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01 Titelseite_5. Februar 2015_!Standard-Seite DZO

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AZA 8762 Schwanden
Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 65.– Einzelverkauf: Fr. 2.– Nr. 7 Donnerstag, 12. Februar 2015
Aus den Verhandlungen
des Regierungsrates 4
Amtsblatt
35 – 38
«Gaster aktuell»
39
Die Regionalzeitung mit Amtsblatt
im Wirtschaftsraum Glarus
Auflage 31453 Expl.
WEMF/SW-beglaubigt
Fridolin Druck und Medien
Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700
E-Mail: fridolin@fridolin.ch
www.fridolin.ch
Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal
LE IT-SATZ
Notfalldienste
Hausärztlicher
Notfalldienst
Die Genugtuung
Es sei eine Genugtuung nach so
viel Pech und Verletzungen Weltmeister zu werden, vermeldete
Patrick Küng in die Mikrofone
der Weltpresse. Und, er weiss wovon er spricht. Im Januar 2014,
nach seinem Sieg am Lauberhorn
erniedrigte ihn die vereinigte
Medienlandschaft mit unsäglichen Kommentaren. Man solle
«Chüng» doch nicht so hochjubeln, es handle sich um einen
Zufallssieg des «Partylöwen». Für
den Spitzenathleten kam es aber
noch schlimmer, die Suche nach
einem Kopfsponsor war extrem
schwierig. Und – Patrick wollte
sich nicht unter seinem Wert verkaufen – zu recht. Was mag wohl
damals in ihm vorgegangen sein?
Körperliche Schmerzen sind das
eine, seelische Verletzungen das
andere. Wenn niemand bereit ist
an einen zu glauben und den Mut
aufbringt in das Können eines
Weltklassefahrers zu investieren?
Tobias Grünenfelder, ebenfalls
einst ein grossartiger Rennläufer,
wurde auch hängen gelassen. Damals hiess es noch, er sei zu alt.
Wann ist denn jemand zu alt, um
im Spitzensport Höchstleistungen
zu erbringen? Vielleicht im
Fussball? Wo bereits 16-Jährige,
die zwar schnelle Beine, aber
noch nie etwas geleistet haben, für
Hunderttausende von Franken
gefördert und unter den Vereinen
gehandelt werden? Schon möglich, dass diese Kicker mit 30 Jahren verbraucht sind. Aber nicht
nur vom Sport, sondern auch vom
ausschweifenden Lebenswandel,
den sie dank ihren astronomischen Gagen führen können. Sie
übertreten das Gesetz im Strassenverkehr und auch anderswo
und sind oft überheblich – auch
ihren Trainern gegenüber. All dies
ist von einem Skirennläufer nicht
zu erwarten. Erstens, weil er
immer ein Einzelkämpfer und mit
sich selbst alleine auf der Piste ist,
und zweitens, weil er mental stark
und moralisch gefestigt sein
muss. Denn er riskiert, so Patrick
in einem Interview, für eine
Minute und ein paar Sekunden,
sein Leben. Wer Küng während
den vergangenen Jahren miterlebt
hat, weiss, dass er sich seiner
Fähigkeiten und Verantwortung
stets bewusst ist. Sein privates
Umfeld, seine Familie und seine
echten Fans und Freunde tragen
ihn stets auf Händen, nicht nur im
inszenierten Siegestaumel. Patrick
ist nun viel mehr als ein Held.
Mit seiner Bescheidenheit ist er
zum Vorbild der Glarner Jugend
geworden. Herzlichen Dank
Patrick! ●
zim.
Täglich 24 Stunden
EINWOHNER GLARUS SÜD:
0844 55 66 55 (Ärztefon)
EINWOHNER GLARUS:
0844 44 66 44
EINWOHNER GLARUS NORD:
0844 33 66 33
An Samstagen, Sonntagen und
allgemeinen Feiertagen werden
die Dienstkreise Glarus Süd
und Glarus (Mitte) zusammengeschlossen.
Zahnarzt
Samstag, 14. Februar
11.00 bis 12.00 Uhr
Sonntag, 15. Februar
11.00 bis 12.00 Uhr und
17.00 bis 18.00 Uhr
Königlicher Empfang: In einer Sänfte, unter tosendem Applaus sowie Glockengeläut wird der frischgebackene
Abfahrtsweltmeister Patrick Küng in die proppenvolle lintharena in Näfels getragen und dort anschliessend
während gut drei Stunden beglückwünscht und gefeiert.
(Foto: Silvano Umberg)
Abfahrtsweltmeister 2015:
Hoch lebe King Küng!
Über 2000 Glarnerinnen und Glarner, darunter die Prominenz aus Sport,Wirtschaft und Politik, bereiteten Weltmeister
Patrick Küng am Dienstagabend in der lintharena zu Näfels einen königlichen Empfang. Der 31-Jährige, der sich am
Samstag in Vail Beaver Creek mit seinem Triumph in der Abfahrt unsterblich gemacht hat, zeigte sich sichtlich gerührt.
V
errückt, was eine Fahrt von etwas mehr als 1:43 Minuten
auslösen kann!» Dieser Satz
kam Patrick Küng während des
grandiosen Abends in Näfels mehrfach über die Lippen. Er habe gewusst, dass er grossartige Fans
habe, aber eine derart eindrückliche
Kulisse, eine solch grosse Freude
habe er nicht erwartet.
Der von einer kleinen Gruppe
innert Kürze aufgegleiste Empfang
war weltmeisterlich. Bereits am frühen Nachmittag bei Patrick Küngs
Ankunft am Flughafen fanden sich
Hunderte Fans ein, darunter viele
Kinder aus Glarus Nord, die dank
dessen Triumph ab Mittag schulfrei
hatten. Von Zürich-Kloten flog der
Champion zusammen mit Bruder
Marco, Grossmutter Helen und
Fanclub-Präsident Christian Dürst
per Helikopter in seine Heimat
Obstalden, vorbei an einem Hang
mit einem riesigen in den Schnee
gestampften respektive gemalten
Schriftzug. Gegen 19.30 Uhr traf
King Küng dann in der proppenvollen lintharena ein, wo er auf
einer aus Ski gebauten Sänfte durch
«sein Volk» zur Bühne getragen
wurde. Dort wartete schon TVMann Paddy Kälin, der gekonnt
durch den Abend führte, für eine
erste Live-Schaltung im Schweizer Fernsehen. Eine zweite LiveSchaltung folgte gegen Ende der
Veranstaltung.
Dazwischen wurde der Gold-Held
mit Lob und Gratulationen überhäuft, beispielsweise von Hansruedi
Kamm, dem Ehrenpräsident des
Skiclubs Mürtschen, in dessen Reihen Küng einst das Ski-ABC erlernt
hatte, oder Swiss-Ski-Präsidiumsmitglied Reini Regli, der Patrick als
Präsident des Skiverbandes Sarganserland-Walensee während vieler Jahre begleitet hatte.
Dorfplatz umbenannt
Neben wohlwollendenWorten gabs
für King Küng auch Präsente, etwa
ein von (Gold-)Vreni Schneider im
Namen von Sport Glarnerland und
vieler ehemaliger Glarner Spitzensportler überreichtes Gold-Vreneli
oder tolle Zeichnungen von Chirezer Schülern, die zudem zwei eigens
für den neuen Weltmeister umgetextete Lieder sangen. Mit einer besonderen Überraschung wartete
auch der Gemeinderat von Glarus
Nord auf. Er sprach dem Abfahrtskönig quasi sein eigenes Reich zu,
indem er den Dorfplatz in Obstalden kurzerhand in «Patrick-KüngPlatz» umbenannte.
Dieses und auch alle weiteren Geschenke hat sich der «goldige Glarner» redlich verdient. Der Weg zum
Gipfel des alpinen Skisports, den
Küng mit dem WM-Titel in der
Königsdisziplin Abfahrt zweifellos
erreicht hat, war steinig. In jungen
Jahren gings steil bergauf, doch
dann hatte der Obstalder immer
wieder Rückschläge zu verdauen –
durch den Verlust seines Kumpels
Werner Elmer, der 2002, 20-jährig,
bei einem Rennen tödlich verunglückte, und durch Verletzungen.
2006 machten Brüche am rechten
Unterschenkel und linken Knöchel
eine Pause von 20 Monaten notwendig, 2012 erlitt er einen Kreuzbandriss. Doch Küng steckte nie
auf, liess sich nicht von seinem Weg
abbringen.
Die richtige Antwort geben
Gleiches gilt für die laufende Saison.
In den ersten Rennen vermochte
Patrick Küng die – nach seinen im
Winter zuvor eingefahrenen Premieresiegen im Super-G in Beaver
Creek und in der legendären Lauberhorn-Abfahrt gestiegenen – Erwartungen nicht zu erfüllen. Sofort
wurde Kritik laut. Etwas, das Küng
überhaupt nicht schmeckte, wie
sein Seitenhieb Richtung Medien
und Trainer während eines ersten
Siegerinterviews im SRF offenbarte. «Andere taten es vielleicht
nicht, aber wir, lieber Patrick, glaubten immer an dich», verteidigte Regierungsrat Benjamin Mühlemann
die Glarner Bevölkerung. Küng
dankte es und meinte: «Den anderen habe ich auf der Piste die entsprechende Antwort gegeben!» ●
su
Bilder zum Empfang auf Seiten 40 und 41.
Der diensttuende Notfallzahnarzt
ist über Telefon 1811 zu erfragen.
Augenarzt
Samstag/Sonntag, 14./15. Februar
Dr.med. Andreas Kammerecker
Spielhof 15, Glarus
Telefon 055 640 85 80
Wochenend-Notfalldienst:
jeweils ab Freitag, 12.00 Uhr,
bis Montag, 08.00 Uhr.
Schweizerisches
Toxikologisches
Zentrum
Telefon 145, Zürich
Tierarzt
Samstag/Sonntag, 14./15. Februar
Tierärztliche Notfallklinik
Glarnerland und Umgebung
Tierklinik am Kreis
Zaunweg 11, Netstal
Telefon 055 646 86 86
Permanenter Notfalldienst
für alle Tierarten
Notfallring Näfels – Glarus:
Dieses Wochenende hat Dienst:
Kleintierpraxis Buchholz
Buchholzstrasse 48, Glarus
Telefon 055 640 26 40
Glarner Chueambulanz GmbH
Dorfstrasse 35, Ennenda
Grosstier: Telefon 055 640 7788
Wochenend-Notfalldienst:
jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr,
bis Montag, 07.30 Uhr.
055 640 0135
remax-glarnerland.ch
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