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Meisterin des Jahres Wirtschaft investiert zwei Millionen Euro in eine

EinbettenHerunterladen
Die Zeitung der Wirtschaftskammer Steiermark · 14. Jahrgang
Nr. 5 · 6. Februar 2015
Wirtschaft investiert zwei Millionen
Euro in eine neue Talenteschmiede
Seiten 6–7
Meisterin des Jahres
Über diesen Titel darf sich die 21-jährige Anja Tasch aus Bad
Mitterndorf freuen. Mehr zum neuen Meisterboom auf S. 4–5.
Kaufrausch
Wüstensand
Rund 105 Millionen
Euro lassen sich die
Österreicher das
Dankeschön am Valentinstag kosten.
Der Tod König Abdullahs rückt SaudiArabien nicht nur
politisch in den
­Fokus der Welt.
Seiten 20–21
Seite 26
Foto: Fischer
P.b.b. 02Z032267 M Wirtschaftskammer Steiermark, Körblergasse 111-113, A-8010 Graz Retouren an „Postfach 555, 1008 Wien“
Schon mit Herbst nimmt das neue Talent-Center der WKO seinen Betrieb auf.
Nr. 5 · 6. Februar 2015
2 · Steirische Wirtschaft
Magazin
Inhalt
Themen der Woche
Editorial
Ohne Rücksicht auf Verluste
‣ 4–12
Gründerbilanz: In der Steiermark haben
immer mehr Nachwuchstalente Lust auf die
Selbständigkeit. ‣ 8–9
Von Chefredakteur Mario Lugger
Foto: Fischer
Na bumm! Mehr als 56.000 Steirerinnen
und Steirer waren im Jänner arbeitslos.
Ein neuer, trauriger Rekord. Noch nie
zuvor haben so viele Menschen einen
Job gesucht (S. 10). Wobei auch noch nie
zuvor so viele Menschen in Beschäftigung
waren. Und zwar 471.000, das sind um
fast 2.000 mehr als noch vor einem Jahr.
Aber davon kräht kein Hahn. Alles nur
„böse Ausbeuter“ und „gierige Bonzen“,
heißt’s an den Stammtischen. „Die sollen
doch endlich ihre fetten Brieftaschen aufmachen und mehr Leute einstellen ...“ Ein
Wunsch, den die Wirtschaft nur zu gern
erfüllen würde. Denn der Volksmund irrt
sich, wenn er glaubt, die Unternehmer
stünden nicht zu diesem Land. Das ergibt
sich schon allein aus der Struktur. 57
Prozent der Betriebe befinden sich in Familienhand. Zählt man die Ein-PersonenUnternehmen dazu, dann sind es sogar 92
Arbeitsmarkt: Die Zahl der Arbeitsuchenden wächst. Über 50.000 Menschen sind zur
Zeit ohne Job. ‣ 10
Service
‣ 13–15
Barrierefrei: Werden Behinderte diskriminiert, dann ist der Weg zur Schlichtungsstelle
vor dem Gang zu Gericht Pflicht. ‣ 13
Branchen
‣ 19–25
Prozent, die für 75 Prozent der Beschäftigung stehen. Diese Firmen ticken anders.
Da wird nicht in Quartalen, sondern in
Generationen gedacht, wie bei der Meisterbriefverleihung dieser Tage einmal
mehr deutlich vorgezeigt wurde (S. 4/5).
Eine Weitsicht, die man sich auch von der
Bundespolitik erwarten sollte. Doch was
macht die? Geht mit ihren aktuellen Steuerplänen wie der Elefant im Porzellanladen umher, ohne Rücksicht auf Verluste.
Dabei wäre das Rezept so einfach: Runter
mit den Lohnnebenkosten, dann klappt’s
auch wieder mit (noch) mehr Jobs.
Industrie: Der Run aufs iPhone 6 hat Apple
sagenhafte Gewinne beschert – davon profitieren auch steirische Betriebe.
‣ 19
Gewerbe: Die Tischlerei Baumann in Mureck
fertigt Möbelstücke für Damen zum Mitnehmen: Handtaschen aus Holz.
‣ 22–23
‣ 30–33
Blutdruck: Arnulf Heller tüftelt an einem
System zur Blutdrucküberwachung, das
ohne spitze Nadeln auskommt. ‣ 30–31
Menschen34–36
Foto: Schulz
Höhepunkt der Tanzsaison. Ball der Technik und Opernredoute lockten begeisterte
Besucher auf das glatte Parkett. ‣ 34–36
Impressum
‣ 12
Die besten
Lehrlinge und
Lehrbetriebe
Österreichs
wurden vor
den Vorhang
geholt.
Foto: ehrenberg-bilder - Fotolia
Unternehmer
„Best of Talents“: Steirer räumen groß ab
Im Zuge der „Best of Talents“-Verleihung
wurden kürzlich die 40 besten Lehrlinge
und Lehrbetriebe Österreichs aus der Sparte
Gewerbe und Handwerk ausgezeichnet. Die
Steirer räumten dabei mit acht Preisen groß
ab. Zu den steirischen Preisträgern zählen
Fotowerkstatt Johannes Seidl (Lehrling
Nicola Palme), Gebäudereiniger Werner
Wogrin GmbH (Kevin Wogrin), Maler Wolf-
gang Janisch (Lehrling Lisa Janisch), Rauchfangkehrer Harald Seidler (Lehrling Hannes
Kienler), Spengler Franz Spitzer (Lehrling
Tobias Spitzer), Tapezierbetrieb Maier KG
(Lehrling Daniel Schneeberger), Tischlerei
Birgit Kumpusch in der Kategorie „3. Lehrjahr“ (Lehrling Michael Prader) sowie in der
„Planung“ die Tischlerei Pieber GmbH & Co
KG (Lehrling Florian Ziegler).■
Nr. 5 · 6. Februar 2015
Steirische Wirtschaft
· Magazin · 3
Zahl der Woche
Fotos: verve - Fotolia; rançois Trazzi; Christian Jansky; youtube
55,3
Prozent der steirischen Unternehmer befürworten im Zuge einer
Umfrage die Zentralmatura. 76,3 Prozent der Befragten sprachen sich
für eine bessere Förderung der Maturanten aus. 74,7 Prozent glauben,
dass eine gleichwertige Vorbereitung der Schüler möglich ist.
Die Woche in 64 Zeilen
‣‣Mit
der Erfindung der Antibabypille ist Carl Djerassi
berühmt geworden. Der in
Wien geborene Chemiker ist im
Alter von 91 Jahren gestorben.
Der Professor an der Stanford
University veröffentlichte rund
1.200 wissenschaftliche Arbeiten.
‣‣Mit 58 Menschen an Bord
streifte in Taiwan ein Flugzeug
eine Brücke, touchierte ein
Taxi und stürzte dramatisch
in einen Fluss. Ein großer Teil
der Passagiere konnte gerettet werden. Erste Meldungen
sprachen jedoch auch von 19
Toten und etwa einem Dutzend
vermissten Passagieren. Ein
Autofahrer filmte den Absturz
und stellte ihn ins Internet.
‣‣Mit harten Bandagen kämpft
der neue griechische Finanzminister Gianis Varoufakis mit
der EZB um eine weitere
Finanzrettung Griechenlands.
Doch viel Aussicht auf Erfolg
hat er nicht. Schon jetzt hält der
Euro-Rettungsschirm 44 Prozent der griechischen Schulden. Dem Land droht erneut
die Pleite.
‣‣Mit
einer Goldmedaille im
allerersten Rennen legte Anna
Fenninger bei der Ski-WM in
Beaver Creek einen Traumstart
hin. Sie stellte dabei auch einen
Weltrekord auf. Erstmals gelang es einer Olympiasiegerin
unmittelbar einen Weltmeistertitel in derselben Disziplin
zu ergattern.
‣‣Mit der Superbowl war für die
Amerikaner ohnehin ein anderes Sportereignis wichtiger. Die
Seattle Seahawks unterlagen in
hartem Spiel den New England
Patriots mit 24 : 28.
‣‣Mit
einer Sondersendung feierte der ORF den 40. Geburtstag des News-Flaggschiffs
„Zeit im Bild 2“. Häufigster
Gast der Sendung ist übrigens
der Politologe Peter Filzmaier.
Bereits 101 Mal trat er in der
Sendung vor die Kameras.
‣‣Mit einem Murmeltier versucht man seit Jahrzehnten in
der US-Kleinstadt Punxsutawney das Wetter vorherzusagen.
Oft nicht ohne Pannen. Bei
einem Ableger des Events biss
das Murmeltier dem Bürgermeister des Dorfes ins Ohr.
Innovatives 3D-Projekt bringt die
Skipiste live ins Wohnzimmer
Auf den Skipisten der Planai
wird derzeit ein bemerkenswertes internationales 3D-Projekt
auf Herz und Nieren getestet: Ein
Outdoor-Skifahrer kann dabei
über seine Skibrille per GPSDaten mit einer Konsole überall
auf der Welt verbunden werden
Die Datenski­
brille empfängt
Bilder von der
Piste und liefert die Daten
an Spiele­
konsolen.
Foto: Steiermark
Tourismus - Wolf
und wird dort zum 3D-Avatar. Das
ermöglicht somit ein gemeinsames Live-Pistenerlebnis von
Skifahrer und Indoor-Spielern.
Technisch machbar wird die
High-Tech-Übertragung durch
die intelligente Skibrille „Smart
Skigoogles“.■
Für die Projektpartner gibt es
jeden Grund,
zu feiern.
Foto: logo
Alles Logo: Seit 20 Jahren finden die
Youngsters zentral ihre Ferialjobs
Wer einen Ferialjob oder eine Arbeit neben der Schule sucht, der ist
bei der Ferialjobbörse des Jugendservice LOGO richtig. Fast 3.400
Jobs wurden im Vorjahr vergeben.
Ein Höhepunkt pünktlich zum
20. Geburtstag der Einrichtung.
„Mit der Börse verbessern wir die
Chancen der Jugend“, sagt Landesrat Michael Schickhofer. „Auch
die Betriebe profitieren, denn sie
können sich die Talente so genauer
ansehen“, erklärt Jürgen Roth, Vizepräsident der WKO Steiermark.■
Nr. 5 · 6. Februar 2015
4 · Steirische Wirtschaft
Thema
Meisterhaftes Steirerland
665 Meister- und Befähigungsprüfungen wurden 2014
in der Steiermark abgelegt, das entspricht einem Plus
von knapp 20 Prozent. Zur „Meisterin des Jahres“ gekürt
wurde die 21-jährige Tapeziererin Anja Tasch.
Von Petra Mravlak
petra.mravlak@wkstmk.at
In der Steiermark gibt es derzeit
einen wahren Meister-Boom: So
erlangten im Jahr 2014 insgesamt
665 junge Fachkräfte die höchste
Stufe der fachlichen Qualifikation in ihren Berufen. Damit ist
die Zahl der positiv absolvierten
Meister- und Befähigungsprüfungen im Vergleich zum Jahr davor
um fast 20 Prozent gestiegen.
„Damit zeigt die Steiermark
einmal mehr, dass sie ein echtes
Unternehmerland ist. Eine hervorragende Ausbildung und unternehmerisches Know-how sind die
besten Zutaten für ein wirtschaftliches Erfolgsrezept“, freut sich
WKO-Präsident Josef Herk.
Bei der Meisterbriefverleihung
im Stefaniensaal des Grazer
Congress wurden die frischgebackenen Berufsprofis kürzlich vor
1.300 Besuchern gebührend gefeiert. So auch die Tapeziererin Anja
Tasch aus Bad Mitterndorf – sie
zenführerin am Kulm tätig und
träumt davon, den AerocopterSchein zu machen – wofür sich ihr
Vater allerdings (noch) nicht recht
begeistern kann.
Grund zur Freude gab es auch
für Josef Herk, denn auch sein
Sohn – ebenfalls Josef Herk –
durfte im Rahmen der Verleihung
seinen Meisterbrief entgegennehmen (siehe Foto rechts oben).
Meistersparte Nummer eins
ist mit Abstand das Gewerbe und
Handwerk. Hier wurde in insgesamt 32 Berufen eine Meisteroder Befähigungsprüfung abge-
legt. „Das ist die richtige Antwort
auf die schwierigen Rahmenbedingungen der letzten Zeit“, freut
sich Spartenobmann Hermann
Talowski. „Eine Lehre mit anschließender Meisterprüfung ist
das First-Class-Ticket in die berufliche Zukunft.“ Das belegen auch
die Motive der jungen Meister:
So ist es für 36 Prozent wesentlich, einen sinnvollen Abschluss
einer Aus- und Weiterbildung zu
erreichen, und rund 21 Prozent
erwarten sich durch den Meisterstatus Verbesserungen und
Aufstiegschancen im Betrieb.■
wurde zur „Meisterin des Jahres“
gekürt und ist damit die erste
Frau, die sich über diesen Titel
freuen darf. Mit ihren 21 Jahren
ist sie die jüngste Meisterin der
Tapezierer und Dekorateure des
vergangenen Jahres und wohl
auch eine der jüngsten Meisterinnen überhaupt. Sie hat sowohl die
Lehrabschlussprüfung als auch
die Meisterprüfung mit Auszeichnung bestanden.
In den elterlichen Betrieb ist
Tasch im wahrsten Sinne des Wortes hineingewachsen: „Ich war
schon in der Werkstatt unterwegs,
als ich noch Windeln getragen
habe“, lacht sie. Dass sie einmal
diesen Beruf ergreifen würde,
war für sie schon immer sonnenklar. Wenn sie das Unternehmen
einmal übernehmen wird, führt
sie eine lange Familientradition weiter – sie wird die vierte
Generation sein. Doch nicht
nur im Berufsleben zieht es
die ambitionierte Steirerin WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk, Spartenobmann Hermann Talowski,
hoch hinaus: Sie ist als Schan- „Meisterin des Jahres“ Anja Tasch und Landesrat Christian Buchmann (v. l.)
Nr. 5 · 6. Februar 2015
Steirische Wirtschaft
· Thema · 5
Zahlen, Daten und Fakten
zu den steirischen Meistern
‣‣201
Der Film zur
Verleihung
wko.tv
fungen wurden im vergangenen Jahr abgelegt (2013: 334).
„Ich bin
Insgesamt wurden in allen Be‣
‣
von klein auf
reichen 2886 Modulprüfungen
mit dem Geschäft
positiv abgeschlossen (2013:
2.552).
verbunden und es ist
Die Erfolgsquote lag bei den
‣
‣
mir eine Ehre, es bald in
Unternehmer- und Ausbildervierter Generation weiprüfungen bei 92 Prozent, bei
terzuführen.“
den Meisterprüfungen bei 80
und bei den BefähigungsprüAnja Tasch, Meisterin
fungen bei 79 Prozent.
des Jahres
‣‣Mit jeweils 35 neuen Meistern
liegen die Kraftfahrzeug- und
die Metalltechnik auf Platz
eins im Ranking, gefolgt
von den Tischlern (26).
‣‣ Bei den Befähigungsprüfungen
gab es die meisten
Abschlüsse bei den
Wertpapiervermittlern
(146), gefolgt vom GastDrei Generationen, drei Meisterbriefe,
gewerbe (70) und den
drei Mal Josef Herk
Ingenieurbüros (42).■
Fotos: Fischer
junge Fachkräfte tragen
nun den Meistertitel, das sind
um 45 Personen mehr als 2013.
‣‣464 Befähigungsprüfungen
wurden 2014 abgelegt, im Jahr
davor waren es 412.
‣‣Meister- bzw. Befähigungsprüfungen wurden in insgesamt 44
Berufen abgelegt, 2013 waren
es noch 40.
‣‣353 Unternehmerprü-
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Nr. 5 · 6. Februar 2015
6 · Steirische Wirtschaft
Steiermark
In Kürze
Saubermacher setzt
auf innovative App
Mit der „Daheim – die Service-App“ hat Saubermacher
eine Smartphone-Applikation
geschaffen, die es Gemeinden
erlaubt, direkt mit ihren Bewohnern zu kommunizieren
– eine Art digitale Gemeindezeitung. Rund 140 Gemeinden sind schon mit an Bord.
BDI zieht neuen Groß­
auftrag an Land
Der Spezialanlagenbauer BDI
(BioEnergy International AG)
mit Sitz in Grambach hat
einen Großauftrag aus Großbritannien an Land gezogen:
Das Auftragsvolumen beläuft
sich auf rund elf Millionen
Euro. Damit setzt der langjährige Kunde ein weiteres
Mal auf Know-how aus der
Steiermark.
Entwarnung bei
kleinen Skigebieten
Foto: NikonSteff - Fotolia
Der neuerliche Wintereinbruch lässt Betreiber kleinerer Skigebiete aufatmen.
Damit scheinen die wirtschaftlich wichtigen drei
Semesterferienwochen gesichert. Die Buchungslage in
den steirischen Skigebieten
ist generell gut, die Betreiber
sind optimistisch.
Die Skigebiete rüsten sich für
die Semesterferien.
Millioneninvest für die
Auf dem Areal der ehemaligen Schule Rosenhof wird
bis Herbst um zwei Millionen Euro das neue TalentCenter der WKO errichtet.
Es wird eine Talente-Schmiede, die
im wahrsten Sinne des Wortes alle
Stückln spielt: 28 Teststationen, EDV-Raum, Präsentations- sowie Organisationsbereiche, eine
Indoor-Kletterwand
und sogar ein Freiparcours werden bis
Herbst am WKOGelände
realisiert.
Kostenpunkt:
stolze
zwei Millionen Euro.
„Gut investiertes Geld“, sind
sich WKO-Steiermark-Präsident
Josef Herk, Direktor Karl-Heinz
Dernoscheg und WIFI-Chef Peter
Hochegger einig. Denn: „Die Jugend ist unser wertvollster Rohstoff.“ Ein Rohstoff, der allerdings
immer knapper wird. „Die Zahl der
15-Jährigen nimmt innerhalb von
nur 15 Jahren um 20 Prozent ab.
Wir können es uns nicht leisten,
diese Ressource zu vergeuden“,
spricht Herk deutliche Worte.
Doch derzeit sei das leider der Fall.
Mehr als jeder vierte AHS-Schüler
bricht die Oberstufe ab oder wechselt zumindest den Schultyp. Bei
den BMS sind es 49,9 Prozent –
Hauptgrund dafür ist, dass viele
Jugendliche das neunte Schuljahr nicht im
Polytechnikum, sondern
in einer Fachschule absolvieren – und bei den BHS sind es
34 Prozent. Oft sind mangelnde
oder fehlende Beratung an diesem
späten Erwachen schuld. „Das
kostet jungen Menschen nicht nur
Wirtschaft als Bildungspartner
Die WKO deckt gemeinsam
mit den Betrieben einen
essentiellen Teil der Ausund Weiterbildung im
Land ab. 16.737 Lehrlinge
sind der beste Beweis.
Wirtschaft und Bildung sind eng
miteinander verschränkt – enger
vielleicht, als dem Gros der Bevölkerung bewusst ist. So zählte
alleine das WIFI Steiermark im
Vorjahr 40.000 Ausbildungshungrige, während an der FH Campus
02 knapp 1.200 Studierende ihre
hochschulische
Qualifizierung
erhielten. Gleichzeitig waren im
Vorjahr 16.737 Jugendliche in
einem der über 4.300 steirischen
Ausbildungsbetriebe in Lehre,
41 Prozent davon forcieren ihre
Karriere mittels dualer Ausbildung. Doch auch „Späterberufene“
nutzen diesen Weg: So haben sich
2014 485 Maturanten für eine
Lehrausbildung entschieden.
Stichwort entscheiden: Das müssen die Anfänger gut, denn insgesamt stehen in der Steiermark 152
verschiedene Berufe zur Auswahl
– ein Blick auf die Lehrlingsstatistik verrät die Trends: Spannend
ist, dass die Metalltechnik unter
den Top Ten bei Jungen wie
Mädchen zu finden ist – und hat
es so mit 2.365 Auszubildenden
zum beliebtesten Lehrberuf 2014
geschafft. Das Ranking bei den
jungen Damen führt jedoch nach
wie vor die Einzelhandelskauffrau
vor Friseurin und Bürokauffrau an.
Bei den Jungs hält der Metalltechniker vor dem Elektro- und dem
Kraftfahrzeugtechniker die Spitze.
Nr. 5 · 6. Februar 2015
Steirische Wirtschaft
· Steiermark · 7
„Ziel des Talent-Centers ist es, der
Jugend, den Eltern und den Unternehmen
eine qualifizierte Entscheidungsgrundlage
für den Berufswahlprozess zu bieten.“
WIFI-Chef Peter Hochegger
Foto: Wifi
steirische Jugend
Symbolischer
„Spatenstich“:
Die WKOFührungsriege
enthüllt ge­
meinsam mit
Lehrlingen die
Bautafel.
Fotos: Fischer (1), FritzPress (1), kk
wichtige Ausbildungsjahre, sondern ist vor
allem eines: demotivierend.
Weil man seine Talente eben
nicht richtig einsetzen kann“, betont Herk. Eine „Verschwendung“,
die sich der Standort schon alleine
aufgrund des Mangels an Fachkräften nicht weiter leisten kann
und darf: „Durch den demografischen Wandel wird dieser sich in
den kommenden Jahren nämlich
noch weiter verstärken.“
Aus diesem Grund hat man
sich seitens der WKO zum TalentCenter entschlossen. Schulklassen sollen eingeladen werden,
mittels mehrstufiger Verfahren
ihre verborgenen Talente zu
entdecken und Eignungen zu
überprüfen. „So wird jedem
einzelnen Jugendlichen fundiert dargelegt, worin seine
individuellen Möglichkeiten
liegen“, erklären Dernoscheg
und Hochegger. Denn die große
Aufgabe liege darin, so die Initiatoren, nicht einfach nur Bildungswege darzustellen, sondern qualifizierte Orientierungshilfe für
Jugend, Eltern und Unternehmen
sowie echter Karrierebegleiter
zu sein.
Ein starkes Commitment für
diese besondere Talente-Schmiede kommt deshalb nicht nur vom
Landesschulrat, sondern in „finanzieller“ Natur auch von höchster
Regierungsseite: Das Land Steiermark und die Stadt Graz haben
ihre Unterstützung für den laufenden Betrieb zugesichert.■
Der Film zum
Spatenstich auf
wko.tv
STEIRISCHER
BILDUNGSTIPP
Seminar –
„Rhythmisches
Körperbalancing“
16. bis 17. März 2015
09.00 Uhr
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Informationen und Anmeldung:
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Seminar –
„GPS Outdoor Seminar“
20. bis 21. März 2015
18.00 Uhr
Koralpe
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„AutoCAD – Grundlagen“
23. März 2015, 09.00 Uhr
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ein.
Die Pläne sind schon fertig – zum Schulstart im Herbst werden die ersten Schüler das Talent-Center „testen“.
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Weitere Infos unter:
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Nr. 5 · 6. Februar 2015
8 · Steiermark · Steirische Wirtschaft
Interview
… mit Michaela
Steinwidder
Merkt man bei Ihnen
im Gründerservice, dass
sich immer mehr Leute
selbständig machen?
Natürlich. Wir registrieren
einen stetigen Anstieg, sowohl bei den telefonischen
als auch bei den persönlichen Beratungen. Dabei
haben unsere Gründer schon
sehr konkrete Pläne. Ein
Trend geht auch zu nebenberuflichen Gründern, die
sich ein zweites Standbein
aufbauen wollen.
Was sind die größten Herausforderungen für einen Jungunternehmer?
Wir warnen immer vor dem
zweiten und dritten Jahr.
Dann werden oft SteuerNachzahlungen fällig. Das
darf man nicht unterschätzen. Auch kaufmännisches
Wissen fehlt manchmal.
Aber ohne Businessplan und
eine Vorlaufzeit sollte man
sich nicht ins Abenteuer
Selbständigkeit stürzen.
Wann kann man eigentlich von einem erfolgreichen Jungunternehmen
sprechen?
Die Zielsetzungen sind ganz
unterschiedlich. Manche
wollen Marktführer werden,
andere wollen nur von ihrer
Arbeit leben können und ihre
Kunden glücklich machen.
Deshalb kann man schwer
sagen, was ein erfolgreiches
Unternehmen ausmacht.
Aber angesichts dessen, dass
zwei Drittel der steirischen
Jungunternehmen auch nach
fünf Jahren noch tätig sind,
glaube ich, dass sie im Allgemeinen recht erfolgreich
unterwegs sind.
Michaela Steinwidder ist Leiterin des
Gründerservice der WKO Steiermark.
Eine Gründung ist
Die Steiermark freut sich
über immer mehr Gründer. Wir haben mit einem
Jungunternehmer über
seine Motivation und
seine Hürden gesprochen.
Gerade in Zeiten steigender Arbeitslosigkeit (siehe auch Seite
10) sind positive Nachrichten aus
der Welt der Wirtschaft selten. Da
geht die aktuelle Gründerzahl für
das Jahr 2014 runter wie Öl.
Vor dieser steht nämlich ein
kräftiges Plus von 4,4 Prozent.
Exakt 3.714 Firmen (ohne Personenbetreuer) wurden im vergangenen Jahr in der grünen
Mark aufgesperrt (siehe Artikel
unten). Deutlich mehr als im
Bundesschnitt, wo die Anzahl
der neugegründeten Unternehmen praktisch gleich geblieben
ist. „Das bedeutet, dass es jeden
Tag zehn neue Unternehmer gibt.
Um das herauszufinden, haben
Angesichts der schwierigen Kon- wir Raphael Parzer getroffen. Er
junktur ist das ein sehr positives gründet gerade mit drei weiteren
und ermutigendes Zeichen. Um Gesellschaftern das Unternehdiese Entwicklung weiter zu stär- men „Sky Residence“, das Geken, müssen wir jetzt viele Finan- schäftsleuten für wenige Monate
zierungsfragen klären. Es braucht voll ausgestattete Übergangswohnungen in
zum Beispiel
und Graz
dringend einen
„Ich wollte einfach Wien
zur Verfügung
klaren Rechtswissen ob es als
rahmen beim
stellt. ZusätzvieldiskutierUnternehmer funk- lich bietet er
ten
Thema
seinen oft intioniert.“
ternationalen
Crowdfunding“, erklärt
Kunden UnterRaphael Parzer, Sky residence
stützung
an,
WKO-Steiermark-Präsidamit sie sich
dent Josef Herk. Doch wer sind die in der neuen und ungewohnten
frischgebackenen Unternehmer, Stadt besser zurechtfinden köndie dieses enorme Risiko auf sich nen.
„Ich hatte schon länger Anlanehmen? Was ist ihre Motivation
und welche Höhen und Tiefen gewohnungen, die ich vermietet
erleben sie eigentlich in den habe. Mit den Mietern war ich
ersten Monaten im Abenteuer leider oft unzufrieden. Und da
wollte ich es einfach wissen. ImSelbständigkeit?
Zahl der Jungunternehmer steigt
4,4 Prozent mehr Unternehmensgründungen sind
ein deutliches Zeichen für
den Wirtschaftsstandort
Steiermark.
Der genaue Blick in die Gründerstatistik gibt wieder Grund zu Optimismus. 3.714 Neugründungen
– und da sind die Personenbetreuer noch nicht einbezogen – zeigen,
dass immer mehr Steirer den Weg
in die Selbständigkeit wagen.
Absoluter Spitzenreiter unter
den Branchen sind dabei die
gewerblichen Dienstleister. Jede
dritte Gründung (34,8 Prozent)
fiel 2014 in diesen vielfältigen
Bereich. Weiters beliebt sind
die Branchen Unternehmensberatung und Informationstechnologie (5,9 Prozent), Werbung und
Marktkommunikation (4,3 Prozent), Direktvertrieb (3,9 Prozent)
sowie Versand-, Internet- und
allgemeiner Handel (3,3 Prozent).
Spannend ist auch, dass die
Gründer immer älter werden. 39,4
Jahre sind die „Jungunternehmer“
heute im Schnitt alt. Vor zehn
Jahren lag das Durchschnittsalter
bei 36,3 Jahren. Außerdem wird
die Unternehmerschaft immer
weiblicher. Der Frauenanteil ist
erneut um 0,3 Prozentpunkte
gestiegen und liegt bei insgesamt 44,2 Prozent. Das ist neuer
Rekord. Die Gründe, warum man
ein Unternehmen überhaupt ins
Leben ruft, sind so vielfältig wie
die Persönlichkeiten der Gründer.
64 Prozent erhoffen sich aber
eine flexiblere Lebensgestaltung.
58,2 Prozent wollten einfach ihr
eigener Chef sein und für mehr
als die Hälfte, nämlich 53 Prozent,
war die Selbständigkeit immer
schon ein Lebenstraum. Nur zehn
Prozent fühlen sich in die Selbständigkeit gedrängt. ■
Unternehmensneugründungen in der Steiermark
Ohne selbständige Personenbetreuer
3.779
3.844
3.286
3.602
3.871
3.764
3.714
3.278
2.561
1998
Quelle: WKO
2000
2002
2004
2006
2008
2010
2012
2014
Nr. 5 · 6. Februar 2015
Steirische Wirtschaft
· Steiermark · 9
Einstellungssache
Parzer vom Gründerservice der
WKO Steiermark unterstützt. „Die
Betreuung im Gründerservice ist
erstklassig. Vor allem ist es ein
großer Türöffner, da die Berater
ganz genau wissen, wo man hin
muss. Ohne diese Hilfe hätte es
bestimmt noch länger mit der
Gründung gedauert“, ist Parzer
überzeugt.
Seine größte Herausforderung
war aber auf den ersten Blick recht
banal. „Schlaflose Nächte hat mir
die Namensfindung bereitet. Ich
habe lange mit mir gehadert, aber
schließlich habe ich den richtigen
Namen bei einer Wanderung im
Hochschwab entdeckt“, schmunzelt Raphael Parzer. Und zwar
wortwörtlich: „Am Berg habe ich
bei bestem Wetter das Wort ‚Sky‘
in einem Schneefeld entdeckt.
Und damit war klar, wie mein
Unternehmen heißen soll. Sky
Residence.“ (NEM)■
Raphael Parzer star­
tet gerade sein eige­
nes Unternehmen.
Fotos: Fischer
merhin habe ich schon öfter mit
dem Gedanken gespielt, etwas
Neues zu versuchen“, erzählt
der ehemalige Sales-Manager
bei SSI Schäfer. Eigentlich wollte
der engagierte Jungunternehmer
schon mit Jahreswechsel voll
durchstarten, doch nach einer
Euphorie im Oktober kamen erste
Rückschläge. Erst gab es Hürden
bei der Konzession. „Mir war
zum Beispiel nicht bewusst, dass
ich für meine Tätigkeit eine Gastronomie-Konzession brauche“,
bemerkt Parzer. Innerhalb eines
Monats konnte er dieses Manko
beseitigen. Dramatischer war da
schon der Ausstieg eines Partners
Ende des Jahres. Doch das Risiko
scheint sich gelohnt zu haben. „Ich
konnte schon einige Großkunden
gewinnen, die regelmäßig bei uns
buchen“, freut sich Parzer. Um
sein Unternehmen überhaupt an
die Startlinie zu bringen, wurde
Modern Business.
Modern Business Modelle im Leasing
Modern Business Modelle im Leasing
C 180 BlueTEC für effiziente 19,92 Cent/km
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gebunden an den Monatsdurchschnitt des von der Oesterreichischen Nationalbank veröffentlichten 3-Monats-Euribors; vorbehaltlich einer entsprechenden Bonitätsprüfung durch MBFSA,
Änderungen und Druckfehler; im Wartungsvertrag sind alle Wartungen gemäß Serviceheft sowie Reparaturen und Verschleißteile für 36 Monate bzw. 90.000 km gesamt (je nachdem, was
früher erreicht wird) enthalten; Details und weitere Informationen können Sie den AGBs entnehmen (www.mercedes-benz.at/leasing-agb); Angebot gültig bis 28.02.2015 bzw. bis auf Widerruf.
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Eine Marke der Daimler AG
Die neuen T-Modelle der C-Klasse und E-Klasse.
Nr. 5 · 6. Februar 2015
10 · Regionen · Steirische Wirtschaft
Regionen
Die „Steirische
Wirtschaft“ am iPad
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In Kürze
ASA übernimmt
Altpapiersammlung
Mürztal. Seit Jahresbeginn
übernimmt die ASA Abfall
Service AG die Altpapiersammlung in nunmehr 16 neu
fusionierten Großgemeinden
im Mürzverband. Jährlich
8.500 Tonnen Altpapier werden so wiederverwertet.
Graz. Seit Juli 2014 kann
man in Graz Elektro-Taxis
bestellen. Nach mehr als
1.840 Fahrten fällt die erste
Zwischenbilanz positiv aus.
„Die Fahrzeuge haben den
harten Praxistest überstanden“, erklärt Unternehmerin
Irene Wailland vom „Shuttle
Service“.
Kurioser Streit
um Weinstraße
Foto: Neumayr
Leibnitz. Bereits 2007 forderte ein slowenischer Grundbesitzer eine Ablöse für einen
Teil der südsteirischen Weinstraße auf slowenischem Territorium. Mehr als 700.000
Euro will er für das 300 Meter
lange Straßenstück haben.
Jetzt stellt er dem Land Steiermark wieder ein Ultimatum.
Wenn bis 16. Februar nicht
gezahlt wird, dann droht er das
Teilstück abzureißen.
Die Weinstraße liegt teilweise
in Slowenien.
Foto: Andrey Kiselev - Fotolia
Grazer Elektro-Taxis
bestehen Praxistest
Besonders Metallfachkräfte werden derzeit gesucht.
Der steirische Arbeitsmarkt
fröstelt auch im Jänner stark
56.290 Menschen oder
10,5 Prozent suchen derzeit in der Steiermark
Arbeit. Auch das Stellenangebot ist rückläufig.
Die Zahl der Arbeitslosen im Land
steigt weiter stark an. 56.290
Menschen sind derzeit in der
Steiermark ohne Job. Das macht
ein Plus von 6,1 Prozent. Wenn
man die 1.082 Personen, die
heuer weniger in Schulung sind,
abzieht, bleibt immer noch ein
Plus von 3,4 Prozent. „Wir haben
weiterhin keinerlei Hinweise auf
eine Verbesserung der Situation.
Leider war auch im Jänner das
Stellenangebot rückläufig“, warnt
AMS-Landesgeschäftsführer
Karl-Heinz Snobe.
Bedarf an zusätzlichen Fachkräften in ganz speziellen Bereichen
gibt es trotzdem. „Es gibt wieder
ein leichtes Plus bei den Stellenangeboten im Produktionsbereich. Besonders Metallfachkräfte
werden stark nachgefragt“, so
Snobe. Im Gegenzug scheint der
Arbeitsmarkt im Dienstleistungsbereich regelrecht einzubrechen.
Zehn Prozent mehr Arbeitslose
und deutlich weniger offene Stellen verschäften hier die Situation.
Im Bundesländervergleich liegt
die Steiermark im Mittelfeld. Österreichweit stieg die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr
um 9,8 Prozent. Ausreißer nach
oben ist Wien mit einem Plus von
19,1 Prozent. Dass vor allem die
Städte vom Anstieg der Arbeitslosigkeit betroffen sind, zeigt auch
der Vergleich der steirischen Regionen. Denn hier ist Graz (+11,7
Prozent) der Verlierer, während in
Feldbach, Weiz und Gleisdorf die
Arbeitslosigkeit sogar gesunken
ist (siehe rechts). ■
Arbeitslosigkeit nach Regionen
▼ Feldbach
3.326
▼ Weiz
1.583
▼ Gleisdorf
1.473
▲ Murau
1.237
▲ Deutschlandsberg
2.772
▲ Knittelfeld
1.163
▲ Bruck/Mur
2.470
▲ Fürstenfeld
1.144
▲ Mürzzuschlag
1.240
▲ Hartberg
3.373
▲ Liezen
2.033
▲ Mureck
1.228
▲ Gröbming
760
▲ Leoben
2.329
▲ Leibnitz
4.936
▲ Voitsberg
2.423
▲ Judenburg
1.936
▲ Graz
20.864
Bestand vorgemerkter Arbeitsloser
Nr. 5 · 6. Februar 2015
Steirische Wirtschaft
· 11
Foto: Parktherme Bad Radkersburg
Joanneum Research entwickelt Naturkosmetik
Südoststeiermark. Im Auftrag der Parktherme Radkersburg
entwickelte Joanneum Research
eine neue Naturkosmetiklinie aus
Thermalwasser und Holundersamenöl. Eingesetzt werden bei
„Styria Sambucus“ ausschließlich
pflanzliche Inhaltsstoffe.
Landeswappen für Traditionstischler
Feldbach. Seit über 100 Jahren ist
das Familienunternehmen Knaus
als Tischlerei dem Rohstoff Holz
verbunden. Jetzt wurde die Traditionsfirma mit dem Landeswappen ausgezeichnet. „Ich möchte
den Beitrag, den guten Ruf der
Steiermark als Wirtschaftsstand-
ort zu stärken, und die vorbildliche
Mitarbeiterkultur hervorheben“,
erklärte Landeshauptmann Franz
Voves bei der Verleihung. Auch
das Engagement in der Gemeinde
zeichnet die Familie Knaus aus.
So wurde die Orgel der Feldbacher
Kirche mitfinanziert.■
Den Schülern
wird das Thema „Industrie“
nähergebracht.
Regionale Technik in der Schule
Leoben.
Voestalpine Metal
Engineering, Böhler Edelstahl
und das Regionalmanagement
Obersteiermark bringen regionale Technik in die Schule. In 30
Unterrichtseinheiten werden das
Thema „Industrie“ und die damit
verbundene Wertschöpfungskette
Die Tischlerei
Knaus darf nun
das Landeswappen führen.
erarbeitet. In einer ersten Projektphase profitieren Schüler aus den
neuen Mittelschulen in Leoben
und Kapfenberg vom praxisnahen
Unterricht. „Mit diesem Projekt
wollen wir die Chancen in der
Region aufzeigen“, sagt Regionalmanager Jochen Werderitsch. ■
Gewerblicher Dienstleister der Woche
Ratgeber der Fachgruppe der gewerblichen Dienstleister Steiermark
Unsere Dienstleistungen:
• Ehe- und Partnerschaftstreue (Nachweis der Eheverfehlung)
• Krankenstandüberprüfung (Schwarzarbeit und Vortäuschung von
• Krankheit)
• Kontrolle des Umgangs von Jugendlichen
• Beschaffung von Beweismitteln für Zivil- und Strafprozesse
• Aufklären von Heiratsschwindel
• Fürsorge- und Unterhaltsstreitigkeiten
• uvm.
& Partner KG – Berufsdetektive und Sicherheitsunwww.walisch.at
ternehmen wurde 1999 in
Kärnten und 2009 in der
Steiermark gegründet.
‣‣Zu den Leistungen des
Unternehmens
zählen
Beweisbeschaffung, Beobachtung, Ermittlungen
und Sicherheitsdienst.
‣‣Walisch & Partner bietet
seine Services Unternehmen wie Privatpersonen
an.
‣‣Alle weiteren Informationen gibt es unter www.
walisch.at sowie unter Tel.
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Berufsdetektive und Sicherheitsunternehmen
Kärntnerstraße 501
8054 Graz
Telefon: +43 (0) 316 282 600
Mobil: +43 (0) 664 511 5050
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10
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Hauptmann-Hermann-Platz 4
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Telefon: +43 (0) 463 511 555
Mobil: +43 (0) 664 511 5050
Email: office@walisch.at
Herr Handstanger, was sind
für Unternehmer typische
Aufträge, in denen Sie tätig
werden?
Handstanger: Hauptsächlich sind
das Krankenstandsmissbrauch,
Pfusch, das Auffinden von Schuldnern, Recherchen bei Diebstahl,
Betrug und Unterschlagung.
Warum wenden sich immer
mehr Unternehmen an die Services von Detektiven?
Handstanger: Die
Betriebe nehmen
detektivische
Hilfe in Anspruch, um wirt-
Was fasziniert und motiviert
Sie an Ihrer Tätigkeit?
Handstanger: Mich fasziniert die
Vielfalt der Aufgaben – mich motiviert das Ziel, jeden Auftrag zur
Zufriedenheit der Auftraggeber
zu erledigen. Kraft für den Job
hole ich mir in der Familie, bei
Hobbys in der
Natur und im
Sport.
Andreas Herz, Obmann Gewerbliche Dienstleister: „Eine
Interessenvertretung
kann
nur so stark sein wie das
Votum, das sie von ihren Mitgliedern bekommt. Darum appelliere ich an alle Unternehmer, von ihrem Stimmrecht
Gebrauch zu machen.“
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Entgeltliche Einschaltung
Mit viel Spürsinn im
Einsatz für Betriebe
‣‣Das Unternehmen Walisch
schaftlichen Schäden vorzubeugen
bzw. um größere zu verhindern.
Fotos: Fischer; Morgenstern
Berufsdetektive - Sicherheitsunternehmen
Namhafte Anwaltskanzleien, Unternehmen und Privatpersonen haben im
Laufe unseres langjährigen Bestehens das umfassende Service unseres
Unternehmens in Anspruch genommen.
Friedrich Handstanger ist
Betrügern auf der Spur.
Sein Service ist eine
wichtige Dienstleistung
für Firmenchefs.
Foto: Afrika Studio - Fotolia
Walisch & Partner
Nr. 5 · 6. Februar 2015
12 · Regionen · Steirische Wirtschaft
Schuhhaus Aigner
feiert 225 Jahre
Herbert Aigner feiert sein
Traditionsunternehmen.
Foto: flyingcowboy - Fotolia
Mürztal-Mariazell.
Ein
225. Geburtstag ist kein alltäglicher Festtag für ein Unternehmen. Einen solchen
Ehrentag beging das Schuhhaus Aigner in Mitterdorf.
„Man kann gar nicht genau
sagen, wie weit das Schusterhandwerk unserer Familie
zurückgeht. Aber erstmals dokumentiert wurde es 1790 in
der Pfarre Krieglach“, berichtet Herbert Aigner bei einem
Besuch von WKO-SteiermarkPräsident Josef Herk. Er führt
das Unternehmen bereits in
der siebenten Generation.■
Impressum
In Kindberg werden künftig auch Teile für Privatjets gebaut.
Luftfahrtzulieferer Hilitech bringt
60 neue Arbeitsplätze ins Land
Bruck-Mürzzuschlag. Der niederösterreichische Luftfahrtzulieferer Hilitech will sich im neuen
Kindberger Ortsteil Mürzhofen
ansiedeln. Hergestellt werden sollen Leichtbau-Komponenten für
Business- und Privatjets.
Die Produktion soll in zwei
Jahren starten. Bis 2020 wird der
Endausbau angepeilt. Bis dahin
soll das Werk eine Fläche von
3.000 Quadratmetern umfassen.
Rund 60 Mitarbeiter sollen bei
Hilitech Arbeit finden. Das Unternehmen beschäftigt sich in erster
Linie mit der Entwicklung von
Leichtbau-Teilen für die verschiedensten Einsatzbereiche in Innenkabinen von Flugzeugen. In Kindberg sollen dabei 3D-verformte
Komponenten und Elemente mit
integrierten Inserts (Einlegeteile
und Verbindungsstücke) hergestellt werden.■
Medieninhaber, Herausgeber
(Verleger) und Produzent:
Wirtschaftskammer Steiermark,
8021 Graz, Körblergasse 111–113,
Tel. 0316/601-657, Fax DW 308.
Offenlegung: wko.at/stmk/offenlegung
Chefredakteur Mag. Mario L
­ ugger
Redaktion: Mag. Karin Sattler; redaktionelle Mitarbeiter der
WKO|Inhouse GmbH: Veronika
Pranger, Bakk. phil., Mag. (FH)
Michael Neumayr, Klaus ­Krainer.
Kontakt: redak­tion.stwi@wkstmk.at
Anzeigenverwaltung: TRICOM
OG, Körösistraße 9, A-8010 Graz,
Mobil: 0664 / 467 10 12, www.
tricom.at
Druck: Druck Styria, Graz
Fotos ohne Autorenhinweis stammen aus unserem Archiv. Die in
mit „Entgeltliche Einschaltung“
gekennzeichneten Artikeln vertretene Meinung muss nicht mit jener
der Wirtschaftskammer Steiermark übereinstimmen. Die inhaltliche Verantwortung selbiger liegt
beim jeweiligen Auftraggeber.
Verbreitete Auflage Inland (1. Hj. 2014):
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Nr. 5 · 6. Februar 2015
Steirische Wirtschaft
Service
· Service · 13
Muss ich den Wunsch meiner
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im Unternehmen: 0316/601-601
Sonja
Taferner
Barrieren zwischen den Menschen
Werden Behinderte diskriminiert, dann ist ein
Schlichtungsverfahren vor
dem Gang zu Gericht verpflichtend vorgesehen.
Die Schlichtungsreferenten des
Sozialministeriumservice
sind
eine Art „Feuerwehr“. Sie bemühen sich, den Streit gütlich beizulegen, wobei eine Einigung selbst
nur zwischen den Schlichtungsparteien einvernehmlich erfolgen
kann.
Ingrid Kuster, Expertin im
WKO-Rechtsservice,
verweist
auch auf die Möglichkeit der Mediation, „die als alternatives Konfliktlösungsinstrument kostenfrei
in Anspruch genommen werden
kann“. Kuster rät vor allem dann
dazu, „wenn Menschen mit Behinderung in aufrechten Dienstverhältnissen (auch in der Schule)
oder bei umstrittenen Kündigungen gemobbt oder diskriminiert
werden“. Aber auch dann, ergänzt
Kuster, „wenn der Zugang zu
wichtigen öffentlichen Einrichtungen aufgrund von Barrieren
nicht möglich ist“. Das Schlichtungsverfahren kann mit der
Einigung zwischen den Schlichtungsbeteiligten enden oder mit
der Ausstellung einer Bestätigung an den Antragsteller, dass
keine gütliche Einigung erzielt
werden konnte. Erst dann sollten
Gerichte eingeschaltet werden.
Die Kosten für die Mediation und
eine allfällige Beiziehung von
Sachverständigen, Dolmetschern
sowie sonstigen Fachleuten (Achtung: keine Rechtsanwaltskosten)
trägt der Bund.
Förderung ausgelaufen
Kaum noch Förderungen gibt
es künftig für die behindertengerechte Adaptierung für Unternehmen, gemeinnützige Einrichtungen und Einrichtungen
gesetzlich anerkannter Kirchen
oder Religionsgemeinschaften,
die bis dato mit staatlicher Unterstützung rechnen konnten. Der
Topf ist laut Ministerium ziemlich
geleert. Die Verpflichtung bleibt
aber – auch für andere Geschäfte,
Ämter etc. – Menschen mit Behin-
Vor dem Gang zum Kadi die Schlichtungsstelle anrufen. Foto: Marco2811 - Fotolia
derung den Zugang barrierefrei zu
gewährleisten. Wichtig ist, dass
alle Maßnahmen – ob Rampe, Lift
oder Leitsysteme für Blinde oder
Sehbehinderte – den Normen,
insbesondere der ÖNORM B 1600,
entsprechen müssen. ■
Weitere Infos
Die Experten helfen: Tel.
0316/601-601, E-Mail
rechtsservice@wkstmk.at/
stmk/rs
Steuerkalender Februar 2015
Fälligkeitstag
16.*
2. 3.*
Steuerart
3 % Kommunalsteuer
Grundsteuer (die Grundsteuer wird jedoch am 15. Mai
mit dem Jahresbetrag fällig, wenn dieser 75 Euro nicht
übersteigt)
Zahlung der Umsatzsteuer für den Voranmeldungszeitraum
Werbeabgabe, Normverbrauchsabgabe
Kraftfahrzeugsteuer, Kammerumlage (KU 1 - 0,30 %)
Lohnsteuer
4,5 %iger Dienstgeberbeitrag zum Ausgleichsfonds für
Familienbeihilfen
0,39 %iger Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag („DZ“)
Körperschaftsteuer, Einkommensteuer
Altlastenbeitrag
Zusammenfassende Meldung für innergemeinschaft­
liche Warenlieferungen und Dienstleistungen
für Jänner
Zahlstelle
Gemeinde
* Für Abgaben, die an einem Samstag,
Sonntag oder gesetzlichen Feiertag fällig
werden, gilt als Fälligkeitstag der nächste
Werktag.
Vierteljahreszahlung
-"-
Wird eine Abgabe nicht spätes­tens am Fälligkeitstag entrichtet, fällt automatisch ein
ers­ter Säumniszuschlag in Höhe von zwei
Prozent des nicht zeitgerecht entrichteten
Betrages an. Die Verpflichtung zur Zahlung
eines Säumnis­zuschlages entsteht dann
nicht, soweit die Säumnis nicht mehr als
fünf Tage beträgt und der Steuerpflichtige
innerhalb der letzten sechs Monate alle
Steuerschuldig­keiten zeitgerecht entrichtet hat bzw. wenn der Säumniszuschlag
im Einzelfall den Betrag von 50 Euro nicht
erreichen würde. Für die Landes- und
Gemeindeabga­ben besteht laut der Steiermärkischen Landesabgabenordnung
insofern eine Sonderregelung bezüglich
des Säumniszuschlages, als demnach von
dessen Festsetzung abzusehen ist, wenn
die hiefür maßgebliche Bemessungsgrundlage 73 Euro nicht erreicht.
Dezember bzw. Vierteljahreszahlung
für Dezember
Vierteljahreszahlung
für Jänner
Finanzamt
-"-"-"-
für Jänner
-"-
für Jänner
Vierteljahresvorauszahlung
Vierteljahreszahlung
bei monatlicher Meldung
für Jänner
-"-"Zollamt
Finanzamt
Nr. 5 · 6. Februar 2015
14 · Service · Steirische Wirtschaft
Rat & Tat: Praxistipps für Unternehmen
Meine Mitarbeiterin ist
schwanger, was muss ich
jetzt beachten?
Dazu Andreas Müller: Sobald eine Mitarbeiterin ihre
Schwangerschaft
mitteilt,
gelten für die Mutti in spe
Beschäftigungsbeschränkungen, die über die allgemeinen
Beschränkungen des Arbeitnehmerinnenschutzgesetzes
hinausgehen. Wichtig: Der
Dienstgeber muss das Arbeitsinspektorat unverzüglich über die Schwangerschaft informieren. Werdende
Mütter dürfen generell keinesfalls mehr schwere körperliche Arbeiten verrichten
oder Jobs erledigen, die ihnen
oder ihren Babys schaden
könnten. Zum Beispiel das
Heben und Bewegen schwerer Lasten oder der Umgang
mit
gesundheitsgefährlichern Stoffen, gesundheitsgefährdenden Strahlen.
Untersagt sind auch Überstunden und Nachtarbeit.
Acht Wochen vor und acht
Wochen nach der Geburt
dürfen Mütter generell nicht
beschäftigt werden. Über die
Achtwochenfrist hinaus darf
eine werdende Mutter auch
dann nicht beschäftigt werden, wenn nach einem von
ihr vorgelegten Zeugnis eines
Arbeitsinspektionsoder
Amtsarztes das Leben oder
die Gesundheit von Mutter
oder Kind bei Fortdauer
der Beschäftigung gefährdet
wären.
Weitere Infos
Andreas Müller
WKO-Rechtsservice
Tel. 0316/601-601
Wenn die Küche zum
Seit Jahresbeginn ist es
für Unternehmer einfacher, Arbeitsaufzeichnungen zu führen. Über
welche Erleichterungen
dürfen sich Chefs freuen?
Ein Beispiel: Die Möglichkeit,
Aufzeichnungen ausschließlich
über die Dauer der Tagesarbeitszeit zu führen (Saldenaufzeichnung), war bisher an die Voraussetzung gebunden, dass Mitarbeiter überwiegend außerhalb ihrer
Arbeitsstätte im Einsatz standen
und über Zeit und Ort selbst bestimmen konnten.
Die verpflichtende Notwendigkeit der „überwiegenden Tätigkeit
außerhalb der Arbeitsstätte“ ist
jetzt weggefallen, die Saldenaufzeichnung gilt künftig auch für
Mitarbeiter, die überwiegend in
ihrer Wohnung tätig sind (Telearbeitsplatz), auch wenn sie nicht
weitgehend selbst über Arbeitszeit
und Arbeitsort bestimmen können.
Karin Loh, Expertin im Rechtsservice: „Saldenaufzeichnungen sind
für alle anderen Mitarbeiter, die
nicht von zu Hause aus arbeiten,
nur dann zulässig, wenn sie die
Lage ihrer Arbeitszeit und ihren Arbeitsort selbst bestimmen können.
So sind Saldenaufzeichnungen z. B.
nur für Konsulenten oder Vertreter
sinnvoll, weil nur die Tagesarbeitszeiten (z. B. Montag, 8 Stunden)
erfasst werden müssen. Der Entfall
der Aufzeichnungspflicht für die
Ruhepausen wird ausgedehnt. Loh:
„Jetzt können auch Betriebe ohne
Betriebsrat schriftliche Einzelvereinbarungen mit Mitarbeitern
treffen, in denen Beginn und Ende
der Ruhepause festgelegt werden.
Alternativ wird es ihnen überlassen, innerhalb eines festgelegten
Zeitraumes Ruhepausen zu konsumieren. Von dieser Vereinbarung
darf nicht abgewichen werden.“
Arbeitszeit sowie Mehr- oder Überstunden) von dieser fixen Arbeitszeiteinteilung. Loh: „Dabei sind
auch Störungen der Wochenendruhe, der Wochenruhe, der Feiertagsruhe und Ersatzruhe als laufend
aufzuzeichnende Abweichungen
anzusehen.“ Die Mitarbeiter haben
in Zukunft einen Rechtsanspruch
auf (kostenfreie) Übermittlung
ihrer Arbeitszeitaufzeichnungen
durch den Arbeitgeber.
Dieses Verlangen kann einmal
monatlich gestellt werden. Loh:
„Verweigert der Arbeitgeber die
Übermittlung der Arbeitszeitaufzeichnungen, werden die Verfallsfristen gehemmt.“
Weiters entfällt künftig für
den Arbeitgeber die Verpflichtung,
das Arbeitsinspektorat von der
Einführung der durchlaufenden,
mehrschichtigen
Arbeitsweise
oder Nachtschwerarbeit zu informieren und ihm Regelungen über
Kurzpausen zu übermitteln. ■
Fixe Arbeitszeit und
Erleichterungen
Bei Arbeitnehmern mit fixer
Arbeitszeiteinteilung muss die
Arbeitszeit künftig nicht mehr laufend aufgezeichnet werden. Nur
die Einhaltung der schriftlich
festgelegten fixen Arbeitszeiteinteilung ist vom Arbeitgeber zu bestätigen. Loh: „Und zwar am Ende
jeder Entgeltfortzahlungsperiode
(in der Regel am Ende des Monats),
sowie auf Verlangen des Arbeitsinspektors.“ Laufend aufzuzeichnen
sind ausschließlich Abweichungen
(z.B. die Änderung der Lage der
Kompetente Hilfe
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wkstmk.at, www.wko.at/
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Eine Veranstaltung zeigt: Marketing
ohne großes Budget ist keine Vision
Ohne Werbung ist kein Unternehmen erfolgreich. Aber was tun,
wenn am Konto gähnende Leere
herrscht? Das wahre Geheimnis erfolgreichen Marketings ist
nicht das Geld, sondern die Kunst,
den Menschen im Käufer zu erreichen. Wie das geht, das zeigt die
Veranstaltung „Marketing ohne
Budget“. Die Termine steiermarkweit, jeweils von 14 bis 17
Uhr: Hartberg, 4. März; Leibnitz,
5. März; Graz, 11. März; Weiz,
12. März; Deutschlandsberg, 18.
März; Ennstal, 19. März; Südost-
Betrüger wieder im
Netz unterwegs
steiermark, 23. März; Leoben, 24.
März. Diese Veranstaltung von
„AmPuls 0–3“ ist kostenlos. Anmeldung unbedingt erforderlich
unter gs@wkstmk.at■
Foto: pathdoc - Fotolia
Babyalarm im
Unternehmen
Gibt es Marketing zum Nulltarif?
Nachrichten mit folgendem
Inhalt sollten schnell entsorgt werden: „Guten Tag,
ich bin Frau Rose Butler
vom privaten Kreditvergabe-Unternehmen YesGrowth
Loans®. Wir bieten alle Arten
von Darlehen zu drei Prozent
Zinsen. Bitte kontaktieren
Sie uns und geben Sie uns
bekannt: Name, Geschlecht,
Land, Adresse, Darlehensbetrag, Dauer, Telefon.“ Hinter
der Botschaft verbergen sich
Absender, die nichts Gutes im
Schilde führen.
Nr. 5 · 6. Februar 2015
Steirische Wirtschaft
Im WKO-Service­team für Sie da:
Andrea Schinnerl
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Arbeitsplatz wird
Auf der Suche nach
einem Nachfolger
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Teleworking wird immer attraktiver. Jetzt entspricht auch das Gesetz dem neuen Trend zur „Hausarbeit“.
Schonfrist für Jungunternehmer
In den ersten drei Jahren genießen Gründer
„Beitragsschonung“. Was
kommt da finanziell auf
die Jungunternehmer zu?
Pensionsversicherung (PV): 1., 2.
und 3. Kalenderjahr: PV-Beitrag vorläufig 99,49 Euro monatlich. Liegen
die versicherungspflichtigen Einkünfte über 537,78 Euro monatlich,
kommt es zu einer Nachbelastung
in Höhe der Differenz von 18,50
Prozent der versicherungspflich-
tigen Einkünfte (maximal Höchstbeitragsgrundlage von 5.425 Euro
abzüglich der vorläufig bezahlten
Beiträge). Der Nachzahlungsbetrag
kann somit bis zu 904,14 Euro monatlich betragen.
Krankenversicherung (KV): 1., 2.
und (auch im) 3. Kalenderjahr: Fixbetrag von 41,14 Euro monatlich,
der auch bei höheren Einkünften
nicht nachbemessen wird. Liegen
die versicherungspflichtigen Einkünfte über 537,78 Euro monatlich,
dann kommt es zu einer Nachbelastung in Höhe der Differenz von 7,65
Prozent der versicherungspflichtigen Einkünfte (maximal Höchstbeitragsgrundlage von 5.425 Euro
abzüglich der vorläufig bezahlten
Beiträge). Der Nachzahlungsbetrag
kann somit bis zu 373,88 Euro monatlich betragen.
Ab dem 4. Kalenderjahr: Die vorläufigen Mindestbeiträge steigen
in der KV auf 55,39 Euro und in der
PV auf 130,71 Euro monatlich. Der
SV-Beitrag beträgt mindestens
11,08 Euro monatlich. Alle Infos
dazu finden Sie online: http://tinyurl.com/m6j6h4c.■
· Service · 15
Ich möchte mein Unternehmen übergeben, habe
aber keinen Nachfolger
in der Familie. Ich habe
von „Follow me“ gehört.
Was ist das?
Dazu Katrin Kuss: Nach oftmals jahrzehntelanger Aufbauarbeit gehört die Regelung der Unternehmensnachfolge zu den schwierigsten
Aufgaben eines Unternehmers. Eine erfolgreiche und
bestandssichere Übergabe an
einen geeigneten Nachfolger
soll den gelungenen Abschluss der Selbständigkeit
darstellen und einen erfolgreichen Weg vollenden.
Mit der steirischen Betriebsnachfolge-Initiative
„Follow me“ werden Übergeber anonym, diskret und
vertraulich bei der Suche, der
Auswahl sowie der Ansprache
von potentiellen Nachfolgern
unterstützt. Wir helfen bei
der Erstellung eines persönlichen
Nachfolgeangebots
unter www.nachfolgeboerse.
at, und bringen Angebot und
Nachfrage zusammen.
Es ist unbedingt notwendig,
rechtzeitig mit den Vorbereitungen zu beginnen, da für
eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge viel Planung
und meist auch die Unterstützung externer Experten
notwendig ist. Follow me ist
natürlich auch die Plattform
für die Suche nach Unternehmen zur Übernahme für
Unternehmer in spe.
Weitere Infos
Katrin Kuss
WKO-Wirtschaftsservice
Tel. 0316/601-601
Nr. 5 · 6. Februar 2015
16 · Steirische Wirtschaft
Österreich
Eine flächendeckende Lkw-Maut, wie von den Bundesländern ins Spiel gebracht, wäre nicht nur standortschädlich, sondern auch eine teure Massensteuer. Das
belegt eine von der WKO in Auftrag gegebene Studie.
Geht es nach den Plänen der
Landesverkehrsreferenten, so soll
schon im Frühjahr das grüne
Licht für die Einführung einer
Lkw-Maut (für Kfz über 3,5t) auf
dem sogenannten niederrangigen
Straßennetz – also Landes- und
Gemeindestraßen – kommen. Dies
wäre ein gravierender Einschnitt
für Verkehrswirtschaft, Gewerbe,
Industrie und Handel vor allem
in den ländlichen und strukturschwachen Regionen.
Wie die Studie von Professor
Sebastian Kummer (Institut für
Transportwirtschaft und Logistik,
WU Wien) belegt, wären Betriebe mit starkem Regionalverkehr
Foto: MAN Truck & Bus AG
Neue Maut
schadet den
Betrieben
massiv betroffen, die Kosten für
die Einhebung einer solchen Maut
wären hoch, auch der Konsument
würde dafür zur Kasse gebeten.
Wettbewerbsnachteil
„Eine solche Maut wäre ein
grober Wettbewerbsnachteil für
unsere Betriebe, würde den Wirtschaftsstandort Österreich insgesamt und die ländlichen Regionen
im Besonderen schädigen und
käme am Ende des Tages Frau und
Herrn Österreicher teuer zu ste-
hen“, betont WirtschaftskammerPräsident Christoph Leitl. „Eine
solche Zusatzbelastung können
und wollen wir uns nicht leisten.“
Auch Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport
und Verkehr, kann einer flächendeckenden Lkw-Maut nichts abgewinnen: „Das wäre nichts anderes
als ein Versuch, Budgetlöcher in
den Bundesländern zu stopfen
– eine reine Geldbeschaffungsaktion und keine sinnvolle verkehrspolitische Maßnahme mit
Weitsicht.“■
Studienergebnisse
Schwächung des Wirtschaftsstandortes droht
‣‣Binnenkonjunktur und Wirtschaftswachstum ‣‣Unternehmen, die im Wettbewerb zu auswürden geschwächt, der Standort verlöre
an Attraktivität. Denn die Maut würde heimische Unternehmen treffen – ausländische
hingegen kaum.
‣‣Der österreichische Konsument wäre stark
betroffen. Die Studie geht von einer finanziellen Mehrbelastung von rund 63 bis 77 Euro
pro Kopf und Jahr aus.
‣‣Eine flächendeckende Lkw-Maut würde vor
allem abgelegene und strukturschwache Regionen treffen.
ländischen Betrieben stehen, würden mit
einer relativen Verschlechterung der Wettbewerbssituation konfrontiert.
‣‣Mikrowellentechnologie ist zur Bemautung
der (Gesamt-)Fläche nicht tauglich. Weder
die Ablösung durch Satellitentechnologie
noch ein Parallelbetrieb von zwei Systemen
können in irgendeiner Form wirtschaftlich
sinnvoll sein.
‣‣Die Einführung einer flächendeckenden
Maut mit Hilfe von Satellitentechnologie
erfordert Investitionen von mindestens 350
Millionen Euro.
‣‣Wesentliche Teile der potentiellen Mauteinnahmen würden durch hohe Systemkosten
aufgezehrt. Die Einhebungskosten (also
laufende Kosten und Abschreibungen) wären
mit rund 100 Millionen Euro relativ hoch.
Geht man davon aus, dass die Mauthöhe
auf den Landesstraßen 80 Prozent der Autobahnmaut ausmachen soll, so machen die
Einhebungskosten mehr als 26 Prozent der
Bruttoeinnahmen aus.
Nr. 5 · 6. Februar 2015
Steirische Wirtschaft
· Österreich · 17
Alpenrepublik mit (zu) vielen Reformbergen
Rechnungshof-Präsident Moser
und WKÖPräsident
Leitl
O
„Österreich hat kein einnahmenseitiges Problem, sondern
zu hohe Staatsausgaben. Und es
gilt, bei der Kompetenzverteilung
zwischen Bund, Ländern und
Gemeinden anzusetzen“, betonte Rechnungshofpräsident Josef
Moser bei einer Pressekonferenz
im Haus der Wirtschaft. Österreich werde die Vorgabe – einen
strukturell ausgeglichenen Haushalt – 2016 nicht erreichen, sondern erst 2019. Insgesamt stehe
man vor der Herausforderung,
nun Maßnahmen zu setzen, um
die Ineffizienzen im System zu
bereinigen und damit Spielraum
für die Zukunft zu schaffen.
Auch was die Finanzierung
einer dringend nötigen Steuerre-
form anbelangt, sei die Situation
schwierig. Im Zeitraum 20092013 stieg die staatliche Gesamtverschuldung von 228,2 auf 262
Milliarden Euro und damit auch
die Abgabenquote von 41,1 auf
42,7 Prozent. „Klar ist, es muss
etwas geschehen, und das ausgabenseitig“, so der RH-Präsident.
WKÖ-Präsident Christoph Leitl
betonte, dass seit 2008 trotz
oftmaliger Versprechungen bei
den Sanierungspaketen drei Mal
immer neue Belastungen von
Bürgern und Unternehmen realisiert wurden. Derzeit werde
zudem über Vermögenssteuern
diskutiert – Stichwort: „Enteignungssteuer“. All das erzeuge
Verunsicherung bei den Betroffenen. Fakt sei, dass eine Entlastung
nötig wäre, um die Kaufkraft zu
stärken. Statt über neue Steuern
zu diskutieren, müsse sichergestellt werden, dass nicht der Mittelstand belastet werde. Zudem
behinderten Bürokratie- und Ver-
waltungsaufwand die Unternehmer und den Standort. „Nun
ist Zeit für mutiges Handeln, um
den Staat effizienter zu machen
und ihn einer Fitnesskur zu unterziehen“, so Leitl. Die Vorschläge
des Rechnungshofes – in Summe
978 seit 2011 – müssten endlich
umgesetzt und kein Bereich
dürfe ausgeklammert werden. Als
Handlungsbereiche identifizierte
RH-Präsident Moser u.a. den Bildungsbereich, Pflege, Gesundheit
und die Pensionen.
Darüber hinaus fehlt aufgrund
der Mängel des Rechnungs-
Foto: W
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Der Rechnungshof und
die WKÖ stellen klar: Eine
Budgetsanierung ist nur
mit umfassenden Strukturreformen erreichbar.
wesens
der Länder und
der Gemeinden die Transparenz.
Es könne nicht nach den Grundsätzen der Bilanzwahrheit und
-vollständigkeit gearbeitet werden. Die Probleme haben auch
mit einem Auseinanderfallen von
Aufgaben-, Ausgaben- und Finanzierungsverantwortung und ineffizienten Mischfinanzierungen,
überschneidenden Kompetenzen
zwischen den Bundesministerien
und Parallelstrukturen in den
Landesregierungen zu tun. ■
Entgeltliche Einschaltung
creativ salzburg Frühjahr 2015
Trends hautnah erleben
Vom 27. Februar bis 1. März 2015
öffnet die „creativ salzburg Frühjahr“ im Messezentrum Salzburg
ihre Tore. Die von Reed Exhibitions Messe Salzburg veranstaltete „Internationale Fachmesse für
Geschenkideen, Wohnaccessoires
& Lifestyleartikel“ ist die einzige
ihrer Art in Österreich. Aussteller
und Fachbesucher profitieren bei
der „creativ salzburg Frühjahr“ gleichermaßen von drei Faktoren: dem
idealen Termin, der modernen Infrastruktur im Messezentrum Salzburg
und der Vielfalt des Angebots. Der
Messetermin Ende Februar bietet
die ideale Möglichkeit für einen
kompakten Überblick über die neuesten Trends und Produkte für die
bevorstehende Frühjahrs- und Ostersaison. Darüber hinaus findet
man am 3-tägigen Branchentreffpunkt bereits die ersten Trends und
Produkte für die kommenden Winter- und Weihnachtswaren sowie
Artikel, die das ganze Jahr Saison haben.
Alpenländische Kreativität
Besonderes Schmankerl der „creativ
salzburg Frühjahr“: Souvenirs und
Kunsthandwerk aus Österreich und
dem Alpenraum haben hier einen
sehr hohen Stellenwert und bieten
eine ideale Ergänzung zum internationalen Angebot der bunten Geschenkewelt. „Die ‚creativ salzburg
Frühjahr‘ bietet auf einzigartige
Weise die Möglichkeit, die neuesten Trends und aktuellen Angebote
hautnah kennenzulernen, im wahrsten Sinn des Wortes zu ‚begreifen‘,
Kontakte zu etablierten Lieferanten
zu pflegen und neue Anbieter zu
entdecken“, ist Messeleiter Mag.
Wilfried Antlinger überzeugt. ■
Alle Details zur „creativ salzburg
Frühjahr“ finden Sie auf
www.creativsalzburg.at.
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Nr. 5 · 6. Februar 2015
Steirische Wirtschaft
Branchen
· Industrie · 19
Die „Steirische
Wirtschaft“ am iPad
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Der Apple fällt nicht weit vom Stamm
18 Milliarden Dollar Gewinn im Quartal! Apple schaffte,
was bislang selbst Gazprom nur annähernd erreichte.
Und das freut auch Steirer-Betriebe.
Von Veronika Pranger
veronika.pranger@wko.at
Steirertechnik im iPhone
Das Besondere daran: In den
smarten Alleskönnern mit dem
Apfel-Logo steckt ordentlich
Know-how aus dem
Steirerland. Genauer gesagt sind Premiumplatinen von
Leiterplattenherstel-
ler AT&S AG sowie Chips und
Sensoren der ams AG in jedem der
kleinen Hightechprodukte verbaut. Kein Wunder also, dass man
sich jetzt auch hierzulande über
diese sagenhafte Apfelwelle freut.
Ein Blick auf die brandaktuellen
steirischen Konzernbilanzen (s.
unten) zeigt, wie sehr der Verkaufshit iPhone 6 das Steirerland
beflügelt – auch wenn die direkte
Referenz auf „Apple“ natürlich
aufgrund von Verschwiegenheitsklauseln fehlt. ■
Foto: ams/Muhr
Fotos: AT&S/Schiffer; Wikimedia
Unglaubliche 18 Milliarden Dollar hat Apple im letzten Quartal
2014 verdient – so viel, wie noch
nie ein Unternehmen zuvor. Und
da müssen auch die bisherigen
Rekordhalter bei Quartalsgewin-
nen wie Gazprom mit knapp 16,24
Milliarden, Shell oder Exxon
Mobil nun klein beigeben. Gelungen ist Apple dieser Königssturz
durch den sagenhaften Run auf
das Flaggschiff iPhone 6. Satte
74,5 Millionen Stück gingen seit
der Vorstellung Anfang September über die Ladentische welt-
weit, – das sind pro Stunde 34.000
Stück, wie Tim „Apple-Kapitän“
Cook höchstselbst errechnete.
AT&S steigert Umsatz und Ergebnis
vor allem dank mobiler Endgeräte
ams AG mit Rekordwachstum im
Smartphone- und Tabletbereich
Der Leiterplatten-Hersteller AT&S
AG hat nach einer signifikanten
Ergebnissteigerung in den ersten
drei Quartalen des Geschäftsjahres 2014/15 den Ausblick für das
Gesamtjahr erhöht. Mit dafür
verantwortlich, dass der Umsatz
mit 489,4 Millionen Euro 8,5 Prozent über dem Vorjahreswert liegt
und das Konzernergebnis um 65,4
Prozent auf 50,3 Millionen erhöht
werden konnte, sei das starke dritte
Quartal, so CEO Andreas Gerstenmayer: „Auf Basis des außerge-
Die ams AG, Hersteller von
Sensor- und Analoglösungen,
verbucht für 2014 einen Konzernumsatz von 464,4 Millionen
Euro, das ist ein Plus von 23 Prozent. Das Nettoergebnis betrug
97,5 Millionen – ein Anstieg im
Vergleich zum Vorjahr um 60
Prozent und neuer Rekord. „Die
positive Geschäftsentwicklung
im erfolgreichsten Jahr der Unternehmensgeschichte beruhte
auf dem Erfolg der ConsumerLösungen von ams für Smart­
Andreas
Gerstenmeyer, CEO
Foto: AT&S AG
wöhnlich starken Weihnachtsgeschäfts mit mobilen Endgeräten
und einer kontinuierlich positiven
Entwicklung im Bereich Industrial, Automotive und Medical haben
wir eines unserer bisher besten
Quartalsergebnisse erzielt.“■
Michael
WachslerMarkowitsch, CFO
Foto: Langusch
phones und Mobilgeräte“, so das
Unternehmen. Zwei hochvolumige Produktneueinführungen
für zwei global führende Smart­
phonehersteller hätten entscheidend zum hervorragenden Umsatzwachstum beigetragen.■
Nr. 5 · 6. Februar 2015
20 · Handel/Gewerbe · Steirische Wirtschaft
Meinungen
Rudolf
Hajek
Foto: Fischer
Saisonstart für
Gärtner und Floristen
„Der Valentinstag ist ganz
klar der Startschuss ins Blumenjahr für die heimischen
Gärtner und Floristen. Besonders gerne werden hier bunte
Frühlingssträuße verschenkt
– Rosen sind zwar auch ein
Thema, jedoch nicht so stark
wie zu Muttertag. Der Trend
2015 sind zarte Pastelltöne.“
Ferdinand
Lienhart
Foto: Sommer
50.000 Primeln nur
für den Valentinstag
„Bei den Zwiebelpflanzen wie
Narzissen oder Primeln decken
die heimischen Produzenten
den österreichischen Markt
gut ab. Alleine wir haben
für den Valentinstag 50.000
Primeln bereitgestellt. Österreichweit sind es sechs Millionen Stück Topfpflanzen.“
Erich Handl
Foto: Fischer
Ein süßes Herz für
besondere Menschen
„Ein Herz und Süßes gehören
zum Valentinstag einfach
dazu. Deshalb ist die von
den steirischen Konditoren
entwickelte Steiermark-Torte
genau das Richtige. Hunderte
Stück werden rund um das
Fest mit der Liebe im Februar
verkauft und vernascht.“
Das Geschäft mit der
Am Valentinstag regiert
das Big Business mit Herz:
Blumen, Schmuck und
Süßes werden rund 105
Millionen Euro in die rotweiß-roten Kassen spülen.
Von Veronika Pranger
veronika.pranger@wko.at
chen. Spitzenreiter sind natürlich Blumenhandel, Süßwaren,
Schmuck und Parfümerie. Doch
immer mehr wird zu Valentin
auch für Gastronomie, Kurzurlaube, Wellnessaufenthalte oder
schöne Events ausgegeben“, betont Wohlmuth.
Am 14. Februar schlagen die
Herzen der Verliebten und damit
auch die des Handels wieder
höher. Denn der Valentinstag hat
sich längst von der kleinen Zuneigungsbekundung (s. Story unten)
zu einem veritablen Verkaufsschlager entwickelt. So rechnet
der österreichische Handel rund
um den Herzerltag mit etwa 105
Millionen Euro Umsatz. „Unsere
Erhebung zeigt, dass mehr als die
Hälfte der Österreicher und etwas
weniger als 40 Prozent der Österreicherinnen am Valentinstag Geschenke verteilen“, so Roman Seeliger von der Bundessparte Handel
in der WKÖ. Und er weiß auch, wie
viel den Verliebten dieser Tag wert
ist: „Im Schnitt greift man hier für
35 Euro ins Börsel.“
Auch den Steirern sind
florale Grüße, süße Zuneigungsbekundungen
und
schmucke Geschenke einiges
wert. Spartenobmann Gerhard
Wohlmuth rechnet das Valentinstagsbusiness basierend auf
den Bundesdaten hierzulande mit
mehr als 15 Millionen Euro hoch.
„Das geht quer durch alle Bran-
Vom christlichen Märtyrer und
englischen Besatzungsoldaten
Der Valentinstag wird auf den
christlichen Märtyrer Valentin
von Terni zurückgeführt. Er soll
heimlich Brautpaare getraut und
dazu Blumen verschenkt haben.
Ab dem 15. Jahrhundert wird der
14. Februar in England als Tag
der Verliebten begangen, Auswanderer brachten die Tradition
in die Vereinigten Staaten. Im
deutschsprachigen Raum wurde
der Valentinstag durch den werbe-
wirksamen Einsatz der Floristen in der Nachkriegszeit
allgemein bekannt. Für die Verbreitung in Österreich verantwortlich war eine Grazer Floristin. Als
ein britischer Besatzungssoldat
nach einer Valentinskarte zur
Blume fragte – und es so etwas ja
nicht gab –, soll sie einfach ein Herz
mit Lippenstift auf die Grußkarte
gemalt haben. Die erste Werbekampagne war somit gestartet.■
Eine Bestandsaufnahme, die auch
die heimischen Unternehmer bestätigen (s. Statements). Allen voran
natürlich jene, die den „heimlichen
Feiertag“ mit Blumen verschönern.
„Der Valentinstag ist der Start in
die Blumensaison. Hier werden
österreichweit rund 120 Millionen
Nr. 5 · 6. Februar 2015
Steirische Wirtschaft
· Handel/Gewerbe · 21
Liebe bringt Millionen
Schnittblumen verschenkt, dazu
kommen noch sechs Millionen
Topfplanzen“, erzählt Bundesinnungsmeister Rudolf Hajek.
Kein Wunder also, dass die heimischen Floristen jetzt die Ärmel
hochkrempeln, schließlich gilt es
einen der umsatzstärksten Tage
des Jahres zu bewältigen. Andrea
Rauch, Sprecherin des steirischen
Blumengroßhandels, weiß, was das
Herz begehrt: „Frühlingssträuße
sind die Nummer eins. Rosen werden auch gerne genommen, aber
doch weniger als etwa zu Muttertag.“ Und Rauch räumt auch noch
den Irrglauben aus, dass
zu Valentin nur Pärchen
Blumen sprechen lassen: „Alle, die an
105
‣‣Millionen Euro wird den Ös-
terreichern der Valentinstag
heuer „wert“ sein. Das ergibt die
Hochrechnung der Bundessparte Handel.
120
‣‣Millionen Schnittblumen werFoto: Subbotina Anna - Fotolia
den am und rund um den 14. Februar in Österreich verschenkt.
Im Trend 2015: Pastell.
einen anderen in Liebe denken oder
einfach nur Danke sagen möchten,
nutzen diesen Tag“ Und damit das
mit dem „Danke-Sagen“ auch millionenfach reibungslos funktioniert,
mussten die Produzenten in den
letzten Wochen einiges an Vorbereitungen treffen. Ferdinand Lienhart: „Es ist für uns jedes Jahr ein
Nervenkitzel, die Zwiebeln punktgenau zum Blühen zu bringen.“
Doch „nur“ mit Bouquets geben
sich die Steirer nicht zufrieden – zu
Valentin werden die Naschkatzen
richtig verwöhnt: „Die heimischen
Konditoren sind eifrig daran, die
ideal passende, weil herzförmige
Steiermark-Torte zu backen. Wir
rechnen mit mehreren hundert
verkauften Stück, die am Tag der
Liebe vernascht werden“, erzählt
Innungsmeister Erich Handl. Doch
mit der Herzform machen nicht
nur die Konditoren ihr Business,
auch bei den Juwelieren gibt der
Klassiker den Ton an, bestätigt Obfrau Elke Neubauer-Wolf: „Aber
immer mehr wählen als Symbol
der Liebe die liegende Acht –
das Zeichen der Unendlichkeit.“
Stichwort unendlich: Wer
abseits traditioneller Liebesbeweise am 14. Februar punkten
möchte oder jetzt unsicher ist, ob
der Strauß von der Tanke doch
zu wenig ist, für den empfiehlt
sich ein Blick ins World Wide
Web: Wie wäre es mit einem Panzertrip oder einer Rennbobfahrt
für ihn (www.mydays.at) während
sie ihm dabei glitzernd zusieht
(Tipp: www.tiffany.at).■
35
‣‣Euro ist den Schenkenden der
Tag mit den Herzen und Blumen
im Schnitt wert. 50 Prozent der
Männer und weniger als 40 Prozent der Frauen wollen schenken.
80
‣‣Prozent der verschenkten
Blütengrüße kommen aus Österreich bzw. dem europäischen
Ausland (Italien, Holland).
Meinungen
Gerhard
Wohlmuth
Foto: Fischer
Millionengeschäft
für den Handel
„Der Valentinstag ist längst
ein wichtiger Tag für den
Handel – und das geht quer
durch sämtliche Branchen.
Wir rechnen mit etwas mehr
als 15 Millionen Euro, die
in der Steiermark umgesetzt
werden. Ganz vorne liegen natürlich die Klassiker Blumen,
Schmuck, Süßes und Parfüm.“
Andrea
Rauch
Foto: Kleine Zeitung/Jürgen Fuchs
Der Blumengruß
ist aus Österreich
„80 Prozent der am Valentinstag verkauften Blumen
kommen aus Österreich bzw.
Europa. Bei Rosen muss auf
Importware zurückgegriffen
werden – das sind rund zwei
Drittel. Der Handel wählt hier
bewusst fair gehandelte und
produzierte Pflanzen.“
Elke Neubauer-Wolf
Foto: kk
Herzen und liegende
Acht sind im Trend
„Der Valentinstag ist für den
Schmuck- und Juwelenhandel
ein nicht zu unterschätzender
Tag. Natürlich dominieren
Herzen in allen Varianten,
aber auch immer mehr Infinity-Zeichen, also die liegende
Acht als Symbol der Unendlichkeit, werden gekauft.“
Nr. 5 · 6. Februar 2015
22 · Gewerbe · Steirische Wirtschaft
In Kürze
Friseure
Seminar-Termin
Drei Männer und ihr
Styling-Guru Georg Ochs ist
wieder auf Tour: Am 1. und 2.
März findet in Graz das Seminar „Geo Master of Typologie
Modul 1“ statt. Die Seminargebühr beträgt 115 Euro pro
Teilnehmer, gearbeitet wird
von 10 bis 17 Uhr. Anmeldung unter info@georg-ochs.
eu bzw. Tel. 0680/2316983.
Eine Traditionstischlerei
beschreitet neue Wege:
Der Familienbetrieb Baumann in Mureck schafft
mit Holztaschen viel Platz
für Innovation.
Dachdecker
Info-Veranstaltung
„Möbelstücke zum Mitnehmen“:
Unter diesem buchstäblich griffigen Slogan gehen in der Tischlerei Baumann in Mureck – einen
Steinwurf von der Grenze nach
Slowenien entfernt – Holzhandtaschen über den Ladentisch. Ja,
Holzhandtaschen – entworfen,
designt und gefertigt von einem
Traditionsbetrieb, der seit Jahrzehnten im klassischen Tischlerhandwerk tätig ist.
„Heutzutage muss man etwas
Besonderes anbieten. Nur so kann
man sich von der Konkurrenz abheben“, hat Firmenchef Josef Baumann die Zeichen der Zeit erkannt.
Für sein stylishes Produkt wurde
der Betrieb erst kürzlich mit dem
Innovationspreis des Steirischen
Vulkanlandes ausgezeichnet.
Zu Recht, hat sich doch das
modische Accessoire mit dem
Edelstahlgriff in den letzten
Monaten zu einem echten Verkaufsschlager entwickelt: „Wir
bekommen Anfragen aus ganz
Österreich, von Tirol bis Wien“,
Der Dachdecker- und Spenglertag geht am 10. Februar
von 14 bis 17 Uhr im Hotel
Ambio in Gleisdorf über die
Bühne. Schwerpunkte sind
u.a. die Schneeräumung am
Dach und Arbeitssicherheit.
Anmeldung per Mail: christian.rath@wkstmk.at
Gärtner/Floristen
Baumforum
Ein Termin für Baumfreunde
zum Vormerken: Von 22. bis
23. April findet unter dem
Motto „Visionen einer grünen
Stadt“ das 20. Linzer Baumforum statt. Im Mittelpunkt
stehen Wissens- und Erfahrungsaustausch. Infos unter
www.baumexperten.at
Von Karin Sattler
karin.sattler@wkstmk.at
Drei Generationen ziehen an
einem Strang:
Josef sen., Benjamin und Josef
Baumann
sagt Baumann und setzt nach:
„Die Taschen gehen weg wie die
warmen Semmeln. Das bringt uns
enormen Kundenzulauf weit über
die steirischen Grenzen hinaus.“
Dabei hätte die Holztasche
ursprünglich ein Unikat bleiben
sollen, war sie doch als Geburtstagsgeschenk für Ehefrau Susanne gedacht. „Ich wollte ihr einfach
etwas sehr Persönliches, etwas
ganz Besonderes schenken“, erinnert sich Baumann. Doch nicht
nur die Gattin war hin und weg.
„Als wir gefragt wurden, ob wir
solche Taschen auch verkaufen
würden, dachten wir uns, warum
eigentlich nicht?“, erinnert sich
Baumann, der den Betrieb mit
seinem Vater Josef sen. führt.
1950 gegründet, arbeiten im Familienbetrieb heute drei Tischler-
Steirer räumen beim „Designpreis
für Steinmetzbetriebe“ groß ab
Kosmetikbranche misst sich bei
den Bundesmeisterschaften in Graz
Sehr erfolgreich haben die steirischen Steinmetze beim „Designpreis für innovative Steinmetzbetriebe“ abgeschnitten: Gleich
sechs steirische Betriebe wurden
prämiert – sehr zur Freude von
Innungsmeister Franz Reinisch
(Wofsberg/Schwarzautal),
der
selbst in mehreren Kategorien
gewann. Außerdem wurden Michael Egger (Murau), Johann
Klammler (St. Radegund), An­
dreas Laschalt (Hartberg), Johann
Paar (Studenzen) und Laurentiu
Dascalu (Gaishorn am See) aus-
Sie ist so etwas wie ein Fixpunkt
der Kosmetikbranche: die Grazer
Fachmesse „Trends of Beauty“,
die Jahr für Jahr Neuheiten in
der Branche präsentiert. Erstmals
werden heuer auch die Bundesmeisterschaften ausgetragen, die
ganz unter dem Motto „Welcome
to Hollywood“ stehen. Ziel ist ein
perfektes Styling für die OscarVerleihung. Die drei Bewerbe in
den Kategorien Make-up, Wimpern- und Nageldesign gehen
von 18. bis 19. April im Messe
Congress Graz über die Bühne,
Siegerprojekt von Johann Paar
wo buchstäblich die „Crème de
la Crème“ der Kosmetikbranche
prämiert wird. Anmeldung: alicja.chilinska@mcg.at bzw. Tel.
0316/8088 205.■
Foto: Miramiska - Fotolia
gezeichnet. Mit dem Designpreis
werden hervorragende Natursteinprojekte prämiert. Auslober
ist die Bundesinnung gemeinsam
mit dem Steinzentrum Hallein.■
Top gestylt von den Profis
Nr. 5 · 6. Februar 2015
Steirische Wirtschaft
„Holz-Baby“
Gratis-Normenpaket
für Bauunternehmen
Nach intensiven Verhandlungen ist es der
Bauinnung gelungen, ein
kostenloses Normenpaket
auf die Beine zu stellen.
Generationen unter einem Dach.
Papa und Opa Josef sind gleichzeitig die Lehrherren von Benjamin
(15), dem jüngsten Spross in der
erfolgreichen Tischler-Dynastie,
der das alte Handwerk mit viel
Begeisterung erlernt. Daneben
kümmert sich Mama und Ehefrau Susanne um die Büroarbeit
– und bedient die Homepage
und Social-Media-Kanäle: „Ohne
· Gewerbe · 23
Facebook und Firmenvideos auf
Youtube geht heute nichts mehr“,
sagt Baumann. Im Vertrieb wird
auf einen Online-Shop gesetzt:
„Wir sehen darin eine gewaltige
Chance.“ Selbst als Traditionsbetrieb müsse man am Puls der Zeit
bleiben. Das dürfte geglückt sein.
Mehr
Informationen
zum
Unternehmen
im
Internet:
www.tischlerei-baumann.co.at■
Ein Meilenstein ist der Bauinnung für ihre Mitgliedsbetriebe
gelungen: Ab sofort gibt es ein
kostenloses Normenpaket für
alle Betriebe der Branche. Das
Paket umfasst 200 Normen für
Baumeisterbetriebe, 200 Normen für Baugewerbetreibende,
eingeschränkt auf ausführende
Tätigkeiten, sowie zwölf Normen für Baugewerbetreibende,
eingeschränkt auf sonstige Gebiete, Erdbauer, Erdbeweger und
das Teilgewerbe Betonbohren
und ‑schneiden. Finanziert wird
das umfangreiche Paket von den
Landesinnungen in Kooperation
mit der Bundesinnung Bau.
„Ich bin überzeugt, dass unsere Mitglieder das neue Normenpaket intensiv nützen“, sagt
Bundesinnungsmeister HansWerner Frömmel: „Damit erweitern sie ihr Know-how und
verbessern die Rechtssicherheit
bei der Leistungserbringung.“
Die Steiermark hat schon in
der Vergangenheit eine Vorreiterrolle beim Angebot von
Normenpaketen eingenommen.
Bereits vor drei Jahren wurde
Alexander
Pongratz
Foto: Furgler
von der Landesinnung mit dem
früheren
Normungsinstitut,
dem Austrian Standards Institute (ASI), ein kostengünstiges
Paket für die steirischen Bauunternehmen ausverhandelt. „Mit
Top-Konditionen ist uns schon
damals ein bahnbrechender Erfolg gelungen“, so Innungsmeister Alexander Pongratz, der das
Normungspaket in der Steiermark federführend verhandelt
hat. „Und dieser Erfolg setzt sich
nun fort, werden die günstigen
Pakete doch ab sofort durch ein
kostenloses Angebot ersetzt.“
Normen sind sowohl im technischen als auch im vertraglichen Bereich wichtige Grundlagen für eine ordnungsgemäße Geschäftsabwicklung. „Die
Kenntnis und die Umsetzung
der maßgeblichen Normen sind
für eine qualitätsvolle Leistungserbringung und für eine
geordnete Vertragsabwicklung
notwendig“, weiß Susanne Grilz,
die zuständige Geschäftsführerin der Landesinnung Bau.
Nähere Infos im Internet:
www.stmk.bau.or.at■
Grazer Styling-Profis sind für den
Hairdressing-Award nominiert
Steiermarkweit gibt es gerade
einmal zwei Lehrlinge, die sich
zum Friedhofsgärtner ausbilden
lassen. Doch der Berufsnachwuchs ist höchst erfolgreich, wie
Daniel Sattler vom Lehrbetrieb
Blumen Engele in Graz beweist:
Er holte kürzlich „Gold“ beim Berufswettbewerb der dritten Klasse
Berufsschule in Wien. Nicht nur
Lehrherr Mario Marbler ist stolz
auf „seinen“ erfolgreichen Lehrling, auch die Innung gratuliert
herzlich zu dieser hervorragenden Leistung.■
Grund zur Freude für das Grazer
„Edel WildWuchs“-Duo rund um
Inhaber Christopher und Geschäftsführer Dimitri Gröbl: Beim
„Austrian Hairdressing Award“
wurden die beiden in insgesamt
drei Kategorien nominiert. Damit
hat es die „Xcessive“-Kollektion
der beiden unter mehr als 500
eingereichten Kollektionen unter
die Top Ten geschafft. Fotografiert und mitverantwortet wurde
das Projekt mit Casting, Shooting
und Dreh von Lizz Krobath und
Viktor Sator. Bei der Abschluss-
Platz eins für Daniel Sattler
gala im April kürt Schwarzkopf
Professional die Besten des
Friseurhandwerks in den Kategorien Newcomer, Damen, Herren,
Avantgarde und Color.■
Foto: Krobath
Foto: Stölzle
Steirischer Lehrling holt Gold bei
Berufsbewerb der Friedhofsgärtner
Teil der „Xcessive“-Kollektion
Nr. 5 · 6. Februar 2015
24 · Verkehr · Steirische Wirtschaft
E-Taxis: Grünes Licht für den Start
Land, Stadt und Holding
Graz geben der E-Taxi-Ini­
tiative grünes Licht. Mit
Förderungspaket, Ladestellen und Gratis-Strom.
Franz
BinderKrieglstein
von E-Taxis auf dem Tisch, dann
werden auch die kommunalen
Verantwortungsträger durchstarten.“ Mit der Errichtung von vier
Ladestationen, die ausschließlich
E-Taxis vorbehalten sind. Kostenpunkt: rund 100.000 Euro/
Standort. Zusätzlich soll es auch
eigene E-Taxi-Standplätze mit
„Tankfunktion“ geben. Vor allem
dort, wo die direkte Anbindung an
öffentliche Verkehrsmittel gegeben ist. Mit einer Förderung von
Wartungskosten punkten, hat
Taxi- und Mietwagenunternehmer Franz Binder-Krieglstein
überzeugt, sich ein oder zwei EFahrzeuge anzuschaffen.
Die Wermutstropfen, die sich in
die Freude über Förderung, geringe Servicekosten und Gratis-Strom
mischen, definiert Binder-Krieglstein: „Begrenzte Kilometerleistung und die Ladedauer von fast
einer Stunde. Den Tagesschnitt pro
Taxi von 120 Kilometern schaffe
ich (nur im Sommer) auch mit dem
E-Car. Ich muss aber immer eine
Ladestation im Auge haben. Weitere Fahrten sind eine Zitterpartie. Ja,
und auch geeignete Fahrer müssen
gefunden werden, die ein Gefühl
für Distanzen haben.“ ■
Foto:
L
ungha
mmer
Die Stadtväter wollen es, die
Taxler auch: strombetriebene
Fahrzeuge als Dienstkarossen in
Graz. Bei einer Veranstaltung zur
Zukunft der E-Mobility wurde
ein erster, höchst erfolgreicher
Schulterschluss praktiziert. Peter
Lackner, Geschäftsführer Beförderungsgewerbe mit Personenkraftwagen, fasst das Ergebnis zusammen: „Liegen im Rathaus in den
nächsten drei Jahren genug Absichtserklärungen für den Ankauf
rund 10.000 Euro pro Fahrzeug
greifen Stadt, Land und der Klimaund Energiefonds der EU tief in
die Tasche. „Damit pendeln sich
die Anschaffungskosten für ein
Fahrzeug – je nach Marke – auf
unter 20.000 Euro (netto) ein,
rechnet Lackner vor.
Fachgruppenobfrau
Sylvia
Loibner konnte ihren Mitgliedern,
die rund 670 Taxis in der Murmetropole betreiben, ein weiteres Zuckerl für die umweltfreundliche
Weiterfahrt zustecken: „Wolfgang
Malik, Holding-Graz-Boss, hat
uns zugesichert, die vier Schnellladestationen drei Jahre lang mit
Gratis-Strom zu speisen.“
Dass E-Fahrzeuge zudem noch
mit ausgesprochen niedrigen
Malik, Loibner
und Bgm. Nagl
(re.) mit Pia
Pivec und Philip
Veech, Gewinner Design­
wettbewerb
„E-Taxi“.
Feinstaubfahrverbote kommen ab
Sommer auch in Oberösterreich
Das deutsche Mindestlohngesetz wurde seit der
Bekanntgabe vor allem im Bereich der Beförderungsleistungen heftig kritisiert. Im Hinblick auf
reine Transitfahrten in der Güterbeförderung ohne
Be- oder Entladung in Deutschland hat das Minis­
terium nun reagiert und den
Vollzug des Gesetzes vorerst bis
auf Weiteres ausgesetzt. Für bilaterale Güterbeförderungen und
Kabotage-Fahrten mit Be- oder
Entladung in Deutschland bleiben
die Mindestlohn-Bestimmungen
sowie die damit verbundenen
Melde-, Aufzeichnungs- und Bereithaltungspflichten aufrecht.■ Be- und Entladeort ist wichtig.
Am 1. Juli tritt auch in Oberösterreich ein Feinstaub-Fahrverbot
in Kraft – auf der A1 Westautobahn zwischen der Anschlussstelle Enns-Steyr und dem Knoten
Haid in beiden Fahrtrichtungen.
Betroffen sind zunächst Lkw,
Sattelkraftfahrzeuge und Sattelzugfahrzeuge der Abgasklassen
EURO 0 und 1; ab 1. Jänner
2016 gilt das Fahrverbot auch
für EURO-2-Fahrzeuge. Darüber
hinaus gilt die Verpflichtung zur
Kennzeichnung der Abgasklasse
durch Plakette. Laut Immissions-
schutzgesetz-Luft (IG-L) müssen
Landeshauptleute bei Überschreitungen von Grenzwerten Maßnahmen zur Verbesserung der
Luftqualität setzen. ■
Foto: Bilderbox
Foto: Bilderbox
Deutschland: Mindestlohn
beim Transit ausgesetzt
Oberösterreich plant Fahrverbote.
Nr. 5 · 6. Februar 2015
Steirische Wirtschaft
· Tourismus · 25
Was gibt es noch?
Genussbotschafter: Ulrike Sorger-Domenik, Philipp Florian, Waltraud Hutter, Judith Schwarz (v.li.)
Die Stadt zum Fressen gern
Graz als Genusshauptstadt
zergeht immer mehr Touristen auf der Zunge. Waltraud Hutter verrät das
Erfolgsrezept und News.
Das Rezept klang 2008 einfach:
Bitte die besten Produzenten aus
den Genussregionen zu Tisch,
lasse sie von den besten Küchenkünstlern in der Murmetropole
einkochen, tische das Ergebnis
den Feinspitzen auf – fertig war
das Konzept für eine Genusshauptstadt Graz. Heute garantieren 30 Gastro-Partnerbetriebe für
den authentischen Geschmack
in weiß-grün, der längst die
Grenzen gesprengt hat und die
Geschmacksnerven von Kulinarik-Freaks auf der ganzen Welt
begeistert. Dafür sorgen wahre
Heerscharen an Journalisten und
Filmteams, die von Projektleiterin Waltraud Hutter durch die
Schlemmerdestination Graz geführt werden. Allein die „Lange
Tafel“ – an der seit 2010 bereits
3.300 Gäste Platz genommen
haben – wird in australischen Gazetten ebenso medial gefeiert wie
in renommierten Gourmetführern
in den USA. „Quotenhit“ sind auch
die kulinarischen Stadtrundgänge, auf denen sich seit 2010 über
8.500 Teilnehmer den steirischen
Geschmack auf der Zunge zergehen lassen konnten. Hutter: „Wir
schleusen keine Massen durch
die Stadt, sondern Menschen, die
sich für Kultur und Kulinarik begeistern.“ Bei der Präsentation des
Programms für die Genusshauptstadt 2015 verriet das verantwortliche Trio, Graz-Tourismus-GF
Dieter Hardt-Stremayr, Tourismusstadtrat Gerhard Rüsch und
Hutter, auch sein „Lieblingskind“:
Kinderkochkurse, die bereits
1.000 Sprösslinge auf den guten
steirischen Geschmack gebracht
haben. Termine und Highlights
2015 siehe Kasten unten. ■
Schmackhafte Termine 2015
‣‣Kulinarische Rundgänge: 21. März bis 1.
November (Samstag und Sonntag)
‣‣Bierrundgang am Freitag: 1. Mai bis 30.
Oktober
‣‣NEU! „Food & Design-Bash“ und „Chef
Days Graz“: 30., 31. Mai und 1. Juni (Infos
auch rechts „Was gibt es noch“). Weitere
Informationen und Anmeldungen: www.
rollingpin.at
‣‣Kulinarische Kooperation mit Styriarte
von 20. Juni bis 20. Juli: Das Motto lautet:
„Nicht nach Büroschluss zu einem Konzert hetzen, sondern nach einem herrlichen Drei-Gang-Menü in einem Partnerbetrieb entspannt Musik genießen“.
‣‣Lange Tafel: Samstag, 15. August. Rasch
Karten bestellen, die Nachfrage ist
riesengroß, das Platzangebot mit 700
Plätzen begrenzt.
‣‣Kinderkochkurse: Februar, Juli und September
‣‣Grazer Picknickkorb: Erhältlich von April
bis Oktober. Die Körbe sind mit steirischen Schmankerln und Geschirr gefüllt.
‣‣Verkostungen: Kernölverkostungen im
Restaurant Stainzerbauer: 10. April,
8. Mai, 11. September, 9. Oktober, 13.
November.
‣‣NEU – Brot und Wein mit Martin Auer
und Philipp Schaeffer. Freitag, 17. April,
22. Mai, 26. Juni, 18. September,
16. Oktober. Alle Infos – auch über
Locations und Preise: www.genusshauptstadt.at.
Bei der Präsentation der Programm-Highlights 2015 im
Grazer Parkhotel von Juniorchef Philipp Florian wurden
die neuen Partnerbetriebe
vorgestellt: Café Promenade
und Aiola im Schloss (Gerald
und Judith Schwarz), „dreizehn Genussbar“ am Franziskanerplatz, Frankowitsch und
das Café-Restaurant Sorger in
der Sporgasse. Die (jetzt 30)
Partnerunternehmen der Genusshauptstadt verpflichten
sich, überwiegend auf regionale und saisonale Produkte
aus den Genuss-Regionen zu
setzen.
Neuer Kongress der
Geschmackselite
Neu ist ein Kongress der besonderen Art: Die Chef-Days
– im letzten Jahr noch höchst
erfolgreich in Wien organisiert – kommen Ende Mai/
Anfang Juni nach Graz. Diese
Veranstaltung wird eine
hochkarätige Riege an internationalen und österreichischen Köchen als Referenten,
Leiter von Master-Classes
und Cooking-Demonstrations
in die Genusshauptstadt bringen. Damit kann Graz mit dem
größten und wohl coolsten
Foodsymposium Österreichs
aufwarten. Am 30. Mai haben
200 Gäste die Möglichkeit,
bis zu zehn hochkarätige
Küchenchefs beim erstmalig durchgeführten „Food &
Design-Bash“ hautnah zu erleben. www.rollingpin.at
Foto: Graz Tourismus
Foto: Krug
Neue Partner der
Genusshauptstadt
Graz ist heuer Kulisse für das
größte Foodsymposium.
Nr. 5 · 6. Februar 2015
26 · Steirische Wirtschaft
Fotos: oleandra; metrs - Fotolia
International
Langsamer Wandel im Wüstenstaat
Der Tod des Königs und der Streit ums Abdullah-Zentrum
haben Saudi-Arabien in die Schlagzeilen gebracht. Delegierter Pierre Prunis über die Situation im Wüstenstaat.
Von Michael Neumayr
michael.neumayr@wkstmk.at
Was bedeutet der Tod König
Abdullahs für die politische
Ausrichtung des Landes?
Pierre Prunis: Kurz- und mittelfristig wird sich auch unter dem neuen
König Salman nicht viel ändern. Er
war schon zuvor im Tagesgeschäft
tätig, und so ist auch die Kontinuität
gegeben. Jetzt muss aber schon die
Nachfolge Salmans geregelt werden. Solange diese Generation der
Königsfamilie lebt, ist das kein Problem. Wenn aber die nächste Generation an die Macht kommt, wird es
interessant. Die jüngeren Prinzen
versuchen schon, sich in Position zu
bringen. Es gibt zum Beispiel einen
sehr jungen und einflussreichen
Verteidigungsminister.
Wird sich Saudi-Arabien in
den kommenden zehn Jahren
politisch öffnen?
Prunis: Der verstorbene König
Abdullah war schon ein König des
Fortschritts. Natürlich ist SaudiArabien noch immer ein konservatives Land mit seinen Werten
und Traditionen. Aber es gibt auch
gesellschaftlich eine gewisse Entwicklung. Die konnte man in den
vergangenen Jahren gut sehen und
merkt es auch im Geschäftsleben.
Kritisch für die Entwicklung
Saudi-Arabiens ist der Ölpreis. Und der ist gerade unter
Druck. Was bedeutet das?
Prunis: Das Staatsbudget sinkt, weil
es sehr vom Ölpreis abhängig ist.
Das Land hat aber große Reserven
und so kann man sich den niedrigen
Ölpreis derzeit leisten. Mittelfristig
wird es aber negative Auswirkungen haben.
Welchen wirtschaftlichen Herausforderungen muss sich
der Ölstaat stellen?
Prunis: Das Land setzt auf Industrialisierung, und dafür braucht es Infrastruktur. So diversifiziert wie die
Nachbarländer ist Saudi-Arabien
aber noch bei weitem nicht. Aber
man versucht Industriefelder, etwa
die Stahlindustrie, zu erschließen.
Stark wird auch auf die Ausbildung
gesetzt, damit sich die Saudis selbst
weiterentwickeln können.
Welche Chancen sehen Sie
für österreichische Unternehmen?
Prunis: Ich sehe in vielen Bereichen
Chancen. Gerade wenn es um Knowhow und Industriemaschinen geht.
Im Prinzip kann man alles nach
Saudi-Arabien verkaufen, wenn
man den richtigen Partner hat.
Derzeit boomt aber alles, was mit
Transportinfrastruktur und Bauindustrie zu tun hat.
Kaum ein Land ist uns kulturell fremder als Saudi-Arabien. Was wären denn absolute No-Gos für österreichische
Geschäftsleute?
Prunis: Das Schlimmste ist Ignoranz und Kommunikationslosigkeit. Saudis sind sehr kontaktfreudig und suchen Nähe. Wer sich
in Saudi-Arabien engagiert, muss
regelmäßig dorthin reisen. Bei Besprechungen muss man unbedingt
darauf achten, dass man angebote-
ne Getränke annimmt. Außerdem
muss man beachten, dass SaudiArabien ein religiöses Land ist. Gebetszeiten werden oft eingehalten.
Und wenn das Unternehmen
von einer Frau geführt wird?
Prunis: Das ist ganz unterschiedlich. Es gibt viele Saudis, die
eine Frau als Geschäftspartner
akzeptieren. Manchmal gibt es aber
Einschränkungen. Es kann etwa
sein, dass eine Frau nicht die Hand
gereicht bekommt. Das größte Problem ist jedoch, dass es verboten ist,
sich mit fremden Frauen auf öffentlichen Plätzen zu treffen. In den vergangenen Jahren hat sich das aber
gebessert. Das Thema Frauen ist ein
sehr schwieriges und fragwürdiges.
Aber es gibt Fortschritte.■
Kontakt & Info
‣‣Pierre Prunis
‣‣Außenwirtschaftscenter
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Nr. 5 · 6. Februar 2015
Steirische Wirtschaft
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Nr. 5 · 6. Februar 2015
30 · Steirische Wirtschaft
Unternehmer
Blut ist ein ganz
„Blut ist ein ganz besonderer Saft“
– das wusste bereits Mephisto in
Goethes Faust. Ein weiser Spruch,
dem sich nun, wenn auch nur „indirekt“, der Grazer Unternehmer
Arnulf Heller verschrieben hat.
Denn der Techniker tüftelt im Grazer ZWT aktuell an einem System,
das ein bislang ungelöstes Pro­
blem in der permanenten
Blutdrucküberwachung beseitigen
soll. „Wir können
damit den Blutdruck pro Herzschlag direkt auf
der Hautoberfläche messen – also
ohne dass dafür
ein Katheter in
die Arterie gelegt
werden
muss“,
vereinfacht Hel-
Der Grazer Unternehmer
Arnulf Heller mit dem
„Testpatienten“.
Austria Druckguss bleibt
auf der Überholspur
voestalpine bringt den Verkehr
jetzt weltweit auf Schiene
Die Gleisdorfer „Austria Druckguss GmbH“ legt eine
Aufholjagd vor, die es in sich hat. Musste man 2012
noch eine Million Euro Verlust verkraften, konnten
2013 bereits wieder schwarze Zahlen geschrieben
werden. Getoppt wird diese Leistung nun mit dem
Ergebnis 2014 von einer Million
Euro. Und auch 2015 startet gut.
„Es ist gelungen, einen wichtigen
Auftrag von einem Automobilzulieferer an Land zu ziehen“, freut
sich Geschäftsführer Nikolaus
Szlavik. Dieser Auftrag umfas­
se Guss und Bearbeitung eines
Aggregats für einen der größten Austria Druckguss holt sich den
Fahrzeughersteller der Welt.■ Großauftrag vom Automulti.
Das Revival im Bahnsektor beflügelt auch die voestalpine. „Die Auftragslage für die nächsten zwölf bis
24 Monate ist sehr gut. Wir nutzen
den globalen Aufschwung in der
Bahninfrastruktur und treiben im
Sinne unserer Konzernstrategie die
Internationalisierung mit unseren
High-Tech-Produkten in diesem Bereich intensiv voran“, so Metal-Division-Chef und Vorstandsmitglied
Franz Kainersdorfer. Große Projekte
in Amerika – unter anderem in San
Francisco, Los Angeles und New
York sowie in Toronto – stehen am
Plan wie auch die Metro in Riyadh
(Saudi-Arabien). Hier liefert der
Konzern seit Anfang des Jahres
21.000 Tonnen Premiumschienen,
Weichen- und Signaltechnologie.■
Foto: voestalpine
Foto: Austria Druckguss/Mayr
Foto: Fischer
Arnulf Heller tüftelt an
einem revolutionären System zur permanenten Blutdrucküberwachung – und
das ohne spitze Nadeln.
voestalpine: Globaler Marktführer
bei Schienen und Weichen
Nr. 5 · 6. Februar 2015
Steirische Wirtschaft
Seit Mitte Jänner ist Johannes Weiß neuer
Geschäftführer bei der PaX Stabil GmbH. Er wird
Verkauf und Marketing leiten und gemeinsam
mit Andreas Kohl das Unternehmen führen.
Johannes Weiß
Foto: Furgler
besonderer Saft
Innovative
Geister
Serie
ler seine Neuheit, die diese
invasive – sprich „blutige“ – Methode zum Teil ersetzen könnte.
„Bislang ist ein in die Blutgefäße
eingeführter Druckfühler bei bestimmten Operationen oder auch
bei der Versorgung von Babys
immer wieder notwendig“, erzählt
Heller, „weil Messungen mit der
Manschette alle fünf Minuten zu
wenig sind oder bei ganz kleinen
Kindern das gar nicht geht.“ Doch
das sei schmerzhaft und berge
auch gewisse Gefahren in sich.
Hier einen neuen Ansatz zu finden hat sich Heller Anfang 2013
mit der Gründung der „Impress
Med Tech“ zur Aufgabe gemacht.
Zwar habe es bereits Versuche mittels Fingermessung gegeben, diese
hätten sich aber als nicht brauchbar
erwiesen. Heller: „Bei Operationen
können die Gefäße im Finger in
eine Art Schock geraten, da kann
man nichts mehr messen. Jeder,
dem schon mal die Finger kalt und
blau geworden sind, kennt das.“
Hellers steirische „Lösung“ sind
Elektroden, wie man sie vom EKG
kennt, die den Blutdruck punktgenau an der Haut zu messen in
der Lage sind. „Damit haben wir
schon in den aktuellen Testphasen
für eine kleine Revolution und
enormes Interesse gesorgt“, freut
sich der Erfinder. Kein Wunder
– schließlich soll es dank dieser
Methode in Zukunft wesentlich
einfacher sein, Menschen vor,
während und nach Operationen
auch ohne Druckfühler im Körper
besonders intensiv zu überwachen.
Heller: „Studien zur engmaschigen
Blutdruck-Überwachung – und
dem damit möglichen immer optimalen Flüssigkeitsmanagement
– belegen ein deutlich verringertes
Risiko von Schlaganfall und Herzstillstand während der Operation
und eine Senkung des postoperativen Mortalitätsrisikos.“■
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Nr. 5 · 6. Februar 2015
32 · Unternehmer · Steirische Wirtschaft
Ökoenergie als Motor der Wirtschaft
Dass ein ressourcenschonender
Energieeinsatz, verbunden mit
Komfort für den Nutzer, voll im
Trend liegt, ist bekannt. Für die
spezialisierende Weiterbildung
am WIFI gab es einen weiteren
Grund: Seit die Lehre in der In­
stallations- und Gebäudetechnik
modular aufgebaut ist, gibt es
verstärkt Spezialisierungen auf
einzelne Teilgebiete. Nicht alle
möglichen Module haben in einer
Lehrzeit Platz. Also gibt es nun
Zusatzausbildungen mit einer
Lehrabschlussprüfung für Zusatzmodule.
Voll im Trend
„2003 waren wir 15 Leute im
Team, heute sind wir 40“, erzählt
Günter Glatz, Chef der Haustechnik Glatz in Pinggau. Das Unternehmen hat sich auf das Thema
Energieeffizienz spezialisiert, mit
allen Themen der alternativen
Energienutzung in der Gebäudetechnik.
„Jede Arbeit ist so gut wie die
Menschen, die sie ausführen“,
schreibt die Firma auf ihrer
Homepage. „Qualifizierte Weiter-
Günter Glatz:
„Die ständige
Weiterbildung
ist das Um und
Auf in unserem
Beruf. Und das
WIFI hilft uns
dabei. Auch
Mitarbeiter von
mir haben bereits Zusatzmodule zu ihrem
Lehrabschluss
absolviert.“
bildung ist für uns fachlich selbstverständlich – hat aber auch noch
eine zweite Komponente“, erläutert Günter Glatz: „Die meisten
Mitarbeiter haben bei uns gelernt,
wollen Perspektiven – und ich will
sie in der Firma halten.“ Auch
Abend-HTL und Berufsmatura
gibt es schon bei den Mitarbeitern
– und Zusatzmodule.
In zwei Bereichen bietet das
WIFI Spezialisierungen mit anschließendem Zusatzmodul zur
Lehrabschlussprüfung an. Das
eine ist die Spezialisierung in
der Ökoenergietechnik. Solartechnik, Wärmepumpen, Biomasseanlagen, Kraft-/Wärmekopplung
werden in Theorie und Praxis
durchgenommen. Die andere Spe-
Foto: Melbinger
In der heutigen Gebäudeund Installationstechnik
sind Alternativenergien
und Elektronik wachsende
Bereiche. Das WIFI bildet
Monteure weiter.
zialisierung bezieht sich auf
die Steuerungs- und Regelungs­
technik.
Zu beiden gehört eine Projekt­
arbeit aus dem betrieblichen
Umfeld mit Projektkalkulation,
Projektmanagement und Baustel-
lenkoordination. Die Werkstätten
für Energie- und Klimatechnik
am WIFI und das erfahrene
Trainerteam sorgen für eine praxisorientierte Ausbildung – auf
erfolgreichen Zukunftsgebieten
in der Installationstechnik.■
Spezialisierung für GWZ-Installateure
‣‣Zusatzausbildungen für Lehr-
absolventen einer Lehre in der
Installations- und Gebäudetechnik mit zusätzlichem Lehrabschluss
‣‣Theorie- und Praxisunterricht,
Projektarbeit
‣‣Spezialisierung Ökoenergie-
technik: 26. 2.–30. 5. 2015,
WIFI Graz
‣‣Spezialisierung Steuerungsund Regelungstechnik: 26. 2.
–30. 5. 2015, WIFI Graz
‣‣Informationen: Tel. (0316)
602-1234
‣‣www.stmk.wifi.at/technik
Foto: WIFI/KK
Mehr Marketing für Gründerinnen
Doria Pfob: „Effektiv und kreativ
mit überschaubaren Kosten.“
„Wer sich selbständig macht oder
sich ein zweites Standbein schafft,
weiß genau, wie wichtig Werbung und Marketing sind – will
und muss aber anfänglich hohe
Werbekosten verhindern“, weiß
Doria Pfob.
Die
Unternehmensberaterin,
vorher Marketingleiterin und Geschäftsführerin mit Abschlüssen
als Trainerin und Wirtschaftscoach, hat speziell für Gründerinnen eine Seminarreihe zusammengestellt: Nach jedem Workshop können die Teilnehmerinnen
die Marketingmaßnahmen in ihr
„Small Business“ umsetzen. Nach
einem Rundblick über Marketingziele und Marketinginstrumente
geht es zu konkreten Anwendungen.
Das Internet spielt eine entscheidende Rolle: die Homepage,
der Blog, die Social-Media-Kanäle. Aber auch Geschäftsdrucksorten müssen auf Wirkung bedacht
sein.
Im letzten Seminar der Reihe
geht es um ungewöhnliche Vermarktungsaktionen, die Kundinnen und Kunden nachhaltig in
Erinnerung bleiben.■
Infos
Marketing für
Gründerinnen
‣‣Kleine Schritte, großer Erfolg
‣‣Fünf-Abend-Seminare zu je
vier Stunden, auch einzeln
buchbar
‣‣Grundlagen, Homepage, Blog,
Social Media, Visitkarten und
Flyer, Guerilla-Marketing
‣‣Start der Bildungsreihe:
5. 3. 2015, 18 Uhr, WIFI Graz
‣‣Termine und Anmeldung:
www.stmk.wifi.at/marketing
Nr. 5 · 6. Februar 2015
Steirische Wirtschaft
· Unternehmer · 33
Constantinus: Hilfe
beim Einreichen
Der Constantinus ist der
Oskar für die Beraterbranche.
Der renommierte Preis stellt
die Qualität der Arbeiten
der besten Beratungs- oder
IT-Projekte bei der großen
Gala in Vorarlberg ins Rampenlicht. Bis 20. März können
Projekte eingereicht werden.
Die Fachgruppe UBIT unterstützt Mitglieder doppelt:
Sie sponsert 50 Prozent der
Einreichgebühr und bietet
einen Workshop an, bei dem
Interessierte von Experten
des Constantinus Clubs erfahren, welche Tipps und Tricks
für eine erfolgreiche Einreichung zu beachten sind. Sie
informieren auch über persönliche Vorteile und Nutzen
des Awards.
Termin: Mittwoch, 18. Februar, 16.00 bis ca. 1700 Uhr,
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top of styria: Ideen für die Steiermark
„Das geht nicht“ – geht nicht
Von Harald Holzgruber,
Geschäftsführer Inteco
Ideenreich bin nicht nur ich.
Sondern auch meine Mitarbeiter.
Sie sind quasi ein „Ideenproduktionsmittel“ mit großem
Potential. Der Erfolg meines
Unternehmens ist abhängig von
ihren Leistungen, der Qualität ihrer Arbeit, ihrem Einsatz
und vor allem von ihren Ideen.
Viele davon werden jedoch nie
bis selten artikuliert, niedergeschrieben oder ausgeführt. Aus
diesem Grund möchte ich jeden
Einzelnen motivieren, nachzudenken, wie wir uns verbessern
können. Die Ideenmaschinerie
anheizen. Einen Ideenwettbe-
werb für unsere auf der ganzen
Welt angesiedelten Mitarbeiter
veranstalten und den Satz „Das
geht nicht“ streichen. Meinen
Mitarbeitern die Bühne geben,
die sonst nur Unternehmen im
Rahmen von zahlreichen Wettbewerben genießen.
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Abteilung oder Position sind
erforderlich. Nur die Idee zählt.
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mit nachhaltigen und ökologischen Gedanken erhalten Plus-
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punkte. Die Prämierung erfolgt
wie bei den großen Preisen der
Wirtschaft im Rahmen einer
Abendveranstaltung, nicht im
„Hinterkammerl“ im Büro. Gute
Ideen verdienen
Anerkennung.
Und Ideenreichtum sollte für
jedes Unternehmen so wichtig
sein wie andere
Aktivposten
in der Bilanz.
Harald Holzgruber (Inteco)
war 2011 für den
TOP of Styria
nominiert.
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Nr. 5 · 6. Februar 2015
34 · Steirische Wirtschaft
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Menschen
Opernredoute: Chapeau für
Gekrönte Häupter und
„behütete“ Mitternachtsüberraschung – Opernredoute mit viel Köpfchen.
Von Landeshauptmann Franz
Voves und seinem Vize Hermann
Schützenhöfer, der WKO-Spitze
mit Präsident Josef Herk und
seinem Vize Benedikt Bittmann
über große Namen aus der heimischen Wirtschaft wie Angelika &
Otto Kresch, Michael Pachleitner, ece-Boss Heribert Krammer (Kapfenberg) oder Hans
Werner Frömmel (Mandlbauer)
– um nur einige ganz wenige he­
rauszupicken – bis zu schillernden
Werbefiguren und Gesellschaftstigern wie Ramesh Nair (der Inder)
oder „Mr. Ferrari“ Heribert Kas-
per, alle kamen, um einen höchst
gemütlichen Abend in der Grazer
Oper zu genießen. Sichtlich stolz
Juwelier Klaus Weikhard, der
die Eröffnungsdamen höchst geschmackvoll rot-weiß „krönte“.
Für Begeisterungsstürme sorgten
auch die Balletteleven, die für
eine herzliche Stimmung sorgten.
„Chapeau“ für die Idee, um Mitternacht Tänzer in übergroßen Trach-
tenschuhen die überdimensional
großen Steirerhüte schwenken zu
lassen. Da konnten auch die Organisatoren Bernd Pürcher und
Michael Tomec zufrieden die 17.
Opernredoute bilanzieren. Tomec
mit einem kleinen Wermutstropfen im Erfolgsglas: Er nimmt seinen Abschied und kommt zur 18.
Opernredoute am 30. Jänner 2016
als Gast.■
Grundners Kulinarium zu Gast im Restaurant di Gallo in Graz
etwas Milch, 5–6 EL Mayonnaise.
Zubereitung: Das Wurzelwerk
schälen und nicht zu klein schneiden. Den Tafelspitz in siedendes
Wasser geben, ebenso Lorbeer-
Tafelspitz von
René di Gallo
Zutaten 8 bis 10 Pers.: 2,5
kg Tafelspitz, Markknochen, 1
Zwiebel, 1 Lorbeerblatt, Wacholderbeeren, Pfefferkörner, 2 Karotten, 1 gelbe Rübe, 1 Lauch, 1/4
Sellerie, 4–5 Erdäpfel, 3 Äpfel,
frisch gerissener Kren, Zitronensaft, 2 EL Zucker, Schnittlauch,
3 entrindete Toastbrotscheiben,
Hausmannskost: Grundner, di Gallo
blatt, Wacholderbeeren und Pfefferkörner und eine angebräunte
Zwiebel; zugedeckt etwa zweieinhalb Stunden köcheln lassen.
Nach zweieinhalb Stunden Gemüse und Markknochen dazu, eine
weitere Stunde köcheln lassen.
Apfelkren: Kren reißen und Äpfel
schälen; gleich mit Zitronensaft,
ein wenig Essig sowie mit dem
Kren vermengen – Zucker dazu
und fertig. Schnittlauchsauce: In
Milch eingeweichtes Weißbrot
mit gekochtem Eidotter aufmixen,
mit Mayonnaise vermengen und
zum Schluss Schnittlauch unterrühren. Gekochte Erdäpfel kurz
anbraten. Suppe und Tafelspitz
abschmecken und anrichten.
Bewerben Sie sich!
Wollen auch Sie einmal in der
Sendung „Grundners Kulinarium“
vor TV-Publikum die Hauptrolle
spielen? Kein Problem. Alles,
was Sie dafür benötigen, ist die
Mitgliedschaft in der Fachgruppe
Gastronomie und die
Lust auf einen Fernsehauftritt.
Bewerbungen an reinhart.
grundner@orf.at.
Foto: WKO
Gutbürgerliche
österreichische
Küche bietet das Grazer Restaurant
di Gallo. Der kochende Wirt René di
Gallo tischt gekochten Tafelspitz
mit Apfelkren, Schnittlauchsauce
und Rösterdäpfeln auf.
Nr. 5 · 6. Februar 2015
Steirische Wirtschaft
· Menschen · 35
dieser
keim
kennt kein pardon!
Neo-Hausherr Bernhard Rinner
(re.) mit Ehepaar Schützenhöfer
B. Pürcher, Moderator Alfons Haider und M. Tomec (v. li.)
ÖBB-Boss Ch.
Kern und Voves
[ escherichia coli ]
diese Ideen
Überdimensionale Steiermark„Insignien“ und
Tänzer im Trachtenlook sorgten
für uriges Flair.
Jazzklänge beim Jahresauftakt
Im Grazer Hotel Weitzer trafen sich
die Mitglieder der FG der Ingenieurbüros Steiermark bei ihrem
traditionellen Neujahrsempfang,
der von André Jeanquartier und
Jazz-Vokalistin Anush Apoyan
„intoniert“ wurde. Obfrau Petra
BrandweinerSchrott (Mi.)
mit einer Abordnung ihrer
Gäste
Brandweiner-Schrott konnte
Georg Topf, Thomas Spann,
Willi Himmel, FGO Nadia ElShabrawi-Ploder, GF Werner
Lämmerer und WKO-Direktor
Karl-Heinz Dernoscheg begrüßen.■
R
NU
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Gastgeberin Manuela Hirzer
mit lesefreudigen Gästen
Die Reinigung von
Arztpraxen erfordert
umfangreiches Wissen und
fundierte Erfahrung.
Nur bestausgebildete
Gebäudereiniger haben das
Know how, diese sensiblen
Bereiche keimfrei zu halten
und damit für die Sicherheit
der Patienten zu sorgen.
Was steht im Kaffee
Die Steirischen
Gebäudereiniger.
„Kaffeesudlesen“ im Grazer
Jurashop. Der Einladung, inklusive
Kaffeeverkostung,
folgte auch eine FiW-Abordnung mit Ingrid Hütter, Susanna Preiß, Renate
Edelsbrunner und Susanne
Graschl.
www.profisfuersleben.at
Entgeltliche Einschaltung
Traumhafte
Kulisse (oben),
ein großartiges
Eröffnungskomitee und
begeisterte
Gäste wie
M. Pachleitner
mit seiner Frau
Nr. 5 · 6. Februar 2015
36 · Menschen · Steirische Wirtschaft
Binärcodes im Dreivierteltakt
„Informatik…Wir machen Dein
Programm!“ lautete das Motto
beim Ball der Technik im Grazer
Congress. Prominente Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und öffentlichem
Leben erlebten gemeinsam mit
Studierenden und Angehörigen
der Technik eine rauschende
Ballnacht ganz im Zeichen der
IT. Wein ausschenkende Roboter
und eine „digitale“ Mitternachts­
einlage waren nur zwei futuristische Highlights, mit denen
Ballorganisator Hartwig Holweg auch heuer alle Register
seines Könnens zog. Zur großen
Begeisterung von Gastgeber und
TU-Rektor Harald Kainz, seiner
Rektoren-Kollegen Sabine Seidler (TU Wien), Wilfried Eichlseder (Montanuni Leoben), Josef
Smolle (MedUni Graz), Christa
Neuper (KFU Graz), aber
auch von AT&S-Boss Andreas Gerstenmayer, AVLChef Helmut und Kathrin List, TU-GrazUniratsvorsitzende
Karin Schaupp, Gabriele Krenn, Präsidentin der Steiermär-
kischen Rechtsanwaltskammer
und Unirätin der TU Graz. Den
Fotowettbewerb gewann der erst
16-jährige Lukas Kühberger.■
Foto: TU Graz/Lunghammer
Viel Zukunft tanzte beim
Ball der Technik an. Ein
Roboter schenkte Wein
ein, der Binärcode gab um
Mitternacht den Ton an.
Foto: Kühberger
Schwarz und Weiß symbolisierten den Binärcode 0 und 1, die
Grundlage für die Verarbeitung
digitaler Informationen.
Foto: Lunghammer
Grazer erobert US-Designszene
Herk, Müller,
Huber, Riedls­
perger (v. li.)
Der Grazer Architekt und Designer Martin Lesjak wurde
in New York beim 36th Annual Interiors Awards Breakfast
mit einem renommierten Preis
der internationalen Architektur- und Designszene geehrt.
DasContract Magazine zeichnete ihn als „Designer des Jahres 2015“ aus. Martin Lesjak
ist Mitbegründer der in Graz
beheimateten Designschmieden
Innocard Architektur und 13&9
Design. ■
Beim Neujahrsempfang der Versicherungswirtschaft in der Alten
Universität Graz konnte Gunther
Riedlsperger, Bundes- und steirischer Fachgruppenobmann der
Fachgruppe Versicherungsmakler
und Berater in Versicherungs-
angelegenheiten, unter anderen
WKO-Präsident Josef Herk, Kleine Zeitung-Geschäftsführer Thomas Spann sowie Bestsellerautor
und Profiler Thomas Müller und
Ilse Huber als hochkarätige Referenten begrüßen. ■
Design auch
live on stage:
Lesjak (Mi.)
und Models
Foto: Christian Grattan
Profiler und Versicherungswirtschaft
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-WAHL 2015
KO
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Nr. 5 · 6. Februar 2015
18.000
Wahlkarten beantragt
Foto: Christian Schwier - Fotolia
P.b.b. 02Z032267 M Wirtschaftskammer Steiermark, Körblergasse 111-113, A-8010 Graz Retouren an „Postfach 555, 1008 Wien“
Die Zeitung der Wirtschaftskammer Steiermark · 14. Jahrgang
A
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24
Neuer Rekord: Bei der letzten WKO-Wahl im Jahr 2010 waren
es „nur“ 14.400 Anträge – jetzt sind es bereits über 18.000.
Noch bis 11. Februar kann man eine Wahlkarte beantragen.
Der Unternehmer
Der Zeugnistag
Der Countdown
Der Check
Alle Infos rund um
die große Wahl der
Unternehmer für
Sie kompakt zusammengefasst.
Welche Erfolge die
WKO für die Unternehmer in den vergangenen fünf Jahren erzielen konnte.
Noch drei Wochen
bis zur WKO-Wahl.
Wahlkarten können
noch bis 11. Februar
beantragt werden.
Wir stellen im Rahmen unserer Serie
Kandidaten aus
der Wirtschaft für
die Wirtschaft vor.
Seiten I–IV
Seiten II–III
Seite IV
Seite IV
Nr. 5 · 6. Februar 2015
II · Wahl-Spezial · Steirische Wirtschaft
Entlastung bei Sozialversicherungsnachzahlungen
Handwerkerbonus: 30 Millionen
Euro für Handwerksleistungen
Seit Juli 2014 werden KMU-Handwerksleis­
tungen für Renovierung, Erhaltung und
Modernisierung von Wohnraum indirekt
gefördert. Insgesamt können bis 2015 pro
Förderwerber, Wohneinheit und Jahr bis zu
600 Euro Förderung ausbezahlt werden.
Faire Auftragsvergaben und
Bestbieter-Prinzip
Durch den Einsatz der WKO wurde die
Schwellenwerteverordnung bis Ende 2016
verlängert. Gemeinden dürfen damit Aufträge bis zu einem Volumen von 100.000 Euro
ohne aufwendige Ausschreibung vergeben
– es profitieren heimische Betriebe. Auf
Landesebene kommt künftig das BestbieterPrinzip zur Anwendung. Dadurch kommen
regionale KMU leichter an öffentliche Aufträge.
Seit Juli 2013 besteht für Jungunternehmer
die Möglichkeit, allfällige Nachzahlungen
von Sozialversicherungsbeiträgen auf Antrag zinsenfrei auf maximal drei Jahre, das
heißt auf zwölf Quartalsbeiträge, aufzuteilen.
Kreditvertragsgebühr
abgeschafft
Durch den massiven interessen
Einsatz der WKO ist es gelungen
rung einer Umweltzone abzuw
Alternativmaßnahmenkatalog
sowie Ende 2014 die Feinstau
gebiete in der Steiermark in e
Schritt um 34 Gemeinden zu ve
Der Wegfall der Kreditvertragsgebühr seit 2011 bringt jährlich
eine steuerliche Entlastung von
insgesamt 150 Millionen Euro.
80 Millionen Euro davon entfallen
auf die Unternehmen.
Abgabe für Lebensmittel­
kontrolle (AGES) verhindert
Insgesamt konnten 2013 Kosten in der Höhe
von insgesamt 40 Millionen Euro pro Jahr
für rund 100.000 Betriebe erfolgreich abgewehrt werden. Die AGES-Abgabe wäre nach
dem Umsatz berechnet worden und hätte pro
Unternehmen und Jahr bis zu 50.000 Euro
ausgemacht.
Für
errei
Masterplan Innenstadt für die
erfolgreiche Entwicklung
Auf Initiative der WKO Steiermark wurde mit
Land und Städtebund das Pilotprojekt „Mas­
terplan Innenstadt“ ins Leben gerufen. Anhand der Pilotgemeinden Bruck an der Mur,
Hartberg und Bad Radkersburg wurden Möglichkeiten der Innenstadtentwicklung aufgezeigt. Ergebnis ist das „Weißbuch Innenstadt“
mit mehr als 40 Handlungsempfehlungen.
Feinstaub: keine Umwe
Sanierungsgebiete red
Die WKO hat in den letzten fünf Ja
gekämpft. Hier finden Sie eine Au
die seit der Wirtschaftskammerwa
Emissionshandel: Gratiszertifikate für Industrie
2014 wurde auf europäischer Ebene
beschlossen, dass für Unternehmen
im produzierenden Bereich bis 2020
keine weiteren Eingriffe in das Emissionshandelssystem erfolgen sollen.
Vier Milliarden Euro an zusätzlichen Belastungen abgewendet
Senkung der Stromnetztarife
für die gewerbliche Wirtschaft
2012 konnte die WKO zahlreiche neue
Belastungen in Gesamthöhe von über vier
Milliarden Euro abwehren. Abgewendet
wurden: Erhöhung der Körperschaftssteuer,
Einführung einer Erbschafts- und Schenkungssteuer, Vermögenssteuer.
Es ist gelungen, bei den Stromnetztarifen in
allen wirtschaftsrelevanten Netzbereichen
eine nachhaltige Senkung zu erwirken. Die
steirischen Gewerbebetriebe werden damit
seit 2012 im Energiebereich um rund 4,5
Millionen Euro jährlich entlastet.
Moderne Teleko
Breitbandoffens
Auf Initiative der WK
Landes hin wurde End
tierung einer umfass
tegie mit Fokus auf
umgesetzt. Vom Land
für den Ausbau 9,3 M
dergeldern.
Nr. 5 · 6. Februar 2015
Steirische Wirtschaft
Reformpartnerschaft: Ankurbelung der Strukturreform
eltzone,
duziert
Unternehmensfinanzierung und
Wirtschaftsförderung
Auch die Beharrlichkeit der Wirtschaftskammer hat dazu beigetragen, dass auf Landesebene ein beispielgebender Reformprozess
eingeleitet wurde. Dieser wird letztlich auch
die Wirtschaft in der Steiermark in den kommenden Jahren entlasten.
Im Zusammenhang mit der EU-Förderperiode 2014-2020 ist es gelungen eine erwartete
deutliche Reduktion der EU-Fördermittel
abzuwenden. So stehen der steirischen
Wirtschaft auch in den nächsten Jahren
rund 130 Millionen Euro aus EU-Mitteln
zur Verfügung.
Sie
icht!
Umsatzsteuererklärung erst ab
30.000 Euro Umsatz
Seit 2010 müssen Kleinunternehmer ihre
Umsatzsteuererklärung erst ab einem Jahresumsatz von 30.000 Euro abgeben und
nicht wie vorher ab 7.500 Euro.
Kampf dem Fachkräftemangel durch
Top-Qualifzierung
Die WKO konnte 2010 die Streichung der Lehrstellenförderung abwenden: Die Basisförderung
sowie spezielle Förderprogramme in der Höhe
von rund 155 Millionen Euro sind gesichert.
Durch unternehmensnahe AMS-Ausbildungen
sagen AMS und WKO dem Fachkräftemangel
den Kampf an. Zudem führten WKO, Land
Steiermark und die Industriellenvereinigung
Fachkräfte-Missionen in Spanien und Kroatien
durch. So konnten Mitarbeiter für mehr als 100
offene Stellen im technisch-wissenschaftlichen
Bereich gefunden werden. Wie hervorragend in
den steirischen Unternehmen gearbeitet wird,
machen nicht zuletzt die Erfolge bei den Berufseuropameisterschaften Euro Skills deutlich.
ahren für die Unternehmer hart
uswahl der wichtigsten Erfolge,
ahl im Jahr 2010 erzielt wurden.
ommunikation –
sive
KO Steiermark und des
de 2014 die Implemensenden Breitbandstraden Ausbau bis 2020
d Steiermark kommen
Millionen Euro an För-
Science Fit führt Wirtschaft und
Wissenschaft zusammen
Bürokratieabbau durch
weniger Beauftragte
Sowohl auf Bundes- als auch auf
Landesebene wurde die Liste
der gesetzlich vorgeschriebenen
Beauftragten um insgesamt vier
Beauftragte reduziert.
Kostenersparnis durch weniger
Arbeitsaufzeichnungen
Eine wesentliche Vereinfachung der Aufzeichnung von Arbeitszeit für Arbeitgeber
bringt 25 Millionen Euro Kostenersparnis.
So kann etwa bei fixer Arbeitsaufteilung die
Aufzeichnung ganz entfallen, nur Abweichungen müssen festgehalten werden.
Eine Anschubfinanzierung durch die WKO
Steiermark ermöglichte den Neustart der
Initiative „Science Fit“. Gemeinsam mit dem
Land Steiermark und der Stadt Graz werden
steirische KMU an Forschung und Entwicklung herangeführt. So soll ihre Innovationsfähigkeit gestärkt werden.
Wesentliche Erleichterungen im
Anlagenrecht beschlossen
Seit 2013 ist eine schrittweise Erfüllung von
Auflagen gemäß Anlagenrecht möglich, sofern die sofortige Erfüllung nicht zumutbar
ist. Für einfache Anlagenänderungen gibt es
beschleunigte Anzeigeverfahren.
Foto: Fischer
nspolitischen
en, die Einfühwenden, einen
anzubieten
ubsanierungseinem ersten
erringern.
· Wahl-Spezial · III
Nr. 5 · 6. Februar 2015
IV · Wahl-Spezial · Steirische Wirtschaft
Countdown für die
WKO-Wahl läuft
Vom 24. bis 26. Februar
wählt die Wirtschaft.
Noch können Wahlkarten für die Briefwahl
angefordert werden.
Ob im Wahllokal oder per Briefwahl: jede Stimme zählt.
Mehr als 18.000 Wahlkarten
wurden von den steirischen
Unternehmern bereits bestellt
– das ist ein neuer Rekord!
Noch bis 11. Februar können
diese beantragt werden. Pro
Berechtigung erhalten Sie
einen Stimmzettel und ein
Stimmzettelkuvert. Wichtig:
Pro Stimmzettel darf nur ein
Stimmzettelkuvert verwenden
werden und die Wahlkarte
muss unterschrieben werden.
Die
Stimmzettelkuverts
werden dann in die Wahlkarte
gesteckt und in den Postkasten geworfen. Der Versand
ist kostenlos. Die Wahlkarte
muss spätestens am Freitag,
den 20. Februar 2015, bei der
Hauptwahlkommission eingelangt sein.
Wer seine Stimme in einem
Wahllokal abgeben möchte,
kann dies natürlich auch
tun: Alle Unternehmer werden
einem Wahlsprengel (Zweigwahllokal) zugeordnet. Diese
Zuordnung erfolgt nach dem
Firmensitz bzw. bei mehreren
Firmensitzen nach der Zusendeadresse. Das Formular
zum Anfordern der Wahlkarte
finden Sie im Internet: http://
bit.ly/1ulKnju (QR-Code)■
Weitere Infos
Sämtliche Informationen
zur WKO-Wahl finden Sie
online auf wko.at/wahl
…Frau Potocnik. Die
34-jährige Energetikerin
möchte das Bewusstsein
für ihre Branche stärken
und sich für kleine Unternehmen einsetzen.
Energetikers in der Öffentlichkeit bekannter machen. Energiearbeit ist eine hochprofessionelle Dienstleistung und kein
Hokuspokus!“, betont Potocnik.
„Viele Menschen haben ein
falsches Bild von der Branche.
Dabei ist unsere Arbeit ein
wichtiger Teil der Gesundheitsvorsorge, und als solche soll
sie auch von öffentlicher Seite
anerkannt werden.“
AU
S
T
Heike Maya Potocnik ist Energetikerin und Reiki-Lehrerin. Mit
ihrer Schwester Vanessa, einer
Yoga-Lehrerin, hat sie sich im
Jahr 2009 selbständig gemacht
und bietet gemeinsam mit weiAlle sind wichtig
teren Partnern verschiedenste
Potocnik hat sich das Ziel
Methoden der Energiearbeit,
wie Yoga, Massagen, Shiatsu gesetzt, die Bedingungen für
Klein- und Ein-Personen-Unoder Cranio-Sakral-Therapie.
ternehmen zu verbesFür die Grazerin
RT
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sern. „Jedes EPU
ist es die erste WKOE
D
ist ein ArbeitsWahl, bei der sie kandidiert. Was ihr
platz und genauso
besonders am
wichtig wie ein
Herzen
liegt?
großes
Unternehmen“, ist sie
„Ich möchte das
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überzeugt. „Obwohl
Berufsbild des
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EINE(R) 0
0
VON 14
sich in den letzten Jahren schon
einiges verbessert hat, gilt es
noch vieles zu verändern, etwa
im Bereich der Sozialversicherung oder der Krankenstandsvertretung.“
Warum sie ihren Beruf ergriffen hat? „Den Drang, mit
Energie zu arbeiten, hatte ich
schon immer, ich habe damals
nur nicht gewusst, wie bzw. in
welchem Beruf man das machen
kann“, erzählt sie. So hat sie zunächst studiert und unterschiedlichste Jobs ausprobiert – vom
Gastgewerbe bis zum Werben
für das Rote Kreuz. Im Alter von
26 Jahren hat sie dann ihren
Beruf entdeckt und eine Ausbildung begonnen.
„Das Schöne an der Energiearbeit ist es, etwas dazu beitragen
zu können, dass die Menschen
mit ihrem Leben besser zurecht
kommen, sich fitter fühlen und
mehr Lebensfreude verspüren.“
Heike Maya Potocnik
möchte etwas verändern.
Fotos: Fischer
Schön, dass Sie sich für Ihre Branche starkmachen…
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-WAHL 2015
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Nr. 5 · 6. Februar 2015
Noch mehr Schlagkraft für die
Gewerblichen
Dienstleister
Aus eins mach drei: Der Boom bei den gewerblichen Dienstleistern hat eine Reform erfordert.
Nach der WKO-Wahl wird es drei Fachgruppen und personelle Verstärkung geben.
S. II–III
Foto: Kurhan - Fotolia
P.b.b. 02Z032267 M Wirtschaftskammer Steiermark, Körblergasse 111-113, A-8010 Graz Retouren an „Postfach 555, 1008 Wien“
Die Zeitung der Wirtschaftskammer Steiermark · 14. Jahrgang
A
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24
Nr. 5 · 6. Februar 2015
II · Wahl-Spezial · Steirische Wirtschaft
Jetzt die Möglichkeit
zur Briefwahl nutzen!
Bei der WKO-Wahl
wählen immer mehr
Unternehmer mit
Wahlkarte. Achtung:
Die Rücksendefrist
endet am 20. Februar.
Die Vorbereitungen für die
WKO-Wahlen laufen auf
Hochtouren: Von 24. bis 26.
Februar 2015 wird gewählt
– mit Ihrer Stimme stellen
auch Sie die Weichen für die
Zukunft. Und es ist möglich,
schon jetzt die Stimme mittels
Wahlkarte abzugeben.
Gerade für die gewerblichen Dienstleister – einer
Branche, wo der Anteil von
Ein-Personen-Unternehmen
(EPU) mehr als 90 Prozent
beträgt – ist die Briefwahl
eine optimale Möglichkeit
zur Mitbestimmung, ohne
viel Zeit (und damit Geld) zu
verlieren. Ohne diese flexible
Option würden viele Mitgliedsbetriebe ein wesentliches Mitbestimmungsrecht
für ihre Interessenvertretung
verwirken.
Umso erfreulicher ist es,
dass immer mehr Mitglieder
die Möglichkeit nutzen, ihre
Stimme mittels Wahlkarte
abzugeben: Tausende solcher
Wahlkarten wurden in den
letzten Wochen verschickt
und zugestellt, viele sind
bereits wieder in der WKO
retour. Allerdings gibt es eine
Frist zu beachten: Spätestens
am 20. Februar müssen sämtliche Wahlkarten in der WKO
eingelangt sein, damit sie
ihre Gültigkeit behalten.
Wahlkarten
unterschreiben
Wichtig ist auch, dass die
Wahlkarten unterschrieben
retourniert werden, erklärt
Wahlleiter Jürgen Köstner:
„Nur so kann rechtskonform
gewählt werden.“
Machen auch Sie von Ihrem
Wahlrecht Gebrauch. Je mehr
Stimmen abgegeben werden,
desto schlagkräftiger ist auch
die Interessenvertretung, die
Ihre Anliegen tagtäglich und
mit viel Einsatz vertritt.■
Impressum
Medieninhaber, Herausgeber (Verleger) und Produzent: Wirtschaftskammer Steiermark, 8010 Graz, Körblergasse 111–113, Tel. 0316/601-657, Fax DW 308. Für den Inhalt
dieses Umschlags verantwortlich: Fachgruppe Gewerbliche Dienstleister. Druck Styria
Nach der Wahl werden
die gewerblichen Dienstleister neu organisiert.
Geschäftsführer Manuel
Höfferer und Obmann Andreas Herz im Interview.
Statt einer wird es künftig
drei Fachgruppen geben, die
die gewerblichen Dienstleister vertreten. Warum diese
Neuausrichtung?
Andreas Herz: Die Mitgliederzahlen bei den gewerblichen Dienstleistern sind stark gestiegen.
Allein in den letzten sechs Jahren
hat sich die Zahl der Betriebe in
der Steiermark fast vervierfacht
(siehe Grafik Seite IV). Da wir
unsere Mitglieder auch weiterhin
bestmöglich betreuen wollen, war
dieser Schritt notwendig.
Manuel Höfferer: Im Dezember
haben wir sogar die „magische“
Grenze von 20.000 Mitgliedsbetrieben überschritten. Damit sind
wir nicht nur die größte Fachgruppe in der Steiermark, sondern haben auch einen ähnlichen
Mitgliederstand wie die gesamte
WKO Burgenland erreicht.
Wie ist dieser enorme Zuwachs in der Branche zu erklären?
Höfferer: Dieser Boom ist vorwiegend auf die selbständigen
Personenbetreuer zurückzufüh-
ren. Allein in den letzten drei
Jahren hat sich die Mitgliederzahl in diesem Bereich mehr als
verdoppelt. Mit der steigenden
Lebenserwartung wächst auch
der Pflege- und Betreuungsbedarf
– und dementsprechend auch das
Angebot an Pflegepersonal bzw.
Personenbetreuern.
Herz: Betreuung findet heute
nicht mehr nur in der Familie
statt, viele holen sich dabei Unterstützung von außen. Das ist ein
gesellschaftlicher Trend, der sich
eben auch in unseren Mitgliederzahlen widerspiegelt. Immer
mehr Betreuungskräfte nutzen
auch die Möglichkeit, ihre
Dienstleistung als Unternehmer anzubieten.
Ist die Reform
in Zeiten von
Fusionen und
Einsparungsmaßnahmen
nicht trotzdem ein
ungewöhnlicher
Schritt?
Höfferer:
Nein,
wir
sehen in dieser Neuorganisation eine Notwendigkeit, um die
Interessen unserer
Mitglieder auch in
Manuel Höffer
Fachgruppe der „Gewerblichen
Dienstleister“: Profis im B2B-Bereich
Die (neue) Fachgruppe der gewerblichen Dienstleister ist
Rechtsnachfolger der bisherigen
Fachgruppe und umfasst 20 Berufsgruppen – von A wie Adressenbüros bis Z wie Zeichenbüros.
Charakteristisch für diese Berufsgruppen ist, dass sie vorwiegend
im B2B-Bereich tätig sind, ihre
Auftraggeber also selbst Unternehmer sind. Nach derzeitigem
Stand umfasst die neue Fachgruppe der gewerblichen Dienstleister 3.373 Unternehmen, zu
den Wachstumsbranchen zählen
hier u.a. die Forstunternehmen
und die Sprachdienstleister. Die
ganze Übersicht der Berufsgruppen finden Sie auf Seite IV. ■
Foto: AK-DigiArt - Fotolia
Foto: Gina Sanders - Fotolia
Dienstleister a
Auch Forstbetriebe zählen dazu.
Nr. 5 · 6. Februar 2015
Steirische Wirtschaft
· Wahl-Spezial · III
auf neue Beine gestellt
zugehen. WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk war an dieser
Initiative federführend beteiligt.
Wie schaut die Neuordnung
konkret aus und nach welchen Gesichtspunkten wurde sie gestaltet?
Herz: Zentrales Anliegen war
es, einen gemeinsamen Nenner
für die Branchen zu finden und
einzelne Berufsgruppen damit zu
einer homogenen Fachgruppe zu
formen. Darum wird es nach der
WKO-Wahl eine Fachgruppe mit dem Schwerpunkt B2B geben, die
auch weiterhin unter
dem Namen „Gewerbliche Dienstleister“ firmiert.
Dazu kommt die
Fachgruppe „Persönliche Dienstleister“,
die
vorwiegend
im Bereich
B2C – also
für Private –
tätig ist. Dazu
zählen
zum
Beispiel die Humanenergetiker,
Typberater und Astrologen. Die dritte
Fachgruppe
nennt
sich „Personenberatung und Personenbetreuung“ und ist auch
die stärkste Wachstumsgruppe,
dazu gehören die selbständigen
Personenbetreuer (Details Beiträge unten und Seite IV).
Höfferer: Es war in der Vergangenheit schon eine große Herausforderung, die Interessen von 30
zum Teil sehr unterschiedlichen
Berufsgruppen – vom Callcenter
über Typberater bis zu Forstunternehmen – unter einen Hut zu
bekommen. Das wird nun wesentlich erleichtert, weil mit den
drei Fachgruppen drei homogene
Gruppierungen entstehen.
Drei Fachgruppen erfordern
aber auch mehr Organisa­
tion. Ist eine personelle Verstärkung angedacht?
Höfferer: Ja, die Organisationsreform sieht auch eine personelle
Verstärkung vor. Künftig werden
sich zwei Geschäftsführer um die
Belange der neuen Fachgruppen
kümmern.
Herz: Damit wird gewährleistet,
dass unsere Mitglieder noch besser betreut werden können.■
Infos im Web
Mehr Infos zu den Dienstleistern im
Internet: www.
dienstleisterstmk.at
Foto: Fischer
dieser Neuordnung haben wir die
Möglichkeit, noch punktgenauer
auf die Interessen und Anliegen
der einzelnen Berufsgruppen ein-
Andreas Herz
„Persönliche Dienstleister“:
Bestes Service für Privatkunden
„Beratung und Betreuung“:
Der Mensch im Mittelpunkt
Bei den „Persönlichen Dienst- tiker und die Dienstleistungen
leistern“ stehen Privatkunden im Zusammenhang mit Tieren
im Vordergrund, arbeitet die – etwa Pflegesalons. Die gesamte
Branche doch vorwiegend im Berufsgruppenübersicht finden
B2C-Bereich: Astrologen zählen Sie auf Seite IV.■
hier genauso dazu wie Farbund Typberater, Humanenergetiker, Partnervermittler und
Tierbetreuer. Insgesamt umfasst
die neue Fachgruppe acht Berufsgruppen und aktuell 4.102
Mitglieder. Zu den Wachstumsbranchen der neuen Fachgruppe
zählen u.a. die Humanenerge- Profis in Tierpflegesalons
Mit derzeit 12.611 Mitgliedsbetrieben ist die Fachgruppe
„Personenberatung und Personenbetreuung“ mit Abstand die
größte nach der Neuorganisation. Hier steht der Mensch im
Fokus, umfasst die Fachgruppe
doch die Lebens- und Sozialberater (psychologische, sportwissenschaftliche und Ernährungsberater) sowie die selbständigen
Personenbetreuer. In den letzten
drei Jahren hat sich die Zahl der
Personenbetreuer von 5.563 (im
Jahr 2011) auf 11.566 (2014)
mehr als verdoppelt. Auch bei
den psychologischen Lebensund Sozialberatern gibt es ein
starkes Wachstum. ■
Foto: Robert Kneschke - Fotolia
Foto: Hofer - Fotolia
rer
Zukunft bestmöglich vertreten
zu können. Die rechtliche Basis
dafür wurde im Rahmen der
Fachorganisationsordnung geschaffen.
Herz: Wir wollen damit ein Zeichen setzen, dass sich die WKO
voll hinter die Anliegen
der Ein-PersonenUnternehmen
stellt. Immerhin
sind mehr als 90
Prozent unserer
Mitglieder als
EPU tätig. Mit
Sportwissenschaftliche Berater
Nr. 5 · 6. Februar 2015
IV · Wahl-Spezial · Steirische Wirtschaft
WKO-Wahl: Aufteilung der gewerblichen Dienstleister
Fachgruppe der persönlichen
Dienstleister umfasst:
‣‣Astrologen
‣‣Farb- und Typberater
‣‣Hilfesteller
‣‣Humanenergetiker
‣‣Lebensraum-Consulting, wie Radiästheten
‣‣Partnervermittler
‣‣Tierenergetiker
‣‣Tierpflegesalons, Tierpensionen,
Tierbetreuer, Tiertrainer, ausgenommen im Zusammenhang mit
Pferden, sowie alle sonstigen
persönlichen Dienstleistungsunternehmungen, die nicht einer
anderen Innung bzw. Fachgruppe
angehören.
Fachgruppe Personenberatung und Personenbetreuung
­umfasst:
‣‣Lebens- und Sozialberater, wie:
1. Psychologische Berater
2. Ernährungsberater
3. Sportwissenschaftliche
Berater
‣‣Selbständige Personenbetreuer
20.139
Fachgruppe der gewerblichen
Dienstleister umfasst:
‣‣Adressenbüros
‣‣Agrarunternehmer
‣‣Berufsdetektive
‣‣Bewachungsgewerbe
‣‣Büroservice
‣‣Call-Center
‣‣Forstunternehmer
‣‣Fundbüros
‣‣Holzzerkleinerer
‣‣Informationsdienste
‣‣Medienbeobachter
‣‣Patentausüber und -verwerter
‣‣Personaldienstleister, wie Arbeitskräfteüberlasser und Arbeitskräftevermittler
‣‣Sicherheitsfachkräfte und sicherheitstechnische Zentren
‣‣Sprachdienstleister
‣‣Tauchunternehmer
‣‣Versandservice
‣‣Wärmeversorgungsunternehmen,
die Wärme überwiegend aus Biomasse erzeugen, sofern das Wärmenetz unter fünf Kilometern und
fünf Megawatt liegt
‣‣Zeichenbüros
‣‣Alle sonstigen Gewerbe-, Handwerks- und gewerblichen Dienstleistungsunternehmungen, die
nicht einer anderen Innung bzw.
Fachgruppe angehören.
Mitgliederzuwachs
Quelle: WKO
15.185
12.826
10.798
8.737
2009
2010
2011
2012
3.887
3.080
2.380
1.919
1.638
5.282
7.405
1.444
5.737
2008
■ Summe
■ davon ruhend
2013
2014
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