close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Administrative/-n Assistenten/-in des Geschäftsführers 60% mit

EinbettenHerunterladen
IKARUS
Sonderausgabe
Die Woche des IKARUS | 10.-15. Oktober 2014
1
inhalt | personen
grußworte
ikarus
programmüberblick ikarus
nominierte stücke
ikarus
ermäßigungs-
verfahren
fachbesucher begleitprojekt
impressum
grußworte
Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft 3
Geschäftsführung JugendKulturService gGmbH 3
Höhenflüge des Berliner Kinder- und Jugendtheaters
4
Grußwort Schirmherr Axel Prahl
5
Die Nominierungen 2014
5
Die Woche des IKARUS 2014
6
Der IKARUS-Preis
7
Die Jury
7
Rosa bockt | ab 4 Jahre
8
Der Räuber Hotzenplotz | ab 4 Jahre
10
Das doppelte Lottchen | ab 6 Jahre
12
Spaghettihochzeit | ab 9 Jahre 14
Aussetzer | ab 14 Jahre 16
Bisherige Preisträger 2002-2013
18
Herzlichen Dank
20
Seien Sie 2015 mit dabei!
20
Theaterbesuche werden gefördert
21
BERLIN DIAGONALE
Schülerzeitungs-Wettbewerb 2014/2015
22
23
Die Geschäftsführung der JugendKulturService gGmbH dankt der
IKARUS Jury 2014 und den Mitgliedern des Theaterbeirates für die Unterstützung und Mitwirkung bei der Planung und Durchführung der Woche
des IKARUS 2014 sowie allen Institutionen und Personen, die den Höhenflug des IKARUS 2014 unterstützen (siehe Seite 20).
Theaterbeirat (Stand Mai 2014):
Renate Breitig, ehem. Referentin für ästhetische Bildung, Gründerin TUSCH
| Gerhard Drexel, Publizist | Gabriele Hilsberg, Kulturmanagerin | Annett Israel, Mitarbeiterin Kinder- und Jugendtheaterzentrum der Bundesrepublik
Deutschland, Büro Berlin | Sabine Kallmeyer, Mitarbeiterin Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft | Mareike Ligges, Mitarbeiterin –
Der Regierende Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten | Agnes Schipper, Mitarbeiterin Senatsverwaltung für Bildung,
Jugend und Wissenschaft | Peter Scollin, Platypus Theater | Thomas Sutter,
ATZE Musiktheater | Doris Weber-Seifert, Geschäftsführerin JugendKulturService gGmbH
2
Allen nominierten Theatern sowie den Preisträgerinnen und Preisträgern gratuliere ich sehr herzlich.
23
Aufgrund der einfacheren Lesbarkeit werden in den Artikeln die männlichen Formen benutzt, sie schließen jedoch die weiblichen mit ein.
Mitglieder der IKARUS Jury 2014 (siehe Seite 7)
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit der IKARUS-Auszeichnung für herausragende
Theaterinszenierungen würdigt der JugendKulturService den wichtigen Beitrag der Berliner Kinder- und Jugendtheater zur kulturellen Bildung
in Berlin. Kinder und Jugendliche sollten so früh
und so oft wie möglich mit dem Theater Bekanntschaft machen. Mein besonderer Dank gilt allen
Akteurinnen und Akteuren, die dafür Sorge tragen, dass Berliner Kinder und Jugendliche tagtäglich vielfältiges, phantasievolles, bewegendes, mutiges und Mut machendes Theater auf hohem künstlerischen Niveau erleben können!
Mein Dank geht auch an die Joachim und Anita Stapel Stiftung und die
Bürgerinnen und Bürger, die mit ihren Spenden ermöglichen, dass der
IKARUS Preis auch in diesem Jahr mit 5.000 € dotiert werden kann. Damit setzen die Spenderinnen und Spender ein Zeichen für künstlerische
Qualität im Kinder- und Jugendtheater und drücken allen Beteiligten
ihren Respekt und ihre Anerkennung aus.
Sandra Scheeres
Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft des Landes Berlin
Liebe Leserinnen und Leser,
das IKARUS Finale 2014
rückt näher und wir möchten Ihnen auf den nachfolgenden Seiten die fünf
für den IKARUS 2014 nominierten Inszenierungen
vorstellen. In der Woche
des IKARUS vom 10.-15. Oktober können Sie die Nominierungen live
erleben und auch die Jury wird das kompakte Präsentationsformat nutzen, um die Inszenierungen vor der Entscheidungsfindung zu sichten.
Wir begrüßen es sehr, dass 2014 erstmalig die BERLIN DIAGONALE im
Rahmen der Woche des IKARUS Fachbesucher aus dem In- und Ausland einlädt, um ausgewählte Berliner Inszenierungen für Kinder und
Jugendliche kennenzulernen. Auf der Preisverleihung am 15. Oktober
im Podewil wird der IKARUS Preisträger 2014 feierlich verkündet, und
wenn Sie bei diesem Finale dabei sein wollen – Sie sind herzlich eingeladen – sprechen Sie uns bitte an. Wir danken allen Spendern, die eine
finanzielle Dotierung des IKARUS ermöglicht haben und allen weiteren
Unterstützern sehr herzlich.
Geschäftsführung JugendKulturService gGmbH
3
ikarus
IKARUS
Auszeichnung für herausragende Berliner
Theaterinszenierungen für Kinder und Jugendliche
Als Schauspieler, dessen frühe künstlerische Laufbahn vom Kinder- und
Jugendtheater geprägt ist und im GRIPS-Theater begann, und auch als
Vater von vier Kindern unterstütze ich sehr gerne als Schirmherr die
IKARUS-Auszeichnung, die auf die besondere Qualität im Kinder- und Jugendtheater aufmerksam macht.
Theater für Kinder und Jugendliche ist eine eigenständige, äußerst verantwortungsvolle Kunstform und stellt auch für die Schauspielerinnen
und Schauspieler eine besondere Herausforderung dar. Kinder wollen im
Theater Phantasien entwickeln, sie wollen entdecken, sich identifizieren,
sie wollen Spaß. Kinder sind mit Leib und Seele dabei, wenn sie spüren,
dass die Regisseure und Schauspielerinnen und Schauspieler sie ernst
nehmen. Wenn das nicht der Fall ist, sind sie ein gnadenloses Publikum,
das auch schon mal vorzeitig den Theatersaal verlässt.
Ich danke allen, die das Theater für Kinder und Jugendliche und den
IKARUS fördern und bedanke mich insbesondere auch bei der „Joachim
und Anita Stapel Stiftung“ und den Bürgerinnen und Bürgern, die durch
ihre Spenden eine Dotierung des IKARUS ermöglichen.
IKARUS Schirmherr Axel Prahl
IKARUS-Schirmherr Axel Prahl, Schauspieler und zweifacher Träger
des Adolf-Grimme-Preises mit Gold | Foto: Kay Herschelmann
Höhenflüge des Berliner Kinder- und Jugendtheaters
Das Kinder- und Jugendtheater ist ein wichtiger Erlebnisraum im Bildungsprozess von jungen Menschen auf ihrem Weg zur eigenen Persönlichkeit und integraler Bestandteil der kulturellen Bildung.
Mit dem IKARUS-Preis setzt der JugendKulturService seit 2002 einmal
jährlich ein Licht-Zeichen in die breite und qualitativ hochstehende
Theaterlandschaft für ein junges Publikum in Berlin. Der IKARUS ehrt
Inszenierungen, die für Kinder und Jugendliche den Theaterbesuch zu
einem außergewöhnlichen Erlebnis werden lassen. Hier haben Künstler den Mut bewiesen, inhaltlich und ästhetisch besondere Wege zu
gehen. Der JugendKulturService möchte mit dem IKARUS das öffentliche Interesse auf diese besonderen Theaterereignisse lenken und dem
Publikum Hilfe und Orientierung bei der Wahl des Theaterbesuchs anbieten.
Seit 2013 ist der IKARUS mit 5.000 € dotiert. Dieses Preisgeld ist neben der Ehre für geleistete Kunstwerke eine wichtige Aufwertung. Sie
fördert nicht nur die ausgezeichnete Inszenierung, sondern fordert
auch zukunftsweisend dazu auf, qualitativ hochwertige und künstlerische Wagnisse für das junge Publikum in Berlin zu entwickeln
und umzusetzen. Ziel des JugendKulturService ist es, den IKARUS
als Preis in der Berliner Theaterlandschaft fest zu verankern und das
IKARUS-Festival als einen zentralen Treffpunkt der Berliner Kinder- und
Jugendtheaterszene zu etablieren. Die Kooperation mit der BERLIN
DIAGONALE (siehe Seite 22) ist ein Meilenstein in diese Richtung.
4
Die Nominierungen
Aus 35 Premieren und Wiederaufnahmen, die zwischen Juni 2013 und
Mai 2014 stattfanden, wurden von einer unabhängigen Jury fünf Inszenierungen für den IKARUS 2014 nominiert.
Rosa bockt – oder wie das mit Dornröschen wirklich war
Theaterkosmos 53 / Rike Schuberty | 4+
Der Räuber Hotzenplotz | Handmaids | 4+
Das doppelte Lottchen | ATZE Musiktheater | 6+
Spaghettihochzeit | ATZE Musiktheater | 9+
Aussetzer | GRIPS Theater | 14+
Berücksichtigt für Nominierungen werden Inszenierungen von Theatern des Ermäßigungsverfahrens zum Besuch von Kinder- und Jugendtheater (siehe Seite 21) und weiteren Theatern, die nur oder mit einer
eigenen Sparte für Kinder und/oder Jugendliche produzieren.
5
woche des ikarus
der ikarus-preis
programm
Die Woche des IKARUS 2014
10.-15. Oktober 2014
Der IKARUS-Preis
Tag
Zeit Inszenierung
Spielort
Fr. 10.10.
10.30 Spaghettihochzeit | 9+
ATZE Musiktheater
Sa. 11.10.
16.00 Rosa bockt | 4+
Figurentheater Grashüpfer
Sa. 11.10.
16.00 Spaghettihochzeit | 9+
ATZE Musiktheater
Figurentheater Grashüpfer
So. 12.10.
11.00 Rosa bockt | 4+
So. 12.10.
16.00 Das doppelte Lottchen | 6+ ATZE Musiktheater
So. 12.10.
16.00 Räuber Hotzenplotz | 4+
Das Weite Theater
So. 12.10.
16.00 Rosa bockt | 4+
Figurentheater Grashüpfer
Mo. 13.10. 10.00 Räuber Hotzenplotz | 4+
Das Weite Theater
Mo. 13.10. 10.00 Rosa bockt | 4+
Figurentheater Grashüpfer
Der IKARUS-Preis ist mit 5.000 € dotiert. Neben der Ehre für geleistete
Kunstwerke ist die Dotierung auch eine Förderung und Aufforderung
zu weiteren künstlerischen Wagnissen und Inszenierungen für ein junges Publikum.
Die Joachim und Anita Stapel Stiftung spendet die Hälfte des IKARUS
Preisgeldes, die zweite Hälfte stiften Bürgerinnen und Bürger. Sie alle
signalisieren damit den Theatern: Applaus und Anerkennung für diese
künstlerische Arbeit! Wir bedanken uns herzlich dafür (siehe Seite 20).
Die Preisvergabe
Der Preisträger des IKARUS 2014 wird am 15. Oktober in einer feierlichen Veranstaltung im Podewil in Anwesenheit der Staatssekretäre
Frau Sigrid Klebba und Herrn Tim Renner durch die Geschäftsführung
des JugendKulturService bekanntgegeben.
Mo. 13.10. 10.30 Das doppelte Lottchen | 6+ ATZE Musiktheater
Di. 14.10.
10.00 Rosa bockt | 4+
Figurentheater Grashüpfer
Di. 14.10.
18.00 Aussetzer | 14+
GRIPS Podewil
Mi. 15.10.
10.00 Räuber Hotzenplotz | 4+
Das Weite Theater
Mi. 15.10.
10.00 Rosa bockt | 4+
Figurentheater Grashüpfer
Mi. 15.10.
11.00 Aussetzer | 14+ b
Mi. 15.10. 18.00 Preisverleihung
b
GRIPS Podewil
Podewil
weiterer Spieltermin: Do. 16.10. um 11.00 Uhr
Die nominierten Inszenierungen werden auf den Seiten 8 – 17 vorgestellt. Kontaktdaten, Aufführungsorte und Eintrittspreise finden
Sie ebenfalls dort. Die angegeben Eintrittspreise gelten nur mit dem
Ermäßigungsschein Außerschulisches Verfahren (für Kindertagesstätten) oder Theater der Schulen (Schulklassen) des JugendKulturService
(siehe Seite 21).
Foto: Kay Herschelmann
Der Eintrittspreis für die Aufführungen
Auch Sie sind herzlich eingeladen. Bitte melden Sie sich bis spätestens
1. Oktober an unter ikarus@jugendkulturservice.de. Der Eintritt ist frei!
Die Jury
Foto: Joerg Metzner
Katrin Behrens, Managerin von Theaterprojekten für und mit Kindern
und Jugendlichen | Gerhard Drexel, Publizist | Gabi Hilsberg, Kulturmanagerin, Theaterpädagogin | Olga Sawitzki, Regisseurin, Bildungsarbeit
mit Jugendlichen | Doris Weber-Seifert, Geschäftsführerin JugendKulturService gGmbH
Für die Preisvergabe 2014 erweitert sich die Jury um Armin Stapel, Joachim und Anita Stapel Stiftung | Alice Ströver, Geschäftsführerin Freie
Volksbühne Berlin e.V. | Friedhelm Teicke, Leiter Bühnenressort Zitty
6
7
nominierung 2014
theaterkosmos53 / Rike Schuberty
ROSA BOCKT –
oder wie das mit Dornröschen wirklich war
Anja Horst
Rosa will nicht immer alles machen, was ihre Eltern sagen. Gut, das
Königspaar ist manchmal auch ganz nett, aber immer diese Sorge um
Rosa, immer diese Sprüche, sie soll hier nicht hingehen und sich da
nicht pieken, das nervt.
Und weil Rosa insbesondere diese Vorbestimmtheit satt hat (alle
meinen zu wissen, was an ihrem 15. Geburtstag passieren wird) fordert
sie das Schicksal lauthals heraus. Sie sticht sich prompt an einer Gabel
und fällt in tiefen Schlaf.
Aus diesem erwacht sie traumwandlerisch und geht zum ersten Mal
ihrer eigenen Wege, entdeckt Orte im Schloss, die sie nie gesehen, und
schließt Freundschaft mit Rolf der Rose und Uwe dem Hofradio. Die beiden wissen einiges zu erzählen von dem Vorfall damals, der den Fluch
in Gang gesetzt hat. Rolf ist deswegen mächtig sauer – denn auch die
Rosen mussten im Zusammenhang mit der umfassenden Entfernung
aller spitzen Gegenstände ihre Dornen abgeben; und Uwe, der die Ereignisse am Hof kommentiert und verbreitet, hat großes Verständnis
und Mitgefühl für Rosa.
Das Stück zeigt Rosas Angst vor der plötzlichen Eigenständigkeit
und auch ihr schlechtes Gewissen den Eltern gegenüber; aber dann
geht sie mutig ihren Weg und bekommt schließlich heraus, was es für
eine Bewandtnis mit dem Fluch der 13. Fee hat, welche tiefer liegenden
Gründe es dafür gegeben hat und wie sie selbst einen Ausweg aus dem
ganzen Schlamassel finden könnte.
„Rosa bockt“ ist nicht Dornröschen, sondern die Geschichte eines
Mädchens, das sich erstmals von den elterlichen Bestimmungen loslöst
und anfängt, eigene Fragen an ihr Leben zu stellen. Ein Reifungsprozess, der mit viel Witz und gekonntem Ein-Personen-Spiel mit Puppen
– eine besserwisserische Rose –, einem gelungenen Dekor – der ganze
Hofstaat als Kleidersammlung auf einer Kleiderstange – und einem
ungewöhnlichen Freund, nämlich Uwe, das Hofradio, vonstatten geht
und Rosa schließlich klüger und selbstbewusster heimkehren lässt.
Der zerbrochene 13. Teller wird geklebt, damit so was nicht nochmal
passiert, dass eine frustrierte ausgeladene Fee soviel Unheil anrichtet.
8
Foto: Simon Bauer
Aus der Begründung der Jury
„Rosa bockt“ ist eine gelungene Coming-of-Age-Geschichte für 5 bis
10-Jährige, die sich raffiniert beim Dornröschen-Märchen bedient. Regisseur Jonas Knecht lässt Rosa das Schicksal herausfordern und setzt sie
damit auf eine eigene Lebensspur. Rike Schubertys Spiel, das den Trotz
gegen die Eltern wie auch den kindlichen Drang und die Neugierde ernst
darstellt, lässt gleichzeitig in den Dialogen mit den auf Kleiderbügeln
„abgehängten“ Eltern, der mäkeligen gehäkelten Rose Rolf oder dem alten Hofradio Uwe viel Gelegenheit für Situationswitz und Sprachkomik
zu. Der Wechsel von Puppen- zu Schauspiel und zu Dialogen mit TonAufnahmen läuft geschmeidig und verknüpft alle Elemente zu einer gut
strukturierten Geschichte.
theaterkosmos53 / Rike Schuberty | ROSA BOCKT –
oder wie das mit Dornröschen wirklich war
Spiel: Rike Schuberty | Dramaturgie & Text: Anja Horst | Musik:
Simon Bauer | Ausstattung: Janna Skroblin | Regie: Jonas Knecht
|| 4+ | 45 Min.
Spieltermine während der Woche des IKARUS 2014
Sa, 11. Okt. 16 Uhr | So, 12. Okt. 11+16 Uhr | Mo, 13. Okt. 10 Uhr |
Di 14. Okt. 10 Uhr | Mi 15. Okt. 10 Uhr
Kartenpreis für diese Vorstellungen 3,50 € (mit Ermäßigungsschein des JKS)
Figurentheater Grashüpfer | Im Treptower Park | Puschkinallee 16a |
12435 Berlin (Treptow) | T: 53 69 51 50/52 |
www.theater-grashuepfer.de
9
nominierung 2014
Handmaids
Der Räuber Hotzenplotz
Frei nach Otto Preußler
Obwohl sie nicht wie eine Großmutter aussähe, weil sie keine Falten
hat, ist sie doch die Großmutter, behauptet die altertümlich gekleidete Spielerin mit Hochsteckfrisur und Drahtbrille. Gleich schiebt sie die
Erklärung hinterher: „Keine Falten? Kommt alles vom kalten Kaffee!“
Setzt sich auf einen Stuhl, klemmt sich eine alte Kaffeemühle zwischen
die Knie und mahlt Kaffee. Damit sind gleich zu Beginn die augenzwinkernde Ironie und der Witz gesetzt, die das Publikum das ganze Spiel
über vergnüglich unterhalten werden. Es entwickelt sich ein regelrechter Puppen-Sitcom-Action-Krimi als ein Verwirr- und Verwechselspiel mit Kasperl und Seppel, dem bösen Räuber Hotzenplotz, einem
aufbrausenden Zauberer, einer in eine Kröte verwandelte Fee und der
Großmutter, die virtuos das Spiel vorantreibt, bis sie ihre gestohlene
Kaffeemühle wieder zurückbekommt.
Denn als die Großmutter Kaffee mahlt, taucht der Räuber Hotzenplotz auf, der es auf die Kaffeemühle abgesehen hat. Er reißt die Mühle
an sich und verschwindet. Jetzt können nur noch Kasperl und Seppel
helfen. Um herauszufinden, wo der Räuber Hotzenplotz sein Versteck
hat, bohren sie in eine Kiste ein kleines Loch, füllen sie mit Sand und
schreiben groß darauf: „Vorsicht Gold“. Der Räuber Hotzenplotz geht in
die Falle! Er nimmt die Kiste mit und der herausrieselnde Sand bildet
eine Spur zu seiner Höhle. Doch der Räuber bemerkt den Trick und führt
wiederum Kasperl und Seppel hinters Licht. Kasperl gibt sich als Seppel
aus und verballhornt mehrmals den Namen Hotzenplotz. Das ärgert
den Räuber, so dass er den Gefangenen für einen Beutel Schnupftabak
an den Zauberer Zwackelmann verscherbelt, der auf seinem Schloss
haust. Kasper ist gefangen, denn ein Bann umgibt das gruselige Gemäuer. Als der Zauberer das Schloss verlässt, könnte Kasperl fliehen
Aber wie? Er entdeckt im Keller ein Kröte, die eine verzauberte Fee ist.
Könnte sie ihm helfen? Kasperl kann ihren Zauber lösen und hat drei
Wünsche frei. Nach einigen verrückten Kreuz- und Querzaubereien, bei
denen der Räuber Hotzenplotz von Zauberer Zwackelmann in einen
Gimpel verwandelt wird, kann er sie endlich einlösen.
Kasperl wünscht sich die Kaffeemühle der Großmutter und seine
Kasperlmütze herbei. Mit dem dritten Wunsch verwandelt er auf dem
Polizeirevier den Gimpel im Käfig wieder in den Räuber Hotzenplotz
zurück, der nun eingezwängt im Vogelbauer sitzt. Und am Ende des
Krimis freut sich Großmutter, dass sie ihre Kaffeemühle wieder hat und
Kaffee kochen kann.
10
Foto: Florian Hawemann
Aus der Begründung der Jury
Ist Kasperltheater ja an sich schon witzig, so entwickelt „Der Räuber Hotzenplotz“, gespielt von Sabine Mittelhammer von den Handmaids, Regie
Daniel Wagner, einen ganz eigenen Witz und Humor. Die Spielerin nimmt
die Rolle der Großmutter ein und führt dabei virtuos die Handpuppen
der Protagonisten. Mit dem Mitspiel der Großmutter und ihrer Spielkunst
werden die Handpuppen geradezu lebendig. Selbst der Polizist Dimpfelmoser, der wie ein Spiralfederteufel über einer geöffneten Kaffeedose
wackelt, die zwischen den Knien der Großmutter klemmt, erlaubt nicht
nur eine Szene, in der vier Figuren gleichzeitig spielen, sondern es wird
auch hier gezeigt, wie Puppenspiel geschieht. Und dennoch bleiben alle
Helden höchst lebendig und wirklich. In einer wunderbaren Neubelebung
des Kasperltheaters nehmen Kasperl und Seppel das junge und auch das
nicht mehr ganz so junge Publikum mit – mitten hinein in die Welt der
Großmutter.
Handmaids | Der Räuber Hotzenplotz
Konzept & Spiel: Sabine Mittelhammer | Ausstattung: Ulrike Langenbein, Verena Waldmüller | Kostümbild: Monika Ackermann
Musik: Florian Hawemann | Bühne: Max Strack, Felix Balsevicius |
Regie: Daniel Wagner || 4+ | 50 Min.
Spieltermine während der Woche des IKARUS 2014
So 12. Okt. 16 Uhr | Mo 13. Okt. 10 Uhr | Mi 15. Okt. 10 Uhr
Kartenpreis für diese Vorstellungen 3 € (mit Ermäßigungsschein des JKS)
Das Weite Theater | T: 99 17 92 7 | Parkaue 23 | 10367 Berlin
(Lichtenberg) | www.Das-Weite-Theater.de
11
nominierung 2014
ATZE Musiktheater
Das doppelte Lottchen
Frei nach Erich Kästner
Als Singspiel wird eine Adaption des Romans „Das doppelte Lottchen“ von Erich Kästner auf die Bühne gebracht. Die Geschichte zweier
Mädchen, die sich zufällig in einem Ferienheim begegnen und allen
sofort die verblüffende Ähnlichkeit in ihrem Aussehen auffällt, ist zum
einen das Abenteuer, wie sich zwei Zwillinge wiederfinden und zum
anderen ein kritischer Blick auf die Problematik von Kindern, deren Eltern sich getrennt haben.
Ihre Ähnlichkeit führt sofort zu Verwechslungen beim Lehrpersonal,
aber auch Luise, die vor Lotte im Ferienheim angekommen war, wehrt
sich gegen die scheinbare Konkurrenz, indem sie sich den anderen Kindern bei Gemeinheiten und Hänseleien gegenüber Lotte anschließt.
Als sie bemerkt, wie Lotte darunter leidet, schließen sie Freundschaft
und versuchen gemeinsam das Rätsel ihres gleichen Äußeren zu lüften.
Sie stellen fest, dass sie Zwillinge sein müssen. Um herauszufinden, wie
jeweils der andere Elternteil ist, schmieden die beiden Mädchen einen
Plan mit vertauschten Kindern, so dass nach den Ferien Lotte zum fremden Vater nach Wien und Luise zur unbekannten Mutter nach München
zurückkehrt. Als in Wien der inzwischen auch von Lotte geliebte Vater
heiraten möchte, flüchtet Lotte in eine schwere Krankheit und teilt dies
über heutige Medien ihrer Schwester Luise in München mit. Angesichts
der Krankheit von Lotte gesteht sie ihrer Mutter das Verwechslungsmanöver. Sofort nimmt sie Kontakt mit ihrem getrennten Mann auf und
fährt mit Luise nach Wien. Dort findet ein neues Sich-kennen-lernen
statt und die Aussicht, dass die Familie wieder zusammenfindet, was
den Genesungsverlauf von Lotte sichtbar beschleunigt.
Auch die Inszenierung am ATZE Musiktheater wurde mit dem Problem konfrontiert, dass Zwillingsschauspielerinnen schwer zu finden
sind. Also spielen die Rollen zwei ganz unterschiedliche Schauspielerinnen. Zur Überraschung ist Luise einen Kopf größer als Lotte, aber blonde Haare, die Theaterbehauptung „Wir sind Zwillinge“ und das frische
Spiel der beiden führt im Nu dazu, dass man auf der Bühne zwei eineiige Zwillinge spielen sieht. Das klappt hervorragend! Die temporeiche
Inszenierung von Göksen Güntel und die Lieder von Thomas Sutter, unterstützt von Videoeinspielungen, teilweise live gefilmt auf der Bühne,
eine humorvolle Überzeichnung von Figuren und Szenen bieten eine
frische Interpretation des Kinderbuchklassikers.
12
Foto: Joerg Metzner
Aus der Begründung der Jury
Einen Klassiker der Kinderliteratur auf die Bühne zu bringen, birgt per se
Fallstricke. Soll man die Geschichte „abarbeiten“ oder ihr eine neue Interpretation geben? Die Regisseurin Göksen Güntel entscheidet sich für
Werktreue und eine temporeiche Inszenierung, die die Figuren überzeichnet und dadurch jeder Gefahr von „Verstaubtheit“ oder „Verfilmungsästhetiken“ entgegen tritt, dagegen aber mit neuen Medien der heutigen
Zeit spielt. Die Bearbeitung des Stoffes und die Lieder mit moderner Musikauffassung von Thomas Sutter ergeben mit der Regieleistung und dem
erfrischenden Spiel der beiden Hauptdarstellerinnen – die es schaffen,
trotz einem Kopf Unterschied als Zwillinge wahrgenommen zu werden
– eine herausragende Bühnendarstellung des Klassikers.
ATZE Musiktheater | Das doppelte Lottchen
Spiel: Anna Trimper, Guylaine Hemmer, Simone Witte, Moritz Ross,
Natascha Petz, Nikolas Herdieckerhoff, Carsten Klatte, Marcus
Thomas | Regie: Göksen Güntel | Dramaturgie: Regine Bruckmann
| Bühnenbild: Jochen G. Hochfeld | Kostümbild: Marie Landgraf |
Musikalische Leitung: Sinem Altan | Komposition, Liedtexte & Bearbeitung: Thomas Sutter || 6+ | 120 Min. inkl. 1 Pause
Spieltermine während der Woche des IKARUS 2014
So 12. Okt. 16 Uhr | Mo 13. Okt 10.30 Uhr
Kartenpreis für diese Vorstellungen 4,50 € (mit Ermäßigungsschein des JKS)
ATZE Musiktheater | Luxemburger Str. 20 | 13353 Berlin (Wedding) |
T: 81 79 91 88 | www.atzeberlin.de
13
nominierung 2014
ATZE Musiktheater
Spaghettihochzeit –
Ein Stück über Liebe und Trennung
mit einem kleinen Happy-End
Thomas Sutter
Anna und ihr bester Freund Tim machen unterschiedliche Erfahrungen mit ihren Eltern. Nach anfänglichen Problemen kommt Tim mit
der Scheidung seiner Eltern ganz gut zurecht. Auch hat er sich mit dem
„Neuen“ der Mutter arrangiert, in wenigen Tagen soll Hochzeit sein. Bei
Anna verstehen sich die Eltern immer weniger und schreien sich an. Für
Anna ist dies kaum auszuhalten. Sie möchte die drohende Trennung
ihrer Eltern verhindern und tauscht sich darüber mit Tim aus. Die Krise
von Annas Familie zeigt sich auch daran, dass die Mutter nicht mehr
wirklich kocht, sondern schnell mal Spaghetti macht, und der Vater
immer missmutig von der Arbeit spät nach Hause kommt. Meistens
streiten sich die Eltern dann auch noch. Bei Tim ist es anders, da kochen seine Mutter mit ihrem Freund in Liebe vereint die Spaghetti. Bei
beiden Kindern kann die Trennungsphase der Eltern in rückblendenden
Szenen nachvollzogen werden. Anna versucht alles, dass sich ihre Eltern wieder annähern. Das gelingt ihr letztendlich, als sie die beiden
fragt, wie sie sich eigentlich kennengelernt haben. In der Rückschau
der Eltern kommt auch die Erinnerung an ihre große Liebe wieder zum
Vorschein. Bei der „Spaghettihochzeit“ von Tims Mutter kommen alle
zusammen und für Annas Eltern und somit auch für Anna bahnt sich
ein Happy-End an.
Die Inszenierung betont Aspekte wie Entwicklungschancen, Selbstbewusstsein und Freundschaft und ermutigt Kinder, in der besonderen
Situation, wenn Eltern sich nicht gut verstehen, aktiv zu werden und
sich nicht einzuigeln. Ein besonderer Stellenwert kommt der musikalisch-choreographischen Darstellungsweise zu, mit chorischen und
perkussiven Elementen. Die Hauptdarstellerin von Anna führt einnehmend den Fokus auf den Standpunkt und Blickwinkel des Kindes. Ihre
Fragen führen die Handlung voran; ihre Verzweiflung und auch ihr Mut
schaffen den Rhythmus der Inszenierung. Dass sie sich während der
Krise ihrer Eltern im Grunde nur beim Nachbarssohn richtig wohlfühlt,
stellt sie für alle nachvollziehbar dar.
Foto: Jörg Metzner
Aus der Begründung der Jury
Die muntere Dynamik des abwechslungsreichen Musiktheaters verhindert, dass das Thema Trennung der Eltern zu einem Rührstück wird. Anna
wird zur positiven Identifikationsfigur, denn sie schafft es, die Probleme
anzusprechen und nach Lösungen zu suchen, damit ihre Eltern wieder
zueinander finden können. Im Austausch mit ihrem Freund Tim erörtert
sie die emotionalen und juristischen Fallstricke einer Trennung der Eltern.
„Spaghettihochzeit“ ist ein sehr gut inszeniertes Musical, in dem mit
Ruhe bei einigen Szenen, mit beherztem Schwung in anderen ein schwieriges Thema behandelt wird: Wie geht es Kindern, wenn Eltern sich trennen? Eine insgesamt stimmige und spannungsvolle Inszenierung.
ATZE Musiktheater | Spaghettihochzeit
Spiel: Franziska Forster, Guylaine Hemmer, Begüm Tüzemen, Eduard
Burza, Nikolaus Herdieckerhoff, Carsten Klatte, Simon Mehlich,
Jonas Münchgesang | Dramaturgie: Regine Bruckmann | Bühnen- &
Kostümbild: Marie Landgraf | Musikalische Leitung: Sinem Altan |
Komposition: Sinem Altan, Thomas Sutter | Liedtexte, Buch & Regie:
Thomas Sutter || 9+ | 120 Min. inkl. 1 Pause
Spieltermine während der Woche des IKARUS 2014
Fr 10. Okt. 10.30 Uhr | Sa 11. Okt. 16 Uhr
Kartenpreis für diese Vorstellungen 4,50 € (mit Ermäßigungsschein des JKS)
ATZE Musiktheater | Luxemburger Str. 20 | 13353 Berlin (Wedding) |
T: 81 79 91 88 | www.atzeberlin.de
14
15
nominierung 2014
GRIPS Theater
Aussetzer
Ein Stück über Gewalt und Aggression im System Schule
Lutz Hübner, Mitarbeit Sarah Nemitz
Zu seinem Hauptschulabschluss braucht der schnell aufbrausende
Kickboxer und Klassenstörenfried Chris unbedingt die Note 3. Anfangs
bittet er seine Fachlehrerin Julika Stöhr demütig um die für ihn wichtige Benotung, doch dann macht er eine Forderung daraus. Die Lehrerin, von der ungezogenen Klasse sowieso schon genervt, hält Chris
sein störendes Verhalten im Unterricht vor. Chris hält die Vorhaltungen
der Lehrerin nicht aus, schlägt zu, reißt seine Klassenlehrerin zu Boden
und tritt sie mehrmals. Nach dem Angriff ist Julika Stöhr geschockt
und psychisch angeschlagen. Gleichzeitig wehrt sie sich dagegen, das
Opfer eines Schülers zu sein. Chris sucht die Schuld an seinem „Aussetzer“ bei der Lehrerin, weil diese ihn gereizt hätte, er selbst fühlt sich
unschuldig. Um nicht als Versagerin dazustehen, erstattet Julika Stöhr
keine Anzeige. Sie sucht ihre Reputation als Lehrerin zu retten, indem
sie Chris außerhalb der Schule Nachhilfe anbietet. Als auch dies nichts
nützt, besucht sie die Eltern von Chris. Mit dem Ergebnis, dass Chris
Vater seinen Sohn brutal zur Rechenschaft zieht. Ein aufkeimendes Vertrauen zwischen Lehrerin und Schüler ist wieder zugeschüttet. Letztendlich versucht sich die Lehrerin mit einer Note 3 geradezu hilflos aus
der Zwickmühle zu ziehen.
Eine durchgehende Holzbank geht quer über die Bühne. Hinter ihr
kann eine Wand hinterleuchtet werden, so dass Szenen als Schattenrisse sichtbar werden. Durch fließende Übergänge in gespielte Szenen
entwickelt sich die Rückerzählung der Lehrerin und des Schülers unmerklich zu der eigentlichen Geschichte. Die Bank verwandelt sich von
der Schule, zum Café bis zur Wohnung der Lehrerin, wo sie bei Alkohol
und lauter Musik den Schulalltag zu vergessen versucht. Die intensive Schauspielleistung beider Akteure lässt eine beängstigende Wucht
entstehen, der man sich nicht entziehen kann. Doch wird diese durch
heitere Szenen gebrochen, so dass die Hoffnung aufkeimt, dass sich alles zum Guten wendet. Doch stehen beide Figuren unter einem Druck,
dem sie nicht gewachsen sind. Dabei braucht jeder den anderen und
bekämpft ihn gleichzeitig. Der Rest ist Ratlosigkeit. Es ist eine herausragende Inszenierung, die sowohl die Verweigerung des Schülers als auch
die Ausweglosigkeit der Lehrerin beklemmend realistisch darstellt. Der
Schluss bleibt offen. Die Fragen, die in der Luft hängen, muss das junge
Publikum beantworten.
16
Foto: David Baltzer
Aus der Begründung der Jury
Die Inszenierung beginnt mit der Schilderung der Lehrerin, dass die
Schüler keinen Unterricht mehr zulassen. Gleich darauf fordert der
schlimmste Schüler eine gute Benotung. Die Lehrerin verweigert die Gefälligkeitsbeurteilung und der Schüler schlägt zu. Im Anschluss stellt die
Inszenierung die Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse zwischen einem
Schulverweigerer, welcher der Schüler im Grunde ist, und einer Lehrerin,
die keine Mittel und Wege mehr findet, dar. Die Regie lässt ein anspruchsvolles Ineinanderfließen der Szenen und eine Überlagerung von Zeiten zu.
Eine hohe schauspielerische Leistung ermöglicht eine tiefer gehende Auseinandersetzung mit den Figuren. Die extreme, aber leider vorkommende
Schulsituation wird modern und wirklichkeitsnah inszeniert.
GRIPS Theater | Aussetzer
Spiel: Katja Hiller | Paul Jumin Hoffmann | Dramaturgie: Stefan
Fischer-Fels | Bühnen- und Kostümbild: Ulv Jakobsen | Video: Christian Bäuker | Buch: Lutz Hübner, Mitarbeit: Sarah Nemitz | Regie: Yüksel Yolcu || 14+ | 70 Min.
Spieltermine während der Woche des IKARUS 2014
Di 14. Okt. 18 Uhr | Mi 15. Okt. 11 Uhr | Do 16. Okt. 11 Uhr
Kartenpreis für diese Vorstellungen 5,50 € (mit Ermäßigungsschein des JKS)
GRIPS Theater | T: 39 74 740 | Spielort: GRIPS Podewil | Klosterstr. 68
| 10179 Berlin (Mitte) | www.grips-theater.de
17
bisherige preisträger
2013
R O S E S – einsam.gemeinsam. | THEATER STRAHL in Koop. mit DE
DANSERS (Utrecht/NL) und SZENE BUNTE WÄHNE (Horn/AT)
2009
Ente, Tod und Tulpe | THEATER COUTURIER & IKKOLA
Spiel: M. Couturier, H. Ikkola | Kostüm: G. Keuneke | Puppen: S. Köhler | Komposition: M. E. Drelon | Musik: M. E. Drelon, A. C. Gilles | Regie: J. Lehmann
|| 5+
2008
Rawums (:) | florschütz & döhnert
Foto: Joerg Metzner
Spiel + Bild + Klang: M. Döhnert, M. Florschütz | Regie: W. Heinrich || 2+
2007
norway.today | CHEKH-OFF PLAYERS
Spiel: C. Motsch, R. Krutzsch | Kostüm: V. Arndt | Bühne: R. Spahn | Regie:
B. Scharmann || 16+
Künstlerische Leitung + Choreographie + Kostüme: W. Merkx | Tanz: G.
Corneille, O. Moritz, M. Pasman, J. van Rheenen, A. Schwankl, H. Vermunt, N. Wagner | Musikalische Leitung: G. Corneille | Bühne + Künstlerische Mitarbeit: C. Corneille | Dramaturgische Mitarbeit: U. Jenni || 13+
2012
Frau Holle | ATZE Musiktheater
Spiel: K. Brockmann, E. Daniel, K. Kromer | Bühne + Kostüme: F. Keune
Musikalische Leitung: T. Lotz | Text + Komposition: T. Sutter
Dramaturgie: K. Lorisz | Regie: K. Dietrich || 5+
Weißbrotmusik | Nick Hartnagel/bat/THEATER STRAHL
Spiel: B. Kocevski, B. Böhlefeld, C. Smuda, C. Lietz, B. Ocker Hölters
Kostüm: W. Meier | Bühne: V. Witlandt | Choreographie: A. Hartung
Regie: N. Hartnagel || 15+
2011
Radau! | THEATER AN DER PARKAUE
Spiel: A. Berman, L. Dechant, J.H. Langer, E.I.M. Heckel, A. v. Sallwitz
Kostüm: K. Schmidt | Musik: A. Berman | Regie + Bühne: Th. Fiedler || 7+
So lonely | GRIPS Theater
Spiel: J. Breitrück, R. Neumann | Bühne + Kostüm: J. A. Schroeder | Dramaturgie: M. Müller | Regie: F. Steiof || 15+
2010
Rotkäppchen | Theater auf der Zitadelle
Spiel: D. Wagner | Ausstattung: D. Wagner, R. Wagner | Kostüm: I. Hausmann, E. Höpfner | Puppen: R. Wagner, M. Nienaber | Regie: P. Schäfer || 5+
2006
BACH. Das Leben eines Musikers | ATZE Musiktheater
Spiel: E. Blum, S. Liebisch, S. Paßow, E. Spalke, S. Witte, M. Bethke, M. Böttcher, M. Eysen, S. Hoppe, J. Kemeny, T. Lotz, U. Luig, M. Meyer, H. Nickola
Musikalische Leitung: T. Lotz | Regie: M. Witting || 9+
2005
Nellie Goodbye | GRIPS Theater
Spiel: C. Giese, L. Leyh, J. Mondalski, C. Priester, S. Schreiter | Musik: G. Kranz,
A. Kottmann, J. Mondalski, C. Giese | Regie: F. Steiof || 15+
2004
Alle Kühe fliegen hoch | Berliner Staatspoperette
Spiel: E. Blum, F. Berghofer, E. Spalke | Klavier + Regie: M. Witting || 4+
2003
Genau wie immer: Alles anders | THEATER STRAHL
Spiel: A. Düsterhöft, E. Blum, D. Böhme, C. Balkow, M. Meyer, C. Janz | Musik:
C. Janz | Regie: B. Hensel || 12+
2002
Die Mondtücher | Fliegendes Theater Berlin
Spiel: U. Schladebach, R. Schmid | Musik: U. Wirwoll | Regie: R. Dischner || 5+
Seit 2002 wurden insgesamt 93 Inszenierungen für Kinder und Jugendliche
für den IKARUS nominiert. Eine Liste der Nominierungen finden Sie unter
www.jugendkulturservice.de
Stadt der Hunde | Neuköllner Oper
Spiel: N. Stadlmann, F. Martino, C. Bayer | Bühne + Kostüm: G. Wendicke
Choreographie: J. Figueroa | Komposition + Musikalische Leitung: S. Altan
Text: T. Müller | Dramaturgie: B. Glocksin | Regie: M. Portmann || 14+
18
19
förderung theater
höhenflug des ikarus
Herzlichen Dank an alle,
die den Höhenflug des IKARUS unterstützen
Die Geschäftsführung der JugendKulturService gGmbH dankt
›den Jurymitgliedern, die die Inszenierungen sichten, nominieren
und den Preisträger auswählen
›der Joachim und Anita Stapel Stiftung,
die 2.500 € bereitgestellt hat.
›den Bürgerinnen und Bürgern, die durch ihre Spende eine Aufstockung
der Dotierung auf 5.000 € ermöglichten: Eckhardt Barthel | Giovanni di
Lorenzo | Gerhard Drexel | Stefan Fischer-Fels | Katharina Freund | Roland
Geiger | Ingrid Gerds | Axel Hacke | Ulrike Helbich-Scholz | Bettina
Kernchen | Gerd Koch | Familie Lobbedey | Volker Ludwig | Susanne
Olbrich | Axel Prahl | Maria Rünz | Kai Schlegel | Ingrid Stahmer |
Wolf-Dieter Tuchel | Brigitta Watzka | Doris Weber-Seifert
Illustration: Steffi Bokeloh
Wir bedanken uns bei unserem Zuwendungsgeber
und bei allen Unterstützern der Preisverleihung
Im Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft fördert der JugendKulturService Theaterbesuche im Kinder-und
Jugendtheater durch Eintrittspreisermäßigungen für
›Gruppen aus Kitas,
›Gruppen aus Schulen,
›Gruppen von freien Trägern der Jugendhilfe.
Seien Sie 2015 mit dabei!
Auch im nächsten Jahr soll der IKARUS seinen Höhenflug fortsetzen.
Mit einer gezielten Spende von 100 € können Sie ihn dabei unterstützen und eine weitere Dotierung ermöglichen. Ihre Spende geht auf folgendes Konto:
Betreff: IKARUS 2015
JugendKulturService gGmbH
Berliner Sparkasse, BLZ 10050000
Kontonummer: 190100672
IBAN: DE 96 1005 0000 0190 1006 72
SWIFT-BIC: BELADEBEXXX.
Nach Eingang erhalten Sie eine Spendenbescheinigung.
Die Gruppen / Einrichtungen erhalten nach telefonischer Bestellung
beim JugendKulturService spezielle Ermäßigungsscheine, die sie ausfüllen und an der Theaterkasse abgeben (1 Schein pro Gruppe).
Bei Abgabe des Ermäßigungsscheines wird
›der Eintritt pro Person um 1,50 € ermäßigt,
›bei Gruppen ab 7 Kindern/Jugendl. aus Kitas und von freien Trägern der Jugendhilfe für (max.) 1 Begleitperson freier Eintritt gewährt,
›für Gruppen ab 15 Schülern aus Schulen für (max.) 1 Begleitperson freier
Eintritt gewährt.
Die Bestellung der Karten erfolgt direkt bei den Theatern.
Über den JugendKulturService finanziell unterstützt werden Gruppenbesuche bei professionell arbeitenden Kinder- und Jugendtheatern,
die in das Ermäßigungsverfahren aufgenommen sind. Eine Liste dieser
Theater finden Sie unter www.jugendkulturservice.de
Theater in den Ferien und für Familien
Seien Sie unser Ehrengast während der IKARUS-Festwoche 2015
und bei der Preisverleihung.
Zahlreiche ermäßigte Theaterangebote für die Schulferien und fürs
Wochenende finden Kinder und Jugendliche im
›Super-Ferien-Pass
›Berliner FamilienPass
Hier bieten u.a. Workshops die Gelegenheit, Theater auch als (Mit-)
Macher zu erleben.
20
21
fachbesucher
begleitprojekt
BERLIN DIAGONALE
Independent Performing Arts Made in Berlin
„Berliner Theater im Blick“
Schülerzeitungswettbewerb 2014/2015
Die BERLIN DIAGONALE ist eine Präsentationsplattform der freien darstellenden Künste Berlins. Sie bietet Fachbesuchern moderierte Touren durch die freie Szene, angebunden an bedeutende Berliner Festivals und Veranstaltungen. Ziel der BERLIN DIAGONALE ist es, in Berlin
produzierte Arbeiten national und international bekannt zu machen,
Touringmöglichkeiten zu schaffen sowie die Vernetzung der Akteure
im (inter)nationalen Kontext weiterzuentwickeln. Im Rahmen der IKARUS Woche vom 10.-15. Oktober 2014 laden wir Kuratoren, Sichter und
Dramaturgen ein, ausgewählte Produktionen der freien Kinder- und
Jugendtheaterszene Berlins kennenzulernen und mit Künstlern persönlich ins Gespräch zu kommen. Am Samstag, den 11. Oktober 2014,
wird es in der Brotfabrik Berlin Tischgespräche und ein anschließendes
Get Together geben. Am Sonntag, den 12. Oktober 2014 besucht die
BERLIN DIAGONALE verschiedene Spielstätten. Die Theatergruppen
theaterkosmos53, Theater o.N., Theater Couturier und Handmaids Berlin präsentieren aktuelle Stücke.
„Theater sehen, verstehen und beurteilen – und über Theater schreiben!
Dafür lobt der JugendKulturService den Sonderpreis ,Berliner Theater im Blick‘ aus: „Reizt dich ein Interview mit einem Theater-Akteur
oder ein Portrait von Theaterleuten? Ein Kommentar, eine Reportage
oder eine Rezension über eine Bühnenproduktion oder Theateraufführung?“ Der JugendKulturService fördert insbesondere die Auseinandersetzung mit der Welt des Theaters und fordert Redaktionen aller
Schulstufen auf, sich mit einem Artikel zum Berliner Theaterleben zu
bewerben. Ausgelobt wird die Teilnahme an einer professionell angeleiteten Schreibwerkstatt (Workshop mit theaterpraktischem und journalistischem Teil) zur Förderung und Ausweitung vorhandener Talente.
Als Unterstützung haben die Redakteure nach vorheriger Rücksprache
mit der Geschäftsführung des JugendKulturService (Frau Weber-Seifert, Tel.: 23 55 62 11) die Möglichkeit, Freikarten zu den Vorstellungen
der Woche des IKARUS 2014 vom 10.–15. Oktober 2014 zu erhalten.
Der Berliner Schülerzeitungs-Wettbewerb wird von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft gemeinsam mit der
Jungen Presse Berlin und der Berliner Morgenpost veranstaltet. Noch
bis zum 30. November 2014 können (Online-) Schülerzeitungen aller
Schularten ihre Ausgaben, die nicht älter als ein Jahr sind (Stichtag 30.
November) zur Teilnahme beim Wettbewerb bei der Jungen Presse Berlin einreichen.
Tour 1 am Samstag, 11. Oktober 2014
12.30 - 14.30 Uhr | Tischgespräche | Get Together | Mittagessen
Brotfabrik Berlin | Caligariplatz 1 | 13086 Berlin | M2, M12, M13, Haltestelle
Prenzlauer Allee/Ostseestraße
15.30 Uhr | Abschluss
Tour 2 am Sonntag, 12. Oktober 2014
10.45 Uhr | Tourauftakt | Figurentheater Grashüpfer
Puschkinallee 16A | 12435 Berlin | S-Bahnhof Treptower Park, Fußweg Park
11.00 Uhr | theaterkosmos53: ROSA BOCKT | 5+ | Figurentheater Grashüpfer
12.30 Uhr | Theater o.N.: KLING, KLEINES DING | 2+ | Theater o.N.
13.15 - 14.15 Uhr | Mittagessen
14.30 Uhr | Theater Couturier: GÄNSEFÜSSCHEN | 2+ | Theater o.N.
16.00 Uhr | Handmaids: RÄUBER HOTZENPLOTZ | 4+ | Das Weite Theater
17.00 Uhr | Get Together | Das Weite Theater
17.30 Uhr | Abschluss
Akkreditierung Fachbesucher: www.berlin-diagonale.de
BERLIN DIAGONALE – Projektträger: LAFT Berlin e.V.
Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung der Europäischen Union (EFRE) „Investition in Ihre
Zukunft“.
22
Impressum
Herausgeber: JugendKulturService
eine gemeinnützige GmbH des Berliner Jugendclub e.V.
Obentrautstraße 55 | 10963 Berlin | Tel.: 23 55 62 0
www.jugendkulturservice.de | jks@jugendkulturservice.de
JugendKulturService
@jks_berlin
Geschäftsführung: Gunnar Güldner | Doris Weber-Seifert
Redaktion: Gerhard Drexel | Doris Weber-Seifert
Gestaltung: www.eiseledesign.de | Druck: enka-druck
Titelfoto: JugendKulturService
JugendKulturService wird gefördert durch die Senatsverwaltung für
Bildung, Jugend und Wissenschaft und die medienboard BerlinBrandenburg GmbH.
23
Wir freuen uns auf Ihren Besuch zur
IKARUS Preisverleihung 2014
IKARUS-Schirmherr
Axel Prahl, Schauspieler
Kurzpräsentation des
IKARUS Preisträgers 2013
„R O S E S – einsam.gemeinsam“, THEATER STRAHL
in Koop. mit DE DANSERS
(Utrecht/NL) und SZENE
BUNTE WÄHNE (Horn/AT),
bei der IKARUS Preisverleihung 2013
IKARUS Preisverleihung 2014
Mittwoch, 15. Oktober, 18.00 Uhr
Podewil
Klosterstr. 68, 10179 Berlin (Mitte)
Anmeldung: ikarus@jugendkulturservice.de
24
Fotos: Kay Herschelmann
IKARUS Preisverleihung 2013
Document
Kategorie
Bildung
Seitenansichten
10
Dateigröße
1 256 KB
Tags
1/--Seiten
melden