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Ausgabe Februar 2015 >

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DA S SCHWEIZER SCHNEESPORTMAGA ZIN
Februar 2015
CHF 8.–
DAS
EXKLUSIVE
LESERANGEBOT
SEITE 2
BASIS
FÜR DIE
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VON
MORGEN
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OCHSNER SPORT
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Mehr Infos
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unter www
EDITORIAL
INHALT
FEBRUAR 2015
REPORTAGEN
4
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14
16
R.I.P. SEPP RENGGLI
«Walter Tresch, Skirennfahrer a. D. ist der bekannteste Madranertaler und nach
Wilhelm Tell, dem Föhn und Bernhard Russi der beühmteste Urner.» So beginnt eine
der vielen erschienen Kolumnen von Sepp Renggli im Magazin «Ski».
Sepp Renggli unterhielt fast vier Jahrzehnte lang mit Wortspielen bei Radio Beromünster und schrieb in Zeitungen und Magazinen mit viel Ironie versetzte Kolumnen. Am
1. April 2014 wurde der gebürtige Luzerner 90. Am 9. Januar dieses Jahr verstarb die
Radiolegende.
Der bis zuletzt aktive Sportreporter und schreibende Journalist hat auch bei mir nach
unserem ersten gemeinsamen Treffen einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Er
zeigte mir seine bereits erschienenen Bücher. Eines davon ist «Die Slalom-Bastarde» –
Geschichte und Geschichten vom Skisport. Wir einigten uns schnell auf eine Kolumne
im damaligen «Ski»-Magazin, die bis 2004 praktisch ununterbrochen in jeder Ausgabe
erschienen ist. Zuletzt schrieb er von «Glanz-Zeiten» und porträtierte mit viel Ironie
ehemalige Skisportler. So wie das eingangs erwähnte Porträt von Walter Tresch.
Meistens haben wir vor dem 19. März, dem nationalen «Seppi-Tag», miteinander telefoniert. Er ermunterte mich immer wieder, mit ihm auf der Rigi den «Seppi-Tag» zu
feiern. Wir haben es nie geschafft. Was heisst «Wir». Ich habe es nie geschafft. Unsere
Wege haben sich seit 2004 nie mehr gekreuzt. Die Schnelllebigkeit in unserem Alltag
lässt solche Begegnungen kaum mehr zu. Leider.
Trotz allem verneige ich mich einmal mehr, und erst recht ziehe ich den Hut vor dieser
Persönlichkeit. Ein Mann mit Charisma, mit eigenständigem Auftreten, von Ideenreichtum und Witz beseelt, ist nicht mehr. Mit ihm ist eine weitere und einzigartige Person
en.
aus der Welt des Sports verstorben.
18
26
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56
Snowboarder Pat Burgener
Ein Samurai als Coach
26 Fragen an
. . . Lena Häcki, Biathletin aus Engelberg
Erlebnis Juskila
Auslandschweizer an der Lenk
Famigros Ski Day
Ein Tag wie aus dem Bilderbuch
Behindertensport im Fokus
Spitzensport im Monoski-Bob
WM Das Grosse Special
Alpin: Rückblick auf WM-Jahre 89 und 99
Nordisch: Toni Livers zurück an die Spitze
Biathlon: Mario Dolder, der Biathlet aus
dem Baselbiet
Maria Walliser blickt zurück
Spitzensport als Lebensschule
Markus Wolf und Stefan Brütsch
Das Gespräch mit der Swiss-Ski-Spitze
Ochsner Sport Racing Team
Neulinge und Routiniers machen
gemeinsame Sache
Spitzensport und Beruf
Zwei Nachwuchs-Athleten erzählen
RUBRIKEN
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Leserangebot
Magazin
Gipfeltreffen
Medizin
Schlusspunkt
Von Sepp zu Sepp: R.I.P. Lieber Sepp!
DA S SCHWEIZER SCHNEESPORTMAGA ZIN
Februar 2015
CHF 8.–
DAS
DA
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EXKLUSIVE
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LESERAN
ANGEBOT
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OCHSNER SPORT
RACING TEAM
BASIS
FÜR DIE
STARS
VON
MORGEN
AU
F 18
Sepp Weibel
Chefredaktor Snowactive
j.weibel@snowactive.ch
Titelbild:
Das Ochsner Sport
Racing Team zählt
33 Athletinnen
und Athleten aus
unterschiedlichen
Swiss-Ski-Kadern.
FEBRUAR 2015
SNOWACTIVE
1
DAS EXKLUSIVE LESERANGEBOT
Ein Skiticket zum halben Preis, ein
attraktives Skiweekend-Angebot oder
tolle Accessoires für den Sport im Winter und Sommer – natürlich zu einem
Spezialpreis. So ist Ihr Snowactive-Abo
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2
SNOWACTIVE
FEBRUAR 2015
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™ 1080p bei 60 fps – Bessere Videoleistung
um jedes Detail zu sehen.
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FEBRUAR 2015
SNOWACTIVE
3
PAT BURGENER
Er galt als einer der vielversprechendsten Nachwuchshoffnungen
im Schweizer Snowboardzirkus.
Verletzungen liessen aber zweimal
seinen Traum von Olympischen
Spielen platzen: Pat Burgener, heute
noch einer der talentiertesten und
kreativsten Snowboarder überhaupt,
der genau weiss was er will – auch
dank der Hilfe eines echten Samurai.
DER SNOWBOARDER
MIT DEM HERZEN EINES
4
FE B R UA R 2015
PAT BURGENER
Am Strand von Hendaye:
Erkenntnisse aus der
Arbeit mit Blinden
fliessen ins Training
mit dem Snowboarder
Pat Burgener.
URAI
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5
PAT BURGENER
FOTO: RUEDI FLÜCK
bein gefunden. «Im Nachhinein kann ich sagen, dass die neun Monate Pause gut für den
Kopf waren; jetzt freue ich mich wieder umso
mehr aufs Snowboarden.»
Unter Wasser
Das Training mit dem Samurai kann auch
meditative Züge annehmen. Möglichst lange
unter Wasser bleiben, lautet das Ziel einer
seiner Übungen. Der Schlüssel zum Erfolg:
An nichts denken. Je ruhiger und gedankenloser man unter Wasser ist, desto länger
kann man dort verharren. Es gilt, sich
100-prozentig auf den Moment zu fokussieren – genauso wie es auch vor einem Contestrun sein sollte. «In der Vergangenheit war
ich bei den Contests im Final immer besser
Pat Burgener landete als erster Snowboarder
der Welt einen switch backside triple cork.
Das verhinderte Talent
Eine Verletzung kurz vor den Olympischen
Spielen 2010 in Vancouver hinderte das damals erst 15-jährige Talent an seiner anvisierten Olympiateilnahme. Wieder genesen,
landete Pat 2011 bei einer Trainings-Session
in seinem Homeressort Crans-Montana als
erster Snowboarder überhaupt einen switch
backside Triple Cork. 2012 überzeugte er mit
einem 3. Platz am freestyle.ch in Zürich. Erneute Verletzungen an der Hand und am Fuss
verunmöglichten aber wiederum eine olympische Selektion für Sotschi. Enttäuscht über
das wiederholte Verpassen von Olympia ging
der Walliser ein zu hohes Risiko ein und riss
sich im Februar 2014 das Kreuzband. «Ich
fühlte mich, als ob ich zeigen musste, dass
ich in Sotschi dabei sein sollte», erzählt Burgener heute rückblickend. «Ich hatte primär
aufgrund des grossen Druckes von aussen
den Spass an der ganzen Sache verloren.»
Parallelen zwischen Blinden und
Snowboardern
Eine Bekannte vermittelte ihm im vergangenen Jahr den Kontakt mit dem Schweizer
6
FE B R UA R 2015
Samurai, der als einer der wenigen Ausländer
die ganze Samurai-Ausbildung durchgestanden hat. «Du musst dich unbedingt mit ihm
treffen», habe sie gesagt. Seit dem ersten
Treffen im Genfer Hochhaus hilft der Samurai
Pat nun, die richtige Balance zwischen Ernährung, Körper und Geist zu finden. Bei
einem Training am französischen Atlantikstrand hat Pat zwei Dinge gelernt: Einerseits
trotz Müdigkeit und Schmerzen fokussiert zu
bleiben. Immer wieder lässt der Samurai Pat
durch den Sand sprinten. Und andererseits
lernt er, seine Sinne zu schärfen und nicht nur
über das Auge zu steuern. Am Strand schliesst
Pat die Augen und muss blind ein bestimmtes
Ziel anvisieren. Jetzt bleibt ihm nichts anderes übrig als sich über den akustischen und
taktilen Sinn zu orientieren. Bei den Snowboardsprüngen in der Luft sieht Pat die Landefläche erst kurz zuvor, wenn überhaupt.
Lehren, welche der Samurai aus dessen
Arbeit mit Blinden zieht, sind auch für den
Snowboardartisten Pat Burgener hilfreich.
Die Musik als Zufluchtsort
Inzwischen hat Burgener gelernt, mit Druck
umzugehen. Der Unterwalliser hat einen beachtlichen Entwicklungsprozess hinter sich.
«Früher hatte ich immer zu viele Dinge
gleichzeitig im Kopf. Ich war nie richtig fertig
mit dem, was ich gerade tat», sagt Burgener.
Mittlerweile hat er neben dem Snowboarden
eine zweite Welt gefunden, in die er abtauchen und darin vollkommen abschalten kann:
Die Musik. Snowboarden und Musik ergänze
sich bestens, sagt Burgener, dessen Songs
auch schon in Snowboardfilmen zu hören
waren. Besonders nach dem Kreuzbandriss
hat Burgener in der Musik ein zweites Stand-
Auch neben dem Schnee mit viel Talent
gesegnet: Pat Burgener als Gitarrist und Sänger
seiner eigenen Band p.a.t_music.
als in der Qualifikation», weiss Pat Burgener.
«Dieses Training hilft mir, von Anfang an bereit und fokussiert zu sein.»
Die Erkenntnis
Seit dem ersten Treffen mit dem Samurai ist
inzwischen einige Zeit vergangen, und die
beiden verbindet eine Freundschaft und grosser gegenseitiger Respekt. Die Erfahrungen
mit dem Samurai haben Pat Burgener gelehrt, weiter zu denken als bis zum nächsten
Drop-In. «Mein Ziel ist nicht mehr, ‹nur› einen
Contest zu gewinnen, sondern es geht darüber hinaus.» Vielmehr versuche er sich permanent weiterzuentwickeln und in jedem
Moment sein Bestes zu geben. Vom Samurai
habe er auch Folgendes gelernt: «Wenn du da
bist und nicht bereit bist, alles zu geben,
kannst du gleich wieder nach Hause gehen.»
Aus dem Nachwuchstalent Pat Burgener ist
heute ein überaus kreativer Mann geworden,
sowohl auf als auch neben dem Schnee. Vielleicht auch deshalb sagt er zum Abschluss:
«Everything happens for a reason» – und
meint dies genauso, wie er es sagt.
D AV I D HÜ RZ E L E R
FOTOS: PAULINE BURGENER
Das erste Treffen zwischen Pat Burgener
und dem Samurai hätte ein Test für den Samurai sein sollen, ob Pat mit ihm zusammenarbeiten will oder nicht. Es wurde aber zu
einem Test für Pat: Ort der Verabredung war
ein Aussenquartier in einer eher ärmeren
Gegend von Genf, in der 30. Etage eines Hochhauses: «Wenn du es in vier Minuten von
unten bis zu mir schaffst, bin ich dein Coach,
sonst nicht», erklärte der Samurai. Pat
schaffte es. Von da an arbeiten die beiden
zusammen.
PAT BURGENER
«Deep inside everybody has
something that makes us feel
alive – and this something is the
greatest treasure we all have.»
Pat Burgener.
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7
AUDI SNOWBOARD SERIES
DAS SPRUNGBRETT
DER OLYMPIASTARS
Den Saisonauftakt der Audi Snowboard Series
machte das Slopestyle Open auf dem Glacier 3000.
Innert vier Jahren hat sich die Audi Snowboard Series als nationale Snowboardtour in
der Schweiz etabliert. Sie ist eine ideale Plattform für junge Snowboarderinnen und Snowboarder, um sich auf einem nationalen wie
auch internationalen Niveau zu messen und
sich gegenseitig in die Höhe zu pushen.
8
FE B R UA R 2015
Gleichzeitig dient die Tour als Sprungbrett an
die Weltspitze. Bestes Beispiel dafür sind die
drei Snowboard-Olympiamedaillengewinner
von Sotschi: Sowohl Patrizia Kummer wie
auch Nevin Galmarini und Iouri Podladtchikov
haben noch in der vergangenen Saison an
mindestens einem Event der Audi Snowboard
Series teilgenommen. Der unmittelbar hinter
Shaun White klassierte Olympia-Fünfte in der
Halfpipe, David Hablützel, war 2011 sogar
Toursieger.
Man braucht aber nicht gleich ein Olympionike zu sein, um auf der Audi Snowboard Series
mitzufahren: An sämtlichen Open steht die
Teilnahme allen Snowboarderinnen und
Snowboardern offen. Gleichzeitig können auch auf ausgewählten regionalen «Silver Events» wertvolle Tourpunkte gewonnen
werden – so wird der Wettkampfeinstieg für
lokale Fahrer erleichtert.
In der Saison 2014/15 besteht die nationale
Snowboardtour, die in der ganzen Schweiz
stattfindet, aus 31 Events in den Disziplinen
Freestyle, Boardercross und Alpin. Den Auftakt machte im November des vergangenen
Jahres das Slopestyle Open auf dem Glacier
3000. Zu den besonderen Highlights dieses
Winters zählen das World Rookie Fest in
Laax, die Europacups von der Lenzerheide
(PSL) und der Lenk (SBX) sowie die Schweizermeisterschaften in allen drei Disziplinen.
D AV I D HÜ RZ E L E R
F OTOS: ANTHON Y BROWN, TI NO SC HER ER
Beim Iceripper Rookie Fest in Laax flogen die
jungen Snowboarder hoch über die weltweit
grösste Halfpipe hinaus.
FERIENVEREIN
WENN FRAU HOLLE
SOMMERFERIEN PLANT . . .
Der Winter ist da. Endlich. Die Berge sind tief
eingeschneit. Wenn auch stellenweise mit
künstlichem Schnee. Aber was soll’s. Er ist
da. Auch wenn er dieses Jahr lange auf sich
hat warten lassen. Frau Holle war wohl in
Gedanken bereits wo anders. Hat vielleicht
sogar schon Pläne für ihre Sommerferien
geschmiedet. Und darob komplett vergessen, ihre Daunenkissen auszuschütteln.
Wohin es die gute Frau Holle nach der Skisaison wohl zieht? Eigentlich kommt dafür
nur ein einziger Ort in Frage.
F OTO: ZVG.
Küstenstrassen soweit das Auge reicht.
Eine faszinierende Landschaft inmitten unberührter Natur. Anspruchsvolle Trails, die
das Herz jedes Bikers höher schlagen lassen.
Ein tiefblaues Meer, das zum Baden einlädt
– So präsentiert sich die Region in Spanien,
wo sich das beliebte Giverola Resort der
Schweizer Ferienverein-Hotelgruppe befindet. An diesem besonderen Küstenabschnitt
an der Costa Brava, der «wilden Küste», nur
gerade fünf Kilometer vom schmucken Küstenstädtchen Tossa de Mar entfernt, gibt’s für
alle etwas. Nicht nur für Frau Holle. Aktivferien in Giverola sind so vielseitig wie die
Gäste: wettkampferfahrene Athleten, die sich
den letzten Schliff vor der nächsten Saison
holen. Hobbysportler, die ein gemütliches
Tempo bevorzugen. Oder ganz einfach Genuss-Menschen. Nicht zu vergessen Frau
Holle. Sie alle finden das perfekte Angebot bei
Bikeholiday.
Was für Frau Holle recht ist . . .
. . . ist es auch für das alpine Swiss-Ski Nationalkader. Letzten Sommer trainierten die
Herren des alpinen Swiss-Ski-Nationalkaders in Giverola. «Beste Trainingsbedingungen», so lautete unisono das Feedback der
Swiss-Ski-Athleten. Bikeholiday ist spezialisiert auf sorgenlose Ferien auf zwei Rädern.
Dazu stehen die neusten Scott-Rennräder
und -Bikes zur Verfügung. Versierte Schweizer Guides entführen die Gäste in die entlegensten Winkel und zeigen ihnen die Schönheiten der Costa Brava. Dem Leistungsniveau
der Gäste angepasst kann jeder so trainieren,
wie es gerade passt. Für Frau Holle gäbe es
übrigens die Girls-Gruppe, da sind Frauen
ganz unter sich. Ein besonderer Genuss verspricht zudem das Angebot «Enduro»: Ein
Shuttlebus fährt die Gäste bequem zu Aussichtspunkten. Und sorgt damit für kurze
Aufstiege und fast endlose Abfahrten.
Mit Prominenten trainieren
Mit der Neuauflage der Sportplausch-Woche
in Giverola wurde im vergangenen Herbst ein
grosses Bedürfnis abgedeckt: Die Teilnehmer konnten mit Sportgrössen wie Viktor
Röthlin, Alain Suter, Ariella Käslin oder Nicola Spirig trainieren. Die Woche, welche unter
Federführung von Ochsner Sport läuft, findet
vom 10. bis 17. Oktober 2015 zum zweiten Mal
statt. Sowohl ambitionierte Triathleten wie
auch etwas weniger erfahrene Sportler können unter fachkundiger Leitung eine Woche
trainieren. Ob für das Rennrad-, Bike- oder
Triathlontraining, die Bedingungen in Giverola sind traumhaft. Das weiss auch Frau
Holle. Bloss sollte sie vor lauter Träumen
nicht vergessen, im Winter ihre Kissen ausFER IEN VER EIN
zuschütteln.
Wo haben Sie denn so gut trainiert,
wird man Sie nach einer Woche
Giverola fragen.
REISEGUTSCH EIN CHF 100. –
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Swiss-Ski-Mitglieder können von
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oder Flug, Unterkunft, Sportpaket).
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Buchungen vom 14.3. bis 30.5. und
19.9. bis 9.10.2015. Nicht kumulierbar, keine Barauszahlung.
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9
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EIN
UNSCHLAGBARES
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1
2
Skifahren sei viel zu teuer und
gerade für Familien schlicht ein
unerschwinglicher Luxus, heisst es
vielerorts. Das stimmt nur bedingt.
Dank Raiffeisen beispielsweise
erhalten Schneesportfans in diesem
Winter wiederum 50 Prozent Rabatt
auf Ski-Tageskarten – und das in
20 der schönsten Wintersportgebiete
der Schweiz. Davon profitieren
auch Swiss-Ski-Mitglieder mit einer
Mitgliedschaft bei Raiffeisen.
3
Raiffeisen-Mitglieder entdecken die
schönsten Schweizer Skigebiete diese Saison
erneut zum halben Preis. Und sparen damit
viel Geld. In der Saison 2014/15 stehen insgesamt 20 Wintersportgebiete zur Auswahl.
Von A wie Airolo bis T wie Toggenburg. Das
bedeutet mehr als 2000 Kilometer Skivergnügen zu einem unschlagbaren Preis! So
kostet beispielsweise in Grächen eine Tages-
10
FE B R UA R 2015
karte für Raiffeisen-Mitglieder nur noch
27.50 statt 55 Franken. Ein Märchen!
Wintersport vom Feinsten –
und das zu einem unschlagbaren,
familienfreundlichen Preis
Natürlich sind die beliebtesten Skigebiete der
letzten Saison auch in diesem Winter wieder
im Angebot. Die Regionen Davos-Klosters,
4 Vallées, Saas Fee und die Jungfrau Ski
Region punkten mit Hunderten von Pistenkilometern. Neu gilt das «SchneesportHalbtax»-Angebot von Raiffeisen auch in
Bosco Gurin, Brigels, St. Moritz und Savognin.
Die meisten der 20 Destinationen sind übrigens auch für Familien ideal: Während die
Kleinen im Kinderskiparadies oder in der
Schneesportschule gut aufgehoben sind, car-
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1 Braunwald - Ob rassige
Pisten, coole Rides oder gemütliche Winterwanderwege
– auf der Sonnenterrasse
im Glarnerland finden alle
ihr Schneeparadies.
2 Klewenalp-Stockhütte –
Das Schneeparadies mit
Seesicht hoch über dem
Vierwaldstättersee.
3 Meiringen-Hasliberg –
60 Kilometer pures Schneesportvergnügen. Steigen Sie
auf die Bretter, die die Welt
bedeuten und geniessen Sie
den Winter in allen Kurvenlagen!
SO FUN KTION IERT ES
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Mitglieder Gutscheine für eine Ski-Tageskarte zum
halben Preis in 20 Schweizer Skiregionen erhalten.
Die persönlichen Gutscheine werden mit der Raiffeisen-Maestro-Karte,
V PAY-Karte oder Kreditkarte an der Kasse im Skigebiet eingelöst. Die Gutscheine sind in der Regel
von Montag bis Freitag sowie an einzelnen Wochenenden gültig. Beachten Sie dazu bitte die Daten auf
den Gutscheinen. Als Mitglied können Sie zudem
Gutscheine zuhause ausdrucken. Diese print@
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unter:
www.raiffeisen.ch/winter
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Nebst Ski-Tageskarten zum halben Preis profitieren Raiffeisen-Mitglieder von weiteren Freizeitangeboten. So zum Beispiel von vergünstigten Tickets
für Konzerte, Events und alle Sonntags-Spiele der
Raiffeisen Super League. Raiffeisen offeriert allen
Swiss-Ski-Mitgliedern, bis Ende April 2015 von den
Raiffeisen-Mitglieder-Konditionen bei einer Auswahl von Konzerten, Events und Fussballspielen zu
profitieren.
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Kreditkarte oder gegen Rechnung
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allfälligen Registration auf dem
Promoportal von der Raiffeisenbank in ihrer
Region kontaktiert.
ven die Eltern über perfekt präparierte
Traumpisten und geniessen einen erholsamen Tag im Schnee. Übrigens profitieren
auch Kinder und Jugendliche in Begleitung
eines Raiffeisen-Mitglieds von 50 Prozent Rabatt auf die Tageskarte. Das gilt für alle teilnehmenden Skigebiete, darunter AndermattSedrun, das Toggenburg und die Region Alpes
Vaudoises.
Die Qual der Wahl
Snowboard oder Ski? Freestyle oder Piste?
Geniesser oder Adrenalinjunkie? Die meisten
Skigebiete verfügen über kontrollierte Routen
für Freerider, auf welchen bei guten Verhältnissen Freeriden im Tiefschnee möglich ist.
Ein paar coole Rails und Kicker für Freeski
Rookies und erfahrenere Rider gehören heute ebenfalls in jedes Skigebiet. Etwa im
höchstgelegenen Dorf des Tessins, in Bosco
Gurin, welches bei der Raiffeisen-Mitgliederaktion «Ski-Tageskarten zum halben Preis»
ebenfalls erstmals mitmacht. Wintersportbegeisterte Raiffeisen-Mitglieder haben einmal mehr die Qual der Wahl. Viel Spass beim
Erkunden des grossartigen «Skigebiets
G6> ; ; : > H : C
Schweiz!»
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FRAGEN AN . . .
26 FRAGEN AN
LENA HAECKI
F OTOS: ZVG.
In der aktuellen Saison ist die Biathletin
Lena Häcki so richtig im Weltcup angekommen. Im zweiten Einzelrennen schaffte sie
die Qualifikation für das Jagdrennen, im
dritten Einzelrennen sprengte sie die Top30.
Dabei ist die 19-Jährige noch im ersten Jahr
Juniorin und trainiert noch nicht mit der
Elitemannschaft. Klar, dass die Innerschweizerin ihre Ziele neu definiert und
ihren Platz in der Mannschaft halten will.
12
FE B R UA R 2015
FRAGEN AN . . .
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AUSLANDSCHWEIZER IM JUSKILA
VON COLORADO,
BANGKOK UND HONOLULU
AN DIE LENK
Jedes Jahr vom 2. bis 9. Januar
lädt Swiss-Ski 600 Jugendliche ins
Jugendskilager JUSKILA an die Lenk
i.S. ein. Darunter junge Schneesportlerinnen und -sportler aus allen
26 Kantonen sowie dem Fürstentum
Liechtenstein. Und: eine Gruppe
Auslandschweizer – dieses Jahr
aus den USA, Thailand, Schweden,
Spanien, Italien, Deutschland,
Frankreich, Grossbritannien und
den Niederlanden.
Es ist 9.30 Uhr am Samstagmorgen,
Es
3. Januar 2015. Rund hundert Jugendliche
haben sich bei der Bergstation Betelberg an
der Lenk versammelt, um gleich ihre ersten
Schwünge in den Schnee zu ziehen. Fünfhundert weitere 13- und 14-Jährige tun dies ganz
in der Nähe, irgendwo im Skigebiet Lenk.
Unter all den jungen Schneesportlern ist
auch der 13-jährige Frederic Schmid, amerikanisch-schweizerischer Doppelbürger,
wohnhaft in Colorado (USA). Er ist einer von
26 Auslandschweizern, die dieses Jahr ins
Jugendskilager an der Lenk i.S. eingeladen
worden sind.
14
FE B R UA R 2015
«Jetzt bin ich schon ziemlich nervös», gibt
Frederic unumwunden zu. Schliesslich wird
er bei seinen ersten Kurven gleich aufmerksam beobachtet: Die erfahrenen Skileiterinnen und -leiter entscheiden nach der ersten
Fahrt, in welcher Gruppe Frederic und seine
Ski-Kameraden für den Rest der Woche fahren werden. «Es sind meine ersten Schwünge
in diesem Jahr und ich habe ganz andere Ski
an den Füssen als zuhause», so Frederic.
Premiere auf dem Snowboard
und den Langlaufski
Gleichzeitig macht die 14-jährige Atchara
Krebs aus Bangkok etwas weiter unten am
Betelberg ihre ersten Versuche auf dem
Snowboard. «Es ist das erste Mal, dass ich
das versuche, und ziemlich schwierig», erzählt sie auf Englisch. Mit der Hilfe ihrer
Snowboardleiterin Regula gelingt es ihr aber
bereits kurze Zeit später, vorsichtig auf der
Zehenkante den Hang hinunterzurutschen.
Ebenfalls zum ersten Mal steht der 13-jährige Felix Krendl aus Honolulu auf seinem
Schneesportgerät. Anders als Frederic und
Atchara ist er aber nicht oben am Berg anzutreffen, sondern unten im Tal auf der Langlaufloipe. «Bis ich sechs Jahre alt war, lebten
wir in Kanada», erzählt er, «deshalb ist
Schnee nichts Neues für mich. Aber viele
meiner Freunde in Hawaii haben das noch nie
AUSLANDSCHWEIZER IM JUSKILA
gesehen!» Immerhin werden sie nun von Felix mit Bildern aus der Heimat seiner Mutter
versorgt. Auch Felix selbst ist erst das zweite
Mal in der Schweiz. «Es gefällt mir super! Die
Berge und der Schnee sind toll und alles sieht
sehr schön aus hier.»
Gelb mit Rot oder doch lieber Schwarz?
Auch vom leichten Regenfall am Vormittag
des zweiten Lagertages lässt sich Felix nicht
die Laune verderben. Gemeinsam mit seiner
Langlaufgruppe steht er im Wachsraum und
lässt sich von Langlaufleiter Hansueli das
Wachsen erklären. Bügeleisen ein, Wachs
auftragen, abkühlen lassen, Wachsreste ab-
ziehen. Was in der Theorie simpel klingt, erweist sich in der Praxis als gar nicht so einfach. Und überhaupt: Welcher ist denn nun
der beste Wachs für die aktuellen Verhältnisse? Hier sind sich auch die Wachsexperten, die sich mittlerweile um die achtköpfige
Langlaufgruppe versammelt haben, nicht
einig. Gelb mit Rot oder doch lieber Schwarz?
Oder vielleicht einfach Weiss? Und wie viel
Wachs braucht es überhaupt? Zum Schluss
aber haben die acht jungen Langläuferinnen
und Langläufer alle ihre Langlaufski frisch
eingewachst. Auch das ist eine Premiere für
Felix.
Eine Premiere von vielen, welche die drei
Auslandschweizer dieser Tage erleben. Was
ihnen von ihrem Aufenthalt im Juskila am
meisten in Erinnerung bleiben wird? «Dass
es so kalt ist!», lacht Atchara. «Die Berge, der
Schnee und die viiiielen Leute hier», meint
Frederic, der normalerweise zuhause unterrichtet wird und nur wenige Gleichaltrige um
sich hat. «Und die vielen freiwilligen Helfer,
die alle so freundlich zu uns sind», ergänzt
P ETR A K R O P F
Felix.
. . . als auch in der Turnhalle beim Fussball.
HIN TERGRUN D:
74 JAH RE JUSKILA
Am 9. Januar 2015 ist das 74. Juskila zu Ende gegangen. Um das bevorstehende 75. Jubiläum bereits jetzt gebührend zu würdigen, haben die Bergbahnen Lenk am 6. Januar 2015 am neuen Stand
XPress eine exklusive Juskila-Gondel in Betrieb
genommen.
Mit 600 jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus der ganzen Schweiz ist das Jugendskilager das grösste J+S-Lager der Schweiz.
Teilnahmeberechtigt sind 13- und 14-jährige
Schweizerinnen und Schweizer sowie in der
Schweiz oder im Fürstentum Liechtenstein wohnhafte Jugendliche. Die Teilnehmer werden jeweils
im Herbst von Swiss-Ski ausgelost, die Teilnahme
ist bis auf einen kleinen Unkostenbeitrag von 40
kostenlos.
Franken kosten
Durchführung eines Schneesportlagers dieser
Die Durchführun
Grössenordnung ist nur dank den zahlreichen Paund nicht zuletzt den vielen freiwilliten, Gönnern un
möglich. Ein herzliches Dankeschön
gen Helfern mö
gilt ihnen allen ssowie den Hauptsponsoren Migros
Fleisch, den Co-Sponsoren Kessler,
und Schweizer F
Swisscom, den Partnern Lenk BergKuspo und Swis
Lenk Simmental Tourismus sowie den
bahnen und Len
J+S!
Kantonen und J+
Aus der ganzen Welt – im Juskila
für eine Woche vereint:
(v.l.n.r. Felix Krendl aus Honolulu/
USA, Atchara Krebs aus Bangkok/
Thailand und Frederic Schmid aus
Colorado/USA).
FEB R UA R 2 0 1 5
F OTOS: FLURI N BER GAMIN
Voller Einsatz im 74. Jugendskilager: Sowohl auf der Piste beim Ski- und Snowboardfahren . . .
15
FAMIGROS SKI DAY
Famigros Ski Day
in Bildern
Sonntag, 11. Januar 2015, 6h45: Im Hause
Hidber in Wangs klingelt der Wecker. Normalerweise wird am Sonntag ausgeschlafen. Heute ist jedoch kein normaler Sonntag.
Heute ist Famigros Ski Day. Und zwar am
Pizol, dem Skigebiet quasi direkt vor der
Haustüre der Familie Hidber.
8h38: In der Gondel werden erste Strategien
für‘s Rennen besprochen.
M «So schnell wie heute sind Aline und Lia
schon lange nicht mehr aufgestanden», lacht
Mama Tanja. Normalerweise seien die beiden
kaum aus dem Bett zu kriegen. Heute ist das
anders. Die zwei aufgeweckten Mädchen können es kaum erwarten, ins Auto zu steigen
und ins nahgelegene Skigebiet Pizol zu fah-
>
ren. Vorher wird aber noch gefrühstückt,
«Müesli und Ovomaltine, das gibt Energie für
den ganzen Tag», meint Tanja Hidber. Am
Vorabend haben Aline (6) und Lia (4) mitgeholfen, die Skikleider und Skisachen parat zu
machen. Kurz vor 8 Uhr treten die beiden mit
ihren farbenfrohen Skianzügen vor die Haus-
07h52: Es geht los!
>
07h56: Richtige Skirennfahrer tragen
ihre Ausrüstung selbstverständlich selber . . .
>
10h54: Das Geheimnis des Erfolgs:
Eine gutsitzende Startnummer . . .
>
10h57: Gruppenfoto mit zwei
aufgeregten Nachwuchshoffnungen.
>
>
>
11h52: Immer noch unterwegs . . .
>
11h54: Geschafft! Und erst noch sturzfrei!
>
12h00: Nach dem Rennen wartet im Village
eine wohlverdiente Stärkung auf die hungrigen
Rennfahrerinnen- und rennfahrer.
13h41: Medaillenübergabe an der Talstation.
>
13h45: Stolz präsentieren
Aline und Lia ihre Medaillen.
>
13h46: Was für ein gelungener Tag!
16
fe b r ua r 2015
FAMIGROS SKI DAY
Der Famigros Ski Day – das ist ein Schneesporttag für die ganze Familie. Und das zu
einem unschlagbaren Preis! Gemeinsam absolviert jede Familie ein Plauschrennen –
egal ob auf Ski, dem Snowboard oder gar auf
Telemarkski. Die Zeit läuft, sobald das erste
Teammitglied die Startlinie überquert, und
stoppt, wenn das letzte Teammitglied die
Ziellinie passiert hat. Neben einer leckeren
Mittagsverpflegung warten im SponsorenVillage lustige Spiele und tolle Preise auf die
grossen und kleinen Teilnehmerinnen und
Teilnehmer.
Die Teilnahmegebühr beträgt CHF 110.– pro
Familie. Im Preis sind Tageskarten, Mittagessen, Plauschrennen, Medaille, Überra-
F OTOS: FRA NZ FELDMANN
türe und steigen aufgeregt ins Auto – es kann
losgehen. Aber sehen Sie selber, wie der Tag
der Familie Hidber am Famigros Ski Day in
DIANA F ÄH
Wangs Pizol verlaufen ist.
schungsgeschenk und vieles mehr enthalten.
Famigros- und Swiss-Ski-Mitglieder profitieren zusätzlich von CHF 25.– Rabatt und zahlen nur CHF 85.– für den Skitag für die ganze
Familie.
08h04: Ankunft auf dem Parkplatz.
>
08h09: auf dem Weg zur Talstation.
>
08h13: Check-In bei der Talstation Pizolbahn.
11h11: Dichtes Schneetreiben an der Bergstation.
>
11h44: Achtung, fertig, los!
>
11h50: Unterwegs auf dem Vreni-Schneider Run.
12h05: En Guete mitenand!
>
12h30: Nach dem Sport das Vergnügen.
>
12h31: Vor allem Mama Hidber beweist auch neben
der Piste vollen Einsatz und sportlichen Ehrgeiz . . .
13h50: Bereit zur Heimreise.
>
13h59: Ankunft zuhause. Müde, aber glücklich.
Und mit vielen schönen Souvenirs
an den Famigros Ski Day in Pizol.
«Was für ein
gelungener Tag!
Es hat uns am
Famigros Ski Day
super gefallen.»
Tanja Hidber
>
FEB R UA R 2 0 1 5
17
COACHING INSIDE
JEDES DETAIL
KANN ENTSCHEIDEND SEIN
Christoph Kunz ist einer der
schnellsten Skirennfahrer der Welt.
Das hat der Frutiger bereits mehrfach bewiesen – unter anderem 2010
in Vancouver sowie 2014 in Sotschi.
An beiden Orten stand der Bauernsohn aus Frutigen zuoberst auf dem
Podest – in Kanada in der Abfahrt
und in Russland im Riesenslalom.
In Vancouver holte sich der Berner
Oberländer zudem die Silbermedaille
im Riesenslalom sitzend. Sitzend?
Jawohl. Sitzend. Und zwar in seinem
Monoski-Bob. Christoph Kunz ist seit einem
Motorradunfall vor rund 15 Jahren querschnittgelähmt. Was den mittlerweile 32-jährigen Familienvater und dreifachen Gesamtweltcupsieger im Riesenslalom nicht daran
hindert, einer der schnellsten Skirennfahrer
der Welt zu sein. So hat Christoph Kunz an
den Winter-Paralympics, den Olympischen
Winterspielen für Behindertensportler, insgesamt drei paralympische Medaillen gewonnen: Nach Gold in der Disziplin Abfahrt
und Silber im Riesenslalom gewann Kunz im
vergangenen Jahr in Sotschi Gold im Riesenslalom. Wobei sein «Arbeitsgerät» einem absoluten Hightech-Gefährt entspricht. Wert:
über 10 000 Franken.
Die Uhren ticken anders
Die Behindertensportler verfügen nicht nur
über etwas anderes Skimaterial. Sondern
auch die Uhren ticken bei den Athleten mit
einem Handicap anders. Im Behindertenskirennsport starten Fahrer mit unterschiedlichen Behinderungen in der gleichen Kategorie. Insgesamt gibt es drei Kategorien:
«Sehbehindert», «Stehend» und «Sitzend».
Innerhalb der Klassen wird nach Schweregrad
der Behinderung unterschieden. Es gibt ähnlich wie beim Golf ein Handicap-System: Wer
schwerer behindert ist, bekommt einen ande-
18
FE B R UA R 2015
ren Zeitumrechnungs-Faktor. «Damit alle
Athleten die gleichen Chancen haben, unabhängig von der Schwere resp. Art ihres Handicaps, rechnet der Computer die Zeit mit einem
Klassifizierungs-Faktor um, für den Zuschauer kaum erkennbar. Das heisst, dass eine
Sekunde nicht bei jedem Athleten auf die Hundertstel gleich lang ist», erklärt Peter Läuppi,
Chef Ausbildung/Forschung bei Swiss-Ski. Er
kennt die Szene als ehemaliger Rollstuhlsportchef und mehrfacher Sportchef der
Schweizer Paralympics-Delegation bestens.
Mit Karbonschale und Downhill-BikeFeder zum Erfolg
Der Berner Oberländer Christoph Kunz
(LW 10-1; hohe Querschnittlähmung) startet
bei den Sitzenden. In Sotschi gewann der
13-fache Weltcupsieger den Riesenslalom in
der Kategorie «Sitzend» vor zwei doppelt
oberschenkelamputierten Konkurrenten
(LW 12-1). Materialtechnisch hebt sich der
«Sitzende» in seinem Monoski-Bob sichtbar
ab. «Es ist im Vergleich zum stehenden Skifahrer technisch eine andere Sportart», erklärt Peter Läuppi. Die Funktion der Beine
übernimmt dabei ein Federungssystem zwischen der Bob-Schale und dem Ski. Christoph Kunz hat bisher Motocross-Federn verwendet. Neuerdings verwendet der rund
70 kg leichte Behindertensportler jedoch
eine Downhill-Bike-Feder. «Die Federung
muss auch vom Gewicht eher wie bei einem
Downhill-Mountainbiker sein», erklärt Christoph Kunz. Zudem könne eine Downhill-BikeFeder nach seiner Einschätzung feiner auf die
Pistenverhältnisse abgestimmt werden.
«Die Material-Entwicklung verläuft analog
anderer Sportarten. Mit einem Bob wie bei
den Paralympics in Vancouver hätte ich keine
Chance mehr», ergänzt das Nationalmannschaftsmitglied des Swiss Paralympic Ski
COACHING INSIDE
übernimmt dabei die Funktion des Skischuhs», weiss Thomas Hurni, Leiter Sportentwicklung Rollstuhlsport Schweiz (RSS).
F OTOS: DANI EL STREIT
Christoph Kunz visiert in
Sotschi an den Paralympics auf seinem Hightech
Monoski-Bob seine dritte
paralympische Medaille
an. Umso grösser ist die
Freude, dass es schliesslich die Goldene ist.
Teams. Die Schale besteht heute aus Karbon,
die Sitzposition wurde nach Tests mehrfach
leicht verändert, der Ski hat sich weiterentwickelt und schliesslich wurde die Federung
optimiert. «Jedes Detail kann entscheidend
sein», so der zweifache Paralympic-Sieger.
Die Wahl des Geräts wird durch die sensomotorischen und kognitiven Voraussetzungen bestimmt. «Die optimale Anpassung
unterstützt die Bewegungsmöglichkeiten
und die Wahrnehmung. Die Karbonschale
Das Swiss Paralympic Ski Team
Als Ausbildner, Kursleiter und Sportartenmanager Ski Alpin engagiert sich Thomas
Hurni gemeinsam mit PluSport-Behindertensport Schweiz für Skisportler mit einer
körperlichen Behinderung. Die beiden Verbände Rollstuhlsport Schweiz und PluSport
betreiben zusammen das Swiss Paralympic
Ski Team, das Kader der körper- und sehbehinderten alpinen Skisportler, welche die
Schweiz an internationalen Rennen (Europa-,
Weltcup und Paralympics) vertritt. Während
der RSS, welcher der Schweizer Paraplegiker-Vereinigung (SPV) angegliedert ist,
strukturell sowohl im Breiten- als auch Spitzensport für die «Sitzenden» zuständig ist, ist
dies PluSport für die «Stehenden/Sehbehinderten». «Wichtig ist, dass die Menschen
erkennen, dass sie mit fachmännischer
Unterstützung Skisport betreiben können»,
betont Thomas Hurni. Auch wenn der Aufwand doppelt so gross sei wie für «normale»
Skifahrer. Das bestätigt auch Christoph Kunz:
«Ich kann nicht einfach auf den Parkplatz
fahren, die Ski anschnallen und los geht’s.
Aber das Ski-Erlebnis entschädigt für vieles.»
UR S H UWY L ER
FORUM SWISS-SKI IM
SEMIN ARHOTEL
SEMPACHERSEE
In den Räumlichkeiten des Seminarhotels Sempachersee, das im Besitz
der Schweizer Paraplegiker-Stiftung
ist, findet jeweils im Frühling das Forum von Swiss-Ski mit sämtlichen
Kadertrainern statt. «Die Infrastruktur und das Seminarangebot entsprechen den Bedürfnissen des Forums
ideal. Damit ist das Seminarhotel
Sempachersee der geeignete Ort für
den Rück- und Ausblick der verschiedenen Trainer in den Disziplinen, was
für eine ideale Trainingsplanung absolut notwendig ist», erklärt Peter
Läuppi.
Weiterführende Links:
Swiss Paralympic Ski Team:
www.spst.ch
Schweizer Paraplegiker-Vereinigung
(SPV)/Rollstuhlsport Schweiz (RSS):
www.spv.ch
Kontakt zum Rollstuhlsport
Schweiz: rss@spv.ch
PluSport Behindertensport Schweiz:
www.plusport.ch
mailbox@plusport.ch
FEB R UA R 2 0 1 5
19
AGENDA
0 5. BIS 7. F EB R UAR 2015
S K ICRO SS W EL T CUP IN
A RO S A
2 1. BIS 22. F EB R UAR 2015
EU ROP ACUP S K I AL PIN
MÄ N N E R JAUN
6 . BIS 8. M ÄR Z 2015
F IS TELE M AR K W OR L D C U P
TH YO N
14. Februar 2015
Mythen
Wiriehorn
28. Februar 2015
Airolo
1. März 2015
Les Crosets
8. März 2015
Scuol
15. März 2015
Flumserberg
www.audisnowboardseries.ch/talent
1 2. BIS 14. M ÄR Z 2015
F IS TELE M AR K W OR L D C U P
MÜ RRE N/SCHIL T HOR N
1 3. BIS 14. M ÄR Z 2015
S BX WE LT CUP IN V EY S O NNA Z
1 4. BIS 15. M ÄR Z 2015
S LO P ES T Y L E W EL T CUP
S ILVA P L ANA
O E R LI K O N SWI SS C U P
Die Austragungsdaten des Oerlikon
Swiss Cup 2014/15 sind abrufbar
unter www.swiss-ski.ch
AUDI SKICROSS TOUR
31. Januar / 1. Februar 2015
Davos
28. Februar 2015
Hoch-Ybrig
7. März 2015
Zweisimmen
Weitere Informationen und Anmeldung unter www.audiskicross.ch
SWISS SKICROSS KIDS TOUR
14. Februar 2015
Arosa
15. März 2015
Villars-sur-Ollon
Weitere Informationen und Anmeldung unter www.audiskicross.ch
S WIS S - SKI EV ENT S
2 0. F EBRUAR 2015
S CH WEIZER M EIST ER S CHA F TEN B UCKEL PIS TE
IN P RA TO L EV ENT INA
A U D I S NO W B OAR D S ER I ES
31. Januar 2015
Gstaad Mountain Rides Open
7. Februar 2015
Davos (Gold Series)
7. bis 8. Februar 2015
Grindelwald (Gold Series)
7. bis 8. Februar 2015
Amden (Silver Series)
14. Februar 2015
Flumserberg (Silver Series)
Wildhaus (Silver Series)
15. Februar 2015
Mythenpark (Silver Series)
21. Februar 2015
Mythenpark (Silver Series)
21. bis 22. Februar 2015
Lenzerheide (Gold Series)
28. Februar 2015
Airolo (Silver Series)
1. März 2015
Airolo (Silver Series)
7. März 2015
Malbun (Silver Series)
Mürren (Silver Series)
8. März 2015
Flumserberg (Silver Series)
15. März 2015
Buochs (Silver Series)
www.audisnowboardseries.ch
A U D I S NO W B OAR D KID S D A Y
31. Januar 2015
Elsigenalp
7. Februar 2015
Gstaad
Schwarzsee
Pizol
20
FE B R UA R 2015
O C H SNER SP O R T
J U G END C U P
J U G END SC H WE I Z E R MEISTER SC H A FTEN ( SP E ED)
7. März 2015
Crans-Montana
8. März 2015
Crans-Montana
Weitere Informationen unter
www.swiss-ski.ch
G R A ND P R I X M I G R O S
1. Februar 2015
Grindelwald
7. Februar 2015
Obersaxen
15. Februar 2015
Airolo
21. Februar 2015
Stoos
1. März 2015
Adelboden
8. März 2015
Wildhaus
15. März 2015
Lenzerheide
SWISS FREESKI TOUR
31. Januar 2015
Gstaad Mountain Rides Open
1. Februar 2015
Big Air Open Vercorin (FS)
7. Februar 2015
OPEN Davos
14. Februar 2015
Mythen, STYLE ROOKIES
15. Februar 2015
Wildhaus, ROOKIES ATTACK
21. Februar 2015
Mythen, STYLE SESSION
28. Februar 2015
Les Crosets
Airolo
7. März 2015
Mürren , WHITE STYLE
14. März 2015
Buochs, HILL JAM
Weitere Informationen zur
Swiss Freeski Tour unter
www.swissfreeski.ch
FAMIGROS SKI DAY
1. Februar 2015
Diemtigtal
8. Februar 2015
Les Bugnenets-Savagnières
14. Februar 2015
Lenk
21. Februar 2015
Flumserberg
22. Februar 2015
Sörenberg
1. März 2015
Stoos
8. März 2015
Bosco Gurin
14. März 2015
Braunwald
15. März 2015
Col des Mosses
Anmeldung unter
www.famigros-ski-day.ch
H ELVETIA N ORDIC TROPHY
LAN GLAUF
31. Januar 2015
U14- und U16- Schweizermeisterschaften, Adelboden (klassisch/
Einzelstart)
1. Februar 2015
U14- und U16- Schweizermeisterschaften, Adelboden (frei/Staffellauf)
14. März 2015
Helvetia Nordic Days, WildhausAlt St. Johann (Animation)
15. März 2015
Helvetia Nordic Days, WildhausAlt St. Johann (frei/Massenstart)
Weitere Informationen unter
www.swiss-ski.ch
G R A ND P R I X M I G R O S
SC H NU P P ER TR A I NI NGS
4. Februar 2015
Atzmännig mit Lilian Kummer
und Ambrosi Hoffmann
11. Februar 2015
Sion mit Catherine Borghi
SWISS FREESKI DAYS
7. Februar 2015
Gstaad
14. Februar 2015
Mythen
28. Februar 2015
Grindelwald
1. März 2015
Les Crosets
8. März 2015
Scuol
14. März 2015
Adelboden
SWISSCOM N ORDI C DAYS
31. Januar 2015
Kandersteg, Campra und Klosters
14. Februar 2015
Flumserberg
Anmeldung unter
www.gp-migros.ch
Weitere Informationen und Anmeldung unter www.swissfreeski.ch
Anmelden kann man sich unter
www.langlauf.ch
Jetzt anmelden unter
www.gp-migros.ch
AGENDA / KURZ&BÜNDIG
L E ON TEQ B IAT HL O N CUP
Der Leonteq Biathlon Cup umfasst
die drei Kategorien «Kids», «Challenger» und «Elite». Weitere Informationen unter www.swiss-ski.ch
7. bis 8. Februar 2015
Bachtel (Schweizermeisterschaften
Challenger und Staffel / Kids,
Challenger, Volksbiathlon)
14. Februar 2015
Engelberg (Kids, Challenger)
21. Februar 2015
Ulrichen (Kids)
28. Februar 2015
Flühli (Kids, Challenger, Elite)
1. März 2015
Flühli (Kids, Challenger, Elite)
7. bis 8. März 2015
La Lécherette (Kids, Challenger,
Elite, Volksbiathlon)
SWI SS LO P P ET
Beim Swiss Loppet handelt es sich
um eine Serie von zehn Volkslangläufen in der ganzen Schweiz. Der
Terminkalender und die Teilnahmebedingungen sind unter www.swissski.ch abrufbar.
1. Februar 2015
Kandersteger Volksskilauf,
Kandersteg
8. Februar 2015
Einsiedler Skimarathon, Einsiedeln
15. Februar 2015
Marathon des Neiges FrancoSuisse, Les Verrières
22. Februar 2015
Gommerlauf, Obergoms
1. März 2015
Mara, Les Rasses sur Ste-Croix
8. März 2015
Engadin Skimarathon,
Maloja-S-chanf
SWISS CUP
7. Februar 2015
Feutersoey
20. Februar 2015
COC Campa
Weitere Informationen unter:
www.swiss-ski.ch
DARIO COLOGN A
FUN PARCOURS
2. Februar 2015
Rothenthurm
Sörenberg
9. Februar 2015
Ebnat-Kappel
Glarus Süd
Le Crêt 2
Schwarzsee
16. Februar 2015
Les Verrières
Diemtigtal
23. Februar 2015
Ricken
Täsch
26. Februar 2015
Kandersteg 2 (Snowday4kids)
2. März 2015
Engadin
Grindelwald
9. März 2015
Langis
Hasliberg
Lenzerheide
Weitere Informationen unter:
www.swiss-ski.ch
SIMMON AMMAN N
JUMP PARCOURS
15. Februar 2015
Kandersteg
22. Februar 2015
Marbach
8. März 2015
St. Moritz
Weitere Informationen unter:
www.swiss-ski.ch
KURZ&BÜNDIG
BO DEN ST ÄND IG , NAT UR VE R B U ND E N, SC H WE I Z E R I SC H –
BK W WIRD NEUER V ER B A ND SSP O NSO R VO N SWI SS-SKI
Ab dem 1. Mai 2015 wird die BKW
neuer Verbandssponsor von SwissSki und damit Nachfolger von Alpiq.
Swiss-Ski und die BKW haben ein
dreijähriges Sponsoring-Engagement vereinbart. Swiss-Ski ist überzeugt, dass die BKW mit ihrem Engagement entscheidend dazu beitragen
wird, dass die Athletinnen und Athleten auch künftig Spitzenleistungen
erbringen werden: «Die BKW ist für
Swiss-Ski ein idealer Partner, wir legen Wert auf die gleichen Werte – Bewegung in der Natur, Ausdauer, Bo-
denständigkeit, Kraft, Leidenschaft
und Verlässlichkeit. Zudem verfolgen
wir beide unsere Ziele beharrlich und
erfolgsorientiert», so Urs Lehmann,
Präsident von Swiss-Ski.
Urs Lehmann, Präsident Swiss-Ski,
und Suzanne Thoma, CEO BKW,
freuen sich über die neue Partnerschaft.
A LP IN E AM AT EUR - SCHWE I Z E R M E I STE R SC H A FTEN: A M 28. MÄRZ 2015 IN ELM
Seit 2013 werden auch bei den Ski
Alpinen Amateuren-Schweizermeistertitel vergeben. Zum zweiten Mal in
Folge messen sich die Titelanwärterinnen und –anwärter am 28. März
2015 in Elm. Qualifizieren können
sich die Skirennfahrerinnen und –
fahrer an regionalen A- oder B-Wettkämpfen, berücksichtigt werden die
Resultate, die zwischen dem 1. Dezember 2014 und dem 22. März 2015
realisiert wurden. Startberechtigt
sind alle ab Jahrgang 1998 mit gültiger Swiss-Ski-Lizenz. Vom Wett-
kampf ausgeschlossen sind Kaderzugehörige NLZ und Swiss-Ski.
Neben dem Kampf um Hundertstelsekunden wird auch der gesellige Teil
nicht zu kurz kommen.
Weitere Informationen unter
www.swiss-ski.ch/breitensport/
ski-alpin/amateur-schweizermeisterschaften
sätzliche Förderung», so Urs Wietlisbach. Der Co-Founder der Partners
Group amtet als Stiftungsratspräsident. Die Stiftung wird von weiteren
renommierten Personen aus Wirtschaft und Sport unterstützt, so u.a.
von Urs Lehmann, CEO Similasan und
Präsident Swiss-Ski.
Als Botschafter engagieren sich zudem aktive und ehemalige Athleten
für die Stiftung, darunter Dominique
Gisin, Selina Gasparin und Didier
Cuche.
F OTOS: ZVG.
S WIS S - S K I INT ENSIV IERT D I E NA C H WU C H SFÖ R D ER U N G
Im Vorfeld des alpinen Skiweltcup in
St. Moritz, hat Swiss-Ski die Nachwuchsstiftung «Passion Schneesport» ins Leben gerufen. Zweck der
Stiftung ist die Unterstützung und
Förderung des Schneesports in der
Schweiz, insbesondere der Nachwuchsförderung in allen elf Schneesportarten, die unter dem Dach von
Swiss-Ski vereinigt sind.
«Um sicherzustellen, dass die
Schweiz eine starke Wintersportnation bleibt und wir auch in Zukunft
erfolgreiche Athleten haben, die Vorbilder für die junge Generation sind,
bedarf es einer langfristigen und konsequenten Nachwuchsförderung. Vor
allem talentierte Nachwuchsathleten, die auf finanzielle Unterstützung
angewiesen sind, brauchen eine zu-
www.passionschneesport.ch
FEB R UA R 2 0 1 5
21
MAGAZIN
ZANIER
RIDEN BEI
JEDEM WETTER
TICKETCORNER
MIT TICKETCORNER
DIREKT AUF DIE PISTE
Wer kennt das nicht: Pulver gut,
heiter Sonnenschein – und die
Schlange vor der Bergbahn ist
endlos lang. Mit der Ticketcorner
Skicard sind Sie schon lange am
Kurven ziehen, während der Rest
noch Schlange steht. Über das
Smartphone oder den Webshop
können Skipässe für rund 70
Schweizer Skigebiete im Voraus
gekauft und auf die Karte geladen
werden. Ausserdem profitieren
die Kartenbesitzer von attraktiven
Angeboten und Vergünstigungen.
Im Powder sind nicht nur Können,
sondern auch bestes Equipment
sowie warme und hochfunktionelle Handschuhe in coolem Style gefragt. Der Handschuh-Spezialist
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dafür. Das österreichische Unternehmen steht für 45-jähriges
Know-how und die Verwendung
von besten Materialien. Der Einsatz der leistungsstarken PrimaLoft® Gold Insulation with Grip
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22
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FEBRUAR 2015
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TRANSTIROL BIKERALLYE 2015
GIRO DELL´ORTLER –
BESSER GEHT´S NICHT!
Am 28. Juni 2015 startet für ca. 90 Biker einmal
mehr die TransTirol BikeRallye. Auch dieses
Mal ergeben die einzelnen Etappen einen
Rundkurs, mit Start und Ziel in Lana. In sechs
Etappen biken die Teilnehmer über 328 Kilometer und 10500 Höhenmeter mit Guides,
Mechaniker und Arzt, ohne Stress und Hektik.
2015 führt die Rallye rund um seine Majestät,
König Ortler, durch das Südtirol und die
Schweizer Berge, sowie das Trentino und die
Provinzen Brescia und Sondrio in der Lombardei.
Perfekt organisiert wie ein Etappenrennen, jedoch ohne Leistungsdruck
und Zeitnehmung
Die TransTirol Bike-Rallye ist genau richtig für
alle, die sich nicht im Rahmen eines Etappenrennens mit anderen messen lassen wollen,
aber auch nicht Zeit und Lust haben, alles
selbst zu organisieren. Perfekt wie bei einem
Etappenrennen ist der Rundkurs bereits organisiert. Von der Strecke abzukommen, ist fast
unmöglich. Sechs bestens ausgeschilderte Teilstrecken sowie einheimische Guides zeigen
den Weg. Karten, Höhenprofile und GPS-Daten
werden zusätzlich am Start zur Verfügung
gestellt. Jeder fährt nach Lust und Laune. Individuelles Tempo, individuelle Pausen, den
Guides nach, mit neuen Bikekollegen, in wechselnden Gruppen oder solo.
Qualität in allen Bereichen
Um das eigene Gepäck braucht man sich keine
Gedanken zu machen. Transportlogistik für
Gepäck, Werkstattwagen, Mechaniker, Ersatzund Testbikes während der ganzen Tour werden gleich bei der Anmeldung mitgebucht.
Ausgesuchte Hotels garantieren hochwertige
Tourenverpflegung, Frühstücksbuffet und
Abendessen für Leistungssportler. Nach sechs
Etappen, unzähligen neuen Eindrücken, Panoramen und Bike-Erlebnissen endet die Rallye mit der grossen Abschlussparty in Kaltern.
Also, worauf noch warten?
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Nach dem Motto «Ohne Fleiss kein Preis» wird
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Lana–Glurns (70 km, 2000 hm)
Glurns–Bormio (56 km, 2200 hm)
Bormio–Ponte di Legno (56 km, 2000 hm)
Ponte di Legno–Val di Sole (56 km, 1600 hm)
Val di Sole–Kaltern (50 km, 1700 hm)
Kaltern–Lana (40 km, 1000 hm)
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Tel.: 0043 (0) 650 544 88 73,
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FEBRUAR 2015
SNOWACTIVE
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AFGHAN SKI CHALLENGE
BRETTER, DIE DIE WELT BEDEUTEN
Denkt man an Afghanistan, denkt man an
vieles, aber wohl kaum ans Skifahren. Und
dennoch: In der afghanischen Provinz Bamiyan wird seit 2011 jährlich ein Skirennen ausgetragen – ohne Lift oder sonstige
Infrastruktur. Die «Afghan Ski Challenge»
hat für die Menschen in der Region eine
ganz besondere Bedeutung. Vor allem für
zwei von ihnen: Sowohl Alishah Farang
(22) als auch Sajjad Husseini (22) wollen
2018 als erste Afghanen an Olympischen
Winterspielen teilnehmen.
Am Ursprung der nicht ganz alltäglichen
Idee, in Afghanistan ein Skirennen durchführen zu wollen, steht ein Journalist: NZZRedaktor Christoph Zürcher. Trotz zahlreicher
Rückschläge gelingt es dem westlichen Berichterstatter gemeinsam mit seinem Team,
2011 den ersten Wettkampf auf Schnee zu organisieren. Ein Dutzend Einheimische nehmen
daran teil, die Siegerzeit beträgt 19 Minuten 37
Sekunden. Drei Jahre und drei Skirennen später hat sich die Teilnehmerzahl vervielfacht.
Abenteuerlustige aus allen fünf Kontinenten
reisen mittlerweile nach Bamiyan, um an der
Afghan Ski Challenge teilzunehmen. Sie alle
suchen und finden in den Bergen Afghanistans
das Ursprüngliche, das Unberührte. Und sie
treffen auf Einheimische, für die der Skisport
weit mehr als blosse Zerstreuung vom kargen
Alltag bedeutet.
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SNOWACTIVE
FEBRUAR 2015
Gewinner unter sich: Sajjad Husseini (Vordergrund) und Alishah Farang.
OLYMPISCHE WINTERSPIELE ALS ZIEL
Zwei, die wissen, wie man das kräfteraubende
Skirennen auf 3000 Metern Höhe gewinnt,
sitzen kurz vor Weihnachten im Restaurant des
Alpinen Museums in Bern. Die beiden wurden
vom Winterferienort St. Moritz eingeladen,
einige Wochen in der Schweiz zu verbringen.
Sowohl Alishah Farang (22) als auch Sajjad
Husseini (22) konnten sich bereits als Sieger
der Afghan Ski Challenge feiern lassen. Es erfülle ihn noch immer mit grossem Stolz, zu den
Gewinnern der Challenge zu gehören, erzählt
Alishah Farang, angesprochen auf die Bedeu-
tung seines Sieges. Sajjad Husseini fügt hinzu,
dass der Glaube an ein Ziel sprichwörtlich
Berge versetzen könne. Und Ziele, nicht wenige, haben beide: Einerseits nutzen sie ihren
Bekanntheitsgrad im Bamiyan-Tal, um noch
mehr Landsleute für den Skisport zu begeistern. Andererseits wollen sie ihren Teil dazu
beitragen, dass die Provinz Bamiyan, 200 km
westlich der Hauptstadt Kabul gelegen, mit
seiner atemberaubenden Berglandschaft dereinst für Touristen wieder zu einem attraktiven
Ausflugsziel wird. Ein weiteres Ziel, vielmehr
ein Traum, ist es, an den nächsten Olympischen
Winterspielen 2018 in Südkorea für Afghanistan an den Start zu gehen. Eine Teilnahme an
den Spielen, dessen ist sich Alishah Farang sicher, würde das Land weiter zusammenrücken
lassen.
EINE ERZÄHLUNG IN BILDERN
Um einen ersten, einen bleibenden Eindruck
von der Afghan Ski Challenge zu erhalten, ist
eine Reise nach Afghanistan nicht zwingend
notwendig. In wesentlich kürzerer Zeit ist das
Alpine Museum in Bern zu erreichen. Dort befasst sich die Ausstellungsreihe Biwak#11
unter dem Titel «Good News aus Afghanistan.
Das Skiwunder von Bamiyan» noch bis zum 22.
März 2015 mit der afghanischen Rennserie. In
bewegten und unbewegten Bildern wird die
noch junge Geschichte rund um das Skirennen
der etwas anderen Art beleuchtet. Diverse Ausschnitte aus Presseberichten runden die Ausstellung ab und ergänzen die eindrücklichen
CHRISTOPH WÄLCHLI
Aufnahmen.
Rennskis,
Marke Eigenbau.
Fotos: © Alpines Museum der Schweiz
Auf Fotoreportage in den Schneebergen
von Bamiyan, Afghanistan
Alpine Museum Bern
Im Rahmen der Ausstellung «Biwak#11: Good News
aus Afghanistan. Das Skiwunder von Bamiyan», die
noch bis am 22. März 2015 im Alpine Museum Bern
zu sehen ist, berichtet Ruedi Flück am Donnerstag,
26. Februar 2015, von seinen Erfahrungen als Fotograf bei der Afghan Ski Challenge in Bamiyan und
weiteren Skiabenteuern im In- und Ausland. Ruedi
Flück fotografiert Freeskier und Snowboarder auf
der ganzen Welt. 2008 gründete er das Ski-Magazin
TWIN, das bis heute die junge Szene abbildet.
Weitere Informationen zur Veranstaltung unter:
www.alpinesmuseum.ch
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ALPIN,
NORDISCH,
BIATHLON.
DIE DREI
WELTMEISTERSCHAFTEN
IM ÜBERBLICK
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WM-Austragungsstätten im Skisport haben durchaus Tradition. Die 43. Alpinen
Skiweltmeisterschaften finden 2015 zum dritten Mal (1989, 1999) in Vail/Beaver
Creek (2. bis 15. Februar 2015) statt. Ebenfalls zum dritten Mal gehen die 47. Biathlon-Weltmeisterschaften einen Monat später im finnischen Kontiolahti (1990,
1999) über die Bühne. Und bereits zum vierten Mal ist Falun Austragungsort der
Nordischen Skiweltmeisterschaften. Der grosse WM-Überblick in Snowactive.
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RÜCKBLENDE
Swiss-Ski, der damals noch Skiverband
hiess, kehrte von den ersten Weltmeisterschaften in den USA seit 1950 mit elf Medaillen heim – und zeigte gleichwohl nur
verhaltene Freude. Nach elf Medaillen!
DIE KLAPPERSCHLANGE BISS ZU
Nun zum Rennen – und zur Piste. Bernhard
Russi oblag die Aufgabe, eine Langlauf-Loipe
in eine Abfahrt zu verwandeln. «Als ich», so
Russi, «zum ersten Mal hier war, fuhr ich vom
Start bis ins Ziel, ohne einmal aus der Hocke zu
gehen.» Da das Gelände gegeben war, konnte
Russi lediglich Retouchen vornehmen. Er baute diverse Sprünge ein und am Schluss, um
einem langweiligen Flachstück gewisse Attraktivität zu verleihen, eine Art Bobbahn mit Doppel-S, die er «Rattlesnake» benannte – Klapperschlange. Einige fanden das einen überflüssigen
PR-Gag.
Und was passierte im Rennen? Genau in dieser
Passage fiel die Entscheidung, und ausgerech-
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net bei den Schweizern biss die Klapperschlange erbarmungslos zu. Wäre die Abfahrt 20 Sekunden früher fertig gewesen, hätten sie einen
vierfachen Triumph gefeiert und Karl Alpiger
wäre Weltmeister gewesen. Aber so zog der
deutsche Aussenseiter Hansjörg Tauscher, der
noch nie ein Rennen gewonnen hatte und auch
nachher nie eines gewann, an den Schweizern
vorbei und verwies Peter Müller, Karl Alpiger,
Daniel Mahrer und William Besse auf die Plätze 2 bis 5.
Karl Frehsner behalf sich mit bildhaftem JägerLatein: «Fünf haben einen Hirsch vor sich: Vier
schiessen daneben – einer trifft. Ich habe lieber
einen Weltmeister und den nächsten auf dem
21. Platz als Ehrenplätze.» Einer, der den Sieg
um 19 Hundertstel verpasste, war gleichwohl
zufrieden: Peter Müllers 2. Platz bedeutete die
5. Medaille in Serie an einem Grossanlass –
eine einmalige Leistung. Im Überschwang der
Gefühle produzierte er bei der Siegerehrung
auf dem Podest einen Kopfstand.
DIE CRACKS TATEN SICH SCHWER
Pirmin Zurbriggen musste sich – angeschlagen
nach einem kapitalen Trainingssturz – mit dem
15. Platz begnügen. Die Cracks taten sich bei
dieser WM schwer. Alberto Tomba, ein Jahr
vorher Doppel-Olympiasieger, verfehlte im
Slalom wie im Riesenslalom das Podest. Der
Saison-Seriensieger und spätere Weltcup-Gesamtsieger Marc Girardelli hielt sich wenigstens mit dem Gewinn von Kombi-Gold schadlos. Zurbriggen blieb ein Titel vorenthalten: Er
wurde Vierter in der Kombination, Dritter im
Riesenslalom und Zweiter im Super-G – hinter
Fotos: Keystone
ELF MEDAILLEN –
UND TROTZDEM NASENRÜMPFEN
Es war die Zeit, in der die Schweizer und vor
allem die Schweizerinnen Weltcupsiege im
Dutzend einfuhren. Und wenn dann ausgerechnet an einer WM mal Ausländer gewannen, erzeugte das ziemlichen Frust – zum Beispiel bei den Abfahrern.
Bei einem entlud sich geballte Enttäuschung
schon vor dem Rennen. Nach drei vierten Rängen in Serie an den Weltmeisterschaften 1982,
1985 und 1987 sowie einer verpassten Olympia-Qualifikation 1984 wollte Franz Heinzer
endlich einmal aufs Podest. Angesichts der
grossen internen Konkurrenz musste er wieder
in die Qualifikation – und blieb in dieser mit der
Nummer 1 im wahrsten Sinne im Schnee stecken. «Mir schwirrten auch Rücktrittsgedanken durch den Kopf», bekannte Heinzer. Zwei
Jahre später in Saalbach-Hinterglemm war er
Weltmeister!
1
2
1 An der WM 1989 blieb Pirmin
Zurbriggen ein Titel vorenthalten:
Er wurde Vierter in der Kombination, Dritter im Riesenslalom und
Zweiter im Super-G.
2 Vreni Schneider erlitt im Slalom
die erste Niederlage nach 372
Tagen, reüssierte aber im Riesenslalom und verteidigte ihren Titel
von Crans-Montana 1987 erfolgreich.
3 Peter Müller wurde Zweiter in der
Abfahrt, es war seine 5. Medaille
in Serie an einem Grossanlass.
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seinem Teamkollegen Martin Hangl. Dieser
hatte seinen Teamleader vor dem Rennen geneckt: «Du, Pirmin, wie wäre das: Wir beide auf
dem Podest, ich Erster, Du Zweiter . . .»
Auch Vreni Schneider, der Top-Favoritin bei
den Frauen, wurde das Leben nicht leicht gemacht. Sie, die sämtliche Slaloms des Winters
für sich entschieden hatte, musste ausgerechnet an der WM einer Konkurrentin den Vortritt
lassen. Die Slowenin Mateja Svet fügte der
Glarnerin die erste Niederlage nach 372 Tagen
der Ungeschlagenheit zu. In der Kombination
stand ihr Tamara McKinney vor der Nase. Aber
im Riesenslalom kehrte sie – unter Druck geraten – ihre ganze Klasse heraus und verteidigte ihren Titel von Crans-Montana 1987 erfolgreich.
Die gleiche Siegerin wie 1987 gab es auch in
der Abfahrt, wo Maria Walliser (siehe separa-
VON COYOTEN,
PRÄSIDENTEN
UND EINEM
BÄCKER AUS BELP
ter Beitrag in der Rubrik Nostalski) sich bei
arktischer Kälte mit dem gigantischen Vorsprung von 1,50 Sekunden durchsetzte. Heidi
Zurbriggen verpasste Bronze um vier Hundertstel, Co-Favoritin Michela Figini wurde nur
Achte.
Mit Brigitte Oertli (Bronze) und Paul Accola
(Silber hinter Girardelli) holten zwei weitere
Athleten Kombi-Medaillen, sodass es an der
Gesamtbilanz nicht viel zu mäkeln gab. Auch
der Männer-Chef zeigte sich schliesslich versöhnlich: «Insgesamt haben wir gut abgeschnitten. Wir können nicht immer alles zusammenhamstern.»
DAS ERBE WOG SCHWER
An der WM 1987 in Crans-Montana hatten die
Abfahrer die ersten vier Plätze belegt, 1988 in
Calgary Olympia-Gold und -Silber gewonnen.
schmeissen. Die Glaskanne war zwar nur noch
zur Hälfte mit Bier gefüllt, aber das ist immer
noch fast ein Liter. Wie es danach weiterging,
entzieht sich unserer Kenntnis, wir verliessen
den «Coyote», schliesslich wollten wir noch
andere Dinge erleben.
2
EISLAUFPLATZ
Snowactive-Autor Christian Andiel führt
in acht Etappen durch die WM-Orte Vail
und Beaver Creek.
1
COYOTE UGLY
Vielleicht nicht der ideale Startpunkt, weil die
Gefahr gross ist, dass es nicht mehr weitergeht.
Die «Coyote-Bar» in Beaver Creek ist der klassische Ort, um zu versacken. Hier werden Siege
gefeiert und Niederlagen weggetrunken, gerade auch von Athleten, die im Weltcup mitfahren. Nach dem Abschnallen der Ski dauert es
bis zur Bar etwa zwei Minuten, wenn man sich
nicht beeilt. Sie heisst offiziell «Coyote Café»,
man darf das nicht zu ernst nehmen, der Letzte, der dort einen Kaffee getrunken hat, soll vor
zehn Jahren in biblisch hohem Alter verschieden sein. Legendär ist eine Siegesfeier von
Daron Rahlves, der es sich nicht nehmen liess,
irgendwann einen Pitcher durch den Raum zu
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Hier ist das Zentrum von Beaver Creek. Der
Ice-Rink zieht Jung und Alt magisch an, vor
allem Familien tummeln sich gern und oft hier
und ziehen ihre Kreise auf dem Eis. Das mag
auch daran liegen, dass man sich direkt daneben auf bequemen Sofas und Sesseln am lodernden Holzfeuer wärmen kann. Hier müssen
praktisch alle vorbei: Die Skifahrer von den
Hotels zur Piste und zurück, die Besucher der
Konzerte und Theateraufführungen im Vilar
Center, die Kunden der exklusiven Boutiquen.
Wer über Klatsch und Tratsch informiert sein
will, für den oder die ist das «the place to be».
Und während der WM wird hier sehr häufig der
Alphorn-Bläser zu hören sein. Helmut Fricker
aus Österreich sorgt seit vielen Jahren für den
alpenländischen Klang.
3
DIE TRADITION
Damit sind wir bei den Alpen angelangt. Die
sind zwar fast 9000 Kilometer entfernt, aber
sowohl in Vail wie in Beaver Creek äusserst
präsent. Die Männer, die in den 1960er-Jahren
das Skiresort Vail gründeten, reisten nach Kitzbühel und liessen sich vom Tiroler Charme
Das galt als Benchmark! Bei den Frauen war
der Massstab noch extremer: Sie hatten vor der
WM bis auf die Super-Gs jedes (!) Rennen gewonnen. Deshalb zog Jan Tischhauser in seinem ersten Amtsjahr das relativierende Fazit:
«Wir haben zwar nicht das Optimum herausgeholt, aber die Ergebnisse dürfen sich sehen
lassen.»
Die zwei österreichischen Sieger hiessen Rudi
Nierlich und Ulli Maier, die auf ihrer Goldfahrt
im dritten Monat schwanger war. Von Rudi
Nierlich stammt die überlieferte Allerweltserkenntnis, die doch so wahr ist: «Wenns läuft,
dann läufts.» Für sie nahm das Schicksal einen
tragischen Verlauf: Beide verunglückten tödlich. Rudi Nierlich verlor sein Leben 1991 bei
einem Autounfall, Ulli Maier starb 1994 nach
einem Sturz in der Abfahrt von Garmisch-ParRICHARD HEGGLIN
tenkirchen.
inspirieren. Bei der Architektur, bei der Kulinarik, bei den Anforderungen eines Urlaubsgebietes. Überall in der Gegend hängen in den
Hotels und Boutiquen klassische Werbeplakate
von Chamonix, St. Moritz, St. Anton. Es ist
diese teure Tradition, die in Vail hochgehalten
und bewusst gepflegt wird. Das kann bis zur
politischen Inkorrektheit gehen. In einer besonders edlen Boutique in Beaver Creek hängt
ein schön gezeichnetes Plakat, darauf steckt
vor imposanter Bergkulisse ein Pickel, auf ihm
ist ein Trachtenhut drapiert und drum herum
steht: «The Grossglockner – Germany‘s Highest
Mountain.» Darauf hingewiesen, dass der
Grossglockner eigentlich in Österreich steht,
zuckte die Verkäuferin die Schultern und sagte: «So what?» Immerhin weiss man, in welchen sieben Jahren des vergangenen Jahrhunderts der Plakatmaler zum Pinsel gegriffen hat.
4
BROT AUS BELP
Von Beaver Creek geht es ein paar Höhenmeter
und etwa zwei Kilometer hinunter, dann über
Avon auf den Highway I-70 nach Vail. In Avon
lohnt sich aber auf jeden Fall ein Zwischenstopp. Gegenüber einem gigantischen Supermarkt führt Daniel Niederhauser seine «Columbine Bakery». In der Kuchenvitrine liegt
Toblerone aus, es gibt Schwarzwälder Kirschund natürlich Rüeblitorte. Es braucht keinen
ganzen Satz und Niederhausers Bariton macht
in bestem Berndeutsch klar, woher er kommt.
Seit 1981 ist der Belper in den USA, seit 1987
hat er sich in Colorado niedergelassen, 1988
eröffnete er seine kleine, aber feine Bäckerei.
Dabei ist er einst nur in die USA gereist, um
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ZWEIMAL BRONZE –
UND VIEL ZANK
UND HADER
Zehn Jahre später wieder in Vail: Statt elf
Medaillen reichte es nur für zwei Mal
Bronze. Paul Accola und Steve Locher sei
Dank. Umso lauter rumorte es damals
hinter den Kulissen.
Englisch zu lernen, «aber es hat mir so gut gefallen, dass ich geblieben bin». Nun erfreut er
alle mit seinem Gebäck und den Kuchen, bloss
in Sachen Brot konnte er sich noch nicht durchsetzen im Land des pampigen Weissbrots. «Das
wird auch nichts mehr», sagt Niederhauser
resigniert. Immerhin kann er sich auf die vielen
hochdekorierten Küchenchefs aus Europa verlassen, die im Raum Vail ihrer Kunst nachgehen. Und er beliefert während der WM das
«House of Switzerland» und das ÖsterreichHaus.
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DIE KRIEGSHELDEN
Zwischen Avon und Vail geht es rechts ab, über
den Tennessee Pass nach Leadville. In der Nähe
des Passes wurde 1942 die inzwischen legendäre «10th Mountain Division» stationiert. Sie
war speziell für den Winterkrieg in Europa
gegründet worden und sorgte in Italien für
wichtige Etappensiege. In der Heimat wurden
die Männer auf Ski in ihren typischen weissen
Tarnuniformen zu Helden, und für Vail spielten sie eine zentrale Rolle: Etliche Mitglieder
der 10. Division erinnerten sich später an die
schönen Skihänge, die sie in der Gegend hatten
befahren dürfen. Einer von ihnen, Pete Seibert,
baute schliesslich das Skiresort Vail, das 1962
mit zwei Sesselliften und einer Gondelbahn
eröffnet wurde, ein Jahr später wurde die Stadt
Vail gegründet. Schon 1964 eröffneten Pepi
und Sheika Gramshammer aus Kufstein in Tirol ihren «Hotel-Gasthof Gramshammer», sie
sind bis heute aktiv. Den Männern der 10. Division wurde im Zentrum von Vail ein Denkmal
gewidmet, im Ski-Museum Colorado gehört
ihnen eine eigene Abteilung. Und die mit sechs
Was sich binnen eines Jahrzehnts so alles
ändert! Vail ist von 1989 bis 1999 noch schmucker geworden, fast kitschig, und Beaver Creek
noch teurer. Zimmerpreise von 1000 Dollar
sind fast Standard. Auch das Wetter machte
Fortschritte: Während vor zehn Jahren bei
Temperaturen von minus 36 Grad Radio und
TV vor drohender Lebensgefahr warnten,
herrschte nun fast durchwegs angenehmes,
schönes Wetter – trotz schlechten Prognosen.
Und sportlich zeigte das Schweizer Team ein
völlig anderes Gesicht.
Im Fussball-Jargon liesse sich der Vergleich auf
ein Skore von 11:2 herunterbrechen, nach 11
Medaillen 1989 jetzt gerade noch zweimal
Bronze durch zwei 32-jährige Athleten. Paul
Accola holte hinter den norwegischen SkiZwillingen Kjetil André Aamodt und Lasse Kjus
seine obligate Kombi-Medaille. Und Steve Lo-
Kilometern längste Abfahrt in Vail heisst «Riva
Ridge», weil die Soldaten im Zweiten Weltkrieg in der Nähe des Gardasees ihren wichtigsten Sieg feierten.
6
DER PRÄSIDENT
Die Skiregion Vail/Beaver Creek erhielt in den
80er-Jahren einen entscheidenden Impuls. Gerald Rudolph Ford, der 38. Präsident der USA
(1974 bis 1977), wurde zwar in Nebraska geboren, aber er hatte seine Leidenschaft für die
Berge in Colorado und fürs Skifahren entdeckt.
Als Ort zur Ausübung dieser Leidenschaft hatte er Beaver Creek erkoren, sein Haus konnte
im vergangenen Februar für zehn Millionen
Franken erworben werden. Und jetzt stolpert
man dort immer wieder über den Namen Ford,
der verschiedene Brücken im Eagle County, ein
Tunnel und in Beaver Creek das zentrale Verwaltungsgebäude schmückt. Während sich in
Aspen gerne Filmstars und Musiker tummeln,
ist Vail der Ort für die Politik. Vor drei Jahren
verbrachte Michelle Obama mit ihren beiden
Töchtern die Skiferien im «The Sebastian» in
Vail. Das günstigste Zimmer kostet dort 250
Franken pro Nacht.
cher wurde hinter Kjus und seinem liechtensteinischen Teamkollegen Marco Büchel Dritter im Riesenslalom.
VIEL ZANK NEBEN DER PISTE
Und sonst? Weitgehend Fehlanzeige, sieht man
von einer sehr guten Gesamtleistung von Paul
Accola ab, der neben seinem 3. Platz in der
Kombination noch Vierter im Riesenslalom
und Fünfter im Super-G wurde. Dafür waren
die Nebengeräusche umso lauter. Es begann
schon vor den Wettkämpfen. Zwei Tage nach
der Selektion kam es zu einem Eklat, weil das
Präsidium des Verbandes den Entscheid von
Alpinchef Theo Nadig und Direktor Josef Zenhäusern umstürzte und die beiden übergangenen Abfahrer Franco Cavegn und Markus Hermann nachnominierte – denkbar schlechte
Voraussetzungen für eine harmonische WM.>
chen Namen führt. Im «Sonnenalp» wird an der
Rezeption deutsch gesprochen, es wird immer
mal wieder ein «Bayrischer Abend» mit viel
Gemütlichkeit geboten. Fässler hat schon in
den 90er-Jahren eine «Fondue-Stube» eingerichtet, hier wird während der WM das «House
of Switzerland» sein. Das Hauptproblem: Im
«Sonnenalp» ist auch das deutsche WM-Haus
beheimatet. Hat Fässler keine Sorgen wegen
der Rivalitäten mit dem grossen Kanton? «Unser Hotel ist gross genug», sagt er lachend.
8
DAS WM-ZENTRUM
Die «Solaris Plaza» in Vail wird im Februar umbenannt in «Championship Plaza». Hier werden die Medaillen vergeben, hier schlägt das
Herz der WM – auch wenn ausser dem Teamwettbewerb alle Rennen in Beaver Creek ausgetragen werden. Blickfang auf der «Champions Plaza» ist eine Skulptur, die an ein
Martini-Glas und damit den nach wie vor klassischen US-Cocktail erinnert. Wer sich wundern sollte, dass selbst bei heftigem Schneefall
und grosser Kälte die Wege in Vail frei sind von
jeglicher Rutschgefahr: Im Nobelresort sind
CHRISTIAN ANDIEL
alle Wege beheizt.
7
DIE SCHWEIZ UND DAS ALLGÄU
Unweit des modernen Design-Hotels «The Sebastian» herrscht bayrische Gemütlichkeit.
Johannes Fässler leitet das «Hotel Sonnenalp»
seit 1985, er stammt aus dem Allgäu, wo sein
Bruder bei Oberstdorf ein Hotel mit dem glei-
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Sponsor der Respektlosigkeit. Die Wellen glätteten sich später wieder: «Heizen mit Öl» hielt
Sonja Nef die Treue – und umgekehrt. Die
beiden Partner wurden belohnt mit über einem
Dutzend Weltcupsiegen und dem WM-Titel
2003.
Schlechte Stimmung herrschte auch zwischen
Corinne Rey-Bellet und den Westschweizer
Journalisten, die eine Bemerkung von ihr etwas gar süffisant kommentierten. Um ihre Lockerheit an der WM zu illustrieren, sagte ReyBellet, sie fühle sich in Vail wie in den Ferien,
worauf sie die Journaille als «Club-Med»Athletin verspottete. Demonstrativ ignorierte
Rey-Bellet nach ihren Rennen die welschen
Medienleute und verabschiedete sich dafür bei
Deutschweizer Journalisten mit Handschlag.
Mit gröberem Geschütz ballerte wieder einmal
Paul Accola um sich. Via TV forderte er den
Rücktritt von Alpinchef Theo Nadig und Direktor Josef Zenhäusern. Obwohl Accola in seiner
bekannten Art schon an den WM 1997 ähnliche Drohungen ausgestossen und mit weit ausladender Handbewegung verlangt hatte «Alle
weg – bis zum Ogi», löste sein Statement angesichts der schwachen WM-Bilanz beträchtlichen Wirbel aus. Zumal sich über den Erzrivalen Österreich eine wahre Medaillenflut ergoss.
MEDAILLENSEGEN FÜR ÖSTERREICH
4
1 WM 1989: Marc Girardelli, Paul
Accola und Günther Mader freuen
sich über ihre Medaillen in der
Kombination.
2 Steve Locher wurde hinter
Lasse Kjus und seinem
liechtensteinischen
Teamkollegen Marco Büchel
Dritter im Riesenslalom.
3 Von den welschen Medienleuten
als «Club-Med»- Athletin
verspottet: Corinne Rey-Bellet.
4 An der WM 1999 platzte sogar
einem sonst immer ruhigen
Athleten wie Mike von Grünigen
der Kragen.
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SNOWACTIVE
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Und nach ein paar Tagen platzte sogar einem
sonst immer ruhigen Athleten wie Mike von
Grünigen der Kragen: «Da sind Verbandsleute
schon zehn Tage in Vail und keiner bringt es
zustande, uns eine anständige Piste zu reservieren.» Der Grund für den Ärger: Vor dem
WM-Riesenslalom mussten MvG und Co. auf
einer Pulverschnee-Piste trainieren, auf der
man beinahe bis zu den Knien einsank. In zwei
von drei Läufen ging von Grünigen zu Boden,
was sonst höchstens alle Schaltjahre vorkam.
In einem Rennen war er sogar während sieben
Jahren nie ausgeschieden. Doch so geriet die
geplante Titelverteidigung des Weltmeisters
von 1997 zum Fiasko: Er musste sich, über zwei
Sekunden zurück, mit dem 7. Rang begnügen.
Sonja Nef, ein anderer Schweizer Trumpf,
stach ebenfalls nicht. Sie kam über einen 11.
Rang nicht hinaus, mit fast zwei Sekunden
Rückstand auf Weltmeisterin Alexandra Meissnitzer und einer Zeit von 2:10,33. Diese Zeit
hatte eine besondere Bewandtnis. Ihr Sponsor
«Heizen mit Öl» benutzte sie als Werbe-Gag
und dankte Sonja, dass sie soo lange unterwegs
war und man ihr Sponsor-Logo deshalb soo
lange habe sehen können. Direktor Zenhäusern fand das nicht witzig und bezichtigte den
13 Mal standen Österreicher und vor allem
Österreicherinnen auf dem Podest, die mit
Cheftrainer Karl Frehsner allein neun Medaillen hamsterten. Nur Frankreich (1966 mit 16
Medaillen) und die Schweiz (1987 mit 14 Medaillen) stehen in der ewigen Rangliste noch
besser da. Unwiderstehlich präsentierten sich
die Abfahrerinnen, wo Frehsner den Schweizer
Männer-Coup von 1987 kopierte und die ersten vier Ränge belegte.
Hermann Maier wurde (wie in Nagano 1998)
Doppelsieger, Alexandra Meissnitzer ebenfalls. Doch zur grossen Figur avancierte in Vail
der Norweger Lasse Kjus, der ebenfalls zweimal Weltmeister wurde und in allen fünf Disziplinen eine Medaille holte. Das hatte noch
keiner geschafft. Was am meisten überraschte:
Unübersehbar wölbte sich unter seinem engen
Skianzug ein kleines Bäuchlein.
Premieren schafften auch Kalle Palander und
Zali Steggall. Palander holte mit Silber im Slalom als erster Finne eine alpine Medaille, und
Steggall wurde als erste Australierin Weltmeisterin. Florence Masnada errang die erste Medaille für die junge Skimarke Salomon. Und der
Super-G erlebte die knappste WM-Entscheidung aller Zeiten: Nur eine Hundertstelsekunde trennte die drei Medaillengewinner. Hermann Maier und Lasse Kjus holten gemeinsam
Gold vor Hans Knauss, dem mit 0,01 Rückstand nur Bronze übrig blieb. RICHARD HEGGLIN
F I S A L P I N E WO R L D S K I C H A M P I O N S H I P S
POWERFRAUEN IM HOUSE OF SWITZERLAND
Charmant, nervenstark und immer gutgelaunt:
Caterina Wehrli-Dietschi.
Mit einem dicken Buch sitzt sie im House of
Switzerland und notiert die Reservationen.
Sie, das ist die ehemalige B-Kaderathletin Caterina Wehrli-Dietschi. Zum dritten Mal steht
die Tessinerin an einer Ski-WM im House of
Switzerland im Einsatz. Ihr Debüt gab die
Tochter eines Tessiner Hoteliers 1997 in Sestriere. Damals war die Käseunion Hauptsponsor des Schweizerischen Skiverbandes. Gemeinsam mit einem Käser war Caterina für das
kulinarische Wohl der Gäste im House of Switzerland zuständig. «Ich erinnere mich noch gut
an die Medaillenfeier im Anschluss an Bruno
Kernens Sieg in der Abfahrt. Die Feier im House
of Switzerland, einem winzigen Chalet, dauerte bis in die frühen Morgenstunden. Auf dem
Boden stand das Bier knöcheltief», lacht Caterina.
In Vail ist die mittlerweile 44-Jährige primär
zuständig für die Einteilung der Tische und die
Einteilung resp. Koordination des amerikanischen Personals. Anders als in anderen Jahren
ist Swiss-Ski, Betreiber des House of Switzerland in Vail, nur mit wenigen Personen im
Einsatz: Annalisa Gerber, Leiterin Sponsoring
und Events bei Swiss-Ski und Managerin des
House of Switzerland in Vail, Chefkoch Daniel
Lehmann vom Restaurant Moosegg im Emmental, Caterina Dietschi-Wehrli, Nicole Matti
vom Sponsoring-Team, und zwei, drei weitere
Personen. Unterstützt wird das Schweizer
Team, anders als in den Vorjahren, vom Perso-
Fotos: Swiss-Ski
Wenn’s so richtig «räblet» und drunter und
drüber geht, dann sind sie in ihrem Element: Annalisa Gerber und Caterina
Wehrli-Dietschi, die nervenstarken guten
Seelen im House of Switzerland. Tatkräftige Unterstützung erhalten die beiden
Powerfrauen von Chefkoch Daniel Lehmann, der für das leibliche Wohl der Gäste
im House of Switzerland besorgt ist.
Hochkarätiger Besuch im House of Switzerland
in Schladming anlässlich der Ski-WM 2013:
Sportminister Ueli Maurer mit Annalisa Gerber,
Leiterin Sponsoring & Events Swiss-Ski.
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nal vor Ort. Das bedeutet eine zusätzliche
Herausforderung für das Team von Annalisa
Gerber. «In Amerika herrscht eine andere Mentalität als bei uns, das gilt es bei der Zusammenarbeit mit dem Personal des Hotel Sonnenalp
zu berücksichtigen», erklärt Caterina WehrliDietschi. Wichtig sei dabei die Bereitschaft,
aufeinander zuzugehen. Ebenfalls wichtig sei
es, flexibel zu sein und auch in hektischen
Zeiten Ruhe zu bewahren und immer bereit zu
sein, Lösungen zu finden.
Worauf sie sich am meisten freut? «An einer
WM herrscht jeweils eine ganz besondere
Stimmung; darauf freue ich mich. Ausserdem
kann ich es kaum erwarten, die ersten Gäste im
House of Switzerland zu empfangen, die
treuen Schweizer Fans, die Sponsoren und
natürlich die Athleten.» Nicht zuletzt freut sich
Caterina auf die Arbeit mit dem kleinen, aber
feinen Swiss-Ski-Team: «Wir sind wirklich ein
super Team, eine richtig eingeschworene Gemeinschaft, fast wie eine Familie, wo jeder
genau weiss, was er zu tun hat und vollen Einsatz gibt.»
EIN STÜCK SCHWEIZ IN DEN USA
Annalisa Gerber managt bereits zum sechsten Mal
an einer Ski-WM das House of Switzerland. Die
Schangnauerin ist seit sage und schreibe 30 Jahren
beim Schweizerischen Skiverband tätig, seit 2005
als Leiterin Sponsoring und Events.
Annalisa, wie bist du auf das House of Switzerland
in Vail gestossen?
Das Hotel Sonnenalp in Vail kannte ich schon von
früheren Besuchen in Vail. Johannes Fässler, der
Inhaber, kam vor zwei Jahren extra nach Schladming, um sich vom dortigen House of Switzerland ein
Bild zu machen. Offenbar gefiel ihm, was er sah;
jedenfalls haben wir im Anschluss ein paar Gespräche geführt und schliesslich entschieden, das House
of Switzerland 2015 im Hotel Sonnenalp einzurichten.
Was ist für dich das Wichtigste im Zusammenhang
mit dem House of Switzerland in Vail?
Das House of Switzerland soll auch in Vail DER Treffpunkt für alle sein und allen offenstehen – Athleten,
Trainern, Funktionären, Skifans, Sponsoren und
Medien. Sozusagen ein Stück Schweiz im Ausland,
ein gemütliches «Daheim» für die treuen Fans und
Fanclubs, die über den grossen Teich geflogen sind,
um unsere Athleten vor Ort anzufeuern.
Worauf freust du dich am meisten?
Darauf, dass unsere Athleten keine Verletzungen
erleiden und viele Medaillen gewinnen, damit es im
House of Switzerland zahlreiche Medaillenfeiern
gibt, und wir so richtig viel zu tun haben!
Du stehst in Vail während drei Wochen ununterbrochen im Einsatz. Wie lädst du in dieser intensiven Zeit deine Batterien auf?
Ich lebe nach dem Motto der österreichischen
Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach:
«Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen
kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft.» Das
A und O bei einer solchen Veranstaltung ist zudem
ein eingespieltes Team. In Vail unterstützt mich eine
super Mannschaft und hält mir den Rücken frei.
Nicht zuletzt beflügelt auch die Tatsache, ein solches
Grossprojekt mit der tatkräftigen Unterstützung
unserer Sponsoren, allen voran St. Moritz, realisieren zu dürfen.
Bis bald im House of Switzerland in Vail!
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AM ANFANG STAND EINE WETTE . . .
© Engadin-St. Moritz
Der Winter im Engadin sei voller Sonnenschein und viel angenehmer als jener in
England. Um dies selbst zu erleben, lade er
sie in sein Hotel ein. Sollten sie nicht zufrieden sein, übernehme er auch die Reisekosten. Diesen Vorschlag machte der Engadiner Hotelier Johannes Badrutt im Herbst
1864 den letzten verbliebenen englischen
Sommergästen. Von da an war im Engadin
nichts mehr wie es vorher war.
Die Engländer kannten den kalten und
feuchten Winter insbesondere in London und
konnten sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass es in den Schweizer Alpen anders sein
sollte. Sie leisteten der Einladung von Johannes Badrutt dennoch Folge, reisten zur Weihnachtszeit erneut ins Oberengadin – und
kehrten erst nach Ostern wieder heim: braungebrannt, erholt und glücklich. Der Wintertourismus in den Alpen war lanciert.
Mit dem Angebot «Nordic Special» bieten zahlreiche Hotels in Engadin-St. Moritz den klassischen
Langlauffans sowie den Skating-Enthusiasten ein
attraktives Angebot. Das Package beinhaltet
neben dem Genuss von 220 Kilometer Loipenparadies die Hotelübernachtung, den Loipenpass
DIE WIEGE DES WINTERTOURISMUSES
«150 JAHRE WINTERTOURISMUS» –
Fotos: Engadin-St. Moritz
DAS MUSS GEFEIERT WERDEN
St. Moritz und das Engadin laden im Winter
2014/15 anlässlich des Jubiläums von «150
Jahre Wintertourismus» zu zahlreichen Anlässen. Zu den Highlights gehören das Buch
«Schnee, Sonne und Stars» und ein eigens produzierter Jubiläumsfilm mit zahlreichen bisher unveröffentlichten Archivbildern über die
Aktivitäten der Wintergäste. Daneben richtet
www.engadin.stmoritz.ch/nordicspecial
Der Skipass für den Skispass - Wer mehr als
eine Nacht in einem der teilnehmenden Hotel
der Aktion «Hotel und Skipass» verbringt,
erhält den Skipass für CHF 35.– pro Person und
Tag während der gesamten Aufenthaltsdauer.
Auch die kostenlose Nutzung der öffentlichen
Verkehrsmittel im Oberengadin ist in diesem
Angebot inbegriffen.
ENGADIN ST. MORITZ:
Vier grosse und sieben kleine Schneesportgebiete machen Engadin-St. Moritz heute zum
vielseitigen Winterwunderland, das für seinen
Kontrastreichtum geradezu legendär ist, und
zu einem einzigartigen Mekka für Schneesportler geworden ist: 350 Pistenkilometer,
Pulverschnee soweit das Auge reicht, und den
Engadin-St. Moritz, die freie Nutzung des öffentlichen Verkehrs im Oberengadin sowie einen Rabatt auf die Leistungen zahlreicher Sportgeschäfte und Langlaufschulen.
www.engadin.stmoritz.ch/hotelundskipass
© Engadin-St. Moritz
ganzen Tag Sonne im Gesicht. Zumindest an
322 Tagen. Denn an so vielen Tagen scheint im
Oberengadin durchschnittlich die Sonne.
Schneesicherheit ist ebenfalls garantiert. Dass
St. Moritz im Jubiläumswinter zahlreiche einmalige Events aus, die man nicht verpassen
darf. Dazu gehören die Besichtigung des
«Freien Falls», der mit 45 Grad die steilste SkiAlpin-Herren-Startplattform der Welt ist,
Lichtinstallationen des bekannten Künstlers
Gerry Hofstetter sowie die Veranstaltung
«Music Summit».
www.engadin.stmoritz.ch/150jahre
der Engadiner Winter traumhaft weiss ist, liegt
aber nicht etwa am häufigen Schneefall, sondern daran, dass der Schnee aufgrund der
trockenen Kälte im Oberengadin liegen bleibt.
Der Countdown läuft –
Die Ski-WM 2017 steht bereits in den Startlöchern
Ein weiteres Highlight steht in zwei Jahren an.
St. Moritz hat Ende Mai 2012 den Zuschlag für die
Alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2017 am FIS-Kongress in Südkorea erhalten. Nach 1934, 1948, 1974
und 2003 finden im Februar 2017 bereits zum fünften
Mal die FIS Alpinen Ski-Weltmeisterschaften in
St. Moritz statt. Noch dauert es über 700 Tage bis
zum Beginn der Ski-WM 2017, doch die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Das Organisationskomitee hat sich hohe Ziele gesetzt und arbeitet
mit viel Engagement daran, eine hochklassige, lebendige und zukunftsweisende Weltmeisterschaft
zu organisieren.
www.stmoritz2017.ch/
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DIE ALPINEN SKIWELTMEISTERSCHAFTEN 2015
IM ÜBERBLICK
HISTORIE
DIE AUSTRAGUNGSORTE
In Vail/Beaver Creek finden nach 1989 und 1999 zum
dritten Mal Alpine Ski-Weltmeisterschaften in Colorado statt.
VAIL
KLIMA
In Colorado ist das Klima ähnlich wie in den Alpen.
Allerdings ist es im Durchschnitt etwas kälter. Meist
herrschen sehr gute Schneeverhältnisse. Wegen der
Höhenlage (2300 bis 3900 Meter) sind die Temperaturunterschiede drastisch.
PROMINENTE SÖHNE UND TÖCHTER DER STADT
Buddy Lazier, Rennfahrer, Sieger der 500 Meilen
von Indianapolis (1996).
Lindsey Vonn.
Mikaela Shiffrin.
DAS PROGRAMM
Montag, 2. Februar 2015
19 Uhr
Eröffnungszeremonie (Ortszeit)
Dienstag, 3. Februar 2015
11 Uhr
Super-G Damen
Mittwoch, 4. Februar 2015
11 Uhr
Super-G Herren
Donnerstag, 5. Februar 2015
Rennfreier Tag
Freitag, 6. Februar 2015
11 Uhr
Abfahrt Damen
Samstag, 7. Februar 2015
11 Uhr
Abfahrt Herren
Sonntag, 8. Februar 2015
10 Uhr
Super-Kombination Männer I
14.15 Uhr Super-Kombination Männer II
Vail ist ein Ort im Eagle County in Colorado und liegt
auf einer Höhe von 2445 Metern über Meer. Im Ort
leben 5300 Einwohner. Vail hat das grösste Skigebiet
in den USA und ist bekannt für die «Back Bowls»
(riesige Tiefschneekessel). 1962 wurde eine erste
Gondelbahn erstellt.
BEAVER CREEK
Beaver Creek Resort ist das grösste US-amerikanische Wintersportgebiet in Vail Valley in Colorado. Es
befindet sich in Privateigentum. Das Resort umfasst
16 Lifte und 146 Pisten. Bekannt ist die Piste «Birds
of Prey» als Austragungsort der jährlich stattfindenden Weltcuprennen. Die grösste Stadt des Gebietes
ist Vail.
Montag, 9. Februar 2015
10 Uhr
Super-Kombination Damen I
14.15 Uhr Super-Kombination Damen II
Tina Maze (SLO)
Ted Ligety (USA)
Abfahrt Damen
Abfahrt Herren
Marion Rolland (FRA)
Aksel Lund Svindal (NOR)
Super-Kombi Damen
Super-Kombi Herren
Maria Höfl-Riesch (GER)
Ted Ligety (USA)
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1. Was sind die wichtigsten Vorarbeiten für die Kommentierung eines
Sportwettbewerbs?
2. Wie sehr darf der Kommentator
seine eigenen Gefühle (Glück oder
Enttäuschung) den Zuschauer spüren lassen?
3. Wie überbrücken Sie länger dauernde Pausen oder Unterbrüche,
wenn sie «on air» bleiben?
4. Nennen Sie drei Favoriten an der
WM . . .?
5. Welche Medaillenchancen haben
die Schweizer?
Dienstag, 10. Februar 2015
14.15 Uhr Nation Team Event
Donnerstag, 12. Februar 2015
10.15 Uhr Riesenslalom Damen 1. Lauf
14.15 Uhr Riesenslalom Damen 2. Lauf
Freitag, 13. Februar 2015
10.15 Uhr Riesenslalom Männer 1. Lauf
14.15 Uhr Riesenslalom Männer 2. Lauf
Samstag, 14. Februar 2015
10.15 Uhr Slalom Damen 1. Lauf
14.15 Uhr Slalom Damen 2. Lauf
Sonntag, 15. Februar 2015
10.15 Uhr Slalom Herren 1. Lauf
14.15 Uhr Slalom Herren 2. Lauf
15.45 Uhr Abschlusszeremonie
DIE TITELVERTEIDIGER
Super-G Damen
Super-G Herren
5 FRAGEN:
UNSERE EXPERTEN
VOR ORT
Teamwettbewerb
AUT
Riesenslalom Damen
Riesenslalom Herren
Tessa Worley (FRA)
Ted Ligety (USA)
Slalom Damen
Slalom Herren
Mikaela Shiffrin (USA)
Marcel Hirscher (AUT)
ZUSAMMENSTELLUNG: JOSEPH WEIBEL
Matthias Hüppi,
SRF Kommentator, Ski Alpin
Männer
1. Die wichtigsten Infos über die Athleten müssen à jour sein. Das passiert vor dem Saisonstart und dann
laufend während des Winters. Dazu
kommt die Pistenbesichtigung am
Renntag mit den aktuellsten Infos,
eine hoffentlich gute Tagesform und
dann geht‘s los mit Spass am Job!
2. Das genau abzuwägen, wäre völlig
falsch. Emotionen sollen ja spontan
mitspielen und nie abgekartete Sache sein. Freude an guten Leistungen, Mitfiebern und Hoffen gehört
dazu. Respekt aber auch!
3. Dann öffnen wir die Schublade, die
hoffentlich mit vielen interessanten
Geschichten gefüllt ist. Da ist im
Laufe der Jahre einiges zusammen
gekommen . . .
4. Hirscher, Jansrud, Janka
5. Einen Medaillenregen wie bei Vail/
Beaver Creek 89 wird es wohl nicht
geben; einen Flop wie bei Vail/
Beaver Creek 99 aber auch nicht.
Also etwas dazwischen . . .
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Jann Billeter,
SRF Kommentator, Ski Alpin Frauen
1. Informationen sammeln und diese
so bereitstellen, dass sie im richtigen Moment innerhalb einer Sekunde auffindbar sind. Dazu habe ich
von jeder Athletin eine Fiche erstellt. Die besten Informationen bekommt man aus erster Hand, von
Athletinnen, Trainern, Serviceleuten und Einheimischen.
Bernhard Russi,
SRF-Experte, Ski Alpin Männer
1. Hautnahes Verfolgen während der
ganzen Saison. Das Betrachten
neben und auf den Pisten. Der Kontakt mit Athleten, Coaches und Trainer. Trotzdem darf man sich nicht
zu stark von Informationen beeinflussen lassen, sonst verpasst man
die Veränderung, die Überraschung
oder den Moment der Entscheidung.
Michi Bont,
SRF-Experte, Ski Alpin Frauen
1. Für mich sind es die Gespräche mit
Athleten, Trainern, Betreuern, Serviceleuten und den Organisatoren.
Ebenfalls setze ich mich intensiv mit
der Strecke, den äusserlichen Bedingungen und der Kurssetzung
auseinander.
2. Das darf man schon zeigen, aber es
sollte nicht zu viel sein! Als Experte
2. Wenn ich kommentiere bin ich nicht
nur mit dem Kopf, sondern auch mit
dem Herz und dem Bauch dabei.
Emotionen gehören folglich dazu.
Die grosse Kunst besteht darin, die
richtige Mischung zwischen Information und Emotion zu finden. Ich
kommentiere die Rennen ja nicht
für mich, sondern fürs TV-Publikum.
3. Es gibt immer etwas zu erzählen, an
Stoff mangelt es nicht. Trotzdem
sollte man sich auch in einer solchen
Situation vom Bild führen lassen und
nicht zu sehr abschweifen. Bilder
sind immer stärker als Worte.
4. Tina Maze, Mikaela Shiffrin, Lara
Gut oder Anna Fenninger, Lindsey
Vonn, Frida Hansdotter.
5. Ich traue Lara Gut mindestens eine
Medaille zu. Dann glaube ich, dass
einer weiteren Schweizerin ein Exploit gelingt.
2. Gefühle gehören zum Kommentar,
solange man vor lauter Jubel oder
Enttäuschung die anderen nicht
vergisst, und das Geschehene trotzdem glasklar zu analysieren versucht.
3. Ich bin Co-Kommentator und kann
der Unterbrechung gelassen entgegenschauen. Dafür habe ich mit
Matthias Hüppi einen Profi an der
Seite. Er findet immer ein interessantes Thema, das zwischen uns
diskutiert werden kann.
4. Jansrud, Ligety, Neureuther
5. Beaver Creek, der Colorado-Schnee,
die Zeitumstellung und die Stimmung. Das sind Mosaiksteine, die
den Schweizern behagen. Ich rechne
mit zwei plus zwei Medaillen!
muss ich auch die Fahrten anderer
Athletinnen von anderen Nationen
gut einschätzen und analysieren!
Wenn es eine Enttäuschung aus
Schweizer Sicht gibt, ist dies zwar
schade. Ich kann mich über eine
geniale Fahrt einer Athletin aus
einer anderen Nation aber auch
freuen!
3. Es gibt immer Gesprächsstoff und
als Experte bist du in einer guten
Lage . . . du musst das Gespräch
nicht führen . . .!
4. Lara Gut und Wendy Holdener, dies
sind meine Schweizer Trümpfe . . .!
Vom Ausland gibt es noch ein Dutzend mehr! Der Frauenrennsport
war noch nie so offen! Es gibt pro
Disziplin mindestens drei verschiedene Topathletinnen, die Gold gewinnen können!
5. Sie werden drei bis vier Medaillen
holen!
Beat Sprecher,
Reporter, Radio SRF
1. Im Skirennsport sind so viele Sachen wichtig, welche schlussendlich den Erfolg bringen und ihn auch
erklärbar machen. Deshalb trage
ich viele Angaben der Sportler zusammen. Resultate, Material, Geschichten ausserhalb der Skipisten,
Umfeld usw. Wichtig ist auch, dass
man viele Rennen verfolgt und die
Analysen der Kollegen hört und
liest. Am Renntag selber versuche
ich dann möglichst viele aktuelle
Informationen einzuholen. «Vieles
sammeln, um dann wenig nutzen zu
können», ist die Devise.
2. Emotionen gehören dazu. Wichtig
ist einfach, die richtige Dosis zu finden. Und die Emotionen dürfen nicht
zu persönlich geprägt sein. Ich
muss mich immer gleich freuen
oder gleich mitleiden, egal wie sympathisch mir der entsprechende
Athlet ist.
3. Beim Radio ein kleineres Problem.
Denn sollte einmal nichts laufen,
dann liegen Millionen von guten
Songs im Radio Archiv. Und die sind
Berni Schär,
Reporter, Radio SRF
1. Informationen sammeln, filtrieren,
selektieren, übersichtlich und griffbereit zusammenstellen sowie
Headlines im Kopf speichern, das ist
das Wichtigste. Informationen hole
ich aus TV-Übertragungen, Internetplattformen, Zeitungen, Gesprächen mit Athletinnen, Athleten oder
ihren Betreuern. Und dann natürlich aus meinen zwei Ordnern (rot =
Frauen, grün = Männer), die ich in
den letzten 25 Jahren selbst zusammengestellt und stets aktualisiert
habe. Sie enthalten europaweit die
besten Statistiken . . .!
2. Emotionen sind das Salz und der
Pfeffer des Kommentierens. Das
Heben und Senken der Stimme, das
immer besser, als wenn ich minutenlang spreche und nichts sage . . .
Also zurück ins Studio und Musik.
4. Mikaela Shiffrin (USA), Lindsey Vonn
(USA) und Ted Ligety (USA) – Es wird
das Crans-Montana der US-Truppe.
5. Ich hoffe auf vier bis fünf Medaillen.
Ich weiss, ambitioniert, aber warum
nicht. Namen zu nennen ist schwierig. Es haben so viele Schweizerinnen und Schweizer das Potenzial
am «Tag X» das «!» zu werden. Ich
glaube, wir haben viele «Rennhunde» im Team, und weil die bis jetzt
noch nicht optimal auf Touren kamen, stehen sie nicht so unter
Druck.
Lukas Studer, SRF-Moderator
führt durch das Liveprogramm
und fängt erste Reaktionen
der Athletinnen und Athleten
im Zielraum ein.
Forcieren und Zurückhalten der
Ausdrucksweise und das Variieren
der Tonlage gehören zur abwechslungsreichen und spannenden Reportage. Ich versuche, den Emotionen auf natürliche Weise freien Lauf
zu lassen und mit den positiven und
negativen Gefühlen ökonomisch
umzugehen. Dies ist die grosse
Kunst und zeichnet den prägnanten
und versierten Kommentator aus.
3. Längere Unterbrüche oder Pausen
sind ideale Gelegenheiten für süffige Nebengeschichten. Ich überbrücke sie mit unterhaltsamen Anekdoten und Internas. Mit einem
Augenzwinkern erzähle ich gerne,
was während des geregelten Wettkampfes oft kaum Platz hat. Bei
Unterbrüchen kann ich meine dezente Affinität zum Boulevardesken
etwas ausleben. Das macht jeweils
Spass.
4. Lara Gut, Mikaela Shiffrin, Marcel
Hirscher, Kjetil Jansrud
5. Die Hoffnung auf Medaillen besteht
für Lara Gut, Fabienne Suter, Wendy
Holdener, Beat Feuz, Carlo Janka,
Patrick Küng, Sandro Viletta und
Didier Defago. Gefährliche Aussenseiter könnten sein: Gino Caviezel
und Daniel Yule.
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ZURÜCKGEKEHRTES
SELBSTVERTRAUEN
Langläufer Toni Livers ist nach fünfjähriger Durststrecke zurück in der erweiterten
Weltspitze. Gerade im Hinblick auf die
Weltmeisterschaften in Falun (SWE) präsentiert sich der bald 30-Jährige entspannt
wie schon lange nicht mehr.
Toni Livers lässt sich als Konstante
bezeichnen, konstant bezüglich Gesichtsausdruck am Ende seiner Rennen: Livers
lächelt. Livers scheint mit grosser Freude bei
der Sache. Livers, der stille Geniesser. Doch die
Zufriedenheit, welche sich in diesem Lächeln
widerspiegelt, hat gerade bei ihm in den letzten Jahren völlig unterschiedliche Höhenstufen erreicht. Schnell war Livers ganz oben,
dann war sein Gesichtsausdruck der Beweis
eindrücklicher Resultate. Später, lange, sehr
lange musste er weit unten durch. Und jetzt
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kommt sein Lächeln wieder aus tiefem Herzen,
weil er wieder Perspektiven sieht, wie er sie als
Leistungssportler aus dem Blickfeld verloren
hatte.
Resümieren wir und blicken in die Vergangenheit. Von «einem historischen Erfolg» schrieb
die Neue Zürcher Zeitung. Auslöser dieser
Worte war der erste Männer-Weltcupsieg eines
Schweizers – nicht von Dario Cologna, sondern
von Toni Livers. Den 3. Febuar 2007 schrieben
wir, als der damals erst 22-jährige Bündner aus
Trun am Weltcup-Rennen in Davos den gros-
sen Coup landete und sich ex äquo mit dem
Franzosen Vincent Vittoz als Sieger des 15-kmSkatingrennens feiern lassen durfte.
Jenes Rennen war ein Exploit, aber nichts Unerklärliches. Und vor allem in den ersten Jahren danach verstand es der ruhige Athlet in den
Skatingrennen mit den Weltbesten mitzuhalten. So etwa, als er rund drei Jahre nach seinem
Davos-Sieg im fernen Canmore (CAN) einen
feinen vierten Rang herauslief. Doch nun
herrschten andere Massstäbe. Die Herrschaft
von Dario Cologna hatte begonnen. Siege hat-
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Falun und die Tradition
Das mittelschwedische Falun ist eine
fixe Grösse im nordischen Skisport.
Zum vierten Mal nach 1954, 1974 und
1993 trägt die Kleinstadt mit den 38 000
Einwohnern Nordisch-Weltmeisterschaften aus. Und das tut sie mit
Akribie, Leidenschaft und Stolz. Ein
grosses Publikumsinteresse, Hochstimmung und Fachkompetenz sind
garantiert. Vor allem entlang der
Langlaufstrecken mit dem berüchtigten Mörderbacken – «er ist das Musterbeispiel eines Aufstiegs», sagt der
norwegische Topläufer Martin Johnsrud Sundby – werden Zehntausende
für eine einzigartige Kulisse sorgen.
Fotos: Swiss-Ski
Und so preisen die Schweden vereinzelte Höhepunkte zwischen dem
18. Februar und dem 1. März:
ten dank dem Ausnahmekönner den Status des
Sensationellen verloren. Livers Leistung genoss nicht mehr dieselbe Aufmerksamkeit.
Noch einmal aber rückte er ins Schaufenster
der Öffentlichkeit. Der Staffelsieg im Dezember 2010 in La Clusaz mit Startläufer Livers,
Cologna, Curdin Perl und Remo Fischer ermöglichte wiederum Schlagzeilen mit den grossen
Lettern. «Historisch» wurde auch dieser Erfolg
genannt.
Und dann verschwand Livers zusehends von
der Bildfläche. Ein Virus mit Symptomen wie
dem Pfeifferschen Drüsenfieber bremste ihn im
Winter 2011 ganz aus, und auch in der Folgesaison kam er nicht auf Touren. Letzten Winter
glückten wieder bessere Resultate. Von der
einstigen Qualität aber unterschieden sie sich
nach wie vor deutlich. Livers betätigte sich
nebenbei als Volksläufer – und blieb im Schatten seiner langjährigen Freundin Seraina Boner. Ein Teufelskreis, so schien’s. Vom Weg
abbringen liess er sich aber nicht. «Der Langlauf bedeutet mir zu viel, als dass ich mir ernsthaft überlegt hätte, den Bettel hinzuwerfen»,
19.2.:
Die ersten Medaillen werden vergeben, der Langlauf-Sprint garantiert
Spektakel.
20.2.:
Die erste Entscheidung im Skispringen
– und der erste Individualtitel für
Japans Star Takanashi?
21.2.:
Die Norwegerin Marit Björgen nimmt
im Skiathlon Anlauf auf ihren dritten
aufeinanderfolgenden Titel.
22.2.:
Der Tag der Team-Prüfungen, auf der
Sprungschanze und im Langlaufsprint.
24.2.:
Kann Charlotte Kalla über 10 km die
hohen Erwartungen der Schweden erfüllen und der Dominanz der Norwegerinnen entgegenhalten?
25.2.:
Zwei Mal Olympiagold sicherte sich
Dario Cologna über 15 km. Der WMTitel über diese Distanz fehlt ihm noch.
26.2.:
Das Grossschanzenspringen – ein Leckerbissen.
27.2.:
Der Tag der Langlauf-Staffeln. Kann
jemand die Norweger stoppen? Welche Nichtskandinavier holen sich Medaillen?
28.2.:
Die Chance für Langdistanz-Spezialistin Seraina Boner über 30 km klassisch?
1.3.:
Der krönende Abschluss über 50 km.
Vor 22 Jahren triumphierte in Falun
Torgny Mogren vor 50 000 enthusiastischen Fans und sicherte den Schweden die einzige Goldmedaille. Die
Möglichkeit zum Nachdoppeln für
Schweden durch Marcus Hellner oder
Calle Halfvarsson bietet sich – auch
wenn wir aus Schweizer Sicht einen
letzten grossen Auftritt von Dario Cologna herbeisehnen?
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5 FRAGEN:
UNSERE EXPERTEN
VOR ORT
1. Was sind die wichtigsten Vorarbeiten für die Kommentierung eines
Sportwettbewerbs?
2. Wie sehr darf der Kommentator
seine eigenen Gefühle (Glück oder
Enttäuschung) den Zuschauer spüren lassen?
3. Wie überbrücken Sie länger dauernde Pausen oder Unterbrüche,
wenn sie «on air» bleiben?
4. Nennen Sie drei Favoriten an der
WM . . .?
5. Welche Medaillenchancen haben
die Schweizer?
Sascha Ruefer, SRF-Moderator
führt durch das Liveprogramm
und fängt erste Reaktionen
der Athletinnen und Athleten
im Zielraum ein.
sagt er und verweist auf die «grossen Freiheiten, die ich geniesse und all die Emotionen, die
mit dem Sport verbunden sind.»
Und jetzt der nacholympische Winter
2014/2015. Plötzlich läuft Livers wieder ganz
vorne mit. «Ich habe einen guten Sommer hinter mir und konnte mir da dank dem Vergleich
mit den Teamkollegen das Selbstvertrauen
wieder aufbauen», sagt er. Mit einem zehnten
Weltcup-Platz zu Saisonbeginn in Lillehammer
setzte er ein erstes Ausrufezeichen. Die Bestätigung glückte umgehend mit weiteren Ergebnissen in den Weltcup-Punkterängen (1–30)
– zum eigenen Erstaunen ebenso in der klassischen Technik. Ein Befreiungsschlag. Livers ist
anzumerken, wie gross die Erleichterung für
ihn ist. Er beschreibt dies wie folgt: «Jetzt kann
ich mich wieder auf den Sport konzentrieren,
muss mich nicht mehr ständig hinterfragen.»
«TONI, WIR GLAUBEN AN DICH»
Worauf der Wandel bei Livers zurückzuführen
ist, weiss er selber nicht genau. Ein wichtiger
Grund aber ist der Trainerwechsel von der
Norwegerin Guri Hetland zum Tschechen
Iwan Hudac. Livers sagt: «Iwan sorgte für neue
Impulse, neue Ideen, und die taten mir gut.»
Nicht zuletzt hat auch sein Körper mitgespielt,
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Patrick Schmid,
SRF Kommentator, Langlauf
1. Zuerst wartet enorm viel Fleissarbeit. Es müssen unzählige Biographien zusammengestellt werden. Viel wichtiger ist aber der
direkte Kontakt mit den Sportlerinnen und Sportlern sowie mit den
Trainern, Wachsleuten usw. Durch
sie erfährt man spannende Geschichten, die man den Zuschauerinnen und Zuschauern weitergeben kann.
2. Gefühle gehören absolut dazu!
Wenn Dario Cologna im 50-Kilometer-Rennen bei den Olympischen
Spielen in Sotschi wenige Kilometer
vor dem Ziel einen Skibruch erleidet, lässt dies niemanden kalt.
Jedoch ist es wichtig, trotz aller
Emotionen, Situationen fundiert
einzuordnen und den Zuschauer
sprich, er ist gesund geblieben. Neben diesen
Fakten dürfte aber ebenso das Menschliche
mitspielen. Unter der neuen Führung spürt
Livers, dass die Teamleitung auf ihn und seine
Fähigkeiten setzt. «Toni, du bist nicht alt, wir
glauben an dich», war eine Message, die der
sensible Athlet früh wahrnahm und realisierte,
dass «es sich nicht nur um nette Worte handelt».
Im Hinblick auf die Weltmeisterschaften vom
18. Februar bis am 1. März baut sich bei Toni
Livers eine ganz besondere Vorfreude und
Spannung auf. «Ich sehe die Möglichkeit, um
die Podestplätze zu fighten, sofern alles
klappt», sagt er. Und diese Perspektive, so lässt
er rasch durchblicken, sorgt für eine gehörige
Portion an Zusatzmotivation, Zusatzfreude.
Ans 15-km-Skating-Rennen denkt er in erster
Linie. Darauf hat er sich nach der Tour de Ski
ausgerichtet, hat alles unternommen, um seine
Formkurve auf die WM hin dem Kulminationspunkt entgegenzusteuern. «Eine solche Möglichkeit hat sich mir ganz lange nicht mehr
geboten», sagt er.
STAFFEL-PERSPEKTIVEN
Livers ist aber Realist genug, um festzuhalten,
dass «neben der Form zahlreiche weitere Fak-
sicher durch das Renngeschehen
zuführen.
3. Zum Glück gibt es im Langlauf selten längere Unterbrechungen. Ich
bin immer wieder beeindruckt, wie
Kollegen zum Beispiel beim Skispringen oder beim Ski Alpin längere, ungeplante Pausen gekonnt
meistern.
4. Wir dürfen uns in erster Linie auf
das Duell Norwegen gegen das
Gastgeberland Schweden freuen,
wobei der letztjährige Gesamtweltcupsieger Martin Johnsrud Sundby
der grosse Favorit sein dürfte. Aber
er und seine norwegischen Kollegen werden bestimmt durch Dario
Cologna gefordert werden.
5. Bei der letzten WM ist der Knoten
endlich geplatzt: Cologna gewann
seine ersten WM-Medaillen. Und als
Doppel-Olympiasieger ist das Ziel
klar: alles andere als der Gewinn
von einer bis zwei Medaillen wären
eine Enttäuschung. Von den anderen Schweizern dürfen gute Platzierungen erwartet werden. Vor allem
bin ich auf die Schweizer Männerstaffel gespannt, da könnte eine
Überraschung drin liegen.
toren hinzukommen». An perfekt präparierte
Ski, «Material, das passt», wie er sagt, denkt er,
an einen Rennverlauf, der ihm entgegenkommt, und ohne perfekte Tagesform wird er
auch nicht allzu weit kommen. Als «etwas
Komplexes mit vielen Unbekannten» sieht er
das Produkt. Als etwas Beflügelndes die wiedererlangte Leistungsfähigkeit: «Die Aussicht,
um Spitzenpositionen zu laufen, motiviert viel
stärker, als die Aussicht auf einen Rang unter
‹ferner liefen› .»
Mit dem wiedererstarkten Livers zu einem Thema werden dürfte auch die Staffel. Der bisherige Saisonverlauf hat gezeigt, dass sich da
Perspektiven bieten. Livers sieht diesem Wettbewerb mit Spannung entgegen. Mit Dario
Cologna, Curdin Perl, Jonas Baumann und ihm
scheint ein kompetitives Quartett an die Startlinie zu treten. «Wenn ich überlege, wie die
Franzosen Olympia-Bronze gewinnen, sehe ich
auch für uns Möglichkeiten», sagt er.
Noch gesagt haben will Toni Livers, dass er sich
nicht nur auf die WM ausrichtet. Ebenso lockt
am Saisonende das 50-km-Rennen von Holmenkollen. Auch dieses ist auf seine Qualitäten
zugeschnitten, auch in diesem will er seinen
JÖRG GREB
wiedererlangten Hunger stillen.
F I S N O R D I C WO R L D S K I C H A M P I O N S H I P S
Adriano Iseppi,
SRF-Experte, Langlauf
1. Sich informieren via diverser Medien (im Langlauf hauptsächlich
skandinavische) und dann vor allem
viele Gespräche führen vor Ort mit
Athleten und Betreuern der verschiedenen Nationen.
2. Freude über hervorragende Leistungen zeigen ist authentisch und hier
muss man sich, denke ich, nicht zurückhalten. Anders sieht es bei den
Enttäuschungen aus. Hier versucht
man eher zu relativieren, obwohl
man dann schnell dazu verleitet
wird, eine Leistung schön zu reden.
Eine gut begründete Analyse mit
einer angemessenen Kritik, falls nötig, ist hier die bessere Lösung.
3. Mit Nachrecherchieren, einem
Fachgespräch mit dem Kommentatorenkollegen oder während einem
längeren Rennen auch mal mit
einem Spurt aufs Häuschen.
4. Petter Northug, Johann Olsson und
Martin Johnsrud Sundby (neben Dario Cologna natürlich!).
5. Dario Cologna wird seine Form wieder genau auf diesen wichtigsten
Anlass hin timen und in jedem Rennen ein heisses Eisen im Feuer sein.
In der Männerstaffel können die
Schweizer für eine Überraschung
gut sein und auch beim Sprint ist mit
einem Exploit zu rechnen. Damit es
aber hier für eine Medaille reicht,
muss alles optimal stimmen.
Michael Stäuble,
SRF Kommentator, Skispringen
Rachel Murit,
Reporterin Radio SRF
1. Ich verfolge den Langlauf- und Skisprung-Weltcup intensiv, stelle Statistiken und Biografien der Athletinnen und Athleten zusammen, führe
an Wettkämpfen Gespräche mit
Trainern, Athleten und weiteren
Fachleuten, sodass ich die neuesten
Entwicklungen an der Sportfront
mitbekomme.
2. Emotionen machen den Sport erst
richtig sehens- bzw hörenswert.
Wichtig ist, dass man trotz dieser
Emotionen sachlich bleibt und die
sportliche Leistung, sei es nun ein
Sieg oder eine Niederlage, richtig
einschätzt.
3. Ich sage weshalb der Wettkampf
unterbrochen ist und gebe zurück
ins Studio – im Radio wird dann
Musik gespielt bis der Wettkampf
weitergeht.
4. In der momentanen Form sind dies
im Langlauf Marit Björgen, Therese
Johaug und Martin Johnsrud Sundby – die Norweger sind zurzeit kaum
zu schlagen! Im Skispringen ist der
Kreis der Favoriten ziemlich gross.
5. Das Schweizer Team hat mit Langläufer Dario Cologna sicher ein
heisses Eisen im Feuer. An der
Tour der Ski hat er bereits einige
gute Ansätze gezeigt. Simon Ammann hätte im Skispringen auch zu
den Podestanwärtern gehört. Nach
seinem Sturz an der Vierschanzentournee und der schweren Hirnerschütterung ist aber noch offen,
ob er überhaupt an der WM teilnehmen kann. An dieser Stelle: Gute
Besserung!
Andreas Küttel,
SRF Experte, Skispringen
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FEBRUAR 2015
SNOWACTIVE
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I B U WO R L D C H A M P I O N S H I P S B I AT H L O N
GESTATTEN?
MARIO DOLDER, BIATHLET
AUS DEM BASELBIET
Fehlender Schnee sorgt im Schneesport
selten für gute Nachrichten. Im Fall Mario
Dolder indes schon. Er schnupperte erstmals Biathlon-Luft, als ein Langlauflager
verlegt wurde. Heute hat er sich an die
Weltcup-Spitze herangekämpft und studiert an der ETH Zürich.
Faible über die Jahre entwickelt. Dank des unglücklich glücklichen Umstandes fehlenden
Schnees, stiess Dolder zum Biathlon. Da ein
Langlauflager des Sportamts seinerzeit aus
Witterungsgründen vom Glaubenberg nach
Andermatt verlegt wurde, schnupperte der
damalige Langläufer der LG Lausen vor rund
zwölf Jahren erstmals Biathlonluft im Rahmen
einer Kids Trophy. Fasziniert von der paradoxen Kombination aus physischer Hochleistung
und Präzision blieb er hängen und arbeitete
sich über die Swiss-Ski-Juniorenabteilung
hoch ins Eliteteam.
TRAINING «ENNET» DER GRENZE
Unter den berühmten Söhnen und Enkeln
aus Zeglingen (Kanton Baselland) listet Wikipedia auf: Adolph Rickenbacker, Miterfinder
der E-Gitarre mit familiären Wurzeln in Zeglingen; Eddie Rickenbacker, amerikanischer
Jagdflieger im Ersten Weltkrieg; Peter Rickenbacher, Wunderheiler, und Heinrich Wiesner,
in Zeglingen geborener Schriftsteller. Mario
Dolder wird noch nicht gelistet. Der 24-Jährige
arbeitet hart und zielstrebig daran, dieses Versäumnis zu korrigieren. Er ist zweifelsohne der
aktuell bekannteste Sportbotschafter der 475
Einwohner zählenden Gemeinde in der Basellandschaft. Neben SchweizermeisterschaftsGold ziert bereits Junioren-WM-Bronze das
Palmares des Skijägers.
DANK FEHLENDEM SCHNEE ZUM BIATHLON
Ein bisschen Eddie Rickenbacker steckt in Mario Dolder: Treffsicherheit. Während Eddie,
ohne familiäre Bande zu Mario, mit 26 Abschüssen der erfolgreichste US-Jagdflieger im
Ersten Weltkrieg war, schiesst sich Mario langsam in Richtung Weltspitze in der Ski-Jagd
(Biathlon). Auch eher zufällig hat sich dieses
42
SNOWACTIVE
FEBRUAR 2015
Dolders Heimat Zeglingen liegt im Bezirk Sissach im Kanton Baselland. Nicht unbedingt die
erste Adresse für nordischen Wintersport; vordergründig. Ein vertiefter Blick offenbart mit
der Langlaufgruppe Lausen einen sehr innovativen und umtriebigen Langlaufverein, dessen
Mitglieder an den renommiertesten Volksläufen der Welt gern gesehene Teilnehmer sind.
Die LG Lausen, zusammen mit dem SSC Riehen, ist seit ihrer Gründung 1998 regelmässiger Organisator und Ausrichter von Langlaufund Biathlon-Wettkämpfen. An vorderster
Front dabei sind Mario Dolders Eltern. Sie haben ihrem Sprössling die Liebe zum Langlaufen in die Wiege gelegt, ihn unterstützt und
gefördert. In der Regel nicht direkt in Zeglingen, aber just «ennet» der Grenze am Notschrei
in Deutschland ist eines der vielen Trainingszentren unserer nördlichen Nachbarn und seit
wenigen Jahren auch Trainings- und Wettkampfort der Schweizer Biathleten. Aber sollte
die Schneesituation, wie eben jetzt über die
Festtage, ideal sein, gibt’s gar in Zeglingen
selbst gute Trainingsmöglichkeiten. Eine Loipe
wird präpariert, der Skilift ist in Betrieb und
der Zeglinger Volksskitag findet auf heimischen Gefilden statt. Der Weg vom Baselbiet
zum Biathlon war demnach für Mario Dolder
kein weiter, er lag quasi vor der Haustür.
Zurück in der Gegenwart. Mario Dolder ist ein
fixer Bestandteil des Schweizer Männer-Biathlonteams. Zwar missriet ihm das entscheidende Selektionsrennen in Beitostoelen (NOR),
über den Umweg des IBU Cups schaffte Dolder
indes noch vor den Festtagen die Rückkehr in
den Weltcup, wo er zuletzt mit zwei Punkterängen und insgesamt vier Klassierungen in
den Top 50 seinen Anspruch formulierte. «Ich
bin im Grossen und Ganzen sehr zufrieden mit
meinem bisherigen Saisonverlauf. Insbesondere die Tatsache, dass ich trotz zwei Schiessfehlern immer noch in die Punkteränge laufen
kann, gibt mir viel Selbstvertrauen. Mein persönliches Ziel für den weiteren Saisonverlauf
ist die bislang erreichte Konstanz weiterzu-
WM in Kontiolahti
15 Jahre ist es unterdessen her, als Kontiolahti
Biathlon Weltmeisterschaften austrug. Davor
sprang der finnische Ort 1990 als Ersatzstation
für Minsk/Oslo ein. Präsent sind diese letzten
Titelkämpfe von 1999 bis heute. Legendäre Wetterverhältnisse prägten das Geschehen, Temperaturen von jenseits der minus 25 Grad verhinderten einen geregelten Ablauf und reguläre
Wettkämpfe. Auch die von IBU-Spitzenfunktionären eigenhändig entfachten Lagerfeuer entlang
der Strecke liessen das Quecksilber nicht auf die
geforderten 20 Grad Kälte steigen. Die Sprintrennen mussten insgesamt sechsmal verschoben werden, die Einzel- und Massenstartrennen
wurden gar erst im Rahmen des Weltcupfinals in
Oslo nachgeholt.
Unterdessen hat Kontiolahti das Biathlonstadion
modernisiert und seit 2004 mit einem CooledTrack ausgestattet. Die 1,5 Kilometer lange Asphaltpiste lässt auch bei massiv zu hohen Temperaturen Schneetraining zu. Rund drei Millionen
Euro investierte die Region in die neue Infrastruktur mit Medienkomplex, Streckenbeleuchtung und gar einer stadioneigenen Sauna. Die 47.
IBU Biathlon Weltmeisterschaft findet vom 4. bis
15. März 2015 statt. Elf Medaillensätze werden
auf der Medalsplaza in Joensuu, der Hauptstadt
Nordkareliens, vergeben.
05.03. 17.15 Uhr
Mixed Relay
07.03. 13.00 Uhr
Sprint Männer 10 km
07.03. 16.30 Uhr
Sprint Frauen 7,5 km
08.03. 13.15 Uhr
Verfolgung Männer 12,5 km
08.03. 16.00 Uhr
Verfolgung Frauen 10 km
11.03. 17.15 Uhr
Einzellauf Frauen 15 km
12.03. 17.15 Uhr
Einzellauf Männer 20 km
13.03. 17.15 Uhr
Staffel Frauen
14.03. 16.30 Uhr
Staffel Männer
15.03. 13.30 Uhr
Massenstart Frauen 12,5 km
15.03. 16.15 Uhr
Massenstart Männer 15 km
I B U WO R L D C H A M P I O N S H I P S B I AT H L O N
führen. Natürlich mit Ausreissern nach vorne!
Ich befinde mich läuferisch auf einem guten
Niveau. Beim Schiessen möchte ich natürlich
daran anknüpfen und arbeite hart daran», so
Mario Dolder.
SPORT UND STUDIUM GEMEINSAM MEISTERN
Trainingsfleiss und grosse Selbstdisziplin sind
unter anderem grosse Stärken des Hobbysurfers. Erfordernisse auch, um Beruf und Studium unter einen Hut zu bringen. Mario Dolder
studiert seit September 2013 Bauingenieurwissenschaften mit Bachelor an der ETH Zürich. Neben Waffe, Ski und Bekleidung sind
Bücher und Studiumsunterlagen seine ständigen Begleiter. «Das Wichtigste bei meiner Art
von Studium ist ganz klar die Selbstdisziplin.
Während sich die anderen Sportler am Abend
beim Fernsehen vom Training erholen, setze
ich mich hin und kämpfe mich durch die sehr
anspruchsvolle Materie meines Studiums. Dies
ist nicht immer einfach und erfordert oft viel
Durchhaltewillen.» Dank sehr kooperativer
Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen
der ETH wurde es Mario ermöglicht, dass er
sich für ein Semester immer ein ganzes Jahr
Zeit nehmen kann. Prüfungen gibts nur einmal
im Jahr, dafür braucht er doppelt so lange für
den Bachelor als «normale» Studenten – sechs
Jahre.
30 Monate und die ersten entscheidenden
Zwischenprüfungen hat Dolder erfolgreich
gemeistert; dank grosser Selbstdisziplin und
Hartnäckigkeit. Statt TV-Schauen im Hotelzimmer, Formelstudium am Rechner und in
Büchern. Ein Balanceakt zwischen psychischer
und physischer Höchstleistung. Durchhängen
ist nicht drin, in keiner der vielen Facetten von
Dolders aktuellem Sportler-Studenten-Leben.
Gerade auch deshalb nicht, weil das Schweizer
Männerteam sehr ausgeglichen ist. «Deshalb
selektionieren die Trainer nach jedem Weltcuprennen neu und versuchen jeweils die aktuell formstärksten Athleten im Weltcup an
den Start zu bringen. Da auch ich mich zu
denen zähle, muss ich mich jede Woche neu
CHRISTIAN MANZONI
empfehlen.»
pause. Ihre jüngere Schwester Elisa
könnte allerdings wie in Sotschi, wo
sie ein Diplom ersprintete, für einen
Exploit sorgen. Bei den Männern hat
Benjamin Weger im Weltcup mehrfach bewiesen, dass er auf das
Podest laufen kann. Wieso nicht
auch an einer WM?
Martin Fourcade ist trotz Krankheit
in der Vorbereitung schon wieder
fast der Alte. Apropos alt: Ole Einar
Björndalen wird als 41-Jähriger
nach Kontiolathi reisen und auch an
dieser WM vorne mitmischen.
5. Mit Selina Gasparin fehlt die erfolgreichste Schweizer Athletin der
letzten Jahre wegen einer Baby-
Fotos: zVg.
5 FRAGEN:
UNSERE EXPERTEN
VOR ORT
1. Was sind die wichtigsten Vorarbeiten für die Kommentierung eines
Sportwettbewerbs?
2. Wie sehr darf der Kommentator
seine eigenen Gefühle (Glück oder
Enttäuschung) den Zuschauer spüren lassen?
3. Wie überbrücken Sie länger dauernde Pausen oder Unterbrüche,
wenn sie «on air» bleiben?
4. Nennen Sie drei Favoriten an der
WM . . .?
5. Welche Medaillenchancen haben
die Schweizer?
Manuel Köng,
SRF Kommentator, Biathlon
1. Über Biathlon wird in der Schweiz
weniger berichtet als über Ski Alpin
oder Langlauf. Meine Haupt-Informationsquelle ist deshalb das Internet. Um an Insider-Infos heranzukommen helfen die geknüpften
Kontakte zu Trainern und Betreuern. Und mit Experte Matthias Simmen habe ich einen Fachmann an
der Seite, der ganz nah dran ist an
der Biathlon-Szene und die Dinge
aus der Athleten-Perspektive beurteilen kann.
2. Jede Athletin und jeder Athlet steckt
unglaublich viel Leidenschaft in diesen Sport. Wir Zuschauer dürfen in
jedem einzelnen Biathlon-Rennen
kleine (und manchmal grössere)
Dramen miterleben. Da gehören
Emotionen dazu. Sie sind das Salz in
der Suppe!
3. Meistens gibt es ja einen guten
Grund für einen Unterbruch. Da gilt
es die Zuschauer auf dem Laufenden zu halten. Es ist vielleicht auch
die Zeit, um ein Thema anzusprechen, das sonst in der Renn-Hektik
keinen Platz fände.
4. Bei den Frauen werden alle Augen
auf die finnische Lokalmatadorin
Kaisa Mäkärainen gerichtet sein. Zu
Saisonbeginn hat sie die Konkurrenz dominiert. Und da wäre noch
ihre offene Rechnung nach den medaillenlosen Olympischen Spielen
in Sotschi. Bei den Männern ist die
Ausgangslage offener. Seriensieger
2.
Matthias Simmen,
SRF-Experte, Biathlon
1. Ich bin selbst während den offiziellen Trainings mit den Ski auf den
Wettkampfstrecken unterwegs und
hole mir so Eindrücke über die
Topographie sowie die Schneebeschaffenheit. Das mache ich
ebenfalls ca. eine Stunde vor Wettkampfbeginn. Mein Vorteil ist, dass
ich alle aktuellen Weltcup- sowie
die WM-Strecken in Kontionlahti
(FIN) selber noch als Athlet unter
Wettkampfbedingungen lauf- und
schiesstechnisch absolviert habe
und somit die Schlüsselstellen und
Schwierigkeiten der jeweiligen
Strecken und Schiessstadien bestens kenne. Während diesen offiziellen Trainings ergibt sich spontan
die Gelegenheit sich mit den Athletinnen und Athleten auszutauschen
und die allerneusten Informationen
aus erster Hand zu kriegen. Mit den
Trainern der verschiedenen Nationen habe ich ebenfalls während
dem Training am Schiessstand Zeit
mich zu unterhalten und Informationen zu sammeln. Über die Resultate der laufenden Saison sowie die
3.
4.
5.
Analysen zu den Lauf- und Schiesszeiten der Athletinnen und Athleten
halte ich mich immer auf dem neusten Stand.
Da ich viele Athletinnen und Athleten persönlich kenne, ist es nicht
immer einfach, die Emotionen
(Glück und Enttäuschung) zu kanalisieren. Ich glaube jedoch, es ist
wichtig, trotzdem neutral die Leistungen zu beurteilen und zu analysieren.
Da ich über ein grosses Repetoire
an Hintergrund- und Insiderwissen
verfüge, ist es kein Problem auch
eine längere Pause mit Geschichten
und Anekdoten zu füllen.
Meine Favoriten an der WM in Kontionlahti (FIN) sind bei den Männern:
Martin Fourcade (FRA), Emil Hegle
Svendsen (NOR), Anton Shipulin
(RUS). Bei den Frauen: Kaisa Mäkkärainen (FIN), Daria Domracheva
(BLR), Valj Semerenko (UKR).
Nachdem Selina Gasparin in diesem
Winter eine Mutterschaftspause
einlegt, hat sicher ihre jüngere
Schwester Elisa das grösste Potenzial auf ein Top-Resultat. Zu was
Elisa in der Lage ist, hat sie an den
Olympischen Spielen in Sotschi vor
Jahresfrist mit dem 8. Platz im
Sprint eindrücklich bewiesen. Bei
den Männern liegen die Hoffnungen, aufgrund der Resultate der
laufenden Saison, bei Benjamin
Weger. Sofern er seine Laufform
halten und seine Schiessleistung,
vor allem im Liegendbereich steigern kann, gehört er in jedem Wettkampf zum erweiterten Kreis der
Medaillenkandidaten.
FEBRUAR 2015
SNOWACTIVE
43
NOSTALSKI
ABFAHRTS-WM
MIT EINEM HAUCH
VON NOSTALGIE
MARIA WAL
Wer einst bei den wildesten Ritts über die
schwierigsten Pisten mit über 100 km/h
(fast) nie das Gleichgewicht verlor, der
steht in fast logischer Konsequenz auch
nach der Karriere «zentral auf dem Ski».
Maria Walliser hat ihre «Worklife»-Balance abseits der grossen Showbühne als Mutter, engagierte Botschafterin verschiedener sozialer Institutionen, PR-Vertreterin
ihrer früheren Ausrüster sowie HobbyWinzerin mit kleinem Rebberg gefunden
– und ist glücklich damit.
Es ist schon so lange her und doch noch so
präsent, als Maria Walliser und Co. die Schweiz
mit Seriensiegen und Medaillen im Dutzend
beglückten und die Nation in eine wahre Euphorie versetzten. Maria Walliser war für die
Medien das Glamourgirl schlechthin, von der
«Wildkatze aus dem Toggenburg» bis zum
künftigen Hollywood-Star musste jeder Begriff
herhalten. «Alle möglichen Attribute wurden
mir angehängt», sagt die in der Bündner Herrschaft wohnhafte St. Gallerin. «Noch vor weni-
44
SNOWACTIVE
FEBRUAR 2015
gen Tagen habe ich von einem slowenischen
Journalisten einen Fragebogen erhalten, in
dem es von solchen Superlativen nur so wimmelte. Dabei ist es in meinem Leben so etwas
von irrelevant und schon soo lange her.»
rausfallen können. So war ich auf einen Schlag
zwei Stufen höher – und blieb dort. Lara Gut
ging es in ihrer ersten Weltcup-Abfahrt ähnlich. Sie stürzte ins Ziel und aufs Podest – und
war der Shooting-Star.»
MIT FIS-RENNEN KARRIERE LANCIERT
DAS BEACHTLICHE PALMARES
Rund 35 Jahre sind vergangen, seit Maria Walliser auf ihre Art ins Rampenlicht trat. Es war
gemäss Chronik an einem Europacuprennen in
Ebnat-Kappel zwischen Weihnachten und
Neujahr. «Es handelte sich nur um ein FIS-Rennen», korrigiert Maria Walliser – aber ein spezielles FIS-Rennen. Rund ein Dutzend Journalisten von allen grossen Zeitungen waren
anwesend, mehr als heute bei Weltcuprennen.
Der Verband hatte alle Weltcup-Stars an dieses
Rennen beordnet, um den Jungen einen Vergleich und die Gelegenheit für gute FIS-Punkte
zu ermöglichen.
Das 16-jährige Bauernmädchen aus Mosnang
nutzte die Chance, fuhr mit einer hohen Nummer mitten in die Weltcup-Elite und wurde
Zweite. «Die Jury», erinnert sich Maria Walliser, «kontrollierte noch einmal die Zeitmessung, ob das wirklich stimmt.» Es stimmte. «Ich
war», so Maria, «zur richtigen Zeit am richtigen
Ort und hatte das Quentchen Glück – das kann
eine Karriere lancieren. Ich hätte ja ebenso gut
Maria Walliser besass, vom ersten Tag an, die
natürliche Eigenschaft, den Charme, den Instinkt und die Eloquenz, den Medien das zu
geben, was sie brauchten. Für beide Seiten war
es eine Win-win-Situation – geprägt von gegenseitiger Wertschätzung.
Auch auf der Piste blieb Maria nichts schuldig.
Ihr Gesamtwerk ist bekannt, deshalb im Telegramm-Stil nur die Eckdaten: 25 Weltcupsiege, zweimal Gesamtweltcup, drei WM-Titel,
drei Medaillen an Olympischen Spielen. In
Vail-Beaver Creek, wo im Februar zum dritten
Mal Weltmeisterschaften stattfinden, zündete
sie ihr letztes Highlight: Zwei Jahre nach
Crans-Montana wurde sie 1989 nochmals Abfahrtsweltmeisterin. Und ist damit, das wird
oft vergessen, immer noch die letzte Schweizer
Weltmeisterin in dieser Disziplin!
«ER GAB MIR DEN PERFEKTEN SKI»
An die Fahrt erinnert sie sich noch genau:
«Diese und was unmittelbar davor passierte,
Foto: Erik Vogelsang
LLISER
habe ich noch genau vor Augen. Sonst weiss ich
nur noch, dass ich nichts zu Essen bekam und
wie ein Schlosshund fror.» Es herrschten Temperaturen von minus 20 Grad. Im Training war
sie, bei vereister Piste, nicht an ihre Grenzen
gegangen, was ihr eine Standpauke von Trainer Jan Tischhauser eintrug.
Ihre Völkl-Markenkolleginnen Zoe Haas und
Brigitte Oertli waren in der Qualifikation ausgeschieden. «Aber dann», erinnert sich Maria,
«begann es in der Nacht zu schneien und es gab
50 Zentimeter Neuschnee. Für mich ging der
Himmel auf. Ich wusste: am nächsten schönen
Tag wird gefahren auf einem wunderschönen,
weichen Teppich – meinen Verhältnissen. Ich
liebte das gefühlvolle Skifahren. Am Renntag
bat mich mein Servicemann René Schlumpf,
auf kurze Distanz zwei Ski zu testen. Beide
klebten im Schnee, ich war schockiert. Aber er
beschwichtigte mich: ‹Mach dir keine Sorgen›.
Er gab mir den perfekten Ski – aber ich bin auch
wirklich gut gefahren.»
Ein Jahr später beendete sie ihre Karriere, mit
27, was damals üblich war. Erika Hess hörte
noch früher auf, auch Michela Figini, ihre Erzkonkurrentin, um deren Rivalität sich so viele
Geschichten rankten. «Das war doch super für
euch . . .», lächelt Maria, verhehlt aber nicht,
dass sie wegen Michela, die sie in der Olympia-
Abfahrt 1984 in Sarajevo um fünf Hundertstel
schlug, ein schwieriges Jahr erlebte: «Beide
hatten im Frühling danach ein Überbein operieren lassen. Bei Michela war es sofort gut, bei
mir dauerte es länger. Ich befürchtete: jetzt bin
ich schon wieder im Rückstand. Eine Zeitlang
habe ich tatsächlich zuviel auf Michela und zu
wenig auf mich geschaut. Für sie war ich ein
Ansporn, und mir öffnete sie die Augen, mich
wieder mehr auf mich selbst zu konzentrieren.
So profitierten wir beidseitig voneinander.»
Und schreiben sich heute noch Weihnachtskärtchen.
SPITZENSPORT ALS LEBENSSCHULE
Maria Walliser betrachtet generell ihre Zeit als
Spitzensportlerin als eine Art Lebensschule:
«Ich habe im Team vieles mitbekommen: Organisation, strukturierte und ausgefüllte Tagesabläufe – und auch Flexibilität. Mit dieser Basis
ist es mir leichter gefallen, später in der Familie
alles unter einen Hut zu bringen, mit allen
Turbulenzen, in der Schule, im Alltag, dem
zusätzlichen Therapie-Aufwand für die eine
Tochter oder dem sportlichen Engagement für
die andere.»
Siri (inzwischen 23) ist mit einem offenen
Rücken (spina bifida) auf die Welt gekommen
und seit Geburt auf den Rollstuhl angewiesen.
Noemi (18) fährt Ski und gehört dem Nationalen Leistungszentrum Ost an. Die Mutter lebt
und fühlt mit, wenn Siri ein Problem hat, oder
wenn es Noemi nicht läuft, wie sie es sich
vorstellt. Mutterliebe ist unerschöpflich, und
Maria erlebt das Phänomen, wie sich dadurch
die Energie wie von selbst erneuert. Die Lebensfreude und der Optimismus, den Siri verströmt, wirken wie eine Kraftquelle – für alle,
die ihr begegnen.
So lebt Maria Walliser ein erfülltes Leben als
Mutter und Botschafterin vom SOS-Kinderdorf, der Ronald-McDonald-Kinderstiftung,
Fit-4-Future oder Präsidentin der Stiftung Folsäure Schweiz, einem Lebensvitamin, das entscheidend zur Gesundheit des ungeborenen
Kindes beiträgt.
Der Abstecher nach Amerika nach ihrem Karrierenabschluss, wo sie auf Vermittlung des
mehrfachen Oscarpreisträgers Arthur Cohn
eine Schauspielschule besuchte, dauerte nur
gut einen Monat: «Ich bin froh, dass ich dieses
Experiment gewagt habe. Danach war mir klar:
Diese Glitzerwelt ist nichts für mich. Das hätte
bedeutet: Heimat verlassen und Beziehung
aufs Spiel setzen.» Die Toggenburger Bauerntochter war halt doch kein Glamourgirl. Das
Schicksal hatte einen andern Traumjob für sie
RICHARD HEGGLIN
vorbestimmt.
FEBRUAR 2015
SNOWACTIVE
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DIE NEUE SWISS-SKI-SPITZE IM GESPRÄCH
NUR MIT EINER
MITTEL- UND
LANGFRISTIGEN
PLANUNG
KEHRT RUHE EIN
MARKUS WOLF UND STEFAN BRÜTSCH ÜBER DIE ZUKUNFT VON SWISS-SKI
redaktor Joseph Weibel hat mit den beiden über den heissen Stuhl
an der Verbandsspitze, sportliche Erfolge, dem politischen
Bekenntnis zum Spitzensport und auch über langfristige Ziele
gesprochen. Das Protokoll eines überaus offenen und interessanten Gesprächs.
Fotos: zVg.
Kurz vor Saisonbeginn hat sich Swiss-Ski von seinem Direktor
Roland Imboden getrennt. Die Nachfolge haben Markus Wolf,
bisheriger Direktor Sport, und Stefan Brütsch, bisher Direktor
Marketing, angetreten. Beide haben ihre bisherigen Ämter
behalten und zusätzliche Aufgaben geteilt. Snowactive-Chef-
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SNOWACTIVE
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Stefan Brütsch (links) und Markus Wolf bilden seit letztem Herbst das Führungsduo von Swiss-Ski.
FEBRUAR 2015
SNOWACTIVE
47
Markus Wolf:
«Es ist wichtig,
dass jeder für sich
und seine Tätigkeit
einsteht und
dafür kämpft.»
Die Direktoren von Swiss-Ski haben in den letzten 20 Jahren verschiedene Namen gehabt: Josef Zenhäusern, Jean-Daniel Mudry, Bruno
Marty, Hansruedi Laich, Denis Vaucher oder Andreas Wenger. Das Büro
im ersten Stock in Muri ist aber immer dasselbe geblieben. Unser Gespräch findet in eben diesem Büro statt. Es ist besetzt von Markus Wolf,
dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung. Diesen Titel führte schon einmal ein Direktor von Swiss-Ski: Bruno Marty, der 2004 Jean-Daniel
Mudry als Direktor ersetzte und überraschend nach nur einem Jahr
Swiss-Ski wieder verliess. Aus freien Stücken notabene. Markus Wolf
hat aber Verstärkung – mit Stefan Brütsch, der mit Markus Wolf künftig
als Duo die finanziellen und sportlichen Geschicke des Verbandes leiten
will. Auf lange Frist, wie beide in diesem Gespräch deutlich zu verstehen
geben.
SNOWACTIVE: Markus Wolf, Sie sind im Gegensatz zu Stefan Brütsch
noch ein relativ unbeschriebenes Blatt bei Swiss-Ski. Sie haben vor
einem Jahr die Funktion als sportlicher Direktor übernommen und
haben dabei ein relativ sicheres berufliches Umfeld verlassen. Lieben Sie das Risiko?
MARKUS WOLF: (schmunzelt). Sport birgt ein gewisses Risiko in sich.
Aber im Ernst. Ich blicke vor allem auf interessante Jahre beim Bundesamt für Sport (Leiter J+S) sowie beim Sportamt Graubünden zurück.
In dieser Funktion durfte ich alle Verbände auf kantonaler Ebene begleiten. Das ermöglichte mir einen interessanten Einblick in unterschiedliche Sportarten.
Wie nah steht Ihnen der Skisport?
MARKUS WOLF: Vielleicht ist das ein Novum für den Verband. Nach ein
paar wenig erfolgversprechenden Jugendskirennen hat es mich zum
Unihockey gezogen. Die Funktion als sportlicher Direktor habe ich also
vor einem Jahr sozusagen als Quereinsteiger angenommen.
Und wie bewerten Sie diesen Quereinstieg nach einem Jahr?
MARKUS WOLF: Wir haben an allen Fronten und auf allen Ebenen sehr
viele gute Leute. Ich stelle aber auch fest, dass es vielleicht manchmal
am Blick über die Hecke hinaus fehlt. Es ist wichtig, dass jeder für sich
und seine Tätigkeit einsteht und dafür kämpft. Das ist eine durchaus
positive Eigenschaft. Sie birgt andererseits das Risiko in sich, den Blick
über den eigenen Horizont hinaus zu verlieren. Mich hat der Mannschaftssport Offenheit, Wissensdurst und den ständigen Blick nach
neuen Entwicklungen gelehrt. Es braucht in einem Verband mit elf
Disziplinen nicht nur Weitblick, sondern auch das Verständnis für das
Gesamte.
Stefan Brütsch, Sie sind der Marketingprofi und primär dafür verantwortlich, dass dem Verband Jahr für Jahr 46 Millionen Franken
zur Verfügung stehen. Diese Arbeit leisten Sie seit sieben Jahren
eher im Hintergrund. Nun stehen Sie als Teil des neuen DirektorenModells auch im Schaufenster. Deshalb sei die Frage erlaubt: Wer
erhält nun den Anruf ans Direktorium in erster Linie zugeschaltet?
STEFAN BRÜTSCH: (lacht). Ich bin stets bemüht, dass der Anruf Markus
weitergeleitet wird. Die Frage könnte auch heissen: Wie nimmt man uns
als Führungs-Duo an der Basis wahr?
Eine gute Frage, wie lautet die Antwort?
STEFAN BRÜTSCH: Am Verhandlungstisch sitzt der jeweils Zuständige.
Somit ist gewährleistet, dass das Gegenüber den Fachspezialisten als
Verhandlungspartner am Tisch weiss. Die Präsenz nach aussen ist gefühlt und auch in der Praxis von uns beiden hoch. Das ist eine logische
Folge unserer Aufgaben und war früher nicht anders. Bei unseren Partnern hat das neue Führungsmodell deshalb auch keine Irritationen
ausgelöst.
Wenn Sie sich nun aber im Duo repräsentativ in der Öffentlichkeit
bewegen, so denkt man sich: Braucht es wirklich immer beide?
STEFAN BRÜTSCH: Wir möchten möglichst selten gemeinsam auftreten
– das wäre ineffizient. So können auch die Repräsentationsaufgaben auf
zwei Schultern verteilt werden.
Man rechne: Elf Disziplinen, unzählige Wettkämpfe im Spitzen- und
Breitensport, zwölf Regionalverbände, 770 Klubs und über 100 000
Mitglieder. Da kommt einiges zusammen und alle erheben den Anspruch auf Präsenz von hoher Stelle bei Swiss-Ski.
STEFAN BRÜTSCH: Ich kann das Zahlenspiel ergänzen. Wir bewegen im
Winter über 60 000 Menschen an Breitensportanlässen. Fakt ist, dass
man diese Tatsache zu wenig wahrnimmt. Tue Gutes und sprich davon,
heisst ein vielzitiertes Sprichwort. An Veranstaltungen mit einer hohen
medialen Präsenz nimmt man die Anwesenheit von Verbandsgrössen
Und wie kommen Sie mit den elf Disziplinen grundsätzlich zurecht?
MARKUS WOLF: Ich glaube und hoffe, dass die frühere Tätigkeit als J+S-
Chef, wo ich mit 70 verschiedenen Sportarten zu tun hatte, für meine
heutige Funktion förderlich ist. Vielleicht bringe ich die eine oder andere Erfahrung mit ein, die mittel- oder langfristig von Nutzen sein kann.
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Markus Wolf:
«Wir ergänzen uns
sehr gut.»
Stefan Brütsch:
«Bei unseren Partnern
hat das neue
Führungsmodell
keine Irritationen
ausgelöst.»
Stefan Brütsch:
«Es gibt ein paar wenige
ausserordentliche Talente,
die an der Weltspitze
reüssieren können.»
natürlich eher wahr als am Grand Prix Migros oder an den Swisscom
Nordic Days.
MARKUS WOLF: . . . Richtig. Der Anspruch auf Präsenz an möglichst vielen
Veranstaltungen wird erhoben. Und noch mehr: Natürlich muss der
Präsident oder Direktor anwesend sein. Diesem Anspruch konnten
unsere Vorgänger natürlich schon längst nicht mehr genügen. Wenn ich
auf meine Agenda der letzten zwei und noch folgenden drei Monate
schaue, so finde ich jedes Wochenende mindestens zwanzig Optionen,
die meine Präsenz erfordern könnten. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit, deshalb müssen Auftritte an der Basis sich auf verschiedene Schultern verteilen: Von Mitgliedern aus dem Präsidium, der Geschäftsleitung, aber auch all den Verantwortlichen in den verschiedenen
Bereichen. Sie haben allesamt die Kompetenz und auch Berechtigung,
ihre Tätigkeit an der Basis zu vertreten.
Die Frage ist unvermeidlich: Wie fühlt man sich auf dem heissen
(Direktoren-)Stuhl von Swiss-Ski?
MARKUS WOLF: Das ist die häufigste Frage nach dem 20. Oktober 2014.
Darauf muss es keine schlüssige Antwort geben. Nur soviel: In vier Jahren waren vier verschiedene Direktoren im Amt. Sie waren alle mit einer
eigenen Persönlichkeit und ihrem Umfeld ausgestattet. Nichts lässt auf
eine Gemeinsamkeit der Ereignisse schliessen. Ich meine, entscheidend
ist letztlich das Vertrauen in einen selber. Würde ich im Vornhinein
davon ausgehen, das ich mich auf dem Stuhl nicht wohlfühle, hätte ich
diese gemeinsame Herausforderung bestimmt nicht angenommen.
Von aussen betrachtet sind Sie zwei unterschiedliche Typen: Stefan
Brütsch gilt eher als Hardliner, Sie eher als zurückhaltend und ruhig. Richtig?
MARKUS WOLF: (lacht). Wir sind uns in der Tat nicht sehr ähnlich, das
stimmt. Wir ergänzen uns aber sehr gut. Und das könnte sich durchaus
zu einer Stärke entwickeln.
STEFAN BRÜTSCH: Etwas Gemeinsames haben wir schon. Wir haben uns
bereits beim letzten Mal für die Direktorenposition interessiert. Nach
dem Ausscheiden von Roland Imboden war für uns klar, dass weder
Markus Wolf noch ich für eine Einzelbesetzung zur Verfügung stehen
würden. Wir wollten nicht noch einmal in die gleiche Situation geraten
und haben deshalb die Doppelspitzen-Lösung vorgeschlagen. Marketing und Sport sind die zwei tragenden Säulen des Verbandes. Das
gleiche Modell wird bereits in verschiedenen Sportverbänden, unter
anderem auch beim Deutschen Skiverband, angewendet.
Bei einem Sportverband, bei Swiss-Ski als einer der erfolgreichsten,
ist in erster Linie der sportliche Erfolg das Mass aller Dinge . . .
STEFAN BRÜTSCH: . . . und daran wird eine Verbandsführung gemessen,
was sicher ein wichtiger Grund für eine überdurchschnittliche Personalfluktuation ist. Den Erfolg kann man aber nicht alleine mit betriebswirtschaftlichen Mitteln oder mit der Brechstange erzwingen. Sagen
wir es so: Es gibt ein paar wenige ausserordentliche Talente, die an der
Weltspitze reüssieren können. Wenn sie es tun, so ist alles gut, wenn
nicht, so wird gleich alles hinterfragt . . .
Genau. Und deshalb war die Bemerkung mit dem «heissen Stuhl»
ja nicht unberechtigt. Was haben Sie für einen Plan?
MARKUS WOLF: Der Leistungssport ist immer gewissen Spannungen
unterworfen. Die Podestplätze vom vergangenen Wochenende sind
Makulatur, wenn in den folgenden Bewerben Erfolglosigkeit herrscht.
Das wird man nie ändern können. Wichtig scheint mir aber, dass in
wirklich schwierigen Situationen das Krisenmanagement nicht versagt.
Es wird niemand im Verband ernsthaft das Ziel haben, die Verbandsspitze in der vorangegangenen Regelmässigkeit zu erneuern. Hingegen
gehen wir davon aus, dass nur mit einer mittel- und langfristigen Planung Ruhe einkehren kann. Das gilt für die sportlichen und finanziellen
Ziele ebenso wie für die Kontinuität im personellen Sektor.
Was heisst für Sie «mittel- und langfristig»?
MARKUS WOLF: Ich rede von zehn Jahren und mehr.
Sprechen wir von den eher kurzfristigen Prioritäten. Wie sehen
diese bei Ihnen konkret aus?
STEFAN BRÜTSCH: Wir sind am Anfang eines Olympia-Zyklus und müssen unsere Disziplinen priorisieren und dabei die kommenden vier
Jahre planen. Ich muss dabei primär für die wirtschaftliche Absicherung
dieses gesamten Konstrukts sorgen. Wir haben in den letzten sieben
Jahren das Sponsoring stark ausbauen können.
Swiss-Ski hat ein vier Mal höheres Budget als noch vor 20 Jahren.
Glauben Sie noch an Kapazitäten im Sponsoring?
STEFAN BRÜTSCH: Es wäre schlecht, wenn ich nicht daran glauben würde. Ich bin von einer Optimierung überzeugt. Meine Aufgabe ist es, zu
überlegen, wie die Marke Swiss-Ski noch besser vermarktet werden
kann.
MARKUS WOLF: Die finanzielle Stabilität ist neben dem sportlichen Erfolg
das wichtigste im Verband. Der Leistungssport zeichnet sich bekanntlich
>
durch schier unendlich grosse Bedürfnisse aus.
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Stefan Brütsch:
«Unsere Konkurrenten
auf dem Berg sind primär
Staatsangestellte.»
Und sie dürften in Zukunft nicht endlich werden, weil ja die anderen
Skinationen auch nicht schlafen. Vor allem die Alpenländer können
zudem auf nachhaltiges Engagement der Regierung zählen.
MARKUS WOLF: Auf politischer Ebene müssen wir auf wesentlich mehr
Unterstützung zählen können. Swiss Olympic ist in diesem Punkt bekanntlich schon recht aktiv.
STEFAN BRÜTSCH: Da muss etwas passieren – für den gesamten Schweizer Sport, aber auch für Swiss-Ski. Sonst werden wir bald einmal nicht
mehr konkurrenzfähig sein.
Swiss-Ski leistet im Nachwuchsbereich zwischenzeitlich sehr gute
Arbeit. Und trotzdem laufen uns die anderen immer mehr den Rang
ab. Was also muss konkret geschehen?
MARKUS WOLF: Wir sind an einem Punkt angelangt, wo sich die Politik
ganz konkret für oder gegen den Leistungssport entscheiden muss.
Neigt das Bekenntnis zu einem Ja, so macht das jede folgende Diskussion einfacher. Es ist durchaus möglich, dass die Durchführung von
Olympischen Spielen in unserem Land einen positiven Rutsch auslösen
könnte. Schade, sind wir mit einem solchen ambitiösen Vorhaben bisher
immer gescheitert.
STEFAN BRÜTSCH: Auch ich vermisse ganz klar das Bekenntnis zum
Leistungssport. Unsere Konkurrenten auf dem Berg sind primär Staatsangestellte – aus Italien, Frankreich, Deutschland oder Österreich. Ich
nenne diese Zahl immer wieder. Alleine im französischen Skiverband
sind 88 Athleten und 80 Trainer beim Staat angestellt. Bei uns? Da gibt
es derzeit neun Zeitsoldaten. In Deutschland sind es 844 Angestellte
beim Bundesheer, in Österreich 170. Und auch in Italien arbeiten etwa
je 50 Athleten und 20 Trainer beim Heer, bei den Carabinieri, Forestale
etc. Das ist ein Aspekt. Dahin müssten wir auch kommen. Ein Athlet soll
sich über ein paar Jahre auf den Sport konzentrieren können und entsprechend sozial abgesichert sein. Ein kleines Einkommen, eine Versicherung und die Aussicht auf einen Nach-Karriereplan im Falle eines
Scheitern. Der Weg zur Weltspitze kann ein paar Jahre dauern – hier
braucht es nebst Durchhaltevermögen vor allem finanzielle Rückendeckung.
Markus Wolf:
«Auf politischer Ebene
müssen wir auf wesentlich
mehr Unterstützung
zählen können.»
50
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Wie ist die aktuelle Situation: Kann ein Athlet vom Spitzensport
heute leben?
STEFAN BRÜTSCH: Bei den Alpinen können einige wenige ganz gut von
diesem Sport leben. Im nordischen Skisport sind es in der Schweiz gerade mal zwei Athleten (Dario Cologna und Simon Ammann) . . .
MARKUS WOLF: . . . gemäss einer Studie der Hochschule für Sport in
Magglingen erzielte die Hälfte aller Einzelspitzensportler in der Schweiz
ein Jahreseinkommen von 14 000 Franken. Da muss ich doch als Sportler sagen: Sport ist zwar ein schönes Hobby. Leben kann man davon aber
nicht. Die Lebenshaltungskosten eines Athleten werden uns in den
nächsten Jahren ziemlich beschäftigen, davon bin ich überzeugt.
Stefan Brütsch, Sie haben unter anderem erwähnt, dass man die
Disziplinen priorisieren muss – jetzt besonders wieder im Blick auf
die Olympischen Winterspiele in drei Jahren. Die neuen Disziplinen
im Verband sind zum Teil in den Medien gut vertreten. Wirkt sich
das positiv im Gespräch mit neuen Sponsoren aus?
STEFAN BRÜTSCH: Die neuen Disziplinen bringen leider nicht wirklich
viel Geld. Und trotzdem müssen wir die ganze Struktur aufbauen. Ob
nun für Freeskiing oder Damenskispringen. Nach streng betriebswirtschaftlichen Regeln rechnet sich das nicht oder noch nicht. Und trotzdem versuchen wir auf mittlere und lange Frist auch in diesem Bereich
zusätzliche Finanzen zu generieren. Gute Medienpräsenz ebnet uns
natürlich den Weg.
Wenn Sie nun einen neuen Sponsor an der Angel haben, so wird der
Ihnen im ersten Gespräch glatt sagen: Tönt interessant aber viel zu
teuer.
STEFAN BRÜTSCH: Dann sage ich: Nein. Es ist eigentlich viel zu günstig.
Wir können heute belegen, dass sich der finanzielle Einsatz der meist
international tätigen Unternehmen alleine schon in der Schweiz rechnet. Wir haben ausgerechnet, dass mit demselben finanziellen Einsatz
sich in den klassischen Medien gerademal zwei nationale Wellen à vier
Wochen realisieren lassen. Bei uns ist der Partner ein ganzes Jahr international präsent.
Auch wenn der sportliche Erfolg ausbleibt?
STEFAN BRÜTSCH: Wir gehen mit unseren Partnern langfristige Verträge
ein, sodass auch mal eine schlechte Saison noch keine Krise auslöst. Im
Übrigen ist die Medienpräsenz in solchen Fällen erst noch höher, weil
der Erklärungsbedarf von Athleten, Trainern und Verbandsverantwortlichen entsprechend höher ist . . . Unsere langjährigen Partnerschaften,
zum Teil seit Jahrzehnten, sind wohl der beste Beweis für die Wirksamkeit ihres Engagements.
Zwölf Regionalverbände und 770 Klubs von Swiss-Ski buhlen ebenfalls um Sponsoringpartner. Sie stossen einerseits regional schon
früh an Grenzen und sind andererseits noch an Exklusivverträge
des Dachverbandes gebunden. Ihre Kollegen an der Basis dürften
also wesentlich mehr Mühe haben, Sponsoren zu finden.
STEFAN BRÜTSCH: Exklusivverträge? Das wäre mir neu. Wir verkaufen
keinem Sponsor auch die Exklusivität in den Regionen.
Und wie ist das mit Raiffeisen?
STEFAN BRÜTSCH: Eine gute Sache, meine ich. Raiffeisen hat ihr Enga-
gement auf alle Regionen erweitert und unterstützt jeden einzelnen
Regionalverband zusätzlich direkt. Für die Schweizer Bank war diese
Ausweitung ein langer, aber sicher für beide Seiten lohnender Prozess.
Swiss-Ski verliert Alpiq als einen der Hauptsponsoren. Mit den
Bernischen Kraftwerken konnte vor rund einem Monat bereits eine
Nachfolgerin gewonnen werden. Die BKW sind aber auch bei den
Lauberhornrennen engagiert. Ist da der Konflikt nicht vorprogrammiert?
STEFAN BRÜTSCH: Wenn es so gewesen wäre, dass in diesem konkreten
Fall ein Konflikt hätte entstehen können, so hätten wir das sicher vorher
geregelt. Tatsache ist, dass die BKW ihr Engagement auf verschiedene
Pfeiler im Wintersport abstützen will: so etwa weiterhin bei den Weltcuprennen in Adelboden und Wengen, aber auch mit einer tatkräftigen
Unterstützung des Berner Oberländer Skiverbandes.
Das heisst es handelt sich in diesem Fall nicht um einen Ersatz, sondern
vielmehr um eine Ergänzung des bisherigen Engagements. Meiner
Meinung nach ist es sowieso das Beste, wenn ein Sponsor sein Engagement auf verschiedenen Säulen abstützt. Ein Verbandssponsoring in
Kombination mit Athletensponsoring und Eventsponsoring erzielt die
besten Resultate.
Markus Wolf, Sie haben zusammen mit Stefan Brütsch die grosse
Herausforderung einer Co-Verbandsführung angenommen. Die
alpinen und nordischen Skiweltmeisterschaften stehen an und im
März auch die Biathlon-WM. Haben Sie sich für ein paar Monate
von Ihrer Familie abgemeldet?
MARKUS WOLF: Es ist eine intensive Zeit, in der man praktisch nur aus
dem Koffer lebt. Dessen war ich mir durchaus bewusst. Es steht aber
nicht die Belastung im Vordergrund, sondern es ist immer auch ein besonderes Erlebnis, nahe bei Athleten und Partnern zu stehen. Und
während des Wettkampfes darf man auch ein bisschen Fan sein.
INTERVIEW: JOSEPH WEIBEL
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Was Ochsner Sport im Bereich Ski sonst noch
unterstützt
Weltcup in der Schweiz
2004 wurde Ochsner Sport Sponsor aller Ski-Weltcup-Rennen mit Austragungsort Schweiz. Dazu gehören auch ein Sponsoringpaket im TV-Bereich, eine
starke Präsenz der Athleten des Racing Teams sowie
die Bandenwerbungen im Zielbereich.
I believe in you
I believe in you ist eine Crowdfunding-Plattform für
Sportlerinnen und Sportler. Statt wenigen grossen
Sponsoren, unterstützt die grosse Menge (Crowd)
eine Person oder ein Projekt. Wer einen Betrag
stiftet, bekommt im Falle der Realisierung eine individuelle Belohnung. Solche Belohnungen spendet
Ochsner Sport und unterstützt damit die Finanzierungsziele der Sportlerinnen und Sportlern.
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ZAUBERHAFTE
WINTERLANDSCHAFT
GANZ NAH ERLEBEN
1
Bereits unsere Vorfahren vor tausenden
von Jahren haben Schneeschuhe verwendet, um die schneebedeckten Berge zu
überwinden. Damit hat das Schneeschuhwandern eine Tradition, die sehr weit zurückreicht.
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ADVERTORIAL
2
Topmodell Flex VRT und dem Modell Flex RDG
kommt erstmals bei Schneeschuhen die BOA®Verschlusstechnik zum Einsatz. An einem zentralen Drehknopf kann so die Bindung den
Anforderungen entsprechend fixiert werden.
Die verhilft zu einer perfekten Anpassung unabhängig vom verwendeten Schuh. Am besten
lässt man sich in einem Fachgeschäft beraten.
GEFÜHRTE TOUR ALS EINSTIEG
Die Teilnahme an einer geführten Schneeschuhtour ist der ideale Einstieg in die Welt des
Schneeschuhwanderns. Immer mehr Fachgeschäfte, Veranstalter, Tourismusverbände, Alpine Vereine und Hotels bieten Schneeschuhwanderungen an.
Ein ganz besonderes Erlebnis sind geführte
Schneeschuhtouren, wie sie in den Iglu-Dörfern der Schweiz angeboten werden. Hier kann
man zauberhafte Winterlandschaften geniessen, Romantik pur, mit Übernachtung in einem
der Iglu-Dörfer in Zermatt, Gstaad, EngelbergTitlis, Davos-Klosters oder neu auf dem Stockhorn im Berner Oberland. Mit Fantasie und
Fotos: zVg.
Heute liegt das Schneeschuhwandern voll
im Trend. Egal ob jung oder etwas älter, erfahrener Sportler oder ambitionierter Einsteiger
– Schneeschuhwandern ist ein Volkssport für
jedermann mit enorm grossem Erholungswert.
Es lässt sich leicht erlernen und eröffnet zauberhafte Naturerlebnisse abseits der ausgetretenen Pfade und wird so zum individuellen
Fitness-Erlebnis. Die Bandbreite reicht dabei
vom leichten Wandern, bei dem das HerzKreislauf-System leicht gefordert wird, bis zum
intensiven Konditionstraining.
Nebst warmen und atmungsaktiven Winterkleidern ist die Wahl der passenden Schneeschuhe wichtig für ein unbeschwertes Schneeschuhlaufen. Dabei spielt nebst dem Gewicht,
dem Tragekomfort und dem Halt im Gelände
auch die einfache Handhabung eine zentrale
Rolle. Die verschiedenen Hersteller optimieren
und entwickeln die Produkte deshalb immer
weiter. So hat auch TUBBS Snowshoes, einer
der weltweit führenden Hersteller hochwertiger Schneeschuhe, für die Saison 2014/15
wieder neue Massstäbe gesetzt! Beim neuen
1 In jedem Iglu sind
hochwertige TestSchneeschuhe vorhanden.
2 Die IGLUs werden
liebevoll von
Eiskünstlern gestaltet.
3 Den Abend im Whirlpool
ausklingen lassen.
Feingefühl werden die Iglus von Eiskünstlern
verziert und verzaubern Übernachtungsgäste
und Besucher aus der ganzen Welt.
Am Abend bei Sonnenuntergang geniesst man
die Berglandschaft und lässt sich anschliessend im Iglu mit einem guten Fondue verwöhnen. Gestärkt macht man sich nun, gemeinsam
mit dem Iglu-Guide, auf eine leichte Schneeschuhwanderung in die unberührte Natur und
lässt sich vom glitzernden Sternenhimmel sowie den Sternschnuppen verzaubern. Warme
KAMIK-Schuhe und die TUBBS-Schneeschuhe
erhält man direkt im Iglu-Dorf zum Testen. Je
nach Iglu-Dorf kann man den Abend auch im
Whirlpool ausklingen lassen. Im kuscheligen
Romantik- oder Familien-Iglu verbringt man
dann die Nacht. Weich gebettet auf Schafsfellen und in einem der warmen ExpeditionsSchlafsäcke muss garantiert niemand frieren.
Und am nächsten Tag ist man erst noch als
Erster auf dem Berg, wenn die ersten Sonnenstrahlen die traumhafte Winterlandschaft zum
Leben erwecken.
Unser Produkte-Tipp:
FLEX VRT von TUBBS
Der neue FLEX VRT von TUBBS ist der
perfekte Schneeschuh, ob für Gelegenheitstouren oder ambitioniertere
Ziele. Die aggressiven Krallen bieten
optimalen Halt in jedem Gelände und
dank dem Active-Lift-Steigbügel von
9° können auch steilere Passagen einfach bezwungen werden. Der FLEX
VRT ist ausgerüstet mit dem neuen
Boa-System, welches für einen einfachen Ein- und Ausstieg sorgt. Dank
dem 2-teiligen Torsion Deck passt sich
der Schneeschuh optimal am Gelände
an und bietet so noch besseren Halt
und mehr Sicherheit. Erhältlich ist der
VRT als 22“-, 24“- oder sogar 28“-Variante. So bietet der VRT auch mit
Rucksack und mehr Gewicht optimale
Tragkraft.
Alle weiteren Produkte findet man
unter: www.tubbssnowshoes.com
Alle weiteren Infos zu den Igludörfern
findet man unter www.igludorf.ch
STEFANIE VAN DEN BERG
3
ADVERTORIAL
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SCHRITT FÜR SCHRITT AN DIE SPITZE
ZWEI JUNGE ATHLETEN AUF DEM WEG AN DIE WELTCUP-SPITZE. BESSERE RAHMENBEDINGUNGEN
SOLLEN VOR ALLEM DEN BRÜCKENSCHLAG ZWISCHEN SPITZENSPORT UND AUSBILDUNG ERLEICHTERN – MIT NATIONALEN LEISTUNGSZENTREN ODER WOHLWOLLENDEN LEHRMEISTERN IST MAN IN
DER SCHWEIZ GRUNDSÄTZLICH AUF EINEM GUTEN WEG. EINE WEITERE FOLGE IM RAHMEN UNSERER
GROSSEN NACHWUCHSSERIE.
NACHWUCHSATHLETIN
LISA MAURON (14)
AUS FRIBOURG
KAMPF
UMS SCHULGELD
Die Schweiz hat ein System geschaffen, um
Skitalente besser zu erfassen und gezielter
zu fördern. Das funktioniert immer besser.
Die Regel bestätigt aber auch die Ausnahme, wie das Beispiel von Lisa Mauron zeigt.
Die 14-jährige Freiburgerin Lisa Mauron ist
seit jeher eine leidenschaftliche Skirennfahrerin. Bereits als Primarschülerin trainierte sie
an schulfreien Nachmittagen mit dem SC
Schwarzsee, der während der Wintermonate
einen professionellen Trainer angestellt hatte.
Nach der Primarschule stand sie aber vor einer
grossen Herausforderung, da es im Kanton
Fribourg kein Regionales Leistungszentrum
gab. Die Familie Mauron entschied sich deshalb vorerst für eine Auslandlösung, weil der
Kanton Fribourg zuerst auch das Schulgeld für
eine ausserkantonale Lösung nicht bezahlen
wollte.
MIT 12 JAHREN INS AUSLAND
Also zog Lisa als 12-Jährige in die 350 Kilometer entfernte Sportmittelschule Schruns/
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Tschagguns in Österreich. «Viele hielten uns
für verrückt», blickt ihr Vater Mario Mauron
zurück. Er stiess vielerorts auf Skepsis, bekam
Sprüche zu hören wie «Das Kind ist doch noch
zu jung!» oder «Wollt ihr eure Tochter wirklich
so lange allein einer fremden Umgebung überlassen?». Mario Mauron zog aus diesem «Abenteuer», wie er sagt, allerdings eine positive Bilanz. Vor allem vom Schul- und Internatsbetrieb
habe Lisa profitiert. «Wir haben mittlerweile
eine äusserst selbstständige Tochter mit einer
guten Sozialkompetenz.»
Im Frühling 2014 schaffte Lisa die Aufnahme
in die Sportmittelschule Engelberg. Da lebt sie
seit gut einem halben Jahr nun im Internat und
kann von optimalen Trainingsbedingungen in
Verbindung mit einer entsprechenden Schulbildung (3. Sek.) profitieren. Einziges Problem: das Schulgeld (immerhin 17 000 Franken
pro Jahr) mochte der Kanton Freiburg vorerst
nicht bezahlen. Das Argument der Behörden:
Fribourg zählt zur Interregion West, das Schulgeld werde also nur bezahlt, wenn Lisa in Brig
zur Schule gehe. Der deutschsprachige SC
Schwarzsee, dem Lisa angehört, zählt allerdings zur Interregion Mitte – mit Engelberg als
Zentrum.
Nach zähem Ringen und vielen Verhandlungen
mit den Behörden hat die Familie Mauron das
Schulgeld vom Kanton Freiburg zugesprochen
erhalten – allerdings nur für ein Jahr! Und nur
deshalb, weil es in Brig die Möglichkeit, die
3. Sekundarschule zu besuchen, nicht mehr
gibt. Lisa könne ja dann im Sommer 2015 nach
Brig wechseln, hiess es beim Kanton.
Lisa will aber nicht daran denken. «Ich habe
mich in Engelberg eingelebt und hier ein zwei-
tes Zuhause gefunden.» In Engelberg habe sie
ihre Bezugspersonen, ihre Trainer, ihre Freundinnen. Schon wieder weggehen, schon wieder umziehen, kommt für die 14-Jährige nicht
in Frage. «Entweder kann ich da bleiben oder
ich höre auf», sagt sie kategorisch.
Für ihren Vater Mario beginnt die nächste
Odyssee. Er wird – weil er die 17 000 Franken
Schulgeld nicht aus dem eigenen Sack bezahlen kann – erneut mit den Behörden kämpfen
müssen.
DIE REGEL MIT DER AUSANHME
Inzwischen ist der Fall derart politisch geworden, dass sich auch der Geschäftsführer der
Sportmittelschule Engelberg, Eskil Läubli, und
Swiss-Ski-Direktor Markus Wolf , eingeschaltet
haben. «Wir versuchen, mit dem Kanton Freiburg eine einvernehmliche Lösung zu finden»,
sagt Läubli. Schliesslich könne man von der
Familie Mauron nicht erwarten, dass sie in die
Innerschweiz ziehe, damit es bei der Bezahlung des Schulgeldes keine Probleme gebe.
Ausserdem habe die Sportmittelschule Engelberg in früheren Jahren immer wieder Athleten aus dem Kanton Freiburg aufnehmen dürfen. Läubli, Mauron und Co. bleibt die Hoffnung
auf ein Einsehen der Behörden. Zumal gerade
in dieser Frage der Verband selber Strukturen
schaffen konnte, die solche Diskussionen im
Normalfall gar nicht erst aufkommen lassen.
Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre ist
die Bezahlung der Schulgelder von Kindern
aus anderen Kantonen in der Sportschule Engelberg in den allermeisten Fällen jedenfalls
MAC HUBER
kein Thema mehr.
MARCO GÄMPERLE
GIBT GAS
DER TRAUM
VOM WELTCUP
Fotos: zVg.
Lange war Marco Gämperle bereits zufrieden, wenn er in seinem Jahrgang zu den
Besten gehörte. Mittlerweile hat der
19-jährige Ostschweizer gemerkt, dass er
die Wohlfühl-Zone verlassen muss, um an
die Spitze zu gelangen.
Er ist kein Ausnahmetalent wie Beat Feuz
oder Carlo Janka. Er ist auch kein Hoffnungsträger wie der Walliser Loic Meillard, der mit
18 Jahren beim Riesenslalom-Klassiker in
Adelboden jüngst seine Weltcup-Feuertaufe
feierte. Der Ostschweizer Marco Gämperle gehört zu den vielen Schweizer Nachwuchs-Skirennfahrern, die täglich knallhart arbeiten
müssen, um weiterhin vom Sprung in den
Weltcup träumen zu dürfen.
Bei den Schweizer U18-Meisterschaften hat
Gämperle im letzten Winter zwar gleich zwei
Silbermedaillen gewonnen, im Super-G und in
der Kombination (Abfahrt/Slalom). Notabene
hinter Loic Meillard, dem Überflieger des Jahrgangs 96 hierzulande. International aber hat
Gämperle noch keine Stricke zerrissen. Zurzeit
fährt er um die nötigen FIS-Punkte, um im
kommenden Frühling den Sprung ins C-Kader
zu schaffen und sich dann im Europacup etablieren zu können. Gämperle weiss: «Der Weg
ist noch weit.»
auch ungeduldig. «Wenn es ihm im Training
mal nicht wunschgemäss läuft, versucht er es
noch allzuoft mit der Brechstange.» Die Schule
verschaffe ihm dabei die nötige Ablenkung.
LEHRE BEI STÖCKLI SPORT
PRIVATER KONDI-TRAINER
Seit Mitte Oktober ist der gebürtige Toggenburger fast nur noch mit den Ski unterwegs, im
Training, in den Rennen, «fast wie ein Profi»,
sagt er selber. Sein erstes Lehrjahr als Detailhändler bei Stöckli Sport in Wil hat er im Herbst
unterbrochen, ebenso die Berufsschule in
St. Gallen. Den Schulstoff arbeitet er nach Absprache mit dem Lehrer individuell nach, meist
abends nach den Trainings. «Ich kann mir den
Stoff selber einteilen», sagt Marco Gämperle,
«das ist ein grosser Vorteil. Diese Situation erfordert aber auch viel Selbstdisziplin.»
Im Konditionsbereich hat Marco Gämperle in
den letzten zwei Jahren dank eines Privattrainers erhebliche Fortschritte erzielt, von der
Kraft her braucht er mit Gleichaltrigen keinerlei Vergleiche zu scheuen. Technisch aber gebe
es noch einiges zu tun, gibt Trainer Hartmann
zu bedenken. Eine Zukunft als Slalom-Fahrer
sei deshalb eher unwahrscheinlich. Marco
Gämperle selbst sieht seine Chancen denn
auch eher im Riesenslalom und im Super-G.
Ähnlich wie einst Olympiasieger und Weltmeister Carlo Janka, der ebenfalls dem Skiclub
Obersaxen angehört. Bei Gelegenheit trainieren sie zusammen. «Allzuoft ist dies leider aber
nicht möglich», bedauert Gämperle, «unsere
Wege sind zu verschieden.»
Für Gämperle gilt es, jedes Jahr einen Schritt
in Richtung Janka zu tun, einen Schritt in
Richtung Weltcup. «Marco hat gecheckt, worum es geht», freut sich Clemens Caderas, seit
Sommer 2014 Chef des Nationalen Leistungszentrums Ost. «Er hat gemerkt, dass er sich an
den Athleten aus dem B-Kader orientieren
muss, um weiterzukommen.» Durch diesen
Lernprozess sei er reifer und selbständiger geworden. Eine Einschätzung, die Gämperle selber bestätigt. «Ich bin cooler geworden.» Wesentlich dazu beigetragen habe sein zwei Jahre
älterer Zimmerkollege Gilles Roulin. «Wie er in
nervigen Situationen die Ruhe bewahrt, finde
MAC HUBER
ich vorbildlich.»
Sein Lehrmeister bei Stöckli erwartet von ihm
die Note 5 – im Durchschnitt, wohlverstanden.
Im Sommer sei dies kein Problem, sagt Gämperle, da habe er genügend Kapazität. Im Winter aber hat der Skisport Priorität. Da müsse er,
vor allem nach harten Trainingseinheiten oder
Renntagen, «manchmal schon etwas beissen»,
um auch schulisch die Kurve zu kriegen. In der
Doppelbelastung mit Sport und Ausbildung
sieht er grundsätzlich aber viel Positives. So sei
er nicht nur körperlich, sondern auch geistig
gefordert. Ein gesunder Ausgleich.
Erwin Hartmann, sein Trainer im Nationalen
Leistungszentrum Ost in Davos, geht gar noch
einen Schritt weiter. «Wenn er für die Schule
arbeitet, kann er nach harten Trainingstagen
abschalten.» Denn Marco Gämperle sei als Typ
nicht nur ehrgeizig und zielstrebig, sondern
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UNTER NULL WIRD’S
RICHTIG HEISS.
DA KOMMT MAN INS SCHWITZEN: DIE ALPINE SKI-WM 2015
IN BEAVER CREEK UND WEITERE WINTERSPORT
T-HIGHLIGHTS.
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AB 2. FEB.
SRF ZWEI
RADIO SRF
srf.ch/sport
«Ich bin der Marken- und Stimmungshüter.» Heiner Oberrauch
ist Besitzer und Präsident der Oberalp/Salewa Group. Er ist ein faszinierender Mensch, der nach dem
Grundsatz lebt, dass positives Sein
Positives schafft und damit überaus
erfolgreich ist.
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Schon fünf Kilometer vor der Ausfahrt Bozen Süd ist er
erkennbar, wie ein überdimensionierter Kristall unmittelbar neben der Autobahn: der 2011 eröffnete neue Hauptsitz
der Bergsportfirma Salewa. Ein grossartiges, elegantes,
energetisch innovatives und hochmodernes Gebäude mit
riesigen, vollautomatisierten Lagerhallen. Ein Haus aber
auch, in dem sich die Mitarbeiter wohlfühlen und Einrichtungen nutzen können wie das Bistro, die Kletterhalle, eine
Betriebskantine mit guter, bodenständiger Verpflegung,
einen Kinderhort und ein Fitnesszentrum. Nicht von ungefähr ist Bauherr Heiner Oberrauch, Besitzer und «grande
capo» von Salewa und der ganzen Oberalp Group (www.
oberalp.com), sichtlich stolz auf das Juwel. Und erzählt mit
leuchtenden Augen und dem ihm üblichen Enthusiasmus
von den Hunderten von Artikeln in Architekturpublikationen, den Tausenden von Besuchern, den Fernsehteams, die
vorbeikamen, den vielen Auszeichnungen, die eintrafen . . .
VISIONÄR MIT TIEFER VERBUNDENHEIT ZUM SÜDTIROL
Das neue Salewa-Logo
Im März 2015 gönnt sich
Salewa einen neuen
Markenauftritt – das ist
nach der Eröffnung des
Hauptsitzes in Bozen
2011 ein weiterer Meilenstein. Das Logo, das
den Adler mit dem
Schriftzug Salewa neu
interpretiert, ist kantig
und minimalistisch. Es
soll die Werte des
Unternehmens nach
aussen tragen: modernes, funktionales Design, Leichtigkeit und
Funktionalität der verwendeten Materialien,
Respekt für die Natur
und ihre Ressourcen sowie den Blick fürs Detail.
Für Heiner Oberrauch
verkörpert es Fundament, die 80-jährige Geschichte des Unternehmens, und Zukunft
zugleich.
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Heiner Oberrauch in einem kurzen Text gerecht zu werden,
ist nicht einfach. Auch wenn es nach journalistisch unprofessioneller Lobhudelei aussehen mag: Faszinierend ist jede
Begegnung mit dem Südtiroler Tausendsassa. Er ist Unternehmer, Gärtner und Landwirt (mit eigenem Weingut in
Rumänien), Sportartikel-Importeur, Besitzer einer Käserei
und einer Burg, zu der ein hervorragendes Restaurant gehört, Einzelhändler, Museumsbetreiber und passionierter
Berggänger und Skialpinist. Und da eines der Mottos von
Heiner «gepflegte Einfachheit» lautet, sind die Gespräche
meist begleitet von exzellentem Wein und hervorragender
Küche, für die er gerne selber hinter den Herd steht – wie
vor sieben Jahren erlebt, als er eine Gruppe von 30 Personen
in seinem uralten, liebevoll renovierten Bauernhaus hoch
über Bozen mit einem Fünfgangmenü beglückte. Heiner
Oberrauch ist Visionär, Macher; als Manager, meint er,
seien «andere intelligenter», aber er hat das Gespür fürs
Geschäft.
«Ich habe von meinen Eltern immer das Vertrauen erhalten.
Als ich 19 und mein Bruder Georg 21 waren, hat der Vater
zu uns gesagt, ‹Buben, ich bau’ euch ein Sportgeschäft;
wenn ihr eine Frage habt, kommt zu mir›. Wir durften Fehler machen. Diese Grosszügigkeit schafft irrsinnige Kraft.»
So erzählt Heiner Oberrauch, Spross einer alteingesessenen Bozener Familie, über seine unternehmerischen Anfänge. 1981 gründete er die Firma Oberalp, 1990 übernahm er die traditionsreiche Firma Salewa, später kamen
weitere Marken dazu, darunter Dynafit und Silvretta. Heute ist seine Gruppe eine der wichtigsten Grössen in der
Outdoorbranche weltweit mit einem nach wie vor beträchtlichen Wachstum. Dies, obwohl Heiner betont, das Wachstum suche er eigentlich gar nicht mehr: «Meine Aufgabe als
Unternehmer ist es, ein Umfeld zu schaffen, in dem Leute
Erfolg haben können. Ich darf der Freigeist sein . . .»
Das letzte Interview liegt ein paar Jahre zurück. Inzwischen
ist Heiner begeisterter dreifacher Grossvater und 57 Jahre
alt. Hat es andere, innere Veränderungen gegeben? «Mit 50
begann ich das erste Mal zurückzuschauen. Eine interessante Erfahrung, das Bewusstsein, das Leben ist endlich.
Dann bin ich etwas ruhiger geworden, auch überglücklich,
weil ich mir nichts mehr beweisen muss. Ich nahm das Geschäft immer spielerisch, auch wenn ich sicher immer ein
ordentliches Stück Ego einbrachte. Ich muss lernen, mich
abzugrenzen und nicht noch mehr zu erschaffen: Die Sinnfrage ist für mich viel stärker in den Vordergrund gerutscht.
Der neue Luxus ist nicht Materialität, sondern es sind Zeit,
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Raum, Gesundheit und Individualismus! Solche Themen
beschäftigen mich, und ich versuche, in der Firma Sinnhaftigkeit einzubringen. Für mich selber ist das materielle
Element nicht wichtig. Eine tolle Skitour macht mir viel
mehr Freude!»
«POSITIVES SEIN SCHAFFT POSITIVES»
Dass dies so ist, erlebe ich am nächsten Tag. Wir gehen gemeinsam auf eine Skitour im Sarntal hinter Bozen. Heiner
ist stark erkältet, schlägt aber einen flotten Schritt an, den
er auch bis zum Gipfel locker durchzieht. Der Himmel ist
wild, die Hänge rötlich gefärbt von Sahara-Sand. Bei der
Anfahrt hatte er mir von seiner Nahtoderfahrung vor einigen Jahren erzählt – es sei eine wunderbare Erfahrung gewesen, das Gefühl, mit allem im Einklang zu sein, nichts
Unaufgeräumtes bewältigen zu müssen. Seither sei er noch
befreiter im Leben unterwegs. Er ergänzt, er habe nie grosse Krisen gekannt. Seine Einstellung ist rundum positiv, was
sich auch in einem zweiten Grundsatz äussert: «Positives
Sein schafft Positives.»
Rückhalt findet Heiner Oberrauch nicht nur beim Sport – im
Winter geht er meist zweimal die Woche auf eine Skitour –,
sondern auch in der Familie. Seine Frau Brigitte, eine engagierte und gefragte Psychologin, sage ihm auch mal
«Mann, jetzt ist genug». Von seinen drei Kindern ist Tochter
Ruth ins Geschäft eingestiegen, während Sohn Peter ein
Jahr im Unternehmen schnuppert und Maria sich ihrerseits
für Sprachkunst entschieden hat. Andere Hobbies – etwa
das Gärtnern – bringen ihm weiteren Ausgleich. Und zudem
ist Heiner auch ein spiritueller Mensch, der an das Gute, an
die Vorsehung glaubt. Im Alltag ist das Gehen für ihn Meditation, die Grundgeborgenheit das Göttliche. Er betont,
Spiritualität müsse man ein Leben gepflegt haben, um im
richtigen Moment loslassen zu können – und das will er,
bald: Mit 60 will er einen Bauernhof bewirtschaften, wo er
zeitweise ein Restaurant betreibt, dort selbst kocht und das,
was auf den Tisch kommt, aus eigener Produktion stammt.
Heiner Oberrauch, heute Vorgesetzter von gegen 800 Mitarbeitern – wobei allein Salewa 2013 einen Umsatz von 90,
Dynafit von 60 Millionen Euro verzeichneten –, wird auch
diesen Schritt mit Herzblut anpacken. Und ein weiteres
Umfeld schaffen, in dem Erfolg mit Erfüllung verbunden
CHRISTINE KOPP
einhergeht.
2011 eröffnete die Bergsportfirma Salewa ihren
neuen Hauptsitz in Bozen,
ein grossartiges, energetisch innovatives und
hochmodernes Gebäude.
Dynafit – leicht und dynamisch
«Dynafit soll als Marke hochwertig und
puristisch bleiben», sagt Heiner Oberrauch vom Unternehmen, das er 2003
in die Oberalp Group integriert hat.
Dass Dynafit zurzeit als wirklich «coole» Firma mit junger Ausstrahlung gilt,
beweist der Erfolg ihrer Produkte.
Seien es die ultraleichten Bindungen
mit Kultstatus aus der TLT-Serie, die
neue Freeride-Bindung «Beast», die
Skischuhe, darunter federleichte Modelle für Wettkämpfer, breite, leichte
Ski oder die attraktive Bekleidungslinie: dem Grundsatz «Innovation meets
Performance» wird in jedem Detail
nachgelebt.
Fotos: zVg.
Für seine Gäste greift
Heiner Oberrauch
gerne auch mal selber
zum Kochlöffel.
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WER ZEIGT
TINA
DIDIER
UND
Sie nehmen die Herausforderung Red Bull
SKiLLS an: Tina Maze, Didier Défago, Dominik Paris und Christoph Innerhofer. Es
erwartet sie eine Strecke, wie es sie sonst
nirgends gibt und eine Horde heisser Nachwuchs- und Club-Athleten, die ihnen den
Meister zeigen wollen. Showdown ist am
29. März 2015 in Arosa-Lenzerheide.
Den Tipp schlechthin hatte Abfahrts-Olympiasieger Didier Défago vor dem Start zu Red
Bull SKiLLS im vergangenen Jahr: «Cool bleiben», riet der Routinier, der auf Ski schon alles
erlebt hat. Alles ausser Red Bull SKiLLS, wo alle
vier Alpin-Disziplinen direkt nacheinander gefahren werden: Super-G, Slalom, Abfahrt und
Riesenslalom, in dieser Reihenfolge, ohne Pause oder Skiwechsel. Cool bleiben heisst es vor
allem bei den Übergängen vom Super-G in den
Slalom und von der Abfahrt in den Riesenslalom.
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Auch Tina Maze war angetan im Frühling
2014, als sie sich zum ersten Mal über die Mutter aller Pisten kämpfte und Dritte wurde.
«Hier geht es um Adrenalin und das lieben wir
Rennfahrer», meinte sie im Ziel. 2015 zum
ersten Mal dabei ist der Italiener Dominik Paris. Der Speed-Spezialist aus dem Südtirol erlebt gerade den erfolgreichsten Saisonstart
seines Lebens mit vier Podestplätzen in sieben
Rennen und einem fünften Platz als schlechtestes Resultat. Das Selbstvertrauen dürfte
nicht das Problem sein. Auf Riesenslalomski im
Super-G-Tempo in die Slalomtore einzufahren
stellt hingegen alle vor erhebliche Schwierigkeiten. Vielleicht hat sein Teamkollege Christoph Innerhofer ein paar Ratschläge. Er wurde
2014 Vierter. Falls nicht, dann bleibt Paris immer noch Défagos Devise.
QUALIFIER EVENTS: OFFEN FÜR ALLE
Die All-In-One-Piste ist das eine Problem, das
die Weltcup-Asse zu lösen haben. Das andere
sind die Athleten, die sich durch die Qualifikation gekämpft haben, um es mit den Stars aufzunehmen. Am 22. Februar in Wengen, am
1. März in Veysonnaz und am 7. März in Lenzerheide finden die Qualifier-Events statt. Je
fünf Frauen und acht Männer qualifizieren sich
an jedem dieser Rennen für das grosse Finale
am 29. März in Lenzerheide. Für die Qualifikation reicht ein gutes Resultat. Aber wer schlau
ist, nutzt mehrere Qualifiers als Training. Die
eingeladenen Stars werden sich mit der Besichtigung begnügen müssen – ein enormer
Vorteil für jene, die sich ihre Teilnahme erkämpft haben.
Die Red Bull SKiLLS Qualifier Events sind offen
für alle, die sich den wilden Ritt durch sämtliche Kurvenradien des alpinen Skirennsports
zutrauen. 39 Qualifizierte treffen in Lenzerheide auf eingeladene Athleten und fahren um
den Titel der Meisterin und des Meisters aller
Pisten.
Fotos: zVg.
DEN MEISTER?
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22. Februar 2015, We
01. März 2015, Veysonngen
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07. März 2015, Lenzer
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29. März 2015, Lenzer
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4
1 «Cool bleiben», sagt Routinier
Didier Défago vor dem Start.
2 Wurde 2014 Vierter: Der
Südtiroler Christof Innerhofer.
3 Tina Maze wurde letztes Jahr
auf Anhieb Dritte.
4 Teilnehmer Red Bull SKiLLS 2014:
(v.l.n.r.) Marco Büchel (LIE),
Sandro Viletta (SUI), Adrien
Théaux (FRA), Didier Défago (SUI),
Tina Maze (SLO), Matthias Mayer
(AUT), Manuel Osborne-Paradis
(CAN), Wendy Holdener,
Patrick Küng (beide SUI), Christof
Innerhofer, Irene Curtoni,
Denise Karbon (alle ITA)
ZIEL
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GIPFELTREFFEN
UELI STÜCKELBERGER,
DIREKTOR VÖV UND SBS
Fotos: Erik vogelsang
Seit 2011 ist Ueli Stückelberger Direktor
der Verbände Seilbahnen Schweiz (SBS)
und Öffentlicher Verkehr (VöV). Als oberster Seilbähnler will er die Jugendlichen
vermehrt für den Schneesport begeistern.
Dazu braucht es bezahlbare Angebote,
zum Beispiel günstige Schneesportlager
für Schulen, wie sie der SBS seit drei Jahren organisiert.
Der Wintersport generiert fast 80 Prozent
des touristischen Umsatzes im alpinen Raum
der Schweiz. Die Zahlen beweisen die Wichtigkeit des Schneesports in unserem Land. Das
weiss auch die Bergbahnbranche. Der Dachverband Seilbahnen Schweiz (SBS) vereinigt
alle Unternehmen, die unterschiedlicher nicht
sein könnten. Vom einfachen Skiliftbetreiber
in den Voralpen bis zu den bekannten Destinationen in Verbier, St. Moritz oder der Jungfrauregion. Die beiden verschiedenen Verbände
Verband öffentlicher Verkehr (VöV) und SBS
beschäftigen 80 Personen in einer Geschäftsstelle in Bern. Dazu gehört auch das SeilbahnAusbildungszentrum in Meiringen. Die Kontakte zu den Unternehmen sind gut. Die
Betriebe sind autonom. Sie bezahlen je nach
Grösse einen Verbandsbeitrag.
EIN TREFFEN AUF DEM NIEDERHORN
Direktor der beiden Verbände ist Ueli Stückelberger. Wir treffen ihn auf dem Niederhorn,
hoch über dem Thunersee. Das Panorama ist
attraktiv und in der Schweiz eine Besonderheit. Wer dort die Ski anschnallt, fährt direkt
auf den See zu. Man wähnt sich an einem Fjord
in Norwegen. Beatenberg ist eine Sonnenterasse. Das Skigebiet zählt zwar nicht zu den Topdestinationen, gilt aber als familienfreundlich
und preiswert. Es ist überblickbar und lieblich.
Und mit Bea Gafner ist hier sogar eine zweifache Weltcupsiegerin gross geworden, die während Jahren in den nationalen Kadern des
Ski-Verbandes mitfuhr und 1987/88 sogar
Weltcupsiege einfuhr.
Das 1980 Meter hohe Niederhorn bietet aber
nicht nur eine schöne Aussicht auf den Thunerund Brienzersee. Die Kulisse mit den Berner
Alpen und den berühmten Eiger, Mönch und
Jungfrau, der Rundblick vom Niesen zur Stockhornkette bis zum Jura ist kaum zu überbieten.
Da stört auch der hohe Sendemast nicht. Gefährlich abfallend sind die schroffen Felsen ins
Justistal, bekannt durch seinen «Chästeilet»
und die Hirschpopulation. Das Niederhorn ist
ein Berg, der es geschafft hat, sowohl im Winter
wie im Sommer (inkl. Herbst) für verschiedene
Gästesegmente äusserst attraktiv zu sein.
MIT DER FAMILIE IM SCHNEE
Ueli Stückelberger lernte das Skifahren von
seinen Eltern, die mit ihm und den andern
beiden Geschwistern in Adelboden regelmässig die Sportwochen verbrachten. An einzelnen Tagen fuhr die Familie auch mit Zug und
Bus ins Berner Oberland. Später nahm er an
mehreren Schullagern u.a. in Grindelwald teil.
Gruppenweise und unter Anleitung des Turnlehrers durften sie das Skigebiet erkunden.
«Ich fahre auch gerne Snowboard», sagt Ueli
Stückelberger und ergänzt: «Ich bin aber nicht
der Wettkampftyp.» In der Jugendzeit hat er
keine Skirennen bestritten, zeichnete sich aber
als exzellenter «Reiseführer» aus. In der Schulzeit, später auch im Gymer organisierte er für
seine Kollegen diverse Bahnreisen. Bereits als
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«Den Jugendlichen muss der
Zugang zum Schneesport
erleichtert werden. Die Schule
ist der Schlüssel dazu.»
Fünft-Klässler fuhr er mit Freunden einen Tag
lang ins Tessin oder von Bern nach Genf und
zurück nach Basel. Er hatte das Vertrauen der
Eltern. Diese «Lehrzeit» kommt ihm heute entgegen.
ERSCHWINGLICHER SCHNEESPORT
Bereits seit drei Jahren initiiert der SeilbahnenVerband kostengünstige Schneesportlager für
Schulen. «Mit dieser Aktion sollen elitäre Tendenzen abgebaut werden», erklärt Stückelberger. «Den Jugendlichen muss der Zugang zum
Schneesport erleichtert werden. Die Schule ist
der Schlüssel dazu.» Die Bergbahnunternehmen sehen sich immer mehr der Konkurrenz
mit Städteflügen, Wellnessferien und Währungsnachteilen ausgesetzt. Hinzu kommen
immer mehr sportliche Angebote. «Die Jugend
wird umworben.» Vielleicht wäre es auch an
der Zeit, mehr für die Jugendlichen zu investieren. «Nicht unbedingt nur finanziell, sondern mit innovativen Angeboten.» Dieses Alterssegment sucht das Besondere. Denkbar
wäre zum Beispiel ein «cooles» alkoholfreies
Getränk, das erst ab 1500 Meter angeboten
wird! Aber selbstverständlich spielt auch das
Portemonnaie eine Rolle. Schüler, Studenten
und Lehrlinge wollen moderate Preise und
einen unkomplizierten Zugang zum Schneesport. Deshalb sind die kleineren Skigebiete in
den Voralpen – wie eben das Niederhorn – sehr
wichtig, weil diese einerseits gut erreichbar
sind, andererseits aber auch für breite Schichten bezahlbar sind.
ENGAGEMENT WEITER AUSBAUEN
Diese vom Seilbahnen-Verband geförderten
Schneesportlager werden immer beliebter. In
dieser Saison können 67 Lager in 28 Destinationen durchgeführt werden. «Das ist eine
deutliche Steigerung gegenüber letztem Jahr.»
Für den kommenden Winter werden noch
mehr Buchungen erwartet. «Wir gehen davon
aus, dass über 100 Lager mit rund 5000 Schülerinnen und Schülern und ihren Begleitpersonen durchgeführt werden.» Stückelberger
fährt fort: «Wir haben sehr positive Erfahrungen mit den Lagern gemacht. Wir bieten der
Lehrerschaft die Möglichkeit, ohne grossen
logistischen Aufwand ein tolles Lager zu organisieren.» Inbegriffen sind Lagerhausmiete,
Verpflegung, Bergbahn-Abo, Mietmaterial,
Specialevents, Transport und auf Wunsch Skiunterricht. Je nach Standort lassen sich Lager
realisieren, die pro Person 170 bis 350 Franken
kosten. Das Projekt wird von einer Begleitgruppe unterstützt und vom Secco finanziell mitgetragen. «Geplant ist, die Aktion während
insgesamt vier Jahren durchzuführen.» Später
sei dann eine Überführung in den neugegründeten Verein Schneesportinitiative Schweiz
geplant.
«Diese Impulse und die hoffentlich vielen Erfolge unserer Athleten hat der Schneesport
nötig.» Das Familienskirennen, neu Famigros
Skidays, gefällt Ueli Stückelberger besonders
gut. «Auf der Axalp sah unsere Familie, wie
dieser Anlass gut ankommt.» Damals hiess der
Anlass noch Rivella Family Contest.
Ueli Stückelberger ist enorm engagiert und hat
einen engen Bezug zum Schneesport. Auch
seine Freizeit verbringt er zusammen mit seiner Familie sportlich aber ohne Ambitionen auf
Spitzenleistungen, wie er betont. Eines seiner
grossen Anliegen ist es, den Tourismus in der
Schweiz zu unterstützen und der Schweiz zu
«Podestplätzen» zu verhelfen. «Dazu braucht
es Innovationen, Qualität und vor allem auch
HANS BIGLER
viel Gastfreundschaft.»
ALLE ZIEHEN AM GLEICHEN STRICK
Die Zusammenarbeit und die Kontakte unter
den vielen Verbänden wie dem Schweizerischen Tourismusverband, Gastroswiss,
dem Hotelierverband, SwissSnowsports, von
Schweiz Tourismus und auch mit Swiss-Ski
bewegen sich im üblichen Rahmen. «Einmal
intensiver, einmal weniger, je nach Thema und
Aktivität. Auch ein guter Draht zu den Behörden ist sehr nützlich.» Wichtig ist, dass alle am
gleichen Strick ziehen und wissen, dass sie
grundsätzlich im selben Boot sitzen.
Ueli Stückelberger ist in der Stadt Bern aufgewachsen. Er verfolgt den internationalen Skirennsport und ist jeweils auch als Gast am
einen oder anderen Weltcupanlass in der
Schweiz anwesend. Mit den mannigfaltigen
Angeboten von Swiss-Ski wird die sportbegeisterte Bevölkerung zum Skifahren animiert.
Das «Gipfeltreffen» ist eine Serie von Snowactive.
Autor ist Hans «Housi» Bigler, der fast 40 Jahre bei
Swiss-Ski – zuletzt als Chef Breitensport – tätig war.
Er porträtiert Persönlichkeiten, die sich im Skisport
mit all seinen Facetten verdient gemacht haben
oder noch immer aktiv sind. Das «Gipfeltreffen»
in dieser Ausgabe ist Ueli Stückelberger, Direktor
VöV und SBS, gewidmet.
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CANADA’S WEST
POWDER DREAMS
Wettbewerb
Schicken Sie uns Ihr bestes oder verrücktestes
Schnee-Foto von Ihnen an snow@knecht-reisen.
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für zwei Personen ins Powder-Eldorado «Canada’s West» im Wert von CHF 5700.–:
MIT LAST FRONTIER IM HOHEN NORDEN KANADAS
Inkl. Flug mit Air Canada
Alamo SUV-Mietwagen
4 Übernachtungen in Banff und
Skipass für 3 Tage in Ski Big 3
2 Nächte in Revelstoke und
Skipass für 2 Tage
2 Nächte in Silver Star und
Skipass für 1 Tag
Foto: CMH smiling male skier
Einlösbar für die Wintersaison 15/16 (ausgenommen Weihnachten und Neujahr)
Teilnahmebedingungen
Mit der Zusendung des Bildes an snow@knechtreisen.ch erklärt sich der Teilnehmer einverstanden, dass das Bild mit Angabe des Vornamens
(ohne Nachname) auf der Snow-Fanpage von
knecht reisen www.facebook.com/heliski.ch in
einem Fotoalbum im Rahmen dieses Wettbewerbes publiziert wird. Ansonsten wird das Bild in
keiner Weise verwendet oder an Dritte weitergegeben. Der/die Teilnehmer/-in, deren Foto bis
am 27. Februar 2015 um 11 Uhr vormittags am
meisten Likes erzielt, gewinnt!
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Nur ein Foto
pro Teilnehmer. Mehrfachteilnahmen sind nicht
möglich. Reisedaten ja nach Verfügbarkeit und
Flugmöglichkeiten. Bei Verdacht auf «gekaufte
Likes» bzw. jegliche Likes, welche nicht aus dem
Facebook-Freundeskreis des Teilnehmers stammen, behält sich knecht reisen den Ausschluss
vom Wettbewerb vor.
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ADVERTORIAL
HELISKIING
DER SUPERLATIVE
«Go North» heisst das neue Motto der Heliskiing-Szene. In den vergangenen Jahren pilgerten immer mehr Heliskier und Heliboarder
in den hohen Norden von British Columbia. Bis
an die Grenze zu Alaska haben sich die Pioniere vorgewagt – allen voran der gebürtige
Schweizer George «Jörg» Rosset mit Last Frontier Heliskiing. LFH betreibt mit seinen beiden
Lodges Bell 2 und Ripley Creek das nördlichste
Heliskiing-Areal Kanadas und mit 9500 Quadratkilometern auch das grösste zusammen-
hängende Heliskiing-Areal der Welt. Ein paar
Dutzend Skifahrer und Snowboarder teilen
sich nördlich von Terrace und Smithers in den
Skeena Mountains ein Areal, das fast doppelt
so gross ist wie das Wallis.
«Hier oben ist alles noch beeindruckender,
noch gigantischer», schwärmt Rosset. Hunderte Kilometer weit findet sich in dieser
weissen Wildnis keine Menschenseele. Ohne
Hubschrauber wären diese imposanten, bis
zu 2600 Meter hohen Bergmassive mit ihren
gigantischen Gletschern und herausfordernden Waldabfahrten schier unerreichbar.
«Das beste aber sind die enormen Schneemengen von bis zu 25 Metern pro Saison», erzählt
Rosset.
Mit LFH setzte Rosset konsequent auf kleine
Helis für fünf Gäste und maximal drei Gruppen. Die kleinen Gruppen ermöglichen vor allem starken Skifahrern und Snowboardern
noch mehr Höhenmeter.
Durchschnittlich haben die Runs bei LFH 700
bis 1000 Höhenmeter, die Mega-Abfahrten im
hohen Norden sind mit 2000 Höhenmeter aber
echte Knaller.
Seit einigen Jahren betreibt LFH mit Ripley
Creek eine zweite Lodge. Mitten im alten Minenstädtchen Stewart liegt die einzigartige
Lodge direkt an einem Pazifik-Fjord an der
Staatsgrenze zu Alaska. Dort starten die LFHHelis praktisch von Meereshöhe aus, um die
Gäste nach einem kurzen Flug in einer fast
Ehrfurcht einflössenden Bergwelt abzusetzen.
Ripley Creek bietet ein einzigartiges Naturschauspiel. Wo sonst kann man schon durch
den Tiefschnee wedeln und dabei auf der einen
Seite schier unendliche Bergketten bis weit
nach Alaska hinein und auf der anderen Seite
tief eingeschnittene Pazifik-Fjorde sehen?
K-Tipp:
Lodge to Lodge Safari mit Last Frontier
Bei der einzigartigen LFH-Heliskiing-Safari verbringen Sie die Hälfte der Woche in der Bell 2-Lodge und
die andere in der Ripley Creek-Lodge in Stewart.
Während Ihr Gepäck mit dem Auto zwischen den rund
150 Kilometer auseinanderliegenden Lodges transportiert wird, arbeiten Sie sich per Heli und auf
Skiern durch die Skeena Mountains von einer zur
anderen Lodge vor. Auf halber Strecke treffen sich
die Safari-Gruppen und wechseln den Heli. Ein ganz
besonderes Abenteuer!
SELKIRK TANGIERS
POWDERN
MIT REVELSTOKES HELISKIING-PIONIER
Selkirk Tangiers ist eine Institution im
Freerider-Hotspot Revelstoke. Seit mehr
als 35 Jahren fliegt das vom Schweizer
Peter Schlunegger gegründete Unternehmen Tiefschneefans aus der ganzen Welt
auf die traumhaften Gipfel der Selkirks
und Monashees – zwei der besten HeliskiAreale der Welt. Mit über 200 kartographierten Runs und Dutzenden weiteren
Varianten bietet das an den Revelstoke und
Glacier Nationalpark angrenzende Gebiet
unendlich viele Möglichkeiten.
Wenn Heliskier und Heliboarder von den
Selkirks und Monashees hören, leuchten ihre
Augen. Durchschnittlich rund 18 Meter feinster Powder pro Saison auf rund 1800 Metern
Höhe, relativ stabile Wetterlagen, atemberaubende Gletscherhänge und wunderbare Waldabfahrten machen sie zu einem Traumziel für
Powder-Fans. Das Selkirk-Terrain ist fast so
gross wie der Kanton Graubünden. Während
in der Ostschweiz aber zehntausende Skifahrer
am Tag unterwegs sind, sind es im SelkirkAreal nur ein paar Dutzend. Was für ein Luxus!
Fotos: zVg.
GEMÜTLICHE BASIS COAST HILLCREST
RESORT HOTEL
Basis von Selkirk Tangiers ist das komfortable
und gemütliche Coast Hillcrest Resort Hotel
oberhalb von Revelstoke und dem Columbia
River Valley. Von dort starten die Helikopter
jeden Morgen zu ihren Touren in die Berge.
Einige Gruppen werden mit Shuttle-Bussen zu
anderen Start-und Landplätzen gefahren, um
die Zeit bis zur ersten Abfahrt zu verkürzen.
Die per Bus erreichbare zweite Selkirk-Basis,
Albert Canyon, macht das Selkirk-Gebiet sehr
wetterunabhängig. Sollte einmal kein Start
von der Hillcrest Lodge möglich sein, hat Selkirk so eine zweite Option, was die Anzahl an
Downdays deutlich reduziert.
GROSSE FLEXIBILITÄT
Selkirk bietet Heliskiing mit drei Gruppen à elf
Gästen, aber auch kleine Gruppen und PrivateHeliskiing in Revelstoke an. Auch bei der Dauer
der Arrangements ist Selkirk sehr flexibel: Es
gibt Pakete mit drei, vier, fünf, sechs und sieben
Tagen Heliskiing.
ERSTKLASSIGES SKIFAHREN UND BOARDEN
AUCH AN DOWNDAYS
Das relativ junge Revelstoke-Skigebiet (RMR)
ist ein Riesenvorteil für alle Selkirk-Gäste. Das
hervorragende Skigebiet ist ebenso wie das
Zentrum von Revelstoke nur rund zehn Autominuten von der Selkirk-Basis entfernt. Sollten
die Hubschrauber wegen sehr schlechten Wetters ausnahmsweise einmal von beiden Basen
nicht fliegen können, kann man schnell zum
Resort-Skiing ausweichen und am Gipfel des
Revelstoke Mountain sogar zum Catskiing ge-
hen. RMR ist ein Top-Skigebiet mit über 50
zum Teil sehr anspruchsvollen Abfahrten, herausragendem Off-Piste-Terrain und der nordamerikanischen Höhenmeter-Rekordzahl von
1713 Metern!
Dream Star Packages
Sie wollen Ihr Tempo und Ihren Rhythmus fahren –
ganz besonders relaxt oder besonders schnell? Oder
wollen Sie einfach nur einmal in der faszinierenden
Bergwelt British Columbias mit Ihrer Familie oder
Ihren Freunden unter sich sein – eine «Once in a
Lifetime»-Reise erleben? Dann sind die Dream Star
Packages wie geschaffen für Sie. Entdecken Sie das
Nonplusultra des Heliskiing: Private-Heliskiing im
Tiefschnee-Dorado Revelstoke mit Selkirk Tangiers.
Sie warten nicht auf den Helikopter, der Heli wartet
auf Sie! Für Ihre private Gruppe von vier Gästen steht
ein A-Star-Helikopter exklusiv zur Verfügung. Sie
bestimmen im Rahmen der Wetter- und Schneebedingungen, wohin es im Selkirk-Areal geht und was
Sie fahren: breite Tiefschneefelder, enge Steilhänge
oder unvergessliche Waldabfahrten. Ihr Rhythmus
ist massgeblich, Ihre Wünsche werden realisiert.
Und das so lange Sie wollen. Das Dream Star Package ist bei Knecht Reisen für drei, vier, fünf, sechs
oder sieben Tage buchbar.
Dream Star Packages gibt es von drei bis sieben
Tagen Heliskiing. Der Preis für eine Gruppe von vier
Personen für drei Tage Heliskiing im Hotel Hillcrest, Basis Doppelzimmer mit Bad/Dusche, Vollpension und 15 000 inkludierten Höhenmetern be>
läuft sich auf total CHF 24 590.–.
ADVERTORIAL
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HELISKIING ALASKA
IN DER TORDRILLO
MOUNTAIN LODGE
EXKLUSIVE
LODGE IN
EXTREMER
BERGWELT
Mitten in der unendlichen, weissen Wildnis
Alaskas liegt die exklusive Tordrillo Mountain
Lodge, etwa 120 Kilometer westlich von Anchorage in einer einsamen, geradezu unwirklich schönen Landschaft. Hunderte von Gletschern und mächtige Gipfel, die zu den
höchsten Nordamerikas zählen, bieten ein
atemberaubendes Bild. Viele der Berge mit
ihren steilen Flanken sind vulkanischen Ursprungs.
Erosion und Gletscheraktivität haben sehr vielseitige und spannende Runs kreiert für fantastisches Skifahren und Boarding. Die meisten
Abfahrten variieren zwischen 1000 und 1300
Höhenmetern mit grossartigen Landemöglichkeiten auf beeindruckenden Gipfeln.
Die am Ufer des Talachulitna Rivers und des
Judd Lake gelegenen Tordrillo Mountain
Lodges setzen in Alaska Massstäbe. Die beiden
in einem modernen Blockhausstil gestalteten
Lodges gehören zu den komfortabelsten und
allein schon aufgrund ihrer traumhaften Lage
exklusivsten Unterkünften in ganz Alaska. Nur
40 Flugminuten von Anchorage entfernt geniessen Sie mitten in der Wildnis komfortable
Zimmer, hervorragendes Essen, gute Weine
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SNOWACTIVE
FEBRUAR 2015
ADVERTORIAL
und Luxus wie eine Sauna und einen mit Holzfeuer beheizten Aussenwhirlpool. Und das alles in Sichtweite von zwei Dreitausender-Vulkanen und Nordamerikas höchstem Berg, dem
6194 Meter hohen Mount McKinley.
Die einzigartigen Heliskiing-Lodges gehören
dem amerikanischen Abfahrts-Olympiasieger
Tommy Moe und zwei Partnern, den AlaskaHeliskiing-Pionieren Greg Harms und Mike
Overcast. Die drei Cracks hatten schon immer
ein Gespür für das beste Terrain, den besten
Schnee und den grössten Spass im Powder.
Eine Woche in der Tordrillo Mountain Lodge
inklusive fünf Flugstunden kostet im Doppelzimmer rund US$ 12 000.– (Maximal vier
Personen pro Gruppe bei nur drei Gruppen
pro Helikopter).
Weitere Informationen für Wintersport
und Heliskiing in Nordamerika und Kanada:
Knecht Reisen, Rämistrasse 5, 8001 Zürich
Telefon 044 360 46 00
oder in jedem guten Reisebüro und im Internet auf
www.heliski.ch.
Von Nordamerikaexperte
Bernhard Krieger
Aspen, Vail, Banff Lake Louise und
Whistler – das sind die grossen Namen am amerikanischen Skihimmel.
Jeder Schneesportler kennt sie, viele
waren schon da. Und keine Frage:
Diese Giganten sind grandios! Aber
Kanada und die USA haben noch viele
Skigebiete mehr zu bieten, die weniger gross und weniger bekannt, aber
nicht weniger gut sind. Immer wieder
werde ich nach diesen Geheimtipps
gefragt. Hier sind meine Top 5:
CAST & CARVE @
TORDRILLO MOUNTAIN LODGE
HELISKIING UND OUTDOORFUN
UNTER DER MITTERNACHTSSONNE
Wenn es Sommer wird, geht
man in Alaska Fischen – und Skifahren! Und das Ganze an einem
Tag. Hoch im Norden ist es
schliesslich im Sommer fast rund
um die Uhr hell. Also nutzen Sie
die langen Tage im Juni für ein
einmaliges Erlebnis: Heliskiing
und Lachsfischen.
Was vor 15 Jahren als Programm
für einige wenige Verrückte begann, ist heute der Renner. Kein
Wunder: Das Naturerlebnis mit
der Kombination aus Winter- und
Sommerurlaub in Alaska ist unvergleichlich. Sie fliegen zum Skifahren und Boarden, wenn die
Wetter- und Schneebedingungen
am besten sind – ganz gleich, ob
frühmorgens, tagsüber, am Abend
oder sogar in der Nacht. Hell genug ist es praktisch immer. Die
Mitternachtssonne macht es möglich. Zwischendurch angeln Sie
den berühmten Alaska Lachs. Eine
unvergessliche Kombination!
Seit 15 Jahren wird dieses durchaus spezielle Schneeabenteuer angeboten und erfreut sich stetiger
Beliebtheit. Im Licht der Mitternachtssonne im Juni sind die Tage
lang genug, um in 24 Stunden viel
zu erleben. Und alles ist nur einen
kurzen Heli-Flug von der Lodge
entfernt.
1
Crested Butte / Colorado / USA
Crested Butte ist eine unverfälschte
Ski-Town. Die Main Street sieht so aus,
als käme gleich ein Cowboy vorbeigeritten. Der Ort liegt im Tal, das Ski-InSki-Out-Village höher am Berg, der
ideal ist für Geniesser und Cracks. Das
Off-Piste-Areal gehört zu den besten
der USA.
2
Big Sky / Montana / USA
Eigentlich ist Big Sky ein Riese. Flächenmässig gehört das Skigebiet am
Rande des Yellowstone Nationalparks
gelegene Ski-Resort zu den grössten
Nordamerikas. Weil weit und breit keine Grossstadt in der Nähe ist und grosse Reiseveranstalter Big Sky nur selten im Programm haben, sind die
unzähligen Pisten oft menschenleer.
3
Red Mountain /
British Columbia / Kanada
Im Süden von British Columbia liegt
Red Mountain an der US-Grenze. Red
ist rassig und rau. Wer Nobel-Skiorte
wie Aspen mag, ist hier fehl am Platz.
Wer aber anspruchsvolle, steile Pisten
und Geländeabfahrten sucht, findet
hier sein Paradies und mit Big Red Cat
auch noch den grössten Catskiing-Anbieter der Welt.
4
Castle Mountain / Alberta / Kanada
In Castle sind die Lifte second hand,
das Skifahren aber first class. Gut eine
Stunde von Fernie entfernt liegt Castle
Mountain im Süden der Provinz Alberta. Castle ist für Ski-Puristen, denen
ein grandioser, steiler und meist menschenleerer Berg zum Urlaubsglück
reicht. Top-Hotels, Restaurants und
edle Bars gibt es nämlich nicht.
5
Silverstar /
British Columbia / Kanada
Die Vorderseite des Bergs sieht zahm
aus, die Rückseite aber hat es in sich.
«The dark side of the star» nennen
die Einheimischen dieses Areal mit
unzähligen tiefschwarzen Abfahrten
durch die Wälder. Silverstar liegt in der
Nähe des Lake Okanagan und ist einer
der charmantesten Ski-In-Ski-OutOrte Nordamerikas.
Alle Details zu den Geheimtipps in
Nordamerika und noch vieles mehr
finden Sie in den Online-Magazinen
Ski USA (www.ski-usa.ch) und Ski Kanada (www.ski-kanada.ch).
ADVERTORIAL
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FASZINATION
À LA KNECHT REISEN
«Ein Tag auf dem Golfplatz ist wie ein Kurzurlaub», sagen viele passionierte Golfer. Was
ist dann erst ein ganzer Golf-Urlaub? «Erholsamer als viele Wochen Ferien am Strand», sagt
Didier Cuche. Und da geht es dem Schweizer
Ski-Star und leidenschaftlichem Golfer wie
vielen anderen.
Golfen auf dem Heimplatz ist wunderbar, ein
paar Runden auf berühmten Plätzen in fernen
Ländern, exotischen Landschaften und fremden Kulturen ein Traum. Golf ist faszinierend,
Golfurlaub mit knecht reisen erholsam, stilvoll
und unvergesslich.
Ob ambitionierte Sportler, leidenschaftliche
Freizeitspieler, anspruchsvolle Geniesser oder
neugierige Einsteiger – für alle gilt: Golfen
macht im Urlaub doppelt Spass! Weit weg vom
Alltag, schärft die entspannte Urlaubsatmo-
GOLF-PARADIES NORDAMERIKA
LEGENDÄRE PLÄTZE,
GRANDIOSE RESORTS UND
RELAXTE ATMOSPHÄRE
Die Schotten haben den Golfsport erfunden, gross gemacht haben ihn die Amerikaner.
Die USA sind auch im Golf das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Golf ist in den USA
und in Kanada Volkssport. Deshalb gibt es
mehr als 15 000 Plätze von Florida bis British
Columbia und von Hawaii bis Neufundland.
Für Golfer bietet Nordamerika einige der
schönsten Regionen, der besten Resorts und
der faszinierendsten Plätze der Welt.
Golferherz, was willst Du mehr? Nordamerika
bietet einfach alles: legendäre Links Courses an
den Küsten von Atlantik und Pazifik, von Pal-
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men gesäumte Fairways in Florida oder auf
Hawaii, Wüstenplätze mit kolossalen Kakteen
in Arizona, Bahnen zwischen Weinbergen in
Kalifornien und alpine Greens vor schneebedeckten Berggipfeln nördlich von Vancouver.
Die Atmosphäre auf den Plätzen ist relaxed, der
Service erstklassig – und das nicht nur in den
weltbekannten Top-Resorts, deren traditionsreiche Clubhäuser wie Grand Hotels ausgestattet sind. Golf wird in den USA zelebriert, ohne
dabei in steifer Etiquette zu erstarren. Für
europäische Urlauber ist ein Golf-Trip nach
Amerika allein schon wegen dieses ganz be-
sphäre die Sinne: Riechen Sie auf Mauritius
beim Putten den betörenden Duft exotischer
Blumen, sehen Sie das Schattenspiel der Palmen auf den Fairways in Florida und lauschen
Sie beim Abschlag in Südafrika den heranrollenden Wellen des Ozeans.
Die Golf Dreams von knecht Rrisen entführen
Sie an einige der schönsten Orte der Welt und
in faszinierende Golf-Hochburgen. Saugen Sie
sonderen Flairs ein unvergessliches Erlebnis.
Wer die Runden auf einigen der legendären
Plätze mit Abstechern in die Metropolen, Besuchen in den Nationalparks oder ein paar
entspannten Tagen am Meer kombiniert, wird
von den Golfreiseländern USA und Kanada nie
wieder loskommen.
Anders als in Europa sind der Golfsport und
seine Stars in Nordamerika omnipräsent. In
den Städten wird riesige Werbung mit Tiger
Woods plakatiert, so wie hierzulande allenfalls
die Konterfeis von Fussballstars wie Cristiano
Ronaldo. In Hotels, Restaurants und Bars läuft
der Golf Channel rund um die Uhr. Vor allem
natürlich in den Golf-Hotspots wie South Carolina, der Wiege des amerikanischen Golfsports. 1786 wurde dort in Charleston der
erste Golfclub des Kontinents gegründet. Harleston Green hiess der Ort damals. Viele behaupten, dass der Begriff «Greenfee» auf Harleston Green zurückzuführen ist, wo die
Clubmitglieder ein «Fee» zahlten, um ihren
Platz pflegen zu lassen.
Wo Amerikas Golfsport begann, liegen heute
hunderte Plätze, weit über 70 allein am Myrtle
Beach. Zu den bekanntesten Anlagen zählt das
Kiawah Island Golf Resort am Atlantik. Dessen
berühmter Ocean Course war 1991 Austragungsort des Ryder Cup. Traumhafte Plätze
warten auch in den Nachbarstaaten North Carolina und Georgia, wo das Masters jährlich in
Augusta ausgetragen wird. Weiter südlich
schliesst das Golf-Paradies Florida mit weit
über 1000 Kursen und unendlich vielen Möglichkeiten abseits der Plätze an. Auf manchen
lauern an Wasserhindernissen Alligatoren,
weshalb man einen verzogen Ball lieber aufgeben als suchen sollte.
GOLFREISEN
in Schottland die einzigartige Atmosphäre im
Mutterland des Golfsports auf, erleben Sie die
unglaubliche Auswahl an Top-Kursen in den
USA oder dem türkischen Golf-Mekka Belek
und staunen Sie über die grünen Golf-Oasen in
der Wüste der Vereinigten Arabischen Emirate.
Die perfekt auf individuelle Bedürfnisse zugeschnittenen Golfurlaube sind Erholung pur. Sie
tun Ihnen gut und auch Ihrem Golfspiel. In den
Ferien haben Sie den Kopf frei, um jede Minute
auf dem Golfplatz voll und ganz zu geniessen.
Lassen Sie sich ruhig ablenken von der Schönheit der Plätze, den beeindruckenden Landschaften und den fremden Kulturen. «Wer seinen Urlaub und das Spiel auf fremden Plätzen
einfach nur geniesst, spielt automatisch auch
gut», sagt die Schweizer Proette Fabienne InAlbon.
Golfurlaube mit knecht reisen sind ideal, um
Neues zu entdecken, sein Golfspiel zu geniessen und auch zu verbessern. In der entspannten Urlaubsatmosphäre ist man viel fokussierter, lernt schneller und besser «Deshalb sind
die Ferien auch die beste Zeit, um mit dem
Golfsport zu beginnen», meint Didier Cuche.
Top-Adressen für Geniesser sind die Golf-Ziele
in Kalifornien, Hawaii und in der kanadischen
Okanagan-Region. Die Weinbaugebiete in British Columbia werden auch das Napa Valley
des Nordens genannt. Rund um den Okanagan
See liegen beeindruckende Weingüter wie Mission Hills, deren Silhouetten sich vor dem Hintergrund mächtiger Bergketten abzeichnen.
Wo im Winter Heliskier ihr Glück finden, tummeln sich im Sommer Golfer auf Top-Plätzen
wie Predator Ridge am Fusse des Sparkling Hill
Resorts. Mindestens genauso überwältigend
wie im Okanagan sind die Golfkurse zwischen
Vancouver und Whistler. Allein rund um das
weltbekannte Ski-Resort liegen fünf erstklassige Golfanlagen.
Die Golfsaison in British Columbia beschränkt
sich auf Frühjahr bis Herbst – irgendwo in
Nordamerika ist das Klima aber immer optimal
fürs Golfen, in vielen Regionen sogar zwölf
Monate im Jahr. Kein Wunder, dass auch viele
europäische Weltklassegolfer in den USA leben. Europas Top-Golfer Henrik Stenson lebt
und trainiert in Orlando. Auch Golf-Legende
Bernhard Langer wohnt in Florida. Martin Kaymer hat sein Trainingsquartier in Scottsdale
Arizona aufgeschlagen.
>
Gleiches gilt für den Sonnenstaat Arizona, der
nicht nur mit mehr als 350 grandiosen Plätzen
aufwartet, sondern auf den Wüstenkursen
auch mit Klapperschlangen. Von denen sollte
man sich genauso fernhalten wie von den tückischen Stacheln der Riesenkakteen. Rund
um Scottsdale und Tucson liegen einige wunderbare Plätze in bizarren Wüstenlandschaften.
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SÜDAFRIKA
DIESE PLÄTZE!
DIESE LANDSCHAFTEN!
DIESES LICHT!
Südafrika ist ein Garten Eden – nicht nur für
Golfer. Die «Rainbow Nation» vereint die ganze
Welt in einem Land. Wüsten, Weingärten, Savannen, Gebirge, spektakuläre Küsten, endlose
Sandstrände, lebendige Metropolen, gemütliche Kleinstädte und herzliche Menschen.
An einem Tag kann man sich auf einem der
zahlreichen Weltklasse-Golfplätze in Südafri-
ka über einen Birdie freuen und am nächsten
schon über die «Big 5». Im Kruger-Nationalpark und zahlreichen Private Game Reserves
liegen einige der exklusivsten Safari Lodges
der Welt. Kompetente Ranger bringen Gäste
dort auf Exkursionen fast bis auf Tuchfühlung
an Löwen, Nashörner, Elefanten, Leoparden
und Büffel heran.
Viele Tiere kann man auch ganz bequem vom
Pooldeck seiner Villa aus beobachten. Oft liegen die Lodges an Wasserlöchern oder Flussläufen, an denen Elefanten, Giraffen, Zebras,
MAROKKO
Golfen vor einer Kulisse wie aus Tausendundeiner Nacht. Marokko fasziniert mit mystischen Städten wie Agadir, Casablanca und
Marrakesch, mit quirligen Souks, prächtigen
Palästen, Hochgebirgen, Wüsten, schier unendlichen Stränden und einigen erstklassigen
Golfplätzen. Das Königreich Marokko ist ein
«Royaume du Golf».
Zu verdanken hat das nordafrikanische Land
dies seinem 1999 verstorbenen König Hassan II. Er war ein leidenschaftlicher Golfer, der
sich sogar einen eigenen Golfplatz neben dem
Palast anlegen liess. Der amtierende Herrscher
Mohammed VI. golft zwar nicht, aber er weiss
um die Bedeutung des Sports für die touristische Entwicklung seines Königreichs.
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Golfer sind deshalb gern gesehene Gäste in
Nordafrika. Sie werden rund um Agadir, Casablanca und Marrakesch mit herausragenden
Kursen und aussergewöhnlich luxuriösen Hotels und Resorts verwöhnt. Allein in Marrakesch gibt es bereits mehr als ein halbes Dutzend Golfplätze. 18 sind es bislang im ganzen
Land, 24 sollen es laut Masterplan werden.
Marokko setzt auf die Golfer, die von Herbst bis
Frühjahr traumhafte Bedingungen vorfinden.
Bei gut 20 Grad und Sonnenschein lässt sich in
Nordafrika wunderbar die Golf-Saison verlängern.
Die drei wichtigsten Ziele für Golfer in Marokko sind die Küstenstädte Agadir und Casablanca sowie Marrakesch. Die «Perle des Südens»
ist wieder en vogue wie einst in den 1960er und
1970er Jahren. Der internationale Jet-Set gibt
sich in den Luxushotels der Berberstadt am
Rand der Wüste die Klinke in die Hand: Angelina Jolie, Brad Pitt, Rock-Legende Mick Jagger, Penelope Cruz und Nicole Kidman sind nur
einige der Superstars, die von Marrakesch
schwärmen.
Stars wie Normalsterbliche weckt morgens der
Ruf des Muezzins: «Allahu akbar» («Gott ist
grösser»), schallt es über die Medina mit ihren
Minaretten, Palästen und Türmen, die sich vor
der Kulisse des mächtigen Atlasgebirges abzeichnen. Rund um die mit 1,5 Millionen Einwohnern viertgrösste Stadt des Landes verteilen sich die in Olivenhaine eingebetteten und
Fotos: zVg.
EIN «ROYAUME DU GOLF» IN NORDAFRIKA
Affen und Antilopen zum Trinken vorbeikommen.
Südafrika ist ein Land voller Kontraste: morgens Safari, nachmittags Golf und abends ein
Gourmet-Dinner in Kapstadt mit Blick auf den
Tafelberg – am Kap ist alles möglich. Für Golfer
ist Südafrika nicht nur wegen seiner Vielfalt
und seiner Exotik ein ideales Reiseziel, sondern auch wegen seiner Lage. Nach Südafrika
reisen Europäer ganz ohne Jetlag, weil es kaum
Zeitverschiebung gibt. Das ist ein Riesenvorteil, gerade für kürzere Touren.
Auch klimatisch ist Südafrika ideal: Wenn es in
Europa im Herbst kalt wird, beginnt auf der
Südhalbkugel der Frühling. Ausserdem kann
man in Südafrika ohnehin das ganze Jahr über
golfen. Und das zu erstaunlich günstigen Konditionen. Das Preisleistungsverhältnis am Kap
ist grandios – auf den Golfplätzen genauso wie
in den oft hervorragenden Restaurants und
Weingütern.
Seit dem Ende der Apartheid boomt deshalb
auch der Golf-Tourismus in Südafrika. Rund
um Kapstadt, in den Winelands, an der Garden
Route und in vielen anderen Regionen sind
neue Golfplätze entstanden, in viele bestehende Anlagen wurde ordentlich investiert. Der
Erfolg liess nicht lange auf sich warten: Einige
der Top-Plätze wie der Fancourt oder der
Oubaai Golf Club bei George gehören zu den
schönsten Kursen der Welt.
Was Südafrika als Ziel für Golfer so attraktiv
macht, sind aber nicht nur die Top-Plätze, sondern auch die vielen weniger bekannten und
oft sehr günstigen Anlagen. Auf denen dürfen
Einsteiger auch ohne Handicap spielen. So
kann man ganz ohne Druck im Urlaub Spass
am Golfsport bekommen. Und wenn dann ab
und an mal Affen oder gar mal Wildschweine
über die Bahn flitzen und im Wasserhindernis
ein Flusspferd auftaucht, hat man auf jeden
Fall zu Hause viel zu erzählen.
Gruppenreisen:
MEHR SPASS UND
ERFOLG AUF DEM PLATZ
MIT «GOLF IN MIND»
«Mehr Konstanz, weniger Frust und
bessere Resultate.» Wer wünscht sich
das nicht auf dem Golfplatz? Freizeitspieler unterscheiden sich dabei kaum
von ambitionierten Amateuren oder
Profis. Alle wollen schlichtweg besser
und damit auch mit mehr Spass Golf
spielen. Üben allein hilft dabei nicht
weiter. «Denn Golf ist Kopfsache»,
sagt Rolf Stauffer. Mit seinem «Golf in
Mind»-Programm bringt er gemeinsam mit seinem Coaching-Partner
Steven Lamb Golfer aller Könnensstufen auf die Erfolgsspur – jetzt auch
auf den Spezial-Touren mit Knecht
Reisen nach Südafrika und an den Golf.
Termine:
14-tägige Südafrika-Golfsafari
vom 8. bis 22. Januar 2016
Garden Route – Kapstadt –
Winelands & Winetasting.
Sie spielen acht traumhafte Golfplätze in Südafrika.
Optionales Verlängerungsprogramm
4 Tage im Krüger
Nationalpark mit Golf und Safaris.
und
7-tägige Best-of-Abu Dhabi-Golfreise vom 21. bis 29. Februar 2016
mit 7 Nächten in Abu Dhabi.
Sie spielen 5 der besten Golfplätze
der VAE.
Preise und detailliertes Reiseprogramm gibt es bei knecht reisen
www.golf-dreams.ch
Skiing is our passion come share it with us.
03. - 12.04.2015
Heliskiing in Kanada
mit Patrick Küng
CHF 8750 p.P.
(exkl. Flughafentaxen)
11. - 18.04.2015
Tourenwoche in Island
mit Christian Aschwanden
CHF 4995 p.P.
(exkl. Flughafentaxen)
Vorschau 2016:
21. - 30.01.2016
Free-Ridewoche in Japan
mit Ueli Kestenholz
01. - 10.04.2016
Afficionado-Heliskiingwoche
in Kanada
mit Kenny Prevost
von Palmen gesäumten Golfplätze. Der Royal
Golf de Marrakesch wurde bereits 1923 eröffnet, andere wie Amelkis und Palmeraie sind
brandneu. Einige sind auch für Könner eine
Herausforderung, die meisten aber bieten
auch weniger starken Freizeitspielern viel
Spass. Ein purer Genuss sind sie alle.
Selbstverständlich auch der von Gary Player
entworfene Mazagan-Kurs in El Jadida südlich
der faszinierenden Hafenstadt Casablanca.
Nahe der ehemaligen portugiesischen Kolonie
liegt einer der jüngsten Plätze des Landes direkt in den Dünen der Atlantikküste. Der Links
Course gehört zu den anspruchsvollsten Plätzen Marokkos, ebenso wie die beiden TikidaKurse in Agadir.
25.03. - 03.04.2016
Heliskiing in Kanada
mit Didier Cuche
25.03. – 04.04.2016
Heliskiing in Kanada
mit Daniel Mahrer
Trainingswoche nach Marrakesch
mit der Golf Proette Florence Weiss
14. bis 21. November 2015 (oder So–
So) 6 bis max. 8 Teilnehmer spielen 4
bis 5 Golfrunden mit Aufenthalt im
5*-Sterne Palmaraie Golf Palace, welches auf die Wünsche von Golfern perfekt abgestimmt ist.
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SOFORT
und
zuschlagen
vom tiefen
Dollar-Kurs
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profitieren
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snow@knecht-reisen.ch
FEBRUAR 2015 SNOWACTIVE 75
044 360 46 00
MEDIZIN
Kopfverletzungen sollen nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Häufig treten Symptome nicht unmittelbar nach
dem Unfall, sondern erst später auf. Den
Schweregrad der Verletzung beurteilt man
heute mit dem sogenannten GlasgowComa-Score (GCS).
Wir alle erinnern uns mit Schrecken an den
tragischen Unfall von Michael Schumacher vor
etwas mehr als einem Jahr, als er sich im Rahmen eines Skiunfalls eine schwere SchädelHirn-Verletzung zuzog. Etwa 65 000 Personen
der Schweizer Bevölkerung erleiden pro Jahr
einen Schneesportunfall. Mehr als 50 Prozent
dieser Unfälle ereignen sich beim Skifahren.
Trotz der gestiegenen Akzeptanz (70 bis 80
76
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Prozent) einen Helm zu tragen, machen die
Kopfverletzungen immer noch etwa 12 bis 15
Prozent aller Schneesportunfälle aus.
einer zusätzlichen Schädigung, die es durch
eine fachgerechte Behandlung zu verhindern
gilt.
SCHÄDEL-HIRN-TRAUMA
DAUER DER BEWUSSTLOSIGKEIT
KENNT ZWEI SCHÄDIGUNGSPHASEN
Früher erfolgte eine Einteilung des Schweregrades mehrheitlich aufgrund der Dauer der
Bewusstlosigkeit. Man unterschied: die Gehirnerschütterung (Commotio cerebri) mit
einer kurzzeitigen Bewusstseinsstörung von
wenigen Sekunden bis maximal zehn Minuten,
meist verbunden mit Übelkeit, Erbrechen,
Kopfschmerzen und Gedächtnisstörungen
(Amnesie). Der zweite Schweregrad, die Gehirnprellung (Contusio cerebri), war gekennzeichnet von den gleichen Symptomen, aber
einer deutlich längeren Bewusstseinsstörung
von mehr als zehn Minuten. Der dritte und
Kommt es zu einer Verletzung des Kopfes und
des Gehirns spricht man von einem SchädelHirn-Trauma. Im Rahmen eines Sturzes oder
durch einen Zusammenprall kommt es zu einer
Verletzung des Gehirns. Man unterscheidet
zwei voneinander zeitlich getrennte Schädigungsphasen. Die erste Schädigungsphase ist
gekennzeichnet durch den Unfall selbst und
entspricht einer direkten mechanischen Schädigung des Gehirns. In einer zweiten Phase, die
erst später auftreten kann, kommt es durch
verschiedene körpereigene Mechanismen zu
Foto: B&S Stockimage
WENN ES
DEN KOPF
TRIFFT
schwerste Schweregrad, die Gehirnquetschung (Compressio cerebri), beinhaltet eine
Schädigung des Gehirns mit Strukturverletzung, Einblutung und langandauernder Bewusstlosigkeit (länger als 60 Minuten) bis hin
zum Koma. Dauerhafte Schäden sind bei diesen Verletzungen nicht auszuschliessen.
www.crossklinik.ch
Dr. Andreas Gösele
Ärztlicher Leiter,
Swiss Olympic
Medical Center,
crossklinik Basel
BEURTEILUNG NACH
GLASGOW-COMA-SCORE (GCS)
Die heutige Einteilung unterscheidet drei
Schweregrade des Schädel-Hirn-Traumas
(SHT).
t MFJDIUFT4)5($4
t NJUUFMTDIXFSFT4)5($4
t TDIXFSFT4)5($4
Grundlage der Einteilung ist der sogenannte
Glasgow-Coma-Score (GCS). Der GCS ist eine
relativ einfache Skala zur Beurteilung von Bewusstseinsstörungen, die im Wesentlichen drei
Kriterien abfragt:
t "VHFO×ĎOVOH
t TQSBDIMJDIFWFSCBMF
,PNNVOJLBUJPO
t #FXFHVOH3FBLUJPO
NPUPSJTDIF3FBLUJPO
gen und dürfen nicht auf die leichte Schulter
genommen werden. Oft geht es dem Verletzten
BN "OGBOH EJSFLU VONJUUFMCBS OBDI EFS 7FSletzung noch ganz gut und erst später stellen
sich die Symptome ein. Deshalb sollte ein Patient mit einer Kopfverletzung nie alleine gelassen werden. Wenn sich der Zustand zum
Negativen hin verändert, so gilt es zu handeln.
VORSICHT BEI WIEDERAUFNAHME
DES TRAININGS
KEINE BAGATELLVERLETZUNGEN
%JF NBYJNBMF 1VOLU[BIM CFUSÇHU 1VOLUF
Selbst wenn eine volle Punktzahl beim Glasgow-Coma-Score erreicht wird, kann ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma vorliegen. Nämlich
dann, wenn die typischen Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen,
Erinnerungslücken und zunehmende Müdigkeit auftreten. In einem solchen Fall sollte
unbedingt ein Spital aufgesucht werden. Schädelverletzungen sind keine Bagatellverletzun-
Sprüche wie: «Bei deinem dicken Schädel wird
schon nichts passiert sein» oder «Schlaf dich
FSTUFJONBMBVTxTJOE"VTESVDLFJOFT;XFDLoptimismus, der fatale Folgen haben kann. Nur
in einem Spital können die entsprechenden
6OUFSTVDIVOHFO XJF 3×OUHFO $5 PEFS .3*
durchgeführt werden. Der Schweregrad der
Verletzung beeinflusst die Therapie und die
3FIBCJMJUBUJPO%JF'PMHFOVOE4ZNQUPNFWPO
leichten Schädel-Hirn-Verletzungen bilden
TJDIJOEFS3FHFMOBDIESFJCJT[FIO5BHFO[V-
rück. Fernsehen, direktes Sonnenlicht, Lärm
und Stress sollten ebenso vermieden werden
XJF JOUFOTJWF L×SQFSMJDIF "LUJWJUÇU PEFS HBS
Sport. Erst wenn keinerlei Symptome mehr im
"MMUBH CFTUFIFO EBSG NJU MFJDIUFN 5SBJOJOH
wieder begonnen werden. Jede Steigerung der
Trainingsintensität und des Umfanges sollte
beschwerdefrei ablaufen. Ist dies nicht der Fall,
so muss die Intensität wieder reduziert werden
bis eine vollständige Beschwerdefreiheit beTUFIU ÀCFSFJGFS XJSE PGU NJU 3ÝDLGÇMMFO VOE
einer Verlängerung der Krankheitsdauer bestraft. Sollten die Beschwerden dennoch über
einen längeren Zeitraum anhalten, muss unbedingt ein Spezialist aufgesucht werden.
%JF3FIBCJMJUBUJPONJUUFMTDIXFSFSVOETDIXFrer Schädel-Hirn-Verletzungen sollte immer
ärztlich begleitet werden. Je nach Schweregrad der Verletzung kann sich dies über Monate bis Jahre hinziehen. Dennoch können auch
schwere Verletzungen folgenlos ausheilen.
DR. ANDREAS GÖSELE
Glasgow-Coma-Score:
Punkte
Augen öffnen
Verbale Kommunikation
Motorische Reaktion
6 Punkte
—
—
befolgt Aufforderungen
5 Punkte
—
konversationsfähig, orientiert
gezielte Schmerzabwehr
4 Punkte
spontan
konversationsfähig, desorientiert
ungezielte Schmerzabwehr
3 Punkte
auf Aufforderung
unzusammenhängende Worte
auf Schmerzreiz Beugesynergismen
(abnormale Beugung)
2 Punkte
auf Schmerzreiz
unverständliche Laute
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SCHLUSSPUNKT: RICHIS KOLUMNE
DIE MYSTERIEN DES SKISPORTS
Es ist wie immer vor einem Grossereignis.
Egal, mit wem man spricht, die Standardfrage
lautet: Wie viele Medaillen holen sie, unsere
Ski-Asse? Tippen ist des Schweizers Lust.
Am Champions-League-Tipp-Spiel von Fernsehen DRS haben 31 460 Personen mitgemacht, eine unglaubliche Zahl. Experte Volker
Finke belegte den 13 650. Rang, Alain Suter
den 358. Wer ist nun der bessere Fussballkenner?
Tippen ist ein Spiel. Und so war es auch, wenn
jeweils die Präsidenten der Skiverbände vor
Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen ihre Prognosen abgaben. Man nahm ihre
Tipps zur Kenntnis. Wenn er daneben ging, na
ja . . .
Inzwischen hat dieses Medaillen-Tippen von
Verbandsseite eine neue Dimension erhalten.
Die genannte Zahl gilt als Leistungsziel. Die
Medaillenbilanz ist der Gradmesser. An der
Herbst-Konferenz von Swiss-Ski forderten Medienleute von Alpindirektor Rudi Huber «harte
Fakten» – ein Medaillen-Ziel für Vail-Beaver
Creek. Er sprach von zwei Medaillen bei den
Frauen und einer bei den Männern – wie in
Sotschi.
Von dieser Zielvorstellung ist Swiss-Ski aufgrund der Hochrechnung der bisherigen Weltcuprennen einiges entfernt. Aber Weltmeisterschaften und Olympische Spiele bringen
immer wieder Überraschungen, positive und
negative. Wer hätte gedacht, dass in Sotschi
Dominique Gisin Abfahrts-Olympiasiegerin
wird? Und Sandro Viletta Superkombi-Olympiasieger?
Deshalb herrscht bezüglich Vail-Beaver Creek
trotz der zwiespältigen Weltcup-Zwischenbilanz Zuversicht. In Colorado fuhren die
Schweizer oft gut. Schon mancher Schweizer
Stern ging dort auf: Daniel Albrecht, Marc
Berthod, Carlo Janka, Sandro Viletta oder Patrick Küng.
Aber Vail-Beaver Creek ist auch die Ski-Destination der Kontraste, wie die Beiträge im Innern dieses Heftes zeigen. Die WM 1989 war
mit elf Medaillen ein Riesen-Erfolg, obwohl
dieser damals – im Nachgang der JahrhundertWM Crans-Montana mit 14 Medaillen – gar
nicht so wahrgenommen worden ist. Dagegen
gab es über die Einordnung der WM 1999 in
Vail-Beaver Creek keinen Zweifel. Sie geriet
mit nur zwei Bronzemedaillen von Steve Locher und Paula Accola zum Fiasko.
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SNOWACTIVE
FEBRUAR 2015
Bei jener Traum-WM in Crans-Montana 1987
hatte die Schweiz zwei starke Cheftrainer (Karl
Frehsner und Jean-Pierre Fournier), keinen
Alpinchef, einen Direktor, der nur 13 Monate
im Amt war, und einen Präsidenten, der vorzeitig demissionierte. Jener Direktor, Eddy
Peter, dessem Konto jene Medaillen zugeordnet wurden, ist theoretisch der erfolgreichste
Direktor der Schweizer Skigeschichte. Diese
Statistik hing sogar eine Zeit lang in einem
Swiss-Ski-Büro an der Wand.
Was die Erkenntnis bestätigt: Eine AllerweltsStrategie gibt es nicht. Viele Wege führen ins
Ziel – und ebenso viele daneben. Für Österreich eilt Marcel Hirscher von Sieg zu Sieg, und
hinter ihm entsteht ein Vakuum, wie es unser
Nachbarland noch nie erlebte.
In der Schweiz vermisst man das Zugpferd
Didier Cuche bis heute. Er fehlt als Gradmesser
im Training ebenso wie als Garant für Spitzenklassierungen, in dessen Schatten sich jüngere
Fahrer sukzessive entwickeln können. Ein starker Leader hebt in der Regel das Niveau eines
ganzen Teams.
Und trotzdem passiert manchmal genau das
Gegenteil – wie mit Marcel Hirscher in Österreich. Oder einst Alberto Tomba in Italien, der
eine komplette Mannschaft «ausradierte». Die
Teamkollegen fielen seiner dominanten Art
zum Opfer, wenn er im Training jeweils grossspurig ankündigte: «Um wieviel habe ich dich
gestern distanziert – eine Sekunde? Dann gebe
ich dir heute zwei!» Kannibalismus pur.
Der Königsweg im alpinen Skisport existiert
nicht. Warum es der eine schafft und der andere nicht, wird immer ein Mysterium bleiben.
Vielleicht macht gerade das den Skisport so
spannend. Und Prognosen so schwierig.
IMPRESSUM: Snowactive Februar 2015;
48. Jahrgang; erscheint 6-mal jährlich;
ISSN 1661-7185;
Herausgeber und Verlag Strike Media Schweiz AG,
Gösgerstrasse 15, 5012 Schönenwerd,
Telefon 062 858 28 20, Fax 062 858 28 29;
Redaktion Snowactive Zuchwilerstrasse 21,
4501 Solothurn, Telefon 058 200 48 28;
Verlagsleitung Wolfgang Burkhardt;
Redaktionsleitung De-Jo Press GmbH, Solothurn:
Joseph Weibel (j.weibel@snowactive.ch), Sabine Schmid
(s.schmid@snowactive.ch); Fotoredaktion Erik Vogelsang;
Inserate Prosell AG, Schönenwerd,
Rebekka Theiler (r.theiler@prosell.ch),
Wolfgang Burkhardt (w.burkhardt@prosell.ch);
Ständige Mitarbeiter Christian Andiel, Richard Hegglin.
Übersetzer Thierry Wittwer;
Konzept, Design und Produktionsverantwortung
Brandl & Schärer AG, Olten, Röbi Brandl, Kurt Schärer;
Aboservice Prosell AG, Schönenwerd, info@prosell.ch
Telefon 062 858 28 28; Jahresabonnement CHF 49.–
für ein Jahr, CHF 89.– für zwei Jahre (inkl. MwSt.);
Copyright Strike Media Schweiz AG, Gösgerstrasse 15,
5012 Schönenwerd; Nachdruck Nur mit ausdrücklicher
Genehmigung der Redaktion gestattet;
www.snowactive.ch, feedback@snowactive.ch,
info@snowactive.ch
Swiss-Ski: Redaktion Stefan Hofmänner
(stefan.hofmaenner@swiss-ski.ch),
Diana Fäh (diana.faeh@swiss-ski.ch);
Ständige Mitarbeiter Christian Stahl, Petra Kropf,
Isabelle van Beek, Christian Manzoni, David Hürzeler,
Christoph Wälchli;
Adressänderungen alte und neue Adresse an Swiss-Ski,
Postfach, 3074 Muri, Telefon 031 950 61 11,
Fax 031 950 61 12
Richard Hegglin war als Agenturjournalist
während vier Jahrzehnten für den Skisport
unterwegs und sass 20 Jahre im FIS-WeltcupKomitee. Heute schreibt er für Snowactive
und diverse Tageszeitungen.
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