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Gefahrenaus demNetz - IHK Rhein-Neckar

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magazin
RHEIN-NECKAR
Februar 2015
Gefahren aus
dem
Netz
Cybercrime
und Wirtschaftsspionage S.4
IHK-Vollversammlungswahl
Jetzt
kandidieren!
S.15
Wirtschaftstag
Indien
Die Stimmung
hellt sich auf S.18
TTIP-Abkommen
Eine große Chance
für die deutsche
Wirtschaft S.22
Enno Rey
Geschäftsführender
Gesellschafter
ERNW Enno Rey
Netzwerke GmbH
Heidelberg
FOTO: RINDERSPACHER
STANDPUNKT
Angriffe aus dem Web
D
ie Zahlen sind erschreckend. 38 Prozent aller Internetnutzer, so eine Umfrage des Branchenverbands BITKOM, sind allein von Mai 2013 bis
Mai 2014 Opfer von Computer- und Cyberkriminalität geworden. Besonders für Unternehmen birgt das Netz zahlreiche Gefahren
vom Datendiebstahl über die Manipulation
von Konto- und Finanzdaten bis zu Computersabotage und Erpressung. Durch die „Mobilität“ mit Smartphones, Tablets und Apps ist
die Bedrohung noch einmal gestiegen. Wir
möchten diesem Thema 2015 unsere besondere Aufmerksamkeit widmen. IT-Sicherheit,
davon bin ich überzeugt, sollte heute in jedem
Unternehmen ganz oben auf derAgenda stehen
und im Bewusstsein jedes Mitarbeiters verankert sein. Denn oft sind es nur Naivität und
Nachlässigkeit, die Cyberkriminellen die
Arbeit leicht machen.
Besuchen Sie
die IHK Rhein-Neckar
im Internet:
www.rhein-neckar.ihk24.de
Der fallende Euro ist für unsere exportorientierte Wirtschaft eine große Chance –
auch mit Blick auf die USA, wo die Wirtschaft
boomt. Doch viele Hindernisse blockieren für
europäische Unternehmen den Zugang zu diesem größten Absatzmarkt der Welt. Enorme
Kosten für Zertifizierungen, Genehmigungen
und die Anpassung an US-Standards machen
vor allem für kleinere und mittlere Unternehmen den Einstieg in das lukrative US-Geschäft
fast unmöglich. Das gerade verhandelteTTIPAbkommen kann hier Abhilfe schaffen – und
ich bin sicher, die Vorteile einer solchen Freihandelszone überwiegen die Nachteile bei
Weitem. Gerade für unseren IHK-Bezirk mit
einer Exportquote von fast 59 Prozent wäre
ein solches Abkommen von hohem Nutzen.
Unser Spitzenverband DIHK und unser europäischer Dachverband Eurochambres bringen
die In-teressen der Wirtschaft in die Verhandlungsführung ein, die inzwischen für die Öffentlichkeit sehr transparent abläuft.
Für welche Themen wir uns in der europäischen, deutschen oder kommunalen Politik einsetzen und für welche Maßnahmen wir
uns stark machen, das entscheiden die Mitglieder der Vollversammlung der IHK, die in
diesem Sommer neu gewählt werden. Ich
möchte Sie nicht nur herzlich bitten, sich an
dieser Wahl zu beteiligen, sondern als Unternehmerin oder Unternehmer auch selbst für
dieses höchste Entscheidungsgremium der
IHK zu kandidieren. Noch bis zum 23. Februar
2015 können wahlberechtigte IHK-Mitglieder
für ihre Wahlgruppe und ihren Wahlbezirk
ihre Kandidatur einreichen. Ich freue mich,
wenn möglichst viele von Ihnen dabei sind.
Dr. Gerhard Vogel
Präsident der IHK Rhein-Neckar
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
1
CUBEX41
hat die
richtigen Rezepte
Das neue
Gründungs- und
Kompetenzzentrum
CUBEX41 ist das Herzstück des Mannheimer
Clusters Medizintechnologie. Mit einer
speziellen Studie
unterstützt die IHK
Rhein-Neckar die
regionalen Cluster bei
der Akquisition
von Fördermitteln.
Inhalt
20
Magazin der IHK Rhein-Neckar 2/2015
STANDPUNKT
Angriffe aus dem Web .......................................................................1
24
40
Online-Shops rechtssicher gestalten Auf den ersten Blick klingt es sehr
einfach, Waren online zu verkaufen oder Dienstleistungen online anzubieten.
Doch durch die Umsetzung der EU-Verbraucherrichtlinie in Deutschland sind einige
Fallstricke hinzugekommen. Auf einer Informationsveranstaltung am 4. März 2015
bietet die IHK Tipps und Ratschläge rund um dieses Thema.
2
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
Cybercrime und Wirtschaftsspionage
Gefahren aus dem Netz .....................................................................4
Interview mit Enno Rey, Geschäftsführer
der ERNW Enno Rey Netzwerke GmbH
„IT-Sicherheit ist ein elementarer Bestandteil
guter Unternehmensführung“ .........................................................7
THEMEN & TRENDS
Wahl zur IHK-Vollversammlung
Mitmachen und Mitbestimmen ...............................................15
Wirtschaftstag
Die Stimmung in Indien hellt sich auf .....................................18
IHK-Studie zur regionalen Clusterförderung
CUBEX41 hat die richtigen Rezepte.........................................20
Interview mit Matthias Kruse,
IHK-Geschäftsführer International
„TTIP ist eine große Chance für die deutsche Wirtschaft“ ......22
Neue Regelungen
Allergenkennzeichnung für Lebensmittel ................................24
FIRMENNACHRICHTEN
FOTO: JANNYSTOCKPHOTO_FOTOLIA.COM
Allergenkennzeichnung für
Lebensmittel Anpassung
bei Speisekarten, Schulungen von Mitarbeitern oder
die Kennzeichnung von
Hauptallergenen – die Umsetzung der Lebensmittelverordnung bringt einige
Veränderungen mit sich.
Lebensmittelhersteller und
-händler sowie Betriebe
aus der Gastronomie stehen vor der Aufgabe, eine
Vielzahl von Produktinformationen in Erfahrung zu
bringen, darzustellen und
verwalten zu müssen.
FOTO: IKONOKLAST_HH_FOTOLIA.COM
FIRMENFOTO
TITELTHEMA
UEBERBIT
Lösungen für digitale Geschäftsprozesse .................................27
Binder Elektronik
Hightech aus dem Odenwald....................................................28
Möbel Grammlich
Über 75 Jahre Wohnkultur........................................................29
Heidelberger Bonbonmanufaktur
Schlosscaramellen wieder erhältlich ........................................29
unitepeople
Tätigkeitsfeld erweitert.............................................................30
Ferchau Engineering
Dienstleister wächst weiter.......................................................30
New Business: Edelraum
Brüderlich geteilter Erfolg........................................................31
HypoVereinsbank
Wiedereröffnung nach Modernisierung....................................32
Alter Mönchhof
Kulinarische Vielfalt trifft Tradition .........................................32
Peag Personal
Perspektiven eröffnen durch Zeitarbeit.....................................33
H&C Stader History & Communication
Welche Geschichte steckt hinter meinem Unternehmen? ........33
www.rhein-neckar.ihk24.de
BFE Institut für Energie und Umwelt
35 Jahre Erfahrung in Energieberatung und -management .......34
Odenwald-Chemie
Spatenstich in Neckarsteinach...................................................35
METROPOLREGION RHEIN-NECKAR
Vergleich der Metropolregionen nach Börsenwerten
Rhein-Neckar auf Platz 3...........................................................37
Wettbewerb für Versorgungskonzepte
Bürgerideen zur Energieeinsparung ausgezeichnet...................38
Universität Heidelberg
6 Richtige für die Gesundheit....................................................38
Graduate School Rhein-Neckar
MBA-Studiengang für Führungskräfte......................................38
PDV Mikrolab
Fachkräfte von morgen im Fokus ..............................................38
Hochschule Mannheim
Neues KVE-Kompetenzzentrum ...............................................39
Johanna-Geissmar-Gymnasium Mannheim
Schüler-Werbeagentur überzeugt...............................................39
Wirtschaftsjunioren Mannheim-Ludwigshafen
Neuer Vorstand gewählt.............................................................39
RATGEBER
Recht .........................................40
Ausbildung .................................41
Weiterbildung.............................42
Auslandsgeschäft .......................43
Dienstleistung ............................47
E-Business..................................47
Europäische Union .....................48
Existenzgründung & Nachfolge....49
Fachkräfte..................................50
Handel.......................................50
Messen......................................50
Öffentliches Auftragswesen.........50
Steuern ......................................51
Technologie & Innovation............52
INTERESSENVERTRETUNG
IHK zum Erbschaftsteuerurteil
Familienunternehmen dürfen hoffen .........................................54
Güterkraftverkehr
Wann ist der Arbeitgeber haftbar? ............................................55
IHK verleiht Meisterbriefe
Gastgewerbe-Prüflinge zeigen ihr Können................................55
Schule trifft Wirtschaft
Angehende Techniker auf dem Prüfstand..................................56
Wirtschaft trifft Politik
Duale Ausbildung im Fokus ......................................................56
Neues aus Berlin und Brüssel ...................................................58
SERVICE
Auslandsanfragen ..................58
Existenzgründungsbörse.........59
Kooperationsbörse.................59
Jubiläen..................................59
Termine ..................................60
Öffentliche
Bekanntmachungen.................60
Wirtschaft im TV ......................61
Namen & Nachrichten............62
Impressum ..............................63
ZU GAST BEI....
Restaurant „Joe Peña´s Cantina y Bar“ in Mannheim .................64
Titelfoto: Christian Buck
VERLAGSSONDERVERÖFFENTLICHUNG
IT, Big Data, Digitale Wirtschaft ..........................nach Seite 7
www.rhein-neckar.ihk24.de
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
3
TITELTHEMA
FOTO: KARA_FOTOLIA.COM
Cybercrime und Wirtschaftsspi
Ob Sony, Süddeutsche Klassenlotterie, Ebay
oder Telekom: Sie alle wurden 2014 Opfer
von Hackern. Millionen Nutzer gerieten
bei jeder Attacke ins Visier der Cyberkriminellen. Neu sind die Angriffe aus dem Web
nicht, erschreckend zugenommen aber hat
das Ausmaß des Datenklaus. Vor allem
kleinere und mittlere Unternehmen (KMU)
sollten mehr in die Sicherheit von Netz und
Daten investieren, raten Experten.
4
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
VON DR. GABRIELE KOCH-WEITHOFER
K
riminalhauptkommissar
Friedrich Kocher vom Polizeipräsidium Mannheim berichtet von einem typischen
Fall von Telefon-Hacking:
An Wochenenden nutzten Kriminelle
den Anschluss einer Praxis, um Mehrwertdienste imAusland anzurufen. Binnen kurzem liefen horrende Beträge auf.
Das fiel erst beim Überprüfen der
Telefonrechnung auf. Einbruchsspuren
gab es keine. Tatsächlich hatten sich die
Kriminellen vom parkenden Auto am
Straßenrand ins System eingeloggt.
Möglich war dies durch ein Leck im
Passwortschutz.
www.rhein-neckar.ihk24.de
TITELTHEMA
onage: Gefahren aus dem Netz
FOTO: KLAUS EPPELE_FOTOLIA.COM
Von DatenDiebstahl bis
zu ComputerSabotage und
Erpressung:
Die Cyberkriminalität hat
viele Gesichter.
In einer KPMG-Studie von 2013 hat
jedes vierte Unternehmen angegeben, in
den letzten beiden Jahren Opfer vonWirtschaftskriminalitätgewordenzusein.Zwei
Drittel erwarten einen weiteren enormen
Anstieg. Doch weniger als ein Viertel der
Unternehmen sieht sich selbst in Gefahr.
Hohes Potenzial
Dabei es geht nichtnurum Daten-Diebstahl („Phishing“) oder die Manipulation
von Konto- und Finanzdaten. Zu den Delikten gehören auch Produkt- und Markenpiraterie, die Verletzung von Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen,
Systembeschädigungen, Computer-Sabotage oder Erpressung. Fachleute warnen:
Mit Smartphones, Tablets und mobilen
www.rhein-neckar.ihk24.de
Apps haben sich die Möglichkeiten, auf
fremde Identitäten, Kundenkonten und
Firmenwissen zuzugreifen, noch weiter
potenziert.
Ganz weit vorn im Ranking bei Delikt
und Tätergruppe: die Weitergabe von Daten durch Mitarbeiter. Nicht nur in der
KPMG-Studie macht sie fast die Hälfte
allerDelikteaus(48Prozent),dichtgefolgt
vom Datenabfluss durch externe Partner,
Zulieferer und Dienstleister (47 Prozent).
Erst dann folgen Hackerangriffe (43 Prozent) und mit etwas Abstand HardwareDiebstahl (33 Prozent).
Nicht immer wollen Mitarbeiter ihren
Arbeitgeber bewusst schädigen. Oft sind
sie auch einfach naiv, nachlässig und
sorglos. Professor Sachar Paulus von der
Fakultät für Informatik an der Hochschule
Mannheim mahnt simple Vorsichtsmaßnahmen an: Fenster schließen und
Schreibtisch aufräumen, bevor man das
Büro verlässt. Keine Passwörter rund um
den PC aufschreiben. Den Bildschirmschoner aktivieren, auch wenn man nur
kurz den Rechner verlässt. „Vertrauliche
Informationen sollten auch vertraulich
bleiben.“
Paulus warnt auch vor virtuellen Überfällen beim Surfen. „Dubiose Wege vermeiden, ebenso Werbung, da dort oft die
Sicherheitnichtausreichend gewährleistet
ist.“ Für den E-Mail-Verkehr rät er: „Nutzen Sie den Spam-Filter und prüfen Sie
lieber regelmäßig, ob sich im Filter eine
‚echte‘ E-Mail verfangen hat.“
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
5
TITELTHEMA
Zurückhaltung sei beiApps angebracht:
„Installieren Sie Apps nicht nur zum Ausprobieren. Dann kann es schon zu spät
sein. Geben Sie Ihre Daten und Adressbücher nicht für Apps frei.“
Überhaupt sollte es „eine klare Verantwortung für Daten- und Informationssicherheit im Unternehmen geben“, so Paulus. „Wichtige Sicherheitstechnologien
sind heute nicht mehr primär Firewalls und
Anti-Virus-Software, sondern ein Identitäts- und Zugriffsmanagement sowie ein
Überwachungs- und Alarmierungssystem“, betont der Experte.Wer darf auf welche Systeme und Datenbanken zugreifen
und wer nicht? Ist die USB-Nutzung am
PC erlaubt oder nicht? Schließlich schleppen die Mitarbeiter auf diesemWeg immer
wieder Viren ins System.
Man denke sich das böse Erwachen eines Maschinenbauers, der auf einer Messe
ein Produkt entdeckt, das einer eigenen
Neuentwicklung fast aufs Haar gleicht. So
viel Zufall macht stutzig. Eine Untersuchung fördert zutage, dass die Konstruk-
tionsdaten „abgefischt“ wurden. Das Szenario ist kein Einzelfall. Vor allem
Hightech-Produzenten mit hochspezialisiertem Wissen sind Ziel von Spionage
durch Wettbewerber.
Handy – Spionagewerkzeug Nr. 1
Darin spiegeln sich die schier unendlichen Möglichkeiten moderner Kommunikationsmedien, meint Walter Opfermann. Der Leiter des Referats Spionageabwehr, Proliferationsbekämpfung
und Wirtschaftsschutz beim baden-württembergischen Verfassungsschutz weiß
aber auch, dass Ausspähen und Aushorchen einer interessierten „Klientel“ oft viel
zu leicht gemacht werden. „Ich muss mir
bewusst sein, dass die Kanäle offen sind“,
erklärt er und fordert mehr Kommunikationsdisziplin. Längst sei das Handy mehr
als ein Telefon und „Spionagewerkzeug
Nr.1“. Noch im ausgeschalteten Zustand
kann ein vormanipuliertes Gerät auf dem
Konferenztisch oder im Büro Informationsbeschaffern als Wanze dienen.
Meist aber ist sein Nutzeffekt für kriminelle Machenschaften und Industriespionage viel banaler: Wer im Flughafenterminal oder im Großraumabteil der
Bahn über Business-Interna plaudert,
hat Mithörer, auch solche, die von diesem
Wissen profitieren können. Insbesondere
Geschäftsreisende sollten sich vorsehen.
Gerade in sicherheitskritischen Ländern
wie China oder Russland sind sie bevorzugte Spionageopfer.Verfassungsschützer Oppermann rät zu einem Reiselaptop,
der nur abgespeckte Informationen enthält. Wichtig: Nach Rückkehr keinesfalls
mit der Firmen-IT verbinden!
æ
Bitte beachten Sie auch unseren
Text zur Veranstaltung „Rechtssichere
Online-Shops“ auf Seite 40.
Praxisnahe Ratgeber und
Checklisten zur Erhöhung Ihrer
Netz- und Informationssicherheit
finden Sie unter:
www.rhein-neckar.ihk24.de
Dokumentnummer 114973
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6
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
www.rhein-neckar.ihk24.de
TITELTHEMA
„IT-Sicherheit ist ein elementarer Bestandteil
guter Unternehmensführung“
Die ERNW Enno Rey Netzwerke GmbH mit
Sitz in Heidelberg ist spezialisiert auf IT-Sicherheit und analysiert für Kunden regelmäßig
deren IT-Infrastruktur und Web-Anwendungen.
Wir fragten den Fachmann nach seinen Erfahrungen zur IT-Sicherheit in Unternehmen.
Was sind Ihrer Meinung nach die derzeit größten Gefahren im WWW?
Enno Rey: Gefahr droht vor allem von
Profi-Angreifern aus dem Bereich der
organisierten Kriminalität, von Phishing-Mails und von Angriffen, die sich
gegen Technologien richten, die beim
Surfen verwendet werden wie zum
Beispiel Adobe Flash oder Java.
Welche Gefahren werden am meisten
unterschätzt?
Rey: Phishing-Mails, die von vermeintlich vertrauenswürdigen Quellen kommen, also etwa „Ihre Telekom-Rechnung“ oder „Ihre Flugbuchung“.
Angreifer können sich nach dem erfolgreichen Eindringen ganz leicht im
Netzwerk der betroffenen Organisation ausbreiten.
Was sind die häufigsten Fehler, die
Unternehmen in Bezug auf IT-Sicherheit machen?
Rey: Unternehmen sind oft der Meinung, dass sich Security-Probleme
durch eine zusätzlicheAnwendung beheben lassen. Das reicht aber nicht;
Sicherheit ist ein „Prozess-Thema“.
Beim Outsourcing von Security-Aufgaben wird zudem oft übersehen, dass
ein Vertragspartner die Besonderheiten von Organisation und zu schützenwww.rhein-neckar.ihk24.de
Enno Rey berät Firmen in Fragen der IT-Sicherheit.
der Umgebung zu wenig kennt.
Schlecht ist, wenn Mitarbeiter Selbstbedienungs-Cloud-Services
wie
„dropbox“ nutzen, um Unternehmensdaten zu speichern. Dabei geht der
Überblick verloren, welche Daten wo
liegen.
Rey: Grundsätzlich ist ein größeres
Problem-Bewusstsein vorhanden, aber
die Angriffsfläche ist durch die zunehmende Systemkomplexität und ITDurchdringung von Geschäftsprozessen sowie durch neue Technologien
auch größer geworden.
Sind Unternehmen heute eher sensibilisiert für Sicherheitsthemen als noch
vor einigen Jahren?
Was sollten Unternehmen unbedingt
tun? Was empfehlen Sie?
Rey: Firmen sollten IT-Sicherheit als
elementaren Bestandteil guter Unternehmensführung begreifen und ein
entsprechendes Know-how innerhalb
der Organisation aufbauen und halten.
Sie sollten sich überdies klarmachen,
welche Geschäftsprozesse und -daten
besonders schützenswert sind. Sicherheit sollte zudem bei allen IT-Projekten
von Anfang an mit bedacht werden,
samt Planung der dafür notwendigen
Ressourcen. Wichtig ist auch eine tagtägliche IT-Sicherheits-Hygiene, also
etwa das Update von typischen Zusatzprogrammen wie Adobe Flash,
Java, iTunes. Dazu kommen regelmäßige Weiterbildungen zu IT-Sicherheitsthemen. Und nicht zuletzt würde
ich eine gewisse Datensparsamkeit
empfehlen.
ERNW Enno Rey Netzwerke
37 Mitarbeiter arbeiten für die ERNW
Enno Rey Netzwerke GmbH, die 2001
von Enno Rey gegründet wurde. ERNWExperten unterziehen IT-Sicherheitssysteme ihrer Kunden regelmäßig einem Härtetest, etwa indem sie einen fingierten
Hacker-Angriff starten. Bei Audits suchen
sie zudem gezielt nach Fehlern in der
Konfiguration und Schwachstellen in der
Organisation. Ihr Wissen und ihre Erkenntnisse bringen Rey und sein Team auch
in Security-Schulungen und Forschungsprojekten sowie auf internationalen
Sicherheits-Kongressen ein.
Die „TROOPERS“-Konferenz in Heidelberg, auf der Researcher, IT-Experten
und Sicherheitsbeauftragte über neueste Technik-Trends, Systemlücken und
Schutzmechanismen diskutieren, richtet
das Unternehmen selbst aus.
FOTO: BUCK
Interview mit Enno Rey, Geschäftsführer der ERNW Enno Rey Netzwerke GmbH in Heidelberg
Die Fragen stellte
Dr. Gabriele Koch-Weithofer.
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
7
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IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
www.rhein-neckar.ihk24.de
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IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
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IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
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THEMEN & TRENDS
14
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
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FOTO: RITTELMANN
THEMEN & TRENDS
Im Gespräch zur IHK-Wahl 2015: (v.l.) Fabian Engelhorn, Geschäftsführer Engelhorn GmbH und Co. KG, Vizepräsident der IHK Rhein-Neckar und Mitglied
der Wirtschaftsjunioren Mannheim-Ludwigshafen, Nicole Walz, Geschäftsführerin cfg GmbH, Mitglied der Vollversammlung und Senatorin der Wirtschaftsjunioren Mannheim-Ludwigshafen, und Ralf Schlindwein, IHK Rhein-Neckar und Geschäftsführer der Wirtschaftsjunioren Mannheim-Ludwigshafen
Mitmachen und Mitbestimmen
Die Motivation für ein Engagement in der Vollversammlung, die Highlights der
Arbeit der letzten fünf Jahre und eine ganz persönliche Einschätzung ihrer Mitgliedschaft im „Parlament der Wirtschaft“ standen im Mittelpunkt des Gesprächs,
das Ralf Schlindwein, Mitarbeiter der IHK und Geschäftsführer der Wirtschaftsjunioren Mannheim-Ludwigshafen, mit Nicole Walz und Fabian Engelhorn führte.
Frau Walz, Herr Engelhorn, Sie sind beide
Mitglieder der Vollversammlung der IHK
Rhein-Neckar. Was war der Grund für dieses
Engagement?
Nicole Walz: Mein Kontakt zur Vollversammlung lief über meine Tätigkeit bei
den Wirtschaftsjunioren.Als Mitglied des
Geschäftsführenden Ausschusses bei den
Wirtschaftsjunioren Mannheim-Ludwigshafen nahm ich regelmäßig als Gast an
denVollversammlungen teil – das hat mich
sehr beeindruckt und viel Spaß gemacht.
Besteht hier doch die Möglichkeit, etwas
für die Wirtschaft in der Region zu bewegen. So fiel die Entscheidung, nach meiner
www.rhein-neckar.ihk24.de
aktiven Zeit bei den Wirtschaftsjunioren
selbst für die Vollversammlung zu kandidieren, und als Nachrücker bin ich nun
seit rund zweieinhalb Jahren mit dabei.
Fabian Engelhorn: In unserer Familie ist das
Engagement bei der IHK schon lange Tradition. So habe ich als Jugendlicher und
Student erlebt, welch hohen Stellenwert
mein Onkel Peter Engelhorn den Vollversammlungsterminen einräumte.Als dieser
ausschied, nahm ich gerne das Angebot
wahr, diese Vakanz zu füllen. Wenn die
Wirtschaft gemeinsam an einem Strang
zieht, lässt sich doch wesentlich mehr er-
reichen als es einem einzelnen Unternehmen möglich ist.
Was waren denn in den vergangenen Jahren
die wichtigsten Themen?
Nicole Walz: Ich fand vor allem die Diskussion über die Konversion sehr interessant, weil ich auch für mein Unternehmen
auf der Suche nach einem neuen Standort
war. Das Thema Ausbildung ist mir ebenfalls wichtig. Dort sind die IHKs ja kräftige
Treiber und Impulsgeber. Unser Unternehmen hat beispielsweise von der Einführung der Einstiegsqualifikationen profitiert. Auf diese Weise konnten wir
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
15
Fabian Engelhorn: Es ist in derTat ein großer
Vorteil, dass wir bei der IHK Rhein-Neckar
keine regionalen Unterschiede mehr machen, sondern alle eng zusammenarbeiten.
Da kann die Politik von uns lernen. Im BereichAusbildung hat die IHK wirklich tolle
Programme initiiert, wie den Tag der Berufsorientierung, wo Berater der IHK und
Betriebe gemeinsam vor Ort in den Schulen
unterwegs sind, oder die Einführung des
Praktikumportals, um Jugendlichen Chancen für einen Einblick in den Berufsalltag
zu geben. In dieser Frage müssen wir meiner
Meinung nach sogar noch mehr tun – vor
allem mit Blick auf die Integration von jungen Leuten mit Migrationshintergrund. Die
IHK hat ein Sonderprogramm zur Fachkräftesicherung mit einem Volumen von
1,8 Millionen Euro aufgelegt, das die Vollversammlung auf den Weg gebracht hat.
Ein weiteres Thema, welches uns in den
letzten Jahren stets beschäftigt hat, war die
Infrastruktur im IHK-Bezirk und in der
Metropolregion Rhein-Neckar – Stichwort
dritte Rheinquerung bei Altrip oder ganz
aktuell die Hochstraße Nord.
Bei diesem Thema ist ja vor allem die
Politik gefragt. Kann man denn als Vollversammlungsmitglied hier tatsächlich etwas erreichen?
Daten und Fakten zur IHK-Wahl
Nach dem Prinzip „aus der Wirtschaft für
die Wirtschaft" bestimmen die Mitglieder
der Vollversammlung die Richtlinien der IHKArbeit, entscheiden über die Finanzen der
IHK Rhein-Neckar und wählen das Präsidium.
Egal ob Verkehrsinfrastruktur, Fachkräftebedarf oder Ausbildung: Die Vollversammlung
legt den Kurs für Präsidium und Geschäfts-
16
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
Die IHK ist das
Sprachrohr der
Wirtschaft und findet
mehr Gehör als
einzelne Firmen.
Fabian Engelhorn
Fabian Engelhorn: Man ist nicht immer erfolgreich wie die Diskussion zum Umbau
der Bismarckstraße in Mannheim zeigt,
den wir gerne verhindert hätten. Auch die
dritte Rheinbrücke beiAltrip kommt nicht.
Doch es gibt auch Erfolge wie die Einführung neuer Fluglinien nach Berlin und
Hamburg auf dem CityAirport Mannheim.
Die IHK ist das Sprachrohr der Wirtschaft
und findet natürlich mehr Gehör als einzelne Firmen. Sie hat einen pragmatischen
Ansatz und kann bei manchen politischen
Entscheidungen oder Plänen den Finger in
die Wunde legen und als Korrektiv dienen.
Ist die Mitgliedschaft in der Vollversammlung auch eine persönliche Bereicherung
für Sie?
Nicole Walz: Die Teilnahme an der Vollversammlung ist für mich wirklich eine Horizonterweiterung. Ich erhalte einen Einblick in viele Themen, mit denen man sich
ansonsten nicht beschäftigen würde. Die
regelmäßigenVorträge von Experten oder
Politikern aus der Region, dem Land und
Bund bei den Sitzungen schätze ich auch
sehr. Ebenso die Chance, die Arbeit und
,,
Als Mitglied der
Vollversammlung
ist man einfach
besser informiert.
,,
mehrere gute Mitarbeiter gewinnen. Doch
es geht nicht nur um Bereiche, die mich
oder meine Firma tangieren. Als Mitglied
derVollversammlung ist man einfach besser informiert und erhält einen guten Überblick über die bedeutenden Themen, Probleme, aber auchVorhaben und Initiativen,
die in der Region auf der Agenda stehen.
Außerdem finde ich sehr gut, dass in der
Vollversammlung die Förderung der ländlichen Region eine große Rolle spielt –
denn schließlich stamme ich aus dem
Odenwald.
,,
,,
THEMEN & TRENDS
Nicole Walz
die Angebote der IHK intensiver kennenzulernen. Ich sehe mich vor diesem Hintergrund als Botschafterin der IHK und
berichte gerne über meine positiven Erfahrungen – beispielsweise als ich mein
Unternehmen gegründet habe. Da war die
IHK wirklich eine große Hilfe. Und ich
habe natürlich viele Unternehmerinnen
und Unternehmer aus verschiedenen Branchen und Regionen kennengelernt. Netzwerken gehört beim Besuch einer Vollversammlung oder anderer IHK-Veranstaltungen selbstverständlich immer dazu.
Fabian Engelhorn: Für mich ist es auch wichtig, dass die Vollversammlung ein Gremium der Selbstverwaltung ist. Dafür
lohnt der zeitliche Aufwand und die Unterstützung der Arbeit der IHK, deren Effizienz wir ja stets im Blick haben. Mit
Erfolg: Denn durch die Beitragsminderungen für die Jahre 2013 und 2014 konnte
die regionale Wirtschaft um rund 10 Millionen Euro entlastet werden.
Lohnt es sich, als Wirtschaftsjunior Mitglied der Vollversammlung zu sein und für
die Wahl zu kandidieren?
Nicole Walz und Fabian Engelhorn: Aus unserer Sicht gibt es eine ganze Reihe
Gründe, warum es für Wirtschaftsjunioren
Sinn macht, sich für dieVollversammlung
als Kandidaten aufstellen zu lassen. Die
Arbeit in der Vollversammlung ist sozusagen die nächsthöhere Stufe imVergleich
zurArbeit und dem Engagement der Wirtschaftsjunioren. Man trifft dort auf erfahrene Unternehmerinnen und Unternehmer
mit einer Menge Know-how. Viele wichtige Firmen der Region sind dort vertreten.
Kontakte – private und geschäftliche –
können geknüpft werden. Und ein Update beim aktuellen Informationsstand
über die wichtigen wirtschaftlichen Theæ
men der Region ist garantiert.
führung fest, bringt ihre Kompetenz ein und
gestaltet mit. Die diesjährige Wahl der Vollversammlung findet zwischen dem 22. Juni
und dem 24. Juli 2015 per Brief oder online
statt.
nötigt der Kandidat die Unterstützung zweier
weiterer Wahlberechtigter. Diese müssen
nicht seiner Wahlgruppe oder seinem Wahlbezirk angehören. Musterformulare stehen
zur Verfügung.
Im Zeitraum vom 3. Februar bis zum
23. Februar 2015 können wahlberechtigte
IHK-Mitglieder für ihren Wahlbezirk ihre Kandidatur einreichen. Für die Kandidatur be-
Weitere Informationen
und die Ansprechpartner unter:
www.rhein-neckar. ihk24.de/ihkwahl2015
www.rhein-neckar.ihk24.de
THEMEN & TRENDS
www.rhein-neckar.ihk24.de
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
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FIRMENFOTOS
FOTO: DEBUS
THEMEN & TRENDS
Die Firmen Hilger u. Kern
(oberes Foto) und Schweickert
Netzwerktechnik – hier bei der
Einweihungszeremonie –
engagieren sich verstärkt in
dem südasiatischen Land.
Indien – hier eine Straßenszene in Mumbai – möchte den Gewerbesektor stärken.
Die Stimmung in Indien hellt sich auf
Das Wirtschaftswachstum in Indien verzeichnete 2014 mit einem Plus von 5,6 Prozent wieder einen
leichten Anstieg. Die neue indische Regierung unter Premierminister Narendra Modi muss jedoch noch
zahlreiche Hürden nehmen. Die Erwartungen sind hoch. Doch erste Erfolgssignale sind sichtbar.
VON ULLA CRAMER
D
as Geschäftsklima hat sich seit den
Wahlen im Mai 2014 deutlich verbessert. Der indische Börsenindex
SENSEX ist stark angestiegen und die ausländischen Direktinvestitionen lagen von
April bis August 2014 mit 12 Milliarden
US-Dollar (10,4 Milliarden Euro) rund
42ProzenthöheralsinderVorjahresperiode.
„Der aktuelle Ölpreisverfall nutzt der indischenWirtschaftimmens,darundeinDrittel
der Einfuhren auf Erdöl entfällt“, so Dirk
Matter, Geschäftsführer der Deutsch-Indischen Handelskammer in Düsseldorf. „Der
günstigere Einkauf von Energie hilft beim
AbbaudesAußenhandelsdefizitsundnimmt
den Druck von der indischen Rupie.“
Die geringe Investitionstätigkeit zählte
in den letzten Jahren zu den größten Problemen des Landes. Dem möchte Indien mit
der Kampagne „Make in India“ entgegen-
18
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
wirken, mit deren Hilfe bürokratische Hürden abgebaut, Steuerregeln vereinfacht und
mehrausländischeInvestorenangelocktwerden sollen. „Indien möchte wie China ein
Produktionszentrum für global agierende
Unternehmenwerden,denprozentualenAnteil der Fertigung an der gesamten Wertschöpfung erhöhen und damit den Gewerbesektor stärken“, weiß Matter.
Partnerland der Hannover Messe
Ein Signal in diese Richtung will Indien
auch als Partnerland auf der diesjährigen
HannoverMesse setzen,diegemeinsam von
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Premierminister Modi eröffnet werden wird.
„Im Fokus steht dort auch eine stärkere Kooperation vor dem Hintergrund desThemas
Industrie 4.0, bei der Deutschland seine
Kompetenz im Maschinenbau und Indien
sein Know-how im Bereich IT einbringen
könnte“, berichtet Matter. Aktuell ist
DeutschlandgrößterHandelspartnerIndiens
in der EU und steht bei den Kapitalinvestitionen auf der achten Position. So haben
beispielswiese auch zwei Unternehmen der
Region im vergangenen Jahr ihre IndienAktivitäten ausgebaut.
Hilger u. Kern, Spezialist für Misch- und
Dosieranlagen, setzt auf den indischen
Markt, hat dort im Februar 2014 eine Tochtergesellschaftgegründet und imletztenNovember mit einem fünfköpfigen Team die
Tätigkeitaufgenommen.„Wirmöchtenzum
einen unsere Stammkunden wie Bosch, ZF
Friedrichshafen oder Schaeffler direkt in Indien betreuen, jedoch auch neue Kunden
vor Ort gewinnen“, so Geschäftsführer Steffen Knaus. Abnehmer aus Indien und dem
asiatischen Umfeld möchte man mit der in
England neu erworbenen Zweitmarke „Meter Mix“ gewinnen. „Wir werden in Indien
rund um diese Marke ein Portfolio für die
asiatischenMärkteentwickeln.Qualifizierte
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THEMEN & TRENDS
Mitarbeiter vor Ort sind ausreichend vorhanden“, fasst Knaus die Pläne des Unternehmens zusammen.“ Dass es trotzdem für
einen Mittelständler nicht einfach ist, im indischen Markt Fuß zu fassen, dessen ist er
sichbewusst.„Glücklicherweiseverfügeich
über grundlegende Erfahrungen in den asiatischen Märkten und über ein breit gefächertes Netzwerk, das mir auch bei der AkquisitionvongeeignetenMitarbeiternhilft“,
so Knaus. „Dies ist eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg in diesem Markt.“
Gute Ansatzpunkte
Das weiß auch Matthias Reimann, Geschäftsführer der Schweickert Netzwerktechnik GmbH in Walldorf, die seit letztem
April in Indien aktiv ist. „Wir hatten das
Glück, dass ein indischer Mitarbeiter von
uns unsereTochtergesellschaft vor Ort aufgebaut hat – und wir profitierten bei der
Rekrutierung der IT-Spezialisten auch vom
Renommee unseres wichtigsten Großkunden.“ Um diesen bei Projekten rund um das
Thema Cloud zu unterstützen, ist das mittelständische Unternehmen der Firma nach
Indien gefolgt und beschäftigt nun in Bangalore 14 Mitarbeiter.Am zweiten Standort
in Varkala soll demnächst auch ein Team
von rund 12 IT-Experten an den Start gehen.
„Bei der Gründung haben wir Dienstleister
in Anspruch genommen. Dies hat sich bewährt und bis heute übernehmen diese für
uns die Buchhaltung und die Gehaltsabrechnungen“, so Reimann.
„DieAnsatzpunkte der neuen Regierung
sind positiv“, ist Dirk Matter überzeugt. „So
sollen über eine Stärkung des Themas
E-Governance Korruption und die schlep-
Wirtschaftstag Indien
Am 5. März 2015
lädt die IHK Rhein-Neckar zum diesjährigen
„Wirtschaftstag Indien“ von 9:30 bis
17:30 Uhr in das Haus
der Wirtschaft in L 1,2 in Mannheim ein. Im
Fokus stehen Fragen wie „Welche mittel- und
langfristigen Strategien verfolgen deutsche
Unternehmen in dem südasiatischen Land?“,
„Welche Auswirkungen haben die Reformbemühungen der Regierung Modi auf das Indien-Geschäft?“ oder „Welche rechtlichen
und steuerlichen Neuerungen sind im IndienGeschäft zu beachten?“ Neben Dirk Matter,
dem Geschäftsführer der Deutsch-Indischen
Handelskammer, werden mit Steffen Knaus,
Geschäftsführer von Hilger u. Kern aus Mannheim, Matthias Reimann, Geschäftsführer der
Schweickert Netzwerktechnik GmbHausWalldorf, sowie Markwart von Pentz, President
Agriculture & Turf Division bei John Deere
pendeBürokratiebekämpftwerden:DerAblauf vonVerwaltungsvorgängen soll zunehmend transparenter und online zu verfolgen
sein. Die zukünftige Entwicklung wird nun
davon abhängen, inwieweit die Regierung
die hohen Erwartungen erfüllen kann.“ æ
GmbH & Co KG in Mannheim, mehrere Unternehmen aus der Region von ihren Erfahrungen in Indien berichten. Zusätzliche BestPractice-Berichte stellen Hubert Reilard,
Geschäftsführer EFD Induction, Bangalore,
Dr. Nicholas Matten, Sales Director der Hansgrohe AG in Schiltach, sowie Johannes Jakob,
CFO, und Cataldo Sposato, Vertriebsleiter
der Firma Lorch Schweißtechnik in Auenwald,
vor. Ergänzt wird die Veranstaltung durch
Fachvorträge zu Rechts- und Steuerfragen im
Indien-Geschäft.
Das Teilnahmeentgelt beträgt 220 Euro
für IHK-/HWK-Mitglieder und 330 Euro für
Nichtmitglieder.
uc
Anmeldungen bitte schriftlich
bis zum 2. März an:
Fax: 0621 1709-229
E-Mail: indien@rhein-neckar.ihk24.de
Ansprechpartnerin:
Gabriele Borchard
Telefon: 0621 1709-131
E-Mail: gabriele.borchard@rheinneckar.ihk24.de
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IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
19
FOTOS: RINDERSPACHER (l.) bzw. FIRMENFOTO
THEMEN & TRENDS
Professor Dr. Martin Müller und sein Team von der IHO GmbH (linkes Foto)
freuen sich ebenso wie Professor Dr. Siegfried Labeit von der Myomedix
GmbH auf den Umzug in das CUBEX41.
CUBEX41 hat die richtigen Rezepte
Am 11. März 2015 ist es soweit: Das Gründungs- und Kompetenzzentrum für Medizintechnologie
CUBEX41 in der Alten Apotheke des Mannheimer Klinikums wird offiziell eingeweiht. Es ist das
Herzstück des Clusters Medizintechnologie, das die Stadt Mannheim im Rahmen ihrer wirtschaftspolitischen Strategie vorantreibt. Öffentliche Fördermittel spielen dabei eine wichtige Rolle.
VON ULLA CRAMER
don, Clustermanager Medizintechnologie
bei der Mannheimer Wirtschaftsförderung,
überzeugt. PAMB sei ein wichtiger Akteur
für Technologie-Transfer und „Public-Private-Academic Collaboration“ und helfe
auch,ExistenzgründerundgeeignetePartner
ausForschungundEntwicklungzusammenzubringen. Bestes Beispiel: Im Projekt
„Mannheim Molecular Intervention Environment“ (M2OLIE) arbeitet PAMB nicht
nur eng mit den Universitäten Heidelberg
und Mannheim, der Hochschule Mannheim
und dem Deutschen Krebsforschungszenis zu 23 Start-ups sowie kleine und
trum (DKFZ) zusammen. Mit im Boot sind
mittlere Unternehmen finden im
auch Industriepartner wie Siemens HealthCUBEX41auf einer Fläche von rund
care, KUKA Laboratories und Carl Zeiss
1.800QuadratmeterneineneueHeimat.InsMeditec.
gesamt sieben Unternehmen haben sich beM2OLIE verlagert die Perspektive bei
reits Räumlichkeiten gesichert, zwei davon
Krebserkrankungen vom Organ oder Gesind Myomedix und IHO, zwei Gründungen
webe hin zu zellulären oder molekularen
aus demUmfeldderMedizinischenFakultät
Strukturen. Das erfordert neuartige DiagMannheim der Universität Heidelberg. Die
nose- und Behandlungsansätze auf der
Fraunhofer Projektgruppe für die
Grundlage exzellenter BilddaAutomatisierung in der Medizin
ten („Molecular Imaging“).
und Biotechnologie (PAMB) wird
„Siemens sieht sich als InnovaalsAnkermieter auftreten. Sie betionsführer in der Bildgebung
legt rund 40 Prozent der Fläche
in einer ausgezeichneten Posimit einem Experimental-OP mit
tion, um aus einer immer besmodernster Bildgebung, Laboren
seren Diagnostik eine zielgeund Werkstätten. „Existenzgrünrichtetere und gleichzeitig
der und KMU profitieren von der
schonendere und kosteneffektiNähezurFraunhoferGesellschaft,
vere Therapie abzuleiten“, bevom Informations- und Gedan- Das neue Gründungs- und Kompetenzzentrum CUBEX41 feiert im
gründetThomas Seiler, Chef der
kenaustausch“,istDr.ElmarBour- März seine offizielle Einweihung.
Mannheimer Siemens-NiederFOTO: TRÖSTER
B
20
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
www.rhein-neckar.ihk24.de
THEMEN & TRENDS
lassung, das Engagement. Das Projekt
konnte 2012 beimWettbewerb „Forschungscampus – öffentlich-private Partnerschaft
für Innovationen“ des Bundesministeriums
für Bildung und Forschung (BMBF) punkten und gehörte zu den zehn Gewinnern.
Über 15 Jahre hinweg wird M2OLIE nun
mit jährlich bis zu zwei Millionen Euro unterstützt. Auch in den Umbau der Alten
Apotheke, der insgesamt rund 4 Millionen
Euro kostete, flossen 1,1 Millionen Euro
Fördergelder von EU und Land.
Bei einem weiteren Wettbewerb konnte
das Cluster Medizintechnologie ebenfalls
überzeugen. Am 23. Januar 2015 schaffte
esdasProjektBusinessDevelopmentCenter
(BDC) Medizintechnologie auf das Siegertreppchen des RegioWIN-Wettbewerbs
Baden-Württemberg, in dessen Rahmen die
Fördermittel des Europäischen Fonds für
Regionale Entwicklung (EFRE) für die Periode2014bis2020vergebenwerden.Damit
stehen die Signale für die Realisierung des
Mannheim Medical Technology (MMT-)
Campus mit dem BDC als Leuchtturm und
zentrale Anlaufstelle auf Grün.
Der MMT-Campus, der auf einem Areal
in fußläufiger Nachbarschaft zur Universitätsmedizin Mannheimentstehensoll,bietet
Platz für die Ansiedlung von Unternehmen
und Forschungseinrichtungen aus dem Bereich Medizintechnologie. Das BDC MedizintechnologiestelltdabeiaufeinerFläche
von 5.400 Quadratmetern die benötigten
Büro-, Werkstatt- und Laborräume zur Verfügung. Das Investitionsvolumen für den
BaudesBDCbeläuftsichauf17,8Millionen
Euro. Sieben Millionen Euro davon sind
durch Mittel von Land und EU abgedeckt,
eine Förderung, die durch den Gewinn des
RegioWIN-Wettbewerbs gesichert ist.
ErgänztwirddasAngebotdesBDCdurch
weitere Flächen in einer Größenordnung
von 15.000 Quadratmetern, die ein Investor
in unmittelbarer Nachbarschaft errichten
wird. Für das Projekt, das bis 2018 realisiert
werden soll, hat die Stadt erst kürzlich ein
rund 10.000 Quadratmeter großes Grundstück erworben, das direkt an das Gelände
des Universitätsklinikums angrenzt. „Der
MMT-Campus ist die ‚Fortschreibung‘ des
Gründungs- und Kompetenzzentrums für
Medizintechnologie CUBEX41“, so Bourdon.„MedizintechnologieundGesundheitswirtschaftsindstarkwachsendeWirtschaftszweige, in denen allein in Mannheim rund
14.000 Menschen beschäftigt sind.“
æ
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IHK-Studie unterstützt regionale Cluster
Cluster stehen im Fokus der europäischen,
aber auch der bundes- und landesweiten
Förderpolitik. Grundlage ist die Erkenntnis,
dass eine effiziente Verzahnung der Partner
und Kompetenzen in den Bereichen Wissenschaft, Großunternehmen sowie kleinen und
mittleren Unternehmen einen klaren Wettbewerbs- und Innovationsvorsprung am
globalenMarktdarstellt. „Rund 80 Milliarden
Euroan Fördermitteln vonEU,Bundund Land
Baden-Württemberg fließen in den nächsten
Jahren in Forschungs- und Entwicklungsprojekte“, so Dr. Wolfgang Niopek, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK RheinNeckar. Allein das EU-Förderprogramm
Horizon2020, das 2014 gestartet ist, umfasse ein Volumen von 70 Milliarden Euro.
„Mit unserer Studie ‚Potenzial-Analyse der
Technologie-Clusterkerne in der Metropolre-
gion Rhein-Neckar im Hinblick auf Fördermöglichkeiten durch Bund und EU‘ haben
wir nun den Clustern der Region mit unseren
Empfehlungen eine Steilvorlage für gezielte
Förderanträge gegeben. Damit wollen wir
auchhelfen,dieRegionalentwicklunginwichtigen innovativen Branchen voranzutreiben.“
Bestandteil der Studie waren die Cluster
Automotive, Energie & Umwelt, Food, Geoinformation, Logistik sowie Medizintechnologie. „Für das Cluster Medizintechnologie
werden hier beispielsweise vier nationale
und 23 internationale Ausschreibungen aufgelistet“, beschreibt Niopek das Konzept.
Betreut wurde die Studie von der BioRN
Cluster Management GmbH, die ihre in den
letzten Jahren erworbene Expertise in diesem
Bereich einbrachte. Die IHK Rhein-Neckar
ist einer ihrer Gesellschafter.
uc
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IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
21
THEMEN & TRENDS
Die Wogen in der Diskussion um ein transatlantisches Freihandels- und Investitionsschutzabkommen (TTIP) schlagen
hoch. Wir sprachen mit IHK-Geschäftsführer International
Matthias Kruse über dieses umstrittene Thema.
In der öffentlichen Diskussion in Deutschland werden überwiegend Argumente gegen TTIP behandelt. Welche ganz konkreten
Vorteile wären denn für die Unternehmen
in der Rhein-Neckar-Region mit einem Abkommen verbunden?
Matthias Kruse: Die USA sind mit einem
Brutto-Inlandsprodukt von 16 Milliarden
US-Dollar (rund 13,5 Milliarden Euro)
der größteAbsatzmarkt der Welt. Je leichter der Zugang zu diesem Markt für die
Unternehmen in unserer Region ist, desto
eher werden sie dort aktiv werden. Dank
ihrer grundsätzlich hohen Wettbewerbsfähigkeit werden Unternehmen aus der
Region sich erfolgreich in den USA engagieren können. Dies wird Arbeitsplätze
in der Region sichern und neue entstehen
lassen. Noch gibt es für hiesige Unternehmen zahlreiche Hürden im US-Geschäft.
In einigen Fällen sind dies immer noch
Zollsätze. In vielen Fällen sind es abweichende Standards, zusätzlich benötigte
Zertifizierungen und Genehmigungen.
Können Sie uns das vielleicht genauer erklären?
Kruse: Vor einigen Wochen habe ich mit einem Unternehmen aus der Luft- und Kli-
TTIP
steht für Transatlantic Trade and Investment
Partnership (Transatlantische
Handels- und Investitionspartnerschaft) und bezeichnet ein Freihandels- und Investitionsschutzabkommen, das seit dem 1. Juli
2013 zwischen der Europäischen
Union und den USA verhandelt
wird. Da 45 Prozent der wirtschaftlichen Leistung weltweit in der EU
und den USA erbracht werden,
würde bei Abschluss der TTIP die
22
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
matechnikgesprochen.DerFamilienbetrieb,
der knapp 50 Mitarbeiter beschäftigt, bietet
bislang nur sein Hauptprodukt auf dem USMarkt an. Der Grund: Jedes Produkt muss
einenneuenZulassungsprozessdurchlaufen,
bevor es dort verkauft werden darf. Beim
Hauptproduktmussten95ProzentallerTeile
verändert werden. Dieser enorme Aufwand
hat die Firma über Jahrzehnte davon abgehalten, in diesen für ihre Produkte größten
Absatzmarkt einzusteigen.
Ein solcher Aufwand ist ja auch ein gravierender Nachteil für die Wettbewerbsfähigkeit …
Kruse:Genau.BeiMaschinenanlagenbauern
verteuern die nötigen Anpassungen an USStandards die Produkte um 45 Prozent. In
der Bauindustrie müssen wir sogar von einem hundertprozentigen Aufschlag ausgehen,wenndieExporteRichtungUSAgehen.
All dies würde sich ändern, wenn die Standards gegenseitig anerkannt werden.
Wie sieht es denn bei neuen Standards
aus, beispielsweise vor dem Hintergrund
des Themas Industrie 4.0, das die Wirtschaft in den nächsten Jahren ja revolutionieren soll?
zunächst größte Freihandelszone
der Welt entstehen. Ähnlich große
Freihandelszonen zeichnen sich
im pazifischen Raum zwischen
asiatischen und amerikanischen
Ländern ab (TPP und RECP). Im
Zentrum der Gespräche steht der
Abbau tarifärer und nichttarifärer
Handelshemmnisse. Der Abbau
soll das Wirtschaftswachstum
beiderseits des Atlantiks fördern
und zur Senkung der Kosten für
die Unternehmen führen. Experten der Deutsche Bank Research
FOTO: IHK RHEIN-NECKAR
„TTIP ist eine große Chance
für die deutsche Wirtschaft“
Matthias Kruse
Kruse: Für die Setzung neuer Standards,
wie sie bei Industrie 4.0 anstehen, wäre
TTIP natürlich eine hervorragende
Voraussetzung. Neue Standards, die diese
Freihandelszone setzt, hätten die besten
Chancen, sich weltweit schnell durchzusetzen.
Ist das Exportgeschäft für die Unternehmen
der Metropolregion Rhein-Neckar denn
wirklich von so großer Bedeutung?
Kruse: Wir haben in unserem IHK-Kammerbezirk eine Exportquote von fast 59
Prozent. Das sind jährliche Warenlieferungen aus unserer Region ins Ausland in
Höhe von 14 Milliarden Euro. Und das
sind nur die direkten Exporte. Viele Unternehmen liefern ihre Produkte an inländische Kunden, die diese Produkte wiederum in ihre Waren integrieren, die dann
ebenfalls ins Ausland gehen.
Gibt es denn auch Nachteile für die heimische Wirtschaft?
Kruse: Nun, sie muss sich natürlich der
steigenden Konkurrenz durch die US-Industrie stellen, aber Wettbewerbsdruck hat
eigentlich immer die Leistungsfähigkeit
der Wirtschaft gefördert.
gehen beispielsweise von einem
Einkommenseffekt von jährlich
40 bis 71 Milliarden Euro in der
EU und von 30 bis 59 Milliarden
Euro in den USA aus, von einer
Steigerung der Löhne um 0,5 Prozent und neuen Arbeitsplätzen
in einer Größenordnung von
400.000. Allerdings ist die Höhe
dieser wirtschaftlichen Effekte abhängig von den Annahmen, die
den Berechnungen zugrunde liegen. Ein Beispiel: Je umfassender
das Abkommen ist, desto größer
dürften im Schnitt die Wachstums- und Arbeitsplatzeffekte ausfallen.
Kritiker führen an, dass derzeitige Standards in den Bereichen Umwelt, Verbraucher, Gesundheit und Arbeit als Handelshemmnisse gelten und damit die
Aufhebung solcher Standards
drohe. Aktuell in der Diskussion
ist ein möglicher Wegfall des
Schutzes regionaler Produkte wie
Schwarzwälder Schinken oder
Schwäbische Maultaschen.
www.rhein-neckar.ihk24.de
Veranstaltung
Und wie sieht es mit dem Schutz spezieller
regionaler Produkte wie dem Schwarzwälder Schinken oder den Schwäbischen
Maultaschen aus?
Kruse: Da sollten wir vielleicht etwas genauer hinsehen. In ganz Deutschland gibt
es nur neun Produkte, die hier speziell geschützt sind und in der angegebenen Region
erzeugt, verarbeitet und hergestellt werden
wie der Allgäuer Emmentaler. Bei vielen
anderen Produkten wie dem Schwarzwälder Schinken oder den Schwäbischen Maultaschen reicht es, wenn eine Herstellungsstufe in der Region stattfindet, mit der die
Ware beworben wird. Sind solcheAngebote
dann wirklich so schützenswert?
Ein Hauptkritikpunkt ist der mögliche Abbau von sozialen Standards. Wie beurteilen
Sie diese Gefahr?
Kruse: Ich bin davon überzeugt, dass die
sozialen Standards nicht sinken werden –
schon allein deshalb, weil alle EU-Staaten
zustimmen müssen. In Deutschland muss
aller Voraussicht nach mindestens der
Deutsche Bundestag und je nach Inhalt
desAbkommens zusätzlich auch der Bundesrat zustimmen. Die Bundesregierung
hat sich bereits festgelegt, einen Abbau
sozialer Standards, sei es nun beim Verbraucherschutz, in Umweltfragen oder bei
Arbeitnehmerrechten, auf keinen Fall zuzulassen. Damit ist eine Zustimmung im
Bundestag nur bei Erhalt des bestehenden
Schutzniveaus zu erwarten.
Die IHK Rhein-Neckar bietet interessierten
Unternehmerinnen und Unternehmern am
25. Februar 2015 von 17:00 - 18:30 Uhr
die Möglichkeit, im Gespräch mit Nils
Schmid, stellvertretender Ministerpräsident Baden-Württembergs, und Jörg Schlegelmilch, Direktor der Generaldirektion
Handel der EU-Kommission und ranghöchster Deutscher im EU-Verhandlungsteam, mehr über TTIP zu erfahren. Die Veranstaltung findet im Haus der Wirtschaft
in Mannheim statt und ist mitgliederöffentlich. Die Teilnahme ist kostenlos. Um
Anmeldung wird per E-Mail an andrea.
foerster@rhein-neckar.ihk24.de gebeten.
Ein weiterer Kritikpunkt sind die geplanten
Schiedsgerichte …
Kruse: Hier geht es um das Thema Investitionsschutz. In manchen Ländern funktioniert die Gewaltenteilung nicht wirklich,
und ein Investor kann sich nicht sicher
sein, ob sich die Rahmenbedingungen für
sein Engagement nicht plötzlich ändern.
Deutschland hat mit rund 130 Staaten solche Investitionsschutzabkommen mit eigenen Schiedsgerichten getroffen, die vom
StaatundvondenUnternehmenbesetztwerden. Die EU verhandelt gerade über eine
entsprechende Regelung mit China. Wieso
sollten die Chinesen den Investitionsschutz
und Schiedsgerichte akzeptieren, wenn das
zwischen den EU-Ländern und den USA
nicht möglich ist? Und: Schiedsgerichte
müssen auch nicht intransparent sein. Im
Abkommen kann durchaus vereinbart werden,dassKlageschriftenundUrteilssprüche
veröffentlichungspflichtig sind.
THEMEN & TRENDS
Intransparenz ist auch ein Vorwurf, der im
Zusammenhang mit den TTIP-Verhandlungen immer wieder auftaucht.
Kruse: Das lief anfangs sicherlich nicht optimal. Inzwischen sind wir der Meinung,
dass die Verhandlungen so transparent sind
wie bei sonst keinem anderen Freihandelsabkommen.AktuellzumBeispielhabenUnternehmen die Möglichkeit, über eine öffentliche Konsultation im Internet auf der
Seite der Generaldirektion Handel der EU
ihre Probleme zu schildern. Und wir können
uns als IHK über unseren Spitzenverband
DIHK und unseren europäischen Dachverband Eurochambres einbringen. Im Beirat
der Generaldirektion Handel, die die TTIPVerhandlungsführung berät, sind neben der
Wirtschaft auch Verbraucherschutzverbände, Umweltschutzverbände und die Gewerkschaften vertreten.
Glauben Sie bei all diesen Diskussionen,
dass TTIP tatsächlich kommen wird?
Kruse: Ich glaube daran.Aber ich denke, wir
müssen uns noch ein bisschen gedulden.
Meine Prognose: Technisch wäre ein Abkommen 2016 unterschriftsreif, politisch ist
eher2017 realistisch.Am8.November2016
wählen die US-Amerikaner ihren nächsten
Präsidenten. Im Wahljahr erfolgen selten
große politische Entscheidungen. Nach der
Wahl muss sich die nächste US-Administration erstmal aufstellen und handlungsfäæ
hig werden. Deshalb eher 2017.
Die Fragen stellte Ulla Cramer.
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IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
23
FOTO: IKONOKLAST_HH_FOTOLIA.COM
THEMEN & TRENDS
Die Änderung der Lebensmittelverordnung stellt für Lebensmittelhersteller und -händler sowie für die Gastronomie eine große Herausforderung dar.
Allergenkennzeichnung für Lebensmittel
Anpassungen bei Speisekarten, Schulungen von Mitarbeitern oder die Kennzeichnung von Hauptallergenen – die Umsetzung der Lebensmittelverordnung bringt einige Veränderungen mit sich. Lebensmittelhersteller und -händler sowie Betriebe aus der Gastronomie stehen vor der Aufgabe, eine
Vielzahl von Produktinformationen in Erfahrung zu bringen, darzustellen und verwalten zu müssen.
VON OLGA HEILAND UND TIMO MUSER
D
ie Umsetzung der Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV)
steht derzeit auf der Agenda zahlreicher Betriebe aus der Hotellerie und
Gastronomie. Durch die EU-Regelung
sollen die Verbraucher nun auch im offenen Verkauf, beispielsweise im Hofladen,
im Restaurant oder auf Märkten besser informiert werden. Die EU-Regelung betrifft nicht nur den stationären Markt, sondern auch den Online-Handel. So müssen
beispielsweise 14 Hauptallergene, die Unverträglichkeiten auslösen können, schriftlich sowie gut sichtbar, deutlich und leserlich gekennzeichnet werden. Zu den
24
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
Hauptallergenen zählen unter anderem
Weizen und andere glutenhaltige Getreide,
Eier, Erdnüsse, Milch, Schwefeldioxid
und Sulfite.
Mehrarbeit für Gastronomen
Für Gastronomen bedeutet die LMIV die
Überarbeitung von Speisekarten oder die
Entwicklung einer zusätzlichen Speisekarte
mit den erforderlichen Kennzeichnungen.
„Wir bieten eine neue Speisekarte mit Vorder- und Rückseite an. Vorne präsentieren
wir die Speisen, auf der Rückseite die entsprechenden Inhaltsstoffe. Somit hat der
Kunde die Möglichkeit einer direkten Überprüfung", berichtet Christian H. Otto, Leiter
Projekt- und Veranstaltungsmanagement
von „Coar – Die Cateringarchitekten“ mit
Sitz in Nußloch. „Wir glauben, dass der
Kunde von der Verordnung profitiert und
einen Mehrwert daraus zieht.“
Die neue Kennzeichnungspflicht führt
für viele Gastronomen jedoch auch zu
einer erhöhten Dokumentations- und
Recherchearbeit in der Küche, da sich
viele der Hauptallergene in bereits verarbeiteten Lebensmitteln befinden. „Unser
Café bietet den Kunden wöchentlich eine
wechselnde Speisekarte an. Um die geforderten Allergene zu kennzeichnen,
müssen wir jetzt Woche für Woche mehr
Zeit investieren“, so Harald Blum, Inhaber
der Blums Coffee Bar in Mannheim. Die
Kennzeichnung kann in der Gastronomie
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THEMEN & TRENDS
schriftlich durch eine sogenannte Kladde
oder auch elektronisch bereitgestellt werden. Wichtig ist, dass der Gast vor Kaufabschluss und vor Abgabe der Speise
davon Kenntnis erhalten kann. Unter bestimmten Bedingungen ist auch eine
mündliche Information zulässig.
Onlinehandel im Fokus
Dies gilt jedoch nur dann, wenn dem
Verbraucher und der zuständigen Kontrollbehörde eine schriftliche Dokumentation vorgelegt werden kann. Zusätzlich
muss der Hinweis erfolgen, dass die Einsichtnahme in die schriftliche Dokumentation möglich ist. Für die mündliche Information müssen dieVerkäuferinnen und
Verkäufer geschult werden, denn ihreAuskunft ist verbindlich. Bei falschen Auskünften haften die Betriebe.
Von den neuen Regelungen der LMIV
betroffen ist auch der Fernabsatz beziehungsweise Distanzhandel, also der Vertrieb über Kataloge sowie übers Internet.
Denn die LMIV verpflichtet Unternehmen, die Lebensmittel online oder über
Die LMIV im Detail:
Stoffe, die Allergien und Unverträglichkeiten auslösen können, müssen im Zutatenverzeichnis optisch hervorgehoben
werden. Die Kennzeichnungspflicht gilt
auch bei unverpackten Lebensmitteln.
Die Nährwertkennzeichnung mit Angaben zu Nährstoffzusammensetzung sowie
zu Brennwert/Energie des Lebensmittels wird Pflicht.
Bei eingefrorenen Fleisch- und Fischerzeugnissen muss das Einfrierdatum
angegeben werden.
Kataloge anbieten, den Kunden festgelegte
Informationen wie ein Zutatenverzeichnis
oder die Menge bestimmter Zutaten vor
Abschluss der Kaufvertrags auf den Internetseiten beziehungsweise in den Katalogen zurVerfügung zu stellen. EineAusnahme gilt für das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD), das erst zum Zeitpunkt der
Lieferung verpflichtend ist. Für regionale
Lebensmittelimitate wie Analogkäse oder
Klebefisch müssen deutlicher und in unmittelbarer Nähe des Produktnamens
gekennzeichnet werden.
Bei Frischfleisch muss die Herkunft ersichtlich sein.
Alle Pflichtangaben müssen eine Mindestschriftgröße von 1,2 mm haben. Ist
die Oberfläche der Verpackung kleiner
als 80 Quadratzentimeter, muss die
Schrift 0,9 mm groß sein
Weitere Informationen unter:
www.rhein-neckar.ihk24.de
Dokumentnummer 176620
Online-Shops bedeutet die neue Regelung
eine Herausforderung, denn bisher gab es
wenige Kennzeichnungsregelungen für
den Internet- und Versandhandel. Nun
müssen die Anbieter die Verpackungsinformationen, die die Verbraucher in der
Regel nicht direkt einsehen können, kommunizieren und dabei auf identische Angaben achten.
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IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
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THEMEN & TRENDS
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IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
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FIRMENFOTOS
FIRMENNACHRICHTEN
Die Räumlichkeiten der UEBERBIT GmbH befinden sich seit 2013 im
Speicher7 in Mannheim.
Die beiden Geschäftsführer Daniel Bönisch und Dr. Boris Stepanow (v.l.)
freuen sich über ihren Erfolg.
UEBERBIT
Lösungen für digitale
Geschäftsprozesse
In einem ehemaligen Getreidespeicher am Rheinufer
bietet die Agentur UEBERBIT integrierte Lösungen für
E-Business und Enterprise 2.0 an.
D
ie 1996 gegründete und bis
heute inhabergeführte
UEBERBIT GmbH zählt
zu den großen Digitalagenturen
der Rhein-Neckar-Region. Zum
www.rhein-neckar.ihk24.de
1. Januar 2015 erweiterte die
Agentur ihre Entwickler-Unit mit
drei neuen Kollegen und beschäftigt nun insgesamt 33 Mitarbeiter. Neben ihrem Hauptsitz in
Mannheim betreibt sie seit Anfang August 2014 auch ein Büro
in Berlin-Mitte, das den Kunden
in der Hauptstadt neben dem
Mannheimer Firmensitz als Anlaufstelle dient. Dieser befindet
sich seit Ende Mai 2013 in der
Rheinvorlandstraße 7, dem Speicher7. Mit seinem stetig wachsenden Team musste das Unternehmen zuvor schon mehrmals
in jeweils größere Räumlichkeiten umziehen – zuletzt in die
Kauffmannmühle im Stadtteil
Jungbusch. Nach dem Umzug in
die Rheinvorlandstraße verfügt
das UEBERBIT-Team über moderne Arbeitsplätze, Besprechungsräume mit Panoramafenstern zum Rhein hin, Ruhezonen und Entspannungsbereiche
auf zwei Etagen mit insgesamt
1.060 Quadratmetern.
Ihre Auftraggeber unterstützt
dieAgentur mit individuellen Lösungen für E-Business und Enterprise 2.0 bei der Realisierung
digitaler Geschäftsprozesse. Die
Leistungen von UEBERBIT umfassen strategische Beratung,
Analyse und Konzeption, Design
und Usability, Web- und Applikationsentwicklung sowie Online-Marketing für Shopsysteme,
Webportale und Social Intranets
für Wissensmanagement, Ideen-
management und Business Intelligence.
Das unabhängige KundenRating Benchpark bescheinigt
der Agentur die hohe Zufriedenheit ihrer Auftraggeber, indem
es ihr seit neun Jahren ununterbrochen die Bestnote „Exzellent“
verleiht. Um diesen hohen Qualitätsstandard zu halten und auch
weiterhin Innovationsprojekte
hervorbringen zu können, setzt
das Unternehmen auf kontinuierliche Aus- und Weiterbildung
sowie auf Raum für Forschung
und Entwicklung. Als Ausbildungspartner arbeitet UEBERBIT mit den Dualen Hochschulen Baden-Württemberg
(DHBW) Mannheim und Mosbach sowie mit der Hochschule
der Wirtschaft für Management
(HdWM) in Mannheim zusammen.
Zu den UEBERBIT-Kunden
zählen u. a. Schenker Deutschland, Stadt Mannheim, Robert
Bosch Stiftung, Ströer Media,
BKK Pfalz, Rhein-Neckar-Verkehr (rnv), Verkehrsverbund
Rhein-Neckar (VRN), HeidelbergCement, MTU,Verbraucherzentrale Bundesverband, mehrere Verlage der Klett Gruppe
und BorgWarner.
www.ueberbit.de
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
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FIRMENFOTO
FIRMENNACHRICHTEN
SCHULTZE & BRAUN
Neue Niederlassung
Die Sozietät Schultze & Braun
hat die neue Niederlassung
Rhein-Neckar gegründet. Die
gemeinsame Niederlassung
schließt den Standort Mannheim mit dem neuen Standort
Worms zusammen und beschäftigt 13 Mitarbeiter. Leiter
Tim Brauer und ein Team aus
Rechtsanwälten, Steuerberatern
und Wirtschaftsprüfern bieten
Unternehmen aus der Region
Leistungen in den Bereichen
Handels- und Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht, Steuerberatung, Restrukturierungs- und
Sanierungsberatung sowie Insolvenzverwaltung an. Schultze
& Braun besitzt mehr als 40
Standorte in Deutschland und
berät regionale, nationale und
internationale Unternehmen
seit über 35 Jahren.
www.schubra.de
FILMTHEATERBETRIEBE SPICKERT
Modernisierung
in Mannheimer Kinos
Der Filmpalast CinemaxX und
das Plankenkino Cineplex in
Mannheim haben ihre Kinosäle
modernisiert und mit 3D-Technik und neuen Soundanlagen
ausgestattet. Allein im Kino 10
des CinemaxX, dem mit 700
Sitzplätzen größten Kino der
Quadratestadt, wurden 65
neue Lautsprecher eingebaut.
Im gleichen Saal befinden sich
120 „Thunderseats“, die ein
körperliches Erleben des Geschehens auf der Leinwand ermöglichen.
www.diekinomacher.org
Auf modernen Maschinen werden bei der Binder Elektronik GmbH Elektronikprodukte hergestellt.
BINDER ELEKTRONIK
Hightechausdem
Odenwald
S
eit über 40 Jahren produziert
die Binder Elektronik GmbH
mit Sitz in Sinsheim im Höpfinger Ortsteil Waldstetten (NeckarOdenwald-Kreis) Hightech-Produkte der Spitzenklasse. Die
Firma fertigt als EMS-Dienstleister (Electronic Manufacturing
Services) elektronische Baugruppen und Module für Kunden
aus Forschung und Industrie. Neben Entwicklung und Design,
Bauteilelogistik und Bestückung
der Leiterplatten gehören auch
After-Sales-Services zumAngebot. Die Kunden kommen aus
dem Bereich der Industrieelektronik, der Mess-, Steuer- und
Regeltechnik, der ITK-Industrie
oder der Medizintechnik. Zu den
Erfolgsfaktoren des Unternehmens zählen hohe Reaktionsgeschwindigkeit und Flexibilität
insbesondere bei kleinen bis mittleren Losgrößen und im Prototypenbereich. Der Umsatz lag
2013 bei 2,4 Millionen Euro.
Seine technologische Kompetenz
und Innovationskraft stärkt Binder regelmäßig in vom Bund geförderten Forschungs-Verbundprojekten. Unternehmensgrün-
der Wolfgang Binder sieht in den
32 Mitarbeitern an den Standorten in Waldstetten und Sinsheim
das größte Kapital seines Unternehmens. Deswegen setzt das
Unternehmen auf Aus- und Weiterbildung. Derzeit sind zwei
Auszubildende und ein DHBWStudent im Unternehmen. Langfristiges Denken zeichnet das Unternehmen aus: Zum 1. Januar
2015 übergab Wolfgang Binder
das Ruder. Christian Rückert, der
nach seiner 2004 bei Binder begonnenen Ausbildung im Unternehmen in verschiedenen Funktionen tätig war, übernimmt die
Geschäftsführung.
www.binder-elektronik.de
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Bauleitplanung und Stadtentwicklung
Die IHK Rhein-Neckar wird im Rahmen der Bauleitplanung der Städte und Gemeinden als Träger
öffentlicher Belange beteiligt. In Form von Stellungnahmen ist es der IHK möglich, bei der Aufstellung
und Änderung von Bauleitplänen die Interessen
der Wirtschaft zu vertreten.
Im Zuge der Ermittlung abwägungserheblicher
Belange befragt die IHK betroffene Unternehmen
über deren Ziele zur Sicherung und Entwicklung
ihrer Betriebsstandorte. Sie informiert betroffene
28
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
Unternehmen über Ziele und Inhalte der Planung,
Einhaltung von Fristen und Rechtsgrundlagen.
Ansprechpartner: Stephan Häger
Tel.: 0621 1709-192
E-Mail: stephan.haeger@rhein-neckar.ihk24.de
Aktuelle Bebauungs- und Fachpläne:
www.rhein-neckar.ihk24.de
Dokumentnummer 10396
www.rhein-neckar.IHK24.de
FIRMENNACHRICHTEN
FIRMENFOTO
MÖBEL GRAMMLICH
Über 75 Jahre
Wohnkultur
S
eit über 75 Jahren setzt die
Möbel Grammlich GmbH &
Co aus dem Buchener Ortsteil
Eberstadt Zeichen mit hochwertigen Möbeln und Service. Das
Unternehmen bietet von der
Planung und Entwicklung von
Wohnkonzepten bis zum Innenausbau alles aus einer Hand
an. DieVielfalt reicht vom neuen
rustikalen Küchentisch über
Fußböden, Türen und Farben bis
hin zu Beleuchtungslösungen
oder zum schlüsselfertigen Haus.
Bereits in dritter Generation führen Marc und Volker Hofmann
dasTraditionsunternehmen, welches 1939 als kleine Schreinerei
gegründet wurde. In den 50er
Jahren kam mit dem Handel ein
weiteres Standbein hinzu, das
IHK-Regionalbetreuer Dr. Johannes Glasmeyer (Mitte) gratulierte und überreichte die Ehrenurkunde der IHK RheinNeckar zum 75-jährigen Jubiläum an die geschäftsführenden Gesellschafter Marc (r.) und Volker Hofmann.
heute 85 Prozent des Geschäfts
ausmacht. Inzwischen betreiben
die Brüder neben dem Stammhaus „Die Grammlichs“ in Eberstadt das auf junges Wohnen spe-
zialisierte Möbelhaus living xxl
in Buchen und „Die Wohnidee“
in Straubenhardt-Schwann nahe
Pforzheim. An den drei Standorten werden über 80 Mitarbeiter
beschäftigt. Einen Pfeiler seines
Erfolgs sieht das Möbelhaus in
der Ausbildung eigener Fachkräfte.
www.diegrammlichs.de
Die Heidelberger Bonbonmanufaktur belebt das traditionelle Handwerk der
Bonbonherstellung in Heidelberg wieder neu.
können Besucher zuschauen, wie
die Zuckermasse köchelt, der
Bonbonteig verarbeitet wird und
daraus Lollis und Bonbons entstehen. Mittlerweile gibt es über
50 Sorten im Sortiment.
Je nach Jahreszeit und Saison
kreiert Inhaber Jens Meier immer
neue Bonbonsorten. Alle Produkte sind soweit möglich aus
natürlichen Aromen wie hochwertigen Ölen gefertigt, der
Großteil der Süßwaren ist vegan.
In der Manufaktur finden außerdem Veranstaltungen sowie
Workshops statt. Für Unternehmen sind beispielsweise Firmenevents zur Teambildung buchbar
– oder die Bonbonmacher kommen mit einer mobilen Bonbonküche zu Firmenfeiern in die
Unternehmen, um vor Ort mit
Mitarbeitern Lollis und Bonbons
zu machen.
www.heidelbonbon.de
HEIDELBERGER BONBONMANUFAKTUR
FIRMENFOTO
Schlosscaramellen
wieder erhältlich
V
or 105 Jahren, im Dezember
1909, brachte die Firma Emil
Roesler die „Schlosscaramellen
Heidelberg" auf den Markt, eine
über die Ländergrenzen hinaus
bekannte Spezialität.
In dieser Tradition der Heidelberger Bonbonherstellung ist
die handgefertigte und in der Heidelberger Bonbonmanufaktur
hergestellte lokale Spezialität
nun wieder erhältlich. Die Hartkaramellbonbons mit einer feinen
Fleur-de-Sel-Note eignen sich
auch als hitze- und kältebeständiges Souvenir oder Mitbringsel.
Seit 2013 gibt es die Manufaktur in der Heidelberger Altstadt. In Handarbeit werden dort
Bonbonkreationen hergestellt. In
der Schaumanufaktur des Ladens
www.rhein-neckar.ihk24.de
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
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FIRMENFOTO
FIRMENNACHRICHTEN
CHICCO DI CAFFÈ
Kaffebar-Konzept
kommt an
Die chicco di caffè Gesellschaft für Kaffeedienstleistungen mbH bietet den Mitarbeitern großer Unternehmen
in ihrem Arbeitsumfeld das,
was sie an den Kaffee-Bars
der Innenstädte schätzen:
die kleine Kaffee-Pause.
Dazu werden beispielsweise
Espresso mit Crema oder
Cappuccino mit Milchschaum
aus handwerklich geröstetem
Kaffee frisch zubereitet. Alle
82 Kaffeebars des Unternehmens werden mit Bedienung
und in Eigenregie betrieben.
Das Unternehmen wurde
2003 von Christian Kohlhof
und Ralf Meyer in Grünewald
gegründet und betreibt seit
2010 auch eine Kaffeebar in
Mannheim. Von insgesamt
über 300 Mitarbeitern sind
fünf am Mannheimer Standort beschäftigt. Das rasche
Wachstum spricht für den Erfolg des Konzepts. Allein im
letzten Jahr verzeichnete
chicco di caffè über zehn
Neueröffnungen.
www.chicco-di-caffe.de
Die beiden gleichberechtigten Geschäftsführer Hendrik Beßler (hintere Reihe, 4.v.r.) von der unitepeople GmbH
und Martin Brocks (hintere Reihe, 4.v.l.) von der AVIDOK GmbH mit einem Teil ihres Teams
UNITEPEOPLE
Tätigkeitsfeld
erweitert
D
ie unitepeople GmbH aus
Heidelberg hat sich mit dem
Engineering-Dienstleister Avidok Engineering Support GmbH
DORINT KONGRESSHOTEL
Modernisierung
abgeschlossen
30
FERCHAU ENGINEERING
Dienstleister
wächst weiter
F
erchau Mannheim, eine der
ältesten Niederlassungen der
Ferchau Engineering GmbH mit
den Standort Heidelberg. Die
unitepeople GmbH wurde 2006
gegründet und berät Kunden in
den Bereichen Medizintechnik,
Luft- und Raumfahrt und weiteren sicherheitskritischen Industrien. Das Unternehmen stellt
Fachpersonal zur Verfügung und
unterstützt bei Projekten.
www.unitepeople.de
SitzinGummersbach,wächstweiter. Seit der Gründung 1974 verzeichnet der Standort eine positive
Entwicklung und hat nun größere
Räumlichkeiten in der Landteilstraße in Mannheim bezogen.
Auch für die Zukunft plant der
Engineering-Dienstleister eine
weitere Expansion: Das aktuell
aus 260 Ingenieuren,Technikern,
technischen Zeichnern und ITSpezialisten bestehende Team
soll um 30 weitere Fachkräfte ergänzt werden. „Neben der Medizintechnik wird der Hauptfokus unseres Standortes in den
nächsten Jahren auf IT und Mobilität liegen. Mit diesen drei Zukunftsthemen gehen wir von einem Wachstum zwischen 10 und
20 Prozent aus“, sagt Niederlassungsleiter Markus Zickermann.
Ein wichtiger Schwerpunkt
des Standortes ist die Nutzfahrzeugindustrie. Hier ist Ferchau
Mannheim sowohl in der Konstruktion als auch der Elektronik- und Softwareentwicklung
tätig und bietet seinen Kunden
eine Übernahme kompletter
Projektpakete an.
www.ferchau.de
FIRMENFOTO
Das Mannheimer Dorint
Kongresshotel investierte
875.000 Euro in die Renovierung aller 42 Zimmer und
zwei Suiten der sechsten
Etage. Dabei wurde nicht nur
die Einrichtung erneuert,
auch die Bäder bekamen ein
modernes Design. Ebenfalls
neu sind die individuell regulierbare Klimaanlage, ein
Zimmersafe sowie ein USBPort am Nachttisch. Für das
Jahr 2015 sind weitere Umbaumaßnahmen nach dem
Vorbild der sechsten Etage
vorgesehen. Das Vier-SterneHaus ist das größte Tagungsund Kongresshotel in der Metropolregion Rhein-Neckar
und verfügt über 287 Zimmer
und 13 Konferenz- und Veranstaltungsräume.
www.hotel-mannheim.
dorint.com
aus Kiel zusammengeschlossen.
Geführt wird die Gesellschaft
von den beiden gleichberechtigten Geschäftsführern Hendrik
Beßler (unitepeople) und Martin
Brocks (Avidok).
Seit der Fusion arbeiten über
80 Mitarbeiter und Berater für
die Gesellschaft, davon fünf Festangestellte und 25 Berater für
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
90 Prozent aller Engineering-Dienstleistungen finden heutzutage am Rechner statt.
www.rhein-neckar.IHK24.de
FIRMENFOTOS
FOTO: RAWPIXEL_FOTOLIA.COM
FIRMENNACHRICHTEN
Das IHK-Magazin
berichtet in einer neuen
Serie monatlich über ein
Start-up-Unternehmen
aus dem Kammerbezirk.
Wir präsentieren junge
Unternehmerinnen und
Unternehmer mit kreativen und nachhaltigen
Geschäftsideen. Heute
stellen wir die Edelraum
GmbH aus Mannheim
vor. Das Unternehmen
bietet streng limitierte
Fotografien in einer
Online-Galerie zum
Verkauf an.
EDELRAUM
Brüderlich
geteilter Erfolg
D
ie Idee zur Gründung der
Edelraum GmbH kam den
Brüdern Jonas und Roman Loch
auf dem Dachboden ihres verstorbenen Großvaters. Die Mannheimer fanden dort eine „Schatztruhe“ voller Malereien, Siebdrucke und Fotografien. Nach
diesem„Zufallstreffer“stelltendie
beiden Brüder schnell fest, dass es
gar nicht so einfach ist, an spannende Werke zu kommen. „Der
Kunstmarkt in seiner stationären
Galerie-Struktur ist nicht mehr
zeitgemäß. Mit unserem OnlineShop überwinden wir diese Hürde
und bieten exklusive Kunst per
Mausklick“, erklärt Roman Loch
die Geschäftsidee der Edelraum
GmbH.InderOnline-GalerieMarc
+ Matthew Art Collection stehen
streng limitierte Fotografien von
www.rhein-neckar.ihk24.de
Das Jungunternehmen vertreibt beispielsweise Bildwerke des Mannheimer
Fotografen Roger Fitz, der unter anderem mit Modedesigner Karl Lagerfeld
zusammengearbeitet hat.
Immer im Mittelpunkt steht für die vier Mitarbeiter die professionelle
Bearbeitung der Fotografien. Schwarz-Weiß-Vintage-Fotografien werden
in traditioneller Handarbeit entwickelt.
renommierten oder vielversprechenden jungen Künstlern in Museumsqualität zum Verkauf. „Irgendwann ist der Punkt erreicht,
an dem man mehr als nur die Gesellschafterrollewahrnehmenund
allesauszweiterReihebeobachten
will“, begründet Roman Loch die
GründungderGmbH.„Geradebei
jungen Unternehmern und Managern mit Kapital ist die Nachfrage
nach Foto-Kunst vorhanden. Die
Bereitschaft eine Galerie zu besuchen, fehlt allerdings häufig“, so
Loch weiter. Gemeinsam mit zwei
MitarbeiternvertreibendieBrüder
daherexklusiveFotokunstüberdas
Internet.
Doch nicht nur die Bildmotive
sollen die Kunden begeistern. „Jedes Bild erzählt eine individuelle
Geschichte.Diesebereitenwirmit
dem Künstler auf und liefern dem
Kunden ein separates Booklet mit
derGeschichtedesBildes“,soRoman Loch, der zuletzt als InvestmentmanagereinerBankarbeitete.
Sein Bruder Jonas war bislang
Kommunikationsexperte eines
Großunternehmens. Ganz nach
denVorstellungenderKundenrealisiert das Jungunternehmen auf
Nachfrage individuelle Projekte.
Dazu zählen großformatige Anfertigungen für Geschäftsräume
oder themenbezogene Editionen.
GemeinsammitdemKundenwerden Thema, Farbwahl und Größe
der Bilder besprochen.
Anschließend durchforstet das
vierköpfigeTeam das Kunst-Portfolio und sucht nach passenden
Motiven.StetsimMittelpunktsteht
fürdasJungunternehmendabeidie
QualitätderKunstwerke.AlleProdukte sind „Made in Germany“
und werden persönlich nach den
Bedürfnissen der Kunden ausgewählt, verarbeitet und bruchsicher
verpackt.FürdiesesGeschäftsjahr
stehen wieder viele Projekte an:
„Wir wollen den B2B-Bereich im
Jahr2015weiterausbauenundbietenUnternehmeneineindividuelle
Gestaltung von Seminar- oder Büroräumen an.“
www.edelraum.com
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
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LONGLIFE-TREPPEN
110 Jahre Erfahrung
im Treppenbau
FIRMENFOTO
FIRMENNACHRICHTEN
Bereits zum zweiten Mal in
Folge nach 2012 wurde der
Treppenhersteller Kenngott
mit dem „Architect’s Darling“
in Gold ausgezeichnet. Rund
2.000 Architekten, Fachplaner und Bauingenieure kürten das Sinsheimer Unternehmen im Rahmen einer
bundesweit repräsentativen
Umfrage zum Sieger in der
Kategorie Treppen. Kenngott
firmiert unter dem Namen
Longlife-Treppen GmbH und
fertigt Systemtreppen an den
Standorten Sinsheim und
Weinsberg. Das Unternehmen wurde 1895 ge- gründet
und ist auf die Entwicklung,
Konstruktion und Produktion
von Treppen aus Holz, Metall
und Stein spezialisiert. 40
Mitarbeiter und rund 80 Partnerbetriebe im In- und Ausland begleiten Kunden von
der Entwicklung bis hin zum
Vertrieb der Produkte.
www.kenngott.de
Liveschaltung im Beratungsgespräch – bei zahlreichen Themen unterstützt das Experten-Center den Berater
vor Ort und wird per Video-Telefon zugeschaltet.
HYPOVEREINSBANK
WiedereröffnungnachModernisierung
I
m Zuge der Modernisierungsoffensive in Deutschland hat
die HypoVereinsbank die Filiale
in Mannheim nach sechs Wochen
Bauzeit wiedereröffnet.
In unmittelbarer Nähe zum
Paradeplatz bietet die Filiale ein
neues Design, einen umgestalte-
JOHN DEERE
John Deere behauptete im
abgelaufenen Jahr 2014 seine
Marktführerschaft bei Traktoren. Mit 34.722 Einheiten
(Vorjahr: 36.248) verzeichnete
das Unternehmen zwar einen
rückläufigen Markt von 4,2
Prozent, erzielte aber dennoch
einen Marktanteil von 19,4
Prozent und liegt mit einem
Vorsprung von 2,4 Prozentpunkten vor dem nachfolgenden Mitbewerber.
www.deere.de
FOTO: ANNA LISCHETZKI PHOTOGRAPHIE
Weiterhin Marktführer
bei Traktoren
ten Kundenbereich sowie eine
vergrößerte Selbstbedienungszone. Alle sieben Beratungsplätze im Erd- und Obergeschoss
wurden mit Flatscreens und Internetzugängen ausgestattet. Bei
Bedarf können Fachexperten per
Video-Telefonat zum Beratungs-
Blick auf die Terrasse des Restaurants Alter Mönchhof, die in den Sommermonaten Platz für 50 Personen bietet
ALTER MÖNCHHOF
Kulinarische Vielfalt trifft Tradition
G
emeinsam reisten Simon
Freudrich und Ceziban Ahmeti durch Europa, erkundeten
die kulinarischeVielfalt des Kontinents. Jetzt haben beide zusam-
32
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
men das Restaurant „Alter
Mönchhof“ in Heidelberg eröffnet und hauchen demTraditionslokal neues Leben ein. Denn bereits im 12. Jahrhundert wurde
gespräch zugeschaltet werden.
Ein neuer Wartebereich sorgt für
ein „angenehmeres und komfortableres Warten auf den Beratungstermin“, sagte der Leiter der
Filiale Mannheim Axel Liedy.
Zudem steht den Kunden ein
neu eingerichteter ServiceSchalter zur Verfügung, an dem
eine erste Orientierungshilfe
stattfindet.
www.hypovereinsbank.de
der Alte Mönchhof erstmals urkundlich erwähnt und blickt somit auf eine lange Geschichte zurück. Das neue Konzept von
Küchenchef Freudrich und Restaurantfachfrau Ahmeti bietet
eine interessanteVielfalt von Produkten der ganzen Welt. Dazu
zählt frischer Fisch aus Frankreich oder Weine aus der unmittelbaren Umgebung. Gekocht
wird mit saisonalem Fokus hauptsächlich im deutsch-mediterranen Stil. Doch die Grenzen sind
fließend, so stehen häufig auch
Gerichte aus Asien oder Afrika
auf dem Speiseplan. Neun Mitarbeiter des Restaurants überraschen die Gäste immer wieder
aufs Neue mit einer wöchentlich
wechselnden Speisekarte. Das
Restaurant bietet Platz für 60 Personen.
www.alter-moenchhof.de
www.rhein-neckar.ihk24.de
FIRMENNACHRICHTEN
FIRMENFOTO
PEAG PERSONAL
PerspektiveneröffnendurchZeitarbeit
ie Peag Personal GmbH mit
Hauptsitz in Duisburg und
acht Niederlassungen, unter anderem in Mannheim, feiert ihr
10-jähriges Bestehen. 2004 ist
die Firma als „Fachkräftepool“
gegründet worden und seitdem
im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung aktiv.
2006 wurde das Unternehmen
zur eigenständigen Peag Personal
GmbH. Seitdem entwickelt der
Dienstleister auch individuell zugeschnittene Maßnahmen zur
Beschäftigungssicherung, Altersteilzeit-Modelle sowie Onsite-Management-Lösungen. Zu
den Kunden zählen Konzerne der
stahlerzeugenden und metallverarbeitenden Industrie sowie der
Branchen Handel, Energie, Automotive und Luftfahrt. „In den
letzten zehn Jahren konnten wir
über 5.000 Arbeitsplätze schaffen“, sagt Oliver Claßen aus der
Geschäftsführung der Peag Personal GmbH.
www.peag-personal.de
Oliver Claßen (l.) und Sven Kramer (r.) gehören zur Geschäftsführung
der Peag Personal GmbH.
FIRMENFOTO
D
H&C STADER HISTORY & COMMUNICATION
Welche Geschichte steckt hinter
meinem Unternehmen?
J
edes Unternehmen hat seine
eigene Geschichte, aber nicht
immer sind alle Details bekannt.
DieAgentur H&C Stader History
& Communication mit Sitz in
Mannheim unterstützt Kunden
bei der Aufbereitung der Firmengeschichte. Geschäftsführer
Dr. Ingo Stader betreibt mit seinemTeam Recherchen in derVergangenheit und produziert je
nach Auftrag Bücher und Broschüren mit den gesammelten Erkenntnissen.Vier festangestellte
Historiker begleiten die Kunden
bei der Vorbereitung und Durchführung von Firmenjubiläen. Interviews mit langjährigen Mitarbeitern und das Sammeln von
Bild-/Videomaterial gehören
ebenso zumAngebot derAgentur
wie die Organisation von historischen Ausstellungen, der Aufbau eines Unternehmensarchivs
oder die Verarbeitung der Daten
in digitalen Präsentationsformen.
Jungen Historikern gibt das
Unternehmen zudem die Möglichkeit, ein Praktikum zu absolvieren.
www.hcstader.de
Geschäftsführer Dr. Ingo Stader forscht nicht nur in der Geschichte von
Unternehmen. An der Universität Heidelberg hat er zudem einen Lehrauftrag: „Geschichtsvermittlung im History Marketing“
IHK-Netzwerkveranstaltung für Neumitglieder
Die IHK Rhein-Neckar lädt am 18. März 2015 am IHK-Standort in Heidelberg zu einer Informationsveranstaltung für Neumitglieder ein. Auf die Teilnehmer warten Informationen zu den wichtigsten
IHK-Angeboten sowie ein Frühstück zum Netzwerken mit anderen Firmenvertretern. Auch bereits
etablierte Unternehmen können an der Veranstaltung teilnehmen.
Anmeldung und Information: Jessica Nemec, Tel.: 0621 1709-263
E-Mail: Jessica.Nemec@rhein-neckar.ihk24.de
www.rhein-neckar.ihk24.de
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
33
FIRMENNACHRICHTEN
FIRMENFOTOS
Die 70 Mitarbeiter
des Instituts für
Energie und
Umwelt feierten im
vergangenen Jahr
das 35-jährige
Firmenjubiläum.
BFE INSTITUT FÜR ENERGIE UND UMWELT
35JahreErfahrunginEnergieberatungund-management
B
ereitsseit35JahrenistdieBFE
Institut für Energie und Umwelt GmbH Partner in Sachen
Energieberatung und -management. Ende 2014 bezog das in
MühlhausenbeiHeidelbergansässige expandierende Institut sein
neues Bürogebäude „In den Rotwiesen 20“.
Als BFE Ende 1979 gegründet
wurde,warEnergiesparenfürviele
noch ein Fremdwort. Die Gründer
bewiesen Weitblick: Mit dem
wachsenden Bewusstsein für den
SchutzderUmweltundwirtschaftlichem Druck durch höhere Energiepreise wuchs die Nachfrage
nachfachkundigerBeratungstetig.
Mit seinem ganzheitlichenAnsatz
– alle Energiearten werden unter
die Lupe genommen, und zwar
kaufmännisch und technisch –
avanciertedasInstitutnacheigenen
Angaben zu einem der führenden
Dienstleister auf diesem Gebiet in
Europa.
Mehrals15.000Kundenhaben
davon bereits profitiert. Für Kom-
34
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
munen, Industrie und Gewerbe,
Dienstleistung und Handel sowie
soziale und kirchliche EinrichtungenwerdenmaßgeschneiderteLösungen geschaffen. BFE betreut
KundeninganzDeutschlandsowie
inÖsterreichundderdeutschsprachigen Schweiz.
Allein in der Zentrale in Mühlhausen beschäftigt das von Geschäftsführer Michael Rathmann
geleiteteInstitut70Mitarbeiteraus
denFachgebietenIngenieurwesen,
Betriebswirtschaft und Technik.
SiewerdenvoneinemeigenenRechenzentrum und einer zentralen
Datenbank mit den jeweils aktuellen Informationen über den europäischenEnergiemarktversorgt.
Hinzu kommen jeweils 10 Fachleute in den Niederlassungen in
Hamburg und Berlin sowie 30Außendienstmitarbeiter.
Aufgrund des immer komplizierteren Energiemarktes und
wachsender gesetzlicher Anfor-
Beim Bau des neuen Gebäudes legte der Investor in enger Abstimmung mit seinem Mieter BFE Wert darauf, energieeffiziente Systeme einzusetzen. Die eingesetzten Technologien tragen zur Primärenergieeinsparung und CO2-Minderung bei.
derungen an ein Energiemanagement ist derArbeitsumfang in den
Projekten stetig intensiver geworden. BFE will deshalb 2015 personell expandieren – das ist der
Hauptgrund für den Umzug vom
bisherigen Standort in das nahe
gelegene Gewerbegebiet „In den
Rotwiesen“. Mit 1.800 qm Grundfläche bietet die neue Zentrale
Raum für eine ganze Reihe neuer
Arbeitsplätze.
„Weil für produzierende Unternehmen derAufbau eines Energiemanagementsystems gesetzlich vorgeschrieben ist, bleibt die
Dienstleistung von BFE auch
künftig gefragt“, weiß Geschäftsführer Michael Rathmann. Die
Vergütung von Strom- und Energiesteuern ist eng daran gekoppelt,
dass die Firmen spezielle Beauftragte einsetzen, Energieberichte
erstellen und sich regelmäßigen
Audits unterziehen. „Durch Einbindung von BFE kann ein Unternehmen die eigenen Personalressourcen schonen und von den
Erfahrungen bei der Etablierung
solcher Managementsysteme profitieren“, so Rathmann.
www.bfe-institut.com
www.rhein-neckar.ihk24.de
FIRMENNACHRICHTEN
FIRMENFOTO
ODENWALD-CHEMIE
Spatenstich in Neckarsteinach
D
ieOdenwald-Chemiestärktim
Rahmen ihrer UmstrukturierungsplänedieProduktionsaktivitätenamStandortNeckarsteinach.
Damit werden Fertigungsschritte
derProduktion,diebisheran Dritte
vergebenwordenwaren,wiederin
das Werk Neckarsteinach zurückgeholt.
Das Unternehmen erwartet
durchdenWegfalldoppelterFunktionen und Bündelung seiner FertigungskapazitäteninDeutschland
einedeutlicheVerbesserungseiner
Wettbewerbsfähigkeit.Hierzusoll
bis Ende 2015 mehr als eine Million Euro investiert werden. Ende
letzten Jahres erfolgte zudem der
erste Spatenstich zum Bau einer
neuen Lagerhalle mit rund 1.200
QuadratmeternFläche.Die Odenwald-Chemie GmbH wurde 1949
gegründet und fertigt hochspezialisierte Kunststoffteile unteranderem für die Automobilindustrie.
An den Standorten Schönau,
NeckarsteinachundinTschechien
sind derzeit rund 500 Mitarbeiter
beschäftigt. 2014 wurde das Unternehmen von General Motors
Europe bereits zum zweiten Mal
mit dem Supplier Quality Excellence Award ausgezeichnet.
www.odenwald-chemie.de
Mit dem ersten Spatenstich eröffnen Herold Pfeifer (Bürgermeister Neckarsteinach), Geschäftsführer Andreas Störmann, Geschäftsführer Hans-Peter
Augele und Betriebsleiter Klaus Ebert die Baustelle in Neckarsteinach (v.l.).
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IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
35
METROPOLREGION RHEIN-NECKAR
FIRMENFOTOS
NEWS
HeidelbergCement, SAP und BASF: Drei Unternehmen aus der Metropolregion Rhein-Neckar sind im DAX vertreten, dem Index für die 30 größten
deutschen Aktiengesellschaften. Gemeinsam mit den MDax- und den SDax-Firmen stehen sie für einen Börsenwert von über 150 Milliarden Euro.
VERGLEICH DER METROPOLREGIONEN NACH BÖRSENWERTEN
Rhein-Neckar auf Rang 3
Im Ranking der elf deutschen Metropolregionen bildet die Metropolregion RheinNeckar das Schlusslicht – wenn man auf Größe und Einwohnerzahl blickt. Gemessen
am Börsenwert ihrer Aktiengesellschaften belegt sie jedoch den dritten Platz.
V
on den insgesamt 160 deutschen Unternehmen, die in
denIndizes DAX,TecDAX,
MDAX, SDAX notiert sind,
haben 135 ihren Sitz in den elf
Metropolregionen inDeutschland.
Ein deutlicher Beweis dafür, dass
Metropolregionen Motoren der
wirtschaftlichenEntwicklungsind
und maßgeblich zur Attraktivität
und Wettbewerbsfähigkeit des
WirtschaftsstandortsDeutschland
beitragen. Die Rhein-Neckar-Region landet bei einem Vergleich
auf Platz 3. Eine Position, die man
auf den ersten Blick nicht erwartet
hätte, denn was Größe und Einwohnerzahl angeht, liegt die Metropolregion Rhein-Neckar auf
dem 11. und letzten Rang.
Die Metropolregion RheinNeckar punktet vor allem mit ihren drei DAX-Schwergewichten
BASF, HeidelbergCement und
SAP. Hinzu kommen Bilfinger,
Fuchs Petrolub und Südzucker,
die im MDAX notiert sind, und
die SDAX-Unternehmen Heidelberger Druckmaschinen, Hornbach Holding, Hornbach-Bauwww.rhein-neckar.ihk24.de
markt sowie der Finanzdienstleister MLP. Zusammen stehen sie
für einen Börsenwert von 152,9
Milliarden Euro (Stand: 12. Januar 2015) und müssen sich nur
den Regionen Rhein-Ruhr und
München geschlagen geben, die
jeweils 29 börsennotierte Firmen
in dieWaagschale werfen können.
Angeführt wird die Liste von der
Metropolregion Rhein-Ruhr, wo
es Aktiengesellschaften wie
Bayer, die Deutsche Post, die
Deutsche Telekom, aber auch die
Lufthansa, RWE,Thyssen-Krupp,
Hochtief oder Borussia Dortmund auf eine gesamte Marktkapitalisierung von 347,5 Milliarden Euro gebracht haben. Fast
gleichauf hat sich München mit
Aktien-Rangliste der Metropolregionen
Metropolregion
Rhein-Ruhr
München
Rhein-Neckar
Hannover
Rhein-Main
Stuttgart
Hamburg
Nürnberg
Berlin
Mitteldeutschland
Bremen
Marktkapitalisierung
347,5 Mrd. Euro
347,4 Mrd. Euro
152,9 Mrd. Euro
152,4 Mrd. Euro
135,2 Mrd. Euro
95,3 Mrd. Euro
36,2 Mrd. Euro
17,6 Mrd. Euro
10,5 Mrd. Euro
2,3 Mrd. Euro
0,4 Mrd. Euro
Quelle: www.finanzen.net (Stand: 12. Januar 2015)
einer Marktkapitalisierung von
347,5 Milliarden Euro positioniert. In Süddeutschland sind es
große Namen wieAllianz, BMW,
Infineon, Siemens, MAN, MTU
Aero Engines oder Medienriesen
wie Bauer, die signifikant zu diesem Wert beitragen.
Auf Platz 4 bis 7 folgen die
Regionen Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg,
Frankfurt Rhein-Main, Stuttgart
und Hamburg – die alle über
mehr in den vier Indizes notierte Unternehmen verfügen als
Rhein-Neckar, doch beim Börsenwert ihrer hier vertretenen
Gesellschaften nicht mithalten
können. Zu den DAX-Unternehmen im Raum Hannover gehören
VW und Continental. Frankfurt
kann die Deutsche Bank, die
Commerzbank, Fresenius und
Merck ins Rennen schicken.
Stuttgart hat mit Daimler nur ein
DAX-Unternehmen zu bieten –
dafür natürlich eines mit besonderem Gewicht. Und auch von
den 16 Hamburger Firmen, die
in den deutschen Börsenindizes
Flagge zeigen, gehört nur eines
dem DAX an.
Die Marktkapitalisierung
spiegelt den Börsenwert einer
Firma wider. Sie ergibt sich aus
dem Produkt von aktuellem Aktienkurs und der frei im Umlauf
befindlichen Anteile des Unternehmens.
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
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METROPOLREGION RHEIN-NECKAR
WETTBEWERB FÜR VERSORGUNGSKONZEPTE
Bürgerideen zur Energieeinsparung ausgezeichnet
I
n Kooperation mit der Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber kürte die Metropolregion Rhein-Neckar GmbH die
Sieger des Wettbewerbs „Bürger-
EnergieIdeen“. Städte, Gemeinden und Bürger waren dazu aufgerufen, Versorgungskonzepte
auf Basis von erneuerbaren Energien zu entwickeln. Aus dem
Kammerbezirk der IHK RheinNeckar gewannen die Städte
und Gemeinden Mauer, Wiesloch, Meckesheim, Waldbrunn,
Schönbrunn, Edingen-Neckar-
hausen, Brühl und der Kreis
Bergstraße.Alle Gewinner erhalten eine Machbarkeitsstudie, die
Aufschluss über die wirtschaftliche und ökologische Sinnhaftigkeit des Projekts liefert.
www.energie-rheinneckar.com
WIRTSCHAFT & WISSENSCHAFT
UNIVERSITÄT HEIDELBERG
GRADUATE SCHOOL RHEIN-NECKAR
6 Richtige für die Gesundheit
MBA-Studiengang für Führungskräfte
A
D
nalverantwortliche, GeschäftsführerundVerantwortlichefürBetriebliches Gesundheitsmanagement in Unternehmen der Metropolregion Rhein-Neckar. Veranstaltungsort ist das Palatin Kongresshotel und Kulturzentrum in
Wiesloch. Die Tagungsteilnahme
ist kostenfrei, die Teilnehmerzahl
ist begrenzt.
Weitere Informationen unter:
http://bit.ly/1wljr7H
ie Graduate School RheinNeckar bietet ab dem Wintersemester 2015 einen neuen
MBA-Studiengang speziell für
Führungskräfte an.
Der neue, berufsbegleitende
Studiengang MBA BusinessAdministration wurde gemeinsam
mit der Hochschule Ludwigshafen konzipiert. Zielgruppe sind
Fach- und Führungskräfte, die
sich auf Positionen im mittleren
und hohen Management vorbereiten.
Bewerber benötigen einen ersten Hochschulabschluss und
zwei Jahre Berufserfahrung.
Bewerber ohne Hochschulabschluss, aber mit mindestens
fünfjähriger Berufserfahrung
können in Ausnahmefällen nach
Rücksprache mit der Graduate
School-Leitung zugelassen werden.
www.gsrn.de
FIRMENFOTO
m 26. Februar 2015 veranstaltet das Kompetenzzentrum
„BetrieblichesGesundheitsmanagement“ der Univer- sität Heidelberg unter dem Titel „6 Richtige –
fürmehrGesundheitimUnternehmen“ eine Tagung. Inhaltliche
Schwerpunkte werden Anforderungen, aktuelle Sichtweisen und
Chancen des Betrieblichen Gesundheitsmanagementssein.Zielgruppe sind Unternehmer, Perso-
Schulterschluss von Wirtschaft und Wissenschaft: Vertreter der DHBW Mosbach, der PH Heidelberg, des Vereins Jugend & Technik e. V. sowie der
Realschule Obrigheim haben die MPDV Junior-Akademie gegründet, um die IT-Qualifizierung von Schülern voranzutreiben.
MPDV MIKROLAB
Fachkräfte von morgen im Fokus
D
ie MPDV Mikrolab GmbH
mit Sitz in Mosbach hat eine
Junior-Akademie zur IT-Qualifizierung von Schülerinnen und
Schülern gegründet. Die Junior-
38
Akademie soll Begeisterung für
die sogenannten MINT-Themen
(Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) wecken. In drei Seminaren wird
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
SchülerInnen ab der sechsten
Klasse technisches Fachwissen
vermittelt. Themenschwerpunkt
ist das Skizzieren von eigenen
Ideen, die Umsetzung, Dokumentation, Präsentation und das Bewerten. MPDV bietet in Kooperation mit der Dualen Hochschule
Baden-Württemberg in Mosbach
und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg die Seminare
an. Als Trainer engagieren sich
Studierende der beiden Hochschulen und sammeln auf diese
Weise Praxiserfahrungen für die
Berufswelt.
www.mpdv.de
www.rhein-neckar.ihk24.de
HOCHSCHULE MANNHEIM
Neues KVE-Kompetenzzentrum
F
ür die Hochschule Mannheim
realisierte das Land BadenWürttemberg mit Unterstützung
von John Deere den gut 300 Quadratmeter umfassenden Neubau
des Kompetenzzentrums „Virtual Engineering Rhein Neckar“
(KVE) in unmittelbarer Nähe
zum Mannheimer Traktorenwerk.
John Deere nutzt das KVE für
die Produktentwicklung und die
Integration von Komponenten in
bestehende Designs. Das Zentrum verfügt über eine „5-Seiten-CAVE“ für eine dreidimensionale Projektion.
Mit der innovativen Technik
stärkt die Hochschule Mannheim
die Kompetenzen in Forschung
und Entwicklung. Auch externe
Unternehmen können das KVE
für eigene Zwecke nutzen. Die
Baukosten in Höhe von 1,2 Mil-
FOTO: HOCHSCHULE MANNHEIM, KOMPETENZZENTRUM KVE
METROPOLREGION RHEIN-NECKAR
lionen Euro teilten sich das Land
Baden-Württemberg und die
Hochschule Mannheim. DieAusstattung (500.000 Euro) und die
Technisches
Highlight des
Neubaus, den
das Land
Baden-Württemberg für die
Hochschule realisierte, ist eine
5-Seiten-CAVE
mit 3x3x3
Metern Projektionsflächen.
Betriebskosten der ersten fünf
Jahre übernimmt der Landmaschinenhersteller.
www.hs-mannheim.de
WIRTSCHAFT & SCHULE
JOHANNA-GEISSMAR-GYMNASIUM MANNHEIM
Schüler-Werbeagentur überzeugt
D
ie Schülerfirma „Die Zweitbesten“ des Johanna-Geissmar-Gymnasiums in Mannheim
belegte beim Bundes-Schülerfir-
men-Contest2014denerstenPlatz.
Die von den Schülern gegründete
Werbeagentur bietet Unternehmen,VereinenundSelbstständigen
professionelles Webdesign und
Werbetexte an. Mittlerweile beschäftigtdasUnternehmen14Mitarbeiter ab der Klassenstufe 9. Die
Schülerfirmasetztesichgegen140
Mitbewerber aus ganz DeutschlanddurchundüberzeugtedieJury
in den Bereichen Onlinepräsentation, Neuheit der Geschäftsidee
und Professionalität. Im Bundesministerium für Wirtschaft und
Energie wurde der Siegerscheck
inHöhevon2.000Euroüberreicht.
www.diezweitbesten.de
WIRTSCHAFTSJUNIOREN
Neuer Vorstand gewählt
D
ie Wirtschaftsjunioren Mannheim-Ludwigshafenhabenbei
ihrerMitgliederversammlung„Interna“ in der IHK Rhein-Neckar
in Mannheim ihr Führungsteam
gewählt:NeuimVorstandsindOliver Brix (B&X Beratung & Immobilien) und Nicole Schmidt
(SüdWest Datenschutz Rechtsanwaltsgesellschaft mbH). Der vierköpfigeVorstand wird durch Knut
Allendorf (Volksbank DarmstadtSüdhessen eG) und Martin Slosharek(SparkasseHeidelberg)vervollständigt, die für ein weiteres
JahrimAmtsind.AufgabedesVorstandes ist die Führung des Juniorenkreises sowie die Koordination
seiner Aktivitäten und Projekte.
Aus dem Vorstand turnusgemäß
ausgeschiedensindMareenMöller
(burnouting, Mannheim) und Andreas Ritter (John Deere GmbH &
www.rhein-neckar.ihk24.de
Co. KG, Mannheim). Eine besondere Ehrung auf der „Interna“
wurdeJuliaOppinger(Heidelberg
EngineeringGmbH)zuteil:Fürihr
herausragendes Engagement bei
den Wirtschaftsjunioren Mannheim-Ludwigshafen, unter anderem als Mitglied des Vorstandes
2008/2009 und 2012/2013, erhielt
sie den Titel als Senatorin, die
höchste Auszeichnung des Junioren-Weltverbandes Junior Chamber International.
Im Rahmen der „Interna“
stellte derVorstand auch das Jahresprogramm 2015 vor. Highlights der ersten Jahreshälfte sind
unter anderem der Aschermittwoch der Wirtschaft mit dem
Bundesobmann der Sparkassenvorstände Helmut Schleweis am
18. Februar 2015 im HeinrichPesch-Haus in Ludwigshafen,
das „Querdenken" im John Deere
Forum in Mannheim am 18. März
2015 mit dem Key-Note-Speaker
René Obermann, die internationale Konferenz European Multitwinning vom 22. bis 25. Mai
2015 und der Netzwerkabend im
Rahmen des Filmfestivals am
19. Juni 2015.
Eine Übersicht über alle
Veranstaltungen finden Sie unter:
www.wirtschaftsjunioren.org
FOTO: WIRTSCHAFTSJUNIOREN MANNHEIM-LUDWIGSHAFEN
WIRTSCHAFTSJUNIOREN MANNHEIM-LUDWIGSHAFEN
Der neu gewählte Vorstand der Wirtschaftsjunioren Mannheim-Ludwigshafen sowie die beiden Geschäftsführer der Wirtschaftsjunioren: (v.l.)
Frank Panizza (IHK Pfalz), Knut Allendorf, Martin Slosharek, Nicole
Schmidt, Oliver Brix und Ralf Schlindwein (IHK Rhein-Neckar)
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
39
RATGEBER
FOTO: JANNYSTOCKPHOTO_FOTOLIA.COM
RECHT
Die Umsetzung
der neuen EU-Verbraucherrechterichtlinie im
vergangenen Jahr
hat für OnlineHändler zahlreiche
Verpflichtungen
gebracht, während
die Rechte der
Verbraucher zum
Beispiel beim
Widerrufsrecht
gestärkt wurden.
INFORMATIONSVERANSTALTUNG
Online-Shops rechtssicher gestalten
Auf den ersten Blick klingt es sehr einfach, Waren online zu verkaufen oder Dienstleistungen
online anzubieten. Website einrichten (lassen), Informationen zu den angebotenen Produkten
oder Dienstleistungen einstellen und fertig. Doch durch die Umsetzung der EU-Verbraucherrechterichtlinie in Deutschland sind einige Fallstricke hinzugekommen. Denn weiß zum Beispiel jeder Online-Händler, dass er dazu verpflichtet ist, dem Verbraucher beim Kauf ein
Muster-Widerrufsformular zur Verfügung zu stellen?
S
eit dem 13. Juni 2014 ist sie
in Kraft: Die neue EU-Verbraucherrechterichtlinie.Sie
verpflichtetOnline-Händlerunter
anderem dazu, auf ihrer Internetseite dem Verbraucher eine Fülle
von Informationen zurVerfügung
zu stellen, so beispielsweise Angaben zur Identität des Anbieters,
zum Gesamtpreis der Waren bzw.
Dienstleistungen inklusive aller
Steuern und Abgaben sowie Zahlungs- und Lieferbedingungen.
Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass mit der neuen Verordnung auch das Widerrufsrecht
europaweit vereinheitlicht wurde.
Für deutsche Online-Händler bedeutet dies zum Beispiel, dass sie
dem Verbraucher nach aktueller
RechtslageeinMuster-Widerrufsformular zur Verfügung stellen
müssen.BeibestimmtenVerträgen
hat der Kunde jedoch kein Wider-
40
rufsrecht, unter anderem beim
Kauf leicht verderblicher Waren
wie Lebensmitteln.
„Die EU-Verbraucherrechterichtlinie ist, speziell beimThema
WiderrufsrechtoderNennungdes
Liefertermins, sehr komplex, wie
Gerichtsurteile seit deren Einführung vor acht Monaten zeigen.
Hinzukommt,dassOnline-HändlerProduktewieTextilien,Lebensmittel und Elektronikprodukte
gemäß aktuellen Vorschriften
kennzeichnen müssen“, so Féli-
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
cienne von Skerst, die bei der IHK
Rhein-Neckar für das Thema Online-Recht zuständig ist. „Bei
Nichteinhaltung der gesetzlichen
Vorgaben drohen hohe Abmahnkosten.AuchDatenschutzverstöße
bezeichnen manche Experten bereits als ‚Abmahnfalle der Zukunft‘, die Online-Händler unbedingt vermeiden sollten“, erklärt
von Skerst weiter. So muss in der
obligatorischenDatenschutzerklärungbeispielsweisedarüberinformiertwerden,obAnalysetoolswie
Veranstaltungsinformationen
Die Veranstaltung „Online-Shops rechtssicher gestalten – Aktuelle
Entwicklungen und Rechtsprechung“ findet statt am 4. März 2015
von 14:30 bis 17:30 Uhr am IHK-Standort in Heidelberg. Referent
ist Martin Rätze von der Trusted Shop GmbH in Köln.
Die Teilnahmekosten pro Teilnehmer liegen bei 60 Euro. Information
und Anmeldung zur Veranstaltung unter:
www.rhein-neckar.ihk24.de, Dokumentnummer 15373151
GoogleAnalyticsoderPluginsvon
FacebookundCo.durchdenWebsite-Betreiber verwendet werden.
Ein weiteres wichtiges Thema,
dasdieIHKRhein-Neckarbeiihrer
Informationsveranstaltung „Online-Shops rechtssicher gestalten – Aktuelle Entwicklungen
und Rechtsprechung“ am 4. März
2015 behandeln wird, ist die mögliche Reaktion auf negative Kundenbewertungen und die Antwort
aufdieFrage:WelcheKommentare
muss der Online-Händler tolerieren und bei welchen überschreitet
der Kunde die Grenze zur Unzulässigkeit,sodassrechtlicheSchritte eingeleitet werden können?
Weitere Informationen
zum Thema EU-Verbraucherrechterichtlinie für den
Online-Handel unter:
www.rhein-neckar.ihk24.de
Dokumentnummer 174098
www.rhein-neckar.ihk24.de
RATGEBER
WETTBEWERBSRECHT
N
ach § 5 Telemediengesetz
muss ein Unternehmen im
Impressum seiner Website u. a.
solcheAngaben machen, die eine
schnelle elektronische Kontaktaufnahme und unmittelbare
Kommunikation ermöglichen.
Wer neben der E-Mail-Adresse
eine Mehrwertdienstnummer bereithält, bei der Kosten von bis
zu 2,99 Euro pro Minute anfallen,
kommt dieser Pflicht nicht nach
und handelt wettbewerbswidrig.
Das urteilte das Oberlandesge-
richt Frankfurt am Main am
2.Oktober2014(Az.:6U219/13).
Denn Kunden würden durch die
hohen Kosten bei einer telefonischen Rückfrage von einer Kontaktaufnahme abgeschreckt. Das
Urteil ist noch nicht rechtskräftig,
die Revision zum BGH ist zugelassen.
Ansprechpartnerin:
Félicienne von Skerst
Tel.: 06221 9017-657
E-Mail: felicienne.vskerst@
rhein-neckar.ihk24.de
HANDELSRECHT
Prokurist darf Geschäftsanschrift
nicht ändern
D
ie Prokura umfasst nicht die
Vertretungsmacht,eineÄnderung der Geschäftsanschrift beim
Handelsregister anzumelden. Das
hat das Oberlandesgericht Karlsruhe mit Beschluss vom 7.August
2014(Az.:11Wx17/14)entschie-
den. Die Geschäftsanschrift sei
für die Gesellschaft von weitreichender organisatorischer Bedeutung, sodass ihreAnmeldung
ein Grundlagengeschäft betreffe,
für das dem Prokuristen die Befugnis fehle.
AUSBILDUNG
„TAG DER BERUFSORIENTIERUNG“
Ausbildungsbotschafter
begeistern Schüler
E
rnährung, Kleidung,Wohnen,
Leben – die Bedürfnisse des
täglichen Lebens erfordern vielfältige Dienstleistungen in spannenden Berufsfeldern.
Dort stehen überall Karriereleitern, die erklommen werden
wollen. Das lernten die 110 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 9 am Realschulzweig
der Integrierten Gesamtschule
Mannheim-Herzogenried
(IGMH) in Mannheim. Die IHK
Rhein-Neckar hatte extra für sie
www.rhein-neckar.ihk24.de
den „Tag der Berufsorientierung“
organisiert und brachte mit der
Unterstützung ihrer Kooperationsbetriebe samt ihrer Ausbildungsbotschafter zahlreiche Berufe mit Potenzial und Zukunft
in die Klassenzimmer.
Vorab weckte Osman Citir mit
90 Minuten mitreißender WarmUp-Comedy rund ums Erwachsenwerden Neugier und gute
Laune bei seinen jungen Zuhörern. „Zeig immer, dass du bereit
bist“, beschrieb er die erforder-
FOTO: IHK RHEIN-NECKAR
Kostenpflichtige Mehrwertdienstnummer im Impressum
Die drei Ausbildungsbotschafter von Unilever Deutschland führten beim
„Tag der Berufsorientierung“ an der IGMH in Mannheim vor, wie Schalthebel verdrahtet werden.
liche Grundhaltung für junge
Menschen mit Zukunftsplänen.
„Such dir Arbeit. In jeder Sekunde, in jeder Situation!“ Dass
das gar nicht so schwer ist, bewiesen dieAusbildungsbotschafter und die Teams der Unternehmen vor Ort mit ihren Beiträgen
und Mitmach-Aktionen.
Die angehenden Kaufleute der
Firmen Peek & Cloppenburg,
GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft und Klinikum
Mannheim spannten einen großen Bogen vom Einzelhandel
über Immobilien bis zum Gesundheitswesen. Mit ihrer mitreißenden Begeisterung machten sie Lust auf Service- und
Dienstleistungsberufe. Unilever
Deutschland, die Grosskraftwerk
Mannheim AG und die Sax und
Klee GmbH warben für Ausbildungen im Produktions-, Energie- und Baugewerbe und sogar
der Polizeiberuf fand eine charmante Botschafterin.
Stark vertreten waren Gastronomie und Logistik. Wer wieYasemin, auszubildende Kauffrau
im dritten Lehrjahr bei McDonald´s, vom Hamburgerverkauf
ins Management der Systemgastronomie aufsteigen möchte,
kommt mit Ehrgeiz, Engagement
und Weitblick ans Ziel. Das gilt
auch für Kim, angehende Kauffrau für Speditions- und Logistikdienstleistung bei der DB
Schenker AG. Sie möchte gern
genauso weit in der Welt herum-
kommen wie die riesigen Frachtgüter, die sie täglich auf die Reise
schickt. Persönliche Pläne hat
Ausbildungsbotschafter Marco,
angehender Hotelfachmann im
IntercityHotel am Mannheimer
Hauptbahnhof. „Je kleiner das
Hotel, desto größer das persönliche Aufgabenfeld", berichtete
er. „Ich stehe besonders gern an
der Rezeption. Da bin ich zwar
der Sündenbock, aber auch der
große Lob-Einheimser.“
Nach seiner Ausbildung
möchte er in den strategischen
Sales-Bereich des Hotelgewerbes wechseln. Auf strategische
Aufgaben freut sich auch Ausbilder Christoph Bertsch vonTasteNext. Der ausgebildete Koch
und leidenschaftliche SmoothieZauberer erklärte, wie man mit
modernen Gastro-Konzepten sowohl die Catering-Landschaft an
Schulen und Betriebsstätten als
auch seinen eigenen Berufsweg
entwickeln kann.
All diesen jungen Menschen
ist eines gemeinsam: Sie haben
ihre Talente erkannt, sie haben
ein Ziel vor Augen und zeigen
viel Initiative und Durchhaltevermögen. Damit bestätigten sie
sehr überzeugend die vorangegangenen Botschaften von Osman Citir. Wie und wo die Schüler Informationen und Aufklärung für ihre Berufsorientierung finden und dass sie jederzeit
auf die Unterstützung ihrer IHK
vertrauen dürfen, vermittelte
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
41
RATGEBER
Dagmar Schmitz aus dem IHKTeam mit ihrer Präsentation
„Karriere mit Lehre". Sie rief die
Jugendlichen eindringlich dazu
auf, für Praktika und Berufsfin-
dung die Online-Angebote der
Websites zu nutzen.
Weitere Informationen unter:
www.rhein-neckar.ihk24.de/
tag-der-berufsorientierung
INFO: Die IHK Rhein-Neckar bietet ihren Mitgliedsunternehmen
nicht nur die Möglichkeit, beim Veranstaltungsformat „Tag der
Berufsorientierung“ oder Sonderaktionen wie dem „Azubi-SpeedDating“ mit Jugendlichen – und somit potenziellen Nachwuchskräften – in Kontakt zu treten. Auch bei den IHK-OnlineAngeboten Praktikumsportal und Lehrstellenbörse können
Firmen gezielt für sich werben.
Weitere Informationen unter:
www.ihk-praktikumsportal.de, www.ihk-lehrstellenboerse.de
JOBS FOR FUTURE 2015
Mit der IHK die
Azubis von
morgen finden
mensvertreter mit zahlreichen Jugendlichen in Kontakt treten und
dadurch ggf. noch freie Ausbildungsplätze besetzen.
Ansprechpartnerinnen:
Christine Hellweg
Tel.: 0621 1709-312
E-Mail: christine.hellweg
@rhein-neckar.ihk24.de
F
irmen können auf der vom
26. bis 28. Februar 2015 stattfindenden „Jobs for Future“ bei
der IHK-Sonderaktion „AzubiSpeed-Dating“ geeignete Bewerber gezielt auf sich aufmerksam
machen. In jeweils achtminütigen
Gesprächen können Unterneh-
Annika Komendzinski
Tel.: 0621 1709-309
E-Mail:
annika.komendzinski
@rhein-neckar.ihk24.de
WEITERBILDUNG
IHK-Seminare und Lehrgänge
Thema
Zertifikatslehrgang:
Immobilienmakler (IHK)
Basisseminar für Immobilienmakler
Fit für die Messe
Professionelles Telefonieren
für Auszubildende
Angebotsmanagement – mehr
Umsatz durch Ihre Angebote
Stil und Knigge für Auszubildende
und junge Mitarbeiter
Aufbauseminar für Immobilienmakler
Effizientes Korrekturlesen auf der
Grundlage der neuen deutschen
Rechtschreibung
Erfolgreich bewerben
Finanzwissen kompakt – die
wichtigsten BWL-Grundlagen
Mitarbeiterführung und Konfliktmanagement: Konfliktgespräche
richtig führen
Bilanzen lesen – Unternehmenslage
beurteilen
Prüfungsangst ade!
Moderne Korrespondenz –
Aufbauseminar
Webseitenoptimierung und
Suchmaschinenmarketing
Reisekostenabrechnung
Wertermittlung von Wohnimmobilien
Office-Management (IHK)
Webinar „Online Marketing
Manager (IHK)"
42
Termin
Dokumentnummer*
ab 23. Feb. 2015
23. bis 24. Feb. 2015
24. Feb. 2015
15356114
15356115
15371269
24. Feb. 2015
15346532
25. Feb. 2015
15346493
25. Feb. 2015
15346513
25. bis 26. Feb. 2015
15356116
26. Feb. 2015
26. Feb. 2015
15346436
15371275
2. März 2015
15346623
2. bis 3. März 2015
15371257
3. März 2015
3. März 2015
15346523
15371276
4. März 2015
15371466
5. März 2015
9. März 2015
9. bis 10. März 2015
9. März bis 18. Juni 2015
15371346
15346355
15356118
15316651
9. März bis 25. Juli 2015
15371945
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
Thema
Geschäftliche Texte erstellen –
insbesondere im Zusammenhang
mit Verträgen
Grundlagen der Finanzbuchführung
und Bilanzierung
Kundenorientiertes und
professionelles Verhalten am Telefon
Wohnraummietrecht
Umsatzsteuer kompakt
Vom Mitarbeiter (Kollegen) zur
Führungskraft
Ausbildungsmarketing
Schnell. Einfach. Effizient.
Sie haben das Wort
Business-Knigge – moderne
Umgangsformen im Beruf
Erfolg und Respekt durch achtsame
Führung
Protokolle und Berichte – klar,
einfach, verständlich
Grundlagen der Lohn- und
Gehaltsabrechnung
Begeisterungskultur im Service –
Verkäufer mit Herz und Seele
Erfolgreiche Telefonakquise
Aufbauseminar Lohn- und
Gehaltsabrechnung
Termin
Dokumentnummer*
10. März 2015
15371348
10. bis 11. März 2015
15371352
11. März 2015
11. März 2015
12. März 2015
15346581
15356117
15371483
12. März 2015
17. März 2015
17. bis 18. März 2015
18. März 2015
15346315
15363110
15371485
15346440
19. März 2015
15346354
19. März 2015
15346484
24. März 2015
15355644
24. bis 26. März 2015
15346512
25. März 2015
26. März 2015
15346482
15346653
27. März 2015
15371494
*ausführliche Informationen unter:
www.rhein-neckar.ihk24.de, Dokumentnummer 36003
Ansprechpartnerin: Katja Waldorf
Tel.: 0621 1709-182, E-Mail: katja.waldorf@rhein-neckar.ihk24.de
www.rhein-neckar.ihk24.de
RATGEBER
BETRIEBLICHE WEITERBILDUNG
Firmen investieren in Wissen
N
och nie haben Firmen und
Beschäftigte so viel Geld und
Zeit für die betriebliche Weiterbildung aufgewendet wie im vergangenen Jahr. Das belegt die vom InstitutderdeutschenWirtschaftKöln
aktuell vorgelegte „IW-Weiterbildungserhebung“,fürdie1.845Unternehmen befragt wurden. Insge-
samt investierten Unternehmen
33,5 Milliarden Euro in Weiterbildung, ein Plus von 16 Prozent gegenüberderVorerhebungvon2010.
Das entspricht pro Mitarbeiter im
Schnitt 1.132 Euro. Es wird aber
nicht nur mehr Geld, sondern auch
mehr Zeit für die betriebliche Weiterbildung aufgebracht. So nahm
2013 jeder Mitarbeiter im Schnitt
32,7 Stunden an Lehr- und Informationsveranstaltungen teil, eine
Steigerung von elf Prozent. Etwa
ein Drittel der Weiterbildung entfällt dabei auf die Freizeit der Beschäftigten.
Weitere Informationen zur
„IW-Weiterbildungserhebung“
finden Sie unter:
www.rhein-neckar.ihk24.de
Dokumentnummer 35951
INFO: Ihre Firma geht in die
Weiterbildungsplanung für alle
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter? Das komplette IHK-Weiterbildungsprogramm, mit Themen
von A wie Arbeits- und Vertragsrecht bis Z wie Zeitmanagement,
finden Sie unter:
www.rhein-neckar.ihk24.de
Dokumentnummer 14165
AUSL ANDSGESCHÄFT
Tipps und Trends
Hier bieten wir Ihnen ausgewählte Informationen über Entwicklungen auf den Auslandsmärkten, über Marketing-Services für das
Auslandsgeschäft und über Neuigkeiten für die Auftragsabwicklung.
Unsere Nachrichtendienste sind hauptsächlich die Germany Trade
and Invest – Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing mbH, die deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) und
der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK).
Umfangreicher und tiefer werden Sie mit unserem monatlichen
Informationsdienst „Außenwirtschaft aktuell“ unterrichtet. Mitgliedsunternehmen der IHK Rhein-Neckar können diesen Informationsdienst kostenfrei abonnieren.
Zu bestellen bei:
E-Mail: georg.mueller@rhein-neckar.ihk24.de
Aktuelle Ausgabe unter: www.rhein-neckar.ihk24.de
Dokumentnummer 1765
USA
3D-Drucktechnologie auf dem Vormarsch
D
Millionen US-Dollar zu rechnen.
Beim Einsatz der 3-D-Drucktechnologie seien für das gleiche Ergebnis vier Bearbeitungstage und
rund3.000US-Dollareinzuplanen.
ImVergleichzurVerwendungklassischer Maschinen lassen sich also
durch die neue Technologie drastische Einsparungen beim Einsatz
von Rohmaterialien erzielen. Aufgrund der zunehmenden Verarbeitung kostenintensiver Werkstoffe
(Karbon-,Glasfaser-sowieMetallKeramik-Verbundstoffe) ist dies
FIRMENFOTO
ie Vorteile der 3D-Drucktechnologie zeigt ein Beispiel des
Ford-Konzerns: Bei der HerstellungvonPrototypeneinesAnsaugkrümmers auf traditionelle Weise
ist mit einer Bearbeitungszeit von
vier Monaten und Kosten von 0,5
nicht zuletzt in der Luftfahrtindustrie ein entscheidendes Argument.
Das gegenüber konventionellen
Produkten geringere Gewicht der
mittelsderadditivenFertigungherstellbaren Teile ist sowohl in der
Automobil- als auch in der Luftfahrtindustrieeinweitererwichtiger
Aspekt. Der Leichtbau rückt in
beiden Branchen immer stärker in
den Fokus.
gtai
In dieser Boeing 787 im Anflug auf Seattle sind bereits 30 Teile integriert, die mittels 3D-Druck hergestellt wurden. Dabei handelt es sich vor
allem um Luftkanäle und Scharniere.
www.rhein-neckar.ihk24.de
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
43
RATGEBER
USA
SanitärtechnikundArmaturengefragt
N
ichtnurdieverbesserteFinanzsituation vieler Amerikaner
steigert den Bedarf an Sanitärtechnik und Armaturen im US-Wohnungsbau.Auchderdemografische
Faktor hilft. Viele der in der Nachkriegszeit geborenen Babyboomer
(Jahrgänge1946-1964)dürftensich
in den kommenden Jahren dazu
entscheiden,ihresanitärenEinrich-
tungen alters- und behindertengerecht umzubauen. Da diese Bevölkerungsschicht vergleichsweise
wohlhabend ist, sollte dies gerade
bei höherwertigen Produkten für
steigende Umsätze sorgen. Diese
Entwicklung bietet deutschen AnbieternvonSanitärtechnikundvon
Armaturen gute Perspektiven auf
dem US-Markt.
gtai
NORWEGEN
ineinembefristetenArbeitsvertrag
schriftlichzurechtfertigen.Außerdem darf in befristetenArbeitsverträgen,dieeineLaufzeitvonhöchstens sechs Monaten haben, keine
Probezeit mehr vereinbart werden.
Ab dem 1. Juli 2015 wird dann die
Höchstdauer der Anschlussbefristungeneingeschränkt.Bisherdurften Anschlussbefristungen auf
höchstens 36 Monate vereinbart
werden. Ab Juli sind dies 24 Monate.DerUnterbrechungszeitraum,
ab dem wieder von vorne befristet
werden darf, wurde auf mehr als
sechs Monate verlängert.
Bezüglich des Kündigungsschutzrechts haben alle Arbeitnehmer ab Juli 2015 einen Anspruch gegen ihren Arbeitgeber
auf Übergangsgeld. Voraussetzung hierfür ist, dass ihre Betriebszugehörigkeit mindestens
zwei Jahre beträgt und das Arbeitsverhältnis auf Veranlassung
desArbeitgebers nicht fortgesetzt
wird. Nur dann, wenn denArbeitnehmer ein schwerwiegenderVorwurf an der Beendigung trifft,
wird derArbeitgeber von der Zahlungsverpflichtung freigestellt.
AHK Niederlande
UN-Kaufrecht nationales Recht
I
n Norwegen ist das Gesetz zum
UN-Kaufrecht in seiner Gesamtheit als unmittelbar anwendbares
Recht eingesetzt worden. Bislang
waren lediglich einzelne Bestimmungen des UN-Kaufrechts in das
norwegische Kaufgesetz eingearbeitet. Dies hatte zwar einerseits
denVorteil, dass die Unternehmen
mit einem einheitlichen Gesetz arbeiten konnten. Andererseits waren die in das Kaufgesetz eingearbeiteten Teile des UN-Kauf-
rechts nicht systematisch mit dem
norwegischen Kaufgesetz abgestimmt. Anwendbar ist das UNKaufrecht, wenn es sich um Kaufverträge über Waren zwischen
Parteien handelt, die ihre Niederlassung in verschiedenenVertragsstaaten haben.Wird das UN-Kaufrecht nicht ausdrücklich ausgeschlossen, ist es – zumindest innerhalb der EU – daher auf nahezu
jeden Export aus einem Vertragsstaat anwendbar.
gtai
ARBEITSRECHT IN DEN NIEDERLANDEN REFORMIERT
Keine Probezeit bei
befristeten Verträgen
S
eit Januar sind Arbeitgeber in
den Niederlanden bei allen befristeten Verträgen verpflichtet,
demArbeitnehmerspätestenseinen
Monat vor Ablauf des befristeten
Arbeitsvertrags schriftlich mitzuteilen,obundfallsja,unterwelchen
Voraussetzungen eineFortsetzung
desArbeitsverhältnissesangeboten
wird. Versäumt der Arbeitgeber
diese Frist, macht er sich schadenersatzpflichtig.Außerdemwirddie
Verpflichtungeingeführt,einnachvertragliches Wettbewerbsverbot
IHK-BESCHEINIGUNGSDIENST HEIDELBERG
Neue Öffnungszeiten ab März
A
b dem 1. März 2015 ist der
IHK-Bescheinigungsdienst in
HeidelbergdurchgehendvonMontag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr
geöffnet. Nachmittags steht zusätzlich der Bescheinigungsdienst
in Mannheim zwischen 14 und
16 Uhr zur Verfügung. Außerdem
können Ursprungszeugnisse elektronisch auf der IHK-Homepage
beantragt werden.
Weitere Informationen unter:
www.rhein-neckar.ihk24.de
Dokumentnummer 35659
LIEFERANTENERKLÄRUNGEN
Gültigkeit ausgeweitet
A
b 2015 gibt es keine wesentlichen Änderungen bei Lieferantenerklärungen gemäß Verordnung 1207/2001. Der mögliche
Länderkreis hat sich jedoch durch
das Inkrafttreten einiger Handelsabkommen erneut erweitert. Die
Handelsabkommen mit Georgien
und Moldawien sind vorläufig anwendbar. Bei den West-PazifikStaaten(WPS)istdieVereinbarung
mit Fiji in Kraft getreten (bislang
nur Papua-Neuguinea), in der
neuen Ländergruppe CEMAC
(Zentralafrika)istdieVereinbarung
mit Kamerun in Kraft getreten.
AuchohnedieseneuenLändersind
Lieferantenerklärungen gültig, sie
können nur nicht für Lieferungen
in die fehlenden Länder verwendet
werden.
Weitere Informationen unter:
www.rhein-neckar.ihk24.de
Dokumentnummer 167194
ANZEIGE
44
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
www.rhein-neckar.ihk24.de
RATGEBER
KOMPETENZZENTRUM INDIEN
Nachfrage nach
Textilmaschinen wächst
Die indischeTextilindustrie wächst kräftig und investiert in die Erweiterung und
Modernisierung ihrer Produktionskapazitäten. Die Branche ist stark zersplittert und
fertigt überwiegend auf niedrigem technischem Niveau. Die Regierung will sie mit
Hilfe diverser Förderprogramme fitter für
den internationalen Wettbewerb machen.
Davon profitieren sowohl lokale Maschinen- und Ausrüstungshersteller als auch
ausländische Lieferanten, die den Großteil
der Nachfrage decken. Indische Hersteller
vonTextilien und Bekleidung decken ihren
Bedarf an Maschinen und Ausrüstungen
auf hohem technologischem Niveau sowie
mit großen Fertigungskapazitäten überwiegend im Ausland.
gtai
Gefälschte Arzneimittelstudien
aus Indien
Das Bundesinstitut für Arzneimittel
und Medizinprodukte (BfArM) hat mit
der Suspendierung von Arzneimittelzulassungen begonnen, deren Zulassungsgrundlage Studien der indischen Firma
GVK Biosciences waren. Das BfArM wird
dazu gegenüber den betroffenen pharmazeutischen Unternehmen das Ruhen der
Zulassung anordnen. Das bedeutet, dass
die Arzneimittel so lange nicht mehr in
Verkehr gebracht werden dürfen, bis der
Zulassungsinhaber neue Studien mit
Nachweis der Bioäquivalenz vorlegt. Betroffen sind nationale Zulassungen von
Generika, für die GVK zwischen 2008
und 2014 Bioäquivalenzstudien durchgeführt hat. Insgesamt prüft das BfArM derzeit im Rahmen eines Anhörungsverfahrens 176 Zulassungen von insgesamt
28 pharmazeutischen Unternehmen. Parallel zu diesem nationalen Verfahren in
Deutschland werden auf Ebene der EuropäischenArzneimittelagentur (EMA) weitere Zulassungen auf mögliche Mängel
untersucht. Auch in dieses Verfahren ist
das BfArM aktiv eingebunden. Derzeit
liegen dem BfArM keine Hinweise auf
Gesundheitsgefahren für Patienten vor.
BfArM
Hoher Wettbewerbsdruck in
Printmedienbranche
Die indische Printmedienbranche
wächst und die Aussichten sind positiv.
Im Jahr 2013 legte der Umsatz um 8,5
Prozent zu. Lediglich ein Drittel ihrer Einnahmen erwirtschaften die indischen Verlage mit demVerkauf ihrer Publikationen.
Die Branche fordert eine Lockerung der
www.sisfit.de
IHK-Firmendatenbank
im Internet
Klicken Sie rein – ins aktuelle Standort- und Firmen-Info-System
der IHKs in Baden-Württemberg. Recherchieren Sie in einem Datenpool freier Gewerbeflächen in über 1.000 Gemeinden. Oder
nutzen Sie die täglich wachsende Unternehmensdatenbank mit
über 100.000 Firmen. Nutzen Sie die komfortable Suche, z. B.
nach Schlagworten, Branchen, Regionen. Die ersten 20 Treffer
sind kostenlos, weitere Treffer können Sie kostenpflichtig online
erwerben.
Weitere Informationen:
www.rhein-neckar.ihk24.de
Dokumentnummer 14492
www.rhein-neckar.ihk24.de
Beteiligungsvorschriften für Foreign Direct Investment. Die Druckindustrie entwickelt sich weiter kräftig. Derzeit sind
in den 3.000 Druckereien rund 250.000
Druckmaschinen installiert.
gtai
Ausführliche Informationen
zu den Kurzmeldungen können
beim Kompetenzzentrum Indien
angefordert werden.
Indien-Service
Wir unterstützen und begleiten IHKMitglieds-Unternehmen beim Auf- und
Ausbau ihres Indien-Geschäfts: bei Fragen u. a. zum Export von Waren und
Dienstleistungen, zu Zertifizierungsvorschriften, zur Firmengründung oder
Geschäftspartnersuche. Das Kompetenzzentrum Indien bietet regelmäßig
Länderveranstaltungen und Fachseminare zu aktuellen Themen an.
Ansprechpartnerin:
Gabriele Borchard
Tel.: 0621 1709-131
E-Mail: gabriele.borchard@
rhein-neckar.ihk24.de
Weitere Informationen:
www.rhein-neckar.ihk24.de/indien
Neues Newsletter-Angebot
Erfolgreiche Webseiten für Existenzgründer, Datenschutz für
Unternehmer, Gefahrguttransport oder Lebensmittelhygiene – für
jede Branche bietet die IHK Rhein-Neckar regelmäßig Informationsveranstaltungen an. Mit dem neuen Newsletter gehen keine dieser
Termine mehr verloren: Die IHK Rhein-Neckar bietet einen neuen
E-Mail-Newsletter speziell für IHK-Veranstaltungen an. Abonnenten
erhalten einmal die Woche per E-Mail einen Überblick über alle
aktuellen IHK-Veranstaltungen. Anmelden geht ganz einfach über
die Homepage: www.rhein-neckar.ihk24.de/newsletter
Dort kann man sich außerdem für den
IHK-Themen-Newsletter anmelden, der
einmal pro Woche zu Wirtschaftsthemen
und vielen wichtigen News informiert. Je
nach Interesse und Branche kann man
die Themenauswahl selbst zusammenstellen.
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
45
RATGEBER
L ÄNDERSCHWERPUNK T RUSSL AND
OECD erwartet 2015 Stagnation
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erwartet für Russland 2015 eine Stagnation
statt einesWachstums um 1,8 Prozent. Durch
den Rückgang der Ölpreise und die Störungen im Handel werde die Wirtschaft eine
Stagnationsperiode durchleben. Der Preis
für das wichtige russische Exportgut Öl ist
innerhalb eines halben Jahres um rund
30 Prozent abgesackt.
owc
WM-Städte investieren in Sportstätten und Flughafenprojekte
RusslandgibtMillionenfürneueSportstadien
und-hallenaus.UnteranderemwirdinSamara,
Saransk, Nischni Nowgorod, Jekaterinburg
und Tatarstan in Sportstätten oder auch den
Ausbau der Flughäfen investiert. Sankt Petersburg plant den öffentlichen Personennahverkehr zu verbessern, im Westen Moskaus
solleingroßerSportkomplexsamtEishockeystadion sowie dem landesweit größten Aquapark entstehen.
gtai
tern, die für eine Verwendung in bestimmten
Bereichen der russischen Ölindustrie geeignet
sind. Die relevante Embargo-Güterliste (Anhang II zur EU-VO 833/2014) wurde bei fünf
Positionen textlich neu formuliert, die spezifisch in der Ölindustrie Verwendung finden.
Überflüssige Genehmigungsverfahren für Exporte in andere – nicht sanktionierte – Industriebereiche werden so vermieden. Dies entlastet den bürokratischen Aufwand für
Unternehmen, die Pumpen herstellen und exportieren. Die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK) rechnet währenddessen damit, dass die Sanktionen gegen Russland 2015 stufenweise auslaufen werden. Die
Mehrheit der mehr als 6.000 in Russland tätigen deutschen Unternehmen erwarte zwar
für dieses Jahr eine Rezession, aber die langfristigenAussichten für den russischen Markt
blieben positiv.
IHK Rhein-Neckar, AHK Russland
Weitere Informationen
zu den Russland-Sanktionen unter:
www.rhein-neckar.ihk24.de
Dokumentnummer 175217
Ausführliche Informationen zu den
Kurzmeldungen können beim Kompetenzzentrum Russland angefordert werden.
Russland-Service
Aktuelle Informationen zum RusslandGeschäft – darunter zum Zoll und Exportzertifizierung, praktische Tipps zur Vertragsgestaltung und Geschäftspartnersuche, zu
Marktforschung und Personal – bietet das
Kompetenzzentrum Russland der IHK RheinNeckar. Mitglieder der IHK Rhein-Neckar
können zudem kostenfrei individuelle Beratungen zur Markterschließung vereinbaren.
Das breite Angebot an Fachveranstaltungen
rundet das Angebot ab.
Geschäftsinformationen
Russland im Internet:
www.rhein-neckar.ihk24.de/russland
Ansprechpartner zu Russland:
Dr. Jelena Möbus
Leiterin Kompetenzzentrum Russland
Linda Sawada
Tel.: 0621 1709-282
E-Mail: oe-gus@rhein-neckar.ihk24.de
Exporte 2014 stark gesunken
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) rechnet mit einem Rückgang
derRussland-ExporteummindestenseinFünftel. Gründe dafür seien hauptsächlich die politische IsolationRusslandsunddieeingesetzten Sanktionen, der Abzug von Kapital und
die damit einhergehende Rubel-Schwäche.
Außerdem brechen dem Land durch den derzeit äußerst niedrigen Ölpreis Deviseneinnahmen weg.
DIHK
Russland-Sanktionen korrigiert
Die Europäische Union hat technische Änderungen an den sektoralenWirtschaftssanktionen gegen Russland mit derVO 1290/2014
erlassen. Unter anderem wird nun klargestellt,
dass Kredite zur Finanzierung legaler Handelsgeschäfte unter Beteiligung bestimmter
russischer Staatsbanken nicht nur für Geschäfte zwischen der EU und Russland, sondern auch für Geschäfte mit Unternehmen
in Drittstaaten weiterhin erlaubt sind. Hier
kam es bislang zu Unsicherheiten bezüglich
der Zulässigkeit solcher Darlehen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Präzisierung der
Genehmigungspflicht für Exporte von Gü-
46
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
Veranstaltung „Effektive Gestaltung
von Geschäftsbeziehungen mit russischen Partnern“
Russland bleibt auch vor dem Hintergrund der gegenwärtigen EU-Sanktionen
nach wie vor ein wichtiger Markt. Zum
einen gibt es eine breite Warenpalette, die
von diesen nicht betroffen ist; zum
anderen prüfen russische Geschäftsleute
gerade jetzt in der Krisenzeit die Stand-
haftigkeit ihrer deutschen Partner. Daher
ist es wichtiger denn je, die Geschäftsbeziehungen zu den russischen Partnern
bewusst zu optimieren. Im deutsch-russischen Business ist interkulturelle Kompetenz der wesentliche Erfolgsfaktor
schlechthin.
Veranstaltungstermin und -ort:
4. März 2015, 9:00 bis 17:00 Uhr
IHK Rhein-Neckar, Standort Mannheim
Zielgruppe:
Geschäftsführung, Exportmanager, Projektleiter, Sachbearbeiter
Teilnahmeentgelt:
240 Euro für IHK-/AHK-/HwK-Mitglieder, 340 Euro für Nichtmitglieder
Weitere Informationen und Anmeldung: www.gus-rn.de
Ansprechpartnerin: Linda Sawada
Tel.: 0621 1709-282
E-Mail: oe-gus@rhein-neckar.ihk24.de
www.rhein-neckar.ihk24.de
RATGEBER
FIRMENFOTO
DIENSTLEISTUNG
E-BUSINESS
IHK-UMFRAGE
Unterstützung bei IT-Sicherheit?
K
leine und mittlere Unternehmen tun häufig nicht genug
für ihre Informationssicherheit –
das belegen zahlreiche empirische
Untersuchungen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Man sieht die
Gefahr, denkt aber, man ist nicht
selbst betroffen oder fühlt sich angesichts der Bedrohungslage
überfordert damit, das Thema im
Unternehmen anzugehen. Viele
Initiativen haben das Ziel, die Unternehmen bei der Verbesserung
ihrer Sicherheitslage zu unterstüt-
zen. Die IHK interessiert im Rahmen einer Online-Umfrage: Was
erwarten Unternehmer bei der ITSicherheit von ihrer IHK? Die
Umfrage ist mit sechs Fragen sehr
kompakt gehalten und hilft bei der
Einschätzung, welchen konkreten
BeitragdieIHKszurVerbesserung
der Daten- und Informationssicherheit in den Unternehmen leisten können.
Die IHK-Umfrage finden Sie unter:
www.rhein-neckar.ihk24.de
Dokumentnummer 177301
SICHERHEIT MIT KLEINEM BUDGET
IT-Grundschutz für Unternehmen
I
Das Thema Rückenschmerzen steht bei den meisten Mitarbeitern ganz oben.
UNTERNEHMERFORUM „GESUND IM BETRIEB“
Mitarbeiter-Leistung fördern
U
m wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen
immer schneller aufVeränderungen im Markt, auf neue Technologien und auf gesetzliche Regularien reagieren. Für den Unternehmenserfolg gerade in wissensintensiven Unternehmen
werden Fähigkeiten wie dauerhafte Innovationsbereitschaft,
Kreativität, Stressresilienz sowie
Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit immer wichtiger.
Diese Faktoren hängen auch
entscheidend von der Motivation
und psychischen Leistungsfähigkeit des Einzelnen ab. Diese zu
erhalten und zu fördern, insbesondere bei langjährigen und älteren Mitarbeitern, wird in Zeiten
des demografischenWandels und
des Fachkräftemangels immer
wichtiger. Das IHK-Unternehmerforum „Gesund im Betrieb“
widmet sich am 24. Februar 2015
www.rhein-neckar.ihk24.de
daher den Aspekten Gesundheit
und Leistungserhaltung von Mitarbeitern wissensintensiver Unternehmen. Hierbei werden praxiserprobte Ansätze vorgestellt,
wie auf verschiedenen Ebenen
des Unternehmens Motivation,
Leistung und Mitarbeiterbindung
aufrechterhalten werden können
und eine den Menschen wertschätzende und gleichzeitig leistungsorientierte Sicht auf das
„Human Capital“ etabliert werden kann. Zielgruppe sind Führungskräfte und Personalverantwortliche aus wissensintensiven
Branchen wie der Informationstechnologie, Unternehmensberatungen sowie Forschung und
Entwicklung.
Weitere Informationen und
Anmeldung (möglich bis
zum 17. Februar 2015) unter:
www.rhein-neckar.ihk24.de
Dokumentnummer 158353
nternetkriminalität und Datenklau nehmen seit Jahren zu. Studien nach sind fast 90 Prozent
deutscher Unternehmen bereits
Ziel von IT-Attacken gewesen.
Fachleute warnen deshalb davor,
sich in falscher Sicherheit zu wiegen, zumal ein Cyberangriff auch
für kleinere Betriebe mit hohen
Kosten verbunden sein kann. Wie
auch kleine und mittlere Unternehmen ohne großes IT-Budget
einen soliden Grundschutz ihrer
IT erreichen können, zeigt ein praxisnaher Leitfaden des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik. Betriebe mit
beschränktenfinanziellenundpersonellen Möglichkeiten erhalten
einen leicht verständlichen Einstieg in die Thematik. Der Leitfaden veranschaulicht anhand in der
Praxis häufig auftretender Schadensfälle mögliche Gefahren. Ein
fehlendes Backup, Befall durch
einen Computer-Virus oder der
Ausfall des IT-Verantwortlichen
sind nur einige der Beispiele. Außerdem führt der Leitfaden häufige Versäumnisse der Unternehmen auf, zum Beispiel mangelhafte Wartung oder falsche Konfiguration der IT-Systeme, sorgloser Umgang mit Passwörtern
odereinfehlendesSicherheitskonzept. Um den Ist-Zustand des Unternehmens zu analysieren und eigene Schwachstellen schnell zu
erkennen, enthält der Leitfaden
entsprechende Checklisten. Anschließend werden organisatorische Maßnahmen aufgezeigt, wie
ein solides Fundament für ein vertrauenswürdiges IT-Sicherheitsniveau gelegt werden kann.
Der Leitfaden ist abrufbar unter:
www.rhein-neckar.ihk24.de
Dokumentnummer 175158
Sie haben Neuigkeiten über Ihr Unternehmen?
Dann informieren Sie sich auf unserer Internetseite
www.rhein-neckar.ihk24.de
Dokumentnummer 3091
darüber, wie Ihr Unternehmen ins IHK-Magazin kommt.
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
47
RATGEBER
EUROPÄISCHE UNION
FOTO: SVEN BÄHREN_FOTOLIA.COM
Der Online-Handel rückt
immer stärker in den
Fokus von Anbietern und
Verbrauchern.
EUROPÄISCHES KAUFRECHT
E-Commerce soll stärker berücksichtigt werden
Das EU-Parlament hatte im
Februar 2014 Änderungsanträge zum Kommissionsvorschlag
verabschiedet und den Anwendungsbereich des geplanten europäischen Kaufrechts auf Fernabsatzverträge, insbesondere
Online-Verträge, beschränkt.
Anwendung finden soll das
geplante europäische Kaufrecht
auch aus Sicht des EU-Parlaments nur, wenn sich beide Vertragsparteien (b2c oder b2b) freiwillig und ausdrücklich darauf
verständigen.
D
ie EU-Kommission hat in ihrem Arbeitsprogramm für
2015 angekündigt, ihren Vor-
schlag zum Europäischen Kaufrecht zugunsten einer modifiziertenVariante zurückzuziehen, um
dadurch den Bedürfnissen des ECommerce im digitalen Binnenmarkt gerecht werden zu können.
INSOLVENZRECHTSREFORM
ternehmen und Gläubigern einen
einfachen Zugang zu sämtlichen
nationalen Insolvenzregistern ermöglichen.
Der jetzige Kompromiss beruht auf dem Ergebnis der Trilog-Verhandlungen mit Europäischem Parlament und Kommission. Die formelle Annahme
im Rat wird voraussichtlich im
März 2015 erfolgen, sodass das
Europäische Parlament im April
oder Mai 2015 die Verordnung
offiziell verabschieden kann. Sie
wird dann 24 Monate später in
Kraft treten. Bislang werfen rund
ein Viertel der Insolvenzen in
Europa grenzüberschreitende
Fragen auf.
ARBEITSPROGRAMM DER EU-KOMMISSION FÜR 2015
Einigung erzielt
D
ie EU-Justizminister haben
sich auf eine Reform der Insolvenzrechtsverordnung geeinigt. Sie zielt darauf ab, grenzüberschreitende Unternehmensumstrukturierungen zu erleichtern und Gläubigern zu helfen,
ihre Forderungen auch im Ausland geltend machen zu können.
Die Vorschriften gelten für mehr
nationale Insolvenzverfahren,
teilweise auch fürVerbraucherinsolvenzen.Auch Zuständigkeitsfragen werden neu geregelt.
Ein wichtiges Ziel ist die Verhütung von „Insolvenztourismus“. Das Gericht muss sorgfältig prüfen, ob eine kurzfristige
Verlegung des Firmensitzes
durch legitime Gründe gerechtfertigt und nicht missbräuchlich
war. Verfahrensrechtliche Änderungen sollen verhindern, dass
in anderen Mitgliedsstaaten Sekundärverfahren eröffnet werden. Darüber hinaus werden die
Insolvenzregister besser miteinander vernetzt. Das europäische
Justizportal soll Gerichten, Un-
48
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
Förderung der digitalen
Wirtschaft im Fokus
I
n ihrem Arbeitsprogramm für
2015 hat die Europäische Kommission 23 Initiativen vorgestellt,
zu denen sie sich verbindlich verpflichtet, 2015 einen Vorschlag
vorzulegen. Konkret sollen gesetzgeberische Maßnahmen zu
demInvestitionsprogrammaufden
Weg gebracht werden, mit dem in
den nächsten drei Jahren öffentlicheundprivateInvestitionenindie
Realwirtschaft im Umfang von
mindestens 315 Milliarden Euro
Die IHK Rhein-Neckar ist Partner
im Enterprise Europe Network,
einem EU-Beratungsnetzwerk
zur Förderung des Auslandsgeschäfts und der Innovationsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen. Enterprise Europe
Network wird kofinanziert durch
die Europäische Union.
Weitere Informationen unter:
www.rhein-neckar.ihk24.de
Dokumentnummer 432
mobilisiert werden sollen. Darüber hinaus sollen die Voraussetzungen für eine dynamische
und digitale Wirtschaft und Gesellschaft durch eine Ergänzung
des Regulierungsrahmens für den
Telekommunikationssektor, die
Modernisierung der EU-Gesetzgebung zum Urheberrecht und
die Vereinfachung der Verbraucherbestimmungen im Onlineund digitalen Handel geschaffen
werden.
Auch die engere Verzahnung
der nationalen Energiemärkte
auf EU-Ebene und ein Aktionsplan gegen Steuerumgehung und
Steuerbetrug, der auch Maßnahmen auf EU-Ebene vorsieht, sind
Teil der Prioritätenliste. Bei der
Ausarbeitung des Arbeitsprogramms hat die Kommission
rund 450 Vorschläge, die gerade
bei Rat und Parlament zur Verabschiedung anstehen, geprüft und
schlägt vor, 80Vorschläge zurückzuziehen oder zu ändern.
www.rhein-neckar.ihk24.de
RATGEBER
EXISTENZGRÜNDUNG & NACHFOLGE
ANZEIGE
UNTERNEHMENSFÖRDERUNG
Hilfe in Krisensituationen
D
er „Runde Tisch“: Seit Beginn des Projektes hat die IHK Rhein-Neckar über
700 Firmen mit mehr als 6.000 Mitarbeitern und einem Gesamtumsatz von rund
620 Millionen Euro begleitet und damit
einen wichtigen Beitrag für den Erhalt und
den Ausbau der Wirtschaftskraft unserer
Region geleistet.
Der Hintergrund: Unternehmen aus allen
Branchen geraten immer wieder in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Rückläufige
Nachfrage, verspätete Anpassung der Unternehmensstruktur, Forderungsausfälle
und schleppende Zahlungseingänge sind
nur einige beispielhafte Gründe dafür. In
vielen Fällen mangelt es an einer rechtzeitigen Abstimmung aller Beteiligten und an
einer fachkundigen Betreuung, um aus der
Krise herauszufinden.
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und eine Hilfe zur Stabilisierung von
Unternehmen zu geben, haben kleine und
mittlere Unternehmen die Möglichkeit, am
Projekt „RunderTisch“ der IHK Rhein-Neckar und der KfW Bankengruppe teilzunehmen. Der „RundeTisch“ wird durch die
IHK Rhein-Neckar vorbereitet und moderiert. Dessen Ziel ist die Entwicklung eines
tragfähigen Konzeptes zur Stabilisierung
Unternehmensnachfolge
schon geregelt?
IHK unterstützt in
Nachfolgefragen
Die IHK Rhein-Neckar informiert zusammen
mit Netzwerkpartnern individuell und vertraulich zu den Fragen der Betriebsübergabe und -übernahme. Insbesondere das
Moderatoren-Angebot „Unternehmensnachfolge“ bietet Ihnen gezielte Unterstützung
bei anstehenden Entscheidungen.
Weitere Informationen:
IHK StarterCenter
IHK-Standort Heidelberg
Tel.: 06221 9017-688
Fax: 06221 9017-685
E-Mail: startercenter@rheinneckar.ihk24.de
www.rhein-neckar.ihk24.de
der wirtschaftlichen Situation des Betriebes
und zum Erhalt der Arbeitsplätze.
Zunächst müssen Unternehmen die zur
Beurteilung der Situation notwendigen Unterlagen bei der IHK einreichen. Nach einem persönlichen Gespräch erfolgt – bei
positiven Zukunftsaussichten – eine betriebswirtschaftliche Kurz-Analyse durch
einen erfahrenen Unternehmensberater aus
der KfW-Beraterbörse.
DieAnalyse des Beraters beinhaltet eine
Schwachstellenanalyse sowie einen Maßnahmenplan und in der Regel eine Planungsrechnung. Auf dieser Grundlage findet, wenn zielführend, eine Zusammenkunft
aller Betroffenen statt. Dies sind meist –
neben dem Unternehmer, seinem Berater
und der IHK – die Hausbank(en), größere
Lieferanten, das Finanzamt oder Sozialversicherungsträger. Um den Maßnahmenkatalog auch gezielt umzusetzen und damit
eine nachhaltige Stabilisierung des Unternehmens zu erreichen, kann im Anschluss
an den „RundenTisch“ eine „Turn-AroundBeratung“ folgen.
Ansprechpartner: Christian Schwöbel
Tel.: 06221 9017-679
E-Mail: christian.schwoebel@rheinneckar.ihk24.de
Wirtschaftsdaten
der IHK Rhein-Neckar
Die IHK Rhein-Neckar hält eine aktuelle statistische Gesamtdarstellung bereit, die durch
die Aufbereitung überwiegend regionaler
Daten einen Überblick über das wirtschaftliche
Geschehen des IHK-Bezirks liefert.
Die Wirtschaftsdaten im Bezirk der IHK
Rhein-Neckar:
www.rhein-neckar.ihk24.de
Dokumentnummer 410
Für weitere Auskünfte stehen Ihnen
zur Verfügung:
Eva-Maria Lambertz, Tel.: 06221 9017-643
E-Mail: eva-maria.lambertz@rheinneckar.ihk24.de
Petra Rabe, Tel.: 06221 9017-648
E-Mail: petra.rabe@rhein-neckar.ihk24.de
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
49
RATGEBER
FIRMENFOTO
FACHKR ÄFTE
stück ein. In entspannter Atmosphäre können sich Einzelhändler
untereinander austauschen oder
mit den Organisatoren des Frühstücks ins Gespräch kommen. Informationsaustausch, Antworten
auf offene Fragen oder das Ken-
nenlernen und Vernetzen stehen
bei der Veranstaltung im Vordergrund.
Die Termine für das Jahr 2015
sind abrufbar unter:
www.rhein-neckar.ihk24.de
Dokumentnummer 33132
MESSEINFOS KOMPAK T
Messedaten
Termine, Daten und Fakten zu Messen im In- und Ausland finden
Sie in einschlägigen Datenbanken, z.B. unter www.auma.de und
www.expodatabase.de. Bei www.bw-fairs.de können Sie sich über
das Messegeschehen in Baden-Württemberg informieren.
Messeförderung
Die Leiterin der neuen Kindertagesstätte Nicole Witzel (untere Reihe, r.)
freut sich über die Eröffnung am Standort Weinheim.
VEREINBARKEIT VON FAMILIE UND BERUF
Freudenberg eröffnet betriebsnahe
Kindertagesstätte
D
ie Freudenberg Gruppe hat
3,2 Millionen Euro in den
Neubau einer betriebsnahen Kindertagesstätte am Standort Weinheim investiert. Angeboten werden 40 Krippenplätze für Kinder
unter drei Jahren und 20 Kindergartenplätze. Mehr als die Hälfte
der Plätze werden an Kinder mit
dem Wohnort Weinheim vergeben. Der 1.200 Quadratmeter
große Neubau erleichtert berufstätigen Eltern die Vereinbarung
von Familie und Job. Die Kindertagesstätte schließt an nur 15
Tagen im Jahr und bietet Betreuungszeiten von sieben, neun oder
zehn Stunden an. Zum neuen Gebäude gehören auch eineAußenanlage mit 1.000 Quadratmetern
und ein Kinderrestaurant.
www.freudenberg.de
HANDEL
EINZELHANDELS-FRÜHSTÜCK IN HEIDELBERG
AustauschinentspannterAtmosphäre
I
n Heidelberg, besonders in der
Altstadt, gibt es viele Regeln zu
beachten. Sondernutzungen und
diverse Satzungen sind nicht immer einfach zu durchschauen. Um
sich über diese Aspekte austauschen zu können, laden die IHK
50
Rhein-Neckar,dieWirtschaftsförderung Heidelberg, PRO Heidelberg und der Handelsverband jeden ersten Donnerstag im Monat
inderZeitvon08:30Uhrbis10:30
Uhr ins Café Schafheutle in Heidelberg zum Einzelhandels-Früh-
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)
fördert die Teilnahme junger innovativer Unternehmen an internationalen Leitmessen in Deutschland. Informationen zu diesem Förderprogramm und eine Liste der förderfähigen Veranstaltungen
finden Sie unter www.bafa.de und www.auma.de.
Das Förderangebot des Landes Baden-Württemberg ist auf den
Seiten von Baden-Württemberg International www.bw-i.de beschrieben.
Weitere Informationen:
www.rhein-neckar.ihk24.de · Dokumentnummer 1580
Ansprechpartner:
Team Service-Center, Tel.: 0621 1709-0, Fax: 0621 1709-5100,
E-Mail: servicecenter@rhein-neckar.ihk24.de
ÖFFENTLICHES AUFTRAGSWESEN
AUSSCHREIBUNGEN IN BADEN-WÜRTTEMBERG
IHK unterstützt bei Aufnahme
in Bieterdatenbank
B
und, Länder und Gemeinden
kaufen jedes Jahr für über 250
Milliarden Euro ein. Dabei beschafft die öffentliche Hand nahezu alle Arten von Liefer-,
Dienst- oder Bauleistungen. Öffentliche Aufträge stellen damit
für Unternehmen aller Branchen
einevielversprechendeGeschäftsmöglichkeit dar. Bei beschränkten
Ausschreibungen für besondere
Leistungen und freihändigenVergaben benennt nach § 4 der Verdingungsordnung für Leistungen
(VOL/A) die IHK-Auftragsberatungsstelle Baden-Württemberg
geeignete Unternehmen auf Anfrage an öffentlicheAuftraggeber.
Auch Kommunen inBaden-Würt-
temberg können beim UnterschreitenbestimmterWertgrenzen
von der öffentlichen Ausschreibung abweichen und sich an die
Auftragsberatungsstelle wenden.
DochwiesollenUnternehmenvon
diesen nicht öffentlichen Ausschreibungen erfahren? Jedes Unternehmen mit Sitz in BadenWürttemberg, das Interesse an
Liefer- und Dienstleistungsaufträgen hat, kann sich bei der jeweils
zuständigen IHK kostenlos für die
Aufnahme in die Bieterdatenbank
registrieren lassen. Die IHK
nimmt die Registrierung auf und
leitet die Daten an die zentrale
Auftragsberatungsstelle in Stuttgart weiter.
www.rhein-neckar.ihk24.de
RATGEBER
NacherfolgterErfassungistder
Ablauf wie folgt: DieAuftragsberatungsstelle erhält eine Anfrage
eines öffentlichen Auftraggebers.
DannerfolgteineRechercheinder
Bieterdatenbank nach passenden
Unternehmen.AlleUnternehmen,
bei denen eine Übereinstimmung
des Firmenprofils mit derAnfrage
besteht, werden noch einmal telefonischkontaktiert,umdietatsächliche Übereinstimmung zu überprüfen. Erst danach erhält der
öffentliche Auftraggeber die An-
schriftendergeeignetenUnternehmen. DerAuftraggeber fordert die
benannten Unternehmen schließlich direkt zur Angebotsabgabe
auf. Für die Registrierung werden
neben den Angaben zum Unternehmen lediglich Informationen
über die Produktpalette oder das
Lieferprogramm,denzuständigen
Ansprechpartner sowie Angaben
zum Aktionsradius benötigt.
Weitere Informationen unter:
www.rhein-neckar.ihk24.de
Dokumentnummer 1641
STEUERN
Die Regelungen zur Selbstanzeige verschärft
A
uf die Steuerpflichtigen kommen in 2015 einigeVerschärfungen zu. Nunmehr müssen die
Angaben im Rahmen einer strafbefreienden Selbstanzeige alle
unverjährten Steuerstraftaten einer Steuerart, mindestens aber
alle Steuerstraftaten einer Steuerart innerhalb der letzten zehn
Jahre umfassen. Die Zinszuschläge werden gestaffelt und
sind von der Höhe der hinterzogenen Steuern abhängig. Schon
ab 25.000 Euro statt wie bisher
ab 50.000 Euro beträgt der Zuschlag zehn Prozent statt wie bisher fünf Prozent der hinterzogenen Steuern. Auch bei der
Umsatz- und Lohnsteuernachschau gibt esVerschärfungen. So
ist eine strafbefreiende Selbstanzeige mit dem Ausweisen des
Prüfers nicht mehr möglich. Dafür ist eine Teilselbstanzeige bei
Umsatz- und Lohnsteuer wieder
möglich. Eine weitere Verschärfung stellt der Ausschluss der
strafbefreienden Selbstanzeige
im besonders schweren Fall dar.
Dieser liegt im Falle einer bandenmäßigen Steuerhinterziehung
ab 50.000 Euro pro Hinterziehungsart und Zeitraum. Die
Straffreiheit wird nur gewährt,
wenn die Hinterziehungszinsen
nachgezahlt werden. Dies gilt für
die Einkommen-, Gewerbe- und
Körperschaftsteuer, nicht jedoch
für die Umsatz- und Lohnsteuer.
Reverse-Charge-Verfahren
Die Regelungen zu den LieferungenvonedlenundunedlenMetallen wurden geändert, um Anwendungsprobleme in den Alltagsfällen zu vermeiden. Eine Bagatellgrenzevon5.000Eurowurde
eingeführt.DieAnlage4zumUmsatzsteuergesetz, in der Gegenständeaufgeführtsind,dievondem
Reverse-Charge-Verfahrenerfasst
sind, wurde vereinfacht. Die Neuregelung gilt ab 1. Januar 2015.
Die bisherige Nichtbeanstandungsfrist gilt trotz der Neuregelung bis 30. Juni 2015. Um auf
Steuerausfälle durch Umsatzsteuerbetrug schnell reagieren zu können, wurde ein Schnellreaktionsmechanismuseingeführt.Dadurch
ist die Finanzverwaltung in der
Lage,dasReverse-Charge-Verfahren innerhalb von sechs Monaten
auf weitere Sachverhalte zu erweitern, um Steuerbetrug zu verhindern.
Weitere Änderungen bei der
Umsatzsteuer in 2015
Die Rechtslage bei der Hinund Rückgabe von Transportbehältnissen hat sich erneut geändert. Die Rückgabe von Transporthilfsmitteln wird nunmehr
als Entgeltminderung angesehen
und nicht mehr als Rücklieferung. Ab diesem Jahr muss die
Umsatzsteuer für Rundfunk-,
Telekommunikations- und elektronische Dienstleistungen innerhalb der EU nicht mehr im Land
des Sitzes des Unternehmens abgeführt werden, sondern in dem
Land, in dem der Kunde wohnt.
Der Unternehmer muss die Umsatzsteuer in dem Land des Kunden anmelden und abführen. Um
zu verhindern, dass ein Unternehmer in schlimmsten Fall in allen Ländern der EU Umsatzsteuererklärungen abgeben und die
Umsatzsteuer zahlen muss,
wurde das sogenannte „Mini One
Stop Shop“-Verfahren eingeführt. Damit müssen die Unternehmen nicht in mehreren Ländern die Umsatzsteuer anmelden
und abführen, sondern haben eine
einzige Anlaufstelle. Für deutsche Unternehmen ist das Bundeszentralamt für Steuern zuständig. Die Teilnahme an dem Verfahren muss elektronisch beantragt werden.
FOTO: MANUEL_ADORF_FOTOLIA.COM
UMSATZSTEUER
Bereits mehr als 35.000
Steuerhinterzieher haben
im letzten Jahr nach einem
Zeitungsbericht Selbstanzeigen gestellt – so viele
wie nie zuvor.
www.rhein-neckar.ihk24.de
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
51
RATGEBER
TECHNOLOGIE & INNOVATION
FOTO: WWW.CREATIVENATURE.NL_FOTOLIA.COM
Es müssen nicht
gleich Solarzellen
am Bürogebäude
sein. Firmen
können bereits mit
intelligenten
Lüftungssystemen
sehr viel Energie
– und damit
Geld – einsparen.
INFORMATIONSVERANSTALTUNG
Energiespartipps für Unternehmen
D
ie IHK Rhein-Neckar lädt am
12. März 2015 zu einer Informationsveranstaltung an der
Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW), Standort Eppelheim, zum Thema „DHBW
forscht – Effizienz durch verfahrenstechnische Optimierung“ ein.
Laut einer Studie der Leuphana
Universität Lüneburg und PriceWaterhouseCoopers haben Energieverbrauch und Schadstoffausstoß für deutsche Unternehmen
höchste Priorität.
Wie lässt sich zum Beispiel
der hydraulische Abgleich von
Heizkörpern regeln, damit sie
gleichmäßig mit warmemWasser
gefüllt sind? Welche Rolle spielt
die Einbaunische für die Wärmeabgabe eines Heizkörpers?
Unter anderem mit diesen Fragen beschäftigte sich ein Studierenden-Team der DHBW Mannheim um Professor Felix
Hausmann. In Versuchsreihen
nahmen sie verschiedene Einbausituationen und ihreAuswirkung
auf die thermischeAuftriebsströmung unter die Lupe respektive
unter die Wärmebildkamera.
„Der Gebäudebereich ist der
größte Energiefresser“, erklärt
Hausmann, Experte in Sachen
Heiz- und Klimatechnik. Da
könne allein schon ein richtiger
52
Einbau von Radiatoren viel zu
einer besseren Energiebilanz beitragen.
Ein weiterer Aspekt, wie Unternehmen Energie sparen können, betrifft den Brandschutz:
Wie lassen sich Rettungswege
rauchfrei halten? „Davon hängt
viel ab, denn in den meisten Gebäudekomplexen sind Treppenhäuser die einzigen Fluchtwege“,
erläutert Hausmann. „Strömt zu
viel Luft ein, kann man zum Beispiel die Türen nicht mehr öffnen.“ Dabei müsse man bei einer
Simulation der Lüftung verschiedene Parameter wie Höhe des
Treppenhauses, Schleusen, aber
auch Wind und aktuelles Wetter
einkalkulieren.
Tatsächlichkannmananvielen
Stellschrauben drehen, um die
Energieversorgung in Gebäuden
zu optimieren, beispielsweise indem man Energie aus Lüftung,
Kühlung, Beschattung und Speicherung aus Räumen abtransportiert und sinnvoll weiternutzt. „IntelligenteLüftungssystemeblasen
nicht einfach verbrauchte oder
heiße Luft nach draußen und
Frischluft in Räume. Wärmetauscher nutzen die höhere Temperatur der Abluft zum Erwärmen der
kaltenAußenluft.DasspartKosten
und verbessert das Raumklima“,
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
weißProfessorArndt-ErikSchael.
Sein Schwerpunkt liegt auf der
Wärmerückgewinnung. Auch
wenn der Betrieb solcherAnlagen
selbst Strom benötigt, sei dieser
Energieeinsatz deutlich geringer
als dieAusbeute. „Je nachAnwendung zahlt sich die Investition
schon in kurzer Zeit aus“, so
Schael.
Die kostenlose Veranstaltung
findetimRahmen des IHK-Hochschulkooperationsprogramms
POTENZIALE statt. Praxisnahe
Fachvorträge sowie eine Führung
durch das DHBW-Labor sind die
Inhalte der Veranstaltung. Referenten aus Wissenschaft und
Wirtschaft informieren Geschäftsführer, Produktionsleiter
und Facility-Manager von mittelständischen Unternehmen aus
allen Bereichen und bieten zudem Gelegenheit für einen fachlichen Austausch.
Weitere Informationen unter:
www.rhein-neckar.ihk24.de
Dokumentnummer 177188
VERANSTALTUNGSHINWEIS
CE-Kennzeichnung für sichere
Produkte beachten
D
ie CE-Kennzeichnung umfasst mittlerweile etwa 30
EG-Richtlinien. Diese sogenannten CE-Richtlinien bilden zusammen mit dem Produktsicherheitsgesetz den für die meisten
Unternehmen maßgeblichen Teil
des Produktsicherheitsrechts. In
erster Linie nennen diese gesetzlichen Vorschriften Mindest-Sicherheitsanforderungen für das
Bereitstellen von Produkten auf
dem Markt. Diese rechtlichenAnforderungen sind dabei weitestgehend nur allgemein formuliert,
sodass die Unternehmen aufgefordert sind, die konkreten
Schritte zur praktischen Umset-
zung selbst zu entwickeln. Im
Wesentlichen geht es dabei um
Risikobeurteilungen, technische
Sicherheitsmaßnahmen, Informationen für die Benutzer und
Nachweise der CE-Konformität.
Die IHK-Veranstaltung „Praxisleitfaden zum sicheren Produkt“
am 25. Februar 2015 gibt einen
vollständigen und verständlichen
Überblick zur CE-Kennzeichnung und zeigt beispielhaft, wie
man mit Hilfe von Arbeitsvorlagen die notwendigen Maßnahmen
umsetzen kann.
Weitere Informationen unter:
www.rhein-neckar.ihk24.de
Dokumentnummer 15373142
www.rhein-neckar.ihk24.de
RATGEBER
CYBERONE AWARD 2015
Technologieorientierte Start-ups und Unternehmen gesucht
Z
um 17. Mal sucht BadenWürttemberg mit dem
CyberOne 2015, dem zentralen
Landespreis für innovative Geschäftskonzepte, die besten Startups und Unternehmen aus allen
Technologiebereichen. Bewer-
bungen sind bis zum 23. März
2015 möglich.
Der Wettbewerb hat zwei Kategorien. Zielgruppen sind zum
einen innovative Start-ups und
Ausgründungen aus Forschungseinrichtungen, die nicht älter als
drei Jahre sind und bislang einen
maximalen Umsatz von einer
Million Euro erzielt haben, zum
anderen Technologie-Unternehmen, die mit ihren innovativen
Konzepten und Strategien neue
Standards setzen und Märkte re-
volutionieren. Die Unternehmen
müssen entweder in BadenWürttemberg gegründet worden
sein, ihren Firmensitz zeitnah ins
Bundesland verlegen oder dies
bereits umgesetzt haben.
www.cyberone.de
UMWELT
willige Schaffung der Energieeffizienz-Netzwerke setzen.
Durch die Unternehmensnetzwerke sollen große und
hochrentable Effizienzpotenziale in Unternehmen erschlossen werden. Jedes Energieeffizienz-Netzwerk soll aus acht bis
15 Unternehmen bestehen. Die
Unternehmen setzen sich mit
Hilfe eines erfahrenen Energieberaters ein Einsparziel und de-
finieren hierfür Maßnahmen. In
einem moderierten Erfahrungsaustausch setzen sich dann die
Unternehmen ein gemeinsames
Effizienzziel für ihre Netzwerkarbeit.
Ergebnisse aus bestehenden
Netzwerken haben gezeigt, dass
die teilnehmenden Unternehmen ihre Energieeffizienz überdurchschnittlich verbessern, ihre
Treibhausgasemissionen deutlich reduzieren und ihre Energieproduktivität schneller als der
Branchendurchschnitt erhöhen
konnten.
menfassung der Ergebnisse in
einem Bericht. Betroffen sind
alle Unternehmen, die nicht unter die KMU-Definition der EU
fallen.
Das sind alle Unternehmen,
die mehr als 250 Mitarbeiter beschäftigen oder einen Jahresumsatz von 50 Millionen Euro erwirtschaften bzw. eine Bilanzsumme von mindestens 43 Millionen Euro ausweisen. Bei der
Bestimmung der Schwellenwerte
sind auch Unternehmensbeteiligungen und verbundene Unternehmen zu berücksichtigen. Diese Verpflichtung ergibt sich aus
Art. 8 Abs. 4-7 der Energieeffizienz-Richtlinie (RL 2012/27/
EU, PDF) und ist daher nicht zu
umgehen.
Weitere Informationen unter:
www.rhein-neckar.ihk24.de
Dokumentnummer 177345
GEMEINSAME INITIATIVE
Mehr Energieeffizienz-Netzwerke für Deutschland
B
undeswirtschaftsministerium und Bundesumweltministerium haben gemeinsam mit
Verbänden und Organisationen
der Wirtschaft eineVereinbarung
zur flächendeckenden Einführung von Energieeffizienz-Netzwerken unterzeichnet.
Ziel ist es, bis zum Jahr 2020
deutschlandweit 500 neue Effizienznetzwerke zu initiieren. Damit soll ein wichtiger Beitrag von
Industrie, Handwerk, Handel und
Gewerbe zur Steigerung der
Energieeffizienz und zum Klimaschutz erbracht werden. Die
Vereinbarung zählt zu den Sofortmaßnahmen des im Dezember 2014 vom Bundeskabinett
verabschiedeten „NationalenAktionsplans Energieeffizienz“.
Aufgrund bisheriger Erfahrungen möchte das Bundeswirtschaftsministerium auf eine frei-
DURCHFÜHRUNG VON ENERGIEAUDITS
Verpflichtung für Nicht-KMU kommt
M
it der Neufassung des Energiedienstleistungsgesetzes
(EDL-G) wird für Unternehmen
die Pflicht zur regelmäßigen
Durchführung von Energieaudits
eingeführt. Bis zum 5. Dezember
2015 muss erstmalig ein solches
Audit durchgeführt werden, das
den Anforderungen der DIN EN
16247-1 entspricht.
Anschließend muss dasAudit
mindestens alle vier Jahre wiederholt werden. Dieses umfasst
die Analyse und Bewertung von
Energieverbrauch und Einsparpotenzialen sowie die Zusam-
Unterwegs schnell informiert
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IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
53
INTERESSENVERTRETUNG
FOTO: YURI ARCUS_FOTOLIA.COM
AUS DER ARBEIT DER IHK
Das Bundesverfassungsgericht fordert neue Regelungen zur Erbschaftsteuer. Diese Firma hat vorgesorgt – hier arbeitet bereits die zweite
Familiengeneration fest in der Geschäftsführung mit.
IHK ZUM ERBSCHAFTSTEUERURTEIL
Familienunternehmen
dürfen hoffen
Mitte Dezember 2014 hat das Bundesverfassungsgericht sein Urteil zur Erbschaftsteuer
bekanntgegeben. Aus Sicht der IHK RheinNeckar ist bei dessen Auslegung nun unter anderem eine stärkere Unterscheidung zwischen
kleinen und mittleren Unternehmen vonnöten.
E
s sei gut, dass mit dem
Urteil des Bundesverfassungsgerichts anerkannt
wird, dass es Sonderregelungen
zur Sicherung des Bestands unserer Familienunternehmen geben
kann, kommentiert IHK-Präsident Dr. GerhardVogel das Urteil.
54
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
Allerdings sei nun eine Situation
der starken Verunsicherung, vor
allem der in der Region dominierenden Familienunternehmen,
eingetreten, die sich mit ihren
Nachfolgeplanungen beschäftigen. Pro Jahr, so der IHK-Präsident, stünden 800 bis 1.000 Un-
ternehmensnachfolgen vorwiegend in Familienunternehmen im
IHK-Bezirk an. Hier müsse die
Politik jetzt kurzfristig Rechtssicherheit schaffen und gesetzesfest
klarstellen, dass das bisherige Gesetz bis zur angemahnten Neuregelung uneingeschränkt gelte.
„Wir müssen verhindern, dass die
Unsicherheit auf Investitionsentscheidungen und Arbeitsplätze
durchschlägt“, so Vogel.
Die IHK Rhein-Neckar erwartet bei den nun anstehenden Neuregelungen zur Erbschaftsteuer
komplexe Regelungen, eine stärkere Differenzierung zwischen
der Gruppe der kleinen und mittleren Unternehmen einerseits und
den großen Familienunternehmen
andererseits. „Die anstehenden
Neuregelungen dürfen nicht zu
mehr Bürokratie, Kosten im Zuge
der Unternehmensnachfolge und
langwierigerenVerfahren der Unternehmensübergabe führen. Hier
müssen wir auf schlanke Prozesse
achten“, fordert Vogel.
Mit Blick nach Berlin erwartet
der IHK-Präsident von der Großen Koalition, dass sie ihre Zusage einhält, dass Unternehmensnachfolgen auch zukünftig nicht
durch die Erbschaftsbesteuerung
gefährdet werden. Notwendig sei
eine verfassungsfeste und mittelstandsfreundlich ausgestaltete
Erbschaft- und Schenkungsteuer,
die dazu beiträgt, Arbeitsplätze
in Deutschland zu sichern und Investitionen hier zu halten.
Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur
Erbschaftsteuer sowie weitere
Informationen zum Thema
sind abrufbar unter:
www.rhein-neckar.ihk24.de
Dokumentnummer 177310
www.rhein-neckar.ihk24.de
INTERESSENVERTRETUNG
FOTO: RINDERSPACHER
GÜTERKRAFTVERKEHR
Wann ist der Arbeitgeber haftbar?
W
er haftet eigentlich bei
FehlverhaltenimStraßenverkehr? Der Fahrer selbst, die Spedition oder derAuftraggeber? Darüber informierte die IHK
Rhein-Neckarrund20Teilnehmer
im Seminar zumThema „Bußgelder und Haftungsfallen im Güterkraftverkehr vermeiden“. So wird
der Berufskraftfahrer vollständig
zurHaftunggezogen,wennergrob
fahrlässig handelt und beispielsweise unterAlkoholeinfluss (0,94
Promille bei Verkehrsunfall) am
Steuer sitzt.Auch bei mangelnder
Ladungssicherung oder Überladung ist der Fahrer haftbar.
Das Speditionsunternehmen
dagegen ist in der Pflicht, die beauftragten Fahrer ständig zu kon-
trollieren. Dabei geht es um die
Prüfung der gültigen Fahrerlaubnis oder die Einhaltung von gesetzlich vorgeschriebenen Ruhepausen. Eine zielgerichtete Ausbildung der Arbeitnehmer hilft,
Bußgelder im Straßenverkehr zu
vermeiden.
Empfehlenswert für Arbeitgeber ist eine sogenannte Testphase
von zwei Wochen, um die neuen
Mitarbeiterkennenzulernen.Dazu
bietet sich ein Fahrtraining für
Kraftfahrer an, um diese an das
Thema „ökologische Fahrweise“
heranzuführen.AusaktuellemAnlass wurde im Seminar auch das
ThemaMindestlohndetailliertbehandelt. Bei einem Verstoß gegen
das Mindestlohngesetz, das 2015
Speditionsfahrer müssen eine Reihe von Vorgaben berücksichtigen, zum
Beispiel zu den vorgegebenen Ruhepausen.
in Kraft getreten ist, können empfindliche Strafen auf den Lieferanten, das Speditionsunternehmen, den Kraftfahrer und den
EmpfängerderWarenzukommen.
Für 2015 ist ein zweites Seminar
IHK VERLEIHT MEISTERBRIEFE
Gastgewerbe-Prüflinge zeigen ihr Können
D
zur Küchenmeisterprüfung in der
Hotelfachschule Heidelberg angetreten, davon waren 16 Herren
und zwei Damen erfolgreich. In
13 Stunden müssen die Prüfungs-
teilnehmer handwerkliches Können, Fantasie und Kreativität
nachweisen. Jeder Teilnehmer
muss aus einer vorgegebenen Lebensmittelauswahl eine fünftei-
lige Speisenfolge für sechs Personen herstellen. „Die Hotelmeisterprüfung haben 9 von 11 Teilnehmern bestanden. Produkte und
Dienstleistungen planen, vermarkten und kontrollieren sowie
alle Aufgaben aus den Bereichen
Housekeeping, Empfang, Verkauf, Küche, Service und MitFOTO: DORN
ie IHK Rhein-Neckar hat im
Dezember 2014 wieder Meisterinnen und Meister im Gastgewerbe ausgezeichnet. Insgesamt
22 Herren und drei Damen waren
zum Thema „Bußgelder und Haftungsfallen“ bereits in Planung.
Ansprechpartner: Jörg Wagner
Tel.: 0621 1709-234
E-Mail: joerg.wagner@rheinneckar.ihk24.de
Bei den Abschlussprüfungen haben
sie köstliche
Speisen gezaubert
und Tische festlich
gedeckt. Dafür
konnten sich die
30 angehenden
Gastronomie-Fachkräfte am Ende
des Abends über
einen IHK-Meisterbrief freuen.
www.rhein-neckar.ihk24.de
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
55
INTERESSENVERTRETUNG
arbeiterführung muss ein Kandidat beherrschen, um sich mit dem
Titel 'Hotelmeister' schmücken
zu dürfen“, zählt IHK-Hauptgeschäftsführer Axel Nitschke die
Anforderungen auf. Der geprüfte
Restaurantmeister muss hingegen
als Fach- und Führungskraft beim
Planen, Herstellen und Vermark-
ten gastronomischer Produkte
und Dienstleistungen gästeorientiert handeln können. Teil der
praktischen Prüfung ist unter anderem das Dekorieren derTische,
der Service einschließlich aller
Vor- und Nacharbeiten, Filetieren
oder Flambieren von Speisen sowie die Zubereitung von Geträn-
ken.Von drei Herren und vier Damen haben drei Damen die Prüfung bestanden. Zu allen gastorientierten
Meisterprüfungen
gehört ebenso die Ausbilderprüfung, deren Bestehen dazu befähigt, Lehrlinge auszubilden. Die
Vorbereitungskurse zu diesen
Prüfungen wurden von der Hofa-
Akademie an der Hotelfachschule
Heidelberg durchgeführt, die der
IHK mit ihren ehrenamtlichen
Prüfern auch die Räumlichkeiten
für die Prüfungen zu Verfügung
stellt.
Weitere Informationen unter:
www.rhein-neckar.ihk24.de
Dokumentnummer 929
SCHULE TRIFFT WIRTSCHAFT
Angehende Techniker auf dem Prüfstand
D
UnteranderemkreiertendieSchüler ein Konzept zur Eröffnung eines Gourmet-Burger-Restaurants
in Mannheim oder eines OnlineSharing-Portals fürWerkzeugmaterial. Ziel des Projektes war es,
diezukünftigenTechnikerfüreine
möglicheSelbstständigkeitzusensibilisieren.DieBesprechungihrer
KonzeptemachtedenSchülernErfolgsfaktoren, aber auch Gefahrenquellen deutlich. Einzelne
Baustellen einer Gründung, wie
die Markt-, Kunden- und Wettbewerbsanalyse,dieUmsatzplanung
oder die Finanzierung, aber auch
rechtliche Aspekte wurden beleuchtet.
IHK-Gründungsberater Dr.
Johannes Glasmeyer zeigte sich
von den einfallsreichen Ideen und
der Qualität der Pläne beeindruckt. „Die Ideen sind sehr vielseitig und gut durchdacht. Auch
die Präsentationen überzeugten:
Stellen Sie sich vor, Sie müssten
Ihrem Geldgeber während einer
kurzen Fahrt im Fahrstuhl klarmachen, was Sie vorhaben und
wie Sie damit Geld verdienen
wollen – hier zählt die kompakte
Darstellung der wichtigsten Fakten“, so Glasmeyer und ergänzte:
„Angehende Techniker lernen
hier in der Ideenwerkstatt, was es
heißt, unternehmerisch zu denken und zu handeln. Mit diesem
Projekt macht die Gewerbeschule
Wirtschaft greifbar.“
FOTO: IHK RHEIN-NECKAR
ie Gewerbeschule Mosbach
und die IHK Rhein-Neckar
haben das Konzept Bildungspartnerschaft in die Praxis umgesetzt.
Nach der theoretischen Erläuterung einer Unternehmensgründung im BWL-Unterricht entwickelte eine Gruppe von Schülern
eigene Geschäftskonzepte. Mit
viel Herzblut und sehr lebendig
präsentierten sie diese in der Ideenwerkstatt, dem Existenzgründerzentrum der Stadt Mosbach.
Die angehenden
Techniker der
Gewerbeschule
Mosbach gemeinsam mit IHKGründungsberater
Dr. Johannes
Glasmeyer (r.)
und dem ProjektVerantwortlichen
Studienrat
Gerhard Schölch
(2.v.r.)
WIRTSCHAFT TRIFFT POLITIK
Duale Ausbildung im Fokus
D
ie Zukunft der Dualen Ausbildung war das Hauptthema
beimTreffen von Landtagsabgeordneten der SPD aus dem Kam-
56
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
merbezirk der IHK Rhein-Neckar und dem Präsidium der
Wirtschaftsorganisation. IHKPräsident Dr. Gerhard Vogel
appellierte an die Vertreter der
Politik, die duale Ausbildung
stärker in den Fokus zu rücken.
Hintergrund des Appells ist die
Problematik der Besetzung von
Ausbildungsplätzen in Unternehmen mit geeigneten Bewerbern. Ein richtiger Schritt sei
die Einführung des neuen Studienfachs „Wirtschafts-, Berufsund Studienorientierung“ an allgemeinbildenden Schulen im
Zuge des Bildungsplans 2016.
Bei der Ausbildung der Lehrkräfte könnten Schulen auf die
Unterstützung der Wirtschaft
www.rhein-neckar.ihk24.de
INTERESSENVERTRETUNG
FOTO: IHK RHEIN-NECKAR
Bei der Zusammenkunft
des IHK-Präsidiums mit
Landtagsabgeordneten der
SPD war die duale Ausbildung ein zentrales Thema:
IHK-Vizepräsident Manfred
Schnabel, IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Axel
Nitschke, IHK-Präsident
Dr. Gerhard Vogel,
MdL Gerhard Kleinböck,
MdL Rosa Grünstein,
Dr. Hans-Jochen Hüchting
(Erster Vizepräsident der
IHK Rhein-Neckar),
MdL Thomas Funk und
MdL Georg Nelis (v.l.)
zählen, so IHK-Präsident Dr.
Vogel. Die Präsidiumsmitglieder
betonten zugleich die Erwartungen der Wirtschaft, dass der
Haushalt in Baden-Württemberg
schnellstmöglich ausgeglichen
werde. Der bisherige Plan der
Grün-Roten Landesregierung,
einen ausgeglichenen Haushalt
bis 2020 zu erreichen, wirke un-
ter der Voraussetzung von
Rekordsteuereinnahmen zu ambitionslos. Weitere Themen des
Treffens war die Breitbandversorgung in den ländlichen Re-
gionen im Rhein-Neckar- und
Neckar-Odenwald-Kreis sowie
die Positionierung des Landes
beimThema Bundesfernstraßenfinanzierung.
BWIHK
Umsetzung ja – aber nicht
als „Dobrindt-Maut“
D
ie IHKs in Baden-Württemberg fordern den Bund auf,
endlich seinerVerantwortung gerecht zu werden und im Haushalt
ausreichende Mittel für den Verkehr bereitzustellen. Mit dem verabschiedeten Pkw-Maut-Modell
à la Dobrindt ist dies nach IHKAuffassung nicht zu erreichen.
Eine Vignette ausschließlich für
Pkw, die am Ende nur von ausländischen Autofahrern zusätzliche Gelder in Höhe von rund 500
Millionen Euro einbringen soll,
ist ein Tropfen auf den heißen
Stein und hilft nicht weiter.
Falls der Bund auch zukünftig
seinerVerantwortung nicht nachkommt, die erforderlichen Gelder für die Bundesfernstraßen
aus dem Haushalt zurVerfügung
zu stellen, ist der Wechsel zur
Nutzerfinanzierung grundsätzwww.rhein-neckar.ihk24.de
lich der richtige Weg. „Aber nur
eine allgemeine Nutzerfinanzierung für alle kann die notwendigen Mittel aufbringen. Zwingende Bedingung für die Wirtschaft ist außerdem die verlässliche Zweckbindung der zusätzlichen Gelder. Das heißt, der
Bund muss gesetzlich sicherstellen, dass die per Nutzerfinanzierung neu generierten Mittel ausschließlich für die Straßeninfrastruktur verwendet werden“, fordert Dr. Gerhard Vogel, Präsident der IHK Rhein-Neckar, die
Federführer Verkehr der badenwürttembergischen IHKs ist.
„Dadurch könnten die bisher für
den Bundesfernstraßenbau reservierten Haushaltsmittel für die
anderen Verkehrsträger Schiene
und Wasserstraße verwendet
werden“, so Vogel weiter.
Vogel appelliert an den Bund,
mindestens 9,5 Mrd. Euro pro
Jahr für die Bundesfernstraßen
bereitzustellen. Dieser jährliche
Betrag ist laut dem IHK-Gutachten „Szenarien für den Finanzierungsbedarf der Verkehrswege
des Bundes bis zum Jahr 2030“
erforderlich, um die zu erwartende Finanzierungslücke bis
zum Jahr 2030 zu schließen. Die
dauerhafte Unterfinanzierung
der Verkehrsinfrastruktur beeinträchtige sonst Mobilität, Erreichbarkeit und Wettbewerbs-
fähigkeit der deutschen Wirtschaft. „Einzelmaßnahmen wie
die Einführung der ‚DobrindtMaut‘, die Ausweitung der
Lkw-Maut und das 5-MilliardenSonderpaket von 2014 bis 2017
greifen zu kurz und werden
die massive Unterfinanzierung
nicht auflösen können“, kritisiert
Vogel.
Das IHK-Gutachten und
weitere Informationen sind
abrufbar unter:
www.rhein-neckar.ihk24.de
Dokumentnummer 176412
FOTO: OLIVIER TUFFÉ_FOTOLIA.COM
NUTZERFINANZIERUNG GRUNDSÄTZLICH RICHTIG
In Frankreich ist eine Maut für Pkw bereits seit längerem eingeführt.
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
57
INTERESSENVERTRETUNG
SERVICE
NEUES AUS BERLIN UND BRÜSSEL
DIE IHK-BÖRSEN
NEUE ALLIANZ
Duale Ausbildung stärken
E
ine neue Allianz für Ausund Weiterbildung haben
in Berlin dieVerhandlungsführer von Bundesregierung,
Wirtschaft, Gewerkschaften
und Ländern besiegelt. Sie löst
den seit Ende des Jahres 2014
ausgelaufenen Nationalen
Pakt fürAusbildung und Fachkräftenachwuchs ab. Die Partner derAllianz wollen gemeinsam die duale Berufsausbildung in Deutschland stärken
und für die Gleichwertigkeit
der betrieblichen und akademischen Ausbildung werben.
Jedem ausbildungsinteressierten Menschen soll ein Pfad
aufgezeigt werden, der ihn frühestmöglich zu einem Berufsabschluss führen kann. Die betriebliche Ausbildung hat
dabei klaren Vorrang. Die berufliche Bildung ist laut DIHK
für viele junge Menschen ein
guter Weg in ein erfolgreiches
Berufsleben. Sie sei zentraler
Erfolgsfaktor für die Wirtschaft und Grundlage zur
Fachkräftesicherung.
DIHK-Ansprechpartner:
kiss.markus@dihk.de
INKLUSION
Firmen besser informieren
M
enschen mit Behinderung können in den Betrieben einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung
leisten. Das machten DIHKVertreter im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit der Behindertenbeauftragten der
Bundesregierung,Verena Bentele, deutlich. Für die Unternehmen gebe es in diesem Zusammenhang eine ganze Reihe
von Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten. Allerdings
sei es notwendig, gerade kleine
und mittlere Unternehmen hierüber besser zu informieren.
Der DIHK hat deshalb zusammen mit anderen Wirtschaftsverbänden das Internetportal
„Inklusion gelingt!“ eingerichtet.
DIHK-Ansprechpartner:
hardege.stefan@dihk.de
GESUNDHEITSWIRTSCHAFT
Strategiepapier vorgelegt
E
in Strategiepapier zur Effizienzsteigerung in der
Gesundheitswirtschaft hat der
DIHK-Vorstand verabschiedet. Dabei soll vor allem durch
die Stärkung der Vertragsfreiheit eine bessere Vernetzung
und damit eine effizientere
Zusammenarbeit der Sektoren
ermöglicht werden.
Weitere zentrale Punkte:
Förderung der Prävention
58
durch die Entwicklung eines
schlüssigen Gesamtkonzepts;
Fortfall kommunaler Finanzhilfen für kommunale Krankenhäuser; mehr Transparenz
über die Qualität von Anbietern herstellen; Versorgung im
ländlichen Raum sichern, beispielsweise durch telemedizinische Betreuung.
DIHK-Ansprechpartner:
wick.alexander@dihk.de
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
Die IHK Rhein-Neckar unterstützt mit der Existenzgründungsbörse Unternehmen bei der
Suche nach einem geeigneten Nachfolger
oder tätigen Teilhaber ebenso wie denjenigen,
der sich eine selbstständige Existenz schaffen
will. Mit der Kooperationsbörse fördert sie
die zwischenbetriebliche Zusammenarbeit von
Unternehmen, um deren Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit zu stärken. Über die Recyclingbörse vermittelt sie Unternehmen, die für ihre Produktionsrückstände/Reststoffe
Wiederverwertungsmöglichkeiten suchen oder Sekundärrohstoffe in der Produktion einsetzen wollen.
Interessenten wenden sich bitte schriftlich unter Nennung der
Chiffre-Nummer oder zur Aufnahme eines Veröffentlichungswunsches an den/die zuständige/n Ansprechpartner/in bei der
IHK Rhein-Neckar. Eingehende Zuschriften werden an den jeweiligen Inserenten mit der Bitte um Kontaktaufnahme weitergeleitet. Die IHK übermittelt lediglich Angaben, die die um
Vermittlung nachsuchenden Unternehmen und Personen über
sich selbst mitgeteilt haben. Diese Angaben hat die IHK nicht
auf ihre Richtigkeit und Vollständigkeit überprüft. Die IHK übernimmt somit keine Haftung für Richtigkeit und Vollständigkeit
der übermittelten Angaben.
Bei Inseraten aus IHK-Börsen gelten die Bedingungen der jeweiligen Börse.
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finden Sie unter www.ixpos.de
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Pflichterfüllung anerkannt worden sind.
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sie gegen einen Kostenbeitrag von
28 Euro (zzgl. MwSt) bei der IHK RheinNeckar zu erhalten. Wir bieten die
Urkunden auch in einem silbernen
Aluminiumrahmen zum Komplettpreis
von 35 Euro (zzgl. MwSt) an.
Nähere Informationen gibt Ihnen gerne
unser ServiceCenter:
Tel.: 0621 1709-0
Fax: 0621 1709-100
Wir gratulieren:
ART Antriebs- und Regeltechnik
GmbH, Hockenheim
25 Dienstjahre: Hans Mack,
Renate Müller, Dietmar Schwarzkopf
BÄKO Süd-West eG,
Edingen-Neckarhausen
40 Dienstjahre: Dieter Keller
25 Dienstjahre: Jürgen Herold,
Ralf Knödler
Beamten-Wohnungsgesellschaft
Dr. Buschmann GmbH & Co. KG,
Heidelberg
20 Dienstjahre: Gabriele Jacobi
Chemische Werke Kluthe GmbH,
Heidelberg
40 Dienstjahre: Rolf Gerlicher
25 Dienstjahre: Axel Lösch
Debeka Kranken- und
Lebensversicherungsverein a.G.,
Mannheim
25 Dienstjahre: Klaus Strack
Der Europäische Hof Hotel Europa
Heidelberg GmbH
50 Dienstjahre: Ernst-Friedrich von
Kretschmann
25 Dienstjahre: Roland Knecht,
Jamel Ourimi
20 Dienstjahre: Ingo Binz,
Laura Scarpari
Dr. Goos – Suprema GmbH,
Heidelberg
40 Dienstjahre: Margarete Dahner
30 Dienstjahre: Monika Griffin
20 Dienstjahre: Heike Schilling
Durferrit GmbH, Mannheim
25 Dienstjahre: Renate Gümbel
Geuder AG, Heidelberg
20 Dienstjahre: Alwin Ludwig
15 Dienstjahre: Bekim Gashaj
10 Dienstjahre: Tanja Altmann
Gustav Volz Inh. K. Schumm Schloßparfümerie und Lederwaren e. K.,
Schwetzingen
40 Dienstjahre: Doris Vulpes,
Annerose Schüning
Industrie- und Handelskammer
Rhein-Neckar, Mannheim
25 Dienstjahre: Annette Gaber-Hopp
Inter Krankenversicherung aG,
Mannheim
40 Dienstjahre: Reiner Bahr,
Angelika Kamp
25 Dienstjahre: Martina Esprester,
Hans-Jürgen Prausa, Klaus Steube
Isodraht GmbH, Mannheim
40 Dienstjahre: Salvatore Zarbo
Mauser-Werke GmbH, Bammental
25 Dienstjahre: Sadettin Cevik,
Erdogan Colak, Michael Schieck,
Martin Steinhauser
MGM Metall-Giesserei-Mannheim
GmbH
25 Dienstjahre: Andreas Schuierer
Mosca GmbH, Waldbrunn
25 Dienstjahre: Wolfram Grimm,
Regina Hable, Karsten Kretschmer,
Dirk Kuschitka, Klaus Matthes,
Konrad Mühlig, Sascha Riedinger,
Achim Röckel, Georg Spallek,
Angela Veith, Peter Zugar
Stieber GmbH, Heidelberg
25 Dienstjahre: Werner Sommer
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
59
SERVICE
TÜV SÜD Administrativer Service
GmbH
25 Dienstjahre: Andrea Schmitt
TÜV SÜD Auto Service GmbH
25 Dienstjahre: Lothar Hunstock,
Bernhard Kraus, Robert Krifka,
Horst Mang, Ulrike Weizenegger
TÜV SÜD Energietechnik GmbH
Baden-Württemberg
25 Dienstjahre: Wolfgang Hienstorfer,
Dietmar Sauer, Manfred Weber
TÜV SÜD Immobilien Service GmbH
25 Dienstjahre: Michael Katzer
TÜV SÜD Industrie Service GmbH
25 Dienstjahre: Erwin Bernhard,
Hans-Jürgen Geiger, Christian Immel,
Walter Jessberger, Konstantin
Koukoudimos, Harald Schäfer,
Harald Schönhoff, Sabine Stumpf
Volksbank Franken eG, Buchen
40 Dienstjahre: Gebhard Kaiser
Volksbank Rot eG, St. Leon-Rot
10 Dienstjahre: Karin Laier
TERMINE
International
24. Februar 2015
Zoll im Quadrat:
„Warenbegleitpapiere im Export“
Ort: IHK Rhein-Neckar, Mannheim
Veranstalter: IHK Rhein-Neckar
Ansprechpartnerin: Andrea Förster
Tel.: 0621 1709-164
5. März 2015
Wirtschaftstag Indien
Ort: IHK Rhein-Neckar, Mannheim
Veranstalter: IHK Rhein-Neckar
Ansprechpartnerin: Gabriele Borchard
Tel.: 0621 1709-131
10. März 2015
Zoll im Quadrat: „Einreihung von
Waren in den Zolltarif“
Ort: IHK Rhein-Neckar, Mannheim
Veranstalter: IHK Rhein-Neckar
Ansprechpartnerin: Andrea Förster
Tel.: 0621 1709-164
13. April 2015
Zoll im Quadrat: „Ausfuhr“
Ort: IHK Rhein-Neckar, Mannheim
Veranstalter: IHK Rhein-Neckar
Ansprechpartnerin: Andrea Förster
Tel.: 0621 1709-164
16. April 2015
Basiswissen Zoll
Ort: IHK Rhein-Neckar, Mannheim
Veranstalter: IHK Rhein-Neckar
Ansprechpartnerin: Andrea Förster
Tel.: 0621 1709-164
21. April 2015
Zoll im Quadrat: „Internes Kontrollsystem für Zollprozesse: Notwendige
Maßnahmen für Unternehmen,
insbesondere AEO“
Ort: IHK Rhein-Neckar, Mannheim
Veranstalter: IHK Rhein-Neckar
Ansprechpartnerin: Andrea Förster
Tel.: 0621 1709-164
28. April 2015
Zoll im Quadrat: „Intrastat“
Ort: IHK Rhein-Neckar, Mannheim
Veranstalter: IHK Rhein-Neckar
Ansprechpartnerin: Andrea Förster
Tel.: 0621 1709-164
60
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
5. Mai 2015
Incoterms ®
Ort: IHK Rhein-Neckar, Mannheim
Veranstalter: IHK Rhein-Neckar
Ansprechpartnerin: Andrea Förster
Tel.: 0621 1709-164
7. Mai 2015
Meldepflichten und Beschränkungen
im Kapital- und Zahlungsverkehr mit
dem Ausland
Ort: IHK Rhein-Neckar, Mannheim
Veranstalter: IHK Rhein-Neckar
Ansprechpartnerin: Andrea Förster
Tel.: 0621 1709-164
12. Mai 2015
Verhandlungsführung mit indischen
Geschäftspartnern
Ort: IHK Rhein-Neckar, Mannheim
Veranstalter: IHK Rhein-Neckar,
Kompetenzzentrum Indien
Ansprechpartnerin: Gabriele Borchard
Tel.: 0621 1709-131
21. Mai 2015
Zoll im Quadrat: „Ursprungszeugnisse und Bescheinigungen"
Ort: IHK Rhein-Neckar, Mannheim
Veranstalter: IHK Rhein-Neckar
Ansprechpartnerin: Andrea Förster
Tel.: 0621 1709-164
Juni 2015
Vertrieb in Indien
Ort: IHK Rhein-Neckar, Mannheim
Veranstalter: IHK Rhein-Neckar, Kompetenzzentrum Indien
Ansprechpartnerin: Gabriele Borchard
Tel.: 0621 1709-131
16. Juni 2015
Zoll im Quadrat: „Importabwicklung“
Ort: IHK Rhein-Neckar, Mannheim
Veranstalter: IHK Rhein-Neckar
Ansprechpartnerin: Andrea Förster
Tel.: 0621 1709-164
29. September 2015
Incoterms ®
Ort: IHK Rhein-Neckar, Mannheim
Veranstalter: IHK Rhein-Neckar
Ansprechpartnerin: Andrea Förster
Tel.: 0621 1709-164
13. Oktober 2015
Zoll im Quadrat: „Warenursprung
und Präferenzen“
Ort: IHK Rhein-Neckar, Mannheim
Veranstalter: IHK Rhein-Neckar
Ansprechpartnerin: Andrea Förster
Tel.: 0621 1709-164
19. November 2015
Basiswissen Zoll
Ort: IHK Rhein-Neckar, Mannheim
Veranstalter: IHK Rhein-Neckar
Ansprechpartnerin: Andrea Förster
Tel.: 0621 1709-164
Technologie- und
Umweltberatung
25. Februar 2015
CE-Kennzeichnung – Praxisleitfaden
zum sicheren Produkt
Mannheim
26. Februar 2015
Realisieren Sie Ihre Energieidee –
die Innovationsplattform
KIC InnoEnergy stellt sich vor
Mannheim
3. März 2015
57. Heidelberger Bildverarbeitungsforum:
Visuelle Navigation und Tracking
Offenbach
3. und 4. März 2015
Workshop „Big Data: Mathematische
Datenanalyse komplexer Strukturen“
Heidelberg
12. März 2015
DHBW forscht:
Gebäudesystemtechnik
Mannheim
18. März 2015
Big Data – Chancen und Risiken für
Wirtschaft und Gesellschaft
Mannheim
Mehr zu den einzelnen
Veranstaltungen finden Sie unter:
www.rhein-neckar.ihk24.de
Dokumentnummer 25016
Ansprechpartnerin: Gabriele Dorner
Tel.: 06221 9017-691
Recht
4. März 2015
Online-Shops rechtssicher
gestalten – aktuelle Entwicklungen
und Rechtsprechung
Ort: IHK Rhein-Neckar, Heidelberg
Ansprechpartnerin:
Félicienne von Skerst
Tel.: 06221 9017-657
E-Mail: felicienne.vskerst@rheinneckar.ihk24.de
ÖFFENTLICHE BEKANNTMACHUNGEN
Verwaltungsvorschrift
zur Gefahrgutfahrerschulung
Die IHK Rhein-Neckar hat am 1. Dezember 2014 entsprechend § 4
der Satzung „betreffend die Ausbildung der Gefahrgutfahrer/-innen“
vom 5. Dezember 2012 neue Kurspläne als Verwaltungsvorschrift erlassen. Die neuen Kurspläne gelten ab 1. Januar 2015.
Interessenten können die Verwaltungsvorschrift bei der IHK RheinNeckar anfordern.
Ansprechpartner: Hermann Herzog
Tel.: 0621 1709-236, E-Mail: hermann.herzog@rhein-neckar.ihk24.de
ZAHL DES MONAT S
409
Beratungsgespräche und Kontakte verzeichnet die IHK RheinNeckar im Bereich der Unternehmensnachfolge für das Jahr
2014. Die Regelung der Unternehmensnachfolge ist in vielen
Firmen ein Thema. Das Moderatoren-Konzept der IHK RheinNeckar bietet Übergebern wie auch potenziellen Übernehmern
ein vielfältiges Informations- und Unterstützungsangebot.
Weitere Informationen unter:
www.rhein-neckar.ihk24.de, Dokumentnummer 419
Ansprechpartner: Christian Schwöbel, Tel.: 06221 9017-679
E-Mail: christian.schwoebel@rhein-neckar.ihk24.de
www.rhein-neckar.ihk24.de
SERVICE
WIRTSCHAFT IM TV
FOTO: ZDF UND STEFFEN BAYER
10. Februar bis 10. März 2015
Das TV-Highlight im Februar
Sonntag, 15. Februar
planet e.: Braunkohle –
Klimakiller mit Zukunft?
Gut einViertel des deutschen Stroms stammt aus Braunkohlekraftwerken. Sie liefern zuverlässig Strom – unabhängig von Windstärken und Sonnenstunden. Doch
der Preis ist hoch: Bei keiner anderen Art der Energieerzeugung wird so viel klimaschädliches Kohlendioxid in die Luft geblasen, ganze Landstriche werden
zerstört, Gewässer auf Jahrzehnte verschmutzt. Die
Bundesregierung will jetzt den Braunkohleboom stoppen. Doch geht das überhaupt? „planet e.“ fragt: Sind
Atomausstieg und Braunkohleausstieg gleichzeitig
möglich, und wie lange brauchen wir noch die Braunkohle als „Brückentechnologie?“ Denn über eines sind
sich Kohlekritiker und Kohlebefürworter einig – wirksamer Klimaschutz geht langfristig nur, wenn die Emissionen aus Braunkohlekraftwerken deutlich sinken.
Ein Braunkohlebagger bei der Arbeit: ein in Deutschland aussterbendes Phänomen?
ZDF, 14:40 Uhr
Dienstag, 10. Februar
Freitag, 20. Februar
Freitag, 6. März
Quarks & Caspers: Sand
X:enius: Alte Müllhalden –
sind sie Goldgruben?
Chefinnen – Frauen in
Weltkonzernen
Mülltrennung und Recycling sind heute eine
Selbstverständlichkeit, doch vor gar nicht
langer Zeit landeten gewaltige Mengen Eisen
und andere wertvolle Metalle einfach unsortiert im Müll. Alte Müllhalden beschäftigen derzeitWissenschaftler in ganz Europa,
ebenso wie alte Industriedeponien und Bergbauhalden. Die Forscher vermuten dort begehrte Rohstoffe wie Kupfer, aber auch seltene Elemente wie Indium, die heute für
unsere Hightech-Industrie unverzichtbar
sind. Befürworter des sogenannten Landfill
Minings, des Müllhaldenbergbaus, sehen in
diesen Stätten mögliche Goldgruben. Doch
noch ist nicht klar, ob sich das kostspielige
Bergen der Rohstoffe überhaupt rechnet.
Angelika Gifford, 47, ist Topmanagerin bei
Microsoft und imAufsichtsrat vonTUI. „Ich
hätte diese Karriere in einem deutschen Unternehmen so nicht machen können. Von uns
wird viel verlangt, die Zahlen müssen stimmen, aber US-Unternehmen ist es egal, ob
Sie einen Rock oder eine Hose tragen.“
Sand gibt es wie Sand am Meer. Sand ist
einfach überall.Aber Sand wird stellenweise
knapp. Ganze Strände verschwinden, der
Sandschmuggel blüht, da Sandhandel in einigen Ländern bereits stark reglementiert
wurde. Der Grund: Sand ist auf den ersten
Blick zwar allgegenwärtig, aber Sand ist ein
ganz besonderer Rohstoff. Er besitzt außergewöhnliche physikalische Eigenschaften
und ist Grundlage für den Stoff, aus dem
der Fortschritt gemacht ist: Computerchips,
Glas, Beton.
WDR Fernsehen, 21:00 Uhr
Donnerstag, 12. Februar
Bilderbuch: Ludwigshafen
3sat, 20:15 Uhr
Kurzfristige Programmänderungen
sind möglich.
Regelmäßige Sendungen:
Das Lichtermeer des Chemiegiganten BASF,
buntesTreiben an den Badeweihern und an den
Rheinstränden, südländisches Flair in denAltstadtvierteln,deftigesTheaterinPfälzerMundart–LudwigshafenlebtvonseinenKontrasten.
Weltläufig auf der einen, bodenständig pfälzisch auf der anderen Seite. Direkt am Rhein
gelegen, in nächster Nähe zu Heidelberg und
Mannheim. Eine junge Stadt, und eine Stadt
derArbeiter: 1865 im Zuge derAnsiedlung der
BASF direkt gegenüber von Mannheim gegründet, wuchs Ludwigshafen rasant. Heute
hat die Stadt mehr als 160.000 Einwohner.
ARTE, 8:30 und 17:05 Uhr
montags-freitags
Börse kompakt
Dienstag, 24. Februar
Eine Tageszusammenfassung live vom Frankfurter Parkett in Zusammenarbeit mit DAF-Deutsches Anleger Fernsehen
Mein wunderbarer Arbeitsplatz
RNF, 17:57 Uhr
SWR Fernsehen, 14:45 Uhr
ARTE, 20:15 Uhr
www.rhein-neckar.ihk24.de
Den Großteil des Alltags verbringen wir mit
unserem Job, aber nur elf Prozent allerArbeitnehmer fühlen sich dort wirklich wohl.
THEMA stellt Unternehmen vor, die durch innovative Konzepte, flache Hierarchien und
Vertrauen die Zufriedenheit des Personals gesteigert haben – und den Umsatz gleich mit.
freitags
Zur Sache
Die einstündige Live-Diskussionsrunde erörtert
meist ein Thema von regionaler Bedeutung.
RNF, 15:00 Uhr
Wdh. sonntags 18:00 Uhr
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
61
FOTO: RTL
NAMEN & NACHRICHTEN
Die Postbank Immobilien
GmbH zählt zu den 100 TopMaklern in Deutschland. Dies
ist das Ergebnis einer exklusiven Studie der Ratinggesellschaft Feri EuroRating Services AG und des IIB Instituts
Innovatives Bauen für das
Wirtschaftsmagazin Capital.
Bei der Analyse in der Region
Mannheim erhielt das Unternehmen die Bestnote von fünf
Sternen. Für den neu entwickelten Capital Makler-Kompass wurden in 26 Städten
die 25 Vermittler mit dem jeweils größten Immobilienangebot in den vergangenen zwölf
Monaten einem qualitativen
Test unterzogen.
Ausverkauftes Haus – für jede der sechs Shows in der Stadthalle Heidelberg wurden 850 Karten verkauft.
Enver Atabay hat die alte Kaffeerösttradition in
Mannheim wieder aufleben lassen.
Die Mannheimer Kaffeerösterei Helder & Leeuwen
wurde Ende 2014 mit dem Zusatzpreis des Landes
Baden-Württemberg und der L-Bank für junge
Kleinstunternehmen ausgezeichnet. 2007 gründete
Enver Atabay die Kaffeerösterei. Neben dieser betreibt der studierte Wirtschaftsjurist auch ein Ladengeschäft in der Innenstadt. Für die Röstung von
qualitativ hochwertigem Kaffee reist er auch in die
Anbaugebiete und kreiert für Großabnehmer individuelle Röstungen. Der Preis wird alle zwei Jahre
von der Landesregierung Baden Württemberg und
der L-Bank vergeben unter der Schirmherrschaft
des Ministerpräsidenten.
62
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
aus der Nachbarstadt, die im Herbst 2015 ausgestrahlt werden sollen. Bereits die erste Staffel wurde
2014 in der Stadthalle produziert. Acht Kilometer
Kabel, zehn riesige Trucks, zehn Kameras und zwei Kamerakräne waren notwendig, um die Show aufzuzeichnen. Ein 100-köpfiges Heer aus Fachkräften, Bühnenbildnern, Lichtdesignern, Übertragungstechnikern,
Redakteuren und vielen anderen arbeitete acht Tage
fast rund um die Uhr an der Realisierung.
Die Universität Mannheim
stellt die beiden forschungsstärksten BWL-Professoren
Deutschlands. Professor Dr.
Dr. h.c. mult. Christian
Homburg und Professor Dr.
Dr. h.c. Martin Weber führen das Handelsblatt-Ranking an und bestätigten das
Ergebnis aus dem For- Christian Homburg
schungsranking 2012. Der
Marketingprofessor Homburg forscht in den Bereichen marktorientiertes Management, Kundenbeziehungsmanagement, Sales
Management und Pricing
und besitzt den Lehrstuhl für
Business-to-Business Marketing, Sales & Pricing. Ban- Martin Weber
king-Spezialist Weber hat
den Lehrstuhl für ABWL, Finanzwirtschaft, insbesondere Betriebswirtschaftslehre inne. Das
Ranking bewertet die Forschungsleistung von
rund 3.000 Betriebswirten aus dem deutschsprachigen Raum.
FOTOS: UNIVERSITÄT MANNHEIM
FOTO: L-BANK / WAGENHAN
Altes trifft auf Supermodernes. Gerade der Kontrast
von historischem Ambiente und futuristischem Lichtdesign macht diese Fernsehproduktion zu etwas ganz
Einzigartigem“, so Nils Näfe, Produktionsleiter der
Brainpool TV GmbH, die in der Stadthalle Heidelberg
Anfang Januar die zweite Staffel der erfolgreichen RTLShow „Bülent & seine Freunde” produzierte. Der aus
Mannheim stammende Star-Comedian Bülent Ceylan
präsentierte insgesamt sechs neue Folgen der Show
Die Mannheimer performance IMC Vermögensverwaltung AG wurde vom Elite
Report 2015 für ihre Leistungen mit dem Prädikat „magna
cum laude“ ausgezeichnet.
Der Elite Report hat gemeinsam mit seinem Medienpartner Handelsblatt über 360
Banken und Vermögensverwalter bewertet. Das Mannheimer Unternehmen, das bereits
im letzten Jahr ausgezeichnet
wurde, überzeugte damit erneut die Tester des Branchenvergleichs, den es bereits seit
2003 gibt, mit seiner Beratungsqualität.
Die Sparkasse Heidelberg
wurde mit dem audit berufundfamilie als familienfreundliches Unternehmen ausgezeichnet. Das größte Kreditinstitut der Region bietet seinen 1.378 Mitarbeitern variable Arbeitszeiten, vielfältige
Teilzeitmodelle (auch für Führungskräfte), Programme zur
Gesundheitsförderung und
Notfallbetreuungsmöglichkeiten für Kinder. Im Fokus des
Unternehmens steht die Vereinbarkeit von Privatleben und
Beruf der Mitarbeiter. Das
audit berufundfamilie unterstützt Firmen aller Branchen
bei der Umsetzung einer nachhaltig familienbewussten Personalpolitik.
www.rhein-neckar.ihk24.de
Impressum
FOTOS: UNIVERSITÄTSKLINIKUM MANNHEIM
Dipl.-Ing.
Hubert
Eirich, Ehrenpräsident der IHK RheinNeckar, hat Mitte
Januar seinen 80.
Geburtstag gefeiert.
Der Unternehmer
aus Hardheim im Odenwald wurde
1979 in die Vollversammlung der IHK
Rhein-Neckar gewählt. Von 1995 bis
2005 stand der geschäftsführende
Gesellschafter der Maschinenfabrik
Gustav Eirich als Präsident an der
Spitze der IHK. Die Vollversammlung
würdigte Erichs große Verdienste mit
der Wahl zum Ehrenpräsidenten und
der Verleihung der Großen Verdienstmedaille der IHK Rhein-Neckar in Gold.
Redaktion:
Andrea Kiefer (verantw.)
Annegret Rupp, Olga Heiland,
Timo Muser, Ulla Cramer
L 1, 2, 68161 Mannheim,
Tel.: 0621 1709-210 oder -213
Fax: 0621 1709-102, E-Mail:
andrea.kiefer@rhein-neckar.ihk24.de
Weitere Autoren:
Dr. Gabriele Koch-Weithofer,
Ralf Schlindwein
FOTO: KD BUSCH/COMPAMEDIA
FOTO: INGRID EIRICH-SCHAAB
Herausgeber:
Industrie- und Handelskammer (IHK)
Rhein-Neckar
Hans Eichel (l.) und der geschäftsführende Gesellschafter der Empiricus
GmbH, Roland Noll (r.), mit dem Top-Consultant-Siegel
FOTO: MANNHEIMER MORGEN
(Foto links) und Dr. Jörg Blattmann
bilden die neue „Doppelspitze“ des
Universitätsklinikums Mannheim.
Vom Aufsichtsrat wurden sie zu
gleichberechtigten Geschäftsführern
der Klinikum Mannheim gGmbH ernannt. Wenz übernimmt den ärztlichwissenschaftlichen Teil, Blattmann
den kaufmännischen Part.
Dirk Lübke ist zum
1. Januar 2015 zum
neuen Chefredakteur
des „Mannheimer
Morgen“ (MM) berufen worden. Der 54Jährige tritt damit die
Nachfolge des verstorbenen Horst Roth
an. Lübke arbeitet seit neun Monaten
für den MM als stellvertretender Chefredakteur und Leiter der Lokalredaktion. Die Ressortleitung Lokales wird er
bis auf weiteres in Personalunion ausüben. Der gebürtige Niedersachse absolvierte ein Journalistik-Fernstudium
an der Freien Universiät Berlin. Er arbeitete unter anderem als stellvertretender Chefredakteur für die „Thüringer
Allgemeine“ in Erfurt und in derselben
Funktion bei der internationalen Nachrichtenagentur dapd in Berlin.
www.rhein-neckar.ihk24.de
Gesamtherstellung, Verlag,
Anzeigenverwaltung, Satz, Layout,
Druck und Abonnements:
Prüfer Medienmarketing
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Fax: 0621 43700208
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Achim Hartkopf
11 Ausgaben/Jahr
z. Z. gilt Anzeigenpreisliste Nr. 37
vom Januar 2015
Abonnementpreis jährlich
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Professor Dr. med. Frederik Wenz
Der Weinheimer Personalberater Empiricus GmbH hat das Top Consultant-Siegel erhalten und gehört damit zu den besten Beratern
für den Mittelstand. Insgesamt 102 Beratungsunternehmen dürfen
das Siegel „Top Berater 2014“ führen, nachdem sie sich einem umfangreichen Prüfverfahren unter Leitung von Prof. Dr. Dietmar Fink
von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg gestellt hatten. Der ehemalige
deutsche Finanzminister Hans Eichel war der Mentor des Projekts.
Die Empiricus GmbH mit Sitz in Weinheim wurde 2010 gegründet
und ist spezialisiert auf das Recruiting und New-Placement von ITFach-und Führungskräften. Gründer und Geschäftsführer Roland
Noll beschäftigt einen festangestellten Partner und weitere freiberufliche Berater.
Neuigkeiten über Ihr
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Dokumentnummer 3091 informiert Sie.
IHK Rhein-Neckar
Standort Mannheim
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Standort Heidelberg
Hans-Böckler-Straße 4,
69115 Heidelberg
Tel.: 06221 9017-0
Fax: 06221 9017-617
Standort Mosbach
Oberer Mühlenweg 1/1,
74821 Mosbach
Tel.: 06261 9249-0,
Fax: 06261 9249-728
Mitgliederservice:
Bei nicht gewünschter ZeitschriftenBelieferung, Mehrfachzustellungen
oder Adressänderungen wenden Sie
sich bitte an:
Telefon-Hotline: 0621 1709-333
Fax: 0621 1709-5297
Rack & Schuck-Geschäftsführer Jürgen Bichelmeier und Elodie Lamouroux (C.J. Lamy, Produktionerin Marketing) mit dem Siegerentwurf
Das Mannheimer Unternehmen Rack & Schuck wurde in der Kategorie
Design mit dem „Superstar in Gold“ für die Lamy-Schaufensterpräsentation ausgezeichnet. Die Fachzeitschrift „display“ vergab die Auszeichnung
für eine hervorragend gelungene Warenpräsentation am Point of Sale.
Rack & Schuck setzte sich gegen 82 weitere Bewerber durch. Das Schaufenster präsentierte die Modellreihe „Lamy 2000“, für die der gleichnamige Heidelberger Hersteller den Titel „Marke des Jahrhunderts“ erhielt.
Die Zeitschrift ist das offizielle Organ
der IHK Rhein-Neckar. Der Bezug der
IHK-Zeitschrift erfolgt im Rahmen der
grundsätzlichen Beitragspflicht als
Mitglied der IHK.
ISSN 1868-7008
Druckauflage:
26.500 Exemplare
Erscheinungsdatum:
5. Februar 2015
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
63
ZU GAST BEI...
Restaurant „Joe Peña’s
Cantina y Bar“
FOTOS: TRÖSTER
Was machen Unternehmer eigentlich, wenn sie sich einmal nicht um
Zahlen und Kunden kümmern? Wo
entspannen sie, wo laden sie ihren
Akku auf? Hier stellen Ihnen IHKMitglieder die Restaurants vor, in
denen sie gerne zu Gast sind. Heute
ist es Khan Nguyen, Betreiber des
Mannheimer Internetportals „sengaa
– what’s your style?“, der uns sein
Lieblingsrestaurant präsentiert.
Schon seit der Eröffnung im Mai 2014 ist Khan
Nguyen (l.) Stammgast bei Margret Staiger und
Efkan Tekinsöz.
An der Theke lädt der Barkeeper zum Genuss eines
leckeren Tequila oder Caipirinha ein.
Schön hier!
A
uchwenndieFamilievonKhanNguyen
vor vielen Jahren aus Laos nach
Deutschland kam, hat der junge Unternehmer mit asiatischer Küche
nicht viel am Hut. Aktuell ist definitiv die TexMex-Küche im Joe Peña’s im Mannheimer
Quadrat B2 sein Favorit.
Und das liegt nicht nur daran, dass das Restaurant lediglich wenige Schritte von seinem
Büro entfernt ist. „Ich mag das Ambiente mit
der langen Theke im Ernest-Hemingway-Stil
und dem tollen Wintergarten, dem Palmen ein
richtig exotisches Flair geben“, schwärmt er.
„DasistgenaudasRichtige,umnachderArbeit
auszuspannen.“ Am liebsten bestellt er einen
derleckerenBurger–auchwenndiesesGericht
nicht unbedingt für die mexikanische Küche
steht. „Doch es schmeckt einfach“, so der gebürtige Kölner, der seine berufliche Karriere
nach einemAbschluss als Diplom-Grafik- und
KommunikationsdesignerbeieinerWerbeagentur in Mannheim als Creative Director startete,
bevor er sich selbstständig machte.
64
IHK-MAGAZIN RHEIN-NECKAR 2/2015
Im Quadrat B2 bietet die Joe Peña’s Cantina y Bar
mexikanischeGerichteundsüdamerikanischesFlair.
Den Sprung in die Selbstständigkeit wagten
auch Margret Staiger und Efkan Tekinsöz, die
das Joe Peña’s im letzten Mai in den alten
Räumlichkeiten des Flic Flac eröffnet haben.
Margret Staiger verdiente sich ihr MarketingStudium durch einen Job im Esslinger Restaurant der Franchise-Kette, ihr Partner Efkan Tekinsöz arbeitete dort als Betriebsleiter – bis sie
sichentschlossen,ihrenTraumvoneinemLeben
als eigenständige Unternehmer mit einem eigenen Lokal zu realisieren. „Da unsere schwäbischeHeimatschonausreichendmitJoePeña’s
Restaurants versorgt war, haben wir uns in Baden umgeschaut“, erinnert sich die junge Gastronomin. „Und dieser Standort war einfach
perfekt.“ Mit 200 Plätzen und verschiedenen
Räumen ist er auch eine passende Location für
private und geschäftliche Feiern oder Veranstaltungen.
Eine authentische, detailverliebte Einrichtung mit vielen Anleihen an die vierziger und
fünfziger Jahre ist dem Paar wichtig. Im Fokus
steht aber natürlich die mexikanische Küche.
Neben traditionellen Gerichten kommen in
Mannheim besonders Steaks und Rumpsteaks
gut an, die teilweise direkt am Tisch tranchiert
werden. „Ganz speziell für Mannheim haben
wir die Burgerkarte kreiert“, berichtet Margret
Staiger – sehr zur Freude von Khan Nguyen.
SpeziellfürBurgerfansgibtesjedenDonnerstag
den Burger Day mit Sonderpreisen. „Leider
habe ich bisher noch nicht geschafft, diesesAngebot wahrzunehmen“, erzählt er. „Als Startup arbeitet man doch fast rund um die Uhr.“
Einen Tequila hat der gelernte Grafiker jedoch
schon einmal versucht. „Das hilft manchmal,
wenn man auf der Suche nach einer kreativen
Lösung ist“, lächelt er.
Doch grundsätzlich legt Nguyen Wert auf
einenklarenKopf,umseinjungesUnternehmen
voranzubringen. Die Plattform sengaa.com ist
ein Styling-Portal für modebewusste junge
Leute, die dort ihre Styles und Outfits zu bestimmtenThemenpräsentieren,möglichstviele
Likeseinsammelnundbeientsprechendgroßer
Zustimmung auch Preise gewinnen können.
„Die Marke sengaa ist eine raffinierte Kombination aus den zwei erfolgreichen Social-Network-Plattformen Facebook und Instagram,
plus dem TV-Format Shopping-Queen“, beschreibtKhanNguyenseineGeschäftsidee.Mit
Kooperationen beispielsweise mit der Jugendmesse YOU, die in Berlin und Dortmund vertreten ist, ist er gerade dabei, die Internetplattform bei den wichtigen Zielgruppen bekannter
zu machen. Nachdem er den ganzen Tag in der
virtuellen Welt unterwegs war, genießt es der
Rheinländer jedoch umso mehr, abends in Joe
Peña’s Cantina y Bar in eine entspannte Welt
einzutauchen, die ein Hauch vergangenerTage
umweht – eine Zeit, in der es weder Facebook
und Smartphones und noch nicht einmal einen
Laptop gab.
Ulla Cramer
www.rhein-neckar.ihk24.de
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