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Auszeichnungen

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Die letzten 7 Tage im Überblick
11.02.2015 08:24
UMGEBLÄTTERT: Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Helen Hessel schreibt aus Paris
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen
Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen
aktuellen Büchertisch.
Und wenn Sie eine spannende Rezension anderswo finden: Schicken Sie uns schnell eine Mail?
Frankfurter Rundschau
2013 war der Film für den Oscar nominiert, jetzt liegt Dror Morehs The Gatekeeper (KiWi) auch als
Buch vor – alle 6 noch lebenden israelischen Geheimdienstchefs kommen zu Wort.
Paul Maar erhält in diesem Jahr als erster Kinderbuchautor die Grimm-Professur in Kassel.
Worpsweder Verhältnisse 1905: Klaus Modick Konzert ohne Dichter (KiWi),
Preisgekrönt und großartig: Heidi und Hans-Jürgen Koch Buffalo Ballad (Edition Lammerhuber).
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Sie ist die Ziehtochter von Doris Lessing, schreibt Romane und Kolumnen: Jenny Diski – eine
Porträt von Felicitas von Lovenberg.
Die durchgedrehte Seite des amerikanischen Traums: T.C. Boyle Hart auf hart (Hanser).
„Enttäuschend“ findet Hannah Bethke die lange erwartete Theodor Eschburg-Biographie von Udo
Wengst (De Gruyter). Neue Forschungsergebnisse hatten ja recht Unliebsames über den Doyen der
westdeutschen Politikwissenschaft zutage gefördert: „Das Buch enthält kaum neue
Forschungserkenntnisse, es ist schleppend geschrieben und wirkt in seinem ganzen Duktus
antiquiert, steif und streckenweise geradezu langweilig…“
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
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buchmarkt-online
„Herrliche Essays“: Nicholson Baker So geht’s (Rowohlt).
Die Welt
Heute nix.
Süddeutsche Zeitung
Besuch beim letzten noch lebenden Verwandten von Anne Frank: Cousin Buddy Elias, der das Gedenken
an Anne Frank natürlich hochhalten will, gleichzeitig aber besorgt ist um einen regelrechten
Anne-Frank-Kult. Nächstes Jahr laufen die rechte am Tagebuch in Deutschland aus, jeder kann dann
nach Gusto an den Text…
Erste Verfilmung eines Pynchon-Romans: Inherent Vice.
Wiederentdeckung der Modejournalistin Helen Hessel, die hinter den Filmbildern von Jules und Jim fast
verschwunden war. Nimbus hat’s geschafft, einen wunderbaren aus ihren Texten zu machen; Hessel]und Exil-Spezialist Manfred Flügge hat eine Nachwort beigesteuert: Ich schreibe aus Paris.
[Annotiert]
Shaun Usher Briefe, die die Welt bedeuten (Random Hous Audio)
11.02.2015 13:33
Verlage
Westend wird kriminell: Westend Crime startet im Frühjahr mit zwei Titeln
Der Westend Verlag startet im Frühjahr mit einem neuen Programmsegment: Unter dem Label
Westend Crime veröffentlicht der Frankfurter Verlag Krimis.
Den Auftakt machen der Kabarettist und Autor Henning Venske und der Journalist Günter Handlögten
mit ihrer Kriminalgeschichte Die Termiten sowie der Moderator Manni Breuckmann mit Schnee am
Ballermann.
11.02.2015 12:58
Personalia
Franziska Hedrich macht wieder Presse bei der FVA / Nadya Hartmann wechselt ins Lektorat
Nach 10-monatiger Elternzeit ist Franziska Hedrich (Foto) wieder für die Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit der Frankfurter Verlagsanstalt zuständig.
Ihre Vertretung Nadya Hartmann, bereits seit 2012 im Verlag, wechselt in die Bereiche Lektorat &
Lizenzen der FVA.
[Kontakt Franziska Hedrich]
E-Mail: hedrich@frankfurter-verlagsanstalt.de
Telefon: 069-74 30 55 96
[Kontakt Nadya Hartmann]
Email: hartmann@frankfurter-verlagsanstalt.de
Telefon: 069-74 30 55 97
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
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buchmarkt-online
11.02.2015 11:43
Personalia
mareverlag: Maria Leucht übernimmt Vertriebs- und Marketingleitung
Maria Leucht (32 - Foto) übernimmt ab Mitte Februar die Vertriebs- und Marketingleitung im
Hamburger mareverlag. Andrea Kruska (34), die bislang in dieser Funktion tätig war, verabschiedet
sich für zwei Jahre in Elternzeit.
Maria Leucht war nach Stationen bei Suhrkamp und Bloomsbury Berlin zuletzt im Vertrieb des
Verlags Antje Kunstmann tätig.
11.02.2015 10:25
Auszeichnungen
Deutscher Buchpreis 2015: Die Jury ist gewählt
Die Entscheidung ist gefallen: Die Jury für den Deutschen Buchpreis 2015 steht fest. Die Akademie
Deutscher Buchpreis hat Markus Hinterhäuser (Wiener Festwochen), Rolf Keussen (Mayersche Droste,
Düsseldorf), Ursula Kloke (Botnanger Buchladen, Stuttgart), Claudia Kramatschek (freie Kritikerin),
Ulrike Sárkány (Norddeutscher Rundfunk), Christopher Schmidt (Süddeutsche Zeitung) und Bettina
Schulte (Badische Zeitung) als Jurymitglieder berufen.
Ab diesem Jahr können Verlage ihre Bewerbung online unter http://www.deutscher-buchpreis.de
einreichen. Bis zum 27. März können sie jeweils zwei deutschsprachige Romane aus dem aktuellen
oder geplanten Programm ins Rennen schicken. Voraussetzung für die Bewerbung ist die
Mitgliedschaft im Börsenverein, im Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband oder im
Hauptverband des Österreichischen Buchhandels. Die Bücher müssen zwischen Oktober 2014 und
dem 16. September 2015 (Bekanntgabe der Shortlist) erscheinen. Die Titel, Lese-Exemplare,
PDF-Dateien und Fahnen können bis zum 19. Juni 2015 nachgereicht werden.
Der Roman des Jahres wird wieder in einem mehrstufigen Verfahren ermittelt. Zunächst sichtet die
Jury alle von den Verlagen eingereichten Romane und stellt eine 20 Titel umfassende Longlist
zusammen. Diese wird am 19. August 2015 bekannt gegeben. Daraus wählen die Juroren sechs
Titel für die Shortlist, die am 16. September 2015 veröffentlicht wird. Erst am Abend der
Preisverleihung erfahren die sechs Autorinnen und Autoren, an wen von ihnen der Deutsche
Buchpreis geht. Die Verleihung findet am 12. Oktober zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im
Kaisersaal des Frankfurter Römers statt. Die Preisträgerin oder der Preisträger erhält ein Preisgeld
von 25.000 Euro; die fünf Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro.
Der Deutsche Buchpreis wird von der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung vergeben.
Förderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind zudem die
Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den
Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
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buchmarkt-online
11.02.2015 10:18
Aktionen
Stiftung Lesen verteilt Pixi-Bücher zum Rosenmontagszug
Auf dem diesjährigen Rosenmontagszug in Mainz wird die Stiftung Lesen von ihrem Motivwagen
Pixi-Bücher aus dem Carlsen Verlag verteilen – und keine Süßigkeiten. Rund 20.000 Bücher werden
vom Carlsen zur Verfügung gestellt.
Die Stiftung Lesen möchte mit dieser Aktion auf die fundamentale Bedeutung des Lesens
aufmerksam machen und so möglichst viele Menschen für ein Engagement in der Leseförderung
mobilisieren. Dabei hat sie prominente Unterstützung an ihrer Seite: Vera Reiß, Bildungsministerin
Rheinland-Pfalz, Kristin Alheit, Sozialministerin Schleswig-Holstein, Sylvia Löhrmann, Schulministerin
Nordrhein-Westfalen, Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin
für Bildung und Forschung, und TV-Moderatorin Christina Ringer wollen gemeinsam mit der weiteren
"Besatzung" des Wagens, ein närrisches Zeichen für das Lesen setzen.
11.02.2015 10:12
Autoren
Selfpublisher-Verband gegründet
Im Frankfurter Haus des Buches in der Braubachstraße wurde am 3. Februar ein
Selfpublisher-Verband gegründet. Der Verein, der noch ins Vereinsregister eingetragen werden
muss, will sich für die spezifischen Interessen deutschsprachiger Autoren einsetzen, die
verlagsunabhängig publizieren. Eine Website des Verbandes ist im Aufbau.
Im Anschluss an die Gründungsversammlung hatte der Geschäftsführer des Verleger-Ausschusses
Rolf Nüthen zu einem Roundtable eingeladen, bei dem zusammen mit Mario Como vom
Sortimenter-Ausschuss Berührungspunkte und mögliche gemeinsame Handlungsoptionen diskutiert
wurden – etwa mit dem Ziel, Selfpublishern mehr Sichtbarkeit im Buchhandel zu verschaffen.
11.02.2015 09:27
Charts
Die Top Ten GfK-Hardcover-Charts Sachbuch der KW 6
Unverändert auf Platz eins ist Darm mit Charme von Giulia Enders (Ullstein), neu eingestiegen auf
Platz sieben ist Paul David Bühre mit Teenie-Leaks (Ullstein).
1. ( 1.) Enders, Giulia Darm mit Charme (ULLSTEIN HC)
2. ( 3.) Kerkeling, Hape Der Junge muss an die frische Luft (PIPER)
3. ( 2.) Sahner, Paul Merci, Udo! (HERDER, FREIBURG)
4. ( 4.) Mälzer, Tim Heimat (MOSAIK)
5. ( 6.) Scholl-Latour, Peter Der Fluch der bösen Tat (PROPYLÄEN)
6. ( WE.) Guth, Christian ; Hickisch, Burkhard Grüne Smoothies (GRÄFE UND UNZER)
7. ( NEU.) Bühre, Paul David Teenie-Leaks (ULLSTEIN HC)
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
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buchmarkt-online
8. ( 5.) Ulfkotte, Udo Gekaufte Journalisten (KOPP, ROTTENBURG)
9. ( 8.) Kretschmer, Guido M. ; Kretschmer, Guido Maria Eine Bluse macht noch keinen Sommer (EDEL
GERMANY)
10. ( WE.) Munroe, Randall What if? Was wäre wenn? (KNAUS)
11.02.2015 09:12
Verlage
Meyer & Meyer kooperiert mit Bookwire
Auf dem Wege zur digitalen Weiterentwicklung hat der Meyer & Meyer Verlag in den letzten
Monaten umfangreiche Vorbereitungen und einige "zukunftsweisende Entscheidungen" getroffen.
Seit Januar werden die ca. 600 E-Book Titel des Meyer & Meyer Verlags über Bookwire in Frankfurt
ausgeliefert. Deren Gründer Jens Klingelhöfer und John Ruhrmann haben mit ihrem Team in
wenigen Wochen die Umstellung organisiert und somit den "Startschuss in ein neues Zeitalter" für
den Verlag eingeleitet.
Über Bookwire sollen nun alle digitalen Handelspartner erreicht und gezielt in Vertrieb und
Marketing betreut werden. In der Zusammenarbeit mit Bookwire werden eine Vielzahl neuer
Vertriebsmodelle eingesetzt und getestet, so auch Subskriptions- oder Abo-Modelle.
Seit einigen Monaten kümmert sich ein Team im Verlag intensiv um das Thema Metadaten. In
Zusammenarbeit mit Graphodata wird die Verlags-Homepage überarbeitet, sie wird im Frühsommer
an den Start gehen.
10.02.2015 18:37
Veranstaltungen
Kinder- und Jugendbuchverlage stellten Novitäten in Frankfurt vor
Viel Andrang herrschte heute im Café Brücke in Frankfurt-Sachsenhausen: Sieben Kinder- und
Jugendbuchverlage präsentierten zur fünften Pressemesse ihre Neuerscheinungen.
Die Verlage Annette Betz/Ueberreuter aus Berlin, Arena aus Würzburg, Beltz & Gelberg aus Weinheim,
Jumbo Neue Medien aus Hamburg, Knesebeck aus München, Kosmos aus Stuttgart und
Schneiderbuch aus Köln stellten ihre Frühjahrsprogramme vor.
„Ich bin zwar zum ersten Mal auf der Pressemesse, doch der Verlag ist schon seit einigen Jahren
dabei“, sagt Lisa Kothe von Jumbo. „Hier im Café Brücke ist die Atmosphäre toll.“ Journalisten,
Blogger und Rezensenten konnten sich vorab anmelden, einige kamen auch einfach auf gut Glück
vorbei.
Bei Jumbo steht vor allem Malala. Meine Geschichte auf dem obersten Platz der Hörbuch-Novitäten.
Bei den Bilderbüchern empfiehlt Lisa Kothe Warum wir im Sommer Mückenstiche kriegen, die Schnecken
unseren Salat fressen und es den Regenbogen gibt von Kirsten Boie und Regina Kehn – eine Arche
Noah-Geschichte.
Für ältere Leser gehen die Nordseedetektive von Bettina Göschl und Klaus-Peter Wolf auf
Spurensuche.
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
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buchmarkt-online
Anja Lösch, Leiterin Presse & PR bei Beltz, hat diese fünfte Pressemesse organisiert. „Wir sind zum
ersten Mal mit der Messe in Frankfurt. Sie bietet neben Gesprächen mit den Medien die Möglichkeit, auch
Kolleginnen aus anderen Verlagen zu treffen und ist eine gute Mischung von Verlagshäusern dieser
Sparte. Man kann in den Büchern stöbern, das Ambiente ist angenehmer als auf den großen
Buchmessen“, lobt sie.
Einer der Spitzentitel ihres Verlags ist Das Herz von Libertalia, der erste historischer Roman von Anna
Kuschnarowa über eine Piratin zu Beginn des 18. Jahrhunderts.
In der Gulliver-Reihe werden Erst- und Originalausgaben als Hardcover erscheinen oder in hochwertiger
Broschur.
„Wir haben ein großes Veranstaltungsprogramm, bei dem wir Buchhändler gerne einbinden“,
unterstreicht Lösch.
Bei Schneiderbuch ist gerade ein Platz frei – Johanna Noelle empfiehlt Waterfire Saga von Jennifer Donnelly
. „Eine Trilogie ist geplant, das Buch ist medial eingebettet."
„Die tolle Atmosphäre, die netten Leute und keine Hektik sind das Besondere an dieser Messe“, erklärt
Stefanie Käfferlein von Kosmos. Hinter ihr hängt ein großes Plakat zu Die drei ??? an der Wand. „Die
Bücher sind nach fast 51 Jahren immer noch ein Renner“, meint Käfferlein. Hinweisen möchte sie auf die
neue Jugendbuchreihe Changers und auf Meine Schnitzwerkstatt – mit kindgerechtem Schnitzmesser – für
kleine Künstler ab acht Jahren.
Sandra Kunath und Gunde Dorner vertreten Ueberreuter. „Die Messe ist die erste Gelegenheit am
Jahresanfang, um Novitäten vorzustellen“, äußert Kunath und weist auf das Bilderbuch Ein Platz für Bär
von Sophy Henn sowie auf das Jugendbuch Ben Fletchers total geniale Maschen von T.S. Easton hin.
„Mit der Pressemesse stimmen wir uns mit Carlsen, die ihre Pressebörse ebenfalls zu Jahresbeginn
veranstalten, ab“, bemerkt Gunde Dorner. „Für unsere Juni-Messe, die in diesem Jahr in Wien stattfinden
soll, suchen wir noch eine hübsche Location.“ Das dürfte bei den vielen Kaffeehäusern in Österreichs
Hauptstadt nicht allzu schwierig sein. Und weiter in die Zukunft geblickt: Warum sollte die Messe nicht
auch einmal in der Schweiz stattfinden?
Den Arena Verlag repräsentiert Susanne Baumann. Man komme sich bei der Pressemesse nicht in die
Quere, sagt sie, im Gegenteil: „Es entstehen Symbiosen. Beispielsweise ist bei Arena Mein Lotta-Leben von
Alice Pantermüller und Daniela Kohl erschienen, im Januar kam Band 7 heraus. Die Hörbücher erscheinen
bei Jumbo.“ Empfehlen möchte Baumann Liebeskinder, ein Jugendbuch von Jana Frey.
„Ich bin jedes Mal wieder positiv überrascht, wie gut das Konzept der Pressemesse ankommt“, sagt
Christin Nase von Knesebeck, „wir profitieren von allen, die kommen.“ Die Beteiligung von sieben
Verlagen sei gerade die richtige Größe, fast jeder Besucher könne sich so an jedem Stand informieren.
Manche kommen mit ganz klaren Vorstellungen, suchen Bücher für ein bestimmtes Alter oder eine
bestimmte Gruppe. Andere wiederum möchten sich einen Überblick über die neusten Titel verschaffen.
Nases Buch-Favorit ist Zuhause kann überall sein von Irena Kobald und Freya Blackwood. In diesem
Bilderbuch wird auf kindgerechte Weise das Thema Integration angesprochen.
Sandra Beimfohr, Inhaberin des Cafés Brücke, freut sich, dass die Messe so gut besucht ist. Kein
Verlagstisch muss lange auf Gäste warten – im Gegenteil, die stehen Schlange. „Ich finde diese
Veranstaltung total schön. Für mich haben Essen, Trinken und Lesen miteinander zu tun, deshalb
unterstütze ich die Messe. Weil ich selbst Kinder habe, weiß ich, was sie gerne lesen und hoffe sehr, dass
diese Begeisterung für das Buch erhalten bleibt.“
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
Seite: 6 von 51
buchmarkt-online
Kollegin Jutta Wilkesmann, Inhaberin der dem Café gegenüber liegenden Buchhandlung Die Wendeltreppe,
schaut kurz herein, nimmt sich ein paar Prospekte mit. Die Wendeltreppe ist zwar auf Krimis
spezialisiert, aber es kann nicht schaden, auch über Novitäten in der Sparte Kinder- und Jugendbuch
informiert zu sein – und das aus erster Hand.
JF
10.02.2015 14:32
+++ Vorgeblättert +++
Bücher und Autoren in der ZEIT und im FREITAG
Hier finden Sie die Bücher, die in der ZEIT und im Freitag besprochen werden. Damit Sie heute
schon wissen, wonach der Kunde morgen fragt, was sie auslegen und vielleicht noch schnell
bestellen sollten.
Die Zeit
Orgel aus Fönen: Jan Wagner ist mit seinem Gedichtband Regentonnenvariationen als erster Lyriker
für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Ist seine Poesie wirklich so gut? Von
Stephan Speicher
Jan Wagner: Regentonnenvariationen (Hanser Berlin)
Erst denken, dann handeln: Benjamin Kunkel deutet die wichtigsten linken Theoretiker von
heute. Von Jenny Friedrich-Freksa
Benjamin Kunkel: Utopie oder Untergang. Ein Wegweiser für die gegenwärtige Krise (edition suhrkamp)
Die ZEIT rät zu:
Michael Dobbs: House of Cards (Berlin Verlag)
Das Gedicht:
Gerhard Rühm: gesammelte werke. Band 3.1 auditive poesie (Matthes & Seitz)
Vom Stapel: Von Ursula März: Alexander von Schönburg zeigt, wie Smalltalk funktioniert
Alexander von Schönburg: Smalltalk. Die Kunst des stilvollen Mitredens (Rowohlt Berlin)
Machwerk des Subjekts: Weniger als nichts heißt das neue 1400-Seiten-Hauptwerk von Slavoj Žižek.
Der Bonner Philosoph Markus Gabriel erklärt, warum er sich bei der Lektüre geärgert hat.
Slavoj Žižek: Weniger als nichts. Hegel und der Schatten des dialektischen Materialismus (Suhrkamp)
Im Kampf der Elemente: Nach dem Sensationserfolg Stoner der zweite Roman von John Williams
auf Deutsch: Butcher’s Crossing erzählt von einer dramatischen Büffeljagd 1873 und der geheimen
Kraft des amerikanischen Traums. Von Alexander Cammann
John Williams: Butcher’s Crossing (dtv)
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
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buchmarkt-online
der Freitag
Die mit dem roten Schal: Chantal Mouffe kam nicht nur zum Mittagessen mit Katja Kipping nach Berlin.
Ein Porträt der Philosophin und Autorin. Von Claire-Lise Tull:
https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/die-mit-dem-roten-schal
Jenseits von Jedem: Wo Gangster zu Künstlern werden: Peter Pomerantsevs bitter-bizarre Chronik des
Putinismus. Von Tony Wood: https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/jenseits-von-jedem
10.02.2015 17:15
Aktionen
David Whitehouse für Tropen Verlag auf "verrücktester Lesereise des Jahres"
Für eine Woche schickt der Tropen-Verlag seinen Autor David Whitehouse für seinen Roman »Die
Reise mit der gestohlenen Bibliothek« auf eine "rasante und außergewöhnliche Lesereise durch
Deutschland" inspiriert vom Buch-Cover in einem roten englischen Doppeldeckerbus von 1964.
Pressefrau Mara Ebinger verspricht: "Das wird die verrücktester Lesereise des Jahres - der Bus wird
mit dem Cover gebranded, um schon auf seiner Fahrt von einer Station zur nächsten ganz
Deutschland auf diesen wunderbaren Roman aufmerksam zu machen. Schon einige Stunden vor
den eigentlichen Lesungen wird der Bus jeweils vor den Buchhandlungen stehen, so dass
Interessierte sich nicht nur den Bus genauer anschauen, sondern auch in Tropen-Titeln des
Verlages schmökern können."
Sie ist begeistert über die Ideen und die Zusamemnarbeit mit den Buchhandlungen schon im
Vorfeld: "So wird z.B. die Veranstaltung bei Reuffel in Koblenz komplett von den Auszubildenden
der Buchhandlung organisiert und durchgeführt. In Erfurt findet die Veranstaltung im Rahmen der
17. Erfurter Kinderbuchtage statt und bildet mit der Lesung im Bus und ausgerichtet v.a. für die
Eltern der Kinder auch nochmal einen besonderen Abschluss der Lesereise."
David Whitehouse wird übrigens bei Wittwer in Stuttgart, bei Thalia in Mannheim, bei Reuffel in
Koblenz, bei Peterknecht in Erfurt und bei "Leipzig liest" auch während der Leipziger Buchmesse
lesen.
10.02.2015 15:04
Branche
Langendorfs Dienst: Buchhandel legt guten Start hin
Der Januar bescherte dem deutschen Buchhandel ein Plus von 0,5 Prozent beim Gesamtumsatz.
Das ergibt der Umsatztest von Langendorfs Dienst.
Träger war der Barumsatz, der um 2,2 Prozent zulegen konnte. Der Rechnungsumsatz trat
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
Seite: 8 von 51
buchmarkt-online
allerdings mit minus 5,4 Prozent auf die Bremse. Die leichte Erlössteigerung konnte trotz eines
Kundenrückgangs um 0,5 Prozent erzielt werden. "Das Ergebnis ist umso beachtlicher, als dass
bereits die Vorlage aus dem vergangenen Jahr von 3,2 Prozent ziemlich hoch war", kommentiert
LD-Herausgeber Matthias Koeffler.
10.02.2015 14:43
Auszeichnungen
Alfred-Kerr-Preis geht an Manfred Papst
Der Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik geht in diesem Jahr an Manfred Papst. Die Auszeichnung
würdigt die Arbeit des Journalisten, der das Ressort Kultur bei der NZZ am Sonntag nach Ansicht der
Jury seit vielen Jahren unbeirrbar von Modeerscheinungen in der Zeitungslandschaft leitet.
„Ihn interessieren die Werke und die Menschen des kulturellen Lebens, sowohl in der Hoch- als
auch in der Populärkultur. Ob auf der langen Strecke eines Essays oder im Sprint der pointierten
Kurzform, Papst gelingen regelmäßig sehr klug durchdachte, maßstabsetzende Texte, wie sie heute
selten geworden sind", heißt es in der Begründung der Jury. Der vom Börsenblatt gestiftete
Alfred-Kerr-Preis ist mit 5.000,- Euro dotiert und wird am Donnerstag, 12. März im Rahmen der
Leipziger Buchmesse öffentlich verliehen.
Der studierte Sinologe, Germanist und Kunstwissenschaftler Manfred Papst wurde 1956 in Davos
geboren und gehört zu den bekanntesten Literatur- und Kulturkritikern in der Schweiz. Als
Gründungsmitglied der NZZ am Sonntag leitet er seit 2002 deren Kulturressort. Bekannt wurde er
durch Artikel zu Geistesgeschichte und Populärkultur sowie durch seine wöchentliche Kolumne
„Zugabe“. Zuvor war er als Korrektor, Lektor, Übersetzer und Herausgeber für verschiedene
Verlage sowie als Deutschlehrer tätig. Für sein publizistisches Werk wurde er mehrfach
ausgezeichnet, unter anderem erhielt er im Jahr 2005 den Zürcher Journalistenpreis in der
Kategorie Alltagsjournalismus. Seit 2013 ist Papst Präsident der Gottfried-Keller-Gesellschaft in
Zürich, zuvor stand er acht Jahre lang der Thomas-Mann-Gesellschaft in Zürich vor. 2014 gehörte
Manfred Papst als Schweizer Vertreter der Jury des Deutschen Buchpreises an.
10.02.2015 08:19
UMGEBLÄTTERT: Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und alle haben Andreas Dresens
Clemens Meyer-Verfilmung gesehen
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen
Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen
aktuellen Büchertisch.
Und wenn Sie eine spannende Rezension anderswo finden: Schicken Sie uns schnell eine Mail?
Frankfurter Rundschau
Auch am Ende seiner monumentalen Geschichte des Westens gibt es ein Meisterwerk: Heinrich August
Winkler Die Zeit der Gegenwart (C.H. Beck).
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
Seite: 9 von 51
buchmarkt-online
Peter Iden erinnert sich an Richard von Weizsäcker und seine Nähe zu Kunst und Kultur.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
„Weltklassekino“ – so Andreas Platthaus über Andreas Dresens Verfilmung von Clemens Meyers Roman Als
wir träumten (S. Fischer).
Läßt nichts aus: Alexander Kluy Der Eiffeltum (Matthes & Seitz).
„Aus dem Leben eines Witwers“: Julian Barnes Lebensstufen (KiWi).
Einträchtige und wortreiche Beerdigung des Kapitalismus: Tomas Sedlacek, David Graeber Revolution oder
Evolution? (Hanser).
„Homer auf der Rolltreppe“: Christian Lehnert Windzüge. Gedichte (Suhrkamp).
[Politische Bücher]
Rüdiger Wenzke Nationale Volksarmee (Bucher)
Ewald König Kohls Einheit unter drei (mdv).
Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871-1945, Band 5 (Schöningk).
Die Welt
Ein „folgenloser Kinofilm“ – so Elmar Krekeler über Andreas Dresens Verfilmung von Clemens Meyers
Roman Als wir träumten (S. Fischer).
Süddeutsche Zeitung
„Läßt sich vom Beat der Jugend treiben“: Tobias Kniebe über Andreas Dresens Verfilmung von Clemens
Meyers Roman Als wir träumten (S. Fischer).
Alex Rühle über Julian Barnes Lebensstufen (KiWi).
Einladung zur Neuentdeckung Schlesiens: Hans-Dieter Rutsch Das preußische Arkadien]).
Nachruf von [Willi Winkler] auf [Anne Moody]
{[Das politische Buch]
John Maynard Keynes Krieg und Frieden (Berenberg) – und viele seiner politischen Einsichten gelten bis
heute.
Michael Carolan Cheaponomics (Routledge)
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
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buchmarkt-online
10.02.2015 12:09
Veranstaltungen
München: Zum 3. Mal "Konferenz für die Business-Macher"
Am 27. Februar um 9.30 Uhr veranstaltet Bommersheim Consulting im Literaturhaus München (in
Kooperation mit der Akademie der Deutschen Medien) zum dritten Mal die "Konferenz für die
Business-Macher von heute – und von morgen!" zum Themenfeld "Human Ressources" eingeladen sind damit also alle, die suchen, einstellen, überprüfen, entwickeln müssen, denn "HR"
ist Chefsache, wie Helena Bommerseim (Foto) sagt.
Es geht um "Organisations- und Prozesswandel, agile Projektarbeit, Fehlerkultur und
demokratisierte Unternehmensführung: Begriffe, die extrem strapaziert, aber selten umgesetzt
werden. Employer Branding, eRecruiting und Arbeitgeberbewertung im Netz - und die Frage: Was
hat das mit Ihnen und Ihrem Unternehmen zu tun?".
Eines der zahlreichen Vortrags-Highlights ist die Keynote der "Trendexpertin" Birgit Gebhardt, die
"Klartext über den Wandel der "Wissensarbeiter" in unserer Branche" sprechen werden.
http://www.bommersheim.de/service/veranstaltungen/most-wanted-personalentwicklung-im-verla
g-3-0.
Was der Hintergrund für die nun dritte Veranstaltung ist, erklärt Helena Bommersheim hier;
Warum steht das Thema Personal im Mittelpunkt der Konferenz?
Helena Bommerseim: Weil HR Chefsache ist! Die richtigen HR Strategien entscheiden über die
Zukunft der Unternehmen.
Eine der Key Notes, Frau Birgit Gebhardt, vertritt die These, dass immer mehr Wissensarbeiter, zu der ja
viele in unserer Branche gehören, von Algorithmen abgelöst werden?
Das ist keine These mehr, wir erleben es jeden Tag aufs Neue. Mehr dazu berichtet Frau Gebhardt
im „Sonntagsgespräch“. Und mit ihrem Vortrag "Wie verändert sich Arbeit, ienr wir die Konferenz?
Ist nicht schon genug gesprochen worden über Innovationsdynamik in den Verlagen?
Es wird vielleicht genug gesprochen, aber die Frage ist doch: Wer setzt das um? Genau darum
haben wir Experten eingeladen, die bereits in ihrem Unternehmen unter Beweis gestellt haben, wie
sie Organisationen und Arbeitsstrukturen gesamthaft verändert haben, wie sich Teams und deren
Zusammenarbeit entwickeln lässt und natürlich wie sich Führung verändert!
in ihrer Ankündigung ist von "Employer Branding" die Rede, das neue Modewort der Saison?
Nein, das ist kein Modewort, sondern eine Notwendigkeit! In Zeiten von Internet und eRecruiting
ist Employer Branding ein immer noch viel zu sehr vernachlässigtes Asset in unserer Branche. Denn
in den sozialen Netzwerken treffen Sie Ihre zukünftigen Mitarbeiter. Wo genau Sie sie finden, wie
Sie sie ansprechen und welche rechtlichen Hintergründe man berücksichtigen sollte, das bieten
unsere Vortragenden.
Lassen Sie sich zum Beispiel von Dr. Florian Mann erzählen, dem Geschäftsführer von kununu, dem
Arbeitgeberbewertungsportal, wie sich der Paradigmenwechsel höchst dynamisch vollzieht:
Der Arbeitnehmer wird zum viel umworbenen Kunden!
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
Seite: 11 von 51
buchmarkt-online
Sie haben ganz schön an Themen in den Tag gepackt....

Lassen Sie sich überraschen,jede der Konferenzen war ein Feuerwerk an Informationen.
Sie behaupten, HR sei Chefsache…
Ja, denn hier entscheidet sich die Zukunft Ihres Unternehmens!
10.02.2015 13:47
Charts
Die Top 10 eBook Trend Charts für die KW 06
Die Top 10 ebook Trend Charts in Belletristik und Sachbuch werden wöchentlich durch media
control GmbH ermittelt und in den eBook-Shops zur Verfügung gestellt.
Jojo Moyes belegt diese Woche sowohl Platz eins mit Ein Bild von dir als auch Platz zwei mit Die Tage
in Paris jeweils (Rowohlt).
Giulia Enders belegt mit Darm mit Charme (Ullstein) erneut Platz eins der Sachbuchcharts.
10.02.2015 13:39
Autoren
Thomas von Steinaecker startet Erzählexperiment zum Thema IS
„Was kann heute der gesellschaftspolitische Beitrag eines Schriftstellers sein?, fragt Thomas von
Steinaecker in seinem Aufruf zu einem gemeinsamen Mosaik-Roman mit dem Titel Zwei Mädchen im
Krieg. Neun Autorinnen und Autoren folgen seiner Einladung und schreiben in drei Schritten:
Es beginnen am Montag, dem 16. Februar, Jakob Nolte, Jan Brandt und Fridolin Schley. Eine Woche
später werden Juan Guse, Lucy Fricke und Sarah Stricker den Faden aufnehmen, den Schluss
werden Maruan Paschen, Jörg Albrecht und Daniel Grohn erzählen. Parallel wird das Gespräch über
den Text eröffnet, indem Kathrin Röggla, Silvia Bovenschen und die Autoren selbst das entstehende
Mosaik kommentieren.
Über drei Wochen werden je drei Textfelder auf dem literarischen S. Fischer-Online-Magazin
www.hundertvierzehn.de veröffentlicht. Das multiperspektivische Erzählen kann in seinem
Entstehungsprozess von allen Autoren über die Kommentarspalte begleitet werden. Die drei
Autoren der Woche können die eigenen Texte unabhängig, miteinander und aufeinander reagierend
weiter bearbeiten, bis die Kapitel zum Beginn der nächsten Woche geschlossen werden und drei
weitere Autoren die Erzählstränge aufgreifen.
Der essayistische Aufruf von Thomas von Steinaecker wird morgen, am Mittwoch, 11. Februar,
gegen 17 Uhr mit der neuen Ausgabe von S. Fischer Hundertvierzehn auf www.hundertvierzehn.de
veröffentlicht. Der abgeschlossene Mosaik-Roman wird im Rahmen der Leipziger Buchmesse am
12. März ab 21 Uhr im LURU-Kino auf dem Spinnereigelände (Spinnereistraße 7) vorgestellt.
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
Seite: 12 von 51
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10.02.2015 12:40
Personalia
Barbara Scheuer-Arlt neue Herstellungschefin bei Random House
Barbara Scheuer-Arlt (50 – Foto) übernimmt ab 1. März die Gesamt-Herstellungsleitung der
Verlagsgruppe Random House und tritt damit die Nachfolge von Wolfgang Michael Hanke an, der die
Verlagsgruppe Ende letzten Jahres verlassen hat.
Scheuer-Arlt war nach ihrem Studium an der Hochschule für Medien in Stuttgart bei verschiedenen
Verlagen, u.a. bei TLC The Learning Company sowie bei Pearson Deutschland, in verantwortlichen
Funktionen tätig. Freiberuflich hat sie später zahlreiche Projekte für Verlage und das grafische
Gewerbe realisiert und Prozesse und Produktionsstrategien im Bereich digitales Publizieren
entwickelt. Zuletzt war sie als Mitglied der Geschäftsführung im mediaprint infoverlag für die
Bereiche Herstellung, Projektmanagement, Grafik und Redaktion verantwortlich.
10.02.2015 12:32
Personalia
Hannes Riffel und Andy Hahnemann bauen SF/Fantasy der S. Fischer Verlage in Berlin aus
Die S. Fischer Verlage bauen den Bereich Science Fiction/Fantasy aus – gleich zwei neue Stellen
(mit dem Standort Berlin) werden geschaffen. Mit Hannes Riffel (49 - Foto l.) wechselt ein
prominenter Experte als Programmbereichsleiter SF/Fantasy zu Fischer, ebenfalls neu im Ressort
ist Dr. Andy Hahnemann (39 – Foto r.).
Riffel war von 1993 bis 2013 Inhaber und Geschäftsführer der Buchhandlung UFO/Otherland in
Freiburg und Berlin und ist seit vier Jahren Verleger des Golkonda-Verlags in Berlin. Nach seinem
Studium der Anglistik, Amerikanistik, Geschichte und Psychologie arbeitete er für zahlreiche
deutschsprachige Unternehmen der Branche (u.a. für Klett-Cotta, Amazon und den Argument
Verlag). Neben seinen Tätigkeiten als Lektor, Redakteur, Programmberater und Scout trat er auch
als Übersetzer hervor (u.a. übersetzte er Werke von Stephen King, William Gibson und James Frey)
und wurde dafür mehrfach ausgezeichnet.
Hahnemann promovierte nach einem Studium der Neueren deutschen Literatur, Geschichte und
Philosophie zum Dr. phil. und absolvierte Volontariate bei C.H. Beck und den Ullstein Buchverlagen.
Bei Propyläen arbeitete er als Juniorlektor, anschließend war er als freier Lektor für verschiedene
Verlage (Ullstein, Lübbe, Klett-Cotta, Hanser, Lyx, Heyne u.a.) tätig.
10.02.2015 12:15
Auszeichnungen
Buchhandlungen Rote Zora in Merzig und Losheim zumr 5. Mal in Folge "anerkannte Lesepartner"
Zum fünften Mal in Folge erhielten die Buchhandlung Rote Zora in Merzig und Losheim für ihr
besonderes Engagement in der Leseförderung für Kinder die Auszeichnung "Anerkannter
Lesepartner 2014/15 des Netzwerk Mehr Lesen".
Bei einer Feierstunde erhielt Ingrid Röder für die Merziger Rote Zora und Gertrud Selzer für die
Losheimer Buchhandlung Rote Zora die Urkunden aus der Hand des saarländischen
Bildungsminister Ulrich Commerçon. „Das Gütesiegel an der Tür der Buchhandlung zeigt Eltern,
Lehrern, Erziehern und allen, die Kinder und Jugendliche an Bücher heranführen möchten, dass
sich hinter dieser Tür kompetente Ansprechpartner und motivierende Angebote finden lassen“,
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
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erklärte Bildungsminister Commerçon, selbst ein begeisterter Leser.
Die Buchhandlungen Rote Zora laden regelmäßig ErzieherInnen und PädagogInnen in die
Buchhandlungen ein zu Fortbildungen über Bilderbücher und engagieren sich bei Elternabenden für
Leseförderung. Legendär sind mittlerweile die seit über zehn Jahren durchgeführten Aktionen, wie
Pippi Langstrumpf den Weihnachtsbaum vor der Roten Zora plündert. Zuletzt waren über 140
Kinder dabei und hatten ihren Spaß mit der vorgelesenen Geschichte und der anschließenden
Plünderung.
Das nun verliehene Gütesiegel "Anerkannter Lesepartner“ ist dabei nicht die einzige Auszeichnung
für die engagierten Buchhändlerinnen und Buchhändler der Buchhandlung Rote Zora. Bereits 2012
wurden die beiden Buchhandlung Rote Zora in Merzig und Losheim als beste Kinderbuchhandlung
Deutschlands vom Arbeitskreis der Jugendbuchverlage gekürt für ihre Aktionen „Mit Kindern
trauern – wie Bilderbücher helfen können“.
10.02.2015 12:19
TV-Tipp
Edel Books schaltet Werbespots für Guido Maria Kretschmer-Titel
Morgen startet mit „Deutschlands schönste Frau" die neue wöchentliche RTL-Show mit Designer
Guido Maria Kretschmer – was auch erneute Aufmerksamkeit für seinen aktuellen Bestseller-Titel
„Eine Bluse macht noch keinen Sommer" bedeuten könnte. Denn: Edel Books schaltet zu den
Sendeterminen Spots zum Buch.
Darüber hinaus wird den ganzen Februar weiterhin Guido Maria Kretschmers Buch in seiner
VOX-Sendung "Shopping Queen" in Form von Spots und Bauchbinden beworben. „Für breite
Aufmerksamkeit im Abend- und Nachmittagsprogramm ist also gesorgt und mit einer erhöhten
Nachfrage im Buchhandel kann gerechnet werden“, so Pressefrau Katharina Beyer.
In der neuen RTL-Show sucht Guido Maria Kretschmer unter 20 Kandidatinnen "Deutschlands
schönste Frau". Neben Aussehen, Style und Ausstrahlung zählen bei der Wahl zur Gewinnerin auch
Herz, Verstand, Persönlichkeit und Sex-Appeal. Und nicht zuletzt stehen neben dem Wettbewerb
die emotionalen Geschichten echter Frauen im Fokus.
10.02.2015 09:46
Personalia
Tony Stubenrauch wechselt von Aufbau ins Online Marketing von Hanser
Tony Stubenrauch (24 - Foto) verstärkt seit dem 1. Februar als Online Marketing Manager die
Werbeabteilung des Carl Hanser Verlags. Zusammen mit Frauke Vollmer betreut er
Online-Marketingkampagnen und das Community-Marketing. Er kommt vom Aufbau Verlag, wo er
ebenfalls als Marketing-Manager tätig war.
Der Trend zur Digitalisierung wird von Hanser sichtlich ernst genommen: Stubenrauch gilt als
großes Talent und hat sehr früh schon in seiner Ausbildung auf sich aufmerksam gemacht: Er war
Nachwuchssprecher im Börsenverein [mehr...] und hat dort als engagierter Sprecher deutliche
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
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Spuren hinterlassen.
Nach seiner Ausbildung zum Medienkaufmann bei Aufbau hat er noch eine Weiterbildung zum
Online Marketing Manager gemacht und ein berufsbegleitendes Studium am mediencampus frankfurt und
der Steinbeis School of Management (Berlin) begonnen; dazu war er aktiv im Nachwuchsnetzwerk NaNe
des Landesverbands Berlin-Brandenburg.
Was ihn zum Wechsel bewogen hat? Stubenrauch: "Bei Aufbau habe ich mich immer sehr wohl gefühlt,
eine ausgezeichnete Ausbildung genossen, sehr viel gelernt und die Chance bekommen, das Gelernte
anzuwenden, Kampagnen zu entwickeln und zu verantworten. Jetzt aber hat mich die Möglichkeit sehr
gereizt, bei Hanser in einem für mich neuen und sowohl im Handel als auch bei Autoren so geschätzten
und renommierten Haus einzusteigen."
10.02.2015 11:27
Jubiläen
Vandenhoek & Ruprecht wird 280 Jahre alt
Viele erinnern sich noch: Das 275jährige Verlagsjubiläum von Vandenhoek & Ruprecht wurde groß
gefeiert: mit einer Ausstellung zur Verlagsgeschichte im Städtischen Museum, einer
Festveranstaltung im Deutschen Theater (u.a. mit Dennis Scheck als Festredner) oder mit
Kostümstadtführungen mit Anna Vandenhoeck durch die Stadt Göttingen.


Doch auch das jetzt anstehende 280-jährige Jubiläum will Vandenhoek & Ruprecht nicht
vorüberziehen lassen, sondern am kommenden Freitag, den 13. Februar, im kleinen Rahmen
angemessen würdigen und "die Gelegenheit zum gemeinsamen Feiern nutzen – alle im Verlag
finden: „280 Jahre konzernunabhängiges Bestehen sind Grund genug, einmal wieder beherzt
anzustoßen", wie Pressesprecherin Ulrike Schermuly zu recht sagt.
Und V&R-Geschäftsführerin Carola Müller ergänzt: »Unser 275. Verlagsjubiläum haben wir ein
ganzes Jahr lang gefeiert. Nun sind wir fünf Jahre weiter, und wenn wir auf die Innovationen in der
Programmstruktur, in Technik und Vertrieb gucken, könnte einem der Zeitraum viel länger
erscheinen. Wir sind froh und stolz, unsere ehrwürdige Geschichte so agil und beweglich
fortschreiben zu können. Da ist uns auch ein ›unrundes‹ Jubiläum Anlass zum Feiern und zum Nach
vorne gucken.«
10.02.2015 08:20
smart digits
Die Internetnutzung Jugendlicher
Gibt es die digital natives wirklich? Auf der Suche nach ihnen findet man keine Bestätigung für den
Untergang des Abendlandes. Mehr über aktuelle Studien zur Internetnutzung Jugendlicher wie
immer auf www.smart-digits.com.
Dr. Harald Henzler, Fabian Kern und Andreas Wiedmann entdecken, evaluieren und kommentieren in
ihrem Blog digitale Strategien in der Medienwelt. Für buchmarkt.de fassen sie die Neuigkeiten,
Meinungen und Ansichten in der digitalen Welt zusammen.
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
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09.02.2015 19:22
Buchhandel
Martina Tittel übernimmt Nicolaische Buchhandlung mehrheitlich, Dieter Beuermann bleibt „an Bord“
Die im Jahre 1713 gegründete Nicolaische Buchhandlung, die älteste Buchhandlung Berlins, wird
fortgeführt. Martina Tittel (Foto), ehemalige Geschäftsführerin des Kulturkaufhauses Dussmann und
langjährige Beraterin im Buch- und Einzelhandel, hat sich entschlossen,, die Buchhandlung
mehrheitlich zu übernehmen. Dieter Beuermann wird als Minderheitengesellschafter unterstützend
„im Boot“ bleiben.
Beuermann, der am 1.April 1986 die Nicolaische Verlagsbuchhandlung mit dem Nicolai Verlag wieder
zusammenführte, hatte gemeinsam mit Burkhardt Widera die Mehrheitsanteile der Buchhandlung in
Friedenau erworben. Sie war von Widera bis September letzten Jahres als Geschäftsführer geführt
worden. Burkhardt Widera verstarb Anfang Oktober 2014 nach schwerer Krankheit.
Zusammengekommen sind die beiden, weil sie nach dem Tod von Burkhard Wider Dieter
Beuermann angerufen hatte, der ihr dann sagte, dass er sie auch habe anrufen wollen- weil er
einen Rat brauchte,, wer denn den Buchladen weitermachen könnte - "mit dem Zusatz, dass es ja
am Schönsten wäre, ich würde ihn weitermachen. Genau das habe ich ihm dann bestätigt, nämlich
mein Interesse diese Buchhandlung weiterzuführen. Nun ist es soweit und wir freuen uns auf den
Neuanfang", sagt Martina Tittel.
Die Buchhandlung wird ab 16. Februar für ca. 2 Wochen geschlossen, um eine Grundrenovierung
und Neueinrichtung vorzunehmen. Das Sortiment wird z.T. modifiziert, ein Warenwirtschaftssystem
installiert und ein Online-Shop eröffnet. Ab der ersten Märzwoche ist die Buchhandlung wieder
geöffnet.
09.02.2015 18:33
Auszeichnungen
Franz-Hessel-Preis 2014 für Esther Kinsky und Christine Montalbetti
Heute Nachmittag haben Kulturstaatsministerin Monika Grütters und ihre französische Kollegin Fleur
Pellerin bei einem Festakt im Haus der Commerzbank am Pariser Platz in Berlin den
deutsch-französischen Franz-Hessel-Preis für zeitgenössische Literatur verliehen. Preisträgerinnen
sind Esther Kinsky aus Deutschland und Christine Montalbetti aus Frankreich.
Esther Kinsky wird für ihren Roman Am Fluß (Matthes & Seitz Berlin, 2014) ausgezeichnet, Christine
Montalbetti für Plus rien que les vagues et le vent (P.O.L, 2014).
In der Begründung der Jury heißt es, Esther Kinskys Roman greife das große literarische Thema
des Erinnerns auf. „Spaziergänge am River Lea, einem kleinen Fluss im Osten Londons, inspirieren
die Ich-Erzählerin zu Erinnerungs- und Denkbewegungen und zu Rückblicken auf ihr eigenes Leben.
Die Genauigkeit der Beobachtungen und Wahrnehmungen, verbunden mit der reichen Sprache der
Autorin, lassen den Leser am Denkfluss der Erzählerin teilhaben. Diese erzählt zuweilen karg und
zurückhaltend, dann wieder schwelgerisch und opulent, in Sätzen, die sich einprägen und zu einer
Melodie vereinen, die sprachliche Schönheit ist.“
Christine Montalbetti gleite in ihren Romanen leichthin von einer Landschaft und Erzählung zur
nächste“. „Die Kohärenz ihres Werks, seine Originalität, die Kraft seiner klanglichen Präsenz und
seiner Vorstellungswelt sind rundum überzeugend.“
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
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Der Preis, der an den Schriftsteller und Übersetzer Franz Hessel (1880 - 1941) erinnert, ist mit
jeweils 10.000 Euro dotiert und umfasst auch die Unterstützung bei der Übersetzung der
ausgezeichneten Werke in die jeweils andere Sprache. Außerdem wird den Preisträgerinnen eine
Schriftstellerresidenz in der Stiftung Genshagen in Genshagen, südwestlich von Berlin, angeboten.
Der Preis wurde in diesem Jahr zum fünften Mal gemeinsam von der Stiftung Genshagen und dem
Literaturhaus Villa Gillet (Lyon) vergeben. Die Preisverleihung findet alternierend in Deutschland und
Frankreich statt.
Weitere Informationen: www.stiftung-genshagen.de
09.02.2015 17:01
Gestorben
Peter Abraham (79)
Peter Abraham, Jugend- und Kinderbuchautor, ist am 6. Februar im Alter von 79 Jahren in Potsdam
gestorben. Abraham gilt als einer der bekanntesten Jugendbuchautoren der DDR.
Seine Jugendbücher „Das Schulgespenst“, der Roman „Die Schüsse auf der Arche Noah“ und „Rotfuchs
und andere Leute“ wurden in viele Sprachen übersetzt und erreichen Auf-lagezahlen von mehreren
Millionen Exemplaren. Nach der Wende veröffentlichte Abraham im Kulturmaschinen-Verlag das
Buch „Kuckucksbrut“, einen Roman mit autobiographischen Zügen. Das Buch war zur Wende bereits
gedruckt, wurde dann jedoch zusammen mit mehreren Tausend anderen Titeln der DDR-Literatur
auf eine Müllhalde geworfen. Drei Jahre vor seinem Tod erschien die Autobiographie der frühen
Jahre „Als ich das Spielen verlernte“.
09.02.2015 15:11
Personalia
Carlsen: LeYo! wird eigene Verlagseinheit
Auf die Markteinführung der multimedialen Kinderbibliothek LeYo! bei Carlsen wird zum 1. April die
Gründung einer eigenen Verlagseinheit folgen. Die Verantwortung dafür übernimmt Markus Dömer
(Foto), derzeit Leiter der Abteilung Business Development bei Carlsen und Initiator der LeYo!-Idee.
Mit einem Team, dessen Zusammensetzung ganz auf die Erfordernisse der Realisierung
multimedialer Buchprodukte ausgerichtet sein wird, will er die Weiterentwicklung der Technologie,
den zukünftigen Programmausbau und die Etablierung der Marke LeYo! vorantreiben. Seine
Nachfolge übernimmt Mareike Hermes, Mitarbeiterin im Business Development seit Gründung der
Abteilung im Jahr 2011. Zu ihrem Team stößt Ralf Keiser, der am 1. Juli aus der Elternzeit
zurückkehrt und die Programmleitung Comic abgibt, um sich besonders um die Entwicklung rein
digitaler Produkte im Bereich Comic, Cartoon und Manga zu kümmern. Die Leitung der
Comic-Redaktion übernimmt Klaus Schikowski, der diese Verantwortung momentan bereits als
Elternzeitvertretung innehat.
Auch im erzählenden Bereich wird die Entwicklung neuer digitaler Formate vorangetrieben. Anja
Kemmerzell, Programmleiterin Chicken House, wird sich ab Juni verstärkt dieser Aufgabe widmen.
Sie war bereits am Aufbau der digitalen Carlsen-Imprints Impress und Instant Books wesentlich
beteiligt. Die Verantwortung für das Chicken House-Programm bleibt in ihren Händen.
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
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buchmarkt-online
09.02.2015 15:45
Aktionen
Jetzt anmelden für 2. Antiquarischen Büchermarkt in Essen-Werden
Am 31. Mai soll in Essen-Werden, der "Perle an der Ruhr" (so Rolf Sachtleben, der Initiator der
Idee) ein antiquarischer Büchermarkt stattfinden. Interessenten sollten sich jetzt beim Werdener
Werbering e.V. anmelden.
Sachtleben findet: "Die schöne Lage im Ruhrtal, mit Brehm-Insel, Baldeney-See und Villa Hügel,
die Nähe zur Folkwang Universität der Künste, historische Kirchen, Abtei und Altstadthäuser, der
individuelle Einzelhandel und die hervorragende Gastronomie sind einfach ein attraktiver
Anziehungspunkt."
Anmeldungen für den Büchermarkt auf dem Schulhof des Gymnasium Werden, Eingang Grafenstr.,
unter: Werdener Werbering e.V., Tel. 0163 821 1297, oder unter rolfwerden55@gmail.com.
09.02.2015 15:04
Auszeichnungen
12 saarländische Buchhandlungen für Leseförderung geehrt
Zwölf saarländische Buchhandlungen sind heute für ihr besonderes Engagement in der
Leseförderung von Bildungsminister Ulrich Commerçon und dem Börsenverein – Landesverband
Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland mit dem Gütesiegel "Netzwerk MEHR LESEN – Anerkannter
Lesepartner 2014/15" ausgezeichnet worden.
Prämiert wurden Buchhandlungen, die ein kompetent ausgewähltes Sortiment im Bereich Kinderund Jugendbuch anbieten, eine individuelle und qualitative Beratung gewährleisten, die Texte dem
Alter angemessen und einladend präsentieren und zusätzliche Aktionen für Kinder und Jugendliche
durchführen. „Die prämierten Buchhandlungen gehen die Leseförderung tatkräftig und ideenreich
an“, so Minister Commerçon zu der Gütesiegelverleihung. „Wer motiviert und gut liest, verschafft
sich eine deutlich günstigere Position in unserer Mediengesellschaft!“
Die Buchhandlungen erstellen passende Empfehlungslisten, organisieren Buchausstellungen und
veranstalten Lesungen und Bücherfeste zu Ehren von Autorinnen und Autoren oder Romanfiguren.
Lehrerinnen und Lehrern bieten sie Informationsabende an und beraten beim Aufbau von
Schulbibliotheken.
Das Gütesiegel wird in diesem Jahr zum fünften Mal vergeben.
Die ausgezeichneten Buchhandlungen 2014/15: (nach Orten sortiert)
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
Buchhandlung & Antiquariat Hahn Kirkel-Limbach
Buchhandlung Anne Treib Lebach
Buchhandlung Rote Zora Losheim
Buchhandlung Rote Zora Merzig
Buchhandlung Bock & Seip Merzig
Bücher König Neunkirchen
Buchhandlung Bock & Seip Saarbrücken
Buchhandlung Raueiser Saarbrücken
Buchhandlung Bock & Seip Saarlouis
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
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buchmarkt-online
10. Buchhandlung Ludwig Pieper Saarlouis
11. Bücher Bastuck St. Wendel
12. Bücherhütte Wadern
09.02.2015 14:50
Events
Neckarsteinach: 9. "Kleine Buchmesse im Neckartal" am 7. und 8. März
Die "Vierburgenstadt" Neckarsteinach veranstaltet jetzt schon zum neunten Mal die "Kleine
Buchmesse im Neckartal". Diese überörtliche Veranstaltung rund um Bücher und Literatur findet
jeweils am ersten Wochenende im März statt und ist als Informations-, Unterhaltungs- und
Verkaufsveranstaltung für das Publikum aber auch für den Buchhandel der Metropolregion
Rhein-Neckar konzipiert.
Sie soll den Verlagen der Region, besonders kleineren und mittleren Verlagen, eine Plattform
bieten, sich zu präsentieren, ihre Produkte bekannt zu machen und zu verkaufen, aber auch mit
Buchhändlern, Kunden und Autoren in Kontakt zu treten.
35 Verlage haben sich angenmeldet:
Achter Verlag, Weinheim; Ammianus Verlag, Aachen; Bärbel Schulz, Kalligrafie, Waldbrunn; biwo
Spiele, Mannheim; Bliggerpresse, Briedel; Conte Verlag, St. Ingbert; Der Kleine Buch Verlag,
Karlsruhe; Edition Pastorplatz, Aachen; Edition Schröck-Schmidt, Oftersheim; Edition Tintenfaß,
Neckarsteinach; Ganthuarim Verlag, Heiligenroth; Golub Books, Karlsruhe; Heidelberger
Lese-Zeiten Verlag, Heidelberg; HÖLLverlag, Modautal; Kai Ortlieb, Buchbinderei, Eppelheim;
Kleine Druckwerk-statt, Bad Rappenau; Kurpfälzischer Verlag, Heidelberg; Larimar-Verlag,
Hockenheim; Logo Verlag, Obernburg; Lothar Seidler Verlag, Heidelberg; Mattes Verlag,
Heidelberg; Myttel-Rheinischer Ossian, Heidelberg; Neue Cranach Presse, Kronach; Nomen Verlag,
Frankfurt; Nora Handpresse, Dossen-heim; Odenwaldverlag, Otzberg; Palmyra Verlag, Heidelberg;
Silberburg-Verlag, Tübingen; Verlag Hubert Brunnengräber, Lorsch; Verlag Saphir im Stahl,
Bickenbach; Verlag Ute Fuchs, Helmstadt-Bargen; Verlag Villa Fledermaus, Hemsbach; Waldkirch
Verlag, Mannheim; Wellhöfer Verlag, Mannheim; Zeitschnur Verlag, Karlsruhe.
Die Messe findet am Samstag, dem 7. März, von 11 bis 18 Uhr und am Sonntag, dem 8. März, von
10.30 bis 18 Uhr im Bürgerhaus »Zum Schwanen« in Neckarsteinach (Neckarstraße 42) statt.
Eröffnung: Samstag, 7. März, 11 Uhr. Mehr infos unter www.neckarsteinach.com unter dem
Stichwort: Buchmesse
09.02.2015 14:19
Auszeichnungen
ver.di Literaturpreis Berlin-Brandenburg für Sylvia Geist
Der mit 5.000 Euro dotierte ver.di Literaturpreis 2014 Berlin-Brandenburg geht an Sylvia Geist für
ihren Lyrikband Gordisches Paradies, der 2014 im Hanser Berlin Verlag erschienen ist.
„Das Langgedicht Gordisches Paradies, das dem ausgezeichneten Band den Namen gab, erkundet
mit radikalem Ernst individuelles Selbstverständnis als Ausdruck der Körper-Seele-Einheit, die sich
in Sprache kundgibt. Welch schöner Auszug aus der Rede der Dinge in uns!“, so Kathrin Schmidt,
Autorin und Sprecherin der Jury, der außerdem die Schriftstellerin Jana Weinert sowie die Leiterin
des ver.di Landesbezirks Berlin-Brandenburg, Susanne Stumpenhusen, angehörten.
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
Seite: 19 von 51
buchmarkt-online
09.02.2015 15:46
Personalia
Monika Hoffmann macht Presse bei Neukirchener
Monika Hoffmann (26 - Foto) ist seit Februar eine neue Mitarbeiterin der Neukirchener
Verlagsgesellschaft. Sie arbeitet im Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.
Ihr Masterstudium in Religionswissenschaft schloss sie 2014 an der Universität Leipzig ab.
09.02.2015 14:34
Charts
T.C. Boyle und Paul David Bühre neu auf den Bestsellerlisten
Der amerikanische Schriftsteller T.C. Boyle ist seinem neuen Roman Hart auf hart auf Rang sechs der
deutschen Belletristik-Bestsellerliste eingestegen, die von GfK Entertainmen ermittelt wird. Michel
Houellebecqs Unterwerfung bleibt aber der derzeit meistverkaufter Belletristik-Titel.
„Kindeswohl“ von Ian McEwan und und „Gregs Tagebuch - Böse Falle!“ von Jeff Kinney behalten
weiter die Plätze zwei und drei.
Fantasy-Expertin Cassandra Clare legt mit „City of Heavenly Fire” den sechsten und finalen Band
ihrer „Chroniken der Unterwelt“-Reihe vor - und erreicht damit die achte Stelle des
Hardcover-Rankings.
Ein Blick auf die Sachbuchliste: „Teenie-Leaks“ von Paul David Bühre steht neu auf Platz sieben der
Sachbuch-Charts - der 15-Jährige schildert die Pubertät aus eigener Erfahrung - Elternkonflikte,
soziale Netzwerke und erste Liebe inklusive. Platz 1- 3 verbleiben bei „Darm mit Charme“ (Giulia
Enders), „Der Junge muss an die frische Luft“ (Hape Kerkeling) und „Merci, Udo!“ (Paul Sahner) .
09.02.2015 08:27
UMGEBLÄTTERT: Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Nachrufe auf André Brink und
Assia Djebar
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen
Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen
aktuellen Büchertisch.
Und wenn Sie eine spannende Rezension anderswo finden: Schicken Sie uns schnell eine Mail?
Frankfurter Rundschau
Interview mit Jamie Oliver.
Nachruf auf André Brink, der mit 79 Jahren auf dem Heimflug von Amsterdam nach Kapstadt starb.
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
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buchmarkt-online
Nachruf auf Assia Djebar, die 78jährig in Paris starb.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Zwei Hörspiele von Peter Kurzeck erzählen den Mikrokosmos der 50er Jahre, natürlich in Lollar. Kommt
kein Zirkus ins Dorf und Der Sonntagsspaziergang (Stroemfeld).
Bastian Pastewka liest Gideon Samson: 70 Tricks, um nicht baden zu gehen (Oetinger Audio).
Marc-Uwe Kling übertrifft sich selbst mit seiner Känguru-Offenbarung (Hörbuch Hamburg). Meint neben
Rezensent Hannes Hintermeier auch der Umblätterer.
Nachrufe auf André Brink und Assia Djebar.
Ein Comic, der die arabische Welt erklärt: Vorabdruck aus Der Araber von morgen von Riad Sattouf (Knaus)
– Andreas Platthaus hat’s übersetzt.
[Neue Wirtschaftsbücher]
Matthias Mahlmann Konkrete Gerechtigkeit (Nomos).
Die Welt
Nachrufe auf André Brink und Assia Djebar.
Süddeutsche Zeitung
Nachruf auf Assia Djebar.
Ina Hartwig mit einem Lob auf die Schreibschule.
Marcel Beyers Vorlesungen: XX. Lichtenberg-Poetikvorlesungen (Wallstein).
[Neue Taschenbücher]
Chinua Achebe Alles zerfällt (S. Fischer).
Lizzie Doron Who the Fuck is Kafka (dtv)
Ludovico Ariost Rasender Roland (S. Fischer)
Laszlo Krasznahorkai Der Gefangene von Urga (S. Fischer).
Julian Barnes Eine Geschichte der Welt in 10 ½ Kapiteln (KiWi)
Hannah Dübgen Strom (dtv)
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
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09.02.2015 09:56
BuchMarkt-AWARD
108 Einreichungen in acht Kategorien
Großes Kompliment an die Branche: Nicht nur, daß zum diesjährigem (dem inzwischen 16.!)
BuchMarkt-AWARD mit 108 Projekten sehr ordentlich eingereicht wurde, erstmals kamen auch die
meisten Pakete pünktlich und sogar überpünktlich an. Das hat unserer AWARD-Assistentin Lilly
Nitzke in Leipzig die Arbeit sehr erleichtert.
Gesucht haben wir - wie in den 15 AWARD-Jahren zuvor - nicht die teuersten, sondern die
kreativsten Werbeideen – die Jurysitzung am 18. Februar (Aschermittwoch!) wird zeigen, wer auf
dem Siegertreppchen stehen wird. Die Sieger werden am 20. Februar benachrichtigt, erfahren aber
nur, daß, nicht was sie gewonnen haben. Ein bißchen Spannung muß bleiben bis zur Verleihung
traditionell am Buchmessefreitag in Leipzig: 13. März 2015 ab 13 Uhr.
[Juriert wird, wie in den Vorjahren, in acht Kategorien]:
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
Bestseller-Marketing
Cover-Marketing
Printwerbung
POS-Werbung
Event
Online-Werbung
Spot des Jahres
Newcomer des Jahres
[Als Bewertungs-Kriterien gelten]:
-
Eigenständigkeit der Arbeit
- Klarheit der Zielgruppenansprache
- Qualität der Ausführung
- Wirkung der Werbung
- Überzeugungskraft der Werbung
[Die Jury:]
Sven Kröger (Vorsitzender) - Hafen Werbeagentur
Simone Becher - Geschäftsführung bürosüd
Torsten Casimir - Chefredakteur Börsenblatt
Clemens Dreyer - Werbeleitung Random House Jugendbuchverlage
Karsten Ilm - Bereichsleitung Entertainment, Medienfabrik Gütersloh
Elmar Krekeler - Redaktion DIE WELT
Theresa Schenkel - Marketingleitung Droemer Knaur
Ricarda Witte-Masuhr - Marketingleitung Bastei Lübbe
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
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09.02.2015 14:00
Veranstaltungen
Landesverband Berlin-Brandenburg startet ein neues Veranstaltungsformat
Die Antiquariatsmesse LiberBerlin soll in diesem Jahr vom 12. bis zum 14. Juni in völlig neuer
Gestalt in der der Gemäldegalerie stattfinden, wie der Landesverband Berlin-Brandenburg des
Börsenvereins mitteilt.
Die LiberBerlin genannte Verkaufsmesse will rund 70 bibliophilen Antiquariaten, ortsansässigen
Buchhandlungen und regionalen wie überregionalen Verlagen die Möglichkeit geben, sich in der
1.600 Quadratmeter großen Wandelhalle der Gemäldegalerie zu präsentieren.
„Gemeinsam mit Knut Ahnert und einigen anderen Berliner Antiquaren haben wir ein Konzept auf
die Beine gestellt, das in der deutschen Buch- und Museumslandschaft neu- und einzigartig ist“,
betont Detlef Bluhm, Geschäftsführer des Landesverbands.
Zudem wird es in Zusammenarbeit mit der Gemäldegalerie und anderen am Kulturforum
angesiedelten Kulturinstitutionen ein umfangreiches Begleitprogramm geben. Auch diese
„Kooperation zwischen einer der bedeutendsten Museumslandschaften Deutschlands und unserer
Branche“ sei singulär“, so Bluhm.
Über 80 Veranstaltungen werden in sechs Programmformaten und vier Sälen der Gemäldegalerie
angeboten: LiberBerlinTalk, LiberBerlinArt, LiberBerlinDigital, LiberBerlinKabinet, LiberBerlinScience
und LiberBerlinKids. Kinder können auf Wunsch vom museumspädagogischen Dienst der
Gemäldegalerie betreut werden.
Im Veranstaltungszeitraum wird der Eintritt in die Berliner Gemäldegalerie (einschließlich
LiberBerlin und Rahmenprogramm) um die Hälfte auf 5 Euro ermäßigt.
Nähere Informationen: www.berlinerbuchhandel.de
09.02.2015 13:25
Verlage
Epilog im sogenannten „Wanderhurenstreit“: Voland & Quist spendet 12.500 Euro an Kurt Tucholsky
Literaturmuseum
Im August 2014 [mehr...] folgte das OLG Düsseldorf der Rechtsauffassung von Voland & Quist und
sah den Titel Die schönsten Wanderwege der Wanderhure als durch die Kunstfreiheit gedeckt an. Die
Nettoeinnahmen aus einer zur Finanzierung des Berufungsverfahrens gestarteten
Spendenkampagne [mehr...] wird der Verlag deshalb am 13. Februar an das Kurt Tucholsky
Literaturmuseum Rheinsberg spenden.
Der unterlegene Verlag Droemer Knaur wurde verpflichtet, die Kosten des Verfahrens zu tragen,
d.h. Voland & Quist muss nicht für Anwälte und Gerichtskosten aufkommen. Deshalb wird Voland &
Quist die Nettoeinnahmen aus der Crowdfunding-Aktion wie angekündigt http://bit.ly/1KFpU0q.
Außerdem legt Voland & Quist noch rund 400 Euro drauf: Das Kurt Tucholsky Literaturmuseum
Rheinsberg kann sich somit über 12.500 Euro freuen.
Autor Julius Fischer wird den Scheck zusammen mit den beiden Verlegern Leif Greinus und
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
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buchmarkt-online
Sebastian Wolter im Rahmen einer Lesung am 13. Februar dem Museum übergeben.
09.02.2015 12:18
TV-Tipp
Viktoria & Heiner Lauterbach am Mittwoch bei "Volle Kanne"
Heiner Lauterbach ist bei "Volle Kanne" zu Gast. Gemeinsam mit seiner Frau stellt er ihr
gemeinsames Buch "Forever Fit" (Gräfe und Unzer) vor:
Über" Bauchmuskeln, den inneren Schweinehund und Smoothies" plaudern die beiden am Mittwoch
um 9 Uhr im ZDF.
09.02.2015 14:26
Autoren
Eva Leipprand neue VS-Vorsitzende
Beim vierten Schriftstellerkongress in Berlin ist die bayerische Autorin und Übersetzerin Eva
Leipprand zur neuen Vorsitzenden des Verbands Deutscher Schriftsteller (VS) gewählt worden.. Sie
löst Imre Törek ab, der den Verband zehn Jahre langgeführt hat.
Die 1947 in Erlangen geborene Autorin war von 2002 bis 2008 Bürgermeisterin und
Kulturreferentin der Stadt Augsburg. Bis 2014 warsie stellvertretende Vorsitzende der Fraktion
Bündnis 90/Die Grünen im Augsburger Stadtrat und ist Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft
BAG Kultur. In ihrer Arbeit will sich Leipprand laut Mitteilung des VS "auf inhaltliche Fragen
konzentrieren, die sich für Autoren infolge der Digitalisierung mit neuer Komplexität stellen und
nicht nur auf der deutschen, sondern auch auf der europäischen Ebene zu verhandeln sind".
09.02.2015 11:04
"Geheime" Bestseller
Tom Hillenbrands kulinarische Krimis bislang 325.000 mal verkauft
Soeben wurde Tom Hillenbrands Sci-Fi Krimi "Drohnenland" (KiWi) für den Glauser-Preis nominiert.
Nun wird bekannt, dass "Teufelsfrucht", der erste Teil der Krimi-Reihe des Münchner Autors um
den Luxemburger Koch Xavier Kieffer mit Moritz Bleibtreu in der Hauptrolle auch fürs Kino verfilmt
wird.
Die Dreharbeiten der mit sechs Millionen Euro budgetierten internationalen Kino-Produktion unter
Leitung der Luxemburger Iris-Film-Produktion sollen im Oktober beginnen. Drehorte des
"kulinarischen Bond", der neben Bleibtreu eine internationale Top-Besetzung aufweisen wird, sind
Luxemburg, Frankreich und Deutschland.
Von Tom Hillenbrands kulinarischen Krimis hat Kiepenheuer & Witsch bislang mehr als 325 000
Exemplare verkauft, in Luxemburg standen die Romane monatelang auf der dortigen
Bestseller-Liste. Die Kinoversion von "Teufelsfrucht" könnte bereits 2016 in die Kinos kommen.
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
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buchmarkt-online
08.02.2015 22:49
Buchhandel
München: Feuer bei Hugendubel
Bei Hugendubel am Marienplatz ist hat es heute Nachmittag gebrannt. Das meldet der Münchner
Merkur:
Eine Mülltonne ist im Lastenaufzug aus unbekannter Ursache in Brand geraten. Die Sprinkleranlage
hat offensichtlich größeren Schaden verhindert.
Zur Meldung
08.02.2015 17:07
Lachhaft
Der Montagswitz
Jeden Montag hier ein Witz zum Wochenanfang. Ihre Beiträge sind erwünscht per Mail an unsere
Redaktion redaktion@buchmarkt.de.
Die polnisch-sowjetische Grenze wird nach dem zweiten Weltkrieg neu vermessen und markiert.
Eine polnisch-sowjetische Kommission kommt an eine Stelle, auf der ein Bauernhaus auf dem
geplanten Grenzstreifen steht. "Wollt ihr das Haus?" fragen die Polen. "Nicht unbedingt", sagen die
Sowjets, "fragen wir doch einfach den Bauern."
"Hör mal Väterchen, wir müssen die Grenze neu festlegen. Wo willst du denn wohnen, in Polen
oder in der Sowjetunion?" Der Bauer antwortet wie aus der Pistole geschossen: "In Polen!"
Gut, also wird die Grenze so gelegt, dass das Haus in Polen steht. Als alles fertig ist, und die
Kommission verschwinden will, fragen sie den Bauern noch einmal: "Es geht uns ja nichts an, aber
warum willst und unbedingt in Polen leben?"
Darauf der Bauer: "Diese harten russischen Winter..."
Und hier noch ein Bonus-Track, der sowohl mit dem aktuellen Wetterbericht als auch mit unseren
Redaktionserfahrungen gut in Übereinklang zu bringen ist:
Treffen sich zwei bayerische Schneeflocken. Sagt die eine: "Kommst du mit nach NRW, Chaos
machen?"
Darauf die andere: "Och, das schaffst du doch locker alleine."
08.02.2015 09:16
++ Umgeblättert ++
Bücher und Autoren heute in den Feuilletons von FAS und WAMS
Auch sonntags blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen
Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen
aktuellen Büchertisch.
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
Seite: 25 von 51
buchmarkt-online
Und wenn Sie eine spannende Rezension anderswo finden: Schicken Sie uns schnell eine Mail?
Frankfurter Allgemeine
Nachrichten: Assia Djebar ist am Freitag in einen Pariser Krankenhaus gestorben.
„Definiere das jetzt! Ändere die Spielregel“: Ein Auszug aus Kuratieren, dem Buch des „Meisters“ Hans
Ulrich Obrist (C. H. Beck).
"Lachen ist eine Erfrischungskur": Harald-Alexander Korp Am Ende ist nicht Schluss mit lustig (Gütersloher
Verlagshaus.
Welt am Sonntag
{
„Warum steht es so schlecht um die Demokratie?": Autor ist der Politikwissenschaftler [Frances
Fukuyama ] {Das Ende der Geschichte.
In WOHNEN:
Cabins (Taschen
Das war es heute auf den ersten Blick, wenn uns noch etwas auffällt, wird es nachgeliefert
07.02.2015 08:00
UMGEBLÄTTERT: Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und "der Kleine Prinz startet noch
einmal richtig durch"
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen
Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen
aktuellen Büchertisch.
Und wenn Sie eine spannende Rezension anderswo finden: Schicken Sie uns schnell eine Mail?
Frankfurter Rundschau
"Museen sind die Tempel der Realität": Ein Gespräch mit der Kunsthistorikerin Benedicte Savoy
"über die Würde des Artefakts undu seiner Verteidigung gegen die Flut der alles digitalisierenden
Bilder" und ihr Buch Vom Faustkeil zur Handgranate. Filmpropaganda für die Berliner Museen (Böhlau).
"Die Bestien der Vergangenheit": Michael Wildenhains Roman Das Lächeln der Alligatoren "führt
zurück in den deutschen Herbst" (Klett-Cotta).
"Erträgliche Leichtigkeit des Seins": Arno Geiger "erzählt in seinem neuen Roman Selbstportrait mit
Flusspferd von einem jungen Mann mit Schmerzen" (Hanser).
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Frankfurter Allgemeine Zeitung
"Das Paradies ist ein Tümpel mit Flusspferd": Auch hier über Arno Geigers neuen Roman Selbstportrait mit
Flusspferd , "es gibt Sätze... denen man nicht widersprechen kann" (Hanser).
"Sie hätte dieses Buch nie schreiben dürfen": Hans Blumenberg geht in Ringorismus der Wahrheit "scharf
mit Freud und Hannah Arendt ins Gericht" (Suhrkamp).
"Anders wird Welt draus": "Großmaul und Genie: Der Universaldichter Alban Nikolai Herbst wird 60".
Das gilt auch für John Grisham: "Der Anwalt des Lesevolks" wird auch sechzig.Um die 300 Millionen
Bücher habe er bislang verkauft.
"#Auschwitz ist für mich:...... ": Ein Text von Per Leo.
Süddeutsche Zeitung
"Neues von Asteroid B 612": "Siebzig Jahre nach dem Tod von Saint Exupery startet der Kleine Prinz noch
mal richtig durch... über die Konkurrenz-Ausgaben von dtv, Reclam und die Fortschreibung Der große Prinz
beim Gütersloher Verlagshaus..
Die Welt
Die Titel der Beilage hatten wir bereits gemeldet [mehr...].
NZZ
Alain Claude Sulzer über die große GONCOURT Ausgabe von Gerd Haffmans [mehr...].
06.02.2015 17:18
Auszeichnungen
Kinderbuchpreis des Landes NRW geht an „Mein Herz hüpft und lacht“
Viele hüpfende und lachende Herzen versammelten sich heute im Düsseldorfer Jungen
Schauspielhaus: Gefeiert wurden Rose Lagercrantz und Eva Eriksson (Foto m., r.), denen
Kulturministerin Ute Schäfer (Foto l.) den Kinderbuchpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für ihr
Buch Mein Herz hüpft und lacht (übersetzt von Angelika Kutsch und erschienen im Moritz Verlag)
übergab.
Mein Herz hüpft und lacht ist nach Mein glückliches Leben der zweite Band der Freundschaftsgeschichte
um die Mädchen Dunne und Ella Frida. Der dritte, Alles soll wie immer sein, erscheint in diesen Tagen
und feierte heute eine Vorab-Premiere auf dem Büchertisch von Dorothea Düsedau. Einen vierten
Band gibt es auch, und das Manuskript für den fünften hat Rose Lagercrantz vor zwei Tagen bei
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
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ihrem schwedischen Verlag abgegeben.
Der Düsseldorfer Autor, Illustrator und Hörbuchsprecher Martin Baltscheit moderierte den Vormittag, zu
dem sich zahlreiche Schüler eingefunden hatten. Kulturministerin Ute Schäfer übergab den mit 5.000
Euro dotierten Preis an die Autorin und die Illustratorin, die aus Schweden angereist waren. Sie konnten
ihr Buch anschließend in einer wunderbaren Lesung von vier Schauspielern genießen – es sprachen zwei
Erwachsene und zwei Jugendliche, begleitet von einem Musiker mit Kontrabass.
Rose Lagercrantz warnte in ihrer Dankesrede augenzwinkernd vor dem, was man schreibt: Denn Albert
Camus habe über einen Autounfall geschrieben, und bei einem Autounfall sei er auch ums Leben
gekommen. „Ich aber habe ,Mein Herz hüpft und lacht’ geschrieben, und hier stehe ich.“ Auch von dem,
was man lese, werde man sehr beeinflusst. „Die Wörter tun etwas mit uns ... sie machen das Leben
deutlich für uns.“
Besonderen Dank sprach sie an Eva Eriksson aus: „Sie ist ein Traum, ich glaube manchmal gar nicht,
dass sie wahr ist. (...) Wenn ich etwas für sie schreiben kann, bin ich glücklich wie Dunne.“ Und auch
Moritz-Verleger Markus Weber erhielt ein großes Lob: „Wenn alle Verleger so wie er wären, würden die
Kinder nichts anderes tun als lesen, mit hüpfenden und lachenden Herzen.“
Seit 25 Jahren zeichnet das Land Nordrhein-Westfalen Bücher für Leseanfänger aus. Prämiert werden
Titel, die für das Erstlesealter geeignet sind und auch im Schulunterricht eingesetzt werden können. Eva
Eriksson bekam den Preis heute zum zweiten Mal, im Jahr 2000 gewann sie ihn gemeinsam mit Ulf Stark
für Als Papa mir das Weltall zeigte (Carlsen). Der Moritz Verlag kann sich zum dritten Mal über die
Auszeichnung freuen: 2012 erhielt Antje Damm den Kinderbuchpreis NRW für Hasenbrote, 1997 ging er an
Philippe Corentin für Plumps!.
06.02.2015 16:28
Veranstaltungen
Literaturveranstaltungen zwischen Performance und Wasserglaslesung
Gestern Abend fand in der Evangelischen Stadtakademie in Frankfurt eine Podiumsdiskussion unter
dem Titel Literatur veranstalten statt.
Moderator Alf Mentzer, hr2-kultur, sprach mit Hauke Hückstädt, Literaturhaus Frankfurt, Susanne
Lewalter, Literaturhaus Wiesbaden, Adrienne Schneider, Literaturhaus Darmstadt], und Sonja
Vandenrath, Leiterin Fachbereich Literatur beim Kulturamt der Stadt Frankfurt.
Veranstalter des Abends war der Kulturfonds Frankfurt RheinMain, der seit einem Jahr das
Kulturleben der Region mit spartenbezogenen Gesprächsrunden begleitet.
Zu Beginn wollte Alf Mentzer wissen, was in den Literaturhäusern gut gelungen sei. „Die
bevorstehende Veranstaltung ist für mich immer die spannendste“, sagte Adrienne Schneider.
Außerdem wolle sie für das Stadtschreiberfest in Bergen werben – diese Großveranstaltung in
einem Zelt sei etwas Besonderes. „2012 fand im Literaturhaus Darmstadt ein Abend mit Nino
Haratischwili statt. Ich hatte sie eingeladen, weil mir das Buch gefiel – dem Publikum ging es
ebenso. Und der Erfolg der Autorin hält an.“
„Wir haben anlässlich der Herausgabe des Taschenbuchs nehmen sie mich beim wort ins kreuzverhör zu
den Vorlesungen der Wiesbadener Poetikdozentur 2010 ein Fest veranstaltet, das richtig gut
gelang“, berichtete Susanne Lewalter.
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Sonja Vandenrath erzählte von einer Diskussion zwischen Thomas Hettche, Ulrich Peltzer und Ernst
Osterkamp, die im Rahmen eines Festivalkongresses zur Romantik 2013 stattfand. „Das Gespräch hat
Hettche beim Schreiben der Pfaueninsel beeinflusst. So etwas ist doch toll.“
„Als Veranstalter sind wir Anwalt der Autoren“, stellte Hauke Hückstädt seiner Antwort voran. Manchmal
liege es an Kleinigkeiten oder Missverständnissen, wenn etwas nicht klappt – beispielsweise die
Anwesenheit eines „sauteuren“ Übersetzers, der schließlich gar nicht gebraucht wurde.
Andererseits gibt es Glücksfälle. So hatte Hückstädt den Regisseur Dominik Graf zu seinem Film Die Sieger
eingeladen. Der Film war gefloppt, aber aus dem Gesprächsabend mit Stefan Stosch wurde ein Buch:
Verstörung im Kino, 1998 erschienen im Wehrhahn Verlag.
„Manches lässt sich nicht wiederholen, wie beispielsweise der Abend mit Martin Becker und Schorsch
Kamerun zum Thema Väter im November 2014“, fügte Hückstädt hinzu.
„Ist die einfache Wasserglaslesung tot?“, fragte Mentzer weiter. „Das kommt auf das Buch und den Autor
an“, äußerte Lewalter. „Unser Programm lebt von der Vielfalt, und natürlich soll es eine Orientierung hin
zu neuen Formen geben.“
Schneider organisierte für den Suhrkamp Verlag zuletzt rund 3000 Lesungen jährlich. „Zu meiner Zeit
wollten die Autoren, die ja oft autistisch arbeiten, nur das Buch vorstellen und das Honorar kassieren.
Und das alleine, ohne einen Moderator“, konstatierte sie. Allerdings gab es auch andere Erfahrungen, wie
bei dem Gesprächsabend zwischen Mario Vargas Llosa und Daniel Kehlmann 2009, der alle begeisterte.
„Man muss auf jeden Fall die Autoren einbeziehen und fragen, was sie sich vorstellen“, betonte
Schneider.
„In einem moderierten Autorengespräch gibt es, wenn es gut läuft, einen Mehrwert, der über eine
Lesung hinausgeht“, ist sich Vandenrath sicher.
„Vielleicht sprechen wir zurzeit zu viel, überall wird getalkt“, entgegnete Hückstädt. Als Moderator könne
man sich zwar vorbereiten, aber Gespräche bergen auch Risiken. Das sollte man wissen, aber nicht
davor zurückschrecken. Außerdem gilt es zu überlegen, ob das Publikum einbezogen werden soll oder
nicht. Bei offenen Gesprächsrunden besteht die Gefahr quälender Selbstdarstellungen, die der Moderator
nur schlecht unterbrechen könne. In solchen Fällen wünschte sich Hückstädt mehr Selbstregulierung
seitens des Publikums.
Um thematische Veranstaltungen drehte sich die nächste Gesprächsrunde. Schneider äußerte, dass in
Darmstadt die Programme immer thematisch konzipiert seien. „Das kommt gut an und hat den Vorteil,
dass man auch ältere Bücher ins Spiel bringen kann“, ergänzte sie.
„Unsere Festival-Themen schaffen eine Struktur und ermöglichen Dichte. Gleichzeitig sind sie weite
Korsette“, meinte Vandenrath.
Mentzer stellte die kürzlich erhobene Forderung von Alexander Skipis, dass Literatur politischer werden
müsse, in den Raum. „Hysterien sollten vermieden werden. Andererseits sind politische Autoren nicht oft
auf den Podien der Literaturhäuser vertreten. Darüber sollten wir nachdenken“, erklärte Hückstädt.
„Autoren sollten nicht durch die Bank politisiert werden“, meinte Vandenrath.
„Es hat auch damit zu tun, wie der Ort Literaturhaus im Umfeld wahrgenommen wird“, sagte Lewalter
und plädierte dafür, dass die Häuser verschiedene Aufgaben übernehmen und Dinge hinterfragen sollen.
„Es geht auch darum, wie das Publikum erreicht werden kann“, ergänzte Schneider.
„Man kann in Fragen der Politik in der Literatur vielleicht von der DDR lernen, von den Autoren, die ihre
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Bücher gerade so durchbrachten und veröffentlichen konnten und die Kritik, die damals sehr wohl
verstanden wurde, zwischen den Zeilen versteckten“, gab Hückstädt zu bedenken.
Einig war man sich darüber, dass es politische Autoren gibt. Gerade jetzt ist die öffentliche
Aufmerksamkeit hoch. „Die Houellebecq-Lesung in Köln ist letztendlich gescheitert, weil die Erwartungen
viel zu hoch waren“, fügte Vandenrath an.
„Wie erreichen die Literaturhäuser ein junges Publikum?“, wollte Mentzer abschließend wissen. „Ich habe
ein reges älteres Publikum. Natürlich möchte ich gerne auch junge Leute ansprechen. Also gehe ich in
die Hochschulen. Ein Versuch“, sagte Schneider.
„Tendenziell sind die Leute 50 plus“, stellte Lewalter fest, „aber wenn man Literatur und Musik mischt,
kann man noch andere erreichen.“
„Ich mag keine Beschimpfung der 50 plus-Generation“, erklärte Hückstädt. Er regte außerdem an, dass
Schüler mit ihren Lehrern nicht nur ins Theater gehen sollten, sondern auch ins Literaturhaus.
„Die Orte sind wichtig, eine intakte Clubszene zieht junge Leute an. Vielleicht sollte man mehr Wert auf
die Inszenierung von Räumen legen“, überlegte Vandenrath.
„In Bezug auf Literaturhäuser sind Repräsentanz und eine funktionierende Technik entscheidend.
Bühnenbilder spielen leider keine Rolle“, entgegnete Hückstädt. „Vielleicht ist schon der Name
‚Literaturhaus’ nicht sehr anziehend für junge Leute“, warf Schneider ein.
Ein Fazit kam von Hückstädt: „Wir sollten alle mehr Mut haben.“
JF
06.02.2015 15:26
++ Vorgeblättert ++
Die Bücher morgen in der „Literarischen Welt“
Das sind die Bücher, die morgen in der „Literarischen Welt“ besprochen werden:
Ein Verbrechen, das nicht vergessen werden kann: Dirk Schümer über Jan Brokken
Unbekanntes von Graham Greene aus Westafrika
Richard Kämmerlings über Sibylle Berg
Graphic Novel: Timur Vermes über Gipis „schlecht gezeichnetes Leben“
Dana Buchzik über Gila Lustiger
Alan Posener über Julian Barnes
Christian Demand über Hans Ulrich Obrist
Marc Reichwein bewundert Marlene Dietrich mit Alfred Polgar
Hannes Stein zieht mit Jan Assmann aus Ägypten aus
Und Alexa Hennig von Lange träumt von Neuschottland
Morgen im Sonntagsgespräch
07.02.2015 00:01
Anselm Grün über seine Arbeit als Autor
Nach dem Schrumpfen des konfessionellen Sortiments wird religiöse Literatur weitestgehend über
den allgemeinen Buchhandel verkauft. Ist das Interesse des Lesepublikums an solchen Büchern,
wie in vielen Verlagskreisen angenommen, ähnlich geschrumpft? BuchMarkt ist vom Gegenteil
überzeugt -siehe auch uns „Spezial Religion“ im aktuellen Februar-Heft, das über wichtige
Entwicklungen in diesem Programmsektor informiert.
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buchmarkt-online
Welch nachhaltig großes Interesse er auszulösen vermag, zeigt der Erfolg von P. Anselm Grün. Seine Titel
haben in Deutschland offenbar mehr Käufer und Leser gefunden als die Bücher von Günter Grass und
Papst Benedikt zusammen – weltweit sind, mit Übersetzungen in 32 Sprachen, über 20 Millionen
Exemplare verkauft worden. Wie konnte es dazu kommen? Liegt es daran, dass Anselm Grün sich, wie
manche Kirchenmänner meinen, dem Zeitgeist verschrieben hat? Ist er der oberflächliche „Glückspater“,
wie ihn die Bild-Zeitung genannt hat, der mit einer „Wellness-Theologie“ lockt? Wer dem Geheimnis
seines Wirkens auf die Spur kommen will, möge die Festschrift lesen – mit Beiträgen von 29
prominenten Persönlichkeiten, für die Anselm Grün Wegweiser und -begleiter ist. Rudolf Walter hat sie
eben unter dem Titel Inspiration für das Leben. Im Dialog mit der Bibel im Verlag Herder herausgegeben. Wir
haben P. Anselm gefragt, wie er sich als Autor versteht.
06.02.2015 15:45
Auszeichnungen
Hans-Matthöfer-Preis für Wirtschaftspublizistik an Mark Blyth
Für sein im Verlag J.H.W. Dietz Nachf. erschienenes Buch Wie Europa sich kaputtspart. Die gescheiterte
Idee der Austeritätspolitik erhält Mark Blyth den von der Hans-und-Traute-Matthöfer-Stiftung
ausgeschriebenen Hans-Matthöfer-Preis für Wirtschaftspublizistik 2014.
Blyth, Professor für Internationale Politische Ökonomie an der US-amerikanischen
Brown-University, kritisiert in seinem Buch die Sparpolitiken, die Europa aus der Finanzkrise retten
sollen. Empirisch untermauert zeigt er, dass Austerität die Schulden in den Krisenländern der
Eurozone erhöht hat, ohne Wachstum zu erreichen, und entlarvt Austeritätspolitik als einen
gefährlichen Irrweg im Dienste konservativer Politik und wirtschaftlicher Interessen.
Zur Preisverleihung findet am 23. Februar 2015, 18:30–19:30 Uh in der Friedrich-Ebert-Stiftung,
Hiroshimastr. 17, 10785 Berlin, statt.
06.02.2015 15:12
TV Tipp
Die Bücher in "Druckfrisch" am Sonntag, 8. Februar 2015, um 23.35 Uhr
n der nächsten Ausgabe von "Druckfrisch" am Sonntag, 8. Februar 2015, um 23.35 Uhr im Ersten
trifft Denis Scheck mit T.C. Boyle den" Star des amerikanischen Literaturbetriebs, der sich nicht
scheut, die großen Themen der Zeit frontal anzugehen".
Über die Geschichte der Menschheit vor Erfindung der Schrift spricht der ARD-Literaturkritiker mit
Hermann Parzinger, dem Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und einem der
profiliertesten Prähistoriker und Archäologen überhaupt, der zu diesem Thema ein fast 900 Seiten
starkes Werk vorgelegt hat:
"Die Kinder des Prometheus"
Außerdem Klaus Modicks Roman "Konzert ohne Dichter" (K&W) , einen "bemerkenswerten
Künstlerroman".
Dazu: Denis Schecks Rezension der aktuellen Spiegel-Bestsellerliste. Diesmal Belletristik.
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
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06.02.2015 15:58
Gestorben
Harry P. Jost (Autorenname Heinz-Peter Baecker)
Gestern ist der Journalist und Autor Harry P. Jost im Alter von 69 Jahren verstorben. Seit 1997
schrieb er unter dem Pseudonym Heinz-Peter Baecker Bücher verschiedener Genres wie
Factionthriller, Psychokrimis, Kurzkrimis, Satiren und Familienromane.
Gleichzeitig arbeitete er für den Kontrast Verlag und das Verlags-Karree, einem Zusammenschluss
von Verlagen, als Pressesprecher und Ideengeber und war Mitinitiator der Buchmesse
Rheinland-Pfalz.
Zu seinen bekanntesten Faction-Thrillern und -Romanen zählen "Diana - Das Komplott", "Das Kleid
der Lüge", ein Scheidungskampf um ein Kind, "Das Fleisch-Kartell", basierend auf Recherchen zu
den Gammelfleisch-Skandalen und kriminelle Manipulationen zwischen Stall und Teller sowie
"Skrupellos", bei dem es um den illegalen Embryonenhandel in Deutschland geht.
2010 wurde sein BUGA-Krimi, anlässlich der Bundesgartenschau in Koblenz zum Bestseller. Zur
Buchmesse 2011 in Frankfurt erschien ein mysteriöser Liebesroman des Autors "Tibidabo ... all das
gebe ich dir". In den letzten Jahren erschien jährlich eine neue Folge seiner Hunsrück-Krimi-Reihe,
mit seinem realexistierenden Hauptkommissar Fuß (alias Wilfried Rindsfüßer).
06.02.2015 13:03
Personalia
Udo Fischer neuer Vertriebsleiter bei Pegasus Spiele
Udo Fischer (43) ist seit dem 1. Februar 2015 Vertriebsleiter bei Pegasus Spiele. Zuletzt war er
Bezirksleiter bei Weltbild. Dort war er zudem für den Bereich „Franchisepartner“ und die
Qualifizierung der Nachwuchsführungskräfte im Filialvertrieb und bildete sich zum Inhousetrainer
und Coach fort.
Pegasus Spiele, deren aktueller Spiele-Jahrgang u.a. mit den renommierten Preisen „Spiel des
Jahres“ 2014 und „Kennerspiel des Jahres“ 2014 ausgezeichnet wurde, schuf im September
vergangenen Jahres mit der Einweihung des neuen Hochregallagers und Firmengebäudes im
Friedberger Industriegebiet Süd bereits die infrastrukturelle Grundlage für den Auf- und Ausbau der
Vertriebsstrukturen. Udo Fischer soll als Leiter eines "eingespielten Vertriebsteams die Umsetzung
dieses Projekts federführend betreuen und sich zudem der Forcierung des Europageschäfts
annehmen".
06.02.2015 09:56
Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Tom Drury “ist der große Menschenfreund"
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen
Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen
aktuellen Büchertisch.
Und wenn Sie eine spannende Rezension anderswo finden: Schicken Sie uns schnell eine Mail?
Frankfurter Rundschau
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
Seite: 32 von 51
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„Mehr Stabilität durch Dauerparty“: Hazel Rosenstrauch wirft in ihrem Buch Kongress mit Damen "einen
eigenen Blick auf Spaß und Spannung in Wien 1814/15" (Czernin).
"Vom Lesen ohne zu lesen": Ein Gespräch mit dem Literaturwissenschaftler Franco Moretti über das
Konzept des "Distant Reading". (Bei Suhrkamp erschien von ihm Der Burgeois).
"Jetzt testen wir mal Grenzen aus": Der Roman Als wir träumten von Clemens Meyer wurde verfilmt.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
"Jetzt bitte bloß nicht husten": Die amerikanische Autorin Lydia Davis" ist ein Genie der literarischen
Kurzform, wie ihr Band Kanns nicht und wills nicht eindrucksvoll beweist" (Droschl).
"Die Liebe reicht bis zum Matterhorn": Katharina Geiser "erzählt in Vierfleck oder Das Glück merkwürdige
Beziehungsgeschichten" (Jung & Jung).
"Wenn Katzen sich selbst verletzen": Barbara Natterson-Horowitz zeigt mit Wir sind Tier, "wie viele
Krankheiten Menschen und Tiere teilen" (Knaus).
Nur kurz vorgestellt, da aus der Feder eines Redaktionsmitglieds: Im Reformhaus. Zur Krise des
Bildungssystems von Jürgen Kaube (zu Klampen).
Süddeutsche Zeitung
"Unser Gott trägt Cowboystiefel": Tom Drury “ist der große Menschenfreund unter den amerikanischen
Erzählern. Sein neuer Roman Stilles Land handelt von Liebe und Tod – und einem Westen, der wieder wild
geworden ist" (Klett-Cotta).
Heute auch die Liste der Sachbücher des Monats Februar (hatten wir bereits gemeldet [mehr...]).
Heute auch wieder eine Seite Kinder-& Jugendliteratur:
"Hund am Stiel": Was macht Mann denn da? von Franziska Gehm ( Klett Kinderbuch) - ("Die Welt als ein Ort
der wunderbarsten Fantasie").
"Im Kampf gegen den Riesen": Der Zauberladen von Appelcross Bd. 1 von Pierdomenico Baccalario (
Coppenrath).
"Auf der Flucht vor den Warlords": Dunkelrote Erde von Eliot Schrefer (Chickenhouse).
"Münzen für den Fährmann": Wir fallen nicht von Seita Vuorela (Ravensburger).
Noch zwei Taschenbücher:
Als mein Vater ein Busch wurde von Joke van Leeuwen (Oetinger)
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
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und
5 Dinge, die ich über meinen Vater weiß von Marieken Jongman (Carlsen).
"Der aufrechte Gang der Kinder-& Jugend Literatur": Über Klaus Doderer
Die Welt
"Der Buchpreis wird lyrisch": Richard Kämmerlings über die Auswahl zum diesjährigen Leipziger
Literaturpreis
Sonst heute nichts über Bücher.
06.02.2015 12:34
Auszeichnungen
Kranichsteiner Jugendliteraturstipendien 2015 für Corinna Antelmann und Martin Kordić
Der Deutsche Literaturfonds und der Arbeitskreis für Jugendliteratur vergeben am 12. März 2015 auf
der Leipziger Buchmesse die Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendien. Die Preise gehen in diesem
Jahr an Corinna Antelmann für ihren Roman „Der Rabe ist acht“ (mixtvision) und an Martin
Kordić für sein Debüt „Wie ich mir das Glück vorstelle“ (Hanser).
Aus der Jurybegründung für „Der Rabe ist acht“: „Corinna Antelmanns Roman ist ein radikales
Erzählexperiment. Zwei Jugendliche, hochintelligent und reflektiert, wollen Schicksal spielen – bis
hin zu geplanten Morden. Davon und von den Gründen dafür erzählen sie abwechselnd, jeder aus
der eigenen Perspektive: Maja seziert das Rollenverhalten von Eltern, Mitschülern und Lehrern, vor
allem aber das eigene als Musterschülerin. Klebe sucht, pendelnd zwischen Spiel und Ernst, den
Sinn des Lebens in kabbalistischer Zahlenmystik und geht als Schlaumeier nicht nur seinen Lehrern
auf die Nerven. Maja ist voller Wut, und Klebe weist dieser Wut eine Richtung. Wie in einem
Laborversuch werden die Zutaten – enttäuschte Erwartungen, Selbsthass und gekränkte Eitelkeiten
– gemischt. Der Leser folgt zwei unzuverlässigen Stimmen, fasziniert von der Handlung und vom
Dialog der beiden, aber der Roman setzt nicht auf Identifikation mit den Helden, sondern auf die
distanzierte Betrachtung der Dynamik ihrer Beziehung."
Aus der Jurybegründung für „Wie ich mir das Glück vorstelle“: „Martin Kordić erzählt vom
Bürgerkrieg in Ex-Jugoslawien und von einer Stadt, die vielleicht Mostar sein könnte. Der etwa
13-jährige Viktor, von Geburt an ein verkrüppeltes Kind, beschreibt sein Leben inmitten des
Krieges: als Kind, dessen Familie ausgelöscht ist, als Kind in einem Heim, als Kind unter anderen
Kindern, die Überlebensgemeinschaften bilden, aber nicht aus Anteilnahme sondern aus kalkulierter
Nützlichkeit. Die Erfahrung von Gewalt formt die Charaktere wie die Struktur des Romans. Es wird
in Vor- und Rückgriffen erzählt, mal in der ersten, mal in der dritten Person Singular, und
konsequent im Präsens, weil alles immer Gegenwart bleibt, weil kein Unheil vergessen werden
kann. Viktor berichtet distanziert und nüchtern von sich selbst, als müsse er sich vor den eigenen
Erfahrungen schützen. Der eingeschränkte Blickwinkel des Halbwüchsigen lenkt die Sicht des
Lesers auf den universellen Schrecken des Krieges und auf die Verwüstungen, die er in der Seele
eines Menschen hinterlässt."
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Die beiden Autoren erhalten jeweils ein sechsmonatiges Stipendium in Höhe von 12.000 Euro.
Eine unabhängige Jury wählte die beiden Stipendiaten anhand der deutschsprachigen Einreichungen zum
Deutschen Jugendliteraturpreis 2015 aus. Der Jury für die Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendien
gehörten Dr. Stephanie Jentgens (Vorsitzende des Arbeitskreises für Jugendliteratur), Brigit Müller-Bardorff
(Vorsitzende der Kritikerjury zum Deutschen Jugendliteraturpreis 2015) und Dr. Michael Schmitt
(3sat/Kulturzeit) an.
Die Vergabe findet am Donnerstag, dem 12. März 2015, um 15.00 Uhr im Saal 2 des Congress Centers
der Messe Leipzig statt. Am Freitag, dem 13. März 2015, um 10.00 Uhr präsentiert Dr. Michael Schmitt
die beiden Stipendiatinnen am 3sat-Messestand (Glashalle).
Zu den Preisträgern:
Corinna Antelmann, 1969 in Bremen geboren, studierte Kulturwissenschaft und Ästhetik in Hildesheim.
Nach ihrem Diplom arbeitete sie als Drehbuchautorin, Regieassistentin und Dramaturgin, war
Headwriterin der Trickompany Hamburg und leitete eine Jugendtheatergruppe. Für Der Rabe ist Acht
erhielt sie das Mira-Lobe-Stipendium des Österreichischen Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und
Kultur und den Frau Ava Literaturpreis. Heute arbeitet Corinna Antelmann als freie Autorin und
Lehrbeauftragte für Storytelling und lebt in Linz.
Martin Kordić, 1983 in Celle geboren, studierte am Institut für Literarisches Schreiben der
Universität Hildesheim und an der Universität Zagreb. Er war Herausgeber der Literaturzeitschrift Bella
triste und der Essaysammlung Treffen. Poetiken der Gegenwart sowie künstlerischer Leiter des
Literaturfestivals Prosanova. Bisher wurde er u.a. mit dem Stipendium der Kunststiftung
Baden-Württemberg, dem Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium der Stadt Köln und dem
Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis ausgezeichnet. Er lebt und arbeitet als Verlagslektor in Köln.
Die Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendien:
Seit seiner Gründung 1980 engagiert sich der Deutsche Literaturfonds mit Sitz in Darmstadt für die
deutschsprachige Gegenwartsliteratur. Dazu steht ihm pro Jahr ein Betrag in Höhe von einer Million Euro
zur Verfügung, die er für Autoren- und Übersetzerförderung, für bundesweit wirksame literarische
Initiativen und Modellvorhaben sowie zur Sicherung wichtiger literarischer Traditionen einsetzt.
Partner in dieser Sache ist der Arbeitskreis für Jugendliteratur (AKJ).
Die Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendien werden seit 2010 jährlich vergeben. Sie gehen an Autoren
von Jugendbüchern, die bereits erste überzeugende Titel veröffentlicht haben und eine positive
literarische Entwicklung erkennen lassen, sich aber bisher keine starke Marktposition erarbeiten konnten.
Ihnen soll die Möglichkeit gegeben werden, ein nächstes Buchprojekt unabhängig von den
Anforderungen des Marktes und unter finanziell gesicherten Lebensumständen verwirklichen zu können.
Sowohl der Deutsche Literaturfonds als auch der AKJ möchten damit die aktuelle deutschsprachige
Jugendliteratur fördern und unterstützen. Dies ist umso dringlicher, als der Buchmarkt ein immer
rasanteres Tempo diktiert. "Autoren bleibt bei der kontinuierlich steigenden Titelflut und einem enormen
Produktionsdruck zunehmend weniger Spielraum, um sich literarisch entfalten zu können. Hier gilt es,
vielversprechenden Talenten einen materiellen Freiraum zu verschaffen", so die AKJ-Vorsitzende Dr.
Stephanie Jentgens.
Das Auswahlverfahren ist an den Deutschen Jugendliteraturpreis angebunden. Eine Bewerbung um ein
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buchmarkt-online
Stipendium erfolgt automatisch durch die Einreichung eines deutschsprachigen Jugendbuchs für den
Deutschen Jugendliteraturpreis. Die Einreichfrist endet jährlich Ende Oktober.
Alle deutschsprachigen Originalausgaben der Sparte Jugendbuch werden von einer unabhängigen Jury
geprüft. Übersetzungen sowie Einreichungen in anderen Sparten finden keine Berücksichtigung.
Ausschlaggebend für die Vergabe der Stipendien-Preise ist allein die literarische Qualität der zu
prüfenden Jugendbücher. Die Entscheidung für die Stipendiaten fällt unabhängig davon, ob die Autoren
für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert sind.
Bisherige Preisträger:
2014 - Sarah Michaela Orlovský und Stefanie de Velasco
2013 - Susan Kreller und Cornelia Travnicek
2012 - Nils Mohl und Marlene Röder
2011 - Petra Ivanov und Stephan Knösel
2010 - Agnes Hammer und Tobias Elsäßer
06.02.2015 10:55
Verlage
Thomas Carl Schwoerer gibt nach 29 Jahren "Lebensinhalt" seine Campus-Anteile an Beltz ab
Gestern hat Thomas Carl Schwoerer (Foto) seine 50 % Anteile am von seinem Vater gegründeten
Campus Verlag an die Beltz Rübelmann Holding verkauft; seit 1995 hatte er die Geschäftsführung
inne, die übernimmt jetzt Marianne Rübelmann; Thomas Carl Schwoerer scheidet Anfang März aus
dem Verlag aus.
Joachim Bischofs als Leiter Marketing und Vertrieb, Dr. Olaf Meier als Programmleiter Allgemeines
Programm und Dr. Judith Wilke-Primavesi für den Verlagsbereich Wissenschaft bleiben weiter
Verlagsleiter.
In seinem Jahresbericht an seine Autoren deutet er an, warum er sich dazu durchgerungen habe,
seine Anteile abzugeben: Er möchte in seinem Leben noch etwas anderes machen. Er schreibt dort:
"Campus ist seit 29 Jahren mein Lebensinhalt, und die Zusammenarbeit und wunderbaren
Gespräche mit Autoren, dem Verlagsteam und vielen beeindruckenden Menschen innerhalb und
außerhalb der Buchbranche prägen diese für mich schöne und bewegende Zeit. Doch es gibt auch
andere spannende Themen, die mich beschäftigen und denen ich künftig mehr Raum in meinem
Leben geben möchte. lch bin froh, hierfür nun frei zu sein, zumal nach meinem Gefühl mit
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zunehmendem Alter die Lebenszeit schneller zerrinnt: Meine Jugend in New York vor 45 Jahren und
meine beruflichen Anfänge vor über 30 Jahren scheinen mir erst gestern gewesen zu sein."
Hier jetzt die offizielle Pressemitteilung:
Thomas Carl Schwoerer übergibt seine Campus-Anteile an Beltz
Frankfurt / Weinheim, 06. Februar 2015: Die Beltz Rübelmann Holding in Weinheim hält mit
sofortiger Wirkung sämtliche Anteile am Frankfurter Campus Verlag, einem der erfolgreichsten
deutschen Verlage für Wirtschaft und Gesellschaft. Der Verleger und Geschäftsführende
Gesellschafter Thomas Carl Schwoerer übergibt die Geschäftsführung an die Beltz
Mitgesellschafterin und Geschäftsführerin Marianne Rübelmann.
Der Gründungsgesellschafter Beltz, seit Jahrzehnten mit 50 Prozent an dem international
anerkannten Campus Verlag Frankfurt / New York beteiligt, erwarb die verbliebenen 50 Prozent am
05. Februar 2015 von Thomas Carl Schwoerer. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Bei der Entscheidung über die weitere Verlagsführung sind die bisherigen Inhaberfamilien sich ihrer
großen Verantwortung Autoren und Mitarbeitern gegenüber bewusst. Thomas Carl Schwoerer
scheidet Anfang März aus dem Verlag aus. Joachim Bischofs als Leiter Marketing und Vertrieb, Dr.
Olaf Meier als Programmleiter Allgemeines Programm und Dr. Judith Wilke-Primavesi für den
Verlagsbereich Wissenschaft arbeiten weiterhin als Verlagsleiter.
„Campus ist eine starke Marke im Buchhandel mit einem großen Potenzial“, sagt Marianne
Rübelmann, „als Mitgesellschafter begleiten wir den Verlag seit seiner Gründung“. Der Verlag wird
in seiner programmatischen Struktur mit den Kernsegmenten Wirtschaft, Gesellschaft, Politik,
Business, Leben und Karriere am Standort Frankfurt weitergeführt. Das gilt ebenso für das
renommierte Wissenschaftsprogramm. „Wir werden den bereits von Thomas Carl Schwoerer in
2014 eingeschlagenen Kurs der Optimierung und weiteren Entwicklung fortsetzen“.
Thomas Carl Schwoerer, der den Campus Verlag seit 1995 geführt und zu einer renommierten
Marke ausgebaut hat: „Autoren zu entdecken und bei der Verbreitung ihrer Ideen zu unterstützen
ist eine faszinierende Aufgabe, der ich immer mit großer Leidenschaft nachgegangen bin. Campus
ist seit 29 Jahren mein Lebensinhalt, und die Zusammenarbeit mit Autoren, dem Verlagsteam und
vielen beeindruckenden Menschen in der Buchbranche prägt diese für mich schöne und bewegende
Zeit. Doch es gibt auch andere spannende Themen, die mich beschäftigen und denen ich künftig
mehr Raum in meinem Leben geben möchte. Ich bin froh, dass den Mitarbeitern kein
Wohnortwechsel zugemutet werden muss und Beltz als unabhängiges Familienunternehmen
Campus auch weiterhin stärken möchte.“
Über Beltz:
Die Verlagsgruppe Beltz hat ihre Schwerpunkte in Pädagogik, Aus- und Weiterbildung, Sozialarbeit,
Psychologie (u.a. das Magazin „Psychologie Heute“) sowie Programme im Kinder- und Jugendbuch
(u.a. Beltz & Gelberg). Etwa 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in Verlag und Holding.
25 Mitarbeiter sind tätig in der Buch-Auslieferung Beltz Logistik, 10 Mitarbeiter in der Beltz
Buchhandlung sowie weitere 200 Mitarbeiter in den Grafischen Betrieben Beltz Bad Langensalza
GmbH (Satz/Vorstufe, Offset- und Digitaldruck, Großbuchbinderei). Die Gruppe wird als
unabhängiges Familienunternehmen in der 6. Generation geführt und wird 2016 das 175.
Firmenjubiläum (Gründung 1841) feiern.
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Über Campus:
Campus Frankfurt / New York, gegründet vor fast 40 Jahren, ist einer der erfolgreichsten
konzernunabhängigen Verlage für Wirtschaft und Gesellschaft. Verleger war seit 1995 Thomas Carl
Schwoerer, Sohn des Verlagsgründers Frank Schwoerer. Das erlagsprogramm umfasst ein breites
Themenspektrum mit Schwerpunkten in den Bereichen Wirtschaft, Politik, Geschichte und
Gesellschaft, Karriere, Leben, Business und Sozialwissenschaften. Derzeit betreuen 40
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter knapp 200 Buchneuerscheinungen pro Jahr. Die Verlagsanteile
hielten zu gleichen Teilen Thomas Carl Schwoerer und die Beltz Rübelmann Holding GmbH & Co.
KG.
06.02.2015 11:24
Aktionen
München: Die ersten 100 Tage der Buchhandlung LOST WEEKEND
Am 5. November, also gestern vor drei Monaten, eröffnete die etwas andere Buchhandlung mitten
im quirligen Münchener Uni-Viertel (BuchMarkt berichtete im Heft 12/2014). Das Konzept: alle
Reclam-Hefte, das Felix-Meiner-Programm, eine Auswahl aktueller Titel mit den Schwerpunkt
gesellschaftlich-philosophische Debatte – und ein veganer Coffeeshop.
Für Gründer Michi Kern, Gestalter Björn Weltbrandt Wallbaum und die Sortimenterin Irene Held ist es
"bisher super gelaufen". Ein gewisser Rückgang der Besucherfrequenz in den letzten beiden
Wochen sei "wohl auf die Semesterferien zurückzuführen". Ihr Motto also jetzt: "Don´t cry –
work!".
Es sind inzwischen zwei weitere Buchregale dazugekommen, doch von der ausschließlichen
Frontalpräsentation wird nicht abgegangen. Die Zusammenarbeit mit Umbreit sei effektiv und
serviceorientiert, genauso mit Reclam, wo direkt bezogen wird. Für Irene Held, die bisher immer in
Vollsortimenten gearbeitet hat, ist es eine neue und befriedigende Erfahrung, dass das Angebot mit
Reclam plus gezielte Titel-Auswahl plus Bestellservice "reicht". Michel Houellebecqs "Unterwerfung"
liegt an der Kasse, und gleich daneben die darin zitierten Werke von Joris-Karl Huysmans, die
"natürlich" bei Reclam lieferbar sind.
Gibt es Lob, gibt es Kritik? Lob kommt aus vielen Ecken, vom Vermieter Uni-Verwaltung, die
endlich wieder pulsierendes Leben in dem lange Zeit leerstehenden, zur Schellingstraße hin
raumhoch verglasten Eckraum sieht; von vielen Lehrenden der Uni, der Hochschule für Philosophie
und der Hochschule für Politik, die von der Auswahl im »Reportage-Portal« besonders begeistert
sind; von Buchhändler-Kollegen; und am Wichtigsten: durch die Frequenz der Kunden. Die Tische
sind voll besetzt, mancher Laptop im Einsatz, manches Buch aufgeschlagen, und Irene Held hat gut
zu tun.
Der Jahresplan für Veranstaltungen ist in Arbeit, die Bandbreite geht von ungewöhnlichem
Schmuck (current obsession) über die Analyse von Rassismus in Kinderbüchern bis zu einer
öffentlichen Session des Rottendorf-Symposiums zur Praxis der Menschenrechte der Hochschule für
Philosophie. Man kann LOST WEEKEND sehen, wie man will: ein Coffeeshop, dessen Umsatz zu
einem Drittel mit Büchern gemacht wird; ein Reclam-Barsortiment für Endkunden; ein gut
sortiertes Lektüreangebot zu den Themen der Zeit.
Ulrich Störiko-Blume
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
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buchmarkt-online
06.02.2015 10:47
Blitzmeldung
Beltz Rübelmann Holding in Weinheim übernimmt Campus Verlag komplett
Thomas Carl Schwoerer hat seine Anteile am Campus verkauft. Mehr gleich.
06.02.2015 09:00
Ehlings Wochenblick
Aus der schönen Bücherwelt
Jeden Monat berichtet BuchMarkt-Kolumnist Holger Ehling im Magzin über die bunte Welt der
Bücher. Jeden Freitag erscheint in seinem Blog sein persönlicher Rückblick auf das aktuelle
Geschehen in der Branche. Und hier können Sie das lesen:
http://www.ehlingmedia.com/blog/?p=4371
Heute geht es um Buchmessen und Verbandsmüll, Verkaufsschilder, Afrika und mehr.link
06.02.2015 10:36
Gestorben
Wolfgang Mertz (84)
Wolfgang Mertz, früherer Geschäftsführer des S. Fischer Verlags, ist am 29. Januar 2015 im Alter
von 84 Jahren verstorben. Er kam 1965 in den S. Fischer Verlag, blieb ein ganzes Jahrzehnt bis
1975 – um dann 1982 erneut in den Verlag einzutreten.
Seine Hauptverantwortung lag in der Leitung des Bereichs Rechte und Lizenzen. 1995 schied er,
das Pensionsalter erreichend, als Geschäftsführer aus. Wolfgang Mertz galt als ein kenntnisreicher,
umfassend gebildeter Verlagsmann mit besten Kontakten zu den großen Fischer-Autoren wie Hilde
Domin, Carl Zuckmayer und Golo Mann, dessen Lektor er war. Wesentliche Impulse für das
Zustandekommen der Großen Kommentierten Frankfurter Ausgabe der Werke Thomas Manns
gingen von ihm aus.
Er engagierte sich auch im Verlegerausschuss und in der Abgeordnetenversammlung des
Börsenvereins und war von 1977 bis 1989 einer der Juroren des vom Börsenblatt ausgeschriebenen
Alfred-Kerr-Preises für Literaturkritik.
04.02.2015 15:38
"Geheime" Bestseller
teNeues-Bildband "Before They Pass Away" jetzt 68.000 mal verkauft
Triumph der Backlist: 2013 ist der voluminöse Bildband "Before They Pass Away" von Jimmy
Nelson zum stolzen Preis von 128 € erstmals erschienen; im zweiten Weihnachstgeschäft 2014 hat
das Projekt des Fotografen aber erneut Furore gemacht und den Umsatz des ersten Jahres noch
einmal übertroffen, wie sein Verleger Hendrik teNeues (s. Foto) sagt.
Inzwischen hat sich der kiloschwere Bildband nämlich insgesamt 68.000 mal verkauft - und ein
Ende des Booms mit diesem Projekt nach inzwischen sieben (!) Auflagen "ist noch nicht
abzusehen". Hendrik teNeues: "Ich bin sicher, das Buch wird auch in diesem Jahr weiter zu den
Top-Geschenken zählen und uns und dem Handel kontinierliche Umsätze bringen". Nach dem
kürzlichen Verkauf des Kalenderverlags [mehr...] will Hendrik teNeues nun erheblich in das
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buchmarkt-online
Buchprogramm für den Buchhandel investieren - unter dem neuen Firmennamen teNeues Media GmbH +
Co KG; darüber sehr bald mehr....
05.02.2015 12:35
Spanien
Buchhandel und Verleger melden sich zu Wort
Der spanische Verlegerverband bereitet zusammen mit verschiedenen anderen Verbänden des
spanischen Buchgewerbes einen verzweifelten Hilferuf an die Regierung des Landes vor: Der
Protest anlässlich der aktuellen Kulturpolitik und ihrem nicht, oder nur sehr begrenzt vorhandenem
Interesse an den Bedürfnissen der Verlagsindustrie, wird lauter. Zu beklagen ist ein alarmierender
Umsatzrückgang im Lande.
Die Aktion kündigte der frisch gewählte Präsident des Verlegerverbandes, Daniel Fernández, heute
in einem Interview mit der spanischen Tageszeitung El País an http://bit.ly/1I623ep. In der Tat
sind die die Buchverkäufe in dem Land seit Beginn der Krise im Jahre 2008 um alarmierende 40
Prozent gesunken, die Piraterie dagegen steigt ins Uferlose, und nach wie vor sind es immer noch
55 Prozent der spanischen Bevölkerung, die nie oder nur ganz selten lesen. Mehr dazu in Kürze.
Guenter G. Rodewald
05.02.2015 10:11
++ Umgeblättert ++
Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und ein zweiter Roman von Harper Lee ist aufgetaucht
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen
Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen
aktuellen Büchertisch.
Und wenn Sie eine spannende Rezension anderswo finden: Schicken Sie uns schnell eine Mail?
Frankfurter Rundschau
"Mythen des Alltags": Die Frankfurter Schirn Kunsthalle "präsentiert die Affichisten als Poeten der
Großstadt", der Katalog erscheint bei Snoek.
"Im dunklen Wald der Seele": Ein Krimi von Olver Bottini kommt heute in der ARD.
Der Heinrich Mann Preis geht an den polnischen Autor Adam Zagajewski.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Das ist ein kleine Sensation: Eine Fortsetzung von Harper Lees Wer die Nachtigall stört ist
aufgetaucht: Go Set a Watchman wurde schon vor „Mockingbird“ geschrieben und wurde damals von
der heute 88-jährigen Autorin auf Anraten ihres Lektors beiseite gelegt. „Ich war eine Debütautorin
und tat, was man mir sagte“, erklärte sie der New York Times in einem Interview. Go Set a
Watchman erscheint am 14. Juli bei Harper-Collins. Auflage: zwei Millionen Exemplare.
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buchmarkt-online
Pop als zwingende Ergänzung der Zeitgeschichte: Bodo Mrozek, Alexa Geisthövel und Jürgen Danyel sind
die Herausgeber des zweibändigen Kompendiums Pop Geschichte Transcript.
Die Melodie in der Sprache: Ulrike Draeseners neuer Gedichtband Subsong Luchterhand Literaturverlag.
Es geht weiter: Am 25. Februar soll die nächste Ausgabe von Charlie Hebdo erscheinen, das hat Laurent
Leger, einer der überlebenden Journalisten des Anschlags getwittert.
Süddeutsche Zeitung
Refrain der Erinnerungen: Der Comic Come Prima. Unterwegs nach Italien von Alfred bei Reprodukt.
Wie man Wörter abstaubt: Saphia Azzeddines Satire aus den Pariser Banlieues, Mein Vater ist Putzfrau
Wagenbach.
Bruno Latour macht sich in Existenzweisen. Eine Anthropolgie der Modernen Suhrkamp Gedanken darüber,
wie wir das Überlegen unserer Gesellschaft organisieren können.
Die Welt
Heute nichts.
05.02.2015 11:30
Auszeichnungen
Die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse stehen fest
Für den Preis der Leipziger Buchmesse hat die Jury unter der Leitung von Hubert Winkels in den
Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung jeweils fünf Autoren bzw. Übersetzer
nominiert. Insgesamt hatten sich 115 Verlage mit 405 Werken für den Preis beworben.
Nominiert sind:
Kategorie Belletristik:
• Ursula Ackrill: Zeiden, im Januar (Wagenbach)
• Teresa Präauer: Johnny und Jean (Wallstein)
• Norbert Scheuer: Die Sprache der Vögel (C.H. Beck)
• Jan Wagner: Regentonnenvariationen (Hanser Berlin)
• Michael Wildenhain: Das Lächeln der Alligatoren (Klett-Cotta)
Kategorie Sachbuch/Essayistik:
• Philipp Felsch: Der lange Sommer der Theorie. Geschichte einer Revolte 1960-1990(C.H. Beck)
• Karl-Heinz Göttert: Mythos Redemacht. Eine andere Geschichte der Rhetorik (S. Fischer)
• Reiner Stach: Kafka. Die frühen Jahre (S. Fischer)
• Philipp Ther: Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent. Eine Geschichte des neoliberalen Europa (
Suhrkamp)
• Joseph Vogl: Der Souveränitätseffekt (diaphanes)
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
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buchmarkt-online
Kategorie Übersetzung:
• Klaus Binder übersetzte aus dem Lateinischen:
Lukrez: Über die Natur der Dinge (Galiani)
• Elisabeth Edl übersetzte aus dem Französischen:
Patrick Modiano: Gräser der Nacht (Carl Hanser)
• Moshe Kahn übersetzte aus dem Italienischen:
Stefano D´Arrigo: Horcynus Orca (S. Fischer)
• Mirjam Pressler übersetzte aus dem Hebräischen:
Amos Oz: Judas (Suhrkamp)
• Thomas Steinfeld übersetzte aus dem Schwedischen:
Selma Lagerlöf: Nils Holgerssons wunderbare Reise durch Schweden
(Die Andere Bibliothek)
Der mit insgesamt 60.000 Euro dotierte Preis der Leipziger Buchmesse wird am 12. März 2015, 16 Uhr in
der Glashalle vergeben und kann im Livestream unter www.preis-der-leipziger-buchmesse.de/stream
verfolgt werden.
05.02.2015 11:09
Events
Ausverkauftes Literaturhaus gestern in München bei Michel Houellebecq
Literaturhaus-Chef Reinhard Wittmann stellte persönlich noch Stühle in die letzten freien Ecken des
völlig überfüllten Saals, bevor der Münchner Germanist Prof. Dr. Clemens Pornschlegel und Jun.-Prof.
Dr. Erdal Toprakyaran (Lehrstuhl für Islamgeschichte und Gegenwartskultur an der Universität
Tübingen) unter der Leitung von WELT-Redakteur Tilman Krause den Roman aus ihren
unterschiedlichen Perspektiven besprachen.
»Witzig, boshaft, komplex« befand Krause. »Frankreich hat ein Problem mit sich selbst« - so
spitzte der Frankreich-Kenner Pornschlegel die Einschätzung zu. Unterwerfung sei kein Buch über
den Islam, sondern Houellebecq lege den Finger auf die große Wunde, die das Land heute quält:
die vom Volk völlig abgeschiedene Politikerkaste und das korrupte Mediensystem. Zu viele fühlen
sich nicht mehr vertreten – daher der wachsende Stimmenerfolg des Front National, der z. B. in
einer Stadt, die früher vom Automobilbau gelebt hat, 60% der Wähler gewinnt.
Das Buch sei keinesfalls islamophob, sondern amüsant, konstatiert Toprakyaran, allerdings sei
richtig beobachtet, dass eine Re-Islamisierung (wie in der Türkei unter Erdogan) zuerst an den
Bildungseinrichtungen ansetzt. Der Schauspieler Thomas Loibl brachte den Zuhören Houellebecqs
ratlosen Protagonisten durch gut gewählte Passagen sehr nahe – schließlich sind nicht nur die
Franzosen verunsichert, stehen wir nicht alle in »unseren westlichen und noch
sozialdemokratischen Gesellschaften« oft ratlos vor Fragen, unsere Zukunft betreffend, die jetzt
beantwortet werden müssen?
Fazit: "Keine überzeichnete Zukunftsvision, sondern eine Kritik am Frankreich von heute".
{Ulrich Störiko-Blume]
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
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05.02.2015 11:19
Personalia
Hans Peter Buohler neu im Klett-Cotta Lektorat
Seit dem 12. Januar gehört Hans Peter Buohler (31) dem Klett-Cotta-Lektorat an. Er soll das
Literaturlektorat für die Dauer von einem Jahr vornehmlich im Bereich der deutschsprachigen
Belletristik unterstützen.
Nach einem Promotionsprojekt an der Universität Freiburg/Br. und Tätigkeiten als freier
Verlagsmitarbeiter war er bis Dezember 2014 Volontär im Sachbuch-Lektorat von C.H.Beck.
05.02.2015 10:00
Auszeichnungen
Deutscher Hörbuchpreis 2015: „Der Junge, der mit den Piranhas schwamm“ gewinnt als bestes
Kinderhörbuch
Gleich mehrere Jurys sind sich einig: Das Kinderhörbuch der Hamburger Hörcompany sticht aus der
Masse heraus, bleibt nachhaltig im Kopf und ist vielleicht sogar noch besser als die ohnehin
beeindruckende Buchvorlage von David Almond.
Mit dem Deutschen Hörbuchpreis 2015 wird „Der Junge, der mit den Piranhas schwamm“ nun auf
besondere Weise geehrt, denn nach der Nominierung durch erwachsene Experten nahm sich eine
Auswahl hörerfahrener junger Hörer der möglichen Preisträger an. Die Wahl fiel auf die klassische
Hörbuchgattung.
Drei Kinderhörbücher dürfen sich zu den besten Produktionen des vergangenen Hörbuchjahres
zählen: zum einen die beiden Hörspiele „Geheimsache Labskaus“ vom JUMBO Verlag und „Die
Schule der Weihnachtsmänner“ von der Hörverlag, zum anderen die Lesung „Der Junge, der mit den
Piranhas schwamm“ von der Hörcompany, die die 11- bis 13-jährigen Hörbuchexperten am meisten
überzeugen konnte.
Wie es sich für eine Jury aus Fachleuten gehört, wurden während der Sitzung Mitte Januar im
Kölner Literaturhaus leidenschaftlich Argumente ausgetauscht – denn immerhin konkurrierten zwei
aufwendige Hörspielproduktionen mit einer Ein-Personen-Performance, der es offensichtlich gelang,
das perfekte „Kino im Kopf“ zu schaffen. Das Fazit der fünf Kinder liest sich entsprechend
euphorisch:
„Endlich mal ein Hörbuch, das die ganze Woche reicht, denn wir mögen lange Geschichten – vor
allem, wenn sie so gut vorgelesen werden wie von Jörg Pohl“, schwärmen Esther (11), Lilli (11),
Amélie (12), Konrad (12) und Gustav (13) in einer gemeinsam verfassten Jurybegründung. „Man ist
sofort mitten in den seltsamen Abenteuern, die der Junge Stan Pott mit Fischen und fischigen
Dingen erlebt. Witz, etwas Lebensweisheit und viel Spannung machen es leicht, dranzubleiben. Und
auch wenn es einen Beamten gibt, der das Gesetz an seiner Hüfte hat, muss man sich um den
Helden keine Sorgen machen.“
Der Inhalt in Kurzform: Stan Potts lebt mit Onkel und Tante in einem kleinen Hafenort. Nachdem
Onkel Ernie seine Arbeit verloren hat, verwandelt er das ganze Wohnhaus in eine
Fischkonservenfabrik. Eines Tages stopft er sogar Stans Goldfische in Dosen! Da nimmt Stan
Reißaus und schließt sich Schaustellern an. Auf der Kirmes trifft er den weltberühmten Magier
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
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Pancho Pirelli, der mit Piranhas in einem Becken schwimmt. Stan wird sein Schüler...
Seit 2012 wählt beim Deutschen Hörbuchpreis eine Kinderjury das „Beste Kinderhörbuch“ aus. In
der aktuellen Runde wird die – jährlich neu besetzte – Kinderjury durch das Junge Literaturhaus Köln und
die DEVK Versicherungen unterstützt. Esther Roos, Geschäftsführerin des Vereins Deutscher
Hoerbuchpreis e.V., freut sich über die positiven Reaktionen auf das Konzept dieser Kategorie: „Die
Gewinner empfinden das als einen echten 'Ritterschlag', denn hier entscheiden nicht nur junge
Fachleute, sondern auch diejenigen, für die diese Hörbücher gedacht sind.“
Entsprechend groß war die Freude bei den Verlegerinnen in Hamburg: „Das war eine schöne Botschaft an
einem grauen Montagmorgen“, erinnern sich Andrea Herzog und Angelika Schaack an den Anruf aus Köln.
„Wir freuen uns sehr für diesen wunderbaren literarischen Titel und für den Schauspieler Jörg Pohl, der
auch auf der Bühne einfach grandios ist, im ernsten wie im subtil-komischen Bereich gleichermaßen. Es
ist vor allem eine Riesenfreude für uns, gerade in unserem 15. Verlagsjahr wieder den Deutschen
Hörbuchpreis zu bekommen.“
Der „Oscar der Hörbuchbranche“ kommt also nicht nur zur richtigen Zeit, sondern setzt eine Art
Preisregen fort: Zuvor hatte das Hörbuch bereits das Auditorix-Hörbuchsiegel gewonnen (
www.hoerbuchsiegel.de/PT2014-2015/PT2014-2015_Piranhas.html) und den Vierteljahrespreis der
Deutschen Schallplattenkritik (http://schallplattenkritik.de/news/684-bestenliste-3-2014).
Buchhändler, die für ihre Kunden „ausgezeichnete Qualität“ suchen und sich von den bewerteten Titeln
der diesjährigen Hörbuchpreis-Runde Anregungen – zum Beispiel für einen Aktionstisch – holen wollen,
können die veröffentlichte Longlist der Nominierungsjury hier abrufen:
http://deutscher-hoerbuchpreis.de/dhp-2015/longlist.html.
Übrigens werden Esther, Lilli, Amélie, Konrad und Gustav in der Gala zum Deutschen Hörbuchpreis am 11.
März im WDR-Funkhaus zu sehen und zu hören sein – und über ihre Arbeit als Juroren berichten. Die
Gala wird live im Radio übertragen (ab 20.05 Uhr auf WDR 5, hr2-kultur, NDR Kultur und Antenne Saar,
als Wiederholung ab 22.03 Uhr auf SWR 2) sowie am 14. März im Fernsehen gesendet (ab 23.45 Uhr im
WDR).
rw
05.02.2015 10:08
Personalia
Merle Gith neu bei Louisoder
Seit dem 1. Januar ist Merle Gith (Foto) für das Management des Louisoder Verlags [mehr...]
zuständig. Sie war zuvor neun Jahre lang bei der munich online GmbH tätig, die unter anderem für
die Online-Auftritte der tz und des Münchner Merkur zuständig ist.
Bei Louisoder unterstützt Merle Gith den Verleger Gerdt Fehrle unter anderem in Sachen
Buchproduktion und Autorenbetreuung. Ab dem Herbstprogramm wird sie zudem gemeinsam mit
Carla Jung, die bisher über die Agentur Prospero die Pressearbeit verantwortet, die
Medienbetreuung für Louisoder übernehmen. Merle Gith studierte nach einem einjährigen
Kamera-Volontariat beim ZDF in Mainz Pädagogik, Psycholinguistik und Psychologie an der LMU
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
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buchmarkt-online
München. Anschließend war sie als Projektassistentin bei der Bayerischen Landeszentrale für neue
Medien in München tätig, bevor sie zunächst bei eltern.de und später bei tz.de und merkur-online.de das
journalistische und das PR-Handwerk lernte.
05.02.2015 08:52
Veranstaltungen
Berlin: 16. Poesiefestival vom 19. bis zum 27. Juni
Am 19. Juni ist es wieder so weit. Dann startet das 16. poesiefestival berlin in der Akademie der
Künste am Hanseatenweg mit „Weltklang – Nacht der Poesie“. Beim Übersetzungsworkshop
VERSschmuggel werden in diesem Jahr niederländische und flämische Dichter zu Gast sein.
Die Niederlande und Flandern sind Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2016.
Das von der Literaturwerkstatt Berlin ausgerichtete Festival wird sich unter anderem mit dem
sprachlichen Wirken Martin Luthers beschäftigen, die chinesische Dichtung im Spannungsfeld
zwischen Tradition und Moderne zeigen und in einem Kolloquium die Zukunft der Poesie
diskutieren. Erwartet werden u.a. Han Bo (China), Kwame Dawes (Ghana), Ming Di (China), Zang Di
(China), Kenneth Goldsmith (USA), Yang Lian (China), Márió Z. Nemes (Ungarn), Christian Prigent
(Frankreich), Lisa Robertson (Kanada), Warsan Shire (Somalia) und Jiang Tao (China).
Unter Beteiligung von Vertretern der drei großen Weltreligionen wollen die Veranstalter zudem den
poetischen Strukturen und Gemeinsamkeiten der Bibel, des Korans und der Thora nachgehen.
Informationen unter www.literaturwerkstatt.org
05.02.2015 00:43
Bestenlisten
Die KrimiZeit-Bestenliste Februar - hier zum Ausdrucken
Die KrimiZEIT-Bestenliste Februar 2015 aus der Wochenzeitung DIE ZEIT. Hier können Sie die Liste
downloaden und als Plakat ausdrucken:
An der Spitze der KrimiZEIT-Bestenliste Februar 2015 finden Sie auf Platz 1: Das Vergessen von
Denise Mina (original 2013: The Red Road)
Obwohl die 1966 geborene, promovierte Rechtswissenschaftlerin Denise Mina seit ihrem Debüt
1998 zwölf Romane veröffentlicht hat - mit Das Vergessen sind jetzt sechs auf Deutsch erschienen
– ist die schottische Autorin aus Glasgow noch als eigene Stimme zu entdecken. In Das Vergessen
entfaltet sie einen komplex gewobenen Plot um Schuld, Unschuld, Rechtfertigung und
Gerechtigkeit, genauestens in der sozialen und politischen Wirklichkeit Glasgows situiert.
„Glasgow, ‚zu zynisch, um wirklich zu trauern‘, ist Denise Minas Stadt – ein traditionell hartes
Pflaster, nicht folkloregeeignet. Und genau deswegen der ideale Schauplatz für einen komplexen,
vielschichtigen Roman, der seine Figuren genau anschaut, sie detailliert beschreibt, sie adäquat
agieren lässt und bei aller Verwicklung der Handlungsstränge nicht auf überkonstruierte Plots
zurückgreift. (..)Letztendlich polizeifromm, wie viele ihrer Kollegen, ist Mina kein bisschen.“
(Thomas Wörtche)
Neu auf der KrimiZEIT-Bestenliste finden Sie diesmal fünf Titel, je einen dänischen, einen
amerikanischen, einen irischen, einen deutschen und einen englischen:
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
Seite: 45 von 51
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Auf Platz 2: Weißglut von Jesper Stein (original 2013: Bye-Bye Blackbird)
Im zweiten Roman des dänischen Polizeireporters Stein (geb. 1965) mit dem ungebärdigen,
arbeitssüchtigen und depressiven Außenseiterkriminalisten Axel Steen geht es um einen seit Jahren
unaufgeklärten Mord an einer neunzehnjährigen Abiturientin, der durch neue Täter-DNA virulent wird.
Steen, strapaziert durch eine Masse ungelöster persönlicher und professioneller Probleme, stürzt sich
berserkerhaft in die Aufklärung der damit zusammenhängenden Serienvergewaltigungen.
Wie bereits der erste Roman Steins besticht Weißglut durch Anschaulichkeit, psychisches Chaos des
Protagonisten und kenntnisreiche Darstellung der Ermittlungsarbeit.
Auf Platz 3: The Drop - Bargeld von Dennis Lehane (original 2014: The Drop)
Im Copyright des schmalen Romans steht „Twentieth Century Fox Film“ – es handelt sich die Vorlage
zum gleichnamigen Film, ist aber alles andere als die novelization eines Drehbuchs. Den Schwung der
Kurzgeschichte über die Rettung eines Hundes, die der erzählerische Kern des Romans ist, hat Lehane in
den sprachlich hochkonzentrierten Szenen beibehalten. Vordergründig geht es um einen Coup, der einen
größeren verdrängen soll: Marvs Kneipe ist als Drop-Bar ausersehen, in der über Nacht das fette
Bandengeld deponiert wird, und an das will Marv ran. Hintergründig geht es um Schuld, sterbende
Quartiere, Trauer um eine Lebensform, in der die kleinen Leute noch kämpften, bevor sie untergingen.
Und um Treue, Liebe, Verrat – ziemlich kompakt für einen 220-Seiten Roman.
Auf Platz 4: Geheimer Ort von Tana French (original 2014: The Secret Place)
Es ist im Kern ein schlichter Whodunnit, den die in Dublin lebende Tana French (geb. 1973) in ihrem
fünften Roman erzählt: Einen Tag lang wird unter acht verdächtigen Internatsschülerinnen die
anderthalb Jahre umfassende Geschichte vom Totschlag eines Schülers ermittelt. Aber durch
Konzentration, Vielschichtigkeit, Multiperspektive wird Geheimer Ort Gesellschaftsbild, klaustrophobischer
Internatsroman und vor allem eine überwältigende und faszinierende Studie von Jugend.
„Dialoge sind nur eine ihrer Stärken (..) Wenige Autoren beherrschen wie French die Kunst, auf
hunderterlei Umwegen auf die Tragödie gleichsam zuzuschlendern.“ (Sylvia Staude)
„Ein Koloss von klassizistischer Stringenz (..) Von 700 Seiten – bravourös übersetzter – Prosa möchte
man echt keine missen.“ (Tobias Gohlis)
Auf Platz 6: Mädchenware von Norbert Horst
Noch dichter am Polizeialltag als der Däne Stein ist Kriminalhauptkommissar Norbert Horst (geb. 1956).
Deutsche Kriminalliteraturgeschichte hat er mit vier Romanen um Kommissar Kirchenberg geschrieben,
dem er im inneren Monolog erstmals die glaubwürdige Stimme eines zeitgenössischen Polizisten gab.
Mädchenware ist jetzt sein zweiter Roman mit dem Dortmunder Kommissar Adam, genannt „Steiger“.
Seine im Team betriebenen Ermittlungen in einem Fall von Mord und Zwangsprostitution überführen die
dramaturgischen Notlügen der meisten Fernsehkrimis als intellektuelle Faulheit: Sach- und gesetzestreue
Polizeiarbeit ist spannender als jeder Tatort. Wenn Norbert Horst sie erzählt.
„Eingesponnen in die erholsam realistische, sprachlich nirgends aktenordnertrockene
Ermittlungserzählung, folgt Horst einem Trio russischer Mädchen (..) Horst spekuliert nicht, macht kein
Rührstück aus dem Schicksal der Mädchenware, die da im wahrsten Wortsinn in den Westen verschlagen
wird. (..) Eine extrem nüchterne Schale hat dieser Roman und ein extrem weiches Herz. Ziemlich
wunderbares Buch.“ (Elmar Krekeler)
Auf Platz 8: Dein finsteres Herz von Tony Parsons (original 2014: The Murder Bag/The Murder Man)
Tony Parsons (geb. 1953) hat eine Karriere als Musikjournalist, TV-Moderator und Verfasser von
Bestsellern über Mann-Frau-Dramen hinter sich, die er als „Men Lit“ deklariert. Von diesen
Beziehungsschlachten ist auch der allein erziehende DC Max Wolfe gezeichnet. Ein aberwitziger Einsatz
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gegen einen Terroristen, den er mit seinem PKW zermatscht, bringt ihn ins Crime Department, wo er den
Kollegen zeigt, wo Wolfe den Most holt. Ohne seine Tochter zu vernachlässigen, kommt er quasi im
Alleingang einem Mörder auf die Spur, der alle sieben Kerle killt, die vor Jahren eine Schülerin
vergewaltigt und umbracht haben.
„Beherzt hält sich Dein finsteres Herz immer wieder gern am Rand des Klischees auf, wird aber keins. Das
ist ja auch eine Leistung, die man würdigen muss. Gelingt nicht jedem. Der Rest ist distanziertes
Schweigen.“ (Elmar Krekeler)
Die Dauerchampions:
Zum vierten Mal steht Oliver Harris mit London Underground auf der KrimiZEIT-Bestenliste, zum dritten Mal
ist Jo Nesbø mit Der Sohn (Platz 9) dabei.
Zum Download: (Download: KrimiZEIT_Bestenliste_Februar_2015.pdf)
05.02.2015 08:46
Veranstaltungen
Ehrengast Frankfurt 2016: Niederländische und flämische Experten zu Gast in Berlin
2016 wird die Literatur aus den Niederlanden und Flandern Schwerpunkt der Frankfurter Buchmesse
sein. Aus diesem Anlass trafen sich gestern Nachmittag im Rahmen eines Übersetzungsworkshops
im Literarischen Colloquium Berlin deutsche Verleger mit Experten aus dem niederländischen
Sprachraum, um über Perspektiven des Verlegens klassischer Literatur zu diskutieren.
Jean-Claude Lin, Leiter des Verlags Freies Geistesleben, gab Einblick in die klassischen Kinder- und
Jugendbücher, die er verlegt, bevor Jan Konst, Professor an der Freien Universität Berlin, einen
rasantes „Speeddating mit Klassikern aus den Niederlanden und Flandern“ präsentierte. Von J. van
Oudshoorn, der in seinem Roman Das Unsagbare zu Beginn des 20. Jahrhunderts seine
Berlin-Erfahrungen beschrieb, über Edgar du Perron, der mit Das Land der Herkunft“ die koloniale
Vergangenheit der Niederlande beleuchtet bis zu Louis Couperus‘ Roman über Eline Vere. Laut Jan
Konst gibt es für das deutsche Publikum noch viele Klassikerzu entdecken, die bisher gar nicht oder
schon lange nicht mehr übersetzt wurden.
Neugierig machten auch Mitarbeiter des Nederlands letterenfonds und des Flämischen Literaturfonds,
die ihre persönlichen Klassik-Favoriten vorstellten. Zuvor hatten sich siebzehn Literaturübersetzer
Niederländisch – Deutsch in einem dreitägigen Workshop über ihre Arbeit ausgetauscht. Moderiert
von Rolf Erdorf und Marlene Müller-Haas ging es ebenfalls um klassischer Kinder- und
Jugendliteratur sowie um moderne klassische Texte. In diesem Rahmen wurde auch der
Else-Otten-Übersetzerpreis an Bettina Bach und Rainer Kersten verliehen [mehr...].
ml
04.02.2015 16:20
Auszeichnungen
Comic-Festival in Angoulême: Riad Sattouf für „Der Araber von Morgen“ prämiert
Riad Sattouf ist am vergangenen Sonntagabend mit dem „Fauve d’or“, dem Hauptpreis des
Comic-Festivals in Angoulême, für den ersten Teil seiner Triologie L’Arabe du futur“ ausgezeichnet
worden. Die deutschsprachige Ausgabe Der Araber von morgen erscheint am 16. Februar bei Knaus.
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„Damit wurde nicht nur eines der erfolgreichsten Bücher im Frankreich des Jahres 2014
ausgezeichnet, sondern auch ein Comic, der genau zum Ernst der Stunde passt, auch wenn er
urkomisch zu lesen ist.“ sagt Andreas Platthaus, der das Buch übersetzt hat (s. a. BuchMarkt Februar).
Der erste Band der autobiographischen Graphic Novel erzählt die Zeitspanne (1978-1984), als der Autor
mit seinen Eltern im Libyen Al Gaddafis und dann im Syrien Assads lebte.
04.02.2015 15:14
Schweiz
Vernissage "Publishers in Residence" im Museum Strauhof in Zürich
Rund 30 deutschschweizer Verlage und die Verbände SBVV, ZBVV und SWIPS stellen mit ihrem
Auftritt Publishers in Residence im Museum Strauhof in Zürich die Sache des Büchermachens in den
Mittelpunkt. Von Februar bis Mai wird der 1. Stock des umstrittenen Museums Strauhofs im
Rahmen einer Zwischennutzung bespielt. Das Parterre und wesentliche Teile des ersten Stocks sind
der Ausstellung 60 Jahre ,Alles in Allem: Zürich im Spiegel von Kurt Guggenheims Romanchronik und von
anderen Autoren des 20. Jahrhunderts gewidmet.
Die Residenz ist eingerichtet mit einem langen Tisch, mit Verlegersesseln, mit Büchern natürlich
und einem Parcours, der den Weg vom Manuskript des Autors bis zum Buch in den Händen des
Lesers beschreibt.
Bei Publishers in Residence finden aber vor allem rund 50 Veranstaltungen statt, bei denen auf
vielfältigste Weise Einblick in die Verlagswelt gewährt wird: In der Reihe Heute im Büro kann an 13
Nachmittagen Verlegerinnen und Verlegern bei ihrer Arbeit über die Schulter geblickt werden, in
Workshops lernt man, wie man ein Cover gestaltet, sein Manuskript anbietet, einen Klappentext
schreibt. Auf zahlreichen Verlagsabenden sind Lesungen und Verlagsgeschichte(n) zu erleben,
editorische Großtaten erfahren an Herausgeberabenden die verdiente große Aufmerksamkeit, und
unter dem Titel Publishers in Resistance diskutieren Büchermenschen über die aktuellen
Herausforderungen der Verlagswelt.
„Wir wollen dem Publikum zeigen, was wir machen, was wir können, woher die Bücher kommen,
und wir wollen den Beweis antreten, dass Verlagsarbeit Kulturarbeit ist!“, so Projektleiterin Daniela
Koch bei der Eröffnung im Stadthaus.
Gastredner war der Schweizer Autor Klaus Merz: „Es freut mich, dass die Verlage sich in die
Strauhof-Bresche geschlagen haben, um anhand ihrer Ausstellung Vom Manuskript zum Buch und mit
einem weitgefächerten und subtilen Begleitprogramm aufzuzeigen, was rund ums literarische Buch
alles geschieht – und auf dem Spiel steht! wenn wir, als wache, demokratische, also lesende
Zeitgenossen, dazu nicht entschlossen und handfest Sorge tragen.“
Das ganze Programm im Internet unter www.publishersinresidence.ch.
04.02.2015 15:03
TV
„Sailing Conductors“ zu Gast bei „Bettina und Bommes“
Bettina Tietjen und Alexander Bommes begrüßen zu ihrer ersten gemeinsamen Sendung am
kommenden Freitag, dem 6. Februar, die Delius Klasing-Autoren Hannes Koch und Benjamin
Schaschek. Die „Sailing Conductors“
stellen ihr neues gleichnamiges Buch in der Premierensendung der Talkshow „Bettina und Bommes“
vor, die ab 22 Uhr im NDR-Fernsehen ausgestrahlt wird.
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
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Weitere Gäste der Sendung: Sängerin Stefanie Hertel, Moderator Jan Böhmermann und Fernseh-Koch
Steffen Henssler.
04.02.2015 14:51
Auszeichnungen
Die Nominierungen für den Friedrich-Glauser-Preis 2015 / Ehrenglauser für Heikedine Körting
DAS SYNDIKAT, die Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur, gibt die Nominierungen für
seine Krimipreise alljährlich am 4. Februar, dem Geburtstag Friedrich Glausers, bekannt. Heute hat
DAS SYNDIKAT die Nominierungen für die Friedrich-Glauser-Preise 2015 bekanntgegeben:
Der Ehrenglauser in diesem Jahr steht schon fest, er geht an Heikedine Körting und ihr Team.
Nominierungen für den Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte „Roman“
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Mechthild Borrmann: »Die andere Hälfte der Hoffnung«, Droemer
Kai Hensel: »Sonnentau«, Frankfurter Verlagsanstalt
Tom Hillenbrand: »Drohnenland«, KiWi
Stephan Kaluza: »30 Keller«, Frankfurter Verlagsanstalt
Till Raether: »Treibland«, Rowohlt
Nominierungen für den Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte „Romandebüt“
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Sascha Arango: „Die Wahrheit und andere Lügen“, C. Bertelsmann
Angelika Felenda: „Der eiserne Sommer“, Suhrkamp Nova
Andre Georgi: „Das Tribunal“, Suhrkamp
Dirk van Versendaal: „Die Engel warten nicht“, btb
Charly Weller: „Eulenkopf“, KBV
Nominierungen für den Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte „Kurzkrimi“
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Klaus Berndl: Bad Herzenwerder (in: „Heute hier, morgen Mord“, S. Fischer Verlag)
Roger M. Fiedler: Killshot-App (in: „online ins jenseits“, Grafit Verlag)
Christiane Geldmacher: Fanpost (in: „online ins jenseits“, Grafit Verlag)
Elke Pistor: Ziegengeschwister (in: Ebbe, Flut und Todeszeiten, KBV Verlag
Horst Prosch, Süß klangen die Glocken nie (in: „RauschGiftEngel“, Ars vivendi Verlag)
Nominierungen für den Hans-Jörg-Martin-Preis
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Kaja Bergmann: „Der Mephisto-Deal“, Bookspot
Lisa Dickreiter/Winfried Oelsner: „Max und die wilde Sieben: Das schwarze Ass“, Oetinger
Lukas Erler: „Brennendes Wasser“, Arena
Jaromir Konecny: „Tote Tulpen“, dtv
Ulrike Rylance/Lisa Hänsch (Illustrator): „Penny Pepper - Alles kein Problem!“, dtv junior
Ehrenglauser 2015
Das Syndikat verleiht den Ehrenglauser in diesem Jahr an
www.buchmarkt.de 11.02.2015 14:32
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Heikedine Körting und ihr Team "in Würdigung ihres Engagements und für ihr Gesamtwerk auf dem
Gebiet des Kriminal-Hörspiels vor allem im Kinder- und Jugendbereich. Es war ihre Idee, aus der
beliebten „???“-Krimibuchreihe eine Hörspielproduktion zu machen. Mit 45 Millionen Tonträgern
wurde die Reihe zur erfolgreichsten der Welt. Aber auch „TKKG“ oder „Fünf Freunde“ stammen aus
Körtings Produktion".
04.02.2015 14:35
Gestorben
Ludger Behnke
Ludger Behnke, Kundenbetreuer beim Barsortiment Könemann, ist nach kurzer schwerer Krankheit,
am 31. Januar d. J. im Alter von nur vierzig Jahren gestorben. Sein plötzlicher Tod hat nicht nur
seine Kollegen im Barsortiment, dessen Außendienst er seit 2010 angehörte, sondern auch seine
Kunden im Raum NRW erschüttert.
Könemann-Vertriebsleiter Martin Rings: „Wir verlieren einen großartigen Menschen und Kollegen,
der auf Grund seiner positiven und freundlichen Ausstrahlung sowie seiner Kompetenz und
Zuverlässigkeit nicht nur in unserem Kundenkreis sehr beliebt war. Da er auch ein großer Fan der
internationalen Rock-und Popmusik war, werden wir ihn mit dem Titel „You are always on mind“
immer in uns weiterleben lassen“.
16.02.2015 00:01
Dr. Eberhard Nolte (80)
Dr. Eberhard Nolte wird heute 80. Jahre alt. Der Bundesverband Presse-Grosso gratuliert seinem
langjährigen Vorsitzenden und Ehrenpräsidenten zum runden Geburtstag:
„Im Namen aller Mitglieder wünschen wir dem Geburtstagskind alles Gute und beste Gesundheit.
Wir sind stolz und froh, eine so außergewöhnliche Persönlichkeit in unserer Mitte zu haben, die bis
heute bei Kollegen und Geschäftspartnern höchste Anerkennung für die Verdienste als
Verlagsmanager, Grosso-Unternehmer und ‚Verbandshirte‘ genießt“, heißt es in einem persönlichen
Schreiben des amtierenden Vorstandes des Bundesverbandes an Dr. Eberhard Nolte.
Dr. Eberhard Nolte hat als Unternehmer und Verbandspräsident die Grundlagen und Stan-dards des
deutschen Presse-Grosso-Vertriebssystems maßgeblich geprägt. Der Grand-seigneur gilt als einer
der profiliertesten und einflussreichsten Gestalter der Branche, der gemeinsam mit Verlegern wie
Hubert Burda, Axel Springer, Heinz Bauer und der Jahr-Familie sowie mit zahlreichen weiteren
namhaften Persönlichkeiten das deutsche Presse-vertriebssystem fortentwickelt hat.
Für seine langjährigen Verdienste für die Branche und den Berufsstand des Pressegroß-handels,
darunter alleine 25 Jahre an der Spitze des Bundesverbandes Presse-Grosso, erhielt Dr. Eberhard
Nolte zahlreiche Auszeichnungen, darunter die des Ehrenpräsidenten (2000) und das
Bundesverdienstkreuz am Bande (2003). Er ist „die beste Idee des deut-schen Grosso“, wie es der
damalige Springer-Vorstand Christian Delbrück anlässlich der Verleihung des Goldenen Vertriebs
für sein Lebenswerk im Oktober 1999 formulierte.
„Der Macher geht, die Standards bleiben“ heißt es in der Festschrift zum Abschied von Dr. Eberhard
Nolte vom Verbandsvorsitz im April 2000. Der Bundesverband Presse-Grosso sieht sich in der
Verantwortung, dieses vertriebspolitische Erbe zu pflegen und stetig weiterzuentwickeln. Dabei sind
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„zähes Verhandeln und diplomatisches Geschick“, das der Jubilar perfekt beherrscht, damals wie
heute wichtige Fähigkeiten, um die Herausforderungen einer dynamischen Branche im Wandel zu
meistern.
Getreu dem Motto „Jeder, der weiterlernt ist jung“ von Henry Ford nimmt Dr. Eberhard Nolte bis
heute an den Entwicklungen der Branche und dem Verbandsleben interessiert und aktiv teil. Er ist
eine moralische Instanz, geschätzter Gesprächspartner und bei Bedarf Berater im Hintergrund.
„Wir wünschen Ihnen, lieber Herr Dr. Nolte, für die Zukunft alles Gute und hoffen, dass Sie Ihrer
Familie sowie der Grosso-Familie noch lange mit Rat und Tat zur Seite stehen“, so der amtierende
Grosso-Vorstand.
 
Stationen von Dr. Eberhard Nolte im Verlauf seiner über 30-jährigen Tätigkeit für den
Grosso-Verband:
• 03/1969: Wahl zum Delegierten der Bezirksgruppe Württemberg
• 11/1969: Mitbegründer der Betriebswirtschaftlichen Kommission (BWK) und deren Vorsitzender
• 09/1970: Eintritt in den Grosso-Vorstand
• 09/1975: Wahl zum 1. Vorsitzenden als Nachfolger von Karl-Heinz Salzmann
• 10/1999: Verleihung des Golden Vertriebs für sein Lebenswerk
• 04/2000: Abschied vom Verbandsvorsitz – nach 25 Jahren übergibt Dr. Eberhard Nolte die
Verantwortung an seinen Kollegen Werner Schiessl
• 04/2000: Ernennung zum Ehrenpräsidenten des Grosso-Verbandes
• 12/2003: Ehrung mit dem Bundesverdienstkreuz
Wer auch gratulieren möchte: Kontakt über sm@bvpg.de
Möchten auch Sie jemandem aus Ihrer Buchhandlung/Ihrem Verlag zum „Runden Geburtstag“
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