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Ehemalige zeigen Computertechnik (SZ 5.2.2015)

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BAD SAULGAU
Donnerstag, 5. Februar 2015
Schwäbische Zeitung
Schäfer gewinnt Machtkampf gegen Pfeifer
Zitat des Tages
„Du, das höre ich
mir nicht an“,
sagt Peter Schäfer, neuer Vorsitzender des Jazzvereins Bad
Saulgau, bei der Hauptversammlung zu seinem Vorgänger
Elmar Pfeifer.
Nachgefragt
●
Alkohol ist meistens
die Ursache
BAD SAULGAU - Sachbeschädigungen und mutwillige Zerstörung: Der
Vandalismus in der Bad Saulgauer
Innenstadt beschäftigt auch die
Polizei. SZ-Redakteur Dirk Thannheimer hat sich mit dem Leiter des
Polizeireviers Bad Saulgau, Volkmar
Rees, darüber unterhalten.
Herr Rees, wie schlimm ist der
Vandalismus in der Bad Saulgauer
Innenstadt aus Sicht der Polizei?
Es liegen keine offiziellen Zahlen
vor, aber eine
Steigerung ist
nicht festzustellen. Aber fest
steht, dass Vandalismus immer
wieder vorkommt. Jeder
Vorfall ist immer
ärgerlich.
Was sind denn Ihrer Ansicht nach
die Ursachen für Vandalismus?
Der Grund ist meistens übermäßiger Alkoholkonsum. Es ist ja nicht
so, dass die Täter aus dem Haus
gehen, um nachts zu randalieren.
Aber der Alkohol setzt die Hemmschwelle deutlich nach unten. Oft
sind es Jugendliche, die zeigen
wollen, wie mutig sie sind. Sie
denken dann nicht mehr daran, dass
es sich dabei um Straftaten handelt.
Was unternimmt die Polizei, um
die Täter zu fassen?
Wir sind uns der Problematik bewusst und zeigen regelmäßig Präsenz in Bad Saulgau. Unser Streifendienst ist rund um die Uhr im Einsatz. Wir wissen, wo es wann für
uns interessant wird. Aber wir
können nicht verhindern, dass
irgendwo randaliert wird.
Und was kann jeder einzelne
Bürger tun?
Jeder Bürger kann helfen, indem er
aufmerksam ist und sofort die 110
wählt, sobald ihm etwas auffällt. Es
erwartet niemand von den Bürgern,
dass sie selbst eingreifen. Es reicht
zum Beispiel schon, wenn jemand
nachts unterwegs ist, einen umgestoßenen Blumenkübel sieht und
uns gleich anruft. Vielleicht sind die
Täter dann ja noch in der Nähe.
Deshalb hofft die Polizei, dass die
Bevölkerung einfach noch sensibler
reagiert.
Drei Unfälle an
Altshauser Straße
BAD SAULGAU (sz) - Innerhalb einer
halben Stunde haben sich am Dienstagmorgen drei Unfälle an der Altshauser Straße in Bad Saulgau ereignet. Gegen 9 Uhr wollte eine 53-jährige Fahrerin eines VW Sharan, dem
neu eingerichteten Fahrbahnverlauf
folgend, von der Altshauser Straße
nach links in die Josef-Bautz-Straße
einbiegen. Auf der winterglatten
Fahrbahn rutschte ihr Auto jedoch
geradeaus weiter gegen die auf der
Fahrbahn
montierten
Gummischweller beim gesperrten Bahnübergang, wodurch diese teilweise
aus ihrer Verankerung gerissen und
beschädigt wurden. Gegen 9.20 Uhr
ereignete sich der gleiche Verkehrsunfall, bei dem eine 25-jährige Frau
mit ihrem Audi in die Absperrung
rutschte. Gegen 9.30 Uhr bremste ein
Autofahrer seinen BMW vor der Einmündung ab, worauf ein mit seinem
Sattelzug nachfolgender Lkw-Fahrer
auf der glatten Fahrbahn nicht mehr
rechtzeitig bremsen konnte und auf
den BMW rutschte.
15
Emotionale Hauptversammlung des Jazzvereins – Dreikönigskeller bleibt Konzertraum – Name bleibt gleich
Von Christoph Klawitter
●
BAD SAULGAU - Peter Schäfer ist
neuer Vorsitzender des Jazzvereins
Bad Saulgau, der in seinem angestammten Konzertraum im Dreikönigskeller bleibt. Das haben die Mitglieder in der dreieinhalbstündigen
Hauptversammlung am Dienstagabend entschieden. Peter Schäfer
siegte in einer geheimen Abstimmung gegen den langjährigen Vorsitzenden Elmar Pfeifer mit 36 zu 13
Stimmen. Eine deutliche Mehrheit
sprach sich zudem dafür aus, den
Dreikönigskeller zu behalten und
nicht in den „Blauwclub“ in der
Blauwstraße umzuziehen.
Die Versammlung im Gasthaus
Schwarzer Adler wurde von der im
Hintergrund schwelenden Umzugsfrage überlagert. Auf der einen Seite
kämpften Peter Schäfer und auch
Hans Georg Rimmele, der Gastwirt
des Dreikönigs und früher viele Jahre
Vorsitzender, für den bisherigen
Standort. Auf der anderen Seite
stand Elmar Pfeifer, der eindringlich
für den Umzug plädierte. Dass die
Lage auch im zwischenmenschlichen Bereich im Verein angespannt
ist, wurde deutlich. Mit den Worten
„Du, das höre ich mir nicht an“, verließ Peter Schäfer beispielsweise den
Saal, als Elmar Pfeifer sein Plädoyer
für den Blauwclub begann. „Peter, da
stimmt vieles einfach nicht“ hielt
Pfeifer wiederum an anderer Stelle
Schäfer vor.
Abwertende Kommentare
Und die Ausführungen von Pfeifer
wurden von manchen Zuhörern stellenweise mit abwertenden Kommentaren, die sie im Flüsterton äußerten,
begleitet. Dass die Debatte um die
Standortfrage trotzdem in zivilisierten Bahnen ablief, war nicht zuletzt
ein Verdienst von Stadtrat Klaus
Nerlich, der als Versammlungsleiter
fungierte. Man hatte ihn im Vorfeld
gebeten, als „neutrale Person“, wie er
selbst sagte, die Versammlungsleitung zu übernehmen. Er achtete
streng darauf, dass die Redebeiträge
Thomas Moldon (Schriftführer, links), Peter Schäfer (Vorsitzender), Jutta Nerlich (Kassiererin) und Joachim Schäfer (stellvertretender Vorsitzender)
bilden den neuen Vorstand des Jazzvereins. Bei der Hauptversammlung am Dienstagabend wurde über einen möglichen Umzug des Vereins aus dem
Dreikönigskeller abgestimmt.
FOTO: CHRISTOPH KLAWITTER
nicht von Zwischenrufen aus dem
Publikum unterbrochen wurden und
unterband diese rigoros. Manchmal
musste er im scharfen Ton auf die
Einhaltung der Regeln pochen. So
konnte eine „Schlammschlacht“ vermieden werden.
Zunächst galt es, eine neue Satzung zu beschließen. Denn die alte
war nicht mehr zeitgemäß, Klaus
Nerlich hatte anhand einer Mustersatzung eine neue Satzung im Vorfeld ausgearbeitet. Die Mitglieder
beschlossen diese neue Satzung. Erst
dann war es auch möglich, über einen Namensantrag abzustimmen: Elmar Pfeifer beantragte, den Namen
von Jazzverein in Jazzclub zu ändern,
weil das flotter und moderner klinge.
18 Mitglieder stimmten für die Änderung, 23 waren aber dagegen, fünf
enthielten sich. Somit bleibt es beim
alten Namen.
Die Neuwahl des Vorsitzenden
war nötig geworden, weil Elmar Pfeifer im November zurückgetreten
war. Nun aber wollte er wieder Vorsitzender werden. Er erinnerte daran, dass der Verein 2004/2005 am
Boden gelegen sei, als er ihn übernahm. Auf Nachfrage einer Zuhörerin räumte er ein, dass sein Rücktritt
voreilig gewesen sei.
Peter Schäfer, bisher Schriftführer im Verein, kündigte in seiner Bewerbungsrede an, dass er unter anderem Zuverlässigkeit in den Verein
hereinbringen wolle. Bei der gehei-
men Abstimmung gewann Schäfer
mit 36 zu 13 Stimmen deutlich gegen
seinen Mitbewerber. Der emotionalste Punkt war dann die Entscheidung über den Konzertraum. Beide
Parteien stellten gegenseitig ihre jeweiligen Zahlen und Argumente infrage. Pfeifer kritisierte den bisherigen Standort: Beispielsweise sei die
Bühne im Dreikönigskeller nicht von
überall aus einsehbar, der Notausgang sei beschwerlich, die sanitäre
Situation auf der Damentoilette ganz
schlecht. Das alles sei im Blauwclub
besser.
Schäfer dagegen zählte die Kritikpunkte am Blauwclub auf: Bei Konzerten und Proben werde es da zu
laut, die Grenzwerte würden über-
schritten. Neun Mitglieder votierten
per Handzeichen für den Umzug, der
Rest – die deutliche Mehrheit –
sprach sich dagegen aus.
Löw tritt ab
Jutta Nerlich wurde zur neuen
Kassiererin gewählt. Sie löste
Peter Löw ab. Der wiederum
kritisierte in seiner Abschiedsrede, dass der Verein zunehmend kommerziell werde. Neuer
Schriftführer ist Thomas Moldon, er gewann die geheime
Abstimmung gegen Thomas
Berg. (ck)
SZ 5.2.2015
Die Zukunft genau planen
Ehemalige zeigen Computertechnik
Marktplatz für Ausbildung am 6. Februar
Alumni-Treffen im Schülerforschungszentrum – Karriere beginnt in Bad Saulgau
BAD SAULGAU (uka) - Morgen findet
im Berufsschulzentrum Bad Saulgau
von 9 bis 16 Uhr der Marktplatz für
Ausbildung statt. Er ist gedacht für
Schüler, die kurz vor dem Schulabschluss oder einem Schulwechsel
stehen.
Wie finde ich meinen Wunschberuf und die richtige Schule? Welche
Ausbildungsmöglichkeiten bieten
die beruflichen Schulen in Bad Saulgau und Sigmaringen? Auf diese und
weitere Fragen sollen die Schüler
morgen eine Antwort erhalten. In
Bad Saulgau findet die Veranstaltung
bereits zum zehnten Mal statt. Entstanden aus einer Idee des Fachbeirats zur Begleitung des Pilotprojektes Jugend organisiert ein Team, bestehend aus Vertretern des Gemeinderats, der Stadtverwaltung Bad
Saulgau, des Kinder- und Jugendbüros und der Bad Saulgauer Schulen
mit Unterstützung der beruflichen
Schulen den Marktplatz für Ausbildung.
Das Ziel der Veranstaltung war
von Anfang an, den Jugendlichen in
der Berufsorientierung die breite Palette der Ausbildungsmöglichkeiten
in Bad Saulgau und Umgebung vorzustellen. Für den Verlauf der Ausbildung beziehungsweise des Studiums ist es für Jugendliche wichtig zu
wissen, was sie während der Ausbildung und später im Berufsleben erwartet.
Mitarbeiter und Auszubildende
von mehr als 70 verschiedenen Unternehmen,
Handwerksbetrieben
und Dienstleistern stehen deshalb
jedes Jahr aufs Neue Rede und Antwort und informieren über ihre Ausbildungsund
Studienberufe.
Gleichzeitig mit dem Marktplatz
Ausbildung findet der Informationstag der beruflichen Schulen am
Wuhrweg statt.
Beim Marktplatz für Ausbildung informieren sich die Schüler über ihre
ARCHIVFOTO: UKA
berufliche Zukunft.
BAD SAULGAU (sz) - Die Computerleistung, mit der Apollo 11 im Jahr
1969 auf dem Mond gelandet ist, würde heute nicht einmal mehr für einen
modernen Kaffeeautomaten ausreichen. Und auch wenn schicke Displays heute nicht mehr preisgeben,
wie viel Elektronik tatsächlich im Innern eines Gerätes steckt – die rasante Entwicklung geht weiter. Welche
Ideen in den Geräten von morgen
wohnen werden, haben Ehemalige
beim Alumni-Treffen am Schülerforschungszentrum (Sfz) in Bad Saulgau präsentiert.
Die Forscher von heute arbeiten
an sogenannten Quantencomputern,
die auf quantenmechanischen Zuständen und deren Verarbeitung beruhen – und damit Probleme lösen
können, bei denen selbst den leistungsstärksten
konventionellen
Computern die Rechen-Puste ausgeht. Weil einige dieser Forscher ihre
Karriere am Sfz in Bad Saulgau oder
einem seiner sieben weiteren Standorte in Südwürttemberg begonnen
hatten, stand am vergangenen Samstag im Klösterle eine bundesweite
Expertenrunde auf dem Podium.
Neben anderen gaben Matthias
Müller von der Universität Ulm und
Fabian Grusdt, Doktorand im Bereich der theoretischen Physik der
Technischen Universität Kaiserslautern den etwa 100 Gästen aus dem
Freundeskreis des Sfz fundierte Einblicke in die aktuelle Informationstechnologie.
„Ich bin stolz, dass wir am Sfz
nicht nur sehr gute aktive Schüler haben, sondern dass wir an unseren
Ehemaligen beobachten können, wie
aus diesen immer wieder fantastische Wissenschaftler werden“, sagte
Tobias Beck, der Leiter des Sfz. Er sei
beeindruckt, mit welcher Energie
und in welcher wissenschaftlichen
Zahlreiche Gäste kommen zum Ehemaligen-Treffen des Sfz, um auf dem
aktuellsten Stand der Forschung zu bleiben.
FOTO: PRIVAT
Tiefe die Ehemaligen an aktuellen
Fragen arbeiten und Herausforderungen für die Gesellschaft der Zukunft anpacken würden.
Der Sfz-Alumni Patrick Kerner,
der heute beim Brillenhersteller Rodenstock als Entwicklungsingenieur
arbeitet, informierte über „Agile
Softwareentwicklung“, ein System
der Projektüberwachung mit dem
Fehler früh erkannt und vermieden
werden. Unabdingbar in Zeiten komplexer Anwendungen, die nur noch
in großen Teams programmiert werden können.
Innovative Ideen
Die Brücke zu aktuellen Sfz-Projekten schlugen Schüler des Ulmer SfzStandorts. Sie realisieren ihre Bedürfnisse an Informationssysteme
der Zukunft schon jetzt selbst: Der
15-jährige Max Gisa erklärte, wie die
Sfz-Schüler die vorhandene Klingelanlage elektronisch aufrüsteten, um
mittels eines Klingel-Codes die Tür
öffnen zu können. So kann jeder, der
autorisiert ist, die Räume auch ohne
Schlüssel betreten. Der ebenfalls erst
15-jährige Thomas Wirsing referierte, wie der hauseigne, von den Schülern installierte Server hilft, physikalische Messwerte zu erheben und zu
verwalten. „So bleibt mehr Zeit für
Forschung“, sagte er.
Zum Abschluss des Treffens informierte Tobias Beck die Ehemaligen über das, was das Sfz heute ist:
Ein Vorzeigemodell zur außerschulischen Bildung, das bundesweit
Nachahmer findet. „Was Sie dazu gebracht hat, Wissenschaftler zu werden, funktioniert bei Jugendlichen
auch heute noch: Am Sfz wird die
Neugier, etwas verstehen zu wollen
ernst genommen“, sagte Beck.
Den Beweis für die Wirksamkeit
des Neugier-Turbos trat Tobias Beck
gleich an: Mit einer Vorführung einiger spektakulärer physikalischer Experimente brachte er die Gäste zum
Lachen und Staunen.
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