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Doppelte Blende

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Doppelte Blenden stricken
Die doppelte Blende ist eine Alternative zu dem gerippten Bündchen. Sie sieht eleganter aus,
zieht sich nicht zusammen und hält zum Beispiel bei Mützen auch doppelt warm.
Wie ein Strickstück mit einer doppelten Blende begonnen wird, ist meistens bekannt. Der Vollständigkeit halber ist es trotzdem nochmal dargestellt.
Für den Abschluss mit einer doppelten Blende wird hier eine Methode gezeigt, die diesem Anfang sehr ähnlich sieht. Dabei wird nicht wie üblich abkettet und gegengenäht.
Die Anleitung kann für das Stricken in Reihen und in Runden verwendet werden.
Für die untere Blende benötigt man zusätzlich einen Hilfsfaden (möglichst Baumwolle) und eine
Häkelnadel, sowie eine zweite Stricknadel. Diese kann auch dünner sein, als die für das Strickstück verwendete.
Für die obere Blende benötigt man eine zweite Stricknadel in gleicher Stärke und eine stumpfe
Nähnadel, durch deren Öhr das Strickgarn passt.
Außerdem muss man wissen, wie Maschen provisorisch angeschlagen werden. Sehr gut geeignet ist das Aufhäkeln von Maschen. Dazu gibt es ein Tutorial:
http://antjeswerk.de/wp-content/uploads/Maschen-aufhäkeln.pdf
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Mit einer doppelten Blende beginnen
Mit einem Hilfsgarn (am besten Baumwolle) beginnen und die benötigte Maschenzahl provisorisch anschlagen.
Bild 1 zeigt die aufgehäkelten Maschen.
Im Bild 2 sind die provisorischen Maschen mit dem Originalgarn gestrickt.
Zuerst wird die Innenseite des Bündchens glatt rechts gestrickt, je nach Projekt in Runden oder
in Reihen.
Wenn die gewünschte Breite erreicht ist, wird die Bruchkante eingefügt.
In Bild 3 sind es linke Maschen. In Runden wird dafür eine Runde links gestrickt. In Reihen wird
entweder eine Rückreihe rechts oder eine Hinreihe links gestrickt.
Alternativ kann auch ein kleines Lochmuster verwendet werden. Dafür ist eine gerade Maschenzahl notwendig. Abwechselnd einen Umschlag bilden und anschließend 2 Maschen zusammenstricken.
Nach dem Bruch wieder genau so viele Runden oder Reihen stricken wie vor dem Bruch.
Jetzt wird der provisorische Anschlag aufgelöst und die Maschen werden auf eine zweite Stricknadel gebracht (Bild 4).
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Anschließend werden die beiden Nadeln parallel gelegt. Nun werden immer eine Masche von
der vorderen Nadel und eine Masche von der hinteren Nadel rechts zusammengestrickt (Bild 5)
bis alle Maschen aufgebraucht sind. Die doppelte Blende ist fertig. Bild 6 zeigt die Vorderseite,
Bild 7 die Rückseite der Arbeit.
Mit einer doppelten Blende enden
Wenn das Strickstück mit einer doppelten Blende beendet werden soll, wird erst mal bis zur
endgültigen Länge gestrickt.
Dann wird die Bruchkante gearbeitet, genau so wie oben beschrieben.
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Anschließend strickt man wieder glatt rechts - 2 Reihen oder Runden weniger als die gewünschte Blendenbreite. Wenn man in Reihen strickt, ist es vorteilhaft mit einer Hinreihe zu enden. Ansonsten muss man den Faden neu ansetzen (Bild 8).
Nun strickt man in einer Rückreihe oder -runde (also in entgegengesetze Richtung) Maschen aus
dem Gestrick heraus. Es ist wichtig, auf die Richtung zu achten, damit die aufgenommenen Maschen zum Rand hin liegen. Nur so entsteht ein flacher Übergang zur Blende.
Man verwendt eine zweite Nadel in gleicher Stärke. Die Maschen werden aus der Reihe aufgenommen, die vor der Blende liegt.
Beispiel: Die Blende soll 9 Reihen/Runden breit werden. Es werden also erst 7 Reihen/Runden
glatt rechts gestrickt. Dann werden aus der 10. Reihe/Runde über der Bruchkante die Maschen
herausgestrickt.
Man nimmt dafür den Faden weiter, mit dem bislang gestrickt wurde und versucht, die erste
herausgeholte Masche möglichst ohne Lücke an die letzte gestrickte anzuschließen. Es wird von
vorn nach hinten in den Maschenbogen eingestochen und eine Schlinge auf die Nadel geholt.
Achtung! Immer in der gleichen Reihe bleiben!
Nun werden die beiden Nadeln parallel gelegt (Bild 11) und die Maschen im Maschenstich verbunden.
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Die Stiche nicht zu fest ziehen, sonst wird die Naht vorn deutlich sichtbar. Bild 12 zeigt das Ergebnis. Die genähten Maschen sind eventuell etwas locker. Das lässt sich aber korrigieren (Bild
13).
Man benötigt einen Faden, der ungefähr 4x so lang ist wie das Strickstück breit. Eine stumpfe
Nähnadel verwenden und wie folgt vorgehen:
Zuerst durch die erste Masche der hinteren Nadel wie zum Rechtsstricken, die Masche bleibt
auf der Nadel,
dann 1. – 4. immer wiederholen:
1. durch die erste Masche der vorderen Nadel wie zum Rechtsstricken, die Masche von der Nadel fallen lassen
2. durch die nächste Masche der vorderen Nadel wie zum Linksstricken, die Masche bleibt auf
der Nadel
3. durch die erste Masche der hinteren Nadel wie zum Linksstricken, die Masche von der Nadel
fallen lassen
4. durch die nächste Masche der hinteren Nadel wie zum Rechtsstricken, die Masche bleibt auf
der Nadel.
Am Ende auf der vorderen Nadel nur Stich 1, auf der hinteren nur Stich 3 arbeiten.
Die Maschengröße kann korrigiert werden, in dem man von Beginn der Naht an, den Faden
Stück für Stück nachzieht (Bild 13). Das ist zwar aufwendig, aber es lohnt sich. Bild 14 zeigt die
fertige Blende.
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