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als pdf - Neuhauser Woche

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Lokalzeitung für Neuhausen am Rheinfall und Umgebung
4. Jahrgang, Nr. 5
Das Endlager-Interview
Schluss nach 27 Jahren
Pfader nicht zu stoppen
Stephan Rawyler sagt, warum er zwar
aufatmet, aber dennoch besorgt
nach Marthalen blickt. Seiten 3 + 4
Gerhard Heidenreich zieht sich
mit 72 vom Geschäftsleben zurück.
Seine Bilanz lesen Sie auf Seite 5
Unsere Reporterin Claudia Zanella war
am Handballmatch und hat Zaungäste im Bild festgehalten. Seite 7
donnerstag, 5. februar 2015
A1389390
Kommentar
Opa Linus und
Oma Lina
A
Malou Leclerc wurde am Montagabend im Stadttheater Schaffhausen für ihr Wirken in Neuhausen geehrt. Bild: Alfred Wüger
Amsler-Preis an Malou Leclerc
Vor dem Galakonzert zur Eröffnung der 11. Schaffhauser
Meisterkurse wurde der künstlerischen Leiterin der Cinevox Junior Company, Malou Leclerc, der mit 20 000 Franken dotierte Werner-Amsler-Preis verliehen. Alfred Wüger
Ja, andere Zeitungen haben bereits
über die Verleihung des Werner-Amsler-Preises an Malou Leclerc berichtet, aber über Schönes lohnt es sich,
auch post festum ein paar Worte zu
verlieren, und darum ist uns diese
­Ehrung der künstlerischen Leiterin
der in Neuhausen am Rheinfall ansässigen Cinevox Junior Company
auch heute noch die Titelgeschichte
wert.
Der Werner-Amsler-Preis ist mit
20 000 Franken dotiert und wurde am
Montagabend zum dritten Mal vergeben. Der frühere Stadtpräsident von
Schaffhausen, Thomas Feurer, hielt
im gut besetzten Schaffhauser Stadt-
theater – wo anschliessend an die
Preisübergabe ein Galakonzert zur Eröffnung der Schaffhauser Meisterkurse gegeben wurde – die Laudatio
auf die ihren jungen Profis den letzten
Schliff ­gebende Künstlerin und Choreografin Malou Leclerc. «Tanz ist eine
Liebesbeziehung», sagte er und: «Eine
Tanzausbildung dauert länger als ein
Medizinstudium.»
Die Geehrte bedankte sich für
die Auszeichnung und sagte, das
Preisgeld werde in den Cinevox-Förderverein fliessen. Und dann war es
natürlich Zeit, dass das Publikum
­etwas Tänzerisches zu sehen bekam,
ein «Amuse-bouche», wie Malou
Leclerc sagte, eine kurze Choreografie zu einem Stück von Chopin, zu
dem die junge Malou als Teenagerin
einst im Olympiastadion tanzte und
dabei einen Sturz erleben musste.
Für die junge Cinevox-Tänzerin ging
jetzt alles glatt. Am Klavier sass Werner Bärtschi, der Spiritus rector der
Meisterkurse, die dieses Jahr zum elften Mal stattfinden.
Das Galakonzert selbst glänzte
dann mit dem melodiereichen und
klangschönen Cellokonzert von
­Camille Saint-Saëns mit Wen-Sinn
Yang am Cello sowie dem Klaviertrio
von Maurice Ravel, wiederum mit
Wen-Sinn Yang sowie Nora Chastain
an der Geige und dem überaus feinsinnigen Pianisten Homero Francesch am Flügel.
Und am Apéro im Foyer sah man
sie dann wieder: Tänzerinnen und
Tänzer der Cinevox Junior Company: locker und selbstbewusst.
lles klingt wie im Märchen:
Die Nagra und das Ensi,
Mutter und Töchterlein,
niedliche Kosenamen. Das kennen
wir von den Brüdern Grimm, und
wir wissen auch, dass sich in den
Texten, die ursprünglich ja gar nicht
für Kinder gedacht waren, viel Ab­
gründiges, ja Böses verbirgt. Nun ist
aber das Böse schwer fassbar, es ist
letztlich ein Mythos, die Frucht von
Interpretationen. Etwas anderes als
Interpretationen steht uns aber nie
zur Verfügung, also wäre es wichtig,
richtig zu interpretieren. Und an
der Frage, was richtig ist und was
falsch, scheiden sich bekanntlich
die Geister. Und diese geschiedenen
Geister ringen nun im Fall der soge­
nannten Endlager um Lösungen,
die über jeden vorstellbaren Zeit­
horizont hinaus gültig sein sollen.
Hier schlagen der Mut, das Selbst­
vertrauen in Kühnheit, ja märchen­
hafte Tollkühnheit um. Wie gross­
artig das Planen in einem ver­
gleichsweise viel einfacheren Fall
scheitern kann, zeigt die S-Bahn ins
Klettgau. Dass jetzt die Busse die
Menschen zu den Bahnhöfen füh­
ren sollen, damit sie dort dann in
den Zug klettern, offenbart, dass
bei diesem Verkehrskonzept vieles
­unbedacht geblieben sein muss.
Opa Linus lächelt und tätschelt die
Hand von Oma Lina. «Was, meine
Liebe, werden nur die Enkel sagen?»
Alfred
Wüger
Redaktor
2 Tribüne
in kürze
Mit Sommerreifen unterwegs
Eine Leserin schreibt: «Gestern
Abend fuhr ich im Schneetreiben nach Hause. Nach dem Zoll
war bereits Stau. Wir fuhren
Richtung Rundbuck, dann hinunter zum Rheinfall. Da standen wir dann. Nichts ging mehr.
Wir stellten fest: Es gibt tatsächlich Leute, die mit Sommerreifen unterwegs sind …» (r.)
die gemeinde
informiert
Petition Verkehrs- und
Parkplatzsituation um das
Schulhaus Gemeindewiesen
Am 5. Januar 2015 haben
33 Anwohnerinnen und
­Anwohner des Neubergquartiers eine Petition beim Gemeinderat eingereicht. Sie
­ersuchen den Gemeinderat,
die Gebührenpflicht auf dem
Parkplatz beim Schulhaus
wieder aufzuheben und dem
Grund für die starke Verkehrszunahme auf der Neubergstrasse nachzugehen. Im Weiteren wünschen sie, dass die
Neubergstrasse für den Durchgangsverkehr gesperrt wird.
Planungszusicherung
­Agglomerationsprogramm
Schaffhausen
Mit der Unterzeichnung der
Planungszusicherung Agglomerationsprogramm Schaffhausen 2. Generation 2011/
2012 Teil Verkehr und Siedlung verpflichtet sich der
­Gemeinderat, die noch laufenden Planungen – vorbehältlich der Beschlüsse durch
die zuständigen Organe und/
oder allfälliger Rechtsverfahren – bis zur Rechtskrafterlangung voranzutreiben
bzw. weiterzuverfolgen. Als
nächster Schritt steht die
Unterzeichnung der Leistungsvereinbarungen zwischen
dem Bund und dem Kanton
Schaffhausen respektive
dem VAS als Trägerschaft des
Agglomerationsprogramms
Schaffhausen an.
­Voraussetzung dazu sind die
Bestätigungen der Gemeinden betreffend Vorbereitung
und Umsetzung ihrer Massnahmen mittels einer Planungszusicherung.
Neuhauser Woche
donnerstag, 5. februar 2015
Hand aufs Herz, wer war nicht …?
D
rei Wochen sind
­vergangen, seit die
Schweizerische Na­tio­
nalbank den EuroMindestkurs von 1.20
Franken aufgehoben hat. Für uns
Konsumenten eines Grenzkantons
ist dieser Entscheid natürlich sehr
interessant. Wahrscheinlich haben
auch Sie sich insgeheim gefreut, dass
Sie nun noch günstiger ennet der
Grenze einkaufen können. Hand aufs
Herz, wer war seit diesem Entscheid
noch nicht am Geldautomaten, um
sich mit Euro einzudecken? Es gibt ja
auch immer noch sehr viele Pro­
dukte, welche für die so vermögen­
den Einwohner der Hochpreisinsel
Schweiz zu überrissenen Preisen an­
geboten werden. Und solange das
Kartellgesetz nicht endlich mal ver­
schärft wird, ändert sich daran
nichts. Die Läden in Grenznähe zur
Schweiz gehören denn auch nicht
grundlos zu den erfolgreichsten Fi­
lialen in ganz Deutschland. Ich für
meinen Teil bemitleide die Einhei­
mischen von Jestetten oder Gailin­
gen manchmal schon etwas, die zwar
sicher auch von zahlungskräftigen
«Wer mit Lohneinbussen
oder mit Arbeitsplatzverlust konfrontiert ist, kauft,
wo’s am günstigsten ist.»
Mary Herger
Nicht-Neuhauserin
Eidgenossen profitieren können,
aber sich bei den simplen Besor­
gungen des Alltags regelrecht durch­
boxen müssen. Doch nebst aller
Euphorie der Schnäppchenjäger
bringt die Aufhebung des Mindest­
kurses auch Schattenseiten mit sich,
die so manch einen zwangsläufig ge­
nau dazu verdonnern. Wer nämlich
plötzlich mit Lohneinbussen oder
gar mit Arbeitsplatzverlust konfron­
tiert wird, hat bald keine Wahl mehr
und kauft dort ein, wo es am güns­
tigsten ist. Obwohl bereits bei der
Anbindung kommuniziert wurde,
dass es sich um eine vorüberge­
hende Massnahme handle, kam der
Entscheid für viele Unternehmen zu
früh. Wie hätten sich manche Firmen
auch darauf vorbereiten können,
wenn sie sowieso bereits am Ab­
grund stehen und um jeden Auftrag
kämpfen müssen? Gerade im indus­
triellen, exportorientierten Kanton
Schaffhausen ist dieser Beschluss
für zahlreiche Firmen ein herber
Schlag. So ist es auch nicht verwun­
derlich, dass einige Unternehmen
bereits auf Kurzarbeit setzen müs­
sen, um die Währungskrise zu über­
brücken und so die schwierigen Zei­
ten hoffentlich einigermassen un­
beschadet zu überstehen. Auch
wenn sich die Experten einig sind,
dass der Franken massiv überbe­
wertet ist und die Börsenkurse ge­
nerell anfällig sind auf Panikmache,
die Menschen, welche in Form von
Mehrarbeit, Lohneinbussen oder
sogar Stellenverlust direkt von die­
sem Entscheid betroffen sind, trös­
tet das wenig.
Felspartien unter dem
Schloss Charlottenfels
mit Netzen gesichert
Das Bundesamt für Strassen teilt
mit: «Seit Herbst 2014 laufen
neben dem Vortrieb der Sondier­
stollen unterhalb des Schlosses
Charlottenfels auch Vorbereitun­
gen für die Stützbauwerke südlich
des zukünftigen Tunnelportals im
Bahntal. Dabei sind die Felspartien
neben dem Voreinschnitt vom
Unterholz befreit und der Hang
mit einem Steinschlagnetz gesi­
chert worden. Als nächster Arbeits­
schritt zerkleinert man nun ver­
schiedene lose Gesteinsbrocken
und führt diese ab. Anschliessend
werden permanente Verankerun­
gen in den Fels gebohrt, zudem
wird ein Schutznetz über den Fels
gespannt. Diese Massnahme ist
notwendig, damit die Verkehrsteil­
nehmenden auf der zukünftigen
Fahrbahn der Schaffhauserstrasse
wie auch auf dem neuen Fussweg
vor Steinschlag geschützt sind. Für
den Materialtransport in diesem
unwegsamen Gelände sind ver­
schiedene Helikoptertransporte
erforderlich.» (Bild: Alfred Wüger)
donnerstag, 5. februar 2015
Endlager
Neuhauser Woche
3
«Wir können jetzt teilweise aufatmen»
Für ein Endlager kommen nur noch Zürich Nordost und
Jura Südfuss in Frage. Stephan Rawyler äussert sich als
Neuhauser Gemeindepräsident und als Präsident der
Regionalkonferenz Südranden. Vincent Fluck
Herr Rawyler, kann Neuhausen nach
dem Standortentscheid, der letzte
Woche bekannt gegeben wurde, aufatmen?
Stephan Rawyler: Wir können teil­
weise aufatmen. Aber es ist klar, Mar­
thalen ist sehr nahe, praktisch in
Sichtweite – das Marthaler Getreide­
silo sieht man problemlos von Neu­
hausen am Rheinfall aus – die Luft­
linie beträgt fünf bis sieben Kilome­
ter. So gesehen ist das Tiefenlager
zwar nicht mehr auf unserem Gemein­
degebiet, aber immer noch sehr nahe.
Wird bezüglich Tiefenlager für Sie
nun weniger Arbeit anfallen?
Rawyler: Ich hoffe, dass es in Zu­
kunft eine gewisse Entlastung geben
wird. Im Moment müssen wir aber
noch die Stellungnahme zum Vor­
«Ich gehe davon aus, dass
wir spätestens Ende 2015
den Betrieb der Regionalkonferenz einstellen.»
schlag der Nagra erarbeiten und mit
dem Bundesamt für Energie reden,
wie die Regionalkonferenz abgewi­
ckelt werden soll. Es hatte eigentlich
niemand damit gerechnet, dass so
viele Standorte aufs Mal wegfallen.
Mein Vorschlag ist, dass man einen
Ablaufplan macht, auf dem ersicht­
lich ist, wie es weitergeht. Aufgrund
meines jetzigen Wissensstands gehe
ich davon aus, dass wir im Herbst,
spätestens Ende 2015, den Betrieb
einstellen können.
Sie meinen den Betrieb der Regionalkonferenz?
Rawyler: Ja. Ich denke, es wird nicht
möglich sein, dass man die Regional­
konferenz auf einem tieferen Niveau
weiterführt. Entweder sie wird auf­
rechterhalten, oder sie wird vollstän­
dig stillgelegt. Das war auch die Mei­
nung meiner Kollegen, etwa der Prä­
sidenten der Regionalkonferenzen
Lägern Nord und Jura Südfuss. Dass
man wie früher im Militär einen Offi­
ziersstab auf halber Flamme auf­
rechterhält, sehe ich nicht.
Konkret ist zum jetzigen Zeitpunkt
aber noch nichts?
Rawyler: Doch, uns steht nun nur
noch das sogenannte «kleine Bud­
get» zu. Wir hatten bisher pro Jahr
rund 790 000 Franken zur Verfügung.
Jetzt sind es rund 200 000 Franken. Es
stehen noch zwei Vollversammlun­
gen an; jede Vollversammlung kostet
um die 30 000 bis 40 000 Franken.
Dann werden also trotz allem noch
Vollversammlungen durchgeführt?
Rawyler: Auf jeden Fall. Wir müssen
ja noch eine Stellungnahme abgeben
zum Bericht, den die Nagra verfasst
hat. Danach werden wir schauen,
wie es weitergeht.
Die Regionalkonferenz muss jetzt
also die mehr als 16 000 Seiten des
Berichts lesen?
Rawyler: Wir werden nicht das
Ganze lesen.
Nur die Zusammenfassung?
Rawyler: Vielleicht gehen wir doch
etwas tiefer. Wir müssen wissen,
weshalb wir ausgeschieden sind.
Das gibt uns auch einen Hinweis auf
die Belastbarkeit des Nagra-Vor­
schlags oder ob tatsächlich etwas
übersehen worden ist. Ich habe mit
Interesse zur Kenntnis genommen,
dass die Neuhauserwald-Rinne
plötzlich bedeutsam geworden ist.
Dabei kann man diese schon auf
den Skizzen zur Entstehung des
Rheinfalls sehen. Professor Franz
Hofmann, der an der ETH Zürich
Geologie lehrte, hatte sie angefer­
tigt. Das ist also nichts Neues.
Damit sagen Sie ...
Rawyler: … dass man diesen Wis­
sensstand schon seit Längerem hat.
Man wusste, dass im Neuhauser
Wald eine solche Rinne ist.
Das führt zum Kritikpunkt, der in
den letzten Tagen via Medien
­geäussert wurde: Es war schon längstens klar, welche Standortvarianten
bevorzugt werden.
Rawyler: Ich habe diese Stimmen zur
Kenntnis genommen. Bevor ich mich
aber dazu äussere, möchte ich zuerst
die Papiere der Nagra studieren.
Stephan Rawyler kann sich als Regionalkonferenz-Präsident noch nicht
zurücklehnen. Noch stehen zwei Vollversammlungen an. Bild: Alfred Wüger
Unterschwellig schwingt bei dieser
Kritik der Vorwurf mit, dass man
Hunderte von Leuten für nichts und
wieder nichts beschäftigt hat.
Rawyler: Das war schon immer ein
Einwand der Regionalkonferenz
«Ross am Schwanz aufgezäumt: Vier Regionalkonferenzen haben eigentlich
für die Katz gearbeitet.»
Südranden. Wir forderten stets, dass
man zuerst bestimmt, wo das Lager
hinkommt, bevor man sagt, wo die
Oberflächenanlage stehen soll. Man
hat das Ross am Schwanz aufge­
zäumt. Das rächt sich nun. Vier Re­
gionalkonferenzen haben eigentlich
für die Katz gearbeitet – aber nicht
umsonst, denn das Ganze hat viel
Geld gekostet.
Wie sieht es mit dem Vertrauensverhältnis zur Nagra aus? Ist es noch da?
Rawyler: Vor etwa zwei Jahren hat
die Regionalkonferenz gesagt, dass
man nicht mehr mit der Nagra zu­
sammenarbeiten will. Man hat dann
aber entschieden, dass man nicht
über die Vertrauensfrage abstimmt.
Man hat die Frage offengelassen.
Ich denke, das Vertrauen ist ein
Punkt, den man anhand der nun
vorliegenden Papiere sorgfältig
überprüfen muss. Ist irgendetwas
versteckt worden, das man in diesen
16 000 Seiten plötzlich findet? Ich
denke, es wird Mitglieder der Regio­
nalkonferenz geben, die sich in die
Papiere vertiefen und diesen Punkt
genau anschauen werden. Ich habe
mir sagen lassen, dass die zweite
Stufe der Zusammenfassung – der
500-Seiten-Bericht – so verfasst ist,
dass man praktisch nichts versteht,
wenn man nicht Wissenschafter ist.
Das ist natürlich auch ein Teil des
Vertrauens: Wir erwarten, dass
Papiere, die zu uns kommen, in
einer verständlichen Sprache ge­
schrieben sind. Vertrauen muss ge­
lebt und immer wieder erarbeitet
werden. Da ist primär die Nagra ge­
fordert.
Sie sind auch Mitglied der Regionalkonferenz Zürich Nordost, wo Sie
auch der Leitungsgruppe angehören.
Muss man jetzt, da Südranden wegfällt, dafür sorgen, dass Neuhausen
bei Zürich Nordost eine zusätzliche
Vertretung erhält?
Rawyler: Man wird sicher über­
denken müssen, ob die Zusammen­
setzung richtig ist. Insbesondere
stellt sich die Frage, ob die Stadt
Schaffhausen das nötige Gewicht
hat. Ich denke, dass diese Diskus­
sion stattfinden wird. Zuvor muss
fortsetzung auf seite 4
4 Endlager/Städtebau
fortsetzung von seite 3
man aber die Wahlen im Kanton
­Zürich abwarten. Denn danach wird
es sowieso teilweise zu neuen Besetzungen kommen.
Finden Sie, dass Schaffhausen ein
grösseres Gewicht haben sollte?
Rawyler: Man muss die Gewichte so
verteilen, dass die grossen Bevölkerungszentren widerspiegelt werden.
Daneben ist aber auch klar, dass die
kleinen Gemeinden ein Anrecht haben,
angehört zu werden. Die Zusammensetzung wird eine Herausforderung
sein. Denn wir sind ebenfalls betroffen,
liegen aber ausserhalb des Kantons Zürich, der die Federführung hat. Wir
müssen schauen, dass unsere Schaffhauser Interessen nicht untergehen.
Wird der Einfluss eines Endlagers auf
das Umland nicht völlig überbewertet? Das Beispiel Neuhausen zeigt
doch, dass Investoren trotz eines möglichen Endlagers bereit sind, hier zu
bauen.Wird da nicht ein unnötig grosses Geschrei gemacht?
Rawyler: Nein, wir machen kein Geschrei. Mehrere Studien zeigen: Wenn
ein Atomendlager kommt, gehen die
Immobilienpreise zwischen einem
und drei Prozent zurück. Wenn man
das hochrechnet bei einem Wertbestand von knapp 25 Milliarden
Franken im Kanton Schaffhausen,
würden enorme Summen sofort
fällig. Dann gibt es auch die Studie,
die der Regierungsrat des Kantons
Schaffhausen in Auftrag gegeben
hat: Es ist nie behauptet worden,
dass es keine Entwicklung mehr geben würde, aber laut dieser Studie
würde sie verlangsamt. Die bauliche Entwicklung, die sich jetzt abzeichnet, ist eher eine Folge des
S-Bahn-Entscheids und des Näherrückens an den Grossraum Zürich.
Wir sind bezüglich Mietzinse günstig, das haben einige Leute entdeckt, von daher ist es sicher inter-
«Zürich hat die Federführung. Unsere Schaffhauser
Interessen dürfen nicht
untergehen.»
essant, im Raum Schaffhausen zu
wohnen. Der Halbstundentakt
spielt ebenfalls eine wichtige Rolle.
Ich glaube, das Atomendlager wird
eher eine langfristige, unterschwellige
Auswirkung haben.
Dann lohnt es sich also für die Gemeinde Neuhausen, sich gegen ein
Endlager zu wehren?
Rawyler: Selbst wenn es sich nicht
lohnen würde, sind alle Exekutiven im Kanton Schaffhausen gesetzlich verpflichtet, sich gegen
ein Endlager auf Schaffhauser Gebiet und in der angrenzenden
Nachbarschaft zu wehren.
Diese Buche hinter dem Altersheim war krank
Dieser Baum musste gefällt werden, denn er hätte sonst, in einem
Sturm etwa, auf das Altersheim stürzen können. Ast für Ast wurde
entfernt, dann wurde der Stamm Stück um Stück gekürzt. Nun ist es
heller und luftiger, und dennoch werde ihr, so schreibt unsere Korrespondentin, das Grün im Sommer fehlen. Deshalb kommen die
Baumfäller im Winter: Weil dann der Saft nicht durch das Holz
strömt und kein Blattwerk da ist. (Bild: Claudia Zanella)
Neuhauser Woche
donnerstag, 5. februar 2015
leserbrief
Ein unwillkommenes Geschenk
Wetten, dass keiner der von Mäni Frei
Beschenkten sein Weihnachtsgeschenk aufgemacht, in den Laptop
eingelegt oder sich dafür bedankt hat,
vergleiche «Neuhauser Woche» vom
18. Dezember 2014. SimCity, das sogar mein zehn jähriger Enkel begeistert spielt, vermag die Planer und
­Entwickler von Neuhausen nicht zu
­reizen: Zu weit ist die Verdichtung in
den Köpfen schon fortgeschritten.
Dabei ist das Computerspiel schon
seit über zwei Jahrzehnten auf dem
Markt. Es wäre relativ einfach, SimCity zu spielen: Zunächst wird das
stark gegliederte Gelände am Rheinfall den Strukturen angepasst. Dann
werden die historisch gewachsenen
Quartiere eingegeben und die starren
Verkehrsachsen eingezeichnet. Eine
alte Industriezone in eine moderne
Wohnsiedlung umzufunktionieren,
ist jedoch nicht so leicht. Die aus der
industriellen Pionierzeit stammenden Altlasten (Metalle, Chemikalien,
PCB, Arsen und Asbest usw.) müssen
zuerst saniert werden. Heisst es doch
in der Spielanleitung von SimCity:
«Der Spieler hat die Aufgabe, eine
Stadt zu gründen und zu entwickeln;
er darf wohl das Gelände den Gegebenheiten anpassen, muss jedoch
immer die positive Befindlichkeit der
Einwohner und ein ausgeglichenes
Budget im Auge behalten.» Das klingt
nicht gerade nach dem, was sich in
Neuhausen in den letzten vier oder
fünf Jahren in städtebaulicher Hinsicht abgespielt hat. Am und um das
schützenswerte Naturschauspiel
Rheinfall von nationaler und inter­
nationaler Bedeutung werden Megaprojekte aus dem Boden gestampft,
ohne Rücksicht auf die geografischen,
landschaftlichen oder urbanen Gegebenheiten. Das Wohl vieler Einwohner und unzähliger Besucher am
Rheinfall wird sträflich vernachlässigt, rein der Rendite wegen. Erst
wenn sich Widerstand regt, reagiert
man mit Diskussionsforen und Ähnlichem. Es ist zumindest befremdend,
dass nicht aus dem Kreis der Fachleute vor jedem Projekt gefragt wird,
ob sich der Standort überhaupt eignet oder die Baudimension dem
­Umfeld angepasst ist. Verdichtung,
obwohl der Ausdruck nur ein einziges
Mal im Raumplanungsgesetz (RPG)
vorkommt, ist ständig und stets zuvorderst im Vokabular der Entwickler.
Meist gibt es zum einen Projekt nicht
einmal einen Plan B, sollte sich ein
unausgereiftes Vorhaben als absurd
oder unmöglich erweisen. Die Anleitung im Städte-Simulationsspiel (daher der Name SimCity) fordert weiter,
in der idealen Stadt ­Industrie- und
Wohnzonen klar zu trennen und den
Verkehr sauber zu planen und zu organisieren. Schon ein Laie sieht hier
die Quadratur des Kreises für Neuhausen. Das abgeschottete frühere
Industriegelände der Alusuisse öffnet
sich nicht einfach durch die Errichtung zweier Türme mit 250 Wohnungen. Es ist für eine Wohnsiedlung aus
verschiedenen Überlegungen denkbar ungeeignet. Wollen die Entwickler
zum Beispiel die Altlasten ent­sorgen
und das Areal sanieren, fängt das Problem schon an: Das Grundstück (GB
Nr. 675) misst über 20 000 Quadratmeter. ­Jeder Meter der Aushubtiefe
multipliziert die Anzahl der Lastwagen, die das verseuchte Erdmaterial
abtransportieren sollen. Die Brummis werden sich in die schmale Badische Bahnhofstrasse zwängen, irgendwo und irgendwie in die Hauptachsen der Klettgauer- und der Zollstrasse einfädeln und den
­Anwohnern während Wochen, ja
­Monaten zum nervenaufreibenden
Ärgernis werden. Aber man will Neuhausen voranbringen, koste es, was es
wolle. Auch später, sollen sich einmal
einige Hundert Fahrzeuge der Neuzuzüger jeden Morgen und jeden Abend
in die bereits heute verstopften Ortsstrassen ergiessen, wird der ungeeignete Standort einer solchen Megaüberbauung den meisten unserer
Nachkommen bewusst. Was erleben
wir Bürger und Bürgerinnen dieser
­Gemeinde? Zur bereits bestehenden
überdurchschnittlichen Verschuldung in zweistelliger Millionenhöhe
gesellen sich laufend weitere Aus­
gaben für Studien, Wettbewerbe,
­Sitzungen, Gremien und so weiter,
­sodass es schwierig, wenn nicht gar
unmöglich werden wird, den Staatshaushalt in Zukunft je wieder ins
Gleichgewicht zu bringen. SimCity
hat sogar den Weitblick, «atomfreie
Zonen» zu fordern. In unmittelbarer
Nähe des Rheinfalls, in Sichtweite der
Bewohner, lauert das Schreckgespenst von Atommüll­lagern. Wahrlich
eine strahlende Aussicht von den
Hochhäusern aus … Noch wäre es
Zeit, der Fehl­ent­­wic­k­lung in verschiedenster Hinsicht am Rheinfall Einhalt
zu gebieten.
Andreas C. Fischer
Neuhausen am Rheinfall
donnerstag, 5. februar 2015
Wirtschaft
Neuhauser Woche
5
Ende in Sicht für
Optik Heidenreich
Es ist noch gar nicht so lange her,
da konnte man an der Zentralstrasse in der Boutique Waterfall
von Michele Gelato peppige
Mode kaufen. Das Geschäft befand sich Tür an Tür mit Optik
Heidenreich im gleichen Haus.
Michele Gelato hat unlängst seinen Laden geschlossen. Fortan
bietet er seine Mode im Nebenerwerb und online an. Nun
schliesst Optik Heidenreich. Vor
knapp 30 Jahren war es ein weitsichtiger Entscheid, ein Optikergeschäft in Neuhausen am Rheinfall zu eröffnen. Gerhard Heidenreich hat längst das Rentenalter
erreicht. Mit seinem Geschäft
v­erschwindet eine ganze Branche
aus der Gemeinde. (Wü.)
Gerhard Heidenreich am Schrank mit den Brillenschubladen: Das Möbel ist eine Spezialanfertigung. Bild: Alfred Wüger
«Unmöglich, einen Nachfolger zu finden»
An der Zentralstrasse 14 schliesst ein Geschäft, das
man sich aus Neuhausen am Rheinfall fast nicht mehr
wegdenken konnte: Seit 27 Jahren gibt es Optik Heidenreich. Nun ist Schluss. Altershalber. Alfred Wüger
Herr Heidenreich, Totalausverkauf
heisst es draussen. Sie geben Ihr
Optikergeschäft auf hier im Zentrum von Neuhausen am Rheinfall.
Warum? Und wie lange waren Sie
hier?
Gerhard Heidenreich: Die Geschäftsaufgabe erfolgt altershalber. Jetzt in meinem letzten Monat, da ich das Geschäft betreibe,
werden es 27 Jahre sein. Es ist eine
lange Zeit. Ich habe mich sehr bemüht, einen Nachfolger zu finden,
aber das hat sich als unmöglich erwiesen. Ich habe jetzt drei Jahre
gesucht und niemanden gefunden.
Haben Sie nur im Feld der Optik
gesucht?
Heidenreich: Ja.
Woran könnte es liegen, dass
Sie keinen Nachfolger gefunden
­haben?
Heidenreich: Ich glaube, es
möchte niemand die Verantwortung oder das Risiko tragen, selbständig seinen Lebensunterhalt zu
bestreiten. Mir wurde gesagt, dass
die Jungen heute nicht mehr so
gerne arbeiten. Lieber Feierabend
beizeiten als bis halb sieben im
­Laden stehen.
Sind Sie enttäuscht, dass Sie niemanden fanden?
Heidenreich: Ja, ich habe natürlich immer gehofft, dass ich jemanden finde. Das wäre schön
gewesen, auch für meine Kunden.
Man hätte das Geschäft so übernehmen können, wie es sich jetzt
präsentiert. Natürlich hätte man
etwas Geld investieren müssen,
aber man hätte das Geschäft zunächst einmal vom einen auf den
andern Tag weiterführen können.
Ich selber bin jetzt froh, dass ich
aufhören kann, wenn ich an die
Frankenstärke denke … Die Leute
werden jetzt natürlich noch mehr
nach Deutschland fahren und
draussen einkaufen. Die Situation
ist sicher nicht einfach. Neuhausen ist noch schwieriger als
Schaffhausen. Und dann denke
ich, dass die Kunden aus dem
Klettgau auch fehlen werden,
wenn der Galgenbucktunnel fertig ist, dass sie dann direkt nach
Schaffhausen oder Herblingen
fahren. Neuhausen ist und bleibt
ein schwieriges Pflaster.
Aber Sie haben es 27 Jahre hier
ausgehalten. Was ziehen Sie für
eine Bilanz?
Heidenreich: Die Bilanz ist, dass
ich sehr gut gestartet bin, durch
meinen Bekanntenkreis. Ich komme
ja vom Sport her. Aber ich bin dann
schon sehr früh in die Rezession
geschliddert. Es wären heute Investitionen nötig, aber ich sehe
kaum eine Chance, wie man diese
wieder hereinholen könnte. Heute
«Für Neuhausen ist es
natürlich schade, dass
künftig kein Optiker mehr
auf dem Platz ist.»
muss alles billig sein und immer
noch günstiger. Ein neuer Schleifautomat zum Beispiel kostet
schnell einmal 50 000 oder 60 000
Franken. So gut läuft es auch wieder nicht, dass man einen solchen
Betrag bald abschreiben könnte.
Der Zeitpunkt zum Aufhören ist
für mich gut. Ich bin jetzt über 70
Jahre alt, und da darf man sicher
kürzertreten. Für Neuhausen ist es
natürlich schade, dass künftig kein
Optiker mehr auf dem Platz ist.
Das bedeutet wieder eine Branche
weniger. Als ich vor 27 Jahren hierherkam, fand ich kein Lokal, das
ich hätte mieten können. Früher
war das eine sehr gute Lage hier an
der Zentralstrasse, so nahe bei der
Bushaltestelle. Dann gab es da auch
den Coop und andere Geschäfte,
heute aber boomt der Kebab-Verkauf. Beim letzten Sonntagsverkauf
habe ich gemerkt, dass die Leute
von der Kirche direkt in den Wildenhof ­hinübergehen und gar nicht
mehr an meinem Geschäft vorbeikommen. Die einst gute Lage ist
heute nicht mehr, was sie mal war.
Sie führten das Geschäft alleine?
Heidenreich: Am Anfang führte
ich es zusammen mit meiner Frau,
damals, als wir es noch strenger
hatten. In letzter Zeit kam ich gut
allein zurecht.
Was habe Sie für Pläne für
den Ruhestand?
Heidenreich: Ich werde meine
Hobbys pflegen, ich komme ja
vom Tennis her, und werde nun
etwas länger spielen können, ohne
dass ich sagen muss: «Um halb
zwei muss ich den Laden auf­
machen.»
Wann ist nun Schluss?
Heidenreich: Den Brillenverkauf
und -ausverkauf werde ich noch
bis Ende Februar durchführen.
Und im März wird dann der Laden
geräumt. Ich habe hier viele alte
Möbel stehen. Da ist viel Herzblut
dabei, weil ich sie selber restauriert habe. Mich davon zu trennen,
das tut mir weh.
6 Winter
Neuhauser Woche
donnerstag, 5. Februar 2015
Eine kleine Erhöhung genügt, und wir haben einen weiten Blick über Òòze hinaus nach Westen
Wenn es Schnee hat und wenn die Sonne scheint, dann ist die Versuchung gross, den Bürostuhl mit dem freien Feld zu vertauschen und wie ein
Hase oder ein Fuchs durch die weisse Pracht zu streifen. Diese Ansicht des Aazheimerhofes, der sich geradezu als ein Weiler entpuppt, legt es dem
Wanderer nicht nahe, dass er quasi am Rheinfall oder in Neuhausen ist. Es ist und bleibt eine Erfahrungstatsache: Man muss nicht weit vor die Tore
gehen, und die Gemütlichkeit ist schnell zu Ende, wenn man in Nacht und Kälte nicht bald wieder an den Schäärme kann. (Bild: Alfred Wüger)
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27 Jahre Beringer Jazz & Blues Days!
Fr., 27. März 2015, The Shanes. Sa., 28.
März 2015, Pats Big Band and Pino Gasparini, Frank-Sinatra-Programm, Zydeco
Annie & Joe Douglas.
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Donnerstag 5. Februar
8.30 Gemeindemorgenessen, KGH
Sonntag, 8. Februar
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9.30 Gottesdienst, Pfr. Jürgen Ringling
Abdankungen: Pfr. Matthias Koch
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donnerstag,5. februar 2015
Pfader-Fan Carlo Michel (links) und
Spieler Fabian Müller.
Leute
Neuhauser Woche
Pfader-Fans Ronja Rüegg (links)
und Nina Brunner.
7
Die Zeitnehmerinnen: Franziska Kern aus Schaffhausen (links) und Silvana Fiorina aus Guntmadingen.
Die Pfader schlagen Romanshorn mit 31:23
Am letzten Samstag war in der Rhyfallhalle ein 1.-LigaSpiel. Pfader Neuhausen 1 standen SG Romanshorn
Kreuzlingen gegenüber. Geprägt war das rasante und
Als Dankeschön verteilt Andreas
Modrow Kleidergutscheine.
Spieler Sandro Schneider und Sabrina Meisser, SG Romanshorn
Präsident Nick Schenk (links) mit
Trainer Vaidas Klimciauskas.
Goalie Charlot Klieber, Anika Truniger (r.) und Pernilla Truniger.
kämpferische Spiel von schmetternden Bällen und
lauten Pfiffen der Schiedsrichter. Neuhausen
gewann das Spiel verdient. Bilder: Claudia Zanella
Seit rund 60 Jahren wird in Neuhausen am Rheinfall bei den Pfadern
aktiv Handball gespielt.
Was ich in meiner freien zeit am liebsten tu
Sina Colavitto mit Adrian Schaber. Bild: zvg
Sina Colavitto lebt sozusagen eine Familientradition weiter. Ihr Grossvater Angelo
­Cicconi, Gründer der Tanzschule Angeli in
Schaffhausen, war über Jahre ein leidenschaftlicher Turniertänzer. Heute leitet er
­zusammen mit Sinas Mutter die Schule. Die
heute 18-Jährige hat mit acht Jahren begonnen, Turniere zu tanzen. Dabei hat sie sich
auf Rock ’n’ Roll spezialisiert. Zum einen
macht sie Paartanz mit ihrem Kollegen Adrian
Schaber; sie wurden vor fünf Jahren VizeSchweizer-Meister bei den Junioren und 2013
«Swiss Ranking»-Sieger. Zum anderen ist
Sina ­Colavitto Teil einer sechzehnköpfigen
Rock-’n’ Roll-Frauenformation, die schon
s­ iebenmal den Schweizer-Meister-Titel holte.
Pro Woche trainiert die Neuhauserin drei- bis
viermal. Was macht den Reiz des Tanzens aus?
«Sobald ich Musik höre, reisst es mich mit»,
sagt Sina Colavitto. «Schön finde ich auch,
dass ich beim Rock ’n’ Roll das Tanzen mit der
Akrobatik verbinden kann.» Dass der Mann
beim Tanzen führt und die Frau sich fügt, gilt
auf hohem Niveau nur noch bedingt. Die
­Figuren, die alle einen festen Ablauf haben,
hat die junge Frau tausendmal eingeübt. «Ich
weiss eigentlich immer, was als Nächstes
folgt.» Beruflich ist Sina Colavitto auf der Neuhauser Gemeindeverwaltung tätig. Im Sommer schliesst sie die dreijährige Lehre ab. (vf)
8 Die Letzte
angetroffen
Neuhauser Woche
donnerstag, 5. februar 2015
der hingucker
Manche Menschen mögen’s bunt: Die bunten Menschen
«Es ist ein Zufall, dass Sie mich
hier antreffen», lacht Teresa
­Macri. «Normalerweise bin ich
nachmittags nicht in Neuhausen
unterwegs.» Sie erklärt, dass sie
heute ihre Freundin unterstützt.
«Ich werde für sie ein wenig Übersetzerin spielen. Und wenn wir
­alles erledigt haben, geniessen wir
noch einen Kaffee.» Ebenso freut
sie sich auf ein gemütliches
­Wochenende nach einer etwas
stressigen Woche. «Ich werde meine
Freunde treffen, ein wenig reden,
lachen und geniessen.» (C. Z.)
Dieser Balkon jedenfalls verleiht diesem Wohnblock mehr als nur einen einzigen Farbtupfer. Bild: Alfred Wüger
Gewerbefläche
ist noch zu haben
Der Block an der Industriestrasse
23, wo bis vor Kurzem der MilitaryShop war, wird saniert. Die Mieter
der Wohnungen sind ausgezogen,
die ganze Baute wird saniert. Die
grosse Fläche, die der Military-Shop
eingenommen hat, ist noch nicht
wieder vermietet. Möglicherweise
wird sie unterteilt. Im Zentrum von
Neuhausen sind zurzeit reichlich
Ladenflächen frei. Allenfalls eine
Chance für Neuansiedler. (r.)
Do., 5. februar
• Gemeindemorgenessen zugunsten der
Afghanistanhilfe im
evang.-ref. Kirchgemeindehaus, 8.30 Uhr.
Fr., 6. JANUAR
• Neuhuuser Märkt
WINTERPAUSE!
IMPRESSUM
• Bunkerparty Vom
Verlag und Druck
Kuhn-Druck AG, Neuhausen
Dieter Mändli, info@kuhndruck.ch
Telefon +41 52 672 10 88
Rhythm & Blues zum
Rock & Roll mit DJ XIII,
Langriet, 20–1 Uhr.
Redaktion Alfred Wüger
redaktion@neuhauserwoche.ch
Telefon +41 52 670 01 30
• Pino Valentino
Tanzt euch die Beine
wund zur Musik von
Anzeigenverkauf Peter Aragai
anzeigen@neuhauserwoche.ch
Telefon +41 52 633 32 68
Layout Nicole Sturzenegger
Kooperationspartner
Meier + Cie AG, Schaffhausen
Adresse «Neuhauser Woche»,
Kuhn-Druck AG, Industriestrasse 43,
8212 Neuhausen am Rheinfall
Erscheinungsweise
Jeweils am Donnerstag
Anzeigenschluss Mittwoch, 9 Uhr
Auflage 5200 Exemplare, verteilt
in alle Neuhauser Haushaltungen
Pino Valentino! Callisto
Star Bar, 21–2 Uhr.
im Mosergarten
Schaffhausen.
SA., 7. JANUAR
di., 10. JANUAR
• Schaffhauser Fas-
• Jestetter Fasnacht
nacht Zunftmeisterempfang ab 9.30 Uhr;
Guggen-Warm-up ab
11 Uhr auf dem Fronwagplatz mit 13 Guggenmusiken; Kinderfasnacht, 12–14 Uhr,
im Festzelt auf dem
Mosergarten; 14.30
Uhr Kinderumzug
vom Mosergarten
zum Schwabentor;
15 Uhr grosser Umzug, 60 Gruppen; 17
Uhr Monsterkonzert
Wiiberfasnacht, Saal
unter der kath. Kirche,
20 Uhr. Eintritt frei.
neutral
Drucksache
01-12-317927
myclimate.org
MI., 11. JANUAR
• Berufe stellen sich
vor Automatiker/in
(EFZ); Konstrukteur/in
(EFZ); Polymechaniker/in EFZ. Anmeldung bis 6. Februar
unter +41 52 674 69
42, Wibilea, Industrieplatz, 14 Uhr.
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Armbrustschützen Neuhausen
Die Schützenstube
ist offen am
Samstag von 15
bis 20 Uhr und am
Sonntag von 11 bis 20 Uhr.
Online www.neuhauserwoche.ch
PERFOR MANCE
Tipp der woche
agenda
Artefix-Spielgruppe Es hat
noch Plätze im laufenden Spielgruppenjahr bis Sommer 2015:
Donnerstagnachmittag, 13.45–
16.00 Uhr (1 Platz). Reservieren Sie jetzt für das Spiel­
gruppenjahr 2015/2016. Sie
können die Tage noch selbst
bestimmen!
Unteroffiziersverein Schaffhausen Info-Stamm jeweils am
1. Donnerstag des Monats, 14.30
Uhr, Hopfenstube, Schaffhausen.
Mayonnaise. Gekaufte Mayonnaise verliert ihren oft etwas
schalen Geschmack, wenn man
ein Eidotter darunterrührt. Sie
sieht dann laut der Internetplattform «Ich koche» auch wesentlich
appetitlicher aus. Von Hand gerührte Mayonnaise gelingt besser,
wenn man die Schüssel vorher erwärmt und auf ein Tuch stellt, das
man in heisses Wasser getaucht
hat. Auch sollte man stets mit
zimmerwarmen Zutaten arbeiten.
Öl anfangs nur löffelweise bei­
geben und so lange schlagen, bis
die Bindung entsteht.
Falls die Mayonnaise gerinnt,
helfen ein paar Tropfen kochendes Wasser, die man unter die
Masse rührt. Wenn das noch
­immer zu wenig ist, empfiehlt es
sich, in einer Extras Schüssel ­
ein Eigelb mit einem Schuss Essig, einer Prise Salz und einigen
Tropfen Öl zu verrühren. Die
­geronnene Mayonnaise dann
ganz langsam in diese Eiemulsion unterrühren. Ist die Mayonnaise zu dünnflüssig, dann
unter ständigem Rühren einfach
ein wenig Öl dazugeben (r.)
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