
Prüfbericht der Ärztekammer
neben Unregelmäßigkeiten bei
der Brachytherapie in der Klinik St. Georg auch auf weitere
Mängel stieß, beispielsweise auf
„fehlende Indikation und Dokumentationsfehler“.
Zu den Konsequenzen erklärte die Behörde: Sie habe den
Bericht „umgehend in Hinblick
auf strahlenschutzrechtlich erforderliche Maßnahmen detailliert geprüft und offene Fragen
schriftlich mit der Ärztekammer geklärt“. Die Ärztekammer
habe inzwischen erklärt, dass
die Brachytherapie wieder aufgenommen werden könne, da
die
Mitarbeiterschulungen
stattgefunden hätten.
Die
Staatsanwaltschaft
prüft derzeit, ob es Ermittlungsverfahren aus dem betreffenden Zeitraum gibt.
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SEITE 5
„Mitarbeiter der Kundenzentren überlastet“
Schuld sei die
Online-Terminvergabe,
die von den Bezirken vor
knapp einem Jahr
eingeführt wurde.
Krankenstand seither auf
20 Prozent gestiegen
ANDREAS DEY
H A M B U R G ::
Die mehr als
200 Mitarbeiter in den Kundenzentren der Bezirke schlagen Alarm: Sie fühlten sich
überlastet, würden von Kunden
beschimpft, von Vorgesetzten
kontrolliert und in ihren Mitbestimmungsrechten missachtet,
sagten sie dem Abendblatt.
Schuld daran sei vor allem die
Online-Terminvergabe, die es
seit knapp einem Jahr gibt. Namentlich genannt werden
möchten die Mitarbeiter nicht,
daher fasst es Sieglinde Friess,
bei der Gewerkschaft Ver.di für
die Bezirke zuständig, zusammen: „Die Online-Terminvergabe hat aus unserer Sicht nicht
zu einer Entlastung der Mitarbeiter geführt, sondern zu einer
neuen Art der Belastung.“
Nach Angaben von Thomas
Auth-Wittke, Vorsitzender der
Arbeitsgemeinschaft der Personalräte aller Bezirksämter, sind
bei einer Personalversammlung
etliche Mitarbeiter in Tränen
ausgebrochen: „Ich war selbst
überrascht, wie heftig der Frust
aus vielen Kollegen hervorkam.“ Als Beleg für den Zustand
könne der Krankenstand herangezogen werden: Der lag
zum Beispiel zum Stichtag
30. Juni 2014 über alle Kundenzentren gemessen bei gut
20 Prozent – mehr als doppelt
so hoch wie in der Verwaltung
insgesamt.
Die Terminvergabe war im
Februar 2014 unter Federführung von Harburgs Bezirksamtsleiter Thomas Völsch
(SPD) in ganz Hamburg eingeführt worden: Statt wie gewohnt spontan aufs Amt zu gehen und oft stundenlang zu
warten, konnten die Bürger sich
im Internet (www.hamburg.de/
kundenzentrum) oder per Telefon unter der zentralen Behördennummer 115 in jedem der
20 Kundenzentren Hamburgs
einen Termin holen und sollten
zum vereinbarten Zeitpunkt sofort bedient werden. „So gut wie
keine Wartezeiten mehr“, erhoffte sich Völsch von der Umstellung. Spontanbesuche sollten zum absoluten Ausnahmefall werden.
Doch da fangen die Probleme aus Sicht der Mitarbeiter
bereits an. Denn rund die Hälfte
der Bürger kommt weiterhin
spontan ins Kundenzentrum –
weil sie von der Terminvergabe
nichts weiß, weil sie sie technisch nicht beherrscht oder
weil das Anliegen eilt. In der
Regel seien jedoch alle anwesenden Mitarbeiter mit Terminkunden ausgelastet, schildern es Personalräte wie Thomas Auth-Wittke und Lothar
Fränzke aus Harburg. Den Mitarbeitern bleibe dann nur die
Wahl zwischen Pest und Cholera: Entweder schieben sie die
Spontanbesucher dazwischen,
was dann zulasten der Terminkunden gehe und von den Bezirksamtsleitungen nicht gewünscht sei. Oder sie lassen sie
warten, bis doch mal kurz Zeit
ist. „Wir hatten mal zwei Kunden, die von 9 bis 18 Uhr gewartet haben, bis sie dran waren“,
schildert eine Mitarbeiterin.
Oder sie schicken den Kunden
wieder weg. Doch dann gibt es
erst recht Stress. „Wir werden
täglich beschimpft“, sagt denn
auch eine Mitarbeiterin.
Die Personalräte Thomas Auth-Wittke (l.) und Lothar Fränzke.
Bei Ver.di heißt es: „Mitarbeiter werden von Kunden beschimpft
und von Chefs kontrolliert“ Foto: Roland Magunia
„über die Möglichkeit der Terminbuchung informiert“ werden. Das bedeute jedoch in der
Regel, dass die Mitarbeiter den
Termin für die Kunden selbst
einbuchen, was eigentlich nicht
vorgesehen sei und wieder einige Minuten koste, so Fränzke.
Ein weiteres Problem sei,
dass viele Kunden ihr Anliegen
bei der Terminvergabe nicht
exakt angeben. Klassiker: Ein
Kunde ist für eine „Meldebestätigung“ eingebucht, wofür fünf
Minuten zur Verfügung stehen,
will sich dann aber in Wahrheit
ummelden, was 15 Minuten
dauert. Hinzu kommt, dass die
Zeitvorgaben nicht immer realistisch sind: „Wenn ein Deutscher aus Berlin nach Hamburg
zieht, schaffe ich das in 15 Minuten“, sagt eine Mitarbeiterin.
„Aber bei einem Bulgaren, der
kein Deutsch spricht und unsere Formulare nicht kennt, kann
es auch viel länger dauern.“ Das
sei in diesem System aber nicht
vorgesehen. Die Folge dieser
Unzulänglichkeiten war, dass in
einigen Kundenzentren rasch
Wartezeiten auf einen Termin
von einigen Wochen, zum Teil
sogar Monaten aufliefen.
Im Juni reagierten die Bezirksamtsleiter, indem sie die
Bearbeitungszeit für einen neuen Personalausweis kurzerhand
von 20 auf zehn Minuten reduzierten, ohne Rücksprache mit
Mitarbeitervertretungen. Damals seien die Kollegen „Amok
gelaufen“, schildern es AuthWittke und Fränzke. Mit Erfolg:
Am 16. September wurde die
Vorgabe auf 15 Minuten korrigiert.
Grundsätzlich betrachtet
Völsch die Umstellung als Erfolg. „Für Kunden und Mitarbeiter ist nichts schlimmer, als
wenn der Wartebereich voll ist
– dann sind alle genervt.“ Daher
sei die Terminvergabe richtig.
Es sei aber ein „Paradigmenwechsel“, der sich erst einspielen müsse. Angesichts einer
durchschnittlichen Wartezeit
von sieben Minuten für Terminkunden und 37 Minuten für
Spontankunden habe sich das
neue System aber bereits bewährt. Mehrere Stichproben
des Abendblatts ergaben das
gleiche Bild: Ob in Altona, Bergedorf, Bramfeld, Eimsbüttel,
Mitte oder Lokstedt – überall
berichten Kunden, dass sie
spontan oder innerhalb weniger Wochen einen Termin bekamen und dann prompt und
freundlich bedient wurden.
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Kunden geben Anliegen bei der
Terminvergabe nicht exakt an
In einer internen Dienstanweisung aus dem November, die
dem Abendblatt vorliegt, wird
die Möglichkeit, Kunden abzuweisen, daher nicht einmal erwähnt. Dort heißt es: „Spontankunden ... mit schnellen Dienstleistungen ... werden
zeitnah ... bedient.“ Solche mit
komplexeren Anliegen müssten
„im Rahmen der Möglichkeiten
des Kundenzentrums bedient“
werden. Allenfalls könnten sie
Eltern protestieren gegen
dreckige Schultoiletten
HAMBUR G ::
Wenn die
sechsjährige Fennja nach der
Schule nach Hause kommt, verschwindet sie erst einmal auf
die Toilette. Denn in der Schule
mag sie nicht, weil die Schulklos
so dreckig sind. Nun reicht es
Inge Kammler, Elternratsvorsitzende an der Grundschule
Marmstorf und Fennjas Mutter.
In einem Beschwerdebrief an
Schulsenator Ties Rabe (SPD)
fordert sie, dass die Schultoiletten häufiger gereinigt werden.
Mit der Einführung der Ganztä-
gigen Bildung und Betreuung
(GBS) an Grundschulen klagen
Schüler zunehmend über verschmutzte Sanitäranlagen. „Bereits vor Einführung der GBS
haben wir Eltern immer wieder
die fehlende Zwischenreinigung der Toiletten während der
Schulzeit kritisiert“, schreibt
Kammler an Rabe. „Alle Räumlichkeiten an unserer Schule
werden jetzt fast doppelt so lange genutzt, die Reinigungszyklen dagegen wurden nicht verändert.“ (gen)
MO-FR 9.30-18.00 UHR
DIE WOCHE
SEITE 6
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3. AUTOTAGE HAMBURG
Vom 4. – 8. Februar 2015 in den Hallen B1 bis B4
(OG.) der Hamburg Messe.
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Montag Sie ist gerade die Band der Stunde: Alt-J aus
Leeds sorgte vor zwei Jahren mit „An Awesome Wave“ für
viel Aufsehen und gewann den Mercury Prize. Mit dem
Nachfolger „This Is All Yours“ brachte Alt-J eines der
besten und auch erfolgreichsten Alben des vergangenen
Jahres heraus. Entsprechend groß ist jetzt die Nachfrage,
das Konzert am Montag in Hamburg wurde deshalb vom Docks in
die Sporthalle verlegt. (oeh)
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fährlich goes Stubnitz“. Zehn DJs entern die Pulte. (tl)
Sonnabend 2014 war
Überall bei der
„Jupiter Ascending“ D 2014, 125 Min.,
ab 12 J., R: Andy und Lana Wachowski,
D: Mila Kunis, Channing Tatum, Eddie
Redmayne, tägl. im Cinemaxx Dammtor/
Harburg/Wandsbek, Savoy (OF), UCI
Mundsburg/Othmarschen/Wandsbek;
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Winterh.
Fotos: G. Krüger/A. Kirchheim, FKP Scorpio, Brett, A. Laible, Getty Images
Jetzt wieder neu!
berzukommen, ständig von
Channing Tatum retten lassen.
Kunis heißt Jupiter Jones und
wohnt als hübscheste Putzfrau
aller Zeiten in Chicago. Zufällig
ist sie Gen für Gen die Kopie der
gemeuchelten Abrasax-Mutter.
Deshalb sind alle möglichen
Androiden-Notare erpicht, ihr
ein Hologrammsiegel aufzutätowieren, das sie aufgrund eines
Erbschaftsrechts als Eigentümerin der Jungbrunnen-Zuchtfarmen ausweist.
Man hat reichlich Gelegenheit, dem Handlungsgerüst
beim Wackeln zuzugucken. Dazu sprüht ein visuelles Feuerwerk in 3-D. Manchmal weiß
man vor lauter Lichtblitzen und
High-Tech-Projektionen
gar
nicht, wer da wen erschießt.
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Im Kosmos von Titus Abrasax
(D. Booth) und Jupiter Jones
(M. Kunis) dreht sich alles um
Macht Foto: Warner
www.autotage-hamburg.de
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Duo, das einer Ar iries, das war einst ein schwedische
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Feang. (tl)
:: Zum Glück ist der neue
Film von Andy und Lana Wachowski stabiler als die unterirdische Raffineriestadt, die der
Space-Hallodri Caine (Channing Tatum) am Ende durch ein
winziges Loch in der Decke zum
Einsturz bringt. Das ScienceFiction-Epos „Jupiter Ascending“ schafft es irgendwie,
nicht in sich zusammenzusacken. Dafür muss man dem
Film allerdings schon in sein eigenes Reich, den Weltraum, folgen, in dem bekanntlich Schwerelosigkeit herrscht. Oder man
zieht sich Anti-GravitationsStiefel an wie die, auf denen
Caine grundsätzlich in letzter
Sekunde angeskatet kommt,
um die Putzfrau in Nöten (gespielt von Mila Kunis) vor allerlei wunderlichen Widerlingen
zu retten.
„Jupiter Ascending“ wird
dann toll, wenn man aufhört,
sich daran zu stören, dass alle
naselang Figuren auftauchen,
nur um auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden. Die Umrisse der Geschichte sehen ungefähr so aus: Die Abrasax-Sippe, die aus zwei bösen Brüdern
und einer mittelbösen Schwester besteht, stellt einen weißlichen Badezusatz her, auf den
alle gern ein Patent hätten: Wer
sich dieses Mittel in die Wanne
kippt, steigt um 14.000 Jahre
verjüngt wieder heraus.
Die arme Mila Kunis muss
sich, obwohl sie sich wacker
müht, als unabhängige Frau rü-
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Dienstag Ihr Song
„Shipping Up To
Boston“ gehört bei
Basketball- und
Eishockeyspielen in
Boston schon lange
zum guten Ton.
Denn die Folk-Punker der Dropkick
Murphys treten
mächtig in den Hintern, machen müde
Geister durstig – und
haben auch in Hamburg viele Fans. Am 10. Februar glühen die Zapfhähne in
der Sporthalle. (tl)
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„Hamburg aus der Luft 1954–1969“ bis 20.3., Mo–Do 9.00–17.00, Fr 9.00–16.00,
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Wiesendam
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JARRESTADT
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1954 in die Luft ging, da fotografierte er nicht nur die schöne Stadt unter
ihm, sondern auch sich selbst. Krüger (1919–2003) war nach seinem Einsatz im Krieg und der Kriegsgefangenschaft der erste vom Axel Springer
Verlag angestellte Fotograf für das Hamburger Abendblatt. Die Bilder, die
damals entstanden sind, zeigt jetzt eine Ausstellung in der Handelskammer: „Hamburg aus der Luft 1954–1969“ ist auch als Bildband im Verlag
Dölling und Galitz erschienen. Abendblatt-Fotograf Jürgen Joost hatte
zufällig eine Mappe mit den Schwarz-Weiß-Fotos entdeckt. Mit der Elsbeth-Weichmann-Gesellschaft ist diese Ausstellung entstanden. (kaf )
Messe Hochprozentige Hochkaräter
Sonnabend Ein Genießertreff:
Während der Hanse Spirit in
den Messehallen werden
mehr als 1000 Spirituosen
präsentiert. Auf einer Fläche
von 3500 Quadratmetern
kommt man leicht mit Spirituosenliebhabern ins Gespräch, etwa um die wirklich
wichtigen Fragen des Lebens
zu diskutieren. Etwa diese:
Hat der japanische
Whisky inzwischen ernsthaft den schottischen überholt? (stä)
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Sonnabend Ein Selfie aus dem Hubschrauber: Als Günther Krüger im Jahr
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Rotherbaum, Mensa: Schallplattenund CD-Börse Von-Melle-Park 2, 10:0016:00
Schnelsen, rund ums Kind Wählingsallee 16, 10:00-13:00
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Eilbek, Gemeindesaal Versöhnungskirche Eilbektal 15, 14:00-18:00
Ottensen, Fabrik Barnerstraße 36,:0015:00
Schnelsen, Freizeitzentrum: Bücher-,
CD- und Schallplattenmarkt Wählingsallee 16, 16:00-19:00
Steilshoop 26, EKZ Schreyerring
Schreyerring 26, 8:00-16:00
Höhepunkte der Woche
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KLASSIK
Andre Rieu O2 World, 20:00
Wilscher: Ansgar, Apostel des Nordens
(UA) Band der Kreuzkirche Wandsbek, Elternchor der St. Ansgar Schule, Andreas Fabienke (Orgel), Brigitte Wilscher (Ltg.), St.Marien-Dom St. Georg, 20:00
KLASSIK
Lux Aeterna Festival: NDR Chor Barbara
Messmer (Viola da gamba), Jörg Jacobi
(Orgelpositiv), Philipp Ahmann (Ltg.), Werke von Schütz, Milhaud, Mendelssohn Bartholdy, Hauptkirche St. Nikolai, 18:00
Sonntagskonzert Stasya Zubova (Violine), Faina Freymann (Klavier), Werke von
Grieg, Schubert, Kreuzkirche Barmbek,
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Joney, Usus u.a., 23:30, 6,Molotow Motorbooty Live, 23:00, 4,Stage Club Bomba Latina, 23:00, 10,-
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Golden Pudel Club raf & sdfkt, 22:00
Hasenschaukel Der entspannte Sonntag,
20:00
Knust Knete Frühclub, 8:00
Waagenbau Tanzcafe Halli Galli, 8:00
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chische Schriftsteller Ar ielt der österreino
geht uns gut“ den Deuts Geiger für „Es
chen Buchpreis, vor
vier Jahren traf er mit
„Der alte König in
seinem Exil“ und dem
Thema Demenz seines Vaters auf großes Ec
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tuellen Coming-of-Age- . In seinem akRoman „Selbstporträt mit Flusspferd“
erzählt er nun von
der Suche nach einem
Platz in der Welt, für
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Feli singt vom Norden Konzert bei Kaffee
& Kuchen, Bühne im Bürgertreff Altona,
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Joel Sarakula Hasenschaukel, 21:30,
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Pink Lint Molotow Bar, 20:00, 12,Slipknot O2 World, 19:00
Southland New Orleans Jazzband Cotton Club, 11:30, 7,-
Aufstieg einer Putzfrau
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Apropos Chanson Brakula, 20:00, 15,-/
10,Before You Exit & Christina Grimmie,
Mojo Club, 19:00
Chöne Jungs Pony-Bar, 22:00
Four Colours & BLVT, Knust, 21:00
Kol Ishe & Stella's Morgenstern, Goldbekhaus, 20:30
Louise Golbey Cascadas Bar, 20:00, 14,New York Gospel Singers Hauptkirche
St. Michaelis, 20:00
Sons Of Bill Molotow Bar, 20:00
Das ist los in Hamburg
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SEITE 7
DIE WOCHE
SEITE 8
Persönlich
SONNABEND AM
KIOSK
von Doris Banuscher und Larissa Kopp
Iris von Arnim:
Runder Geburtstag
und Firmenjubiläum
:: 300 Freunde und Wegbegleiter hatte Modedesignerin
Iris von Arnim unter dem Motto „Seventy meets thirtyfive“
geladen. Gefeiert wurde ihr
70. Geburtstag sowie das 35jährige Bestehen ihrer Firma.
Geschenke wollte sie nicht. Sie
bat um Spenden für die Flüchtlingshilfe Harvestehude.
Iris von Arnim, Sohn Valentin
mit Freundin Marlene Lucian
Foto: Jürgen Joost
Wirtschaftsrat der
CDU: Jahresauftakt
mit Ehrengast
:: Der Wirtschaftsrat der
CDU hatte zum Neujahrsempfang geladen: Rechtsanwältin
Inez Jürgens, die neue Landesvorsitzende,
begrüßte
im
23. Stock des Emporio Towers
rund 400 Gäste – vor allem den
Ehrengast, den französischen
Botschafter Philippe Étienne.
Botschafter Philippe Étienne
mit der Landesvorsitzenden
Inez Jürgens Foto: Klaus Bodig
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TÜRSTEHER
Regisseurin Hermine
Huntgeburth, Schauspieler
Peter Lohmeyer
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Schauspieler David Kross (l.) mit Eva Hubert, Geschäftsführerin
der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, und
Regisseur Detlev Buck Fotos: Jürgen Joost
Schauspielerin Maria Schrader
mit Matthias Elward vom
Abaton-Kino
:: Wenn sich die Filmbranche
zum Feiern trifft, ist die Stimmung ausgelassen. Und so war
es auch bei der 18. Come-together-Party, zu der Eva Hubert, Geschäftsführerin Filmförderung Hamburg SchleswigHolstein, mit Alexandra Luetken und Christiane Dopp von
der Film Commission geladen
hatte. Gut 1000 Gäste, Schauspieler, Regisseure, Produzen-
ten folgten der Einladung auf
Kampnagel. Nach dem Dank an
die Sponsoren und allen, die
zum Erfolg der norddeutschen
Region in Sachen Film beitragen, verriet Hubert: „Insgesamt
werden auf der Berlinale elf geförderte Filme gezeigt, sechs
weitere sind im Rennen um den
Deutschen Filmpreis.“ Besonders freue sie sich über zwei
Schecks: „Warner Bros. und Ba-
refood Film konnten schon die
Produktions- und Verleihförderung für Til Schweigers FilmHit ,Honig im Kopf‘ zurückzahlen.“ Während im Hintergrund
68 geförderte Filme auf den
Monitoren liefen, wurde reichlich gefachsimpelt. Auch gesehen: die Schauspieler Barbara
Auer, Justus von Dohnanyi,
Rhea Harder und Sibil Kekilli
sowie Regisseur Lars Becker.
Vier Jahreszeiten an die Binnenalster gebeten.
Einer der Höhepunkte war
die Tombola, bei der zugunsten
der Hamburger Gründerszene
hochwertige Preise – darunter
eine Brillantkette sowie zwei
Gutscheine von Juwelieren –
verlost wurden. (neh)
Informationen aus dem Wirtschaftsleben der Hansestadt
Engagement für den Klimaschutz
Die Geschäftsführer von Dehn Touristik Klaus (l.) und Joachim Dehn
mit Marketingleiterin Katja Dehn
zeuge die Umwelt eine gewisse
Belastung erfährt“, sagt Joachim Dehn, Geschäftsführer
von Dehn Touristik. „Daher
bietet ‚myclimate’ seinen Kunden die Möglichkeit, diese Belastung zu kompensieren,
indem der Umfang dieser Bela-
stung zunächst genau ermittelt
und der Kunde dann einen entsprechenden Betrag in Form
einer Spende für ein CO2-Kompensations- oder Klimaschutzprojekt in Schwellen- und
Entwicklungsländern zahlt. Wir
leisten also an anderer Stelle
dieses Planeten ein Ausgleich
für Treibhausemissionen, die
der Reisebus verursacht.“
Dehn Touristik unterstützt
„Zugang zu sicherem Trinkwasser in Uganda“, ein Projekt, das
Joachim Dehn besonders am
Herzen liegt. „Ich freue mich
sehr“, so der Geschäftsführer,
„dass unter anderem dank unserer Zahlungen Wasseraufbereitungsanlagen in Siedlungen
und Schulen installiert werden
können.“ (www.dehn-reisen.de)
D I ET E R M ATZ
schluss der
englischen
Woche kommt
dem HSV spanisch vor, denn
auch gegen die Hannoveraner
gibt es erneut keinen Heimsieg
– aber immerhin ein Pünktchen mit dem 1:1. Die Minimalisten aus München schaffen
einen 1:0-Erfolg im Ländle und
holen sich so den nächsten
Dreier, Kloppos Dortmunder
gewinnen mühevoll 2:1 in
Freiburg und Leverkusen
kommt zu einem Punkt an der
Weser – 2:2.
1. BUNDESLIGA
Traditions-Ball der Unternehmer
:: Rund 100 Unternehmer
trafen sich zum traditionellen
Ball: Die Regionalvorstände des
Verbandes Die Familienunternehmer und Die jungen Unternehmer in der Metropolregion
Hamburg hatten auch in diesem
Jahr zu einer rauschenden
Nacht in das Fairmont Hotel
HSV kommt
auf den Punkt
:: Der Ab-
Gefördert und gefeiert
HAMBURG GESCHÄFTLICH
Als erstes schleswig-holsteinisches Busreiseunternehmen hat
sich Dehn Touristik aus Neumünster der Initiative „myclimate – protect our planet“
angeschlossen. Die Non-ProfitStiftung engagiert sich weltweit für den Klimaschutz und
betreut derzeit etwa 70 Projekte
in 30 Ländern. Deren Ziel ist
es, Emissionen zu reduzieren,
indem fossile Energiequellen
durch erneuerbare Energien
ersetzt und energieeffiziente
Technologien implementiert
werden. „Obwohl der Reisebus
in Bezug auf die Anzahl der
potenziell beförderten Personen
bereits das umweltfreundlichste
Verkehrsmittel darstellt, lässt es
sich nicht leugnen, dass durch
die CO2-Emission der Fahr-
:: Als Türsteher auf St. Pauli
erlebt Viktor Hacker nachts die
bizarrsten Situationen. Er beschreibt sie an diesem Sonnabend im Abendblatt.
Christian Growitsch, HWWIWirtschaftsinstitut, mit Vanessa
Lusian Foto: M. Hernandez
FC Schalke 04 – Bor. Mönchengladbach
VfL Wolfsburg – 1899 Hoffenheim
SC Freiburg – Borussia Dortmund
1. FC Köln – SC Paderborn
VfB Stuttgart – Bayern München
Mainz 05 – Hertha BSC
HSV – Hannover 96
Werder Bremen – Bayer Leverkusen
FC Augsburg – Eintracht Frankfurt
0:1
2:0
1:2
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3:0
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Die HSV-Kolumne „Matz ab“ finden Sie täglich
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Und immer freitags im Hamburger Abendblatt
Mode & Design:
Studenten zeigen
ihre Kollektionen
Jahresempfang:
Mittelstand als
Wachstumsmotor
:: Auch die 26. Modenschau
der Akademie Mode & Design
Hamburg war ein großer Erfolg.
20 Modedesign-Absolventen
zeigten in der Ree Location ihre
Abschluss-Kollektionen – von
bunt und schrill zu sexy und
düster. Den 1200 Zuschauern in
zwei Shows wurde eine Inszenierung aus Mode, Film und
Musik geboten. Neben der Mode sorgten 360-Grad-Filme (eine Kooperation mit dem Studiengang
Modejournalismus/
Medienkommunikation)
auf
der Leinwand für Begeisterung.
Höhepunkt: die Verleihung des
Graduate Designer Award
durch den Modekonzern New
Yorker. Janina Schüpfer erhielt
u. a. ein Preisgeld in Höhe von
2000 Euro.
:: Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW)
lud zu seinem traditionellen
Jahresempfang. 450 Gäste, darunter
Wirtschaftssenator
Frank Horch als Ehrengast,
folgten der Einladung von Andreas Feike, Leiter der Metropolregion Hamburg. Dieser betonte die Bedeutung des Mittelstands als Wachstumsmotor der
Wirtschaft. Feike bedankte sich
bei den Unternehmern für ihr
Engagement und ihren Innovationsgeist ohne den die Hansestadt kein so prosperierender
Standort wäre. Und er wünschte sich eine positive OlympiaEntscheidung: „Für Wirtschaft
und Mittelstand wäre es eine
große Herausforderung mit
hervorragenden Aussichten.“
Jetzt täglich Hamburger Abendblatt lesen. Tel. 33 39 11 62 oder www.abendblatt.de/abo
SEITE 9
Heizkosten sinken bis zu 20 Prozent
Mieterverein: Höhe der Einsparungen hängt vom Zeitpunkt des Öleinkaufs ab
ECKART GIENKE
BEATE KRANZ
:: In den nächsten Wochen und Monaten trudeln bundesweit bei Millionen
von Mietern die Abrechnungen
der Nebenkosten für 2014 ein –
auch in Hamburg. Für die meisten dürfte das eine gute Nachricht sein: Das milde Wetter
und die sinkenden Ölpreise lassen bei den Heizkosten eine Erstattung erwarten. Die Höhe
der Einsparung gilt allerdings
nicht für alle Haushalte in gleichem Maße. Am meisten verändert haben sich die Preise für
Heizöl. Doch gerade deshalb
kann die Abrechnung bei ölbeheizten Wohnungen sehr unterschiedlich ausfallen.
„Ausgerechnet die milde
Witterung könnte einen Strich
durch die Rechnung machen“,
sagt Unternehmenssprecher
HAMBUR G
Robert Woggon vom Energiedienstleister Techem. Zwar
sind die Preise für Heizöl im
vergangenen Jahr von mehr als
83 Euro im Juni auf weniger als
60 Euro zum Jahresende gefallen, bei einer Abnahme von
3000 Litern inklusive Mehrwertsteuer. Im Jahresdurchschnitt verringerte sich der
Heizölpreis um 8,4 Prozent.
Doch die Vermieter berechnen keine Durchschnittspreise,
sondern ihre realen Kosten, also was sie für das Heizöl bezahlt
haben. Und so richtig nach unten gerauscht sind die Preise
erst in den letzten Wochen und
Monaten des Jahres 2014. „Für
Vermieter ist es schwierig, immer den günstigsten Zeitpunkt
für den Kauf von Heizöl zu erwischen“, sagt der Vorsitzende
des Mietervereins zu Hamburg,
Eckard Pahlke. Haben sich die
Vermieter zwischen Januar und
Eckard Pahlke,
Mietervereins zu
Hamburg,
empfiehlt, die
Abrechnungen
zu prüfen
Foto: J. Joost
September mit Heizöl eingedeckt, würden ihre Mieter von
den fallenden Preisen nicht viel
merken. „Durch den witterungsbedingt geringeren Verbrauch war Heizöl möglicherweise länger als üblich in den
Tanks der Wohnhäuser verfügbar“, heißt es auch bei Techem.
Und das wäre dann Heizöl
zu den Preisen des Vorjahres,
als es noch teurer war. Rechnet
man nun den Einfluss von Wetter und Preisen zusammen, so
konnte ein Mieter mit einer Ölheizung auf Helgoland mit einem Minus von 29,3 Prozent bei
den Heizkosten am meisten herausholen. Für Hamburg beziffert Techem die Ersparnis auf
22,5 Prozent für Ölheizungen
und 15,3 Prozent bei Gasheizungen. „Durch den milden
Winter und die gesunkenen Öl-
preise erwarten wir für die
Hamburger Haushalte eine
durchschnittliche Entlastung
der Heizkosten um 20 Prozent“,
sagte Pahlke. Im Schnitt betragen die Heizkosten in modernen Wohnungen in Hamburg
ein Euro je Quadratmeter im
Monat. In Altbauwohnungen
mit hohen Räumen können die
Kosten jedoch teurer sein.
Generell rät Eckard Pahlke
jedem Mieter: „Liegen die Kosten über einem Euro pro Quadratmeter, so sollte bei jedem
Verbraucher die rote Lampe angehen.“ Sollte der Ölpreis so
niedrig bleiben wie im Moment,
sind zumindest für das Jahr
2015 bei den Heizkosten Einsparungen von mehreren Hundert Euro pro Haushalt möglich. Mieter bekommen die Abrechnung aber erst 2016, und
dafür hat der Vermieter bis Ende des Jahres Zeit.
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GmbH
DIE WOCHE
S E I T E 10
Saison für spezielle Menüs
Sieben Wochen lang lädt „Hamburg kulinarisch“ zu Entdeckertouren in der Stadt und im Umland ein
:: „Wenn ihr gegessen und getrunken habt, seid ihr wie neu
geboren; seid stärker, mutiger,
geschickter zu eurem Geschäft.“ Das Goethe-Zitat passt
bestens zu einer Handelsstadt
wie Hamburg – und auch zu der
Aktion „Hamburg kulinarisch“.
Angeregt von speziellen Angeboten haben in den vergangenen Jahren mehr als 100.000
Gäste kulinarische Entdeckertouren in Hamburg und der
Umgebung unternommen.
In diesem Jahr sind wieder
mehr als 50 Restaurants dabei
und haben für die sieben Wochen zwischen dem 7. Februar
bis 29. März regionale Menüs
mit saisonalen Angeboten kreiert. Küchenchefs in Altona und
Ahrensburg, Harvestehude und
Hafen, HafenCity, in Eimsbüttel, Eppendorf und Ellerbek,
Rotherbaum und Ratzeburg haben sich mit ihren Küchencrews zusammengesetzt und
spezielle Speisenfolgen entwickelt. Mit dabei sind Trendset-
Mediterrane Vorspeisen werden im Restaurant Hamburg im Süden serviert Fotos: Hamburg kulinarisch
ter und Traditionalisten, Sterneköche und Newcomer. Sie
stellen meist ein Vier-GängeMenü zusammen aus einer Vor-
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ren zur feinen Küche der beteiligten Restaurants auch feine
Tischdecken, feine Gläser und
feines Geschirr. Übrigens: Die
Aktion „Hamburger Schlemmer-Sommer“ beginnt in diesem Jahr am 13. Juni und hält
bis zum 30. August an. (kaf )
7. Februar – 29. März
Die Aktion beginnt am 7. Fe-
bruar und endet am 29. März.
Bei der telefonischen Reservierung sollte auf die Aktion
hingewiesen werden, Reservierungen auch unter
www.hamburg-kulinarisch.de
Informationen:
www.hamburg-kulinarisch.de
Im Restaurant
Waterkant kann
man einen Blick
in die Showküche werfen
SCHWEDENRÄTSEL
von Stefan Heine
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Großvater
Gerichtsverfahren
(Mz.)
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SUDOKU
speise/Suppe, einem Zwischengang, Hauptgang, Dessert. Mal
sind die Weine inklusive, mal
geben die Sommeliers Tipps,
welches Getränk am besten zu
Fisch oder Fleisch oder Gemüse
passt. Apropos: Beim Durchblättern der 60-seitigen Broschüre, die der Tourismusverband Hamburg herausgibt, fällt
auf: In vielen Restaurants gibt
man sich flexibel, bietet auch
Vegetarisches an. Der durchschnittliche Menüpreis liegt
zwischen 30 und 40 Euro pro
Person.
„Das Essen soll zuerst das
Auge erfreuen und dann den
Magen“, auch das ist ein Zitat
vom ollen Goethe. Und so gehö-
Vorname
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Lemper
Erbfaktor
3
Filmdrehbuch
Heißgetränk
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Jetzt täglich Hamburger Abendblatt lesen. Tel. 33 39 11 62 oder www.abendblatt.de/abo
S E I T E 11
A N D R E A TA PPER
:: Eine Million Gäste im Sommer, 35.000 Einwohner im
Winter. Für manchen Inselfan
auf Usedom ist die aktuelle die
schönste – weil ruhigste – Jahreszeit: Ende Januar wurde sie
sogar mit einem Winterstrandkorbfest offiziell eingeläutet.
Dabei kamen zwei Dinge zusammen, die wenig zusammenpassen: ein kurioser, winterlicher Strandkorbsprint, bei dem
Zweierteams über 20 Meter einen Strandkorb mitschleppten,
und, ebenfalls kein Scherz, die
Eröffnung der Badesaison mit
dem traditionellen Anbaden!
Sandra Grüning vom örtlichen
Fremdenverkehrsamt erklärt:
„Das ist für Hartgesottene der
offizielle Saisonauftakt.“
Aber auch für weniger Abgehärtete lohnt sich jetzt ein
winterlicher
Ausflug
auf
Deutschlands östlichste Insel.
Denn Usedom mausert sich zunehmend zum Winterziel.
Wenn sich 445 Quadratkilometer Inselfläche dem ruhesuchenden Urlauber in herber Schönheit entgegenstrecken, lassen sich Seeadler, Kraniche, Kormorane und Rotwild
beobachten, fast 1000 Jahre alte Kirchen, aber auch so manches groteskes Erbe aus DDRZeiten neu entdecken. Das Hinterland, von vielen Seen, Binnengewässern und Mooren
durchzogen, offenbart seine
Reize ebenso wie der 42 Kilometer lange und 70 Meter breite Sandstrand an der Ostseeküste, berühmt geworden
durch die Kaiserbäder, von denen drei in Deutschland und
eins – Swinemünde – in Polen
liegen. Denn auch das ist eine
Besonderheit Usedoms: Die
zerklüftete Insel mit rund
80.000 Einwohnern gehört zu
etwa einem Sechstel im Osten
zu Polen.
Auch für Birgit Hanusch,
Wellness-Chefin im preisgekrönten Strandhotel Ostseeblick in Heringsdorf, ist Hochsaison, wenn es draußen
stürmt, schneit oder regnet:
Das Hotel, mit seinem „Meerness“-Spa direkt am 42 Kilometer langen Sandstrand gelegen,
wurde vom deutschen Wellnessverband im vergangenen
Jahr zum besten Wellnesshotel
Die Seebrücke am Ufer des Ostseebades Ahlbeck auf Usedom ist zu jeder Jahreszeit ein beliebtes Ausflugsziel Foto: picture alliance
Anbaden auf Usedom
Im Sommer überfüllt, bietet Deutschlands östlichste Insel jetzt
Ruhesuchenden ihre ganze Vielfalt zwischen Dünen und Schilfmooren
Deutschlands gekürt. Die SpaChefin, 47, ist mit Straffungsbehandlungen wie „Muscheln &
Meer“ für Bauch, Beine, Po bekannt geworden. Ihr Geheimnis: Algen und Muschel-Extrakte in Kombination mit einer
kräftigen Massage brechen
Fettzellen auf.
Im „Bernstein“-Restaurant
des Hotels Ostseeblick tischt
der holländische Kult-Koch Arjan Mensies kreative Fischküche wie Zander mit Tandoori
auf. Sein Kollege Tom Wickboldt vom Hotel Esplanade in
Heringsdorf hat Usedom kürzlich den ersten Michelin-Stern
erkocht.
Nach Spa und gutem Essen
kann man, in Ölzeug oder
warmen Pulli verpackt, am
Strand an der Heringsdorfer
Seebrücke spazieren gehen –
und auch dabei Wellness tanken: Direkt an der Wasserkante
ist der Salzgehalt am höchsten.
Übernachten im Wasserschloss ab 122 Euro
Anreise: Per Auto oder Bahn,
aus Hamburg ca. vier Stunden.
Ostsee
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Heringsdorf
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5 km
POLEN
jährig mit Voranmeldung,
www.insel-safari.de; Fahr-
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Ausflüge: Insel-Safari, ganz-
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Unterkunft: „Alte Molkerei“,
Appartements ab 60 Euro,
www.ferienwohnanlage-usedom.de;
Strandhotel Ostseeblick, z. B.
Special „Winterblues“, 4 Tage,
ab 249 p. P., www.strandhotel.ostseeblick.de;
Wasserschloss Mellenthin ab
122 Euro p. P. im DZ,
www.wasserschloss-mellenthin.de.
USEDOM
Zinnowitz
Wolgast
(Swinoujście)
radtouren über Familie Bellinger, www.ferienwohnanlageusedom.de
Infos: www.usedom.de (Die
Reise wurde unterstützt
von Usedom Tourismus)
Das Einatmen des maritimen
Aerosols löst Schleim aus den
Atemwegen und macht die Lungen frei, die beste Vorbeugung
gegen Husten. Ein anderes
Winter-Highlight sind Fahrradtouren quer über die Insel. Besonders verträumt und auf
Feldwegen einfach zu durch-
queren ist der Lieper Winkel.
Die Halbinsel auf der Insel Usedom hat ihren ruhigen Charme,
weit weg vom Rummel der Kaiserbäder. Gestartet wird an der
Lieper Dorfkirche, fast 1000
Jahre alt, mit ihrer eigentümlichen Holzkombination aus Altar und Kanzel, dann geht’s
querfeldein über Äcker und
Waldwege, vorbei auch an ExDDR-Feriensiedlungen
zum
Beispiel im Dörfchen Quilitz.
„Praktisch alle DDR-Kinder waren irgendwann mal auf
Verschickung in Usedom“, weiß
Sabine Bellinger, die von der Insel stammt, und zusammen mit
ihrem Mann Axel Bellinger, einem aus Westfalen Zugezogenen, die Fahrradtouren veranstaltet. Die schönsten Ferienhäuser, erzählt Sabine Bellinger
während der Tour, waren für
„verdiente Stasi-Mitarbeiter reserviert“.
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DIE WOCHE
S E I T E 12
Was Olympische Spiele kosten
Hamburg setzt auf private Investoren und Nachnutzung der Gebäude. Eine konkrete Zahl gibt es erst nach Abschluss aller Planungen
O L I V E R S C HIR G
RAINER GRÜNBER G
HAMBUR G :: Wie viele Milliarden dürfen Olympische Spiele kosten? Vier, zehn oder
mehr? Das Internationale
Olympische Komitee (IOC)
hatte dem Gigantismus lange
Zeit keine Grenzen gesetzt. Höhepunkt der Preisspirale waren
die Winterspiele 2014 im russischen Badeort Sotschi. Sie kosteten 40 Milliarden Euro. Seitdem hat im IOC unter Präsident Thomas Bach ein Umdenken eingesetzt, das im Dezember zur Verabschiedung eines
Reformprogramms
führte.
Nachhaltigkeit lautet nun der
Grundsatz, nach dem das IOC
künftig seine Ausrichter wählen will.
Bei allen Bekenntnissen
zum Abrüsten bleibt Olympia
ein Milliardenprojekt und befeuert deshalb auch in Hamburg die Kritiker. Investitionen
in die Zukunft oder doch Verschwendung von Steuergeldern? Der Senat trifft Vorsorge.
Er plant, den größten Teil der
Anlagen und Bauten von privaten Investoren finanzieren zu
lassen. Und: Fast 90 Prozent
der Sportstätten wären in Hamburg schon vorhanden.
Wie teuer Sommerspiele an
Alster und Elbe werden, lässt
sich im Moment nicht genau sagen. „Selbst wenn wir am
21. März den Zuschlag des
Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) erhielten,
könnten wir bis zum geplanten
Referendum im September
nicht die eine konkrete Zahl
nennen“, sagt Christoph Krupp,
55, Chef der Senatskanzlei. Allerdings garantiere der Senat,
„alles, was wir über nötige Ausgaben und mögliche Einnahmen erfahren, jederzeit sofort
offenzulegen“. Es gelte das Versprechen von Bürgermeister
Olaf Scholz (SPD): Hamburg
wird wegen Olympia keine
Schulden machen und keine
Projekte dafür zurückstellen.
Der Senatskanzleichef erklärt die Bedingungen, die für
Kostenstabilität wichtig seien:
„Wir planen ja nicht nur ein
Olympiagelände, sondern einen
neuen Stadtteil. Wir werden so
lange planen, umplanen und
wieder planen, bis alle Eventualitäten berücksichtigt sind. Erst
dann fangen wir an zu bauen.“
Olympia sei bei dem Gesamtvorhaben ein, aber nicht
der einzige Aspekt, sagt Krupp.
Das etwa 130.000 Quadratmeter große Gelände auf dem Kleinen Grasbrook werde zwar für
einige Wochen Olympischen
und Paralympischen Spielen als
Austragungsort dienen, danach
würden die Arbeiten fortgesetzt. 6000 Wohnungen sollen
auf der Elbinsel entstehen: „Alle architektonischen Anforderungen werden nicht auf die
Spiele allein ausgerichtet. Arenen und Gebäude werden von
Kleiner Grasbrook: Hier soll das Olympia-Zentrum mit Stadion, Schwimm- und Olympiahalle und olympischem Dorf entstehen Foto: dpa
Beginn an auch für ihre künftige Verwendung konzipiert.“
Voraussetzung, dass Olympische Spiele in Hamburg gelingen, sei eine „durch und durch
solide Planung“, sagt Krupp. Er
spricht deshalb nur über mögliche Budgets für einzelne Bereiche. Elf gibt es.
1. Bewerbungskosten
Im Juli 2017 entscheidet das
IOC in Lima (Peru) über den
Ausrichter der Sommerspiele
2024. Bis dahin laufen Kosten
für Planungen, internationales
Marketing, Bürgerbeteiligung,
Referendum an. Sie werden auf
50 Millionen Euro geschätzt.
Die Hälfte davon würde wohl
die Wirtschaft übernehmen.
Die Münchner Kampagne für
die Winterspiele 2018 unterstützten nationale Großunternehmen mit 30 Millionen Euro.
Auch das IOC hat angekündigt,
sich an den Bewerbungskosten
der Städte nennenswert beteiligen zu wollen, zudem scheint
ein Zuschuss der Bundesregierung denkbar. Hamburg dürfte
die Bewerbung damit weniger
als 20 Millionen Euro kosten.
Der Gegenwert wäre weltweit
gestiegene Aufmerksamkeit.
2. Durchführungskosten
Hier sind alle Ausgaben des lokalen Organisationskomitees
enthalten: vom Feuerwerk über
die Eröffnungs- und Abschlusszeremonie, die Wettbewerbe,
die Unterbringung und den
Transport der Sportler bis hin
zur temporären Herrichtung
der olympischen Stätten wie
den Messehallen am Fernsehturm. Das IOC zahlte der ausrichtenden
Stadt
zuletzt
1,2 Milliarden Euro für die
Durchführung, dazu kommen
Einnahmen von nationalen
Sponsoren, aus dem Merchandising und dem Verkauf der
Eintrittskarten. Bei einem Etat
von 3,013 Milliarden Euro
machte London 2012 am Ende
30 Millionen Euro Gewinn.
3. OlympicCity
Die Kosten für die Erschließung
des Grasbrooks liegen voraussichtlich im mittleren dreistelligen Millionenbereich. Das
Geld soll durch den späteren
Verkauf der Grundstücke wieder reingeholt werden. Man
werde ähnlich vorgehen wie bei
der HafenCity, sagt Krupp, als
ein „Sondervermögen Stadt
und Hafen“ gebildet wurde. Daraus wurde die Infrastruktur
bezahlt, dorthin fließen die Erlöse aus den Grundstücksverkäufen zurück. „Das funktioniert.“ In dem neuen Stadtteil wird ein Drittel Sozialwohnungen entstehen. Krupp:
„Auch für dieses Quartier gilt
der Satz des Bürgermeisters:
‚Jeder muss sich Hamburg leisten können.‘“
Wir werden so lange
planen, bis alle
Eventualitäten
berücksichtigt sind.
Christoph Krupp,
Chef der Senatskanzlei
4. Hafenbetriebe
Die Betriebe, die für Olympia
vom Kleinen Grasbrook verlagert werden müssen, sollen
adäquate Flächen in anderen
Teilen des Hafens erhalten. Ein
Teil der Kosten werde in die
Olympiaplanungen eingehen,
ein Teil stelle normale Hafenentwicklung dar.
5. Sportstätten
Für Sanierung, Instandsetzung
und den Neubau von mindestens drei großen Arenen (Olympiastadion,
Olympiahalle,
Schwimmhalle) sind zwei Milliarden Euro vorgesehen. In welcher Höhe sich der Bund an diesen Kosten beteiligt, muss geklärt werden. Die Sanierung
von Sportanlagen hat bereits
begonnen. Bis ins Jahr 2020
gibt die Stadt dafür auch ohne
Olympia rund 250 Millionen
Euro aus. 80 vorhandene Sporthallen in 40 Stadtteilen sind als
Trainingsstätten für Olympia
vorgesehen.
6. Medienzentren
Presse- und Fernsehzentrum:
geplant an den Elbbrücken sind
Büro- und Gewerbegebäude,
die nach nach den Spielen als
solche genutzt werden können.
Beides soll privat finanziert
werden.
7. Unterbringung
Für Hotel-Bauten will die Stadt
Flächen zur Verfügung stellen.
Kreuzfahrtschiffe sollen für zusätzliche Übernachtungskapazitäten sorgen. Auch für den
Bau des olympischen Dorfes für
18.000 Bewohner will die Stadt
kein Steuergeld ausgeben. Sie
setzt auf Unternehmen, die die
Wohnungen später vermieten
und verkaufen.
8. Verkehrswege
In Hamburg sollen alle zentralen Sportstätten innerhalb von
30 Minuten mit dem Fahrrad
erreichbar sein. Dafür sind
neue Verkehrswege nicht notwendig. Olympia könnte aber
den Bau der Hafenquerspange,
die Verbindung zwischen den
Autobahnen A 1 und A 7, und
den Ausbau der norddeutschen
Autobahn A 26 beschleunigen.
Die Planungskosten tragen dabei die beteiligten Bundesländer, den Bau zahlt der Bund.
9. Öffentlicher Nahverkehr
Die S 3 erhielte eine zusätzliche
Station an den Elbbrücken, die
U 4 in die HafenCity wird schon
bis 2018 an die Elbbrücken verlängert. Die Fortführung der
Strecke nach Harburg wäre für
Olympia nicht nötig, für den
späteren Stadtteil Kleiner Grasbrook wünschenswert. Die Buskapazitäten ließen sich mit
überschaubarem Aufwand für
die Zeit der Spiele aufstocken.
10. Sicherheit
Wie die Sicherheitslage in neun
Jahren aussehen wird, weiß
niemand. London gab 1,211 Milliarden Euro aus. Das Sicherheitskonzept ist Angelegenheit
des Bundes, der auch für den
Großteil der Kosten aufkommen soll.
11. Planung und Management
Aus diesem Topf werden u.a.
Maßnahmen der Bürgerbeteiligung finanziert oder Programme, die den gesellschaftlichen
Zusammenhalt in der Stadt fördern. Hamburg wolle möglichen Aufwertungs- und Verdrängungstendenzen von Quartieren rechtzeitig entgegenwirken, sagt Krupp. In London arbeiteten rund 1000 Menschen
über mehrere Jahre für Olympia. Die dortigen Sommerspiele
2012 kosteten mitsamt allen öffentlichen Infrastrukturmaßnahmen – die sich auf sieben
Milliarden beliefen –, 14,17 Milliarden Euro. Die Staatskasse
bezahlte davon 7,397 Milliarden, 2,719 Milliarden Euro wurden über eine nationale Lotterie aufgebracht. Die britische
Hauptstadt selbst war an dem
gesamten Budget mit 1,036 Milliarden Euro beteiligt. In der
mittelfristigen Finanzplanung
hat Hamburg bis ins Jahr 2024
Reserven von rund einer Milliarde Euro eingeplant.
Bisher unberücksichtigt in
diesen Kalkulationen sind mutmaßlich höhere Steuereinnahmen und Effekte für die heimischen Firmen. In London profitierte das Handwerk durch zusätzliche Aufträge von rund
drei Milliarden Euro am stärksten von Olympia. Auch die
Langzeitwirkung ist schwer abschätzbar. In Barcelona, Ausrichter der Sommerspiele 1992,
amortisierten sich die Investitionen bis heute um das Vierbis Fünffache. Im australischen
Sydney (2000) entstanden
dank Olympia langfristig 7000
Vollzeitarbeitsplätze.
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