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Die kleine Andacht, LZ 7.2.15

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Sonnabend, 7. Februar 2015 · Nr. 32
Auto parkt
neben der Kasse
Vor 25 Jahren
Mittwoch, 7. Februar 1990
Sie helfen ihren Männern im
Betrieb, stehen den Unternehmern mit Rat und Tat zur Seite.
Um gegenseitig von ihren Err
fahrungen zu profitieren, um in
Kontakt zu kommen, aber auch,
um sich gezielt weiterzubilden,
gründen Lüneburgerinnen nun
den Arbeitskreis Unternehmerr
frauen im Handwerk (UFH).
Seniorin verwechselt Brems- und Gaspedal
Die Fahrerin kam
mit dem Schrecken davon, sie
ist am Nachmittag mit ihrem
Mercedes in die
Rossmann-FIliale
gerauscht und
hielt neben der
Kasse. LZ-Leserin
Martina Wiedenbeck stellte das
Bild zur Verfügung.
LG in Kürze
NDie Kirchengemeinde Lüne
veranstaltet heute, Sonnabend,
einen Trödeltreff. Interessierte
können von 14 bis 18 Uhr in
der Zehntscheune Nützliches
und Originelles kaufen. Angeboten werden unter anderem
gut erhaltene Haushaltswaren,
Spielzeug und Bücher. Bei Kaffee und Kuchen für Musik sorgt
die „Uncle George’s Jazzband“.
NEin Rundmarsch führt die
W
Wanderbewegung
am Sonntag,
8. Februar, über 16 Kilometer
von Westergellersen nach Röndahl, Wetzen und über Putensen zurück.Treffen ist um 9.30
Uhr am hinteren Parkplatz des
Behördenzentrums Auf der
Hude. Fahrtkosten: 2,50 Euro.
N„Paläste bei St. Petersburg,
Weltkulturerbe auf der Insel
Kishi und Hansestadt Weliki
Nowgorod“ ist eine Präsentation übertitelt, die Leo Demuth
am Montag, 9. Februar, ab 15
Uhr in der kostenfreien Volkshochschulreihe „Alter und Altern in unserer Zeit“ im Glockenhaus hält.
NDas Deutsche Rote Kreuz in
Ochtmissen lädt zu einem geselligen Nachmittag mit der
Krimi-Autorin Hela Haidn
am Dienstag, 10. Februar, ab
15 Uhr in die OSV-Gaststätte
„Zum Wikinger“ am Sportplatz
ein. Gäste sind willkommen.
NDas Theaterstück „Das Heilige Experiment“ über die Geschichte des Jesuitenstaates in
Paraguay beginnt am Dienstag,
10. Februar, um 19.30 Uhr in
der Aula der Uni am Wilschenbrucher Weg und nicht um 20
Uhr, wie es die Bischöfliche
Pressestelle mitgeteilt hatte.
Nach Überfällen und Einbrüchen sitzt Junkie in Haft – Fahndung nach Automatenknackern
NLüneburg. Mit Bildern einer
Überwachungskamera
sucht
die Polizei nach zwei Männern,
die bereits Anfang August den
Automaten des Parkhauses am
Graalwall aufgestemmt haben.
den als Junkie geltenden Mann
lagen vier Haftbefehle vor.
Bei den Ermittlungen stellte
sich heraus, dass der Beschuldigte mehr auf dem Kerbholz
hat. So soll er vor drei Wochen
die Caféteria der Klinik mit
einer Schusswaffe überfallen
haben. Dabei wurde er von einem Mitarbeiter erkannt. Der
44-Jährige legte ein Geständnis ab, danach ist klar, dass
er für weitere Taten infrage
kommt. Etwa für einen Einbruch in die Klinik und Diebstähle, Opfer war seine ehemalige Freundin. Diese soll der
Mann massiv bedroht haben.
ca Lüneburg. Besonders
schlau hatte sich der Dieb nicht
angestellt: Er hatte am vergangenen Wochenende die Gärtnerei der Psychiatrischen Klinik
geplündert und mit einem Multicar das erbeutete Werkzeug an
die Wilhelm-Leuschner-Straße
gebracht. Den gestohlenen Wagen ließ er um die Ecke stehen.
Die Polizei, die wegen Randale
in die ehemalige Wohnung des
Mannes gerufen worden war,
hatte den Verdächtigen schnell
im Visier. Auf dem Parkplatz
vor dem Haus nahmen Fahnder
den 44-Jährigen in Empfang.
Jetzt sitzt er ein, denn gegen
Polizeibericht
Das Duo machte keine Beute,
richtete aber 16 000 Euro Schaden an. Das Bild ist zu finden
auf www.landeszeitung.de und
unter polizeipresse.de mit dem
Stichwort Lüneburg.
NLüneburg. Gestern hatte die
Polizei noch keine heiße Spur
von dem Bankräuber, der am
Donnerstag gegen 18.15 Uhr die
Volksbank Am Ochsenmarkt
überfallen hat. Wie berichtet,
hatte der Täter einer Angestellten ein Messer an den Hals gehalten. Ein Kollege des Opfers
versuchte, die Lage zu beruhigen, indem der Mann einige
Euro aus seinem Portemonnaie
gab. Der flüchtete auf einem
Rad. Die Polizei vermutet, dass
der Täter sich vor der Tat vor
der Filiale aufhielt. Er soll Anfang 20 und 1,75 Meter groß
sein, er hat stoppeliges Haar,
trug eine Brille mit schwarzem
Rand und eine helle Jacke.
NLüneburg/Neetze/Neu Darchau. Ohne Beute verließen
Einbrecher in den vergangenen
Tagen ein leerstehendes Haus
an der Rilkestraße in LüneMoorfeld. Auch beim Friseur
am Neetzer Dorfplatz hatten
Gauner keinen Erfolg, sie scheiterten nach Angaben der Polizei in der Nacht zu Donnerstag
an der Eingangstür. Anders sah
es dagegen an der Elbe aus: Aus
einem Haus Im Lors in Neu
Darchau verschwanden in den
vergangenen Tagen Geld und
ein Ring. Die ungebetenen Gäste richteten einen Schaden von
mehreren Hundert Euro an.
Die Ex-Freundin umgefahren
Verschmähter 22-Jähriger verletzt 17-Jährige
schuldigten später auf seiner
Arbeitsstelle. Zwischenzeitlich
hat das Amtsgericht einen Untersuchungshaftbefehl
gegen
den Stalker erlassen. Das Mädchen wurde leicht verletzt und
steht unter Schock.
und dabei am Bein verletzt haben. Danach sprang der Angreifer aus dem Fahrzeug und riss
der Jugendlichen an den Haaren. Er flüchtete, als ein Passant
dazukam.
Die Polizei stellte den Be-
ca Winsen/Luhe. Brutal attackiert hat ein 22-Jähriger seine
ehemalige Freundin. Der Mann
soll die 17-Jährige, die auf einem Fahrrad unterwegs war,
am Mittwoch auf der Deichstraße mit seinem Auto angefahren
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" " die 76-Jährige wohl gedacht, sie
benutze eine ehemalige, aber nun
verschwundene Einfahrt. „Dann
ist sie über den Bordstein gerumpelt“, schildert ein Polizist. Dabei
habe die Rentnerin in ihrem Automatikwagen Brems- und Gaspedal verwechselt – mit Schwung
landete sie in der Filiale. Die Seniorin kam mit dem Schrecken
davon. Geschätzter Schaden:
15 000 bis 20 000 Euro.
Die Feuerwehr leistete später
erste Hilfe: Die Einsatzkräfte zogen den Wagen wieder aus dem
Geschäft.
Polizei empfängt Dieb zu Hause
+"(+ (
ca Bleckede. Spötter witzeln:
„Rossmann hat ein Drive-In err
öffnet.“ Der Hintergrund: Eine
Seniorin ist gestern Nachmittag
gegen 14.40 Uhr mit ihrem Merr
cedes durch die Scheibe des Bleckeder Drogeriemarktes gekracht
und neben der Kasse zum Stehen
gekommen. Es sei fast ein Wunder, dass niemand verletzt wurde,
berichtet die Polizei, denn das
Geschäft sei gut gefüllt gewesen.
Allerdings sei diese Kasse unbesetzt gewesen, sodass dort keine
Kunden anstanden.
Nach ersten Ermittlungen hat
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■ Kleine
Dramen
Der Nestschutz ist vorbei
und das „Drama“ nimmt seinen
Lauf: Ein halbes Jahr nach ihrer
Geburt ist unsere Tochter Clara
zum ersten Mal krank. Als sie
ins Bettchen gelegt wird, ist es
nur ein leichtes Schniefen. Als
sie später am Abend aufwacht,
ein lautes Röcheln, begleitet
von herzzerreißendem Geschrei. Für erfahrenere Eltern
sicher nichts Besonderes – aber
beim ersten Kind ein kleines
Drama.
Auch wenn der Blick ins
schlaue Buch und der Anruf
bei der befreundeten Mama von
drei Kindern deutlich macht:
Die Kleine hat nur Schnupfen.
Trotzdem: Für uns als Eltern ist
es eine neue Erfahrung, dass
einer den Kopf unserer Tochter festhält, während der andere ihr Kochsalzlösung in die
Nase spritzt. Mit jedem Versuch
weint, schüttelt und wehrt sich
Clara heftiger. Wenn sie uns mit
ihren tränenverquollenen Augen ansieht, scheint ihr Blick
voll Angst zu fragen: „Hilfe, was
macht ihr da?“ Meiner Frau und
mir ist klar: Das ist kein Drama.
Trotzdem sind wir fertig mit den
Nerven, als sich unter krampfhaftem Weinen der Schnupfen
löst und Clara ruhiger wird. Wir
tragen sie umher und singen
„Der Mond ist aufgegangen“. Irr
gendwann bei Strophe 5 schafft
sie es: „Gott, lass dein Heil uns
schauen und vor dir hier auf
Erden wie Kinder fromm und
fröhlich sein“, singen wir, als
sich unter einem behaglichen
Seufzer ihre Anspannung löst
und Clara einschläft. In meinen
Dennis Schipporeit, Pastor der
Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Lüne, ist telefonisch err
reichbar unter 5 13 81.
Foto: nh
Armen, mit denen ich sie kurz
zuvor unter ihrem Geschrei
festgehalten habe.
Wieder einmal geht es mir so
wie wohl allen Eltern: Ich bin
beeindruckt von meinem Kind.
Wie sie so voller Vertrauen ist.
Sie kann ja nicht verstehen,
was mit ihr geschieht. Wie soll
sie die Krankheit, die „Gewalt“
der Eltern einordnen können?
Und trotzdem schafft sie es, voller Vertrauen Ruhe zu finden.
„Wie Kinder fromm und fröhlich sein“, so drückt es das alte
Abendlied aus: Nicht, dass ich
kindisch werde, den Verstand
abgebe. Sondern dass ich Ruhe
finde bei dem, der mich hält –
auch wenn ich ihn nicht verstehe. Das tiefe Wissen habe, dass
er es gut meint, auch wenn es
sich gerade ganz anders anfühlt.
Ich bin heilfroh, als ich Clara
in ihr Bettchen legen kann. Bewundere sie, wie sie so „fromm
und fröhlich“ ist. Und hoffe, so
auch zu sein, wenn die wirklichen Dramen kommen.
Dennis Schipporeit
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