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als - Schwäbische Albvereinsjugend

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Winter 2014 Nr. 163
STUFE
Die Vereinszeitschrift
Im Brennpunkt
Junges Wandern
Neues vom Jugendbeirat
Jugendvertreterversammlung
Neues vom Familienbeirat
www.schwaebische-albvereinsjugend.de
Familienwandern
Neues von den Freizeiten
Freizeiten im Frühjahr
Neues aus den Ortsgruppen
Rübengeister
STUFE intern
Inhalt
Editorial ........................................................................................3
Im Brennpunkt
Einige Worte zu Beginn.................................................................. 4
Warum Jugendliche Lust haben zu wandern............................. 5
Allgemeine Ausrüstung.................................................................. 6
Mitbestimmen macht Spaß Partizipation erfolgreich einsetzen............................................... 8
Nachhaltigkeit beim Wandern...................................................... 9
Wandern auf die andere Tour......................................................11
Das Rucksackerlebnis die mehrtägigie Abenteuerwanderung......................................13
Die Alb ruuuft!................................................................................16
Drei Fragen an... ...........................................................................17
Fortbildungen 2015 zum Thema „Junges Wandern“................18
Neues vom Familienbeirat
Weihnachtsgrüße......................................................................................................... 25
20 Jahre Familienarbeit - eine Erfolgsgeschichte..................... 25
Raus ins Glück: Familien wandern anders................................ 27
FASS: Entschleunigung mit allen Sinnen................................... 29
Neues von der Jugend- und Familiengeschäftsstelle
Aus dem Alltag der Bildungsreferentin......................................31
Fortbildungen im Frühjahr 2015................................................. 32
15. Fuchsfarm-Festival: FuFaFe TV offline online sein............. 34
Förderung aus dem Landesjugendplan 2015........................... 35
Früh übt sich: Jugendliche auf dem Weg zum Jugendleiter... 36
50 Dinge, die ich auf einer Wanderung machen kann........... 36
Neues von den Freizeiten
Neues vom Jugendbeirat
Aus dem Alltag des Jugendbeirats. ............................................................... 20
Neu im Jugendbeirat.................................................................... 20
Herbst -JVV - das Wichtigste in Kürze.........................................21
Einladung zur Jugendvertreterversammlung........................... 22
Albvereinsjugend auf der CMT 2015.......................................... 22
Tritt auf, mach`s Maul auf, hör bald auf!................................... 23
Freizeiten im Frühjahr.................................................................. 37
Printwerbematerial 2015.............................................................. 38
Neues aus den Ortsgruppen
Epfel aufläsa - mir machet onsern oigana Apfelsaft................ 39
Landschaftspfege auf 1.000 Metern Höhe................................ 40
Abenteuer trotz Technik bei der Schatzsuche...........................41
Mainhardter Albvereinsfamilien erobern die Fuchsfarm........ 42
Rübengeisteraktion belebt alte Tradition.................................. 43
Impressum
STUFE
ISSN: 1861-2873
Herausgeber:
Deutsche Wanderjugend im
Schwäbischen Albverein
Hospitalstr. 21 B
70174 Stuttgart
Fon:
0711 22585-74
Fax:
0711 22585-94
Redaktion: (V.i.S.d.P.):
Julia Lärz
An der Bracke 2/1
71706 Markgröningen
E-Mail: julia.laerz@schwaebischealbvereinsjugend.de
Satz und Gestaltung:
Werbekontor Uwe Lärz, Tamm
Freie und feste Mitarbeiter sind im Redaktionsteam herzlich
willkommen. Zuschriften, Anfragen, Artikel und Manuskripte
bitte an die Redaktion. Sie sollten nicht mehr als eine, max.
zwei DIN A4 Seiten lang sein, ansonsten behält sich die Redaktion Kürzungen vor.
Leserbriefe sind erwünscht! Wir freuen uns, wenn Zeichnungen, Dias oder Fotos dabei sind. Elektronische Bilder bitte mit
mindestens 1 Million Pixel!
Die STUFE erscheint viermal jährlich und kann auf der
Jugend- und Familiengeschäftsstelle des Albvereins
angefordert werden. Die Zeitschrift wird an die Bezieher
unentgeltlich abgegeben.
Auflage:
1.700 Exemplare
Druck:
dieUmweltDruckerei GmbH
gedruckt auf Circle Offset Premium white
Leserbriefe, Berichte und Artikel, die mit dem Namen des Autors gekennzeichnet sind, geben nicht unbedingt die Meinung
der Redaktion oder des Jugendbeirats wider.
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit haben wir auf die konsequente Nennung der männlichen und weiblichen Form verzichtet.
Es sind selbstverständlich immer beide Geschlechter gemeint.
2
Editorial
Wandern. Noch vor ein paar Jahren war dieses Wort nicht gerade positiv besetzt, vor allem
bei jungen Menschen. Dabei war Wandern schon immer jung, denn vor allem junge Leute
wanderten sich Lebenserfahrung an, egal ob Handwerksgesellen, die von Job zu Job wanderten,
oder Bettelmönche, die von Kloster zu Kloster pilgerten. Doch in den letzten Jahren hat sich hier
eine Entwicklung vollzogen, die das Wandern für uns junge Menschen attraktiver macht. Die
Vernetzung der Welt wird immer schneller, die Abhängigkeit von elektrischen Helfern immer
größer, und die Arbeitsintensität steigt immer mehr, die Zyklen der Erholung werden immer
kürzer und mit immer mehr gefüllt, immer auf der Jagd um nichts zu verpassen.
Wandern bietet hier eine Alternative als Kontrast zu unserem sonstigen Leben. Es ist eine
Sportart, in der es nicht um Geschwindigkeit geht obwohl lange Strecken zurückgelegt werden können. Es
ist Bewegung, die nicht auf bestimmte Orte angewiesen ist, sondern überall ausgeübt werden kann, es ist
Lernen von der Natur, für die keine Geräte benötigt werden, und es ist Urlaub, für den wir nicht frei nehmen
müssen, denn man muss dafür keine Woche wegfahren. So kann man Abstand gewinnen – und Kraft tanken.
In dieser Ausgabe der Stufe zeigen wir euch, was Junges Wandern ist, was es ausmacht und was ihr damit
anfangen könnt wenn ihr das nächste Mal abschalten wollt. Vertiefend hierzu wird es ein ausführliches Buch
in Zusammenarbeit mit der Deutschen Wanderjugend geben.
Viel Spaß beim Lesen und Wandern
Euer
Michael Neudörffer
Hauptjugendwart
Im Brennpunkt
Einige Worte zu Beginn
„Die oft gehörte Klage, Jugendliche wanderten nicht gerne, ist
falsch“, diese Aussage hat schon
einer meiner Vorgänger vor über 10
Jahren getroffen und sie ist auch aus
heutiger Sicht definitiv richtig. Junge
Menschen sind gerne draußen, das
belegen auch die großen Zuwachszahlen der Extremsportarten wie
Klettern, Rafting/Canyoning oder Trekking. Sie wollen etwas
erleben und ihren Körper an seine Grenzen führen. Dabei ist
zu beachten, dass diese Extremsportarten laut und aggressiv
beworben werden, aber es sicherlich nur eine Minderheit
gibt, die auf solch Extremes wirklich stehen. Daneben existiert
eine viel größere Personengruppe, die ein starkes Bedürfnis
nach gemeinschaftlichem Naturerleben hat. Genau hier können wir mit attraktiven Wanderangeboten anknüpfen. Diese
Wanderangebote müssen dabei auf die jeweilige Zielgruppe
abgestimmt sein, denn jugendliche Bedürfnisse unterscheiden
sich an manchen Stellen deutlich von denen erwachsener
Bedürfnisse.
Warum müssen wir uns dann in unserem Jugendverband,
der den schönen Namen „Deutsche Wanderjugend im Schwäbischen Albverein“ (kurz: Schwäbische Albvereinsjugend)
trägt, immer wieder und so ausführlich mit diesem Thema
und unserem ach so verstaubten Image befassen?
Größtes Hindernis sind wir dabei selbst: In unserem Jugendverband besitzt das Wandern (das gemeinsam draußen
unterwegs Sein) keinen wirklich hohen Stellenwert. Dabei gibt
es viele tolle Ideen und Projekte, die leicht umzusetzen sind.
Unsere Draußenangebote müssen kinder- und jugendfreund4
lich sein, und das wir
hierbei Profis sind, soll nicht nur nach außen, sondern zunächst
auch nach innen transportiert werden. Es mangelt also nicht
an der Outdoorbereitschaft der Jugendlichen, sondern an
zielgerichteten Angeboten, am Bewusstsein und am Marketing
in den (Jugend-) Wanderverbänden.
Die Schwäbische Albvereinsjugend engagiert sich schon
seit vielen Jahren für das Wandern. Dabei sind nicht nur die
Wandertage auf den großen Zeltlagern gemeint, sondern auch
die Wanderfreizeiten, die ein elementarer Bestandteil unseres
Freizeitenprogramms sind. Für 2015 sind bisher „Die Alb ruuuft“ und „Back to Nature“ geplant. Auch bei den Fortbildungen
wird seit vielen Jahren ein Schwerpunkt auf
das junge Wandern gelegt. Im nächsten Jahr
gibt es Fortbildungen zu den Themen Survival,
Trekking, Jugendwanderführung und Feuer
machen.
Unser Bundesverband startet mit einem
spannenden Jugendwanderwegeprojekt und
der Veröffentlichung eines Buches zum Thema
junges Wandern in das nächste Jahr. Auf die
Veröffentlichung dieses Buches wollen wir mit
dieser Stufe hinweisen und euch exklusiv die
ersten Teile vorstellen. Dabei handelt es sich
natürlich immer um Auszüge und stellt nicht
die Gesamtheit des Buches dar. Ich hoffe, dass
dieses Buch zu unserer Kernkompetenz gut
angenommen wird und vor allem auch zur
Öffentlichkeitsarbeit von alle Ebenen des Verbandes genutzt
werden kann.
Katja Hannig
Im Brennpunkt
Warum Jugendliche Lust haben zu wandern
Wenn es dem Müller im Frühtau in den
Reiseschuhen brennt und er zum Städtele
hinaus muss, um schwindelnde Höhen zu
erklimmen, fragt er sich, warum sein Sohn
und seine Tochter gar keine Lust haben,
ihn zu begleiten. Und dies, obwohl doch
Wandern gesund und lehrreich ist.
Das Streben nach Glück, was nicht nur
der Gründung der Vereinigten Staaten von
Amerika zu Grunde liegt, ist ein elementarer
Lebensgrundsatz eines jeden Menschen.
Besonders Jugendliche möchten glücklich
sein, doch was bedeutet Glück? Ein eng mit
Glück verwandter Begriff ist Spaß und wer
Spaß hat ist auch glücklich. Gesund und
lehrreich sind allerdings keine Begriffe,
die Jugendliche grundsätzlich mit Spaß in
Verbindung bringen.
Bei der Frage, was Jugendlichen Spaß macht, steht man
vor dem ersten Dilemma, denn da Jugendliche keine homogene Masse sind, ist es auch nicht möglich, das pauschal zu
beantworten.
Es gibt durchaus nicht wenige Jugendliche, die gern Wandern gehen und dies aus ganz klassischen Motiven: der Spaß
an einer Draußenaktivität und das Genießen der Natur. Diese
Jugendlichen zu motivieren sollte nicht schwer sein, daher
blicken wir hier lieber auf jene, mit denen man gern wandern
möchte, die dazu aber erstmal nicht motiviert erscheinen.
Viele Jugendliche verbinden mit dem Begriff Wandern eine
Vorstufe des noch schlimmeren Spazierengehens. Beides ist
irgendwie langweilig und damit das Gegenteil von dem, was
sie sich unter Spaß vorstellen. Dabei ist es sehr einfach die
Inhalte etwas zu variieren, um eine Wanderung interessanter
zu gestalten. Ein breiter, befestigter Wanderweg, der vernünftig ausgeschildert, zu einer Einkehrmöglichkeit mit Kaffee
und Kuchen führt, entspricht den Bedürfnissen vieler älterer
Wanderer, aber nur denen der wenigsten Jugendlichen. Lange
gerade Strecken, gut ausgebaut, sind für einen guten Plausch
geeignet, aber ein Erlebnis wie es sich Jugendliche vielleicht
wünschen sieht anders aus. Ein verschlungener Pfad, ein über
den Weg gefallener Baum, eine Bachquerung ohne Brücke,
Geröll oder Matsch – all diese Begebenheiten sind Herausforderungen und Abenteuer und sich diesen Herausforderungen
zu stellen, macht eben Spaß.
Allgemein ist es für Jugendliche sehr motivierend, nicht nur
von einem Ort zum Anderen zu kommen, sondern sich einer
Aufgabe oder Herausforderung zu stellen. Unternehmungen
machen Spaß, wenn sie einen Sinn haben oder zu einem
besonderen Ziel führen.
Mit Jugendlichen wandert man zu einer schönen Badestelle,
einer zu erforschenden Höhle, einem Lagerplatz, wo über dem
Feuer Würstchen gebraten werden oder einem Naturschutzprojekt, so wird der Weg noch mit einem tieferen Sinn erfüllt.
Oder man verpackt eine Herausforderung: in einer bestimmten
Zeit eine Strecke zu schaffen kann dies sein, die Querung eines
Bergrückens oder das Erreichen einer Höhenmarke. Die Gruppe hat es geschafft, sie waren sehr weit oben, sind besonders
weit oder zeitlich lange gegangen, das ist das Erfolgserlebnis
der Gruppe und erfüllt sie mit Freude.
Viele Jugendliche möchten „Freizeit“ nicht nur konsumieren, sie möchten zeigen, dass sie sich selbstständig beteiligen können. Ihnen Mitbestimmung zu ermöglichen, durch
eigenverantwortliche Planung und Umsetzung von Teilen
der Wanderung oder ganzen Aktivitäten ist häufig ein sehr
5
Im Brennpunkt
motivierender Anreiz. (Mehr zum Thema Mitbestimmung auf
Seite 8.)
Bei Vielen reicht schon ein Verpackungswechsel, wie man es
in anderen Sportarten auch sieht. Ein Dauerlauf ist antiquiert,
joggen gehen dafür absolut legitim, obwohl es sich bei beiden
Dingen um die gleiche Beschäftigung handelt. Gerade fürs
Wandern, mit seinen vielen Variationsformen, gibt es viele Begriffe, die vielleicht ansprechender sind. Manche machen eben
lieber eine Trekkingtour, gehen auf einen Outdoortravel oder
praktizieren Backpacking. Schon die schlichte Übersetzung,
statt wandern hiken zu gehen bewirkt manchmal Wunder. Wer
Jugendliche zum Wandern anregen möchte und sich an diesen
neudeutschen Begriffen stört, sollte es dennoch einfach mal
ausprobieren. Wer erfolgreich eine Trekkingtour veranstaltet
hat, wird die gleichen Jugendlichen auch zur nächsten Wanderung begeistern können. Ziel ist es ja erstmal, sie auf den
Geschmack zu bringen.
Und wer meint, alle diese Beteiligungs- und Variationsmöglichkeiten reichten immer noch nicht, möge es mal mit einer
besonderen Wanderform probieren. Vielleicht lässt sich ein
Zugang durch einer Wanderung mit Fahrrädern, Booten oder
Skiern erschließen. Ist der Reiz zu einer Bergwanderung, einer
Winterwanderung oder einem Barfußpfad vielleicht größer?
Oder macht es dann richtig Spaß, wenn die Wanderung zu
einem bestimmten Thema, mit Begleittieren oder geleitet von
GPS-Koordinaten stattfindet?
Um Kinder und Jugendliche zum Wandern zu motivieren, ist
es daher notwendig, die eigene Perspektive zu verlassen und
die der Kinder und Jugendlichen einzunehmen. Dies könnte
dann in der Konsequenz bedeuten, Ideen und Aktionen zu
entwickeln, die einen starken Bezug zu den Lebenswelten der
Jugendlichen sowie ihrer spezifischen Alters-Entwicklungsphase haben. Möglichkeiten hierzu gibt es viele, jetzt gilt es, sich
genau zu überlegen, welche Methode sich am besten für die
eigene Jugendgruppe eignet und mit welcher Aktion ihr am
meisten Spaß haben könntet.
Torsten Flader
6
Allgemeine Ausrüstung
Im Grunde genommen gibt es keinen Unterschied zwischen
Wanderausrüstung für Erwachsene oder für Jugendliche. Lediglich die Finanzierung teurer Wanderschuhe, eines großen
Rucksacks oder der Funktionsbekleidung lässt manch ein
Elternteil eventuell Abstriche bei der Qualität machen, denn
die „Kinder wachsen ja noch“. Die Ausrüstung soll dennoch
funktionsfähig sein und vor Witterungseinflüssen, also vor Kälte, Hitze, Nässe und vor Verletzungen schützen. Zudem sollte
die Kleidung leicht, bequem und hautfreundlich sein. Vor einer
Wanderung stellst du dir daher folgende Fragen: Wie lange
willst du in welchem Gelände unterwegs sein? Mit welchem
Wetter musst du rechnen? Bist du auch auf unvorhersehbare
Wetterbedingungen vorbereitet? Für kurze Wanderungen bei
warmer Witterung genügt in der Regel auch die alltägliche
Freizeitbekleidung und ein Tagesrucksack.
Bekleidung
Das Zwiebel-(schalen)-Prinzip oder der „Zwiebellook“ hat
sich beim Wandern bewährt. Dadurch kann sehr flexibel auf
eine Änderung der Umgebungsverhältnisse reagiert werden.
Damit ist gemeint, dass man verschiedene Kleiderschichten
aus unterschiedlichen Materialien und Dicke anzieht. Am
Körper sollte eine dünne Schicht den Schweiß vom Körper
weg transportieren. Zur Isolation dient die mittlere Schicht, die
Körperwärme speichern kann und gleichzeitig die Feuchtigkeit
weiterleitet. Fleecepullis eignen sich als Oberbekleidung sehr
gut, das Material ist leicht, warm und trocknet schnell. Um
den Witterungseinflüssen zu trotzen, dient die dritte Schicht.
Sie sollte atmungsaktiv sein, damit Feuchtigkeit von innen
nach außen transportiert werden kann. Dünne Überhosen
und Windjacken aus Polyamid oder ähnlichem Material sowie
Membran-Jacken (Gore-tex, Hyvent etc.) sind als Wind- und
Regenschutz gut geeignet. Bei zunehmender Kälte kann immer
ein weiteres Kleidungsstück angezogen werden, bei zunehmender Wärme entsprechend Schichten abgelegt werden. So spart
man Gewicht im Rucksack, da die Kleidungsstücke passend
kombiniert werden können. Für den „Zwiebellook“ sollten
rechtzeitige Umziehpausen eingelegt werden.
Bei einer längeren Tour mit unbeständigem Wetter ist
Ersatzwäsche sinnvoll. Nicht selten fällt jemand beim Überqueren eines Baches in selbigen oder der Regen durchnässt die
Kleidung. Jeder sollte deshalb ein Minimum an Ersatzwäsche
mitnehmen: Socken, Hosen, Handschuhe, Shirt.
Kleidung bei Wind
Wind als eine Witterungsbedingung sollte besonders beachtet werden. Wind erzeugt am Körper die Empfindung einer
Umgebungstemperatur, die schnell bis zu 15° Grad unter der
Im Brennpunkt
tatsächlichen Temperatur liegen kann. Daher müssen die
Körperstellen, die nicht so gut durchblutet sind, speziell
geschützt werden; betroffen sind besonders Nase, Ohren,
Finger und die Zehen. Dementsprechend sind Mütze
und vernünftige Handschuhe – am besten Fäustlinge aus
Wolle oder Fleecematerial mit Windstopper - wichtiger als
Hightech-Jacken. Für Jugendliche, die häufiger wandern
gehen, bietet sich ein Windstopper-Fleece oder eine Softshelljacke an.
Kleidung bei Sonne und Hitze
Der beste Schutz ist, die pralle Sonne zu meiden und
Bekleidung zu tragen, die möglichst wenig UV-Licht an die
Haut lässt und trotz der Wärme möglichst viel Haut mit Stoff
bedecken. Dunkles Gewebe schützt besser als helles, dichtes
besser als dünnes, trockenes besser als nasses. Wer persönlich
auf Nummer sicher gehen möchte, nutzt Funktionstextilien
mit UV-Schutzgewebe. Locker sitzende Hemden und Hosen
aus Baumwolle, Seide oder Kunstfasern sowie „Zipp-Hosen“
fördern die Belüftung. Ein Hut oder eine Mütze schützen Gesicht und Augen vor der Sonne und vor einem Sonnenstich.
Sonnencreme ist die Kleidung für die Haut, hier lieber mal
einen Lichtschutzfaktor höher als sonst nutzen. Ziel ist es nicht
möglichst braun zu werden, sondern sich vor den UV-Strahlen
zu schützen. Tipp für die Gruppenleitung: Sonnencreme dabei
haben, falls jemand diese vergessen hat.
Exkurs: Schwitzen
Jeder Mensch hat eine Körpertemperatur von rund 37
Grad. Um den Körper vor Auskühlung zu schützen, tragen
wir Kleidung. Um den Körper vor Überhitzung zu schützen, schwitzen wir. Schwitzen ist ein Vorgang, bei dem der
Körper überschüssige Wärme abgibt, um die Körpertemperatur zu regulieren. Sobald der Körper in Bewegung
kommt, fängt er mehr oder weniger an zu schwitzen.
Bei einem ruhigen Spaziergang kann es ein halber Liter
sein, bei einer anstrengenden Wanderung ein Liter und
mehr. Wenn diese Flüssigkeit aus der warmen Haut in
eine kühle, trockene Umgebung kommt, verdunstet sie.
Für diese Umwandlung benötigt die Flüssigkeit Energie,
welche sie der Haut entzieht. Unser Körper verliert damit
Wärmeenergie und kühlt ab.
Kleidung bei Kälte und Schnee
Am besten mehr als drei Schichten im „Zwiebellook“ überziehen, je nachdem wie funktionsfähig die Kleidungsstücke
sind. Bei Minustemperaturen trägt man nicht unbedingt den
dicksten Pullover, sondern einen warmen leichten (Merinowolle) und darüber eine winddichte Jacke (Regenjacke oder
„Softshell“). Handschuhe, Schal und Mütze helfen durch deren
An- und Ausziehen schnell und effektiv die Wärme zu regulieren. Die Mütze ist nicht nur ein modisches Accessoires sondern
schützt sehr gut vor Auskühlung, da die meiste Körperwärme
über den Kopf abgeht. Beim Start der Wanderung ist es hilfreich sich nicht zu warm anzuziehen, eher etwas kühler, damit
man beim Laufen nicht sofort ins Schwitzen kommt. Ebenso
ist ein gemächliches Tempo für unterwegs zu empfehlen um
starkes Schwitzen zu vermeiden und somit nicht auszukühlen.
Während den Pausen eine zusätzliche Schicht überziehen.
Rutschfeste Schuhe, d.h. Schuhe mit Profil, runden das
Ensemble ab. In schneereichen Gebieten kann ein Wandern
erst mit Hilfe von Schneeschuhen möglich sein.
Schuhe
Je anspruchsvoller das Gelände wird, desto stabiler sollte
der Schuh sein. Es gibt, wie bei den Rucksäcken, keinen Universalschuh, der für alle Wegstrecken der richtige wäre. In erster
Linie soll er den Füßen Halt geben und vor Nässe schützen.
Auf Asphalt und anderen befestigten Wegen genügt ein leichter
Schuh mit Profilsohle, der bestenfalls bis über die Knöchel
geht. Auf schwierigen Strecken ist ein Leichtbergschuh aus
wasserundurchlässigem Obermaterial mit Gummi-Profilsohle
empfehlenswert. Für Hochgebirgstouren braucht man einen
entsprechenden Hochgebirgsschuh. Bei Wanderschuhen sollte
man sich unbedingt im Fachgeschäft beraten lassen.
Bei den Wanderungen, die wir mit Jugendgruppen, auf
Zeltlagern und Freizeiten durchführen, verfügen die Teilnehmer
in der Regel nicht über Wanderschuhe. Die Eltern sind meist
auch nicht bereit, ca. 100 Euro dafür auszugeben, wenn die
Schuhe nicht öfters eingesetzt werden. Daher ist bei Schuhen
für Jugendliche vor allem wichtig, dass die Schuhe
• richtig passen,
• geschnürt werden können,
• gutes Profil haben,
• halbwegs nässeresistent sind, (wenn nicht: Ersatzsocken
mitnehmen)
• gut eingelaufen sind.
7
Im Brennpunkt
Flip Flops und Stoffschuhe wie Chucks, Sneaker etc. sind
nicht geeignet. Beim Wandern sollten unbedingt Socken
getragen werden. Wenn sich dennoch Blasen gebildet haben,
können Ersatzsocken und spezielle Blasenpflaster nützlich sein.
Rucksack
Der Rucksack von Jugendlichen
Der Rucksack hat
bei er wachsenen
Wanderern meist
die Funktion, notwendige Ausrüstung
und Verpflegung zu
transportieren. Jüngere Kinder sind in
der Regel körperlich
noch gar nicht in der
Lage, ihre gesamte
Ausrüstung in einem
Rucksack zu transportieren. Es muss
dem Umstand Rechnung getragen werden, dass sich der
jugendliche Körper
noch in der Entwicklung befindet und
Überlastungen, wie z. B. das Tragen eines relativ schweren
Rucksackes, negative Folgen für Wirbelsäule und Gelenke
haben kann. Bei Touren mit Jüngeren sollte daher darauf
geachtet werden, nur so wenig Ausrüstung und Verpflegung
wie notwendig ist mitzunehmen, so dass die Teilnehmer es
noch selbst tragen können.
Welcher Rucksack soll es sein?
Ein Trekkingrucksack für Erwachsene und Jugendliche, der
bei einer längeren Tour eingesetzt wird, sollte stabile, gepolsterte Schulter- und Beckengurte haben. Das Hauptgewicht liegt
auf dem Becken. Die Rückenlänge sollte bei größeren Modellen
einstellbar sein. Auf Außentaschen möglichst verzichten, sie
stören das Gleichgewicht und schränken die Bewegungsfreiheit
der Arme ein.
Wie packe ich den Rucksack richtig?
Ein richtig gepackter Trekkingrucksack macht die Wanderung wesentlich angenehmer.
• Schwere Dinge kommen dicht an den Rücken, der Schwerpunkt sollte etwa zwischen den Schulterblättern liegen.
• Das Gewicht des gepackten Rucksacks sollte maximal ein
Viertel des Körpergewichts betragen. Besser ist, 15 Prozent
oder maximal 20 Prozent des Körpergewichts. Bei einem 50
8
kg schweren Jugendlichen sind 20% des Körpergewichtes
gerade einmal 10 kg.
Wie wird der Rucksack richtig eingestellt und getragen?
• Zuerst den Hüftgurt schließen, dann strammziehen.
• Schultergurte strammziehen, bis noch ein Finger zwischen
Gurt und Schulter passt.
• Mit den Riemen oben auf dem Schultergurt den Rucksack
näher an den Rücken bringen.
Annette Mader
Mitbestimmen macht Spaß –
Partizipation erfolgreich einsetzen
Vielen Jugendlichen macht es Spaß, etwas in die Hand zu
nehmen und etwas zu bewegen. Besonders im Freizeitbereich
möchten sie sich ausprobieren und sollten dazu auch Gelegen-
heit haben. Dies hat viele Vorteile für die Gruppe.
Wer selbst entscheidet, steht auch zu den beschlossenen
Dingen, bzw. nimmt sich auch möglicher Fehlschläge an. Das
beste Beispiel dabei sind Mahlzeiten. Ein Essen, welches nicht
ganz den Geschmack der Gruppe trifft, kann zu schlechter
Stimmung führen. Wenn die Gruppe aber gemeinsam das
Essen bereitet hat, also selbst für den Geschmack gesorgt hat,
kann es gar nicht so schlecht sein, dass schlechte Stimmung
aufkommt.
In einer Entwicklungsphase, in der von den Jugendlichen
erwartet wird, immer erwachsener zu werden und Entscheidungen selbstständig zu treffen und zu verantworten, probieren sie dies vor allem in ihrer Freizeit aus. Denn in der Freizeit
gelten andere Regeln als im Alltag, hier kann man auch mal
neue Wege gehen und sich Herausforderungen freier stellen.
Verantwortung zu übernehmen, stellt einen Reiz dar, den viele
Jugendliche gern auskosten möchten, um zu zeigen, was sie
können.
Dabei gilt natürlich: nur wer nichts macht, macht auch
nichts verkehrt. Aber Jugendliche lernen aus ihren Fehlern
Im Brennpunkt
und dürfen auch gern welche machen. Wer Jugendliche etwas
planen lässt, das am Ende nicht vollständig funktioniert, hat
nicht die falschen Jugendlichen, sondern die falschen Ansprüche. Jugendliche lernen durchs ausprobieren. Und das ist
die Hauptaufgabe für diejenigen, die etwas mit Jugendlichen
unternehmen: ihnen das Feld vorzubereiten, auf dem sie
ausprobieren und auch Fehler machen dürfen.
Jugendliche sind es aus der Schule oder dem Elternhaus
gewohnt, dass sie immer eine Person haben, die sie anleitet.
Im Freizeitbereich kann man andere Voraussetzungen schaffen.
Selbstverständlich steht man für Fragen und Wünsche bereit,
zieht sich aber auch soweit zurück,
dass Jugendliche bei der Entscheidungsfindung ganz für sich sind und
nicht immer darauf warten, dass eine
Gruppenleitung ihr Tun abnickt. Sie
entscheiden selbst und rechtfertigen
dann auch ihr Handeln. Es versteht
sich, dass man Jugendlichen Handlungsfreiraum lässt, aber dennoch
beobachtet, in welche Richtung sich
ihr Tun entwickelt. Sollten sich durch
ihre Planungen gesundheitliche Risiken oder arge finanzielle Schieflagen
ergeben, ist es selbstverständlich erforderlich korrigierend einzugreifen.
Mitbestimmung hat auch Grenzen.
Es gibt in jeder Gruppe Mitglieder,
die vorangehen und ein gewisses Organisationstalent haben,
andere halten sich im Hintergrund. Wer Gruppen anleitet,
muss geschickt darin sein, alle einzubinden, indem für jede
und jeden Aufgaben gefunden werden, in denen sie und er
sich entfalten und ihre Stärken einbringen können. Für manche
ist es geeignet im Vorfeld zu organisieren, Routen zu planen,
Zugverbindungen rauszusuchen, Wanderkarten zu besorgen
und Übernachtungsplätze zu finden. Andere helfen lieber
beim Kochen, erklären unterwegs Pflanzen und Bäume, sind
geschickte Zeltaufbauer oder können am Lagerfeuer Gitarre
spielen und Lieder singen. Jede und jeder hat individuelle
Fähigkeiten, womit sie oder er die Gruppe stärken kann.
Rauszufinden, wer welche Stärken hat und diese zu fördern,
ist Aufgabe der partizipativen Gruppenleitung.
Eine Wanderung bietet sehr gute Möglichkeiten für die
Gruppe in ihrem Sozialgefüge zu wachsen. Durch aktive Mitbestimmung können sich alle Gruppenmitglieder bestmöglich
einbringen und vor allem einen Blick dafür entwickeln, anderen
zu helfen. Vielleicht hat jemand einen zu schweren Rucksack,
dem andere etwas abnehmen können oder man hilft mit einem
Schluck zu Trinken oder einem warmen Pullover aus. Wer sich
in die Gruppe einbringt, bekommt dadurch ein offenes Auge
für die Sorgen und Wünsche der Anderen. Sich gegenseitig
zu helfen fördert den Gruppenzusammenhalt ungemein. In
solch einer Gruppe fühlen sich die Mitglieder wohl und haben
dadurch Spaß daran gemeinsam unterwegs zu sein.
Torsten Flader
Nachhaltigkeit beim Wandern
Nachhaltigkeit betrifft uns alle. Wir haben nur einen
Planeten und müssen uns fragen, wie wir Wälder und Landschaften, die Atmosphäre und die Ökosysteme schützen und
die Ressourcen für die nachkommenden Generationen erhalten?
Nur gemeinsam werden wir dafür
Lösungen finden. Doch jeder einzelne kann dazu beitragen – ganz
im Sinne von „think global – act
local“. Die Deutsche Wanderjugend
versteht sich als Jugendverband mit
einer langen Tradition im Natur- und
Umweltschutz. Das klare Bekenntnis
zur Nachhaltigkeit und ökologischem Handeln fordert ein aktives
Eintreten für zukunftsorientierten
Schutz der Natur und unserer
Ressourcen. Die ursprüngliche Definition des Begriffs Nachhaltigkeit
stammt aus der Forstwirtschaft: es
sollte immer nur so viel Holz entnommen werden, wie nachwachsen kann. Heute bedeutet nachhaltige Entwicklung mehr
als reiner Umweltschutz. Nachhaltige Entwicklung basiert auf
drei Säulen und kann nur durch das gleichzeitige und gleichberechtigte Umsetzen von umweltbezogenen, wirtschaftlichen
und sozialen Zielen erreicht werden.
Ökologische Nachhaltigkeit: Sie orientiert sich am stärksten
am ursprünglichen Gedanken, keinen Raubbau an der Natur zu
betreiben. Ökologisch nachhaltig wäre eine Lebensweise, die
die natürlichen Lebensgrundlagen (nicht nur des Menschen)
nur in dem Maße beansprucht, wie diese sich regenerieren.
Ökonomische Nachhaltigkeit: Eine Gesellschaft sollte wirtschaftlich nicht über ihre Verhältnisse leben, da dies zwangsläufig zu Einbußen für die nachkommenden Generationen
führen würde. Allgemein gilt eine Wirtschaftsweise dann als
nachhaltig, wenn sie dauerhaft, also über viele Jahrzehnte,
betrieben werden kann.
Soziale Nachhaltigkeit: Ein Staat oder eine Gesellschaft
sollte so organisiert sein, dass sich die sozialen Spannungen
in Grenzen halten und Konflikte nicht eskalieren, sondern auf
friedlichem und zivilem Wege ausgetragen werden können
9
Im Brennpunkt
Exkurs: Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (BNE)
hat zum Ziel, die Gestaltungskompetenz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsene zu fördern. Gestärkt werden
sollen alle Fähigkeiten, die dazu nötig sind, in Zukunft
die Ressourcen für unsere Nachkommen zu erhalten
und gleichzeitig für soziale Gerechtigkeit einzutreten. In
ihrer Nachhaltigkeitserklärung formuliert die Deutsche
Wanderjugend konkrete Forderungen und gibt auch eine
weitreichendere Handlungsempfehlung für nachhaltiges
Handeln, zu finden unter www.wanderjugend.de/nachhaltigkeit.
Mit Wandern allein werden wir nicht die Welt retten. Wir
können aber dazu beitragen, dass mehr Menschen begreifen,
dass wir nur im gemeinsamen Handeln die Folgen des Klimawandels bewältigen können. Jeder der andere darin unterstützt, die eigene Verantwortlichkeit für die Natur zu erkennen,
trägt zu einer Bildung für nachhaltige Entwicklung bei. Wandern ist Teil eines nachhaltigen Lebensstils, eine Aktivität, die
Ressourcen schont und zum Schutz der Umwelt beitragen
kann, wenn folgende Punkte beachtet werden:
Grundsätzlich: Der Gruppenleiter ist für die Gruppe immer
Vorbild, die Mitwanderer bekommen selbstverständlich mit, ob
das Pausenbrot aus der Folie gewickelt oder der Brotdose genommen wird. Ebenso ist eine respektvolle Haltung gegenüber
Pflanzen und Tieren und deren natürlichen Lebensräumen
wichtig.
Planung: Für die Anreise wird das möglichst klimafreundlichste Transportmittel gewählt. Statt mit dem Auto lieber mit
dem Zug anreisen. Und wenn das Ziel abgelegen und mit
öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zu erreichen ist, sollten auf
jeden Fall Fahrgemeinschaften gebildet werden.
Tipp: Die klimafreundlichste Reiseform mit einer
CO2-Berechnung herausfinden, z.B. mit dem Rechner des
Bundesumweltamtes unter www.uba.klima-aktiv.de. Die Ergebnisse könnt ihr bei der Wanderung auf eurem Smartphone
sehen, oder vorher ausdrucken.
10
Naturschutz unterwegs: Nur was man kennt, schützt man
und will es erhalten. Wer unterwegs etwas über die Natur
erfährt und neue Zusammenhänge erkennt, der bekommt eine
erweiterte Sicht und auch Lust darauf, sich für seine Umwelt
zu engagieren. Unabhängig von der Art der Naturaktivität ist
die Beachtung der jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen
wichtig. In Deutschland wird Naturschutz durch das Bundesnaturschutzgesetzt (BNatSchG) und spezifische Landesgesetzgebungen geregelt, z.B. auch das Betretungsrecht von
privaten und öffentlichen Flächen. Zum Schutz bestimmter
Pflanzen, Landschaften, Böden, Tieren etc. werden einzelne
Gebiete gesondert als Naturschutzgebiete, Naturparke oder
Nationalparke ausgewiesen. Dort gelten meist strengere Regelungen, die z.B. das Verlassen des Weges, oder die Mitnahme
von Pflanzen oder anderer Fundstücken betreffen. Hilfreiche
Informationen sind auf der Internetseite des Bundesamtes für
Naturschutz www:bfn.de zu finden.
Umweltschutz unterwegs fängt im Kleinen an. Dass jeder
den Müll, den er produziert, auch wieder mitnimmt, ist eine
Selbstverständlichkeit. Müll kann aber schon beim Einkauf
reduziert werden. Für den Transport werden am besten eigene
Brotdosen und Trinkflaschen genutzt.
Tipp Umwelt-Projekt: Wenn bei eurer Wanderung ein
Interesse für ein bestimmtes Thema geweckt wurde und
ihr euch für die Umwelt engagieren wollt, dann könnt ihre
auch einen ganzen Projekttag oder eine Projektwanderung
zu einem Thema organisieren. Konkret könnten dies zum
Beispiel Energiewanderungen (von Kraftwerk zu Kraftwerk),
Führungen auf einem Bio-Bauernhof, oder die Besichtigung
von Industrieanlagen sein.
Handeln: Bei der Verpflegung auf der Wanderung könnt
ihr mit der Wahl der Lebensmittel und Getränke selbst nachhaltig handeln. Am besten werden regionale und saisonale
Produkte verzehrt, die wenig Transportkilometer hinter sich
haben. Alle Kriterien für eine nachhaltige Ernährung erfüllen
Nahrungsmittel, die darüber hinaus ökologisch produziert und
fair gehandelt wurden.
Tipp Tomatenverkostung: Vielleicht habt ihr Lust einmal
den Unterschied zwischen weitgereisten, gespritzten Tomaten
und regionalen Bio Tomaten zu testen. Dann bietet den TN
doch eine Tomatenprobe an. Dafür reicht eine kleine Auswahl
verschiedener Tomatensorten. Mit dem Taschenmesser wird
geteilt und jeder kann selbst kosten, ob er einen Unterschied
schmeckt.
Tipp Meilenwettbewerb: Wie fällt euer Vergleich aus, wenn
ihr den Transportweg eurer Lebensmittel, mit den von euch
zurückgelegten Kilometern vergleicht. Ist der Pausenapfel extra
aus Neuseeland angereist, um heute dabei zu sein? Wer hat
mit seiner Brotzeit die meisten Meilen zurückgelegt?
Regine Sailer und Katja Hannig
Im Brennpunkt
Wandern auf die andere Tour
Nachtwandern
Definition/Einleitung: Meist bei völliger Dunkelheit • Ohne dauerhaften Einsatz
von Taschenlampen • Eher kürzere Touren und langsameres Wandertempo Ziel
und Wegstrecke: meist ist der Weg das Ziel (→ abwechslungsreiche Wegstrecke
wichtig) • oder spannende Ziele (See, in dem sich der Mond spiegelt, vorbereitetes Lagerfeuer…) • Dauer: 1 – 2 Stunden • Vorwandern dringend zu empfehlen
(evtl. sogar im Dunkeln) Wetter, Gefahren, Ausrüstung und Sicherheit : wasserdichte Schuhe und wärmere Kleidung als tagsüber sind zu empfehlen • Aktionen
im Dunkeln sind eine große Herausforderung für Kinder und Jugendliche; Ängste
und Unsicherheiten müssen bedacht werden. • Ausübung der Aufsichtspflicht
schwerer als tagsüber → mehr Betreuer, Kenntnis über Gelände und Strecke nötig)
Spiel/Aktion für Zwischendurch: Das finstere Museum
Teilnehmer: 10 – 15 ab 12 Jahre • Material: Taschenlampe
Spielverlauf: 5 Spieler befinden sich etwas abseits der restlichen Gruppe. Einer ist der Museumsführer. Die 5 verteilen sich entlang
des Weges und nehmen jeweils eine möglichst groteske Pose ein. Der Museumsführer führt die restliche Gruppe nun heran, wenn
er eine der Statuen entdeckt, leuchtet er sie mit seiner Taschenlampe an und erfindet dazu eine Geschichte. Die Besucher dürfen
auch gerne versuchen, die Statue aus der Fassung zu bringen. Wenn dem Museumsführer nichts mehr einfällt, erlischt die Taschenlampe und die Gruppe schleicht weiter. Die Statue wird lebendig und schließt sich der Gruppe auf dem Weg zur nächsten Figur an.
Wandern mit Begleittieren
Definition/Einleitung: Wandern z.B. mit Hunden, Ziegen, Eseln, Lamas und Pferden. • Führen der Tiere, die je nach Art auch Gepäck
mittragen können • Hohe Motivation bei Kinder, Jugendliche und Erwachsenen
(Mensch-Tier-Beziehung) Zeit- und Finanzbudget: Alles ist möglich (von der
Zweistunden-Wanderung bis zur Mehrtagestour). • Kosten abhängig vom Anbieter
(Richtwerte: pro Person ein- bis zweistündige Schnuppertouren ca. 15 €, Halbtagestour 20 - 30 €, Tagestour ab ca. 40 €) Ziel/Wegstrecke: Wegstrecke muss
an die Möglichkeiten der Tiere angepasst werden (Treppen? Abhänge? Asphalt? •
Pausenzeiten/Pausenorte für Mensch und Tier müssen bedacht werden Ausrüstung: Für Halb- und Tagestouren im Mittelgebirge genügen festes Schuhwerk und
wetterfeste Kleidung. Der Inhalt des Tagesrucksacks (Verpflegung, Sonnenschutz
etc.) kann je nach Tierart in den Packtaschen auf dem Tierrücken verstaut werden.
So ist ein Laufen ohne Gepäck möglich, das vor allem für ungeübte Wanderer
Erleichterung bringt. Es bietet sich an, ein paar artgerechte Leckerlis für die Tiere im Rucksack zu haben. Empfehlung: Auf Anfrage
vermitteln wir Ansprechpartner für Begleittiere.
Aktionen für Unterwegs: Tiere schnitzen
Bär Diese Schnitzaktion eignet sich besonders gut für den Herbst. In dieser Zeit ist die
Rinde etwas fester am Haselnussholz als im Sommer. Material: Ihr braucht einen etwa
6 - 10 cm langen, jungen Haselnussast. Der Haselnussast sollte etwa 2,5 - 3 cm dick sein.
Zu Beginn formt ihr eine Halbkugel für den Kopf des Bären. Dort nehmt ihr den Rest der Rinde ab
und spitzt seine Schnauze an. An der Stelle der Schnauze sollte die Rinde stehen gelassen werden. Solltet ihr sie versehentlich abschnitzen, könnt ihr sie später einfach anleimen. Für Arme
und Beine wird einfach wie auf dem Bild die Rinde an den entsprechenden Stellen belassen.
Der Vogel Der Vogel lässt sich leichter als der Bär schnitzen.
Material: Ihr benötigt eine Astgabel aus Haselnussholz. Der Hauptast sollte 5-10 cm lang
und 2 cm dick sein. Der Seitenast für den Kopf sollte ca. 3 cm lang sein und für den Schwanz
ca. 3-5 cm. Ihr benötigt außerdem eine Säge. Wie auf der Zeichnung zusehen ist, wird die Rinde für den Flügel auf beiden Seiten
stehen gelassen. Die überstehenden Äste werden abgesägt.
11
Im Brennpunkt
Orientierungswandern
Definition: Orientierungsaufgaben als Teil der Wanderung • Finden des richtigen
Weges als Ziel • Einsatz von Karte, Kompass, GPS-Gerät. Wegzeichen, natürliche
Orientierungsmittel • Selbstverantwortung für den Weg als Motivationsschub
Zeit- und Finanzbudget: Muss geübt werden, daher mindestens 3-stündig oder
mehrmals nacheinander • Zeit für’s „Verlaufen“ einplanen • gutes (Karten-)Material
notwendig Topografische Karte: 5 - 10 €, Kompass: 20 - 40 €, GPS-Gerät: ab 100 €.
Vorbereitung: Festlegung des Start- und Zielpunktes, danach Überlegung welche
Hilfen zur Orientierung gegeben werden sollen • Wanderer müssen mit der Orientierungshilfe vertraut sein (evtl. Vorbereitungstreffen) • Evtl. Austausch von Handynummern, falls die Gruppen ohne Begleitperson losgehen Ziel/ Wegstrecke: Evtl. Belohnung am Ziel ausdenken (See, Lagerfeuer,
Eisdiele als Ziel) • Unbekannte, abwechslungsreiche Wandergebiete erhöhen den Reiz • Zurückhaltung der Gruppenleitung nötig,
verrät der Betreuer zu viel ist die Sache sinnlos, Betreuer muss auch Umwege aushalten • Dauer schwer planbar, daher Puffer in
Bezug auf Abkürzung und/oder Dunkelheit einbauen
Aktionen für Unterwegs: Bilder-Kompass-Rallye
Kurzbeschreibung: Ausgestattet mit Bildern und einem Kompass geht es auf Orientierungstour. Diese Aktion eignet sich gut zum
Einstieg in die Handhabung eines Kompasses und stellt eine leichte Orientierungsaufgabe dar.
Dauer: 1 - 2 Stunden Material: Bilder markanter Punkte auf der Strecke, Pro 2 - 3 Personen einen Kompass
Detailbeschreibung: Bei einer festgelegten Wanderstrecke wird an markanten Punkten (vor allem an Abzweigungen) ein Foto aufgenommen und, ausgehend vom Standort des auf dem Foto abgebildeten Objektes, wird die Marschrichtungszahl für den weiteren
Wegverlauf mit Hilfe des Kompasses bestimmt. Hierbei zeigt die Marschrichtungszahl nur den Weg an, der eingeschlagen werden
muss. Der weitere Wegverlauf wird nicht berücksichtigt. Die Bilder werden anschließend ausgedruckt und auf der Rückseite mit
der entsprechenden Marschrichtungszahl versehen. Die Wandernden erhalten zum Start der Tour die Bilder und Kompasse. Ihre
Aufgabe ist es nun, jeweils das nächste Bild in der Natur zu entdecken, die auf der Rückseite angegebene Marschrichtungszahl auf
dem Kompass einzustellen und mit dieser den weiteren Weg ausfindig zu machen.
Kulturwanderung
Definition: Schwerpunkt auf Vermittlung von natürlichen und historischen Besonderheiten der Landschaften, durch die gewandert
wird • wandern zu einem interessanten Ziel z.B. Höhle, Felsen, Naturdenkmäler wie eine 200-jährige Eiche, historische Denkmäler
wie Kirchen, Burgen, Schlösser oder auch Nutzbauten wie ein Wasserkraftwerk. Zeit und Finanzbudget: Wanderzeit auf die benötigte Zeit für die Besichtigung abstimmen Ziel: Eigene Motivation soll ausschlaggebend sein • Wanderung als Expedition in die
Vergangenheit, dazu muss eigene Motivation stimmen, z.B.: keltische Grabhügel, Römerstraße, alte Wolfsfalle, Industriedenkmale,
alte Treidelwege, Schleusen, Wassermühlen … alles was die Umgebung hergibt und
worum es eine spannende Geschichte gibt bzw. spannende Dinge zu entdecken sind
Empfehlung: Vergleich früher und heute als Einstieg in interessante Gespräche •
Motivation des Wanderführers für das Thema kann ansteckend wirken
Aktionen für Unterwegs: Zeitstrahl
Kurzbeschreibung: Geschichtliche Abläufe werden anhand eines Zeitstrahls
verdeutlicht Zeit: ca. 10 Minuten Gruppengröße: ab 12 TN Detailbeschreibung:
Mindestens sechs Gruppenteilnehmer werden wie ein Zeitstrahl mit jeweils einem
Meter Abstand aufgestellt. Sie stehen für verschiedene Erdzeitalter im Ablauf der
Erdgeschichte. Dann zeigt der/die Wanderleiter zu welcher Zeit sich die geologischen Phänomene, die auf der Wanderung zu sehen sind, entstanden sind. Zum
Schluss wird das späte Auftreten der ersten Menschen im Vergleich zur Erdentwicklung dem Zeitstrahl zugeordnet. Spannung bekommt diese Darstellung, wenn die TN selber raten, wo sie bestimmte Phänomene
einordnen. Dann können auch zwei Teams gegeneinander antreten.
12
Im Brennpunkt
Das Rucksackerlebnis – die mehrtägige Abenteuerwanderung
Definition und Motivation
Es ist das Rucksackerlebnis und die Abenteuerwanderung,
Adventure-Hiking, die Fahrt, die Trekkingtour oder Outdooring
– wie die Verpackung heißt, orientiert sich an der Zielgruppe
oder den traditionellen Gewohnheiten. Inhaltlich gibt es
aber eine verbindende Grundidee: Eine Jugendgruppe, mit
Rucksäcken, über mehrere Tage, zum Wandern, gemeinsam
unterwegs.
Hierbei gilt in der Regel der Verzicht auf feste Herbergen
und bewirtete Verpflegung. Schlafplätze werden selbst gesucht
und die Übernachtungsausrüstung mitgebracht, ebenso das
Essen, welches sich die Gruppe gemeinsam zubereitet. Die
Gruppe ist nicht auf Reisen, sie ist draußen.
Die Grundidee solch einer Wanderung liegt zwar
einerseits in einer guten Vorbereitung, aber trotzdem
auch in Dynamik und Improvisation. Die Gruppe hat
sich vorher über Schwierigkeiten und Besonderheiten
informiert und potenzielle Wege und Übernachtungsmöglichkeiten ausgesucht. Der tatsächliche Wegverlauf, wird aber flexibel, den aktuellen Begebenheiten
angepasst. Wichtig ist nicht, von Punkt A nach Punkt
B in einer bestimmten Zeit zu kommen, sondern das
auszukosten, was einem geboten wird: Eine Badestelle,
ein prall gefüllter Beerenstrauch, eine zu erkundende
Höhle, ein besonders schöner Lagerplatz oder auch
eine gastliche Einladung. Der Plan ist, dem besonderen
Erlebnis zu folgen und nicht der vorbestimmten Route.
Vorbereitung der emotionalen und körperlichen Herausforderungen
Doch wie bereitet man nun das Unvorbereitete konkret vor?
Eine mehrtägige Abenteuerwanderung stellt sowohl eine
körperliche, wie auch eine gruppendynamische Herausforderung dar. Wichtigster Punkt ist sich zu überlegen, wie weit
die Gruppe als solche gefestigt ist und was ihre bisherigen
Erfahrungen sind. Vielen wird erst unterwegs klar, auf wie
viele Annehmlichkeiten unserer Zivilisation verzichtet wird/
werden muss. Daher sollte dies vorher angesprochen werden:
Unterwegs gibt es keine Dusche, das Wasser zum Waschen ist
kalt, die Toilette hat keine Spülung und auch keine Schüssel,
weder Wasch- noch Toilettenmöglichkeit haben eine Tür. Für
das Mobiltelefon gibt es keine Lademöglichkeit und es hat
vielleicht auch gar keinen Empfang. Die Schlafmöglichkeit ist
einfach und muss selbst hergerichtet werden. Das Essen wird
gemeinsam zubereitet und morgens beim Aufstehen ist es kalt.
Dazu kommen die körperlichen Anstrengungen. Der
Rucksack enthält zum Tagesgepäck auch noch Zelt, Schlafsack,
Isomatte und Kochutensilien. Dazu geht es bergauf und bergab, über Steine, man schwitzt, man friert, es windet, es regnet,
man hat Hunger und Durst und erlebt den Körper dazu viel
intensiver, als es die Meisten gewohnt sind. Auch das muss
der Gruppe verdeutlicht werden und wenn sie mit längeren
Touren noch keine Erfahrung hat, sollte diese in kleinen
Schritten vorab gesammelt werden. Zum Beispiel an einem
Wanderwochenende mit Gepäck wie für eine längere Fahrt.
Weiterhin ist es wichtig, die richtige „Würze“ in die Vorbereitung zu legen. Die Gruppe soll sich einerseits klar werden, dass
ein Rucksackerlebnis keine Erholungsreise ist, andererseits darf
auch nicht der Eindruck entstehen, es sei eine Wildnisexpedition, aus der nur die Härtesten zurückkehren.
Die soziale Struktur der Gruppe ist für den Erfolg der Unternehmung besonders entscheidend. Abseits des üblichen
Alltags und mit neuen Herausforderungen konfrontiert, kehren
sich viele bisher nicht bekannte (Charakter-) Eigenschaften
der Gruppenmitglieder nach außen. Positive Aspekte lassen
sich in Situationen, in denen die Gruppe tagelang beisammen
und auf sich gestellt ist, besonders gut fördern; negative Züge
können sich schnell auf die ganze Gruppe auswirken. Wer eine
Jugendgruppe begleitet, ist daher gut beraten, stets mit einem
offenen Auge und Gespür für mögliche Gruppenspannungen
unterwegs zu sein.
Wer mühevoll versucht, Gruppendynamik und Sozialverhalten zu fördern, sollte sich auf eine mehrtägige Abenteuerwanderung einlassen und erfahren, wie viel Entwicklung in
relativ kurzer Zeit durch diese besondere Situation möglich ist.
Ziel
Jugendliche möchten sich häufig in die Wahl der Wanderregion einbringen. Zu viele Freiheiten können aber leicht zu einer
Vielzahl von Zielen führen oder Zielen, die für die geplante
13
Im Brennpunkt
Aktion nicht geeignet sind. Daher ist es sinnvoll, bereits einen
groben Vorschlag zu unterbreiten, den die Jugendgruppe dann
konkretisiert und damit zu ihrem Vorschlag macht. Dabei
bietet es sich an, den Gruppenmitgliedern einzelne Themen
Eine einfache Methode dazu ist, die Bekleidung zu reduzieren.
Zwischendurch zu waschen reduziert nicht nur das Gepäck,
sondern kann auch ein sehr gruppendynamischer Akt sein.
Bei Dauerregen oder im Winter ist die Trocknung natürlich
schwierig, da sollte das Waschen nicht als verlässliches Konzept
genutzt werden. Ansonsten ist die Verwendung von Gallseife
sinnvoll (diese ist biologisch vollständig abbaubar, wirkt gut
gegen Gerüche, ist sehr ergiebig und funktioniert auch gut
mit kaltem Wasser).
Allgemeines Gepäck
eigenverantwortlich zur Sammlung von Detailinformationen
zu überlassen. Gerade bei den ersten Fahrten müssen nicht
unbedingt Fernreisen gewählt werden, auch in Deutschland
gibt es viele attraktive Wanderregionen, die nur darauf warten
entdeckt zu werden.
Jetzt stellt sich noch die Frage, wie das Zielgebiet zu erreichen ist – ob Bus, Fähre oder Bahn, öffentliche und umweltfreundliche Verkehrsmittel sollten es sein.
Was aus dem persönlichen Bestand rauszunehmen ist, da
es nicht jeder extra dabeihaben muss, sind Toilettenartikel:
Toilettenpapier, Zahnpasta, Seife, Gallseife, Sonnencreme,
Mückenschutz etc. können auch aufgeteilt transportiert werden. Das hat den Vorteil, für alle Gruppenmitglieder biologisch
abbaubare Zahnpasta, Seife etc. einkaufen zu können. Ein
kleines Beil zum Einschlagen von Heringen und Spalten von
Holz gehört zur Grundausrüstung. Ebenso Nähzeug, ein Erste
Hilfe-Päckchen sowie eine kleine Notfallapotheke.
Tipp: Eine Schnur, nicht nur wie oben erwähnt für Wäsche,
kann oft nützlich sein. Genauso wie ein paar stabile Tüten, um
nasse oder verdreckte Sachen vom Rest getrennt einpacken
zu können und etwas Gewebeklebeband.
Zeit- und Finanzbudget
Übernachtung
Eine mehrtägige Abenteuerwanderung mit zwei bis drei
Tagen anzusetzen ist nur zum Testen sinnvoll. Wer wirklich ein
Gruppen- und Draußenseingefühl entwickeln möchte, sollte mit
mindestens fünf Tagen planen. Optimal, damit sich auch entlegenere Reiseziele lohnen, sind 10 bis 16 Tage. Darüber hinaus
sind der Dauer nur die Grenzen der zeitlichen- und finanziellen
Möglichkeiten gesetzt. Unerfahrenen Gruppen ist davon aber
abzuraten, länger als zwei Wochen unterwegs zu sein.
Ein Rucksackerlebnis mit Zelten und Selbstversorgung bietet
eine super Chance für sehr schmale Finanzbudgets.
Persönliches Gepäck
Da der Rucksack jeden Einzelnen rund den halben Tag
„belastet“, sollte er auch gut zum Träger passen. Die Wahl des
Rucksackes kann eine Wissenschaft für sich sein. Wer einen
modernen Treckingrucksack kauft, packt am besten bereits im
Geschäft Gewicht zum Testen hinein.
Zu den persönlichen Dingen, die im Rucksack transportiert
werden müssen, kommt noch das Allgemeingepäck für Übernachtung und Verpflegung hinzu. Für eine Mehrtageswanderung ist ein Rucksack zwangsläufig etwas schwerer als für
Tagestouren. Damit er aber nicht zu schwer wird und gut zu
tragen ist, gibt es einige Möglichkeiten, Gepäck zu minimieren.
14
Die Wahl des Übernachtungsplatzes geschieht bei einer
Abenteuerwanderung täglich neu und ist ein elementarer
Bestandteil der Tour. Anhand von Karten und Tipps werden
zwar mögliche Plätze vorab ins Auge gefasst, aber je nach
Verlauf und tatsächlicher Begebenheit sucht sich die Gruppe
gemeinsam vor Ort einen Lagerplatz. Ist mit Sturm oder Gewitter zu rechnen, das Gelände durch herabfallende Äste oder
große Offenheit gefährdet, sollte rechtzeitig nach Schutzhütten
gesucht werden. Im Zweifel bleibt man lieber etwas früher am
Tag an einem geeigneten Ort, bevor man später in schwierige
Im Brennpunkt
Wetterverhältnisse gerät. Gleiches gilt auch für die Einschätzung, wie weit die Gruppe körperlich noch leistungsfähig ist
und wann die Dunkelheit eintritt.
Bei der Lagerplatzwahl gibt es neben den rein landschaftlichen Aspekten wie Ausblick, Abgeschiedenheit und
Schönheit, viele praktische Kriterien. Hilfreich ist immer
Wasser in der Nähe, welches, wenn auch nicht als Trinkwasser
geeignet, zumindest zum Waschen bzw. Abwaschen dienen
kann. Fließgewässer haben dabei meist bessere Qualität als
ein stehendes Gewässer. Zu dicht am Wasser ist aber auch
nicht empfehlenswert, aufgrund (örtlich bedingten) starken
Mückenvorkommens und sich über Gewässern bildenden
Bodennebels. Wenn ein abendliches Lagerfeuer geplant ist
oder auf dem Feuer gekocht wird, ist Holz in der näheren
Umgebung notwendig. Direkt an Steilhängen mit losem
Gestein oder unter morschen Bäumen (herunterbrechende
Äste), ist eine Übernachtung ebenso wenig zu empfehlen, wie
in Senken, in denen sich Feuchtigkeit oder bei Regen Pfützen
bilden können. Als Windschutz geeignet sind die dem Wind
abgewandten Seiten von Hügeln und Kämmen.
Ein detaillierter Blick auf den Untergrund ist ebenfalls sinnvoll. Dabei ist es nicht nur wichtig, ob sich ein Zelt mit Heringen
befestigen lässt, sondern auch, wie es sich darauf liegt.
Ein Dach über dem Kopf ist für jede Nacht angebracht. Die
feste Rückzugsmöglichkeit ist immer von Vorteil. Ein Zelt ist
schnell errichtet und wenn die Gruppe lieber draußen schlafen
möchte, kann sie das tun. Es gibt viele Zelte und Zelttypen die
geeignet sind, hier soll aber nicht näher auf das Zeltmaterial
eingegangen werden.
Ob Daunen- oder Kunstfaserschlafsäcke genutzt werden, ist
Geschmackssache. Zu beachten ist vor allem der Temperaturbereich. Der Extremwert ist vom Hersteller häufig sehr großzügig
ausgelegt und extrem bedeutet lediglich Erfrierungsschutz.
Gerne wird erklärt, man müsse nackt in den Schlafsack gehen,
was aber eine Legende ist. Richtig ist: Der Schlafsack speichert
und reflektiert Wärme. So wenig anzuhaben, dass es noch
möglich ist, Körperwärme an den Schlafsack abzugeben, lässt
einen Schlafsack richtig funktionieren.
Als Unterlage empfiehlt sich eine Isomatte, die hat wenig
Gewicht und ist sehr pflegeleicht. Wem das zu unbequem ist,
kann aufblasbare, mit Schaum gefüllte, Isomatten nehmen.
Luftmatratzen sind zu schwer und durch die Luftzirkulation
(der Körper wärmt den Teil unter sich und der tauscht sich
mit den Randbereichen aus) nie richtig warm.
Verpflegung
Was die Gruppe an Verpflegung mitnimmt, wird von mehreren Faktoren bestimmt. Da geht es um das Gewicht, die
Haltbarkeit und die Gemeinschaftskultur.
Ein nahrhaftes Frühstück für unterwegs ist Müsli. Es lässt
sich gut transportieren, ist haltbar und es gibt viele Variationsmöglichkeiten. Milch wird nicht mitgeschleppt, aber Wasser
sollte sowieso vorhanden sein. Angerührt mit Milchpulver
funktioniert das hervorragend. Für den Tag ist eine Brotzeit
im Gepäck. Am besten zu transportieren ist Pumpernickel.
Für Zwischendurch ist Gemüsebrühe ideal, sie gibt einen
warmen Energieschub und dient außerdem bei gekochten
Essen als Allzweckwürzer. Nüsse, Trockenobst, Schokolade
und Müsliriegel eignen sich zur Überbrückung und sind dazu
eine gute Motivation.
Die Hauptmahlzeit erfolgt immer am Abend, wenn das
Lager bereits bezogen ist.
Spezielle Expeditionsnahrung, getrocknet und in Tüten, in
die man zur Zubereitung bloß heißes Wasser gießen braucht,
ist für eine Rucksackerlebnistour einer Jugendgruppe ungeeignet. Wer den ganzen Tag körperlich gefordert war, hat abends
sehr geringe Gourmetansprüche, der Hunger regiert. Aber
dennoch spielt die Zubereitung des warmen Essens für die
Sozialstruktur der Gruppe eine sehr wichtige Rolle und sollte
nicht zu einer Art „Abfütterung“ verkommen. Gemeinsam um
die Kochstelle zu sitzen, Zutaten herzurichten, abzuschmecken
und anschließend gemeinsam zu essen, fördert die Gruppengemeinschaft mehr, als viele gutgemeinte Gruppenspiele. Was
man unterwegs zubereiten könnte, füllt viele Bücher [zum
Beispiel eines der DWJ: Ganz schön ausgekocht] und sprengt
hier den Rahmen, nur ein kurzer Blick auf die Möglichkeiten
der Grundausstattung. Töpfe, Deckel (die auch als Pfannen
nutzbar sind) und entsprechender Griff, Messer (auch zum
Schneiden geeignet), Gabel, Löffel, ein Behältnis für Essen und
eins für Trinken – das reicht völlig aus. Selbstverständlich sollte
nichts aus zerbrechlichen Material wie Glas oder Keramik und
möglichst leicht sein.
Sehr wichtig ist die Versorgung mit Trinkwasser. An warmen
Tagen und bei viel Bewegung ist der Bedarf stark erhöht. Je
nachdem wie leicht Nachschub zu besorgen ist, muss ent15
Im Brennpunkt
sprechend viel mitgeführt werden. Drei Liter pro Tag ohne
Kochwasser sind notwendig. Auf in der Karte eingezeichnete
Quellen ist nie sicher Verlass. Um Keime abzutöten hilft kein
kurzes Abkochen, das Wasser sollte mindestens 5 Minuten
sprudelnd gekocht haben. Es gibt auch verschiedene Sorten
von technischen oder chemischen Filtern. Bedenken sollte
man dabei, dass diese Vorgänge oft auch die Nährstoffe und
den Geschmack im Wasser mindern. Ein Zusatz in Form von
Mineraltabletten kann das ausgleichen.
Die Alb ruuuft!
Die erste Etappe ist geschafft! Am Morgen des 3. Oktober
startete eine hochmotivierte Wandergruppe in Tuttlingen mit
dem Ziel, irgendwann den Nordrandweg (HW 1) komplett
erwandert zu haben.
Kochen auf dem Feuer
Zum Kochen können Benzin-, Spiritus oder Gaskocher
verwendet werden. Die sicherlich schönste Möglichkeit, als
Gruppe gemeinsam Essen zuzubereiten, ist das Kochen auf
dem offenen Feuer. Um auf dem Feuer kochen zu können, gibt
es verschiedene Möglichkeiten. Man kann den Topf einfach von
der Seite ins Feuer schieben, ihn an Ketten über dem Feuer
aufhängen oder eine Halterung bauen, z.B. aus zwei Steinen
oder dicken Ästen auf denen der Topf stehen kann.
Am ersten Wochenende der Wanderfreizeit „Die Alb ruuuft!“ ging es vom Start in Tuttlingen nach Albstadt-Laufen. Mit
dabei waren insgesamt zehn Teilnehmer im Alter von 15 bis
27 Jahren - eine wirklich bunt gemischte Truppe!
Bei super schönem Herbstwetter galt es am ersten Tag
eine Strecke von 22 Kilometern zurückzulegen. Am ersten
Ausblick
Wenn Ihr Eure Wanderung nicht fest plant, aber auf alles
vorbereitet seid, habt Ihr die beste Grundlage dafür etwas
zu erleben - ganz ohne böse Überraschungen. Jugendliche
suchen den Reiz und das Abenteuer. Dies kann man ihnen
nicht bieten, indem alles vorab bis ins Detail geplant ist und
ihnen nur geringe Beteiligungsmöglichkeiten bleiben. Eine
mehrtägige Abenteuerwanderung bietet Jugendlichen genau
die Möglichkeit sich einzubringen, sich als Gruppe zu finden
und dabei Natur- und Sozialverständnis zu entwickeln. Ein
Erlebnis mit viel Spaß und tollen Erinnerungen wird es in
jedem Fall sein.
Torsten Flader und Katja Hannig
16
Etappenziel, dem Klippeneck, spürten alle, dass da nicht nur
ordentlich Kilometer sondern auch einige Höhenmeter zu
bewältigen waren.
Auch die ersten Druckstellen und Blasen kamen zum Vorschein und wurden professionell verpflastert und versorgt.
Beim Abendessen und beim anschließenden Spieleabend war
die Stimmung trotzdem super. Eine gemeinsame Tour verbindet
und alle waren stolz, den ersten Teil so gut gemeistert zu haben.
Am nächsten Tag kam der Joker, den das Begleitauto bot,
für manche gelegen. Sie verfrachteten das ein oder andere zu
viel eingepackte Kleidungsstück vom Rucksack ins Auto. :-)
Im Brennpunkt
Los ging es früh am Morgen zu einem Highlight der Tour,
dem höchsten Berg der Alb, dem Lemberg. Klar wurde auch
der Lembergturm bestiegen, wo wir eine super Aussicht
genießen konnten.
Nach einer leckeren Grillwurst zum Mittagessen und einigen
lustigen Seilbahnfahrten auf einem Waldspielplatz ging es weiter in Richtung der Jugendherberge Lochen. Bis die Wanderer
nach 27 km dort ankamen, war es schon fast dunkel und auch
schon frisch geworden. Da kam das über dem Feuer gekochte
Chilli con Carne gerade recht. Dann noch Bratäpfel zum Nachtisch und schon waren die Wanderer zufrieden und glücklich.
Tief und fest geschlafen haben in dieser Nacht sicher alle.
Am Sonntagmorgen ging es nach dem Frühstück wieder los
mit der Gipfelbesteigung des Lochen, der direkt neben der
Jugendherberge liegt. Ein 360° Grad-Blick über große Teile
der Alb ist schon sehenswert!
Die acht Kilometer zum Bahnhof in Albstadt-Laufen waren
bis zum Mittag schnell gewandert. Dort stiegen alle in verschiedene Züge ein und führen Richtung Heimat.
Die Teilnehmer waren sich einig: Das war ein super Wanderwochenende, das für viele die erste Mehrtagestour ihres
Lebens war. Alle haben es geschafft, und alle können stolz auf
ihre Leistung sein. Nächstes Jahr im Oktober geht es weiter auf
dem HW 1. Auch wer dieses Jahr nicht dabei war, darf gerne
einsteigen, wenn es wieder heißt „Die Alb ruuuft!“.
Steffen Schober
Drei Fragen an…
Bernhard Hoëcker
Joey Kelly
Jahrgang 1972, ist Musiker, Extremsportler und Vortragsredner. Im September 2010 wanderte er in 18 Tagen
von Wilhelmshaven bis auf die Zugspitze.
Wann und wo bist du das letzte Mal gewandert?
Vorgestern bin ich meine Laufrunde in der Nähe von Köln zur
Hälfte (etwa 14 km) gewandert.
Warum wanderst du?
Wandern ist ein toller Ausgleich und Ausdauersport, um seinen
Körper in Bewegung zu halten.
Warum sollten deiner Ansicht nach Kinder und Jugendliche
wandern?
Ich kann es Kindern und Jugendlichen nur empfehlen. Es ist
ein hervorragender Weg, um sich fit zu halten. Man sieht viel
von der Natur und kann dadurch im Einklang mit ihr sein,
wodurch man mehr Spaß im Leben hat.
Jahrgang 1970, ist Schauspieler
und Komiker. In seiner Freizeit
beschäftigt er sich unter anderem mit Geocaching, über das
er Bücher geschrieben hat.
Wann und wo bist du das letzte Mal gewandert?
Die letzte „richtige“ und „große“ Wanderung war letztes Jahr
in den Alpen, vier Tage von Hütte zu Hütte in den Dolomiten
mit Klettersteig und allem Drum und Dran. Aber das kurze
Wochenende im Allgäu mit vier Stunden laufen, habe ich dieses
Jahr auch schon gemacht.
Warum wanderst du?
Bei keiner anderen Tätigkeit ist man so nah mit der Erde
verbunden. Jeden Stein und jede Erhebung muss man selbst
überwinden und kein Schwung und keine Motorkraft hilft.
Warum sollten deiner Ansicht nach Kinder und Jugendliche
wandern?
Es gibt einem die Möglichkeit zu albern, zu reden, zu toben und
das Ganze auch noch mit reichlich frischer Luft um die Nase.
Und am Ende gibt es immer einen tollen Ausblick, einen See
oder einfach nur eine Cola, die dann NOCH besser schmeckt.
17
Im Brennpunkt
Fortbildungen 2015 zum Thema „Junges Wandern“
Survival-Fortbildung
Praktisches erlernen
Wer sich mit Survival beschäftigt, stellt fest, dass nur dasjenige von Wert ist, was man sich durch praktisches Ausprobieren
und Übungen angeeignet hat. Dies ist ein Lehrgang, bei dem die Betonung auf der Praxis und auf eigenem Ausprobieren der
Inhalte liegt - weniger handelt es sich um einen einseitigen Vortrag. Wer möchte, kann die Nacht auch im Freien verbringen.
Inhalte des Lehrgangs sind: • Feuer machen mit und ohne Streichhölzer • Kochen und Backen über dem Feuer • Wasserfilterung und -gewinnung • Herstellen von Behelfen (Schnur, Besteck) • Umgang mit Messer und Axt • Knotenkunde • Orientierung (Karte und Kompass) • Bau eines improvisierten Bogens
24.04. - 26.04.2015
Weilheim (Teck)
10 - 12 Personen, ab 16 Jahre
Leitung
Matthias Rieps
Preis
30 E/60 E (Nichtmitglieder)
Leistungen
• Lehrgangsleitung und - materialien
• Unterkunft und Verpflegung
• Unfall-, Haftpflichtversicherung
Anmeldeschluss
31.03.2015
Juleica-Punkte 12
Kategorie Aufbaukurs
Trekkinglehrgang
Wolltest du schon immer mal eine Trekkingtour leiten, hast aber nicht genau gewusst wie du das anstellen sollst? Bist du
gern und häufig draußen unterwegs und hast keine Lust auf ein Lehrgangswochenende im Seminarraum? – Dann haben wir
hier genau das Richtige für dich. Bei diesem Lehrgang wollen wir nicht nur das nötige Know-how vermitteln, wir wollen das
gewonnene Wissen auch direkt anwenden. Wir werden viel draußen sein und die Lehrgangsinhalte mit auf den Weg nehmen
und dabei viel Spaß haben. Inhalte sind z. B. Tourenplanung, Ausrüstung, Verpflegung, aber auch Öffentlichkeitsarbeit und die
Besonderheiten beim Trekking mit verschiedenen Altersgruppen.
10.07. - 12.07. 2015
Region Heidelberg
10 - 12 Personen ab 16 Jahre
Leitung
Teresa Glittenberg, Christian Mansius
Preis 30 E/60 E (Nichtmitglieder)
Leistungen
• Lehrgangsleitung- und materialien
• Unterkunft und Verpflegung
• Unfall-, Haftpflichtversicherung
Anmeldeschluss
25.06.2015
Juleica-Punkte 12
Kategorie Aufbaukurs
Anmeldung und AGB Jugend im Schwarzwaldverein, Telefon 0761 38053-14, info@jugend-im-schwarzwaldverein.de
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Im Brennpunkt
Ausbildung Jugendwanderführer
Lerne Kinder und Jugendliche für Draußenaktivitäten zu begeistern
Die Aufgabe eines Jugendwanderführers ist es, Kinder und Jugendliche für das Wandern zu begeistern. Doch das ist kein
Selbstläufer. Welche Motivation hinter Wanderungen und anderen Draußenaktivitäten steckt und wie du diese genau weckst,
wollen wir dir an diesem Wochenende zeigen. Auch lernst du einzuschätzen, wie du als Jugendwanderführer den Spagat
zwischen deiner Verantwortung und Eigenbestimmung deiner Wandergruppe aufteilen solltest.
Wenn du bereits ausgebildeter Wanderführer oder Jugendgruppenleiter bist, dich also entweder mit dem Wandern oder mit
Jugendlichen gut auskennst, möchten wir hier die Möglichkeit bieten, beides so miteinander zu verknüpfen. Das Ziel ist, dass
du und deine Wandergruppe gemeinsam unterwegs Spaß und eindrückliche Erlebnisse haben werden.
Voraussetzung für die Vergabe des Jugendwanderführerzertifikats ist eine gültige Juleica oder die DWV-Wanderführerausbildung.
25.09. - 27.09.2015
Jugendzeltplatz Farnsberg/
Bad Brückenau
8 - 14 Personen ab 16 Jahren
Leitung
Rebekka Dalmer, Torsten Flader
Preis
30 E/60 E (Nichtmitglieder)
Leistungen
• Programm
• Unterkunft und Verpflegung
• Kursmaterialien
Anmeldeschluss
31.08.2015
Juleica-Punkte 12
Kategorie Aufbaukurs
Anmeldung und AGB Deutsche Wanderjugend, Telefon 0561 440498-0, info@wanderjugend.de
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Neues vom Jugendbeirat
Aus dem Alltag des Jugendbeirats
Unser erstes Treffen fand Anfang
September auf der Jugend- und
Familiengeschäftsstelle (JFGS) in
Stuttgart statt. Unsere Themen waren
unter anderem die Schwerpunktverteilung wie die Freizeiten, CMT, FuFaFe und das neue Jahresprogramm.
Einige Wochen später haben wir
uns dann mit einigen Interessierten
und den Delegierten auf der JFGS zusammengesetzt um weitere spannende Themen zu besprechen. Zusammen erörterten
wir, wer sich für bestimmte Themen und Bereiche engagieren
oder diese ganz übernehmen wollte, beispielsweise die DWJ.
Wir diskutieren auch, ob es weitere Vorschläge zu unseren
Schwerpunkten gibt und wie diese am besten umgesetzt werden könnten. Wir haben uns über die rege Teilnahme und das
Interesse an dem gemeinsamen Treffen gefreut.
Im November haben wir uns dann nochmals getroffen. Dort
war dann vor allem die Frage, wie das nächste Jahr geplant
ist oder was noch geplant werden sollte. Aber davor steht ja
noch etwas anderes auf dem Kalender, nämlich Weihnachten,
Neujahr und deshalb haben wir uns auch dafür noch was
einfallen lassen. Da bald wieder eine JVV im Frühjahr ansteht,
war diese an diesem Abend ein weiteres Thema. Noch einige
kleinere Themen waren dabei, so dass wir dann auch bald
unsere Sitzung beenden konnten. Auf weitere kleinere oder
größere Neuigkeiten im Jahr 2015 könnt ihr euch freuen.
Elke Wahl
Neu im Jugendbeirat
Hallo, mein Name ist Kai Weinbrenner. Seit der letzten JVV im
Oktober bin ich nun Beisitzer im Jugendbeirat. Als ich 2006 zum ersten
Mal als Teili auf dem Zeltlager war,
wusste ich noch gar nicht so genau
was die Schwäbische Albvereinsjugend oder gar der Jugendbeirat
überhaupt ist und was die so alles
machen. Wie kam es dann also dazu, dass ich jetzt hier im
Jugendbeirat lande?
Nun, nach meinen vier Jahren als Teili auf dem Zeltlager 1
war für mich klar, ich möchte weiterhin auf’s Zeltlager. Wenn
es nicht mehr als Teili geht, dann eben als Teamer. Das erste
Jahr als Helfer hat mir dann gleich so gut gefallen, dass ich
richtig Spaß an der Jugendarbeit hier im Verein gefunden habe.
Ich war auf mehreren Freizeiten als Teamer und auch auf dem
FuFaFe dabei. Nach zwei Jahren als Delegierter habe ich mich
nun dazu entschieden, Beisitzer im Jugendbeirat zu werden.
In diesem Amt möchte ich vor allem die Delegierten fördern
und noch mehr ins Vereinsleben miteinbeziehen. Gerade
die Delegierten und auch alle anderen jungen Aktiven sind
ein sehr wichtiger Bestandteil unserer Vereinsstruktur. Des
Weiteren werde ich mich im Jugendbeirat um die zentralen
Veranstaltungen, wie das Landesfest, unseren Stand auf der
CMT und das FuFaFe kümmern.
Nach den ganzen Infos zu meinem Vereinsleben, kommen
hier noch ein paar Facts zu mir:
20
Ich bin 19 Jahre alt und habe im Juli 2014 mein Abitur auf
dem Wirtschaftsgymnasium absolviert. Seit Oktober studiere
ich Wirtschaftsingenieurwesen an der Hochschule in Karlsruhe, wo ich mich als Schwabe mittlerweile schon ganz gut
eingelebt habe. Ursprünglich komme ich nämlich aus dem
schönen Schwabenländle, genauer gesagt aus Backnang im
Rems-Murr-Gau.
In meiner freien Zeit unternehme ich ganz gerne etwas mit
Freunden, gehe Wandern oder spiele Gitarre.
Ich denke wir werden spannende Jahre vor uns haben und
freue mich schon jetzt auf eine gute Zusammenarbeit!
Neues vom Jugendbeirat
Herbst-JVV – das Wichtigste in Kürze
Am 19. Oktober 2014 fand auf
der Fuchsfarm die Jugendvertreterversammlung statt. Im Folgenden
möchte ich kurz berichten, was alles
besprochen und beschlossen wurde.
Nachdem unser Hauptjugendwart
Michael Neudörffer die Sitzung eröffnet und alle begrüßt hatte, hörten wir
ein Grußwort von Siegfried Schott,
dem Ortsvorsteher der Gemeinde Onstmettingen.
Los ging es dann mit den Nachwahlen zum Jugendbeirat.
Zur Wahl stellten sich Helmut Mager und Kai Weinbrenner.
Kai wurde in geheimer
Wahl zum Beisitzer im
Jugendbeirat gewählt. Wir
gratulieren Kai und freuen
uns sehr, dass er nun im
Team des Jugendbeirates
mitarbeitet.
Sehr gerne hätten wir
auch die freie Stelle des
zweiten stellvertretenden
Hauptjugendwartes nachgewählt. Leider konnte
für dieses Amt niemand
gefunden werden. Die Position bleibt somit vakant.
Wir wünschen uns sehr, dass dieses wichtige Amt im Frühjahr
bei der JVV besetzt werden kann.
Ein fester Bestandteil unserer Versammlung im Herbst ist
der Rückblick auf die vergangenen Freizeiten, Fortbildungen
und Veranstaltungen. Die Veranstaltungsleiter berichteten in
mündlicher und medialer Form, wie die Freizeiten verliefen und
welche sachlichen, fachlichen und personellen Entwicklungen
sich abzeichnen.
Der Jugendbeirat stellte danach die Ergebnisse der Teilnehmerbefragung vor. Sowohl für Jugendbeirat als auch für die
Freizeitleiter sind die Ergebnisse sehr interessant. Sie werden
in den Reflexionsgesprächen der Freizeiten besprochen und
bei den Vorbereitungen für die Freizeiten 2015 berücksichtigt.
Katja Hannig vermittelte eine kurze Übersicht über die
Fortbildungsangebote 2014. Einige Lehrgänge waren gut
nachgefragt, während vor allem kürzere Lehrgänge abgesagt
werden mussten. Bei den Lehrgängen ist hoher Werbeaufwand
inzwischen unerlässlich.
Das diesjährige Motto des Fuchsfarm-Festivals lautete „Multikulti auf einem Platz“. Ulrike Maier stellt den Anwesenden
Inhalt und Verlauf des Wochenendes vor.
Danach stellten Jugendbeirat und Veranstaltungsleiter die
für 2015 geplanten Freizeiten, Lehrgänge und Veranstaltungen
vor. Das Ergebnis der Vorstellung und der anschließenden
Abstimmung findet ihr in Form des Jahresprogrammes 2015,
das viele von euch bereits per Post erhalten haben dürften.
Der Jugendbeirat schlug Monika Hämmerle als neue
Fachwartin für den Landesjugendring (LJR) vor. Sie soll die
Albvereinsjugend auf den Vollversammlungen des LJR vertreten
und als Bindeglied zum Jugendbeirat fungieren. Des Weiteren
schlug der Jugendbeirat Lorena Hägele als neue Fachwartin für die Deutsche Wanderjugend (DWJ) vor. Sie soll die
Albvereinsjugend auf der
jährlichen Bundesdelegiertenversammlung vertreten
und den Kontakt zum Bundesjugendbeirat pflegen.
Beide wurden gewählt und
nahmen die Wahl an. Der
Jugendbeirat dankt Moni
und Lorena, dass sie diese
wichtigen Aufgaben für uns
übernehmen.
Wichtige Infos gab es
dann von Katja Hannig zum
Bundeskinderschutzgesetz.
2012 trat das „Gesetz zur
Stärkung eines aktiven Schutzes von Kindern und Jugendlichen
- Bundeskinderschutzgesetz“ (BKiSchG) in Kraft. Nach § 72a
sollen einschlägig vorbestrafte Personen von einer Tätigkeit in
der Kinder- und Jugendarbeit ausgeschlossen werden. Dafür
sollen Vereine in das erweiterte Führungszeugnis der bei uns
Tätigen einsehen und dies mit dem zuständigen Jugendamt
verbindlich vereinbaren. Jeder Verein muss mit dem zuständigen Jugendamt eine eigene Vereinbarung abschließen.
Katja bat darum, sie anzusprechen, wenn das Jugendamt auf
Jugendleiter oder Ortsgruppen zukommt.
§ 79 a schreibt eine Qualitätsentwicklung und –sicherung
in der Kinder- und Jugendarbeit vor. Uns ist sehr wichtig, dass
ehrenamtlich Tätige ausgebildet und regelmäßig fortgebildet
werden und betrachten die Jugendleitercard ist nicht nur als
Nachweis ehrenamtlicher Tätigkeit, sondern vor allem als
Qualitätskriterium.
Auch 2015 werden wir wieder einen Stand auf der CMT
haben. Hier wollen wir unsere Freizeiten dem großen Publikum
vorstellen und hoffentlich viele Teilnehmer werben.
Julia Lärz
21
Neues vom Jugendbeirat
Einladung zur Jugendvertreterversammlung
am Sonntag, 08. März 2015
Volkmarsberghütte, Oberkochen
Beginn
Mittagspause
Themenfindung
Diskussionsrunde
geplantes Ende
10.00 Uhr
12.30 Uhr
14.00 Uhr
14.30 Uhr
16.00 Uhr
Folgende Tagesordnung haben wir an diesem Tag vorgesehen:
TOP 1 Begrüßung
TOP 2 Vorstellung und Annahme des Haushaltsplanes
TOP 3 Vorstellung der Teilnehmer
TOP 4 Berichte der Fachwarte und Arbeitskreise
TOP 5 Berichte der Gaujugendwarte
TOP 6Bericht der Bildungsreferentin
TOP 7 Ehrungslotterie
TOP 8 Statistik 2014 - die Schwäbische Albvereinsjugend in Zahlen
TOP 9 Nachwahl des Jugendbeirats zum/zur stellvertretenden Hauptjugendwart
Top 10 Aktuelles zum Bundeslager 2015
Top 11 Anträge
Top 12 Verschiedenes
Top 13 Themenfindung zur folgenden Diskussion
Top 14Diskussion mit Vertretern der Landes- und Landespolitik zu aktuellen Themen der Jugendarbeit
(siehe gesonderte Einladung)
Anträge sind bis zum 22. Februar 2015 schriftlich an die JFGS zu richten.
Bitte meldet euch für die JVV bis spätestens 1. März 2015 telefonisch oder schriftlich auf der JFGS an.
Schwäbische Albvereinsjugend, Telefon 0711 22585-27, Fax 0711 22585-94,
info@schwaebische-albvereinsjugend.de
Albvereinsjugend auf der CMT 2015
Auch in diesem Jahr haben wir wieder die Chance, uns am
17./18. Januar 2015 mit einem eigenen Stand auf der Tourismusmesse CMT in Stuttgart präsentieren zu können. Ihr findet
uns in der Alfred-Kärcher-Halle (Halle 9) am Stand 9 B 57.
Auf 7,5 m2 werden wir dort zeigen, was die Albvereinsjugend so alles drauf hat. Wir präsentieren unser Know-how
und umfangreiches Programm an Aktivitäten, Freizeiten und
Fortbildungen. Darüber hinaus gibt es grundlegende Informationen zu digitalen Techniken, Navigation und Routenplanung.
GARMIN, Kooperationspartner und Anbieter von Navigationsgeräten, ist direkter Nachbar am Messestand.
Unsere Freizeitleiter und Jugendbeiratsmitglieder sind an
beiden Tagen vor Ort um den Messebesuchern im persönlichen
Gespräch Lust auf unsere Freizeiten und Angebote zu machen.
22
Im Hintergrund soll zudem eine Bilderpräsentation mit
Eindrücken rund um unser Jahresprogramm laufen.
Du bist auch vor Ort? Dann komm doch einfach vorbei.
Wer mag kann auch mal an unserem Glücksrad drehen, es
winken coole Preise!
Monika Hämmerle
Neues vom Jugendbeirat
Tritt auf, mach‘s Maul auf, hör bald auf!
Unter dieses Motto von Martin
Luther stellte die erste Vorsitzende
des Landesjugendrings, Kerstin
Sommer, die diesjährige Vollversammlung am 22.11.2014. Der Landesjugendring (LJR) ist die Arbeitsgemeinschaft von 29 Jugendverbänden auf Landesebene und von den
Orts-, Stadt- und Kreisjugendringen.
Er vertritt die Interessen von Kindern und Jugendlichen in
Baden-Württemberg.
Zu Beginn jeder Vollversammlung stellt sich ein Jugendverband vor. Diesmal war es die Jugendfeuerwehr. Brauch ist es
auch, dass im ersten Teil der Vollversammlung der Vorstand
über die aktuellen Vorkommnisse und Aktivitäten berichtet.
Diesen Bericht leitete Kerstin Sommer ein, indem sie einen
kurzen Überblick über die wichtigsten Punkte gab. Einer davon
war der „Zukunftsplan Jugend“ der Landesregierung (www.
ljr-bw.de/zukunftsplan). Ihr Fazit: Insgesamt sehr ärgerlich,
da es nach wie vor an der Umsetzung hapere und sehr viel
Kapazitäten binde.
An den aufgestellten Stellwänden konnten wir Delegierte
uns im Anschluss an diesen Bericht näher über die aktuellen
Themen des Vorstands und der Fachbereiche informieren.
Zudem standen die jeweiligen Ansprechpartner hier für Diskussionen bereit.
Zu Gast waren bei dieser Vollversammlung Christine
Günther, Vertreterin der AG Jugendreferate beim Städte- und
Gemeindetag Baden-Württemberg, Bettina Pfluger vom Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg
(KVJS), Michael Bartholme als Vertreter der AG Jugendreferate
des Landkreistags BW und Thomas Poreski, MdL, jugendpolitischer Sprecher der Grünen.
Frieder Kiefer, langjähriger Vertreter des Landesjugendrings
beim Jugendherbergswerk, Landesverband Baden-Württemberg, verabschiedete sich von seinem Amt und betonte, dass
ihm die Arbeit für den LJR immer viel Spaß gemacht habe und
es wichtig sei Zeitnah einen neuen Vertreter zu finden.
Kurz vor der Mittagspause wurde noch auf den Kongress
„Tickets ins Übermorgen“ hingewiesen. Dieser findet am
31.01.2015 in Stuttgart statt. Hier geht es darum, Ideen zu entwickeln und Befürchtungen sowie Hoffnungen anzusprechen
im Hinblick darauf, was wir zukünftig brauchen, um weiter
eine aktive und lebendige Jugendarbeit machen zu können.
Verschiedene Aspekte wie der demographische Wandel, Globalisierung oder soziale Gerechtigkeit sollen dabei berücksichtigt
und betrachtet werden. Der Landesjugendring hofft auf eine
rege Teilnahme von Aktiven, weniger Aktiven, Erfahrenen aber
auch Neulingen aus den Mitgliedsverbänden.
Der Nachmittag war gefüllt mit verschiedenen Anträgen. Es
wurde lebhaft diskutiert. Unter anderem kam es zu folgenden
Beschlüssen:
•Die AG Finanzen soll in der Vorstandsperiode 2015 - 2017
unter dem Namen „AG Finanzen und Zukunftsplan Jugend“
fortgeführt werden.
•Bei der nächsten Vollversammlung im Frühjahr sollen
folgende Fachvorstände gewählt werden [der folgende
Abschnitt stammt aus „Herbst-Vollversammlung 2014 des
Landesjugendrings“ von Karoline Gollmer]:
•Außerschulische Bildung: Der Schwerpunkt wird in Zukunft
stärker auf der Bildungsarbeit der Verbände (“Alltagsbildung”) und ihre Bedeutung für Bildungspartnerschaften
wie Kooperation Jugendarbeit und Schule liegen.
•Kommunales und Partizipation: Hier wird es vor allem um
die Vernetzung von Themen der kommunalen Ebene gehen,
neu hinzu kommt das Thema Partizipation auf kommunaler
Ebene (z. B. §41a Gemeindeordnung), das bisher noch nicht
in LJR-Gremien verankert war.
•Inklusion und Vielfalt: Dem Thema soll insgesamt mehr
Gewicht gegeben werden, wobei neue Themenbereiche
erschlossen werden, z. B. Inklusion in der verbandlichen
Jugendarbeit.
•Medien: Hier wird es weiterhin unter anderem um Medienkompetenz für Jugendverbände und Medien- und
Rundfunkpolitik gehen.
• Ehrenamt: Die Arbeit des Fachbereichs wird ebenfalls mit
seinen bisherigen Schwerpunkten fortgesetzt.
•In Bezug auf das Bundeskinderschutzgesetz (BkiSchG) soll
der LJR-Vorstand Probleme bei der Umsetzung dieses Gesetzes klar benennen, Verbesserungsvorschläge erarbeiten
und diese an die Politik weitertragen.
23
Neues vom Jugendbeirat
•Alle Mitgliedsverbände sollen ihre politischen Kontakte
nutzen, um auf den kritischen Punkt des Landeszuschusses
für Jugendbildungsreferenten hinzuweisen.
•Im Hinblick auf die Landtagswahl 2016 soll eine AG oder
Ähnliches eine Kampagne entwerfen mit dem Ziel, vor
der Wahl Politiker zu beeinflussen, damit diese das Thema
Jugendverbandsförderung mehr im Blick haben.
•Um jungen Flüchtlingen die gleichberechtigte Teilhabe an
den Angeboten der Jugendverbände zu ermöglichen, soll
sich der LJR hierzu einerseits politisch positionieren
und Unterstützungsmöglichkeiten für die Jugendarbeit vor Ort ausloten, und andererseits sollen die
Mitgliedsverbände vor Ort in ihren Strukturen das
Thema zur Sprache bringen.
Alle Beschlüsse sind auch auf der Homepage des
Landesjugendrings unter „Publikationen -Beschlüsse“
als PDF abrufbar.
Der Antrag der Falken zum Thema „sexuelle Identität
und Vielfalt der Geschlechter” sorgte für einige Diskussionen. Schnell war jedoch klar, dass dieser Punkt sehr
umfangreich ist und gesonderter Aufmerksamkeit bedarf.
Daher soll hier vom Vorstand ein Gremium eingesetzt
werden, das zeitnah ein Positionspapier zum Thema
erstellen soll. Außerdem erging der Appell an alle Verbände,
sich in den eigenen Strukturen mit diesem Thema auseinanderzusetzen.
Trotz der Fülle der Anträge schafften wir es im zeitlichen
Rahmen zu bleiben. Zu guter Letzt wurden noch die Vertreter
für den Landesjugendhilfeausschuss im KVJS sowie der Wahlausschusses für die nächsten zwei Jahre gewählt.
Monika Hämmerle
Vorschau
STUFE 164 - Frühjahr 2015
Redaktionsschluss: 28.02.2015
Text- und Bildbeiträge in elektronischer Form sind ausdrücklich erwünscht an
stufe@schwaebische-albvereinsjugend.de oder info@schwaebische-albvereinsjugend.de
Infos unter 0711 22585-27 oder www.schwaebische-albvereinsjugend.de/stufe/
24
Neues vom Familienbeirat
Neujahrsgrüße
Liebe Albvereinsfamilien,
Freizeiten, Lehrgänge, Tagesveranstaltungen der zentralen Familienarbeit aber auch viele Veranstaltungen in Ihren Ortsgruppen vor Ort
haben dazu beigetragen, dass sich
unsere Kinder mit Ihren Eltern beim
Schwäbischen Albverein sehr wohl
gefühlt haben. Nun ist das Jahr 2014
bereits vorbei. An dieser Stelle möchte ich mich bei euch für
eure engagierte ehrenamtliche Tätigkeit bedanken. Nur durch
eure Arbeit ist es möglich, ein ansprechendes, spannendes und
vielseitiges Programm anbieten zu können. Der Familienbeirat
wünscht allen ein gutes neues Jahr 2015.
Wir hoffen, dass wir auch im Jahr 2015 mit unserem neuen
Jahresprogramm wieder euren Geschmack getroffen haben.
Herzlichst
Eure Sabine Wuchenauer
im Namen des Familienbeirates und der JFGS
20 Jahre Familienarbeit - eine Erfolgsgeschichte
Familien waren in den Ortsgruppen des Schwäbischen Albvereins
schon seit den Gründungszeiten
eingebunden. Anfang der Neunziger
Jahre wurde von Seiten des Deutschen Wanderverbands verstärkt das
Familienwandern und die Gründung
von Familiengruppen proklamiert.
Einige Ortgruppen des Schwäbischen
Albvereins machten sich diese Anregung zu eigen. Erst 1995
wurde auf Hauptvereinsebene ein eigener Fachbereich gegründet, der zuerst noch an das Amt des Hauptjugendwartes
gekoppelt war.
Roland Luther machte sich 1995 an die Arbeit und versuchte
beide Ämter auszufüllen. Dies war nicht leicht, denn in der
Familienarbeit gab es ja noch keine Strukturen oder personelle
Hilfen irgendwelcher Art. 1996 stand nach acht Jahren Amtszeit die Wiederwahl zum Hauptjugendwart an. Roland Luther
wollte kein „Berufsjugendlicher“ werden und übergab sein
Amt in jüngere Hände. Sein damaliger Stellvertreter, Roland
Reckerzügl, wurde als neuer Hauptjugendwart gewählt und
er konnte sich von nun an ganz der Familienarbeit widmen.
Zu dieser Zeit gab es im Albverein nur wenige, aber sehr
erfolgreiche Familiengruppen. Der damalige Präsident Peter
Stoll wollte sich sicher sein, dass die Familiengruppen ihn als
neuen Hauptfamilienwart akzeptieren und fragte per Wahlbrief
bei diesen nach. Nachdem alle zugestimmt hatten konnte die
„Aufbauarbeit“ beginnen. Es galt auf die Ortgruppen zuzugehen und diese für die Familienarbeit zu begeistern. Noch im
Jahr 1996 wurde zur Bewältigung der Aufgaben eine Familienkommission gegründet. Ihr gehörten an: Roland Luther,
Silvia Linsenmaier, Josef Dürr, Katharina Schlecker, Karl-Heinz
Lautenschlager, Peter Pohlmann, Gerlinde Umrath, Martin
Oberbach, Gerhard Reisinger und Helmut Pfitzer.
Ein paar besonders bedeutende Ereignisse in den Anfangsjahren waren:
•Das erste Familienzeltlager unter dem Motto „Einmal Indianer sein“ vom 27. - 29. Juni 1997 auf der Fuchsfarm mit
rund 170 Teilnehmern.
•Bei der Hauptversammlung im Juni 1998 in Metzingen wurde
die Förderung der Familienarbeit in die Satzung aufgenommen.
•Das zweite Familienzeltlager mit 180 Teilnehmern fand
vom 3. - 5. Juli 1998 als „Circus Camp“ statt. In zahlreichen
Workshops wurde ein kleiner Zirkus zum Leben erweckt mit
Zauberern, Clowns, Jongleure, Feuerspucker und vielem
mehr. Wie bereits im Vorjahr war wieder der Rundfunk
(SWR) dabei.
•1999 wurde beim Familienzeltlager auf der Fuchsfarm eine
Olympiade veranstaltet.
•2001 folgte eine „Sonnwendfeier mit Asterix und Obelix“
mit 150 Teilnehmern. Sogar von einer (symbolischen)
Wildschweinjagd und Wildschweinbraten am Lagerfeuer
wird berichtet.
Am 02.11.2002 wurde im Wanderheim Oberboihingen
die Familienkommission durch die Wahl eines Familienausschusses abgelöst. Die Familienarbeit benötigte eine auf
Dauer tragfähige Organisationsstruktur. Alle Gaue mussten
einen Gaufamilienwart wählen, die wiederum Mitglieder im
Familienausschuss waren. Der Familienausschuss wählte einen
fünfköpfigen Familienbeirat, der die Tagesgeschäfte übernahm.
Eine eigenständige Geschäftsordnung wurde verabschiedet.
25
Neues vom Familienbeirat
Nun war die Familienarbeit endgültig im Albverein
angekommen. Dem ersten auf vier Jahre gewählten
Familienbeirat gehörten an: Roland Luther (als
Hauptfamilienwart), Peter Holota, Roswitha Tautz,
Mattias Fischer, Peter Pohlmann.
Es folgte eine sehr kreative Zeit, in der viele Familiengruppen gegründet, weiterhin viele überregionale
Freizeiten aller Art, Kurse und Seminare angeboten
wurden. Das Maskottchen „ALBärt“ wurde für den
Familienaktionsmonat im Mai 2003 aus der Taufe
gehoben und der „ALBärt(S)pass“ eingeführt, eine
Erlebniskarte für junge Entdecker bis 14 Jahren, die
sich nach wie vor großer Beliebtheit vor Ort erfreut.
Anfangs hatte der Bär noch keinen Namen, also
wurden die Kinder aufgefordert, an einem Malwettbewerb teilzunehmen und ihre Fantasiebären mit Namen
zu schicken. Bis zum Jahresende 2002 erhielten wir
viel Post; dabei war auch eine Figur namens ALBärt
von Max Reiff – damit war unser Bär getauft. Seine Schwester Andrea lieferte mit ihrer Zeichnung der Bärenfamilie im
Ballon die Vorlage für ein häufig verwendetes Motiv der
Maskottchenfamilie.
Am 15.03.2008 fand ein Generationswechsel statt. Bei
der Familienausschusssitzung in Dürrwangen wurde Sabine
Wuchenauer zur neuen Hauptfamilienwartin und Heidi Müller
zur ihrer Stellvertreterin gewählt. Den Beirat vervollständigten
Walter Horwath, Ralf Kille und Thomas Mohr.
Zählte man im Jahr 1991 noch 4.700 Familienmitglieder,
konnte die Anzahl der Familienmitglieder auf 16.500 Mitglieder, darunter mit 8.100 Kindern und Jugendlichen, bis zum
Ende der Amtszeit von Roland Luther mehr als verdreifacht
werden. Rund 200 Ortsgruppen boten im Jahr 2007 regelmäßig
Familienaktivitäten an. Wahrlich eine stolze Bilanz.
Zum Abschluss seiner Amtszeit organisierte Roland Luther
mit dem damaligen Bundesfamilienwart Bernd Euchner vom
Deutschen Wanderverband einen bundesweiten Familienkongress, der in Stuttgart im April 2008 stattfand. Aus dem
gesamten Bundesgebiet kamen fast 200 Teilnehmer. Es war
eine gigantische Leistung des Organisationteams. Neben
einem Tagungsprogramm für die Erwachsenen wurde auch
ein eigenes Freizeit- und Seminarprogramm für die Kinder
ausgearbeitet und eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus
Politik und Gesellschaft organisiert.
Im folgenden Jahr erschien mit „FamilienBande“ das erste
Handbuch zur Familiengruppenarbeit. Es wird vom Deutschen
Wanderverband unter Regie von Bernd Euchner herausgegeben und fand eine schnelle Verbreitung im Vereins-gebiet.
Im Jahr 2010 wurde Bernd Euchner Nachfolger von Walter
Horwath in den Familienbeirat gewählt. Seit Mai 2010 erscheint
26
der Newsletter „FamilyNews“ drei- bis viermal jährlich mit
vielen Tipps zum Draußen unterwegs sein und zum Natur
erleben. Zeitgleich wurde der Internetauftritt unter der leicht zu
merkenden Web-Adresse „albvereinsfamilie.de“ modernisiert
und neu gestaltet. Ralf Kille organisierte ein bundesweites
Maskottchentreffen im Rahmen der Landesgartenschau.
Im Familienprogramm des Jahres 2011 wird als Highlight
ein Segeltörn durchs Ijsselmeer angeboten. Erstmals wird auch
eine gemeinsame Vertreterversammlung mit der Albvereinsjugend in Weil der Stadt organisiert. Und seit diesem Jahr gehört
ein Lehrgang zur Gewinnung und Organisation von neuen
Familiengruppen zum Standardprogramm.
Das Jahr 2012 wird als „Jahr der Familien im Albverein“
proklamiert. Eine Teilzeitkraft wird für den Fachbereich Familie
eingestellt. Um Synergieeffekte mit der Albvereinsjugend zu
nutzen, wird die Stelle bei einer nun gemeinsamen „Jugendund Familiengeschäftsstelle“ angesiedelt. Am 10.03.12 wird
Sabine Wuchenauer als Hauptfachwartin für Familien wiedergewählt, als Stellvertreter wird Bernd Euchner als Nachfolger
von Heidi Müller gewählt. Für Bernd rückt Gudrun Flaisch in
den Familienbeirat nach.
Premiere im Mai beim Landesfest in Bad Friedrichshall
hatte der neue Albvereinsfamilien-Song. Es wurde bei einem
Konzert der Mundartband Wendrsonn erstmals vor Publikum
gesungen. Das Lied spiegelt nicht nur unseren Dialekt und
Gefühlswelt sondern auch das vielseitige Aufgabengebiet sowie
die Mission der Albvereinsfamilie mit „kommat raus ins Glück“
ausdrucksstark wieder.
Höhepunkt im Aktionsjahr war ein vereinsweiter Familienwandertag am 22./23.09. mit über 150 Veranstaltungen vor
Ort. Ab diesem Jahr erhalten Familiengruppen bei Freizeiten
auf unseren Wanderheimen einen Zuschuss vom Hauptverein.
Neues vom Familienbeirat
Um Naturschützer der nächsten Generation zu gewinnen,
wurden 2013 im Jubiläumsjahr „125 Jahre Albverein erstmals
Aktionen für (angehende) Junior Ranger im Biosphärengebiet
angeboten. Den Familiengruppenleitern wird die Ausbildung
zum Wanderführer empfohlen. Der Fachbereich Familie organisiert als Ergänzung zu dieser Ausbildung dann (BANU-)
zertifizierte Lehrgänge zum Familienwandern oder Schneeschuhwandern.
Bei der Familienausschusssitzung in Wernau 2014 wurde die
Geschäftsordnung geändert. Der Familienbeirat kann nun von
fünf Personen auf sieben Personen erweitert werden. Bei der
anstehenden Wahl der Beisitzer wurden dies genutzt und Andrea Friedel und Sven Schulze neu als Beisitzer aufgenommen.
2015 kann der Fachbereich nun auf 20 erfolgreiche Jahre
zurückblicken. Weiter so.
Und vielleicht gibt’s dann 2020 zum 25-jährigen Jubiläum
ein großes Fest und wieder einen bundesweiten Familienkongress, der von der Albvereinsfamilie organisiert wird.
Bernd Euchner
Raus ins Glück: Familien wandern anders
Tipp 2: Viele Leute = viel Spaß
Kinder lieben Tiere – vor allem Ponys
„Och nee, nicht schon wieder!“ Kennen sie diesen Kommentar von Kindern, wenn es am Wochenende mal raus in
die Natur gehen soll, ein bisschen wandern? Kilometerfressen,
schlechte Ortskenntnis, fehlender Proviant, falsche Kleidung
führen zwangsläufig zu solchen Aussagen. Familienwanderungen haben ihre eigenen Regeln, die es zu beachten gilt. Die
wichtigste lautet: Kindern macht Wandern in Begleitung von
anderen Kindern (und auch Tieren) am meisten Spaß!
Damit Kinder ihren Spaß in der Natur haben, weiterhin gerne wandern und sich am Ende eines Ausflugtages schon auf die
nächste Tour freuen, sollten ein paar Tipps beachtet werden:
Tipp 1: Am Ziel aller Wünsche
Wichtig ist für Kinder ein attraktives Ziel bzw. Zwischenziele,
etwa ein toller Waldspielplatz, ein Grillplatz, ein Baggersee,
eine Burg, ein Tierpark oder ein Bauernhof mit Streichelzoo,
eine Höhle, etc. Ein Ziel ist etwas, auf das Große und Kleine hin
fiebern, das ihre Fantasie anregt und ihnen eine überschaubare
Tagesstruktur bietet. Im gut sortierten Buchhandel oder der
Bücherei gibt es eine große Auswahl an regionalen Reise- und
Wanderführern, die speziell auf Unternehmungen mit Kindern
zugeschnitten sind.
Immer nur zu dritt oder zu viert unterwegs sein, ist
langweilig! Wenn sich drei oder vier oder mehr Familien
zusammenfinden, ist doch gleich mehr los! Die Kinder gehen
zusammen auf Entdeckungsreise, die Eltern können sich mal
ungestört austauschen. So findet jeder seinen geeigneten
Spiel- und Gesprächspartner, niemandem wird langweilig,
und in guter Stimmung kommt selbst dem Langsamsten der
Weg zum Grillplatz nur noch halb so lang vor. Klar müssen es
bei den Wanderungen nicht nur Eltern und ihre Kinder sein,
auch Oma und Opa und andere Mitwanderer gehören dazu,
die Familien aber bestimmen die Regeln.
Tipp 3: Feuer und Wasser – ein Muss!
Die tollste Einkehr ins Restaurant ist nichts gegen ein
loderndes Lagerfeuer, auf dessen Glut anschließend der
selbstgeknetete Stockbrotteig oder die Grillwurst geröstet wird.
Fließendes Wasser übt auf Kinder eine geradezu magische Anziehungskraft aus: Noch nie haben Eltern eine so angenehme
Mittagsruhe gehabt, wenn der nahe liegende Bach unbedingt
einen neuen Staudamm braucht. Und es findet sich immer ein
Vati, der vorgibt, die Aufsicht zu führen (und dabei selbst den
meisten Spaß hat).
Tipp 4: Kurze Strecken, viele Pausen
Klar, dass Kids nicht immer die weitesten Strecken mitlaufen, auch wenn es Kinder gibt, die viel ausdauernder sind, als
Erwachsene annehmen. Dabei ist es häufig bei Kindern keine
Sache der Kraft, sondern der Motivation und der guten Laune.
Es sollten Routen gewählt werden, die viel Abwechslung bieten.
Tipp 5: Trinken und Essen
Wandern verdoppelt den Flüssigkeitsverbrauch. Softdrinks
sind dabei kein guter Durstlöscher. Das klassische Apfelsaft27
Neues vom Familienbeirat
schorle ist da schon besser geeignet. Und mit vollem Bauch
wandert es sich nicht gern. Die Hauptmahlzeit sollte daher
erst am Tourenende stattfinden.
Werden diese Tipps beachtet, dann bieten sich Familienwanderungen geradezu als Ergänzungsprogramm für
Kindergruppen an und sind dann der klassische Einstieg in
die zukunftsstiftende Familienarbeit. Bei Familienwanderungen verbleibt die Aufsichtspflicht im Gegensatz zu geführten
Kinderwanderungen bei den Eltern. Familienwandern ermöglicht ein Gefühl der Geborgenheit, eingebettet und verwurzelt
sein in der Natur, die uns nährt. Familienwandern fördert die
Familienbande, die uns tragen und führt nicht selten zu Freundschaften fürs Leben, die auch so machen Sturm überstehen.
Bernd Euchner
Am Ziel - Eintrag ins Gipfelbuch
Im Donautal - Bachüberquerung
Alpakas als Begleiter faszinieren jedes Kind
28
Neues vom Familienbeirat
Gesundheitsvorsorge: Kinder brauchen Bewegung
Familienwandern fördert die Erholung. Dies ist umso wichtiger, da viele Kinder sich heutzutage kaum auszutoben können.
Die Wohnungen sind oft zu klein, die Gehwege und Hinterhöfe zugeparkt, freie (Rasen-)Flächen oder Spielstraßen rar. Kein
Wunder also, dass es manche Kinder viel zu oft vor den Fernseher oder den Computer zieht. Die Folge: Übergewicht und
Haltungsschäden oft schon im Grundschulalter. Dazu kommen manchmal noch sogenannte Verhaltensauffälligkeiten. Unsere
Kinder werden insgesamt unruhiger. Der pausenlose Straßenverkehr, der Zeitdruck, unter dem die Eltern stehen, das ständige
Radiogedudel, die Flut von Fernsehfilmen, Computerspiele - all das erzeugt Unruhe. Ungut, dass ein wertvoller Spannungslöser
oft wegfällt: Bewegung!
Die Ursache vieler Volkskrankheiten ist kein gemeiner Virus, sondern der ganz normale (psychosoziale) Alltagsstress. Dauerstress
löst – wenn man ihn nicht ausgleicht – viele körperliche und psychische Leiden aus und blockiert zudem die Selbstheilungskräfte.
Das Beste, was wir für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit daher tun können, ist, uns zu entspannen oder Dauerstress
erst gar nicht aufkommen zu lassen. Sanfte Natursportarten wie (Nordic)Walking, Geocaching, Barfuß laufen, Wandern oder
Radfahren fördern die Ausgeglichenheit.
Regelmäßige Bewegung ist wichtig, weil es die Sauerstoffzufuhr, die Durchblutung und den Stoffwechsel unterstützt. Zudem
hält sie die Gelenke geschmeidig, an denen sich Entzündungen gerne ansiedeln. Und Bewegung wirkt Übergewicht entgegen,
das chronische Entzündungen begünstigt.
Der Aufenthalt in der Sonne verhilft darüber hinaus zu mehr Lebensfreude und es verbessert die körperliche Verfassung. Denn
das Sonnenlicht trägt durch die Bildung von Vitamin D maßgeblich zu guter Laune und zur Verhütung und Heilung zahlreicher
Erkrankungen bei.
Bernd Euchner
FASS - Entschleunigung mit allen Sinnen
Wer sagt, dass Sitzungen öde
sind, der war noch nicht bei der
Familienausschusssitzung (FASS).
Eingeladen waren wir ins Albvereinsstüble der Ortsgruppe Gammertingen. Hier wurden alle Teilnehmer mit
einem herzlichen „Hallo“ von Priska
Pfister willkommen geheißen. Mit
heißem Kaffee, Tee, Butterbrezeln
und Hefezopf konnten sich alle Ankommenden zunächst
stärken und die ersten Kontakte knüpfen. Groß ist die Freude,
wenn der Einladung zur Sitzung auch neue Interessierte folgen.
Gespannt hören alle Teilnehmer zu, wenn die Einzelnen
über sich und Ihre Familienarbeit in den Ortsgruppen berichten. Schnell entsteht eine Atmosphäre, die „Familie“ gerecht
wird, da wird gelacht aber auch gemeinsam überlegt und
diskutiert. Entscheidungen werden gemeinsam gefällt, so etwa
soll das Jahresprogramm für Familie in DIN A5 bleiben oder
vielleicht geändert werden? Welche Vorteile oder Nachteile hat
dies? Informationen werden weitergegeben.
Voller Begeisterung folgten wir den Ausführungen von Sabine Wuchenauer, die uns erzählte, was bei der „Erlebniswelt
Jugend und Familie“ beim Landesfest 2015 in Sigmaringen
geplant ist. In einem Protokoll, das die Anwesenden später
zugeschickt bekommen, können alle behandelten Themen
nachgelesen werden.
Ein besonderes Erlebnis mit allen Sinnen vermittelte die
Heil- und Wildkräuterspezialistin Sylvia Kretschmar-Volz.
Diese Frau hatte es in sich. Durch und durch Kräuterfrau und
amüsant waren ihre Erzählungen. Nichts konnte sie beirren
und auf jede Frage wusste sie eine Antwort. Aber auch die
Anwesenden überraschten immer wieder mit ihrem Wissen:
Johanniskrautöl wirkt beruhigend, entzündungshemmend,
blutstillend und - da kam der Hinweis von einem Teilnehmer
aus der Gruppe - „Vorsicht, die Wirkung der Antibabypille wird
herabgesetzt“. Sofort gab es ein paar lustige Kommentare.
Beim Thema „Brennnessel-Samen“ wurde beobachtet, hätten vor allem die Männer sehr aufmerksam zugehört. Gelten
diese Samen doch als „Lebenselixier“ und hätten regelmäßig
genossen eine ähnliche Wirkung wie Viagra. Die Samen kann
man trocknen und in der Küche als Gewürz verwenden.
Die Referentin ermunterte die Anwesenden, Kräuter wie
den Gundermann, Schafgarbe, Rotklee oder Dost zu probieren, zu zerreiben und zu riechen. Woraufhin ein „ oh das
riecht wie Majoran“ oder „das schmeckt aber bitter“ von den
Testenden zu hören war. Im Vordergrund stand nicht die reine
Wissensvermittlung, sondern das bewusste Wahrnehmen und
Kennenlernen von Pflanzen. Riechend, schmeckend, sehend
29
Neues vom Familienbeirat
und gefühlt wurden die Kräuter ganzheitlich erlebt. So gab es
auch einen selbst gemachten Kräuter-Quark oder Kräuterlimonade, die köstlich mundete.
Solche gemeinsame Erfahrungen verbinden, sind lustig und
lassen uns die Natur, die Pflanzen mit anderen Augen sehen.
Kräuterwanderungen sind nicht langweilig und „ausgelutscht“,
nein, sie sind aufregend, sie lassen Natur erleben und sie
verbinden die großen und kleinen Wanderer.
Wie schön, wenn Kinder entdecken, dass auch die Erwachsenen so vieles nicht wissen. Plötzlich ist Tempo nicht mehr
gefragt und der Weg wird endlich wieder das Ziel. Dank der gut
ausgesuchten Strecke im Fehlatal bei Neuban/Mägerkingen,
die auch landschaftlich viel Schönes bot, konnten viele Kräuter entdeckt werden. Auch wenn es unmöglich war, sich alle
Gewächse zu merken, so wurde doch allen klar, dass es sich
lohnt mit offenen Augen zu wandern. Ein großes Dankeschön
an unsere Expertin, die wirklich an diesem Tag zur Entschleunigung mit allen Sinnen beitrug. Wir hatten einen „Sinnvollen“
Nachmittag in und mit der Natur erlebt.
Gudrun Flaisch
Wir sind natürlich auch auf Facebook.
Herbst 2013
Nr. 158
STUFE
hrift
Die Vereinszeitsc
Im Brennpunkt
125 Jahre Schw
Neues vom Juge
Aus dem Allta
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Neues vom Juge
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Aus dem Allta
Freizeiten
Neues von den
Pfingstfreizeit:
und zurück
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Neues aus den
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Ortsgruppen
Der Biber in Sulz
1
Dann fülle folgendes Formular aus: schwaebische-albvereinsjugend.de/stufe
oder melde dich auf der Jugendgeschäftsstelle:
info@schwaebische-albvereinsjugend.de Telefon 0711 22585-74
ndbeirat
g des Jugendbe
Neues von den
Zeltlager 1 und
Neues aus den
Willst du die Stufe in Zukunft viermal im Jahr kostenlos im Briefkasten haben?
oder
Willst du die Stufe nicht mehr lesen?
30
hrift
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Neues von der
Juge
Familiengeschäft nd- und
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Im Brennpunkt
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Sommer 2013
Nr. 157
facebook.com/albvereinsjugend
Freizeiten
2
Ortsgruppen
ntlich?
Neues von der Jugend- und Familien-
geschäftsstelle und dem Jahresprogramm
Aus dem Alltag der Bildungsreferentin
Wie schon in der letzten Stufe geschrieben, habe ich an
einer Publikation der Deutschen Wanderjugend mitgearbeitet.
Anfang des nächsten Jahres soll das Buch „Junges Wandern“
erscheinen und unsere Kernkompetenzen ausführlich darstellen. Die Veröffentlichung hat uns dazu inspiriert auch in der
Stufe dieses Thema aufzugreifen. Konkret hat meine
Mitarbeit darin bestanden,
zunächst mal mit den anderen Bildungsreferenten der
Deutschen Wanderjugend
ein Konzept zu erstellen und
eine inhaltliche Gliederung
vorzunehmen. Dabei mussten wir natürlich nicht bei Null
anfangen, sondern konnten
schon auf einige Materialien
aus der Jugendwanderführerausbildung zurückgreifen. Die
Buchabschnitte wurden auf
die Bildungsreferenten verteilt und auch bei Ehrenamtlichen
wurden Texte angefragt. Dann begann das mühsame gemeinschaftliche bearbeiten der Texte. Glücklicherweise gibt es heute
Clouds die die Zusammenarbeit deutlich erleichtern. Nach der
Endredaktion stand dann noch die Auswahl der Bilder und
Abbildungen an, bevor das gesamte Werk gelayoutet wurde.
Vor dem Redaktionsschluss der Stufe war noch nicht klar, wann
genau das Buch erscheint und wie es aussehen wird.
Eine weitere Publikation ist vom Landesjugendring kürzlich
herausgebracht worden. Diese hat die Kommission Ehrenamt
auf den Weg gebracht, in der ich ebenfalls mitarbeite um den
Austausch mit den Bildungsreferenten der anderen Ringen
und Verbänden des Landesjugendringes zu gewährleisten.
Als Handreichung für unsere Juleica-Fortbildungen haben wir
uns ein Handbuch gewünscht, das alle inhaltlichen Themen
anschaulich aufbereitet. In etwa so, wie dies der Landesjugendring Nordrhein-Westfalen in seinem Juleica Handbuch bereits
getan ist. Nun ist es mit Unterstützung aus NRW geglückt,
das dort bestehende Juleica Handbuch um die spezifischen
Themen aus Baden-Württemberg zu ergänzen und weitere
aktuelle Themen wie zum Beispiel Medien oder Nachhaltigkeit
einzuarbeiten. Dieses Handbuch ist für Juleica Inhaber auf der
Jugend- und Familiengeschäftsstelle für zwei Euro zu erhalten.
Alle anderen Interessierten bezahlen vier Euro.
Nach dem Ende der Freizeitensaison 2014 standen nun
auch die Reflexionsgespräch der einzelnen Freizeiten mit den
Freizeitleitern auf dem Plan. Hierbei ist es uns wichtig, dass
wir aus den Erfahrungen die in diesem Jahr gemacht wurden,
vor allem für das nächste Jahr lernen. Die Reflexionsgespräche
werden durch den Jugendbeirat und mich begleitet.
Was mich in diesem Jahr besonders freut, ist das umfangreiche Fortbildungsprogramm 2015. Im Jahresprogramm habt
ihr sicherlich schon gesehen,
dass wir eine aus meiner Sicht
wirklich attraktive Auswahl
an Fortbildungen für euch
zusammengestellt haben.
Vom Kochkurs für große
Gruppen, über Survival- und
Trekking-Fortbildung bis hin
zu einem Tag zum Thema
Spiele und einem weiteren
Tag, bei dem sich alles um
kreative und handwerkliche
Themen dreht. Erstmalig
führen wir auch einen Juleica Auffrischungstag durch.
Wenn du an diesem Tag mitmachst, kannst du deine Juleica
für weitere drei Jahre verlängern lassen! Natürlich sind auch
der Pädagogische Basiskurs und die mittlerweile etablierte
Juleica kompakt wieder mit im Programm. Also eigentlich
sollte für jeden etwas dabei sein. Ich freue mich über eure
zahlreichen Anmeldungen!
Katja Hannig
31
Neues von der Jugend- und Familien-
geschäftsstelle und dem Jahresprogramm
Fortbildungen im Frühjahr 2015
Jugendpolitik
Jugendverbände mit ihren Gruppen, Freizeit- und Bildungsangeboten sind nicht nur ein wichtiger Teil der sozialen Infrastruktur in Baden-Württemberg. Jugendverbände haben auch als Interessenvertretung für Kinder und Jugendliche einen wichtigen
gesetzlichen Auftrag. Aber was heißt das? Was ist mit Jugendpolitik gemeint? Und was hat das mit mir als Ehrenamtlicher in
meinem Jugendverband zu tun?
Dieses Seminar bietet eine Einführung in die jugendpolitischen Strukturen und gesetzlichen Grundlagen der Arbeit der Jugendverbände in Baden-Württemberg. Als Verbände im Jugendumweltbündnis werden wir uns auch damit beschäftigen, wie
wir unsere Themen und Anliegen in den Kreis- und Stadtjugendringen sowie im Landesjugendring besser einbringen können.
Und wir werden der Frage nachgehen, wie wir in unseren Erwachsenenverbänden aber auch gegenüber Politik und Verwaltung Jugendinteressen wirkungsvoller vertreten können.
Samstag, 28.02.20145
Umweltzentrum Stuttgart, Rotebühlstr. 86/1
70178 Stuttgart
8 - 20 Personen, ab 16 Jahren
Leitung
Reiner Baur
Preis
15 E/30 E (Nichtmitglieder)
Anmeldeschluss
15.0722015
Kategorie
Ergänzungskurs
Juleica Auffrischungstag
Wieder fit gemacht
Deine Juleica läuft demnächst ab und du brauchst dringend eine Auffrischung? Dann ist dieser Tageskurs für dich genau das
richtige. Inhaltich werden wir uns dem Thema herausfordernde Kinder und Jugendliche widmen. Gemeinsam erarbeiten wir,
wie wir ihnen, auch mit Hilfe unseres Präventionskonzept „FAIR.STARK.MITEINANDER. Gemeinsam Grenzen achten!“ gerecht
werden können und wo eigentlich unsere eigenen Grenzen sind.
Neben diesem inhaltlichen Schwerpunkt werden wir auch eure bisherigen Praxiserfahrungen reflektieren und uns über aktuelle Entwicklungen im Bereich der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen informieren (Stichwort Bundeskinderschutzgesetz).
Keine Sorge der Tag wird nicht so trocken wie er sich anhört, viele verschiedene Methoden und Spiele für Zwischendurch
lockern uns immer wieder auf!
Sonntag, 01.03.2015
Jugend- und Familiengeschäftsstelle Stgt.
von 9.00 - 18.00 Uhr
8 - 16 Personen ab 16 Jahre
Leitung
Katja Hannig
Preis
10 E/15 E (Nichtmitglieder)
Leistungen
Verpflegung, Programm, Unterlagen
Anmeldeschluss
04.02.2015
Juleica-Punkte 12
Kategorie Basiskurs
32
Neues von der Jugend- und Familien-
geschäftsstelle und dem Jahresprogramm
Kochen für große Gruppen
Man nehme maximal acht Teilnehmer und dünste ihre grauen Zellen mit gut durchgegarten Fakten zur Mengenberechnung
an. Wir lassen diese Grundlage nur so lange gären bevor sie sich im Kopf monströs aufbläht. Danach widmen wir uns einer
balaststoffreichen Mischung aus Hygiene, Lagerhaltung und Vorratshaltung. Wir erhöhen weiter die Temperatur in den Köpfen
der Teilnehmer, vermeiden jedoch das Überkochen der Hirnsuppe.
Anschließend passieren wir Theorie und Praxis in einen Topf, lassen das Ganze kurz aufkochen und gut gewürzt auf mittlerer
bis hoher Flamme garziehen. Hach, wie das schön lodert und brodelt. Nach dem abschließenden Test am eigenen Verdauungstrakt kannst du feststellen, wie wohl dir diese Fortbildung bekommen ist.
Damit du und deine Gäste längerfristig alles gut verdauen können, geben wir dir Tipps zur Ernährung und zur Gestaltung des
Speiseplans.
27.03. - 29.03.2015
Freizeitheim Taube, Oppenau
14 - 8 Personen ab 16 Jahren
Leitung
Dominic Hannig
Preis
30 E/60 E (Nichtmitglieder)
Leistungen
nterkunft und Verpflegung, Programm
U
und Lehrgangsunterlagen
Anmeldeschluss
03.03.2015
Juleica-Punkte 12
Kategorie
Aufbaukurs
Juleica kompakt
Wochenschulung zum Erwerb der Juleica
Eine Woche kompakt mit allen Basics für angehende Jugendleiter. Eine Woche lang mit anderen jungen Leuten gemeinsam
vieles erleben, erfahren und ausprobieren. Eine Woche und ein Ort mit vielen Möglichkeiten. Eine Woche für deine Juleica!
Im Rahmen dieser Juleica-Ausbildungswoche haben angehende Jugend- und Freizeitleiter die Möglichkeit, sich gemeinsam
mit anderen alle grundlegenden Themen, wie Kinder- und Jugendwelten, Aufsichtspflicht, Recht, Konfliktmanagement und
Gruppenleiten zu erschließen. Die Landesakademie für Jugendbildung in Weil der Stadt bietet sowohl eine angenehme Tagungsatmosphäre als auch verschiedene Möglichkeiten, die umliegende Natur in die Fortbildungs-Aktivitäten einzubeziehen.
Du hast Zeit und Lust auf eine spannende Woche vor Ostern, dann melde Dich schnell an, es wird bestimmt nicht langweilig!
29.03. - 02.04.2015
Landesakademie für Jugendbildung,
Weil der Stadt
8 - 16 Personen ab 16 Jahren
Leitung
Annette Mader, Katja Hannig
Preis
80 E/120 E (Nichtmitglieder)
Leistungen
Unterkunft, Verpflegung, Programm,
Versicherung
Anmeldeschluss 03.03.2015
Juleica-Punkte 40
33
Neues von der Jugend- und Familien-
geschäftsstelle und dem Jahresprogramm
Erste Hilfe-Kurs
Es kann überall und zu jeder Zeit passieren: eine unachtsame Bewegung beim Basteln, ein falscher Tritt im Gelände, ein unvorhersehbarer Zwischenfall, der schlagartig das ausgelassene Herumtollen beendet.
Solche kritischen Momente verlangen von Jugendleiter rasch das Richtige zu tun. Wir bereiten euch heute darauf vor. Hier
geht es um lebensrettende Sofortmaßnahmen, aber auch um Notversorgung von Verstauchungen und Verrenkungen, um
improvisierte Verbände und Schienen, Erste-Hilfe-Ausstattung und Notruftechnik.
Die theoretischen Grundlagen wenden wir im zweiten Teil der Veranstaltung praktisch an.
Ein medizinisch und pädagogisch geschulter Trainer des Erste Hilfe Training Center begleitet den Kurs.
Freitag, 03.04.2015
Landesakademie für Jugendbildung,
Weil der Stadt
8 - 16 Personen ab 16 Jahren
Leitung
Franziska Willomitzer
Preis
15 E/30 E (Nichtmitglieder)
Leistungen
Programm, Verpflegung, Übernachtung vom
02.04. auf 03.04.2015 (nur für Mitglieder)
Anmeldeschluss
11.03.2015
Kategorie Erste Hilfe
15. Fuchsfarm-Festival FuFaFe: TV - offline online sein
Am Samstagvormittag
zappen wir uns auf einer
spannenden Runde um
die Fuchsfarm und durch
sämtliche Kanäle. Vom
Wissenssender, Quiz,
Sport; Nachrichten, über
Kochduelle und Werbung zum Workout-TV ist
alles dabei. Nachmittags
geht ihr selbst in Produktion. Was das genau heißt: lasst
euch überraschen! Am Abend steht natürlich noch die große
Premierenfeier mit Aftershow Party (Black Light) an. Keine
Sorge, natürlich ist auch für eine Nachtwanderung und ein
Lagerfeuer gesorgt!
Am Sonntag könnt ihr wieder offline Spiel und Spaß erleben sowie bei: „Magic Moments – Zauberer live on stage“
dabei sein.
Das Fuchsfarm-Festival (FuFaFe) ist ein Angebot für alle
Gruppen der Schwäbischen Albvereinsjugend. Wir laden
euch herzlich dazu ein, ein Wochenende auf der Fuchsfarm
zu erleben. Seid ihr dabei?
34
Termin
26.06. - 28.06.2015
OrtJugendzentrum Fuchsfarm
Albstadt-Onstmettingen
Alter
ab 8 Jahren
Preis25 E
Leistungen
Unterkunft in Gruppenzelten
Verpflegung
Programm
OrganisationDie Begleitpersonen (Jugendleiter) sind
während des FuFaFe für ihre Gruppe
verantwortlich.
An- und Abreise erfolgen auf eigene
Kosten und Verantwortung der Teilnehmenden.
Besondere Hinweiseeigene Anreise
Transfer vom/zum Bahnhof auf Anfrage
möglich
Anmeldeschluss15.06.2015
Weitere Infos
Jugend- und Familiengeschäftsstelle
Telefon 0711 22585-74
info@schwaebische-albvereinsjugend.de
Neues von der Jugend- und Familien-
geschäftsstelle und dem Jahresprogramm
Förderung aus dem Landesjugendplan 2015
Aus Mitteln des Landesjugendplans können folgende Zuschüsse beantragt werden:
Pädagogische Betreuer bei
Jugenderholungsmaßnahmen
Ehrenamtliche qualifizierte Betreuer für Kinder und Jugendfreizeiten für 6 - 18 jährige werden bezuschusst (2014: 8,70 E je
Tag und Betreuer / Betreuerschlüssel von 1:11). Die Betreuer
müssen keine pädagogische Ausbildung vorweisen können.
Die Freizeit muss zwischen 5 und 21 Tagen dauern.
Großzelte und Zeltmaterial
Anschaffung von Zelten und unmittelbar erforderlichem und
notwendigem Zubehör wie Bodendecken, Holzplatten und
Holzlatten, Imprägniermittel und Arbeitszeit für die Zeltpflege.
Nicht gefördert werden Pavillions, Werkzeuge, Küchenzubehör,
Matratzen, Sanitär- und Hygieneausrüstung, Tische und Bänke
etc.. Der Zuschuss beträgt maximal 35% (2014) der anerkannten Gesamtkosten.
Lehrgänge für Jugendgruppenleiter
Das Land fördert nur Lehrgänge zur Aus- oder Fortbildung von
Jugendgruppenleiter mit jugendpflegerischen oder staatspolitischem Inhalt. Der Zuschuss wird nur für Teilnehmer ab 14
Jahre gewährt. Diese Altersgrenze gilt als erreicht, wenn im
Haushaltsjahr das 14. Lebensjahr vollendet wird. Ausnahmen
nach unten sind künftig nicht mehr möglich.
Der Tagessatz beträgt je Teilnehmer bis zu 9,70 E (2014). Der
volle Tagessatz wird bei mindestens 5-stündigem Programm,
der halbe Tagessatz bei mindestens 2 1/2-stündigem Programm
gewährt.
Praktische Maßnahmen der außerschulischen Jugendbildung
Praktische Maßnahmen sind besondere Gruppenaktivitäten,
die sich deutlich von der laufenden Gruppenarbeit unterscheiden müssen, wobei eine praktische Umsetzung der Inhalte
stattfinden muss. Bezuschusst werden musisch-kulturelle, ökologische und technologische Jugendbildung. Die zuschussfähigen Gesamtkosten betragen max. 25 %. (2014) und maximal
1.200 E pro Maßnahme.
Die vollständigen Förderbedingungen und Antragsformulare
können unter www.ljrbw.de/ljr/service/publikationen/arbeitshilfen.php und
www.jugendarbeitsnetz.de (unter Downloads) herunter geladen werden.
Weitere Informationen gibt es auf der Jugendgeschäftsstelle bei Tatjana Konetzke unter 0711 22585–28 oder
tatjana.konetzke@schwaebische-albvereinsjugend.de.
Abgabefristen für Anträge bei der
Schwäbischen Albvereinsjugend
Bis spätestens 15. Januar: Praktische Maßnahmen
Bis spätestens 15. Februar: Zeltmaterial
Bis spätestens 1. März:Jugendgruppenleiterlehrgänge,
Pädagogische Betreuer,
Seminare
Seminare der außerschulischen
Jugendbildung
Zuschüsse können für Seminare, die sich mit politischen,
sozialen, sportlichen, musisch-kulturellen, ökologischen oder
technischen Fragen der Jugendbildung befassen, gewährt
werden. Die Teilnehmer müssen zwischen 12 und 27 Jahre
alt sein. Der Tagessatz beträgt je Teilnehmer bis zu 9,70 E
(2014). Der volle Tagessatz wird bei mindestens 5-stündigem
Programm, der halbe Tagessatz bei mindestens 2 1/2-stündigem Programm gewährt.
35
Neues von der Jugend- und Familien-
geschäftsstelle und dem Jahresprogramm
Früh übt sich: Jugendliche auf dem Weg zum Jugendleiter
Auf den Weg zum Freizeitteamer
oder Jugendleiter haben sich im
November 17 Jungen und Mädchen
in Stuttgart gemacht. Die 14- bis
15-jährigen nahmen teil am JuniorJugendleiteR-Lehrgang („JR“). Nadine Blüse, Jens Krause und Lena
Schleger führten die Jugendlichen
in verschiedene Themen ein wie Aufsichtspflicht, herausfordernde Situationen und die Schwäbische
Albvereinsjugend als Jugendverband. Gemeinsam hatten die
Teilnehmer die Aufgabe, in Gruppenarbeit Spiele anzuleiten
– die perfekte Übung für das spätere Leben auf Freizeiten und
in Ortsgruppen!
Der JR ist als Station zwischen „selbst Kind sein“ und „Kinder betreuen“ angelegt. Und so achteten wir Lehrgangsleiter
natürlich darauf, eine gute Balance zwischen Theorie und Spaß
hinzubekommen. Viele der Themen erarbeiteten wir gemeinsam statt wie in der Schule vorgepredigt zu bekommen. So
näherten wir uns
beispielweise dem
Thema „Herausfordernde Kinder
und Jugendliche“,
welches die Teilnehmer selbst gewählt hatten. Jeder
durfte erzählen,
was herausfordernd für ihn ist
oder sein könnte. Gemeinsam wurden dann Lösungswege
gesucht und gefunden.
Die Befürchtung der Teilnehmer, putzen oder viel schreiben
zu müssen, bestätigte sich zum Glück nicht. Stattdessen war
das Feedback durchweg positiv: „Wir hatten sehr viel Spaß
und haben einiges gelernt“ war der allgemeine Konsens nach
eineinhalb Tagen intensivem Lehrgang.
Nadine Blüse
Du hast den JR 2014 verpasst und ärgerst dich? Keine Sorge - der nächste folgt: 7./8. November 2015 in der JH Stuttgart-Neckarpark
Nähere Infos gibt’s unter 0711 22585-74 oder www.schwaebische-albvereinsjugend.de
50 Dinge, die ich auf einer Wanderung machen kann
Der westfälische Heimatbund und seine Leiterin des Fachbereichs Wandern, Sandra Hamer, haben ein neues (Kinder-)
Buch herausgeben. Es ist ein schön illustriertes Mal-, Spiel- und
Bastelbuch, das sich vor allem an einzelne Familien mit kleinen
Kindern und deren Freunde richtet. Man kann das Buch direkt
vor einer Wanderung in den Rucksack packen und während der
Wanderung ein oder zwei Aktionen aus dem Buch durchführen.
Die Aktionen können im Buch dokumentiert werden. Das Buch
spricht die Kinder direkt über Pip, die Entdecker-Maus, an. Nur
zu Beginn gibt es einen ganz kurzen Sicherheitshinweis für die
Eltern. Tipp 1 auf Seite 9 folgen 49 weitere bis Tipp 50 auf Seite
63. Anschließend ist noch etwas Platz für eigene Notizen. Es
wird allerdings nicht klar gesagt, ab welchem Alter die einzelnen Aktionen oder das ganze Buch gedacht ist.
Für erfahrene Jugendgruppenleiter und Familiengruppenleiter bietet das Buch nur wenige Überraschungsmomente.
Die Themen Feuer machen und Wildkräuter sammeln sind
aus meiner Sicht etwas flapsig dargestellt. Ich bin wie die Autorin der
Meinung, dass man mit Kindern
möglichst viel Essbares aus Feld
und Flur sammeln und probieren
sollte. Hierfür ist aber eine gewisse
Artenkenntnis unabdingbar, um
nicht an ungenießbare oder giftige
Kräuter und Beeren zu geraten.
Das Buch bietet weder eine konkrete Anleitung oder enthält
es den deutlichen Hinweis, dafür Fachleute hinzuzuziehen.
Dennoch gibt es ein paar interessante Tipps, die vielleicht
schon bekannt sind, die man aber mal wieder machen könnte, zum Beispiel Zapfenwerfen, Steinboccia, Wolkenbilder
raten oder eine Graströte bauen. Ob Kinder wirklich gerne
Brennnessel-Tee trinken möchten, darf jeder selbst ausprobieren. Mir persönlich schmeckt er nur mit wirklich viel Honig.
Katja Hannig
Westfälischer Heimatbund (Hg.), 50 Dinge, die ich auf einer Wanderung machen kann (2014), 9,80E, ISBN 978-3-402-13074-2
Nähere Infos gibt’s unter 0711 22585-74 oder www.schwaebische-albvereinsjugend.de
36
Neues von den Freizeiten
Freizeiten im Frühjahr
Schnupper-Wochenendfreizeit
Mitglied lied
Nichtmitg
5 E Preis 4
50 E
06.03. - 08.03.2015
Jägerhof
Ehingen (Donau)
10 - 25 Personen
Alter: 8 - 12 Jahre
Leitung
Lena Stumpp
Theresa Schäfer
Du warst noch nie auf einer Freizeit bei uns und willst nicht bis zu den nächsten Ferien
warten um etwas zu erleben? Dann komm zu uns! Wir haben alles vorbereitet um Kindern, die noch nie eine unserer Freizeiten besucht haben, ein unvergessliches Erlebnis
zu bereiten.
Unser Top-Team aus erfahrenen Betreuern hat eine riesige Trickkiste mitgenommen, um
dir innerhalb eines Wochenendes alles zu zeigen, was unsere Freizeiten so besonders
macht: Wir bieten dir ein ganzes Wochenende voller Spaß, Action und Abenteuern. Also
melde dich schnell an und freue dich auf Lagerfeuer, Outdoor-Spaß und viele neue
Freunde.
Besondere Hinweise: Teilnehmer, die bereits 2014 teilgenommen haben, können wir
erst ab 1. Februar bestätigen.
Leistungen
• Mehrbettzimmer
• Verpflegung
• Programm
Anmeldeschluss
11.02.2015
Osterfreizeit
Mitglied lied
Nichtmitg
175 E
Preis 160 E 190 E
5
.1
1
.0
1
bis 3
5 E 5 17
ab 01.02.1
Mit Teamern und Teilis alles zu wagen, gemeinsam viel Spaß zu haben.
Herzen erglühen, Gänseblümchen blühen, vorbei geht’s mit sicherer Hand.
Herrlicher Albtrauf, sonnige Höhen, Osterfreizeitler sind wir, ja wir.
Herrlicher Hohenzollern, sonnige Höhen, Osterfreizeitler sind wir.
Neben der Slackline, dem Outdoor-Kegeln, dem Albtrauf, der nahe gelegenen Burg Hohenzollern, dem gemeinsamen Rumtoben, den XXL-Spielen ist die Osterfreizeit eine
klasse Hausfreizeit, die DIR die Möglichkeit bietet, eine tolle Woche mit vielen anderen
Kindern und Teamern in der Natur zu verbringen und neue Abenteuer zu erleben. Wir
erwarten DICH.
05.04. - 11.04.2015
Jugendzentrum Fuchsfarm
Albstadt-Onstmettingen
Alter: 8 - 14 Jahre
15 - 35 Personen
Alter: 8 - 14 Jahre
Leitung
Sandra Eisenmann
Daniel Gabel
Leistungen
• Mehrbettzimmer
• Verpflegung
• Eintritte
Anmeldeschluss
11.03.2015
osterfreizeit@schwaebische-albvereinsjugend.de
37
Neues von den Freizeiten
Printwerbematerial 2015
Zeigt das junge Gesicht des Schwäbischen Albvereins mit unseren Printmaterialien! Folgende Medien stehen euch zur Verfügung.
Fordert die Materialien an bei
Schwäbische Albvereinsjugend
Tel. 0711 2258574
info@schwaebische-albvereinsjugend.de
Jahresprogramm 2015
FREIZEITEN UND IN
FOS
2015
Schnupper-Wochen
Freizeiten
Wanderungen
Veranstaltungen
Fortbildungen
Infos
JAHRESPROGRAMM
2015
Das „Jahrbuch“ mit allen Terminen
und Jahresübersichtsplan. Besonders
geeignet für Ehrenamtliche und Personen, die näher mit der Schwäbischen
Albvereinsjugend zu tun haben, für
repräsentative Zwecke und zur Weitergabe an ausgewählte Personen.
endfreizeit
06.03. - 08.03.2015
Jägerhof
Ehingen (Donau)
Alter: 8 - 12 Jahre
itglied
Mitglied Nichtm
50 €
Preis 45 €
Du warst noch nie auf
einer Freizeit bei uns
und willst nicht bis zu
um etwas zu erlebe
n? Dann komm zu uns!
den
Wir haben alles vorber nächsten Ferien warten
nie eine unserer Freizei
eitet um Kindern, die
ten besucht haben,
ein unvergessliches
Unser Top-Team aus
Erlebnis zu bereiten. noch
erfahrenen Betreuern
innerhalb eines Woche
hat
nendes alles zu zeigen eine riesige Trickkiste mitgenommen, um
Wir bieten dir ein ganzes
dir
, was unsere Freizei
ten
Wochenende voller
schnell an und freue
Spaß, Action und Abente so besonders macht:
dich auf Lagerfeuer,
uern. Also melde dich
Outdoor-Spaß und
Besondere Hinweise:
viele neue Freunde.
Teilnehmer, die bereits
1. Februar bestätigen.
2014 teilgenommen
haben, können wir erst
ab
Osterfreizeit
05.04. - 11.04.2015
Jugendzentrum Fuchs
farm
Albstadt-Onstmettingen
Alter: 8 - 14 Jahre
Freizeitenverzeichnis 2015
(Flyer, DIN A6)
Eine informative Kurzübersicht über unsere Freizeiten. Besonders
geeignet zur Auslage und zur Verbreitung auf Veranstaltungen und
öffentlichen Verteilerstellen.
itglied
Mitglied Nichtm
Preis
€
bis 31.01.15 160€
175 €
175
ab 01.02.15
190 €
Mit Teamern und Teilis
alles zu wagen, gemei
Herzen erglühen, Gänse
nsam
blümchen blühen, vorbei viel Spaß zu haben.
Herrlicher Albtrauf,
geht’s mit sicherer Hand.
sonnig
Herrlicher Hohenzollern e Höhen, Osterfreizeitler sind wir, ja
wir.
, sonnige Höhen, Osterfr
eizeitler sind wir.
Neben der Slackline,
dem Outdoor-Kegeln,
henzollern, dem gemein
dem Albtrauf, der
nahe gelegenen Burg
samen
Rumto
ben, den XXL-Spielen
Hausfreizeit, die DIR
Hoist die Osterfreizeit
die Möglichkeit bietet,
eine klasse
Teamern in der Natur
eine
zu verbringen und neue tolle Woche mit vielen anderen Kinder
n und
Abenteuer zu erlebe
n. Wir erwarten DICH.
Back to Nature
22.05. - 24.05.2015
Bad Urach und
Umgebung
Alter: 14 - 27 Jahre
Mitglied
Preis
Nichtmitglied
60 €
45 €
Für ein Wochenende
tauschen wir Nachtt
ischlampen gegen
Touchscreens gegen
Sterne
die kleinen und großen
Dinge, die wir im stressi , Flachbildschirme und
Nicht die zurückgelegte
gen Alltag verpassen.
neben unserem Weg Strecke zählt, sondern der Spaß an dem,
erwartet. Wir überna
was uns unterwegs
auf und
chten in kleinen Schutz
Mahlzeiten selbst zu.
hütten und bereiten
unsere
Erlebe die Natur der
Schwäbischen Alb wie
draußen ohne Unterb
du sie nie zuvor erlebt
rechung. Das Abente
hast- zweieinhalb Tage
uer ist ganz nah – du
Besondere Hinweise:
musst es nur wollen
Wir
.
Wandern voraus. Vortref setzen eine gewisse körperliche Fitness
und
fen im Raum Stuttga
rt /Plochingen mit Teilneh Begeisterung fürs
mern und Betreuern.
Bundeslager 2015
01.08. - 09.08.2015
Immenhausen
Alter: 10 - 17 Jahre
Mitglied
Preis
175 €
Nichtmitglied
195 €
Zelten in Hessen? Wieso
Bundeslager der Deutsc das denn? Ganz einfach: In Immenhausen
findet in diesem Jahr
treffen sich dort und hen Wanderjugend statt. Kinder und
das
Jugendliche aus ganz
verbringen eine Woche
Europa
Hessens. Wir wollen
dabei sein! Also packen im Riesenzeltlager auf dem schönsten
Zeltplatz
Immenhausen und
wir ein paar Zelte ein,
stürzen uns mitten
fahren ab Stuttgart
ins Getüm
vollgepackt mit Zeltlag
nach
er-Highlights wie großen mel! Es wartet ein spannendes Progra
ko, Sport- und Kreativ
mm
Lagerfeuern, Geländ
aktionen und natürli
ch zahlreichen Aktion espielen, einer Lagerdisauswählen, was ihm
en draußen. Jeder kann
gefällt! Soll es eine
Radtour sein? Eine
mit dem Kanu? Für
das
Runde
jede
wöhnliches geboten. Altersgruppe ist in dieser einmaligen Zeltlag Klettern? Oder eine Tour
Sei dabei und erlebe
das außergewöhnliche erwoche etwas AußergeEinmalige!
Freizeitenverzeichnis
(Plakat DIN A3 / DIN A1)
Eine Kurzübersicht über unsere Freizeiten. Geeignet für das Vereinsheim, für
den Festauftritt, für den Schaukasten,
für das Schaufenster der Bäckerei.
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Neues aus den Ortsgruppen
Epfel aufläsa – mir machet onsern oigana Apfelsaft
Unter diesem Titel lud die Ortsgruppe Bissingen-Nabern
zur Apfelsaftaktion im Rahmen der Apfelsaftwochen der Albvereinsjugend ein. Getreu dem Motto „viele Hände – schnelles
Ende“ waren ruckzuck zwei große Holzkisten mit Mostäpfeln
gefüllt.
Am nächsten Tag ging es zur Mosterei, wo die Äpfel zu
leckerem Saft gepresst und in Fünf-Liter-Bags abgefüllt wurden. Die Kids halfen beim Abpacken so kräftig mit, dass die
Mütter sogar nebenher Kaffee trinken konnten. Bei dieser
Gemeinschaftsaktion hatten alle sehr viel Spaß und nebenbei
kann die Ortsgruppe durch den Verkauf des köstlichen Saftes,
insgesamt 785 Liter, die Jugend- und Familienarbeit des Vereins
bestens unterstützen.
Bereits heute steht fest: Auch nächstes Jahr sind wir bei
dieser Aktion dabei.
Renate Steegmaier
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Neues aus den Ortsgruppen
Landschaftspflege auf 1.000 Metern Höhe
Oberhalb von Gosheim liegt auf einer Höhe von 1000
Metern am Albtrauf das Landschaftsschutzgebiet „Auf Kehlen“
oder „Auf dem Steinbruch“, ein Magerrasen mit seltenen
Pflanzen. Dort oben trafen sich am 11. Oktober in der Frühe
Kinder, Jugendliche und Erwachsene zur fast schon traditionellen Landschaftspflegeaktion.
Sinn und Zweck dieser Maßnahme ist, den Magerrassen und
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die seltenen Pflanzen zu erhalten. Gleichzeitig wird die
Verbuschung des Geländes verhindert.
„Bewaffnet“ mit Freischneider, Balkenmäher, Motorsägen (nur die Erwachsenen), Schubkarren, Baumscheren, Gabeln und Rechen ging es an die Arbeit. Als
eine erste Fläche gemäht war, konnten die Kinder, Jugendlichen und einige Erwachsene das Mähgut zusammenrechen und auf Schubkarren zu den am Rand der
Fläche bereitstehenden Anhängern transportieren. Wir
luden das Mähgut auf und transportierten es später
ab. Die Kinder und Jugendlichen durften das Mähgut
auf den Anhängern verdichten. Dies war für die Kinder
eine Riesengaudi. Da das Wetter kühl und regnerisch
war, disponierten wir ursprünglich geplante Grillen
kurzfristig in ein Mittagessen im Gasthaus „Krone“ um. Das
„SchniPoSa“ (Schnitzel mit Pommes und Salat) schmeckte
uns nach der frischen Luft und dem Arbeiten hervorragend.
Nach dem Mittagessen setzten wir die Arbeit fort. Am Abend
beendeten wir einen gelungenen Arbeitseinsatz.
Wir danken allen Helfern und der Gemeinde Gosheim, die
die Gerätschaften zur Verfügung stellte.
Annalena Mauch
Neues aus den Ortsgruppen
Abenteuer trotz Technik bei der Schatzsuche
genauer untersucht werden. Die Kinder waren nun nicht mehr
zu halten. Ihre Begeisterung über die Frösche machte alles
andere zur Nebensache. Lange verweilten wir, bevor dann aber
doch der Wunsch die nächste Station zu suchen wieder aufkam.
Nachdem es die Tage vorher geregnet hatte, waren einige
Strecken sehr verschlammt, dies war für die Kinder ein weiterer
Höhepunkt. Interessiert und aufmerksam lösten die Kinder
alle Aufgaben, sodass sie am Ende die Truhe mit dem Schatz
in den Händen halten konnten. Trotz der zwei Stunden, die
die Wanderer durch den Wald marschiert waren, war von
Müdigkeit keine Spur.
Bergauf ging es weiter zur Kaiserberghütte, wo Uwe schon
das Lagerfeuer vorbereitet hatte. Wir spitzten die Stecken, und
dann konnte auch schon die erste Rote Wurst und das Stockbrot
gegrillt werden. Auch für Getränke hatte der Schwäbische Albverein gesorgt. Nachdem sich alle gestärkt und auf der Wiese
ausgetobt hatten, ging es zurück zur Schule. Dort durften wir
die zufriedenen Schüler in ihr wohlverdientes Wochenende
verabschieden.
Gudrun Flaisch
„GPS - was ist denn das?“ Das fragten sich zwölf Schüler der
Wunnensteinschule Großbottwar am Tag der Kinderakademie.
Gemeinsam mit einem Lehrer, Herrn Wolf, und Uwe und
Gudrun Flaisch vom Schwäbischen Albverein machten sich
die gut gelaunten Schüler auf den Weg in den Wald.
Zunächst erklärte Uwe den Kindern, was es mit der
elektronischen Schatzsuche auf sich hat und wie die Geräte
funktionieren. Schnell hatten die Kinder begriffen, wie die Koordinaten in die GPS-Geräte eingegeben werden müssen und
so konnten sie auch gleich ihre erste Station suchen. Zügig kam
die Gruppe voran, als die ersten Suchenden fragten „Bei mir
sind es noch sieben Meter.“ – „Bei mir drei Meter, was jetzt?“
Uwe forderte alle auf, doch einmal ihre ausgeteilten Zettel
zu lesen, doch was stand da? „Ein Rudel Rehe streckt euch
den Hintern entgegen. Wie viele sind es?“ Große Augen mit
vielen Fragezeichen in den Gesichtern der Schüler. Es dauerte
nicht lange, bis ein Schüler ein Informationsschild mit Rehen
entdeckte. Nun war auch den anderen klar was gemeint war.
Jetzt hieß es rechnen und die neuen Koordinaten eingeben.
Bevor es weitergehen konnte, musste ein Feuchtgebiet mit
unendlich vielen kleinen und auch einigen großen Fröschen
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Neues aus den Ortsgruppen
Mainhardter Albvereinsfamilien erobern die Fuchsfarm
Bei dichtem Nebel brachen am 3. Oktober neun Familien in
Richtung Onstmettingen zur „Fuchsfarm“ des Albvereins auf.
Als die Gruppe aus Mainhardt den Albtrauf erreichte, hatte die
Sonne den Nebel bereits durchbrochen. Wir bezogen 36 Betten
und brachen nach einer kleinen Stärkung mit Begeisterung zur
Erkundung des Albtraufs auf.
Am „Hangender Stein“ eröffnete sich der Gruppe eine spektakuläre Sicht über die Schwäbische Alb. Während am Stein
noch hektischer „Feiertagswanderbetrieb“ herrschte, führte
der weitere Weg ins stille Bärental. Durch einsame Wälder
und über steile Anstiege kamen wir am späten Nachmittag
wieder zurück zur Fuchsfarm. Vor allem die Jüngsten unter den
Wanderern konnten dabei die Bedeutung des Satzes „Der Weg
ist das Ziel“ für sich erfahren. Lagerfeuerromantik war genau
das, was diesem Tag noch fehlte, und so konnten Kinder und
Erwachsene sich mit Würstchen, Grillkäse und leckeren Salaten
am warmen Feuer stärken.
Zum „Tag der offenen Burg“ auf Hohenzollern startete die
Gruppe dann am Samstagmorgen bei strahlendem Sonnenschein. Bestens ausgerüstet mit Vesper und Taschenmessern
für diverse Wanderstöcke in allen Größen. Manch einer
betrachtete die schöne Burg nach der Ankunft aus der Biergartenperspektive, dafür erforschten andere intensiv Innenräume,
Ahnentafeln, Schatzkammer, Verliese und Kapellen der Burg.
Einige Albvereinsmitglieder konnten in den Katakomben auch
Bekanntschaft mit dem Schlossgespenst von Hohenzollern ma42
chen. Zielsicher
fand die Gruppe
den Rückweg zur
Fuchsfarm und
wurde dafür am
Abend mit Spaghetti Bolognese
belohnt . Beim
anschließenden
Spieleabend gab
es auch Gelegenheit, den Tag noch einmal Revue passieren
zu lassen.
Am Sonntag teilte sich die Gruppe in eine Erkundungs- und
eine Reinigungsgruppe. Die Fuchsfarm wurde schnell und
gründlich geputzt und so konnten alle zusammen noch kurz
am Nägelehaus zu Zwiebelkuchen und neuem Wein einkehren,
bevor wir zurück nach Mainhardt aufbrachen. Der Abschluss
der Familienfreizeit fand dann im Blockhaus in der Nähe von
Abstatt statt. Hier waren sich Kinder und Erwachsene einig,
dass man drei gelungene und schöne Tage auf der Fuchsfarm
erleben durfte. Die Gruppe bedankt sich besonders bei Günter
Stadelmann und Hans-Joachim Rauch für die gute Planung
und Durchführung sowie beim Küchenteam Claudia Ott und
Kirstin Stadelmann, sowie der tatkräftigen Unterstützung der
Kinderküchenteams.
Manuela Giesel
Neues aus den Ortsgruppen
Rübengeisteraktion belebt alte Tradition
Annähernd 100 Kinder folgten der Einladung des Schwäbischen Albvereins in Sigmaringendorf und kamen zur 9.
Dorfer Rübengeisteraktion ans Vereinsheim in der Kleintierzuchtanlage. Es war eine Freude, den Kindern zuzusehen, wie
sie mit voller Begeisterung und in Begleitung von Eltern oder
Großeltern mit Löffeln und Messern zu Werke gingen.
Erstmals waren auch Flüchtlingskinder vom „Gelben Haus“
in Laiz unter Anleitung von Heidi Müller-Bayer dabei und lernten diesen für sie unbekannten Brauch kennen. Auch sie waren
mit Eifer dabei. Bereits nach kürzester Zeit entstanden schön
schaurige Geister aus den Futterrüben der Alb. Die Albvereinsgruppe setzt immer wieder auf Tradition und möchte ganz
bewusst dem amerikanisch-irischen Brauch des „Halloweens“
entgegenwirken. Beim Rübengeistern verkleidet man sich zum
Beispiel nicht. Der Brauch ist vor allem im süddeutschen Raum
bekannt und sollte früher die dunkle Jahreszeit erhellen und
die bösen Geister vertreiben. Bei ihren Umzügen erhielten die
Kinder damals Esswaren für die ganze Familie für den Winter.
Als sie die Figuren fertiggestellt hatten, erhielten die Kinder von der Ortsgruppe eine Saitenwurst im Wecken und ein
Getränk, bevor Oberrübengeist Wolfgang Metzger mit ihnen
Rübengeistersprüche einstudierte und dann im langen Zug
ins Dorf hinunter zog. Nachdem sie Rübengeistersprüche
aufgesagte hatten, erhielten die Kinder dann an Häusern Süßigkeiten und strahlten um die Wette über die selbst gestalteten
gruseligen Geschöpfe.
Christel Metzger
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Schwäbische Albvereinsjugend • Postfach 10 46 52 • 70041 Stuttgart
2015
Alles Gute für das neue Jahr...
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