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Leseprobe zum Titel: Süddeutsche Zeitung (06.02.2015)

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Fleischgewordenes Fragezeichen: Was wird aus Jürgen Klopp?
Sport
NEUESTE NACHRICHTEN AUS POLITIK, KULTUR, WIRTSCHAFT UND SPORT
WWW.SÜDDEUTSCHE.DE
HF1
(SZ) Es ist nicht bekannt, ob die argentinische Präsidentin Cristina Fernández de
Kirchner Filme anschaut. Wenn ja, könnte
die Filmkomödie „A Christmas Story“ von
1983 zu ihren Favoriten gehören, und zwar
wegen einer sehr speziellen Szene. Gegen
Ende des Films besucht die Familie, von
der die Geschichte handelt, das chinesische Restaurant „Chop Suey Palace“, dessen Crew es sich nicht nehmen lässt, die
Gäste mit dem Weihnachtslied „Deck the
halls with boughs of holly, fa la la la la, la la
la la“ zu erfreuen. Sie stellen sich auf und
legen los: „Deck the harrs with boughs of
horry, fa ra ra ra ra, ra ra ra ra“. Der Oberkellner, Chinese auch er, ist peinlich berührt. Um ihn und die Gäste nicht zu enttäuschen, stimmen die Wackeren einen anderen Hit an: „Jingre bears, jingre bears,
jingre arr the way!“
Die Steirische Völkertafel, ein politisch
erfrischend unkorrektes altes Gemälde, beschreibt Europas Nationen nach diversen
Kriterien, so auch nach Untugenden wie
lüstern (der Italiener) oder verräterisch
(der Ungar). Hätte der Maler schon den Chinesen auf dem Schirm gehabt, wäre dessen Laster vielleicht so beschrieben worden: „Kann kein r sprechen.“ Wahrscheinlich hat kein interkulturelles Phänomen
derart viele Witze hervorgebracht wie die
angebliche Unfähigkeit der Chinesen und
Japaner, den Konsonanten r so zu artikulieren, dass er in europäischen Ohren nicht
wie ein l klingt. Cristina Kirchner hatte den
chinesischen Staatschef Xi Jinping zu
Gast, und da stach sie der Hafer. Sie stellte
auf Twitter die Frage, ob die Chinesen „nur
wegen Leis und Eldöl“ gekommen seien,
„sólo por el aloz y el petlóleo“. Auf der nach
unten offenen Skala der Chinesenwitze hat
das ungefähr den Rang dieses gut abgehangenen Bäckerladen-Dialogs: „Ich hätte gelne ein Blödchen.“ – „Moment, die Kollegin
kommt gleich.“ In Argentinien fragt man
sich nun, ob die heiß ersehnten chinesischen Investoren ihr Geld nicht doch lieber
in ihren heimischen als in den argentinischen Leis stecken.
Welche Übel aus harmlosen dialektalen
Unterschieden erwachsen können, erfährt
man im Buch der Richter. Die Gileaditer
hatten eine Furt im Jordan besetzt, und
wenn einer von den Ephraimitern, mit denen sie im Streit lagen, hinübergehen wollte, fragten sie ihn, ob er das Wort „Schibbolet“ aussprechen könne. Sagte er „Sibbolet“, wurde er ergriffen und erschlagen,
und es waren ihrer 42 000, denen „ein gewisses Unvermögen, das ihrem Stimmapparat zugestoßen war“ (Jacques Derrida),
zum Verhängnis wurde. Die Altbayern werden gern als „Isar-Gileaditer“ bezeichnet,
weil sie den Preußen Losungswörter wie
„Loawedoag“ und „Oachkatzlschwoaf“ abverlangen. Bisher hat das noch kein Norddeutscher aussprechen können. Chinesen
schaffen es hin und wieder, aber nicht, weil
in beiden Wörtern das r fehlt, sondern weil
sie überhaupt sehr geschickt sind.
MÜNCHEN, FREITAG, 6. FEBRUAR 2015
71. JAHRGANG / 6. WOCHE / NR. 30 / 2,60 EURO
Wahnsinn Karneval in Köln: Für die einen
ein Riesenvergnügen, für andere vor allem
ein Riesengeschäft.
Gerechtigkeitssinn Wie ein russischer Anwalt einen Steuerbetrug aufdeckte – und
dann unter seltsamen Umständen starb.
Spürsinn Hubert Burda ist einer der mächtigsten Verleger Deutschlands – ein Interview zum 75. Geburtstag.
Liegt nicht der gesamten Auslandsauflage bei
Sechs Seiten Beilage
Der Film in Worten
„Der Himmel über Berlin“ ist das Werk, das man mit Regisseur Wim Wenders in Verbindung bringt. Die Geschichte von zwei männlichen Engeln (im Bild Otto Sander), die das meist vergebliche Treiben der Menschen beobachten, hat sich wegen der trist-poetischen
Bilder eingeprägt. Wenders, der danach weitere Filme gemacht hat, erhält bei der am Donnerstag gestarteten Berlinale den „Ehrenbären“. Der zur Philosophie neigende Filmemacher freut sich „wie Bolle“. FOTO: H. ALEKAN/WIM WENDERS STIFTUNG
Feuilleton
Neuer Friedensplan für die Ukraine
Merkel und Hollande fliegen nach Kiew und Moskau mit dem Vorschlag, den Separatisten deutlich
mehr Territorium zu überlassen als bisher geplant. Das wäre ein Zugeständnis an Putin
von stefan braun
und stefan kornelius
Warschau/München – Unter dem Eindruck einer massiven Eskalation der
Kämpfe in der Ukraine schlagen die Regierungen Deutschlands und Frankreichs sowohl dem ukrainischen wie auch dem russischen Präsidenten einen weitreichenden
Friedensplan vor. Sie dringen darauf, den
Plan sofort umzusetzen. Kern des Vorschlags ist es, einen unmittelbaren Waffenstillstand zu verabreden und den Separatisten im Osten der Ukraine weitreichende Autonomie in einem Gebiet zuzugestehen,
das größer als bisher verabredet ist.
Begleitet von großer politischer Symbolik reisten Bundeskanzlerin Angela Merkel
und Frankreichs Präsident François Hollande am Donnerstagnachmittag nach Ki-
ew, um dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko die Zustimmung zu dem
Plan abzuringen. Sollten die Gespräche
vielversprechend verlaufen, wollten Merkel und Hollande am Freitag in Moskau
mit Präsident Wladimir Putin die Verabredung besiegeln.
Der neue Plan war bereits seit Tagen
von hohen Beamten der beteiligten Regierungen vorbereitet worden. Ausgelöst wurde die Dynamik durch die starken militärischen Gewinne der Separatisten und die
Debatte über Waffenlieferungen in den
USA. Poroschenko will man klarmachen,
dass nun die letzte Chance gekommen sei,
die Ukraine vor einer dramatischen militärischen Niederlage und dem wirtschaftlichen Kollaps zu retten. Die ukrainische Notenbank musste am Donnerstag den Zinssatz drastisch von 5,5 Prozent auf 19,5 Pro-
zent anheben, um die Inflation zu bremsen. Die Währung befindet sich im freien
Fall, die Ukraine ist dringend auf einen Kredit des Internationalen Währungsfonds angewiesen, der aber auf sich warten lässt.
An Kremlchef Putin wiederum sandten
die europäischen Verhandler die Nachricht
aus, dass er in der kommenden Woche mit
neuen EU-Sanktionen zu rechnen habe.
Auch an US-Waffenlieferungen nach Kiew
könne er kein Interesse haben, so die Botschaft. Russland könne jetzt noch eine unkontrollierbare Eskalation aufhalten.
Während Merkel und Hollande nach Kiew reisten, brach Außenminister FrankWalter Steinmeier zu einer Tour nach Riga
und Warschau auf, wo er um Unterstützung für das Vorhaben warb. Im Zentrum
des Waffenstillstandsplans steht nach Informationen der Süddeutschen Zeitung das
Minsker Abkommen vom vergangenen
September. Allerdings wird die damals verabredete Demarkationslinie nicht zu halten sein; die territorialen Gewinne der Separatisten von bis zu 1500 Quadratkilometern müssen zum Teil berücksichtigt werden. Der Plan sieht außerdem eine weitreichende Autonomie für die SeparatistenGebiete vor, den bereits vereinbarten Abzug schwerer Waffen und einen umfassenden Gefangenenaustausch. Russland
dringt darauf, dass Kiew und auch der Westen mit den Separatistenführern direkt
kommunizieren, was denen mehr Legitimation verleihen würde.
Ob Poroschenko dem Plan zustimmen
würde, war bis zum Abend nicht sicher.
Aus dem Umfeld der Verhandlungsteilnehmer war von einem „Harakiri-Unternehmen“ die Rede.
Seite 2
HEUTE
Die Seite Drei
Ein Jahr nach den Olympischen
Spielen ist Sotschi statt Gastgeber
nun trotziger Rückzugsort
3
Meinung
Ob bei Steuern, Pegida oder bei
Europa – die SPD hat keine
klaren Konturen mehr
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Feuilleton
Clint Eastwoods Irak-Film
„American Sniper“ wird in den
USA hitzig diskutiert
11
Wissen
Vom schrillen Laut zum
tiefen Grunzer: Lernen
Schimpansen neue Wörter?
16
Wirtschaft
Der Kunstbetrieb machte ihn
reich. Dennoch flucht Bildhauer
Ulrich Rückriem
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Medien, TV-/ Radioprogramm
Kinder- und Jugendliteratur
München · Bayern
Rätsel
Familienanzeigen
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Süddeutsche Zeitung GmbH,
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4 190655 802602
Das größte Glück, unser Sonnenschein.
Oder schlicht: der Mittelpunkt der Welt.
Beschreiben Eltern, was ihre Kinder für
sie bedeuten, reicht oft kein Superlativ
aus. Wovon sie weniger reden, sind die Abgründe, in die sie eine Elternschaft stürzen kann. Niedergeschlagen, ausgelaugt
und überfordert von der neuen Rolle überstehen manche Eltern nur mit Mühe die
ersten Jahre mit ihrem Nachwuchs. In Mitleidenschaft gezogen werden aber nicht
nur die Mütter. Zwar hat sich herumgesprochen, dass „Babyblues“ und Wochenbettdepression viele Frauen nach der Geburt heimsuchen. Mittelfristig gefährdet
sind aber vor allem die Väter.
„Mütter wie Väter haben es mit erheblichen Belastungen zu tun, und manche Formen der Elternschaft sind extrem stressig“, sagt Kevin Shafer. Der Professor für
Sozialarbeit hat gemeinsam mit Garrett
Pace von der Universität Princeton mehr
als 6000 Eltern untersucht und die Ergeb-
Vater, Freund, Onkel?
Männer leiden in Patchwork-Familien unter ihren vielen Rollen
nisse im Fachmagazin Social Work an diesem Freitag veröffentlicht. Besonderen
Anforderungen sind demnach Männer in
Patchwork-Familien ausgesetzt, die bis
zu drei Rollen ausfüllen müssen – und
sich um „deine, meine und unsere Kinder“ kümmern. Ihr Risiko für Depressionen liegt um 57 Prozent über jenem von Eltern mit nur einer Rolle in der Familie. „Es
gibt Vorstellungen und Normen für die Elternschaft, aber keine dafür, Stiefvater zu
sein“, sagt Shafer. „Sollte ich mich wie ein
normales Elternteil verhalten, wie ein guter Freund – oder eher wie der coole Onkel?“ Viele Väter seien unsicher, welche
Position die richtige für sie ist.
Die Gefahr für Stressreaktionen und
Depressionen ist noch größer, wenn ein
Vater in einer neuen Patchwork-Konstellation lebt, seine leiblichen Kinder aber
nicht bei ihm wohnen. Oft haben Väter
dann Schuldgefühle, weil sie mehr Zeit
mit den jüngeren Kindern verbringen als
mit ihren älteren. Kommt ein weiteres Baby hinzu, entwickelt sich eine neue Dynamik, der Freiraum für die anderen Kinder
wird noch knapper.
„Der Stress entsteht ja nicht aus niederen Motiven, sondern aus edler Absicht“,
sagt Shafer. „Sie wollen weiterhin gute Eltern sein, gute Stiefeltern und natürlich
auch gute neue Eltern.“ Da es PatchworkFamilien immer häufiger gibt, nehmen
derartige Probleme zu, und Psychiater
wie Psychologen bekommen vermehrt damit zu tun. Männer sind auch deswegen
anfälliger, an einer Depression zu erkranken, weil sie es nicht wie Frauen gewohnt
sind, sich professionelle Hilfe zu holen.
„Es gibt auch den Väter-Blues“, sagt
Karl Heinz Brisch, Leiter der Psychosomatik am Haunerschen Kinderspital der Uni
München. „Gerade Väter, die an verschiedenen Stellen unterwegs sind, haben ein
Vielfaches an Belastungen.“ Wird ihnen alles zu viel, sind sie erschöpft oder unruhig, schlafen schlecht und können ihre
Frau nicht mehr unterstützen. „Das
strahlt auf das Baby zurück, wenn nicht
genug mit ihm gelacht und gespielt wird
und wenig Nähe entsteht“, so Brisch. Die
Rolle des Stiefvaters sei besonders schwierig. „Die Männer kriegen Übertragungen
der Stiefkinder ab, etwa Wut und Enttäuschung, die vermutlich dem leiblichen Vater gelten“, sagt Brisch. „Oder sie werden
extrem idealisiert, was oft nicht lange anhält.“ Anstrengend sei moderne Elternschaft allemal.
werner bartens
EZB ermöglicht Nothilfe für Griechenland
Die Athener Notenbank darf heimischen Instituten 60 Milliarden Euro leihen, haftet dafür aber selbst
Berlin/Frankfurt – Die Europäische Zentralbank verschafft der griechischen Regierung mehr Zeit, um sich mit ihren internationalen Geldgebern auf ein neues Rettungsprogramm zu einigen. Die EZB erlaubt der
griechischen Zentralbank, dem heimischen Bankensektor neue Kredite im Umfang von etwa 60 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Diese Nothilfen sollen das
Überleben des griechischen Bankensektors gewährleisten.
Seit der Wahl der Linksregierung heben
viele Griechen ihr Geld ab, um es in Sicherheit zu bringen – dadurch ist die Stabilität
der Institute gefährdet. Außerdem hatte
die EZB am Mittwoch selbst Kreditlinien
für die griechischen Banken gekappt. Die
Zentralbank akzeptiert bei Kreditgeschäften mit griechischen Instituten künftig kei-
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Nutzungexklusiv
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www.sz-content.de
Jegliche
ne griechischen Staatsanleihen mehr als
Pfand, weil Athen das Rettungsprogramm
nicht einhält. Griechische Staatsanleihen
gelten bereits seit Jahren als stark ausfallgefährdet. Die EZB hat diese Wertpapiere
bisher nur unter der Bedingung als Sicherheit akzeptiert, dass Griechenland die auferlegten Reformen fortsetzt.
Der Umfang des jetzt von der EZB genehmigten Nothilfeprogramms – man spricht
von Emergency Liquidity Assistance (ELA)
– deckt sich in etwa mit den Beträgen, die
griechische Banken bislang bei der EZB
durch Hinterlegen von Staatsanleihen geliehen hatten. Die Institute können jetzt also umschulden. Die ELA-Hilfen werden allerdings von der griechischen Zentralbank
und nicht von der EZB vergeben. Das Verlustrisiko trägt deshalb künftig der griechi-
sche Steuerzahler. Die Zinsen für Kredite
aus diesem Programm sind außerdem
deutlich höher als bei der Europäischen
Zentralbank. Zudem kann die EZB die Zustimmung zu dieser Notfallfinanzierung jederzeit zurücknehmen.
Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis versicherte bei einem Besuch in
Berlin, seine Regierung tue alles in ihrer
Macht Stehende, um einen Zahlungsausfall zu vermeiden. Dazu benötige sie aber
mehr Zeit. Das aktuelle Hilfsprogramm für
Griechenland läuft nur noch bis Ende Februar. Die neue Regierung in Athen lehnt
viele darin enthaltenen Reformauflagen
ab und will deshalb mit den europäischen
Partnern verhandeln. „Wir möchten ein
Überbrückungsprogramm bis Ende Mai,
damit wir alle ein bisschen Luft haben, die-
se Überlegungen anstellen zu können“, sagte Varoufakis nach einem Gespräch mit
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. Die Athener Linksregierung wolle für
Deutschland und Europa ein guter Partner
sein, wenn es um den Kampf gegen Korruption und Steuerhinterziehung in Griechenland gehe. Dafür setze man auf technische,
moralische und finanzielle Unterstützung
aus der Europäischen Union.
Varoufakis versprach Verhandlungen
„ohne taktische Manöver“. Dazu gehöre
die Bereitschaft zu effektiven Wirtschaftsreformen. Allerdings sei die Regierung mit
dem Ziel gewählt worden, dass „meine Mitbürger wieder in Würde leben können“.
Deshalb müsse es Änderungen an den bisher verlangten Sparauflagen geben.
r.roßmann, m.zydra Seiten 4 und 5
Heute mit Immobilien:
Kauf- und Mietmarkt
Hartmann will
jetzt schweigen
SPD-Abgeordneter verweigert
Aussage im Edathy-Ausschuss
Berlin – Der unter Druck geratene SPD-Abgeordnete Michael Hartmann will von seinem Auskunftsverweigerungsrecht Gebrauch machen und nicht im Edathy-Untersuchungsausschuss aussagen. Er werde
sich über das am 18. Dezember Gesagte hinaus nicht äußern, teilte sein Anwalt am
Donnerstag kurz vor der geplanten Vernehmung mit. Der Ausschuss bestand jedoch
auf Hartmanns Erscheinen. In einer
schriftlichen Erklärung begründete sein
Anwalt die Aussageverweigerung: Die Zeugen, die die Version von Sebastian Edathy
bestätigt und Hartmann als Informanten
über mögliche Kinderpornografie-Ermittlungen genannt hatten, hätten nur wiedergegeben, was Edathy ihnen gesagt habe.
Zudem hätten Ausschuss-Mitglieder öffentlich Hartmann der Lüge bezichtigt –
sie seien an einer Sachaufklärung „gänzlich uninteressiert“. sz Seiten 4 und 6
Siemens streicht
mehr als 7000 Stellen
München – Zum Zuge des Konzernumbaus bei Siemens plant das Unternehmen,
etwa 7400 der insgesamt 345 000 Arbeitsplätze weltweit abzubauen. In Deutschland sind davon rund 3300 Stellen betroffen. Ein Siemens-Sprecher wollte sich am
Donnerstag dazu nicht äußern. Am Freitag
sollen jedoch die Mitarbeiter über die Pläne informiert werden. sz Wirtschaft
Sonderausschuss prüft
LuxLeaks-Affäre
Brüssel – Im Europaparlament soll ein
Sonderausschuss die Affäre um Steuerdumping für internationale Firmen in Luxemburg und anderen EU-Staaten untersuchen. Darauf einigten sich am Donnerstag
in Brüssel die Vorsitzenden der sieben
Fraktionen. Für einen Untersuchungsausschuss mit erweiterten Befugnissen fand
sich keine Mehrheit. sz Seiten 4 und 8
Dax ▼
Dow ▲
Euro ▲
Xetra 16.30 h
10875 Punkte
N.Y. 16.30 h
17810 Punkte
16.30 h
1,1430 US-$
- 0,33%
+ 0,77%
+ 0,0089
DAS WETTER
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NACHTS
Lang anhaltender Sonnenschein. Lediglich am Thüringer Wald und südlich der
Donau schneit es etwas. Im Schwarzwald
und an den Alpen gibt es kaum noch Neuschnee. Temperaturen minus vier bis plus
vier Grad.
Seite 15
Die SZ gibt es als App für Tablet
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